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Guten Abend zusammen!

Ich bin psychisch und persönlich nach wie vor nicht da, wo ich sein will. Ich finde keine Antworten auf meine Fragen, und ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann.
Edit: Entschuldigt die Textwand!


Ich habe gerade meinen Master abgeschlossen und in der Arbeit und den letzten Prüfungen sowie dem Abschlussvortrag die bestmögliche Note bekommen.
Die letzten Monate waren extrem hart und stressig. Und obwohl ich jede Hürde mit Bravour gemeistert habe, bin ich dadurch nicht glücklich geworden. Jede weitere 1.0 hat mir nur gezeigt, dass ich mich eigentlich gar nicht danach sehne. Ich will zwar erfolgreich sein und mich fachlich weiterentwickeln und möglichst zu den Besten gehören. Aber ich will auch glücklich sein. Und das bin ich nicht.

Schon als Jugendlicher war ich jahrelang in Therapie, wegen Depressionen, sozialen Phobien. Und dann kam auch noch krankhafte Eifersucht in meinen ersten beiden (und einzigen^^) Beziehungen dazu. Mir wurde die narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Lange Jahre der Therapie konnten da einiges gerade biegen. Ich komme viel besser mit anderen Menschen zurecht, bin nicht mehr depressiv sondern eher ambitioniert und voller Tatendrang, und habe gelernt "loszulassen", was gut gegen Eifersucht hilft.

Dennoch bin ich nicht glücklich. Etwas fehlt mir. Ich fühle mich so, als wäre ich nur eine Ansammlung von Gedanken und Fähigkeiten. Mehr nicht. Da ist nichts "Tiefes". Nichts, was darüber hinausgeht. Keine "Seele", kein "Kern", wenn ihr versteht, was ich meine... Die sozialen Phobien, die Eifersucht, das narzisstische Gedankengut. All das beruht im Kern auf einem schwachen Selbstwertgefühl. Und ich denke, das trifft es ganz gut. Ich habe kein Selbstwertgefühl. Beziehungsweise: Mein Selbstwertgefühl ist eine Lüge.

In den letzten Jahren habe ich Stolz und Kraft aus meiner akademischen Leistung gezogen. Gute Noten und die damit einhergehenden bewundernden oder neidischen Blicke der Kommilitonen. Das war geil. Das wollte ich. Ich war nie einer der Narzissten, die sich größer gemacht haben, als sie sind. Aber ich wollte dem "grandiosen" Selbstbild in der Realität ENTSPRECHEN. Komme, was wolle. Eine 1.0 war wie Balsam für mein Ego. Eine 3.0 ein Weltuntergang, der mich mit Scham erfüllt hat.

Im Bachelor hatten alle die gleichen Fächer und die gleichen Prüfungen. Die Abschlussnoten der einzelnen Studenten konnte man daher 1 zu 1 miteinander vergleichen. Hatte Person A einen deutlich besseren Schnitt als Person B, so war jedem klar: Person A ist leistungsstärker. Das perfekte Umfeld für einen leistungsstarken Narzissten.
Im Master dagegen war das vollkommen anders. Alle hatten unterschiedliche Fächer. Nichts war mehr vergleichbar. Obendrein waren die Schwierigkeitsgrade der Fächer teilweise nicht miteinander vergleichbar. In manchen gab es jede Woche x Stunden an Hausaufgaben + schriftlche Klausur am Ende. In anderen nur eine billige mündliche Prüfung, in der jeder zweite mit einer 1 vor dem Komma rausgegangen ist.
Ich quälte mich mit Gedanken wie:
"Meint der jetzt echt, der ist besser als ich, weil der in dem Billigmodul da die bessere Note geholt hat als ich in meinem viel schwereren Fach?"
"Soll das ein Witz sein? DAS Fach fand er schwierig? Mein Modul hier fängt da an, wo die in dem Kindergarten-Fach aufhören, und der heult rum, dass es so schwer war?"
"Der hatte jetzt 3 Module aus dem Fachbereich. Ich nur 2. Allerdings zwei fortgeschrittene, er nur drei mal den gleichen Anfängermüll. Meint der jetzt, er hätte mehr Ahnung von dem Thema, weil er ein Fach mehr dazu hatte?"

Das belastet natürlich nicht nur mich, sondern auch meine Freundschaften. Ich will euch von einem Beispiel erzählen. Ein Kumpel, den ich seit dem ersten Semester kenne, nennen wir ihn Joe. Joe war im Bachelor in fast jedem Fach schlechter als ich. Nicht nur, dass er die teilweise sehr schwierigen Hausaufgaben oft von mir abgeschrieben hat (möglich, da es um mathematische Aufgaben geht), sondern er hat in manchen Fächern 4.0en geholt, während ich die kursbeste Klausur abgeliefert hab. Es war mir, ihm, und auch unserem Umfeld klar, dass ich der leisungsstärkere Student war. In unserer erweiterten Studentenclique war ich mit einer der besten. Sowas hat mich selbstbewusst gemacht, wenn wir mal feiern waren. Wenn da irgendwie ein neues Mädel dabei war, das ich gut fand, dann habe ich mir immer gesagt: "Jo, die weiß, wie intelligent du bist. Und dass du die meisten anderen hier, was das angeht, in die Tasche steckst."
Ich bin gern mit Leuten wie Joe rausgegangen, weil ich daneben gut und erfolgreich aussah. Mir ist heute klar, dass das ziemlich traurig ist...

Im Master war Joe allerdings einer derjenigen, die den schwierigeren Fächern so gut es ging aus dem Weg gegangen sind. Sein Notenschnitt hat sich dadurch drastisch verbessert. Stärker als mein eigener. Er ist jetzt fast so gut wie meiner. Das alleine regt mich auf: Wie kann ein Typ, der in halbwegs schwierigen Fächern stets miese Noten holt, während ich teilweise auch da glänze, jemand, der noch nie eine bessere Note geholt hat als ich, jetzt mit dem gleichen Schnitt rumlaufen??
Obendrein hat er das Masterstudium 1.5 Semester vor mir abgeschlossen. Zum einen hatte ich härtere Fächer als er, in denen ich Klausuren durchgestrichen und wiederholt hatte, um nicht am Ende einen schlechteren Schnitt zu haben als er, der den halbwegs theoretischen und anspruchsvollen Fächern aus dem Weg gegangen ist. Zum anderen habe ich aber auch mehr Module gemacht als er und schon ein wenig in der Forschung mitgearbeitet, sodass da die eine oder andere Publikation für mich rausspringt, sodass ich die erhöhte Studiendauer damit etwas kompensieren kann.

Ich habe keinen Kommilitonen erlebt, der ein billigeres Kurscurriculum hatte. Nicht nur, dass er die wenigsten Hausaufgaben oder schriftlichen Prüfungen hatte (zumindest bei uns sind mündliche Prüfungen deutlich leichter als schriftliche). Sondern er hatte auch mehrmals die selben Anfängermodule gewählt, in denen sich Stoff zu großen Teilen wiederholt hat. Ich hatte mehrere Fächer, in denen er, ausgehend von seinen bisherigen Leistungen dort, keine guten Noten geholt hätte...

Am liebsten würde ich ihm all das erklären. Dass er nicht ansatzweise auf meinem Notenlevel wäre, wenn er meine Fächer gehabt hätte. Dass er von allen die billigsten Fächer und das meiste Glück hatte. Dass er nach wie vor... nicht auf meinem Level ist! Aber ich will so nicht sein. Ich will nicht der arrogante Arsch sein.
Der Gedanke quält mich, ob er jetzt meinen könnte, besser zu sein als ich. Oder dass andere das meinen könnten. Was würde das Mädel in dem Club nun denken??

Ich habe ihn neulich besucht. Er promoviert jetzt. Und in dem, was er da macht, ist er ziemlich gut. Versteht mich nicht falsch, im praktischen Arbeiten, in der Laborarbeit, war er immer besser als ich. Das kann ich offen zugegeben. Nur geht es im Studium selbst, den einzelnen Fächern, eher um die Theorie und das Verständnis als um die handwerklich-technische Arbeit im Labor.
Und ich habe Angst, dass er wegen seines guten Schnitts jetzt meint, er wäre mir ebenbürtig...  Zu sehen, wie gut er da mit seiner Promotion klarkommt, ihn in "seinem" Element im Labor zu sehen... das macht es nicht einfacher. Wenn er fröhlich von seinem guten Schnitt redet (selbst ohne anzugeben!), dann macht mich das rasend.

 

Ich will so nicht mehr sein! Ich will keine Angst davor haben, was andere denken KÖNNTEN. Ich will nicht mehr abhängig davon sein, ob ich besser oder schlechter als irgendwer sonst bin. Ich will Im Club vor irgendeinem Mädel nicht meine Kraft daraus ziehen, leistungsstärker zu sein als jemand anderes. Ich will nicht mehr süchtig nach der Bewunderung anderer sein. Und RASEND vor Wut werden, wenn ich das Gefühl habe, dass sie meine Überlegenheit nicht anerkennen. Ich will mich von meinen FREUNDEN nicht bedroht fühlen oder sie gar FERTIG machen, damit sie kapieren, dass ich "besser" bin. Es tut weh, so zu sein. Joe ist ein super netter Typ. Sympathisch. Lebensfroh. Der denkt über so eine Scheiße wahrscheinlich nicht mal nach... Und ich sitz hier und habe Schmerzen. Nicht er ist das Problem. Ich habe das in Bezug auf viele andere Leute auch. Dann dachte ich, das System ist das Problem. Dass die Fächer im Master nicht reguliert werden, und alle komplett unterschiedlich schwere Kurszusammenstellungen haben. Aber das ist im Leben normal. Der Bachelor ist doch eher die Ausnahme, bei der alle genau das gleiche machen. Nicht das System ist das Problem. ICH bin das Problem.
Aber ich finde keine Alternative. Worauf soll man denn sonst stolz sein? Wofür sich sonst wertvoll fühlen? Woraus Kraft ziehen?

Ich habe das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" gelesen (ich war auch schon in dem Thread dazu). Bisher habe ich es nur gelesen, aber die Übungen noch nicht gemacht. Das folgt. Ich finde es sehr gut, was der Autor da schildert. Allerdings habe ich auch da das Gefühl, dass es nicht tief genug geht. Die zweite Hälfte heißt zwar "Das Selbst und Andere". Aber da geht er nur auf die Rolle von Eltern, Lehrern und Co. ein. Wie man mit Konkurrenz oder der Meinung anderer umgeht, wird dort nicht ausgiebig behandelt. Und woher dieses Selbstwertgefühl nun genau kommt, das schildert er auch nicht. Wenn ich andere frage, woher sie ihr Selbstwertgefühl nehmen, kommen immer so Sachen wie:
"Ich bin ganz gut in meinem Job/Studium, ich seh gut aus, bin witzig, fahr ein dickes Auto etc."
Das ist doch aber alles im Außen. Das ist doch genau das, was ICH mache. Ich ziehe meinen Selbstwert daraus, bessere akademische Leistungen als andere zu bringen. Beziehungsweise aus der Bestätigung, die ich daraus bekomme.

Wie soll man es sonst machen?

Danke an alle, die bis hier gelesen haben.
Wenn hier jemand ist, der auch ein nicht vorhandenes oder korrumpiertes Selbstwertgefühl "geheilt" hat, wenn jemand weiß, wie man diese Leistungsorientierung, diesen Konkurrenzgedanken besiegen kann, wäre ich sehr, sehr dankbar für Tipps. Ich fange auch bald meine Promotion an. Aber es soll kein neues Hamsterrrad werden, in welchem ich nur die Leistung im Kopf habe, um Anerkennung zu kriegen, während das Leben komplett auf der Strecke bleibt.
 

vG.

Dulacre

 

 

bearbeitet von Dulacre
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vor 23 Stunden, Dulacre schrieb:



Ich habe das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" gelesen (ich war auch schon in dem Thread dazu). Bisher habe ich es nur gelesen, aber die Übungen noch nicht gemacht. Das folgt. Ich finde es sehr gut, was der Autor da schildert. Allerdings habe ich auch da das Gefühl, dass es nicht tief genug geht. Die zweite Hälfte heißt zwar "Das Selbst und Andere". Aber da geht er nur auf die Rolle von Eltern, Lehrern und Co. ein. Wie man mit Konkurrenz oder der Meinung anderer umgeht, wird dort nicht ausgiebig behandelt. Und woher dieses Selbstwertgefühl nun genau kommt, das schildert er auch nicht. Wenn ich andere frage, woher sie ihr Selbstwertgefühl nehmen, kommen immer so Sachen wie:
"Ich bin ganz gut in meinem Job/Studium, ich seh gut aus, bin witzig, fahr ein dickes Auto etc."
Das ist doch aber alles im Außen. Das ist doch genau das, was ICH mache. Ich ziehe meinen Selbstwert daraus, bessere akademische Leistungen als andere zu bringen. Beziehungsweise aus der Bestätigung, die ich daraus bekomme.

Wie soll man es sonst machen?

Danke an alle, die bis hier gelesen haben.
Wenn hier jemand ist, der auch ein nicht vorhandenes oder korrumpiertes Selbstwertgefühl "geheilt" hat, wenn jemand weiß, wie man diese Leistungsorientierung, diesen Konkurrenzgedanken besiegen kann, wäre ich sehr, sehr dankbar für Tipps. Ich fange auch bald meine Promotion an. Aber es soll kein neues Hamsterrrad werden, in welchem ich nur die Leistung im Kopf habe, um Anerkennung zu kriegen, während das Leben komplett auf der Strecke bleibt.
 

vG.

Dulacre

 

 

Punkt 1: Hätte Bateman hier nicht rein geschrieben, hätte ich gesagt bei deinen Ausführungen, explizit zu Joes Master' Werdegang kam mir der Sinn nach Patrick Bateman. Du liest dich so hasserfüllt, über einen Freund, und hast selbst einen 1,0er-Schnitt.

Daher denke ich nicht dir helfen zu können, denn du brauchst viel Hilfe bzw. Zeit.

Aber: Du beziehst halt alles auf andere Mitmenschen. Woher andere ihren Selbstwert erfahren ist doch ihre Sache. Und wenn du dich immer mit anderen vergleichst wirst du nie glücklich. Du willst immer besser sein, auf Dauer ist das ermüdend und frustrierend siehe am Beispiel von Joe, denn während das noch im Sport bis zu einem gewissen Alter ja klappt da es Pokale, etc. pp hagelt und es Applaus gibt und die Leute einen anhimmeln ist es halt in 99% der anderen Fälle nicht so. Und du bist ein anderer Fall. 

Warum ich dennoch schreibe? Weil ich deinen und Patrick B.'s Ausführungen dennoch etwas widersprechen möchte: Die Beispiele für den Selbstwert derart lapidar wegzuklatschen spricht genau für das Problem was du hast. Bedürfnisse, Wünsche und Herangehensweisen von anderen herunterbuttern und als nichtig abtun.

"Gut" aussehen bzw. sportlich sein bzw. im Gym Krafttraining zu betreiben ist eine ziemliche Willensangelegenheit, die dementsprechend Disziplin erfordert und ist in der heutigen Gesellschaft bei den ganzen Versuchungen noch etwas schwieriger, und definitiv kein Selbstwert der von Außen hinzukommt. Die Außenwirkung ist das Sahnehäubchen oben drauf, und man sollte einfach anerkennen was manche/einige/viele leisten.  Neben dem gesundheitlichen Aspekt.

Social Media: gut weitläufiger Begriff, und definitiv nicht mein Thema; aber ohne dieses Medium gäbe es zB auch nicht die ganzen Aufklärungsvideos wie man nen Auspuff wechselt, Gemüse so zerlegen kann dass es mal anders chiq aussieht^^, von mir aus auch Schminktipps, usw.. Wenn jemand halt mit Nonsens 2 Mio. Leute nach sich ziehen kann, dann bedeutet das halt was und man muss ja trotzdem nicht selbst mitmachen^^

Sex und Autos handhabe ich mal in einem^^: Also in einem 911er zu fahren ist ja definitiv nicht das gleiche wie in einem Punto zu fahren^^. Das ist jawohl ein Fakt. Was das nun bedeutet, etc. pp ist nun mal wurscht. Aber jedem 911er-Fahrer nun Protzerei zu unterstellen zeugt genau von diesem Denken, welches du loswerden willst. Und Sex als Selbstwert von Außen, hm ... denke nicht. 

Ich möchte deine attestierte Persönlichkeitsstörung nicht abtun oder unterschätzen, von daher ganz schwierig ... aber du musst loslassen, und nun mal damit klar kommen dass diese Welt nicht nur mit dir funktioniert, sondern noch viele andere benötigt, die schlechtere, gleichwertige oder/und bessere Arbeit als du abliefern. Und Superlative gibt es eigentlich nicht. Ist alles ein Betrachtungswinkel, usw. Und Vitamin D kann immer helfen^^

 

 

 

 

bearbeitet von Kameltreiber
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vor 14 Stunden, Kameltreiber schrieb:

Punkt 1: Hätte Bateman hier nicht rein geschrieben, hätte ich gesagt bei deinen Ausführungen, explizit zu Joes Master' Werdegang kam mir der Sinn nach Patrick Bateman. Du liest dich so hasserfüllt, über einen Freund, und hast selbst einen 1,0er-Schnitt.

Daher denke ich nicht dir helfen zu können, denn du brauchst viel Hilfe bzw. Zeit.

Aber: Du beziehst halt alles auf andere Mitmenschen. Woher andere ihren Selbstwert erfahren ist doch ihre Sache. Und wenn du dich immer mit anderen vergleichst wirst du nie glücklich. Du willst immer besser sein, auf Dauer ist das ermüdend und frustrierend siehe am Beispiel von Joe, denn während das noch im Sport bis zu einem gewissen Alter ja klappt da es Pokale, etc. pp hagelt und es Applaus gibt und die Leute einen anhimmeln ist es halt in 99% der anderen Fälle nicht so. Und du bist ein anderer Fall. 

Warum ich dennoch schreibe? Weil ich deinen und Patrick B.'s Ausführungen dennoch etwas widersprechen möchte: Die Beispiele für den Selbstwert derart lapidar wegzuklatschen spricht genau für das Problem was du hast. Bedürfnisse, Wünsche und Herangehensweisen von anderen herunterbuttern und als nichtig abtun.

"Gut" aussehen bzw. sportlich sein bzw. im Gym Krafttraining zu betreiben ist eine ziemliche Willensangelegenheit, die dementsprechend Disziplin erfordert und ist in der heutigen Gesellschaft bei den ganzen Versuchungen noch etwas schwieriger, und definitiv kein Selbstwert der von Außen hinzukommt. Die Außenwirkung ist das Sahnehäubchen oben drauf, und man sollte einfach anerkennen was manche/einige/viele leisten.  Neben dem gesundheitlichen Aspekt.

Social Media: gut weitläufiger Begriff, und definitiv nicht mein Thema; aber ohne dieses Medium gäbe es zB auch nicht die ganzen Aufklärungsvideos wie man nen Auspuff wechselt, Gemüse so zerlegen kann dass es mal anders chiq aussieht^^, von mir aus auch Schminktipps, usw.. Wenn jemand halt mit Nonsens 2 Mio. Leute nach sich ziehen kann, dann bedeutet das halt was und man muss ja trotzdem nicht selbst mitmachen^^

Sex und Autos handhabe ich mal in einem^^: Also in einem 911er zu fahren ist ja definitiv nicht das gleiche wie in einem Punto zu fahren^^. Das ist jawohl ein Fakt. Was das nun bedeutet, etc. pp ist nun mal wurscht. Aber jedem 911er-Fahrer nun Protzerei zu unterstellen zeugt genau von diesem Denken, welches du loswerden willst. Und Sex als Selbstwert von Außen, hm ... denke nicht. 

Ich möchte deine attestierte Persönlichkeitsstörung nicht abtun oder unterschätzen, von daher ganz schwierig ... aber du musst loslassen, und nun mal damit klar kommen dass diese Welt nicht nur mit dir funktioniert, sondern noch viele andere benötigt, die schlechtere, gleichwertige oder/und bessere Arbeit als du abliefern. Und Superlative gibt es eigentlich nicht. Ist alles ein Betrachtungswinkel, usw. Und Vitamin D kann immer helfen^^

 

 

 

 

Ist an der Stelle ein gutes Reframing. Wenn die Menschen es wirklich so angehen würden, wären es gesunde Herangehensweisen.

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Gast
Am 21.7.2019 um 20:56 , Dulacre schrieb:

Wie soll man es sonst machen?

Vergiss mal PickUp für ein paar Wochen komplett und schau Dir diesen Film hier an:

(Sogar in voller Länge auf YouTube).

Schau ihn dir ruhig ein paar Wochen später ein zweites mal an, habe ich auch so gemacht.

 

bearbeitet von Gast

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Am 21.7.2019 um 22:02 , Patrick B schrieb:

Das ist ein großes Thema, auch wenn du schon einiges an Vorarbeit geleistet hast. Deshalb schon mal vorab: räume dir genug Zeit ein, das zu ändern. Das sind kognitive und emotionale Muster, die sich über mehr als 20 Jahre bei dir etabliert haben, und es wird auch Zeit brauchen, das zu ändern. Sei also geduldig mit dir selbst. 

Zum anderen: und das sagst du an einer Stelle auch bereits selber - beziehen sehr viele Menschen ihren Selbstwert von außen. Bspw:

- Social Media: zum Großteil Show off

- Gym: zum Großteil Show off

- Autos und andere Statussymbole: zum Großteil Show oft

- Viele oder besonders geile Sex- oder Liebespartner: zum Großteil Show off 

Etc. Nun hast du einen besonders starken Leidensdruck und der scheint mir auch deutlich größer zu sein als bei den vielen Menschen, die sonst ihren Selbstwert von außen beziehen. Also gut, dass du das ändern willst. 

Ich war selber auch immer sehr leistungsorientiert. Von der Schule über die Uni, den Sport oder das Berufsleben. Ich wollte immer der Beste sein und hab das eigentlich auch in jedem Bereich geschafft. Aber macht eben auch nicht wirklich glücklich. 

Mit haben folgende Ansätze geholfen:

Deskription - verstehe, wo genau deine Selbetwertdefizite bestehen. Also insbesondere in welchen Lebensbereichen und ob dies Selbstwirksamkeit oder Selbstwertschätzung betrifft (diese Differenzierung müsstest du aus dem Säulenbuch kennen). 

Analyse - verstehe, wo diese Defizite herkommen. Falls du eine analytische oder tiefenpsychologisch Therapie gemacht hast, weißt du hier ggf. schon einiges. Gibt Leute, die sagen, dass ihnen das nichts bringt, aber mir hat es geholfen. Denn ich will Dinge immer verstehen. Während der erste Schritt schnell geht, kann das hier richtige Arbeit sein und alleine ein Prozess über ein Jahr hinweg sein. 

Änderungen auf der Verhaltensebene - fang an aus Mustern auszusteigen. Zum Beispiel (diese Dinge haben für mich funktioniert, aber das ist sehr individuell):

- mach vor deiner Promotion eine dreimonatige Reise ohne irgendwelchen Leistungsdruck

- plan dir Zeiten unter der Woche ein, in denen du unproduktiv bist (bspw. einen Tag pro Woche, an dem du nichts leistest - auch kein Buch lesen oder whatever so auf deiner Liste steht).

- fang an zu meditieren 

Änderungen deiner Kognitionen und des Wertesystems - verstehe die Kognitionen und das Wertesystem, das hinter deiner Leistungsorientierung steht und hinterfrage diese (hier hast du schon einiges erarbeitet,  denke ich). Anschließend kannst du beginnen Alternativen zu formulieren und diese einzuarbeiten. Bspw. indem du die neuen Mindsets dir ins Gedächtnis rufst, wenn die alten Muster auftreten (hierbei hilft auch der nächste Punkt).

Hierzu gibt es ein sehr gutes Buch von Wilkens, das heißt in etwa "Methoden zur kognitiven Umstrukturierung".

Achtsamkeit - ein Kernelement jeder Psychotherapie ist die Dissoziation von dysfunktionalen Kognitionen und Emotionen. Achtsam zu beobachten und zu akzeptieren, was ist, hilft dabei. Zudem geht es bei Achtsamkeit darum, nicht zu werten. Und das ist wohl auch eines deiner Probleme. Du wertest ständig Menschen aufgrund ihrer Leistungen. Auch dabei kann Achtsamkeit helfen. Abstellen kannst du das alles nicht einfach so. Aber doch davon lösen. Genauso wie von den sonstigen Kogkitionen und Emotionen, die dich quälen. 

 

Das ist beruhigend, von jemandem zu lesen, der sich davon befreien konnte. Hast du hier auch irgendwo deine Geschichte oder genauere Ausführungen geschildert?
Das Problem bei dieser Sucht nach Leistung ist ja auch, dass es immer schwieriger wird, zufrieden zu sein. Hat man einmal die 1.0 geholt, reicht es nicht mehr, wenn man sie nur ab und an hat. Man will sie immer haben. Irgendwann ist schon eine 1.3 ein Makel. Die Master-Arbeit soll natürlich so gut sein, dass der Prof. einem versichert, es sei eine der besten Arbeiten, die er je bekommen hat. Nach einem kurzen Schub an Zufriedenheit und halb vorm Burnout steckt man sich das nächste Ziel: Promotion an einer renommierten Uni im Ausland. Mit Suma Cum Laude? Es wird immer schwerer und schwerer das Ziel zu erreichen. Und die Befriedigung ist, wenn überhaupt vorhanden, nur von sehr kurzer Dauer. Das Kartenhaus muss irgendwann zusammenbrechen. Keine Freunde. Keine Frau. Kein Spaß am Leben. So will ich nicht enden...  Ich könnte den Nobelpreis holen und würde danach wahrscheinlich von der Brücke springen.

Danke jedenfalls für deinen Handlungsplan.


Deskription: Ich denke, es ist die Selbstschätzung. Bei der Selbstwirksamkeit sehe ich keine großen Probleme. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Ich bin mutig, wenn es um neue Herausfoderungen geht und suche sie aktiv. Ich habe einen starken Willen, was das Erreichen meiner Ziele angeht. Mein Problem ist dann wohl eher die Selbstschätzung. Dass ich mich mit Leistung gleichsetze und das Gefühl habe, ohne sie nichts wert zu sein. Und hier aber auch wieder die Frage: Woher seinen Wert ziehen?

Analyse: Es war eine Verhaltenstherapie, aber es wurde auch überlegt, wie die jeweiligen Denkstrukturen zustande gekommen sind. Wie so oft war es hier die Kindheit.
Und auch, wenn es kein Wunder ist, dass ein Kind bei den Dingen, die da früher gewesen sind, kein stabiles Selbstwertgefühl aufbauen kann, und ich meine "Geschichte" mittlerweile ganz gut nachvollziehen kann... so beantwortet mir das nicht die Frage, was ich nun tun muss. Wie ich diesen Kern meiner Probleme, das, was allen anderem zugrunde liegt, begegnen kann.

Änderungen auf der Verhaltensebene: Zumindest habe ich mir fest vorgenommen, mich in Zukunft mindestens so sehr um meine Seele und mein Wohlbefinden zu kümmern, wie um meine Leistung. Lieber liefere ich nur eine mittelmäßige Promotion ab und entwickle dafür ein stabiles Selbstwertgefühl, das mir den unbeschwerten Umgang mit anderen Menschen ermöglicht, als eine top Promotion zu haben und mit Anfang 30 immer noch emotional verkümmert zu sein. Mit Meditation habe ich auch angefangen. Achtsamkeit, aber auch geführte Dinger auf Youtube zur Selbstliebe. Ich weiß noch nicht so richtig, ob es was bringt. Aber schaden kann es nicht.

Änderungen deiner Kognitionen und des Wertesystems: Das könnte mein Knackpunkt sein. Ich habe den Eindruck, seit ich angefangen habe, aktiv darüber nachzudenken und seit ich langsam erkenne, wie gestört mein Verhalten eigentlich ist, hat sich das Muster schon etwas gelockert. Mit einer Freundin habe ich auch angefangen darüber zu sprechen. Die ist auch sehr leistungsstark und hat sich auch immer viel darüber definiert (nur bei weniger Konkurrenz-Gedanken in Bezug auf andere). Fragt sich jetzt bei der Berufswahl, nach welchen Kriterien sie den Beruf auswählen soll... Im Urlaub habe ich auch ein wenig nachgedacht. Wäre es nicht viel besser, wenn man andere als gewinnbringende Ressource denn als Konkurrenz ansehen könnte? Wenn Joe und ich zusammenarbeiten und einander ergänzen würden? Wenn ich froh wäre, Leute um mich zu haben, die auch Sachen können, die ich nicht kann, weil ich dann auch wieder davon lernen kann etc.? So eine Sichtweise würde zumindest den ständigen vergleichenden Impuls reduzieren. Oder die Angst davor, mal nicht der Bessere zu sein...
Trotzdem ärgert mich der Gedanke, was er denken könnte, sich einbilden könnte... es ist wie Gift in meinem Geist. Wenn ich zu dem Schluss komme, im Bereich xyz besser zu sein als er, dann muss mir dieses Wissen reichen. Es muss mir scheiß egal sein, was andere denken. Und ich sollte weder sie noch mich selbst abwerten, wenn sie oder ich weniger leistungsstark sind...
Ich werde mir das Buch ansehen!

Habe heute Mittag noch ein anderes ausgepackt:
https://www.amazon.de/Ein-Weg-dir-selbst-Befreie/dp/394676505X
Aus Verzweiflung einfach nochmal ein Buch gekauft, das den Weg zum Selbstwertgefühl verspricht 🤣
Die Übungen der 6 Säulen und vermutlich auch eine Wiederholung der ersten Buchhälfte kommen aber auch noch dran.

Achtsamkeit: Ja, daran versuche ich mich bereits. Ich habe das immer als "überflüssig" abgetan, weil ich eh schon ein sehr (selbst-)reflektierter und aufmerksamer Mensch bin. Kriege z.B. immer am meisten von der Umgebung mit, wenn wir mit einer Gruppe unterwegs sind, habe die exaktesten Erinnerungen von dem, was gesagt wurde etc. und höre lieber aufmerksam zu, als ständig selbst zu reden. Typischer Introvertierter halt. Aber das Kernelement des Achtsamseins, das "Nicht Werten", das Verstehen, das man selbst nicht seine Gedanken oder Gefühle ist. Das hab ich noch nicht so wirklich verinnerlicht....


 

Am 22.7.2019 um 20:41 , Kameltreiber schrieb:

Punkt 1: Hätte Bateman hier nicht rein geschrieben, hätte ich gesagt bei deinen Ausführungen, explizit zu Joes Master' Werdegang kam mir der Sinn nach Patrick Bateman. Du liest dich so hasserfüllt, über einen Freund, und hast selbst einen 1,0er-Schnitt.

Daher denke ich nicht dir helfen zu können, denn du brauchst viel Hilfe bzw. Zeit.

Aber: Du beziehst halt alles auf andere Mitmenschen. Woher andere ihren Selbstwert erfahren ist doch ihre Sache. Und wenn du dich immer mit anderen vergleichst wirst du nie glücklich. Du willst immer besser sein, auf Dauer ist das ermüdend und frustrierend siehe am Beispiel von Joe, denn während das noch im Sport bis zu einem gewissen Alter ja klappt da es Pokale, etc. pp hagelt und es Applaus gibt und die Leute einen anhimmeln ist es halt in 99% der anderen Fälle nicht so. Und du bist ein anderer Fall. 

Warum ich dennoch schreibe? Weil ich deinen und Patrick B.'s Ausführungen dennoch etwas widersprechen möchte: Die Beispiele für den Selbstwert derart lapidar wegzuklatschen spricht genau für das Problem was du hast. Bedürfnisse, Wünsche und Herangehensweisen von anderen herunterbuttern und als nichtig abtun.

"Gut" aussehen bzw. sportlich sein bzw. im Gym Krafttraining zu betreiben ist eine ziemliche Willensangelegenheit, die dementsprechend Disziplin erfordert und ist in der heutigen Gesellschaft bei den ganzen Versuchungen noch etwas schwieriger, und definitiv kein Selbstwert der von Außen hinzukommt. Die Außenwirkung ist das Sahnehäubchen oben drauf, und man sollte einfach anerkennen was manche/einige/viele leisten.  Neben dem gesundheitlichen Aspekt.

Social Media: gut weitläufiger Begriff, und definitiv nicht mein Thema; aber ohne dieses Medium gäbe es zB auch nicht die ganzen Aufklärungsvideos wie man nen Auspuff wechselt, Gemüse so zerlegen kann dass es mal anders chiq aussieht^^, von mir aus auch Schminktipps, usw.. Wenn jemand halt mit Nonsens 2 Mio. Leute nach sich ziehen kann, dann bedeutet das halt was und man muss ja trotzdem nicht selbst mitmachen^^

Sex und Autos handhabe ich mal in einem^^: Also in einem 911er zu fahren ist ja definitiv nicht das gleiche wie in einem Punto zu fahren^^. Das ist jawohl ein Fakt. Was das nun bedeutet, etc. pp ist nun mal wurscht. Aber jedem 911er-Fahrer nun Protzerei zu unterstellen zeugt genau von diesem Denken, welches du loswerden willst. Und Sex als Selbstwert von Außen, hm ... denke nicht. 

Ich möchte deine attestierte Persönlichkeitsstörung nicht abtun oder unterschätzen, von daher ganz schwierig ... aber du musst loslassen, und nun mal damit klar kommen dass diese Welt nicht nur mit dir funktioniert, sondern noch viele andere benötigt, die schlechtere, gleichwertige oder/und bessere Arbeit als du abliefern. Und Superlative gibt es eigentlich nicht. Ist alles ein Betrachtungswinkel, usw. Und Vitamin D kann immer helfen^^

 

 

 

 

Verstehe mich nicht falsch, ich wollte diese Dinge (Auto, Gym, etc.) nicht als "nichtig" abklatschen. Sondern nur erklären, dass ich nicht den Unterschied sehe zu dem, was ICH tu. Der eine zieht seinen Selbstwert aus dem Auto. Ich aus meiner akademischen Leistung. Warum bin ich unglücklich und er nicht?

Ich denke aber, so wie Patrick B. das meinte und so, wie du es beschreibst, sind es zwei Paar Schuhe. Das deckt sich mit der Aussage zum Reframing von @Froncolo.
Geht es darum, ob man es für sich selber tut oder für andere? Wenn ich das Auto fahre, weil das Fahren Laune bringt, weil ich mich an seinem Anblick erfreue oder weil es zeigt, dass ich meine Finanzen gut im Griff habe, ist es ein guter Ausdruck von Selbstwertgefühl. Wenn ich es mir aber nur kaufe, um anderen zu imponieren, ist es eher ein Ausdruck von fehlendem Selbstwertgefühl. Kann man das so sagen?

Und ja, ich lese mich "hasserfüllt". Das ist gerade das, woran ich gemerkt habe, dass mein Zustand nicht normal ist. Ich kann nicht mal mit einem Kumpel auf dem Balkon setzen, ohne innerlich zu kochen. So sind echte Freundschaften unmöglich.

@Zalando90
Dieser Empfehlung komme ich gerne nach, danke dir!

 

Danke euch jedenfalls für die Antworten! Und sorry für die späte Reaktion, ich komme gerade aus dem Urlaub.

bearbeitet von Dulacre

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vor 8 Stunden, Dulacre schrieb:

Verstehe mich nicht falsch, ich wollte diese Dinge (Auto, Gym, etc.) nicht als "nichtig" abklatschen. Sondern nur erklären, dass ich nicht den Unterschied sehe zu dem, was ICH tu. Der eine zieht seinen Selbstwert aus dem Auto. Ich aus meiner akademischen Leistung. Warum bin ich unglücklich und er nicht?

Ich denke aber, so wie Patrick B. das meinte und so, wie du es beschreibst, sind es zwei Paar Schuhe. Das deckt sich mit der Aussage zum Reframing von @Froncolo.
Geht es darum, ob man es für sich selber tut oder für andere? Wenn ich das Auto fahre, weil das Fahren Laune bringt, weil ich mich an seinem Anblick erfreue oder weil es zeigt, dass ich meine Finanzen gut im Griff habe, ist es ein guter Ausdruck von Selbstwertgefühl. Wenn ich es mir aber nur kaufe, um anderen zu imponieren, ist es eher ein Ausdruck von fehlendem Selbstwertgefühl. Kann man das so sagen?

Und ja, ich lese mich "hasserfüllt". Das ist gerade das, woran ich gemerkt habe, dass mein Zustand nicht normal ist. Ich kann nicht mal mit einem Kumpel auf dem Balkon setzen, ohne innerlich zu kochen. So sind echte Freundschaften unmöglich.

Mit Verlaub, aber ich gehe nur auf meinen @-Part ein. Ich versuche es mal so: Weil du denkst dass andere mit ihren Sachen glücklich(er) sind, obwohl es "nicht den Unterschied" gibt, und du aber unglücklich bist, wolltest du die anderen Dinge doch abwerten, damit sie auf deine Ebene kommen und nicht glücklicher sind als du. Also wolltest du schon alles andere abwerten, und dadurch entsteht noch viel mehr Negativität in dir und deiner Umgebung, was deine Probleme mMn potenziert. Also wollte ich damit nur sagen, dass die anderen Dinge für andere schön sein können, es aber keine Relation zu dir haben muss/sollte. Ergo ja= es sind zwei Paar Schuhe. Aber dadurch dass du nun die anderen Sachen negativ assoziierst, lässt du sie auch nicht zu. Vielleicht würde dich Körperformungs-Sport (aka Bodybuilding) ja glücklich machen. Weißt du es? 

Natürlich kann man das so sagen. Aber wenn du dich nun jedesmal beschäftigst warum nun das Auto gefahren wurde, muss es ja einen irgendwann zermürben. Und auch nur wenn einer imponieren will, so what. Der eine imponiert, und es wirkt lustig bzw. charmant. Der andere imponiert, und es wirkt großkotzig. Sender und Empfänger- Verhalten/Relation. Da steckt man nicht drin. Mit der einen Frau fühlt man sich gut, und wird glücklich und mit der anderen eben nicht. Lapidar und einfacher gesagt als es ist, aber: Thats life.

Und insgesamt würde ich dir Oberflächlichkeit vorwerfen, denn inwiefern was es bedeutet dass einer nun einen 911er fährt, lasse ich mal dahin gestellt. Ohne dass ich den Menschen dahinter kennenlernen ist es letzlich nur Mutmaßung und oberflächlich gleich diesen abzustempeln. Gutes Bsp: Tattoos. Galten sie bis dato irgendwelchen "Asos"/Motorrodclub-Mitgliedern, etc. pp vorbehalten, läuft heutzutage gefühlt jeder zweite mit einem rum. 

Du brauchst viel mehr Sonne in deinem Leben, und auch hier möchte ich es loswerden: Vllt. ist auch Eckhart Tolles - Jetzt! Die Kraft der Gegenwart etwas für dich. Alleine die Hauptthese hat mir sehr gefallen und mich zu Nachdenken gebracht, denn wer hindert dich wirklich daran glücklich zu sein?

bearbeitet von Kameltreiber
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Am 3.8.2019 um 07:31 , Kameltreiber schrieb:

Mit Verlaub, aber ich gehe nur auf meinen @-Part ein. Ich versuche es mal so: Weil du denkst dass andere mit ihren Sachen glücklich(er) sind, obwohl es "nicht den Unterschied" gibt, und du aber unglücklich bist, wolltest du die anderen Dinge doch abwerten, damit sie auf deine Ebene kommen und nicht glücklicher sind als du. Also wolltest du schon alles andere abwerten, und dadurch entsteht noch viel mehr Negativität in dir und deiner Umgebung, was deine Probleme mMn potenziert. Also wollte ich damit nur sagen, dass die anderen Dinge für andere schön sein können, es aber keine Relation zu dir haben muss/sollte. Ergo ja= es sind zwei Paar Schuhe. Aber dadurch dass du nun die anderen Sachen negativ assoziierst, lässt du sie auch nicht zu. Vielleicht würde dich Körperformungs-Sport (aka Bodybuilding) ja glücklich machen. Weißt du es? 

Natürlich kann man das so sagen. Aber wenn du dich nun jedesmal beschäftigst warum nun das Auto gefahren wurde, muss es ja einen irgendwann zermürben. Und auch nur wenn einer imponieren will, so what. Der eine imponiert, und es wirkt lustig bzw. charmant. Der andere imponiert, und es wirkt großkotzig. Sender und Empfänger- Verhalten/Relation. Da steckt man nicht drin. Mit der einen Frau fühlt man sich gut, und wird glücklich und mit der anderen eben nicht. Lapidar und einfacher gesagt als es ist, aber: Thats life.

Und insgesamt würde ich dir Oberflächlichkeit vorwerfen, denn inwiefern was es bedeutet dass einer nun einen 911er fährt, lasse ich mal dahin gestellt. Ohne dass ich den Menschen dahinter kennenlernen ist es letzlich nur Mutmaßung und oberflächlich gleich diesen abzustempeln. Gutes Bsp: Tattoos. Galten sie bis dato irgendwelchen "Asos"/Motorrodclub-Mitgliedern, etc. pp vorbehalten, läuft heutzutage gefühlt jeder zweite mit einem rum. 

Du brauchst viel mehr Sonne in deinem Leben, und auch hier möchte ich es loswerden: Vllt. ist auch Eckhart Tolles - Jetzt! Die Kraft der Gegenwart etwas für dich. Alleine die Hauptthese hat mir sehr gefallen und mich zu Nachdenken gebracht, denn wer hindert dich wirklich daran glücklich zu sein?

Ich verstehe deinen Punkt nicht so ganz.
Du sagst, auch Dinge, die von außen kommen, können Quelle des Selbstwertgefühls sein?
Dass Bodybuilder, Porschefahrer, Millionäre ihren Selbstwert aus den entsprechenden Objekten ziehen und sich dabei gut und stark fühlen können? Dass es also doch legitim ist, seinen Selbstwert aus solchen Sachen zu nehmen? Dann muss es ja auch legitim sein, wenn ich meinen Selbstwert aus meiner akademischen Leistung ziehe.

Dennoch sind sich so ziemlich alle Ratgeber zu diesem Thema einig, dass Selbstwert nicht von äußeren Dingen abhängen sollte. Irgendwas fehlt mir anscheinend. Mir macht mein Fach Spaß, ich bin erfolgreich darin und ich definiere mich darüber. Dennoch habe ich kein gesundes Selbstwertgefühl. Denn ich bin nicht zufrieden damit, es für MICH zu tun. Zufrieden damit, besser zu sein als andere... sondern erst, wenn die auch WISSEN, dass ich besser bin. Ich bin abhängig von der Meinung anderer. Und das ist tragisch, denn es wird immer Leute geben, die mir die Legitimität von Erfolg absprechen. Selbst bei Nobelpreisträgern gibt es immer Leute, die sagen, derjenige hätte den Preis nicht verdient etc...
Ich weiß nicht, was ich falsch mache, was mir fehlt, und wie ich das am besten bekomme. Unabhängig sein von der Meinung anderer... darauf scheißen, was andere denken. Zufrieden sein mit meiner Leistung anstatt krampfhaft zu versuchen, anderen zu zeigen, wie toll ich bin...

Eckhart Tolle wollte ich eigentlich auch immer mal lesen. Die Kernbotschaften sollen ja ziemlich gut sein. Aber er ist doch auch ziemlich esoterisch drauf, redet von Chakren oder Portalen? Als Naturwissenschaftler kann ich mich nur schwer darauf einlassen...

bearbeitet von Dulacre

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Gast
vor 7 Stunden, Dulacre schrieb:

Ich weiß nicht, was ich falsch mache, was mir fehlt, und wie ich das am besten bekomme.

Du willst es von anderen, weil Du es Dir selbst vorenthältst. Fange an, wertschätzende Dinge für Dich zu tun. Noch wichtiger: Übe Dich in Selbstmitgefühl. Die Motivationsstrategie der meisten Menschen beruht darauf, hart zu sich selbst zu sein. Günther Jauch sagt mitten in einer Fernsehsendung, nach dem er selbst einen Fehler gemacht, hat: "Ach, ich Idiot!" Wenn Dein innerer Kommentator Dich so motviert, untergräbt er dabei als Nebeneffekt auch Dein Selbstvertrauen.

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Am 3.8.2019 um 07:31 , Kameltreiber schrieb:

Du brauchst viel mehr Sonne in deinem Leben, und auch hier möchte ich es loswerden: Vllt. ist auch Eckhart Tolles - Jetzt! Die Kraft der Gegenwart etwas für dich.

Was bist du denn für einer?

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Ich kann dir Tolle auch nahelegen.
Falls deinem Wissenschafts basiertem Verstand das aber zu luftig ist versuche es mal mit Robert Betz, er ist da etwas geerdeter.

Ansonsten besitzt du, wie wir meisst alle, den Glaubenssatz das du im Leben etwas leisten musst um Glück zu erfahren.
Die Umwelt lebt uns das ja seit Kindesbeinen an vor.
Ich wette deine Eltern sind da ähnlich wie du.
Das Leben ist beschwerlich und wenn du etwas willst musst du entbehren.
Die ganzen Motivations Leistungs Videos hauen da in die selbe Kerbe.

Das Thema ist so unglaublich komplex, und in meinen Augen ist es das für mich nicht wert da Aufsätze drüber zu verfassen.
Den so lernt der Mensch nicht, er lernt durch Selbsterfahrung oder Vorbilder in seinem Umfeld.

VIelleicht kennst du einen in deinem weiteren Umfeld.

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vor 1 Stunde, RyanStecken schrieb:

Was bist du denn für einer?

Off Topic:
Etwas mehr Respekt vor dir fremden Ansichten würde dir gut zu Gesicht stehen.
Du hast doch einen scharfen Verstand, legt zumindest dein Output nahe, das starke Meinungen zu haben aber nicht immer heisst die richtigen Meinungen zu haben, darfst du noch lernen.

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vor 6 Minuten, Soulmate77 schrieb:

Off Topic:
Etwas mehr Respekt vor dir fremden Ansichten würde dir gut zu Gesicht stehen.
Du hast doch einen scharfen Verstand, legt zumindest dein Output nahe, das starke Meinungen zu haben aber nicht immer heisst die richtigen Meinungen zu haben, darfst du noch lernen.

Ja sorry hab Eckhart Tolle ja auch schon gelesen, vieles davon ist einfach nur Achtsamkeitstraining, also durchaus hilfreich. Aber wenn jemand die Formulierung "lass die Sonne in dein Leben" benutzt, hört der Spaß bei mir einfach auf :lol: Und btw Robert Betz ist maximal unseriös. 

Zitat

Betz behauptet, Krankheiten seien die Folge unterdrückter Gefühle, zum Beispiel bei Gastritis, Magengeschwüren, Gallensteinen, Bandscheiben- Nieren oder Atemwegsproblemen.[18] Auch wenn Betz betont, dass die „innere Arbeit“ den Gang zum Arzt nicht ersetzt, werden in seinen Büchern und Vorträgen Aussagen gemacht, die wissenschaftlich gesicherte pathophysiologische Mechanismen gänzlich ignorieren.[19]

Die durch das Land Nordrhein-Westfalen geförderte Beratungs- und Informationsstelle „Sekteninfo NRW“ lastet Robert Betz’ esoterischer Psychotherapiemethode Fälle mit schwerwiegenden negativen Konsequenzen für die psychische Gesundheit und familiäre Beziehungen an.[14][15]

 

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vor 14 Stunden, Dulacre schrieb:

Ich verstehe deinen Punkt nicht so ganz.
Du sagst, auch Dinge, die von außen kommen, können Quelle des Selbstwertgefühls sein?
Dass Bodybuilder, Porschefahrer, Millionäre ihren Selbstwert aus den entsprechenden Objekten ziehen und sich dabei gut und stark fühlen können? Dass es also doch legitim ist, seinen Selbstwert aus solchen Sachen zu nehmen? Dann muss es ja auch legitim sein, wenn ich meinen Selbstwert aus meiner akademischen Leistung ziehe.

Dennoch sind sich so ziemlich alle Ratgeber zu diesem Thema einig, dass Selbstwert nicht von äußeren Dingen abhängen sollte. Irgendwas fehlt mir anscheinend. Mir macht mein Fach Spaß, ich bin erfolgreich darin und ich definiere mich darüber. Dennoch habe ich kein gesundes Selbstwertgefühl. Denn ich bin nicht zufrieden damit, es für MICH zu tun. Zufrieden damit, besser zu sein als andere... sondern erst, wenn die auch WISSEN, dass ich besser bin. Ich bin abhängig von der Meinung anderer. Und das ist tragisch, denn es wird immer Leute geben, die mir die Legitimität von Erfolg absprechen. Selbst bei Nobelpreisträgern gibt es immer Leute, die sagen, derjenige hätte den Preis nicht verdient etc...
Ich weiß nicht, was ich falsch mache, was mir fehlt, und wie ich das am besten bekomme. Unabhängig sein von der Meinung anderer... darauf scheißen, was andere denken. Zufrieden sein mit meiner Leistung anstatt krampfhaft zu versuchen, anderen zu zeigen, wie toll ich bin...

Eckhart Tolle wollte ich eigentlich auch immer mal lesen. Die Kernbotschaften sollen ja ziemlich gut sein. Aber er ist doch auch ziemlich esoterisch drauf, redet von Chakren oder Portalen? Als Naturwissenschaftler kann ich mich nur schwer darauf einlassen...

Ich habe nicht kritisiert dass du deinen Selbstwert aus deinen akademischen Leistungen beziehen möchtest. Aber an und für sich tust das ja eh nicht, denn du tust es ja nur im Verhältnis zu anderen. Wenn du jetzt eine 1,0 hast, und alle anderen 2,0 und schlechter dann bist du glücklich. Wenn du und alle anderen eine 1,0 haben, dann bist du nicht glücklich. Wenn du eine 2,0 hast, und alle anderen eine 3,0 oder schlechter dann bist du glücklicher, als wenn du und alle anderen eine 1,0 haben. Also beziehst du ja logischerweise deine Umwelt mit ein, und ohne diese geht es ja gar nicht. Aber bis auf ein paar wenige neidfreie Erscheinungen, ergeht es mMn jedem Menschen so. 

Wer seinen Selbstwert aus einem Preis zieht, braucht ja ein Gremium das ihn wählt und eine Gefolgschaft, die das Prestige des Preises anerkennt. Ohne die Umwelt geht gar nichts, und alleine vermag man lediglich zu entscheiden, ob man sich damit im Einklang befindet, befinden möchte oder nicht. Und die bewundernden bzw. neidischen Blicke kommen ja nicht aus dir, sondern aus deiner Umwelt. Und sind zudem eine sehr subjektive Angelegenheit. Wer sagt dir wirklich dass diese Blicke bewundern oder neidisch sind? 

Aber ich hatte eher angemerkt, dass es nicht logisch ist, einem der nun Krafttraining betreibt den Selbstwert nicht zuzuschreiben, bzw ihn als von Außen kommend zu betrachten. Insbesondere weil man ja in dem Beispiel sogar für sich arbeitet, und für den messbaren Erfolg keine anderen Personen benötigt. Aber auch hier nicht ganz, denn es braucht zumindest Personen, die dann optisch schlechter dastehen um die Verhältnismäßigkeit zu gewähren.

Ich würde nun nicht soweit gehen, dass ich bei deinen Problemen behilflich sein kann, aber nun äußerst du dass du dich über dein "Fach" definierst. Anfänglich hat aber dir nach dem erfolgreichen Abschluss das Glück gefehlt. Du warst schon als Jugendlicher soziophob und depressiv. Ich würde da nun zumindest keine Riesensprünge erwarten. 

Auf mich wirkst du verbissen, würdest am liebsten jedem gefallen und legst deine Identität und Glück auf eine einzige Säule, und zwar die der Arbeit. Damit schränkst du ja schon die Wahrscheinlichkeit eines glücklichen Daseins stark ein, und hast zudem keine Balance im identitären Bereich. 

Und gleiches zu Tolle. Nur weil er was tolles schreibt, und man es toll findet. Muss man ja nun nicht alles toll finden. Ich habe nicht viel von ihm gelesen und mühe mich mit "Jetzt" noch ab, aber es sind interesssante Gedankengänge. 

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vor 11 Minuten, RyanStecken schrieb:

Ja sorry hab Eckhart Tolle ja auch schon gelesen, vieles davon ist einfach nur Achtsamkeitstraining, also durchaus hilfreich. Aber wenn jemand die Formulierung "lass die Sonne in dein Leben" benutzt, hört der Spaß bei mir einfach auf :lol: Und btw Robert Betz ist maximal unseriös. 

 

Kenne die Kritik und kann sie nachvollziehen, allerdings sehe ich das ganze persönlich etwas anders.
Runtergebrochen ist alles was existiert Energie und hat durchaus Auswirkungen, auch auf unseren Körper.
Aber das ist eine Diskussion die dem TE nur bedingt hilft.

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vor 15 Stunden, Dulacre schrieb:

Eckhart Tolle wollte ich eigentlich auch immer mal lesen. Die Kernbotschaften sollen ja ziemlich gut sein. Aber er ist doch auch ziemlich esoterisch drauf, redet von Chakren oder Portalen? Als Naturwissenschaftler kann ich mich nur schwer darauf einlassen...

Meine Weltsicht ist durch und durch wissenschaftlich geprägt. Und dennoch ist "The Power of Now" für mich das beste Buch, das ich je gelesen habe. So abgedrehter Kram wie Chakren oder Portale kommt da nicht vor. Und ansonsten  einfach ignorieren, wenn etwas zu spirituell erklärt wird. 

Interessanterweise lassen sich die meisten Elemente der Achtsamkeitslehre mittlerweile wissenschaftlich belegen. Angefangen damit, dass ein stärkerer Fokus auf den Moment mit subjektiven Glück positiv korreliert, über reduzierte Stresshormone durch Achtsamkeit usw. Genauso wie du evolutionsbiologisch und kosmologisch argumentieren kannst, dass du mit deiner Umwelt verbunden bist, der Kern deines Seiens unsterblich ist usw. 

Aus populärwissenschaftlicher Sicht kann ich dir das folgende Hörbuch bei Audible empfehlen: "The Science of Mindfulness" von Robert Siegel. Das ist nicht so spirituell wie Tolle. 

In diesem Sinne: das Geheimnis des Lebens ist es zu sterben, bevor man stirbt, und dadurch zu erkennen, dass der Tod nur eine Illusion ist 😉

 

bearbeitet von Patrick B
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Man kann auch einfach mit ACT sprich Acceptance and Comittment-Therapy beschäftigen. Alles ohne unnötige Esoterik. 

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„Die Normalen sind die Kränkesten und die Kranken die Gesündesten. […] Wie glücklich der, der einen Schmerz hat, wenn ihm etwas fehlt. Wir wissen ja, wenn der Mensch keinen Schmerz empfinden würde, wäre er in einer sehr gefährlichen Lage. Aber sehr viele Menschen, also die „Normalen“, sind so angepasst, die haben so Alles, was Ihr Eigen ist, verlassen. Die sind so entfremdet, so Instrumente, so Roboter-haft geworden, dass sie gar keinen Konflikt mehr empfinden. Das heisst ihr wirkliches Gefühl, Liebe oder Hass, ist schon so verdrängt, so verkümmert, dass sie das Bild einer chronischen, leichten Schizophrenie bilden.“  Erich Fromm

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