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Gast

Servus zusammen,

Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass viele hier mein Problem in ähnlicher Weise kennen. 

Ich bin aktuell 28 und seit ich 17 bin, mit PU erfolgreich durchs Leben gegangen. Seit dieser Zeit hatte ich zahlreiche Flirts, Games, Dates, NCs, KCs etc. Ihr kennt das ja. Es war (vor allem zu seinen Anfängen) eine wirklich spannende, aufregende und spaßige Zeit. Was mich gereizt hat waren dabei in erster Linie die große Herausforderung, das Abenteuer und der Entdeckungsdrang gewisse Grenzen zu überschreiten, persönlich zu wachsen und die innere Neugierde am anderen Geschlecht, eine möglichst große Vielfalt zu entdecken. Ich habe PU nie begonnen um einen möglichst hohen Lay-Count zu erzielen, sondern einfach um Spaß an der Sache zu haben, im Falle des Falles die Frauen überzeugen zu können, die mir wirklich gefallen und in Sachen Beziehungen und Anziehung neues über mich selbst und das andere Geschlecht zu lernen. Seit ich 21 bin, war ich nun überwiegend in Beziehungen. Meistens hat es sich situationsbedingt ergeben, bereue diese Zeit auch absolut nicht und habe mich auch jederzeit gerne darauf eingelassen. Der ONS Typ war ich (bisher) nie. Wahrscheinlich wäre ich es mit 18, 19, 20 gewesen, zu dieser Zeit war ich aber einfach noch zu jung dafür und die Mädls auf der Gegenseite genauso. Nun bin ich 28, das Studium in der Tasche und ganz andere Formen von Freiheit und Unabhängigkeit stehen mir bevor. Zum ersten mal bin ich seit knapp 7 Jahren länger als 6 Monate single und stelle mir nun die Frage, was ich tatsächlich von meinem Leben und meinem weiteren Liebesleben erwarte. 

Auf der einen Seite reizen mich flirten und PU nicht mehr wirklich. Dafür habe ich das ganze "Spiel" schon zu sehr ausgeschöpft, was einfach heißen mag, dass ich schon vieles verschiedenes und oft ausprobiert habe und es mich einfach nicht mehr reizt etwas davon anzuwenden. Ein gutes Beispiel dafür sind eben Routinen und Frames etc. die mir auch nicht mehr wirklich alterskonform vorkommen. Man ist einfach durch verschiedene Erfahrungen bereits zu abgeklärt, man weiß wie das Spiel läuft, was funktioniert und was nicht funktioniert, hat auch schon seine eigenen weniger schönen Erfahrungen gemacht. Alles wird direkter, Top oder Flop. Man weiß von vornherein mit welchem Typ Mensch man es auf der Gegenseite zu tun hat, ob man untereinander kompatibel ist oder nicht, ob sich das "durchziehen" lohnt oder nicht. Man weiß eben was man will und was man nicht will. Genau dieses abgeklärt-sein, nimmt mir aber auch die ursprüngliche Freude am Flirten und am Game. Dadurch, dass für mich alles diesbezüglich zur Routine und Wiederholung wird, ist es nur noch vielmehr eine Wiederholung einer Wiederholung. Auch bin ich mitlerweile sprachlich leider ein wenig eingerostet und lange nicht mehr so wortgewandt, rhetorisch geschickt, kreativ und einfallsreich wie früher. Was ich natürlich schade finde und hoffe, dass meine alten Züge irgendwann wieder zu mir zurückfinden. 

Zugegeben, im Nachhinein hätte ich tatsächlich mehr ONS ausprobiert, wäre gern in dieser Hinsicht offensiver und risikofreudiger gewesen. Auch was spontanen Sex angeht. 

Dadurch, dass ich immer mehr der Affären- und Beziehungstyp war und auch zufrieden damit war, sind mir diese Dinge im Nachhinein ein wenig entgangen. Nun stehe ich vor dem Dilemma, dass ich eigentlich nicht so schnell wieder eine Beziehung möchte, aber auch keine Lust habe auf oberflächliche Dates und vordergründige Spielchen. Es gäbe eben schon noch Dinge, die ich gerne noch erleben würde und mitnehmen würde, fühle mich gerade dafür aber zu alt und schon zu reif für manche Dinge. Auch, wenn ich mit meinen Beziehungen stets glücklich war und es zu diesem Zeitpunkt eben das war, was ich wollte, stelle ich nun schon in Frage, ob es tatsächlich die wirklich richtige Ausrichtung so war. Vor einiger Zeit dachte ich mir noch, solange ich zufrieden bin, gibt es für mich auch keinen Grund etwas zu ändern. Und vögeln könnte ich ja mit Anfang/Mitte 30 ja immer noch. Genauso könnte ich mir aber vorstellen, mich zu setzen und eine Frau fürs Leben zu finden und mich langsam an die Familienplanung zu machen - setze es aber natürlich nicht voraus und lasse das auf mich zukommen. Gerade habe ich auch keinen wirklich großen Sexhunger so kommt mir vor... es gibt viele Mädls die an mir Interesse hätten, aber ich lasse derzeit alle Gelegenheiten fast schon selbstverständlich ziehen. Was mich auch ein wenig überrascht. Fühle mich aber auch nicht "einsam" und bin alleine ohne Partnerin gerade sehr zufrieden und freue mich auch einfach sehr, endlich Zeit ganz für mich selbst zu haben.

Ich möchte gerade auch nichts erzwingen, weiß aber auch nicht wo ich selbst gerne hin möchte, wie ich das ganze bewerten kann und wie ich meinen weiteren Weg finde. Gerade fühlt sich in Sachen Liebesbeziehungen oder PU nichts so wirklich richtig an. 

Ich würde mich auf jeden Fall über eure Erfahrungen und Einschätzungen freuen.

bearbeitet von Gast

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Welchen Stellenwert hat /  hatte PUA beziehungsweise Frauen generell in deinem Leben ?

Ich meine, es ist in zwei schneidiges Schwert - Auf der einen Seite weißt du, wie der Hase läuft und es routiniert, in Fleisch und Blut und du weißt, wie du jeden Ball zu spielen hast. Das ist doch etwas, für was dich viele Männer hier beneiden würden. Auf der einen Seite geht natürlich auch der Reiz verloren - alles wird durchschaubar.

Aber an sich ist doch alles OK - gönn dir doch einfach mal eine gewisse Auszeit ? Du hast das Studium durch - Suche einen Job der dir Spaß macht, verdiene Geld, reise um die Welt. 

Ich bin ähnlich lange "dabei", wobei ich eher den umgekehrten Weg genommen habe. 

Was mir persönlich einen Reiz gibt, ist es halt immer "höher" zu gamen d.h. Frauen die für mich einfach etwas besonderes sind - Optisch als auch Charakterlich. Man möge mich steinigen, aber ich glaube mit höherer Exklusivität steigen einfach auch die Anforderungen an den Mann - diese Frauen erwarten und fordern einfach mehr und das gibt mir einen gewissen Reiz. Nach wie vor gibt es mir ein überwältigendes, maskulines Gefühl mit so einer Frau zu schlafen.

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Gast

Hi TriiaZ, 

danke dir schon mal für deine Antwort.

Da geb ich dir recht. Den Reiz hab ich schon auch. Im Moment würde ich sagen, reizen mich vor allem besonders temperamentvolle, dominante und durchsetzungsfähige Frauen. Man spürt das ja, diese gewisse Anspannung und Energie die dort mitschwingt. Auf der anderen Seite fühle ich mich aber auch noch nicht bereit diese Herausforderungen anzugehen. Dafür ist mein Skillset (siehe zb Wortgewandtheit, Schlagfertigkeit) zu eingeschlafen, das volle Selbstvertrauen und die Energie noch nicht da. 

Es ist tatsächlich auch mitlerweile so, dass ich die Frauen von alleine kommen lassen kann. Leider habe ich daran aber überhaupt keinen Reiz, wenn ich sie nicht selbst erobern muss. 

PU bzw Frauen hatten in meinem Leben schon immer einen hohen Stellenwert.

Ein kurzes Beispiel noch: Meine letzte Affäre, die leider nicht sehr lang war, hätte ich als meine aktuelle 10/10 bezeichnet. Klingt hoch gehoben, ja, aber in dem Moment war sie tatsächlich die gesuchte 10/10 für mich persönlich. Dadurch ist eben auch ein gewisser Reiz für mich verschwunden bzw. wurde ich dadurch vielleicht ein Stück weit mehr deillusioniert.

bearbeitet von Gast

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Erst einmal vorweg - wie du sagst, ist dein Skillset eingeschlafen. Dann erwecke es doch wieder? Hast ja nichts verlernt. 😄

Und wenn du für dich eine 10 / 10 hattest, dann ist es absolut verständlich, dass der Reiz an anderen weg ist. Die Ansprüche steigen halt. Aber so ist mit allem in Leben - bist du einmal Milliardär und fällst auf deine Millionen zurück und du fühlst dich arm. Bist du es gewohnt ein Oberklasse Auto zu fahren, so wird dich ein Opel Vectra auch nicht mehr glücklich machen. So ist es im Leben. Ich glaube, da kann man einfach nur weitermachen.

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vor 8 Stunden, Sodenthal schrieb:

bin alleine ohne Partnerin gerade sehr zufrieden und freue mich auch einfach sehr, endlich Zeit ganz für mich selbst zu haben.

Ich glaube, für dich sind Frauen einfach gerade in deinem Leben nicht "dran".

Klar, war es viele Jahre ein Teil deines Lebens. Aber das heißt auch, dass du 11 Jahre lang keinen richtigen Urlaub von dem Thema gemacht hast. Und das ist ne lange Zeit. Vertrau dir selbst. Wenn es sich ohne Frauen gerade gut anfühlt, dann mach so weiter. Vielleicht steht in einem Jahr plötzlich DIE Frau vor dir. Oder es regt sich wieder Lust zu Gamen. Aber bis dahin ist es doch gut, wie es ist.

Ein eigenes, stabiles Leben aufzubauen, wo man keinen Partner "braucht" ist eh die beste Basis, die du dir und deiner zukünftigen Partnerin bieten kannst.

bearbeitet von Herzdame
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Für mich scheint es klar zu sein: Du hast nun deinen Abschluss und jetzt sind andere Sachen wichtiger.

Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Du warst jahrelang der "Student", jetzt nicht mehr.

Ein wenig orientierungslos kann man sein. Das ist auch gut so. Ich würde, wäre ich in deiner Situation, erst einmal entspannen und das alles sacken lassen. Ruhiger werden und schauen, worauf ich Lust habe. Dinge langsamer angehen. 

David Deida schreibt in seinem Buch, dass so eine Situation, die du gerade hast, sehr wichtig ist. Beim Mann entsteht "Leere" bzw. "Langeweile", weil er ein Ziel erreicht hat und er muss sich neu kalibrieren und auf seine neue Vision einrichten. Die Vision wird kommen. Daher würde ich dir das o.g. vorschlagen, die Langeweile zu umarmen und dich jetzt zu fragen "Was will ich?". Du warst ja nie länger als 6 Monate Single. Beste Zeit, um dich mit dir zu beschäftigen und dein Leben zu gestalten. Dich Dinge zu fragen wie: "Will ich mir eine Frau für's Leben suchen? Oder will irgendetwas Großes machen?" (Was nicht heißt, dass die Frau für's Leben nichts Großes sein kann).

 

LG

Hitch

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Gast

Hi Herzdame,

da geb ich dir auf jeden Fall recht. Das Problem dahinter ist nur, dass ich das Gefühl habe eben nicht alles vollständig ausgereizt zu haben. Manches ist mir vielleicht entgangen weil ich meinen Fokus auf andere Dinge gelegt habe oder mich teilweise auch zu sehr von mir selbst habe abbringen lassen. Manche Ziele habe ich eben auch nicht erreicht, weil ich durch Misserfolge, Probleme und sonstige Herausforderungen zwischenzeitlich sehr von meinem PU-Weg abgekommmen bin. Meine Ziele mit 17, 18 waren klar und erreichbar und habe recht gut erkannt, wo mein Potential lag, welches ich leider nicht immer (zwischenzeitlich auch gar nicht) zeigen konnte; vielleicht kann man auch sagen, zwischenzeitlich untergraben wurde. Und jetzt mit Ende des Studiums, wo ich mein Leben aufgebaut habe, alles um mich rum im Griff habe, hätte ich wieder den Kopf und die Energie dazu, aber die Zeit ist vielleicht einfach die falsche. Du hast schon recht, wenn du sagst, Frauen sind bei mir gerade "einfach nicht dran".

 Vielleicht kommt dieses Gefühl auch einfach hoch, weil ich tatsächlich das Gefühl habe für manche Dinge (auch für manche Mädls) langsam zu alt zu sein. Da denk ich mir schon ... hmm die letzten 3- 4 Jahre hät ich eigentlich richtig steil gehen müssen. Die Umstände waren aber letztendlich ganz andere und so war ich auch wieder in einer festen Bindung, was für die Zeit auch so Sinn gemacht hat.

Ich merke eben, dass sich "das Game" und auch die Art und Weise des Flirtens mit Ende 20, Anfang 30 verändert. Klar, es gehen viele neue Türen auf, aber viele alte fallen auch zu. Und gerade hänge ich irgendwie noch zu sehr meiner alten PU-Zeit nach und vermisse die jugendliche Neugierde und Experimentierfreude von früher. Und so ganz bin ich noch nicht bereit für den nächsten Abschnitt. Manchmal denk ich mir dann, ich weiß vielleicht zu viel und erkenne die Dinge mitlerweile zu klar. Zum einen kann ich so natürlich sehr gezielt und schnell selektieren, zum anderen nimmt es aber auch vieles von seinem ursprünglichen Reiz, was das spielerische Flirten eben auch für mich uninteressant macht, weil ich eben vieles davon in der Form schon zu sehr und zu oft hatte.

Ich hoffe du kannst nachvollziehen, worauf ich damit ungefähr hinaus will...

 

@Dr Hitch 

Das mit dem Student ist eben nicht ganz so. Ich bin über beruflichen Weg ans Studium gekommen, so hatte ich auch nicht immer den Freiraum und die Zeit, den ich vielleicht mit Anfang 20 gerne gehabt hätte. Vielleicht fehlt mir das an dieser Stelle auch ein bisschen. 

Danke auch auf jeden Fall für den Ausschnitt aus dem Buch. Du hast recht, das sollte ich mir vielleicht bei Gelegenheit nochmal durchlesen. 

Gewisse Ideen und Visionen habe ich schon, wo es mit mir hingehen soll oder was ich gerne machen würde. Es gibt schon so ein paar Dinge die noch in mir schlummern, die dringend gemacht gehören. Aber eben, wie beschreiben, auf der anderen Seite stehen neben vielen erfüllten Zielen auch manche nicht-erfüllte Ziele (speziell im PU-Bereich), und die halten mich gerade noch etwas zurück und ketten mich ein bisschen an meinen alten Lebensabschnitt fest.

bearbeitet von Gast

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vor 2 Stunden, Sodenthal schrieb:

Das Problem dahinter ist nur, dass ich das Gefühl habe eben nicht alles vollständig ausgereizt zu haben. Manches ist mir vielleicht entgangen weil ich meinen Fokus auf andere Dinge gelegt habe

Das ist das Leben.

Du hast auch nicht alle möglichen 10.000 Studiengänge studiert, sondern nur einen (oder vielleicht 2). Du warst nicht mit 10 Sportarten bei Olympia. Ist jetzt vermutlich auch zu spät dafür ;-) Es macht dir nur offenbar gerade bei Frauen etwas mehr zu schaffen als an anderen Stellen.

vor 2 Stunden, Sodenthal schrieb:

Und gerade hänge ich irgendwie noch zu sehr meiner alten PU-Zeit nach und vermisse die jugendliche Neugierde und Experimentierfreude von früher.

Da würde ich mich fragen:

Was genau war daran so toll? (Kann man sich das über andere Wege holen?)

vor 2 Stunden, Sodenthal schrieb:

Und so ganz bin ich noch nicht bereit für den nächsten Abschnitt

Dein Körper bzw dein Unterbewusstsein haben diesen neuen Abschnitt eingeleitet. Du selbst hast ihn eingeleitet - mit deinem Gefühl von "passt gerade nicht" / "habe ich keine Lust drauf".

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Gast

Ich denke mitlerweile, diese Problematik kommt auch automatisch mit dem Alter. Mit Ende 20 ist man eben schon mehr auf feste Existenzplanunh evtl. Familienbildung fokusiert, als auf "einfach nur Spaß haben". Daher fühlt sich manches davon etwas deplatziert an. Früher war das PU auch mehr eine Rolle von mir, in der ich geschlüpft bin, als dass es mein alltäglicher, selbstverständlicher Lifestyle war. Allerdings auch eine Rolle, die mir sehr gut gestanden hat.

Jetzt muss ich mich in vielerlei auch wieder einlesen und aufwärmen, weil ich diesen Teil von mir leider verloren habe und wieder zurück möchte. Hier gehts vorallem und meine Kommunikationsskills und Wortgewandtheit die ich früher mal recht gut hatte. Das selbe Energie- und Neugierdelevel bekomm ich aber definitiv nicht mehr zurück. So ist das wieder "reinkommen" und zurückfinden tatsächlich Arbeit. Ich weiß aber nicht mal ob es richtig platziert ist und vielleicht tatsächlich einfach nur "zu spät" ist dafür. 

Ich merke das ja auch am Umfeld. Die Mädls suchen selbst schon mehr und mehr gezielt, gehen weniger Kompromisse ein; Werte wie Status, Geld, Bildung, Erfolg, Besitz stellen eine übergeordnete Rolle da. Es geht nicht mehr rein ums Sein sondern mehr ums konkrete liefern, vorzeigen, beweisen und besitzen. So kommt es mir zumindest vor. Das Hauptproblen daran ist aber, dass diese oberflächlichen Faktoren das Menschliche ja stark verdecken. Und dann gerat ich entweder an Mädls die Torschlusspanik haben, in einer Rebound-Situation stecken, eben die beste Zukunftsabsicherung wollen und eher materiell motiviert sind oder der umgekehrte Fall: Super-freilebend sind und in ihrer "Yolo-Phase" sind. 

Desweiteren mach ich mir Stress weil ich auf die 30er zugeh und dann denke, ok dann ists vorbei mit den jungen Mädls, die noch komplett ohne Vorbelastung oder falsche Motive zu haben sind. Und auch so muss ich mich dann in meiner Auswahl eingrenzen wo mich ja Mädls in den frühen 20ern schon noch sehr interessieren würden, aber die wollen halt idR auch jemand in den 20ern und iwie ists ja komisch als 30-jähriger mit ner 21/22-jährigen rumzuhängen.

Das sind so ein bisschen die Fragen die ich mir gerade darüber stelle, ich würd den Rest von meinen 20ern nicht mehr ausreichend nutzen und ausreizen, nachdem ich in meinen 20ern bisher überwiegend in Beziehungen war. Währenddessen dacht ich mir - wenn jetzt die Beziehung da ist und es passt, macht es ja Sinn das zu nutzen. Studienzeit hin oder her. Und frei leben kann ich ja eigentlich danach oder besser gesagt später immer noch. Ich würde schon gern wieder zu meiner PU-Phase zurückkehren und meine alten Stärken wiedererkennen, vorallem jetzt mit den neu dazugewonnen Möglichkeiten, aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass die Zeit bzw der Abschnitt hier nicht mehr rein passen. Im Umkehrschluss gesehen, hätte ich diese Phase eher während dem Studium ausgenutzt und wäre aus einer Beziehung raus geblieben, dann hätte ich jetzt nicht dieses "Problem" bzw dieses Verlangen nochmal Gas geben zu wollen, sondern dann hätte es sich wahrscheinlich von selbst erledigt und würde sich jetzt konformer anfühlen.  Irgendwie fühl ich mich halt echt zu alt. Wenn ich jetzt in der Uni die Mädls sehe, denke ich mir schon oft "hmm für die werd ich jetzt langsam echt zu alt". Das trifft aber auf ganz viele Dinge zu - auch zb aufs feiern und weggehen allgemein, oder auf manche Hobbies. Oder ich denk mir dann einfach, es passt irgendwie jetzt nicht mehr so richtig in den Kontext. 

Was meint denn ihr dazu bzw wie sind denn eure Erfahrungen ?. 

Vg

bearbeitet von Gast

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Zu alt mit 28? Interessante Perspektive. Das einzige, wofür Du da wirklich zu alt bist, ist die Rutsche auf dem Spielplatz. 

Du bist in ner Phase der Neuorientierung, da ist etwas Leere ganz normal. Gib Dir etwas Zeit und halte das aus, um heraus zu finden, was Du willst. Arbeiten und richtig reinhauen. Den Urlaub machen, den Du immer wolltest. Neue Stadt, neues Hobby. Wenn da eine Frau im Moment nicht dazu gehört, dann mach‘s halt ohne. Versuch nicht, diese potentiell konstruktive Lücke, diesen Spielraum mit PU zu füllen. Das hat dann seine Momente, sollte aber nie mehr als ein Hobby sein.

Und ganz nebenbei bist Du mit 28 durchaus attraktiv für Mädels Anfang 20. Alles ist gut so, wie es ist.

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Am 31.1.2018 um 00:21 , Sodenthal schrieb:

und iwie ists ja komisch als 30-jähriger mit ner 21/22-jährigen rumzuhängen.

Das wird noch schlimmer *lach*

Was meinst Du, wie komisch sich es anfühlt mit Ende 30 mit einer 20 jährigen zu vögeln und auf einmal zu realisieren, dass "ihre Eltern kennenlernen" synonym ist zu: "meine Mama ist so alt wie Du, ihr werdet sicherlich viel zu erzählen haben".

Das "Problem", dass Mädels Anfang 20 super sexy sind, bleibt auch in höherem Alter bestehen. Gewöhn Dich einfach dran. Es fühlt sich dann halt nur noch mehr "creepy" an, wenn Du Dich drauf einlässt. Mit 30 Jahren sehe ich da überhaupt kein Problem drin.

Ich vermute mal, dass es Dir so ähnlich geht wie mir. Ich bin satt. Ich hab da nicht die Monster Erfahrung drin gesammelt, dafür hab ich es zu kurz wirklich intensiv gemacht. Was mich aber stetig daran fasziniert, sind die Mechanismen, die dahinter stehen. Zu versuchen, menschliches (vornehmlich weibliches) Verhalten zu verstehen, vorherzusagen und zu beeinflussen (nicht negativ beeinflussen, sondern einfach nur zu lenken). Da hab ich immer noch Spaß dran und das wird auch nie langweilig. Denn die "Magie" ist verflogen, wenn Du mal eine zeitlang mit PU erfolgreich warst. Das ist der Preis, den wir alle dafür zahlen, dass wir zumindest verstehen können, was dahinter steckt. Ist wie mit einem Zaubertrick. Super, solange man nicht weiß, WIE er funktioniert. 

Mal als Projektvorschlag für irgendwann: Wenn Du Deine nächste Beziehung führst, dann mach doch daraus einfach ein PU Projekt. Das ist sehr spaßig und auch aufschlussreich. Ohne PU wäre meine jetzige Beziehung schon längst beendet. Deshalb bin ich echt froh drüber, dass ich mich damit beschäftigt habe, auch wenn die Magie teilweise weg ist. Es geht mir trotzdem gut damit und ich könnte mir vorstellen, dass Du daran auch Spaß finden wirst. 

Ich hab manchmal das Gefühl, dass uns allen irgendwie eingetrichtert wurde, dass man NIE aufhören darf, Frauen aufzureißen. So kam es mir zumindest eine Zeit lang selbst vor bzw. ich dachte, dass ich das immer tun MUSS. Für mich war das ein großes Problem. Erst als ich mir selbst "erlaubt" habe damit aufzuhören, wurde es entspannter. Und heute bin ich froh drüber, dass ich nicht mehr MUSS aber immer noch KANN. Vllt. hilft Dir das. 

 

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Hey @charons,

kannst Du das 'mal erläutern?:

"Ohne PU wäre meine jetzige Beziehung schon längst beendet."

Welche Elemente von PU hast Du in die Beziehung integriert? Was wäre ohne PU anders? 

Viele Grüße

Explorer

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vor 56 Minuten, Explorer1 schrieb:

kannst Du das 'mal erläutern?:

"Ohne PU wäre meine jetzige Beziehung schon längst beendet."

Sie: " Und immer muss ich Dich extra darum bitten, dass Du die Spülmaschine ausräumst..."

Ohne PU: "Du, Schatz, wir haben 2 Wohnungen. Jeder hat seine eigene Spülmaschine. Ich räume meine aus, Du die Deine. Ich weiß überhaupt nicht, wo das Problem liegt. Und überhaupt: IMMER. Ich sage ja auch nicht, NIE machst Du meinen Herd sauber. Was soll das überhaupt ?!?"

Mit PU: "Schatz, was ist los. Es geht hier doch nicht um die Spülmaschine !?! *Frau in den Arm nehmend* "Also, komm, was ist los ?" *Kuss* Sie: "Weißt Du, ich will mit Dir zusammen ziehen und ich weiß nicht, wie ich es Dir noch sagen soll".

Das banale Drama um die Spülmaschine hatte einen viel tieferen Ursprung, der letztlich existentiell für die Zukunft der Beziehung ist. Nämlich die Frage, ob es irgendwann einmal ein gemeinsames Ganzes geben wird. Eine Vision, an der sie sich festklammern kann. Der berühmte Strohhalm. 

Das hätte ich ohne PU niemals erkannt. Vor allem nicht, weil diesem Spülmaschinensatz wenige Tage vorher ein durchaus heftiger Streit voranging und wir schon wieder "auf dem Weg der Besserung" waren.

Aber dieser Satz und meine Nachfrage zeigte mir, worum es in dem vorangegangenen Streit in Wirklichkeit ging. Darüber wurde natürlich kein Wort in diesem ganzen Streit verloren.

 

Aber in Wahrheit ging es die ganze Zeit um diese Vision, um diesen Strohhalm. Sie hat ihn wieder und siehe da:

 

Läuft alles !

 

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Gast

Ja das stimmt. Ich würde schon sagen, dass meine letzten beiden Beziehungen auch "PU-Projekte" waren. Ohne PU, ohne das Wissen und mein feines Gespür dafür, wär ich da sicher nicht soweit gekommen. Aber so wäre das ja immer bei PU, oder deshalb hat man sich das Wissen ja zugelegt. 

Ja ich bin da echt in einem Zwispalt. Einerseits merk ich wie sehr nun Mädls an mir interessiert sind (auch die jüngeren 20 - 23), wo ich mir vorher vllt noch die Zähne ausgebissen hätte und plötzlich kommen sie von allein. Andererseits fehlt mir einfach die Lust und die Energie dazu, etwas loszufahren. Ich hab auch keine Lust mehr irgendwas "auszuprobieren". Der Thrill und die Motivation sind da einfach weg. Es kommt mir auch schlichtweg kindisch und nicht mehr alterskonform vor. Man merkt ja auch eindeutig, das man nen anderen "Marktwert" hat und vllt fühlt es sich deshalb nicht mehr konform an. Womöglich auch, weil man mitlerweile tatsächlich eher zu den Seniors zählt. Ich könnte sagen, dass ich jetzt erst dabei bin mich wirklich als Mann zu entdecken. Der springende Punkt ist denk ich auch, dass mir eben dieser Thrill und dieses Gefühl, alles liegt noch vor einem, alles wäre möglich, fehlt. Was bisher eben schon immer irgendwo da war. Es wäre ja auch alles ok, man weiß ja auch, dass dieser Wendepunkt irgendwann kommt. Aber dadurch, dass ich überwiegend in meinen 20ern in Beziehungen war (auch weil es bequem war - muss man so sagen), habe ich das Gefühl etwas verpasst zu haben und etwas versäumt zu haben. Deshalb häng ich auch noch so fest. Würde mich dieses Gefühl nicht ereilen, weil ich alle meine Möglichkeiten ausgereizt hätte, dann wäre jetzt alles klar. Dann würde ich sagen - ok, ich mach jetzt so mein Ding und schau mal was kommt. Im Endeffekt weiß ich ja auch, dass ich auf der "sicheren Seite" bin.

So weiß ich aber gerade nicht genau, wo meine aktuelle Rolle liegt. Und ob ich jetzt in meinen Ende 20ern doch noch einmal Gas geben soll. Ich denke das trifft es ganz gut.  

Auf der anderen Seite genieß ich es "auf der anderen Seite" zu stehen. Dass die Mädls auf mich zukommen, ich aber eher auf der hard-to-get Schiene bin. Es fühlt sich richtig an. Und doch frag ich mich "warum schlägst du nicht zu - hast du vllt einfach nur Angst und bist faul, oder passt es so, wie es ist"

@botte ja vllt hast du recht, und die Mädls sind bei mir gerade wirklich nicht dran...

bearbeitet von Gast

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