Inspiration für ein spannendes Leben (Sinnkrise)

24 Beiträge in diesem Thema

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Hallo,

an sich habe ich ein tolles Leben. Habe einige sehr gute Freunde und viele Bekannte. Bin seit letztem Jahr mit einer tollen Frau verheiratet und verdiene gutes Geld.

Vor Corona war ich so 1-2 im Urlaub (KEIN Pauschalurlaub), auf Festivals etc..

Seid ein paar Monaten habe eine Sinnkrise. Ich fühle mich leer. Ärgere mich über viele Leute in der Familie und im Freundeskreis und vor allem langweile ich mich.

Ich bin seit 4 Jahre mit dem Master durch. Vorher gab es viele Meilensteine im Leben und viel kurzfristigen Erfolg. Das Leben war einfach aufregender.

Jetzt Langeweile ich mich auf der Arbeit, treffe 1-2 Freunde die Woche und habe ca. 1x wöchentlich Sex mit meiner Frau (ist glaube ich okay nach 10 Jahren).

Bin Mannschaftssport musste ich leider vor 2 Jahren aufhören. Mein großes Ziel ist finanzielle Freiheit.

Ich beschäftige gerade viel mit neuen Zielen, neue Interessen etc. Möchte generell ein neues und tolles "Netzwerk" aufbauen

Was ist für euch ein spannendes Leben? Gibt mir mal bitte euren Input. 🙂

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Du hast halt so das 0815 Leben. Sorry.

Ich lese nicht von deinem Lebenstraum, deiner Berufung? Was außer finanzieller Freiheit motiviert dich noch?

Mein Job ist meine Berufung. Da steht für mich auch alles hinten an. Natürlich gab es da auch Phasen wo es nicht lief und ich mich neu orientieren musste aber jetzt habe ich dieses eine Ziel vor Augen und dafür tue ich alles.

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@H54

Genau das ist der Punkt. Von Außen sieht alles wunderbar aus aber der Inhalt fehlt echt ein bisschen. 

Ich muss aber auch sagen, dass die meisten Freunde, Familie und Bekannte solch ein 0815 Leben führen. 

Es wird studiert, dann findet man einen Job, im besten Fall ein Haus und heiratet. 0815 halt. 

Das ist natürlich Jammern auf ganz hohen Niveau und ich behaupte mal es gibt Leute, die weitaus weniger haben aber bedeutend zufriedener sind (solange die berühmte Bedürfnisspyramide gefüllt ist). 

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vor 1 Minute, Seth11 schrieb:

Ich muss aber auch sagen, dass die meisten Freunde, Familie und Bekannte solch ein 0815 Leben führen. 

Es wird studiert, dann findet man einen Job, im besten Fall ein Haus und heiratet. 0815 halt. 

Ist das denn für dich so erstrebenswert? Klingt mir eher so, das du das gemacht hast weil alle es so machen bzw. die Gesellschaft es dir vorlebt.

Ich lebe mein eigenes Leben, nach meinen eigenen Werten. Klar gab es da Menschen die ich unglücklich gemacht habe, wo es nicht gepasst hat oder Zoff mit meinen Eltern weil Sie das so nicht akzeptieren wollten. Das ist ein Prozess, der dauert tut auch mal weh aber am Ende ist man frei. 

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vor 3 Minuten, H54 schrieb:

Ist das denn für dich so erstrebenswert? Klingt mir eher so, das du das gemacht hast weil alle es so machen bzw. die Gesellschaft es dir vorlebt.

Ich lebe mein eigenes Leben, nach meinen eigenen Werten. Klar gab es da Menschen die ich unglücklich gemacht habe, wo es nicht gepasst hat oder Zoff mit meinen Eltern weil Sie das so nicht akzeptieren wollten. Das ist ein Prozess, der dauert tut auch mal weh aber am Ende ist man frei. 

Genau - und deshalb bin auf der Suche nach neuen Zielen und Interessen. Das Fundament ist da - bin zufrieden aber nicht glücklich. 

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vor 22 Minuten, Seth11 schrieb:

Genau - und deshalb bin auf der Suche nach neuen Zielen und Interessen. Das Fundament ist da - bin zufrieden aber nicht glücklich. 

Ausserdem bin ich schon in den 20e Jahren (bin jetzt 32) super viel gereist und war schon überall, wo ich jemals hinwollte (Australien, Südostasien, Zentralamerika und die meisten Länder in Europa).

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Kann nachvollziehen wie du dich fühlst, mir ging/geht es ähnlich. Ich habe die letzten paar Jahre bewusst sehr bescheiden gelebt und auf einiges verzichtet, damit sich für später ein bisschen Kapital ansammelt und ich unabhängiger vom Arbeitgeber werde. Resultat war ein Leben, das aus sehr viel Routine besteht. Woche für Woche arbeiten, Training, Freunde treffen und von vorne. Das ganze wurde durch Corona noch verstärkt, da viele Möglichkeiten, die man vorher hatte, wegfielen.

Allerdings habe ich die Zeit während Corona durchaus genutzt, um zu investieren, um Job und Branche zu wechseln, um mich weiterzubilden und das Leben zu entschleunigen.

Wenn man erstmal in den alltäglichen Routinen "gefangen" ist, wird man merken, dass die Zeit sehr viel schneller vergeht als früher. Damals waren wir in der Schule, haben ständig neue Dinge probiert und Leute kennengelernt, dann kam für viele die Uni/Ausbildung, Umzug in eine andere Stadt, wieder neue Leute, neue Sachen ausprobiert etc. Durch all das verlangsamt sich die Zeit gefühlt. Deshalb ist es wichtig, laufend Neues auszuprobieren, sich neue Ziele zu stecken und etwas zu finden, was einen motiviert. In meinem Fall war auch mein Ziel, dass ich finanziell frei bzw. vermutlich realistischer gesehen unabhängiger vom Job werde. Ich habe mich dabei aber teilweise zu sehr reingesteigert, vieles zu zwanghaft gesehen und habe andere Säulen sehr vernachlässigt. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass ich "meine besten Jahre" nicht opfern will, um finanziell frei zu werden. Ich will mehr im Jetzt leben, Erfahrungen sammeln und Momente auskosten.

Für kommendes Jahr werde ich zu Beginn eine Prüfung ablegen, die mir neue berufliche Möglichkeiten bietet. Parallel dazu steht ein Training für meinen ersten Halbmarathon an, gleichzeitig will ich mit meiner Freundin mehr Zeit verbringen und nehme deshalb nach der Prüfung mit ihr Salsa-Tanzstunden. Dadurch bieten sich wiederum Möglichkeiten, um mit neuen Leuten in Kontakt zu kommen. All dies sind vermeintlich kleine Dinge, die sich dennoch von den festgefahrenen Routinen unterscheiden. Dadurch fühlen sich die Wochen wieder wesentlich länger an und am Jahresende wird man nicht so sehr das Gefühl haben, dass das Jahr nur so vorüber gerast ist.

Würde dir also auch raten, dass du dir überlegst, was du gerne machen willst, es aber schon ewig aufgeschoben hast?

Gleichzeitig gibt es aber eine Vielzahl an Menschen, die sich ein Leben, wie wir es in der westlichen Welt führen, wünschen würden. Deshalb sollten wir auch lernen, mit den einfachen Dingen zufrieden zu sein.

bearbeitet von sanfran
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vor 21 Stunden, Seth11 schrieb:

Genau - und deshalb bin auf der Suche nach neuen Zielen und Interessen. Das Fundament ist da - bin zufrieden aber nicht glücklich. 

Die wird dir hier aber keiner so richtig aufzeigen können.

Ich hab dieses Jahr beschlossen irgendwie mit dem Schreiben anzufangen, weil ich Sprache mag. Viel rumgedaddelt, weil planlos. Dann neulich irgendwann die passende Richtung gefunden und jetzt bei ner Schreibgruppe zu creative nonfiction. Auf Englisch. Richtig viel Überwindung gekostet. Plötzlich zerpflücken 10 Leute deine Worte und Gedanken. Steh jetzt in den Startlöchern, nen Blog zu starten. Find ich spannend.

Was bei dir ne Vorfreude und Motivation auslöst, kannste nur selber ergründen.

Probier halt aus. Liegt man auch oft daneben. Vor zwei Jahren mal zum Ballet, weil als Kind gemacht. War irgendwie nix mehr für mich und schnell wieder beim Yoga gewesen. Aber war das auch endlich geklärt, der Primaballerina-Traum ;).

Kann ausserdem empfehlen, neue, unerwartete Leute kennenzulernen. Wenn ich mir anhöre, was andere Leute so machen, löst das bei mir oft nen Impuls aus, meine festgefahrenen Gewohnheiten zu hinterfragen.

Gerade wenn du beruflich gut aufgestellt bist, kannste ja nenenbei brotloser Neugier nachgehen. Ohne auf etwaige Vorteile zu achten.

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vor 22 Stunden, Seth11 schrieb:

Mein großes Ziel ist finanzielle Freiheit.

Wie oft muss man das hier eigentlich noch lesen, ehe es allen zum Hals raushängt?

Dir ist doch JETZT schon langweilig?!?

 

vor 22 Stunden, Seth11 schrieb:

Bin Mannschaftssport musste ich leider vor 2 Jahren aufhören.

mist

 

Idee. Mach mal was, wo de mit anderen Milieus in Berührung kommst.
Ne weitere Version deiner selbst hat ne schlechtere Chance, dir andere Perspektiven aufzuzeigen.

 

vor 22 Stunden, Seth11 schrieb:

1x wöchentlich Sex mit meiner Frau (ist glaube ich okay nach 10 Jahren).

Wie findest du´s denn?

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vor 23 Stunden, Seth11 schrieb:

Seid ein paar Monaten habe eine Sinnkrise.

Was hat sich jetzt im Vergleich zu vor ein paar Monaten geändert?

Ansonsten allgemein zum Thema spannendes Leben. Spannend ist erstmal alles was du spannend findest. Da würd ich mich nicht so stark von außen berieseln lassen. Du bist ein gestandener Mann. Du hast mit Sicherheit Interessen. Trau dich diese Interessen auch als cool und spannend wahr zu nehmen.

Außerdem würde ich davon abraten ein "spannendes" Leben aufzubauen unter dem Aspekt "das soll meine Sinnkrise lösen". Abenteuerlust und Sinnhaftigkeit sind erstmal zwei verschiedene Dinge. Du gibst deinem Leben nicht Sinn (oder mehr Sinn) indem du ein spannendes Leben führst. Besonders spektakuläre Freizeitaktivitäten taugen für ein paar guten Geschichten aber es ist kein Sinn der dahinter steht. Beispiel: Die Tätigkeiten in der Alterspflege sind beinhard und gelten wohl als alles andere als spannend. Wenn man aber selbst mit Leidenschaft dabei ist und den "Sinn" dahinter sieht anderen Menschen zu helfen... Dann hat das schonmal deutlich mehr "Sinn" (sofern man das in Relation setzen kann) als der Freizeit Bungee Jumper der von seinem neusten spektakulären Sprung erzählen kann.

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vor 14 Stunden, Easy Peasy schrieb:

Wie findest du´s denn?

Hätte auch gerne mehr. Aber die finden selten passende Überschneidungen und es ist wichtig, dass wir beide auch in Stimmung sind. 

Tatsächlich wünschte ich mir, dass es öfters passt. In meinem Freundeskreis haben die Leute aber auch nur 1-2 in der Woche Sex. Die Studienzeiten mit mehr Zeit sind halt vorbei. 

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vor 13 Stunden, Biff schrieb:

Was hat sich jetzt im Vergleich zu vor ein paar Monaten geändert?

Ansonsten allgemein zum Thema spannendes Leben. Spannend ist erstmal alles was du spannend findest. Da würd ich mich nicht so stark von außen berieseln lassen. Du bist ein gestandener Mann. Du hast mit Sicherheit Interessen. Trau dich diese Interessen auch als cool und spannend wahr zu nehmen.

Außerdem würde ich davon abraten ein "spannendes" Leben aufzubauen unter dem Aspekt "das soll meine Sinnkrise lösen". Abenteuerlust und Sinnhaftigkeit sind erstmal zwei verschiedene Dinge. Du gibst deinem Leben nicht Sinn (oder mehr Sinn) indem du ein spannendes Leben führst. Besonders spektakuläre Freizeitaktivitäten taugen für ein paar guten Geschichten aber es ist kein Sinn der dahinter steht. Beispiel: Die Tätigkeiten in der Alterspflege sind beinhard und gelten wohl als alles andere als spannend. Wenn man aber selbst mit Leidenschaft dabei ist und den "Sinn" dahinter sieht anderen Menschen zu helfen... Dann hat das schonmal deutlich mehr "Sinn" (sofern man das in Relation setzen kann) als der Freizeit Bungee Jumper der von seinem neusten spektakulären Sprung erzählen kann.

Das Thema Leidenschaft ist wohl ein sehr guter Rat. 

Ich versuche seit langem in mich zu gehen um herauszufinden, was mich wirklich leidenschaftlich stimmt. Sehr schwer. Reisen war es eine ganze Zeit lang (was ich auch viel genutzt habe). Wandern und Fahrradfahren und tollen Landschaft ist ein weiteres Thema. 

Gibt es eine gute Methodik seine Leidenschaft herauszufinden? 

Im Freundes- und Bekanntenkreis sieht es ähnlich aus. Die meisten arbeiten ohne Ende. Werden dann befördert. Am Wochenende kann man sich vllt bei Gelegenheit auf paar Bier treffen udn updaten. 

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vor 4 Stunden, Seth11 schrieb:

Gibt es eine gute Methodik seine Leidenschaft herauszufinden?  

Ja, wenn du keine Leidenschaft hast dann musst du neues ausprobieren und sehen was dir Spaß macht und was nicht. Eine Leidenschaft zeichnet sich durch zwei Dinge aus. Es macht Spaß und es lässt dich die Zeit vergessen, du bist im flow, im Moment.

Das kann alles sein, wirklich. Viele zocken z.B. irgendwelche Games in ihrer Freizeit aber selbst das kann Richtungsweisend für eine Leidenschaft sein, wenn man genauer hinsieht. Ich z.B. bin selber jemand der gerne Mal etwas zockt aber in meiner PU Findungsphase habe ich unteranderem auch mein Zock-verhalten beobachtet und mir fiel auf dass ich ausschließlich strategisch anspruchsvolle Spiele daddel welche auch einen Competitive Charakter haben. Dadurch erinnerte ich mich dass ich früher auch viele Sportarten einfach nur aus Lust an der Challenge und dem Wettbewerb ausgeführt habe. Dadurch kam ich zu der Erkenntnis dass ich ein Mensch bin der immer eine gewisse Herausforderung sucht und braucht. So habe ich mich z.B. dann Mal wieder in einem lokalen Tischtennis Verein angemeldet. Oder ich bastle gerne am PC's rum, hab auch früher auf Lan Partys abgehangen und so. So wurde mir klar dass ich ein gewisses Interesse an Technik habe, was mich zu meinem Beruf führte. Irgendwann habe ich mich auch gefragt was mich an diesem Interesse eigentlich genau reizt. Also was die Erfüllung dahinter ist. Dann wurde mir klar dass es mir grundsätzlich Spaß macht selber Dinge zu bauen und mit meinem eigenen Händen herzustellen. So habe ich leichtere Handwerksarbeiten für mich als Hobby entdeckt. Angefangen mit einem Weinregal, später mit einen Esstisch, und noch später einen ganzen Schrank.

Und frag nicht wie viel scheiß ich zwischendurch immer wieder ausprobiert habe wo sich wenig später herausgestellt hat 'is nix für mich'. Das gehört auch dazu. Macht aber auch Spaß, finde ich. Ich mein jede Erfahrung taugt auch immerhin was für eine Geschichte. Ich hatte z.B. Mal ein Date bei dem ich erzählt hatte dass ich Hobbymäßig Mal ehrenamtlich in einer Werkstatt für sozial Schwache gearbeitet habe. Und dass ich das zwar ganz cool fand Menschen zu helfen aber auf Dauer hats mich belastet. Das konnte sie total gut verstehen und fand das Thema mega spannend. Also du kannst eigentlich aus jeder Erfahrung etwas mitnehmen. Wenn du nur willst.

Edit: Achso, eins noch. Eine wichtige Eigenschaft die dir dabei helfen kann, und auf die du hinarbeiten solltest ist Selbstironie. Wenn du dich selber nicht zu ernst nimmst bzw. keinen Stock im Arsch hast dann wirst du dich automatisch viel mehr trauen. Beispiel, du denkst dir morgen "ich find Bogenschießen eigentlich ganz cool" und dein nächster Gedanke... "Ah nee, das kann ich nicht machen... Was werden Freunde und Familie denken... Ich bin zu alt... Der mond steht nicht richtig...". Das ist bullshit den du bei den Eiern packen und unterbinden musst. Sobald dir eine Idee kommt, nimm die Idee ernst. Aber nimm dich selber nicht zu ernst. Sei dir für nichts zu schade.

bearbeitet von Biff
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probier neue Dinge aus wie Tauchen, Flugschein, Bootschein, Oldtimer, Motorräder, Waffenschein, MMA.  Man kann ja überall mal reinschnuppern, vllt. ist was dabei was genau dein Ding ist.

Ich persönlich bin mit meinem Job zufrieden, Gehalt ist ok und ich lebe halt nicht um zu arbeiten sondern arbeite um zu leben. Mein Leben (unabhängig von Familie) ist das Motorradfahren und dadurch bin ich weltweit vernetzt und unterwegs.

Wenn ich möchte kann ich überall auf der Welt "andere Motorradfahrer" besuchen und werde herzlich empfangen weil Sie genau wissen das wir ALLE ziemlich gleich denken und alle mehr oder weniger den selben Weg gegangen sind damit wir dort sind wo wir sind, egal ob in Deutschland, Skandinavien, USA, Brasilien oder sonst wo. Meine erste Ausbildung habe ich als einfacher Handwerker (Elektriker) abgeschlossen, ergo kann ich theoretisch jederzeit hier alles in Deutschland niederbrennen und abhauen weil gute Handwerker überall gesucht werden und ich durch den besagten Zusammenhalt ausm Club dort direkt ein Dach über dem Kopf habe und ich mir kein Hirnfick machen muss. Ich kenne genug die leben mal hier und mal dort auf der Welt, sind handwerklich begabt und haben immer schnell Arbeit. Das ist für mich Freiheit, zu wissen das ich die möglichkeit habe wenn ich unbedingt möchte. Aber muss man halt auch für geboren sein.

bearbeitet von DirtyRabbit
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Ich habe mit 42 nochmal angefangen zu studieren bin jetzt 45 und nächstes Jahr fertig wie es aussieht mit Bestnoten. Was ich damit sagen will, ich studiere etwas auf was ich richtig Bock hatte, brech damit aus und mach was völlig anderes und Neues.

Brech doch aus….

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Wow - das sind alles tolle Tipps und Geschichten. Vielen Dank. 

An dem Mut und der Motivation Neues zu tun scheitert es nicht. Bin dieses Jahr einen Halbmarathon gelaufen (zum ersten Mal), hab einen Sportbootsführerschein gemacht, bin mehrere Tage durch den Urwald mit dem Kanu gepaddelt usw..  Alles nur um neues zu entdecken und die Komfortszone zu erweitern. Das befriedigt mich aber alles nur kurzweilig. 

Einen Abstand zu Instagram zu gewinnen, war auch nicht schlecht. 

Das schlimme ist leider, dass ich sehe, dass die meisten anderen dieses 0815 Leben führen und scheinbar sogar damit zufrieden sind.

Hab manchmal die Befürchtung, dass ich vom Leben einfach zuviel erwarte. 

Von solchen Sätzen wie "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter" kann ich einfach null abgewinnen, da doch nicht jeder Tag ein absolutes Highlight sein kann..

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vor 17 Minuten, Seth11 schrieb:

Das schlimme ist leider, dass ich sehe, dass die meisten anderen dieses 0815 Leben führen und scheinbar sogar damit zufrieden sind.

Der Maßstab für Dich bist nur Du - was die anderen machen, ist komplett latte.

Ich würde an Deiner Stelle auf die Suche gehen und einfach mal Sachen ausprobieren. Hat @Biff sehr schön ausgeführt.
Wichtig dabei: Mach nix, nur weil andere das cool finden. Mach das, was Du cool findest.
Viele rennen in die Falle, Instagram-taugliche Hobbys anzufangen, die aber eigentlich nix für sie sind.
Wenn Du merkst, dass Modelleisenbahn bauen was cooles für Dich ist, dann mach halt das.

Wir leben in einer Zeit, in der Du fast alle Möglichkeiten hast - das machts dann natürlich auch wieder schwieriger, sich zu entscheiden.
Ich geh da mit der Einstellung ran: Das Leben ist bunt.
Mach einfach mal alles mit, was Dich irgendwie triggert: "hört sich interessant an"

Dann entstehen halt Wochen (vor Coronazeiten), wo ich an einem Tag einen Rollerball-Wettkampf anschaue, am nächsten Tag eine Lesung von einem interessanten Autor in einer Buchhandlung mitmache und am Wochenende auf einem Metal-Konzert bin und mir danach mit Kumpels die Birne wegballer.

Und aus allem können wieder neue Sachen entstehen.
Ich spiel z. B. nur begrenzt gut ein Instrument, bin aber jetzt in einer Metal-Band, weil ich einmal besoffen zuviel "ja" gesagt habe.
Und schon hab ich wieder ein neues Hobby, das langsam zur neuen Leidenschaft ausartet..

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vor 37 Minuten, Seth11 schrieb:

Hab manchmal die Befürchtung, dass ich vom Leben einfach zuviel erwarte

Statistisch gesehen ist es ein Wunder dass es unser Sonnensystem gibt und Leben in der Form wie wir es kennen überhaupt ermöglicht.

...ja, ich denke auch dass du zu viel erwartest. Wobei "erwartest" das falsche Wort ist. Ich würde es eher so ausdrücken -> du nimmst vieles als selbstverständlich wahr. Wie gesagt, allein die Tatsache dass wir unsere Erde haben und leben... Und dass wir deswegen in diesem Forum überhaupt über das Leben hin und her schreiben können... allein das ist nicht selbstverständlich. Wenn du das Thema unter diesem Gesichtspunkt betrachtest wird es dir auch schnell lächerlich vorkommen das Leben anderer Menschen zu beurteilen oder dein Leben zu vergleichen. Klingt jetzt fast schon esoterisch aber eigentlich ist folgende Aussage eher rational.

Alles Leben auf der Erde (deins eingeschlossen) ist im Verhältnis zum Universum komplett irrelevant.

Und zeitgleich kann man behaupten, selbst ein Mensch der nach dem Urteil anderer Menschen ein komplett langweiliges 0815 Leben führt, selbst dieses langweilige Leben ist ein Wunder. Und kein kleineres Wunder als das abenteuelistigste Leben das du dir ausmalen kannst.

Das einzige, wirklich das einzige was diese beiden Leben voneinander unterscheidet ist unser eigener Blickwinkel.

Ich will hier nicht auf Philosophie Professor machen aber das ist tatsächlich eine simple Wahrheit der man sich bewusst sein sollte. Deine Weltanschauung ist (wie die der meisten Menschen... meine eingeschlossen) Anthropozentrisch.

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vor einer Stunde, Biff schrieb:

Deine Weltanschauung ist (wie die der meisten Menschen... meine eingeschlossen) Anthropozentrisch.

Als ersten Befreiungsschlag daraus (zeitweilig, immer mal wieder) hilft die Betrachtung des Sonnensystems zu ändern.

Als. Wir sind die Sonne. Bzw leben in ihrer Atmosphäre. Nicht in "unserer".
Es hilft z.B., bei jeder größeren Massenangabe (von Sternen, dense objects allgemein) die gängige Einheit ´Sonnenmasse´ (M☉) ganz einfach erstmal durch (unser) ´Sonnensystem´ zu ersetzen.  Das ist de facto das gleiche. Alle Planeten, Gasriesen, Kometen, Monde, Asteroiden, der Kuiper Belt, die Zwergplaneten  und wir, ich, du, alle die du liebst und jemals kanntest und alles, was du jemals besessen hast und besitzen wirst zusammen, ergeben gerade 0.14% der Gesamtmasse des Sonnensystems. Nullkommaeinsvierprozent.

Wir sind die Sonne.

 

p.s. jaja. Sagan gebitet. so ungefähr. aber Bienchen, wer´s erkannt hat

bearbeitet von Easy Peasy
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vor 1 Stunde, Seth11 schrieb:

Das schlimme ist leider, dass ich sehe, dass die meisten anderen dieses 0815 Leben führen und scheinbar sogar damit zufrieden sind.

Den Gedanken kann ich gerade nicht nachvollziehen.
Was genau ist das Schlimme daran für dich? 

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vor 33 Minuten, Awakened schrieb:

Den Gedanken kann ich gerade nicht nachvollziehen.
Was genau ist das Schlimme daran für dich? 

Das dass Leben für die meisten nicht mehr zu bieten hat. Dabei sind viele in der westlichen Welt schon in der Top 1% bzgl. der Lebensumstände. Ich bin einfach verpushed von den ganzen PUAKram, Motivationsbüchern etc.. Bin 

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vor 6 Minuten, Seth11 schrieb:

Das dass Leben für die meisten nicht mehr zu bieten hat.

Ich sehe es eher so, dass das Leben definitiv mehr zu bieten hat. 
Leute gehen bloß auf das Angebot nicht ein. Kann verschiedene Gründe haben. 
Kann doch sein, dass 0815 besser ist als ,,mehr."

Ich hab das Gefühl, wir reden aneinander vorbei. 
So wie ich dich verstehe, sollten die anderen, die dieses 0815-Leben haben nicht zufrieden sein? 

bearbeitet von Awakened

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vor 48 Minuten, Seth11 schrieb:

Ich bin einfach verpushed von den ganzen PUAKram, Motivationsbüchern etc.. Bin 

sag mal´n paar konkrete Beispiele an "Vorbildern"

Evtl kriegste die im Dialog dekonstruiert.

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