Profis im wissenschaftlichen Arbeiten hier?

13 Beiträge in diesem Thema

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Sorry, dass ich mir auf diese Weise versuche Hilfe zu holen, aber vllt ist hier jemand der Spontan nen Tipp hat:

Ich hab für meine Masterarbeit einen Fragebogen erstellt, aber bekomme nur 21 Teilnehmer dafür. (Faken kommt nicht in Frage)

Nun weiß ich, dass das zu wenig ist für eine quantitative Auswertung.

Weiß jemand grob, wie ich begründen kann, dass ich die Daten trotzdem (qualitativ?) auswerte und trotzdem Rückschlüsse aus den Daten ziehen kann? Und weiß jemand

evtl. eine Literaturquelle in der so etwas thematisiert ist?

Bin für jeden Tipp dankbar!!

LG

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Frag doch einfach mal nett im Forum, ob noch jemand teilnehmen möchte?

Du kennst doch sicherlich weit mehr als 21 Leute, die du Fragen kannst?

Andere Frage: Wieviele müssen den befragt werden, damit dies quantitativ ausreichend ist?

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Leider können nur bestimmte Experten die eine bestimmte Position in einem Unternehmen haben die Fragen beantworten. Daher war 21 schon ne krass Anstrengende Nummer. Mein Prof hat am Anfang kommuniziert, dass 10 reichen würden. Nun meint er dass unter 30 nichts geht und ich halt begründen muss wie ich die Daten anderweitig als quantitativ auswerte.

Hierzu bräuchte ich einfach nur nen Literaturtipp oder ne kleine Anregung, weil ich selbst grad irgendwie nicht fündig werde weil ich extrem unter Zeitdruck und Stress bin gerade.

 

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vor 8 Stunden, JBH schrieb:

Leider können nur bestimmte Experten die eine bestimmte Position in einem Unternehmen haben die Fragen beantworten. Daher war 21 schon ne krass Anstrengende Nummer.

Um deine Daten qualitätiv auswerten zu können, musst du nachweisen, dass dein Datensatz reprensentativ ist. Wenn es nur eine stark begrenzte Anzahl an möglichen Kanditaten zur Befragung gibt und 21 schon eine ordentliche Hausnummer ist, solltest du damit keine Probleme haben. Problematisch wird es nur, wenn deine Stichprobe im Verhältnis zur Gesamtmenge zu klein ist.

Entsprechend hat dein Professor auch mit 10 Teilnehmern angefangen... und dann auf 30 erhöht. An dem Punkt einfach nochmal Rücksprache halten und die Sache klären.

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1) Wie Kermit beschreibt, hängt es mitunter davon ab, wie groß die Grundmenge ist, aus der du die 21 Leute gewählt hast.

2) Hängt es von deinen Fragen & Antworten ab, die du gestellt/gekriegt hast. War z.B. eine These, dass mindestens 50% der Leute in einer solchen Position verheiratet sind, und 19 davon sind es nicht, reichen deine 21 durchaus um schlussfolgern zu können, dass die These falsch ist. Der dazugehörige statistische Test (für deine Zwecke) sollte dir (weil Schulstoff) keine Probleme bereiten. 

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Im Zweifelsfall eine Mixed Methods Study (quantitativ + qualitativ) daraus machen und dir nochmal mit ein paar Teilnehmer der Fragebögen Interviews führen. Der qualitative Part wird dann ne Case Study.

Google nach "Qualitative research", "case study research", "multiple case study", "mixed methods study", "grounded theory".

Die Frage ist, wie viel Zeit du hast und was du an Vorwissen mitbringst. Weil qualitative Methodik nicht minder aufwendig als quantitative ist, zumindest wenn du die Punkte Ontologie, Erkenntnistheorie, Methodik, Datengewinnung und -analyse entsprechend gut in der Arbeit reflektieren willst.

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Eine qualitative Studie muss nicht repräsentativ sein, und ist es in der Regel auch nicht. Für eine qualitative Inhaltsanalyse von Experteninterviews sind 20 Leute für eine Masterarbeit absolut okay. Nur: Du hast bislang nix über deine Fragen gesagt. Sind die geschlossen oder offen? Wenn offen.... kein Problem qualitative Auswertung nach Mayring. Fertig. Wenn geschlossen, dann kannst du nichts qualitativ auswerten, und dann sind 20 Personen zu wenig.

bearbeitet von cdc
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Was für Leute suchst Du denn?

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Du kannst auch mit 20 Leuten deine Analysen machen, nämlich mit nonparametrische Testverfahren aber welches Testverfahren genau zu benutzen ist, kommt stark darauf an, wie deine Daten skaliert sind und was die Fragestellung ist bzw. wie viele Gruppen du miteinander vergleichst.

Hier Mal zwei Links, die dir weiterhelfen sollten:

https://statistik-und-beratung.de/2012/09/parametrisch-oder-nichtparametrisch-das-ist-hier-die-frage/

https://www.tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/method/homepages/ts/methodenlehre/meth5.pdf

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vor 2 Stunden, Mobilni schrieb:

Du kannst auch mit 20 Leuten deine Analysen machen, nämlich mit nonparametrische Testverfahren aber welches Testverfahren genau zu benutzen ist, kommt stark darauf an, wie deine Daten skaliert sind und was die Fragestellung ist bzw. wie viele Gruppen du miteinander vergleichst.

Frage dazu: Nichtparametrische Tests haben eine geringere Power, folgt daraus nicht, dass ich mehr Probanden brauche bei diesen tests als bei den voraussetzungsstärkeren parametrischen?

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Hi Leute, vielen Dank für die ganzen Anregungen! Die Umfrage richtet sich an Leute ausm Controlling in Sparkassen. Bei ner Anzahl von 400 Sparkassen in DE ca, weiß ich nicht genau, wie groß die Grundgesamtheit ist. 

es handelt sich um 18 geschlossene und 5 offene Frage, die offenen Fragen sind aber mehr eine Aufzählungen, als ein Freitext aus dem sich ein Narrativ ablesen lässt.

Mein Prof meinte nun tatsächlich, dass es halt aufjedenfal nicht repräsentativ ist, und ich daher keinen Hypothesentest und keine quantitative Auswertung machen kann. Ich aber die 

Ergebnisse trotzdem als Narrativ bzw anhand der "Nennungen der Häufigkeiten" Interpretieren soll. Das ganze scheint mir nur sehr wenig wissenschaftlich und ich habe Angst dafür kritisiert zu werden. Die Frage ist nun, wie ich das ganze retten kann. Es muss ja schonmal vorgekommen sein, dass jemand in einer BA oder MA nicht genügend Probanden findet und dann trotzdem irgendwie weiter arbeitet. Arbeitsaufwand war extrem hoch für diese 21 Probanden, viele Mails, Chats und Telefonate.

Aktuell habe ich einfach sowas geschrieben wie "ist zwar nicht repräsentativ daher eher explorativer Charakter und Ableitung von Tendenzen aus denen Rückschlüsse gezogen werden. Wenn ich hiefür IRGENDWAS wissenschaftliches finden würde um das auch zu begründen, wäre es nice. Habs Gefühl so kann man mir nen Strick draus drehen weil ich eifnach Rückschlüsse aus etwas ziehe was nicht dazu geeignet ist.

 

PS: Der Fokus meiner Arbeit liegt auf dem Literaturteil, dieser Fragebogen ist nur so ne Art Sahnehäubchen als Abfrage des Status Quo im Vergleich zur Literatur

bearbeitet von JBH

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vor 2 Stunden, zaotar schrieb:

Frage dazu: Nichtparametrische Tests haben eine geringere Power, folgt daraus nicht, dass ich mehr Probanden brauche bei diesen tests als bei den voraussetzungsstärkeren parametrischen?

Ajo aber die Probanden hat der TE nicht. Sonst könnte er parametrische rechnen und alles wäre gut.

Btw. finde ich es zu schnell geschlussfolgert, dass die SP nicht repräsentativ ist. Repräsentativ für was? Gesamtpopulation? Ist es sowieso nicht, weil per Definition die Population nur auf Controller eingeschränkt ist, also ein Quasi-Experiment ist. Wenn die SP alles abdeckt was es so bei den 400 Leuten gibt, dann ist die SP repräsentativ. Aber wegen der geringen Power ist das Ergebnis (!), der Effekt, mit Vorsicht zu genießen. 

Ich weiß, pingelige Scheisse, aber ich glaub bei schriftlichen Arbeiten wird fast jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und man muss alles rechtfertigen.

 

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