Schwache Väter – männliche Vorbilder

18 Beiträge in diesem Thema

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Mein Vater ist LSE. Sogar ein richtig schlimmer Fall von LSE-LD, manipulativ, unsicher, unmännlich, Alkoholiker, Typ Märtyrer. Als ich Jugendlicher war, war mir das leider kein bisschen bewusst, aber so seit ca. 20 ist mir klar, wie er so tickt.

Ich hab schon früh, so mit 12 oder so, versucht, irgend ein richtiges männliches Vorbild zu finden, mich an meinen älteren Bruder geklammert und mit Leuten rumgehangen, die alle älter waren als ich. Später dann hab ich in irgend einem Lehrer oder älteren Freund versucht, ein männliches Vorbild zu bekommen, allerdings hatten die nie wirklich ein Interesse, ein Vorbild für mich zu sein, da ich eben ein ziemlicher Waschlappen war. So wie J.D. Und Dr. Cox bei Scrubs etwa.

Jetzt bin ich 29, also schon viel zu alt, mir eine Vaterfigur zu wünschen.

Meine Frage ist, wie kommt man vom Wunsch nach einem richtigen Vater, bzw. nach einem männlichen Vorbild, weg? Kann man trotz eines sehr schwachen Vaters ein richtiger Mann werden? Und an jene, die selbst schwache oder gar keine Väter hatten, was habt ihr für eine Einstellung ihnen gegenüber? Habt ihr reale männliche Vorbilder gefunden oder gings auch ohne?

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Ich kenn meinen Vater nicht, bin 22 & aus mir ist ein Selbstbewusster Mann geworden, der mit Frauen umgehen kann.

Das beste Vorbild ist die Idealvorstellung, von dir selbst.

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Gast Lafar

Ohne eine männliche Vorbildfunktion hat man es als Heranwachsender grundsätzlich nicht einfach - sowohl mit Frauen als auch im Beruf. Du lernst nicht wie du dich dem Leben stellen sollst, hast keine Orientierung im Leben und daher sind viele Entscheidungen die man trifft falsch. Das Leben erscheint drei mal so schwer als es eigentlich sein müsste.

Aber ich kann dir sagen das selbst tolle Väter nicht den Stein der Weisen gefressen haben. Irgendwann kommen deren Söhne auch an den Punkt wo sie einer Situation gegenüberstehen und nicht wissen wie der Vater darauf reagieren würde. Daher sucht man sich immer bei Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen Vorbildverhalten.

Aber wie mein Vorposter schon sagte:

Ein Mann definiert sich selbst und erfährt das Leben auf eigene Weise. Irgendwie haben Männer die ohne Vatervorbild groß geworden sind, die aber selbst an sich gearbeitet haben einen viel stärkeren Charakter da sie halt alleine durchs Leben mussten auf der Suche ihrer männlichen identität. Sie haben nicht durch Erziehung sich erschaffen, sondern durch Selbstentwicklung. Daher versuche dir zu visualisieren wie du als Mann sein willst. Träume davon, schreibe es dir auf, suche viele Männer in deinem Leben die solche oder ähnliche Eigenschaften verkörpern.

Dein Vater kannst du dennoch als Vorbild sehen: Indem du nicht so werden willst wie er. Mache nahezu das Gegenteil von ihm. Daher kannst du dich in gewisser Weise dennoch nach ihm orientieren. Sei für ihn ein Vorbild.

Du bist nun ne Art Gott und kannst dich selbst erschaffen.

bearbeitet von Lafar
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Ohne eine männliche Vorbildfunktion hat man es als Heranwachsender grundsätzlich nicht einfach - sowohl mit Frauen als auch im Beruf. Du lernst nicht wie du dich dem Leben stellen sollst, hast keine Orientierung im Leben und daher sind viele Entscheidungen die man trifft falsch. Das Leben erscheint drei mal so schwer als es eigentlich sein müsste.

Aber ich kann dir sagen das selbst tolle Väter nicht den Stein der Weisen gefressen haben. Irgendwann kommen deren Söhne auch an den Punkt wo sie einer Situation gegenüberstehen und nicht wissen wie der Vater darauf reagieren würde. Daher sucht man sich immer bei Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen Vorbildverhalten.

Aber wie mein Vorposter schon sagte:

Ein Mann definiert sich selbst und erfährt das Leben auf eigene Weise. Irgendwie haben Männer die ohne Vatervorbild groß geworden sind, die aber selbst an sich gearbeitet haben einen viel stärkeren Charakter da sie halt alleine durchs Leben mussten auf der Suche ihrer männlichen identität. Sie haben nicht durch Erziehung sich erschaffen, sondern durch Selbstentwicklung. Daher versuche dir zu visualisieren wie du als Mann sein willst. Träume davon, schreibe es dir auf, suche viele Männer in deinem Leben die solche oder ähnliche Eigenschaften verkörpern.

Dein Vater kannst du dennoch als Vorbild sehen: Indem du nicht so werden willst wie er. Mache nahezu das Gegenteil von ihm. Daher kannst du dich in gewisser Weise dennoch nach ihm orientieren. Sei für ihn ein Vorbild.

Du bist nun ne Art Gott und kannst dich selbst erschaffen.

Meine Fresse lafar ;) direkt 2 gute posts Hammer

Großer Respekt

Hatte auch immer nach Vorbildern gesucht, gefunden aber nicht, eher Mentoren die mich weitergebracht haben.

Im Buch der weg des Mannes wird es in etwa so beschrieben: lebe als ob es deinen Vater nicht gibt.

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Witzig hatte gerade mit meinem Vater auch einige Diskussionen (hauptsächlich per Mail, oft unterwegs) und seine Tipps kommen mir oft AFC mit leicht needy vor. Kann ich zwar nicht kapieren, da ich ihn so als realtiv offnen Mann meistens erlebe aber wenn ich seine "Tipps" gegenüber PU stelle passt es oft nicht.

Das mit Lebe als ob es deinen Vater nicht gibt habe ich auch schon mal wo gehört. Wobei er ja keine "Bremsende Kraft" ist der mir was ausreden will, zumal wenn ich ihm gar nichts erzählen würde wir auch gar nicht auf die Themen kommen würden....

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Ich kann auch nur Larfars Beitrag hervorheben. Entscheident ist, dass du dir deine eigene Idealvorstellung bildest und dich dann zielgerichtet in diese Richtung entwickelst.

Ich habe meine Vorstellungen aus dem Fernsehen, dem Internet. Prominente oder eben auch fiktionale Figuren, die mir gefallen aus Serien und Filmen. Daraus habe ich mir im Laufe immer mehr Idealvorstellungen gebildet und tue dies immer noch. Diese Idealvorstellung wird ständig neu beeinflusst, zur Zeit größtenteils durch Pick Up. Das wird ein Leben lang immer ein laufender PRozess sein. Und ich arbeite daran, mich auf meine Idealvorstellung von Tag zu Tag immer mehr zuzubewegen und da sich diese Idealvorstellung auch immer mal wieder ändert, werde ich nie komplett ankommen, sondern mich immer weiter entwickeln. Finde das aber auch gut.

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Wenn dich diese Thematik interessiert empfehle ich dir das Buch "Männlichkeit Leben" von Bjørn Thorsten Leimbach. (er geht da ziemlich gut auf diese Thematik ein)

Mir hat es geholfen ein bessere Sicht auf mein Leben zu bekommen und auch zu verstehen, warum manche Dinge so gelaufen sind wie sie sind und warum ich manche Dinge einfach nicht verstanden habe. Warum manche Tatsachen einfach an mir vorbei geflogen sind ohne dass ich ihnen beachtung geschenkt habe.

So wie du hat ich auch lange Zeit kein männliches Vorbild.

Ich bin damals aus dem Krieg nach Deutschland geflüchtet und zwar nur mit meiner Mutter, wir sind zu meiner Oma gezogen die schon 40 Jahre hier in Deutschland lebte! Mein Opa war tod und zur selben Zeit ist mein Onkel auch zu seiner Mutter gezogen, nachdem er seine Ehe in den Sand gesetzt hat.

Er ist in eine tiefe Depression gefallen, wegen EINER Frau, hat nichts mehr gemacht, sich nicht mehr gewaschen und hat so vor sich hinwägetiert. In der Schule gab es auch nur Lehrerinen und von meinem besten Kumpel der Vater war auch so ein netter Nice Guy wie es im Buche steht, von meinem zweit besten Freund der Vater war echt ein harter Hund er war zwar so was wie ein Lude, aber der war nur 2 mal im Jahr da!

Als ich dann in die Pupertät gekommen bin, kam mein Vater zwar auch nach Deutschland, aber da hab ich mir auch nichts mehr sagen lassen.

Genauso hat ich dann ein extremes Problem mit Autoritätspersonen in meiner weiteren Schullaufbahn, anstatt von ihnen was zu lernen oder mir abzuschaun, hab ich mich ständig angegriffen gefühlt und hab Aggressiv drauf reagiert!

Grad was das "Frauen-Ding" angeht, neigt man dann auch dazu auf Frauen zuhören in Verführungssachen anstatt auf die Männer und wundert sich dann warum man nur ganz wenig gebacken bekommt!

Klar ist das Scheiße!

Aber wenn man erstmal bewusst kapiert hat, dass man einen Tick Männliche Erziehung und Prägung zuwenig "bekommen" hat! Dann ist das schonmal eine wichtige Erkenntnis und der erste Schritt zur Besserung. Dann hat man ja immer noch die Wahl zwischen:

1. Das nehme ich jetzt als Ausrede für jeglichen Misserfolg in meinem Leben.

2. Schön das zu wissen, okay dann muss jetzt an mir arbeiten und mir das aneignen.

Die 2. Wahl ist die bessere ;)

bearbeitet von BeAMan
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Danke.

Waren wirklich gute Antworten. Das meiste war mir auch schon klar, bzw. tue ich schon.

Ich lese grade Der Weg des wahren Mannes von David Deida, deins BeAMan kommt als nächstes. :-)

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David Deida lese ich auch grad, Feuer im Bauch ist auch wirklich zu empfehlen (Sam keen).

Ich hab auch die Erfahrung gemacht das sich das spätere Leben ohne Vater Figur recht schwierig gestaltet. Ich bin seit ich 11 bin nur von meiner Mutter großgezogen worden ohne männliche Leitfigur.

Alles zum "Mann" sein hab ich mir über die Jahre mühevoll bei gebracht nur kommt mir vor das die Versäumnisse aus der Vergangenheit bzw. Kindheit nicht so leicht auszubügeln sind.

Ich bin bis heute sehr emotional, verliebe mich gerne Hals über Kopf und leide manchmal unter Einsamkeit obwohl ich wirklich viele echte Freunde habe. Zur Zeit arbeite ich daran zu ergründen warum ich mich Einsam fühle obwohl ich es nicht bin.

Das eine Frau nicht die Lösung meiner Probleme ist habe ich verstanden, ein ausgefülltes spannendes Leben habe ich auch und genau so verfolge ich meine Träume - trotzdem stellt sich dieses Gefühl "nicht vollständig zu sein" immer und immer wieder ein.

Vielleicht hat einer von euch ja noch den ein oder anderen sinnvollen Gedanken dazu.

Mfg

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Ich finde, dass die Vorbildfunktion überbewertet wird. Nehmen wir mal ein Beispiel:

Der Vater verprügelt ständig die Mutter. In diesem Fall ist der Vater sicherlich ein schlechtes Vorbild.

Aber es muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Jungs dann später ihre Frauen auch verprügeln.

Denn wenn man selbstständig denken kann, ist man selbst sein eigenes Vorbild.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, lernt man ganz instinktiv, was richtig und was falsch ist.

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Denn wenn man selbstständig denken kann, ist man selbst sein eigenes Vorbild.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, lernt man ganz instinktiv, was richtig und was falsch ist.

Um das zu so zu sehen und zu sagen muss man allerdings schon selbständig denken können, was ein immer seltener werdendes Gut zu sein scheint...

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Schönes Thema mit ein paar tollen Beiträgen!

Ich finde auch dass man sich seine männlichen Vorbilder durchaus selbst suchen kann. Es muss ja nicht unbedingt der Vater sein. Vielleicht ein Freund, ein Bekannter, ein Nachbar ein Arbeitskollege oder ein netter Chef; ich glaube auch Roman- oder Filmhelden, ja sogar diese PU-Gurus, können tolle Vorbilder sein solange man sich nur selbst vor Augen hält wo man hin möchte.

Überlegung:

Kein Vater ist vielleicht sogar ein bisschen besser als ein "normaler" Vater denn so definiert man seinen Weg unbeeinlusst(er) und selbst. Mein Dad ist klasse, ich glaube allerdings dass er tatsächlich seine erste Freundin, meine Ma, geheiratet hat. Ein Gespräch über Frauen haben wir leider NIE geführt. Viele Jahre später ist dies nun eine große Baustelle für mich. Ich glaube, wenn er da erfahrener und wir beide offener gewesen wären hätte das die Dinge für mich leichter gemacht.

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Ich finde, dass die Vorbildfunktion überbewertet wird. Nehmen wir mal ein Beispiel:

Der Vater verprügelt ständig die Mutter. In diesem Fall ist der Vater sicherlich ein schlechtes Vorbild.

Aber es muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Jungs dann später ihre Frauen auch verprügeln.

Das Risiko ist aber höher, und, wenn man sich damit umfangreich beschäftigt hat (so wie ich), dann ist es eben signifikant, dass gerade Gewalttäter eine ähnliche Biographie haben.

Wer nimmt den für sich in Anspruch, mit ganz jungen Jahren reflexiv zu denken? Keiner, geht auch gar nicht. Man orientiert sich IMMER an anderen in der Phase des Erwachsenwerdens. Man internalisiert eben vorranging das, was man sieht und einem vorgelebt wird. Die Phase, in der man eigenständig anfängt zu denken setzt sehr viel später ein, und bedeutet für fast jeden der destruktive Elemente in seiner Persönlichkeit erkennt, eine ganz massive Herausforderung. Viel Trauer, viel Schmerz. Es ist eben nicht so, dass man plötzlich einfach anders ist. Nur weil man das will. Man ist vorgeprägt und muss sich quasi neu programmieren. Respekt für jeden, der das schafft. Hier sind es immer nur coole Zoten und Sprüche, aufgesetzte Schwallerei und pseudohartes KJ-Tum.

TE, ich bin mir dieser Situation aus ähnlicher Erfahrung auch bewusst. Such dir deine Vorbilder selbst aus. Das können auch fiktive Figuren sein. Sammle Informationen über die und integriere nützliche Dinge in dein Selbstbild. Vielleicht gibt es ältere Führungsfiguren in deinem Umfeld. Scheue dich nicht, diese anzusprechen und zu sagen, dass du sie bewunderst und sie dir vielleicht ein Vorbild sind. Evtl. entwickelt sich da so eine Art Mentoring -oder Fördererverhältnis.

Aber schonmal Glückwunsch, dass du deine Situation so erfasst und erkannt hast.

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Hui. Alter Thread, aber sehr schönes Thema. Kann die Beschreibung deines Vaters sehr gut nachvollziehen. Das Problem beim "LSE" Vater ist zudem ja nicht nur der Vater, sondern dass der auch noch eine LSE Frau hat, deine Mutter.

Ich selbst habe mich schon relativ früh in meiner Jugend innerlich von meinen Eltern verabschiedet, als ich gemerkt hab, dass mein Vater unfähig ist mir auch nach der Kindheit einer zu sein. Außerdem verliert man leider fast jeden Respekt vor dem eigenen Vater, wenn man sieht wie er sich von der eigenen Frau behandeln lässt. Ein echter AFC halt. Eine Erkenntnis die mit hinzugekommener PU-Theorie in meinem Kopf nicht einfacher zu händeln wird.

Ich habe schon recht früh quasi automatisch angefangen, mir meine Vorbilder in Medien und Freundeskreis zu suchen. Vermutlich der Grund, warum ich den Film Fight Club so liebe und viele ältere Freunde habe. Auch dass ich damals viele Computerspiele gezockt habe, in denen ich mir eine Superpersönlichkeit aufbauen konnte, passt voll in mein psychologisches Profil.

Ich würde aber nicht behaupten, dass kein Vatervorbild nur Negatives mit sich bringt. Ich könnte zwar auch heute noch sagen, dass die Prägung meiner Eltern sich immer noch negativ auf meine sozialen Fertigkeiten auswirkt und mein gestörtes Verhätltnis zu Frauen nach wie vor eine Baustelle ist, dafür habe ich mich was meine Ansichten angeht schon immer als unbeschriebenes Blatt empfunden.

Ich konnte mir mein Weltbild, meine Ideale und Ansichten aussuchen, während ich bei vielen anderen erlebt habe, wie sie stumpf nachleben, was ihnen vorgelebt wurde.

Dennoch halte ich Menschen die aus einem gesunden Familienverhätnis kommen für beneidenswert. Andere hats dafür schlimmer getroffen. Man stelle sich vor, dass jeder von uns heute mit den falschen Eltern ein Nazi sein könnte... ekelhaft.

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jeden der destruktive Elemente in seiner Persönlichkeit erkennt, eine ganz massive Herausforderung. Viel Trauer, viel Schmerz. Es ist eben nicht so, dass man plötzlich einfach anders ist. Nur weil man das will. Man ist vorgeprägt und muss sich quasi neu programmieren. Respekt für jeden, der das schafft. Hier sind es immer nur coole Zoten und Sprüche, aufgesetzte Schwallerei und pseudohartes KJ-Tum.

WORD! Das ist verdammt harte Arbeit. Leute da lohnt es sich, dass mit einem Therapeuten aufzuarbeiten, selbst wenn man ein Normalo ist. Ich will auch keine Kinder weil ich sie nicht verhunzen will.

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Mich würde auch interessieren in welchem Ausmaß schlechte oder nicht vorhandene Vorbilder sich auf einen selber auswirken. Ich persönlich habe die Feststellung gemacht, dass es sehr schwer ist sich oder sein Wesen zu verändern, wenn man tagtäglich andere Verhaltensweisen zu sehen bekommt. Auch die Gene spielen da sicherlich eine Rolle.

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Auch die Gene spielen da sicherlich eine Rolle.

Eine verschwindend Geringe. Es gibt genetisch bedingte Prädispositionen für bestimmte Verhaltensweisen (Aggressivität etc.). Diese kommen aber nur zum Tragen, wenn sie auch auf soziologischer Ebene, also durch dein persönliches Umfeld (besonders eben Erziehung) gefördert werden.

Jemand mit einer genetischen Prädisposition für Aggressivität kann also zu einem warmherzigen und friedvollen Menschen heranwachsen, während jemand ohne genetische Prädisposition sich trotzdem zu einem aggressiven und gewaltätigen Menschen entwickeln kann. Auf die soziologische Prägung kommt es an.

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