Neuer Lebensabschnitt beginnt - Irgendwie hab ich Angst

19 Beiträge in diesem Thema

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Hey Leute,

ich hoffe euch geht's gut!

ich habe eigentlich Grund zur Freude:

  • ab 01.02.2020 unbefristetet AV (Probezeit wurde ebenfalls um 3 Monate verkürzt)
  • bezahlbare Wohnung in Köln gefunden bzw. in den Schoß gelegt bekommen (62qm für 640 € warm, mit Badewanne, Balkon, Garten, 200 Meter Fußweg zur Arbeit, befreundetes Pärchen wohnt direkt über mir)
  • funktionierende LTR mit genügend Freiraum durch Schichtarbeitet ihrerseits (wir wohnen auch getrennt)
  • intakter (kleiner) Social Circle (monatliche Männerabende und hier und da mal abende mit anderen etc.)
  • Sportlich aktiv und zum Glück gesund
  • kreatives Hobby seit paar Monaten (Sculpting)
  • seit Mitte des Jahres ein Auto (Smart, beste in Köln)
  • psychosomatische Probleme sind etwas geringer geworden
  • Kleingewerbe neben dem Job angemeldet
  • Internetseite und IG-Profil rund um Sculpting erstellt und bereits Online mit Content etc. ('aber noch viel zu tun)

Und dennoch...ich fühle mich total ausgelutscht und platt. Ich sehe nur, was ich noch alles tun muss, Rechungen, Verpflichtungen etc. und mich überkommt regelmäßig panische Angst und ich stelle mir teilweise auch Fragen/Vorwürfe wie:

"Schaffe ich das alles?"
"Ist das gut, was ich tue?"
"Was wenn ich meinen Job verliere?"
"Bin ich gut genug?"
"Werde ich Erfolg haben?"
"Was, wenn ich finanziell nicht klarkomme und abrutsche?"
"War das Kleingewerbe eine gute Idee? Was wenn ich arbeitslos werde und dann auch noch die Versicherung zahlen muss mit dem wenige ALG das mir zusteht?"
"Werde ich das mit dem Finanzamt alles hinbekommen?"

Gerade jetzt...ich hatte endlich 5.000 € angespart und muss mich jetzt um den Umzug kümmern, neue Küche kaufen, habe noch nen Implantat abzubezahlen etc.
Anfang 2020 werde ich quasi mit 0 € Erspartem starten und erstmal paar Monate aus der Hand leben bzw. mich langsam wieder ranarbeiten.

Ich bin 34 Jahre alt/jung und habe das Gefühl, ich dümpel nur durch's Leben...es fühlt sich an wie, als wäre ich in eine Bahn gestiegen, deren Ziel ich nicht kenne und nun fahre ich Station für Station einfach ab.

Das setzt mir alles zu und lähmt mich manchmal...sowohl mental, als auch physisch.
Viele der obigen Fragen lassen sich rational klären bzw. und aus einem Worst-Case Szenario wird etwas nicht ganz so schlimmes....aber dennoch habe ich das Gefühl, dass es mich nicht beruhigt.

Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um bzw. welche Tipps habt ihr in solchen Momenten?

bearbeitet von LastActionHero

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Klar kenn ich sowas - in den Momenten mach ich mir dann klar daß ich Gesund bin (jedenfalls so relativ gesehen für mein Alter) und das, daß die Basis für alles andere ist. 

Geld ist egal, Frau ist egal, SC ist egal, Auto ist egal, Bildung ist egal, Hobby ist egal...

Das kannst du dir alles herstellen wenn du nur Gesund bist.

Wenn es dir zuviel wird, mach halt langsamer. Du musst nicht alles sofort erreichen. Bei manchen Dingen hilft die Salamitaktik.

bearbeitet von Sam Stage
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vor 13 Minuten, Nachtzug schrieb:

wann kommen denn diese Gedanken? Liegst du z. B. nachts oft wach und grübelst dann über sowas nach?

Eher weniger...ich schlafe zum Glück relativ schnell ein. Man muss dazu sagen, dass ich aktuell nur auf ca. 6-7 Stunden Schlaf komme und 1-2 mal pro Nacht wach werde (und Heißhunger auf Süßkram habe). Ich habe leider "emotional eating"...umso mieser es mir geht, desto mehr Hunger habe ich :-D

Die Gedanken kommen meistens, wenn ich mit Problemen oder neuen Baustellen konfrontiert werde. Ich mag "Sicherheit" und meine Komfortzone...wenn ich diese verlassen muss, ist das immer eine Überwindung für mich. Obwohl bisher eigentlich immer alles gut ausging, was ich mir vorgenommen habe.

Gefühlt überlasten mich manchmal schon die kleinsten Aufgaben, Veränderungen oder Probleme/Hürden...und dann resigniere ich innerlich, nichts geht mehr. Die negative Gedankenspirale setzt dann ein.

bearbeitet von LastActionHero

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vor 31 Minuten, LastActionHero schrieb:

Und dennoch...ich fühle mich total ausgelutscht und platt. Ich sehe nur, was ich noch alles tun muss, Rechungen, Verpflichtungen

Meinst liegt es daran weil du dir Zuviel zumutest, auf zuvielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt? Oder einfach weil dein Hirn irgendwann freidreht weil´s Zuviel wird und du in die negative Gedankenspirale hüpfst?

Was mir be isowas immer hilft is ne To Do Liste. Die Aufgaben werden priorisiert und dann nach und nach abgearbeitet. Das wichtige wie z.b. Rechnungen zahlen zuerst usw.

 

vor 33 Minuten, LastActionHero schrieb:

ich habe eigentlich Grund zur Freude:

Das hier is mir so richtig ins Auge gesprungen. Hast du allgemein Schwierigkeiten dich wegen irgendwas zu freuen, dich selbst zu feiern, deine Erfolge anerkennen?

Denn was du da aufzählst gibt mehr als nur Anlass zur Freude, andere würden sich dafür vermutlich n Bein abhacken.

 

vor 35 Minuten, LastActionHero schrieb:

psychosomatische Probleme sind etwas geringer geworden

Seit wann? Weißt du an was es liegen könnte?

 

vor 36 Minuten, LastActionHero schrieb:

War das Kleingewerbe eine gute Idee? Was wenn ich arbeitslos werde und dann auch noch die Versicherung zahlen muss mit dem wenige ALG das mir zusteht?"

Das verstehe ich nicht ganz, bezieht sich das mit der Versicherung auf das Kleingewerbe? 

 

vor 39 Minuten, LastActionHero schrieb:

Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um bzw. welche Tipps habt ihr in solchen Momenten?

Ja kenn ich. Ich Wechsel z.b. im Januar die Abteilung. Ich habe schon auch ab und an bedenken ob ich das alles so hinbekomme weil es etwas vollkommen neues ist. Aber ich lasse die Zweifel nicht zu bzw. steigere mich nicht rein. Stattdessen überlege ich mir wie ich mich am effektivsten einarbeiten kann, ich stelle mir vor wie cool mein neuer Job wird usw. Auch wenn es anders laufen wird als ich es mir ausmale. Ich weiß was ich bisher geschafft habe, daher gibt es keinen Grund weshalb ich das nicht schaffen sollte. Es wird definitiv nicht so laufen wie ich es mir vorstelle und irgendwann wird es auch mal richtig scheiße, aber ich weiß auch dass ich das Beste aus solchen Situation holen kann. Und selbst wenn ich komplett scheitere dann wird es für irgendwas gut sein und ich mach was anderes. Aber das wäre zu weit hergeholt.  Einfach gesagt, ich denke es mir nicht schlecht und vertraue mir. 

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@Doc Dingo

Ja, ich tanze derzeit schon auf vielen Hochzeiten (für meine Verhältnisse).
Ich sage mir immer, "wenn das uns das erledigt ist....bin ich am Ziel...wird es besser...." aber das ist leider selten der Fall. Ich bin irgendwie immer gestresst und unzufrieden.

Ich habe mega Probleme, Erfolge zu feiern und mich selbst zu loben...Komplimente haben eine sehr kurze Wirkdauer bei mir, bevor in meinem Kopf wieder "Alles ist scheisse, das Leben ist unfair" einspringt.

Die Psychosomatischen Probleme haben vor ein paar Monaten stetig abgenommen....hatte beim Sport oft Atemnot, starkes Herzrasen bis hin zu Rythmusstörungen. Hab ich nur noch, wenn es mir richtig schlecht geht. Hatte nur öfters mal für 1-2 Tage Rythmusprobleme, auch in Ruhephasen. Habe eine zeitlange gedacht, es könnte evtl. das allergische Asthma sein, welches bei mir Anfang des Jahres festgestellt wurde....ergibt aber keinen Sinn, da ich seit Wochene das Medikament nicht mehr nehme und auch keine Antihistimika. Würde mich zumindest wundern.

Glaube es liegt daran, dass ich wieder mein Leben etwas in den Griff bekomme und das Gefühl habe, Kontrolle zu haben....wenn auch eingeschränkt. Habe jetzt mein aller erstes Auto....den ersten Job, wo ich angemessen verdiene und gut klarkomme, bald wieder eine eigene Bude und ein autonomes leben etc....das hat jahrelang gefehlt bzw seit langer Zeit. Vielleicht muss mein Hirn und meine Psyche erstmal darauf klarkommen.

Das mit der Versicherung betrifft das Kleingewerbe. Ich habe erst nach der Anmeldung erfahren (mein Fehler, ich weiß), dass wenn man Kleingwerbe anmeldet und dann evtl. seinen Vollzeit-Job verliert, das man dann für seine Krankversicherung etc. selbst aufkommt....und das wäre mit der höhe meines ALG echt fatal.

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vor 3 Minuten, LastActionHero schrieb:

Ich sage mir immer, "wenn das uns das erledigt ist....bin ich am Ziel...wird es besser...." aber das ist leider selten der Fall.

WAS genau wird besser?

Evtl. solltest du es so gestalten dass der Weg das Ziel ist bzw. irgendwas verändern damit du am Weg selbst mehr Spass hast und es dir nicht mehr als Stress vorkommt.

Ich kenne das mit zuvielen Hochzeiten, ich binde mir auch immer ganz gern n bissl mehr ans Bein, eas nicht immer clever ist. Was mir da hilft ist, dass ich zwischendrin so richtige "Ihr könnt mich alle mal" Tage habe. Sprich ich lieg auf der Couch, keine Termine und gammel genüßlich nen Tag vor mich hin. Aber nur einen Tag, danach geht's wieder weiter. Aber so nen Tag Auszeit brauch ich einfach zwischendrin. Ich hoffe du guckst auch dass du regelmäßig eine Auszeit hast.

vor 7 Minuten, LastActionHero schrieb:

Vielleicht muss mein Hirn und meine Psyche erstmal darauf klarkommen.

Das muss es immer wenn Veränderungen eintreten. Was eben auch mit reinspielt ist die Art und Weise wie man über die Veränderung denkt. Siehe mein Beispiel oben.

vor 8 Minuten, LastActionHero schrieb:

dass wenn man Kleingwerbe anmeldet und dann evtl. seinen Vollzeit-Job verliert, das man dann für seine Krankversicherung etc. selbst aufkommt

Naja, dann meldest du eben dein Kleingewerbe ab wenn du Arbeitslos wirst. Problem gelöst. Denke einfach. Wenn du Dinge zerdenkst is klar dass sie dich irgendwann auffressen.

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vor 39 Minuten, LastActionHero schrieb:

Ich habe mega Probleme, Erfolge zu feiern und mich selbst zu loben...Komplimente haben eine sehr kurze Wirkdauer bei mir, bevor in meinem Kopf wieder "Alles ist scheisse, das Leben ist unfair" einspringt.

Achja, dass solltest du unbedingt ändern! Kann jetzt leider grad nicht näher drauf eingehen.  Kannst mich aber gern mal erinnern 😉

 

Gibt grad noch nen anderen Thread da geht's auch um dieses Thema

 

 

 

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"Eigentlich" ist immer ein Bebbe-Wort. Gleichzusetzen mit "im Großen und Ganzen". Deutet daraufhin, daß Dir irgendwas querliegt.

- Welche Branche wenn ich fragen darf. risensicher? 

- Pflege Dich und deine Gesundheit, Du bist noch auf der Gewinnerseite. Je älter, desto mehr Wehwehchen kommen - wie sagt ihr immer, fieldtested.

- Kleingewerbe? Was genau? Wie ist/wird der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen? Zeit vertrödeln und Geld verbrennen, muß nicht sein. 

Deine Phase kenne ich. Wie war das, noch 7 fette und 7 magere Jahre. Da ist was dran. Deine Verpflichtungen habe ich auch, manchmal zwackt es, manchmal nicht. Wie sagt der Kölner immer? Es ist noch immer gut gegangen. 

Gebe Dir etwas Zeit, läuft es gut, werden vermtl. die psychosomatischen Probleme besser. Hängt viel mit dem Kopf zusammen. Ist es ruhiger bzw. gehen dein Pläne auf, vermindert sich auch der Druck, den Du dir selbst machst.

Wenn Du arbeitslos wirst, melde das Kleingewerbe ab. Einnahmen/Überschußrechnung? Weist Du MwSt. aus? 

Wenn man nicht gerade überdurchschnittlich verdient, gibt es immer Situationen, in denen man Geld mehr ausgibt, als man eigentlich will/kann. Wie sieht deine zeitliche Belastung durch den Job aus? Bei mir war tw. ein 450-Öre-Job hilfreich. So ließ sich relativ einfach ein Polsterchen aufbauen. Muß natürlich machbar sein und ins Gesamtkonzept passen. 

Bei den meisten Menschen ist das Leben eine Bahn, ein Hamsterrad usw. Du entscheidest für Dich, in welcher Klasse du fährst bzw. wie schnell Du strampelst.

 

Tipps:

- Gönne Dir Zeit, laß ma' Fünf grade sein, Pillepalle kannst Du schieben. 

- Sport, körperliche Aktivität ist wichtig. Macht die Birne frei.

- Kreativ sein - machst Du schon.

- Überblick über Finanzen haben bzw. nicht verlieren. Prioritäten bei der Beschaffung setzen. 

- Hast Du ein "Netzwerk" bzgl. Beruf/ Karriere? Läßt sich da was mittel/langfristig etwas machen.

 

PS: Wenn manches doppelt ist, überlesen.

bearbeitet von Niemann-N
Rechtschreibung
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🙂
Ist wahrscheinlich dieses: "Wenn ich nur noch xyz abarbeite, DANN darf/kann/werde ich endlich glücklich sein". Und man arbeitet ab aber es kommt ständig was neues dazu unten auf die Liste und man hat das Gefühl ständig zu spurten und nie irgendwo anzukommen. Viele haben das. Ist oft ein Kombi aus Perfektionismus und verlorenen Bezug zur Gegenwart. Egal was du tust, diese Liste wird niemals zu Ende. Selbst, wenn dein Gewerbe, online, Gesundheit, alles drum herum bestens läuft, kommt irgendein neuer Scheiß hinzu. Old-School Achtsamkeit/Dankbarkeit könnte ein Ansatz sein.

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vor einer Stunde, Niemann-N schrieb:

"Eigentlich" ist immer ein Bebbe-Wort. Gleichzusetzen mit "im Großen und Ganzen". Deutet daraufhin, daß Dir irgendwas querliegt. Dem ist so.

- Welche Branche wenn ich fragen darf. risensicher? Was ist heute schon Krisensicher? Aber ja....würde sagen, bis auf's erste ist es "sicher".

- Pflege Dich und deine Gesundheit, Du bist noch auf der Gewinnerseite. Je älter, desto mehr Wehwehchen kommen - wie sagt ihr immer, fieldtested. Ich gebe mein bestes 😉

- Kleingewerbe? Was genau? Wie ist/wird der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen? Zeit vertrödeln und Geld verbrennen, muß nicht sein. Ich habe das Sculpting für mich entdeckt, ist eine Nische in Deutschland. Kaum brauchbares im Netz. Das will ich ändern. Wie das zukünftig aussieht, weiß ich noch nicht. Erstmal wollte ich mit Texten/Content starten und Affiliate Marketing betreiben...später evtl Videos, Tutorials etc. Ich erwarte erstmal keine großartigen Einnahmen, aber um starten zu können war das Gewerbe notwendig.

Deine Phase kenne ich. Wie war das, noch 7 fette und 7 magere Jahre. Da ist was dran. Deine Verpflichtungen habe ich auch, manchmal zwackt es, manchmal nicht. Wie sagt der Kölner immer? Es ist noch immer gut gegangen. 

Gebe Dir etwas Zeit, läuft es gut, werden vermtl. die psychosomatischen Probleme besser. Hängt viel mit dem Kopf zusammen. Ist es ruhiger bzw. gehen dein Pläne auf, vermindert sich auch der Druck, den Du dir selbst machst.

Wenn Du arbeitslos wirst, melde das Kleingewerbe ab. Einnahmen/Überschußrechnung? Weist Du MwSt. aus? Finanzamt meldet sich noch....entweder Kleinunternehmer-Regelung oder sogar Freiberufler. Für den Fall der Fälle: Muss ich das Gewerbe abmelden, bevor ich arbeitslos werde...oder ist das egal?

Wenn man nicht gerade überdurchschnittlich verdient, gibt es immer Situationen, in denen man Geld mehr ausgibt, als man eigentlich will/kann. Wie sieht deine zeitliche Belastung durch den Job aus? Bei mir war tw. ein 450-Öre-Job hilfreich. So ließ sich relativ einfach ein Polsterchen aufbauen. Muß natürlich machbar sein und ins Gesamtkonzept passen. 

Nebenbei noch arbeiten kommt nicht in Frage, das schaff ich nicht und würde mich maximal stressen...arbeite aktuell 38,5 Stunden, habe eine LTR, 2 intensive Hobbys und und und. Soll keine Ausrede sein, aber das mute ich mir echt nicht zu.

Bei den meisten Menschen ist das Leben eine Bahn, ein Hamsterrad usw. Du entscheidest für Dich, in welcher Klasse du fährst bzw. wie schnell Du strampelst.

Ich hab prinzipiell nichts gegen ein (besseres) Hamsterrad...würde nur gern etwas mehr Platz und Zeit für mich haben. Traum wäre Teilzeitjob der die Fixkosten deckt und dann ein Gewerbe, mit dem ich Spaß habe und mein Taschengeld verdiene.

 

Tipps:

- Gönne Dir Zeit, laß ma' Fünf grade sein, Pillepalle kannst Du schieben. Ich versuche mir mind. 2 Abende pro Woche nichts vorzunehmen und zu chillen...dann schau ich nen Film, zocke, sculpte oder verbringe Zeit mit meiner LTR und Freunden.

- Sport, körperliche Aktivität ist wichtig. Macht die Birne frei. Ich betreibe seit 15 Jahren Bodybuilding...das ist alles andere als erholsam 😉

- Kreativ sein - machst Du schon.

- Überblick über Finanzen haben bzw. nicht verlieren. Prioritäten bei der Beschaffung setzen. Ich bin für gewöhnlich sehr bescheiden und sparsam, habe lange Zeit gelernt mit wenig Geld auszukommen (1200-1400 € netto, abzüglich aller Kosten wie Miete etc!). Nur leider nervt mich das inzwischen und ich will nicht mehr mit wenig auskommen müssen...jetzt verdiene ich zum Glück mehr, aber es reicht mir nicht.

- Hast Du ein "Netzwerk" bzgl. Beruf/ Karriere? Läßt sich da was mittel/langfristig etwas machen. Jein, kenne Gott und die Welt und da sind mit Sicherheit die ein oder anderen brauchbaren Kontakte dabei. Aber um sowas habe ich mich nie gekümmert....für mich war immer der Mensch im Vordergrund und nicht der Gewinn, welchen ich aus dem Menschen ziehen kann.

 

PS: Wenn manches doppelt ist, überlesen.

 

bearbeitet von LastActionHero

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Ich versuch's mal zu beantworten.

Dann gehe davon aus, daß deine Stelle safe ist. Sonst hätten die deine Probezeit nicht verkürzt. 100 % Sicherheit gibt es eh nicht. 

Ist zumindest ein Plan, was dein "Klein"gewerbe angeht. Muß man alles "nebenher" machen können/wollen.

Wie war das bei mir? Ich habe es vorher abgemeldet, bevor es kritisch (bzgl. FA.) wurde. Hatte keine Lust auf nachkarteln. Vllt. kann jemand was dazu sagen, der in Sachen Steuern besser bewandert ist.

Wenn Du ausgelastet bist und Prios gesetzt hast, ist ein NJ contraproduktiv. Nicht das die investierte Zeit das Geld wieder "auffrißt". 

Läuft bei den meisten Leuten nicht so. Entweder zu viel Zeit und wenig Geld oder andersrum. Ok, ich gebe zu ich bin geldgesteuert, guter Monat, gute Laune. Kenne ich, es kommt der Lebensabschnitt, in dem man nicht auf den Euro schauen muß/will. Gibt Zufriedenheit und Freiheit. Ist aus persl. Erfahrung ein auf und ab. Meine Einschätzung, es wird noch knackiger in Zukunft, Geld für "Luxus" auf die Seite zu legen. 

Ich kann nicht netzwerken, bin dafür zu doof/ungebildet. Im Bezug auf dein obiges Ziel wäre eine gedankliche Umsteuerung nicht schlecht. D. h. nicht, daß man Mitmenschen deswegen ausnutzt oder sich mit ihnen nur deswegen umgibt. Ein früherer Dozent konnte das richtig gut. Er hatte nicht nur Plan B, sondern C - G.

Fazit: Das Jahr ist eh gelaufen, kannst es ruhig angehen, frühestens ab 10 Januar ist wieder Zeit sich nen Kopf zu machen. 

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vor 1 Stunde, LastActionHero schrieb:

jetzt verdiene ich zum Glück mehr, aber es reicht mir nicht.

Wenn du das in den Griff bekommen willst

- Aufstellung aller Fixkosten

- Erörterung wo es einsparpotential gibt. Günstigerer Handyvertrag, Festnetz, Strom usw. Sind Peanuts aber Kleinvieh macht auch Mist.

- Haushaltsbuch oder APP!! Mega wichtig für jeden der sagt die Kohle reicht nicht. MIr stand das Wasser schon bis zum Hals, allerhand Scheißjobs gehabt usw. ich weiß wovon ich rede. Hol dir so ne App. Ohne Witz. Is am Anfang n bisschen n Aufwand, aber je genauer man es macht umso mehr Nutzen bringt es.

Das wären so die drei Hauptpunkte womit man schon an einigen Stellschrauben drehen kann.

Wenn man das Gefühl hat dass die Kohle nicht reicht dann ist Überblick das A und O.

 

Kleiner  grober Fahrplan für dich

- Kohle in Ordnung bringen. beruhigt ungemein und steigert die Lebensqualität.

- Lerne  dich über Erfolge zu freuen und stolz auf dich zu sein 

- Vertraue dir selbst

- Wenn die Negativspirale kommt dann lasse dich nicht drauf ein sondern steuere aktiv dagegen. Gibt im Forum nen Hirnfickthread mit einigen Beispielen wie man dagegen angehen kann. Braucht etwas Übung aber funktioniert 😉

Das wären meiner Meinung nach deine Hauptthemen.

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vor 22 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Haushaltsbuch oder APP!

Hast App-Tip?

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vor 4 Stunden, Jingang schrieb:

Hast App-Tip?

Meine heißt Money Control. Hab ich gekauft für vier Euro, hat auch ganz coole Zusatzfunktionen. 

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vor 12 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Meine heißt Money Control. Hab ich gekauft für vier Euro, hat auch ganz coole Zusatzfunktionen. 

Ich hab eine Excell-Tabelle, in der ich zumindest immer alle relevanten und aktuellen Fixkosten aufgelistet habe...dann weiß ich meist, wieviel ich sparen kann und noch zur freien Verfügung habe.

Der Rest meines Geldes geht meist für Essen und Unterhaltung drauf....pro Monat sind das meistens 400-500 €

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Ich erinnere mich, dass du in Therapie warst.

Was ist daraus geworden?

 

Am 3.12.2019 um 10:49 , LastActionHero schrieb:

 

  • ab 01.02.2020 unbefristetet AV (Probezeit wurde ebenfalls um 3 Monate verkürzt)
  • funktionierende LTR mit genügend Freiraum durch Schichtarbeitet ihrerseits (wir wohnen auch getrennt)
  • intakter (kleiner) Social Circle (monatliche Männerabende und hier und da mal abende mit anderen etc.)

Dein Text liest sich sehr rational, wie der eines Menschen, der rational roboterhaft sein Leben runterrattert und wenig Bezug zu seinen Gefühlen hat.
Ich sehe  hier keinen Nutzen in weiteren rationalen Mikromanagementtipps.

 

Am 3.12.2019 um 10:49 , LastActionHero schrieb:

Und dennoch...ich fühle mich total ausgelutscht und platt. Ich sehe nur, was ich noch alles tun muss, Rechungen, Verpflichtungen etc. und mich überkommt regelmäßig panische Angst und ich stelle mir teilweise auch Fragen/Vorwürfe wie:

Gerade jetzt...ich hatte endlich 5.000 € angespart und muss mich jetzt um den Umzug kümmern, neue Küche kaufen, habe noch nen Implantat abzubezahlen etc.
Anfang 2020 werde ich quasi mit 0 € Erspartem starten und erstmal paar Monate aus der Hand leben bzw. mich langsam wieder ranarbeiten.

Ich bin 34 Jahre alt/jung und habe das Gefühl, ich dümpel nur durch's Leben...es fühlt sich an wie, als wäre ich in eine Bahn gestiegen, deren Ziel ich nicht kenne und nun fahre ich Station für Station einfach ab.

Das setzt mir alles zu und lähmt mich manchmal...sowohl mental, als auch physisch.
Viele der obigen Fragen lassen sich rational klären bzw. und aus einem Worst-Case Szenario wird etwas nicht ganz so schlimmes....aber dennoch habe ich das Gefühl, dass es mich nicht beruhigt.

Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an Geld denkst?
Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an dein Alter denkst?
Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an dein Leben denkst?
Denkst du, dass du ein Gewinn für die Menschheit bist?
Wie sieht dein perfektes Leben aus?
 

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Du musst von dem Mindset wegkommen "Wenn ich das und das erledige, dann kann bin endlich am Ziel/dann kann ich mich endlich zurücklegen/dann wird alles besser"

Du musst anfangen zu akzeptieren, dass das Leben aus Herausforderungen besteht. Es hört nicht damit auf. Niemals! Selbst wenn du Multi-Millionär bist, in einer Villa an deinem Lieblingsort lebst, eine absolute Traumfrau mit 3 hübschen, gesunden Kindern hast dann kann dir von heute auf morgen das Leben trotzdem die Füße vom Boden reißen. Du denkst alles ist perfekt, nichts kann mehr schief gehen und dann wird eines deiner Kinder auf dem Schulweg von einem LKW erfasst. Boom.

Du nimmst dir gefühlt auch zu viel Dinge vor und wirst zu schnell euphorisch und naiv. Hat bisschen was von einer manischen Depression. Gutes Beispiel das Sculpting, da konnte man unglaublich viel Freude und Euphorie beim anderen Thread lesen. So als hättest du endlich deine Bestimmung im Leben gefunden. Davon lese ich hier nur spärlich.

Habe dir glaube ich schon einmal empfohlen, dass Buch "Die Kraft der Gegenwart" zu lesen. Hast du nicht gemacht, oder?

bearbeitet von Yolo

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vor 2 Stunden, saian schrieb:

Ich erinnere mich, dass du in Therapie warst.

Was ist daraus geworden?

 

Dein Text liest sich sehr rational, wie der eines Menschen, der rational roboterhaft sein Leben runterrattert und wenig Bezug zu seinen Gefühlen hat.
Ich sehe  hier keinen Nutzen in weiteren rationalen Mikromanagementtipps.

 

Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an Geld denkst?
Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an dein Alter denkst?
Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an dein Leben denkst?
Denkst du, dass du ein Gewinn für die Menschheit bist?
Wie sieht dein perfektes Leben aus?
 

Therapie gehe ich immernoch fleißig...mache auch Fortschritte in bestimmten Bereichen. Frag bitte konkreter...ich weiß nicht, was genau deine Frage ist. Ob ich "geheilt" bin?! :-D

Ich bin eher rational, da hast du Recht....zeitweise aber auch sehr sentimental und emotional...das kommt auf das Thema an. Eigentlich hab ich einen sehr guten Bezug zu meinen Gefühlen...sonst gäbe es ja auch diesen Thread nicht.

Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an Geld denkst?
Wenn ich an Geld denke, eher negativ. Ich denke, es wird falsch und ungerecht "verteilt".


Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an dein Alter denkst?
Ich werde im April 35...die letzten 10 Jahre sind rasend schnell verflogen und ich fühle mich immernoch im Kopf wie ein 20 jähriger. Aktuell hab ich eine "Jetzt oder nie" Einstellung...habe Angst vor den 40er weil es dann zu spät sein könnte....für ne Karriere, Selbstständigkeit, eine Familie was auch immer.


Was ist dein erstes Gefühl, wenn du an dein Leben denkst?
Rational: ich hab sehr viel erreicht und bin ein guter Mensch....emotional: ich habe vollkommen nichts erreicht und bin unzufrieden in vielen Lebensbereichen.

Denkst du, dass du ein Gewinn für die Menschheit bist?
Für bestimmte Menschen ja, mit Sicherheit...für die "Menschheit" auf keinen Fall. Ich finde die Frage seltsam, um ehrlich zu sein.

Wie sieht dein perfektes Leben aus?

Ein größtenteils selbstbestimmtes Leben, mehr Freiräume und Freizeit, finanziell unabhängig (nicht reich, einfach nur unabhängig...im Idealfall vielleicht durch ein Passiveinkommen), eine gesunde Familie und Freunde, Gesundheit allgemein...das ist es.

Ich brauch kein Haus, keine Millionen oder zehn Fernreisen pro Jahr....

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