17 Beiträge in diesem Thema

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Erstmal zu meiner Situation: Ich habe keine Freunde und hatte noch nie eine Freundin. Auch noch nie ein Date. Von meinen Arbeitskollegen hatte ich mich glaube ich ein Jahr lang isoliert, seit ich da angefangen habe. Und erst kürzlich habe ich angefangen, zu versuchen, mehr mit ihnen in Kontakt zu treten. Ich war in einem Forum für Menschen mit sozialer Phobie und habe dort einen Thread mit gleichem Titel aufgemacht, wurde jedoch von dem Forum gesperrt. Ich habe nicht wirklich soziale Phobie im Moment, hatte es jedoch in der Vergangenheit und habe deshalb glaube ich sehr große Macken, was meine Sozialkompetenz angeht.

Wie gesagt, habe ich seit Kurzem angefangen, mehr Kontakt zu meinen Arbeitskollegen zu haben. Will vermehrt Gespräche mit ihnen führen. Bei jeder Gelegenheit grüßen usw.

Langfristig würde ich gerne Freunde finden. Eine Freundin, na ja, da mache ich mir nicht so viele Hoffnungen. Ich fange jedenfalls mit meinen Arbeitskollegen an.

Ein Problem ist, dass ich emotional sehr sensibel bin und wegen jedem Kleinkram verletzt bin. Das möchte ich beheben und meine Gefühle kontrollieren lernen.

Na ja, ich möchte hier berichten, wie es läuft. Hoffe, das ist OK.

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Ich möchte noch etwas zu dem Forum sagen, wo ich rausgeschmissen wurde. Das macht mich um ehrlich zu sein sehr zu schaffen, weil es mir eigentlich sehr wichtig war. Aber die Regeln da sind einfach SO streng!!! Ich bin im Moment nur für eine Woche gesperrt, aber ich denke, dass ist wirklich kein Ort, wo ich viel Zeit verbringen sollte.

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Ach ja, warum ich den Thread "Unsympathisch sein" genannt habe ist, weil ich offensichtlich sehr unsympathisch zu sein scheine. Die Leute behandeln mich nicht auf die gleiche Weise, wie sie andere Menschen behandeln. Ich werde oft ignoriert und sie halten mich für unwichtig und inkompetent. (Bei Letzterem liegen sie nicht unbedingt falsch.)

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Erstmals: „soziale Phobie“ wurde bei mir mit 20 auch diagnostiziert, das hat null mit deinem „sozial-kompatiblen“ Charakter zu tun.

Zum andren darfst du dich gerne fragen, warum ein Forum dich so aus der Bahn wirft. Warum trifft dich die Meinung von fremden Leuten so hart?

Ich will das PUF nicht schlecht reden, aber frag dich mal warum, welche Menschen auf dieses Forum aufmerksam werden? Es sind wohl kaum Leute, die mit sich und ihrem Liebesleben zufrieden sind.

Unsympathisch und inkopentent wirken sind komplett verschiedene Dinge! Ich akzeptiere manche Leute nur wegen ihrer fachlicherer Kompetenz, gegensätzlich gibt es Menschen mit denen ich sympathisiere, die null Kompetenzen an den Tag legen.

Deine Kernfragen sollten sein:

“Warum interessiert mich die Meinung von einem Forum, aufgrund eines Beitrages?“

“Warum denke ich, dass mich Leute absichtlich nicht grüßen?“

“Warum steh ich nicht einfach drüber und zieh mein Ding durch?“

 

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vor 9 Minuten, buena_lea schrieb:

Erstmals: „soziale Phobie“ wurde bei mir mit 20 auch diagnostiziert, das hat null mit deinem „sozial-kompatiblen“ Charakter zu tun.

Ja, ich bin sozial inkompetent. Liegt dann wohl nicht an der sozialen Phobie, die ich mal hatte.

vor 11 Minuten, buena_lea schrieb:

Zum andren darfst du dich gerne fragen, warum ein Forum dich so aus der Bahn wirft. Warum trifft dich die Meinung von fremden Leuten so hart?

Die Meinung ist mir nicht so wichtig, aber es hat mir sehr geholfen, dort zu schreiben und ich habe mein Verhalten z.B. auf der Arbeit sehr viel verbessert, weil ich durch das Forum motiviert wurde. Aber das alles ist mir jetzt verwehrt.

vor 14 Minuten, buena_lea schrieb:

Ich will das PUF nicht schlecht reden, aber frag dich mal warum, welche Menschen auf dieses Forum aufmerksam werden? Es sind wohl kaum Leute, die mit sich und ihrem Liebesleben zufrieden sind.

Was willst du damit sagen? Dass ich im falschen Forum bin?

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Es tut mir leid von deiner Situation zu lesen. Find ich gut das du mehr mit deinen Arbeitskollegen machen möchtest.

Bist du aktuell in therapeutischer Behandlung?

bearbeitet von Helmut

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vor 2 Stunden, Helmut schrieb:

Bist du aktuell in therapeutischer Behandlung?

Noch nicht, aber ich bin auf der Warteliste einer Verhaltenstherapeutin!

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Gast

Bin auf Updates gespannt! Kenne deine Situation zu gut, ist halt ein ewiger Kampf, wie das Leben selbst. Bleib stark und mach dein Ding, viel Erfolg dabei!

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Am 17.2.2019 um 14:41 , mrshapshifter schrieb:

Ich möchte noch etwas zu dem Forum sagen, wo ich rausgeschmissen wurde. Das macht mich um ehrlich zu sein sehr zu schaffen, weil es mir eigentlich sehr wichtig war. Aber die Regeln da sind einfach SO streng!!! Ich bin im Moment nur für eine Woche gesperrt, aber ich denke, dass ist wirklich kein Ort, wo ich viel Zeit verbringen sollte.

Ich weiß, es fällt schwer, aber nimm Dir das bitte nicht so zu Herzen. In Psychoforen gelten oft verschärfte Regeln, um die Klientel (vor sich selbst) zu schützen. Dazu kommt, dass auch die Moderatoren häufig selbst ihr Päcklein zu tragen haben und dementsprechend oft mal neurotisch reagieren. Wenn es konkrete Ansagen gab, versuche sie umzusetzen, wenn Dir das Schreiben unter Gleichgesinnten grundsätzlich hilft. Gleichzeitig kann das aber auch runter ziehen. Da musst Du dann gucken wie es Dir damit geht. 

Dass Du den Stier so bei den Hörnern packen willst, finde ich im übrigen echt stark. Fang einfach an und dann Schritt für Schritt. Und wenn Du mal ein paar zurück machst, ist das auch ok. Hauptsache dranbleiben. Das Gute ist, soziales Zeug kann man wirklich üben. Ich wünsch Dir viel Erfolg dabei!

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Schade, dass du dein Alter nicht angibst. Aber mal abgesehen davon, lese ich zwischen den Zeilen, dass da so einige Defizite aufzuarbeiten sind. Vieles wird einem schon in der Kindheit vermittelt. Wenn dir da eine dementsprechende Bezugsperson gefehlt hat, oder deine Bezugsperson selber Defizite aufwies, ist es nicht verwunderlich, wenn dir Social Skills fehlen. Allerdings kann es auch keine Ausrede sein, darauf einfach sitzen zu bleiben und der Welt mit Anklagen und/oder Wehklagen zu kommen. Du hast Möglichkeiten, nutze sie. Worin deine sozialen Inkompetenzen bestehen weiß ich nicht, aber nicht alles was du dazu zählst ist wahrscheinlich richtig. Als Beispiel: Nur weil man introvertiert ist, heißt das nicht, dass man keine Freunde finden kann, oder niemals einen Partner findet. Du magst dich vlt. als unsympathisch ansehen, andere sehen aber z.B. nur deine Scheu in Interaktionen. Oder sie merken deine Unsicherheiten, die auf mangelndem Selbstvertrauen beruhen. Überhaupt Vertrauen in sich selber zu haben, ist Voraussetzung sich darüber bewusst zu sein, auch selbst wirksam sein zu können. Nichts ist verloren. Alles was du wünschst kannst du dir aneignen. 

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Hey Shifter,

ich bin gerade selbst in meinem persönlichen Projekt: Wer bin ich, wie bin ich? Vielleicht auch: Warum ist das so? (Aber eben gerade hab ich gelesen, dass das „warum“ in der Verhaltenstherapie nicht so wichtig ist. Da wird nur angelerntes negatives Verhalten durch anlernen neuen Verhaltens überschrieben.) Die Gedanken die du hast sind für mich nachvollziehbare alte Bakannte: „Sie finden mich komisch!“ „Sie mögen mich nich!“ „Ich kann das einfach nicht.“ „Ich bin asozial.“ „Ich versaue Gespräche sowieso immer, so wie damals, als...“

Du beginnst jetzt an dir zu arbeiten. Du wirst die Gedanken erstmal akzeptieren müssen. Darfst sie hassen, leugnen, verdammen. Du wirst sie nicht vermissen wenn sie mal weg sind. Aber erkennen und Grüßen wenn sie wieder da sind. Um Ihnen zu sagen, dass du keine Zeit für sie hast. Und dich dann zu fragen wie du denn jetzt schon wieder auf so einen Blödsinn kommst, wo der Tag doch so gut anfing. Das klingt aus von erfahreneren Persönlichkeitsentwicklern immer sehr einfach. Dahin kommst du sicher auch noch.

Bis dahin die alte Regel: Lies dich ein.

Hier min Forum. In Blogs. In Büchern. Über Persönlichkeitsentwicklung (PE). Über Psychologie. Über Angst. Über Kommunikation.

Tipp: Die App Blinkist bietet Zusammenfassungen von Büchern an, so dass man kurz und knapp in 15min einen Informationsschub bekommt. Oft sind es PE oder Psychologie Bücher. Wenn man kein Blinkist Abo hat bekommt man nur täglich ein zufälliges „Blink“ zugeteilt. Da war schon viel gutes bei bisher.

Wichtig sind Selbstannahme und Selbstakzeptanz. (Buch: Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls) Du bist vielleicht ein stiller Typ. Du hast vielleicht nie viel „zwischenmenschliches“ üben können. Ja dann fang halt jetzt damit an. Oder wenn du dein negatives Denken durch neu erlerntes Denken ersetzt hast (was besser/schneller geht wenn du es einfach machst).

Ich selbst bin auch noch auf der Suche nach mir selbst. Konnte aus Erinnerungen die mir schlechte Stimmung bringen konnten, vor einiger Zeit positive Eigenschaften meinerseits rausziehen. Nach und nach, mit allen was man so ließt bildet sich ein Selbstbild, versteht man sich selbst besser.

Ich bin auch ein stiller Zeitgenosse. Kein Arbeitskollegenkumpel. Introvertiert. Beobachtend. Lernend. Mir entgeht nichts. Kreativ. Fantasievoll. Große Vorstellungskraft. Sagt jemand: „Mach das doch so und so.“ habe ich schon längst durchdacht, warum das so für mich keinen Sinn macht, weil es Hindernisse und Probleme gibt. Oder zumindest weiß ich, das es nicht so easy wird wie es klingt. Lösungsideen habe ich dann schon.

Das und vieles mehr sind wissenschaftlich bekannte positive Eigenschaften von Introvertierten.

Kürzlich erkannte ich daher:

Ich habe lange gesucht warum ich nicht wie sie bin. Aber klar ist jetzt nach wie vor: Ich bin nicht wie sie. Ich habe mich vielleicht endlich gefunden. Und klar ist auch: Keiner von ihnen ist wie ich. Niemand!

 

Informiere dich mal über schizoide Persönlichkeitsstörung. (Buch: Grundformen der Angst - Hab den Blink dazu gelesen) Es gibt eine recht allgemeine Beschreibung. Es gibt aber auch verschiedene Ausprägungen/Subtypen. Ich glaube bei Wikipedia war das.

Ich hab mich da wiedergefunden (Träger Subtyp) und bin im Moment sehr euphorisch, dort ansetzen zu können.

 

Viel Spaß bei der Selbstfindung.

 

 

 

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vor 12 Stunden, AnotherLife schrieb:

Informiere dich mal über schizoide Persönlichkeitsstörung. (Buch: Grundformen der Angst - Hab den Blink dazu gelesen) Es gibt eine recht allgemeine Beschreibung. Es gibt aber auch verschiedene Ausprägungen/Subtypen. Ich glaube bei Wikipedia war das.

Schizoide haben oft gar keinen Anreiz oder wenig Lust sozial zu sein. Was besser passt, ist die selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung. Er sollte in Therapie gehen und Don Juan-Bootcamp machen.

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vor 2 Stunden, RyanStecken schrieb:

Schizoide haben oft gar keinen Anreiz oder wenig Lust sozial zu sein. Was besser passt, ist die selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung. Er sollte in Therapie gehen und Don Juan-Bootcamp machen.

Ich glaube etwas komplexer ist das schon. Z.B. sagt Wiki:

„Während einerseits der Wunsch nach inniger Gemeinsamkeit mit anderen oder einem Mitmenschen bestehen kann, sind andererseits Mitteilung und emotionaler Ausdruck blockiert. Als Folge davon entsteht ein Gefühl innerer Zerrissenheit. Einige dieser Menschen treten starr und hölzern auf, andere wiederum überaus freundlich und vertrauenswürdig.“

Also schon wollen aber nicht so recht können.

Aber das sollte hier jetzt nicht durchdiskutiert werden. Der TE sollte die Begriffe als Leitlinie nehmen und auch selbst recherchieren und in sich rein horchen.

bearbeitet von AnotherLife

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Ja man kann darüber diskutieren, wie es bei Schizoiden wirklich ist, aber rein bezogen auf Symptome ist da erstmal wenig Bedürfnis. Das ist etwa so als wrnn ich behaupte ein grandioser Narzisst ist eigentlich gar nicht von sich selbstüberzeugt sondern im Kern unsicher. Das mag ja sein, verkennt aber dass das Teil des Symptoms ist.

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Gast
vor 4 Stunden, AnotherLife schrieb:

„Während einerseits der Wunsch nach inniger Gemeinsamkeit mit anderen oder einem Mitmenschen bestehen kann, sind andererseits Mitteilung und emotionaler Ausdruck blockiert. Als Folge davon entsteht ein Gefühl innerer Zerrissenheit. Einige dieser Menschen treten starr und hölzern auf, andere wiederum überaus freundlich und vertrauenswürdig.“

Also schon wollen aber nicht so recht können.

Ich habe dir den wichtigen Teil fett markiert. Der Wunsch nach inniger Gemeinsamkeit, mag vielleicht später mal kommen, wenn der schizo realisiert, dass er manches im Leben verpasst hat, was anderen Menschen viel bedeutet (z.B. eine Beziehung führen), dann kommt das Problem mit dem "nicht können". (Oder wenn der schizo mal ficken möchte und damit gewisse sozial skills von den Frauen abgefragt werden, welche bei einem schizo oft sehr verkümmert sind)

 

Ein Narzisst schwankt eben zwischen den beiden extremen. Ist aber meistens von sich selbst überzeugt und hält sich für den größten, auch wenn sein Selbstbild nicht stabil ist.

bearbeitet von Gast

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