Falsche Glaubenssätze erkannt, aber kein Mut sie zu ändern

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Hallo zusammen!

Ich habe mich in letzter Zeit sehr viel mit Glaubenssätzen beschäftigt und gemerkt, dass ich unglaublich viele Glaubenssätze - zumeist negative - in meiner Kindheit und Jugend wahrscheinlich von meiner Familie übernommen habe. Das Verhalten der eigenen Eltern war von deren Glaubenssätzen geprägt und dadurch habe ich diese Glaubenssätze instinktiv erlernt, so scheint es mir. Meine Eltern waren beide keine besonders "starken" Menschen, der Vater neigte zu Depressionen, die Mutter passte sich eher an, ohne selbst Stellung zu beziehen.

In vielen Situationen meines Lebens heute merke ich, dass ich, wenn ich Sorgen oder Angst habe, einem dieser alten Glaubenssätze gemäß handele. Oft erkenne ich das auch und nehme mir dann vor, sie ändern zu wollen, weil ich sie als nicht hilfreich erkannt habe und lieber hilfreiche Glaubenssätze haben möchte.

Das Problem ist das das folgende, vielleicht kennt ihr es auch: Mir fehlt oft der Mut, diese Glaubenssätze zu ändern, weil ich mich damit ja diametral zu meinen Eltern stellen würde und deren Sorgen und Probleme gar nicht mehr hätte und sie mich auch gar nicht mehr verstehen und ich sie nicht mehr. Oft merke ich schon jetzt, dass die "Probleme" meiner Eltern für mich gar nicht als solche scheinen. Ich verstehe dann gar nicht mehr, warum sie es so als Problem empfinden - dies wiederum führt dazu, dass sie denken, ich wäre ohne Verständnis oder wolle nichts von ihren Problemen wissen. Wenn ich dann davon spreche, dass man Glaubenssätze verändern kann, verstehen sie das nicht oder - so scheint es mir - wollen es gar nicht begreifen.

Ich will aber doch ein gutes Verhältnis zu meiner Familie haben! Bei den Großeltern ist das zum Teil ähnlich: Nicht dass sie psychische Probleme hätten, aber ich merke ganz oft, dass sie gemäß irgendwelchen Glaubenssätzen handeln, die ihnen viel mehr Probleme bringen als dass sie welche bewältigen würden. Also so "alte Regeln", die man befolgt, weil man (?) sie schon immer (?) befolgt hat: Ohne Fleiß kein Preis; du bist nur, was du leistest; achte darauf, was die anderen von dir denken; lehne dich nicht gegen die über dir auf; sei immer gehorsam und befolge die Regeln.

Wenn ich mit den Großeltern darüber sprechen möchte, welchen Sinn und Zweck diese Regeln haben oder warum sie sie sonst befolgen oder ob sie das nur um der Regeln selbst willen tun, habe ich oft den Eindruck, dass sie das noch nie hinterfragt haben. Aber das kann doch nicht sein, man kann doch nicht 80 Jahre lang gelebt haben und seine Glaubenssätze nie hinterfragt haben!

Und dann habe ich immer Angst, dass mich meine Familie ja gar nicht mehr versteht und ich mich von ihr mental völlig entfernt habe (oder sie das zumindest von mir denken), wenn ich meinen eigenen Glaubenssätzen folge. Das ist mein Problem.

 

Habt ihr Ratschläge? Das würde mich freuen!

Viele Grüße

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Werter TE

Top! An sich selbst zu arbeiten, erlerntes zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen ist nicht einfach. Weiter so!

Nur ein Gedanke auf die schnelle:

Mir kommt es so vor als sei Dein "mit Ihnen darüber reden" mehr ein "sie ändern wollen", bzw. kann es so wahrgenommen werden.
Schau da mal nach.
Statt mit Deinen Dir wichtigen Menschen (das von Dir beschriebene Problem der Angst vor Ablehnung kann auch bei Freunden auftauchen) darüber zu sprechen, wie Du Dich warum auch immer verändern willst könntest Du Dich auch einfach verändern, so wie es Dir passt. Sobald ihnen Deine Veränderung auffällt und nachfragen kannst Du ihnen Deine Sichtweise für Dich darlegen, ohne ihnen die ihre madig zu machen. Du kannst ihnen dann mitteilen worin Du die Vorteile siehst, und was es Dir bereits gebracht hat, statt das ganze auf theoretischer Ebene zu behandeln.
Genauso kann man dann auch einräumen das man sich geirrt hat -wenn dem denn so sei- aber diese Erfahrung extrem wichtig für einen selbst und die eigene Entwicklung war.

Generell:
Der einzige Mensch der sein ganzes Leben mit Dir klar kommen muss bist Du selbst!

LeDe

bearbeitet von LeDe
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Hallo Faber,

jeder Mensch lebt nach Glaubenssätzen. Dies ist auch notwendig und gut so, da ein Mensch ohne Prinzipien und Werte(=Glaubenssätze) nicht wüsste, wie er sich verhalten soll. Die Frage ist, nach welchen Glaubenssätzen du leben willst. Das ist deine eigene Wahl! Wenn du merkst, dass dich die deiner Eltern nicht glücklich machen, dann such dir andere. Es ist schließlich dein Leben und nicht das deiner Eltern.

Wenn du andere Glaubenssätze als die deiner Eltern übernommen hast, heißt das aber nicht, dass du ihre nicht mehr verstehen kannst. Du magst deine Eltern ja immer noch. Versuche sie zu verstehen, ohne sie für dich selbst als richtig anzusehen. Sprich: rede mit ihnen darüber, was dir an deinem Leben und damit deinen Galubenssätzen gefällt, ohne ihre zu verurteilen. Zeige Ihnen, dass du glücklich bist. Wenn du glücklich bist, ohne zu verurteilen, werden sie deine veränderten Lebenseinstellungen irgendwann akzeptieren und verstehen.

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Guten Morgen homofaber,

 

zu aller erst möchte ich dir folgenden Ratschlag mitgeben: Gehe DEINEN EIGENEN Weg!

Vor einigen Monaten stand ich an einem ähnlichen Punkt wie du heute. Ich musste erkennen, dass ich gefüllt von Hass war, aber warum? Ich hasse eigentlich nichts und vor allem, NIEMANDEN! Doch wieso musste ich ständig über andere urteilen? Lief herum und habe jeden Ayslanten dumm angesehen. Geprägt von negativen Gedanken, hörte ich in mich hinein... Willst du hassen? NEIN! Dir hat niemand etwas getan, dachte ich mir. Sollen die Menschen doch sein wie sie wollen. Doch warum urteile und verachte ich?

Mir wurde bewusst, dass nicht ich es war, welcher diesen Hass produziert. Ich habe ihn mitgenommen.

22 Jahre lebte ich mit einem Rassisten, Schwulen-Hasser , Sich-selbst-Hasser, neidischen Menschen etc. zusammen. Darf ich vorstellen: Mein Erzeuger.

Er hasst wirklich ALLES und JEDEN! Insbesondere Sich selbst. Die Ironie hinter dem Rassismus? Wir sind selbst Ausländer...

 

Schon in jungen Jahren, hörte ich auf mich meiner Familie zu öffnen. Hattest du Depressionen, hieß es: Hör doch einfach auf traurig zu sein... Habe ich aufbauende Worte gebraucht, so hieß es immer: Mach es einfach besser, sei der Beste und verdiene mal viel!!

"Verdiene mal viel"... Ein Glaubenssatz welcher von meinem Erzeuger mehr als nur gelebt wird. Heute bin ich Informatiker in einem Weltkonzern und verdiene nicht schlecht und nun? JETZT ist er stolz auf mich... Brauche ich das? Überlegte ich mir...doch nein, der Zug war abgefahren. Viele Jahre zu spät wurden mir die richtigen Worte zugesprochen. Denn heute habe ich es geschafft und bin stolz auf MICH selbst! Heute weiß ich, dass ich keinerlei Anerkennung von einem Menschen benötige, welcher menschlich SO primitiv lebt.

Meiner Mum erzählte ich das dann exakt so. Ich fragte sie, warum sie sich ebenfalls diesem Hass gibt. Sie weiß es nicht... Und so wandte ich mich ab. Nicht zu negativ verstehen ;)

Hier kam der Moment, wo ich nicht einen meiner Elternteile ändern wollte, sondern mich selbst! Ich befreite mich von all dem Hass, von negativen Gefühlen, welche sich über all die Jahre im Haus angesammelt haben.

Ich besuche meine Familie immer noch mehrmals im Monat, ich rufe alle paar Tage mal Zuhause an um zu fragen wie es läuft. Lernen musste ich, einige Themen einfach nicht anzusprechen. Du kennst das bestimmt: Diskutiere nicht mit einem dummen Menschen, erst zieht er dich auf sein Niveau runter und schlägt dich dann aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung.

Wir haben uns lediglich auseinander gelebt, was nicht zwingend schlimm ist, denn ich möchte einfach mehr vom Leben als einen Neuwagen und ein schönes Haus (wie es sich meine Eltern für mich wünschen würden).

Seitdem ich das erkannt habe, bin ich glücklich. Ich strebe nicht danach, meiner Familie etwas zu zeigen/beweisen oder so zu leben wie SIE es gerne von mir hätten. Sonst wäre ich nämlich nicht so frei und glücklich wie ich es heute bin! :)

 

vor einer Stunde schrieb homofaber:

Das Problem ist das das folgende, vielleicht kennt ihr es auch: Mir fehlt oft der Mut, diese Glaubenssätze zu ändern, weil ich mich damit ja diametral zu meinen Eltern stellen würde und deren Sorgen und Probleme gar nicht mehr hätte und sie mich auch gar nicht mehr verstehen und ich sie nicht mehr

Meine Frage zum Abschluss: Warum willst du denn DEREN Sorgen und Probleme? Hast du keine eigenen...? ;)

 

Viele Grüße

Shifu

 

 

bearbeitet von Shifunu
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Vielen Dank für die Antworten!

Ich glaube, der Ratschlag, ihre Glaubenssätze nicht verurteilen zu wollen, ist gut und richtig - darauf werde ich in Zukunft mehr achten müssen. Umgekehrt ist es aber halt so, dass meine Eltern jede Abweichung von den Glaubenssätzen, die sie mir beigebracht haben, mit den Worten kommentieren:

"So bist du doch eigentlich gar nicht. So haben wir dich doch nicht erzogen. Du machst dir da nur was vor."

Ich habe ständig das Gefühl, dass meine Eltern (bzw. meine Familie) glauben, die Deutungshoheit zu haben darüber, was und wer ich bin und was ich zu denken habe. Sie sagen mir ständig, "wer ich eigentlich bin" und verweisen darauf, dass es ja ihre Erziehung sei, die mich geprägt habe, und denken anscheinend, dass es danach keine Veränderung mehr geben könne. Warum tun sie das? Ich fühle mich immer, als sei ich für mich selbst nicht mehr kompetent, wenn sie ständig meinen, mir sagen zu müssen, wer ich sei und welche Glaubenssätze ich habe.

Daher ja auch das Problem, mich mit neuen Glaubenssätzen ihnen diametral entgegenstellen zu müssen. Sie nehmen es sozusagen als Angriff auf sich schon dadurch wahr, dass ich etwas anderes denke als das, was sie mir beigebracht haben. Aber ich kann Respekt von ihrer Seite ja nicht erzwingen ...

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vor 2 Minuten schrieb homofaber:

Aber ich kann Respekt von ihrer Seite ja nicht erzwingen ...

Richtig! Den verdient man sich nämlich!

Wie oft hast du deinen Eltern damals die Stirn geboten? Widersprochen?

Ich spinne jetzt mal etwas: Könnte es sein, dass deine Eltern versuchen aus dir das zu machen, was sie selbst nicht sein konnten/geschafft haben?

vor 6 Minuten schrieb homofaber:

Ich fühle mich immer, als sei ich für mich selbst nicht mehr kompetent, wenn sie ständig meinen, mir sagen zu müssen, wer ich sei und welche Glaubenssätze ich habe.

Zweifel nicht an dir selbst! Hör weniger auf das, was andere Menschen sagen und wenn doch, denk erst darüber nach. Frag dich selbst: Stimmt das, was mir hier gesagt wird? Wie siehst DU dich selbst? Und wenn das Gesagte mit deinen Vorstellungen von dir selbst nicht übereinstimmt, dann SAG ES! Biete ihnen die Stirn, Schwanz auf den Tisch, wie man so schön sagt. (:

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Servus Homofaber,

erstmal Gratulation zum Erkennen deiner einschränkenden Glaubenssätze. Erkennen ist der erste Schritt zur Änderung (ich wollte erst "Heilung" schreiben aber das fand ich dann doch sehr theatralisch).

vor 2 Stunden schrieb homofaber:

Das Problem ist das das folgende, vielleicht kennt ihr es auch: Mir fehlt oft der Mut, diese Glaubenssätze zu ändern, weil ich mich damit ja diametral zu meinen Eltern stellen würde und deren Sorgen und Probleme gar nicht mehr hätte und sie mich auch gar nicht mehr verstehen und ich sie nicht mehr.

Das Witzige ist, dass das auch ein Glaubenssatz ist.

 

Du hast im Grunde schon viel verstanden, ein paar Details fehlen noch. Ein Glaubenssatz ist wie ein Autopilot im Unterbewusstsein. Dein Unterbewusstsein sucht Automatisch nach Bestätigung. Deswegen bleiben Menschen in der Opferrolle auch oft in der Opferrolle, denn sie "sehen" ja die "Beweise" dass sie richtig liegen und eigentlich nix dafür können. Glaubenssätze sind auch eine Art Filter durch die wir die Welt sehen, aus unseren Glaubenssätzen basteln wir uns unsere Realität.

 

Dein Glaubenssatz ist jetzt "Ich kann keine neuen Glaubenssätze entwickeln weil ich mich damit gegen meine Eltern stellen würde"

Die Route ist dadurch in dein Uuerbewusstes Navi eingegeben, jetzt steuert dein Unterbewusstsein drauf los um sich das zu beweisen dass das richtig ist:

vor 2 Stunden schrieb homofaber:

Oft merke ich schon jetzt, dass die "Probleme" meiner Eltern für mich gar nicht als solche scheinen. Ich verstehe dann gar nicht mehr, warum sie es so als Problem empfinden - dies wiederum führt dazu, dass sie denken, ich wäre ohne Verständnis oder wolle nichts von ihren Problemen wissen.

Wenn ich dann davon spreche, dass man Glaubenssätze verändern kann, verstehen sie das nicht oder - so scheint es mir - wollen es gar nicht begreifen.

Tadaa!! Glaubenssatz bestätigt - Mission erfüllt.

 

Man liest es hier nicht wirklich heraus aber ich denke es macht sich im Kommunikationsmuster in dem dem du mit deinen Eltern kommunizierst bemerkbar, du gehst evtl. unbewusst auf Konfrontation eben damit sich dein Glaubenssatz bestätigt.

Gleichzeitig meinst du es gut mit ihnen.

Du siehst dass bei deinen Eltern was falsch läuft (deiner Meinung nach) und willst es ändern weil du es gut mit ihnen meinst, gleichzeitig arbeitet dein Glaubenssatz im Unterbewusstsein der dich zu einem bestimmten Kommunikationsstil veranlasst wodurch sich deine Eltern unverstanden fühlen und sich gleichzeitig dein Glaubenssatz "Ich kann mich nicht ändern weil mich sonst meine Eltern nicht mehr verstehen /lieben" bestätigt.

Ganz schön tricky oder? ;-)

 

Was du machen kannst:

- Als erstes den Glaubenssatz auflösen "Ich kann mich nicht ändern weil mich sonst meine Eltern nicht verstehen oder lieben"

Kann sein dass sie dich nicht verstehen, macht nix, du verstehst sie ja auch nicht. Ihr liebt euch aber trotzdem. Als Kind musst du dir (normalerweise) schon einiges Erlauben damit dich deine Elternn nicht mehr lieben. Selbst wenn Kinder hin zur Kriminalität, Drogen usw. gehen werden sie trotzdem von ihren Eltern geliebt.  Mach dir bewusst dass deine Eltern in erster Linie so handeln gerade WEIL sie dich lieben. Sie sind der Meinung dass ihre Glaubenssätze das Beste für dich sind, weil sie dich beschützen wollen. Sie sehen die Welt nur durch ihre Filter, durch ihre selbstgebaute Realität.

Das was ich bisher geschrieben habe solltest du nicht versuchen deinen Elter zu erklären, es macht für dich, für mich und evtl. für viele andere hier Sinn, so wie ich deine Eltern einschätzen würde denken die sich "jetz isser endgültig Reif für die Klappse." ;-) 

Bestes Beispiel hierfür sind meine Eltern. Meine Mum wäre für so etwas noch empfänglich und würde zumindest drüber nachdenken, mein Dad würde so lange dagegen argumentieren, und dafür ist ihm kein "Argument" zu abstrus oder lächerlich, bis es in einem Handfesten Streit enden würde.

Was meinst du wie oft mein Dad was sagt wo es mich innerlich schüttelt. Ich hab mal ne Weile versucht ihm eine andere Sichtweise aufzuzeigen aber die wehrt er vehement ab. Daher dachte ich mir nur "Ok, ich kann es ihm nur anbieten meine Realität zu verstehen, wenn er nicht will kann ich ihn nicht zwingen". Ich mag es wenn ich andere Sichtweisen und Realitäten aufgezeigt bekomme, andere Menschen mögen das nicht. Also lass ich es mittlerweile einfach. Ich grinse, nicke und denke mir innerlich "ou Mann!!" Aber wieso sollte ich ihm und mir das Leben schwer machen mit unnötigen Disskusionen? Ich habs versucht, er wollte nicht, ok, dann nicht. Aber wir lieben uns trotzdem.

Es ist auch nicht so dass ich durch das zurückstecken gegen meine Werte handel, ich stehe und verteidige meine Meinung schon. Nur wenn ich das immer machen muss dann wird das anstrengend und denk ich mir irgendwann auch "rutsch mir doch den Buckel runter, du hast recht und ich hab meine Ruhe", grinse und nicke um des Friedens willen denn Frieden ist nunmal auch einer meiner Werte. Daher passt das schon, auch wenn sich bei manchen Ansichten meine Magengrube zusammenzieht.

Ein weiteres gutes Beispiel ist meine Tante. Sie hatte kein leichtes Leben (was zum Teil auch as ihren Glaubenssätzen resultiert) und dementsprechend ist bei der Frau ALLES schlecht, absolut ALLES. Scheint die Sonne ist es bei uns viel zu heiß, regnet es haben wir in Deutschland IMMER ein Kackwetter usw...Diese Frau hat die Opferrolle erfunden und das Patentrecht drauf, ohne Scheiß. Ich kann ihr auch nicht wirklich lange zuhören weil es mich sonst innerlich zerreißt. Ihr ne andere sichtweise aufzeigen kannste voll knicken. Also bleibt nur eine Möglichkeit übrig, ich agiere mit ihr in kleinen dosen. Wenn ich merke es geht nicht mehr entziehe ich mich der Situation.

Wie du siehst kann man also durchaus andere Glaubenssätze haben wie die Erzeuger, man muss sich halt Strategien austüffteln damit ein harmonisches Miteinander weiterhin möglich ist.

Du kannst keine Menschen ändern, das können nur sie selbst. Du kannst sie einladen deine Realität zu begutachten. Ob das was für sie ist oder nicht müssen sie entscheiden. Wenn sie sich dagegen entscheiden hast du das zu akzeptieren. du kannst aber dennoch andere GLaubenssätze haben.

 

Und dann ändere dich und deine Glaubenssätze welche dir nicht gut tun. Es ist dein Leben, du musst damit glücklich werden. Nicht deine Eltern oder Großeltern oder der Nachbarshund, nur Du allein. Du musst den Rest deines Lebens mit dir verbringen also sieh zu dass es dir gut geht.

 

Weißt du wie man Glaubenssätze auflöst, ändert? Das konnte ich nicht so rauslesen.

 

 

bearbeitet von Doc Dingo
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Gast El Rapero

Wahnsinnsbeitrag. Macht meinen letzlich überflüssig ^^

 

´@TE

Mach dir bewusst, dass deine Eltern das nicht böse meinen. Anderen Menschen fällt es auf, wenn sich Jemand verändert und die Meisten steuern als 1. dagegen.

Danach gibts 2 Wege:
Sie lehnen diese Veränderung, das neue Ich, komplett ab

 

oder

 

Sie verstehen und akzeptieren es.

 

Zumindest in Freundeskreisen läuft das so. Eltern sind ein Sonderfall, bzw. Familie im Allgemeinen, da die Meisten von Uns von Ihnen geliebt werden, bedingungslos.

Daher tut sich hier noch eine dritte Möglichkeit auf:
Sie verstehen es nicht aber lieben dich trotzdem.

 

Ich denke genau das trifft auf deine Eltern zu.  Doc Dingo hats schon richtig gesagt, nehme es gelassen hin. Diskussionen und Streit spannt dein Verhältniss zu deinen Eltern nur unnötig an, da du Sie eh nicht ändern kannst und Sie dich nicht ändern können. Jegliche Diskussion dazu wirft nur unnötig Sand ins Getriebe.

Überleg dir, ob es das Wert ist, sich dafür mit seinen Eltern zu zerstreiten.

Ich hatte auch mal ne Zeit lang das Bedürfniss ( kurz nachdem ich mit IG aufarbeiten anfing ), anderen Menschen zu helfen, Ihnen zu zeigen, dass Sie sich noch bessern können etc.

Fakt ist: Viele wollen oder verstehen es einfach nicht. Und wir tuen es letztendlich nur, weil WIr es aus Uns heraus tuen wollen. Darum haben Wir uns  hier im Forum angemeldet oder entsprechende Bücher gelesen.

Der Einzige der das genutzt hat, war mein Bruder. Bei den Anderen denke ich mir nur noch" Ok, ist in Ordnung, ich mag dich trotzdem ". Fokussier dich auf dein Vorankommen.

 

Peace

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vor 4 Stunden schrieb homofaber:

Mir fehlt oft der Mut, diese Glaubenssätze zu ändern, weil ich mich damit ja diametral zu meinen Eltern stellen würde und deren Sorgen und Probleme gar nicht mehr hätte und sie mich auch gar nicht mehr verstehen und ich sie nicht mehr. Oft merke ich schon jetzt, dass die "Probleme" meiner Eltern für mich gar nicht als solche scheinen.

Noch eine ergänzende Sichtweise dazu.
Warum müssen sie dich denn im Detail verstehen? Warum musst du die Probleme deiner Eltern als solche sehen?

Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber für mich bist du da (zu) stark an deine Eltern gebunden. Für mich ist es ganz normal, dass jeder seine eigenen Probleme hat, die dem anderen nicht als solche scheinen. Das ist doch aber okay. Getrennte Leben. Getrennte Sichtweisen. Keiner ist für den anderen verantwortlich. Keiner muss die Probleme des anderen lösen.

Der andere ist dann einfach für gewisse Sachen nicht der richtige Ansprechpartner. Wenn ich über meinen verheirateten Polyamöurösen Spielpartner rede, dann tue ich das bestimmt nicht mit meiner Mutter, die streng Monogam lebt und seit sie 14 war genau einen Sexpartner hatte, den sie später heiratete. Da nehme ich Ratgeber aus meinem Freundeskreis. Die da in einer vergleichbaren Welt leben.

Ich bin fest davon überzeugt, dass man wunderbar mit seinen Eltern Kontakt haben kann und trotzdem eine andere Weltsicht haben kann. Ich nehme zur Kenntnis, dass meine Mutter monogam leben will und das niemals in Frage stellen wird. Und in sofern werde ich ihr nicht im Detail erzählen mit wem ich in welchen Konstellationen schlafe. Das geht sie nichts an. Das würde sie überfordern. Und es würde zu Diskussionen führen, weil wir einander da nicht verstehen.

Aber ich habe eben auch gar nicht den Anspruch meinen Eltern mein ganzes Leben offenzulegen - oder dass sie das dann im Detail verstehen. Dafür habe ich enge Freunde.

Bei Familie ist es dann Leben & Leben lassen. Und das heißt manchmal auch Dinge einfach zu überhören.

 

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