MAGNETISM: Toxische Beziehungen

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1. Mein Alter: 51
2. Alter der Frau: 43
3. Art der Beziehung (F+, Affäre neben einer Beziehung): Per Definition Affäre - fühlt sich aber an wie eine Beziehung
4a. Ist einer von beiden anderweitig eingebunden? Sie ist verheiratet, lebt aber weitestgehend getrennt und ist das nur noch wegen der Kinder.
4b. In welcher Beziehungsform (monogam/offen/Affäre)? Monogam
4c. Ist die Affäre geheim? Offiziell ja aber wir zeigen uns in der Öffentlichkeit als Paar
5. Dauer der Beziehung: Etwas über ein Jahr
6. Qualität / Häufigkeit Sex: 3-5 mal in der Woche
7. Beschreibung des Problems? Siehe unten
8. Ist Dir das schon mal passiert?: Ja es ist ein Muster bei all meinen Beziehungen

Ich bin der toxische Teil in meinen Beziehungen!
Kurz zu mir und weil ich denke das es wichtig sein könnte. Meine Eltern sind getrennt seitdem ich 8 bin. Meine Mutter hat meinen Vater damals verlassen (aus guten Grund) und mich und meine Bruder am nächsten Tag zu ihrem neuen Partner geholt. Ich war nie Verheiratet und habe auch keine Kinder. Meine längste Beziehung dauerte 5 Jahre, war schön aber emotional recht oberflächlich. In der Regel dauern meine Beziehungen 6 bis 9 Monate, in Ausnahmefällen auch mal 1,5 Jahre. Das dass liegt definitiv an mir liegt, weiß ich durch meine aktuelle Beziehung. Es geht dabei um diese Dame: https://www.pickupforum.de/topic/163157-partner-die-einem-gut-tun/

Mein Problem ist das wir einerseits eine tiefe und innige Beziehung führen, ich sie aber nur bis zu einem gewissen Punkt an mich ranlassen kann. Durch ihre extrem beharrliche Art, schafft sie es aber immer wieder tiefer zu mir durchzudringen. Das führt mittlerweile dazu, dass ich sie wegbeiße, ich versuche sie regelrecht aus meinem Herzen rauszuschneiden. Was das für krankhafte Züge annimmt könnt ihr hier nachlesen: https://www.pickupforum.de/topic/165050-sams-welten/?do=findComment&comment=2463541

Ich möchte dieses Muster überwinden und dazu brauche ich eure Hilfe.

bearbeitet von Sam Stage
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Am 28.3.2019 um 06:55 , Magnetism schrieb:

Man muss lernen sich gegen seine eigenen Gefühle zu wehren, als Kinder lernen wir aber auf unsere Gefühle zu vertrauen. Das geht leider oft nicht von heut auf morgen.

Über diesen Satz stolpere ich immer wieder. Kannst du den nochmal etwas genauer ausführen? Welche Gefühle waren es und wie konntest du dich dagegen wehren?

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vor 8 Stunden, Sam Stage schrieb:

 

Über diesen Satz stolpere ich immer wieder. Kannst du den nochmal etwas genauer ausführen? Welche Gefühle waren es und wie konntest du dich dagegen wehren?

"Man muss lernen sich gegen seine eigenen Gefühle zu wehren, als Kinder lernen wir aber auf unsere Gefühle zu vertrauen. Das geht leider oft nicht von heut auf morgen."

Wenn ich dazu etwas beitragen darf, weil ganz so einfach finde ich es nicht...

 

Da sind einerseits Gefühle, die durch ein verinnerlichtes Muster getriggert werden... z.B. Verlustangst, Podestdenken, needyness...

Wo wir denken bzw. irgendwann mal gelernt haben, dass eine ganz bestimmtes Verhalten funktioniert oder nicht funktioniert.

Und das muss man merken, wenns häufig so auftritt und eben NICHT funktioniert.

Das ist bei dir der Wegbeiss-Reflex?

Also hier muss man sich "wehren" und sein Verhalten anpassen, das Muster killen, einen neuen Frame probieren.

Irgendwann findet man dann besser funktionierende Muster.

 

Andererseits: es gibt z.B. auch immer ein Bauchgefühl. Das auf ein Problem hindeutet.

Das kann man nicht immer trennscharf belegen, eher schwache Indizien und Gefuehle eben.

Diese deuten erstmal auf das Problem hin und triggern das (falsche) Muster.

Auf diese Gefuehle soll man durchaus hoeren und dann akzeptieren, aendern oder raus da...

Insofern sind Gefuehle schon hilfreich, nur die Reaktion oder Interpretation ist nicht immer hilfreich.

Das ist bei dir vielleicht das zunehmende Naehe Gefuehl?

 

Frag dich mal, was es jeweils ist und wie das zusammenhaengt.

Was genau verbindest du denn mit Naehe?

Empfindest du das als bedrohlich und wenn ja warum?

Ist es dann korrekt wegzubeissen?

Oder gibt es bessere Reaktionen, erwachsenere, die dann den Ursprung beruecksichtigen statt ihn zu ignorieren...

Und dann eben adequat damit umgehen, so dass z.B. deine Angst gemanaged wird (durch Akzeptanz des Risikos oder Aktionen, die es begrenzen?)

Ist nur ein Beispiel, vielleicht findest du etwas fuer dich besser passendes oder jemand hat aehnliche Erfahrungen und weiss, was funktioniert...

bearbeitet von Strike79
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vor 3 Minuten, Strike79 schrieb:

Da sind einerseits Gefühle, die durch ein verinnerlichtes Muster getriggert werden... z.B. Verlustangst, Podestdenken, needyness...
Wo wir denken bzw. irgendwann mal gelernt haben, dass eine ganz bestimmtes Verhalten funktioniert oder nicht funktioniert.
Und das muss man merken, wenns häufig so auftritt und eben NICHT funktioniert.
Also hier muss man sich "wehren" und sein Verhalten anpassen, das Muster killen, einen neuen Frame probieren.
Irgendwann findet man dann besser funktionierende Muster.
Andererseits: es gibt z.B. auch immer ein Bauchgefühl. Das auf ein Problem hindeutet.
Das kann man nicht immer trennscharf belegen, eher schwache Indizien und Gefuehle eben.
Diese deuten erstmal auf das Problem hin und triggern das (falsche) Muster.
Auf diese Gefuehle soll man durchaus hoeren und dann akzeptieren, aendern oder raus da...
Insofern sind Gefuehle schon hilfreich, nur die Reaktion oder Interpretation ist nicht immer hilfreich.

Kann man erkennen was verinnerlichtes Muster ist und was Bauchgefühl?

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Am 4.6.2019 um 09:05 , Sam Stage schrieb:

1. Mein Alter: 51
2. Alter der Frau: 43
3. Art der Beziehung (F+, Affäre neben einer Beziehung): Per Definition Affäre - fühlt sich aber an wie eine Beziehung
4a. Ist einer von beiden anderweitig eingebunden? Sie ist verheiratet, lebt aber weitestgehend getrennt und ist das nur noch wegen der Kinder.
4b. In welcher Beziehungsform (monogam/offen/Affäre)? Monogam
4c. Ist die Affäre geheim? Offiziell ja aber wir zeigen uns in der Öffentlichkeit als Paar
5. Dauer der Beziehung: Etwas über ein Jahr
6. Qualität / Häufigkeit Sex: 3-5 mal in der Woche
7. Beschreibung des Problems? Siehe unten
8. Ist Dir das schon mal passiert?: Ja es ist ein Muster bei all meinen Beziehungen

Ich bin der toxische Teil in meinen Beziehungen!
Kurz zu mir und weil ich denke das es wichtig sein könnte. Meine Eltern sind getrennt seitdem ich 8 bin. Meine Mutter hat meinen Vater damals verlassen (aus guten Grund) und mich und meine Bruder am nächsten Tag zu ihrem neuen Partner geholt. Ich war nie Verheiratet und habe auch keine Kinder. Meine längste Beziehung dauerte 5 Jahre, war schön aber emotional recht oberflächlich. In der Regel dauern meine Beziehungen 6 bis 9 Monate, in Ausnahmefällen auch mal 1,5 Jahre. Das dass liegt definitiv an mir liegt, weiß ich durch meine aktuelle Beziehung. Es geht dabei um diese Dame: https://www.pickupforum.de/topic/163157-partner-die-einem-gut-tun/

Mein Problem ist das wir einerseits eine tiefe und innige Beziehung führen, ich sie aber nur bis zu einem gewissen Punkt an mich ranlassen kann. Durch ihre extrem beharrliche Art, schafft sie es aber immer wieder tiefer zu mir durchzudringen. Das führt mittlerweile dazu, dass ich sie wegbeiße, ich versuche sie regelrecht aus meinem Herzen rauszuschneiden. Was das für krankhafte Züge annimmt könnt ihr hier nachlesen: https://www.pickupforum.de/topic/165050-sams-welten/?do=findComment&comment=2463541

Ich möchte dieses Muster überwinden und dazu brauche ich eure Hilfe.

Weniger denken, mal ein bisschen mehr den Gefühlen vertrauen.

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vor 1 Minute, unneedy schrieb:

Weniger denken, mal ein bisschen mehr den Gefühlen vertrauen.

Sorry Bro - aber wenn's so einfach wäre, würde ich es hier nicht posten...

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vor 19 Minuten, Sam Stage schrieb:

Sorry Bro - aber wenn's so einfach wäre, würde ich es hier nicht posten...

Meine Fresse, dass das nicht einfach ist, brauchst du mir doch nicht zu erklären. :rolleyes: Also fragen wir uns mal:  Warum kapselst du deine Gefühle so ab?

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vor 16 Minuten, unneedy schrieb:

Also fragen wir uns mal:  Warum kapselst du deine Gefühle so ab?

Ich sag's dir: Weil du dafür schon zu viel in die Fresse gekriegt hast, richtig? Und was kann sie dafür? Du solltest froh sein, so eine gefunden zu haben, also mach was draus!

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Danke Strike für diesen fantastischen Text!

Den werde ich mir in Zukunft immer durchlesen, wenn ich mit der Situation nicht klarkomme. 

Bist ein guter, Bro 

 

bearbeitet von Sam Stage
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vor 1 Stunde, Sam Stage schrieb:

Danke Strike für diesen fantastischen Text!

Den werde ich mir in Zukunft immer durchlesen, wenn ich mit der Situation nicht klarkomme. 

Also ich habe ihn jetzt dreimal gelesen, um ihn zu verstehen. ;-) Hatte ich nicht dasselbe in ein paar Sätzen gesagt?

vor 12 Stunden, unneedy schrieb:
vor 12 Stunden, unneedy schrieb:

Also fragen wir uns mal:  Warum kapselst du deine Gefühle so ab?

Ich sag's dir: Weil du dafür schon zu viel in die Fresse gekriegt hast, richtig? Und was kann sie dafür? Du solltest froh sein, so eine gefunden zu haben, also mach was draus!

 

vor 1 Stunde, Sam Stage schrieb:

wenn ich mit der Situation nicht klarkomme.

Es liegt also ganz bei dir, überhaupt nochmal in diese Situation zu kommen. Sie baut dir eine Brücke nach der anderen, und du brichst eine nach der anderen ab. Und irgendwann ist die größte Geduld am Ende. Eine hat mir mal geschrieben:

Zitat

Deine Angst verstehe ich, aber mit einem Menschen, der Angst vor mir hat, kann ich nicht leben. Du brauchst also keine mehr zu haben.

Meine dringende Empfehlung also: Warte du nicht erst auf diese letzten Worte. ;-)

bearbeitet von unneedy

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Ich bin ja schon "etwas" älter und hatte geschätzt so um die 25-30 Beziehungen. Trennungen und verlassen zu werden sind für mich schon irgendwie Routine. Deswegen ist es für mich auch nicht so dramatisch, wenn ich mal wieder "in die Fresse" bekomme.

Es ist eher das ich mein eigenes Leben aufgebe, wenn ich in einer Beziehung bin. Ich mache mich abhängig und damit angreifbar. Damit habe ich ein Problem. Strike hat das so gut zusammengefasst, das ich es jetzt verstanden habe.

Sorry - wenn ich das in deinem Text überlesen habe.

 

bearbeitet von Sam Stage

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Am ‎04‎.‎06‎.‎2019 um 09:05 , Sam Stage schrieb:

Mein Problem ist das wir einerseits eine tiefe und innige Beziehung führen, ich sie aber nur bis zu einem gewissen Punkt an mich ranlassen kann. Durch ihre extrem beharrliche Art, schafft sie es aber immer wieder tiefer zu mir durchzudringen. Das führt mittlerweile dazu, dass ich sie wegbeiße, ich versuche sie regelrecht aus meinem Herzen rauszuschneiden. Was das für krankhafte Züge annimmt könnt ihr hier nachlesen: https://www.pickupforum.de/topic/165050-sams-welten/?do=findComment&comment=2463541

Ich möchte dieses Muster überwinden und dazu brauche ich eure Hilfe.

 

Hi @Sam Stage ,

Du führst eine Bindungsängstliche Beziehung. Dein Beziehungsprogram ist zu Gunsten der Autonomie aus dem Gleichgewicht. Das heißt Dir werden Beziehungen schnell zu eng und Du stößt deinen Partner von dir weg. Was bei dem anderen natürlich anfangs ein "klammern" auslöst und dich noch weiter entfernen lässt. Entfernt sich dann aber deine Partnerin von Dir und reagiert nicht so wie Du es "denkst / ahnst / vermutest, löst das bei Dir schrecklich große Gefühle aus und Du willst Sie unbedingt zurück und die Zielperson sichern oder Sie Triggern und machst großes Drama mit like "Ich bring Dir jetzt all deine Sachen" mit dem Ziel eine Krasse Reaktion von ihr zu erzeugen wie "geh nicht und kämpfen".

 

ihr seit nicht wirklich zusammen aber alles fühlt sich wie ein Paar an, habt eine tiefe emotionale Verbundenheit und Du kannst dich aber nicht auf Sie einlassen. So entstehen on / off Beziehungen. Solche Beziehungen sind von tot unglücklichen Phasen und dann wieder hoch emotionalen / spannenden / tollen Phasen geprägt. Wobei die schönen Phasen meistens immer kürzer und die schlechten Phasen immer länger werden.

 

Aber es gibt tatsächlich Hoffnung für solche Beziehungen, wenn beide Partner gewillt sind an sich zu arbeiten.

 

Was Dir helfen kann, ist einfach mal "JA" zu deiner Partnerin zu sagen. Sagen wir erstmal für 4 Wochen. Du stehst zu ihr und drückst Sie mal nicht von Dir weg, ertappst Du dich dabei wie Dir alles zu eng wird dann wechselst Du mal von der "Ich Perspektive" in die "Beobachterperspektive" das heißt Du reflektierst mal dein eigenes Verhalten als ein Außensteheder, eine dritte Person.

Und fragst dich: "Ist mein Verhalten grad angemessen? Engt mich meine Partnerin tatsächlich ein? Oder ist nur mein Verhalten unangebracht und ich reagiere über? Das kann als sofort Hilfe dienen.

 

vor 16 Stunden, Sam Stage schrieb:

Kann man erkennen was verinnerlichtes Muster ist und was Bauchgefühl?

Der unterschied ist so schwierig zu erkennen. Es gibt ein richtiges und ein schlechtes Bauchgefühl. Unser Bauchgefühl ist ein schlechter Ratgeber wenn es aus dem Schattenkind resultiert wie @Strike79 es hier schon gut aufzählt:

vor 16 Stunden, Strike79 schrieb:

z.B. Verlustangst, Podestdenken, needyness...

 

vor 2 Stunden, Sam Stage schrieb:

Es ist eher das ich mein eigenes Leben aufgebe, wenn ich in einer Beziehung bin. Ich mache mich abhängig und damit angreifbar. Damit habe ich ein Problem. Strike hat das so gut zusammengefasst, das ich es jetzt verstanden habe.

 

Warum machst Du das? Du denkst Du bist in einer Beziehung ODER Du bist frei. Du solltest Dir aber sagen "Ich bin in einer Beziehung UND frei" Du darfst in einer Beziehung eigene Wünsche und Bedürfnisse haben und die auch äußern. Du darfst auch "nein" sagen und Dir allein Dinge mit deinen Freunden vornehmen. Du musst in einer Partnerschaft auf nichts verzichten.

 

 

 

Magnetism

bearbeitet von Magnetism
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vor 7 Stunden, Sam Stage schrieb:

Danke Strike für diesen fantastischen Text!

Den werde ich mir in Zukunft immer durchlesen, wenn ich mit der Situation nicht klarkomme. 

Bist ein guter, Bro

Nur mal am Rande, ohne den hier oder deine Threads weiter gelesen zu haben:

Reflexion ist eine gute Sache. Mit Betonung auf eine.

Die andere gute Sache, ist der gute Bro. Darum tippe ich, dass du dir mit einem fitten Therapeuten deutlich schneller und wesentlich weiter helfen kannst, als wenn du nur Texte liest. Konkret ein Therapeut, der dir -als guter Bro- dabei beistehen kann, deine Emotionen zu empfinden. Also dich dann stabilisieren kann, wenn du die Comfortzone verläßt. Weil dann lernste.

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vor 1 Minute, Aldous schrieb:

Nur mal am Rande, ohne den hier oder deine Threads weiter gelesen zu haben:

Reflexion ist eine gute Sache. Mit Betonung auf eine.

Die andere gute Sache, ist der gute Bro. Darum tippe ich, dass du dir mit einem fitten Therapeuten deutlich schneller und wesentlich weiter helfen kannst, als wenn du nur Texte liest. Konkret ein Therapeut, der dir -als guter Bro- dabei beistehen kann, deine Emotionen zu empfinden. Also dich dann stabilisieren kann, wenn du die Comfortzone verläßt. Weil dann lernste.

Danke für den Tipp. Ich habe eine gute Selbstwirksamkeit und will es erstmal ohne Therapeuten versuchen. Ich habe ja auch nicht so einen Leidensdruck. Ich bin ganz guter Dinge das ich mit eurer Hilfe der Sache schon auf den Grund gehen kann.

Wenn ich irgendwann merke das ich nicht weiter komme, werde ich mir aber auf jedenfall jemanden suchen.

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Ich bitte nun auch einmal um Input.

Ich merke in der letzten Zeit, dass mich Kritik an meiner Person/Ablehnung/Rückzug massivst triggert.

Ich schiebe da regelrecht PDM.

Die Ursachen sehe ich in meiner Kindheit verortet.

Meine Eltern haben vor mir ein Kind verloren, waren beide tief traumatisiert, auch aufgrund eigener Kindheitserlebnisse.

Meine Eltern konnten mir keine Liebe geben. Ich habe immer neidisch zugesehen, wenn andere Kinder geküsst worden sind,

mit ihnen gekuschelt worden ist, beispielsweise auf dem Sofa unter der Kuscheldecke.

So etwas gab es bei uns einfach nicht. Es herrschte Kälte.

 

Neulich wurde mir zugetragen, dass ein Bekannter über mich sagte: "Die Female tut immer so auf toughe Frau, aber das ist sie

gar nicht wirklich....sie ist innendrin doch recht unsicher." Das hat mich so getriggert, dass ich erst einmal geweint habe.

Mein Typ brauchte letzte Woche auch ein paar Tage, um ein paar Sachen zu regeln. Ich denke bei sowas sofort

dass die Person mich nicht mehr mag, mich nicht mehr will oder das ich etwas falsch gemacht habe. Oder dass ich

sicherlich ein ganz schlimmer Mensch mit echt vielen Fehlern bin... dann hirne ich da den ganzen Abend drüber nach, werde

immer unsicherer etc.

Ich wäre gerne jemand, der eine Entscheidung trifft, cool damit ist und diese dann auch durchzieht, egal, was andere Menschen sagen.

Jeder Mensch hat seine Fehler und das sollte ich mal akzeptieren- fällt mir bei mir nur schwer. Durch die fehlende Zuwendung in der Kindheit

will ich gerne "everybody`s darling" sein...

Aber das bin ich nicht, werde ich wohl auch nie so sein. Ich habe stark an mir und meinem Selbstwertgefühl gearbeitet, aber ich habe das Gefühl,

dass ich diese Baustellen nie ganz weg bekommen werde.

 

Vlt. kann mir hier jemand noch ein, zwei Tipps geben. Arbeit mit dem inneren Kind mache ich bereits... aber das Gefühl, wieder mal etwas "falsch"

gemacht zu haben, geht einfach nicht weg.

 

 

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@Female_M bekommst du sehr viel Bestätigung von deinem Partner? Meine Freundin und ich haben ähnliche Themen und gehen deswegen sehr aufeinander ein.

Immer wenn ich bspw. denke wie schön sie ist, sage ich ihr das auch direkt. Sie hat das am Anfang für ein Mantra gehalten, das ich nur sage, um sie mir "Schön" zu reden. Mittlerweile weiß sie das ich das so meine und in der Situation tatsächlich so empfinde.

Natürlich ist es besser wenn die Bestätigung nicht von Außen kommen muss. Aber mit dem entsprechenden Partner, kann man seine negativen Muster "überschreiben" und "glaubt" dann irgendwann selber daran.  

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vor einer Stunde, Sam Stage schrieb:

@Female_M bekommst du sehr viel Bestätigung von deinem Partner?

Ich habe gemerkt, dass ich da mehr Bestätigung bzw. Sicherheit bräuchte.

Ich kann es so gar nicht ab, in der Luft zu hängen. Neulich hatte ich ein neues Top an und er meinte "Immer wenn du hier bist, hast du

etwas Neues an". Da hätte ich mir lieber ein nettes Kompliment gewünscht.

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vor 1 Stunde, Female_M schrieb:

Neulich hatte ich ein neues Top an und er meinte "Immer wenn du hier bist, hast du etwas Neues an". Da hätte ich mir lieber ein nettes Kompliment gewünscht.

"Das üben wir beide jetzt nochmal: Sehr schönes Top das du da anhast! Überhaupt finde ich das toll das du dich für mich immer so nett zurechtmachst". Das mit deinem strahlensten Lächeln serviert, sollte beim nächsten mal besser klappen. 😉

Sprich mal an was wichtig ist, auch wenn es vielleicht nicht immer dem Knigge einer guten Beziehung entspricht.

Meine Freundin und ich haben die ganze Zeit versucht, uns nicht gegenseitig einzuschränken. Alles nach bester PU - Manier. Das hat immer dazu geführt das wir uns ungeliebt gefühlt haben. Wir versuchen es jetzt mal andersrum. Ich bin gestern Nacht spontan zu ihr gefahren, weil sie nicht auf WA geantwortet hat. Das habe ich nicht nur aus Führsorge getan, sondern auch weil ich Eifersüchtig bin und sehen wollte ob sie alleine ist. Das ist sicher ne ganz schmale Nummer gewesen, ich habe ihr das aber offen so gesagt. Ergebnis bis jetzt: Ich habe mich nicht eingeschränkt, weil es richtiger ist dort nicht einfach so aufzukreuzen und sie hat sich gefreut das ich spontan vorbeigekommen bin.

Kann gut sein das uns das demnächst mal um die Ohren fliegt. Allerdings machen wir derzeit in unserer Beziehung  ganz gute Erfahrungen damit.

So - jetzt könnt ihr über mich herfallen.

bearbeitet von Sam Stage
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@Female_M

Probleme sind da um gelöst zu werden.

 

> Löst man Probleme, gehts einem langfristig besser. 

>Schiebt man Probleme jedoch auf, verleugnet sie oder unterdrückt es, gibt es langfristig schlechte Gefühle. 

 

Langfristig weil, nicht alles was sich im Moment gut anfühlt - ist auch gut. 

_______

+ ProTipp für noobs: 

-meinst du du steigerst dich in was rein: 

>kontrolliere den ersten Impuls da weiter zu machen oder sogar Drama anzuzetteln. Im Notfall sprichst du es halt an, aber ohne Vorwürfe + Ich-Botschaften

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Hallo @Female_M

also ich entferne mich nochmal deutlich von Ferndiagnosen. Klingt aber sehr nach einer Anpassungsstörung. 

Für dich bedeutet Beziehung "Ich muss mich Anpassen" Du könntest aufgrund der Traumatisierung deiner Eltern eben nicht so sein wie Du wolltest, sondern hast viel dafür getan. 

Heißt, ich muss so und so sein damit Mama und Papa mich lieb haben. 

So sollte aber kein Kind aufwachsen, die Eltern sollten ihrem Kind zeigen das Sie es lieb haben egal ob Du weinst, schreist, wütend etc pp. bist. 

 

Ich wette Du hast auch sehr feine Antennen dafür was Dein Gegenüber gerade für Stimmung hat stimmts? Erkennst schnell gemütslagen. Kannst dich ungemein gut in andere Menschen hineinversetzen. 

Weißt Du, jede Persönlichkeitsstörung hat auch eine "Superkraft" Deine ist es das Du dich innerhalb von Sekunden auf dein Gegenüber einstellen kannst. Das ist eine wunderschöne Charaktereigenschaften. Doch wie auch in der Mythologie hat jede Superkraft ihren Preis. Menschen wie Dir fällt es schwer eine Beziehung zu führen, weil Sie ständig unbewusst denken Sie sind für das Glück ihres Partners verantwortlich. 

Ist aber nicht so. 

 

Du musst nicht von jedem gemocht werden. Wo kämen wir denn dahin? 

Die Ursache für dein Verhalten hast Du gefunden, jetzt geht es ans auflösen. Allein dieser rote Faden hilft schon vielen ihr Verhalten zu verstehen. 

 

 

 

Magnetism

 

 

bearbeitet von Magnetism
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vor 6 Stunden, Magnetism schrieb:

Hallo @Female_M

also ich entferne mich nochmal deutlich von Ferndiagnosen. Klingt aber sehr nach einer Anpassungsstörung. 

Für dich bedeutet Beziehung "Ich muss mich Anpassen" Du könntest aufgrund der Traumatisierung deiner Eltern eben nicht so sein wie Du wolltest, sondern hast viel dafür getan. 

Heißt, ich muss so und so sein damit Mama und Papa mich lieb haben. 

So sollte aber kein Kind aufwachsen, die Eltern sollten ihrem Kind zeigen das Sie es lieb haben egal ob Du weinst, schreist, wütend etc pp. bist.

Genau das ist es. Nagel auf den Kopf getroffen.

Meine Bedürfnisse als Kind wurden auch nicht ernst genommen.  Ich wollte z.B. zum Ballett als Kind. Da hieß es nur "Da bist du zu fett für".

Und ich musste zu den Pfadfindern, wo ich gar nicht hin wollte und obwohl ich bitterlich deshalb geweint habe. Da war aber meine Schwester,

also wurde ich gezwungen. Meine Mutter war da eiskalt. Ich vermute da starke narzisstische Tendenzen (Abwertung, Kritik, lieblos, egoman).

Einmal durfte ich nicht mit Weihnachten feiern, musste alleine ohne Geschenk in der Küche sitzen. Der Grund?

Ich wollte als Teenie nicht mit in die Kirche gehen, weil mir Religion nichts gibt. Das wurde sofort sanktioniert, wenn ich nicht funktioniere,

wie sie das wollte...

Ich habe mittlerweile den Kontakt zu ihr abgebrochen, seitdem heilen meine Wunden und ich lerne, Grenzen aufzuzeigen.

 

Aber wie ich das komplett auflösen kann, das weiß ich nicht. Ich vermute, dass die Wunden zu tief sind und nie ganz heilen werden.

 

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Hallo,

ich finde diesen Thread hier sehr gut und danke dem Initiator für die Erstellung.

Ich bitte um Verständnis, dass ich folgendes Problem allgemein halten will, weil es sich auch bei mir wie ein Muster bereits durch mehrere Beziehungen in meinem Leben gezogen hat (Dafür werde ich es möglichst kurz und klar halten).
Irgendwann dachte ich, ich hätte dieses Problem mit Anfang 20 bei meiner damaligen Beziehung gehabt und hinter mir gelassen.
Aber ich stelle durch Selbstreflektion fest, dass sich immer noch die gleichen Muster in mir abspielen.
Ich bin inzwischen 31.

So viel habe ich nun bis jetzt selbst reflektieren können:
Ich bin ein Mann, der ein, wie ich es nenne, "Traumfrau-Komplex" hat.
Ich neige wohl zu perfektionistischen Denken.
Ich habe hohe Ansprüche an meine Partnerin.
Und das alles liegt daran, dass ich diese Ansprüche an mich selbst stelle.
Das Ding ist nun tückisch: Den Frauen gefällt es unglaublich sehr. Ich war schon für viele Frauen ein ganz besonderer Mann, den sie bisher noch nie in ihrem Leben getroffen haben.
Ich mache mir unglaublich viele Gedanken, mit was ich meine Liebste überraschen und glücklich machen kann.
Ich kann sehr gut zuhören und interessiere mich für meine Partnerin so wie kaum ein anderer es tun würde.
Ich will dieser eine Traummann für sie sein.
Zugleich bin ich ein echt guter Liebhaber im Bett und gebe auch da mein Bestes.

Ständig bin ich auf der Suche nach neuen Aktivitäten und Unternehmungen, die die Beziehung auf einer interessanten und spannenden Basis verbleiben lassen.
Ich möchte die Frau, die ich liebe, einfach nur glücklich machen.
Frauen lieben mich ja auch total dafür.
Ich bin ein emotionaler Mensch mit einem großen Herz.

Der Punkt ist nun: Wenn ich merke, dass nicht die gleiche Mühe und der gleiche Invest zumindest ungefähr gleich zurück kommt, fühle ich mich irgendwie anscheinend ungeliebt oder so.
Ich mag so Ungleichgewichte in einer Partnerschaft nicht, auch nicht im Rahmen von Freundschaften.
Ich bin ein Mensch, der sich wirklich viel Mühe macht für die, die ich schätze.
Ich erwarte z.B. auch Respekt und Höflichkeit von anderen, weil ich das gleiche von mir gegenüber anderen auch absolut erwarte und auch lebe.
Ich bin eine echte Kämpfernatur, so was sehe ich selten heutzutage.
Ich kann bei all den Erwartungen an mich selbst einerseits gut verstehen, dass ich sehr wählerisch bin, wenn es um Menschen in meinem engeren Lebenskreis geht.

Wie ich selbst merke, habe ich grundsätzlich kein mangelndes Selbstwertgefühl.
Ich finde mich selbst sehr attraktiv und da ich jemand bin, der Menschen und ihre Zeit durchaus bereichert, darf ich mich mit Überzeugung, ohne arrogant und eingebildet wirken zu wollen, als einen wertvollen Menschen betrachten.
Ich bin mit mir selbst zufrieden, habe irgendwann aufgehört mich mit anderen zu vergleichen, ich beneide niemanden und gönne anderen ihren Erfolg von Herzen.
Ich spreche immer auf eine liebevolle Art und Weise mit mir und schaue mich selbst im Spiegel mit Würde und Respekt an.
In Krisenzeiten will ich mich nie unterkriegen lassen.
Da erkenne ich meine große Stärke in mir alles Schmerz im Leben überwinden zu wollen.

Nur mein Anspruchsdenken in Bezug auf andere killt mich.
Ich bin da regelrecht unruhig und ich tue mich sehr schwer damit meine Ansprüche herunter zu schrauben.
Wenn ich die Ansprüche an mich selbst zurückschrauben würde, würde ich wahrscheinlich im Zuge dessen auch weniger von der Frau erwarten.
Das kann ich bei Frauen, die ich nicht so toll finde, ganz gut.
Aber nicht bei einer, die ich wirklich sehr liebe.

Das führt oftmals irgendwann zu Explosionen in mir und dass ich dann sage "Komm, du hast meine Liebe nicht schätzen können und hast sie nicht verdient...Hol deine Sachen bei mir ab und fertig ist."
Kurze Zeit oder paar Tage später bereue ich es dann und merke dann, dass mir die Frau fehlt.
Offensichtlich weiß ein Teil von mir, dass ich die Frau für gewisse Dinge wirklich toll finde UND ihre Macken einfach mal akzeptieren muss!!!
Und ich akzeptieren muss, dass ich bei einer Frau nicht haargenau das gleiche erwarten kann, was ich für sie alles tue.
Einfach mal locker lassen wäre gut!
Ich beobachte selbst an mir, wie ich da zu Drama Queen werde.
Das krasse ist, ich sehe das eindeutig, kann aber dieses Muster gar nicht konsequent unterbrechen.
Ich bin da wie machtlos und ich hab das Gefühl, als ob mir das schon im Mutterleib ins Hirn eingepflanzt wurde.

Ein anderes Beispiel ist:
Als ich sie kennenlernte, war sie sportlich und diszipliniert.
Das hat mit der Zeit recht stark abgenommen.
Sie macht höchstens mit mir noch Sport, aber für sich alleine nicht mehr, ich dagegen schon.
Ich versuche sie da ständig zu puschen und sie auch mit dem Aspekt zu motivieren, dass sie die relativ hohen Monatsbeiträge für Gym umsonst bezahlt, weil sie wirklich gar nicht mehr hingeht und einfach nur für die Mülltonne bezahlt.
Das kann ich mir kaum mit angucken.
Die Frage hierbei ist auch: Was macht man mit einer Frau, die man anfangs aufgrund ihrer Sportlichkeit und Disziplin toll gefunden hat, aber das im Laufe der Beziehung nachlässt?
Ich würde es toll finden, wenn sie wieder regelmäßiger zum Sport geht und das halt auch ohne mich! Für sich selbst!
Ich habe festgestellt, dass man in einer Beziehung sich einfach mehr gehen lässt, zugegebenermaßen auch ich (zumindest in Maßen).
Wenn man Single ist, will man seinen Marktwert einfach deutlich weiter erhöhen.
Dennoch ist es doch ein gutes Ziel auch noch während der Beziehung für den anderen attraktiv bleiben zu wollen.

Im Übrigen bin ich eine positive, aufgeweckte und engagierte Persönlichkeit, halt nicht nur für mich, sondern auch für andere.

Ich habe einen langjährigen Kumpel, der mit Anfang 30 immer noch kein Date in seinem Leben hatte.
Er hat sich sogar damals mal ein PU Buch zugelegt, aber nichts davon mal umgesetzt!
Ständig habe ich ihn mitgezogen und auch vor ihm Frauen angesprochen und kennengelernt, nie kam auch mal von ihm die Mühe mal mitzumachen, über seine Ängste zu stehen etc.

Das letztgenannte soll zeigen, wie mich solche Themen in meinem Leben beunruhigen und ich bin zunächst einmal froh, dass ich das mal alles von meiner Seele geschrieben habe.
Ich bin dir, @Magnetism, sehr dankbar, wenn du auf mein grundsätzliches Problem hier näher eingehen könntest.
Beiträge hierzu von anderen begrüße ich genau so.
Ich würde mein Problem gerne besser verstehen und dann auch wissen wollen, wie ich es therapieren könnte.
Das Problem ist insofern tricky, weil ich auf der einen Seite überzeugt bin, dass ich mit meinem großen Herz und meiner Erwartungshaltung nur gutes im Sinn habe, gleichzeitig ich aber mit der Realität klar kommen muss, dass meine Erwartungen nicht immer erfüllt werden.
Leitfrage ist auch: Wie viel Erwartungen darf man an seinen Partner und seine Freunde wirklich haben?

Danke @Sam Stage für den Hinweis auf diesen Thread hier.

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vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Ich bitte um Verständnis, dass ich folgendes Problem allgemein halten will, weil es sich auch bei mir wie ein Muster bereits durch mehrere Beziehungen in meinem Leben gezogen hat (Dafür werde ich es möglichst kurz und klar halten).

Irgendwann dachte ich, ich hätte dieses Problem mit Anfang 20 bei meiner damaligen Beziehung gehabt und hinter mir gelassen.
Aber ich stelle durch Selbstreflektion fest, dass sich immer noch die gleichen Muster in mir abspielen.
Ich bin inzwischen 31.

So viel habe ich nun bis jetzt selbst reflektieren können:
Ich bin ein Mann, der ein, wie ich es nenne, "Traumfrau-Komplex" hat.
Ich neige wohl zu perfektionistischen Denken.
Ich habe hohe Ansprüche an meine Partnerin.
Und das alles liegt daran, dass ich diese Ansprüche an mich selbst stelle.
Das Ding ist nun tückisch: Den Frauen gefällt es unglaublich sehr. 

Das Ding ist nicht tückisch. Persönliche Ansprüche an sich und seine Partnerin zu haben ist völlig legitim. 

 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Ich war schon für viele Frauen ein ganz besonderer Mann, den sie bisher noch nie in ihrem Leben getroffen haben.

Ich mache mir unglaublich viele Gedanken, mit was ich meine Liebste überraschen und glücklich machen kann.
Ich kann sehr gut zuhören und interessiere mich für meine Partnerin so wie kaum ein anderer es tun würde.
Ich will dieser eine Traummann für sie sein.
Zugleich bin ich ein echt guter Liebhaber im Bett und gebe auch da mein Bestes.

Ständig bin ich auf der Suche nach neuen Aktivitäten und Unternehmungen, die die Beziehung auf einer interessanten und spannenden Basis verbleiben lassen.
Ich möchte die Frau, die ich liebe, einfach nur glücklich machen.
Frauen lieben mich ja auch total dafür.
Ich bin ein emotionaler Mensch mit einem großen Herz.


Du sagst selbst du kennst das Muster schon länger. Und ich finde es stark, Das du da jetzt für dich einen Schlussstrich ziehen willst. 

Trotzdem ist der einzige Weg aus diesem Muster auszubrechen, sich selbst zu verändern. 

Ich nenne es jetzt mal "Beziehungssstörungen" sind nicht nur schlecht oder schlimm. In jeder Beziehungsstörung bringt auch ein Partner "Superkräfte" mit sich. In diesem Muster gibt es immer etwas, was ein Partner unfassbar gut kann. Die "Superkraft" von Dir ist es, die Wünsche und Bedürfnisse deiner Partnerinnen zu lesen / zu erahnen und wahr werden zu lassen. Deshalb sind diese Beziehungen für Frauen am Anfang wahnsinnig intensiv und häufig das Beste, was ihnen passieren konnte. Aus diesem Grund bleiben die Frauen auch oft so lange obwohl es ihnen nicht gut tut. Aber wie in der Literatur hat auch in der Realität jede Superkraft ihren Preis. Den hast du jetzt zu spüren bekommen. Du erträgst keine andauernde Liebe, Glück und Harmonie. 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Der Punkt ist nun: Wenn ich merke, dass nicht die gleiche Mühe und der gleiche Invest zumindest ungefähr gleich zurück kommt, fühle ich mich irgendwie anscheinend ungeliebt oder so.

Ich mag so Ungleichgewichte in einer Partnerschaft nicht, auch nicht im Rahmen von Freundschaften.
Ich bin ein Mensch, der sich wirklich viel Mühe macht für die, die ich schätze.
 

Das Problem hier ist, dass Du die Dinge nicht aus freien Stücken gibst,sondern eine Gegenleistung dafür erwartest! 

"ich tue dies und erwarte dafür das!" ist dein unausgesprochenes Motto. Funktioniert so nicht. 

Liebe ist frei und Vorraussetzungslos. 

 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Wie ich selbst merke, habe ich grundsätzlich kein mangelndes Selbstwertgefühl.

Ich finde mich selbst sehr attraktiv und da ich jemand bin, der Menschen und ihre Zeit durchaus bereichert, darf ich mich mit Überzeugung, ohne arrogant und eingebildet wirken zu wollen, als einen wertvollen Menschen betrachten.
Ich bin mit mir selbst zufrieden, habe irgendwann aufgehört mich mit anderen zu vergleichen, ich beneide niemanden und gönne anderen ihren Erfolg von Herzen.
Ich spreche immer auf eine liebevolle Art und Weise mit mir und schaue mich selbst im Spiegel mit Würde und Respekt an.
In Krisenzeiten will ich mich nie unterkriegen lassen.
Da erkenne ich meine große Stärke in mir alles Schmerz im Leben überwinden zu wollen.

Nach außen hin wirkst Du so. Aber nur nach außen! 

Wer sich innerlich wie Dreck fühlt. Muss nach Außen eben etwas darstellen. Und Du willst das mit deinen hübschen HB's tun. Damit alle sehen was für ein geiler Typ Du bist und was für heiße Weiber Du abbekommst. 

 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Nur mein Anspruchsdenken in Bezug auf andere killt mich.

Ich bin da regelrecht unruhig und ich tue mich sehr schwer damit meine Ansprüche herunter zu schrauben.
Wenn ich die Ansprüche an mich selbst zurückschrauben würde, würde ich wahrscheinlich im Zuge dessen auch weniger von der Frau erwarten.
Das kann ich bei Frauen, die ich nicht so toll finde, ganz gut.
Aber nicht bei einer, die ich wirklich sehr liebe.

Klingt hier nach einer typischen Anpassungsstörung. 

 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Das führt oftmals irgendwann zu Explosionen in mir und dass ich dann sage "Komm, du hast meine Liebe nicht schätzen können und hast sie nicht verdient...Hol deine Sachen bei mir ab und fertig ist."

Kurze Zeit oder paar Tage später bereue ich es dann und merke dann, dass mir die Frau fehlt.

Du brauchst das Drama! Du bist offenbar auf der Suche nach tiefen Emotionen. Die anfängliche Verliebtheitsphase  beruhigt dich und füllt dich aus aber dich stresst der emotionslos Alltag. 

Mit deinem Theater versuchst Du in der Frau eine krasse Reaktion zu erzeugen. Sie sollen dich nicht gehen lassen und um dich kämpfen! Damit Du wieder spürst was für ein geiler Hengst Du bist. 

 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Ein anderes Beispiel ist:

Als ich sie kennenlernte, war sie sportlich und diszipliniert.
Das hat mit der Zeit recht stark abgenommen.
Sie macht höchstens mit mir noch Sport, aber für sich alleine nicht mehr, ich dagegen schon.
Ich versuche sie da ständig zu puschen und sie auch mit dem Aspekt zu motivieren, dass sie die relativ hohen Monatsbeiträge für Gym umsonst bezahlt, weil sie wirklich gar nicht mehr hingeht und einfach nur für die Mülltonne bezahlt.
Das kann ich mir kaum mit angucken.
Die Frage hierbei ist auch: Was macht man mit einer Frau, die man anfangs aufgrund ihrer Sportlichkeit und Disziplin toll gefunden hat, aber das im Laufe der Beziehung nachlässt?
 

Dann mach deinen Mund auf! Du hast Sie schlank und sportlich kennengelernt und attraktiv gefunden und nicht Dick und Faul. Sowas kann man in einer Beziehung kommunizieren. 

 

vor 59 Minuten, Froncolo schrieb:

Ich habe einen langjährigen Kumpel, der mit Anfang 30 immer noch kein Date in seinem Leben hatte.

Er hat sich sogar damals mal ein PU Buch zugelegt, aber nichts davon mal umgesetzt!
Ständig habe ich ihn mitgezogen und auch vor ihm Frauen angesprochen und kennengelernt, nie kam auch mal von ihm die Mühe mal mitzumachen, über seine Ängste zu stehen etc.

Das letztgenannte soll zeigen, wie mich solche Themen in meinem Leben beunruhigen und ich bin zunächst einmal froh, dass ich das mal alles von meiner Seele geschrieben habe.
 

Ja ganz einfach. Wenn Du anderen Helfen kannst lenkst Du damit von deinen eigenen Problemen ab. 

Wenn die dann nicht handeln wie Du denkst!/erwartest bist Du wieder enttäuscht und denkst unbewusst es liegt an Dir. 

 

Nimm Dir mal Zeit und frag Dich woher Du diese Muster kennst. 

Hast Du vielleicht Geschwister die alles bekommen haben und Du musstest um die Aufmerksamkeit Deiner Eltern buhlen!? 

 

 

Magnetism

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vor 51 Minuten, Magnetism schrieb:

Das Ding ist nicht tückisch. Persönliche Ansprüche an sich und seine Partnerin zu haben ist völlig legitim. 

 


Du sagst selbst du kennst das Muster schon länger. Und ich finde es stark, Das du da jetzt für dich einen Schlussstrich ziehen willst. 

Trotzdem ist der einzige Weg aus diesem Muster auszubrechen, sich selbst zu verändern. 

Ich nenne es jetzt mal "Beziehungssstörungen" sind nicht nur schlecht oder schlimm. In jeder Beziehungsstörung bringt auch ein Partner "Superkräfte" mit sich. In diesem Muster gibt es immer etwas, was ein Parrner unfassbar gut kann. Die "Superkraft" von Dir ist es, die Wünsche und Bedürfnisse deiner Partnerinnen zu lesen / zu erahnen und wahr werden zu lassen. Deshalb sind diese Beziehungen für Frauen am Anfang wahnsinnig intensiv und häufig das Beste, was ihnen passieren konnte. Aus diesem Grund bleiben die Frauen auch oft so lange obwohl es ihnen nicht gut tut. Aber wie in der Literatur hat auch in der Realität jede Superkraft ihren Preis. Den hast du jetzt zu spüren bekommen. Du erträgt keine andauernde Liebe, Glück und Harmonie. 

Das Problem hier ist, dass Du die Dinge nicht aus freien Stücken gibst,sondern eine Gegenleistung dafür erwartest! 

"ich tue dies und erwarte dafür das!" ist dein unausgesprochenes Motto. Funktioniert so nicht. 

Liebe ist frei und Vorraussetzungslos. 

 

Nach außen hin wirkst Du so. Aber nur nach außen! 

Wer sich innerlich wie Dreck fühlt. Muss nach Außen eben etwas darstellen. Und Du willst das mit deinen hübschen HB's tun. Damit alle sehen was für ein geiler Typ Du bist und was für heiße Weiber Du abbekommst. 

 

Klingt hier nach einer typischen Anpassungsstörung. 

 

Du brauchst das Drama! Du bist offenbar auf der Suche nach tiefen Emotionen. Die anfängliche Verliebtheitsphase und dich stresst der Alltag. 

Mit deinem Theater versuchst Du in der Frau eine krasse Reaktion zu erzeugen. Sie sollen dich nicht gehen lassen und um dich kämpfen! Damit Du wieder spürst was für ein geiler Hengst Du bist. 

 

Dann mach deinen Mund auf! Du hast Sie schlank und sportlich kennengelernt und attraktiv gefunden und nicht Dick und Faul. Sowas kann man in einer Beziehung kommunizieren. 

 

Ja ganz einfach. Wenn Du anderen Helfen kannst lenkst Du damit von deinen eigenen Problemen ab. 

Wenn die dann nicht handeln wie Du denkst!/erwartest bist Du wieder enttäuscht und denkst unbewusst es liegt an Dir. 

 

Nimm Dir mal Zeit und frag Dich woher Du diese Muster kennst. 

Hast Du vielleicht Geschwister die alles bekommen haben und Du müsstest um die Aufmerksamkeit Deiner Eltern buhlen!? 

 

 

Magnetism

Du hast schon gut Ahnung von der Problematik. Danke für deine Antwort.

Ich glaube aber folgendes kam von dir ehrlich gesagt etwas übertrieben:

"Wer sich innerlich wie Dreck fühlt. Muss nach Außen eben etwas darstellen. Und Du willst das mit deinen hübschen HB's tun. Damit alle sehen was für ein geiler Typ Du bist und wasfür heiße Weiber Du abbekommst. "

Wie Dreck fühle ich mich ganz sicher nicht. Ich bin sicher auch kein Narzist, der krankhaft süchtig nach Bestätigung von außen ist. Na klar zeig ich auch mal gerne meine hübsche Frau, aber es hält sich wie vieles in gesundem Maße. Welcher Mann ist nicht stolz auf seine hübsche Frau, so lange er nicht übertrieben protzt. Wenn ich Bilder von meiner Freundin zeige, dann solche, die zeigen, dass WIR glücklich sind zusammen.

Nein, ich bin sogar Einzelkind.

Das heißt, wenn man Liebe gibt, darf man nicht gleiches zurück erwarten? Oder wo sind da die gesunden Grenzen, um das wieder gescheit einordnen zu können?

"Dann mach deinen Mund auf! Du hast Sie schlank und sportlich kennengelernt und attraktiv gefunden und nicht Dick und Faul. Sowas kann man in einer Beziehung kommunizieren. "

So was ist dann aber ok und legitim?

Zuguterletzt: Wie kann ich mich selbst wirklich nachhaltig zum positiven verändern?

bearbeitet von Froncolo

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