Pauline

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  1. Ich hab ja oben schon knapp die Story geschildert, wie ich zwischenzeitlich einen Bekanntenkreis überwiegend aus Männern bestehend aufgebaut hatte und viel mit ihnen unternommen hab. Als ich dann einige Monate später jemandem begegnet war, der mir gefallen hat (war längere Zeit Single gewesen und bin aber recht wählerisch bei Sex, den fand ich aber geil) und die anderen erfahren haben, dass ich was mit dem angefangen hatte, waren ca. 70 % der Gruppe sauer und haben sich teils extrem kacke verhalten. Es ging ihnen nicht um Freundschaft. Es gab Streit, einige richtig hässliche Interaktionen (einer - er hatte mir vorher mal gesagt, dass er Interesse an mir hat, ich hatte ihm ehrlich gesagt, dass ich kein romantsich-sexuelles Interesse habe; hat er mir anscheinend nicht geglaubt - hat mich den ganzen Abend vor der Gruppe immer wieder beleidigt und verspottet, bis sein bester Freund ihm gesagt hat, dass er sich wie ein mega Arschloch verhält) und nach wenigen Wochen zerbrach die ganze Gruppe und ich hab mich ziemlich scheiße behandelt gefühlt, weil ich so ziemlich jede gemeinsame Aktivität für alle organisiert hatte und uns als sich entwickelnden Freundeskreis betrachtet hatte, während die vögeln wollten und kein Interesse an Treffen mehr hatten, als ihnen klar wurde, dass das nix wird. Auf diese Art Freunde in einer neuen Stadt zu finden als Frau halte ich seitdem für eine absolut beschissene Idee. Es läuft nicht immer so extrem, aber ich hab damit generell keine guten Erfahrungen gemacht. Ich seh nicht allzu schlecht aus (kein Modell, aber überdurchschnittlich) und werd schon hin und wieder mal angesprochen, ein paar Mal im Park oder beim Schwimmen oder nach WG-Castings (bin kein Party-Typ; geh nicht in Clubs). Ich habe am Anfang in der neuen Stadt wirklich jeden angebotenen Kontakt angenommen, nach dem Motto "besser mit irgendwem in die Kneipe als allein zuhause hocken". Hat sich absolut überhaupt nicht bewährt. Wenn man alleine mit nem Typen in der Bar sitzt, nimmt niemand sonst Kontakt zu einem auf. Auch, wenn man sich als Frau null dating-mäßig verhält. Ist, als wäre eine Glaskugel um einen herum und alle laufen drum herum. Danach hat man einen Typen an der Backe, an dem man kein sexuelles Interesse hat. Die Typen haben auch kein Interesse, einen in ihren Freundeskreis einzuführen oder so; die wollen halt Dates zu zweit. Das bringt einem sozial nix. Kontaktangebote von Single-Männern hab ich nach einer Weile nicht mehr angenommen (auch ein "um direkt zu sein: ich seh's aber nur freundschaftlich, weil die Chemie für mich ansonsten nicht so da ist, aber wenn das für dich ok ist, können wir gern nen Kaffee trinken gehen" kann man sich sparen - kommt im Männerhirn anscheinend nicht an und verhindert weder Anbaggerversuche, noch Beleidigtsein bei Blocken körperlicher Annäherungen). Und das ist ein sehr guter Punkt, genauso fühlt es sich oft an. Was man hat oder kann spielt keine Rolle, wenn man es nicht zeigen kann, weil keine Gelegenheit existiert. Mir geht es in diesem Thread ja auch vor allem darum: wie in einem Ü30-Leben, wo man nicht zusammen im Seminar hockt oder über die WG ständig neue Leute kennenlernt etc, Gelegenheiten schaffen, um neue Leute kennenzulernen? Für mich hab ich als beste Idee bis jetzt einen Sprachkurs an der VHS. Das passt zu mir, interessiert mich genug, um keine Zeitverschwendung zu sein und es ist eine kleine, stabile Gruppe von Leuten, die man langsam im Lernkontext kennenlernen kann. Das ist sozial eher mein Ding; in solchen Umgebungen komme ich am leichtesten mit Menschen in's Gespräch und es haben sich früher aus sowas auch schon Freundschaften ergeben. Steht jetzt auf meiner Liste für die neue Stadt. Ja also die Liste der Vereine hat mir auch einfach nur eine Gänsehaut des Grauens über den Rücken laufen lassen. Ich denke, das passt null zu mir. Sich irgendwohin zu quälen, wo man sich unwohl fühlt und wo man die Aktivität völlig sinnlos findet ist auch keine tolle Basis, um auf andere Menschen sympathisch zu wirken. Ich komme ursprünglich aus NRW und hab auch schon gedacht: da ist es nicht so ungewähnlich, 1 Stunde Regionalzug zu fahren für den Samstag-Abend. Das machen die Leute da teilweise jeden Tag, um zur Arbeit zu kommen. Ich habe meine Stadtwahl aber noch mal etwas überdacht..... es wäre möglich, in eine 60.000-Einwohnerstadt zu ziehen statt die 20.000er. Ist zwar auch keine krasse STadt, aber deutlich moderner und jünger-wirkend (es gibt immerhin eine facebook-Gruppe "Neu in XX" - hat die andere Stadt nicht einmal) und unter "Soziales" werden immerhin keine Seniorenheime als fetter Reiter auf der Website angeboten. Und die erwähnte Großstadt wäre dann nur 45 Minuten entfernt. Das könnte insgesamt ein besserer Kompromiss sein. 😄 Kücken bin ich? 😄 😄 Haha, das ist sehr schön zu lesen; ich fühl mich allmählich uralt, wo so viele Freunde um mich herum in diesem unsäglichen 'Erwachsenenleben' verschwinden. Ja, dass die Dinge nicht bleiben, wie sie sind, wenn sie gut laufen, finde ich eine der blödesten Dinge im Leben. Ich habe auch sehr viel Energie reingesteckt, meinen alten Freundeskreis zusammen zu halten, aber das kann man nicht schaffen, wenn alle anderen sich von anderen Faktoren im Leben wegtreiben lassen (wegziehen, sich umorientieren etc). Darüber hab ich noch mal nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass man oft besonders dann tiefe Freundschaften aufbaut, wenn man gemeinsam Herausforderungen schaffen muss. Im gleichen Boot sitzt. Nichts verbindet so schnell wie ein blöder Chef, Prüfungen im Studium, Konkurrenz mit anderen Unternehmen im Job, die Challenges der Pubertät in der Schule - das ist alles Kitt. Im Endeffekt sind Freundschaften evolutionär ja auch einfach sinnvoll, um das eigene Überleben und das des Nachwuches zu verbessern/sichern, also um Gefahren udn Herausforderungen gemeinsam besser zu bewältigen als alleine. Insofern macht es total Sinn, dass so künstliche Freundschaftsaufbauversuche wie "ich treff mich mit einem Mädel von "Beste Freundin gesucht" (die Website gibt's - ich hab echt viel versucht in den letzten Jahren, kein scheiss!), und wir gehen einen Kaffee trinken und versuchen uns anzufreunden, nicht sonderlich funktionieren. Hat sich total falsch angefühlt (auch wenn die Mädels nett waren).Da fehlte einfach komplett etwas; gemeinsame Aktivitäten haben sich komisch angefühlt, die ganze Situation. Freundschaften finden funktioniert nach anderen Gesetzen als Dating.... Ist ja zb auch so, dass Menschen Ü30, bzw. Frauen Ü30, ihre engsten neuen Freundschaften über ihre kleinen Kinder finden - meine Mutter ist heute noch befreundet von Müttern aus der Krabbelgruppe. Auch da wieder: neue Lebensherausforderung, viele Fragen, Stress, Bedürfnisse, und gemeinsam versteht man sich und kann sich Tipps geben, miteinander lernen. Eine total natürliche Situation. Die Frage wäre: wenn man keine Kinder will, wie findet man als Frau Ü30 solche 'natürlichen' Situationen, in denen sich neue Freundschaften bilden können? Ggf. könnten so Coaching-Gruppen zur Berufsplanung (gibt ja so Frauen-Karriere-Coachings, sind allerdings teuer). Wenn ihr noch mehr Ideen habt, nur raus damit. Naja, die Ehemänner Ü30, die so fühlen, sind aber dann nicht die, mit denen man als Frau unbedingt tolle neue Freundschaften aufbauen kann. Am ehesten wäre man für sie als Affaire zur Flucht aus dem Ehe- und Familiengefängnis interesssant; das ist aber kein Ziel von mir. Aber mag schon sein, dass 'die andere Seite' oft grüner aussieht und man das Negative wenig wahrnimmt, bis man selbst drinsteckt. Ja, da ist das Ding halt: die Dinge, die mich außerhalb von Gesprächen mit Menschen interessieren, also konkrete Aktivitäten, die mach ich am liebsten allein, bzw vieles davon kann man auch nur allein machen. Lesen zb. Aber auch Sauna, gärtnern - da entspann ich mich und mag meine Ruhe. (In der Sauna wird man übrigens auch manchmal von Männern angequatscht, wenn man als Frau alleine da ist. Nein, sicher kein guter Ausgangspunkt für eine beginnende Freundschaft.) Was ich mit Menschen mag, sind ganz stumpf halt die Dinge, die man so mit engen Freunden macht: reden über das (eigene und generelle) Leben, Insider-Witze, Beziehungen bequatschen, Politik; zusammen grillen, mal wandern gehen, ist aber eigentlich auch egal, halt zusammensein. Sich gut kennen und mögen und Spaß haben. Ich hab kein inneres Bedürfnis nach organisierten Gruppen wie dem Angelverein oder dem Segelclub. Und bis zur jetzigen Lebensphase war das auch nicht nötig, um sozialen Anschluss zu haben. Im Übrigen hab ich früher in der Schulzeit zwar manchmal Vereinssachen gemacht (Turnen, Tanzen), aber darüber nie Leute kennengelernt. Meine Freunde hatte ich schon (Nachbarn, Schulfreundinnen). Ich bin zum Verein hin, hab die Aktivität gemacht, die ich gut fand, war dabei freundlich zu den Menschen, aber fokussiert auf die Aktivität, und bin nach Hause. Und hab mich dann mit meinen Freunden verabredet. Also eigentlich glaube ich nicht, dass Vereine so das Rezept für mich sind, um Freunde zu finden; es ist nur das, was alle immer als Tipp parat haben und vieleicht sollte ich es einfach mal ausprobieren, in Ermangelung von Alternativen.
  2. Freiwillige Feuerwehr wäre glaub ich mein Alptraum. 😄 😄 Googlen der Vereine der von mir anvisierten Kleinstadt hat mich allerdings echt ins Grübeln gebracht - da gibts praktisch nur 'Rentner-Vereine' (Bridge-Clubs und sowas) und auf Fotos von kulturellen Veranstaltungen in der Stadt sind tatsächlich durchweg auf fast jedem Bild nur Leute ab 50, viele so um die 60, 70, zu sehen. 😕 Ich überdenke den ganzen Plan jetzt jedenfalls noch mal gründlich (es steht noch nichts fest; die Bewerbungen laufen gerade erst an). Vielleicht finde ich doch einen Weg, in eine größere Stadt zu kommen. (Mehrere freiwillige Feuerwehren gibt's in der Stadt übrigens auch ). Nein, ich habe zurzeit keinen Partner. Weiß nicht, wo du das rausgelesen hast bzw. wo ich mich verwirrend ausgedrückt habe? Keine richtigen Freundschaften vor Ort zu haben finde ich allerdings deutlich schlimmer, als nicht in einer Beziehung zu sein, deshalb der Beitrag nur zu dem Thema. Findest du? Kann es nicht für dich beurteilen; für mich empfinde ich das nicht so. Soziale Beziehungen gehören für mich schon sehr stark zu einem für mich glücklichen Leben dazu. Dazu: Ich sehe das nicht so..... klar sollte man nicht für jede Kleinigkeit in seinem Leben auf andere Menschen angewiesen sein als Erwachsener und man sollte auch nicht permanent Bespaßung durch andere benötigen. So bin ich aber auch gar nicht; es gibt viele Dinge, die ich lieber alleine mache als mit anderen (Inline-Skaten, in die Sauna gehen, spazieren zb). Aber meine soziale Gruppe ist mir wichtig und es macht mich einfach glücklich und entspannt, gemeinsame Zeit mit Freunden zu verbringen. Zu einem zufriedenen Leben gehört das für mich definitiv dazu. Ich hoffe, dass ich noch nicht an meinem Lebensende bin. 😄 Das find ich auch eine schöne Sache - mit Nachbarn, mit der Kassiererin im Supermarkt, mit meinem Fitnesstrainer etc. Das ist aber nicht das Gleiche, wie eine Freundschaft. Solche von dir beschriebenen Kontakte sind manchmal die einzigen Kontakte, die ich dann innerhalb einer Woche habe, seit ich nicht mehr an meinem Studienort wohne. Sie sind kein Ersatz dafür. Aber klar, sie machen das Alltagsleben (für alle) angenehmer. Das ist ein guter Punkt. Wenn ich über meine Studienfreunde nachdenke, habe ich auch gar nicht mit allen gemeinsame Interessen. Sondern eher gemeinsame Erlebnisse und gemeinsame Freunde/Bezugspunkte. Es hat sich halt so ergeben, dass man öfter zusammen war, sich in der Mensa begegnet ist, spontan die nächsten Sachen geplant hat,und irgendwann war man halt gut befreundet. Vielleicht ist das Problem einfach, dass es diese Situationen in meinem derzeitigen Leben so nicht mehr gibt. Und es ist ja eh so, dass man leichter Leute kennenlernt, wenn man schon ein paar Leute kennt. Alleine Leute kennenzulernen ist viel schwieriger.
  3. Vielen Dank für die Beiträge! Ja, zurzeit ist es schwierig, aber das Problem hab ich schon länger, also Corona-unabhängig, und der Umzug wird wahrscheinlich erst Ende September sein, sodass ich recht optimistisch bin, dass es dann kontaktetechnisch ganz gut gehen wird. Vereine wird mir von meiner Mutter auch immer geraten. 😄 Allerdings bin ich nicht so der Vereinsmensch und hab nicht so die typischen Vereinsinteressen (Chor oder Kegeln oder Kirche und so). Ich red halt gern mit Menschen über Wissenschaft, Bücher, Politik, den Sinn des Lebens und sowas - das war im Studium mit typischem Studentenleben halt eine soziale Goldgrube für mich; hab auf jeder WG-Party neue Leute kennengelernt, mit denen die Wellenlänge stimmte. Sowas wie ein Buchclub könnte vielleicht eine gute Idee sein, hab ich beim Lesen deines Beitrags gedacht..... oder gibt es sowas wie Theatergruppen, die sich verabreden für's Theater und danach noch was trinken gehen oder so? Ich hatte auch mal an wissenschaftliche Kongresse gedacht, aber das ist ja eher ein Berufskontext, wo sich Fachleute treffen, und nicht so sehr ein soziales Event, bei dem man einfach so Leute kennenlernt. Ansonsten hatte ich mir in meiner aktuellen Stadt über so Sprachenstammtische (also reden in Fremdsprache) Leute gesucht und über wenige Monate einen sehr großen Bekanntenkreis mit vielen Aktivitäten gehabt (den ich im Prinzip selbst 'ins Leben gerufen' habe - hab eine whatsapp-Gruppe für alle Interessierte von da gemacht, Sachen geplant, Leute eingeladen etc, war eine coole Zeit). Das zerbrach aber alles, als ich was mit einem Typen von da anfing - stellte sich dann raus, dass viele in der Gruppe (es waren überwiegend Männer, die sich angeschlossen hatten, außer mir nur 2 Frauen, die aber vergeben waren) wohl aus Zwecken der Frauen-Suche dabei waren und dann pissig waren, dass ich mich 'gegen sie' entschieden hätte. War ziemlich desillusionierend, wie das ganze zu Ende ging (richtig Streit mit manchen und hässliche Interaktionen in der Gruppe). Ich hab dann noch ein paar Wochen versucht, bei dem Stammtisch andere Leute kennenzulernen, aber es waren tatsächlich immer Männer, die Kontakt gesucht haben, und bei denen sich dann recht schnell rausstellte, dass sie keine Freundschaft wollten. Ich hab den Stammtisch dann aufgegeben, weil es kein geeigneter Ort schien, um Freunde zu finden. Jaaa, die Gedanken hatte ich natürlich auch schon. Ich will's nicht im Detail begründen, weil ich noch einen Rest Anonymität hier wahren will. Aber Großstadt wäre für das, was ich jetzt (fachlich) machen möchte, schwer bis unmöglich realisierbar und ein zweites Zimmer finanziell definitiv nicht machbar. In der Großstadt leben und zur Arbeit pendeln wäre auch nicht sinnvoll, da es finanziell sowieso eng aussieht und die hohen Mieten bei gleichzeitiger Pendelzeit keinen Sinn machen würden. In der großen Stadt, die eine Stunde entfernt wäre, kenne ich halt eine Freundin, und mein alter Studienort wäre auch nicht extrem weit entfernt - ich hätte also garantiert wenigstens ein paar Leute einigermaßen in der Nähe, die ich am Wochenende mal besuchen könnte. Aber lieber wär mir natürlich schon, wenn ich auch am Wohnort selbst Leute kennenlernen könnte, mit denen man entspannt nach der Arbeit mal ein Bier trinken könnte etc, und auch generell meinen Freundeskreis zu erweitern. Danke, das muntert mich ein bisschen auf, dass eine Kleinstadt auch Vorteile hat. Ich brauche auch keine krassen Partys und ein Feuerwerk an kulturellen Veranstaltungen, nur halt Menschen, die ich mag. Das mit dem alleine-gehen tu ich im Moment und als Zwischenphase ist es ok. Aber es ist halt kein Dauerzustand. Ich merk aber gerade beim Schreiben auch, dass mich der Gedanke "oh gott, was wenn ich nie mehr wieder einen richtigen Freundeskreis finden werde und den Moment verpasst habe, wo alle ihre Freunde für's Leben gefunden haben??? Oder ist das Leben ab 30 einfach so, dass man nur Partner und Familie als enge Menschen haben kann und sonst ist man allein?!" noch mehr stresst, als der aktuelle Zustand. Also vielleicht muss ich mich da innerlich auch ein bisschen entspannen, statt so eine Freundschafts-Torschlusspanik zu schieben. ^^ Politisches könnte auch noch einmal eine gute Idee sein, ja. 🙂 Ich glaub ich nehm mal eure diversen Ideen und google mich dazu ein bisschen für die von mir angeplante Kleinstadt (und die 2-3 Alternativen, die ich mir gedacht habe) ein, ob sich da was finden lässt. Zumindest schließe ich aus euren Beiträgen, dass es noch mehr Menschen außer mir gibt, die nicht nur Ehe und Familiengründung als 'soziale Erwachsenenrealität' sehen, sodass es ja schon irgendwo Gleichgesinnte für mich geben müsste! 🙂
  4. Frohes Neues erstmal! 😊 Passend zum Jahresbeginn befass ich mich zurzeit mit Zukunftsplanung, da bei mir beruflich im Sommer ein Neustart und Umzug ansteht. Und dabei wird mir – neben all dem, auf das ich mich freue – immer bewusster, wie unzufrieden ich mit meinem Sozialleben bin und wie sehr ich mir wünsche, dass sich das zum Positiven verändern wird. Ich erhoffe mir hier Anregungen zur Umsetzung. 😊 Meine Idealvorstellung von einem schönen Sozialleben sieht so aus: ich habe einen Freund, mit dem ich eine emotional enge Beziehung führe, voller Begehren, intellektuellem Austausch und tiefer Zuneigung, aber auch genügend Freiraum (zb getrennten Wohnungen oder getrennte Schlafzimmer, in denen man einander ‚besuchen‘ kann); ein großer gemeinsamer Bekanntenkreis (aus Singles und Paaren, halt einfach Leute, mit denen man sich gut versteht), mit dem man öfter Sachen unternimmt, ggf mal in den Urlaub fährt, Grillabende organisiert etc; und ich habe 2-3 richtig gute Freundinnen, mit denen man sich mehr oder weniger alles erzählen kann und die man regelmäßig auch ohne etwaige Partner trifft (zb 2 Mal pro Monat gemeinsam Kochen und Filmabend, zusammen ins Theater und dann noch was trinken gehen, etc). Kinder wünsche ich mir nicht. Zu meinen Studentenzeiten sah mein Sozialleben auch ungefähr so aus. Ich war sehr glücklich damit und es hat sich richtig angefühlt - nicht als Phase, sondern als Lebensmodell (nur halt irgendwann mit Beruf und Einkommen und schöner Wohnung, statt Wohnheimzimmer und Studium). Viele Freundschaften aus der Zeit sind aber über die Jahre zerbrochen – meist ab dem Moment, an dem Freundinnen eine feste Beziehung hatten und dann im Gegensatz zu mir kaum noch Interesse an gemeinsamen Aktivitäten hatten. Bei denen kreiste plötzlich alles nur noch um ihre Beziehung, sie haben jede Minute ihrer Freizeit mit ihrem Freund verbracht und das hat sich auch nicht mehr geändert (bei Kindern erst recht nicht!). Ich habe inzwischen zu wenig Freundschaften und die wenigen, die ich habe, wohnen weit weg, seit ich vor 4 Jahren von meinem Studienort weggezogen bin. Wie kann man sich Ü30 (ich bin 32) neue, intensive Freundschaften und einen größeren Bekanntenkreis am neuen Wohnort aufbauen? Mir scheint mein Lebensmodell nicht sonderlich verbreitet zu sein; viele Menschen scheinen sich gerne auf Ehe und Familiengründung zu fokussieren und haben wenig Interesse an Kontakten außerhalb der Familie. Und die, die das haben, haben dann oft schon ihre festen Freundeskreise und wenig Interesse an neuen Freundschaften. Ich bin da sehr frustriert von; ich bin heute viel offener und kontaktfreudiger als früher und hab in den letzten Jahren einiges versucht, um mir am aktuellen Wohnort einen neuen Freundeskreis aufzubauen, aber außer ein paar Bekanntschaften, mit denen man sich alle 2 Monate mal auf ein Bier oder Kaffee trifft, ist mir das nicht gelungen. Ich möchte den nächsten Neustart im Sommer unbedingt dafür nutzen, aber weiß nicht wirklich, wie ich es besser angehen kann. Habt ihr Tipps? Was sind eure Erfahrungen? Wo findet man gleichgesinnte Menschen? (Oder bin ich komplett allein mit meinen Vorstellungen? Manchmal kommt es mir so vor… ☹ ) Übrigens werde ich wahrscheinlich berufsbedingt für 3 Jahre in eine Kleinstadt (20.000 Einwohner) ziehen müssen, was an sich schon nicht sonderlich vorteilhaft ist; eine sehr große Stadt ist allerdings 1 Stunde entfernt, sodass ich prinzipiell am Wochenende auch da ein soziales Netz aufbauen könnte. Langfristig könnte ich mir auch vorstellen, nach Ablauf der 3 Jahre in diese große Stadt zu ziehen.
  5. An dem Satz bin ich hängen geblieben. Wie kannst du erwarten, dass eine Frau da ist, wenn du's brauchst - und du umgekehrt (wenn ich die Beiträge richtig verstanden habe) nicht für sie da sein willst, wenn sie es braucht? Das wäre ja eine Frau, die sich komplett nach dir richtet, weder eigene Bedürfnisse noch Grenzen hat bzw. einfordert, deren Sexlust und Da-Sein du einfach nach eigenen Wünschen an- und ausknipsen kannst. Klingt nach einem Gegenstand, nicht nach einem Menschen. Das ist nicht abwertend gemeint, aber in meinem Kopf entstand dabei spontan das Bild dieser echt realistisch aussehenden Sexpuppen; mit denen wäre das problemlos möglich.
  6. Pauline

    Coronavirus 2020

    Naja, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass in den Heimen jetzt extrem viel getestet wird, und Infektionen dann eben häufiger gefunden werden. Grad bei den jungen Leuten, bei denen viele Infektionen komplett symptomlos ablaufen, gibt es sicher eine sehr große Dunkelziffer, sodass diese Altersdiskrepanz sich vielleicht relativieren würde bei ähnlich hoher Testrate. Und mit den Ansteckungen trotz Masken etc..... eine gute Freundin von mir ist Ärztin, hat auf der Corona-Station arbeiten müssen und hat sich beim 4. Dienst infiziert. Trotz Schutzausrüstung und allem. Find ich auch beunruhigend. Sie vermutet, dass es durch eine demente Patientin passiert ist, die 'wild über den Gang gerannt' ist und sich 'nicht an die Hygiene-Regeln gehalten hat'. Hab nicht genau verstanden was sie meinte (sie war so ultra angespannt bei dem ganzen Thema, dass ich sie nicht weiter mit Fragen gelöchert hab) aber klang für mich, als ob die Frau sie angefasst hat/sie sie vielleicht festhalten musste und dadurch ihre Maske kurz verrutscht ist oder sowas. Solche Situationen passieren in Pflegeheimen sicher auch des öfteren. Aber schon auch beunruhigend, dass eine Infektion dann so leicht passiert; meine Freundin ist ein sehr gewissenhafter und ruhiger/bedachter Mensch und die Hygiene-Maßnahmen auf der Corona-Station sind sehr streng. Dieses scheiß Virus scheint jedes Mini-Schlupfloch super nutzen zu können.....
  7. Geil finden und tiefere Gefühle haben sind aber doch unterschiedliche Dinge..... Das Vögeln allein muss ja nicht letzeres auslösen. Ich hab beim Lesen spontan gedacht: vielleicht war sie noch nicht über ihren Ex hinweg. Hat den Sex genossen, die Ablenkung genossen, aber ist emotional noch nicht offen für einen anderen Mann. Wenige Monate getrennt ist ja nicht lang.
  8. Scheiße ich hab tatsächlich ganz romantisch an Händchen-Halten dabei gedacht! 😄 Aber ja, auch diese Perspektive kann ich nachvollziehen. 😉
  9. .... im Kino/Theater kann es manchmal auch ätzend sein. Ich hab ein Talent dafür, 1,95m-Männer mit Afro als Beleger des Platzes vor mir anzuziehen. 😭 Hab übrigens schon öfters in den Situationen gedacht, dass es mir echt unangenehm wär, selbst so einen sehr großen Freund zu haben und dann mit ihm ins Kino zu gehen und mich in die Mitte zu sitzen - klar will ich in der Mitte sitzen - und zu wissen, dass ich bzw. wir bzw. er jetzt damit anderen kleinen Frauen komplett die Sicht versaut! Ich kenne kaum Frauen, die fixiert auf die Größe des Mannes sind. Kenn das Thema vor allem aus dem Forum hier. Ein, zwei sehr große Freundinnen (so 1.77) haben das als THema, weil halt viele Männer kleiner als sie sind und sie das peinlich finden. Bei kleinen Freundinnen ist es oft so, dass sie es attraktiv finden, wenn ein Mann groß ist (find ich auch), aber es kein sonderlich wichtiges Kriterium ist. Es ist sozusagen ein nettes Extra, aber nicht entscheidungsrelevant. Auch nicht im OG. Wenn jemand wen kennengelernt hat, ist die Körpergrö0e auch absolut kein THema (wenn dann eher eine andere Größe Aber auch das nur bei Extremen. Es geht vorrangig um das Lächeln, die Augen, die Stimme, den Humor, was er beruflich macht, was man zusammen unternommen hat, wie er küsst etc....) Ich weiß nicht, wie es ist, eine große Frau zu sein (bin 1.63), aber ich habe bisher immer den Eindruck gehabt, dass es ein Vorteil ist, als Frau klein zu sein. Klar, man ist nicht der Modeltyp, aber das ist die Mehrheit ja eh nicht. Männer finden das sehr oft total süß und gehen da sehr drauf ab, Frauen finden einen oft sympathisch. Den größten Vorteil hat es aber meiner Meinung nach im Job, z.B. beim Unterrichten oder bei anderen Dingen, wo es auch um Durchsetzungsvemrögen/andere beeindrucken geht: als kleine, zierliche Frau mit einem als "niedlich" empfundenen Gesicht (nicht meine Meinung, sondern häufige Rückmeldung) wird man erstmal gnadenlos unterschätzt. Wenn man aber clever, selbstbewusst und durchsetzungsfähig ist, sind die Leute geflasht. Und halten einen für NOCH fähiger, als sie es sonst getan hätten - Kontrasteffekt. 😄 Klar, man muss sich jedesmal aufs Neue beweisen, aber wenn man der Typ ist, dem das Spaß macht, kann es ein großer Bonus sein. Man kommt auch mit manchem durch, was glaub ich bei anderer Optik als arrogant oder skrupellos empfunden werden würde von anderen. Ich glaub jedenfalls nicht, dass kleine Frauen bei der Partnerwahl eigene Nachteile kompensieren wollen/ihre eigene Größe hassen, wenn sie sich einen großen Mann aussuchen. Dazu vielleicht noch interessant: ich fühle mich kleiner, wenn ich mit einem besonders großen Mann zusammen bin. Ich bin mir meiner Zierlichkeit, meiner kleinen HÄnde etc noch viel bewusster als sonst. Ich mag das. Ich finde es ein schönes Gefühl, mich klein zu fühlen, für mich ist das mit einem Gefühl von Weiblichkeit verbunden (weil ich mein Frau-Sein halt auch damit assoziiere; ich war mein Leben lang überall die Kleinste, es ist untrennbar mit mir verbunden als Selbstgefühl). Ich glaube, wenn man seine Kleinheit als Frau hasst, wäre es sinnvoller, einen eher kleinen Mann zu wählen, bei dem man sich in Relation größer fühlt.
  10. Interessantes Thema. Aber TE, dir gehts darum, dass du dich schuldig fühlst und wie du mit dem Gefühl umgehen sollst, nicht darum, dass du Angst hast, dass es raus kommt und in Bezug auf die Frau, die dir wichtig ist, negative Konsequenzen hat, oder? Weil das sind ja zwei sehr unterschiedliche Dinge, finde ich. Wenn die Frau davon wüsste, und es sie verletzen würde, dann hätte der Sex der unbeteiligten Person schon irgendwie Schaden zugefügt. Was nicht heißt, dass der Sex deshalb moralisch zwangsläufig falsch war. Manchmal werden Menschen halt verletzt und der andere hat deshalb nicht unbedingt etwas 'Böses' getan. Es kann ja aber sein, dass der TE es generell schlimm findet, dass er die andere Frau verletzt haben könnte, egal ob sein Verhalten falsch war oder nicht. Das wäre dann Empathie und hat wenig mit sexuellen Normen zu tun. Das finde ich total interessant. 🙂 Ist bei mir nämlich so, dass ich, sobald ich einen Hauch von Gefühlen für einen Mann habe, jegliche weitere Dates (selbst ein Bier trinken gehen) schon als Betrug empfinde bzw. als 'Beschmutzung' dessen, was ich gerade dabei bin, mit dem anderen aufzubauen. Ich schütze dann (meinem Empfinden nach) das neue Vielversprechende, indem ich alle anderen Sachen sofort abbreche (ohne das zu kommunizieren; das käme mir erbärmlich vor). Dass das langfristig eine Bindungsstrategie sein kann, die das Bindungsverhalten des ANDEREN verstärkt, ist mir nie in den Sinn gekommen; ich habe daran nur gespürt, dass ich dabei bin, selbst eine Bindung aufzubauen. Spannende Perspektive. Inwiefern meinst du denn, dass es die Bindung eines Mannes an eine Frau verstärkt, wenn die Frau sich (ggf. auch, bevor der Mann das tut) sexuell exklusiv verhält? Ändert das was an den männlichen Gefühlen? Ich hätte wenn dann eher gedacht, dass Männer mehr Interesse an einer Frau haben, die noch andere hat, weil sie schwerer zu haben ist. 😕
  11. Sex gegen den eigenen Wunsch/Lust, aber mit dem Ziel, die Beziehung zu retten, halt ich auch für keine tolle Idee. Hab's mal eine Weile nch vielen Jahren Beziehung gemacht, aus Mitleid/Pflichtgefühl/in der Hoffnung, dass dadurch die alten Gefühle wieder kommen. Bei mir entstand dadurch nur Widerwillen, Enttäuschung, Frust, und sogar Wut bis hin zu leichtem Ekel. Ich würd's nie wieder tun.
  12. Pauline

    Schwänzchen

    "Schwänzchen" sagen kann lustig sein, weil Männer dieses Körperteil nicht gern verniedlicht haben. (Die Reaktionen können sehr amüsant sein.) Würd ich nur bei Männern machen, die ich 1. sehr mag und deren Schwanz ich 2. nicht zu klein finde. Wirkliche Schwänzchen als Schwänzchen zu bezeichnen ist gemein.
  13. Ist vielleicht minimal off-topic,aber ich frag trotzdem mal: Hast du Tipps, wie man solche Leute in sein Leben holt, die nicht so das klassische Familienleben anstreben? Ich erleb's im Bekanntenkreis nämlich immer mehr, dass sehr viele Leute in solche Ehen/Familienkonstellationen abdriften, die du als "VorortReihenhaus9to5 Familien" bezeichnest. Ich kann mit denen nichts mehr anfangen, wollte so ein Leben auch nie für mich. Aber Freunde sind mir total wichtig. Wenn solche Leute (auch richtig langjährige Freunde) aus deinem Leben verschwunden sind, wie hast du neue reingeholt? Find ich nämlich nach dem Studium und im Beruf mit wenig sozialen Kontakten (Kollegen) echt schwierig; treffe auch bei neuen Kontakten ständig auf Personen, die wenig Interesse an Dingen außerhalb ihrer Beziehung haben bzw. sich dafür sehr wenig Zeit nehmen und vor allem als Paar/Familie existieren. Frag mich oft, wo die "anders lebenden" sich so aufhalten! (vermutlich eher weniger in Bayern.....!)
  14. Klar steigen diese Risiken. Würd glaube ich auch niemand bestreiten. Aber auch da z.B.: ein Anstieg für Trisomie 21 von 0,006 Prozent auf zwei Prozent ist natürlich ein sehr starker Anstieg. Es heißt aber trotzdem: 98 % der 40-Jährigen bekommen ein Kind ohne Trisomie 21. Also die überwältigende Mehrheit. (Und die Fehlgeburten würd ich schon unter "Unfruchtbarkeit" fast fassen, weil die oft so früh statt finden, dass sie gar nicht als Schwangerschaft überhaupt bemerkt worden wären, wenn wir heute nicht sehr früh anschlagende Schwangerschaftstests hätten. Es braucht dann halt statistisch mehrere Versuche/eine längere Zeit, bis eine Schwangerschaft entsteht, die Bestand hat.). Und was ich hierbei noch dachte: Du sagst, einem einzelnen Paar hilft Statistik nicht und deshalb ist es irrelevant, dass statistisch viele Frauen zb Anfang 40 gesunde Kinder kriegen, aber argumentierst dann mit den 5 %, die (ab einem bestimmten Alter, wenn ich dich richtig versteh?) eben die Komplikationen einer Risikoschwangerschaft erleben. Ist ja aber auch Statistik, dass das Risiko dafür steigt; das einzelne Paar muss davon ja eben auch nicht betroffen sein. Dass es statistisch in biologischer Hinsicht besser ist, wenn eine Frau mit 30 statt mit 40 schwanger wird, ist doch eigentlich klar. Ob es für eine bestimmte Frau mit 30 besser gewesen wäre als mit 40 ist eine ganz andere; die lässt sich nicht allein statistisch beantworten und muss vor allem viele andere Faktoren miteinbeziehen (Partner, Lebensumstände, ggf. veränderte psychische Stabilität und 100 andere Dinge, die relevant sein können für eine erfolgreiche Familiengründung). Und die Frage für den TE ist doch nicht: ist es biologisch leichter, mit einer 30-Jährigen eine Familie zu gründen als mit einer 38/bald 40-jährigen, sondern: soll er mit dieser Frau hier weiter die Beziehungsanbahnung verfolgen. Vorhersagen, wie wahrscheinlich er mit dieser Frau noch gesunde Kinder bekommen können wird, wird hier keiner geben können, egal wie viele Links zu Statistiken und Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis noch ausgetauscht werden. Vorhersagen, wie wahrscheinlich er alternativ noch eine jüngere, für ihn passende und an ihm interessierte Frau finden wird, mit der er stattdessen eine Familie gründen wird, auch nicht. Im Endeffekt ist eine Frage der Prioritäten (wie wichtig ist diese Frau speziell zb?) und der subjektiven Risikoeinschätzung (Fruchtbarkeit vs. noch andere finden können).
  15. Mal ins Blaue hinein: TE, du liest dich für mich einfach wie ein sehr bequemer, eher passiver, aber im Grunde relativ zufriedener Mensch. Fand den Ausgangspost irgendwie direkt sympathisch und musste grinsen, weil ich einen Bekannten von mir vor Augen hatte, der glaub ich was ähnliches schreiben könnte. Finde, "Phlegmatiker" passt da sehr gut zu als Begriff. Die Grundhaltung, die du beschreibst, kann ich null nachvollziehen (ich brauch immer ein Ziel, Erfolge, mag Wettkämpfe etc), aber Menschen sind halt unterschiedlich. Nicht in jedem brennt ein Feuer für irgendwas. Jeder Mensch hat Säulen, die besonders wichtig sind für die eigene Stabilität (zb auch Religion, Job). Hier gilt's oft als ganz schlimm, wenn das die Partnerschaft ist (auf keinen Fall abhängig werden von einer Frau etc). Ist aber de facto bei ganz vielen Menschen so, dass die Partnerschaft den Hauptrückhalt gibt und Menschen erstmal total aufgeschmissen sind, wenn das wegbricht (auch zb beim Tod des Partners; mein Opa konnte sich jahrelang kaum überhaupt versorgen, weil meine Oma immer gekocht hat und er's nie gelernt hat. Sozialleben, gemeinsame Aktivitäten etc hat auch alles die Frau organisiert gehabt; in traditionellen Partnerschaften nicht untypisch. Mein Opa war sozusagen viele Jahre einsam und hungrig, bis er seine neue Partnerin kennengelernt hat und wieder super happy war für lange Zeit bis zu seinem Tod.). Ob man so ein Beziehungmodell haben will, oder lieber unabhängiger sein möchte, ist eine persönliche Entscheidung. Mein Ding wär's nicht, aber viele fahren sehr gut mit dem traditionellen "gegenseitig abhängig und aufeinander hängend"-Modell. Ich les als einziges Problem eigentlich nur heraus: ist scheiße für dich, wieder Single zu sein, und du hast ein wenig Sorgen, dass du mit deinem jetzigen Lebensstandard und deiner Art nicht so schnell wieder eine neue Frau findest. Passt das, oder ist da was anderes/mehr? Wenn es eine Frau gäbe, die dir gefällt und die dich so, wie du bist und lebst, als Partner nehmen würde - hättest du dann diesen Post geschrieben und würdest was ändern wollen? Wärst du dann zufrieden mit dir und deinem Leben?