Langfristige Monogamie überhaupt erstrebenswert?

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Gast Idioteque

Mir fällt immer wieder auf dass fast so gut wie alle Menschen (gerade Frauen) nach der ewgien Monogamie streben. Ich will hier keinen Glaubenskrieg anfangen, aber ich bin der Meinung dass gerade die biologischen Triebe und Mechanismen sowohl bei Männern und bei Frauen nicht darauf ausgelegt sind, es gibt dazu wirklich viel Material, sei es fallende Sexfrequenz in Zusammenhang mit Beziehungsdauer, fallender Sextrieb der Frau in den meisten Ehen, oder schlichtweg die Scheidungs - und Fremdgehquote von ca 50%. Das meist gelebte Beziehungsmodell ist daher die serielle Monogamie. Viele noch funktionierende Ehen sind meist sexlos oder basieren auf sozialen Zwang oder mangelnden sexuellen Alternativen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Jetzt die Frage: Warum dieser Wunsch von vielen Menschen quasi ein Partner für den Rest des Lebens zu haben?

Selbst die Menschen, die sich der Problematik der langfristigen Monogamie bewusst sind, scheinen das oft zu wollen. Was ist meine Beziehung wert, wenn meine Frau einen anderen Mann mehr und sexueller begehrt als mich? Dabei geht es garnicht um die drohende Egoverletzung sondern einfach um das warum? Ewige Liebe ist eine Illusion die durch die Gesellschaft erschaffen und weiter stabilisiert wird, der Mythos von dem einem "richtigen" Partner, "the one". Hormone kennen keine Loyalität, keine Moral. Off kommt dann das Argument dass man sich aktiv für seinen Partner entscheiden kann, dass man seine urbiologischen Instinke und Triebe kontrollieren kann. Aber warum nicht einfach neu verlieben? Klar das Verlangen nach anderen Partern kann einfach nur ein Impuls sein, wie Heißhunger, dem man nicht nachgehen muss. Aber ist das nicht trotzdem einfach ein riesiger Haufen heuchlerisch Scheiße, den man da aufbaut? Sowas kann doch nur funktionieren, wenn man zwei Partner hat die diese Dynamiken durchschauen, reflektiert und ne gute Sebstkontrolle haben. Aber selbst dann frage ich mich warum ich irgendeinem Konstrukt nacheifern sollte, wenn ich mir einfach ne neue hole und dann erstmal Ruhe habe.

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Also, vielleicht bin ich um die Uhrzeit auch zu müde, dann verzeih mir den Irrtum, aber gehörtest du nicht auch zu denen, die nichtmonogame Frauen verabscheuen und mit keiner in ne ltr gehen würden, die mehr als 3 Sexpartner hatte?

Ansonsten: ja du hast recht. Also was die Monogamie betrifft. Ich würde deswegen aber nicht sagen dass langfristige Partnerschaften nicht erstrebenswert sind.

Du sagst langfristige Monogamie gibt es nicht und deswegen sollte man den Partner regelmäßig tauschen. Ist denn in einer Beziehung für dich nichts anderes wichtig außer dass der Sex toll ist und deine Partnerin niemand anderen anziehend flndet? Eine Beziehung war für mich immer etwas ganz anderes als das.

bearbeitet von cutie
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Nice Thread. Nice Thema.

Du willst keinen Glaubenskrieg anfangen? Ich glaub, dass wird hier eine supermega krasse Mono vs Poly vs Redpill Diskussion.

Ich schau erst mal zu... :-)

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Gast Idioteque

Also, vielleicht bin ich um die Uhrzeit auch zu müde, dann verzeih mir den Irrtum, aber gehörtest du nicht auch zu denen, die nichtmonogame Frauen verabscheuen und mit keiner in ne ltr gehen würden, die mehr als 3 Sexpartner hatte?

Ansonsten: ja du hast recht. Also was die Monogamie betrifft. Ich würde deswegen aber nicht sagen dass langfristige Partnerschaften nicht erstrebenswert sind.

Naja es geht hier nicht um mich. Ich schließe lediglich offene Beziehungen für mich als Modell aus, es gibt deswegen auch leider keine wirkliche Alternative zur seriellen Monogamie für mich.

Kannst du die untere Aussage begründen?

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Wenn man biologische Triebe ins Spiel bringt, also überhaupt von einer Art Trieb ausgeht, dann kann man sich zwei Sachen fragen:

a) Was ist ein Trieb? Kann man den sehen? Phänomenologen sagen: Es gibt keine Triebe, denn die hat bisher niemand gesehen. (Das Argument sollte man erst einmal durchdenken - es ist bewusst polemisch formuliert).

b) Für wen muss ein solcher Trieb gelten? Die Ableitungen verfolgen meist immer mit dem Verweis aufs Tierreich. Hier wäre dann aber entgegenzuhalten, dass Tiere zum einen vielleicht gar nicht an Sex als Spaß, wohl aber Fortpflanzung interessiert sind; zum anderen, dass es durchaus so einige Tiere sehr treu und monogam sind, auch intelligentere, wie z.B. die sehr interessanten Dohlen, die zur Familie der Raben gehören.

Hinsichtlich der menschlichen Kulturziele kann man hinterfragen, ob Sex denn tatsächlich das Nonplusultra ist. Es gibt hier die verbreitete Tendenz alle, die nicht vielfickend durch die Gegend rennen, als schwache Menschen abzutun. Aber auch dieses "Ich muss möglichst viel vögeln!" wäre, wenn man es so bedenkt, eine Vorgabe "der Gesellschaft". Durchaus mag es aber Menschen geben, die Sex gerade in späteren Lebensjahren weniger hoch priorisieren.

Als existenzielles Argument könnte man die Suche nach dem Gegenüber anbringen: Prinzipien der Dualität, wie z.B. Ying und Yang. Es gibt dann eben nur ein Gegenüber, welches das eigene Ich ergänzen soll. Philosophen wie Martin Buber oder Emmanuel Levinas haben sich ja an dieser Konstellation abgearbeitet: Das Ich kann nur im Du existieren.

Fazit für mich:

Wenn man also mal umfassend darüber nachdenkt, fallen einem sowohl für lebenslange Monogamie, aber auch serielle Monogamie sowie Polygamie viele Argumente ein.

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@TheWalkingMad: schöner beitrag. Allerdings bezeichnet polygamie den zustand der mehr-personen ehe. die mehr-personen-beziehung wird unter dem begriff polyamorie vereint.

ich selbst glaube, dass unser bild von beziehung und was gut / schlecht ist, extrem von aussen geprägt ist. wir leben in einer westlich kulturellen welt die jahrhunderte lang von einer christlichen sicht geprägt wurde. in der nacktheit und sexualität jahrelang als schmutzig galten und mit schweren erzieherischen maßnamen unterdrückt wurden. auch heute wird noch argumentiert das die ehe nur für heterosexuelle paare dasei und nur dazu da um kinder in die welt zu setzen.

im moment habe ich das gefühl wir stehen an einem neuen scheidepunkt der gesellschaft. verschiedene arten der sexualität (hetero, bi, homo, pan, asexuell) werden immer mehr in der gesellschaft aktzeptiert. die binarität der geschlechter wird in frage gestellt, transsexualität bekommt immer mehr aufmerksmakeit und wird mehr als echte tatsache, denn als rein psychologische störung wahrgenommen.

es ist dabei nur logisch auch die gängigen beziehungsmodelle in frage zu stellen. vor allem da frauen in unserer welt unabhänig von einem versorger sind (danke nochmal an die feministinnen hierfür.) ist es nicht mehr notwendig eine lebenslang angelegte ehe oder beziehung einzugehen. wir können frei entscheiden was wir möchten, mit wem wir es möchten und wie viel und wie lange wir es möchten.

ich denke es kommt vor allem darauf an, dass wir aufhören uns mit anderen zu vergleichen. das wir jemanden nicht mehr daran bewerten wieviele sexualpartner oder beziehungen derjenige hatte. ob jemand seit jahren glücklich verheiratet mit 3 kindern ist oder in einem polyamorösen geflecht mit 3 -4-5 verschiedenen partnern. ob jemand beziehungsanarchie lebt und jedem menschen in seinem leben die gleiche menge an gefühlen und sexualität entgegen bringt.

dann gibt es natürlich dinge wie eifersucht, neid und besitzdenken die uns stark beeinflussen.

ich habe keine antwort auf die fragen, ich kann nur für mich persönlich entscheiden und versuchen partner* zu finden, die meine gedankenwelt teilen.

ich empfehle übrigens die lektüre von Ethical Slut / Schlampen mit Moral.

bearbeitet von salazey
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TheWalkingMad hat es bereits sehr gut formuliert.

Selbst in der Tierwelt gibt es Monogamie, daher ist in meinen Augen der Trieb nicht das beste Argument, denn wir unterscheiden uns doch noch etwas vom Tier. Die Bedürfnisse und Charakterzüge der Menschen sind verschieden, daher können auch verschiedene Beziehungsmodelle in Frage kommen.

Ich kenne selber Beispiele wo langfrisitige monogame Beziehungen funktionieren.
Generell ist auch fraglich wie man Beziehung definiert, wenn es nur ne Sex-Flatrate ist, ja dann kann ich dir zu 100% zustimmen. Aber ich würde es jetzt anderns definieren.

Dazu habe ich das Gefühl das in der heutigen Gesellschaft viele schon an einer Monogamen Beziehung scheitern und würde behaupten das die meisten andern Formen eher noch schwerer zu meistern sind, weil andere Faktoren dazu kommen die zu meistern sind.

Viele reden sich aber auch nur etwas ein, haben durst nach anderen Frauen und öffnen dann die Beziehung sogar erfolgreich, aber sobald die Freundin diesen Deal mehr ausnutzt als man selbst schmeckt die eigene Medizinm, dann plötzlich nicht mehr so gut. Dazu erhöht man die chance, dass man sich in wer anders verguckt ungemein.

Wenn man aber eher an kurzen Beziehungen interessiert ist, dann kann sowas wie die Faust aufs Auge passen.


Schlussendlich gibt es bei allem Vor- und Nachteile und man muss nur abwägen, was zu dem eigenen Charakter / Person am besten passt.

Daher mein Fazit: Alte wie neue Beziehungsmodelle können funktionieren mit der richtigen Person, jedoch darf man sich dabei nichts einreden und für den Partner ein Modell annehmen das man nicht möchte, ansonsten fährt man das Ding früher oder später gegen die Wand.

bearbeitet von Nemesis88
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Gast

Da gibt es unterschiedliche Phasen, wenn man jung ist und Monogamie erstrebt, ist es für mich mehr so als würde jemand an den Weihnachtsmann glauben, da bin ich nicht der Mensch, der diese Person aus allen Wolken holt. Ich akzeptiere es, lebe allerdings mehr nach meiner Philosophie, weil die Sichtweise von Monogamie in fast allen Fällen unreflektiertes Handeln ist. Kommt man allerdings in ein Alter, wo es Richtung Familienplanung geht, währe Monogamie ein passenderes Konzept, wenn man 2-3 Kinder hat, nebenbei arbeitet und ein Hobby hat, bleibt ohnehin kaum Zeit für Sex. Hat man in diesem Fall noch zusätzlich Zeit fürs Daten usw (was sehr viel Zeit kostet), macht man die anderen Dinge nur halbherzig und Halbherzigkeit ist schwach.

bearbeitet von Swashbuckler

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PU lehrt uns nicht nur das andere Geschlecht zu verführen, sondern auch uns weiterzuentwickeln und viele denken das es mit der Entwicklung aufhört sobald man einen Partner hat. Das ist der Fehler. Eine Partnerschaft bedeutet nicht nur einen "sicheren Hafen" anzulaufen und dort zu ankern, sondern sich gemeinsam mit dem Partner entwickeln und dazu gehört halt Kommunikation. Ich bin der Überzeugung das eine langfristige monogame Partnerschaft möglich ist, doch bedeutet das halt auch mal einen Orkan zu überstehen. Dieses gemeinsame Weiterentwickeln benötigt aber auch ein gewisses screening für den richtigen Partner und daran fehlt es den meisten. Da werden Partnerschaften eingegangen weil Kinder im Anmarsch sind oder weil sonstige Nöte einen zwingen zusammen zu bleiben. MMn werden Beziehungen viel zu schnell über Bord geworfen, was aber auch daran liegt das viele den falschen Partner haben/wählen. Klar können wir mit/durch PU viele Menschen kennen lernen und mit diesen Sex haben, allerdings kann man nicht mit jeder dieser Personen eine Beziehung eingehen. Bei vielen ist der Wunsch nach einer Beziehung so groß das sich der nächst besten Person an den Hals geworfen wird ohne sich die Zeit zu nehmen und die Person richtig kennen zulernen.

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Monogamie ist vielleicht von Männern eingeführt worden, weil es früher keine Schwangerschaftstests gab und Mann sichergehen wollte, dass das Kind, das sie finanzieren, auch von ihnen ist. Kirche und Staat waren daran sicher nicht unbeteiligt. In Ländern, in denen die Vielehe erlaubt ist, z. B. im Sudan, hat auch der Mann bloß mehrere Frauen, nicht umgekehrt. Hinzu kommt in der sogenannten "westlichen Welt" noch, dass die Ehe aus Lieb relativ neu ist.

Doof nur, dass die Medizin solche Fortschritte gemacht hat, das wir heute so 85 Jahre alt werden.

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Menschen streben vor allem danach, sich einmal etwas zu erarbeiten und dann für immer davon zehren und das Thema abhacken zu können. Monogamie bedeutet immer Sex mit einem begehrenswerten Partner haben zu können und keine Angst haben zu müssen diesen jemals zu verlieren (zumindest ist das die Hoffnung). Ist die gleiche Idee wie mit dem passiven Einkommen, nur eben auf Dating projiziert. Stellt sich meist als genauso unrealistisch heraus, hindert die meisten aber nicht daran es trotzdem zu versuchen.

Und mal ehrlich: Irgendwann hab ich bestimmt auch genug von dem Ganzen, da such ich mir dann eine Passende, setz mich zu Ruhe, hack das Thema ab und widme mich neuen Hobbies.

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Gast Juna

(...) Ausnahmen bestätigen die Regel.

Jetzt die Frage: Warum dieser Wunsch von vielen Menschen quasi ein Partner für den Rest des Lebens zu haben?

Weil die Vorstellung, zu diesen Ausnahmen zu gehören, sehr schön ist. Vielleicht das schönste, was ein Mensch je erreichen kann, wenn es wirklich passt.

Wenn man die Beziehung und den anderen Menschen als Geschenk nimmt und einsieht, dass nichts selbstverständlich ist und gleichzeitig an der Beziehung wie auch an sich arbeitet.

Ich glaube deshalb, dass das Ablehnen der Monogamie nichts als eine Rechtfertigung ist. Die Rechtfertigung dafür, warum man eben nicht an sich arbeitet, reflektiert, überdenkt, anders handelt. Dies zu tun macht den Menschen schließlich aus. Nicht die Triebe.

Bei Fehlern und Krisen sofort auf die vermeintliche Unmöglichkeit der Monogamie hinzuweisen, ist bequem, weil es unbestreitbar einfacher ist zu sagen "Es ist eben so. Es ist mein Trieb so und so handeln zu müssen", als sich einzugestehen, dass man Scheiße gebaut hat und die eigenen Fehler nun Ehrlichkeit, Liebe und Arbeit bedürfen.

Wenn es wirklich passt, auch sexuell, und man den Partner liebt, gibt es für gewöhnlich keine Sehnsucht nach einem anderen Menschen. Die gibt es meist erst dann, wenn es bereits größere Probleme in der Beziehung gibt, ob man sie nun wahrnehmen möchte oder nicht.

Man kann sie angehen oder man entscheidet sich, sie zu meiden, in dem man sich in weitere Beziehungen flüchtet und das eigene Handeln durch Triebe und die angebliche natürliche Bestimmung legitimiert. Allerdings wird man so wieder und wieder am selben Punkt landen. Und letztendlich konsterniert feststellen, dass Monogamie eine unmögliche Idee gegen die Natur sei.

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Meistens soll eine Partnerin/ein Partner ein oder mehrere Löcher in der eigenen Seele füllen. Die Monogamie gibt ein Gefühl der Sicherheit diese "Lösung" für seine Probleme immer zu haben (solange man zusammen ist).

Wenn man aber eine Beziehung führt wo man sagt "Ja, vögel mit wen du willst.", dann macht man das auch. Dass man da nur mit einer Person schlafen will, führt zu einem monogamen Verhalten in einer offenen Beziehung.

Kleines Detail am Rande. Angestellte die sich ihren Urlaub frei aussuchen dürfen, arbeiten im Schnitt mehr als die die nur ein gewisses Kontingent an Urlaub haben. Ich bin mir sicher, dass man selbiges Phänomen auch in Beziehungen feststellen kann.

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Gast Idioteque

Ich glaube deshalb, dass das Ablehnen der Monogamie nichts als eine Rechtfertigung ist. Die Rechtfertigung dafür, warum man eben nicht an sich arbeitet, reflektiert, überdenkt, anders handelt. Dies zu tun macht den Menschen schließlich aus. Nicht die Triebe.

Bei Fehlern und Krisen sofort auf die vermeintliche Unmöglichkeit der Monogamie hinzuweisen, ist bequem, weil es unbestreitbar einfacher ist zu sagen "Es ist eben so. Es ist mein Trieb so und so handeln zu müssen", als sich einzugestehen, dass man Scheiße gebaut hat und die eigenen Fehler nun Ehrlichkeit, Liebe und Arbeit bedürfen.

Heikle Argumentation. Was antwortest du jenen, die sagen "Die Triebe in mir sind so stark, dass ich im Notfall auch vergewaltige. Ich kann nicht anders. Die biologischen Triebe wollen gestillt werden." ?

Ich denke nicht dass es darum geht die Verantwortung abzulegen. Im Gegenteil Menschen, die an längerfristige Monogamie glauben, sind doch die Heuchler. Sie praktizieren in der Mehrheit ein System und glauben daran, was einfach genauso mehrheitlich nicht funktioniert. Es ist ein menschliches Phänomen, alle wollen sie das Ideal, aber dass sie als kollektiv trotzdem versagen, ist ihnen egal.

Weil die Vorstellung, zu diesen Ausnahmen zu gehören, sehr schön ist. Vielleicht das schönste, was ein Mensch je erreichen kann, wenn es wirklich passt.

Wenn man die Beziehung und den anderen Menschen als Geschenk nimmt und einsieht, dass nichts selbstverständlich ist und gleichzeitig an der Beziehung wie auch an sich arbeitet.

Das ist einfach eine sehr romantisierte Vorstellung, die du nicht hinterfragst. Ich denke diese Vorstellung resultiert aus dem Wunsch, den perfekten Partner zu haben, demnach wäre das Bedürfnis nach ewiger Monogamie mehr eigentlich ein Bedürfnis nach dem perfekten Partner. Dieses Bedürfnis macht für Menschen Sinn, die in kleineren wenig wechselnden sozialen Gruppen leben, heutzutage haben wir aber einen krassen sozialen Austausch und Verfügbarkeit.

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Ich denke Monogamie ist der natürliche Zustand. In vielen Pick-Up Büchern wird ja gerne betont, dass wir basierend auf Verhaltensmustern funktionieren, die aus der Steinzeit stammen. Also 12 Jahre, dann kann man Kinder machen, diese wachsen 12 Jahre heran und, damit sie das können, ist es gut, wenn die Eltern zusammenbleiben und sich unterstützen - ist man am Ende so 25 bis 30 Jahre alt und dann schaut man auf die Steinzeitlebenserwartung - ups schon rum. Insofern ist glaube ich nicht das Problem, dass die Monogamie dem Menschen aufgezwungen wäre - wir leben heute einfach zu lange. Eine gegenseitige Fürsorge im Alter kann aus genau den gleichen Gründen meiner Meinung nicht ein evolutionärer Grund für Monogamie sein. Dafür hat die Steinzeithorde untereinander gesorgt, egal ob der Sexualpartner noch am Leben war oder nicht.

P.S.: Ich liebe solche Grundsatzdiskussionen

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Mir ist nicht ganz klar, was dein eigentlicher Punkt ist.

Kritisierst du, dass Menschen einem Beziehungskonstrukt nacheifern, das deiner Meinung nach gegen ihre Natur ist?

Oder kritisierst du, dass Menschen dieses Konstrukt zwar als ideal betrachten, aber nicht in der Lage sind, es durchzuziehen?

Kritisierst du serielle Monogamie als Zeichen des Versagens der Menschen, ihr ideales Konstrukt auszuleben?

Ich will hier keinen Glaubenskrieg anfangen, aber ich bin der Meinung dass gerade die biologischen Triebe und Mechanismen sowohl bei Männern und bei Frauen nicht darauf ausgelegt sind

Monogamie ist zwar eine recht junge Entwicklung in der Geschichte der Menschheit, jedoch nicht gerade neuzeitlich und existiert auch im Tierreich.

Als Gründe dafür werden vermutet:

  • Männchen wollen verhindern, dass Weibchen Nachkommen anderer Männchen austragen
  • Weibchen wollen verhindern, dass Männchen Ressourcen (Zeit für Nahrungsbeschaffung zum Beispiel) für Kinder anderer Weibchen aufbringen
  • die Partnersuche ist schwierig (weil die Art zum Beispiel sehr verstreut lebt)
  • Männchen wollen die Nachkommen vor Tötungen durch andere Männchen schützen

Letztendlich immer das Bestreben des Individuums, die Fitness nach Darwin (vereinfacht gesagt die Anzahl überlebender Nachkommen) zu erhöhen.

Grundsätzlich widerspricht Monogamie also keineswegs den biologischen Trieben und Mechanismen, ganz im Gegenteil.

Dazu sei aber gesagt, dass zwischen sexueller und sozialer Monogamie unterschieden werden muss. Soziale Monogamie bedeutet, dass die Nachkommen gemeinsam aufgezogen werden, aber Sexualkontakte mit anderen stattfinden – quasi also eine offene Beziehung.

Soziale Monogamie ist vermutlich häufiger vertreten, sexuelle Monogamie seltener.

Dahingehend, dass sexuelle Monogamie nicht "in unseren Trieben liegt", kann ich dir zustimmen.

Off kommt dann das Argument dass man sich aktiv für seinen Partner entscheiden kann, dass man seine urbiologischen Instinke und Triebe kontrollieren kann.

Natürlich kann man seine urbiologischen Instinkte und Triebe kontrollieren. Die Sozialisation ist stark in dir, junger Padawan. Deshalb pisst du nicht auf die Straße, wenn du gerade musst, klaust dem Obsthändler keinen Apfel, wenn du gerade Hunger hast und vergewaltigst nicht deine Mutter, wenn du gerade geil bist.

Hormone kennen keine Loyalität, keine Moral.

Aber warum nicht einfach neu verlieben?

Aber selbst dann frage ich mich warum ich irgendeinem Konstrukt nacheifern sollte, wenn ich mir einfach ne neue hole und dann erstmal Ruhe habe.

Du führst das menschliche Paarungsverhalten allein auf evolutionsbiologische Verhaltensweisen, Triebe, Hormone und Instinkte zurück, womit du sicherlich zu einem großen Teil Recht hast. Letztendlich steht dabei die Frage im Raum, wie viel "Tier" der "Mensch" ist.

Es gab Zeiten, da hätte ich dir zugestimmt, dass sich Mensch und Tier nicht mehr unterscheiden als verschieden Tierarten untereinander und jegliches menschliches Verhalten auf die Biologie (in Kombination mit Sozialisation) zurückzuführen ist. Heute bin ich mir nicht mehr so sicher.

Für mich scheint es logisch, dass die Tatsache, dass wir in einem Internetforum reflektierend und abstrahierend über Paarungsverhalten und Beziehungskonstrukte diskutieren können, ebenfalls bei diesen berücksichtigt werden sollte. Will sagen: Die menschlichen Fähigkeiten zur Abstraktion und Reflexion haben einen Einfluss auf Beziehungen, auf das Führen einer Beziehung wie auf die Wahl des Partners. Somit geht es nicht mehr nur um Instinkte und Triebe. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Sie beantwortet aber auch diese Frage:

Was ist meine Beziehung wert, wenn meine Frau einen anderen Mann mehr und sexueller begehrt als mich?

Geht es in einer Beziehung nicht nur um körperliches Begehren, ist sie auch noch "etwas wert", wenn jemand anderes körperlich mehr begehrt wird.

Ewige Liebe ist eine Illusion die durch die Gesellschaft erschaffen und weiter stabilisiert wird, der Mythos von dem einem "richtigen" Partner, "the one"

Stimme zu. Es gibt nur Menschen die sehr gut, gut, weniger gut oder gar nicht zu einem passen. Was sich je nach Lebensphase und Persönlichkeitsentwicklung eben auch ändern kann.

Dieses Bedürfnis macht für Menschen Sinn, die in kleineren wenig wechselnden sozialen Gruppen leben, heutzutage haben wir aber einen krassen sozialen Austausch und Verfügbarkeit.

Die meisten Menschen wollen nicht ständig auf der Suche sein, je nach Lebensphase und -planung ist das auch ganz schön schwierig. Menschen gewöhnen sich gerne an die Gesellschaft anderer Menschen und viele besitzen außerdem so etwas wie Empathie, wollen also niemand anderen verletzen.

Ob und wie schnell du einen "Austausch" zur Verfügung hast, hängt ja auch nicht zuletzt davon ab, welche und wie viele Kriterien du bei deiner Partnerinnenwahl anlegst.

Im Gegenteil Menschen, die an längerfristige Monogamie glauben, sind doch die Heuchler.

Aber ist das nicht trotzdem einfach ein riesiger Haufen heuchlerisch Scheiße, den man da aufbaut?

Heuchelei bedeutet die absichtliche Vermittlung eines falschen Bildes nach außen, meistens das Vortäuschen nicht vorhandener Gefühle.

Wenn du also nicht an das Konzept der lebenslangen Monogamie glaubst, trotzdem aber eine monogame Beziehung eingehst und im Hinterkopf den Gedanken behältst, dass du dir eben eine neue holst, sobald es dir zu anstrengend wird – ja, das ist ein riesiger Haufen heuchlerischer Scheiße. Aber ich weiß nicht ob du das tust, und müssen tust du das ja auch nicht.

Wer eine Beziehung eingeht in der Hoffnung oder in dem Glauben, dass diese Liebe und Treue für immer hält, ist vielleicht naiv, geblendet oder realitätsfern, heuchlerisch aber nicht.

bearbeitet von Pornobarbie
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Gast Juna

--> Idioteque:

Woraus schließt du, dass die Gründe für das Scheitern einer Beziehung in ihrer vereinbarten Exklusivität liegen?

Ja, ich halte es ebenfalls für naiv und verantwortungslos, unüberlegt und mit unerfüllbaren Erwartungen eine Beziehung einzugehen und dann auf die ewige Liebe zu hoffen... denn wer sich von einer Beziehung erhofft oder gar erwartet, dass sie dem eigenen Leben mehr Sinn geben könne oder sich durch sie bedingungsloses Glück verspricht, wird schnell enttäuscht sein.

Eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe hingegen, die auf Liebe und nicht auf egoistischen Wünschen basiert, ist selten und funktioniert niemals, indem man nur "an die Beziehung glaubt", sondern indem man auch an der Beziehung arbeitet und mit ihr wächst. Sie hat ganz andere Voraussetzungen und ein ganz anderes Potenzial.

Und mit "Liebe" meine ich nicht, sich nach wenigen Monaten zu sagen, was man füreinander empfindet und dass diese Beziehung "für immer" halten soll.

Sondern ich meine damit, dass man die Liebe auslebt und nicht bloß ausspricht.

Und da kommt deine zweite Feststellung mit ins Spiel:

Irgendwann wünsche ich mir tatsächlich einen (für mich) perfekten Partner, mit dem es so gut passt, dass ich keine anderen Männer mehr neben ihm möchte. Vielleicht sogar irgendwann dauerhaft.

Gerade dieser soziale Ausstausch und die ständige Verfügbarkeit sind für mich starke Argumente, die für die Liebe zu zweit sprechen.

Ich möchte einen Bereich in meinen Leben haben, der verlässlich und stabil ist und den ich zusammen mit diesem einen Partner ausbauen kann.

Füreinander da sein, sich aufeinander einlassen, vertrauen, zusammen schlechte und schöne Zeiten durchstehen und ein solides Fundament aus gemeinsamen Erinnerungen, Erlebnissen, Zielen und Wünschen.

Dieses Vertrauen, sich nach und nach auf den jeweils anderen einzulassen, ist ein Risiko. Stimmt schon. Aber das ist es mir wert.

Ich sage nicht, dass es zwischen mehr als 7 Milliarden Menschen nur die eine große Liebe geben würde, sondern glaube, dass es schöner ist, sich irgendwann ganz bewusst für einen davon zu entscheiden und mit ihm eine gemeinsame Zukunft zu beginnen.

Dieses "irgendwann" suche ich nicht, strebe es auch nicht an, aber wenn es sich ergibt, bin ich die Letzte, die sagt, dass Monogamie unmöglich sei.

Und bevor du jetzt wieder mit dem Sex-Argument kommst:

Menschen sind keine Roboter. Es gibt Emotionen, Empathie, Liebe, Vernunft, Reflexion, den freien Willen, usw. ... und der Mensch ist frei, davon Gebrauch zu machen. Oder eben nicht.

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Gast Idioteque

Ich möchte einen Bereich in meinen Leben haben, der verlässlich und stabil ist und den ich zusammen mit diesem einen Partner ausbauen kann.

Füreinander da sein, sich aufeinander einlassen, vertrauen, zusammen schlechte und schöne Zeiten durchstehen und ein solides Fundament aus gemeinsamen Erinnerungen, Erlebnissen, Zielen und Wünschen.

Dieses Vertrauen, sich nach und nach auf den jeweils anderen einzulassen, ist ein Risiko. Stimmt schon. Aber das ist es mir wert.

Da ist wieder das Problem dass du ein zu idealisiertes Bild von Partnerschaft hast. Es gibt keine ultimative Loyalität, Anziehung ist konditional. Die fettmarkierten Dinge sind kaum etwas wert, wenn die Anziehung flötengeht. Ich würde sogar so weitgehend, zu sagen, dass das auch recht wenig Einfluss darauf hat, ob der Partner beispielsweise fremdgeht. Es gibt so viele Beziehungen, die rein von der Qualität wirklich sehr gut sind, sprich viele gemeinsame Erinnerungen und viel Vertrauen und trotzdem geht es in die Brüche.

Und die biologischen Triebe die langfristiger Monogamie entgegenstehen, müssen sich nicht unbedingt in starkem unmittelbarem sexuellen Verlangen nach anderen Menschen äußern, das kann genauso gut irgendein undefinierbares Gefühl nach einem neuen Menschen sein.

Oder kritisierst du, dass Menschen dieses Konstrukt zwar als ideal betrachten, aber nicht in der Lage sind, es durchzuziehen?

Kritisierst du serielle Monogamie als Zeichen des Versagens der Menschen, ihr ideales Konstrukt auszuleben?

Genau das. Das ideale Konstrukt ist bei vielen ewige Monogamie. Tatsächlich wird aber serielle gelebt. Mich interessiert es warum Menschen daran festhalten, wenn es offensichtlich mehrheitlich nicht funktioniert.

Geht es in einer Beziehung nicht nur um körperliches Begehren, ist sie auch noch "etwas wert", wenn jemand anderes körperlich mehr begehrt wird.

Körperliches Begehren bzw. reine rohe Anziehung ist toppt aber alles. Es ist das wahre Fundament einer Partnerschaft.

Wer eine Beziehung eingeht in der Hoffnung oder in dem Glauben, dass diese Liebe und Treue für immer hält, ist vielleicht naiv, geblendet oder realitätsfern, heuchlerisch aber nicht.

Stimmt. Ich wollte lediglich polarisieren. Genau dieser Glauben wirkt auf mich einfach irrational. Es ist so als wenn jeder Astronaut werden will, aber es ist offensichtlich ist dass es nur 0.1% schaffen werden. Das hält die Menschen nicht davon ab, es ist quasi eine Art Traum, dem man hinterherjagd. Für mich wirkt so als ob viele Menschen sich mit diesem Glauben über die Realität hinwegtäuschen. Ich akzeptiere es dass serielle Monogamie ziemlich wahrscheinlich mein zukünftiges Beziehungsleben beschreiben wird, und es ist okay. Bei mir fällt dieser Glauben und ich will wissen warum.

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Ich habe keine Ahnung, was "natürlich" ist - ich finde nur großartig, in einem Land leben zu dürfen, das die Toleranz entwickelt hat, all die verschiedenen Konzepte auszuhalten und sich weiterzuentwickeln. Gar kein Vergleich zur Generation unserer Eltern und Großeltern. Man muss sich immer mal wieder vor Augen führen, wie viel Glück wir haben.

Ich habe eine Frau, Kinder, eine legale Affäre, gelegentlich noch hier und da eine Versuchung, der ich nachgebe. Ich darf das, und alle die mit mir sind, die dürfen das auch. Gleichberechtigung schließt auch das mit ein - was ich darf, muss ich den anderen in meinem Leben auch zubilligen, und zwar aus vollem Herzen.

Das allergrößte ist es, das alles selbst entscheiden zu können, eigene Fehler zu machen, daraus zu lernen und sich selbst zu entwickeln. Selbstverantwortung ist überhaupt das wichtigste.

Verzeiht, dass ich heute etwas elegisch werde. Euer Brot hatte gerade fantastischen Sex und wollte nur noch mal kurz ins Forum gucken. Konnte ja nicht ahnen, dass es heute so grundsätzlich wird. Gute Nacht allerseits. ?

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Gast

Monogamie ist vielleicht von Männern eingeführt worden, weil es früher keine Schwangerschaftstests gab und Mann sichergehen wollte, dass das Kind, das sie finanzieren, auch von ihnen ist. Kirche und Staat waren daran sicher nicht unbeteiligt. In Ländern, in denen die Vielehe erlaubt ist, z. B. im Sudan, hat auch der Mann bloß mehrere Frauen, nicht umgekehrt. Hinzu kommt in der sogenannten "westlichen Welt" noch, dass die Ehe aus Lieb relativ neu ist.

Doof nur, dass die Medizin solche Fortschritte gemacht hat, das wir heute so 85 Jahre alt werden.

Nein falsch, in Afrika läuft jemand durch die Büsche und sagt es ist ok, als Mann mehrere Frauen zu haben, bei Löwen, Affen und Elefanten ist es auch nicht anders. Das macht irgendeine Person, 100%, denn wir wissen ja so etwas wie die Natur ist die Erfindung von Männern.

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Für von der Natur gegebene Dinge hätte ich gerne wissenschaftliche Beweise, die nicht älter als 5 Jahre alt sind. Stellt sich heraus, dass das, was viele als normal, die Norm, natürlich und von der Natur gegeben nennen, nicht nachgewiesen sind und soziale Erfindungen/Folgen sind.

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Gast Idioteque

Für von der Natur gegebene Dinge hätte ich gerne wissenschaftliche Beweise, die nicht älter als 5 Jahre alt sind. Stellt sich heraus, dass das, was viele als normal, die Norm, natürlich und von der Natur gegeben nennen, nicht nachgewiesen sind und soziale Erfindungen/Folgen sind.

Frage ist was ist von der Natur gegeben? Das Gebiet der Evolutionspsychologie beschäftigt sich mit genau solchen Fragen. Dort wird unter anderem angenommen dass gewisse Denkmuster genetisch programmiert sind. Wenn du behauptest dass Männer Monogamie eingeführt hätten, meinst du wahrscheinlich eher gesellschaftliche Konstrukte wie Ehe. Es ist aber davon auszugehen dass es eine gewisse Tendenz zur Monogamie gibt, die unabhängig von solchen sozialen Einflüssen ist und daher quasi genetisch programmiert ist. Nimm das Beispiel mit dem Mann, der seine Frau treu halten will: Das Bedürfnis eines Mannes sicherzustellen dass es sein eigenes Kind ist, ist demnach eine Art Instinkt. Ähnlich wie wir einen Sextrieb haben um uns fortzupflanzen haben wir eine Art Instinkt für Eifersucht und sexuelle Treue. Der Mann hat also Monogamie eingeführt, um dem Bedürfnis nach sexueller Treue nachzukommen (sofern diese Annahme stimmt). Frauen profitieren übrigens nicht weniger von der Monogamie als Männer.

Deswegen kommt die absolute Mehrzahl der Bevölkerung nicht um die Monogamie herum.

bearbeitet von Idioteque

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Stellt sich heraus, dass das, was viele als normal, die Norm, natürlich und von der Natur gegeben nennen, nicht nachgewiesen sind und soziale Erfindungen/Folgen sind.

Die "Natur" stellt uns erstmal nur als Klumpen Fleisch in die Gegend, der entweder einen Puller oder eine Muschi hat. Und wenn man den Puller in die Muschi steckt, kann ein neuer Mensch entstehen. Und nur dann.

Das ist Natur. Mehr nicht. Warum brauchst du da Quellen und Beweise? Glaubst du das nicht?

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