Digitales Nomadentum - Freelancer (Programmieren) Einige Fragen

56 Beiträge in diesem Thema

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Hi Leute,

in einigen Monaten bin ich mit meinem Studium (Wirtschaftsinformatik) fertig und ich würde danach gerne als Programmierer und Freelancer arbeiten. Sprich in der Sonne leben, wo es billig ist (Südamerika, Spanien, Thailand, etc.) und genug Kohle mit dem Programmieren verdienen. Was würdet ihr mir dafür für Programmiersprachen empfehlen? Ich habe mittlere Programmierkenntnisse in Java, Python und kann Webseiten mit Django programmieren. Durch mein Studium kann ich mich aber auch in andere Programmiersprachen sehr gut einarbeiten. Mit welcher Programmiersprache verdient man am meisten Geld? (außer Apple-Programmiersprachen) und bekommt am leichtesten Aufträge? Bis jetzt hätte ich von meinem Gefühl und der Meinung eines Professors Java und PHP ausgewählt. Was meint ihr dazu? Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für entsprechende Internetseiten?
Wie funktioniert das Steuertechnisch? Da ich nicht mehr in Deutschland gemeldet bin und auch nicht dorthin zurückkehren will, ist die Frage wo ich dann Steuern zahle, wenn ich mal hier, mal dort wohne? Wenn man dazu eine eigene Firma gründet, wo man diese Firma am besten gründen sollte, um Steuern zu sparen?

Thanks für die Tipps

Greets,

Mujeriego

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Hey Mujeriego ,

Tendenziell verdient man in der hardwarenahen Entwicklung meist mehr als im Bereich des Webdesign.

Dort gerade im Bereich Automobil, Luftfahrt, Medizintechnik oder Energieindustrie.

Aber da braucht man, wie du dir vermutlich denken kannst, schon ein paar Präferenzen um überhaupt einen Einstieg zu finden.

Beste Grüße

Dur

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Am 8.11.2016 um 19:15 schrieb Mujeriego89:

Mit welcher Programmiersprache verdient man am meisten Geld? (außer Apple-Programmiersprachen) und bekommt am leichtesten Aufträge?

Ich denke, das kannst Du nicht getrennt betrachten. 

Die interessantere Frage ist, wie Du Kundenakquise / Kundenbetreuung ohne persönlichen Kontakt betreiben kannst und wie da der Stundensatz aussieht. Generell sind Kunden spannend, die immer wieder Aufträge rein reichen, wo sich also immer mal wieder etwas verändert. 

Viele fangen schon neben dem Studium an bzw. neben ihrem normalen Job und bauen sich über 1-2 Jahre einen Kundenstamm auf.

So aus der Erfahrung mit Programmierern kann ich Dir sagen, dass die meisten am Anfang recht stark dumpen und nie auf einen grünen Zweig kommen, weil die Qualität nicht stimmt. Und damit meine ich weniger die Qualität der Programmierung, sondern die Professionalität in der Zusammenarbeit. Es ist nervig mit ihnen zusammen zu arbeiten. Sie testen ihre Programmierung nicht. Sie übersehen Punkte im Lastenheft. Sie sichern Termine zu, die sie nicht halten. Und sie merken dabei nicht, dass sie einfach nur einen Bruchteil des Ertrages mitnehmen. Ich vergebe z.B. immer mal wieder kleine Aufträge an Freelancer und die meisten fliegen an der Stelle raus. Sie generieren einfach zu viele Kosten und Probleme in der Zusammenarbeit, um sie dann an terminlich relevante Aufträge dran zu lassen. Damit verlieren sie dann nicht nur die interessanteren Folgeaufträge, sondern auch einen der wichtigsten Multiplikatoren - nämlich dass ich sie weiterempfehle. 

Neben Akquise würde ich da am meisten den Fokus drauf halten. 

Spontan wäre ich in Deiner Situation mit Deinem Ziel würde ich mich auf 1-2 der großen deutschen Shopsysteme konzentrieren. Da kommt eigentlich nur Shopware und Oxid in Frage. 

Ich würde mich hier als Experte aufstellen und schauen, in der Szene eine Reputation zu bekommen. Webauftritt wäre in Richtung kleine, spezialisierte Agentur, was ich mit einem Netzwerk lösen würde. 

Danach würde ich versuchen 

a) Direktkunden zu bekommen, die ich dann dauerhaft von unterwegs betreuen kann
b) Aufträge über mein Netzwerk zu bekommen
c) Direkt für andere Agenturen als Freelancer zu arbeiten

Parallel würde ich anfangen, Module für dieses Shopsystem zu programmieren, die ich getrennt verkaufe, um mir ein weiteres Einkommen zu sichern. Damit komme ich auch an Kunden dran und sichere mit ggf. Aufträge für Anpassungen und Updategeschäft. 

Je mehr Du mit Kunden zusammen arbeitest, desto mehr Ideen kommen Dir auch für Module. 

Das ist aber alles kein Geschäft, das man problemlos von unterwegs aufgebaut bekommt. Das ist erstmal 1-2 Jahre Klinkenputzen und ziemlich viel telefonieren. Wenn es erstmal läuft, bekommt man das recht leicht von unterwegs gemanaged und es reicht, wenn man im Jahr 2-3 Neukunden bekommt bzw. sich die Rosinen raus pickt. Irgendwann kommt sowieso das meiste Geschäft durch bestehende Kunden, weil die ja auch wachsen. Daher sollte der Fokus eben auf Qualität in der Kundenbetreuung liegen. 

Damit ergibt sich die Frage nach Steuern sowieso. Deutschland. Hier Steuerpflichtig. Was auch nicht groß ein Problem ist, solange man nicht wirklich viel Geld verdient und Erträge wieder ins Unternehmen steckt. 

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vor einer Stunde schrieb Neice:

Ich denke, das kannst Du nicht getrennt betrachten. 

Die interessantere Frage ist, wie Du Kundenakquise / Kundenbetreuung ohne persönlichen Kontakt betreiben kannst und wie da der Stundensatz aussieht. Generell sind Kunden spannend, die immer wieder Aufträge rein reichen, wo sich also immer mal wieder etwas verändert. 

Viele fangen schon neben dem Studium an bzw. neben ihrem normalen Job und bauen sich über 1-2 Jahre einen Kundenstamm auf.

So aus der Erfahrung mit Programmierern kann ich Dir sagen, dass die meisten am Anfang recht stark dumpen und nie auf einen grünen Zweig kommen, weil die Qualität nicht stimmt. Und damit meine ich weniger die Qualität der Programmierung, sondern die Professionalität in der Zusammenarbeit. Es ist nervig mit ihnen zusammen zu arbeiten. Sie testen ihre Programmierung nicht. Sie übersehen Punkte im Lastenheft. Sie sichern Termine zu, die sie nicht halten. Und sie merken dabei nicht, dass sie einfach nur einen Bruchteil des Ertrages mitnehmen. Ich vergebe z.B. immer mal wieder kleine Aufträge an Freelancer und die meisten fliegen an der Stelle raus. Sie generieren einfach zu viele Kosten und Probleme in der Zusammenarbeit, um sie dann an terminlich relevante Aufträge dran zu lassen. Damit verlieren sie dann nicht nur die interessanteren Folgeaufträge, sondern auch einen der wichtigsten Multiplikatoren - nämlich dass ich sie weiterempfehle. 

Neben Akquise würde ich da am meisten den Fokus drauf halten. 

Spontan wäre ich in Deiner Situation mit Deinem Ziel würde ich mich auf 1-2 der großen deutschen Shopsysteme konzentrieren. Da kommt eigentlich nur Shopware und Oxid in Frage. 

Ich würde mich hier als Experte aufstellen und schauen, in der Szene eine Reputation zu bekommen. Webauftritt wäre in Richtung kleine, spezialisierte Agentur, was ich mit einem Netzwerk lösen würde. 

Danach würde ich versuchen 

a) Direktkunden zu bekommen, die ich dann dauerhaft von unterwegs betreuen kann
b) Aufträge über mein Netzwerk zu bekommen
c) Direkt für andere Agenturen als Freelancer zu arbeiten

Parallel würde ich anfangen, Module für dieses Shopsystem zu programmieren, die ich getrennt verkaufe, um mir ein weiteres Einkommen zu sichern. Damit komme ich auch an Kunden dran und sichere mit ggf. Aufträge für Anpassungen und Updategeschäft. 

Je mehr Du mit Kunden zusammen arbeitest, desto mehr Ideen kommen Dir auch für Module. 

Das ist aber alles kein Geschäft, das man problemlos von unterwegs aufgebaut bekommt. Das ist erstmal 1-2 Jahre Klinkenputzen und ziemlich viel telefonieren. Wenn es erstmal läuft, bekommt man das recht leicht von unterwegs gemanaged und es reicht, wenn man im Jahr 2-3 Neukunden bekommt bzw. sich die Rosinen raus pickt. Irgendwann kommt sowieso das meiste Geschäft durch bestehende Kunden, weil die ja auch wachsen. Daher sollte der Fokus eben auf Qualität in der Kundenbetreuung liegen. 

Damit ergibt sich die Frage nach Steuern sowieso. Deutschland. Hier Steuerpflichtig. Was auch nicht groß ein Problem ist, solange man nicht wirklich viel Geld verdient und Erträge wieder ins Unternehmen steckt. 

Ok cool, vielen Dank für die sehr guten Tipps!
Eine Nachfrage:
Wie meinst du das mit Deutschland und der Steuerpflicht? Wie ich schon erwähnt habe, werde ich 100% nicht mehr in Deutschland wohnen. Ich habe jetzt nicht vor die ganze Zeit herumzureisen, mein Plan ist aber an einem schöneren Fleck Erde zu wohnen, Brasilien oder Spanien zum Beispiel. Auf jeden Fall in Deutschland zu wohnen ist für mich keine Alternative. Würdest du dann dennoch Steuern in Deutschland zahlen oder wie würdest du das am besten machen?

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Tschechiche Republik. 14% Einkommenssteuer... da kann man richtig was rausholen, wenn man dort ne Briefkastenadresse hat in der Nähe der Grenze.

hat ein Bekannter von mir nach ner Abfindung gemacht. Er is 1 Jahr da rüber "gemeldet" gewesen und mehr als 50% (genau 1 tag mehr, auf dem papier) seines Lebens dort verbracht und das hat ihm fast 100k Steuern gespart.

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vor 45 Minuten schrieb Mujeriego89:

Auf jeden Fall in Deutschland zu wohnen ist für mich keine Alternative. Würdest du dann dennoch Steuern in Deutschland zahlen oder wie würdest du das am besten machen?

Erstmal musst Du schauen, ob Du nicht mit Deinem Welteinkommen steuerpflichtig in DE bist. Das kannst Du googeln, das ist nicht nur Abwesenheit aus DE die einzige Voraussetzung. 

Grundsätzlich wirst Du leichter auf deutschsprachige Kunden gehen können. International konkurrierst Du mit gut ausgebildeten Leuten. Studierter Informatiker in China liegt bei 100 EUR Monatseinkommen. Und da gibt es Jungs, die seit 10 Jahren Programmieren und hervorragend sind. Die haben dann für 20,00 EUR Stundensatz richtig Spaß an der Sache. 

Deine Baustelle ist erstmal zu lernen, wie Du Kunden bekommst, die einen guten Stundensatz zahlen. Ich denke, Du musst Dir erstmal die Basis aufbauen, bevor Du räumlich unabhängig arbeiten kannst. Unterschätzt mal diesen Teil nicht. Ich kenne genug Programmierer, die nie auf einen grünen Zweig als Freelancer kommen. Dort Distanz und eine Rechtsform rein nehmen, die Rechnungsstellung und Zahlung erschweren, ist nicht gerade förderlich. 

Prinzipiell geht das. Aber ich würde mal behaupten, 95% Deiner Arbeit in den nächsten 2 Jahren ist damit ausgefüllt, einen Kundenstamm mit wiederkehrenden Aufträgen aufzubauen. 

Das sieht in der Praxis viel mehr so aus, dass Du Morgens von 9-12 Uhr telefonierst. Nachmittags von 14-16 Uhr telefonierst. Und versuchst Termine bei Kunden zu bekommen. Sobald der Workflow sitzt, hast Du viel Arbeit mit Kundenbesuchen. Danach kommen die ersten Aufträge und wenn die sauber laufen, baut sich eine Geschäftsbeziehung auf. Dann kann man langsam mal Stundensätze hoch nehmen. Mehr Geld in Marketing stecken, das einem Kunden bringt. Etwas wählerischer bei Kunden werden. Und nach 1-2 Jahren hat man dann recht stabil 2-3T EUR, die sowieso an Aufträgen rein kommen. Wo Zusammenarbeit gut läuft und wo man dann komplett Remote arbeiten kann. 

Das, zusammen mit einem guten Marketingkonzept bringt einen recht zuverlässig auf eine Auslastung von 50% bei +80 EUR Stundensatz. 

Alternativ kannst Du Dich natürlich über Facebook Gruppen & Co. durchhangeln. Wild "Remotearbeit" fordern und haten gegen die Leute, die dort für 25 EUR anbieten. Stur Deine Mails schreiben für 60 EUR. Aber ob Du damit auf einen grünen Zweig kommst. Musst Du halt schauen. 

Hört sich alles so simple an. 

Aber ich würde mal sagen, dass Du locker die ersten 12 Monate deutlich mehr akquirierst als programmierst und wenn Du es dann nicht hin bekommst, dort eine Mischung zu finden, sobald die ersten Aufträge da sind, wird es schwierig. 

Ich könnte es nicht von unterwegs. 

Sicher hast Du mit Programmierung die allerbesten Voraussetzungen, um so etwas aufzuziehen. Und ich würde es an Deiner Stelle machen. Aber die meisten Programmierer sind grottig in Selbstvermarktung. 

Ich würde sogar an Deiner Stelle erstmal halbtags in einer Agentur arbeiten und das Geschäft lernen und mir ein Basiseinkommen sichern. Dann hast Du eine Vorstellung von dem Markt. Parallel kannst Du dann auch ein paar Kunden mitnehmen. Oder weiter als Freelancer für die Agentur arbeiten. Parallel hast Du auch schnell den Kontakt zu anderen Agenturen. 

Da fehlt Dir einfach eine Menge KnowHow. Anders sähe es aus, wenn Du konsequent parallel schon neben dem Studium Deine Kunden aufgebaut hast und schon fix 1.000 EUR pro Monat rein bekommst. 

Aber ob Du die Basis (und das daraus entstehende KnowHow hast), denke ich eher nicht, so wie Du Deinen Beitrag geschrieben hast. 

 

bearbeitet von Neice
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Von den Fragen, die du stellst, ist recht gut ablesbar, daß du vermutlich noch nicht im professionellen Umfeld programmiert hast. Mach das erstmal in einer Firma. Such dir was, wo gute Leute sind um was zu lernen und was klein genug ist, daß du was vom Markt mitbekommst.

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vor 1 Stunde schrieb Neice:

Erstmal musst Du schauen, ob Du nicht mit Deinem Welteinkommen steuerpflichtig in DE bist. Das kannst Du googeln, das ist nicht nur Abwesenheit aus DE die einzige Voraussetzung. 

Grundsätzlich wirst Du leichter auf deutschsprachige Kunden gehen können. International konkurrierst Du mit gut ausgebildeten Leuten. Studierter Informatiker in China liegt bei 100 EUR Monatseinkommen. Und da gibt es Jungs, die seit 10 Jahren Programmieren und hervorragend sind. Die haben dann für 20,00 EUR Stundensatz richtig Spaß an der Sache. 

Deine Baustelle ist erstmal zu lernen, wie Du Kunden bekommst, die einen guten Stundensatz zahlen. Ich denke, Du musst Dir erstmal die Basis aufbauen, bevor Du räumlich unabhängig arbeiten kannst. Unterschätzt mal diesen Teil nicht. Ich kenne genug Programmierer, die nie auf einen grünen Zweig als Freelancer kommen. Dort Distanz und eine Rechtsform rein nehmen, die Rechnungsstellung und Zahlung erschweren, ist nicht gerade förderlich. 

Prinzipiell geht das. Aber ich würde mal behaupten, 95% Deiner Arbeit in den nächsten 2 Jahren ist damit ausgefüllt, einen Kundenstamm mit wiederkehrenden Aufträgen aufzubauen. 

Das sieht in der Praxis viel mehr so aus, dass Du Morgens von 9-12 Uhr telefonierst. Nachmittags von 14-16 Uhr telefonierst. Und versuchst Termine bei Kunden zu bekommen. Sobald der Workflow sitzt, hast Du viel Arbeit mit Kundenbesuchen. Danach kommen die ersten Aufträge und wenn die sauber laufen, baut sich eine Geschäftsbeziehung auf. Dann kann man langsam mal Stundensätze hoch nehmen. Mehr Geld in Marketing stecken, das einem Kunden bringt. Etwas wählerischer bei Kunden werden. Und nach 1-2 Jahren hat man dann recht stabil 2-3T EUR, die sowieso an Aufträgen rein kommen. Wo Zusammenarbeit gut läuft und wo man dann komplett Remote arbeiten kann. 

Das, zusammen mit einem guten Marketingkonzept bringt einen recht zuverlässig auf eine Auslastung von 50% bei +80 EUR Stundensatz. 

Alternativ kannst Du Dich natürlich über Facebook Gruppen & Co. durchhangeln. Wild "Remotearbeit" fordern und haten gegen die Leute, die dort für 25 EUR anbieten. Stur Deine Mails schreiben für 60 EUR. Aber ob Du damit auf einen grünen Zweig kommst. Musst Du halt schauen. 

Hört sich alles so simple an. 

Aber ich würde mal sagen, dass Du locker die ersten 12 Monate deutlich mehr akquirierst als programmierst und wenn Du es dann nicht hin bekommst, dort eine Mischung zu finden, sobald die ersten Aufträge da sind, wird es schwierig. 

Ich könnte es nicht von unterwegs. 

Sicher hast Du mit Programmierung die allerbesten Voraussetzungen, um so etwas aufzuziehen. Und ich würde es an Deiner Stelle machen. Aber die meisten Programmierer sind grottig in Selbstvermarktung. 

Ich würde sogar an Deiner Stelle erstmal halbtags in einer Agentur arbeiten und das Geschäft lernen und mir ein Basiseinkommen sichern. Dann hast Du eine Vorstellung von dem Markt. Parallel kannst Du dann auch ein paar Kunden mitnehmen. Oder weiter als Freelancer für die Agentur arbeiten. Parallel hast Du auch schnell den Kontakt zu anderen Agenturen. 

Da fehlt Dir einfach eine Menge KnowHow. Anders sähe es aus, wenn Du konsequent parallel schon neben dem Studium Deine Kunden aufgebaut hast und schon fix 1.000 EUR pro Monat rein bekommst. 

Aber ob Du die Basis (und das daraus entstehende KnowHow hast), denke ich eher nicht, so wie Du Deinen Beitrag geschrieben hast. 

 

Sehr sehr gute Tipps, Danke dafür schonmal! Also ich habe den Vorteil, dass ich 1,5 Jahre genug Geld bekomme (ca. 700€ ohne dafür arbeiten zu müssen). Das heißt ich kann das Ganze finanziell ohne Druck starten. Wie gesagt, Deutschland ist für mich keine Alternative zum Wohnen. Von der Steuerpflichtigkeit werde ich das weiter recherchieren, wie ich das am besten mache. Von der Selbstvermarkting würde ich jetzt mal schätzen, dass ich das relativ gut hinbekomme, aber klar fehlt da natürlich etwas die Erfahrung. Einfach wird das Ganze auf jeden Fall nicht

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Super interessantes Thema. Ja, als Softwarefritzen haben wir auf jeden Fall die richtigen Karten um ein etwas freieres Berufsleben als mancher andere  zu haben. Nur leider nicht von heut auf morgen, denn wer nicht grad der grosse Programmierfreak ist, dem wird gleich nach dem Studium noch einiges an Erfahrungen fehlen um gleich als Einzelkämpfer auf Kunden loszugehen. Aber als  längerfristiges Projekt dürft es auf jeden Fall gehen.

Aber wie? ist ja schon gesagt, der Teufel steckt im Detail, hier vor allem darin wo die Kunden herkommen sollen.

Die Möglichkeiten

- persönliche Kontakte

- Kaltakquise

- Online- Plattformen

- Vermittler (manche Zeitarbeitsfirmen oder Personaldienstleister im ingenieurdeutsch vermiteln auch Freelancer)

- erstmal ganz "normal" irgendwo als Mitarbeiter einsteigen. Dann wenn man sich kennt und der Arbeitgeber einen zu schätzen weiss dann als 1. Schritt mal Homeoffice zur Sprache bringen und wenn das dann gut läuft dann im 2. Schritt die völlige Ortsunabhängigkeit. Oder alternativ die Festanstellung nutzen zum Aufbau von Kontakten für spätere Freelancingaufträge.

Die schwierigste Hürde dürfte wohl der erste Kunde und das erste eigenverantwortlich durchgeführte Projekt sein. Hat jemand Ideen wie dieser erste Kunde aufzutreiben wäre?

 

 

 

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Lokale Usergroups, Konferenzen, Unkonferenzen, Camps usw sind gut zum Nische finden, Kontakte knüpfen und Jobs schießen.

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vor 2 Stunden schrieb Andywolf:

Die schwierigste Hürde dürfte wohl der erste Kunde und das erste eigenverantwortlich durchgeführte Projekt sein. Hat jemand Ideen wie dieser erste Kunde aufzutreiben wäre?

Die interessantesten Kunden bekommst Du, indem Du Dich als Agentur aufstellst. 

Also Webseite machen. Werbung schalten (z.B. Adwords). Schauen, dass man vom Anbieter zertifiziert wird und einen Link von der Webseite bekommt. In dessen Hilfeforen aktiv sein mit Signatur. Parallel auf der Webseite KnowHow zu Problemansätzen liefern und sich vernetzen, damit es mit Google mittelfristig auch ohne Geld etwas wird. 

Parallel eben Telefonakquise und über den Preis rein gehen. 

Bei Shops tunlichst drauf achten, dass man einen Link im Footer hat (sowohl für SEO als auch um darüber Kunden zu bekommen). 

Das sind Kunden, die recht schnell um die 100 EUR pro Stunde zahlen (zumindest wenn man ihnen das in Paketen versteckt). Es sind allerdings auch die Kunden, zu denen man am Anfang hinfahren darf und die keinen Plan von nichts haben und sich um extrem wenig kümmern wollen. Was dann eben auch die Kunden sind, die immer wieder mit Sachen auf einen zu kommen. 

Man darf den Aufwand aber nicht unterschätzen. Ich habe mein erstes Ding zusammen mit jemanden aufgezogen und 50/50 vereinbart. Um einen Programmierer 10 Stunden zu einem Stundensatz von (damals) 80 EUR zu beschäftigen brauchte es locker 5 Termine und weit über 10 Stunden Akquisearbeit zzgl. Reisekosten. Was einfach schnell ungerecht wurde. Dafür haben wir teilweise aus einzelnen Kunden über die Laufzeit über 100TEUR gezogen. Bei anderen haben wir uns totgearbeitet für nichts. 

Aber das eigentliche Kapital waren dann so 20 Kunden, die permanent etwas zu hohen Stundensätzen rein gereicht haben. 

Dann kam PU und irgendwann habe ich den Laden nur noch verwaltet. 

Anrufe gingen alle in einen Büroservice. Ich war offiziell im Termin. Sah sehr beschäftigt aus. Hab dann zurück gerufen. Viele Kunden sind auch auf eMail gegangen. Auftrag wurde dann an einen Programmierer weitergeleitet. Oft hatte ich das Glück, einen guten Studenten auf 400 EUR Basis zu haben, der vieles programmiert hat. War die Arbeit fertig, habe ich sie geprüft und eine Rechnung geschrieben. 

Das Kapital waren einfach die Kundenkontakte. 

Wollte ich das schnell aufbauen ohne Besuche vor Ort würde ich heute gnadenlos über den Preis dumpen und sobald ich ausgelastet bin Schrittweise Preise hoch ziehen. Mir also genau die Kunden krallen, die bisher von Agenturen betreut werden. Aber da habe ich dann halt schnell ne Schwelle im Stundensatz, wo ich nicht mehr drüber komme. 

Die meisten digitalen Nomaden die ich so kenne bieten eher ein Komplettpaket. Die können vieles recht gut und machen dann Design / Anpassungen / Facebook für kleinere Unternehmen. Hier ne Aktion, da ein Banner. Gewinnspiel zu Weihnachten. Was halt den Mädels in der Marketingabteilung so einfällt. 

Parallel arbeiten sie an digitalen Produkten, um aus dem permanent arbeiten müssen raus zu kommen bzw. einen Teil ihres Einkommens darüber zu generieren. 

Mann muss es aber halt sehen, wie jede andere Selbstständigkeit. Am Anfang ist man da mehr als 8 Stunden am Tag dran und so nach 2 Jahren kann man davon einigermaßen Leben, wenn die Strategie stimmt. 

Ansonsten leben die Jungs von der Hand in den Mund. 

Ich würde mir deswegen über Steuern wenig Gedanken machen. Man muss erstmal dahin kommen, dass relevant Steuern anfallen. 

 

 

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In einem Riesenunternehmen bekommst du von Kundenaquise etc sehr wenig mit. In nem kleinen Laden erzählt der Chef mal beim Mittag, wie er den Kunden gefangen hat, du hast als Entwickler öfter Kontakt zu Geschäftsführern von kleineren Kunden usw.

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Wow, jede Menge Infos darüber wie Kunden aufzutreiben sind und wie das Business aufzuziehen ist.

 

Noch davor der erste Schritt ist aber mir klarwerden was ich genau anbieten will.

Viele digitale Nomaden schreiben Blogs, betreiben Affiliate Marketing, erstellen Informationsprodukte wie eBooks, Kurse oder Membership-seiten.  Etliche beraten oder coachen auch in verschiedenen Themenbereichen.

Wer aber wie der Threadersteller schon ein Informatikstudium hinter sich gebracht hat, da ist natürlich die naheliegendste Idee das auch zu nutzen und wie er ja auch vorschlägt zu programmieren.   Dann ist der nächste Schritt sich zu überlegen auf welche Nische man sich spezialisieren will. Ist ja so, ein Informatikstudium befähigtz wie andre Studien auch erstmal zu allem und nichts. Als erfolgreicher Freelancer musst du in irgendwas bestimmtem richtig gut sein. Ich kann ein bisschen java und ein bisschen Python ist ja noch keine Qualifikation.

Also worauf spezialisieren, in welchem Bereich genau sich weiterbilden und seine Erfahrungen machen?  

Ein Entscheidungskriterium ist natürlich wofür Interesse da ist, Begabung und evtl. auch Vorkenntnisse. Ebenso interessantaber auch die Frage:  In welchem Bereich sind die Chancen auf erfolgreiches und möglichst noch ortsunabhängiges Freelancen tendenziell hher und wo eher niedriger?

 

Meine Kriterienliste wäre da:

- gut bezahlt (je höher der Stundenlohn desto weniger musst du arbeiten)

- gefragt (weniger Konkurrenz)

- Interesse

- Eignung fürs Freelancen und für Ortsunabhängigkeit

- Offenheit der Branche für Quereinstiege und eher unkonventionelle Arbeitsformen

- Möglichkeit sich das Können selbstständig und ohne allzu grossen Aufwand anzueignen

- zeitlich überschauber ( also womit kannst du deinen Traum in 2 - 3 Jahren leben und nicht erst in 15)

 

Ich selbst steh vor dem Bachelor in Elektrotechnik und denke daran mich auf Programmierung von Embedded Systems in C und C++ zu spezialisieren, habe da erste Erfahrung aus nem Praktikum. Bin mir aber nicht sicher wie sich der bereich hinsichtlich der Kriterien verhält. Gegenüber stelle ich mal den Klassiker des Freelancing Webentwicklung.  Es gibt natürlich noch eine menge weiterer Spezialisierungen im Bereich der IT. Was haltet ihr für geeignet?

- Bezahlung : Habe einige Leute gefragt die meinten in der Embedded Welt ist einiges mehr zu holen, Webentwicklung sei eher der untere bereich der Fahnensrtange.

- gefragt: unterschiedliche Meinungen: tendenziell eher embedded, aber einige meinen auch Webentwicklung ist so vielfältig da ist immer Nachfrage

- Interesse: muss jeder persönlich wissen

- Offenheit der Branche:  ich glaub embedded sind eher Jobs in der Industrie in konservativem Umfeld, Webentwicklung mehr die hippen Startups, so das Klischee

 

- Eignung fürs Freelancen und Ortsunabhängigkeit: Embedded viellecht nicht ganz perfekt, weil da ja, auch wenn man sich auf die Software spezialisiertz, hardware immer wieder mit reinspielt und man ausser nem Laptop doch noch etwas mehr an Werkzeug braucht

- Möglichkeit was das Selberlernen in überschaubarer Zeit angeht: rein theoretisches kein problem , gibt genug Ressourcen im Internet. Aber für Embedded spielt wie gesagt die konkrete hardware oft ne Rollem, da sind die Möglichkeiten sich die Dinge selber beizubringen begrenzt.

 

Was meint ihr?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Deine Kriterienliste gefällt mir.

Embedded ist cool, gefragt usw aber damit bist du ortsabhängig. Geh mal mit nem Prototypen auf Weltreise, den kriegst du oft nicht mal durchs Werktor ;-), von der Meßtechnik mal ganz abgesehen (kann auch schweineteuer sein). Die konkrete Hardware "lernen" stützt sich viel auf Kommunikation mit den Entwicklern (Doku mangelhaft, Zeitzone..), Busse/Protokolle lernen kannst du auch so. Inbetriebnahme wäre auch vor Ort. Erste Jobs schießen ist schwierig ohne Vorzeigeprojekte, die eher nicht von zu Hause laufen. Deutschlandweit denkbar (mit viel Fahrerei), weltweit nicht.

Worauf Neice hinaus will: Wenn du eine Dienstleistung selber ausführen mußt, bekommst du immer nur soviel Geld, wie du arbeitest. Das ist steigerbar, aber nicht multiplizierbar. Das ist das Freelancer-Problem.

bearbeitet von Jingang
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vor 1 Stunde schrieb Jingang:

Worauf Neice hinaus will: Wenn du eine Dienstleistung selber ausführen mußt, bekommst du immer nur soviel Geld, wie du arbeitest. Das ist steigerbar, aber nicht multiplizierbar. Das ist das Freelancer-Problem.

Das ist eigentlich das noch viel interessantere Thema: Wie skaliere ich vom Freelancer zum Unternehmer?

Geht jetzt sicherlich etwas über das vom TE eigentlich angedachte digitale Nomadentum hinaus, ist aber eine höchst interessante Frage. Klar, wenn man eine Geschäftsidee hat, kann man ein Startup gründen. Dies möchte ich aber mal ausklammern und die Diskussion auf Firmen lenken, die schlicht Auftrags-Softwareentwicklung anbieten.

Dass man irgendwie einen Einstieg in den Freelancer-Bereich schaffen kann, sollte in Anbetracht der Vielzahl der Freelancer auf dem Markt auf der Hand liegen. Die allermeisten Freelancer bleiben jedoch Freelancer, also scheint der Schritt vom Freelancer zum Unternehmer alles andere als einfach zu sein.

bearbeitet von submarine

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vor 12 Minuten schrieb submarine:

Das ist eigentlich das noch viel interessantere Thema: Wie skaliere ich vom Freelancer zum Unternehmer?

Über Vertriebs- und Marketingskills. 

Indem ich so eine hohe Auslastung mit hoch bezahlten Aufträgen habe, dass ich einen geringer bezahlten Programmierer in Vollzeit beschäftigen kann. Und anfangen tue ich damit, dass ich selber der Programmierer bin und lerne, wie ich an diese Aufträge dran komme und solche Kunden multipliziert bekomme. 

Wenn ich es dann noch schaffe, Programmierungen mehrfach zu verkaufen, geht das langsam in eine spannende Richtung. 

Da kommen aber sehr schnell ein paar Skills hinzu, die nichts mehr mit Programmierung zu tun haben. 

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Ja genau das Unternehmertum war dann der nächste für ein paar Jahre angedachte Schritt von daher ist die Diskussion absolut berechtigt und die Tipps und Überlegungen finde ich bisher sehr hilfreich. So wie ich mich einschätze, auch vom PU her, glaube ich, dass mir die Kundenakquise viel eher liegt noch als das Programmieren. Ich schätze mal die ersten richtigen Prigrammierprojekte werden eher bissl taff werden, aber soweit kenne ich mich auch, dass wenn ich mich da genug eingearbeitet habe, dass ich dann sehr gute Arbeit abliefern werde. Im Moment tendiere ich dazu Java(mit Android)  und PHP zu lernen und in diesen 2 Bereichen richtig einzusteigen. Das hat den Vorteil, dass man vielleicht künftige Business Ideen leicht umsetzen kann. Was meint ihr? 

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Ich habe übrigens mal einen getroffen, der das quasi 1:1 so macht wie Neice im seinem ersten Beitrag vorschlägt. Module schreiben für ein Framework, parallel Auftragsarbeiten. Der war zumindest soweit etabliert er, dass er mit den fertigen Modulen soweit verdient, dass er nicht notgedrungen auf Aufträge angewiesen ist und deswegen ggf. halt welche ablehnt wenn sie nicht lohnenswert sind. Klang schon ziemlich komfortabel. Frage ist dann vor allem, wie man sich Erfahrung mit einem CRM o.ä. erarbeitet.

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Eine Frage, die ich mir gerade ganz spontan gestellt habe: Wie kommt es eigentlich, dass Programme von so riesigen Firmen (z.B. Microsoft Office, Google Drive oder Tinder) zum Teil so viele Fehler enthalten? Also Tinder hat halt fast mehr Fehler, als weibliche Profile =D Ich versteh das halt echt nicht, wieso die das nach 4 Jahren nicht gebacken kriegen, dass die App einwandfrei läuft? Was machen die den ganzen Tag da?

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vor 23 Minuten schrieb zaotar:

Vllt einfach nen Thread im OffTopic Bereich aufmachen?
Den Thread mit nem eigenen Thema zu kapern ist etwas unhöflich.

Sooo Offtopic finde ich das persönlich, aber wenn das Mehrere Off-Topic finden, dann erstelle ich natürlich gerne nen neuen Thread

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warum software (auch wenn sie von großen professionellen firmen stammt) bugs hat halte ich auch für ein eigenes thema.

aber mal zum OnTopic: wie Jingang schon sagt ist embedded software immer inhouse sache. da gibt es viel zu viel zu beachten und zu machen, was die hardware angeht, als das man das am strand von bali erledigen könnte.

das meiste geld als programmierer ist in der mobilen app entwicklung zu bekommen. das meiste geld als unternehmer ist im verkauf von fertigen software produkten (templates, plugins und module für die beliebtesten CMS und Shopsysteme) zu holen. weil da kann man sich rein auf die kundenaquise konzentrieren und muss nicht mehr viel arbeit in den produktionsprozess stecken.

und weswegen hier so viel von marketing gesprochen wird ist ganz klar. es bringt dir überhaupt nichts der beste programmierer der welt zu sein, wenn das keine firma weiß. ausserdem sind gute programmierer noch lange nicht in der lage sich zu organisieren und ein projekt innerhalb eines festgelegten zeitrahmens abzuwickeln.

ich zum beispiel bin eine sehr gute programmiererin, aber hasse kundenaquise. für mich gibt es nichts schlimmeres als mich mit firmenchefs, sekretärinnen und assistenten rumzuschlagen. ich hab damals während dem studium immer fest angestellt in kleineren werbeagenturen gearbeitet. ich hatte mich soweit automatisiert mit den entsprechenden content management systemen das ich für einen standard internet auftritt (ihr wisst schon, architekten oder zahnarzt webseite mit ein paar fotos, drei texten, google maps anfahrt, kontaktformular und öffnungszeiten) in weniger als 8 stunden arbeitseinsatz raushauen konnte. die übrige zeit hab ich auch für das entwickeln von wordpress plugins genutzt. die hat der chef einzeln verkauft.

aber agenturarbeit und module schreiben ist alles nichts für mich. ich bin programmiererin aus leidenschaft und möchte deshalb vor allem qualitativ hochwertige software schreiben in einem schönen arbeitsumfeld mit kollegen die ich mag. (wie neice jetzt sagen würde: ich liebe das leben in meinem gemütlichen hamsterrad)

ich habe ausserdem für mich festgstellt, das ich meine freizeit auch nur dann aus freizeit warnehme wenn ich einen dedizierten arbeitsplatz habe. während dem studium habe ich überwiegend von zuhause aus gearbeitet und war deshalb irgendwie immer im arbeitsmodus.

mein ziel ist es eher mehr in richtung consultant zu gehen. ich habe jetzt einige jahre in einer großen und bekannten firma gearbeitet und lege im moment stark den focus darauf experte in meinem arbeitsfeld zu werden und dazu texte und bücher zu publizieren. und zukünftig mehr auf konferenzen vorzutragen und mir so einen namen in dem bereich zu machen. allein schon als konferenz redner kann man sehr viel rumreisen und von der welt sehen. so kommt man dann an die kunden die einen als berater / consultant haben wollen. da brauch man dann gar nicht viel klinkenputzen.

in den unternehmen kann ich dann die firmeneigenen mitarbeiter coachen und ihnen meine expertise nahebringen. mehr reisen, mehr geld, aber immernoch meiner leidenschaft folgen ohne mich von den unangenehmen verwaltungsaufgaben auffressen zu lassen.

ich bin inzwischen mentorin für studentinnen und habe so angefangen kontakte zu anderen unternehmern und programmierern aufzubauen. ausserdem möchte ich demnächst meine arbeitsstunden reduzieren so das ich alle 14 tage einen tag in der woche weniger arbeiten muss um mich auf das publizieren von fachtexten / büchern konzentrieren zu können.

lg sala

bearbeitet von salazey
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Am 11/13/2016 um 10:30 schrieb salazey:

das meiste geld als programmierer ist in der mobilen app entwicklung zu bekommen.

Hast du Ideen für die Gründe?

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die meisten neuen firmen aka. startups setzen als hauptplatform sofort auf mobile apps, weil es im moment der am schnellsten wachsende markt ist. deswegen lecken sich alle die finger nach ios und android app developern. also zumindest was ich in berlin so höre wäre das hier die spitze der nahrungskette. auf der anderen seite wiedersprechen sich viele zeitungsartikel. 

bei gulp z.b. kann man sich mögliche stundensätze berechnen/ anzeigen lassen https://www.gulp.de/stundensatzkalkulator

das ist eine plattform für die vermittlung von freelancern und die machen oft  umfragen unter ihren kunden. also geh ich mal davon aus das die zahlen von dort relativ valide sind.

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