Wie ist denn das jetzt mit diesem gesunden Bodybuilding heute?

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Hallo Profis und erfahrene Bodybuilder!

 

Ich komme mit einer einfachen Frage, die aber wirklich sehr tiefgreifend ist. Ich wähle bewusst kein Bodybuildingforum, sondern unseres, welches etwas Abseits davon steht.

 

Kurz zu mir: Ich selbst habe zehn Jahre Bodybuilding gemacht und auch einmal bei der GNBF teilgenommen. Ich bin absolut für gesunde Ernährung und wenn Muskelaufbau, dann auf natürliche Weise, ohne Hormonspritzen, irgendwelche Doping Geschichten usw. Ich will nicht mit dem Körper Frauen beeindrucken. Es geht mir wirklich nur darum einen gesunden, muskolösen Körper zu bilden für mich selbst und für die Gesundheit auf lange Sicht gesehen. Bevor ich in den nächsten Monaten wieder in diesem tollen Sport zupacken will, möchte ich einfach auch im Sinne der Anfänger, die diesen Thread vielleicht einmal lesen werden folgende Frage völlig wertefrei, naiv und unvoreingenommen stellen:

 

Wie genau, mit welcher Beachtung, trotz aller wirren und gegensätzlichen Ernährungs- und Trainingsweisheiten wo wirklich niemand mehr durchblicken zu scheint, in einem extrem kommerziellen Sport, wo täglich neue "Die fünf besten Muskelübungen", "Neueste Erkenntnisse aus der Forschung", "Nimm das und du hast mega Muskeln", baut man gesund und nachhaltig Muskeln auf?

 

Ich möchte direkt vorweg greifen, das ich mich selbst relativ gut in den neuen / alten Themenfelder eingelesen habe und mich mit Fitnesstrainer (oft welche dabei mit völlig anderen oder typischen 0815 Weisheiten aus ihren Sportakademien), die sich auf Bodybuilding spezialisiert haben, geredet habe, vier verschiedene Allgemeinmediziner gesprochen habe und mir wissenschaftliche Talkshows  wie TED und anderen Bezugsquellen aus erster Hand aus einigen Universitäten quer über den Globus angesehen habe.

Dabei sind folgende (scheinbar aktuelle) Feststellungen zB in der Ernährung gemacht worden:

  • Milch ist für erwachsene Menschen ungesund. Es ist ein Lebensmittel für Säuglinge. Wenn man als erwachsener Milch trinken möchte, dann keine Kuhmilch, da diese mit Hormonen verseucht ist. Alternativ gäbe es zuckerfreie Mandelmilch, da diese Hormonfrei ist.
  • Eier erhöhen nicht den Cholesterinspiegel. (die Studie dazu von einer Professorin müsste ich ehrlichgesagt heraussuchen. Da war ich live in einer Vorlesung) Es gibt mehr als nur ein Cholesterinspiegel. 
  • Zucker ist pures Gift genau wie Alkohol.
  • Kohlenhydrate spielen scheinbar keine wichtige Rolle, wie sonst behauptet wurde.
  • Proteinpulver oder generell Nahrungsergänzungsmittel sind nur Geldmacherei und nicht nötig. (Kenne selbst genug Leute weltweit die in der Branche tätig sind und mir ihre kritische Sicht auf ihren Job erzählt haben) Eingeborene sind auch ohne Fitnessstudio und mit deutlich weniger Ernährung sehr muskolös. Und Genetik spielt dabei nur geringfügig eine Rolle.
  • Mehr als 800 g Fleisch pro Woche ist ungesund.
  • Und so weiter.

 

Mir ist bewusst das ich jetzt wahrscheinlich mit allen möglichen Glaubens- und Wissenssätze von euch kollidiere. Denn wir kennen diese ganzen Weisheiten über Bodybuilding von Trainern, von der Industrie, vom Hörensagen, Zeitschriften. Wir haben uns damit eine Welt generiert. Daher weiß ich, das ich mit diesem Thema wirklich sensibel und respektvoll zu euch komme. Mir ist deshalb wichtig hier keine Antworten zu hören wie "Hmm, du... Glaub ich nicht was du da schreibst." Es geht mir darum wirklich von erfahrenen Bodybuilder unter euch mit genügend neutraler Betrachtung mir eine Meinung einzuholen wie ihr das seht, wie man gesund auf lange Sicht gesehen einen muskolösen Körper aufbaut, ohne ihn zu vergiften im Bezug auf die genannten Punkte, somal diese euch schon genauer oder besser bekannt sind. Oder stimmt das auch alles nicht? Ja was nun?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selbst mich in diesem riesigen Wald voller Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen verloren habe und fast schon kein Bock mehr habe mich weiter damit zu beschäftigen und es geht sicherlich vielen so, was ist der richtige Weg. Meine Meinung dazu ist, ich muss meinen Körper selber genau kennenlernen und sehen was funktioniert, mit den neuen (wahren nichtkommerziellen) Wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Ich habe natürlich auch ein paar ergänzende Fragen wie: Gibt es diese Einteilungen überhaupt noch in Ektomorph, Meso, Endo blabla? Wieviel Wahrheit steckt denn noch in diesen Oldschool Wissen? Bildet ihr euch überhaupt mit aktuellen Kenntnissen weiter oder trainiert ihr oder für die, die selbst Trainer oder Berater sind, verkauft ihr euren damals erlernten Wissensstand weiter?

Anders gefragt, mit diesem Hintergrund, wie erklärt ihr auf einfachste Weise jemanden, wie man diesen Weg eines gesundheitsbewussten Bodybuilder gehen sollte. Es ist bei all den verschiedensten Meinungen noch viel schwerer geworden gesund muskolös zu werden, als noch früher in den Anfängen. Oder doch nicht? 

Ich danke schonmal für eure sachlichen und aus Erfahrung resultierten Meinungen.

 

Sportliche Grüße!

 

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Gast

Kurz zu mir: Ich habe selbst zehn Jahre hart gebangt und auch einige Awards in der Pornobranche gewonnen (hatte meinen Einstieg mit Handyfilmen von Partyabschleppungen gemacht, aber alles immer mit Gummi). Aber ich habe jetzt ein paar TED-Talks geguckt und Tina-Magazine gelesen und dabei festgestellt, dass das ja alles gar nicht so gut ist:

- Sperma ist Lebenskraft

- Masturbation macht blind

- Sex vor der Ehe und Promiskuität sind Indikatoren für eine geringere Lebenserwartung

- Zuviel Sex steigert den Testosteronspiegel und das ist ganz ungesund für die Prostata und Nieren

- Pornos gucken ist auch ganz schlecht für das Belohnungszentrum und man ist sofort abhängig

Bestimmt läuft das jetzt all Euren Meinungen zu wider, doch ich würde gerne wissen, wie denn jetzt die wissenschaftliche Lage ist. Weil eigentlich hatte ich daran ja Spass, bin aber verunsichert ob des gigantischen Waldes and Lügen, Halbwissen und Halbwahrheiten.

Gibt es überhaupt noch die Oldschool-Unterteilungen in Männlein und Weiblein? Was ist mit Arschsex, machen das nur Homos? Ist das jetzt überhaupt richtig oder falsch?

Irgendwie ist das jetzt ja alles viel komplizierter geworden mit unverfänglichem Sex, oder etwa nicht? Oder stimmt das alles nicht?

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Ich bin mir nicht sicher ob du meinen Text verstanden hast oder ich deinen nicht verstehe. Kannst du gezielter darauf eingehen?

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vor 17 Stunden, Lafar schrieb:

Dabei sind folgende (scheinbar aktuelle) Feststellungen zB in der Ernährung gemacht worden:

  • Milch ist für erwachsene Menschen ungesund. Es ist ein Lebensmittel für Säuglinge. Wenn man als erwachsener Milch trinken möchte, dann keine Kuhmilch, da diese mit Hormonen verseucht ist. Alternativ gäbe es zuckerfreie Mandelmilch, da diese Hormonfrei ist.
  • Eier erhöhen nicht den Cholesterinspiegel. (die Studie dazu von einer Professorin müsste ich ehrlichgesagt heraussuchen. Da war ich live in einer Vorlesung) Es gibt mehr als nur ein Cholesterinspiegel. 
  • Zucker ist pures Gift genau wie Alkohol.
  • Kohlenhydrate spielen scheinbar keine wichtige Rolle, wie sonst behauptet wurde.
  • Proteinpulver oder generell Nahrungsergänzungsmittel sind nur Geldmacherei und nicht nötig. (Kenne selbst genug Leute weltweit die in der Branche tätig sind und mir ihre kritische Sicht auf ihren Job erzählt haben) Eingeborene sind auch ohne Fitnessstudio und mit deutlich weniger Ernährung sehr muskolös. Und Genetik spielt dabei nur geringfügig eine Rolle.
  • Mehr als 800 g Fleisch pro Woche ist ungesund.
  • Und so weiter.

ich glaube schon lange nichts mehr! Alles ist ungesunde, krebserregend und schädlich für den Menschen!

  • Kleine Kinder trinken doch keine Kuhmilch sonder Muttermilch!?
  • Wenn auf Zucker verzichtet wird (z.B. in Getränken), sind andere Süßungsmittel enthalten (Süßstoffe), die mit Sicherheit auch nicht gesund sind!
  • Eingeborene haben fast ausschließlich körperliche Tätigkeiten erledigt, wir haben dafür mittlerweile Werkzeuge und Maschinen und wir sitzen zum großen Teil in Büros und müssen danach noch etwas für den Körper tun!
  • Ich würde sagen die Eingeborenen haben 800g Fleisch am Tag gegessen und sich nicht von Chemikalien (das vegane Zeug) ernärt.

Kurzum, denke "alles" ist in zu großen Mengen schädlich und ungesund, also eine einseitige Ernährung! Gibt genügend Sachen, bei denen sich die Geister scheiden und alle paar Jahre eine andere Expertenmeinung existiert 🤔

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vor 16 Minuten, Lafar schrieb:

Ich bin mir nicht sicher ob du meinen Text verstanden hast oder ich deinen nicht verstehe. Kannst du gezielter darauf eingehen?

Von einem so erfahren User sollte man doch wenigstens das einlesen hier erwarten 

Dann wärst du drauf gekommen das die Studienlage bei vielen Behauptungen die du das schreibst dir angelesen hast anders ist. Alles hier schon mehrfach disktiert siehe Milch und Zucker

bezüglich GNBF Teilnahme Pics or it didn't happen

 

aber weil ich nicht so bin hier z.B. Thema Milch für dich

 

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Gast KillEmAll

Wenn ich zurück an meine Anfänge denke, wo noch blind Pläne aus der Flex übernommen wurden und man noch "Kreatin-Kuren" gefahren hat, dann muss ich schon schmunzeln.

Die Trainingswissenschaft insb. um Leute wie Lyle McDonald haben eine immense Effizienz herausgearbeitet, die jeden Anfängen mit vergleichsweise geringem Aufwand schneller an seine Ziele befördert als jemals zuvor. Shao ist hier der Experte was Training und Ernährung angeht, insofern masse ich mir nicht an auf die einzelnen Punkte deiner Aufzählung einzugehen, weil mir da reichlich an Hintergrundwissen fehlt und ich hier auch keine Bro-Science verbreiten möchte, da reagiert der Chef dieser Rubrik allergisch drauf :-D 

Mir stellt sich nur die Frage was du mit "gesundheitsbewusst" meinst? Ein möglichst gutes Zusammenspiel aus Leistungs-Parametern der Kraft, Hypertrophie, Kondition und Koordination? Weil, das wäre für mich gesundheitsbewusst im eigentlichen Sinne (physisch Leistungsfähig). Dann müsste man das Training und die Ernährung eben an diese Ziele anpassen. Ich glaube nicht dass Menschen in der Ernährung und Training einen Selbstzweck sehen, sondern diese eher auf Ziele ausrichten und dahingehend optimieren.

Aber um auf deine eigentliche Frage einzugehen: 

vor 17 Stunden, Lafar schrieb:

Anders gefragt, mit diesem Hintergrund, wie erklärt ihr auf einfachste Weise jemanden, wie man diesen Weg eines gesundheitsbewussten Bodybuilder gehen sollte. Es ist bei all den verschiedensten Meinungen noch viel schwerer geworden gesund muskolös zu werden, als noch früher in den Anfängen. Oder doch nicht? 

Eigentlich nicht. Im Gegenteil, es geht heute mit dem richtigen Wissen wesentlich einfacher und schneller. Die Genetik bleibt jedoch im Rahmen der Gaußkurve gleichverteilt und wird man wohl über Generationen hinweg auch nicht verschieben können. 

Am besten erklärt man den Leuten wie das geht mit einer guten Buchempfehlung ;) 

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Es ist im Grunde sehr einfach: Gesund bleibt man, wenn man sich vollwertig (sprich genug Eiweiß und Fette, ballastoffreich, genug Mikronährstoffe,... usw) ernährt, einen geringen KFA (bei Männern so von 10-15%, bei Frauen etwas höher) besitzt und die Übungen richtig ausführt, damit man sich nicht verletzt.
Bei absoluten Aussagen wie "Zucker ist Gift" oder "Milch ist ungesund" wäre ich extrem vorsichtig. Da ist meistens nichts oder nur sehr wenig dran, wenn man sich die betreffenden Studien mal genauer anschaut. Die Dosis macht hier oft das Gift und ein zu hoher KFA (meist in Kombination mit Bewegungsmangel) tut sein übriges.

Und weil man heute sehr genau weiß, wie man sich effizient ernährt wie wie man effizient trainiert, ist das im Vergleich zu früher deutlich einfacher zu bewerkstelligen. Ok, man muss halt regelmäßig  relativ schwer liften, auf seine Proteine achten und evtl am Anfang mal Kalorien tracken. Aber was ist das im Vergleich zu früher?

Diese Quellen kann ich wärmstens empfehlen.

https://fitness-experts.de/
Alles sciencebased und sehr fundiert mit Quellenangaben. Macht man es wie hier vorgeschlagen, kommt man sehr schnell an sein Ziel und mehr als die hier vorgebrachten Informationen braucht man im Grunde nicht, um gut auszusehen und gesund zu sein.

https://www.taegerfitness.de/buch-sale/
Frank ist wohl die Wissenschaftsikone im deutschsprachigen Raum. Sein Buch ist einsame Weltklasse, die Übungen sind alle biomechanisch richtig erklärt und haben immer einen wissenschaftlichen Hintergrund. Frank ein extrem kompetenter, sympathischer Dude, der einfach down to earth ist und wahrscheinlich jede Studie dieser Welt auswendig kennt ;)

Die Videos von Christian Wolf kann man sich auch alle mal reinziehen. Ich ziehe es aber vor zu lesen. Aber der Typ weiß auch definitiv was er da sagt.

Habe mit einer fundierten Informationsgrundlage und ca. 3x Training pro Woche mit 35 Jahren 12-14kg netto drauf gepackt und halte das problemlos mit ein paar Stunden Training pro Woche. Sehe deutlich stärker aus, als ich bin (trainiere leichter als früher) und bin so gut wie nie verletzt. Bin damals in ca. 6-12 Monaten vom Schlappschwanz zur Maschine mutiert  und sehe mit fast 40 aus wie Anfang 30. An meinen letzten Arztbesuch kann ich mich nicht erinnern. Muss irgendwann davor gewesen sein. Habe aber auch aufgehört zu rauchen und besaufe mich nicht mehr.
 

Ekto, Meso Endo ist ein Konzept eines Psychologen und hatte nie etwas mit Kraftport zu tun, heißt das ist komplett überholt, bzw war nie Teil der Trainingslehre, sondern wurde von der Bodybuilung-PR übernommen, um unnütze, neue Produkte zu verkaufen. Die meisten Supps sind zwar nicht von Nutzen, Proteinpulver kann aber Sinn machen, weil es bequem ist, ist aber nicht unbedingt nötig. Aber es gibt Supps, die sinnvoll sind (zB Omega3 und Vitamin D)

Das meiste "Oldschoolwissen", man sagt auch gerne mal Broscience dazu, hat mit seriöser Forschung wenig zu tun und beruht auf Hörensagen - das ging damals auch nicht anders, weil  keine entsprechende Studienlage existierte. Leute wie Rühl und Konsorten sind mit größter Vorsicht zu genießen, weil da immer Stoff mit im Spiel war/ist. Wir wollen ja mit unserem natürlichen Testosteron arbeiten und nicht aussehen wie Michelinmännchen, die nur noch Rosinen in der Hose haben.

bearbeitet von magick
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Hallo zusammen,

danke für die bisherigen Antworten. Da sind einige interessante Infos dabei. Vielleicht hat der Ein oder Andere Tipp mich schon weiter gebracht, obwohl auch hier wieder diese Studien vs. Studien sind. 

Bezüglich Pics @RoyalDutch  du weißt ja nicht wie ich aussehe. Ich könnte dir jetzt einfach irgendwelche Fotos von irgend jemanden schicken 😉 Wer mich unter meinem echten Namen kennt, könnte ihn googeln in Verbindung mit der GNBF und einigen Supplements Herstellern. Mehr kann ich dir nicht anbieten. 

Vielleicht hat der Ein oder Andere noch was wissenswertes oder ne allgemeine Meinung zum Thema. 

Thx 🤟

 

 

 

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vor 23 Stunden, Lafar schrieb:
  • Kohlenhydrate spielen scheinbar keine wichtige Rolle, wie sonst behauptet wurde.
  • Proteinpulver oder generell Nahrungsergänzungsmittel sind nur Geldmacherei und nicht nötig

Meine persönliche Erfahrung als Lauch der einfach nicht auf die Kalorien kommt die er braucht:

Nahrungsergänzung helfen mir erstmal ein paar Reserven aufzubauen und ein Kaloriendefizit zu kompensieren. Hat der Körper keine "frische" Energiequelle weil dieser eine Zeit schon keine Nahrung bekommen hat gehts an die Reserven. Gibt es keine Fettreserven gehts an die körpereigenen Proteine. MEIN Körper scheint frische Kohlenhydrate zu bevorzugen, vielleicht weil diese am schnellsten und einfachsten zur Verfügung stehen. 

Ohne Kalorienüberschuss ist Wachstum nicht möglich (Energieerhaltungsgesetz mal als Beispiel). Würde man also IMMER exakt diesselbe Menge an Kalorien konsumieren kommt es irgendwann zur Stagnation. Wer also eher ein "schlechter Esser" ist kann mit Nahrungsergänzung den Körper etwas unterstützen. Auch würde ich solchen Menschen von dem Verzicht auf Kohlenhydrate abraten. 

Zu beachten wäre aber hier welche Ergänzungen in Frage kommen. MEIN Körper kann Kohlenhydrate besser in Energie umwandeln als Proteine. Daher wären Low-Carb-High-Protein-Ergänzungen für mich ungeeignet. Ich bevorzuge daher High-Carb-Low-Protein Ergänzungen (ich mixe mir das selbe, 70% Kohlenhydratepulver und 30% Proteinpulver). 

Was ich als absolute (und vielleicht sogar ungesunde) Geldverschwendung sehe, ist der Konsum von Proteinpulver so wie es die Hersteller auf ihren Produkten empfehlen. Mike Mentzner brachte mich darauf als ich so ca. 21 Jahre alt war (bis dahin hatte ich schon 3 Jahre Geld verbrannt). Ich muss die Zahlen jetzt raten weil es wirklich schon etwas her ist. Wahrscheinlich kann mich jeder Lauch hier mit einem Wikipedia-Eintrag Schachmatt setzen aber ich lehne mich trotzdem weit aus dem Fenster. Muskelfleisch besteht zu 70% aus Wasser, zu 25% aus Protein und der Rest sind Energiereserven in Form von Glykogen. Check einfach mal die Nährwertangaben von Rohfleisch in der Fleischtheke. Die sind annährend gleich und weichen nicht wirklich von dem eines Menschen ab. Abgesehen vom Fettanteil im Muskelfleisch. Diesen habe ich jetzt einmal einfach unwissenschaftlich weggelassen. Wenn 100g Muskeln also rund 25g Protein beinhalten frage ich mich warum ein Mensch 200g und mehr Protein am Tag zu sich nehmen soll. Zieht man das ab was der Körper für Zellregeneration und sonstigem Alltagskram braucht bleiben immer noch locker 100g über (natürlich Abhängig vom Körpertyp). Würde bedeuten das man mit dieser Eiweissmenge 400g Muskelatur pro Tag aufbaut. Rechnet mal hoch was da nach einem Monat rauskommt. Damit könnte dann schon einem Casey Viator kongurenz machen (Colorado Experiment, ich glaube es waren 20kg in einem Monat).

Alles hier ist MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG die zum Teil auf Erfahrungen beruht.

bearbeitet von Dan_Civic
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vor 6 Stunden, RoyalDutch schrieb:

Von einem so erfahren User sollte man doch wenigstens das einlesen hier erwarten 

Dann wärst du drauf gekommen das die Studienlage bei vielen Behauptungen die du das schreibst dir angelesen hast anders ist. Alles hier schon mehrfach disktiert siehe Milch und Zucker

bezüglich GNBF Teilnahme Pics or it didn't happen

 

aber weil ich nicht so bin hier z.B. Thema Milch für dich

 

Dieser ganze Gesundheitswahn wurde ja auch zum Teil von dieser neuen Mode-Erscheinung gefördert die man Fitness-Youtuber nennt. Jeder der dieses Medium als Informationsquelle nutzt sollte sich zuerst immer fragen: Was will dieser Fitness-Youtuber mit diesem Video erreichen? Die Antwort ist in den meisten Fällen immer die selbe: Klicks! Die ganze Szene ist zu einem geldgeilen Business verkommen und die wenigsten haben wirklich noch das Ziel euer Entwicklung auf ein neues Level zu pushen sondern zielen nur noch auf Profite ab. Am besten man behauptet einfach etwas was sonst niemand sagen würde. Wenn man der erste ist zieht man damit die meisten Leute an.

Ich PERSÖNLICH würde nur noch Videos empfehlen die zu einer Zeit entstanden sind an der Niemand daran gedacht hätte das man mal mit Youtube seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Die ersten Videos von Alon Gabbay haben beispielsweise eine ganz andere Qualität als die späteren. Mit jedem weiteren Video nahm die Qualität spürbar von "Fakten-Tatsachen-Hilfestellungen" ab und wechselte immer mehr zu einem "Mein-Haus-mein-Auto-mein-Leben-ist-so-geil" Modus. Dabei dürfen die tollen Intros nicht fehlen und zwischendurch etwas Zickenkrieg und gejammer wie z.B. "irgendjemand-hat-mich-in-den-Kommentaren-gedisst-und jetzt-rechtfertige-ich-mich-20-Minuten". Gefühlt dreht sich der größte Teil der Szene also nur noch um Kram was man normalerweise in der Superillu lesen würde. Tim Gabel und Karl S streiten sich. Uh das bringt mich natürlich weiter wenn in 180 Minuten Videomatrial über diesen Bullshit gesprochen wird. Und ganz andere meinen nun auf einmal nebenbei noch Comedian werden zu müssen. Nicht weil sie lustig sind, sondern weil es mehr Traffic erzeugt. Und warum verwandeln sich scheinbar alle männlichen Geschlechtsorgane der Fitness-Youtuber zu Vaginas? Auch hier lautet die Antwort wiedermal: Klicks!

Die Zielgruppe dieser Fitness-Youtuber sind nicht Menschen die sich in einem Sport weiterentwickeln wollen sondern kleine dicke Kinder zwischen 14-16 Jahre die sich für so ein Pubertätsgezicke interessieren und den ganzen Tag am Rechner sitzen. Die fahren ab auf tolle Intros, Videos über das Haus von einem "Prominenten" und unlustige Gestalten die sich total zum Löffel machen. Und genau aus dieser Ecke kommt auch die Hauptbewegung dieses Gesundheitswahn. Ich bezweifel zum Beispiel das ein Tim Gabel Veganer wurde weil ihm die Tiere so leid getan haben. Ich glaube die Gründe waren strategische Marketing-Entscheidungen. Warum sonst hat er vorher mehrere Kilo Filet in einer Woche verputzt (von der Mutter gekauft) und merkt nun auf einmal das das böse und ungesund ist (ohne Witz, das hat er mal in einem Karl S Video gesagt)? Er ist einfach auf den Veganer-Bodybuilder-Zug aufgesprungen um wieder mehr Klicks zu generieren. Keine Ahnung wer damit angefangen hat.

In meinen Augen sind so ziemlich alle Informationen die man heutzutage von Fitness-Youtubern bekommt falsch, aus der Luft gegriffen oder absolut nutzlos. Dennoch hat es die Szene geschafft die Menschen glauben zu lassen das Muskeln in der Küche gemacht werden anstatt am Eisen. Einer hat angefangen sowas zu erzählen. Das hat jede Menge Klicks erzeugt und zugleich auch Trittbrettfahrer angezogen wie das Scheisshaus die Fliegen. Und wenn es viele sagen dann muss es ja stimmen, oder?

Was nun wirklich Gesund ist kann niemand genau sagen. Nichtmal die Ärzte. Daher sollte man gerade Informationen eines Marketing-gesteuertem-Fitness-Youtuber immer kritisch hinterfragen. Denn ich habe den Eindruck das gerade von diesen Leuten all diese Weisheiten in die Welt gesetzt wurden die man im Eingangspost lesen kann.

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Zitat

Wenn 100g Muskeln also rund 25g Protein beinhalten frage ich mich warum ein Mensch 200g und mehr Protein am Tag zu sich nehmen soll. Zieht man das ab was der Körper für Zellregeneration und sonstigem Alltagskram braucht bleiben immer noch locker 100g über (natürlich Abhängig vom Körpertyp). Würde bedeuten das man mit dieser Eiweissmenge 400g Muskelatur pro Tag aufbaut. Rechnet mal hoch was da nach einem Monat rauskommt. Damit könnte dann schon einem Casey Viator kongurenz machen (Colorado Experiment, ich glaube es waren 20kg in einem Monat).

Alles hier ist MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG die zum Teil auf Erfahrungen beruht.

Ja, sowas erzählt man, wenn man nicht versteht, wofür die Menge Protein da ist. Du brauchst die Aminosäuren nicht, um den Muskel aufzubauen, sondern über Leucin und andere BCAA mTOR Signaling zu induzieren, welches wiederum eine Wachtumskaskade für Proteinsynthese und Satellitenzellmigration startet. 

 

Zitat

Dieser ganze Gesundheitswahn wurde ja auch zum Teil von dieser neuen Mode-Erscheinung gefördert die man Fitness-Youtuber nennt. Jeder der dieses Medium als Informationsquelle nutzt sollte sich zuerst immer fragen: Was will dieser Fitness-Youtuber mit diesem Video erreichen? Die Antwort ist in den meisten Fällen immer die selbe: Klicks! Die ganze Szene ist zu einem geldgeilen Business verkommen und die wenigsten haben wirklich noch das Ziel euer Entwicklung auf ein neues Level zu pushen sondern zielen nur noch auf Profite ab. Am besten man behauptet einfach etwas was sonst niemand sagen würde. Wenn man der erste ist zieht man damit die meisten Leute an.

Da ich genau mit diesem YouTuber nun zusammenarbeite, kann ich dir sagen, das Ziel ist: Geld zu verdienen, indem man der Szene wissenschaftlich sinnvolle Supplements verkauft, den Leuten beibringt, wie sie richtig trainieren und gleichzeitig denen ans Bein pisst, die Müll quatschen.

Das ist tatsächlich das Mission Statement, was ich mit ganzen Herzen unterstütze. 

 

Zitat

 Ich bezweifel zum Beispiel das ein Tim Gabel Veganer wurde weil ihm die Tiere so leid getan haben. Ich glaube die Gründe waren strategische Marketing-Entscheidungen. Warum sonst hat er vorher mehrere Kilo Filet in einer Woche verputzt (von der Mutter gekauft) und merkt nun auf einmal das das böse und ungesund ist (ohne Witz, das hat er mal in einem Karl S Video gesagt)? Er ist einfach auf den Veganer-Bodybuilder-Zug aufgesprungen um wieder mehr Klicks zu generieren. Keine Ahnung wer damit angefangen hat.

Weil das in seinem Vertrag stand. Punktum. Wette ich drauf. 

 

Zitat

In meinen Augen sind so ziemlich alle Informationen die man heutzutage von Fitness-Youtubern bekommt falsch, aus der Luft gegriffen oder absolut nutzlos. Dennoch hat es die Szene geschafft die Menschen glauben zu lassen das Muskeln in der Küche gemacht werden anstatt am Eisen. Einer hat angefangen sowas zu erzählen. Das hat jede Menge Klicks erzeugt und zugleich auch Trittbrettfahrer angezogen wie das Scheisshaus die Fliegen. Und wenn es viele sagen dann muss es ja stimmen, oder?

Was nun wirklich Gesund ist kann niemand genau sagen. Nichtmal die Ärzte. Daher sollte man gerade Informationen eines Marketing-gesteuertem-Fitness-Youtuber immer kritisch hinterfragen. Denn ich habe den Eindruck das gerade von diesen Leuten all diese Weisheiten in die Welt gesetzt wurden die man im Eingangspost lesen kann.

Wir können sehr gut informierte Statements zu einigen Dingen abgeben, die dann mit Zahlen, Daten und Fakten statt Meinungen untermauert sind. Gerade Christian habe ich dabei geholfen, UNMENGEN an Studien und Daten zu jedem Thema zu bringen, dass er angeht. 

Kann man unten drunter klicken. Wenn du davon ausgehst, dass das aus der Luft gegriffen ist, rate ich dir schlicht, dich besser zu informieren und Quellenanalyse zu lernen. Und ja, hinterfrage alles kritisch. Aber vernünftig. Nicht auf Basis von "der will ja nur Geld verdienen" als Grundalge. Das ist irrelevant und Bullshit. Wir alle wollen Geld verdienen, fertig. Und ich beispielsweise, indem ich so kritisch und nervig bin und die belastbarsten und gleichzeitig effektivsten Methoden finde, jemanden an sein Ziel zu bringen. That's it. Dafür nutzen wir Wissenschaft und wenden diese dann praktisch an, woraus sich "Use cases" und "Modelle" ergeben, mit denen wir tagtäglich arbeiten. 

Ob jemand damit Geld verdient, auf Youtube oder nicht, ist für die Wahrheit eh völlig irrelevant. 

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vor 4 Stunden, Shao schrieb:

1. Nein. Nicht haltbar. Mandelmilch ist keine Milch, sondern Nusssaft. Hormone überleben in den meisten Fällen Magensaft und Proteasen eh nicht und wenn, dann zerlegt sie der First Pass Effect. 

Sicher? Ich hab mich mal mit Milch und Akne beschäftigt und bezüglich der insulinotropen Wirkung so einiges gefunden.

 

Zitat

Kuhmilch enthält zahlreiche bioaktive Hormone wie IGF-1 und IGF-2. Pasteurisierung der Milch führt zu keinem nennenswerten Verlust der IGF-1-Aktivität. Die Aminosäuresequenzen von bovinem und humanem IGF-1 sind identisch, weshalb beide mit gleicher Affinität an den humanen IGF-1-Rezeptor (IGF1R) binden, der auch von basalen Sebozyten exprimiert wird. Verschiedene tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass IGF-1 der Milch die Magen-Darm-Passage übersteht und in bioaktiver Form die Zirkulation erreicht. Einen besonderen Schutz für die enterale IGF-1-Passage bietet das großmolekulare Protein Kasein, das die Hauptproteinkomponente der Milch (80 %) darstellt und Proteasen inhibierende Wirkung besitzt. Vermehrter Milchkonsum führt beim Erwachsenen zu einem 10- bis 20%igen, bei Kindern sogar 20- bis 30%igen IGF-1-Anstieg im Serum. Bei achtjährigen Kindern erhöhte Milchkonsum die basalen Insulinspiegel, die IGF-1-Plasmaspiegel und führte zu Insulinresistenz. Vierwöchiger Milchkonsum von täglich 710 ml H-Milch führte bei zehn- bis elfjährigen Kindern, die nicht an Milchkonsum gewöhnt waren, zu einer Erhöhung der somatotropen GH/IGF-1-Achse mit einer IGF-1-Erhöhung von 23,4 %. Ein differenzieller Effekt der Kasein- und Molkefraktion der Milch wurde kürzlich bei 57 achtjährigen Jungen nachgewiesen. Die Molkeproteine der Milch bewirkten einen Insulinanstieg von 21 %, die Kaseinfraktion führte zu einem IGF-1-Anstieg von 15 %.

 

Zitat

Wissenschaft heisst zitieren, verstehen, ableiten, Statistik lernen, Methodik lernen, Quellenkritik/reviewing lernen. Wissenschaft heisst nicht, dass man irgendwas liest, was sich wissenschaftlich anhört. 

Ja das stimmt. Aber gute Wissenschaftler kennen auch die Grenzen von den Aussagen, die man aus Studien ableiten kann. Und zu oft werden Aussagen aus wissenschaftlcihen Studien einfach ohne eine gewisse Demut auf extrem komplexe Systeme angewandt. Ich hab das hier schon mal erklärt. Ein "Bro" behauptet man würde ohne Kohlenhydrate am Abend abnehmen und dann kann kommt so ein Science-Nerd und zieht eine Studie aus dem Ärmel, mit zwei Gruppen, eine jeweils ohne eine jeweils mit Kohlenhydraten am Abend, dass es bei gleicher Kalorienbilanz keinen Unterschied gibt. aber quess what, die meisten zählen nicht Kalorien und die Strategie verbessert dann einfach nur Diet Adherence und führt so zum Erfolg. Deswegen muss immer sehr präzise sein, wenn es um solche Aussagen geht. 

 

Und bezüglich Zucker hab auch auch so ein Ziehen im Magen. Es gibt da dieses Meta-Review von Dr. Rippe: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4496732/ was aussagt, dass Zucker eig für normalgewichtige MEnschen gar nicht so schlimm ist. Und dann liest man den compliance Teil:

Zitat

J. M. Rippe’s research laboratory has received unrestricted grants, and Dr. Rippe has received consulting fees from ConAgra Foods, Kraft Foods, Florida, Department of Citrus, PepsiCo International, The Coca Cola Company, Dr. Pepper/Snapple Group, Corn Refiners Association, Weight Watchers International as well as royalties and editorial office support from CRC Press, Sage Publishing and Springer Publishers.

Keine Ahnung, das ist einfach nicht richtig.

bearbeitet von RyanStecken

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Gast

Eine einzelne Studie hat halt kein wissenschaftliches Gewicht.*

Das ist halt ganz gut zu wissen, also wiederhole ich das.

Eine einzelne Studie hat halt kein wissenschaftliches Gewicht.

Studien sind in der Regel sehr, sehr, sehr schlechte Experimente. Das ist ein bisschen wie Schulunterricht oder Experimentieren in Mutters Küche. Du behauptest, dass Säure Rotkohlsaft rot macht und Basen sollen Blaukrautsaft blau machen, weshalb das  Zeug auch zwei verschiedene Namen hast. Jetzt schnappst Du Dir irgendein Glas mit der Mutter gerade was gemacht hat und giesst den Saft rein und er wird rot, und dann wirfst Du noch etwas Natron rein und er bleibt rot. Na gut, Natron schmeckt auch wie nasser Hund, Sauer neutralisiert man am besten mit  Zucker. Natürlich hat Mutter damit gerade Essig abgemessen und Du hast das Glas nicht ausgespült.

Irgendwann lernt man dann wie es richtig geht, und nimmt nen sauberes Glas, vielleicht einen besseren Indikator und idealerweise noch genau abgemischte Säuren und Basen. Dann kann man auch aus einem einzelnen Versuch schon eine qualitative Aussage treffen. Aber bis dahin hat Mutter viele Gläser gespült und Du für Deine Freunde schon einiges an lustigen Partyartikeln *hust* gekocht.

Jetzt ist bei Studien an Menschen natürlich alles etwas schwieriger. Vielen fehlt überhaupt ein Ansatz von mechanistischem Zugang**, viele verwechseln Zucker mit einer Base, weil das muss man ja auch erstmal rausfinden, und dann muss man halt noch Fehlervariablen eindämmen, weil es meistens nicht sehr gut funktioniert, Menschen auszuwaschen (Organversagen und so), aber Perioden in denen man alle Studienteilnehmer erstmal auf ein isokalorisches und etwa gleichwertiges Trainingspensum bringt und zwischen den Studien weitere washout Blöcke einbaut, naja, das ist halt sehr aufwendig, kostet Studienteilnehmer und so viel Zeit hat man im akademischen Mittelbau jetzt auch nicht, weil publish or perish inzwischen in beinahe jedes Feld Einzug gehalten hat, außer vielleicht ganz obskure, wo man alle Experten um nen Standardkneipentisch versammeln kann.

 

* Ich hätte ja gesagt, ist nichts wert, aber Unterhaltungswert kann man selten abstreiten. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24015719 ist immer wieder gut.

** Alter, wenn ich nur noch einen EMG-Beug-nicht-tief-Mehmed sehe, dann gibt's nen Vlad III-Revival mit rostigsten alten Bar die die Stadt hergibt

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Sicher? Ich hab mich mal mit Milch und Akne beschäftigt und bezüglich der insulinotropen Wirkung so einiges gefunden.

Das ist wieder son spezifisches Ding. Bei einigen Leuten gibt es das, ja. Am Ende gibt es auch die Wirkung von Fisch, dass du dank Omega 3 Entzündungsreduktion siehst. Aber das sind spezifische Probleme, die nicht generelle Gesundheitsfaktoren einschliessen. Das ist eher Kosmetik. Und hochspezifisch. Das ist halt allgemein vs. speziell. 

 

Zitat

Keine Ahnung, das ist einfach nicht richtig.

Nein, deine Einstellung dazu ist nicht richtig. Ich kenne Dr Rippe. Und er ist außer sich, dass er seit Jahren wirklich hochqualitative Arbeit leistet, aber die Leute nur auf seine Funding Sources schauen. Schau dir mal nicht das Review an, da gibts noch Möglichkeiten "per Auslassung" zu bescheissen. Schau dir seine RCTs an. Das ist Goldstandard Arbeit. 

Es gibt einen Ansatz, den du dir in den Kopf ballern MUSST, wenn du wissenschaftlich agierst: "Judge the science, not the funding source." 

Wenn Rippe beschissen hat/hätte, würdest du es dann sehen, dass seine Forschung Probleme aufweist, du würdest komische statistische Mittel sehen, die nicht ganz so geeignet sind, du würdest oftmals sich verändernde N sehen, ohne eine Erklärung dafür, du würdest sehen, dass seine Arbeit immer andere Resultate hat im Vergleich mit der Forschung anderer Leute. Sieh dir mal an, wie das mit dem Kram von Jacob Wilson bspw. aussieht. Da siehst du dann, wie mutmaßlich gekaufte Forschung aussieht. 

 

Zitat

Eine einzelne Studie hat halt kein wissenschaftliches Gewicht.*

Das ist halt ganz gut zu wissen, also wiederhole ich das.

Eine einzelne Studie hat halt kein wissenschaftliches Gewicht.

Auch das stimmt so einfach nicht. Eine Studie HAT ein Gewicht, je nachdem wie groß und gut sie angelegt ist. Eine hochqualitative Studie hat mehr Gewicht als 25 schlecht angesetzte. 

Im Gesamten jedoch wird in einer Meta-Analyse eben genau das auch bedacht und das Gewicht der Studie so eingebaut (Random effects vs. fixed effects model bspw.), dass das Gewicht der Studie auch bewertet wird nach Größe etc. 

 

Zitat

Studien sind in der Regel sehr, sehr, sehr schlechte Experimente. Das ist ein bisschen wie Schulunterricht oder Experimentieren in Mutters Küche. Du behauptest, dass Säure Rotkohlsaft rot macht und Basen sollen Blaukrautsaft blau machen, weshalb das  Zeug auch zwei verschiedene Namen hast. Jetzt schnappst Du Dir irgendein Glas mit der Mutter gerade was gemacht hat und giesst den Saft rein und er wird rot, und dann wirfst Du noch etwas Natron rein und er bleibt rot. Na gut, Natron schmeckt auch wie nasser Hund, Sauer neutralisiert man am besten mit  Zucker. Natürlich hat Mutter damit gerade Essig abgemessen und Du hast das Glas nicht ausgespü

 

Das ist einfach viel zu allgemein gehalten. "Studien sind in der Regel" ist schon ein komischer Allgemeinplatz. 

 

Zitat

Jetzt ist bei Studien an Menschen natürlich alles etwas schwieriger. Vielen fehlt überhaupt ein Ansatz von mechanistischem Zugang**, viele verwechseln Zucker mit einer Base, weil das muss man ja auch erstmal rausfinden, und dann muss man halt noch Fehlervariablen eindämmen, weil es meistens nicht sehr gut funktioniert, Menschen auszuwaschen (Organversagen und so), aber Perioden in denen man alle Studienteilnehmer erstmal auf ein isokalorisches und etwa gleichwertiges Trainingspensum bringt und zwischen den Studien weitere washout Blöcke einbaut, naja, das ist halt sehr aufwendig, kostet Studienteilnehmer und so viel Zeit hat man im akademischen Mittelbau jetzt auch nicht, weil publish or perish inzwischen in beinahe jedes Feld Einzug gehalten hat, außer vielleicht ganz obskure, wo man alle Experten um nen Standardkneipentisch versammeln kann.

 

Washout Perioden sind auch einfach so nicht nötig. 6-7 Tage chillen als baseline und fertig. Frag mal brad Schoenfeld zum Thema Washout, der hat damit gute Erfahrungen gemacht, dass sie in Trainingsforschung unnötig sind. Bei Supplement Studies nehmen sie schlicht einfach nur Probanden, die die letzten 2 Monate gar keine genommen haben, done :D

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vor 3 Stunden, BadHabit schrieb:

Eine einzelne Studie hat halt kein wissenschaftliches Gewicht.

Quark. Eine sauber durchgeführte und statistisch fundierte Studie kann sehr wohl wissenschaftliches Gewicht haben. Das Problem ist, das auch viele 'Wissenschaftler' nicht wissen oder gekonnt ignorieren, was 'sauber durchgeführt und statistisch fundiert' bedeutet. Wer im Lifestyle-Bereich Studien mit n=20 durchführt, weiss das zum Beispiel nicht. Weil er oder sie glaubt, Faktoren isolieren zu können, die man weder isolieren noch konsistent erheben kann, Stichworte: 'genetische Varianz' und 'Compliance'. Das führt dann zu einem fliessenden Übergang zwischen Science und Bro Science, insbesondere im Bereich Lifestyle/Ernährung, in den noch dazu massive finanzielle Interessen mit einspielen.

Daher zum Beispiel die Begeisterung für Zwillingsstudien. Oder Studien mit großen Populationen, bei denen sich dann meist herausstellt, dass zuvor angenommene Effekte für sich genommen kleiner sind als gedacht.

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Wer im Lifestyle-Bereich Studien mit n=20 durchführt, weiss das zum Beispiel nicht. 

Net so simpel. Du hast oft entweder gezielt kleine Studien um große Effekte zu haben, oder aber du kriegst einfach keine Gelder oder Probanden. Letzteres istn Riesenproblem. 

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vor einer Stunde, Shao schrieb:

Du hast oft entweder gezielt kleine Studien um große Effekte zu haben [...]

Wenn man einen Effekt sehen will, ja. Aber das ist dann streng genommen keine Wissenschaft mehr, sondern Selbstmarketing.

Und ja, ist schon im Bereich Kardiologie oder Onkologie oft schwer, gut qualifizierte   Und stratifizierte Kohorten zusammen zu bekommen. Kein Vertun. Umso mehr dann hier.

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vor 21 Stunden, Shao schrieb:

1. Nein. Nicht haltbar. Mandelmilch ist keine Milch, sondern Nusssaft. Hormone überleben in den meisten Fällen Magensaft und Proteasen eh nicht und wenn, dann zerlegt sie der First Pass Effect. 

 

2. Stimmt teilweise, es gibt Responder und Non-Responder. Ist aber nicht ganz so wichtig, interessant sind Lip (a), Apolipoprotein B, Triglyzeridwerte usw. 

 

3. Nein, Bullshit. Schlicht nicht haltbar, egal was Robert Lustig erzählt. 

 

4. Richtig, wurde aber auch seltenst von Wissenschaftlern behauptet. 

 

5. Nötig ist gar nichts. Muskulös ist relativ. Proteinpulver ist für Faule, welches Protein du nimmst aus welcher Quelle, ob Fleisch, Fisch, Molkenprotein ist am Ende eher egal. Die Kategorie "Generell nahrungsergänzungsmittel" ist viel zu breit und daher nur ein unhaltbarer Allgemeinplatz. Solche Aussagen können NUR über jeweils einzelne Stoffe zu jeweils spezifischen Aussagen getroffen werden. Alles andere ist halt hochtrabendes Bullshitten mit Allgemeinplätzen.

6. Ja, vermutlich. Allerdings ist noch unklar, wieso. Es ist zumindest schonmal nicht das Fett. Es kann Zubereitung sein, es kann das Hämeisen sein, es können die Nitrite sein, es kann die damit einhergehende sonstige beschissene Ernährung sein. Alles ist möglich. Generell ist das absolut erhöhte Risiko aber nicht viel höher.

 

Die gab es noch nie in dieser Form. Habe nen wenig langen Artikel geschrieben drüber: https://www.taegerfitness.de/koerpertypen/

 

 

Wissenschaft heisst zitieren, verstehen, ableiten, Statistik lernen, Methodik lernen, Quellenkritik/reviewing lernen. Wissenschaft heisst nicht, dass man irgendwas liest, was sich wissenschaftlich anhört. 

Deinen Körper kennenlernen ist gut, aber davon ableiten kannst du eben gar nichts. Hier ist die knallharte Wahrheit: Wenn du kein MRT Gerät hast, keinen Ultraschall-messer, keine EXAKTE Dokumentation, dann ist das was du tust, nicht wissenschaftlich. Daher nutze dann das Wort nicht und versuche nicht zuviel aus deiner Erfahrung zu ziehen, was problemlos widerlegbar ist. Deine eigene Bedeutung als Datenpunkt ist für dich besonders groß, für die Allgemeinheit jedoch nahezu irrelevant. 

Ich vermute, meine eigene Zahl gelesener Paper dürfte sich jetzt nach 10 Jahren für Sport, Ernährung und Psychologie jenseits der 4000 befinden. Daher sei wirklich angeraten: Benutz das Wort wissenschaftlich nur bitte, wenn du Primärquellen liest und weisst, was du mit wissenschaftlich aussagst.

Ich lese im Schnitt 10-15 Studien im Monat, die neu rauskommen. Ich analysiere sie, würdige sie. Für meine Bücher sind es deutlich mehr. Ich analysiere, bewerte, mache Quellenkritik, frage mich was etwas bedeutet und am Ende setze ich die Puzzle zusammen. 

Ich weiß sehr gut, was eine gute Studie ist, was ein Experiment für die Praxis bedeutet und welche Schlüsse ich aus Papern wirklich ziehen kann. Der Großteil ist dazu ausserstande und profiliert sich mit dem Wort Wissenschaft nur. Was mir auf den Sack geht. Wissenschaftlich ist ein Wort mit einer Bedeutung. 

Ich würde demjenigen raten, kein Bodybuilder zu sein, weil die Diätphasen für die Bühne reiner Raubbau am Körper sind. Das wars. Indem man lernt, sich einfach wissenschaftliche Daten anzusehen, brauch man auch keine besonderen vielen Meinungen evaluieren. Die meisten machen einfach und verstehen eh nicht, was sie da tun und erklären dann ihren heiligen Gral und reden viel Blödsinn. Daher ignoriere ich nahezu alle Meinungen und verlasse mich auf die Kombination aus Wissenschaft und Praxiserfahrung in der Umsetzung, die ich mit anderen Trainern, die auf einem ähnlichen Grad unterwegs sind, auch gerne diskutiere. 

 

Yes, yes. Keep pimping my stuff, thanks :) 

Fehlt nur mehr der Link zum Buch...... Irgendwie hat man jetzt Lust es zu lesen 

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vor 3 Stunden, afc69 schrieb:

Fehlt nur mehr der Link zum Buch...... Irgendwie hat man jetzt Lust es zu lesen 

Zu meinem ersten Buch ist er direkt in der Signatur ;)

 

Mein Zweites noch nicht draußen.

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Am 20.4.2018 um 17:42 , Shao schrieb:

 

Deine Aussagen zu Zucker und Kohlenhydraten verwirren mich insofern, als du - zumindest noch bis vor ein paar Jahren - Mark Sissons "Primal Blueprint" empfohlen hast und hier beides ja salopp gesagt gar nicht gut weg kommen.

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vor 5 Stunden, Kotzreiz schrieb:

Deine Aussagen zu Zucker und Kohlenhydraten verwirren mich insofern, als du - zumindest noch bis vor ein paar Jahren - Mark Sissons "Primal Blueprint" empfohlen hast und hier beides ja salopp gesagt gar nicht gut weg kommen.

Marks Buch ist immer noch gut. Nur der Teil mit den Carbs ist scheisse. Seine Grafik, die "insidious weight gain" vorhersagt, fand ich damals schon bescheuert, weil sie unhaltbar ist. Was das Paleo Movement lange Zeit geschafft hat, war der Weg hin zu mehr wenig verarbeiteten Zutaten, die dann eine gute Mahlzeit brachten. Heutzutage ist es genau wie die Very Low Carb Welt ein Angst getriebener Bullshithaufen, der sich gegenseitig Supplements verkauft. 

Ich empfehle immer noch, Marks Kochbuch zu kaufen. Und vor allem auf Mark selber zu hören, der sagt "Carbs werden eben verdient." Und wenn man viel trainiert, kann man davon deutlich mehr futtern, als jemand, der insulinresistent ist und es nicht ist.

Man entwickelt sich auch weiter ;)

 

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vor 3 Stunden, Dusty88 schrieb:

Primal Blueprint Cookbook? Oder n anderes..gibt aj diverse von ihm mittlerweile.

Kenne nur das und das USer Generated. Quick and easy soll auch nett sein. Ansonsten immer die Carbophobia ignorieren.

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Am 21/4/2018 um 19:01 , Shao schrieb:

Zu meinem ersten Buch ist er direkt in der Signatur ;)

 

Mein Zweites noch nicht draußen.

danke bro

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