Explorer1

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  1. Backpfeife. Hmm. Klingt niedlich. Kann man auch anders nennen. Ohrfeige beispielsweise, oder Schlag in's Gesicht. Ist für mich körperliche Gewalt. Und natürlich Respektlosigkeit. An dieser Stelle wäre für mich der Ofen aus. Unwiderruflich. Ich habe mich letztlich nicht wegen des Fremdgevögeles getrennt, sondern wegen des Vertrauensmissbrauchs, des Weitermachens, der Lügen und der damit verbundenen Respektlosigkeit.
  2. "Habt jemand die Situation schon durch? Wie habt Ihr reagiert? " Ja. - Ich habe mich getrennt. Mit 47. Nach 12 Jahren Beziehung, davon 2 Jahre Ehe (ohne Kinder und ohne Eigentum). Nachdem ich mir Gewissheit verschafft hatte, dass es einen Liebhaber gibt. Sie konfrontiert habe, sie ungeachtet dessen weitergemacht und das abgestritten hat. Nicht ohne dass ich zuvor noch mehrere Brücken gebaut habe. Das war vor 5 Jahren. Das Schlimmste für mich war, dass ich es überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, dass so etwas passieren könnte. Das Eheversprechen war für mich heilig. Ich fühlte mich daher wie aus einem Flugzeug geworfen. Nur leider ohne Fallschirm. Es hat mich wirklich komplett aus der Bahn geworfen. Die getroffene und mit aller Konsequenz umgesetzte Entscheidung war goldrichtig. Mein heutiges Leben ist um Längen besser als mein früheres. Natürlich lag ein Attraction-Problem zugrunde. Das wird mir hoffentlich nicht noch einmal passieren. Es ist bereits viel Richtiges gesagt worden. Ich denke, die Sache ist durch. So traurig das auch ist.
  3. Nicht nochmal entschuldigen. Aber vor allem: nicht nochmal machen. Einfach im Rahmen Deiner Möglichkeiten bleiben. Du weißt ja jetzt, wie dieser Rahmen gesteckt ist. Allerdings betrachte ich "Trinkfestigkeit" nicht als Prädikat. Was CC schreibt, ist ein sehr wichtiger Aspekt.
  4. Soweit Deine Frage allgemein formuliert ist und nicht im engeren Sinne auf das Mansplaining zielt, wie es offenbar im Streit der Geschlechter verwendet wird: Bei mir ist es der Wunsch, hilfreich zu sein. Schaue ich mir den Wunsch näher an, stelle ich fest, dass er daraus resultiert, dass ich geliebt werden möchte. Denn ich hatte in Kindheit und Jungend nie das Gefühl, bedingungslos geliebt zu sein. Das ist fatal. Denn: Wenn der Rat unerwünscht ist, werde ich nicht geliebt, gleich, ob er gut oder schlecht ist. Wenn der Rat erwünscht aber schlecht ist, werde ich nicht geliebt. Wenn der Rat erwünscht und gut ist, werde ich geliebt, aber womöglich nur wegen des guten Rates und nicht um meiner selbst Willen. Daher bemühe ich mich in der letzten Zeit, es mit Karl Lagerfeld zu halten: "Ich bin kein Retter. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Jeder kann sich selbst zerstören." Klappt nicht immer, aber immer häufiger. Und ermöglicht mir ein entspannteres Leben.
  5. Das ist für mich der Post des Jahres. Ich wünsche dem Zitat ein ähnlich langes Leben wie dem Paolo-Pinkel-Zitat. Vote for Schatztruhe!
  6. Womöglich bin ich da old school, aber mit mir gibt es keinen Sex ohne Kondom, solange wir uns nicht mindestens sechs Monate kennen, in denen wir glaubhaft exclusiv waren und jeder sich nicht mindestens auf die gängigen STDs getestet hat und dem anderen den Test vorgelegt hat. Habe auch schon Frauen von mir weggedrückt. Bin doch nicht lebensmüde und habe auch keine Lust für einen Fick monate- oder jahrelang an einer Erkrankung herumzulaborieren. Gibt immer noch genug, was auch trotz Kondom übertragen werden kann.
  7. @Manu1982, Du fragst: "Was ich mich halt Frage, wie kann man tatsächlich dauerhaft die Sucht so verlagern, dass bei Schicksalsschlägen wie etwa jetzt die Trennung oder damals der Tod der Eltern nicht wieder ein Rückfall ansteht?!?! Geht das überhaupt? Bedarf es da einer Verhaltenstherapie um sich alternative Lösungen zur Stressbewältigung anzutrainieren?" Schicksalsschläge führen häufig zu Rückfällen. Auch nach 20 oder mehr Jahren Trockenheit. Und dann ist der Süchtige ruck-zuck wieder bei seiner alten Dosis. Naturgesetz. Es gibt 100 Wege in die Sucht und es gibt 100 Wege aus der Sucht. Ich bin ein Fan von Selbsthilfegruppen, die das Leben stabilisieren. In diese kann man täglich gehen, insbesondere sollte man das dann tun, wenn das Schicksal zuschlägt. Aber Du sagst es: Er muss den Weg selbst gehen. Du kannst nichts tun. So traurig das ist.
  8. Wenn Du Dich entwickelst, stößt das bei den Menschen in Deinem Umfeld häufig nicht unbedingt auf Gegenliebe. Kann daran liegen, dass Du arrogant wirkst, kann daran liegen, dass die anderen neidisch sind. Ist aber eigentlich egal. Denn Du gehst Deinen Weg. Wenn es mit dem Einen oder Anderen gar nicht mehr passt, hilft es, statt sich darüber zu ärgern, den Kontakt etwas zurückzufahren und zu schauen, ob nicht in der frei gewordenen Zeit andere Menschen in Dein Leben treten, die Deine Einstellung teilen und die Du als unterstützend erfährst. Diesen Prozess kannst Du natürlich auch steuern, indem Du gezielt nach Leuten suchst, die bereits dort sind, wohin Du möchtest.
  9. @Selfman Auf Deine Frage: "Diskutieren wir hier eigentlich zwischen Extremen hin und her oder können wir auch differenzieren?" gibt es nur eine Antwort: Jegliche Verallgemeinerung verbietet sich. Viele Menschen können mit Alkohol umgehen, viele aber auch nicht. Von Natur aus ist der Körper allerdings so ausgestattet, dass er ohne Nervengifte bestens funktioniert.
  10. 'mal aus Sicht des trockenen Alkoholikers: Das Leben hat für mich eine ganz andere Qualität ohne Alkohol. Abgesehen von den positiven gesundheitlichen Aspekten, die bereits hinlänglich beschrieben wurden: Alkohol ermöglichte es mir, die Realität zu verlassen. Ohne Alkohol ist das nicht möglich. Die eigene Persönlichkeit nimmt eine andere Entwicklung, wenn ich die Realität nicht verlassen kann und mich allen Situationen nüchtern stelle. Ich habe mich auch mit Alkohol entwickelt, ohne Alkohol ist diese Entwicklung deutlich exponentiell, da ich mich vor keiner Herausforderung mehr verstecke und meine Comfortzone in einer Geschwindigkeit und einer Häufigkeit verlasse, wie ich es früher niemals getan hätte und wie es mich immer wieder überrascht. Mein Votum daher: Kein Alkohol - Ist gesünder, physisch und psychisch. Daher meine Antworten: - Wie sehr beeinflusst Alkohol die psychische Gesundheit auf lange Sicht? - SEHR - Erlangt der Mensch nach längerer Abstinenz mehr Freude, Wachsamkeit, Vitalität, Fitness, Lebensenergie etc.? - JA - Glaubt ihr an einen unbedenklichen, gar gesunden Konsum von Alkohol? - NEIN - Welche Schäden können im Gehirn entstehen, die sich wiederum auf kognitive und psychische Prozesse auswirken? - SIEHE OBEN - Sind solche Schäden durch Abstinenz reversibel? - NEIN
  11. Willst Du wirklich früh aufstehen? Davon lese ich nämlich nichts. Willenskraft ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Früh zu Bett gehen, früh aufstehen, in täglicher Regelmäßigkeit. Wenn Du frühes Zu-Bett-Gehen und frühes Aufstehen zu einer Routine machst, reduzierst Du darüber hinaus die erforderliche Willenskraft. Wenn Du es wirklich willst, kannst Du es auch. Alles andere sind dann excuses.
  12. @2bad4hell: Vom von Mitschülern gedemütigten Muttersöhnchen zu einem Mann mit "Ecken und Kanten" zu werden, war ein langer Weg, der für mich auch im biblischen Alter von 51 noch nicht zu Ende ist. Viele Einflüsse haben eine Rolle gespielt/spielen eine Rolle: Tiefenpsychologische Psychoanalyse nach dem Einstieg in den Beruf mit 30 Gruppenanalyse nach der Scheidung mit 47 Selbsthilfegruppe AA nach Eingeständnis der bereits im Studium erworbenen Alkohol-Abhängigkeit mit 48 Psychiater zur Behebung der Arbeitsstörung mit 50 Intensive Lektüre im PU-Forum zum Thema Beziehungen Anwendung des Erlernten in meiner LDR Hinzu kamen viele Gespräche mit guten Freunden. Das klingt beim ersten Lesen katastrophal, war und ist es aber nicht. Ich habe, wie Du, immer Erfolg im Beruf gehabt, mehrere langjährige Beziehungen (3, 6, 12, 4 Jahre) geführt und gute Freundschaften gepflegt. Ich führe heute ein wunderbares Leben, genau nach meinen Vorstellungen, und bin inzwischen sehr resilient. Jedes einzelne Element hat einen Beitrag geleistet. Welches Element jedoch welchen Erfolg gezeitigt hat, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe Demut, Askese, Routinen, Selbstdisziplin, Selbstvertrauen, Geduld, Entschlossenheit, Fleiß, Konzentration, Anstrengung, Liebe zum Detail entwickelt und bringe Dinge zu Ende. Das hat zu einem Gesamtpaket geführt, mit dem ich sehr glücklich bin. Meine LDR und meine Kunden auch. Bücher: schwierig. Ich lese viel, aber eine Entwicklung findet nur durch Empfinden statt. Und das geht über Zulassen auch des großen Schmerzes und der unendlichen Trauer über das, was in der Kindheit und Jugend passiert ist. Das ist jedes Mal eine Grenzüberschreitung, ein großer Schritt aus der Komfortzone. Es erschüttert das über Jahre aus blanker Angst und großer innerer Not heraus mühsam errichtete Schutzgerüst, das es mir ermöglicht, den Alltag zu bewältigen. Aber es macht stark. @Herzdame empfiehlt Stefanie Stahl.
  13. Da würde ich mal hinschauen, wenn Du Dich entwickeln möchtest: "Musste also schon in jungen Jahren nach allem schauen und parallel den Babysitter für meine mum spielen. " "Kommen da Gefühle von ganz früher hoch, die eig nichts mit ihr zu tun haben sondern ich sie als Ersatz für iwas sehe??" Denke schon. Den Babysitter für die Mutter zu spielen, überfordert ein Kind. Und ein Junge kann in dieser Funktion, insbesondere ohne männliches Rollenvorbild, nicht zu seiner Maskuliniät finden. Führt zu Vielerlei: Es Frauen recht machen zu wollen, Unterdrückung eigener Gefühle und Bedürfnisse, sich Anerkennung über Erfolge im Job zu holen, sich durch Abkapseln vor Schmerzempfinden zu schützen, sich zu betäuben. Wenn Du das Thema angehst, wirst Du womöglich von Schmerz und Trauer überwältigt werden. Aber Du wirst gestärkt aus dem Prozess hervorgehen und am langen Ende keine toxischen Beziehungen mehr führen. Erwarte aber keine schnellen Erfolge. Been there, done that.
  14. Hey @Ray_D, es tut mir sehr leid. Aber das hilft Dir nicht. Der Blick muss nach vorne gehen. Meine beiden Vorposter haben Wesentliches gesagt. Mich spricht Deine Opferhaltung an. Da musst Du 'raus, wenn Du wieder ein selbstbestimmtes Leben führen willst. Du musst Dein Mindset ändern, um aus dem Sumpf zu kommen. Du hast Dich genug bemitleidet. Mit Selbstmitleid kommst Du nicht weiter. Du must zum Besten werden, der Du mit Deinen Einschränkungen werden kannst. Schau' Dir vergleichbare Fälle an. Beispielsweise Sebastian Koch (Wetten dass ...?) oder Leistungssportler, die aufgrund eines Trainings- oder Wettkampfsunfalles querschnittsgelähmt sind. Mir scheint, dass Dir Inaktivität aktuell weder körperlich noch seelisch gut tut. Du brauchst 1.) Training für Deine Muskeln und den Fall, dass Du wieder auf die Beine kommst und 2.) Leute um Dich herum für Deine Seele, sonst schlitterst Du in die Depression. Also 'raus aus der Wohnung und ab zum Behindertensport. Du stoppst den Verfall Deiner Muskeln und lernst neue Leute kennen. Und wirst wieder attraktiv für Deine Freundin/andere Frauen. Vielleicht wirst Du Para-Olympionike?
  15. Habe ich 😊.