puadavid

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  1. Mein Tipp: Willst du fair sein, ist es wichtig, keine falschen Hoffnungen zu wecken. Irgendwelche Gefühle hast du vermutlich schon für sie. Aber das klingt als seien sie nicht so stark. Also als wärst du nicht Hals über Kopf verliebt. Mach ihr das also auch klar. Und dann würde ich auch den Kontakt erstmal abbrechen.
  2. Die Gefahr ist nur, dass du dich von vorn herein zu weit zurücknimmst, weil das was du sagen willst, zu weit gehen könnte. Das ist wie mit den HBs: Kommunikation schafft meist Klarheit. Sag ihm was dich stört, frei heraus. Dann kann er ja immer noch sagen "Ne du, das seh ich anders. Da geht deine Eifersucht mit dir durch." Ein Stück weit solltest du da aber auch ihm gegenüber zu deiner Eifersucht stehen. Es geht ja nicht darum, ihn anzukacken oder ihm Vorschriften zu machen. Du willst ihm nur dein Bedürfnis kommunizieren und mal schauen, wie er darauf reagiert. Das ist ja ein interaktiver Prozess des Aushandelns. Finde aber deine Idee gar nicht schlecht, erstmal mit den Situationen anzufangen, wo du dich wirklich eindeutig vorgeführt fühlst. Leg den Fokus doch so sehr darauf, wer im Unrecht wäre. Das ist hier nicht zielführend. Weil so denkst du dann ja auch im Bezug auf dich. Und dann traust du dich nicht, was zu sagen, weil du vielleicht im Unrecht bist.
  3. Achso, wo wir grad bei Limiting Beliefs sind... ;) Manche Leute haben halt ein tolles Äußeres oder ne mega Ausstrahlung. Die kommen in nen Raum und alle gucken die an. Und solche Leute haben einen krassen Bonus bei Frauen, schon richtig. Aber das ist auch nicht alles, glaub mir. Wenn du es schaffst, mit Frauen ins Gespräch zu kommen, dich ihnen zu öffnen und dich nicht zu verstellen, und wenn du dann auch noch in der Lage bist deine Bedürfnisse gegenüber anderen auf den Tisch zu bringen und dich nicht so unterbuttern zu lassen. Dann wirst du auf jeden Fall Frauen kennenlernen, die dich gut finden. Wenn du mit ihm ne Freundschaft auf Augenhöhe hinkriegst und er dich zum Beispiel nicht mehr so vor Frauen vorführt, dann kannst du doch davon noch profitieren. Weil er mit Sicherheit ziemlich einfach Frauen kennenlernt und am Anfang das Eis brechen kann. Und dann unterhalten sie sich auch mit dir. Und dann merkt die ein oder andere eben, dass sie mehr auf dich steht als auf ihn.
  4. Wenn du denkst, dass ein Therapeut helfen könnte, probier es aus. Wegen Sprüchen wie "Du musst nicht wegen jedem Problemchen gleich zum Psychologen gehen" suchen sich viele Leute keine Hilfe, die HIlfe gut gebrauchen könnten. Zu deinem Freund: Wenn er ein guter Freund ist, musst du halt bereit sein, diesen Konflikt mit ihm anzugehen. Also im ersten Schritt, ihm deine Bedürfnisse mitzuteilen. Weil im Moment ist ja mehr so, dass du dich sofort zurücknimmst und ihn in Schutz nimmst, sobald du an einen Konflikt mit ihm denkst. Du hast aber auch Bedürfnisse und solltest ihm die auch mitteilen. Und auch sagen, was dich stört und es auf den Streit ankommen lassen. Musst ihm ja nicht grad alles vor den Latz knallen, was er jemals doofes gemacht hat. Aber wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, sollte das schon möglich sein, dass du da mehr von ihm einforderst. Und bezüglich "Steh zu dir selbst! Wenn sie nur mit dir befreundet sein will, dann liegt das nicht daran, dass sie einen anderen Typen über dich kennenlernt, der besser mit Frauen kann.": Dass sie dich nicht toll findet, hat nichts mit ihm zu tun. Leg mal dieses schwarz/weiß Denken etwas ab. Sie stand wohl einfach nicht auf dich. Oder zumindest nicht so sehr. Fand dich vielleicht nur ganz nett, bis ein besserer kommt. Hat halt nicht so gut gepasst mit euch. Aber das Problem ist ja dann nicht, dass du ihr versehentlich diesen besseren vorgestellt hast. Und das heißt schon gar nicht, dass dich nicht ne andere Frau viel mehr wertschätzen kann. Wenn du viele Frauen triffst, werden welche dabei sein, die dich toll finden und die zu dir passen. Und die lassen dich dann auch nicht links liegen, sobald ein anderer ins Spiel kommt. Und die, die dich links liegen lassen, sind die Mühe nicht wert.
  5. Kenn ich gut. Bücher können helfen. Grade über einen längeren Zeitraum ist es gut, wenn man gewisse Mechanismen versteht und immer wieder Anregungen bekommt um die zu beeinflussen. Aber dieser Ansatz (ich will alles und zwar sofort und perfekt) ist eher kontraproduktiv. Zumal der Nutzen von Selbsthilfebüchern meiner Meinung nach überschätzt wird. Die sind zur Begleitung gut und um erstmal Ansätze zu bekommen, wenn man gar nicht weiß, wo die Reise hingehen soll. Aber dafür reicht erstmal ein gutes. Deshalb such dir eins aus und räum die anderen konsequent weg. Am besten irgendwohin, wo du sie nicht siehst oder zumindest nicht ständig dran denkst, dass du die ja auch noch lesen müsstest. Sowas ist vermutlich mehr wert als zehn Bücher zu lesen. Find ich gut so. In der Konstellation könntes es natürlich auch sehr gut sein, dass sie nur aus nicht-sexuellen Gründen mit dir befreundet sein will. Oder könnte sein, dass sie dich toll findet. Rauskriegen kannst du es nur, wenn du Zeit mit ihr allein verbringst. Also wie du es schon geschrieben hast. Vergiss das Flirten und den Körperkontakt nicht. Mutig sein und den Moment zu genießen ist ein zentraler Punkt. Aber man muss auch gar nicht so krass eskalieren, wie das manche PUAs machen. Also das auch noch als Tipp: Setz dich nicht zu sehr unter Druck, dies oder jenes machen zu müssen. Du musst sie nicht beim ersten Date flachlegen oder unbedingt küssen. Wichtig ist, dass sie hinterher mit einem Kribbeln im Bauch nach Hause geht. Steh zu dir selbst! Wenn sie nur mit dir befreundet sein will, dann liegt das nicht daran, dass sie einen anderen Typen über dich kennenlernt, der besser mit Frauen kann. Du musst nur darauf achten, dass du ihr früh genug durch dein Handeln (Flirten und Körperkontakt) signalisierst, dass du sexuelles Interesse an ihr hast. Entweder sie erwidert das oder nicht. Ich würde an deiner Stelle dem Kumpel sagen, dass du auf sie stehst und dass er sie vielleicht nicht die ganze Zeit hart anbaggert oder dich irgendwie amogt. Freunde, die solche Dominanzspielchen spielen, sollte man eh mal zur Seite nehmen und darauf ansprechen. Zur Not aus dem eigenen Umfeld entfernen. Ansonsten find ich, dass das ne gute Gelegenheit für ein Date ist. Außer das ist so ne Whiskey-Zigarren-Herren-Pokerrunde. Aber wenn das ein entspannter Abend ist und sie auch Bock drauf hat, ist das ideal um sich besser kennenzulernen.
  6. Hey zusammen, wollte nur Bescheid geben, dass ich die Reißleine gezogen habe. Bin seit zwei Wochen wegen Burnout krankgeschrieben. ärgert mich etwas, weil ich es gerne so geschafft habe. Naja, nun ist es wie es ist. Mache seit ganz frisch eine Psychotherapie. Das hätte ich vielleicht lieber schon vor zehn Jahren machen sollen. Ich kann jedem, dem es ähnlich geht, nur empfehlen: Hört auf, alles irgendwie allein schaffen zu wollen. Sucht euch Hilfe! Naja, bis auf die unangenehmen Symptome (oft schlechte Laune, Schlafstörungen, innere Unruhe, Kopfschmerzen, etc) geht es mir eigentlich ganz OK gerade. Ich merke, dass es mit Job einfach nicht mehr ging. Gleichzeitig bin ich auch ohne Job mit allem anderen noch total überfordert und gestresst. Ich nehme an, ein Burnout liegt nie nur an äußeren Bedingungen, sondern es spielt immer mit rein, wie man damit umgeht. Und ich gehe scheinbar nicht besonders gut damit um. Entsprechend große Hoffnungen setze ich jetzt in die Therapie. Viel ungesundes Verhalten bemerkt man selbst gar nicht, da kann man noch so viele Selbsthilfebücher gelesen haben. Und seit ich krankgeschrieben bin, kann ich viel ehrlicher mit meinen Problemen umgehen. Von Überforderung bis sozialen Ängsten. Das hilft ungemein, weil viele andere Menschen ähnliche Probleme haben oder hatten und mir neue Sichtweisen auf die Dinge eröffnen. Das ist halt auch Teil des Problems: Man gibt sich selbst und nahen Menschen vieles nicht so offen zu oder überspielt es. Wer da kein sehr gutes Gespür dafür hat, der sieht gar nicht die richtigen Probleme. Selbst hier im Forum, wo ich schon sehr offen bin, drücke ich oft Dinge so aus, dass ich das Gefühl habe, ich stehe nicht ganz so schlecht dar. Weil es mir durchaus auch peinlich ist. Naja, und der letzte positive Aspekt ist, dass ich jetzt nen Arschtritt bekomme, genau an einer wichtigen Sache zu arbeiten. Es liegen nicht mehr 10 offene Bücher rum und ich muss überlegen, ob ich zuerst lerne Frauen anzusprechen oder erst lerne mich im Job durchzusetzen oder erst lerne mich selbst zu mögen, etc. Sondern ich krieg langsam ein klareres Bild, woran es liegt und kann mit meiner Therapeutin sehr konkret besprechen, woran ich arbeiten muss. Wie ich auch damals bezogen auf Pickup-Coaching schon gesagt habe: Man denkt es nicht, aber es hilft ungemein, regelmäßig mit jemandem zu sprechen, der sich wirklich damit auskennt. Achja: Und ich hab jetzt nicht zehn Bettgeschichten gleichzeitig am laufen, aber es ist auch nicht ganz tote Hose. Ich treffe eine Frau und wir kommen uns langsam näher. Und wisst ihr was? Ich kann ihr alles erzählen. Von meinen Ängsten, von meinem Stress, von Pickup, von Polyamorie. Ich hab sogar das Gefühl, je offener ich bin, desto mehr steht sie auf mich. Das nochmal als kleinen Hinweis: Keiner muss perfekt sein. Offen mit seinen Schwächen umzugehen ist viel wertvoller und auch attraktiver.
  7. Ich wollte mich mal wieder melden. Die Frau vom letzten Mal hatte mich bei Instagram gesucht und angeschrieben. Eigentlich perfekt, wir hatten sogar schon ein Treffen ausgemacht. Aber dann hat mich eine familiäre Krise sehr getroffen. Der Kontakt zu ihr ist eingeschlafen und wie ich jetzt erfahren habe, ist sie weggezogen. Zeitfenster ist also wieder zu. Die familiäre Krise hat mich sehr runtergezogen. Ich habe daraufhin versucht auf der Arbeit einen Gang runterzuschalten und bin auf starken Widerstand von Vorgesetzten gestoßen. Wenn man immer 110% gibt, wird das leider irgendwann auch von einem erwartet. Das war sehr frustrierend und hat mich noch weiter runtergezogen. Ich war sogar zwei Tage nicht auf der Arbeit, weil ich es psychisch einfach nicht gebacken bekommen habe. Seitdem denke ich auch immer wieder über eine Therapie nach. Auf jeden Fall habe ich im Zuge der Krise nochmal viel in mir rumgewühlt. Und gemerkt, dass ich meine sozialen Ängste wirklich angehen muss. Es stellt für mich eine zu große Belastung dar, mich zu jeder noch so kleinen sozialen Situation zwingen zu müssen. Also hab ich mir ein weiteres Selbsthilfebuch mit diesem Fokus gekauft und arbeite zur Zeit damit. Derweil ist mir klar geworden, dass ich Dinge in den letzten Jahren vernachlässigt habe, die mir sehr wichtig sind. Also habe ich die in letzter Zeit ganz stark in den Fokus genommen. Leider neige ich immer noch dazu, mich erst in neue Dinge reinzuhängen, bevor ich alte streiche. Diese Mischung aus familiärer Krise, Stress auf der Arbeit, psychischen Problemen und einem neuen wichtigen Thema, das viel Zeit und Energie frisst, bringt mich gerade mal wieder in einen Zustand der kompletten Überforderung. Es fühlt sich (noch?) nicht direkt schlecht an. Ich kann nur zurzeit nicht abschalten, schlafe sehr schlecht, etc. Mein Kopf ist immer am rödeln und das liegt einfach daran, dass es wirklich viel zu viel ist. Ich muss mich wohl oder übel nochmal ein Stündchen hinsetzen und aussortieren. Was Frauen angeht, gibt es außer der verpatzten Chance noch mehr schlechte Neuigkeiten. Ich hatte ja die letzten Monate eine F+. Die ist jetzt vorbei. Sie hat jemanden kennengelernt, mit dem sie sich mehr vorstellen könnte. Dann hab ich die letzten Wochen viel Zeit mit einer Freundin verbracht und geflirtet, leichtes Kino gefahren, aber irgendwie steckt das fest. Eigentlich wollte ich bei ihr nichts versuchen, weil mir die Freundschaft wichtig ist. Dann haben wir viel Zeit miteinander verbracht und ich hatte das Gefühl, mich auch als es mir jetzt akut schlecht ging bei ihr fallenlassen zu können und jetzt hab ich so einen Anflug von Verliebtsein, wollte eigentlich mehr eskalieren, aber sie ist grade wieder abweisender. Ich denke mir, ich sollte halt eigentlich entweder eskalieren und gegebenenfalls mit den Konsequenzen leben oder es sein lassen. Das wichtigste ist für mich wahrscheinlich, mich nicht emotional zu sehr darauf einzuschießen. Alle anderen potentiellen Sexualpartnerinnen sind entweder verbrannt, nicht verfügbar, oder eingeschlafen. Heißt was? Zu meiner totalen Überforderung müsste ich jetzt eigentlich auch dringend rausgehen und Frauen kennenlernen. Weil wenn nicht, wird sich das in verschiedener Hinsicht negativ auf mein Wohlbefinden auswirken. Alles grad nicht so einfach. Aber ich halt den Kopf über Wasser.
  8. Hey Sam, auch dir ein Dankeschön für den motvierenden Post. Ich werd auf jeden Fall am Ball bleiben. 🙂
  9. Der Zeitraum ist insofern relevant, als dass du nicht zu viel nachdenken sollst. Dieses "irgendwas hinschreiben" ist auf jeden Fall die richtige herangehensweise. Zu morgens und abends durchsuch mal den Thread hier ein bisschen, da wurde schon viel zu gesagt. Die Satzergänzungsübungen sind der Kern des Buches und sehr wichtig. Aber die müssen quasi aus deinem Unterbewusstsein rausflutschen. Probier einfach noch ein bisschen weiter und schreib wirklich irgendwas, das dir durch den Kopf geht.
  10. Nur ein kurzer Tip hierzu, weil ich wenig Zeit habe: Aktivität schafft Motivation für mehr Aktivität. Wenn dir langweilig ist und du gleichzeitig nicht den Hintern hochkriegst, um an deinen Zielen zu arbeiten, versuch dich zu klitzekleinen Schritten zu zwingen. Wenn das erfolgreich ist, bekommst du Motivation für den nächsten Schritt etc. Nutz die Zeit! Wie du schon sagst: Fahr mal in ne andere Stadt, laber fremde Leute an, frag nach dem Weg, nach Sehenswürdigkeiten, halte Smalltalk mit Verkäufern, etc. Und geh mal alleine in nen Club. Setz dir kleine Ziele, zum Beispiel anfangs nur, ein Getränk zu trinken, eine halbe Stunde zu tanzen oder mit einer Person zu reden, was auch immer sich für dich machbar anfühlt. Mir hat Models auch gut gefallen. Vielleicht hilft dir auch "Sanfte Selbstbehauptung", davon bin ich zurzeit begeistert.
  11. @Riddik76 danke für den langen Post und die aufbauenden Worte! Das hilft mir wirklich sehr. Bevor ich ins Bett gehe, noch ein Mini-Fieldreport. Ich war derweil heute auf einer Party und habe dort ebenfalls festgestellt: Ja, es hat sich etwas verändert. Ich kannte ca ein Viertel der Partygäste und hatte direkt von Anfang an Spaß. Es ist mir leicht gefallen, mich nicht nur an irgendwen ranzuhängen, sondern selbst aktiv Spaß zu haben. Ich bin von Anfang an zwischen den Leuten und Gruppen hin und her, hab auch Fremde in die Gespräche einbezogen, mit Freunden rumgeblödelt. Und obwohl (oder vielleicht gerade weil) ich nicht trinke, hab ich von Anfang an Quatsch gemacht, den sich andere erst später besoffen trauen. Mir sind Situationen aufgefallen, die mir früher unangenehm waren und ich hab super darauf reagiert. Als mich und den Rest vom Tisch jemand zuzulabern anfing, hab ich ihn immer wieder unterbrochen, Scherze gemacht, vom Thema abgelenkt oder mit lustigen Nachfragen aus der Fassung gebracht. So konnte ich die Gesprächsführung übernehmen, den Laberfluss abwürgen und gleichzeitig eher stille Personen am Tisch einbeziehen, die sich sichtlich gefreut haben, auch mal zu Wort zu kommen. Wie das manchmal so ist, haben zwei Freundinnen mir zu Beginn schon von einer Freundin erzählt, die sie mir vorstellen wollten, "weil die ja auch single ist". Finde ich eigentlich ganz nett solche Situationen. Irgendwie kam es dazu aber nicht und als eine meiner Freundinnen mit der besagten Freundin zusammen stand, bin ich dann einfach irgendwann hin mit den Worten "Hey ..., du wolltest mich doch deiner Freundin vorstellen." Danach haben wir erstmal lange in der Gruppe gestanden und geredet. Ich hab leicht geflirtet, aber es gab lange kein Kino, wir standen nichtmal nebeneinander. Ich hatte viele Gedanken a la "Wie kann ich jetzt weitereskalieren?" und so, hab mich aber selbst ermahnt, einfach mal zu entspannen und mich nicht so verrückt zu machen. Irgendwann standen wir nebeneinander und ich hab ganz leichtes Kino gefahren, während ich mich immer wieder für ein paar Minuten ganz auf sie konzentriert habe und danach wieder auf die Gruppe. Irgendwann saßen wir nebeneinander und ich hab immer noch sehr leichtes, unschuldiges Kino gemacht, aber so langsam kam eine gewisse Verbindung zustande. Die habe ich genutzt, um sie zu isolieren und dort relativ schnell zum KC übergeleitet. Am Ende haben wir noch ein bisschen "gefummelt" und ich glaube, wenn die Logistik nicht so extrem garnicht gepasst hätte, wäre auch ein FC drin gewesen. Das weiß man natürlich erst zu 100%, wenn man es probiert, aber ich hatte ein gutes Gefühl. Das lustige ist, ich war so oft unsicher, wie ich weitermachen soll, dass sich alles bis zum KC total holprig angefühlt hat und irgendwie nach "mehr Glück als Verstand". Aber es hat funktioniert. Und wenn es beim nächsten Mal wieder nicht funktioniert, denke ich mir einfach: That's the game. Achja, noch was, das ich mittlerweile gelernt habe: ESKALIEREN! 😄 Also wirklich öfter war der Moment einfach da, wo ich dachte "Kann ich das jetzt machen? Wird sie das zulassen?" und dann direkt im Anschluss dachte "Es ist völlig in Ordnung, das einfach auszuprobieren. An ihrer Reaktion sehe ich dann, ob es in Ordnung war."
  12. Nachdem ich gestern noch viel gegrübelt habe und ein paar Mal mehr das Gefühl hatte, nicht aus mir rauszukommen, hatte ich eben folgenden Traum, der mein Gefühl in RIchtung Pickup gut beschreibt: Ich war mit meinem Bruder (Natural) abends feiern. Wie immer beim Feierngehen, war ich unsicher, ängstlich, eingeschüchtert. Zwischen den hübschen Frauen und mir bzw zwischen allen Menschen und mir war diese unsichtbare Mauer, die ich aus dem richtigen Leben kenne. Es war mir nicht möglich, zu irgendwem Kontakt aufzunehmen. Ich hab mich einsam und machtlos gefühlt. Dann sind wir doch mit einer hübschen Frau ins Gespräch gekommen. Ich hab versucht attraktiv zu sein, mit allem was ich hier gelernt habe. Allerdings kam das gekünstelt und needy rüber. Mein Bruder hat sie dann einfach abgeschleppt. Ohne jegliche Mühe. Hinterher hat er mir gesagt, ich solle teurere Klamotten anziehen, dann würde das mit den Frauen schon klappen. Ich bin darüber sehr wütend geworden und hab ihm gesagt, er solle nur mal 1-2 Jahre warten, dann würde ich die ganzen Frauen abschleppen. Ja, dieser Traum beschreibt es ganz gut. Ich fühle mich ohnmächtig und hab nicht das Gefühl, dass ich weiterkomme. Gleichzeitig belastet es mich stärker, als es das vielleicht sollte. Immerhin spreche ich in der echten Welt mit Fremden, habe Sex und erlebe schöne Sachen. Meine Laune wird in den letzten Tagen täglich schlechter. Ich weiß nicht, ob ich das Tal schon erreicht habe. Ich hoffe es. Ich dachte eigentlich, ich mache gerade genau das richtige, um mich mal wieder besser zu fühlen. Stattdessen ging es nach kurzem hoch steil bergab.
  13. Knapp zwei Wochen versuche ich jetzt, mein Leben einfach ohne Druck zu genießen und auch Pickup nicht mehr so ernst zu nehmen. Was ist das Fazit bisher? An sich fühle ich mich gut. Ich habe viel (!) mehr unter Menschen gemacht als sonst. Ich war im Freibad, im Fluss, auf einem Festival, hab viel draußen Sport gemacht, ernähre mich besser. Ich hab sogar meinen Job etwas schleifen lassen (eigentlich negativ, aber in meinem Fall würd ich das als positive Entwicklung sehen, weil ich den Job normalerweise zu ernst nehme). Ich hab viel gelesen, unter anderem "Sanfte Selbstbehauptung", was im Moment mein Favorit ist und wovon ich vieles im Alltag und Beruf schon anwenden konnte. Ich hab plötzlich wieder mehr Konflikte in meinem Leben, aber ich gehe souveräner damit um. Eigentlich weiß ich gar nicht, ob ich mehr Konflikte habe oder ob ich sie nur weniger unter den Tisch kehre. Hab außerdem noch ein paar andere Bücher gelesen. Über die Big Five zum Beispiel. Aber auch Romane, Bücher über Kommunikation und feministische Texte. Ich les wirklich gerne, wenn ich mir mal die Zeit dazu nehme. Sex habe ich auch weiterhin regelmäßig. Ich hätte gerne mehr, oder zumindest mit mehr verschiedenen Frauen. Ich wär gern ein Player. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Ich hatte viel Kontakt mit Frauen, die für Sex infrage kommen. Grade fallen mir auf Anhieb 3 Stück ein. Ich wollte mich aber nicht stressen und hab deshalb zwar geflirtet, aber bin kaum aus meiner Comfortzone raus. Bei einer habe ich bis nahe an Sex eskaliert, aber es nach einem Block einfach dabei belassen, bei den anderen nur leichtes Kino. Hab ein bisschen Angst vor der Friendzone... die gute alte Friendzone. Es gibt wahrscheinlich wenig, das einem rAFC soviel Angst macht wie die Friendzone. Schön und gut, aber ich hab trotzdem gerade keine Lust total unkalibriert zu eskalieren. Ich mach es lieber so, wie es sich gut anfühlt, ab und zu mal mutig sein und einen Schritt in die richtige Richtung machen. Entweder das reicht oder nicht. Es wird eine Phase kommen, in der ich wieder aktiver PU betreibe und dann approache ich erstmal wieder regelmäßiger, lerne schneller mehr potentielle Frauen kennen, dann bin ich auch weniger needy, kann mehr rumexperimentieren, etc. Fällt mir grade so auf: Ich hab ja ein bisschen Angst or sozialen Situationen. Dazu zählen nicht nur Partys, abends weggehen, alte Freunde treffen, Familientreffen, Frauen ansprechen, neue Leute kennenlernen, sondern auch und besonders Dates mit anderen Frauen. Jedes Mal wenn ich ein Date habe, hab ich vorher richtig Schiss davor. Gibts da wirklich keinen anderen Weg als ganz viele Dates haben um sich dagegen abzuhärten? Hängt das auch mit meinem schwachen Selbstwertgefühl zusammen? Oder gibts einfach auch Leute, bei denen die Komfortzone nunmal sehr langsam wächst? Über praktische Tipps bin ich sehr dankbar, denn mir fällt auch in anderen Lebensbereichen auf, dass ich sehr lange brauche, um mich gegen beängstigende soziale Situationen abzuhärten. Ich halte zum Beispiel beruflich Schulungen. Die ersten 10 oder so waren im Vorfeld der Horror, obwohl die Schulung selbst schon kein Problem mehr war. Und ich bin immer noch jedes Mal ein bisschen nervös, wenn ich eine Schulung halte. Ich frag mich manchmal, ob einfach nur in die Situation zu gehen, zu wenig ist. Zum Beispiel wenn ich abends in die Stadt gehe: So lange ich es nicht schaffe, in der Situation entspannt zu sein und mich wohlzufühlen, kann ich mich noch so oft dazu zwingen, es wird einfach nicht besser. Derweil halte ich nach wie vor Smalltalk mit Fremden. Das könnte mir noch mehr in Fleisch und Blut übergehen, aber immer wenn ich dran denke, tue ich es. Heute im Fitnessstudio sogar mit einer echt heißen HB. Ich hab sie zwar angesprochen, aber ich will es nicht als Approach bezeichnen, denn es war nicht flirty und ich hab auch keinen Close versucht. Einfach nur ansprechen und smalltalken. Ihr könnt euch vorstellen, dass mir das bei einer HB trotzdem nicht leicht gefallen ist. Also es hat mich durchaus angemessene Überwindung gekostet. Ich fühle mich sehr erschöpft. Ein bisschen melancholisch. Müde. Traurig. Ich muss heute viel an meine Ex-Freundin denken, die ich zuletzt vor ca zwei Jahren gesehen habe. Kein guter State. Frag mich wieso. Ich hab in letzter Zeit viele alte Bekannte wieder getroffen, das könnte das Melancholische erklären. Aber vieleicht bin ich auch einfach erschöpft von so viel Aktiviät unter Menschen, schließlich bin ich eigentlich sehr introvertiert. Vielleicht ist es auch ganz unspektakulär das Wetter. Heute ist der erste Tag seit Ewigkeiten, an dem mein Schlafzimmer auf 26° abgekühlt ist. Ich merke aber auch, dass ich mich ein bisschen haltlos fühle. Normalerweise neige ich dazu, mir immer klare Pläne zu machen, Ziele zu setzen, sehr gewissenhaft meinen Alltag anzugehen. Ich bin nicht gut darin, einfach loszulassen und mich fallen zu lassen. Deshalb nagt es jetzt schon an meinem Hinterkopf: "Entwickelst du dich eigentlich weiter oder verschwendest du gerade nur Lebenszeit?", "Wann hast du eigentlich mal wieder vor, auf der Arbeit richtig ranzuklotzen?", "Vom Chillen in der Sonne wirst du auch nicht flachgelegt.", "Du bist jetzt 30 Jahre alt und machst immer noch alle 2-3 Jahre was komplett anderes. Willst du jetzt schon wieder dein ganzes Leben umschmeißen, damit du dann wieder in einer fremden Stadt mit neuem Beruf einsam sein kannst und melancholisch auf die ganzen anderen Lebensstationen zurückblicken kannst?", "Wann willst du endlich mal das aus deinem Leben machen, was dich wirklich erfüllt?", "Chill nicht so viel. Du hast den aktuellen Job (vor knapp zwei Jahren) angenommen, um wieder auf die Beine zu kommen, deine inneren Probleme anzugehen und dann mit gestärktem Selbstwertgefühl endlich dein Ding zu machen. Stattdessen drehst du dich in deinem Hamsterrad. Arbeit, Fitness, Entspannung... eigentlich prokrastinierst du nur." Bzgl Pickup hab ich übrigens mal überlegt, ob das BNFB was für mich wäre. Irgendwie erscheint mir das besser als das DJBC oder "einfach wieder approachen".
  14. Mach mal ein halbes Jahr den MM-Newbie-Drill: Drei Sets pro Stunde, vier Stunden pro Tag, vier Tage in der Woche. Sind 3x4x4x26 = 1248 Sets. Wenn du runde Zahlen magst, mach 1000 Sets. Wenn du dann noch keine spürbare Verbesserung merkst, funktioniert Pickup bei dir nicht. Du kannst ja die ersten paar Hundert Sets ein bisschen rumprobieren, dann findest du schnell das für dich am besten passende Game. Mach zB mal 50 Sets Daygame und 50 Sets Nightgame. Dann weißt du wahrscheinlich schon, was dir besser liegt.
  15. Hab mich am Samstagabend kurz in die Stadt gezwungen. Das einzige Gespräch mit einer Gruppe Frauen enthielt vielleicht zwei Sätze von mir und war von einem angetrunkenen Kumpel geopent, nicht von mir. Ich bin frustriert und gestresst und in dem State mach ich alles eher noch schlimmer, wenn ich mich zu was zwinge. Ich leg die ganze Sache auf Eis. Das heißt, ich treffe mich ja nach wie vor regelmäßig mit einer F+. Ich hab auch in den nächsten Tagen noch ein Date. Aber ich muss einfach mal runterkommen. Endlich mal wieder durchatmen und entspannen und mal wieder kleinere Schritte gehen. Das heißt Smalltalk halten, Konversationsskills weiterentwickeln, durchsetzungsfähiger werden, unter Leute gehen, Social Circle erweitern, mal wieder ein paar Sachen einfach für den Spaß machen und nicht nur der Persönlichkeitsentwicklung oder PU wegen. Da ich sowieso zurzeit nicht approache, werd ich mich die nächsten Wochen auch damit nicht mehr unter Druck setzen. Ich hatte ja schon früher festgestellt: Wenn man gut drauf ist und viel unter Leuten, ergibt sich viel von selbst. Und das muss für die nächsten Wochen reichen.