Ich weiß nicht mehr weiter. Wie neu anfangen?

45 Beiträge in diesem Thema

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Am 22.1.2023 um 18:34 , crazytimes schrieb:

Würde halt schon eine für meine Kinder wollen, die auch Lust hat Mutter zu sein und nicht ist wie meine Mutter. Doch die Frauen, die sich das gut vorstellen können, finde ich meistens nicht interessant. Es ist verflixt...

Nochmal inhaltlich 

Das hier würde ich mal angehen. Warum findest du diese Frauen nicht interessant? Bzw. was ist interessanter an den anderen?

Eigenes Beispiel: Mein Beuteschema waren jahrzehntelang Frauen mit narzisstischen Verhaltensweisen. Das mal zu hinterfragen kann dir vielleicht helfen das Muster zu durchbrechen.

bearbeitet von Sam Stage
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vor 8 Minuten, Sam Stage schrieb:

Das ist hier im Forum leider öfters der Fall.

Die User sind aus verschiedenen Gründen hier angemeldet. Manche suchen Hilfe, manche wollen helfen, andere nur ihre eigene Großartigkeit darstellen. Hier ist wirklich für jeden was dabei ;-) 

Bin ja auch nicht erst seit gestern hier. 😉 Ich kenne die ganzen 20jährigen, die hier wild mit den "Fachbegriffen" und Abkürzungen um sich schmeißen und versuchen Lehrers Liebling zu sein. Ich hatte mal einen Freund, der all diese PU Bücher studiert halt als wenn er seinen Bachelor darin machen würde. Nebenbei hat er denn aber sein wirkliches Studium vernachlässigt und am Ende auch abgebrochen. War alles nie so mein Ding. Früher habe ich mich von diesen Kommentaren auch Triggern lassen. Durch die Therapie mittlerweile nicht mehr. Hat also nicht nichts gebracht! 🙂

bearbeitet von crazytimes

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vor 2 Minuten, Sam Stage schrieb:

Das hier würde ich mal angehen. Warum findest du diese Frauen nicht interessant? Bzw. was ist interessanter an den anderen? 

Eigenes Beispiel: Mein Beuteschema waren Jmjahrzehntelang Frauen mit narzisstischen Mustern. Das mal zu hinterfragen kann dir vielleicht helfen das Muster zu durchbrechen.

Ja, sehr gute Frage! Ich hatte eine Mutter, die sich nicht gekümmert hat und stattdessen ständig auf Parties war. Sie hatte ständig neue Männer, war sexsüchtig und zu mir eher wie eine Freundin als eine Mutter. Sie ist ein sehr instabiler Mensch und tendiert in Richtung bipolar. War früher auch ähnlich instabil und habe das zum Glück durch die Therapie in den Griff bekommen. Es war auch gut, dass ich mich von ihr (und auch von meinem Vater) getrennt habe. Sie hat sich nicht nur nicht um mich gekümmert als ich klein war, sondern mich in meinem 20ern auch noch regelmäßig als emotionale Stütze missbraucht und mich heulend angerufen etc. Bei Streits zwischen uns war ich immer schuld. Das ging so über Jahre bis ich ihr irgendwann gesagt habe, dass ich ihr Sohn bin und nicht ihr Therapeut. Es sollte noch ein paar Jahre dauern bis ich ganz den Kontakt abbrach.

Naja, du siehst meine Mutter ist schon rechts heftig gewesen. Teile davon werden dir sicher bekannt vorkommen bei deinem Beuteschema. Ich stand früher wohl auch auf instabile Frauen. Meine erste Freundin (LTR, naja ein halbes Jahr) hat mich regelmäßig angeschrien und hat nach Streits beleidigt erwartet, dass ich wieder auf sie zugehe, weil sie es nicht konnte. Die Frauen in die ich mich in den Jahren danach verliebt hatte, waren auch sehr sprunghaft in ihrem Verhalten. Sich solche Frauen zu suchen ist schon ein wenig masochistisch. Man schreit ja förmlich danach ein Spielball zu sein. Aber du kennst es sicher selbst: Man weiß ja anfangs nicht, dass die Frauen so sind und trotzdem trifft man sie immer wieder. Als wenn man sich von weitem schon durch unbewusste Schwingungen magisch anzieht. Die in Eingangspost benannte Dame, die mich so traumatisiert hat, konnte auch nie zugeben, dass sie bei irgendetwas im Unrecht ist, auch wenn sie nach außen stabil wirkte und sich gerne als "cool" betitelt hat. Nachts hat sie denn aber angefangen sich ohne ersichtlichen Grund heulend an mich zu klammern, was ja von einem stark verdrängtem Trauma zeugt. Trotzdem kam sie überhaupt nicht damit klar, wenn es mir mal schlecht ging und hat sofort verlangt, dass ich wieder gute Laune habe.

Mittlerweile bin ich durch die Therapie sehr allergisch gegenüber solche instabilen, selbstverliebten und rechthaberischen Frauen geworden, auch wenn es mich gleichzeitig noch anzieht. Dann gibt es so Frauen wie meine Nachbarin. Wir unterhalten uns öfter mal vor der Haustür. Sie ist eigentlich sehr hübsch und verliert überhaupt nicht den Respekt vor mir, wenn ich mal schlecht drauf und etwas selbstmitleidig bin. Ich habe irgendwie ein Vertrauen zu ihr, dass ich lange nicht mehr zu einer Frau hatte. Sie kommt auch auf ihr Leben klar, studiert, arbeitet nebenbei und kann wirklich fürsorglich sein. Hinzu kommt, dass sie mich auf eine nicht unterwürfige Art einfach respektiert und auch meine Meinung schätzt. Eigentlich ein richtig toller Fang, aber irgendetwas fehlt mir. Sie ködert mich nicht, sie spielt nicht mit mir. Es ist eigentlich genau das was ich brauche, aber sie ist eher wie eine Freundin.

Da Problem ist halt, dass man seine Gefühle nicht mal eben weg trainieren kann. Man sieht ja, dass durch jahrelange therapeutische Arbeit sich etwas verändern kann, aber dass ich die Frauen anziehend finde, die mir gut tun würden, ist noch nicht der Fall. Ich denke, dass die Männer, die auf solche Frauen stehen, weil sie Eltern hatte, die ihnen eine respektvolle Beziehung vorgelebt hatten, es wesentlich einfacher bei der Partnersuche haben. Diese Männer landen aber wohl selten in diesem Forum! Deshalb herrscht hier auch der Glaube, dass es mit Frauen immer ein Game geben muss 😉

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Am 22.1.2023 um 18:34 , crazytimes schrieb:

Das ist auch ein Teil des Problems. Ich weiß nicht mehr wirklich wo ich hingehöre. Ich war früher viel in der linken Szene unterwegs, aber ich kann damit seit ein paar Jahren kaum noch etwas anfangen. Ich habe häufig Konflikte dort, weil dieser woke Haufen anscheinend nur noch darauf aus ist. Es hat wahrscheinlich auch ein bisschen mit meiner Vergangenheit zu tun. Ich bin bei meinem alleinerziehenden Vater aufgewachsen und meine Mutter war ständig auf Parties mit anderen Männern und hat sich nicht um ihre Kinder gekümmert. Ich kann daher deren Euphorie bei den ganzen Feminismusthemen nicht teilen und sage das auch offen. Ich bin nicht per se dagegen, aber einfach nicht mit allem d'accord. Auch durch die Tatsache, dass ich mittlerweile in recht bekannten Unternehmen arbeite (ich scheiß Kapitalist) und wegen dieser ständigen Konflikte bin ich mittlerweile in ein bürgerliches Viertel gezogen, wo es kaum Bars, Cafes etc gibt und die meisten Menschen eher mit Arbeit, Fernsehen und Fußball beschäftigen. Hier habe ich keine Probleme mit meinen Ansichten, aber es ist auch schrecklich langweilig. Ein mal die Woche schaue ich doch mal wieder in einem der hippen Stadtteile vorbei und mache einen Spaziergang. Dort laufe ich häufig auch interessanteren Frauen über den Weg, aber mit denen muss ich denn wahrscheinlich beim näheren Kennenlernen diese anstrengenden Gespräche führen, die ich teilweise so unglaublich weltfremd und utopisch finde. Zudem sind viele davon auch nicht in fester Arbeit oder fahren irgendwelche alternativen Lebenskonzepte, was denn im Bezug auf Familienplanung auch nicht passt. Würde halt schon eine für meine Kinder wollen, die auch Lust hat Mutter zu sein und nicht ist wie meine Mutter. Doch die Frauen, die sich das gut vorstellen können, finde ich meistens nicht interessant. Es ist verflixt...

Kann dich da absolut verstehen. Einerseits gibt´s genug attraktive Frauen, andererseits teilen die oft nicht die selben Ansichten. Du bist auf jeden fall in einer Sache vielen Männern schon voraus. Und zwar hast du erkannt wer du bist und was du willst. Du verbiegst dich nicht um irgend einer Frau, die dir optisch gefällt, zu gefallen.
Vergiss Hipsterweiber in Studentenvierteln. Die Leben in Ihrer Traumwelt voller Gleichberechtigung, Fairness und Feminismus. Niemand außer Ihrer Bubble teilt diese Ansichten. Die harte Pille der Realität werden diese Menschen erst in ein paar Jahren schlucken. 
Du hast die schon geschluckt und verdaut, also bist du diesen Frauen, meiner Ansicht nach, schon zu weit Voraus. Sie können dich und du kannst Sie nicht verstehen. Klassischer Fall von zwei Welten. 
Was das Thema Frauen angeht, würde ich es an deiner Stelle mit OG probieren. Gute Fotos und klare Aussagen bzgl. deiner Werte. Da wird es sicher die ein oder andere geben, die das ebenso interessant findet. 

Was das Sozialleben angeht wirst du, so denke ich, nicht drumherum kommen, deine Comfortzone zu verlassen. Rauszugehen, Menschen anzusprechen, neue Hobbies anzufangen, etc. 
Aber dafür müsstest du halt erstmal Wissen wo du hingehörst oder zumindest hingehören möchtest... Konservativ? Dann geh in nen Buchclub, mach ne Sprachreise mit ner Reisegruppe mit, etc. 
Eher Modern, dann wirst du meistens um die Hipsterviertel nicht drumherum kommen. Wobei auch Ich sagen muss, dass ich weder mit den Frauen, noch mit den Typen da zurechtkomme. Vertrete auch, zumindest teilweise, eher "alte Werte". Sowas wird da meist direkt Verurteilt.. 
 

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vor 44 Minuten, crazytimes schrieb:

Ich glaube nicht, dass irgendein selbsternannter Persönlichkeitscoach dieses Problem ein ein paar Tagen lösen kann, obwohl ein sehr erfahrener und angesehener Psychotherapeut es in fünf Jahren nicht mit mir lösen konnte

Diese Aussage finde ich sehr spannend von dir.

Meine Erfahrung mit Hilfe von Aussen egal von wem, ob Persölichkeitscoach oder Psychologe / Phychotherapeut, hilft einem nur den Weg zu sehen den man gehen kann um die Herausforderungen zu meistern, von denen man in dem Moment glaubt diese nicht verändern zu können.
Meine Sessions nach meiner letzten Trennung haben mir nicht geholfen, die Probleme auf der persönlichen Ebene zu lösen, sondern nur den Weg gezeigt wie ich diese Themen angehen kann und mit viel arbeit auflösen könnte.

Die Arbeit muss du immer, also wirklich immer selber erbringen. Nicht immer schön, nicht immer angenehm, nicht immer für eine bessere Situation sorgend im ersten Schritt. Für mich hat geholfen, einen Weg zu finden / zu erarbeiten, dann diesen Weg konsequet zu gehen, sich nicht von Rückschlägen verunsichern lassen und dem Weg / dem Prozess zu vertrauen. 

vor 44 Minuten, crazytimes schrieb:

Wenn ich keine Zeit habe schreibe ich halt "Sorry, bin gerade beschäftigt. Melde mich später" o.Ä.

Diese Eigenschaft von dir finde ich sehr löblich, transparent und ehrlich. Leider sieht man das heute nicht mehr oft.

vor 45 Minuten, crazytimes schrieb:

Ich sage z.B. nie "Ich kann dir ja mal meine Nummer geben". Ich nehme mir immer die Nummer der anderen und bin danach natürlich auch derjenige, der alles anleiern und investieren muss. Immer in dieser Rolle zu sein ist sehr frustrierend für mich.

Was mir immer wieder klar wird, wenn ich mal nicht so happy mit meinem Leben bin, ist die Tatsache, dass du als Mensch immer etwas dafür tun musst um zu bekommen was du gerne haben möchtest. Wenn du jemanden Treffen möchtest, liegt es an dir das anzuleiern. Wenn du etwas lernen willst, liegt es an dir die nötigen Schritte zu machen. Wenn du etwas erreichen willst kommst du um das Investment nicht herum. 
Lass dich davon nicht frustrieren sondern nimm das einfach als gegeben. 

Kein Invest, kein Resultat... Einfach auftauchen/ mitmachen reichte früher nicht zu einer Medalie...
Heute gibt leider es nur schon für die pure zelulare Anwesenheit preise... 

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vor 44 Minuten, crazytimes schrieb:

Man sieht ja, dass durch jahrelange therapeutische Arbeit sich etwas verändern kann, aber dass ich die Frauen anziehend finde, die mir gut tun würden, ist noch nicht der Fall.

Einfach mal darauf einlassen und schauen was passiert. Kann das sehr empfehlen. Man wurde ja in seiner Kindheit konditioniert - das lässt sich mMn. auch wieder verändern.

Du musst deinen Faible für Frauen die dir nicht gut tun auch nicht komplett ablegen, eine gute Abgrenzung vorausgesetzt. Halte dir die Damen auf den Abstand der dir noch gut tut und entwickle dich einfach in deinem Tempo weiter.  Das Leben ist mit Mitte 30 nicht vorbei sondern geht erst jetzt richtig los - die ersten 40 Jahre der Kindheit sind die schwersten 👻

bearbeitet von Sam Stage

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vor einer Stunde, komplize11 schrieb:

Was das Thema Frauen angeht, würde ich es an deiner Stelle mit OG probieren. Gute Fotos und klare Aussagen bzgl. deiner Werte. Da wird es sicher die ein oder andere geben, die das ebenso interessant findet. 

Ich habe ziemliche Probleme damit mich online zu präsentieren. Mir ist das sehr unangenehm. In der Vergangenheit habe ich immer gedacht, dass Leute es sehen könnten, die mich kennen und darüber lachen. Mittlerweile würde ich da vermutlich recht drüber stehen. Dennoch habe ich seit Jahren kein Facebook oder Instagram mehr. Tinder hat nie gut für mich funktioniert. Ich sehe zwar nicht schlecht aus, aber ich mache relativ selten Fotos von mir. Ich habe zwar gerade TikTok für mich entdeckt, aber hauptsächlich weil es dort nicht ausschließlich um Selbstdarstellung geht und viele Videos mich dort zum Lachen bringen, aber mir ein Bewerbungsprofil zum Ficken zu erstellen, widerstrebt mir noch immer. Also dringend neue Hobbies würde ich sagen...

vor einer Stunde, komplize11 schrieb:

Was das Sozialleben angeht wirst du, so denke ich, nicht drumherum kommen, deine Comfortzone zu verlassen. Rauszugehen, Menschen anzusprechen, neue Hobbies anzufangen, etc. 
Aber dafür müsstest du halt erstmal Wissen wo du hingehörst oder zumindest hingehören möchtest... Konservativ? Dann geh in nen Buchclub, mach ne Sprachreise mit ner Reisegruppe mit, etc. 
Eher Modern, dann wirst du meistens um die Hipsterviertel nicht drumherum kommen. Wobei auch Ich sagen muss, dass ich weder mit den Frauen, noch mit den Typen da zurechtkomme. Vertrete auch, zumindest teilweise, eher "alte Werte". Sowas wird da meist direkt Verurteilt.. 

Ja, das ist genau das Problem. Ich habe das in letzter Zeit mal stichprobenartig versucht in der konservativen Kreisen, aber dort sehen meist alle gleich aus und wirken als, wenn sie mich aufgrund meiner Vergangenheit niemals verstehen würden. Das sind natürlich Vorurteile von mir und meine Nachbarin beweist ja, dass es nicht immer so sein muss. Trotzdem fühle ich mich noch in den alternativen Vierteln wohler. Vor 15-20 Jahren war das auch alles noch nicht so krass mit dem Veganismus und Feminismus. Es war eher eine "alles kann, nichts muss". Heutzutage ist diese Szene so dogmatisch geworden. Naja, ich sehe mich mittlerweile eher als links lehnender Liberaler. Ich werde niemals konservativ werden, aber es muss ja auch nicht das woke Absurdistan sein. Aber das ist ein gutes Thema um es in der Gruppentherapie zu bearbeiten denke ich.

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Gerade eben, crazytimes schrieb:

Ich habe ziemliche Probleme damit mich online zu präsentieren. Mir ist das sehr unangenehm. In der Vergangenheit habe ich immer gedacht, dass Leute es sehen könnten, die mich kennen und darüber lachen. Mittlerweile würde ich da vermutlich recht drüber stehen. Dennoch habe ich seit Jahren kein Facebook oder Instagram mehr. Tinder hat nie gut für mich funktioniert. Ich sehe zwar nicht schlecht aus, aber ich mache relativ selten Fotos von mir. Ich habe zwar gerade TikTok für mich entdeckt, aber hauptsächlich weil es dort nicht ausschließlich um Selbstdarstellung geht und viele Videos mich dort zum Lachen bringen, aber mir ein Bewerbungsprofil zum Ficken zu erstellen, widerstrebt mir noch immer. Also dringend neue Hobbies würde ich sagen...

Auch verständlich und es muss ja nicht sein. Es gibt ja auch Alternativen zu Tinder. Bumble Beispielsweise. Da dich dort die Frauen anschreiben müssen könntest du mehr Erfolg haben, da dort, nach meiner Erfahrung, auch Wert auf den Text im Profil gelegt wird. Aber das ist natürlich nur ein Vorschlag. Generell bin ich bei dir. Neue Hobbies müssen her. Begeistere dich für irgend etwas und dann schau, wie du es in die Öffentlichkeit bringen kannst. Ein bekannter von mir ist ständig auf solchen Anime Conventions unterwegs und hat dadurch Reihenweise neue Kontakte bekommen, die er vorher nie hatte. Hauptsache etwas tun. 

 

 

vor 3 Minuten, crazytimes schrieb:

Ja, das ist genau das Problem. Ich habe das in letzter Zeit mal stichprobenartig versucht in der konservativen Kreisen, aber dort sehen meist alle gleich aus und wirken als, wenn sie mich aufgrund meiner Vergangenheit niemals verstehen würden. Das sind natürlich Vorurteile von mir und meine Nachbarin beweist ja, dass es nicht immer so sein muss. Trotzdem fühle ich mich noch in den alternativen Vierteln wohler. Vor 15-20 Jahren war das auch alles noch nicht so krass mit dem Veganismus und Feminismus. Es war eher eine "alles kann, nichts muss". Heutzutage ist diese Szene so dogmatisch geworden. Naja, ich sehe mich mittlerweile eher als links lehnender Liberaler. Ich werde niemals konservativ werden, aber es muss ja auch nicht das woke Absurdistan sein. Aber das ist ein gutes Thema um es in der Gruppentherapie zu bearbeiten denke ich.

Ja, ich glaube auch, dass du da mit deinen Vorurteilen kämpfst. Zumindest teilweise. Es wird immer Menschen geben, die dich deswegen in einem anderen Licht sehen. 
Das ganze kann man aber auch nicht in schwarz und weiß einteilen. Heute kannst du im Hipsterviertel unterwegs sein, morgen im feinen Restaurant und übermorgen in der Rockerkneipe. Du kannst sein wer du möchtest und musst dich keiner Gruppierung anschließen. Jeder Mensch ist immer ein Mix, alles andere wäre ja schon fast ein Extremismus. 
Treib dich rum, mach dir nicht zu viele Gedanken um alles. Versuch das denken zu vergessen denn ich glaube, dass du dazu neigst Dinge kaputtzudenken. Das haben viele Menschen und das steht vielen im Weg. Überleg, was du brauchst damit das Leben für dich Lebenswert und Spaßerfüllt wird. Wenn du nur 1-2 Punkte dazu findest steht auf und mach es, egal wie banal oder "bescheuert" es dir erscheint. Es ist dein Leben, dafür gibt es keine zweite Chance. Der heutige Tag kann morgen nicht wiederholt, sondern nur aufgrund seiner verpassten Gelegenheiten bedauert werden 

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vor einer Stunde, HardballS4 schrieb:

Meine Erfahrung mit Hilfe von Aussen egal von wem, ob Persölichkeitscoach oder Psychologe / Phychotherapeut, hilft einem nur den Weg zu sehen den man gehen kann um die Herausforderungen zu meistern, von denen man in dem Moment glaubt diese nicht verändern zu können.

Ich gebe dir zu 90% recht. Ich muss aber sagen, dass die Erfahrung in der Therapie jemanden zu haben, der einem über Jahre zuhört, schon eine Art korrektives Erlebnis für mangelnde Aufmerksamkeit durch meine Eltern war und definitiv zum Teil mein Urvertrauen wieder hergestellt hat, ohne dass ich etwas dafür tun musste. Auch das Grübeln und Suchen nach Antworten in der Therapie ist ein aktiver Prozess, genauso wie ein Austausch mit einem Persönlichkeitscoach. Natürlich muss man aber am Ende immer aktiv werden um wirkliche Veränderungen an der Lebenssituation zu erreichen. Da gebe ich dir vollkommen recht!

vor 1 Stunde, HardballS4 schrieb:

Was mir immer wieder klar wird, wenn ich mal nicht so happy mit meinem Leben bin, ist die Tatsache, dass du als Mensch immer etwas dafür tun musst um zu bekommen was du gerne haben möchtest. Wenn du jemanden Treffen möchtest, liegt es an dir das anzuleiern. Wenn du etwas lernen willst, liegt es an dir die nötigen Schritte zu machen. Wenn du etwas erreichen willst kommst du um das Investment nicht herum. 
Lass dich davon nicht frustrieren sondern nimm das einfach als gegeben. 

Das ist ja auch gar nicht das Problem. das ich habe. Ich habe denke ich eher das Problem, dass ich mir noch häufig die falschen Leute aussuche von denen auch nach längerem Investment nichts zurück kommt. Ich habe bisher 2-3 Freunde von denen auch etwas kommt. Von einem seit 1-2 Jahren auch nicht mehr so viel, aber ich habe trotzdem noch Vertrauen zu ihm. Ich denke ich muss mir noch bewusster werden über meine Versuche zum Kontaktaufbau und feinfühliger für bestimmte Signal vom Gegenüber werden. Dann kommt dazu, dass für mich nur "wirkliche Freunde" in Frage kommen und ich nicht bereit bin mir ein paar Bekannte als Netzwerk warm zu halten. Eigentlich könnte ich mir auch sagen "Na gut, auf diese Person kann man sich nicht so verlassen, aber er könnte mir noch immer dazu verhelfen in den ein oder anderen Club umsonst reinzukommen etc.", was einige von denen ja auch tun, obwohl sie sich quasi nie melden oder wir innerhalb der Woche etwas miteinander zu tun haben. Ich brauche glaube ich mehr Kategorien in meinem Kopf als "Freund" und "nicht Freund".

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vor 19 Minuten, komplize11 schrieb:

Ja, ich glaube auch, dass du da mit deinen Vorurteilen kämpfst. Zumindest teilweise. Es wird immer Menschen geben, die dich deswegen in einem anderen Licht sehen. 
Das ganze kann man aber auch nicht in schwarz und weiß einteilen. Heute kannst du im Hipsterviertel unterwegs sein, morgen im feinen Restaurant und übermorgen in der Rockerkneipe. Du kannst sein wer du möchtest und musst dich keiner Gruppierung anschließen. Jeder Mensch ist immer ein Mix, alles andere wäre ja schon fast ein Extremismus. 
Treib dich rum, mach dir nicht zu viele Gedanken um alles. Versuch das denken zu vergessen denn ich glaube, dass du dazu neigst Dinge kaputtzudenken. Das haben viele Menschen und das steht vielen im Weg. Überleg, was du brauchst damit das Leben für dich Lebenswert und Spaßerfüllt wird. Wenn du nur 1-2 Punkte dazu findest steht auf und mach es, egal wie banal oder "bescheuert" es dir erscheint. Es ist dein Leben, dafür gibt es keine zweite Chance. Der heutige Tag kann morgen nicht wiederholt, sondern nur aufgrund seiner verpassten Gelegenheiten bedauert werden 

Danke dafür! So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Du hast vollkommen recht. Ich muss mich überhaupt nicht festlegen. Der Mensch sucht immer nach einer eigenen Identität. Oft werden Fragen wie "Wer bin ich?" oder "Wie bin ich?" mit "Nicht wie die da!" beantwortet. Wer sich ausschließlich durch Abgrenzung von anderen definiert, weiß eigentlich überhaupt nicht wer er ist. Ja, ich komme aus der linken Szene. Ich bin dort hineingeboren und sie gibt mir einerseits ein Gefühl von Zuhause. Und ja, ich verachte meine Eltern mittlerweile dafür, dass sie nie erwachsen geworden und Verantwortung für ihr Leben übernommen haben. Ich weiß auch, dass diese Haltung und Rebellion gegenüber dem Establishment auch viel mit der Rebellion gegenüber den eigenen (meist konservativen) Eltern zu tun hat und damit von einer nicht überwundenen Adoleszenz zeugen kann. Ich habe mich weiter entwickelt und bin nun auch Teil des Establishments. Das heißt aber nicht, dass ich nun nicht mehr Teil dieser Szene sein kann, denn das wäre ja auch nur eine weitergeführte Rebellion gegenüber meinen linken Eltern. Ich muss mich überhaupt nicht entscheiden. Vielleicht ist das was mich ausmacht auch einfach, dass ich beide Welten verstehe und meine Ziel sollte sein einen Spagat zwischen beiden hinzubekommen. Ich kann Freunde aus aus der konservativen Welt und der progressiven Welt haben.

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Am 21.1.2023 um 08:27 , crazytimes schrieb:

Irgendwann traf ich eine Frau, die mein Leben verändern sollte. Sie hatte ähnliche Erfahrungen gemacht. Sie war auch Scheidungskind und sie war im gleichen Alter wie ich als ihre Eltern sich trennten.

Bist du immer noch der Meinung, dass genau diese Frau "gut" für dich gewesen ist bzw. gewesen wäre?

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vor 3 Minuten, SMB schrieb:

Bist du immer noch der Meinung, dass genau diese Frau "gut" für dich gewesen ist bzw. gewesen wäre? 

Nein, doch an manchen einsamen Sonntagen denke ich noch an sie.

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vor 14 Stunden, Morgain schrieb:

ich gebe zu bedenken, dass jeder seine schmutzige Wäsche im Keller hat, man die aber nicht im ersten Date zeigt. Ich vermute, der TE rennt nicht durchs Leben mit Stirntattoo „Ex-Drogi“. 

Ist ja auch alles halb so wild. Ich war halt ein Kiffer. Die ganzen Partydrogen sind ja heutzutage in der Hauptstadt total en vogue und danach war ich nie süchtig. Ich war ja nicht auf Crack oder so 😄

 

vor 14 Stunden, Morgain schrieb:

der Punkt ist also eher, was er jetzt daraus macht. Wie er sich gibt. Seinem Date wird er ja wohl kaum eine Pro und Kontra Liste in die Hand drücken. Wir hier haben halt den Vorteil, dass die Leute uns das netterweise sage, ist ja auch der Sinn der Forums. Vielleicht erzählt er uns aber auch nur Quark, weil ihm langweilig ist, kann keiner prüfen. 

Ich bin schon sehr offen was das angeht. Im besten Fall würde meine zukünftige Partnerin ja eine ähnlich Vergangenheit haben und das in den Griff bekommen haben. Obwohl das ja nur ein Idealbild ist um eine Frau zu haben von der ich mich verstanden fühle. In der Realität ist so eine Frau schwer zu finden mit der es obendrein dennoch menschlich passt. Die meisten in der Szene bleiben wie sie sind und waten nicht aus dem Sumpf.

vor 14 Stunden, Morgain schrieb:

ich stimme zu, dass ich ihm gerade auch nicht massives dating empfehlen würde, mir war aber wichtig hervorzuheben, dass er mal so auf den ersten Blick doch echt was zu bieten hat und keinen Grund hat in Panik zu verfallen, wenn er seine Hausaufgaben macht. Damit er halt den zweiten und dritten Blick auch besteht. Muss ja möglich sein. Oder was ist sonst die Lösung? Einsam sterben? Oder einfach die nächstbeste Irre nehmen und sich dann mit sich und der rumplagen?

Naja, massives Dating war noch nie mein Ding. Generell war Dating eigentlich noch nie mein Ding. Ich weiß eigentlich überhaupt nicht wie das geht. Könnte da evtl. schon ein bisschen Nachhilfe gebrauchen!

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vor 6 Stunden, crazytimes schrieb:

Generell war Dating eigentlich noch nie mein Ding. Ich weiß eigentlich überhaupt nicht wie das geht. Könnte da evtl. schon ein bisschen Nachhilfe gebrauchen!

An welcher Stelle steigst du denn immer aus? Du hast auf der vorherigen Seite etwas davon geschrieben, dass es am ehesten auseinander geht, wenn sich das Mädel mal mehrere Stunden oder "sogar" einen Tag nicht meldet. Gibt es sonst noch Dealbreaker für dich, oder ist wenn dann die fehlende Kommunikation der Partnerin das Problem?

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Es gibt Coaches/Therapeuten, die auf Bindungstraumata spezialisiert sind. Würde es dort versuchen.

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vor 23 Stunden, crazytimes schrieb:

Nein, doch an manchen einsamen Sonntagen denke ich noch an sie.

Dann geh Samstag aus, bleib lange auf Achse und schlafe Sonntag bis 14 - 15 Uhr. Danach Gönnung von Pizza, Badewanne usw.

Mir ist seit der Trennung auch an Sonntag immer extrem langweilig, gerade jetzt im Winter. Vielleicht machste sonntags jetzt einfach immer einen "PU-Tag" und liest/hörst/guckst Tutorials etc. an?

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Am 26.1.2023 um 15:38 , Kasparov schrieb:

An welcher Stelle steigst du denn immer aus? Du hast auf der vorherigen Seite etwas davon geschrieben, dass es am ehesten auseinander geht, wenn sich das Mädel mal mehrere Stunden oder "sogar" einen Tag nicht meldet. Gibt es sonst noch Dealbreaker für dich, oder ist wenn dann die fehlende Kommunikation der Partnerin das Problem?

Das ist ja nicht eine rational Entscheidung von mir. Die Reaktion auf das Nichtantworten kommt quasi aus dem Rückenmark. Kann das nicht kontrollieren. Habe 10 Jahre lang versucht dagegen an zu kämpfen. aber es irgendwann einfach aufgegeben. Durch die Therapie habe ich einfach gelernt, dass frühzeitig zu erkennen und wie gesagt auszusteigen, damit es nicht eskaliert. Bei der letzten Frau in die ich verliebt war ist es im Stalking geendet. Das will ich nie wieder erleben. Habe durch die Therapie gehofft dieses Problem in den Griff zu kriegen, aber das hat nie funktioniert. Ich konnte nur meine Reaktion darauf abmildern.

Abgesehen davon weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so viel anzufangen mit Frauen, abgesehen von Sex. Oft sind die Interessen einfach komplett unterschiedlich und ich wüsste gar nicht, was ich ernsthaft mit denen zusammen unternehmen sollte. Ich bin auch die ersten 15 Jahre alleine bei meinem Vater aufgewachsen. Danach habe ich noch ein paar Jahre bei meiner Mutter gelebt, aber die waren auch sehr turbulent aufgrund ihrer Labilität. Ich habe mich noch nie von einer Frau geliebt gefühlt. Meine erste Freundin hat mich ständig angeschrien und war oft zickig. Für mich sind Frauen eher anstrengend und der ganze Aufwand ist es mir nicht mehr wert. Dazu kommt, dass die letzte Frau bei der ich mich wirklich fallen lassen habe, mir Sachen gesagt hat wie "Ich will dir irgendwie was geben, was dir vorher keine geben konnte." und mich als es mir wirklich mal schlecht ging, angeschrien hat, dass ich mich nicht so anstellen soll und mich danach eiskalt abgeschossen hat.

Ich mache eigentlich seit Jahren einen großen Bogen um Frauen. Ich traue ihnen einfach nicht mehr. Ich bin nicht mehr motiviert, weil ich nicht mehr weiß was wirklich für mich drin ist bei dieser ganzen Nummer. Deshalb gehe ich auch nicht mehr so enthusiastisch auf sie zu wie früher. Sex ist da einfach nicht ausreichend als Motivator...

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Am 26.1.2023 um 17:30 , Mobilni schrieb:

Es gibt Coaches/Therapeuten, die auf Bindungstraumata spezialisiert sind. Würde es dort versuchen. 

Ich war ja 5 Jahre in Therapie. Mir geht da langsam die Luft aus. Außerdem dreht sich fast jede Therapie um eine Bindungsproblematik...

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Am 26.1.2023 um 18:20 , SMB schrieb:

Dann geh Samstag aus, bleib lange auf Achse und schlafe Sonntag bis 14 - 15 Uhr. Danach Gönnung von Pizza, Badewanne usw.

Mir ist seit der Trennung auch an Sonntag immer extrem langweilig, gerade jetzt im Winter. Vielleicht machste sonntags jetzt einfach immer einen "PU-Tag" und liest/hörst/guckst Tutorials etc. an?

Ja, habe vor heute auszugehen. Bin langsam durch mit der Erkältung. Pizza macht fett und eine Badewanne habe ich nicht. Vielleicht wird es indisch mal sehen!

Mir ist überhaupt nicht langweilig. Ich habe sehr viele Hobbies. Kriege sonntags halt leider oft kleine Deprischübe. Habe mir mit 20 mal gesagt, dass ich Schluss mache, wenn ich 35 bin und sich dieses Problem nicht geändert hatte. Werde dieses Jahr 35 und es hat sich nichts verändert. Kein Sorge. Mir geht es zu gut dafür um Schluss zu machen. Trotzdem denke ich oft, dass ich mein Leben lang alleine bleiben werde. Viele meiner Bekannten haben langjährigen Beziehungen hinter sich und bereits Kinder. Es kann immer keiner glauben, dass ich Single bin. Ich kann es mir wiederum gar nicht mehr vorstellen in einer Beziehung zu sein. Das Ziel fühlt sich für mich einfach so weit weg an...

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