Finanzplan Altersvorsorge als Student

26 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Hallo Leute,

vor einiger Zeit wurde ich an der Uni von einem Vertreter der Firma für Wirtschaftsberatung "Horbach" zu einem persönlichen Gespräch eingeladen (kostenlos), in dem es um einen für mich zugeschnittenen Finanzplan ging.

Da ich mich bisher relativ wenig damit beschäftigt habe, habe ich zugestimmt und den Termin wahrgenommen.

Der erste Eindruck war zwar ziemlich positiv, aber man erkennt doch relativ schnell den Verkaufsdruck der Vetreter.
Vorgeschlagen wurden mir letztendlich 2 Modelle für eine Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit. Eins für 25€ monatl und eins für 35€ monatl (für die Studienzeit) mit einem Versorgungsziel von 2000€ im Renteneintrittsalter.

Diese Woche habe ich wieder ein Gespräch in dem es um den Finanzplan geht, den mir der Vetreter erstellt und zugeschickt hat.

Wie erwähnt, ich selbst habe kaum Ahnung von dem Thema und bin mir nicht sicher, ob es schon sinnvoll ist mit 20 eine Altersvorsorge abzuschließen. Deswegen hoffe ich da auf eure Erfahrungen/Meinungen.

Achja, insgesamt stehen mir monatlich etwa 250-300€ zur Verfügung.

Gruß

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Mach dir keinen Druck, viele Produkte sind Kappes.

Eine Berufsunfähigkeit solltest du in der Tat abschließen, aber mach das am Ende des Studiums, sodass du noch mit einem Studentenbonus gelockt werden kannst. Da gibt es immer mal gute Angebote. Aber der Altersunterschied 20-25 und dessen Auswirkungen auf den Preis sind nicht in dem Alter als Student so ausschlaggebend, als das du das Ding heute schon abschließen musst.

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Hi,

ich bin 22 und die gleiche Scheisse hat mir die Allianz während meiner Berufsausbildung auch versucht anzudrehen worauf ich nicht eingegangen bin aufgrund der Tatsache dass es aus meiner Sicht Blödsinn ist in unserem Alter an Altervorsorge zu denken speziell wenn so ein Vertreter einer Firma herkommt um Studenten und Auszubildende anzuwerben. Solche Konzerne wollen auch nur ihren Umsatz machen. Unter anderem ist es ohnehin besser wenn du dein Geld selbst zurücklegst um es später irgendwo anzulegen. Seien es in Edelmetalle wie Gold oder Aktien. Wenn du dein Geld nämlich einer Firma freiwillig übergibst, dann wirst du es nie wieder sehen.

Daher: Gehe nicht darauf ein!

Spar dir lieber das Geld und geh in einen Disco oder kauf dir drei Kästen Bier dafür.

Gruß

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Hi,

ich bin 22 und die gleiche Scheisse hat mir die Allianz während meiner Berufsausbildung auch versucht anzudrehen worauf ich nicht eingegangen bin aufgrund der Tatsache dass es aus meiner Sicht Blödsinn ist in unserem Alter an Altervorsorge zu denken speziell wenn so ein Vertreter einer Firma herkommt um Studenten und Auszubildende anzuwerben. Solche Konzerne wollen auch nur ihren Umsatz machen. Unter anderem ist es ohnehin besser wenn du dein Geld selbst zurücklegst um es später irgendwo anzulegen. Seien es in Edelmetalle wie Gold oder Aktien. Wenn du dein Geld nämlich einer Firma freiwillig übergibst, dann wirst du es nie wieder sehen.

Daher: Gehe nicht darauf ein!

Spar dir lieber das Geld und geh in einen Disco oder kauf dir drei Kästen Bier dafür.

Gruß

Unsinn. Je früher man Altersvorsorge macht, desto besser. Und in Gold zu investieren, macht derzeit keinen Sinn. Die Rohstoffpreise, gerade im Emerging Market Bereicht fallen seit einiger Zeit ohne Ende.

Gold sollte man in seinem Portfolio nur mit einem kleinen Prozentsatz halten. Aktien sind zwar im Moment aufgrund von China und den angesprochenen Rohstoffpreisverfall extrem volatil, aber mittelfristig trotzdem die beste Wahl, zumal eine Zinserhöhung der FED erst im Dezember kommen wird.

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Gast

Diejenigen, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich brauchen, die bezahlen ziemlich viel oder werden gleich ausgemustert. Akademiker sind meistens keine Risikomenschen und haben oft nur eine Wahrscheinlichkeit von 10% und weniger, aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Rente zu arbeiten. Perfekt für Versicherungen.

Falls doch: Zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung gehört auch eine gute Rechtsschutzversicherung. Monatelange Hinhaltetaktiken bei brauchbaren Summen, in Frage stellen von Gesundheitsangaben bei Abschluss, ständiges Einfordern von Gutachten. Vom Staat gibt es leider keine Alternative. Muss sich jeder selbst fragen, ob ihm so Stress im Ernstfall so viel Geld im Monat wert wäre - mir persönlich nicht.

Ach ja, Altersvorsorge: Oft übersteigt die Provision auch noch die Rendite, sogar nach vielen Jahren. Selbst, wenn du das Geld 10 Jahre unters Kissen legst, hast du am Ende manchmal mehr raus.. So wichtig das ist, da kannst du das Geld auch jetzt ausgeben und nachm Studium in Ruhe in andere Dinge investieren.

Für Aktienanlage bin ich auch. In Deutschland eher verpöhnt, aber wenn du dich längere Zeit damit auseinandersetzt und es auch als dauerhaftes Anlageziel siehst, ist es durchaus robust.

bearbeitet von Gast

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Einfach das Geld aufheben, das Du übrig hast, und auf einen großen Berg legen.

"Finanzplan" ist doch nur ein anderer Begriff für Lebensversicherung. Die haben aktuell einen Garantiezins von 1,25% - das ist noch lange nicht die Rendite, die liegt laut http://www.finanztip.de/kapitallebensversicherung/ bei 0,4% - das gabs früher auf dem Girokonto.

Die erste Jahresrate geht komplett an den Vertreter, evtl. sogar mehr.

Niemand weiß, was in 50 Jahren ist und was auf dem Weg dahin passiert. Insbesondere welche Anlageformen allgemein sinnvoll sind und in welcher Situation Du Dich befindest.

Mit Schweizer Franken, Polnischen Zloty und selbst Thailändischen Baht hätte man in den letzten paar Jahren 30 oder 40% Rendite gemacht (hab jetzt nicht genau nachgeschaut).

Ziemlich ungewöhnlich und nicht vorhersehbar.

Also von dem Berg Geld, den Du mit Dir herumträgst, ab und zu neue Dinge kaufen, umschichten oder liegen lassen.

Je mehr Du kaufst und je komplizierter es ist, desto mehr verdienen andere dran. Gold, Zertifikate, Derivate, Häuser, Schiffsbeteiligungen.

Wenn Hartz IV droht, schnell ein Haus kaufen und einziehen (abhängig von der Rechtslage zu dem Zeitpunkt.)

Wenn Eltern pflegebedürftig werden, ist alles weg. Bis auf ein paar 1000 Euro und, aber die Gesetze&Rechtsprechung können sich jederzeit ändern, auf bestimmte amtlich durchdeklinierte Rentenprodukte.

Mit 60 oder 70 oder auch kurz davor kann/konnte man sich ne "Sofortrente" machen, das ist auch eine Lebensversicherung und damit wahrscheinlich sinnlos geworden: Einmalbetrag einzahlen und davon eine Rente auszahlen lassen. Wild ins Blaue geraten: 100000 Mark einzahlen und dafür 500 Mark monatlich bekommen. Heute wohl eher 50 Euro aus 100000 Euro. Kann man sich dann ausrechnen, ob man lieber kurz lebt und sein Kapital verzehrt oder länger leben möchte und dafür ewig eine Rente bekommt. Leni Riefenstahl war diesbezüglich sicherlich der Horror für sämtliche Rentenkassen.

Es gibt definitiv kein Produkt, daß toll ist bzw. eine Hyperrendite hat, weil es "Altersvorsorge" heißt.

Anders als es (mutmaßlich) bei Bausparverträgen war: Da hat man wohl, wenn man denn wirklich gebaut hat, noch zusätzlich zur Geldanlage günstige Kredite bekommen, an die man sonst nicht rangekommen wäre. Also zum Bauzeitpunkt hat man 10? 20? Jahre eingezahlt gehabt haben müssen. Aber wenn man nicht gebaut hat, hatte man dafür jahrelang eine schlechtere Rendite. (Soweit mein Halbwissen darüber.)

Bei der Altersvorsorge ist das anders: Es gibt keinen Punkt, bis zu dem man irgendwas abgeschlossen haben muß. Es reicht, wenn man einfach genug anspart.

bearbeitet von HerrRossi

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Ist es nicht so, dass wenn es diese Firmen bei deinem Pensionsantritt nicht mehr geben sollte, was in der heutigen Zeit ja nicht unwahrscheinlich ist, dein ganzes eingezahltes Geld weg ist? Oder gibt es da eine Absicherung dafür?

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Je früher man Altersvorsorge macht, desto besser.

Als Student habe ich mein Geld lieber auf Partys versoffen, statt 25 € pro Monat für meine Rente zu sparen. Jetzt lege ich 500 € im Monat zurück bzw. an. Dafür hätte ich in meiner Studentenzeit 20 Monate gebraucht und weniger Spaß gehabt.

bearbeitet von j.o.
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Hallo Leute,

vor einiger Zeit wurde ich an der Uni von einem Vertreter der Firma für Wirtschaftsberatung "Horbach" zu einem persönlichen Gespräch eingeladen (kostenlos), in dem es um einen für mich zugeschnittenen Finanzplan ging.

Da ich mich bisher relativ wenig damit beschäftigt habe, habe ich zugestimmt und den Termin wahrgenommen.

Der erste Eindruck war zwar ziemlich positiv, aber man erkennt doch relativ schnell den Verkaufsdruck der Vetreter.

Vorgeschlagen wurden mir letztendlich 2 Modelle für eine Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit. Eins für 25 monatl und eins für 35 monatl (für die Studienzeit) mit einem Versorgungsziel von 2000 im Renteneintrittsalter.

Diese Woche habe ich wieder ein Gespräch in dem es um den Finanzplan geht, den mir der Vetreter erstellt und zugeschickt hat.

Wie erwähnt, ich selbst habe kaum Ahnung von dem Thema und bin mir nicht sicher, ob es schon sinnvoll ist mit 20 eine Altersvorsorge abzuschließen. Deswegen hoffe ich da auf eure Erfahrungen/Meinungen.

Achja, insgesamt stehen mir monatlich etwa 250-300 zur Verfügung.

Gruß

Was ich geil finde: bis heute ist noch keinem Finanzvertrieb etwas besseres eingefallen, als Studenten in der Uni anzuquatschen.

Wie in den 70ern schon.

@ TE: google mal 'Finanzparasiten'. Gute Seite. Wird dir einiges bekannt vorkommen.

Ach ja: und lass die Finger davon.

Typen, die wirklich gut darin sind, stehen nicht mit nem Klemmbrett in der Uni rum.

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Danke für eure Rückmeldungen schon mal!
Ich habe mich dazu entschieden bei dem Gespräch erst mal nichts abzuschließen und wie Donhannibal meinte, das am Ende des Studiums zu machen, sodass ich noch von dem Studentenbonus profitieren kann.

google mal 'Finanzparasiten'. Gute Seite. Wird dir einiges bekannt vorkommen.

indeed!

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Als Student habe ich mein Geld lieber auf Partys versoffen, statt 25 € pro Monat für meine Rente zu sparen. Jetzt lege ich 500 € im Monat zurück bzw. an. Dafür hätte ich in meiner Studentenzeit 20 Monate gebraucht und weniger Spaß gehabt.

In der Tat! Viele Dinge sind unwiederbringlich im Leben. Merkt man natürlich erst, wenn sie vorbei sind. Von daher: machen.

(Leider war ich als junger Mensch mit zwar älteren, aber dennoch Computernerds zusammen, denen solche Tips nicht über die Lippen, weil nicht ins Hirn kamen.)

Auch deshalb empfiehlt sich eine flexible Anlageform (vulgo: Girokonto :-p ), damit man sich auch solche Dinge leisten kann und nicht mit irgendwelchen Raten geknechtet wird.

Finanziell flüssig sein ist allgemein ein Stück Lebensqualität, von daher muß auch als Student ein Polster dasein.

Ich hab meinen Führerschein vom Konto runter bezahlt und am Anfang des Studiums einen Rechner für über 4000 Mark gekauft (irgendwas von Neumodisches von einem Herrn Zuse oder so)

Anstatt irgendeinem Finanzhai den Porsche zu finanzieren.

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Das Problem ist doch, dass wirklich niemand eine Ahnung davon hat, wie unser Finanzsystem überhaupt funktioniert. Unterm Strich haben diese Anlageformen alle eins gemeinsam: man baut Forderungen gegenüber abstrakten anonymen gesellschaftlichen Konstrukten, sprich Konzerne und Staaten, auf und vertraut diesen, dass sie einem später mehr aus bezahlen, als man eingezahlt hat. Wobei das rein nominell vielleicht sogar der Fall sein könnte, wertmäßig, also Inflationsbereinigt, wird das garantiert nicht so kommen.

Die Riesterrente ist ein Paradebeispiel dafür. Hier vertraut man demselben Staat, der gerade die Grundlagen für allerlei Konflikte legt, dass dieser in 45(wenn man mit 20 anfängt und mit 65 in Rente geht) Jahren sein versprechen einhalten wird. Das ist die selbe Institution, die uns erzählt hat, dass wir nie für die anderen EU-Länder haften müssten, die Banken rettet(und sich das Geld dafür wiederum bei den Banken leiht...) und jedes Jahr eine Million Ausländer rein lässt.

Eine Riesterrente abzuschließen ist im Endeffekt nichts anderes als eine Wette auf die Zukunft, bei der man darauf wettet, dass das jetzige politische System die nächsten 45 Jahre stabil bleibt, die Wirtschaft wächst und in der Zeit kein Politiker auf die Idee kommt Dein Angespartes durch irgendeinen Trick anzuzapfen.

Nur mal so zur Erinnerung, was 45 Jahre sind: in der Zeitspanne konnten wir hier in Deutschland 5 verschiedene Staaten und 2 Weltkriege erleben.

Der Herr Standhaft hat das Fazit schon richtig zusammen gefasst. Wenn Dir das nicht richt, so denk einfach mal über folgendes nach: Du vertraust jemanden, dein Geld an, der seines dadurch macht, indem er Dir Produkte verkauft, Dir er selbst nicht mit kreiert hat. Du wirst im Endeffekt dahin manipuliert, dass Du einen Vertrag eingehst, der Dich jeden Monat einen dreistelligen Betrag kostet. Oftmals unterschreiben die Leute ohne das Kleingedruckte zu lesen oder sich anderswo zu informieren, während sie gleichzeitig bei Aldi die Billigpesto kaufen, die zwar nicht so gut schmeckt, aber dafür 50ct billiger ist. oder sie beschweren sich an der Kinokasse und wollen ihr Geld zurück. Was ich damit sagen will ist, dass die Menschen teilweise extrem viel Zeit verschwenden um bei Minigeschäften besser dazustehen, sich aber bei großen Dingen, die in die Zehntausende gehen, nicht die Mühe machen objektiv zu hinterfragen, sondern stattdessen stumpf nach dem Bauchgefühl gehen.

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Ein Freund von mir ist gerade Vater geworden, er wollte also für seine kleine Tochter ein Sparkonto anlegen, war bei der Sparkasse kein Problem.

Bei der deutschen Bank wollte der "Berater" ihm einmal ein Sparplan andrehen, der auf Nachfrage 6000€ koste, aber die Provision ginge ja nicht an ihn als "Berater" alleine....Die Alternative war ein Produkt von DB gezeichnet auf amerikanische Staastanleihe bei der es ja 2,5% gibt. Locken wollte er meinen Kumpel mit der Tatsache, dass es bis Ende des Jahres EUR/Dollar- Parität gäbe und er dann ja 10% gemacht hätte. ....Sowas wird einem gerade gewordenen Vater erzählt, der Geld für seine Tochter anlegen will!!

Ich krieg da jetzt noch das kotzen, habe ihm erstmal erklärt, dass man nicht immer im Markt sein muss, wie es auch gerade jetzt besser ist erstmal Cash zu halten.

Lass dich auf so einen Scheiss nicht ein und spar selbst. Wenn du mal Familie hast, dann hol dir ne Risikolebensversicherung, ansosten schau, dass du später vielleicht eine Firma mit Betriebsrente findest, mit der staatlichen musst du eh nicht rechnen. Ansosten leg für dich selbst Geld zurück.

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Das Problem ist doch, dass wirklich niemand eine Ahnung davon hat, wie unser Finanzsystem überhaupt funktioniert. Unterm Strich haben diese Anlageformen alle eins gemeinsam: man baut Forderungen gegenüber abstrakten anonymen gesellschaftlichen Konstrukten, sprich Konzerne und Staaten, auf und vertraut diesen, dass sie einem später mehr aus bezahlen, als man eingezahlt hat. Wobei das rein nominell vielleicht sogar der Fall sein könnte, wertmäßig, also Inflationsbereinigt, wird das garantiert nicht so kommen.

Die Riesterrente ist ein Paradebeispiel dafür. Hier vertraut man demselben Staat, der gerade die Grundlagen für allerlei Konflikte legt, dass dieser in 45(wenn man mit 20 anfängt und mit 65 in Rente geht) Jahren sein versprechen einhalten wird. Das ist die selbe Institution, die uns erzählt hat, dass wir nie für die anderen EU-Länder haften müssten, die Banken rettet(und sich das Geld dafür wiederum bei den Banken leiht...) und jedes Jahr eine Million Ausländer rein lässt.

Eine Riesterrente abzuschließen ist im Endeffekt nichts anderes als eine Wette auf die Zukunft, bei der man darauf wettet, dass das jetzige politische System die nächsten 45 Jahre stabil bleibt, die Wirtschaft wächst und in der Zeit kein Politiker auf die Idee kommt Dein Angespartes durch irgendeinen Trick anzuzapfen.

Nur mal so zur Erinnerung, was 45 Jahre sind: in der Zeitspanne konnten wir hier in Deutschland 5 verschiedene Staaten und 2 Weltkriege erleben.

Der Herr Standhaft hat das Fazit schon richtig zusammen gefasst. Wenn Dir das nicht richt, so denk einfach mal über folgendes nach: Du vertraust jemanden, dein Geld an, der seines dadurch macht, indem er Dir Produkte verkauft, Dir er selbst nicht mit kreiert hat. Du wirst im Endeffekt dahin manipuliert, dass Du einen Vertrag eingehst, der Dich jeden Monat einen dreistelligen Betrag kostet. Oftmals unterschreiben die Leute ohne das Kleingedruckte zu lesen oder sich anderswo zu informieren, während sie gleichzeitig bei Aldi die Billigpesto kaufen, die zwar nicht so gut schmeckt, aber dafür 50ct billiger ist. oder sie beschweren sich an der Kinokasse und wollen ihr Geld zurück. Was ich damit sagen will ist, dass die Menschen teilweise extrem viel Zeit verschwenden um bei Minigeschäften besser dazustehen, sich aber bei großen Dingen, die in die Zehntausende gehen, nicht die Mühe machen objektiv zu hinterfragen, sondern stattdessen stumpf nach dem Bauchgefühl gehen.

Tendenziell finde ich einige deiner Beiträge echt daneben, aber hier ist viel Wahrheit drin.

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Das Gespräch hat mittlerweile stattgefunden und ich habe gesagt, dass ich zwar daran interessiert bin, allerdings erst nächstes bzw. übernächstes Jahr (zum Bachelor dann) einen Vertrag eingehen würde. Bis dahin wollen sie prüfen, ob das Finanzierungsmodell mit 25€ monatl. überhaupt machbar ist mit meinem 'risikoreichen' Hobby, der Fliegerei.
Allerdings ist mir auch klar geworden, dass eine BU gerade wegen dem Hobby nicht allzu schlecht wäre. Denn im Falle eines Unfalles wüsste ich nicht, wie ich mich auf Dauer finanziell über Wasser halten könnte...

Gruß & Danke schon mal.

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Das Gespräch hat mittlerweile stattgefunden und ich habe gesagt, dass ich zwar daran interessiert bin, allerdings erst nächstes bzw. übernächstes Jahr (zum Bachelor dann) einen Vertrag eingehen würde. Bis dahin wollen sie prüfen, ob das Finanzierungsmodell mit 25€ monatl. überhaupt machbar ist mit meinem 'risikoreichen' Hobby, der Fliegerei.

Allerdings ist mir auch klar geworden, dass eine BU gerade wegen dem Hobby nicht allzu schlecht wäre. Denn im Falle eines Unfalles wüsste ich nicht, wie ich mich auf Dauer finanziell über Wasser halten könnte...

Gruß & Danke schon mal.

Um auf Nummer sicher zu gehen solltest Du auch noch eine Hausratsversicherung, eine Lebensversicherung, Rentenversicherung, Gesundheitszusatzversicherung und noch ein paar andere Sachen abschließen. Und immer schön einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen- denk an die Rentenpunkte!

Hab ich was vergessen? Achja-den Bausparvertrag. Der ist richtig gut, da sparst Du, um am Ende einen Kredit aufnehmen zu dürfen.

Und jetzt mal voll im ernst: mach Dir lieber Gedanken, wie Du solche Risiken minimierst, anstatt Geld rauszuwerfen. Was muss den passieren, damit Du berufsunfähig wirst und keinem anderen mehr nachgehen kannst? Fahr halt konzentriert Auto und steck das Geld lieber regelmäßig in neue Winter/Sommerreifen , damit du keinen Unfall baust. Mach Sport und stelle Dir bei bestimmten Handlungen die Frage "könnte es sein, dass das jetzt eventuell richtig richtig dumm ist?".

Wenn Du auf die BU angewiesen bist, ist Dein Leben sowieso im Arsch. Da ist es oftmals besser sich einen 100er für den goldenen Schuss zur Seite zu legen und sozialverträglich zu gehen. Da haste nochmal 2 Stunden richtig Spaß und gut ist.

Ist meines Erachtens nach auf jeden Fall besser als wenn mal als Pflegefall von überforderten Pflegern bis zum Tode gequält wird.

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Allerdings ist mir auch klar geworden, dass eine BU gerade wegen dem Hobby nicht allzu schlecht wäre. Denn im Falle eines Unfalles wüsste ich nicht, wie ich mich auf Dauer finanziell über Wasser halten könnte...

Daran ändert eine BU, die nicht zahlt, auch nichts.

Z.B. als Informatiker bist Du mit 0 Beinen, einem Arm, einem Auge und ohne Unterkiefer immer noch nicht berufsunfähig.

Mach lieber eine Unfallversicherung, dann kannst Du Dir nichts mehr brechen und Messer gleiten an Deiner Haut ab.

Übrigens werden gerade diese Produkte gerne mit einer versteckten Kapitallebensversicherung kombiniert. Was glaubst Du, warum Versicherungskonzerne Milliardengewinne machen? Weil sie so hohe Prämien ausschütten oder einnehmen?

bearbeitet von HerrRossi
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Hier steht soviel Schrott, unglaublich.

BU -> wird jeder 4.!!

Unter körperlich Tätigen sogar. jeder 3.

Und ab 24 werden 1/3 aller Anträge abgewiesen und dann bekommst du noch noch Schrott oder musst dich dumm und dämlich zahlen, viel Spaß wenn du das willst.

30 Euro für die Rente sparen ist nichts!! Und so kommst du auch nicht auf 2000eur Auszahlung jeden Monat.

Jeder der spekulieren möchte, dass er ewig gesund bleibt, bis 67 arbeiten kann, oder das ganze System Crasht und dann sowieso keiner sein Geld bekommt wünsche ich viel Spaß, wenn die wette aufgeht habt ihr ein paar tausend Euro gespart, ihr müsst dann aber zügig vor 67 sterben, sonst siehts schlecht aus.

Wenn unser System Crashen sollte, haben wir ganz bestimmt andere Sorgen als unsere Renten

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Hi Leute, mittlerweile habe ich mich gegen Horbach entschieden.

Allerdings hat mein Vater für mich eine Fondsanlage bei Zurich, nach meiner Geburt, angelegt die dieses Jahr abläuft. Die ausgezahlte Summe beträgt dann etwa 5000€.

Weil ich etwas für später anlegen würde bin ich zu der Zurich Versicherung und habe mich dort mal beraten lassen, wie ich das Geld dann verwenden könnte und ob ich monatlich finanziell etwas dazuzahlen könnte im Rahmen von 15-25€.
Er meinte, dass ich einen Fonds in der Art zwar neu anlegen könnte, aber erst selbst einzahlen kann, wenn die monatliche Summe über 50€ beträgt. Das kann ich aktuell aber leider nicht aufbringen.
Deswegen war Möglichkeit A: Ich lege das Geld als Fonds an und zahle erst dann ein, wenn ich ein festes Einkommen habe.

Oder B: Ich lege das ganze Geld in einen Bausparvertrag an.

Fakt ist: Ich beziehe ja monatlich bafög und kann das ganze Geld dann leider nicht auf meinem Konto anlegen bzw darf den Freibetrag nicht überschreiten.

Natürlich hat er mir auch wieder eine Art BU vorgeschlagen, auf die ich monatlich 19€ einzahlen würde. Aber das muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen.

Lieber wäre mir, dass ich die 5000€ irgendwo anlegen könnte und dort auch monatlich etwas draufzahlen könnte.

Any suggestions was in meiner Lage das Beste wäre?

Gruß

bearbeitet von Noswell

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Geldanlage für Dummies:

1. Berufsunfähigkeitsversicherung.

Grund: Statistik sagt: Gute Idee, weil es viele werden. Wer denkt, er könnte da vorsorgen, indem er beispielsweise vorsichtig fährt, hat keinen Peil wovon er redet. Meinen Vater hat es mti knappen 50 mit Krebs getroffen. Ohne BU wäre er am Arsch gewesen. So geht es sehr vielen Menschen.

2. ETF/Anleihen Portfolio:

Grund: Die Realität ist: Kaum jemand schlägt den Markt. Es ist unter ausgebildeten Fondsmanagern so, dass nur 20% ca. den Markt schlagen. Es selber zu versuchen, ist bescheuert. Andere Sparanlagen fressen aber dein Geld dank Inflation eher auf, als dass sie etwas bringen. Das Gegenstück ist eine reine Investition in börsegehandelte Indexfonds (ETF), die grundsätzlich nur den Marktindex abbilden. Das Ganze dann aufgeteilt über den DAX, MDAX, TecDax, DowJones und NASDAQ und du hast eine fertige Anlageform, bei der du einmal oder zweimal im Jahr auf "Kaufen" klickst, das wars. Wenn du die Schwankungen reduzieren willst, kaufst du dazu im gleichen Portfolio jedes Jahr noch Staatsanleihen/Bonds, die sind allerdings nicht besonders... naja profitabel heutzutage. Je nach Anlageform sind es entweder 60% ETFs, 40% Bonds (Swensen), oder aber 90% ETFs, 10% Bonds (Warren Buffet.)

Das Einzige was du jedes Jahr tun musst, ist nachkaufen. Kein Fondsmanagement, ausser Ordergebühren keine Kosten. Du musst dich nur entscheiden, ob die Fonds ihr Geld jedes Jahr wieder an dich ausschütten sollen oder ob sie direkt Gewinne wieder anlegen sollen. Das ist der einzige Unterschied.

Alles andere: Verschwendete Zeit. Den Markt schlägt man nicht so einfach und Produkte von Banken werden schlechter performen, weil die Bank im Endeffekt genau das Gleiche versucht: Den Markt zu schlagen und dir davon weniger abzugeben. Das, oder es ist ein Zockerinvestment wie Einzelaktien, Schiffe oder irgendwelche Währungsparitäten, die einem sowieso um die Ohren fliegen werden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit.

Lieber wäre mir, dass ich die 5000€ irgendwo anlegen könnte und dort auch monatlich etwas draufzahlen könnte.

Any suggestions was in meiner Lage das Beste wäre?

Depot eröffnen, ETFs kaufen, liegen lassen. Warte mit dem DAX und Dow grad noch ein wenig, die Fluktation ist gerade auf dem Weg nach Unten. Kannst unter Umständen noch einen netten Swing mitnehmen.

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Dazu habe ich ein Buchtipp für dich: Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen, Immobilien von Dirk Müller (auch bekannt als Mr. Dax).

Kostet 10 Euro, es reicht aber, wenn du in die Buchhandlung gehst und das mal durchblätterst.

Er gibt darin eine ganz gute Übersicht zu allen Anlageformen und -möglichkeiten, diskutiert diese und schafft damit ein ganz gutes Grundlagen wissen.

Das soll keine Werbung sein, das Buch ersetzt nicht deine eigenen Anstrengungen, aber es schubst dich schon mal in die richtige Richtung.

Was die 5000 Euro angeht: such dir einen passenden Fonds, der stabil und sicher läuft.

Zum sparen: du kannst ja mal zu Monatsbeginn 10% deines Geldes zur Seite legen und schauen, wie du damit zurecht kommst. Ist nicht viel, aber besser als gar nichts.

Es hängt ja im Endeffekt davon ab, wie du deinen späteren Werdegang gestalten willst. Wenn du Elektroingenieur wirst und im hohen 4-stelligen Bereich pro Monat studierst, dann versauf dein Geld jetzt lieber :P

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Es hängt ja im Endeffekt davon ab, wie du deinen späteren Werdegang gestalten willst. Wenn du Elektroingenieur wirst und im hohen 4-stelligen Bereich pro Monat studierst, dann versauf dein Geld jetzt lieber :P

Man hat ja als Student keine Vorstellung davon, wie wenig Geld später mal wert ist. Da verdient man 50000 im Jahr, bekommt aber nur die Hälfte ausbezahlt, weil der Staat einfach 25000 davon behält. Und das was man hat, wird alle paar Monate auf die eine oder andere Art mal weniger, mal viel weniger wert. Ich weiß noch, wie ich mich im ersten Berufsjahr gefreut hab, daß der Rentenbeitrag von 19,1 auf 19,05% sinken soll und hab mir erregt ausgerechnet, daß ich davon 12 Euro im Monat mehr haben werde. Dann war der Wahlkampf rum und der Beitrag wurde auf 21% erhöht und auf Zinsen 30% Zwangssteuer eingeführt. (Zahlen eingermaßen grob erfunden.)

Von daher: Wenn jetzt die Concorde noch ein paar Wochen fliegen würde: Nimm die 5000 Euro und flieg damit nach New York. Kannst Du Dein Leben lang nicht mehr wiederholen. 5000 Euro ansparen kannst Du dagegen später jedes halbe Jahr, wenns läuft.

Eine ältere Verwandte erzählt heute noch jedes dritte Weihnachten davon, daß sie mal in den 60ern oder so nach XY mit der Bahn gefahren ist und den D-Zug genommen hat. Für 10 Mark Aufschlag, damals bei ihr 1 oder 2 Tageslöhne, hätte sie den TEE Rheingold nehmen können. Tja, scheiße gelaufen, dafür erben wir mal 5 Euro mehr von ihr. Die Fahrt und das dabei geklaute Nackenkissen mit der TEE-Stickerei hätten sie dagegen jahrzehntelang erfreut. ;)

Als Lehre daraus bin ich mal mit dem Transrapid im Emsland gefahren. Macht mir nie wieder einer nach. :)

Das einzige Problem ist, wenn man sich mal das Verprassen angewöhnt hat, wird man es nicht mehr los. Sprich, dann sitzt Du deshalb den Rest Deines Lebens auf dem Trockenen. Aber nicht wegen keinem Sparplan.

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Ich würde das Ganze gerne nochmal auf das Studentenleben beziehen. Sagen wir mal nach Abzug der Minimalkosten (Wohnen und Haushalt, Ticket, Lebensmittel und Mensa, Krankenversicherung, Klamotten,...) bleiben einem 200€. Vielleicht 100 mehr, vielleicht 100 weniger. Ich handhabe das so:

-> stehende Reserve von 5000-6000€ (6 Monate Lebenshaltung + 20%)

-> ich kaufe Bücher, die die Bib entweder nicht oder in zu geringer Auflage oder zu veraltet hat

-> ich fahre zu coolen Konferenzen in meinem Fach- Interessensgebiet

-> ich fahre in den Ferien so weit und lange weg, wie ich mir dann noch leisten kann. Notfalls stell' ich mich zu Beginn der Ferien dafür 2-3 Wochen ans Fließband.

Mein Gedankengang dahinter ist relativ simpel: Jetzt gnadenlos zu reinvestieren in Kontakte, Wissen, und Zeit neue Dinge zu Lernen lohnt sich mehr als die paar Prozent die ich auf meine mickrigen Krümel bei irgendeiner Anlageform kriege. Jemand Einwände? Gegenvorschläge?

Grüße,

Ianitus

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Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung in den Fixkosten mit drin?

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