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  1. Natürlich funktioniert das in Deinem Fall nicht allzu oft. Du beschreibst hier, dass Du Opener abschreibst und "PU Klassiker" wie "Reisen nach Australien" verwendest. Sorry, wenn ich hier so offen bin, aber: Das funktioniert entweder nur wenn (1) Du ungeheuer attraktiv bist, (2) die Frau etwas eindimensional ist oder (3) Ihr 16 Jahre alt seid. So wäre mein Feedback. Wieso schreibst Du nicht so wie Du auch im face-to-face Treffen wärst/bist? Da würdest Du doch auch nichts aufsagen, was Du auswendig gelernt hast.
  2. Leute, wenn ihr auf Tinder ähnlich destruktive, zynische Energie ausstrahlt wie hier, wird es jedenfalls nichts. (Und davor ist übrigens niemand gefeit: Klar kann Online-Game auch frustrieren, dann aber sollte man sofort dringend eine Pause einlegen statt weiter auf ein Wunder zu hoffen.) Im Österreichischen heißt es so schön: "Wer sudert wird nicht pudert." In bundesdeutscher Sprache: Wer jammert wird keinen großartigen Erfolg haben wenn es um sexuelle Aktivitäten geht. Think about it. 😉
  3. Da nach Corona der Job wieder stressiger wird, bleiben weniger Termine übrig, was etwas stressig ist. Learning: Ich habe mit zu vielen Frauen nach dem Match auf ein Treffen fokussiert, was bedeutet, dass nun einige wegfallen werden, da ich so schwer Zeit finde. Window of oppurtinity, wie gesagt. Klüger wäre es gewesen, die Zahl zu minimieren und der Reihe nach zu schauen, ob es etwas wird. However, wer ist neben den genannten in der Line of oppurtinity, um dieses Wording weiter zu verwenden? Die Frau mit bosnischen Wurzeln, bei der die Chemie im ersten Chat unglaublich stimmig war, dann fuhr sie jedoch vor einem möglichen Treffen 14 Tage auf Urlaub - währenddessen ich ihr nicht ein einziges Mal schrieb, wie ich auch angekündigt hatte. Nun ist sie zurück und meldet sich. Und will ein Date. Problem? Siehe Stress. Und mit Stress meine ich, dass viele Abende belegt sind und sie untertags arbeitet. Während ich ja sehr flexibel bin, wenn ich nicht gerade irgendwo auf einer Bühne stehe oder im Ausland bin. Gefühl: Wenn es zu einem Treffen kommt, geht sie zu sehr auf LTR. Aber eventuell scheitert es schon am Termin. Wobei ich mich bemühen werde, denn: Ungeheuer hübsch. Und erfrischend "normal" - was ich im Online-Game als Kompliment meine. Darüber hinaus gibt es noch Frau K., auch sie von Tinder. Bei ihr ist bislang spannend, dass ich ob ihres Profiltextes perfekt in ihr Beuteschema passe, sie das aber noch nicht weiß - und dennoch schreibt sie immer wieder. Sprich, sie weiß nichts von meinem Beruf und was ich so mache, und das alles würde perfekt zu dem passen, was sie im Leben interessiert. Learning: Allem Anschein nach strahlt mein Textgame eh genau das aus, was ich "bin". Selbst wenn die Frau mich nicht googelt. Und natürlich eine weitere Frau, die mit A beginnt. Wtf. Nennen wir sie Open-OKC, weil sie wie so viele auf OKCupid eine offene Beziehung hat. Sie ist zögerlich und muss schlechte Erfahrungen mit Fakes gemacht haben, so misstrauisch wie sie ist. Mal schauen. Gut möglich, dass es mir zu mühsam wird. Denn ich will ja wirklich niemandem etwas Böses und auch niemandem seine Zeit stehlen. Währenddessen ist die Spanierin echt on, wie es scheint. Treffen fixiert. Das Ganze macht mir immer noch Spaß, es ist aber auch irgendwie schwieriger als Offline.
  4. Was für mich gut funktioniert, so bilde ich mir zumindest ein: Oft driftet das Gespräch ja weit ab, beispielsweise spricht man plötzlich über Fischgerichte in Spanien oder die politische Situation in Peru. Und dieses Abdriften mag ich gerne, denn: Ich bin online unterwegs, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Nicht (nur) wegen Sex. Möchte ich das Gespräch aber dann doch wieder auf Tinderdinge zurücklenken, mache ich stets (unbewusst?) das Folgende: Ich hau irgendeinen Satz raus, der wirklich weit weg von jeglichem Flirten ist. Eben - wenn wir gerade bei diesem Thema sind - irgendetwas zur politischen Situation in Peru. Und dann? Dann schreibe ich: "Habe ich gerade tatsächlich auf Tinder über die politische Situation in Peru diskutiert? FLIRTEN KANN ICH!" Zu 99% kommt (1) ein Kompliment und (2) geht's zurück zum Flirten.
  5. Geben wir ihr einen Namen, auch wenn ich glaube, dass nichts daraus wird: Die Spanierin ist beeindruckt von den 500 gepflanzten Bäumen. Sie schreibt: "Du hast also ein Buch geschrieben, 500 Bäume gepflanzt und... irgendetwas war da noch, was man im Leben gemacht haben soll. Ich habe nichts davon erledigt." Sie hat also keine Kinder. Ich antworte: Es ist nie zu spät, 500 Bäume zu pflanzen." Sie investiert danach. Drei Nachrichten mit etwas blablbla und der Frage, ob ich heute etwas Schönes gemacht habe. Ich erspare mir Small Talk und sag ihr die Wahrheit, nämlich was ich im Beruf erledigt habe und dass ich nun mit einem Glas Wein auf der Couch sitze. (Was gelogen ist, es war ein Bier. Aber Wein wirkt vornehmer.) Sie antwortet nicht, also schreibe ich: "Zeit für Zwischenfazit. Was ich über Dich weiß: Du bist hübsch und hast ein schönes Lächeln, du kommst aus Spanien und du hasst Bäume, ansonsten hättest du wohl in all den Jahren mal zumindest einen gepflanzt. Und du würdest gern auf einen Wein mit mir gehen. Bist Dir aber noch unsicher, ob Du genug über mich weißt. Ich könnte Dir also meinen Lebenslauf verlinken. Oder Interviews." Ich erlaube mir einen Smiley. Was ich meist versuche zu vermeiden. Ihre Antwort kommt im Laufe der Nacht: Viel Gelächter. Dann: "Ich brauche keinen Lebenslauf. Du bist attraktiv und alles, was du über mich schreibst, stimmt bis ins kleinste Detail. You are ready for a date." Immerhin. Sie will sich also treffen. Heute und morgen geht's bei ihr nicht, dann ein paar Tage bei mir nicht. Und daher das Gefühl, dass das ohnehin nichts wird. Es gibt ein window of opportunity. Das verstreicht im Online-Game - außer es ist extreme Attraction vorhanden - aber sehr schnell.
  6. Es sind die Kleinigkeiten, die einen erfreuen. Heute schrieb mir beispielsweise eine Frau nach einem Match und kurzem Dialog, sie müsse jetzt arbeiten, aber melde sich am Abend bestimmt wieder. Und dann der Schlusssatz: "Bitte lösche Dein Profil bis zum Abend nicht!! Danke!!!" Andere hingegen irritieren mich, wie heute: "Wie viele Bäume hast Du in Deinem Leben bereits gepflanzt?" Seltsame Frage, denke ich mir. Wobei sich meine Antwort sehen lassen kann: Sicherlich über 500. Aber vielleicht war das irgendeine Anspielung, die ich nicht verstand. 😉 Wahrscheinlich meint sie nun, ich hätte 500 Nachkommen.
  7. Oh, spazieren war ich auch viel während den Lockdowns. Und ja, da fällt es mir viel leichter, aktiv zu werden. Hunde, die bellen, beißen nicht? Ja, kann sein. Aber auch das Bellen kann manchmal schön sein, dachte ich gestern. Selbst wenn es nur beim Bellen bleibt, wäre das okay. Ich bin ja nicht unterversorgt. Zumindest bei Miss Entfernt werden wir irgendwann wissen, woran wir sind. Und wenn's nichts wird, auch voll okay. Ich schreibe hier ja nur über Online-Kontakte. Die Offline-Kontakte (also Frauen, die ich jenseits von Apps kennen lerne) laufen besser und beanspruchen auch mehr Zeit in meinem Leben - sind aber auch komplizierter teilweise.
  8. Miss Entfernt geht in die Vollen. Beeindruckendes Sexting gestern Abend. Damit, treue Leserinnen und Leser, stellt sich nicht zum ersten Mal eine Frage, auf die ich keine Antwort habe. Ist solch ein Schreiben zielführend gerade dann, wenn man sich noch nie getroffen hat? Ich fürchte nicht. Denn es werden die Erwartungen so hochgeschraubt, während es im real life dann oft doch so ist, dass die Chemie zwischen zwei Menschen nicht stimmt. Andererseits versuche ich derartige "Begegnungen" stets entspannt zu sehen und zu genießen, denn auch sie bereichern mein Leben - und zwar selbst dann, wenn ab morgen der Kontakt abreißen würde. Auch das ist eine Form der zwischenmenschlichen Interaktion, die prickelnd und schön sein kann. Und die mir irgendwie ständig passiert. Entweder stehen da alle Frauen wie wahnsinnig drauf, oder ich leite das unbewusst ein. Und Miss Entfernt meinte heute früh, dass sie es noch nie so gut fand wie gestern und ich hier extrem talentiert sei. Man muss seine Stärken und Schwächen kennen: So schlecht ich in Lokalen beim Eskalieren bin, so gut scheine ich im Chat zu sein...
  9. Die alleinerziehende Mutter. OKC. Es ist blöd, sie so zu nennen, denn dass sie alleinerziehende Mutter war, wusste ich nicht zum Zeitpunkt des Dates. However. Ich schreibe sie auf OKC mit meinem Standard-Opener an, den ich jedesmal mit Blick auf das Profil der Frau abwandle. Sie reagiert gut. Bald sind wir beim Thema, was sie schon für verrückte Anschreiben erlebt hat. Das Thema landet schnell bei sexuellen Vorlieben, nach denen sie ständig gefragt wird. Ich schlage vor, uns in einigen Tagen zu treffen. Das Cafe, das ich auswähle, kenne ich nicht, ist aber ein Volltreffer. Schick und gemütlich. Der Inhaber ist entweder extrem kommunikativ oder irgendetwas an uns scheint ihn zu faszinieren. Immer wieder kommt er an den Tisch, spricht mit uns, empfiehlt uns diesen oder jenen Gin, lässt uns Dinge gratis kosten, etc. Was gut für mich ist, weil ich in der Regel Gespräche führen kann. Die Frau muss irgendwann den Eindruck haben, ich kenne den Inhaber seit Jahren und ich bin sein liebster Gast. Sie selbst? Eine kluge, reflektierte Frau. Sie erzählt mir eine Geschichte, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist - und sie erzählt sie gut. However, die treuen Leser und Leserinnen der oberen Einträge wissen bereits, was ein Makel in meinem Game (damals?) war: Comfort ist riesig, aber sonst unternehme ich wenig. Was auch an der Situation im Café liegt. Zu eng, zu schick für ein Make-out. Vielleicht aber rede ich mir das nur ein, um meine Feigheit zu verteidigen. However, der geneigte Leser weiß auch, was ich mache, sobald wir das Lokal verlassen. Richtig. Und es funktioniert, sprich: Sie macht mit. Und es scheint ihr zu gefallen. Ist aber überrascht, wie sie sagt. Was ich verstehe und den Makel im Game unterstreicht. Ich muss ja nicht ständig eskalieren, aber der Frau sollte schon klar sein, dass dies mein Ziel ist. Dann muss sie nach Hause. Babysitter ruft. Ich verspreche, mich zu melden... dann aber mein Vergehen: Ich melde mich zu spät bzw. in ihren Augen gar nicht. Das Offline-Leben kommt mir irgendwie dazwischen. Und sie? Schreibt mir eine (böse?) Nachricht, die klar macht, dass sie sich mehr erwartet hätte, sie aber keine Zeit für Spiele hat - als alleinerziehende Mutter. Was ich voll verstehe. Ich schreibe ihr sehr ehrlich und direkt, warum ich mich nicht gemeldet habe (Kurzantwort: weil es in meinem Leben auch viele Dinge gibt, die anstehen, die nichts mit Frauen zu tun haben), dass ich aber voll und ganz verstehe, dass sie sauer ist. Denn ich hatte versprochen, mich zu melden. Und so viel Zeit, um ein paar Zeilen zu schreiben, hat man IMMER. Sie schwenkt ein: Alles gut, meint sie. Wir schreiben uns nie wieder. Learning neben der "Man könnte auch im Lokal mal etwas aktiver werden": Nicht mit Gefühlen spielen. Nicht mal in dieser frühen Phase nach einem harmlosen Küssen. Und das tun, was man verspricht. Miss Entfernt meldete sich heute. Sie will das Treffen vorziehen. Da bin ich echt gespannt, was dabei der Haken ist. 😉 Das läuft fast zu rund. Rechne mit Absage einen Tag vor Date. Aber wenn das Treffen stattfindet, wird sie vom ersten Moment an on sein. Das merkt man. Oder ich bilde es mir ein.
  10. Zwischenfazit: (a) Mein Profil ist nicht gut genug, aber ich bin zu faul, da Zeit zu investieren. (b) Viele Frauen, die ich online kennen lerne und dann nicht treffe, scheinen eindeutig auf LTR abzuzielen, und da ich das zurzeit zwar nicht ausschließe, aber auch nicht beabsichtige, kommt es zu keinen Treffen. Ich bin dann weniger motiviert. Oder vielleicht habe ich auch ein schlechtes Gewissen, deren Zeit zu verschwenden? (c) Wenn es zu einem Treffen kommt, ist meine Conversion-Rate (oder wie sagt man denn da?) zurzeit beachtlich. Vielleicht auch, weil ich vor einem Treffen stets davon ausgehe, dass es wunderbar passen wird. (In den letzten 6 Monaten war es genau eine Frau, die ich traf, bei der ich on gewesen wäre, sie aber nicht. Muss man verdauen können. Diese niedrige Quote führt vielleicht dazu, dass ich mit Selbstvertrauen in ein Treffen gehe - selffullfilling prophecy quasi?) (d) Grundsätzlich aber scheinen mir die Offline-Frauen, mit denen ich mich treffe, noch hübscher und jünger zu sein. Insofern: Ja, bei Online-Dating als Mann "verliere" ich, wenn man so eine kindische 1-10 Skala verwenden möchte.
  11. Miss "2 1/2 Stunden entfernt" Da ich viel reise, spinnt mein Tinder manchmal rum. Wie letztens. Ich habe ein Match mit einer hübschen Frau und wir kommen plötzlich drauf, sie wohnt 2 1/2 Stunden von mir entfernt. End of game? In 99% der Fälle ja. Nicht aber in diesem. Ich schreibe ihr: "Nun gut, liebe A." (Wieso beginnen denn deren Namen alle mit A?). "Nun müssen wir entscheiden, wie wir mit fehlerhaften Tinder-Algorithmus umgehen. Ist es wirklich ein Fehler, oder will uns das Schicksal etwas sagen?" Ich schlage vor, es als Wink des Schicksals zu verstehen. Corona ist vorbei, der Sommer steht vor der Tür. Und zwei Menschen, die sich sympathisch sind, sollten sich doch nicht von 2 1/2 Stunden Entfernung abhalten lassen. Sie ist zögerlich, aber sieht es grundsätzlich genauso wie ich. Dann passiert, was immer passiert: Sie fragt nach meinem Beruf. Googelt mich. Und findet Videos und Interviews. Das ist in der Regel kein Schaden. Nicht nur, weil es nach "Fame" riecht (ich habe keinen Fame, aber eben einen Beruf in der Öffentlichkeit), sondern auch, weil man in Videos einen besseren Eindruck von Menschen bekommt. Ich kann nach Tinder-Matches quasi auf Google-Analytics live mit ansehen, wie ich gestalked werde. However, sie wollte nun ein Hotel für ihren Ausflug buchen, denn sie kommt mich in meiner Stadt besuchen. Was mich freut, denn sie ist hübsch und wirkt - wichtig für mich - emotional stabil. Und es wird noch besser: Sie zögert mit dem Hotelbuchen, denn da gäbe es ja noch eine Alternative. 😉 Mal schauen, ob was draus wird. Kann auch sein, dass sie kalte Füße bekommt und über ihre eigene "Dreistigkeit" erstaunt ist und sich plötzlich nicht mehr meldet. Dagegen spricht jedoch, dass wir gestern lange geschrieben haben (ja, ich tippe viel!) und ich dabei - ob ich will oder nicht - immer Comfort aufbaue. Weil das anscheinend meine Art der Kommunikation ist. Ich muss eher darauf achten, das Thema Erotik und Sex nicht aus dem Blick zu verlieren. Comfort scheint nebenbei stets zu entstehen.
  12. Ihr seht schon. Ich gehe selektiv vor, schildere also nur die Fälle, die mir irgendwie in Erinnerung geblieben sind. Dazu gehört: Die Medienmanagerin (Mm) OKC. OKC ist eine ganz eigene Welt. Viele sehr alternative Lebenskonzepte auf einem Online-Haufen. Mm wirkt dabei fast bieder/normal. Wir schreiben etwas hin und her. Es war während der Weihnachtszeit. Und eher spontan entscheiden wir, heute Abend auf einen Cocktail zu gehen. Vielleicht auch nur, um den Familienfeiern zu entfliehen. Sie kommt zu spät und hat sich alles andere als herausgeputzt, aber das Gespräch läuft gut. Sie erzählt aus ihrem Berufsleben, ich aus meinem. Wieder unternehme ich keinerlei Versuche, im Lokal irgendetwas zu machen. Daran muss ich arbeiten, denke ich mir. Dass die Frau keinen Alkohol trinkt da sie noch mit dem Auto fahren muss, steigert nicht gerade meine Zuversicht. Am Ende des Abends bietet sie mir an, mich heimzufahren. Noch immer ist nichts passiert und ich habe das Gefühl, dass ich gescheitert bin. Aus diesem Gefühl des Scheiterns aber ziehe ich wie aus dem Nichts Kraft oder ein Gefühl der Wurstigkeit. Als wir vor der Wohnung stehen sage ich also einfach den Satz, den man aus Filmen kennt, und zwar wortwörtlich: "Magst du noch mit hochkommen?" Was glaubt ihr antwortet die Frau. Das, was alle geantwortet hätten: "Warum?" Was soll man darauf sagen? Ihr erinnert Euch: Gefühl der Wurstigkeit. Also sage ich genau das, was ich tun will: "Wir könnten rummachen." (Peinliche Formulierung, ich weiß. Ich klinge wie ein 16 Jähriger.) Was tut sie? Sie nickt. "Okay." Seltsame Situation: Aus dem Nichts und sehr funktional einen Abend gedreht. Sie kommt mit hoch und bleibt viele Stunden. Danach möchte sie eine Freundschaft+ draus machen, aber... mir kommen Offline-Frauen dazwischen. Ich sehe sie nie wieder.
  13. Ich habe vor eineinhalb Jahren die Welt des Online-Datings betreten. Und mir geht es wie den Meisten: Es nervt mich, aber manchmal ist es eben doch verführerisch bequem. Dabei habe ich gewisse Stärken (z.B. groß, Beruf in der Öffentlichkeit), die ich auf den Bildern versuche wiederzugeben, aber sicherlich auch Schwächen (z.B. schlank, aber keinesfalls durchtrainiert). Ach ja, ich bin ca. 40 Jahre alt und sehe auch so aus. (D.h. ich lebe das Leben statt mich zu schonen.) Nun denn... hier möchte ich für mich ein paar Eindrücke niederschreiben. (Sollte das in ein andere Forum, bitte verschieben.) Mein erstes Online-Date in meinem Leben überhaupt. Die Osteuropäerin. Ich melde mich bei Lovoo an und habe ein Match mit einer wunderschönen 39 Jährigen. Ich weiß gar nicht mehr, was wir genau schrieben, aber ich ging auf ein Treffen und das fand auch bald statt. Die Frau schön und klug. Und eines der ersten Dinge, die sie mir sagte, war: "Du bist in echt viel besser als Dein Profil." Learning: Mein Profil ist schlecht. 😉 Allerdings glaube ich ist das typisch für eine bestimmte Art von Mann. Ich bin hoffentlich nicht unhübsch, aber kein Adonis, der ständig im Fitnessstudio ist. Meine Stärken liegen eindeutig in der Kommunikation und - sorry to say - im Intellekt. Ich kann über Goethe genauso schwafeln wie über die englische Fußballliga. However, ihr Geständnis war: Sie war über 50. Ich dachte mir: Na das fängt ja gut an mit dem Online-Dating. Gleich mal auf die erste beinharte Profillüge reingefallen. Aber: Die Frau sah großartig aus. Und war früher Model und Frau eines berühmten Fußballers. In anderen Worten: Ich habe den Abend genossen, aber: Ich war zu ungeschickt und zu feige, zu eskalieren. Ich saß einfach nur neben ihr und hab geredet. Fehler! Erst als wir das Lokal verließen und wir uns verabschiedeten, konnte ich meine Feigheit überwinden. Resultat: Making out. Mehr aber nicht. Sie wollte nicht, dass mehr passiert und meinte am nächsten Tag, sie wolle sich endlich wieder mal verlieben. Und dafür sei ich nicht der Richtige. Trotzdem ein schöner Abend. Und: Ich hätte im Lokal eindeutiger werden müssen. Mein Fehler. Meine Feigheit. Mein erstes Tinder-Date. M. Hübsche Frau, wunderschöne Beine. Treffen in einem Cafe. Ich bin vor ihr da. Als sie kommt, fragt sie mich, ob ich mich auf den anderen Stuhl setzen kann. Ich bin verwirrt, dann verstehe ich: "Spürst du einen Luftzug?" Ihre Antwort: "Nein, meine linke Gesichtshälfte ist jedoch hübscher. Und die sollst du sehen." Mit diesem Satz war für mich das Date gestorben. Mir war klar, die Frau ist nichts für mich. Und der Eindruck bestätigte sich. Emotional instabil. Keinerlei Selbstwertgefühl. Ich trank drei Bier und sprach mit ihr über das Leben. Am Ende war sie on - oder verzweifelt? Sie bot mir quasi aus dem Nichts einen BJ an, damit wir uns wiedersehen. Aber obwohl ich kein Kostverächter bin, lehnte ich ab. Mein Ratschlag an sie war: "Dir geht's zurzeit nicht so gut, oder? Und gerade da solltest Du Tinder meiden. Und auch solche Angebote." Ihre Antwort: "Das denke ich mir langsam auch. Selbst bei Sex melden sich die Typen nie wieder." Ich verstand die Typen. Und hatte Mitleid mit der Frau. Irgendetwas in ihr war damals (?) kaputt, und sie wollte es mit Tinder reparieren. Ich hab ihre Nummer bis heute nicht gelöscht, weil ich mir denke, wenn sie anruft, hebe ich ab. Dann hat sie wahrscheinlich einen emotionalen Notfall. Sie rief aber nie an. Und ich meldete mich freilich auch nicht. Mein erstes Tinder-Date war also die Hölle. Weiter mit A2. A2 hatte auf Tinder keine Fotos von sich drin, also entweder extrem unhübsch oder auf eine Affäre aus. Ich versuchte mein Glück, wischte nach rechts... Match. Mein Anschreiben ging denn auch gleich direkt auf ihr gesichtsloses Profil ein: "Entweder Du bist schüchtern, berühmt oder vergeben." Die Antwort war: Vergeben. Sie schickte mir ein Foto. Und im Grunde braucht es für mich keine 1-10 Skala, sondern es ist ein simples "Ja" oder "nein". In diesem Fall war es ein "Ja". Das restliche (Text)Game war easy. Gerade wenn die Frau auf eine Affäre aus ist, sollte man ihr nicht das Gefühl geben, dass sie für einen nur noch ein Stück Fleisch ist, das man quasi schon im Bett hat. Im Gegenteil, ich gab ihr zu verstehen, dass ich verstehe, was sie sucht, habe aber darauf geachtet, "normal" rüberzukommen. Kein übertriebener Poser. Kein Don Juan. Bei unserem ersten Treffen sprachen wir über Kunst und Kindheit. Nicht über Sex. Aber ich habe sie gegen Ende geküsst. (Fußnote: Das ist ein learning aus diesem Forum. Ich gehe in jedes Treffen mit der Absicht, die Frau mindestens zu küssen. Alles andere ist Zeitverschwendung. Aber bevor nun Widerspruch kommt: Natürlich nur, wenn die Frau auch will. Für mich ist Pick-Up nicht der Versuch, andere zu manipulieren. Daher würde ich mich auch nie als Pick-Up-Artist beschreiben. Das wäre eher ein Schimpfwort für mich. In meiner Perspektive bedeutet Pick-Up Selbstreflexion und Reflexion des Zwischenmenschlichen.) A2 war on. Ich hatte ihr gezeigt, dass ich "normal" bin, also kein psychotischer Serientäter. Der Rest war easy. Beidseitiges Gefallen mündete in eine Affäre mit Treffen untertags. Was die Sache irgendwie prickelnder macht.
  14. Da gibt's keine goldenen Regeln, und außerdem: Bei mancher Frau, bei der Dein Textgame Dir easy von der Hand geht, versage ich vielleicht völlig. Es kommt ja immer auch darauf an, mit wem man es zu tun hat. Mit der Glitzer-Glitzer-Falsche-Wimpern-Insta-Twentysomething werde ich als 39 jähriger ohne Fitnessbody immer Schwierigkeiten haben. Egal, wie gut/schlecht mein Textgame ist. Aber klar, mein Opener ist gut. Das sagen zumindest alle. Und den verrate ich hier natürlich nicht. 😉 Vor allem: Er passt perfekt zu mir. Man muss wissen, wo die eigenen Stärken sind. Wie wirkt man auf Frauen? Ist man der F****? Der Geheimnisvolle? Der Macher? All diese Klischees sind gerade zu Beginn durchaus in den Köpfen als Schubladen vorhanden. Ich? Ich bin der erfolgreiche Intellektuelle. Schreibe Bücher, bin aber kein Nerd, denn ich stehe auf Bühnen und spreche vor 1000 Menschen. Das ist die Impression, die ich vermitteln möchte. Und das zeigen sowohl meine Bilder wie auch mein Textgame. Dieses prescht nicht vor, ich bin kein Typ, der gleich auf Sex und dirty talk einschwenkt, aber es sollte idealerweise klar sein... dass ich das kann. 😉 Dabei achte ich auf Rechtsschreibung. Und gebe weiß Gott nicht alles preis. Wenn der Vibe stimmt, ergänze ich "Fame-Game-Elemente", so nenne ich das für mich. Ich schreibe Dinge wie "Für ein richtiges Kennenlernen muss man ja auch die Gestik, die Mimik, das Lachen, die Stimme erleben. Das alles geht auf Tinder nicht. Aber wenn Du magst, und damit wir beide Zeit sparen, verlinke ich Dir irgendein Interview von mir. Dann hast Du zumindest einen ersten Eindruck." Und dann verlinke ich irgendein Interview, das ich für irgendeinen Fernsehsender gegeben habe und das gerade online ist... natürlich schadet der kleine Fame nicht. Wobei es mir auch schon passiert ist, dass die Frau dann abspringt und sagt "Ich bin nur eine einfache Sekretärin. Das passt nicht zwischen uns."
  15. Möglichkeit: Sich auf Tinder zu verabreden. Was meine ich damit? So etwas zu schreiben wie: "Im Alltag ist es ja oft schwer, diese App im Blick zu haben. Was, wenn wir uns mal eine Viertelstunde Zeit nehmen, um in Ruhe zu schreiben? Wie sieht es bei Dir heute Abend um 20h aus?" Mein Fazit: Solch ein kurzes, intensives Schreiben ist besser, als tagelang kurze Nachrichten hin und her zu schreiben. Und in solch einem Fall würde für mich auch nicht die alte Weisheit gelten, dass man nicht viel tippen soll. Denn: Wer tagelang immer wieder viel tippt, der mag bedürftig wirken. Wer aber sagt, lass uns mal eine Viertelstunde "chatten", wirkt meines Erachtens keineswegs bedürftig. Sondern strukturiert. Ich hab bislang damit zumindest extrem gute Erfahrungen gemacht. (Liegt aber freilich auch an meinem Textgame, das einfach kaum mehr Potential für Verbesserungen aufweist. 😉 Nicht ernst gemeint. Aber: Man sollte schon was zu sagen haben.) Die Frauen sind danach in der Regel extrem committed. Keine Frage: Echtes Treffen wäre besser. Telefonat auch. Aber: Viele wollen lieber erst mal schreiben. Und dann lieber intensiv und kurz zu einer ausgemachten Zeit.