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  1. Hi zusammen, hier ein Sammelthread für alle Wochen, in dem ihr und ich euch bei Game-Sackgassen, Motivationslöchern oder dem nächsten Schritt bei einer Frau aus der Challenge helfen könnt. Trotz der individuellen Jagd nach vielen Punkten haben wir dann hier einen Ort, bei dem wir die Gesamtpunktzahl aller Teilnehmer pushen können. Keep up the good infield work!
  2. Woche 4 – LEAD: Führung im Flirt als Erfolgsschlüssel In den ersten drei Wochen ging es darum, überhaupt ins Handeln zu kommen, soziale Situationen auszuhalten und schließlich einen erkennbaren Flirtkontext herzustellen. Diese Woche kommt der nächste Baustein dazu: Du gibst der Interaktion eine Richtung. Beim Thema Führung würde ich zunächst zwei Dinge auseinanderhalten, die gerade in PU-Diskussionen gerne zusammengeworfen werden: Initiative und Kontrolle. Führung bedeutet nicht, dass du bestimmst, was passiert. Führung bedeutet, dass du bereit bist, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass überhaupt etwas passiert. Ich glaube nämlich, dass insbesondere reflektiertere Männer hier teilweise auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Man hat irgendwann verstanden, dass „Alpha sein“ vielleicht doch nicht bedeutet, mit Sonnenbrille im Club herumzustehen, breitbeinig Platz einzunehmen und seinen Freunden Anweisungen zu geben. Man möchte nicht needy wirken, niemanden bedrängen und selbstverständlich respektvoll mit Frauen umgehen. Alles richtig. Nur entsteht daraus bei manchen irgendwann eine interne Regel nach dem Motto: Ich sollte möglichst nichts vorschlagen, bei dem sie eventuell Nein sagen könnte. Und besonders interessant wird das bei gut laufenden Sets. Du hast sie angesprochen, sie ist stehen geblieben, ihr redet seit zehn Minuten, sie lacht, investiert und der Flirt läuft. Endlich mal ein Set, bei dem alles passt. Und genau deshalb willst du jetzt bloß nichts tun, was diesen Zustand gefährden könnte. Also schlägst du keinen Locationwechsel vor. Du fragst nicht, ob sie noch einen Kaffee trinken möchte. Du versuchst kein Instant Date. Vielleicht schiebst du sogar den NC immer weiter nach hinten. Denn solange du nichts Neues vorschlägst, läuft das Set schließlich weiter. Das Problem: Ein gut laufendes Set ist kein Selbstzweck. Du willst nicht möglichst lange erfolgreich mit einer fremden Frau auf einer Einkaufsstraße stehen. Du möchtest herausfinden, ob aus diesem Flirt der nächste Schritt entstehen kann. Und dafür musst du irgendwann etwas tun, bei dem die Antwort nicht bereits feststeht. Genau hier wird Rejection Avoidance tückisch. Man vermeidet nicht nur das Nein. Man versucht, den bereits erreichten Erfolg zu konservieren. Solange ihr weiterredet, kannst du dir sagen: Das läuft richtig gut. Ein konkreter Vorschlag schafft dagegen eine neue Realität. Also bleibt man lieber in der angenehmen Zwischenwelt, in der das Set hervorragend läuft und noch nichts auf dem Spiel steht. Man optimiert den Zustand, statt ihn weiterzuentwickeln. Und ich würde mich sogar zu der Behauptung hinreißen lassen, dass hier gelegentlich weniger Respekt oder Kalibrierung dahintersteckt als Rejection Avoidance in moralisch oder strategisch hübscher Verpackung. Sehr sicher. Nur eben auch kein besonders gutes Game. Warum Führung attraktiv ist „Frauen stehen auf Führung“ gehört zu diesen PU-Sätzen, bei denen man heute erstmal instinktiv die Augen verdreht, weil man die nächsten drei Absätze schon vor sich sieht: Evolution, Höhlenmenschen, Alpha Male, Beschützerinstinkt und spätestens irgendwo der Silberrücken. Trotzdem steckt im Kern eine wichtige Beobachtung darin. Führung macht mehrere Eigenschaften gleichzeitig sichtbar, die im Flirt attraktiv sind: Selbstvertrauen, Agency, soziale Sicherheit, Entscheidungsfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Handlungskompetenz. Der interessante Teil an einem Satz wie „Komm, lass uns da vorne einen Kaffee holen“ ist nicht der Kaffee. Interessant ist, was du nebenbei über dich kommunizierst. Du nimmst die Situation wahr, entwickelst eine eigene Präferenz, triffst eine Entscheidung und sprichst sie aus. Du wartest nicht darauf, dass jemand anderes die Situation für dich strukturiert und brauchst vorher keine Garantie, dass dein Vorschlag angenommen wird. Psychologisch landen wir damit vor allem bei Agency und Assertiveness. Agency bedeutet vereinfacht, sich selbst als handelnden Akteur zu erleben und Situationen aktiv mitzugestalten. Assertiveness beschreibt die Fähigkeit, eigene Wünsche, Interessen und Grenzen klar zu vertreten. Beides ist ziemlich genau das Gegenteil von dem Modus, in den Männer mit starkem Approval Seeking gerne geraten: Was denkt sie gerade? Findet sie mich attraktiv? War das ein IOI? Ist genug Attraction da? Darf ich jetzt nach der Nummer fragen? Was muss ich als Nächstes tun, damit sie mich weiterhin gut findet? Man kann sich mit Pickup hervorragend so intensiv mit der Frau beschäftigen, dass man irgendwann selbst in der eigenen Interaktion kaum noch vorkommt. Die interessantere Frage lautet: Was will ich eigentlich? Du brauchst eine eigene Richtung Attraktion entsteht nicht dadurch, dass du dich möglichst perfekt an dein Gegenüber anpasst. Dafür muss überhaupt erst einmal jemand da sein, zu dem sie sich hingezogen fühlen kann: jemand mit eigenen Vorstellungen, eigenem Geschmack, eigenen Entscheidungen und einer eigenen Richtung. Wenn dein gesamtes Verhalten davon abhängt, welches Verhalten bei ihr vermutlich am besten ankommt, hast du irgendwann zwar hervorragend „kalibriert“, aber keine erkennbare eigene Position mehr. Der Unterschied lässt sich ziemlich einfach formulieren. Der eine Mann fragt sich: Was soll ich tun, damit sie mich gut findet? Der andere: Was möchte ich – und hat sie Lust, dabei mitzumachen? Das sind zwei komplett unterschiedliche Frames. Und Leadership beginnt beim zweiten. Du redest seit zehn Minuten mit ihr und möchtest das Gespräch verlängern? Dann verlängere es. Du möchtest nicht weiter mitten in der Fußgängerzone stehen? Schlag einen Locationwechsel vor. Du hast Lust auf einen Kaffee? Frag sie, ob sie mitkommt. Du findest sie interessant und möchtest sie wiedersehen? Dann sag ihr das und schlag ein Wiedersehen vor. Ein erstaunlich großer Teil von Leadership besteht nicht aus ausgefeilten Techniken, sondern aus der Fähigkeit, eigene Präferenzen wahrzunehmen und anschließend sozial selbstverständlich zu vertreten. Wer selbst keine Richtung hat, kann auch keine anbieten. Führung erzeugt Momentum Flirts sind zunächst voller Unsicherheit. Ihr kennt euch nicht. Keiner weiß genau, wie interessiert die andere Person ist, wie lange das Gespräch dauern wird oder ob daraus überhaupt irgendetwas entsteht. Wenn beide darauf warten, dass der jeweils andere den nächsten Schritt eindeutig signalisiert, entsteht ein soziales Patt. Man unterhält sich nett. Dann noch etwas netter. Vielleicht flirtet man sogar. Das Gespräch läuft hervorragend. Und irgendwann sagt einer: „Ja, ich muss dann auch langsam weiter.“ Nicht weil das Set schlecht war. Nicht weil zu wenig Attraction vorhanden war. Es hat einfach niemand aus Situation A eine Situation B gemacht. Und gerade hier liegt die Ironie des „Ich will das gut laufende Set nicht kaputtmachen“-Gedankens: Je besser das Set läuft, desto größer wird manchmal die Angst, den nächsten Schritt zu machen. Bei einem richtig guten Set fühlt sich plötzlich jeder konkrete Vorschlag wie ein Risiko an. Also macht man noch einen Joke, erzählt noch eine Geschichte, baut noch ein bisschen Qualification ein und freut sich darüber, dass die Interaktion weiterhin hervorragend läuft. Genau hier erzeugt Führung Momentum. Jemand setzt einen Impuls und die Interaktion entwickelt sich weiter. Aus dem Gespräch auf der Straße wird ein gemeinsamer Kaffee. Aus dem Kaffee wird ein Spaziergang. Aus einem guten Gespräch wird eine konkrete Verabredung für nächste Woche. Ein gutes Set ist deshalb nicht etwas, das du konservieren musst. Ein gutes Set ist etwas, das du weiterführen kannst. Und da wir hier keine Challenge darüber veranstalten, wie lange man warten kann, bis Frauen das eigene Game übernehmen, bist dieser Jemand diese Woche du. Ein Vorschlag ist zunächst nur ein Vorschlag Nehmen wir eine banale Situation. Ihr redet seit zehn Minuten, das Gespräch läuft gut und 30 Meter weiter ist ein Café. Du kannst jetzt darauf warten, dass sie irgendwann sagt: „Du, Xatrix, ich verspüre gerade ein starkes Bedürfnis, diese Interaktion räumlich in die dortige Gastronomie zu verlagern.“ Kann man machen. Oder du sagst: „Komm, lass uns noch kurz einen Kaffee holen.“ Das ist Leadership auf dem Level, auf dem wir es diese Woche brauchen. Kein NLP, keine geheime Eskalationsleiter, kein Pattern. Du hattest eine Idee und hast sie ausgesprochen. Und genau deshalb ist Führung auch nicht dasselbe wie Kontrolle. Du musst nicht kontrollieren können, wie jemand auf deinen Vorschlag reagiert, um einen Vorschlag machen zu können. Wer Führung mit Kontrolle verwechselt, hat den interessanten Teil von Führung verpasst. Leader of Men Damit kommen wir zu einem meiner Lieblingsbegriffe aus dem klassischen PU: Leader of Men. Der Begriff klingt rückblickend ein bisschen so, als müsse man mit nacktem Oberkörper eine Gruppe Männer durch die Wildnis führen, während die Frauen des Stammes beobachten, wer den Säbelzahntiger erlegt. Aber wie so häufig bei altem PU steckt unter einer abenteuerlichen theoretischen Verpackung eine interessante Beobachtung. Ein Mann, der in sozialen Situationen selbstverständlich Verantwortung übernimmt, Entscheidungen treffen kann und von anderen respektiert wird, zeigt mehrere attraktive Eigenschaften gleichzeitig: Status, soziale Kompetenz, Selbstsicherheit, Durchsetzungsfähigkeit und Leadership. Ein tatsächlicher Leader of Men ist dabei gerade nicht der Typ, der ständig demonstrieren muss, dass er der Leader ist. Wenn du beim Treffen mit Freunden permanent entscheidest, wo alle sitzen müssen, dem Kellner zeigst, wer hier der Alpha ist und deinem Kumpel erklärst, welches Bier er bestellen soll, demonstrierst du keinen hohen Status. Du demonstrierst hauptsächlich, dass du irgendwann zu viel Pickup-Literatur gelesen hast. Echte soziale Führung sieht wesentlich unspektakulärer aus. Du organisierst Dinge. Wenn eine Entscheidung notwendig ist, triffst du eine. Du kennst einen guten Laden und schlägst ihn vor. Wenn etwas schiefläuft, übernimmst du Verantwortung. Menschen fragen nach deiner Meinung und nehmen sie ernst. Und vor allem: Menschen folgen dir freiwillig. Das ist der interessante Kern des alten Leader-of-Men-Konzepts. Leadership ist keine Behauptung über den eigenen Status. Leadership ist beobachtbares Verhalten. Und dasselbe Muster zeigt sich im Kleinen beim Flirt. Der souveräne Mann kann führen Besonders schön sieht man das bei der Dateplanung. „Was möchtest du machen?“ „Mir egal, was möchtest du?“ „Keine Ahnung, such du was aus.“ „Ich bin für alles offen.“ Vier Nachrichten später haben zwei erwachsene Menschen erfolgreich kommuniziert, dass keiner von ihnen eine Präferenz besitzt. Oder du schreibst: „Donnerstag, 19 Uhr passt bei mir. Ich kenne eine gute Bar in der Innenstadt. Lass uns da hingehen.“ Und plötzlich existiert ein Plan. Wenn Donnerstag nicht passt, nehmt ihr Freitag. Wenn sie keine Bars mag, geht ihr einen Kaffee trinken. Entscheidend ist nicht, dass dein erster Vorschlag in Stein gemeißelt ist. Entscheidend ist, dass du etwas in die Welt gesetzt hast, auf das man reagieren kann. Darin liegt für mich auch eine wichtige Unterscheidung: Der unsichere Mann führt nicht, weil er Angst vor Ablehnung hat. Der kontrollierende Mann muss führen, weil er schlecht damit umgehen kann, wenn Dinge anders laufen als geplant. Der souveräne Mann kann führen. Er braucht weder die Garantie, dass sein Vorschlag angenommen wird, noch die Garantie, dass anschließend alles nach seinem Plan läuft. Und genau deshalb wirkt gute Führung entspannt. Leadership ist keine Attraction-Routine Bevor jetzt jemand ab Montag jeden Locationwechsel als Attraction-Technik einsetzt: Leadership ist kein Cheatcode, nach dem irgendwo im Hintergrund +15 Attraction aufploppt. Der Punkt ist ein anderer. Führung macht attraktive Eigenschaften sichtbar. Agency wird sichtbar, wenn du handelst. Entscheidungsfähigkeit wird sichtbar, wenn du Entscheidungen triffst. Selbstsicherheit wird sichtbar, wenn du etwas vorschlägst, dessen Ausgang du nicht kontrollierst. Deshalb trainieren wir diese Woche nicht, irgendwie „mehr Leadership auszustrahlen“. Wir führen. Und dafür braucht es keinen spektakulären Instant Date Pull. Ihr steht mitten im Fußgängerverkehr? „Komm, lass uns kurz da rübergehen.“ Neben euch wird es laut? „Lass uns ein Stück weitergehen, hier versteht man ja nichts.“ Ihr unterhaltet euch schon eine Weile? „Komm, wir setzen uns kurz da vorne hin.“ Ihr habt beide Zeit? „Ich wollte sowieso noch einen Kaffee holen. Komm mit.“ Das sind keine unterschiedlichen Game-Techniken. Es ist immer derselbe Skill: Du wartest nicht darauf, dass die Interaktion von alleine irgendwohin führt. Du gibst ihr eine Richtung. Warum der NC dadurch etwas unwichtiger wird Aus dieser Perspektive verändert sich auch die Bedeutung eines Number Closes. Die Telefonnummer ist kein Pokal, den du nach einem erfolgreichen Set mit nach Hause nimmst. Wenn du eine Frau wiedersehen möchtest, ist das eigentliche Ziel ein weiteres Treffen. Oder ihr verlängert das aktuelle Kennenlernen direkt und macht ein Instant Date daraus. Die Nummer ist anschließend hauptsächlich ein organisatorisches Tool. Statt innerlich zu rechnen, ob inzwischen genügend Attraction aufgebaut wurde, um einen NC zu „verdienen“, kannst du die Sache erstaunlich erwachsen lösen: „Ich muss jetzt wirklich weiter, aber ich würde dich gerne nochmal sehen. Lass uns nächste Woche einen Kaffee trinken.“ Wenn ihr euch wiedersehen wollt, braucht ihr irgendeine Möglichkeit, das zu organisieren. Und plötzlich ist der sagenumwobene Number Close fast schon Verwaltungsarbeit. Genau deshalb finde ich Instant Dates für diese Woche besonders interessant. Du musst merken, dass du die Interaktion verlängern möchtest, eine Idee entwickeln, diese kommunizieren und damit aus einer zufälligen Begegnung eine gemeinsame Aktivität machen. Für das Trainingsziel dieser Woche sind deshalb fünf ernsthafte Instant-Date-Versuche interessanter als fünf Nummern, bei denen niemand gesagt hat, was eigentlich damit passieren soll. Handeln ohne Garantie Damit sind wir beim psychologischen Kern der Woche: Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit. Du weißt vorher nicht, ob sie mit ins Café kommt, ob sie dich wiedersehen möchte oder ob aus diesem Approach irgendetwas entsteht. Du handelst trotzdem. Und genau das ist ein ziemlich guter Gegenentwurf zu Neediness. Bedürftigkeit zeigt sich nicht nur darin, besonders viel Bestätigung zu verlangen. Sie zeigt sich auch darin, Bestätigung zu brauchen, bevor man überhaupt handelt. Und sie zeigt sich darin, ein positives Ergebnis krampfhaft konservieren zu wollen. Wenn du ein gut laufendes Set nicht weiterentwickelst, weil du Angst hast, durch den nächsten Schritt aus einem gefühlten Erfolg einen messbaren Misserfolg zu machen, hängt dein Verhalten immer noch am Ausgang. Die stärkere Position lautet: Ich weiß, was ich möchte. Ich bin bereit, dafür Initiative zu übernehmen. Und ich brauche keine Garantie, was daraus entsteht. Vielleicht ist das am Ende die brauchbarste Übersetzung des alten Leader-of-Men-Gedankens ins Jahr 2026. Nicht Alpha. Nicht Dominanz. Nicht „Ich bestimme, wo es langgeht“. Sondern: Ich kann Richtung geben, ohne Kontrolle zu brauchen. Wochenaufgabe Diese Woche macht ihr mindestens 15 Approaches und zusätzlich mindestens acht bewusste Führungsversuche. Das können kleine Locationwechsel sein, der Vorschlag, sich irgendwo hinzusetzen, gemeinsam ein Stück zu gehen oder einen Kaffee zu holen. Wenn die Situation passt, versucht ein Instant Date. Und wenn ihr die Frau wiedersehen wollt, macht aus dem NC nicht das Endziel, sondern verbindet ihn mit einer konkreten Perspektive für ein Wiedersehen. Acht bewusste Führungsversuche bringen +10 Wochenpunkte. Dabei geht es diese Woche nicht darum, besonders dominant aufzutreten oder plötzlich den „Alpha“ zu spielen. Es geht um etwas wesentlich Banaleres und gleichzeitig Schwierigeres: Hör auf, ein gut laufendes Set wie einen Zwischenstand zu verteidigen. Ein gutes Set ist kein Ergebnis, das du konservieren musst. Es ist eine Interaktion, die du weiterentwickeln kannst. Wahrnehmen. Entscheiden. Führen.
  3. Woche 5 – FUCK YOUR LIMITING BELIEFS Vier Wochen sind durch. Zwei Drittel der Challenge liegen hinter euch. Und wer bis hierhin wirklich mitgemacht hat, darf sich ruhig einmal vor Augen führen, was das eigentlich bedeutet. Ihr seid rausgegangen, obwohl ihr teilweise keinen Bock hattet. Ihr habt Frauen angesprochen, während euer Kopf euch noch zehn Meter vorher erklärt hat, warum genau dieses Set eine beschissene Idee ist. Ihr habt Burns kassiert, Gespräche geführt, geflirtet, Nummern geholt, Dates klargemacht – und teilweise vermutlich mehr fremde Frauen innerhalb eines Monats angesprochen als vorher in einem halben Jahr. Vor allem habt ihr etwas gemacht, das bei Daygame am Ende wichtiger ist als die hundertste Theorie: Wiederholungen gesammelt. Wer die ersten vier Wochen nicht komplett durchgezogen hat, muss sich an der Stelle übrigens auch nicht selbst disqualifizieren. Wir haben noch zwei Wochen! Die Challenge ist kein Schulzeugnis, bei dem eine verpasste Woche am Ende den Schnitt versaut. Wenn ihr zwischendurch eingebrochen seid, dann steigt jetzt wieder ein. Gerade die letzten beiden Wochen eignen sich ziemlich gut dafür. Denn nachdem wir in den vergangenen Wochen an Approach, Flirt und Führung gearbeitet haben, gehen wir diese Woche an einen der Gründe, warum viele dieser Dinge überhaupt nicht stattfinden: Den ganzen Bullshit, den wir uns erzählen, bevor wir hingehen. Vielleicht bist du tatsächlich zu alt für sie… Vielleicht ist sie 23, du bist 39 und sie denkt sich beim ersten Blick: „Nope. Viel zu alt.“ Vielleicht steht sie ausschließlich auf Typen Mitte 20. Vielleicht findet sie Männer mit Glatze unattraktiv, datet keine Studenten oder will einen Kerl, der mindestens einen Kopf größer ist als sie. Vielleicht bist du schlicht nicht ihr Typ. You don’t know Und genau das ist der Punkt. Das Problem mit dem klassischen Limiting-Belief-Ansatz Im Old School-Pickup wurde beim Thema Inner Game lange gerne versucht, einen negativen Glaubenssatz einfach durch einen positiven zu ersetzen. Aus „Ich bin zu alt für solche Frauen“ wird dann „Jüngere Frauen stehen total auf erfahrene ältere Männer“. Man baut sich Affirmationen, visualisiert irgendeine beste Version seiner selbst und versucht so lange daran zu glauben, bis das alte Gedankenkarussell endlich die Klappe hält. Kann funktionieren. Wenn dir das hilft: go for it. Das Problem ist nur, dass ihr damit unter Umständen eine unbelegte negative Behauptung durch eine genauso unbelegte positive ersetzt. Woher weißt du denn, dass die 23-Jährige auf ältere Männer steht? Vielleicht tut sie es. Vielleicht steht sie sogar sehr darauf. Vielleicht findet sie dich aber tatsächlich zu alt. Deshalb finde ich eine andere Frage viel interessanter: Warum musst du die Antwort kennen, bevor du überhaupt mit ihr gesprochen hast? Nehmen wir genau den Klassiker: Du bist Ende 30, sie sieht aus wie Anfang/Mitte 20. Der beobachtbare Fakt lautet zunächst nur: Sie ist vermutlich deutlich jünger als du. Dann springt der Kopf an: „Die steht doch niemals auf so einen alten Sack wie mich.“ Daraus wird die Vorhersage: „Wenn ich sie anspreche, findet sie das creepy oder lächerlich.“ Und weil dein Gehirn freundlicherweise bereits das komplette Set inklusive Rejection für dich durchgespielt hat, approachst du sie nicht. Damit hast du ein ziemlich cleveres und dich selbstsabotierendes System gebaut, in dem dein Limiting Belief niemals ernsthaft mit der Realität kollidieren muss. Du gehst nach Hause und kannst weiterhin denken: „Die hätte mich sowieso zu alt gefunden.“ Vielleicht stimmt das. Vielleicht auch nicht. Du hast nur ziemlich zuverlässig verhindert, es herauszufinden. Fuck your Limiting Beliefs heißt nicht: Rede dir das Gegenteil ein Deshalb machen wir diese Woche ausdrücklich nicht aus „Ich bin zu alt für sie“ den neuen Glaubenssatz „Junge Frauen lieben ältere Männer“. Stattdessen behandeln wir den Gedanken als das, was er zunächst tatsächlich ist: eine Hypothese. Mein Kopf sagt gerade: Die findet mich zu alt. Okay. Interessante Theorie. Let's find out. Das ist für mich mittlerweile den meisten Inner-Game-Themen der wirksamere Ansatz. Du musst nicht jeden negativen Gedanken bekämpfen, wegmeditieren oder durch irgendeinen positiven Super-Dude-Glaubenssatz ersetzen. Das Ziel ist nicht, dass du irgendwann vor einer HB9 stehst und dein Gehirn ausschließlich Motivationsposter produziert. Das Ziel ist, dass deine Handlungsfähigkeit nicht mehr davon abhängig ist, welchen Bullshit dein Kopf gerade sendet. Und natürlich bedeutet das nicht, dass sich jeder Limiting Belief am Ende als falsch herausstellt. Vielleicht approachst du zwanzig deutlich jüngere Frauen und stellst tatsächlich fest: Läuft bei mir schlechter als mit Frauen um die 30. Vielleicht bekommst du mehrfach explizit „Du bist mir zu alt“ zu hören. Okay. Das sind Daten. Der entscheidende Unterschied ist, ob diese Erkenntnis aus zwanzig realen Interaktionen entstanden ist – oder daraus, dass du zwanzig Frauen gesehen, keine angesprochen und anschließend zwanzigmal selbst entschieden hast, was diese Frauen vermutlich über dich gedacht hätten. Das eine ist Erfahrung. Das andere ist Mind Reading mit anschließendem Auto-Korb. Glaubenssätze als Hypothesen behandeln Genau deshalb machen wir diese Woche aus euren Limiting Beliefs kleine Feldexperimente. „Ich bin zu alt für sie.“ Vielleicht. „Solche Frauen stehen nur auf extrem gut aussehende Typen.“ Kann sein. „Wenn sie mit zwei Freundinnen unterwegs ist, habe ich sowieso keine Chance.“ Möglich. Nur: Solange ihr nicht hingeht, habt ihr keine Ergebnisse. Ihr habt Geschichten darüber, welche Ergebnisse vermutlich eintreten würden. Und wenn ihr eine bestimmte Situation hundertmal vermeidet, fühlt sich diese Geschichte irgendwann wie Erfahrung an, obwohl ihr streng genommen null Daten gesammelt habt. Wochenaufgabe Schreibt euch vor Beginn der Woche drei Situationen beziehungsweise Frauentypen auf, bei denen ihr regelmäßig kneift. Das können sehr attraktive Frauen sein, deutlich jüngere oder ältere Frauen, Gruppen, Frauen mit hohem Status, schnell rennende Frauen, Frauen mit Kopfhörern, Frauen, die in einem Café sitzen und die ihr nur durch die Scheibe seht oder einfach Frauen, die euch auf irgendeine Weise einschüchtern – whatever floats your brain-fuck. Diese Woche stehen insgesamt mindestens 15 Approaches auf dem Programm. Davon müssen mindestens 9 Approaches gezielt aus euren persönlichen Limiting-Belief-Bereichen kommen. Sucht also bewusst die Situationen, bei denen euer Kopf normalerweise schon vor dem Approach anfängt, einen lauten inneren Monolog beginnt, warum ihr es diesmal besser bleiben lasst. Unmittelbar vorher fragt ihr euch kurz: Was sagt mein Kopf gerade voraus? „Sie findet mich zu alt.“ „Die hat hundert bessere Optionen.“ „Die Freundinnen werden mich auseinandernehmen.“ „Die ist drei Ligen über mir.“ Gut. Nicht diskutieren. Nicht positiv denken. Nicht fünf Minuten auf der Parkbank sitzen und den Glaubenssatz reframen. Ihr müsst euch auch nicht davon überzeugen, dass eure Vorhersage falsch ist. Approachen! Und danach schaut ihr euch an, was tatsächlich passiert ist. Hat sie dich wirklich zu alt gefunden? Hat sie überhaupt nach deinem Alter gefragt (also streue das nicht schon selbst ein!) ? War das Set nach zehn Sekunden vorbei? Hat sie sich gefreut? Hat sie zurückgeflirtet? Lief es exakt so mies, wie dein Kopf vorhergesagt hatte? Auch gut. Dann hast du wenigstens einen echten Datenpunkt. 15 Approaches insgesamt. Davon mindestens 9 gezielt gegen eure vorher identifizierten Limiting Beliefs. Wer beides schafft, bekommt +10 Wochenpunkte. Der Punkt ist nicht, am Sonntag festzustellen, dass alle eure Limiting Beliefs falsch waren. Der Punkt ist, dass diesmal nicht euer Kopf vor dem Approach entscheidet, was die Frau nach dem Approach entschieden hätte. „Ich bin zu alt für sie“ kann also einfach ein Gedanke sein. Du musst ihn nicht loswerden. Du musst ihn auch nicht durch „Junge Frauen stehen total auf ältere Männer“ ersetzen. Vielleicht glaubst du dir den Mist sowieso nicht. Nimm den Gedanken einfach mit. Du bist nervös. Dein Kopf sagt dir, sie findet dich zu alt. Du hältst das sogar für ziemlich wahrscheinlich. Und dann sprichst du TROTZDEM an. Es geht also darum, wer anschließend die Entscheidung trifft: du – oder der Gedanke. Also diese Woche: Nicht positiv denken. Nicht euren Hirnfick mit einem anderen Hirnfick überschreiben. Nimm deinen Limiting Belief als Grund zum Ansprechen!
  4. Servus Buam, kurz zu mir: 39 Jahre alt, 1,71 m groß, 92 kg schwer. Andrew Tate Verschnitt auf wish, so könnte man es am ehesten beschreiben. Nach monatelanger Day Game Flaute ist aktuell ein guter Zeitpunkt um meine Field Reports mit euch zu teilen. Gestern war ich kurz zwischen Tür und Angel in den münchener Pasing Arcaden unterwegs. Jedoch mit wenig Erfolg. Die erste Dame reagierte neutral worauf ich mich höflich verabschiedete. Danach hatte ich einen Termin, mein Bahnticket verloren und nach erneutem Kauf eine weitere Lady am Bahnsteig angesprochen. Die bedankte sich obwohl sie es nicht so meinte und ging einfach weg. Als ich wieder an meinem Heimatbahnhof angekommen bin, ist mir noch in der Bahn eine hübsche aufgefallen. Die rannte fast nach Hause und telefonierte lautstark. Ich hatte den gleichen Weg und sie auf Höhe ihrer Haustür eingeholt. Sie bog in Richtung Wohnung ab. Ihr Eingang lag am Ende einer Baustellenabsperrung und ich dachte erst: ok, du kannst sie da jetzt unmöglich in der dunklen Ecke ansprechen. Andererseits fuck it. Dann habe ich lautstark von 10 Metern gesagt: "Hey sorry, normal spreche ich keine Frauen in einer dunklen Seitengasse an, aber.." Das lockerte die Stimmung sofort. Ich machte ihr ein verschlepptes Kompliment zu ihren Haaren. Nach etwas Talk sagte sie mir, dass sie nen Freund hat, es aber mutig fand von mir. Soweit zu gestern. Fortsetzung folgt...
  5. Woche 3 – FLIRT: Sie MUSS merken, dass ihr flirtet! Diese Woche wird vom Grundgedanken relativ simpel. Du musst keine fünf Negs bringen, keine Attraction-Routine auswendig lernen und auch niemandem erzählen, dass du gerade ihre besondere Aura gespürt hast. Die Frage lautet schlicht: Ist für sie eigentlich erkennbar, dass du sie als Frau (weiterhin) interessant findest? Das klingt trivial. Gleichzeitig gibt es Männer, die inzwischen sehr souverän fremde Frauen ansprechen, gute Gespräche führen, sympathisch wirken und regelmäßig NCs bekommen – bei denen nach sieben Minuten aber immer noch relativ offen ist, ob sie gerade flirten, Networking betreiben oder demnächst eine Hausratversicherung verkaufen möchten. Wenn sie nach fünf Minuten nicht weiß, ob du sie daten oder auf LinkedIn adden willst, fehlt wahrscheinlich etwas. Flirt ist Kontext Ich würde Flirt deshalb weniger als einzelne Technik und stärker als Kontext beziehungsweise Frame betrachten. Ihr könnt euch zehn Minuten über Reisen unterhalten und es kann ein komplett freundschaftliches Gespräch sein. Ihr könnt euch aber genauso zehn Minuten über Reisen unterhalten und beiden ist vollkommen klar, dass hier gerade ein Mann mit einer Frau flirtet, die er attraktiv findet. Der Unterschied liegt häufig gar nicht im Gesprächsthema. Er liegt in dem Kontext, den ihr um dieses Gespräch herum erzeugt. Genau darum geht es diese Woche. Und weil „Sei einfach flirtiger“ ungefähr so hilfreich ist wie „Sei einfach selbstbewusster“, bekommt ihr dafür drei konkrete Wege. Ihr müsst nicht alle drei benutzen und schon gar nicht irgendwelche Lines abarbeiten. Findet heraus, welcher davon zu euch passt. Weg 1: Zeig ihr im Gespräch noch einmal, dass du sie attraktiv findest Gerade bei einem Direct Approach entsteht manchmal ein interessantes Missverständnis. Der Mann geht hin und sagt am Anfang sinngemäß: „Hey, ich habe dich gerade gesehen und fand dich attraktiv.“ Damit ist sein Intent theoretisch vollkommen klar. Dann folgen acht Minuten Gespräch, in denen dieser Intent praktisch vollständig verschwindet. Lebenslauf. Studium. Urlaub. Geschwister. Wohnort. Hobbys. Am Ende fragt er nach der Nummer. Das ursprüngliche Kompliment war dann zwar direct, aber der Rest des Gesprächs hätte genauso mit einem sympathischen Sitznachbarn im ICE stattfinden können. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, im laufenden Gespräch noch einmal persönliches Interesse zu kommunizieren. Und diesmal darf das Kompliment auch etwas stärker sein als das obligatorische „Du bist mir gerade aufgefallen“. Zum Beispiel: „Okay, ich muss sagen: Je länger wir reden, desto attraktiver finde ich dich.“ Oder: „Du hast beim Erzählen ein richtig süßes Lächeln. Das gefällt mir.“ Das Interessante daran ist weniger die jeweilige Formulierung. Es ist der Moment, in dem du für einen Augenblick aus dem Kennenlernen aussteigst und den eigentlichen Kontext wieder sichtbar machst: Ich unterhalte mich gerne mit dir – und gleichzeitig finde ich dich als Frau attraktiv. Das darf und muss sie wissen. Weg 2: Cocky & Funny / Banter Die zweite Möglichkeit ist deutlich spielerischer. Cocky & Funny ist inzwischen so ein alter PU-Begriff, dass vermutlich irgendwo ein Nokia 3210 klingelt, sobald man ihn ausspricht. Der Grundgedanke ist trotzdem weiterhin essentiell. Es geht nicht darum, sie kleinzumachen. Es geht auch nicht darum, möglichst viele „freche Lines“ auf eine Frau abzufeuern. Es geht um spielerische Mann-Frau-Dynamik. Du unterstellst ihr beispielsweise augenzwinkernd Interesse, übertreibst eure gerade erst entstandene Beziehung vollkommen absurd, gibst ihr spielerisch eine Rolle oder tust so, als müsstest du dich vor ihren Verführungsversuchen schützen. Dadurch entsteht etwas, das im normalen freundschaftlichen Gespräch meistens nicht vorkommt: Ihr spielt kurz mit der Möglichkeit von euch beiden. Ein paar Beispiele, damit klar wird, was gemeint ist: Sie widerspricht dir energisch: „Okay. Fünf Minuten kennen wir uns und schon haben wir unseren ersten Beziehungsstreit.“ Sie erzählt, dass sie gut kochen kann: „Sehr gefährlich. Jetzt hast du gerade leider einen riesigen Pluspunkt gesammelt.“ Sie neckt dich: „Ich wusste, dass du Ärger machst…“ Sie stellt dir mehrere Fragen hintereinander: „Du bist aber neugierig. Versuchst du gerade heimlich herauszufinden, ob ich boyfriend material bin?“ Sie sagt etwas, das gut zu dir passt: „Verdammt. Jetzt haben wir schon zwei Sachen gemeinsam. So fangen diese ganzen schlechten Liebesgeschichten an.“ Sie erzählt etwas leicht Chaotisches über sich: „Okay, dann nehme ich alles zurück. Wir beide würden keine drei Wochen gemeinsam überleben.“ Sie macht dir ein Kompliment: „Nicht so schnell. Du musst dir schon ein bisschen mehr Mühe geben, wenn du mich rumkriegen willst.“ Sie erzählt von einer Eigenschaft, die du tatsächlich magst: „Hm. Das macht dich gerade leider noch interessanter. Das war so aber nicht geplant.“ Ihr stellt fest, dass ihr völlig unterschiedliche Vorstellungen von Urlaub habt: „Gut, dann ist unsere gemeinsame Zukunft hiermit offiziell gescheitert.“ Bitte versteht diese Beispiele nicht als neun neue Routinen, die ihr auswendig lernt. Das Prinzip dahinter ist interessanter als die eigentlich Line. Ihr nehmt etwas, das gerade wirklich zwischen euch passiert, und gebt ihm spielerisch einen Mann-Frau-Kontext. Deshalb funktionieren situative Varianten normalerweise besser als irgendein Spruch, auf dessen Einsatz ihr seit drei Approaches wartet. Und noch etwas ist wichtig: Cocky & Funny braucht Funny. Wenn sie merkt, dass du tatsächlich beleidigt bist, sie abwerten möchtest oder ernsthaft glaubst, sie müsse sich jetzt deinen Standards würdig erweisen, ist der spielerische Frame weg. Im Idealfall ist der Subtext eher: Wir wissen beide, dass das gerade Quatsch ist. Und wir spielen trotzdem für einen Moment mit der Idee. Weg 3: Qualification – finde heraus, was du an ihr magst und kommuniziere es Die dritte Variante korrigiert eine Schwäche, die im Daygame schnell entstehen kann. Sie weiß bereits, dass du sie hübsch findest. Sonst wärst du vermutlich nicht über die Straße gelaufen, um sie anzusprechen. Aber was gefällt dir nach fünf Minuten Gespräch an ihr? Genau hier kommt Qualification ins Spiel. Der Begriff wurde im klassischen Pickup teilweise ziemlich technisch behandelt: Sie soll sich „qualifizieren“, Investment zeigen und beweisen, dass sie deinen Standards entspricht. Ich würde das für unsere Zwecke wesentlich natürlicher übersetzen: Finde etwas an ihr heraus, das dein Interesse tatsächlich erhöht – und lass sie es merken. Das kann beispielsweise ihre Begeisterungsfähigkeit sein. Ihr Humor. Dass sie spontan ist. Dass sie für ihre Freunde einsteht. Dass sie für irgendetwas brennt. Dass sie ungewöhnlich neugierig ist. Dass sie gerade alleine sechs Monate durch Südamerika gereist ist oder seit Jahren ehrenamtlich irgendetwas macht. Und dann verweile „dort“ kurz. Nicht: „Cool. Und was studierst du?“ Sondern beispielsweise: „Du bist also einfach alleine nach Kolumbien geflogen? Okay, das finde ich wirklich cool. Bist du generell so spontan oder war das eine Ausnahme?“ Sie erzählt weiter. Und irgendwann später im einem Flirt kannst du sagen: „Das gefällt mir. Ich mag Menschen, die nicht immer nur davon reden, was sie irgendwann mal machen wollen, sondern es auch wirklich umsetzen.“ Oder: „Okay, das ist tatsächlich eine Eigenschaft, die ich ziemlich attraktiv finde.“ Oder etwas spielerischer: „Verdammt. Dafür bekommst du gerade schon wieder einen Pluspunkt.“ Damit passiert etwas Entscheidendes. Dein Interesse ist nicht mehr ausschließlich: Du bist heiß → deshalb habe ich dich angesprochen. Sondern: Du bist mir optisch aufgefallen → ich lerne dich kennen → ich entdecke etwas an dir → und genau deshalb wächst mein Interesse. Das ist ein völlig anderer Flirt-Frame. Macht das aber nicht mit einer inneren Check-Liste. Hört ihr genauer zu. Wenn etwas kommt, das ihr wirklich interessant findet, geht dort hinein. Lasst sie davon erzählen. Und wenn ihr merkt, dass euch genau diese Seite an ihr gefällt, dann versteckt diese Reaktion nicht wieder hinter maximaler Coolness. Zeigt sie. Drei Wege – derselbe Frame Die drei Varianten sehen oberflächlich ziemlich unterschiedlich aus. Beim Kompliment sage ich relativ direkt: Ich finde dich attraktiv. Bei Cocky & Funny spiele ich mit: Du und ich – da passiert hier gerade irgendetwas. Und bei Qualification kommuniziere ich: Ich lerne dich gerade kennen und entdecke Dinge an dir, die mein Interesse verstärken. Der gemeinsame Nenner ist derselbe. Die Interaktion bekommt einen romantischen beziehungsweise sexuellen Kontext. Nicht penetrant. Nicht permanent. Aber deutlich genug, dass sie nicht nach zehn Minuten überrascht feststellt: „Ach so. Du wolltest ein Date? Ich dachte, wir reden einfach nett.“ Der NC braucht diesen Kontext! Das ist auch der Punkt, an dem ich den Number Close etwas anders betrachten würde. Wenn ich eine Frau nach ihrer Nummer frage, stellt sich sinnvollerweise die Frage: Warum eigentlich? Nicht im Sinne irgendeiner perfekten Begründung, sondern ganz banal. Wenn wir uns sympathisch finden, miteinander flirten und ich sie gerne wiedersehen möchte, kann ich das kommunizieren. Dann tauschen wir Kontaktdaten, um später ein Date auszumachen. Das klingt fast erschreckend unspektakulär. Im PU wird aus dem NC teilweise ein derart eigenständiges Achievement gebaut, dass Männer lernen, Nummern zu bekommen, ohne wirklich zu kommunizieren, was sie mit der Frau eigentlich vorhaben. Diese Woche soll deshalb nicht primär mehr NCs produzieren. Sie soll mehr erkennbaren Intent produzieren, damit ihr hochwertigere NCs habt. Wochenaufgabe Mindestens 15 Approaches. In mindestens 7 Gesprächen soll bewusst ein erkennbarer Flirt-Frame entstehen. Nutzt dafür mindestens einen der drei Wege: Ein deutliches persönliches Kompliment im laufenden Gespräch (auch, wenn ihr schon direkt angesprochen haben solltet) Cocky & Funny / Banter Qualification: Findet etwas an ihr, das euch tatsächlich gefällt, geht darauf ein und lasst sie merken, dass es euer Interesse erhöht Ihr müsst nicht alle drei Varianten in jedes Set reindrücken. Im Gegenteil. Probiert über die Woche ruhig unterschiedliche Wege aus und schaut, was sich für euch natürlich anfühlt und worauf Frauen unterschiedlich reagieren. Und vor allem: Bewertet anschließend nicht nur, ob ihr eine Nummer bekommen habt. Fragt euch: War für sie irgendwann eindeutig, dass das hier ein Flirt war? 7 entsprechende Flirts aus 15 Approaches bringen +10 Wochenpunkte. Das ist also Woche 3, in der ihr eure Approaches nochmal „spicier“ macht. Lasst sie spüren, warum ihr sie angesprochen habt. Raus aus viel zu neutralen Gesprächen, rein ins richtige Flirten.
  6. Woche 2 – STAY: Verwechsle den Zustand des Flirts nicht mit dem eigenen Flucht-Impuls Ein Phänomen, das ich bei Männern mit Ansprechangst immer wieder spannend finde: Teilweise verbringen sie zehn Minuten damit, eine Frau überhaupt anzusprechen. Dann schaffen sie es, sie reagiert freundlich, stellt vielleicht sogar Gegenfragen – und ungefähr 73 Sekunden später kommt: „Cool, ich muss auch weiter. War nett, dich kennenzulernen.“ Problem gelöst. Durchatmen. Endlich wieder alleine und ein Strich auf der inneren Approach-Liste. Schließlich war sie sogar besonders hot... Das spricht dafür, dass das eigentliche Problem nicht nur im eigentlichen Ansprechen liegt. Die Unsicherheit verschwindet schließlich nicht automatisch mit dem ersten „Hi“. Sie verändert lediglich ihre Form. Vorher war die Frage: Gehe ich hin? Danach kommen: Was sage ich jetzt? Findet sie mich interessant? War das gerade komisch? Warum war da zwei Sekunden Stille? Sollte ich jetzt closen? Und wie zum Teufel komme ich überhaupt von ihrem Studium zu irgendeinem Flirt? Eine ziemlich effektive Strategie, sämtliche dieser Fragen sofort loszuwerden, besteht darin, das Set zu beenden. Das ist aber das Gegenteil von zielführend… Stay bedeutet lass dich nicht von deinem Exit-Bedürfnis reinlegen Stay bedeutet etwas anderes: Beende ein eigentlich funktionierendes Gespräch nicht nur deshalb, weil du gerade deine eigene Unsicherheit regulieren möchtest. Denn wenn du nicht sofort aussteigst, musst du irgendwann anfangen, mit der Unsicherheit im Gespräch umzugehen. Vielleicht gibt es mal drei Sekunden Stille. Vielleicht weißt du nicht sofort, was du sagen sollst. Vielleicht erzählt sie etwas, bei dem keine deiner Stories anschlussfähig ist. Und genau dort kann etwas Interessantes passieren. Vom „Set halten“ zum Kennenlernen Wenn ihr schon länger drinbleibt, besteht die Aufgabe nämlich ausdrücklich nicht darin, fünf Minuten auf der Uhr vollzubekommen. Versucht stattdessen irgendwann tatsächlich zuzuhören. Was erzählt sie gerade? Was daran interessiert dich? Wo wird sie plötzlich lebendiger? Gibt es etwas, worüber du wirklich mehr wissen möchtest? Was entsteht gerade zwischen euch? Das klingt banal. Gleichzeitig sehe ich im PU immer wieder Männer, die während des gesamten Gesprächs innerlich einen zweiten Dialog führen: „Okay, sie hookt. Jetzt Attraction. Ich brauche noch einen Spike. Wann close ich?“ Dann steht zwar physisch ein Mann vor einer Frau, mental ist er aber ganz woanders. Stay bedeutet für mich deshalb nicht nur, länger im Set zu bleiben. Es ist auch der erste Schritt weg vom reinen Abarbeiten einer Sequenz (die anfangs natürlich sehr hilfreich sein kann!) und hin zur Wahrnehmung der tatsächlichen sozialen Dynamik eures Flirts. Wochenaufgabe Wieder mindestens 10 Approaches. Davon sollen mindestens 3 Gespräche 5 Minuten oder länger dauern. Nicht künstlich verlängert, sondern weil das Gespräch tatsächlich trägt. Die 6 weiteren Gespräch beendet nicht ihr, indem ihr euch verabschiedet oder ejected (rausgeht), sondern sie, indem sie weiter- oder wegläuft, euch einen schönen Tag wünscht oder Ähnliches. Ein Abbruch aus eigener Nervosität oder einem diffusen Unwohlsein zählt nicht als Approach. Drei Gespräche länger als 5 Minuten sowie 7 nicht selbst beendete Flirts bringen also +10 Wochenpunkte. Theorie-Input: Warum Stay für deine Entwicklung so wichtig ist Warum machen wir ausgerechnet daraus eine eigene Wochenaufgabe? Weil einer der größten Fortschrittskiller im Daygame erstaunlich unspektakulär aussieht: Du gehst zu früh. Nicht, weil sie keinen Bock hat. Nicht, weil das Gespräch offensichtlich tot ist. Sondern weil du dich gerade nicht wohl fühlst. Die ersten 30 Sekunden funktionieren noch. Opener gebracht, sie bleibt stehen, antwortet, vielleicht lächelt sie sogar. Und dann kommt dieser Moment: eine kurze Stille, kein perfekter Anschluss, die Energie fällt für ein paar Sekunden ab. Plötzlich meldet sich der Kopf: „Okay, bevor es jetzt awkward wird, lieber sauber raus und die positive Erinnerung mitnehmen.“ Also noch schnell ein „War nett, dich kennenzulernen. Schönen Tag noch!“ hinterher und weiter. Fühlt sich sogar ziemlich souverän an. Psychologisch ist aber etwas anderes passiert: Du hast deine Unsicherheit durch Flucht reguliert. Dein Gehirn lernt immer mit Das Problem dabei ist nicht dieses eine verlorene Set. Das Problem ist, was du deinem Gehirn damit beibringst: Unsicherheit → Gespräch beenden → Erleichterung. In der Psychologie nennt man das negative Verstärkung. Ein unangenehmer Zustand verschwindet durch ein bestimmtes Verhalten, wodurch genau dieses Verhalten wahrscheinlicher wird. Und dein Gehirn ist darin leider ein ziemlich guter Schüler. Mach das oft genug und du perfektionierst nicht Daygame, sondern den eleganten Exit aus Situationen, die sich für fünf Sekunden unangenehm anfühlen. Stay unterbricht diesen Mechanismus. Du spürst den Impuls zu gehen und gehst nicht automatisch. Vielleicht sind dann tatsächlich mal drei Sekunden Stille. Vielleicht sagst du irgendetwas völlig Uninspiriertes. Vielleicht schaut ihr euch einfach kurz an. Und dann? Passiert meistens überhaupt nichts Dramatisches. Vielleicht erzählt sie einfach weiter, vielleicht fällt dir doch etwas ein oder aus der kurzen Stille entsteht sogar ein ganz anderer Vibe. Genau dadurch lernt dein Gehirn etwas Neues: Unsicherheit bedeutet nicht, dass ich handeln muss. Das ist übrigens etwas anderes als die alte Vorstellung von „Angst so lange aushalten, bis sie irgendwann verschwindet“. Moderne Expositionsansätze sprechen eher von inhibitorischem Lernen. Die alte Erwartung – „Wenn ich nichts Schlaues sage, kippt das Gespräch“ – wird nicht einfach gelöscht. Stattdessen sammelst du neue Erfahrungen, die ihr widersprechen: „Ich wusste gerade nicht weiter und trotzdem ging es weiter.“ Davon brauchst du nicht eine magische Erfahrung, sondern viele. Vom Pickup-Modus zur sozialen Wahrnehmung Stay verändert aber noch etwas anderes. Solange dein Hauptziel lautet, bloß keinen unangenehmen Moment entstehen zu lassen, brauchst du ständig etwas, womit du das Gespräch kontrollieren kannst: die nächste Story, eine Routine, einen Attraction Spike, einen Themenwechsel. Das ist am Anfang völlig okay. Strukturen geben Sicherheit und gerade als Anfänger wäre es Quatsch, sämtliche Pickup-Technik über Bord zu werfen und einfach nur auf seine „Authentizität“ zu vertrauen. Da bist du noch nicht. Nur irgendwann muss aus „Ich führe ein Set“ auch „Ich lerne gerade diese Frau kennen“ werden. Und dafür brauchst du freie mentale Kapazität. Wer permanent seinen eigenen Auftritt überwacht – Was sage ich als Nächstes? Wie ist ihre Attraction? Wann close ich? – richtet einen erheblichen Teil seiner Aufmerksamkeit nach innen. In der Psychologie spricht man von self-focused attention. Du bist dann zwar körperlich bei ihr, mental aber gleichzeitig mit Mystery und drei Forenusern in einer Strategiesitzung. Stay zwingt dich irgendwann aus diesem Modus heraus. Denn wenn du länger im Gespräch bleibst, gehen dir zwangsläufig irgendwann die vorbereiteten Sachen aus. Sehr gut. Jetzt musst du anfangen wahrzunehmen, was tatsächlich vor dir passiert. Was erzählt sie? Worauf springt sie an? Wo wird sie plötzlich lebendiger? Was findest du interessant? Wo neckt ihr euch plötzlich, wo entsteht Spannung, wo habt ihr unerwartet Gemeinsamkeiten? Du reagierst nicht mehr nur auf deine Vorstellung davon, wie ein gutes Set ablaufen sollte, sondern auf die tatsächliche soziale Dynamik zwischen euch. Und genau hier beginnt für mich der Übergang von Pickup-Technik zu sozialer Kompetenz. Ein guter PUA ist langfristig eben nicht derjenige, der besonders viele Routinen kennt, sondern derjenige, der soziale Situationen wahrnehmen, Unsicherheit tolerieren und flexibel auf das reagieren kann, was gerade tatsächlich passiert. Die Technik ist dabei zunächst das Gerüst. Irgendwann sollte man aber auch ohne ständigen Blick auf den Bauplan darin herumlaufen können. Denn genau hinter diesem Unwohlsein liegt häufig der Bereich, in dem du etwas Neues lernen kannst. Und manchmal liegt dort auch schlicht das bessere Set. Die Frau, bei der du normalerweise nach 90 Sekunden gegangen wärst, wäre vielleicht nach vier Minuten aufgetaut. Aus dem kurzen Smalltalk wäre vielleicht ein persönliches Gespräch geworden, daraus vielleicht ein Instant Date. Oder auch nicht. Der Punkt ist: Du wirst es nie erfahren, wenn immer deine eigene Nervosität entscheidet, wann das Set vorbei ist. Deshalb diese Woche: Stay. Nicht, um fünf Minuten auf der Uhr vollzumachen, und auch nicht, um Frauen möglichst lange festzuquatschen. Sondern um herauszufinden, was passiert, wenn du einem funktionierenden Flirt erlaubst, weiterzulaufen – auch dann, wenn du für ein paar Sekunden nicht genau weißt, was als Nächstes kommt.
  7. Ich gehe etwa einmal pro Woche in Wien raus, spreche Frauen an und komme auch abseits davon gern mit Menschen ins Gespräch. Zu zweit oder in einer kleinen Gruppe macht das oft mehr Spaß: Man kann sich gegenseitig motivieren, unterstützen und sich danach bei einem Getränk darüber austauschen, was gut gelaufen ist. Mir geht es um einen entspannten Abend mit guten Gesprächen und gegenseitiger Unterstützung, ohne Leistungsdruck. Kurz zu mir: Ich bin 50, fit und selbstständig. Wer hat Lust, mal gemeinsam loszuziehen? Schreibt mir einfach.
  8. Hallo Zusammen, bin fast 38 Jahre alt, gepflegtes aussehen, lustiger Charakter und eigentlich immer gut gelaunt. Ich habe vor vielen Jahren mal Daygame gemacht mit direktem Ansprechen - lief auch ganz gut, waren nette kurze Gespräche. War aber bereits in einer Beziehung. Nun will ich wieder Frauen ansprechen. Und zwar im Daygame mit einem direkten Approach - aber ich traue mich nicht! Warum auch immer. Normalerweise habe ich kein Problem damit, Menschen anzusprechen - egal in welcher Situation. Statt Google Maps frage ich lieber selbst nach dem Weg, auch attraktive Frauen! Auf der Arbeit ebenfalls keine Probleme, "hohe Persönlichkeiten" anzusprechen oder auf Veranstaltungen vorne auf der Bühne zu sein. ... ich hab dann immer so eine Art "blockade" und wenn ich Zuhause bin, kommt der Gedanke: "Mensch, das ist doch alles so einfach. Mach halt mal". Trotzdem laufe ich dann nur durch die Stadt um nach dem Weg zu fragen. "Eigentlich" bin ich auch gar nicht schüchtern ... und ich finde mein (derzeit theoretischer) direkter Approach hat zumindest vor vielen Jahren immer geklappt. Wie kann ich mir helfen?
  9. OreoClash

    Daygame next week?

    Hey Munich people. I used to be in the game a lot. But then I went into a long-term relationship for 5 years. I remember we had quite a fun community in Munich. But I lost everyone's numbers. We even had a group back then. Anyone still doing daygame here? I'd love to get back to cold approaches and see if I can get back in the game. About me: I used to be pretty active, focusing purely on cold approaches. I did it for a few months. 150 in total, about 10 dates from it, and +5 new girls. I am looking forward to get back in the game, but I feel rusty. So I'd love to find people in Munich. Anyone here still doing this? Just write here and let's exchange contacts if you wanna smash a session somewhere next week.
  10. Über den Link könnt ihr jetzt ganz leicht der Gruppe beitreten! Einfach über Smartphone öffnen. Link gibt's auf Anfrage.
  11. Woche 1 – ACTION: Du musst deine Ansprechangst nicht komplett loswerden! Dieser Thread zu Woche 1 gibt Anfängern oder Männern mit großer Ansprechangst einen neuen Ansatz mit genau dieser erfolgreicher umzugehen. Gleichzeitig dient dieser Thread als Ort, an dem alle Teilnehmer der Day Game Challenge - unabhängig vom Erfahrungs- und Können-Level – ihre Field Reports der ersten Woche posten. Ich bin gespannt auf eure Praxis-Ergebnisse. Gebt Gas! - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Vorab möchte ich beim Thema Approach Anxiety zwei wichtige Aspekte voneinander trennen, die im PU gerne etwas miteinander vermengt werden: Wie stark ist deine Anspannung in einer konkreten Situation und wie handlungsfähig bist du trotz dieser Anspannung? Das klassische „Ansprechangst überwinden“ suggeriert nämlich sehr, dass AA wie ein Lichtschalter funktioniert. Du hast sie als Anfänger zunächst und irgendwann – vermutlich nach Approach Nummer 839 – ist sie weg und du bist fortan einer dieser Typen, die völlig selbstverständlich jede attraktive Frau in jeder erdenklichen Situation ansprechen. Das deckt sich weder besonders gut mit meiner eigenen Erfahrung noch halte ich es psychologisch für eine sinnvolle Betrachtungsweise. Approach Anxiety ist kein An-/Aus-Schalter Sinnvoller finde ich ein Kontinuum. Oder genauer gesagt sogar zwei. Nehmen wir drei Situationen. Eine attraktive Frau läuft alleine durch die Fußgängerzone, eine zweite sitzt mit Kopfhörern im Café und eine dritte ist genau dein Typ, sitzt aber mit ihrer Freundin am Nebentisch. Vielleicht sind das für dich subjektiv 3/10, 6/10 und 9/10 AA. Für einen anderen sind es 1/10, 3/10 und 5/10. Und selbst jemand, der seit Jahren regelmäßig Frauen anspricht, wird vermutlich noch Situationen finden, in denen die spürbare Anspannung wieder deutlich steigt. Entscheidender finde ich deshalb zunächst die zweite Dimension: Was machst du bei diesen 3, 6 oder 9 von 10 Punkten? Du kannst bei einer subjektiven 8/10 kneifen. Du kannst bei exakt denselben 8/10 hingehen. Und du kannst nach einigen Wochen möglicherweise feststellen, dass aus der 8 inzwischen eine 5 geworden ist und du zusätzlich deutlich weniger Zeit zwischen „Die finde ich interessant“ und dem tatsächlichen Approach brauchst. Beides wäre Fortschritt. Ich schreibe das so ausführlich, weil Männer ihre Entwicklung beim Day Game meiner Erfahrung nach an der falschen Variable messen. „Ich habe immer noch AA“ ist erstmal eine ziemlich informationsarme Aussage. Wenn du vorher durchschnittlich zehn Minuten um dein Set herumgeschlichen bist und jetzt nach 30 Sekunden hingehst, hat sich offensichtlich etwas verändert – auch wenn dein Nervensystem vorher wie nachher noch ordentlich Alarm macht. Gleichzeitig möchte ich die andere Richtung nicht romantisieren. Natürlich ist es mehr als angenehm und auch ein sinnvolles Trainingsresultat, wenn Situationen mit zunehmender Erfahrung weniger innere und äußere Anspannung erzeugen. Emotionsmanagement vor dem Approach Viele Männer entwickeln rund um das Ansprechen relativ clevere Strategien, ihren inneren Zustand vorher zu regulieren. Man läuft noch eine Runde. Man sucht einen besseren Opener. Man wartet darauf, dass sie nochmal zu dir schaut. Man sagt sich, beim nächsten Set gehe man dann aber wirklich sofort hin. Oder der Wing soll erstmal eröffnen, damit man „in State“ kommt. Das funktioniert in einigen wenigen Fällen. Gleichzeitig zementierst du damit mehr als ungünstiges Muster: Ich handle, sobald ich mich ausreichend sicher fühle. In Woche 1 machen wir es deswegen anders. Du siehst eine Frau, die du tatsächlich interessant findest. Dein Kopf darf sämtliche Gegenargumente produzieren: Sie sieht beschäftigt aus, hat Kopfhörer drin, wahrscheinlich einen Freund, ist vielleicht viel zu jung oder alt für dich oder sieht aus, als würde sie auf Männer stehen, die ungefähr das Gegenteil von dir sind. Das mag alles sein. Aber vieles davon weißt du zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht. Und damit sind wir bereits bei einem Gedanken, der uns in Woche 5 nochmal beschäftigen wird: Wir können relativ schlecht testen, ob unsere Vorhersagen stimmen, wenn wir systematisch alle Situationen vermeiden, in denen sie falsch sein könnten… Der Korb ist nicht plötzlich ein Erfolg Wenn du sie ansprichst und nach sieben Sekunden merkst, dass sie keinerlei Interesse hat, dann war das kein erfolgreiches Set. Ich halte nichts davon, jedes negative Ergebnis so lange mit Inner-Game-Framing zu bearbeiten, bis der Korb plötzlich eigentlich viel besser war als ein Instant Date. Für das Trainingsziel dieser Woche hast du aber das relevante Verhalten gezeigt: Du hast die Entscheidung zum Approach nicht davon abhängig gemacht, ob dein Nervensystem dir vorher grünes Licht gibt oder total ausflippt. Deshalb gibt es für den Burn einen Punkt. Und deswegen interessiert mich in dieser ersten Woche noch relativ wenig, ob deine zehn Sets in drei NCs, einem Instant Date oder zehn freundlichen Körben enden. Das wird später relevanter. Jetzt interessiert mich zunächst, ob du hingehst. Wochenaufgabe Die Aufgabe ist entsprechend unspektakulär: 10 echte Approaches. Direct, indirect oder situational ist völlig egal. Es gibt keine Mindestgesprächsdauer und keinen verpflichtenden Close! Wenn ihr ein bisschen nerdiger an die Sache herangehen wollt, könnt ihr euch bei den ersten zehn Sets zwei Werte grob merken oder notieren: subjektive AA von 0–10 und ungefähr die Zeit zwischen „Die möchte ich kennenlernen“ und dem tatsächlichem Approach. Keine Excel-Tabelle, kein Mittelwert mit drei Nachkommastellen und bitte auch keine Varianzanalyse. Wir schauen uns dieselben beiden Variablen in Woche 6 nochmal an. Vielleicht ist aus 7/10 eine 4/10 geworden. Vielleicht bleibt die AA bei 6/10, aber du brauchst statt vier Minuten noch 20 Sekunden. Beides wäre ein ziemlich interessantes Ergebnis. Wer seine zehn Approaches macht, bekommt +10 Wochenpunkte. Zusatz-Info für alle Psychologie-Interessierten: Für den Rest: Hinter der Übung steckt unter anderem ein Gedanke aus der moderneren Exposure-Forschung. Das einfache Modell „Konfrontiere dich lange genug mit Angst, bis sie durch Habituation verschwindet“ greift etwas kurz. Gerade im Inhibitory-Learning-Ansatz spielt beispielsweise eine Rolle, Erwartungen mit neuen Erfahrungen kollidieren zu lassen. Das soll ausdrücklich nicht heißen, dass Day Game eine psychotherapeutische Expositionsbehandlung ist. Das wäre eine ziemlich gewagte Abkürzung. Wir übertragen lediglich ein Lernprinzip auf unseren Kontext. Viel Erfolg! Euer Xatrix
  12. Hallo zusammen, mein Name ist Jan, ich bin 23 Jahre alt und neu in dem PUA-Game. Ich habe gemerkt, dass es deutlich einfacher ist Frauen anzusprechen, wenn man zusammen unterwegs ist, daher suche ich einen Wingman, der mit mir gemeinsam diesen Samstag durch die Straßen Berlins zieht und mit mir gemeinsam Frauen anspricht. Meldet euch gerne, wenn jemand Interesse haben sollte!
  13. Day Game-Challenge 2026 (6 Wochen) Einige Begegnungen im und außerhalb des Forums in den letzten 3 Jahren haben für mich stark verdeutlicht, dass sich viele Männer von hier mit der Flirt-Praxis sehr schwer tun, gerade wenn es ums Day Game und das Ansprechen im Alltag geht. Gleichzeitig leiden viele unter den mickrigen Ergebnissen ihres Online Games oder gleiten langsam aber sicher in Online Game-Fatigue oder -Burnout. Da wir hier im Challenge-Bereich des Forums sind, geht es mir nicht um eine philosophische Diskussion des für und wieder des Day Games und die Frage „wie viel davon ist persönlichkeitsbildend, selbstbewusstseinssteigernd … und zu wie viel Prozent werde ich Erfolg daraus generien…?“ Es geht mir um des Pudels Kern der Anfänge von Pickup und der Hoch-Zeit des Day Games - die trotz heutiger einzelner Versprengter in den Innenstädten nun schon länger zurückliegen - nämlich die Ansprech-Praxis auf den Einkaufsstraßen, in den Supermärkten oder in der Buchhandlung. Gerade jetzt, nachdem die letzte größere Challenge dieses Foren-Bereichs schon ganze 7 Jahre her ist, versuche ich einen neuen Aufschlag! Allerdings soll es keine reine „Wer zieht in sechs Wochen die meisten Sets durch?“-Challenge werden. Versteht mich nicht falsch: Volumen ist wichtig. Gerade wenn jemand im Monat drei Frauen anspricht und die restlichen 47 potenziellen Sets mit einer Mischung aus „gerade ungünstig“, „sah beschäftigt aus“ und „beim nächsten Mal dann wirklich“ aussortiert, braucht es keine weitere Inner-Game-Analyse, sondern erstmal mehr Approaches. Gleichzeitig bringt uns Volumen allein nur begrenzt weiter, wenn jemand nach sechs Wochen zwar 100 Frauen angesprochen hat, aber weiterhin vor jeder ersten Frau 20 Minuten durch die Innenstadt kreist, Frauen auslässt, die er wirklich attraktiv findet, und aus jedem halbwegs laufenden Gespräch möglichst schnell flüchtet. Dann haben wir zwar die Statistik verbessert, aber nicht zwingend die Sticking Points, die sein Game bisher begrenzen. Deshalb möchte ich für diese Challenge zwei ältere PU-Ideen miteinander verbinden und das Ganze an einigen Stellen um etwas Psychologie ergänzen: die klassische PUF-Challenge mit Punkten, Field Reports und Wettbewerb auf der einen Seite und die Idee eines schrittweise aufgebauten Boot Camps auf der anderen. Ein guter Schuss Don Juan Boot Camp ist in der Challenge verbaut Die alteingesessenen Forenuser werden beim Aufbau DJBC-Vibes (Don Juan Boot Camp) bemerken. Das ist vollkommen beabsichtigt. Ich mochte an diesen alten Programmen immer den Mechanismus, soziale Herausforderungen nicht einfach quantitativ hochzuschrauben, sondern unterschiedliche Kompetenzen nacheinander zu trainieren. Man macht also nicht sechs Wochen lang dieselbe Sache immer häufiger und hofft, dass am Ende irgendwie besseres Game herauskommt, sondern verändert den Trainingsfokus. Was mir für eine funktionierende und heutige Challenge daran allerdings fehlt, ist der spielerische Charakter (Stichwort: Gamification) der alten PUF-Challenges und eine stärkere Berücksichtigung individueller Sticking Points. Dazu kommt, dass wir heute einige psychologische Prozesse etwas differenzierter betrachten können als zu Zeiten, in denen gefühlt jedes Problem entweder ein Limiting Belief, Neediness oder zu wenig „alpha“ war. Deswegen wird das hier eine gute und robuste Mischung dieser Inhalte. Außen ist es eine klassische PUF-Challenge: Punkte, Field Reports, Highscore, gegenseitiges Pushen und vermutlich irgendwann eine Diskussion darüber, ob irgendein Set nun wirklich als Hook gewertet werden darf. Innen steckt ein kleines Boot Camp. Die Wochen bauen dabei aufeinander auf: Action → Stay → Flirt → Lead → Experiment → Integrate. Oder wer es psychologischer mag: Handeln → Aushalten → Aussprechen → Gestalten → Überprüfen → Kalibrieren. Der grobe Fahrplan: Woche 1 bringt euch ins Handeln, Woche 2 hält euch länger im Gespräch, Woche 3 macht daraus tatsächlich einen Flirt, Woche 4 trainiert Initiative und Führung, Woche 5 geht an eure persönlichen Hirnficks und in Woche 6 setzen wir den Kram wieder zusammen. Die konkrete Wochenaufgabe gibt es jeweils kurz vor dem Start der entsprechenden Woche. Keine Sorge. Das müsst ihr euch nicht merken! Ihr müsst aber unbedingt in die Praxis rausgehen. Was soll die Challenge eigentlich trainieren? Vorab würde ich definitiv Verhalten und Ergebnis voneinander trennen. Ob die Frau, die du ansprichst, Single ist, dich attraktiv findet, grundsätzlich auf deinen Typ Mann steht oder fünf Minuten vorher erfahren hat, dass ihr Hamster gestorben ist, liegt zu einem erheblichen Teil außerhalb deiner Kontrolle. Ob du hingehst, obwohl dein Kopf gerade ein Gedankenkarussell darüber veranstaltet, warum es ausgerechnet bei dieser Frau keine gute Idee ist, liegt wesentlich stärker bei dir. Deshalb bekommt auch ein Korb Punkte. Gleichzeitig möchte ich nicht in die andere Richtung kippen und so tun, als seien Outcomes irrelevant. Wir sind schließlich immer noch im Pickupforum und das Ziel von Daygame besteht nicht allein darin, möglichst deftig und heftig von fremden Frauen abgewiesen zu werden. Gute Gespräche, NCs, Instant Dates, Dates, KCs und FCs zählen selbstverständlich ebenfalls. Die Grundidee der Day Game Challenge 2026 lautet deshalb: Die Wochenaufgaben sorgen für Entwicklung, die Punkte sorgen für Wettbewerb. Ein erfahrener Day Gamer soll die Challenge nicht dadurch dominieren können, dass er sechs Wochen ausschließlich das macht, was er ohnehin gut kann. Ein Anfänger wiederum soll am Ende sagen können, dass er die Challenge geschafft hat, obwohl irgendein alter und fähiger Hase dreimal so viele Punkte gesammelt hat. Wer die sechs Wochenaufgaben erfüllt, hat die Challenge absolviert. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt den Highscore. Und weil ich mich schon immer brennend für den Startpunkt von PUlern interessiert habe, geht es auch um die Frage, wer sich am meisten verbessert hat. Wer die NBA kennt, kennt wahrscheinlich auch den Titel des „Most Improved Player“, der auch für die Challenge sehr spannend ist. Zusätzliches Theorie-Fundament: komplett freiwillig Zu jeder Woche gibt es einen kleinen Theorie-Teil. Der ist ausdrücklich optional. Wenn du ohnehin mehr über Pickup liest, als du Frauen ansprichst, empfehle ich dir ausdrücklich, diesen Abschnitt konsequent zu ignorieren. Aufgabe lesen, Browser schließen, rausgehen. Wer dagegen verstehen möchte, warum bestimmte Übungen psychologisch Sinn ergeben, bekommt ausreichend Hintergrundwissen. Dabei wird es unter anderem um Exposure, Vermeidungsverhalten, psychologische Flexibilität, Verhaltensexperimente, die Agency-Hypothese und Kalibrierung gehen. An einigen Stellen verlinke ich außerdem ältere Beiträge von mir, in denen ähnliche Gedanken bereits aus einem anderen Kontext auftauchen. Dabei möchte ich eine Sache herausstellen: Es gibt keine Studie, die belegt, dass genau diese Day Game-Challenge funktioniert. Wir übertragen teilweise gut untersuchte psychologische Lern- und Verhaltensprinzipien auf einen neuen Kontext: Das Day Game. Auch wichtig: Theorie gibt keine Punkte. Wer einen Approach auslässt, kann das nicht dadurch kompensieren, dass er abends drei Psychologie-Paper liest. Die Grundregeln der Day Game-Challenge 2026 Die Challenge läuft sechs Wochen. Ein Approach zählt, wenn du eine Frau tatsächlich kennenlernen möchtest und aktiv den Kontakt initiierst. Direct, indirect oder situational ist mir dieses Mal dabei relativ egal. Das heißt, dass ein „Entschuldigung, wo ist hier der Bahnhof?“ mit anschließendem Abgang kein Approach im Sinne der Challenge ist, nur weil die Frau attraktiv war. Einkaufsstraße, Café, Buchhandlung, Supermarkt, Uni, Zug, Park und ähnliche Alltagssituationen zählen. Club, klassisches Bar-Nightgame und Dating Apps zählen nicht, weil wir hier bewusst Day Game trainieren. 1. Die Punkte Das Punktesystem soll möglichst einfach bleiben. Schließlich sollt ihr während eines guten Sets nicht innerlich Buch darüber führen, welche Bonuskategorie ihr gerade noch erfüllt habt. Für den eigentlichen Approach zählt deshalb zunächst nur die höchste erreichte Stufe: Ein schneller Burn beziehungsweise Korb bringt 1 Punkt. Wenn sie hookt und sich tatsächlich am Gespräch beteiligt, gibt es 2 Punkte. Ein gutes Gespräch von mehr als fünf Minuten bringt 3 Punkte. Diese drei Stufen werden nicht addiert. Wer 6 Minuten mit einer Frau spricht, bekommt also 3 Punkte und nicht zusätzlich noch die 2 Punkte für den vorherigen Hook. Danach werden die weiteren Ergebnisse ganz normal aufaddiert: Numberclose +5 Punkte Instant Date von mindestens 15 Minuten: +8 Punkte Date aus einem Challenge-Approach: +10 Punkte Kissclose: +10 Punkte Lay: +20 Punkte Wenn aus einem längeren Gespräch also ein NC, ein Instant Date und später noch ein Date mit KC und FC entsteht, sind das 3 + 5 + 8 + 10 + 10 + 20 = 56 Punkte. Dates, KCs und FCs können auch später nachgetragen werden, sofern der ursprüngliche Approach aus der Challenge stammt und das jeweilige Ergebnis noch innerhalb der sechs Challenge-Wochen stattfindet. 2. Der Wochenbonus Zusätzlich gibt es für jede vollständig erfüllte Wochenaufgabe +10 Punkte. Die Wochenaufgaben übernehmen damit bewusst die Funktion, für die ursprünglich noch separate Mut- und Game-Punkte vorgesehen waren. In Woche 1 geht es beispielsweise darum, trotz Ansprechangst ins Handeln zu kommen. Später trainieren wir unter anderem länger im Gespräch zu bleiben, offensiver zu flirten, Führung zu übernehmen und die eigenen Limiting Beliefs zu testen. Statt all diese Verhaltensweisen innerhalb jedes einzelnen Sets kleinteilig zu bepunkten, trainieren wir sie also gezielt über die jeweilige Wochenaufgabe. Sechs Wochen, sechs Wochenaufgaben, jeweils +10 Punkte. Wer alle sechs erfüllt, bekommt insgesamt 60 Punkte Wochenbonus. Damit gibt es letztlich nur zwei Dinge, die ihr euch merken müsst: Punkte für eure Approaches und die weiteren Phasen und +10 Punkte für die jeweilige erfüllte Wochenaufgabe. Die Punkte sollen schließlich motivieren und ein bisschen Competition in die Challenge bringen. Wenn das Set läuft, solltet ihr aber bei der Frau sein und nicht im Kopf ausrechnen, wie viele Punkte der gerade versuchte Locationwechsel gebracht hat. Anmeldung und Zeitplan Nachdem ich nun einige wichtige inhaltliche Punkte dargelegt habe, geht es um das Wichtigste: Wie meldest du dich an und von wann bis wann läuft die Day Game Challenge 2026? Die Challenge beginnt am Montag, d. 7.9.2026. Du kannst dich aber, wenn es bisher zeitlich nicht gepasst hat oder du erst jetzt von der Challenge gelesen hast, noch bis einschließlich des 20.9. (Ende Woche 2) anmelden. Du meldest dich über einen Beitrag hier im Thread an. Nicht über andere, nicht per PN, nicht per Whatsapp. Ich möchte, dass du dich hier öffentlich zu deiner Teilnahme bekennst – das ist der erste Schritt der Exposition. Damit endet die Challenge am Sonntag, d. 18. Oktober um 20:00 Uhr (schließlich ist das hier eine Day Game-Challenge ) Die 6 Challenge-Wochen sind also: Woche 1: 07.–13.09. Woche 2: 14.–20.09. Woche 3: 21.–27.09. Woche 4: 28.09.–04.10. Woche 5: 05.–11.10. Woche 6: 12.–18.10. Den Abschluss-/Hall-of-Fame-Thread würde ich dann am Montag, 19. Oktober, eröffnen und grob bis Samstag, 24. Oktober, Zeit für letzte Field Reports und die Auswertung geben. Also „Butter bei die Fische“ – wer ist dabei? Bitte melde dich in diesem Thread an. Das Wie und Wo der Field Reports Für die jeweiligen Wochenaufgaben und eure Field Reports dazu werde ich dann wie bereits geschrieben weitere Threads veröffentlichen. Der zu Woche 1 ist bereits veröffentlicht. Aus Gründen der Übersichtlichkeit gibt es zwei Field Report-Möglichkeiten: 1. Sammelt eure Erfahrungen, Gedanken und Punkte bis zum Ende der Woche und postet dann zeitnah einen Beitrag im jeweiligen Wochenthread. 2. Wer mehr auf „Live Action“ steht und das Forum mit auf die Reise nehmen will, der postet möglichst früh einen Beitrag und editiert diesen dann bei fortlaufenden Ergebnissen. Teilnehmer bisher: @Copine @Hecki @Zinga @Taubsi225 @Lator @Dr. Morell @Jam3sBl0nd @Drunknmunky @Narzis.s @Manta
  14. 300 Approaches Nachdem ich heute meinen 300. Approach gemacht habe, würde ich sagen, dass ich mich inzwischen sicher genug fühle, meine Erfahrungen und das, was ich in den vergangenen Monaten gelernt habe, mit anderen zu teilen – ohne daraus eine Selbstbeweihräucherung machen zu wollen. Vielleicht wird dieser Thread am Ende auch einfach nur ein Journal für mich selbst. Ein kleines Logbuch darüber, was funktioniert, was nicht funktioniert und wie sich mein Blick auf das Ganze mit der Zeit verändert. Und wer weiß: Wenn jemand etwas daraus mitnehmen kann und es ihm auf seinem eigenen Weg der Selbstverwirklichung hilft, freut mich das umso mehr. Mein Name ist S. Ich habe eine Glatze, bin ungefähr sechs Fuß groß und mache seit rund sechs Monaten aktiv Approaches. Angefangen habe ich damit im Ausland. Inzwischen bin ich wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Aber genug der Einleitung. Heute: 7 Approaches. Zwei hatten einen Freund. Drei haben mich abgewiesen – respektvoll, direkt und unkompliziert. Bei einer musste ich selbst schmunzeln: Sie lächelte mich süß an, dann fiel mir auf, dass ihre Zähne einfach nicht mein Fall waren. Ich habe mich freundlich verabschiedet und bin weiter. Aus einem anderen Approach entstand ein Kontakt – Nummer beziehungsweise Instagram. Nicht unbedingt das klassische „Hotbody“, aber 20, tätowiert und definitiv mein Typ. Unterm Strich würde ich sagen: eine völlig normale Ausbeute. Da ich momentan noch im Ausland bin und erst nächste Woche wieder nach Deutschland komme, werden die nächsten Einträge vermutlich noch ein paar englische Approaches enthalten. Im Ausland halte ich meine Opener meistens sehr simpel. Wenn sich etwas Situatives anbietet, nehme ich das. Aber nur, wenn es wirklich natürlich aus der Situation entsteht. Ansonsten meistens einfach: “Hey, sorry, do you speak English?” oder: “Excuse me, do you speak English? I just wanted to tell you that you look pretty.” Mehr brauche ich eigentlich nicht. Wenn die Chemie stimmt, entwickelt sich das Gespräch ohnehin von selbst. Und wenn man an diesem Punkt angekommen ist, gibt es meiner Meinung nach auch nicht mehr viel, worauf man sich bewusst „konzentrieren“ muss. Daygame mache ich meistens in Einkaufszentren oder rund um größere Malls. Die Abweisungen heute waren alle vollkommen entspannt und respektvoll. Was ich schade finde: Offenbar kann man hier keine Videos direkt hochladen. Gerade echte Ausschnitte würden vermutlich mehr Mehrwert bieten als zehn Absätze Theorie. Vielleicht experimentiere ich deshalb irgendwann mit externen Links – sofern das hier vernünftig funktioniert. Stand: 300 Approaches. Das Logbuch beginnt hier.
  15. Godax

    Wingman 20-29 gesucht

    Hey, ich bin 26 und suche jemanden in den 20ern, der Lust hat, gemeinsam Cold Approaches zu machen und sich dabei gegenseitig zu motivieren. Wichtig ist mir, dass das Ganze entspannt und respektvoll abläuft. Nicht irgendwelche Nummern sammeln oder ONS, F+, sondern einfach gemeinsam rausgehen, Frauen kennenlernen, sicherer im Umgang werden und sich gegenseitig pushen. Locations wären Düsseldorf, Essen, Dortmund etc. Instagram @rikus02 (ist ein anonymer Zweitaccount), schreibt mir dort gerne dann kann ich euch mein richtigen Instagram schicken : )
  16. Hallo in die Runde, einige von euch werden sicher den Kanal VV Dating auf Youtube kennen, wo Antonio und Kai das Frauen ansprechen fast täglich neu erfinden. Gefühlt 95% ihrer Videos drehen sich darum wie man Frauen auf der Straße klärt, was kannst du sagen, was besser nicht, wie sehen Körbe aus und so weiter. Meiner Meinung nach glorifizieren die Beiden diese Art Frauen kennenlernen jedoch zu extrem und erwecken den Eindruck, dies sei die einzig wahre Methode. Mir persönlich kräuseln sich bei einigen ihrer Live Flirts die Nackenhaare, weil sie Männer eher dazu erziehen wie planlose Dullies durch deutsche Fußgängerzonen zu rennen und wahllos Frauen aus dem Nichts anzuquatschen. Wie ist eure Meinung zu den Beiden und ihrem Kanal?
  17. **Beste Stadt/Land in Lateinamerika für Game – Frage an Leute, die wirklich dort waren** Ich plane eine zweiwöchige Reise (mehr Urlaub am Stück geht bei mir nicht) irgendwohin ins spanischsprachige Lateinamerika und will von Leuten hören, die tatsächlich vor Ort waren und dort Game gemacht haben – kein „hab ich gehört“ oder „hab ich auf Reddit gelesen“, sondern: du warst da, du hast angesprochen, du weißt es. Was mich interessiert: Wo sind Frauen am offensten und empfänglichsten fürs Flirten – Daygame auf der Straße, in Cafés, Parks, aber auch abends in sozialen Settings – und wo sind lockere Affären das natürlichste Ergebnis, ohne dass es ein großes Ding ist? Ich suche keine Frau fürs Leben, sondern eine Kultur, in der Flirten einfach zum Alltag gehört und ein Fremder, der ein Gespräch anfängt, nicht komisch angeschaut wird. Weitere Punkte, die mir wichtig sind: Sicherheit beim ganztägigen Herumlaufen, genug Leute, die etwas Englisch sprechen (mein Spanisch ist A1, Dates laufen mit Übersetzer-App), und eine Stadt, die im normalen Alltagsrhythmus läuft und nicht im Strandurlaubs-Modus. Städte, die ich bisher im Blick habe – ehrliche Einschätzung zu jeder wäre super, wenn du sie kennst: - Mexiko-Stadt (Roma/Condesa/Juárez) - Mérida, Yucatán - Buenos Aires - Guadalajara - Cartagena - Medellín (hatte ich wegen der Sicherheitsberichte gestrichen – sagt mir, wenn das übertrieben ist) Wenn keine davon dein Favorit ist: Welche Stadt oder welches Land ist es, und warum? Gerne mit Ranking. Eine Zusatzfrage: Brasilien fällt bei mir raus, weil ich kein Portugiesisch spreche. Aber falls jemand beides gemacht hat – ist Brasilien fürs Game wirklich so viel besser, dass es sich lohnen würde, extra etwas Portugiesisch zu lernen, oder ist das nur ein Meme? Danke – und nochmal: bitte nur eigene Erfahrung aus erster Hand.
  18. Ich bin Ende 40, schlank und gut gekleidet und suche einen passenden Wingman – hauptsächlich fürs Daygame. Gelegentlich können wir aber auch abends auf Tour gehen. (Profilbild = ich) Ich interessiere mich für Frauen ab 30 und bin noch Anfänger. Ich spreche fließend Deutsch und Englisch sowie etwas Französisch. Bevorzugte Gegenden: Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg. Ich würde gerne zweimal pro Woche losziehen und schauen, was sich ergibt.
  19. Xatrix

    Gutes Day Game in 4 Artikeln

    Hola muchachos, nach einiger Zeit und vielen Beiträgen im normalen Forum möchte ich auch auf meinem Blog hier das nächste Schmankerl veröffentlichen. Dieser Blogpost ist dabei die zusammenführende Klammer zu den 4 Artikeln von mir aus der letzten Zeit ganz speziell zum Thema Day Game (Street Game, Flirten im Alltag, Ansprechen im Supermarkt, dm & Co.). In den letzten Jahren hat sich hier im Forum ja die Meinung ausgebreitet, dass Day Game eher zur inneren Entwicklung dient und Game als Faktor im Game (höhö) immer überschätzt wurde. Ich bin auch ganz klar die Fraktion "Game ist nicht alles", aber deswegen gibt's als Blog Bild extra ein Bild von mir als recht lauchigem 20-jährigen mit fragwürdigem T-Shirt-Geschmack, der trotzdem ordentlich Erfolg hatte. 1. 2. 3. 4.
  20. maxWeLL1993

    Bielefeld

    Hey ich komme aus Bielefeld und kriege alleine nicht so richtig etwas gebacken... Wenn jemand aus dem Umkreis Bielefeld kommt lasst doch zusammen losziehen es ist in der Gruppe bestimmt einfacher und man kann sich gegenseitig bestimmt motivieren
  21. Hi zusammen, ich lebe im Rheinland und war schon viel zu lange bei keinem Lair-Treffen mehr dabei, aber möchte die Plattform hier nutzen, um euch mit meinen Tipps und Tricks zu guten und besonderen Restaurants (für Dates oder euren Freundeskreis) und Cafés & Bars (selbe Zielgruppen, aber auch gut für Lairs nutzbar) zu versorgen. Ich stelle das hier bei Gesamt-NRW ein, da ich zwar den größten Fokus auf Köln, Bonn, Düsseldorf habe, aber auch immer mal in Aachen und etwas seltener in Dortmund, Essen oder Münster unterwegs war. Ich starte dann sogleich auch mit ersten Empfehlungen für Köln, Bonn und Düsseldorf. Ich habe natürlich noch viele mehr, aber die alle runterzuschreiben wäre selbst mit KI ein sehr langes Unterfangen Kleiner Organisationstipp vorweg: Ich speichere alle Restaurants, Cafés und Bars bei Googlemaps unter dem Reiter „für dich“ in jeweils einer Liste pro Stadt, da ich sonst den Überblick verlieren würde. 1. Caruso Pasta Bar (Köln): Handgemachte, italienische Pasta in hoher Qualität als 3-Gang-Menü. Alle Gerichte sind besonders und besonders authentisch. Das Restaurant hat keinen Stern und ist auch nicht so teuer, aber schon hochpreisiger, aber dafür wissen die Gerichte auch zu beeindrucken. Die Speisekarte wechselt je nach Saison und regelmäßig. 2. Trapas Restaurant (Köln): Trapas steht für Travel & Tapas als Konzept und das ist total meins. Die mehreren kleinen Speisen kommen dabei aus allerlei Ländern und die Küche schafft es, jede Landesküche gut auf den Teller zu bringen. Die Maniok-Pommes sind nochmal besser als die inzwischen schon ausgelutschten Süßkartoffelpommes, das Beef Bulgogi ist so zart wie beim Koreaner… Ein recht hipper Laden, an dem zusätzlich auch noch Henning May - der Sänger von Annenmaykantereit - beteiligt ist und immer mal wieder dort abhängt. 3. Die Zappes Zentrale (Köln): Junge (und in meinen Augen recht arrogante) BWL-Studenten haben ein neues Bier (Pils in Köln) auf den Markt gebracht, das aber auch gut schmeckt. In ihrem ehemaligen ersten Laden nahe der Zülpicher Straße servieren sie in cooler Atmoshphäre das Zappes Broi, aber genau so „Kölsches Koks“ (Kaffee-Alkohol-Spezialität) und abends wird die Bar zum recht engen, aber guten Club, wenn auch mit Publikum, das eher 18-25 ist. Zappes lebt übrigens nicht nur vom Bier, sondern hat auch einen Mikrokosmos aus Running Club, Cycling Events und Co drumherum erschaffen - auch spannend. 4. Tacos Los Carnales (Köln): Sie stehen immer noch mit ihrem Taco-Stand neben der „Wohngemeinschaft“, aber haben nun auch schon länger ihren festen Laden im Rheinauhafen, in dem sie Tacos, Quesadillas und diverse lateinamerikanische Cocktails auf einem anderem Level in einem ultra-schicken Laden servieren. Versetzt mich bei jedem Besuch zurück nach Mexiko und hat auch besondere Events, z.B. zum Dia de los Muertos. 5. Kaffesaurus (Köln & Bonn): Einer dieser hippen Coffee Places mit schicker und heller Einrichtung, gutem Kaffee (auch Cold Brew, Matcha & Co) und allen Speisen von Banana Bread bis hin zu Bowls und einem Burger. Auch gut für Co-Working (auf den ausgewiesen Plätzen) geeignet. 6. Madame Monsieur (Bonn): Liegt zwar nicht so zentral, aber mehr Paris-/Frankreich-Vibes gibt mir kein Laden im Rheinland. Neben dem üblichen gibt es besonders gute Patisserie, französisch angehauchte Baguettes und da die Chefin Französin ist, ist auch ein Großteil des Cafés frankophon. Fühlt sich für mich wie ein Kurztrip nach Montmartre an. 7. The Paradise Now (Düsseldorf): Nicht günstig, aber eine Küche mit internationalen Gerichten auf einem hohen Niveau gewürzt mit einer guten Prise „Sehen und gesehen werden“ und am Wochenende verwandelt sich alles nach dem Essen in eine ausgezeichnete Party-Location. 8. Sir Walter (Düsseldorf): Gute Drinks in einer Mischung aus Bar und Club-Lounge mit DJ-Musik und schickem Publikum. Einer unserer Go To-Läden in DD. Mehr Tipps folgen hier in unregelmäßigen Abständen. Wenn ein Lair Köln/Bonn/DD besuchen möchte, kann ich euch aber auch gerne bei der Locationauswahl suchen. Und ihr könnt euch natürlich auch bei meinen Quellen informieren. Neben unserem Social Circle erfahre ich viel zu neuen oder guten Restaurants, Cafés und Bars bei koeln.mitvergnuegen.com www.rausgegangen.de @maxxpane bei YouTube und Insta @bonngehtessen auf Insta www.mrduesseldorf.de Viel Spaß beim Ausprobieren! Xatrix
  22. Artikel 4: Vom guten Flirtgespräch zum Date: Warum der Close eigentlich der einfachste Teil sein sollte Es gibt Männer, die schaffen den schwierigsten Schritt und scheitern anschließend am einfachsten. Sie sprechen eine wildfremde attraktive Frau an, führen zehn oder fünfzehn Minuten ein richtig gutes Gespräch, sie lacht, stellt selbst Fragen und bleibt freiwillig stehen – und genau in diesem Moment bekommen die Typen Angst, etwas kaputtzumachen. Also reden sie weiter. Noch eine Geschichte. Noch ein Thema. Noch ein Joke. Das Gespräch läuft doch gerade so gut. Warum sollte man jetzt das Risiko eingehen und nach einem Treffen fragen? Irgendwann schaut sie auf die Uhr und sagt: „Oh, meine Bahn fährt gleich.“ Beide verabschieden sich freundlich und unser Mann läuft zehn Minuten später durch die Stadt und stellt fest: Ich habe ihre Nummer nicht. Das klingt absurd, passiert aber erstaunlich häufig. Gerade in jenen Fällen, in denen ihre Zeichen nicht so offensichtlich sind und der Typ Angst vor einem desillusionierenden Korb hat. Der Close wird im Kopf viel größer gemacht, als er ist Ich glaube, ein wesentlicher Grund liegt darin, dass Männer Number Close und Datevorschlag als eine Art Prüfung betrachten. Bis dahin lief das Gespräch locker. Plötzlich verändert sich die komplette Energie. „Ähm … also … ich weiß nicht, ob du vielleicht irgendwann Lust hättest … also nur wenn du willst … könnten wir ja mal …“ Warum? Vor 30 Sekunden hast du sie noch völlig entspannt aufgezogen und jetzt klingst du, als würdest du sie um eine Niere bitten. Im Idealfall ist ein Close keine abrupte neue Phase. Er ist einfach die logische Fortsetzung eines guten Flirts. Wenn du eine Frau sympathisch findest und gerne weiter mit ihr reden willst, ist es vollkommen normal, ein weiteres Treffen vorzuschlagen. Nicht danach zu fragen, wäre wiederum schon wieder nicht normal und würde sie definitiv mit Fragen zurücklassen. Schau auf Invest statt auf “magische Signale” Natürlich gibt es keine mathematische Formel dafür, wann eine Frau ausreichend interessiert ist. Das ganze IOI-Thema wurde teilweise ebenfalls bis zur Absurdität systematisiert: Sie berührt ihre Haare, also +1; sie stellt eine Frage, +2; sie steht mit den Füßen in deine Richtung, die ersten Dates werden ein riesiger Erfolg... Ich würde viel simpler auf das Gesamtbild schauen. Du hast sie als Fremder angesprochen. Hätte sie kein Interesse am Gespräch, könnte sie jederzeit gehen. Wenn sie nach zehn oder fünfzehn Minuten noch immer bei dir steht, halbwegs ausführlich erzählt und antwortet, Fragen zurückstellt, lacht und selbst Themen eröffnet, ist das zumindest ein ziemlich brauchbares Signal. Du brauchst keine Garantie. Die gibt es ohnehin nicht. Aber irgendwann ist genug gegenseitiger Invest da, um zu sagen: Okay, lass uns daraus etwas machen. Das Instant Date wird unterschätzt Wenn ihr beide gerade Zeit habt, musst du übrigens gar nicht sofort die Nummer nehmen. Häufig ist es sogar sinnvoller, das aktuelle Treffen einfach ein bisschen zu verlängern. Ihr steht in der Innenstadt und habt gerade zehn Minuten geredet? „Ich wollte sowieso noch einen Kaffee in meinem Lieblingskaffee trinken. Komm doch kurz mit.“ Oder: „Ich habe gerade Hunger. Lass uns da vorne kurz was holen.“ Oder ihr habt über irgendeinen Laden gesprochen: „Okay, dann zeigst du mir jetzt, warum der angeblich so gut ist.“ Das Schöne an einem Instant Date ist, dass die gedankliche und praktische Hürde relativ niedrig bleibt. Du machst daraus kein offizielles „Date“. Ihr setzt einfach das fort, was ohnehin gerade passiert. Aus einem zehnminütigen Street-Approach werden dadurch vielleicht 45 Minuten im Café. Das verändert die Ausgangslage für alles Weitere deutlich. Ihr habt mehr gemeinsame Zeit, mehr Gesprächsstoff und eine wesentlich solidere Erinnerung aneinander, als wenn ihr nach acht Minuten lediglich Nummern ausgetauscht hättet. Natürlich funktioniert das nur, wenn die Situation passt. Wenn sie gerade zur Arbeit muss, muss sie zur Arbeit. Social Calibration bedeutet auch, nicht aus jedem guten Approach mit Gewalt ein Instant Date machen zu wollen. Wenn einer weiter muss: Mach ein konkretes Wiedersehen plausibel Wenn ihr keine Zeit habt, gehst du eben auf ein späteres Treffen. Dabei finde ich es wesentlich natürlicher, den Vorschlag aus dem Gespräch heraus entstehen zu lassen, statt plötzlich einen völlig generischen Kaffee ins Spiel zu bringen. Sie hat behauptet, eine bestimmte Eisdiele sei die beste in Köln? „Große Behauptung. Das müssen wir testen.“ Sie redet seit fünf Minuten davon, wie gut sie Salsa tanzt? „Okay, irgendwann musst du mir tatsächlich beweisen, ob du so gut bist, wie du gerade behauptest.“ Sie kennt irgendeine Bar, in der du noch nie warst? „Dann musst du mir die wohl mal zeigen.“ Das bedeutet nicht, dass jedes Date zwanghaft an irgendein Gesprächsthema geknüpft werden muss. „Lass uns nächste Woche einen Kaffee/Cocktail trinken“ funktioniert genauso. Der gemeinsame Bezug macht den Übergang nur häufig etwas natürlicher. Du willst doch gar nicht ihre Nummer Das klingt zunächst merkwürdig, ist aber meiner Meinung nach ein wichtiger Mindset-Unterschied: Du willst nicht ihre Telefonnummer. Du willst sie wiedersehen. Die Telefonnummer ist nur das Mittel zum Zweck. Gerade Anfänger machen aus dem Number Close manchmal ein eigenständiges Erfolgskriterium. Man geht raus, sammelt drei Nummern und betrachtet den Abend als erfolgreich. Im Forum heißt es dann „3 NCs“. Okay… Die wesentlich interessantere Frage wäre: Wie viele dieser Frauen wollen dich tatsächlich wiedersehen? Wenn dein Ziel nur lautet „Ich brauche die Nummer“, bekommt der Close schnell den Charakter einer Trophäe. Nummer bekommen = Erfolg. Keine Nummer = Niederlage. Dadurch steigt der Druck völlig unnötig. Wenn dein eigentliches Ziel hingegen lautet „Ich finde sie interessant und möchte sie wiedersehen“, wird der Ablauf ziemlich banal: „Lass uns nächste Woche etwas trinken.“ Sie stimmt zu. „Cool, gib mir mal deine Nummer.“ Fertig. Die Nummer löst lediglich ein „planerisches“ Problem. Nummern sammeln ist nicht dasselbe wie gutes Game Man kann eine Frau durchaus dazu bringen, eine Nummer herauszugeben, obwohl ihr Interesse überschaubar ist. Manche Menschen sagen schlicht lieber Ja, als in einer unangenehmen sozialen Situation direkt Nein zu entgegnen. Dann hast du formal deinen Number Close und drei Tage später reagiert sie auf deine Nachricht überhaupt nicht oder schreibt: „Sorry, gerade total viel los 😅“. Deshalb würde ich deutlich weniger Wert auf die reine Nummer legen und viel stärker darauf schauen, was vorher passiert ist. War da gegenseitiger Invest? Hat sie dich ebenfalls kennenlernen wollen? Hat sie Fragen gestellt? Gab es schon eine gemeinsame Idee für ein Treffen? Hat sie vielleicht sogar selbst irgendeinen zukünftigen Bezug hergestellt? Je mehr davon vorhanden ist, desto weniger dramatisch ist der eigentliche Close. Bemerkst du beim Close, „oh, ich habe ja noch voll viel ausgelassen“, dann hol dir die Nummer und mache anschließend noch ein wenig weiter – justiere nach. Was mache ich, wenn sie ihre Nummer nicht geben möchte? Hier würde ich ebenfalls relativ entspannt bleiben. Wenn sie sagt: „Ich gebe meine Nummer eigentlich nicht so gerne raus“, brauchst du kein Arsenal an Einwandbehandlungsmethoden. Du kannst erstmal locker reagieren, wieder ein neues Thema aufmachen und es dann nochmal versuchen. Vielleicht sagt sie stattdessen: „Gib mir Instagram.“ Vielleicht möchte sie deine Nummer, aber nicht ihre geben. Vielleicht ist sie tatsächlich noch unsicher. Aber wenn sie auch nach drei Versuchen klar nicht möchte, dann ist es sinniger das zu akzeptieren, als eine halb-tote herausgepresste Telefonnummer einzusammeln. Da ist der Misserfolg vorprogrammiert und wahrscheinlich verwendest du viel zu viel Analyse darauf, wie du das noch hinbekommen kannst. Manchmal ist ein früher Abschied sogar besser Ein weiterer Fehler besteht darin, jedes gute Gespräch maximal ausreizen zu wollen. Du hast zwölf richtig gute Minuten mit ihr. Die Energie stimmt, ihr lacht, sie investiert. Jetzt musst du tatsächlich weiter. Perfekt. „Ich muss los, aber war cool. Lass uns nächste Woche bei einem Kaffee weitermachen.“ Kontaktdaten tauschen und verabschieden. Das kann wesentlich stärker sein, als weitere 20 Minuten im Stehen weiter zu reden, nur weil es gerade möglich wäre. Gute Gespräche haben genauso wie gute Partys manchmal einen Punkt, an dem man gehen sollte, bevor die Energie langsam absackt. Du musst nicht alle interessanten Themen beim ersten Kennenlernen „aufbrauchen“. Es ist völlig okay, wenn hinterher noch das Gefühl existiert, dass da eigentlich noch Gespräch übrig gewesen wäre. Werde bei Whatsapp nicht zum anderen Menschen (!!!) Das wäre eigentlich Stoff für einen eigenen Artikel, aber ein Punkt gehört hier unbedingt hinein. Manche Männer sind im realen Gespräch völlig locker, humorvoll und direkt. Zwei Stunden später schreiben sie: „Hallo Sarah, ich hoffe, du bist gut nach Hause gekommen. Ich habe unser heutiges Kennenlernen als sehr angenehm empfunden und würde mich freuen, wenn wir dieses bei Gelegenheit fortsetzen könnten.“ Wer ist dieser Mann und was hat er mit dem Typen gemacht, den sie gerade kennengelernt hat? Wenn euer Flirt locker war, schreib auch locker. Greif irgendeinen Insider aus eurem Gespräch auf. Mach vielleicht noch einmal einen kleinen Joke. Und dann geh relativ zügig wieder auf das eigentliche Ziel: ein Treffen. Du musst nach einem guten persönlichen Gespräch nicht plötzlich drei Tage lang per WhatsApp erneut Attraction und Rapport aufbauen. Textkommunikation ist in diesem Fall hauptsächlich die Brücke zum nächsten Treffen. Der gesamte rote Faden in allen 4 Artikeln Wenn man die vier Teile dieser Reihe zusammennimmt, ist die eigentliche Kommunikationsstruktur ziemlich simpel. Du sprichst sie an und bringst anschließend nicht nur Fragen, sondern eigene Statements und Annahmen in das Gespräch. Dadurch entsteht mehr Interaktion als in einem Interview. Ein bisschen spielerische Reibung sorgt dafür, dass das Kennenlernen nicht völlig sachlich verläuft. Gleichzeitig darf dieses C&F nicht zum Selbstzweck werden; je länger ihr redet, desto wichtiger wird echtes Interesse. Dann kommt der Teil, den viele Männer vergessen: Du erzählst selbst etwas (und von dir!). Nicht als Dauer-Monolog und nicht in Form irgendwelcher künstlich total aufgeblähten DHV-Stories, sondern weil sie ebenfalls die Gelegenheit bekommen muss, dich kennenzulernen. Wenn dir einmal Gesprächsthemen fehlen, hast du mit Herkunft, Beruf, aktueller Situation, Reisen, Sport, Hobbys, Lifestyle, Freunden und Familie genügend mögliche Richtungen. Du arbeitest diese aber nicht ab, sondern folgst dem Gespräch dort, wo gerade Energie entsteht. Und wenn gegenseitiger Invest vorhanden ist, machst du irgendwann den einzig logischen nächsten Schritt. Instant Date, wenn es gerade passt. Ansonsten Treffen vorschlagen und Kontaktdaten tauschen. Mehr Magie steckt im Grunde nicht dahinter. Das Ziel ist nicht, diese Struktur für immer im Kopf zu haben Und das ist vielleicht der wichtigste Punkt zum Abschluss der ganzen Reihe. Man kann solche Modelle leicht missverstehen und anschließend versuchen, beim Gespräch permanent innerlich Buch zu führen: Annahme gemacht. C&F gemacht. Eigenerzählung gemacht. Thema drei. Jetzt Rapport. Jetzt Close. Damit erreicht man genau das Gegenteil dessen, wofür die Struktur gedacht ist. Sie soll dir am Anfang Sicherheit geben, dir als Stützräder fungieren, bis du es ohne kannst. Nicht dich langfristig einschränken. Wenn du Autofahren lernst, denkst du zunächst bewusst über Kupplung, Gangschaltung, Spiegel und Blinker nach. Nach einigen Jahren fährst du eine Strecke und kannst dich hinterher kaum daran erinnern, wann du geschaltet hast. Die einzelnen Handlungen sind automatisiert. Aus explizitem Wissen und Handeln sind implizite Fähigkeiten geworden, die auf Autopilot laufen. Genauso sehe ich einen guten Flirt. Am Anfang helfen Strukturen, Beispiele und konkrete Übungen enorm. Gerade wenn du sozial unsicher bist oder beim Ansprechen durch Nervosität nur noch 30 Prozent deiner normalen kognitiven Leistung abrufen kannst, ist „Sei einfach du selbst und rede locker“ ein ziemlich mieser Ratschlag. Dann ist eine Struktur hilfreich. Langfristig besteht das Ziel aber darin, dass du sie nicht mehr brauchst. Du siehst etwas und sagst etwas dazu. Sie reagiert. Dir fällt dazu eine Geschichte ein. Sie widerspricht dir. Ihr diskutiert. Ihr lacht. Irgendwann stellst du fest, dass du sie sympathisch findest und sie offensichtlich ebenfalls gerne mit dir redet. Dann schlägst du vor, euch wiederzusehen. Nicht weil du bei Schritt zwölf angekommen bist. Sondern weil es sich aus der Situation ergibt. Und genau an diesem Punkt ist aus „Game lernen“ irgendwann tatsächlich gut flirten können geworden. Viel Erfolg, Pascal Xatrix Levin
  23. Moin zusammen, Ich organisiere seit ein paar Monaten immer einmal im Monat fix ein Treffen zum gemeinsamen Daygame (siehe Wingsuche). Nächster Termin steht für das letzte Augustwochenende an. Den genauen Tag, sowie den ultrageheimen Treffpunkt und Uhrzeit gibt's dann per Rauchzeichen (alternativ geht auch ne PN). Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, da kann jeder was mitnehmen. Komplette Einsteiger, die noch gar keine Erfahrung in dem Thema haben, werden auch von einem Fortgeschrittenen gerne an die Hand genommen. Wings für NG /Afterwork können sich auch gerne bei mir melden! Ggf. kriegen wir da auch noch was zusammen 😎
  24. Hey zusammen, Jetzt möchte ich auch mal die Schwarmintelligenz befragen. Folgende Situation: Ich komme gerade aus dem Gym und vor'm Rewe steht so ein richtiges super sportliches Hottie (HB 9). Direkt angesprochen, Kompliment gemacht. Dann 10min gequatscht, bisschen Spice in die Interaktion gestreut und nen IOI kurze Berührung von ihr an der massiven Schulter (war im TankTop unterwegs) bekommen. Aber sie hat schon viel gechallenget und immer das Muster gehabt, Shittest im Wechsel zu "ah ich bin gerade so überfordert, das passiert mir sonst nie" zu bringen. Frame ist stabil durchgelaufen. Jetzt hat sie mir gerade ne Voice geschickt, in der sie nochmal sagt, dass sie hofft mich nicht verschreckt zu haben und dass sie sich total gefreut hat etc. ABER! In der Voice hat sie geschluchzt/geweint und hatte nen echt dramatischen Tonfall drauf. Sowas ist mir auch nicht passiert. Ich bin gerade hin und hergerissen zwischen "okay let's try" und "Run Forrest, Run!" Bin an sich auch gut ausgelastet, aber die war optisch schon sehr mein Typ. Gerne einfach mal raushauen was ihr machen würdet bzw. darüber denkt.
  25. Artikel 3: Nie wieder „Ich weiß nicht, worüber ich reden soll“ – 9 Themen für deinen Daygame-Flirt Nachdem wir in den ersten beiden Teilen über die Struktur eines guten Flirtgesprächs gesprochen haben, möchte ich diesmal auf den Inhalt eingehen. Denn man kann einem Anfänger noch so oft sagen, er solle einfach locker sein, zuhören und auf das reagieren, was die Frau sagt. Wenn sein Kopf in einer konkreten Situation plötzlich leer ist, hilft ihm die Erkenntnis „Sei spontan“ ungefähr genauso viel wie einem Nichtschwimmer der Hinweis „Beweg dich einfach im Wasser“. Deshalb finde ich es gerade am Anfang sinnvoll, eine mentale Gesprächslandkarte zu haben. Keine Liste von Fragen, die man abarbeitet, sondern einige große Lebensbereiche, in die man jederzeit wechseln kann, wenn ein Gespräch gerade ausläuft. Ich benutze dafür neun Themen: Herkunft und Wohnort, Beruf oder Studium, die aktuelle Situation, Reisen, Sport, sonstige Hobbys, Ausgehen beziehungsweise Lifestyle, Freunde und Familie. Bevor jemand jetzt beginnt, daraus einen Ablaufplan zu basteln: Genau das soll es nicht sein. Wenn du während des Gesprächs innerlich denkst „Wohnort erledigt, Beruf erledigt, jetzt Urlaub“, hast du das Prinzip missverstanden. Die neun Bereiche sind eher wie eine Karte einer Stadt. Wenn du ungefähr weißt, wo du bist, brauchst du nicht ständig daraufzuschauen. Wenn du dich aber einmal verläufst, gibt sie dir wieder Orientierung. 1. Herkunft und Wohnort Herkunft ist ein ziemlich angenehmes Einstiegsthema, weil es persönlich genug ist, um Gesprächsstoff zu liefern, aber noch nicht besonders intim. Du kannst ganz klassisch fragen, wo sie herkommt, oder wieder über eine Annahme gehen: „Du bist aber keine echte Kölnerin“, „Du klingst ein bisschen süddeutsch“ oder „Ich würde dich spontan eher in Hamburg verorten.“ Aus einer simplen Herkunftsfrage können schnell sehr unterschiedliche Richtungen entstehen. Vielleicht ist sie für das Studium umgezogen. Vielleicht lebt ihre Familie noch in einer anderen Stadt. Vielleicht liebt sie ihre Heimat und fährt jedes Wochenende zurück. Vielleicht kann sie ihre Heimatstadt überhaupt nicht leiden und wollte mit 18 nur noch weg. Du bist damit bereits bei Biographie, Familie, Studium oder Reisen, ohne dass du irgendetwas bewusst „übergeleitet“ hättest. Gerade deshalb eignet sich das Thema am Anfang so gut. Du kannst ein bisschen herumalbern, Dialekte imitieren oder irgendwelche völlig absurden regionalen Vorurteile in den Raum stellen, ohne dass das Gespräch sofort tief werden muss. 2. Beruf oder Studium Beruf und Studium sind ebenfalls klassische Kennenlernthemen. Sie haben nur ein Problem: Sie werden häufig unglaublich langweilig behandelt. „Was machst du?“ – „Ich bin Anwältin.“ – „Ah cool.“ Und jetzt? Viel interessanter als die reine Berufsbezeichnung finde ich, wie jemand zu seiner Tätigkeit steht. Wollte sie das immer machen? Ist sie zufällig dort gelandet? Was gefällt ihr? Was nervt sie? Würde sie noch einmal denselben Weg wählen? Was denkt sie über ihre Kollegen? Wenn jemand beispielsweise sagt, er arbeite in einer Unternehmensberatung, interessiert mich weniger die Firma als die Frage, warum er sich diesen Alltag antut und ob er ihn tatsächlich mag. Daraus ergeben sich wesentlich schneller Persönlichkeit und Emotionen. Gleichzeitig ist Beruf natürlich eine ideale Gelegenheit, etwas aus dem eigenen Leben beizusteuern. Man kann Erfahrungen vergleichen, Geschichten über Kollegen erzählen oder darüber reden, wie unterschiedlich Menschen Arbeit überhaupt gewichten. Für manche ist der Job Identität, für andere in erster Linie die Finanzierung des restlichen Lebens. Schon daraus kann ein ziemlich interessantes Gespräch entstehen. 3. Was macht sie gerade? Gerade im Daygame ist das meiner Meinung nach eines der praktischsten Themen überhaupt, weil es direkt vor deinen Augen liegt. Sie hat fünf Einkaufstüten dabei? „Du bist offensichtlich gerade komplett eskaliert.“ Sie sitzt mit einem Laptop im Café? „Du siehst aus, als würdest du seit einer Stunde sehr überzeugend so tun, als würdest du arbeiten.“ Sie steht am Bahnhof und schaut alle 20 Sekunden auf die Anzeige? „Du wirkst verdächtig nach jemandem, dessen Zug gleich fährt.“ Der Vorteil ist offensichtlich: Du brauchst nichts zu erfinden. Die Situation liefert dir den Gesprächseinstieg. Noch wichtiger ist aber etwas anderes. Du erfährst dabei gleichzeitig, wie viel Zeit sie überhaupt hat. Wenn ihre Straßenbahn in zwei Minuten kommt, brauchst du nicht gerade anfangen, ihre Familiengeschichte zu erkunden. Wenn sie dagegen gerade entspannt durch die Stadt läuft und sowieso noch eine Stunde Zeit hat, kann sich ein Gespräch völlig anders entwickeln. Diese Orientierung am tatsächlichen Kontext halte ich für einen großen Unterschied zwischen sozial kalibriertem Game und dem Versuch, irgendeine gelernte Struktur unabhängig von der Realität durchzuziehen. 4. Reisen Reisen ist wahrscheinlich eines der dankbarsten Gesprächsthemen überhaupt, weil damit automatisch Erfahrungen, Wünsche und Emotionen verbunden sind. Selbst Menschen, die nicht besonders viel reisen, haben meistens Orte, die sie einmal sehen möchten. Du kannst über vergangene Reisen reden, über Traumziele, über die Art zu reisen oder darüber, was jemand im Urlaub eigentlich sucht. Backpacking oder Hotel? Strand oder Stadt? Drei Wochen Abenteuer oder sieben Tage maximale Erholung? Alles komplett durchplanen oder am Flughafen erst überlegen, wo man überhaupt schlafen wird? Gerade unterschiedliche Vorstellungen funktionieren hier hervorragend. Wenn sie ausschließlich All-inclusive-Urlaub liebt und du nach drei Tagen in einer Hotelanlage Fluchtgedanken bekommst, habt ihr bereits eine kleine Diskussion. Wenn ihr beide irgendein Land liebt, entstehen gemeinsame Geschichten. Und Reisen eignet sich hervorragend für Eigenerzählungen. Praktisch jede Reise produziert Situationen, in denen etwas schiefgeht, unerwartet schön wird oder komplett anders läuft als geplant. 5. Sport Sport ist ebenfalls deutlich ergiebiger, als die einfache Frage „Machst du Sport?“ vermuten lässt. Menschen unterscheiden sich darin stark: Manche trainieren fünfmal die Woche, andere würden schon das Wort „Joggen“ gerne zum Schimpfwort erklären. Manche brauchen Wettkampf, andere machen Sport ausschließlich zum Abschalten. Wenn sie erzählt, dass sie dreimal die Woche laufen geht, interessiert mich beispielsweise, ob sie das liebt oder sich jedes Mal zwingen muss. Trainiert sie für irgendetwas? Läuft sie alleine? Braucht sie Musik? Findet sie Fitnessstudios großartig oder furchtbar? Gerade über Sport erfährt man häufig etwas über Persönlichkeit, ohne direkt danach zu fragen. Wettbewerb, Disziplin, Ehrgeiz, Gemeinschaft, Körpergefühl, Abenteuer – all das steckt potentiell darin. Und wenn jemand keinen Sport macht, ist das genauso ein Gespräch. Es gibt keine Pflicht, ein Thema positiv beantworten zu müssen. 6. Hobbys und Interessen Hier wird es meistens besonders interessant, weil wir langsam bei Dingen angekommen sind, die jemand freiwillig macht. Beruf kann notwendig sein. Hobbys sind meistens eine Entscheidung. Was macht jemand, wenn niemand dafür bezahlt und niemand etwas von ihm verlangt? Liest sie? Fotografiert sie? Kocht sie? Tanzt sie? Spielt sie irgendein Instrument? Ist sie völlig besessen von Pflanzen? Reitet sie? Spielt sie Computerspiele? Macht sie ehrenamtliche Arbeit? Gerade ungewöhnliche oder nerdige Interessen finde ich großartig, weil Menschen plötzlich ganz anders sprechen, wenn man ein Thema erwischt, für das sie wirklich brennen. Die Stimme verändert sich, die Erzählungen werden detaillierter und meistens entstehen automatisch Anschlussfragen. Das gilt übrigens genauso für dich. Wenn du für etwas tatsächlich Begeisterung empfindest, musst du nicht versuchen, besonders cool darüber zu sprechen. Begeisterung selbst ist meistens schon interessant. 7. Ausgehen und Lifestyle Früher hätte man dieses Thema wahrscheinlich schlicht unter „Wo gehst du feiern?“ zusammengefasst. Ich würde es heute etwas breiter sehen. Wie verbringt jemand seine freie Zeit? Clubs, Bars, Konzerte, Restaurants, Festivals? Oder lieber gemütliche Abende mit Freunden? Ist Samstagabend Pflichtprogramm oder ist der perfekte Abend Pizza, Sofa und irgendeine Serie? Das klingt zunächst banal, sagt aber relativ viel darüber aus, wie kompatibel zwei Lebensstile überhaupt sind. Außerdem entstehen daraus ganz natürlich mögliche Dateideen. Wenn sie erzählt, dass sie eine bestimmte Cocktailbar großartig findet, liegt ein späteres „Dann musst du mir die mal zeigen“ deutlich näher als ein vollkommen kontextloses „Lass uns irgendwann was trinken gehen“. 8. Freunde Mit Freunden wird das Gespräch meistens etwas persönlicher. Interessant ist gar nicht unbedingt, wie viele Freunde jemand hat, sondern welche Rolle diese Beziehungen im Leben spielen. Hat sie einen riesigen Bekanntenkreis oder zwei sehr enge Freundinnen? Kennt sie ihre besten Freunde seit der Schule? Ist sie diejenige, die immer alle zusammenbringt, oder die Person, die sich einfach irgendwo anschließt? Über Freunde erzählen Menschen häufig indirekt sehr viel über ihre eigenen Werte. Loyalität, Nähe, Unabhängigkeit, soziale Aktivität oder Konfliktverhalten werden sichtbar, ohne dass man irgendwelche psychologischen Fragen stellen muss. Auch hier gilt allerdings: nicht zum Assessment-Center machen. Wenn du anfängst, Freundschaften systematisch auf Bindungsfähigkeit zu überprüfen, bist du wieder beim Interview angekommen. 9. Familie Familie ist wahrscheinlich das persönlichste dieser neun Themen und genau deshalb würde ich es auch am stärksten kalibrieren. Wenn man bereits eine Weile miteinander spricht und das Gespräch persönlicher geworden ist, können Geschwister, Eltern, die eigene Kindheit oder Vorstellungen vom späteren Familienleben sehr interessante Themen sein. Aber nicht jede Familiengeschichte ist schön. Deshalb sollte man nicht nach fünf Minuten irgendeine vermeintlich tiefgründige Frage wie „Wie ist dein Verhältnis zu deinem Vater?“ auspacken und sich dann wundern, dass die Atmosphäre merkwürdig wird. Je persönlicher ein Thema wird, desto stärker sollte es sich aus dem bisherigen Gespräch ergeben. Erzählt sie beispielsweise ohnehin von ihren Geschwistern, kannst du daran anknüpfen. Spricht sie darüber, dass sie jedes Wochenende ihre Familie besucht, ist Familie bereits im Raum. Dann fühlt sich das Ganze vollkommen natürlich an. Von außen nach innen Wenn man sich diese neun Themen anschaut, ergibt sich daraus eine interessante Tendenz. Ein Gespräch beginnt häufig eher an der Oberfläche: Woher kommst du? Was machst du? Was passiert gerade? Danach bewegt es sich Schritt für Schritt zu Bereichen, die mehr über Persönlichkeit und Lebensgestaltung verraten: Reisen, Hobbys, Freunde, Familie, vielleicht irgendwann Werte und Zukunftsvorstellungen. Das heißt nicht, dass du diese Reihenfolge einhalten musst. Ein reales Gespräch kann völlig chaotisch verlaufen. Vielleicht sprecht ihr nach drei Minuten über Familie und landet danach wieder bei irgendeinem absurden Thema aus dem Supermarkt. Völlig okay. Die Struktur ist kein Schienennetz. Sie ist ein Sicherheitsnetz. Folge der Energie statt deiner Liste Das ist wahrscheinlich der wichtigste praktische Hinweis zu den neun Themen. Wenn du einen interessanten Gesprächsast gefunden hast, bleib dort. Sie sagt beispielsweise: „Ich habe zehn Jahre auf Turnieren getanzt.“ Wenn du jetzt denkst „Sport erledigt, als Nächstes Freunde“, hast du dich von deiner Struktur komplett versklaven lassen. Zehn Jahre Turniertanz liefern dir vermutlich mehr Gesprächsstoff als sechs andere Themen zusammen. Wie ist sie dazu gekommen? Wie ernst war das? Wie oft hat sie trainiert? Warum hat sie aufgehört? Vermisst sie es? Gab es völlig absurde Wettbewerbe oder Trainer? Wenn jemand bei einem Thema plötzlich lebendig wird, ist das ein ziemlich gutes Zeichen dafür, dass du dort nicht sofort wieder weg musst. Folge der Energie im Gespräch, nicht deinem Plan. Achte auf ihren Anteil am Gespräch Noch wichtiger als die Themen selbst ist etwas anderes: Was kommt eigentlich von ihr? Gerade Männer, die gelernt haben, Gespräche „zu führen“, geraten manchmal in eine Art Entertainer-Modus. Sie können zehn oder zwanzig Minuten problemlos reden, Geschichten erzählen und Themen wechseln. Das kann sehr souverän aussehen. Aber ein gutes Flirtgespräch erkennst du nicht daran, dass du es zwanzig Minuten lang am Leben halten kannst. Fragt sie selbst Dinge über dich? Erzählt sie ausführlich? Greift sie deine Geschichten auf? Neckt sie dich? Bringt sie neue Themen hinein? Bleibt sie freiwillig im Gespräch, obwohl sie problemlos weitergehen könnte? Das ist Invest. Wenn hingegen jede neue Gesprächsrichtung von dir kommen muss und ihre Antworten konsequent bei drei Wörtern enden, brauchst du vielleicht nicht noch Thema Nummer acht. Dann ist die wesentlich wichtigere soziale Fähigkeit zu erkennen, dass dieses Gespräch gerade nicht besonders viel gegenseitige Energie hat. Die neun Themen sind Stützräder Am Ende ist das Ziel natürlich nicht, für den Rest deines Lebens im Kopf neun Kategorien mitzuführen. Wenn du genug Gespräche geführt hast, brauchst du sie nicht mehr bewusst. Du reagierst einfach auf das, was kommt. Gerade für Anfänger finde ich solche Strukturen trotzdem extrem hilfreich. „Sei einfach spontan“ ist für jemanden, der gerade vor lauter Nervosität keinen klaren Gedanken fassen kann, kein brauchbarer Rat. Eine kleine mentale Karte reduziert den Druck. Du weißt: Wenn ich wirklich hängenbleibe, habe ich noch genügend Richtungen. Irgendwann verschwindet dieses bewusste Denken. Und dann passiert im Idealfall etwas anderes: Das Gespräch läuft richtig gut. Ihr seid seit zehn oder fünfzehn Minuten im Austausch, sie investiert, ihr lacht, es gibt gegenseitiges Interesse – und der Mann macht den nächsten klassischen Anfängerfehler. Er führt weiter Gespräch. Und weiter. Und weiter. Bis sie irgendwann sagt: „Oh Scheiße, ich muss los.“ Damit kommen wir zum letzten Teil: Wie wird aus einem guten Gespräch tatsächlich ein Date?