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Hallo zusammen,

 ich hoffe, ich bin hier richtig. Sonst bitte verschieben. Nach einer hochtoxischen Beziehung, die wohl die bis dato krasseste Erfahrung (beziehungstechnisch) für mich war, befinde ich mich aktuell in der Regenerationsphase.

Erst einmal muss ich an dieser Stelle danke sagen. Was hier an content geliefert wird und wie einem hier weitergeholfen wird (auch wenn es manchmal ziemlich „direkt“ sein kann) ist wirklich Gold wert. Leider habe ich viele Ratschläge nicht befolgt und bin mit Scheuklappen vor den Augen ins offene Messer gelaufen und bin böse auf die Schnauze gefallen. Aber wie heißt es so schön: lernen durch Schmerz.

Kurze Hintergrundinfo: ca. 3 Monate „Beziehung“ mit einer Frau, die nicht zu mir passte. An der Beziehung festgehalten, da ich sie in einer Zeit kennenlernte, in der mein Selbstwert aufgrund einiger privater Umstände/Erfahrungen praktisch auf 0 war. Die Dame war dann nicht die Kirsche auf der Sahnetorte, sondern quasi die komplette Bäckerei. Sie schaffte es in der Anfangszeit, meine Stimmung von -100 auf +100 zu heben. Verbrachte ich Zeit mit ihr, ging es mir gut. War sie weg und meldete sich nicht, ging es mir schlecht. Folge: Needyness, Abhängigkeit, Eifersucht = 100%. Hinzu kam Kontrollzwang. Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Bereits heute schäme ich mich hochgradig für mein Verhalten in der damaligen Zeit (Beziehungsdauer Dezember 2019 – März 2020).

In diesen knapp 3 Monaten wurde die Beziehung insgesamt 3 x beendet. Erste Trennung nach zwei Monaten durch mich, taggleich wieder zusammengekommen, dann 6 Tage später Trennung durch sie, eine Woche später wieder zusammengekommen, ich trennte mich dann keine zwei Wochen später erneut und bereute es trotzdem. Die Beziehung war geprägt von extremen Höhen und Tiefen. Ich bin ihr dann sage und schreibe zwei Monate extrem hinterhergelaufen, dann einen Monat Kontaktsperre, um dann einen letzten Angriff/Ex-Back-Versuch zu starten (Mitte Juni), der so krass fehlgeschlagen ist, dass es bei mir im Kopf endlich „klick“ gemacht hat und ich das Ende der Beziehung akzeptierte und auch keine Hoffnung mehr da war. Leider machte mir meine Ex in den zwei Monaten nach der Trennung so viel Hoffnung, dass ich es bis Mitte Juni nicht geschafft hatte, mit der Beziehung abzuschließen, loszulassen und die Trennung zu akzeptieren.

So, aktueller Stand ist der, dass ich aus dem Loch, in das ich gefallen bin, herausgekrochen bin und wieder auf den Beinen stehe, aber der Schmutz noch nicht abgeklopft ist. Ich habe es während der Beziehung nicht geschafft, an meinem Selbstwert zu arbeiten, sondern habe mich für die Frau extrem verbogen, stand nicht hinter meinen Werten/Prinzipien und habe Handlungen ihrerseits akzeptiert, die eigentlich in meiner Welt nicht zulässig sind. Dieser Umstand, in Verbindung mit dem Hinterherlaufen, hat meinen Selbstwert quasi pulverisiert und ich bin jetzt dabei, den wieder aufzubauen.

So, das erstmal als Hintergrundinfo. Was habe ich seit dem letzten Ex-Back Versuch Mitte Juni getan:

-        - 100% Kontaktsperre (kein Stalking auf Social Media, bei FB gelöscht, bei Instagram entfolgt, Handynummer gelöscht, keine Kontaktaufnahme meinerseits möglich)

-        - Keinerlei Kontakt zu anderen Frauen (FTOW scheint bei mir nicht zu funktionieren, ich traf mich bereits Mitte Mai mit einer Frau, mit der auch was lief, die Treffen haben mir aber nicht gutgetan, eher das Gegenteil, ich habe mich danach beschissener gefühlt und wollte meine Ex noch mehr zurück. Ich habe diesen Kontakt auch abgebrochen, seitdem gönne ich mir erst einmal eine frauenfreie Zeit)

-        - Diverse Bücher gelesen. „The Rationale Male“, „How to be an asshole that beatiful women love“ und aktuell lese ich „die 6 Säulen des Selbstwertgefühls“. Auf der Liste stehen dann noch „Lob des Sexismus“ und „Nie mehr Mr. Nice Guy“.

-        - Freizeit fülle ich ziemlich genau mit 50% aus Sport (fast täglich Fitnessstudio und regelmäßig MTB-Touren) und 50% investiere ich in meinen sehr gut ausgebauten Social Circle.

-        - Ich habe viel Zeit in die Reflektion der Beziehung gesteckt. Während ich alle Fehler erst bei mir suchte, bin ich mittlerweile schlauer. Klar, ich weiß, welches gravierende Fehlverhalten ich an den Tag gelegt habe (Bedürftigkeit, Kontrolle, Eifersucht), aber ich weiß auch, warum es zu diesem Verhalten kam, worin die Ursachen liegen (fehlender Selbstwert) und woran ich arbeiten muss. Die Baustellen kenne ich also und ich arbeite aktiv daran.

 

So, nun aber zu meinem Problem/Frage: Ich habe die Trennung akzeptiert, ich versuche loszulassen, allerdings habe ich noch nicht final abgeschlossen. Ich stelle mir regelmäßig selbst die Frage: „würdest du sie zurücknehmen, wenn sie jetzt heulend vor deiner Tür stehen würde“ und ich beantworte diese Frage ehrlich. Bis vor kurzem musste ich durchgehend mit „ja“ antworten. Letzte Woche das erste Mal mit „nein“. Allerdings habe ich ein großes Problem, was mich tierisch nervt: ich denke nach wie vor fast pausenlos an sie. Sie ist das erste, an das ich denke, wenn ich morgens aufwache und das letzte, an das ich denke, bevor ich einschlafe. Es ist mittlerweile nicht mehr so schlimm, dass mich die Gedanken verletzten oder weh tun, aber sie sind präsent. Gelegentlich habe ich auch Downphasen, in denen ich sie wirklich stark vermisse. Klar, wenn ich arbeite oder mich auf was Anderes konzentriere, verschwindet sie aus den Gedanken, aber im „Leerlauf“ ist sie direkt wieder da. Hauptsächlich die gleichen Gedankenspiralen. Gedanken an die schöne Kennenlernzeit, aber auch an die negativen Erfahrungen/Zeiten. Ich male mir dann alternative Wege aus, wie ich in manchen Situationen gerne anders gehandelt hätte, hätte ich damals schon das Wissen von heute (dank dem Forum hier) gehabt.  Natürlich laufen diese Gedanken in eine Sackgasse, da ich in der Vergangenheit denke und diese ja nicht umschreiben kann.

Ich versuche diese Gedanken mit diversen Methoden zu durchbrechen/abzustellen. Allen voran die „STOPP-Methode“. Ich denke also an ein Stoppschild, wenn sie in meinen Gedanken aufkreuzt, hält aber nie so lange an wie gewünscht. An andere Sachen zu denken, hilft auch nur kurzfristig.

Daher meine Frage, wie ich endlich – neben der Kontaktsperre – die „Gedankensperre“ erfolgreich durchziehen kann. Ich will nicht mehr ständig an sie denken! Es nervt mich tierisch, es blockiert mich, da ich mittlerweile doch den Drang verspüre, neue Frauen kennenzulernen, aber solange sie in meinen Gedanken herumschwirrt, will ich das eigentlich nicht machen, da ich die Befürchtung habe, wieder emotional zurückgeworfen zu werden und mich nicht auf die neue Frau einlassen zu können. Zudem mache ich mir ernsthaft Sorgen, ob das normal ist, dass ich so oft an sie denken MUSS. Schließlich ist die eigentliche Trennung fast 4 (!) Monate her, Kontaktabbruch meinerseits erfolgte Mitte Mai, diesen lächerlichen Ex-Back-Versuch Mitte Juni klammere ich jetzt mal aus. Ich kann doch nicht so lange an einer so kurzen Beziehung zu knabbern haben, man kann es ja eigentlich nicht mal Beziehung nennen, wir haben es ja nicht einmal über die Kennenlernphase geschafft.

Ist ein langer Text geworden, sorry, aber ich wollte so viele Infos wie möglich liefern, damit mir hoffentlich gute Ratschläge gegeben werden können.

Ich danke euch im Voraus!

 

Beste Grüße

 

 

bearbeitet von Celica2k

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vor 5 Stunden, saian schrieb:

Eine nächste sinnvolle Frage könnte "Warum?" lauten.

Bezieht sich das "warum" auf die Frage, die ich mir stelle, ob ich sie zurücknehmen würde? Das wüsste ich auch gerne. Irgendwas in mir will sie tatsächlich noch zurück, obwohl ich rational zu 100% weiß, dass es nicht passt und eine Beziehung mit ihr erneut in einem Desaster enden würde. Ich kann es mir wie gesagt aktuell selbst nicht erklären. Sonst würde ich ja hier nicht schreiben. Es macht mich eben erst recht stutzig bzw. zweifel ich an mir selbst, da die Trennung ja nun mittlerweile verhältnismäßig lange her ist.

vor 5 Stunden, saian schrieb:

Was genau ist das "Schlimme" an den Gedanken an die Vergangenheit?

Dass ich dadurch nicht abschließen kann. Solange sie nach wie vor in meinem Kopf herumschwirrt und ich immer wieder die selben Gedankenspiralen durchlaufe, finde ich keinen Abschluss und  finde selbst potenziell anziehende Frauen uninteressant, obwohl ich wie gesagt eigentlich gerne eine neue Frau kennenlernen würde. Aber die Gedanken an die Ex blockieren das irgendwie. Schwer zu beschreiben. Nervt halt tierisch.

 

vor 5 Stunden, saian schrieb:

Hast du bereits in Erwägung gezogen, dass Gedanken an vergangene Erlebnisse (in einem gesunden Rahmen) eine sinnvolle Funktion haben?

Ich denke, ich stecke halt immer noch in der Verarbeitung der doch sehr turbulenten Beziehung und ich brauche denke ich so lange, da sie mich eben so extrem "umgepolt" hat, was die Stimmung betrifft (von -100 auf +100). Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich war nach einer 3,5 Jahre dauernden Beziehung nach wenigen Wochen über den Berg und hier bin ich nach rund 4 Monaten immer noch auf der gefühlt selben Stelle am rumtrampeln, was mich eben stutzig macht. Es müsste eigentlich von Tag zu Tag besser werden, da ich die KS wie gesagt rigoros halte, aber ich erfahre nicht wirklich Fortschritte. Klar, es gibt Phasen, da geht es mir gut und ich kann abschalten, aber zum Großteil überwiegen halt die Momente, an denen ich an sie denke und sie teilweise stark vermisse. Obwohl ich die Trennung akzeptiert habe, also weiß, dass ich sie nie wieder sehen werde bzw. etwas von ihr hören werde. Obwohl ich die Red Flags und die ganzen negativen Momente (die tatsächlich überwiegt haben in dieser kurzen Zeit) kenne und bewusst ins Gedächtnis rufe, um endlich komplett loslassen zu können. Aber ich mache irgendwie keine Fortschritte, so fühlt es sich jedenfalls insgesamt an.

 

vor 5 Stunden, saian schrieb:

Ich stelle mir eine Trennung so vor:
Man setzt sich in sein Auto und der Ex-Partner sitzt noch (gedanklich) auf dem Beifahrersitz.
Irgendwann hat man es verarbeitet und der Ex-Partner steigt aus.
Man kann ohne Ballast weiterfahren.

Mit einer "Gedankensperre" stelle ich es mir so vor:
Man setzt sich in sein Auto und der Ex-Partner sitzt in einen Karton eingesperrt im Kofferraum.
Man fährt gestresst durch die Gegend, weil es aus dem Kofferraum poltert.
Das Auto benötigt auch mehr Sprit, da man hinten im Kofferraum den Ballast eingelagert hat.
Nimmt man einen neuen Mitfahrer mit, gibt es immer noch diese Polterei aus dem Kofferraum,
weil da noch der Karton drin ist.

Schöner Vergleich, stimme dir auch zu. Macht auch Sinn. Nur ich habe das Gefühl, mit der Ex aufm Beifahrersitz in einem kilometerlangen Stau zu stehen, sie ihren Ausstiegspunkt somit nicht erreicht. Diesen Stau würde ich gerne irgendwie auflösen, die Fahrt zum Ausstiegspunkt beschleunigen bzw. während der Fahrt die Tür aufmachen und sie rauskicken. 

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Ich würde gerne auch einhaken, da ich dasselbe Problem habe, also die gedankliche Fixierung.
 

Mittlerweile schon seit 3 Monaten, trotz kompletter Kontaktsperre. Habe seit einem Monat auch psychotherapeutische Betreuung, hilft aber gar nichts.

 

Sind bei mir zwei Sachen - Selbstvorwürfe mit Was wäre wenn ( habe mich aufgrund Unerfahrenheit nicht getraut zuzumuten, mir immer Zeit gelassen mit dem antworten, sie sehr viel investieren lassen. Da hatte sie iwann die Schnauze voll von)

Und schöne Erinnerungen. Die sind halt wie ne Sucht.

 

Bei mir ist das Problem, dass Sie halt im erweiterten Bekanntenkreis rumhüpft, und ich unterbewusst viele Freunde von ihr sehe, als auch dadurch mitbekomme was sie so treibt. Komme gar nicht zur Ruhe.

Viel Kraft, dass das klappt Cecilia, die gebildeten neuronalen Bahnen müssen sich halt erstmal legen. Überlege schon auf die Gummibandmethode umzusteigen.

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vor 1 Stunde, thereislight schrieb:

Ich würde gerne auch einhaken, da ich dasselbe Problem habe, also die gedankliche Fixierung.

Oh, ein Leidensgenosse. Wie lange warst du denn mit deiner Ex zusammen? 

Drück dir auch die Daumen, dass die Gedanken schnell aufhören. Mich fuckt das ab, vor allem vor dem Hintergrund, da ich weiß, dass meine Ex schon längst abgeschlossen hat und ne gute Zeit hat. Ich sehe mich vollends als Verlierer in dieser ganzen Geschichte.

An der Stelle aber ein Tipp an dich bzgl. erweiterter Bekanntenkreis, ist bei mir nämlich ähnlich. Ich habe meinen Jungs, die direkten Kontakt zum SC meiner Ex haben, verboten, mir Infos über meine Ex zu liefern. Ich will nichts aus ihrem Leben erfahren und die sollen nichts über mich berichten/Infos weitergeben. Sie ist nicht mehr Teil meines Lebens, wenn es nach mir ginge, hört und sieht sie nie wieder was von mir, was aber leider nicht geht, da sie im Nachbardorf wohnt. Früher oder später werde ich ihr über den Weg laufen, sei es auf Partys oder Festen. Bis dahin muss ich aber komplett über sie hinweg sein und am besten schon eine neue Frau an meiner Seite haben. Mach deinen Jungs also eine Ansage. Du willst nichts über sie erfahren, ein Kumpel hat mir letzte Woche im vollen Kopf doch noch berichtet, dass meine Ex noch Single ist, was mich kurz aus der Fassung gebracht hatte. Da keimte kurz sowas wie Hoffnung auf, was ich aber zum Glück unterdrücken konnte. So Infos sind in keiner Weise hilfreich, sie behindern einen nur darin, dem Ziel näher zu kommen.

Diese "Was-wäre-wenn-Scheiße" habe ich bereits zum Glück hinter mir. Ich ertappe mich jedoch dabei, wie ich ihr noch einige Dinge gerne sagen würde, die bis heute für mich "ungeklärt" sind. Mir fehlte da nach den zwei Monaten Hinterherlauferei ehrlich gesagt ein Abschlussgespräch (was eigentlich geplant war), mir wurde hier aber empfohlen, es sein zu lassen, was ich auch gemacht habe. Ich bin zwar dankbar, da es mich wahrscheinlich noch weiter zurückgeschmissen hätte, nur das Gefühl, dass irgendwas noch offen ist, bleibt noch. Jedenfalls aktuell. Ich würde mich halt gerne erklären, warum ich mich so behindert verhalten habe. Mich wurmt es, dass ich in ihren Augen wie der letzte Hampelmann da stehe, obwohl es mir egal sein sollte, was sie von mir denkt. An diesem Punkt bin ich aber noch nicht, Egoproblem halt. Ich würde gerne mit dir tauschen, glaub mir. Du bist deiner Ex scheinbar immerhin nicht hintergerannt, sondern hast halt wenig investiert. Ich habe zu viel investiert und mein Leben nur nach ihr ausgerichtet. Sobald sie Zeit hatte, bin ich zu ihr gefahren etc. Und je mehr sie sich distanzierte, desto mehr fing ich an zu klammern. Schrecklich.

Ich hoffe echt, dass die Zeit regelt. Ist halt ein Teufelskreis. Ich denke einerseits, ich muss eine Frau kennenlernen, damit ich den Selbstwert steigern kann und wieder "glücklich" sein kann (was aber logischerweise quatsch ist, für glücklich sein braucht man keine Frau), aber anderseits weiß ich, dass wenn ich jetzt eine Beziehung eingehen würde, ich in ähnliche Muster verfallen würde, da ich eben quasi aktuell in dem gleichen Zustand bin wie kurz vorm Kennenlernen meine Ex. Und ich habe mir geschworen, so ein Verhalten wie in der letzten Beziehung nie wieder an den Tag zu legen.

Von dieser Gummibandmethode habe ich auch gelesen. Sollte ich vielleicht auch einmal probieren.

 

 

 

 

bearbeitet von Celica2k

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vor 16 Stunden, Celica2k schrieb:

Bezieht sich das "warum" auf die Frage, die ich mir stelle, ob ich sie zurücknehmen würde? Das wüsste ich auch gerne. Irgendwas in mir will sie tatsächlich noch zurück, obwohl ich rational zu 100% weiß, dass es nicht passt und eine Beziehung mit ihr erneut in einem Desaster enden würde. Ich kann es mir wie gesagt aktuell selbst nicht erklären. Sonst würde ich ja hier nicht schreiben. Es macht mich eben erst recht stutzig bzw. zweifel ich an mir selbst, da die Trennung ja nun mittlerweile verhältnismäßig lange her ist.

Welche Gefühle stecken bei dir dahinter?

Um mal einige vorzuschlagen, falls es dir schwer fällt:
- Einsamkeit: da ist eine Lücke in deinem Leben und du willst sie wieder füllen
- Schuld: du hast [x] getan, deshalb ist die Beziehung gescheitert und willst es nun "besser" machen
- Scham: du bist [x] gewesen, deshalb ist die Beziehung gescheitert und du willst beweisen, dass du nicht "schlecht" bist
...

 

Zitat

Dass ich dadurch nicht abschließen kann. Solange sie nach wie vor in meinem Kopf herumschwirrt und ich immer wieder die selben Gedankenspiralen durchlaufe, finde ich keinen Abschluss und  finde selbst potenziell anziehende Frauen uninteressant, obwohl ich wie gesagt eigentlich gerne eine neue Frau kennenlernen würde. Aber die Gedanken an die Ex blockieren das irgendwie. Schwer zu beschreiben. Nervt halt tierisch.

Wie sieht so ein typisches Verhalten aus, wenn du an sie denkst?
Was denkst du dann?
Was fühlst du dann?
Was ist deine folgende Reaktion darauf?
Wie fühlst du dich kurzfristig, nachdem du deine Reaktion gemacht hast?
Wie fühlst du dich nach ein wenig Abstand, nachdem du deine Reaktion gemacht hast?

 

Zitat

Ich denke, ich stecke halt immer noch in der Verarbeitung der doch sehr turbulenten Beziehung und ich brauche denke ich so lange, da sie mich eben so extrem "umgepolt" hat, was die Stimmung betrifft (von -100 auf +100). Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich war nach einer 3,5 Jahre dauernden Beziehung nach wenigen Wochen über den Berg und hier bin ich nach rund 4 Monaten immer noch auf der gefühlt selben Stelle am rumtrampeln, was mich eben stutzig macht.

Aktuell misst du deine Verarbeitung ja rein quantitativ anhand der Dauer der Beziehung.
Beziehungen haben ja auch ein qualitatives Level, wie du es mit deinem "Stimmung von -100 auf +100" beschreibst.

Jede Beziehung ist etwas Spezielles in Qualität und Quantität, deshalb kann man das schwer miteinander vergleichen.

Hier kannst du dir die verschiedenen Modelle der Trauer anschauen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trauer#Trauerphasen_(Modelle)

Und dann selbst deine aktuelle Stufe einordnen anhand der verschiedenen Modelle

 

Zitat

Es müsste eigentlich von Tag zu Tag besser werden, da ich die KS wie gesagt rigoros halte, aber ich erfahre nicht wirklich Fortschritte. Klar, es gibt Phasen, da geht es mir gut und ich kann abschalten, aber zum Großteil überwiegen halt die Momente, an denen ich an sie denke und sie teilweise stark vermisse. Obwohl ich die Trennung akzeptiert habe, also weiß, dass ich sie nie wieder sehen werde bzw. etwas von ihr hören werde. Obwohl ich die Red Flags und die ganzen negativen Momente (die tatsächlich überwiegt haben in dieser kurzen Zeit) kenne und bewusst ins Gedächtnis rufe, um endlich komplett loslassen zu können. Aber ich mache irgendwie keine Fortschritte, so fühlt es sich jedenfalls insgesamt an.

Um wirklich zu erkennen, ob du Fortschritte machst, kann es hilfreich sein, diese Momente aufzuschreiben.
Wahrscheinlich wirst du erstaunt sein, wie die negativen Phasen immer seltener werden,
wenn du rückschauend in deine Aufschriebe schaust.

Dazu denke ich, dass durch Corona eventuell zusätzliche Einflüsse hinzu kommen konnten,
bspw. dass nicht nur die Beziehung fehlt, sondern auch andere soziale Kontakte.

 

Zitat

Schöner Vergleich, stimme dir auch zu. Macht auch Sinn. Nur ich habe das Gefühl, mit der Ex aufm Beifahrersitz in einem kilometerlangen Stau zu stehen, sie ihren Ausstiegspunkt somit nicht erreicht. Diesen Stau würde ich gerne irgendwie auflösen, die Fahrt zum Ausstiegspunkt beschleunigen bzw. während der Fahrt die Tür aufmachen und sie rauskicken. 

Ja, das ist ein verständlicher Gedanke.

bearbeitet von saian

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Kenne die Situation. Auch wenn du es jetzt vielleicht glaubst, wirst bald nicht mehr an sie denken. Mir hat es geholfen mich busy zu machen. Durch Arbeit und vor allem ein neues Hobby. Hättest du Interesse an sowas? Lg

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Hallo,

danke für eure Antworten! 

vor 2 Stunden, saian schrieb:

Welche Gefühle stecken bei dir dahinter?

Um mal einige vorzuschlagen, falls es dir schwer fällt:
- Einsamkeit: da ist eine Lücke in deinem Leben und du willst sie wieder füllen
- Schuld: du hast [x] getan, deshalb ist die Beziehung gescheitert und willst es nun "besser" machen
- Scham: du bist [x] gewesen, deshalb ist die Beziehung gescheitert und du willst beweisen, dass du nicht "schlecht" bist

Einsamkeit trifft es ganz gut. Mir fehlt da was. Gerade am Wochenende oder Abends vermisse ich es, mit der Freundin auf dem Sofa zu liegen und zu entspannen/Zärtlichkeiten auszutauschen oder Sachen zu machen, die man eben in einer Partnerschaft so macht. Mir fehlt es, Nachrichten zu bekommen, vom "Guten Morgen" bis hin zur "heißen Texterei", einfach die Aufmerksamkeit zu bekommen und sich geliebt zu fühlen. Ein Mensch da ist (also eine Frau), die Interesse an mir hat. Klar, meine Freunde schreiben mir auch und interessieren sich für mich, aber es ist eben etwas anderes, wenn die Partnerin schreibt. Es fällt mir schwer, das zu akzeptieren. Eine Woche schrieb man sich noch täglich mit Liebesbekundungen etc, eine Woche später ist man dann wie aus dem Leben des anderen gelöscht. Teilweise schaue ich noch auf mein Handy und erwarte unterbewusst eine Nachricht. Obwohl ich weiß, dass da nie wieder was kommen wird. 

Schuld und Scham trifft beides ebenfalls zu. Anfangs sah ich die Schuld zu 100% bei mir, mittlerweile weiß ich, dass ich zu mindestens 50% Schuld bin. Ich habe Fehler gemacht, die ein Mann in der Beziehung nicht machen sollte. Frame nicht gehalten, bedürftig, schwach gewesen. Ich habe teilweise das Gefühl, dass ich dieser Frau nicht gewachsen gewesen bin. Ich weiß, dass wir ein anderes Nähe-Distanz-Bedürfnis hatten, sie war so eine, die "auch mal 5 Tage ihren Freund nicht sehen braucht". Ich war halt - jedenfalls in der Anfangszeit - anders gestrickt und wollte meine Freundin öfters sehen. Da hatten wir unterschiedliche Vorstellungen. Jetzt frage ich mich halt, ob es einfach nicht gepasst hat mit dieser Frau oder ich in der Singlezeit mich so verändert habe, dass ich "beziehungsunfähig" bin und keine passende Frau mehr finde. Auch rede ich mir teilweise ein, dass meine Ex mich gar nicht geliebt hat, da ich der Meinung bin, dass man sich doch gerade in der Anfangszeit oft sehen will, viel Zeit miteinander verbringt, was dann im späteren Verlauf der Beziehung logischerweise nachlässt. Es wurmt mich, ihr nicht mehr beweisen zu können, dass ich es besser machen kann und eigentlich nicht so bin, wie sie mich kennengelernt hat. Nicht needy, nicht eifersüchtig, nicht kontrollierend. Man fühlt sich wie ein Stier, mit den Hufen scharrend, bereit, mit dem Wissen von hier alles besser machen zu können, nur ist man noch mit ner Kette um den Hals irgendwo dran befestigt und kann nicht lostraben. Nagt an mir! Ich muss mich damit abfinden, dass sie mich als Wussy im Gedächtnis behalten wird, was an meinem Ego kratzt. 

Ich schäme mich für mein Verhalten heute bereits extrem. Ich weiß nicht, was mich in der Beziehung und vor allem nach der Beziehung geritten hat. Ich stand neben mir selbst und erkannte mich nicht wieder. Ich habe tatsächlich "Angst" davor, meine Ex UND ihre Freunde wiederzusehen, da die alle wissen, was für eine behinderte Scheiße ich abgezogen habe. Ich habe WhatsApps geschrieben, das darf man keinem erzählen. Ich schrieb ihr sogar einen Brief und warf ihn in den Briefkasten (nach der zweiten Trennung von ihr)! Den hab ich aber wenige Stunden später wieder rausgeholt und vernichtet. Das einzige was ich nicht gemacht habe, bei ihr zu Hause oder auf ihrer Arbeit aufzukreuzen oder Freunde von ihr anzuschreiben. Sonst habe ich aber speziell nach der Trennung genau das gemacht, was man nicht machen sollte. Ich könnte mir dafür selbst in die Fresse hauen, so ärgere ich mich über mich selbst. Da kommt dann Wut in mir auf, auf ganzer Linie versagt zu haben. Daran habe ich wirklich zu knabbern, da eben auch nicht das gewünschte Ziel erreicht wurde, die Ex zurückzugewinnen. Man kämpft 2-3 Monate und bekommt nicht das, was man will. Das ist mir in meinem bisherigen Leben so noch nie passiert und ist eine neue Erfahrung für mich. 

 

vor 2 Stunden, saian schrieb:

Wie sieht so ein typisches Verhalten aus, wenn du an sie denkst?
Was denkst du dann?
Was fühlst du dann?
Was ist deine folgende Reaktion darauf?
Wie fühlst du dich kurzfristig, nachdem du deine Reaktion gemacht hast?
Wie fühlst du dich nach ein wenig Abstand, nachdem du deine Reaktion gemacht hast?

In der Regel denke ich einfach nur an sie. Es tauchen Bilder von ihr, die sie mir geschickt hatte, im Gedächtnis auf. Anderes Beispiel: ich checke Mails auf der Arbeit aus alter Zeit, bspw. Februar. Dann denke ich "ach, da waren wir noch zusammen und alles war gut". Oder wenn ich eine altere Serie, die wir zusammen auf Netflix schauten, weiterschaue, stimmt mich das traurig und Erinnerungen werden wach. Ich fühle mich dann einsam, verlassen, verarscht. Da ich weiß, wie ich mich in solchen oben beschriebenen Situationen fühle, meide ich alles rigoros, was mich in irgend einer Art und Weise an sie erinnert. Ich habe alle Sachen von ihr verbannt, Bilder gelöscht, Chats gelöscht, es gibt in meiner Wohnung, auf meinem Handy, nirgendswo auch nur einen Ansatz, der mich an sie erinnern könnte. Jetzt war ich seit langem letzte Woche nochmal auf der Sonnenbank. War ich das letzte Mal im Februar. Da dachte ich dann "als du das letzte Mal hier warst, warst du auch noch mit ihr zusammen". Dann frage ich mich ernsthaft, ob das normal ist, dass ich solche Gedankengänge habe! Ich hake dann solche "Erlebnisse" gedanklich ab und denke mir, "ok, jetzt warst du hier das letzte mal als Single, alles cool". 

Ich reagiere auf solche Gedanken, indem ich sie ein Stück weit zulasse, dann aber zwanghaft an das negative in der Beziehung zurückdenke. Mir einrede, dass es nicht passte und ich eine bessere Frau finden werde. Dann fühle ich mich teilweise besser und es geht mir auch besser. Wenn sie dann in meinen Gedanken erneut auftaucht, fühle ich mich "neutral", emotionslos. Was dann aber wieder wechselt. Ich versuche dann, mich mit anderen Aktivitäten abzulenken, was dann auch übergangsweise gelingt. Sobald ich aber alleine bin, kommen die Flashbacks und ich mache nach dem gewohnten Muster weiter. An die schlechten Zeiten/Momente/Erfahrungen denken, mir einreden, dass sie mich gar nicht geliebt und die ganze Zeit verarscht hat usw. Aber mein Hirn spielt mir einen Streich und ruft eben die positiven Zeiten ins Gedächtnis. Sex usw. Dann fühle ich mich wieder traurig. Teilweise schaffe ich es, dass alles zu ignorieren und mich eben abzulenken. Dann denke ich, "mach dir keinen Kopf, du hättest nach der Trennung eine neue Frau haben können, da wird auch in naher Zukunft wieder eine kommen". Dann geht es mir gut. Dann stelle ich mir aber wieder vor, was meine Ex wohl gerade macht, ob sie schon einen Neuen hat, ob sie an mich denkt... das übliche halt. Nervt mich extrem. Ich komme einfach nicht zur Ruhe, da es halt immer und immer wieder die gleichen Gedanken sind, die ich habe. Vor einigen Wochen dachte ich noch an die letzten Nachrichten/Chatverläufe mit ihr und befand mich im PDM. Das ist abgelegt, an die Nachrichten denke ich immerhin nicht mehr, PDM geht ja glücklicherweise dank KS auch nicht mehr. Allerdings analysiere ich Verhalten von ihr und suche nach "Beweisen", dass sie mich verarscht hat, ich der Rebound war usw. Dann werde ich teilweise wütend und ärgere mich wieder über mich selbst, nicht viel früher (nach einigen Red Flags im Dezember letzten Jahres) Schluss gemacht zu haben.

Manchmal fühle ich mich aber auch einfach gut, denke in großen Abschnitten nicht an sie und freue mich aufs Wochenende, auf den Sport, auf den Urlaub usw. Aber ich habe mich seit März nicht mehr glücklich gefühlt, obwohl ich bspw. die offizielle Beförderung auf der Arbeit bekommen habe, endlich wieder mein Sommerauto fahren kann, letztes Jahr kamen da Glücksgefühle auf, wenn ich den V8 blubbern gehört habe. Heute fühle ich mich bei allem, was mich früher glücklich gemacht hat (zur Singlezeit) teilweise emotionslos, da ich dann bspw. herumfahre und an meine Ex denke, anstatt mich auf den Moment einzulassen und die Fahrt zu genießen. Die Gedanken an sie bremsen mich halt komplett aus. 

vor 2 Stunden, saian schrieb:


Und dann selbst deine aktuelle Stufe einordnen anhand der verschiedenen Modelle

Wenn ich mir das mal anschaue, scheine ich zwischen Phase 2 und 3 hin- und herzuspringen. Vielleicht rede ich mir auch nur ein, ich hätte die Trennung akzeptiert, obwohl dem nicht so ist?

 

vor 2 Stunden, saian schrieb:

Dazu denke ich, dass durch Corona eventuell zusätzliche Einflüsse hinzu kommen konnten,
bspw. dass nicht nur die Beziehung fehlt, sondern auch andere soziale Kontakte.

Spielt definitiv mit rein. Gerade der Lockdown in der Anfangszeit war natürlich absolut nicht förderlich. Genau in der Zeit, in der ich ihr so hinterhergerannt bin, ging ja absolut gar nichts. Man konnte nichts machen, außer zu Hause mal ein paar Kumpels einzuladen und paar Bier zu trinken (auch wenn man es eig. nicht durfte). Meiner Leidenschaft, dem Kraftsport, konnte ich nicht nachgehen. Zusätzlich war ich damals im März/April auf der Arbeit nicht ausgelastet und saß alleine in einem 200 qm Quarantäne-Büro. War absolut nicht förderlich. Ich saß dann nachmittags auf der Arbeit, hatte Kopffick des Todes und fing an, dumme Nachrichten zu schreiben. Die Hoffnung die sie mir in den zwei Monaten machte, hat mich verrückt gemacht. Im Mai dachte ich, dass wir wieder zusammenkommen, wurde dann aber enttäuscht. Das war einfach alles Käse.

 

vor 2 Stunden, allthesingleladies schrieb:

Kenne die Situation. Auch wenn du es jetzt vielleicht glaubst, wirst bald nicht mehr an sie denken. Mir hat es geholfen mich busy zu machen. Durch Arbeit und vor allem ein neues Hobby. Hättest du Interesse an sowas? Lg

Auf der Arbeit bin ich glücklicherweise wieder mehr ausgelastet. Großes Hobby ist halt Kraftsport, da investiere ich jeden Tag mindestens eine Stunde. Zusätzlich habe ich ein altes Hobby wieder für mich entdeckt, Mountainbike fahren. Habe mir ein neues Bike gegönnt und mache regelmäßig Touren, zusammen mit nem Kumpel. Da kann ich auch gut abschalten. Sonst zocke ich halt momentan etwas mehr als früher, da ich da komplett auf andere Gedanken komme. Wobei das zocken am PC natürlich keine Dauerlösung ist. Aber es macht spaß, bringt mich auf andere Gedanken und ich treffe alte Bekannte wieder. 

Sonst habe ich keine anderen Hobbys, außer Autos und halt regelmäßig Freunde zu treffen. Ich gehe halt gerne wandern und fahre auch sehr gerne in den Urlaub. Dafür fehlt mir aber eben die Partnerin. 

vor 2 Stunden, allthesingleladies schrieb:

Achso und: Sachen und Gegenstände, die an sie erinnern, loswerden. 

Ist alles weg. 

bearbeitet von Celica2k
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vor einer Stunde, Celica2k schrieb:

In der Regel denke ich einfach nur an sie. Es tauchen Bilder von ihr, die sie mir geschickt hatte, im Gedächtnis auf. Anderes Beispiel: ich checke Mails auf der Arbeit aus alter Zeit, bspw. Februar. Dann denke ich "ach, da waren wir noch zusammen und alles war gut". Oder wenn ich eine altere Serie, die wir zusammen auf Netflix schauten, weiterschaue, stimmt mich das traurig und Erinnerungen werden wach. Ich fühle mich dann einsam, verlassen, verarscht. Da ich weiß, wie ich mich in solchen oben beschriebenen Situationen fühle, meide ich alles rigoros, was mich in irgend einer Art und Weise an sie erinnert. Ich habe alle Sachen von ihr verbannt, Bilder gelöscht, Chats gelöscht, es gibt in meiner Wohnung, auf meinem Handy, nirgendswo auch nur einen Ansatz, der mich an sie erinnern könnte. Jetzt war ich seit langem letzte Woche nochmal auf der Sonnenbank. War ich das letzte Mal im Februar. Da dachte ich dann "als du das letzte Mal hier warst, warst du auch noch mit ihr zusammen". Dann frage ich mich ernsthaft, ob das normal ist, dass ich solche Gedankengänge habe! Ich hake dann solche "Erlebnisse" gedanklich ab und denke mir, "ok, jetzt warst du hier das letzte mal als Single, alles cool". 

Ich reagiere auf solche Gedanken, indem ich sie ein Stück weit zulasse, dann aber zwanghaft an das negative in der Beziehung zurückdenke. Mir einrede, dass es nicht passte und ich eine bessere Frau finden werde. Dann fühle ich mich teilweise besser und es geht mir auch besser. Wenn sie dann in meinen Gedanken erneut auftaucht, fühle ich mich "neutral", emotionslos. Was dann aber wieder wechselt. Ich versuche dann, mich mit anderen Aktivitäten abzulenken, was dann auch übergangsweise gelingt. Sobald ich aber alleine bin, kommen die Flashbacks und ich mache nach dem gewohnten Muster weiter. An die schlechten Zeiten/Momente/Erfahrungen denken, mir einreden, dass sie mich gar nicht geliebt und die ganze Zeit verarscht hat usw. Aber mein Hirn spielt mir einen Streich und ruft eben die positiven Zeiten ins Gedächtnis. Sex usw. Dann fühle ich mich wieder traurig. Teilweise schaffe ich es, dass alles zu ignorieren und mich eben abzulenken. Dann denke ich, "mach dir keinen Kopf, du hättest nach der Trennung eine neue Frau haben können, da wird auch in naher Zukunft wieder eine kommen". Dann geht es mir gut. Dann stelle ich mir aber wieder vor, was meine Ex wohl gerade macht, ob sie schon einen Neuen hat, ob sie an mich denkt... das übliche halt. Nervt mich extrem. Ich komme einfach nicht zur Ruhe, da es halt immer und immer wieder die gleichen Gedanken sind, die ich habe. Vor einigen Wochen dachte ich noch an die letzten Nachrichten/Chatverläufe mit ihr und befand mich im PDM. Das ist abgelegt, an die Nachrichten denke ich immerhin nicht mehr, PDM geht ja glücklicherweise dank KS auch nicht mehr. Allerdings analysiere ich Verhalten von ihr und suche nach "Beweisen", dass sie mich verarscht hat, ich der Rebound war usw. Dann werde ich teilweise wütend und ärgere mich wieder über mich selbst, nicht viel früher (nach einigen Red Flags im Dezember letzten Jahres) Schluss gemacht zu haben.

Manchmal fühle ich mich aber auch einfach gut, denke in großen Abschnitten nicht an sie und freue mich aufs Wochenende, auf den Sport, auf den Urlaub usw. Aber ich habe mich seit März nicht mehr glücklich gefühlt, obwohl ich bspw. die offizielle Beförderung auf der Arbeit bekommen habe, endlich wieder mein Sommerauto fahren kann, letztes Jahr kamen da Glücksgefühle auf, wenn ich den V8 blubbern gehört habe. Heute fühle ich mich bei allem, was mich früher glücklich gemacht hat (zur Singlezeit) teilweise emotionslos, da ich dann bspw. herumfahre und an meine Ex denke, anstatt mich auf den Moment einzulassen und die Fahrt zu genießen. Die Gedanken an sie bremsen mich halt komplett aus. 

Das koennte ich genauso unterschreiben. Will hier aber nicht auf meine Geschichte eingehen, aber gerade die " Ach im Maerz, das war vor Datum x", etc Gedanken habe ich auch. Bin froh, dass es nicht nur mir so geht.

Ich denke Corona wird bei uns da leider eine brutale Rolle gespielt haben, wenn du mit den Gedanken komplett alleine bist und die wiederholt ablaufen, brennen die sich ein. 

Ich hatte bisher keinen Tag, an dem die Gedanken nicht zurueck kreisten an Sie. Wie ist das bei dir ?

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vor 13 Minuten, thereislight schrieb:

Das koennte ich genauso unterschreiben. Will hier aber nicht auf meine Geschichte eingehen, aber gerade die " Ach im Maerz, das war vor Datum x", etc Gedanken habe ich auch. Bin froh, dass es nicht nur mir so geht.

Beruhigt mich gerade auch etwas, dass wir immerhin zwei sind, bei denen da oben irgendwas gerade absolut nicht richtig läuft/tickt. 🤦‍♂️

Ich hatte mich am Freitag dem 13.03 getrennt. Jetzt hatte ich letzte Woche geschäftlich ein Gespräch, da erzählte die Person etwas aus dem Privatleben, dass er am 13.03. irgendwas hatte. BAM! Das hat mich hart getriggert. Ich hatte da zuvor eine Phase, wo ich nicht an sie dachte und ich fühlte mich plötzlich fast so wie an diesem Trennungstag, ich fühlte mich miserabel. War kurz, aber heftig. Hatte mich schnell wieder gefangen.

Trotzdem würde mich mal interessieren, wie lange du mit deiner Ex zusammenwarst? Man sagt ja, je länger die Beziehung ging, desto länger dauert die Verarbeitung. Ich verarbeite mittlerweile länger, als die Beziehung gedauert hat. Bescheuert. 

vor 18 Minuten, thereislight schrieb:

Ich denke Corona wird bei uns da leider eine brutale Rolle gespielt haben, wenn du mit den Gedanken komplett alleine bist und die wiederholt ablaufen, brennen die sich ein. 

Jo, worst case. Einen dümmeren Zeitpunkt zum Schluss machen hätte ich mir wahrlich nicht aussuchen können. Der Lockdown erfolgte dann ja die Woche darauf, ich zog in mein Quarantänebüro (sah meine Kollegen den ganzen Tag nicht) und die sozialen Kontakte wurden eingeschränkt. Unpassender hätte es nicht sein können, da ich zudem vermute, dass uns Corona verdammt gut getan hätte. Meine Ex war so eine, die nur auf Achse war, jeden Tag, mit Kollegen da getroffen, fast jeden Tag mit Freunden getroffen, irgendwo hingefahren, Wochenende nur Party... wir hätten den Lockdown nutzen können, um an der Beziehung aktiv zu arbeiten, was nach den zwei Trennungen nötig gewesen wäre. Quality Time und so. Wegen Corona konnte sie eine geplante Reise nicht antreten, was sie einen Tag vor der Trennung erfuhr. Sie war total down und zog sich zurück. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon maximal Zweifel aufgrund einiger Aktionen in dieser Woche und hatte maximale Verlustangst und interpretierte ihren Rückzug so, dass sie kurz davor ist, erneut Schluss zu machen. Ich weiß also mittlerweile auch (nach der Reflektion), dass ich die Trennung bewusst aus Verlustangst ausgesprochen hatte. Ich wollte ihr zuvorkommen, zuerst Schluss machen, bevor sie es tut. Diese Verlustangst muss ich auch in den Griff bekommen, ich weiß, dass ich da aktuell eine Baustelle habe. 

 

vor 27 Minuten, thereislight schrieb:

Ich hatte bisher keinen Tag, an dem die Gedanken nicht zurueck kreisten an Sie. Wie ist das bei dir ?

Bei mir ähnlich. Immer wieder die gleichen Gedankenspiralen. Seit dem letzten Kontakt Mitte Juni unverändert. Zwar lassen wie gesagt die schlechten Gefühle nach, bzw. ziehen mich die Gedanken nicht mehr so weit runter, aber sie sind halt einfach da. Pausenlos. Downphasen habe ich auch, die werden gefühlt jedoch etwas besser, bzw. dauern nicht mehr so lange an.

Die einzige Verbesserung, die ich merke, ist die, dass ich wieder länger schlafe. Ich hatte bis vor kurzem seit der Trennung im März (und auch davor schon) keine Nacht mehr als 4-5 Stunden geschlafen! Jede Nacht um 4.00 Uhr nachts wach geworden und Hirnfick gehabt!  Die Schlafprobleme hatte ich bereits Anfang März, als wir es noch einmal versucht hatten, auch wenn ich bei ihr übernachtet hatte. Ich war damals im März aber auch noch die Trennung von Ende Februar am verarbeiten (die von ihr ausging), da ich dort zum ersten Mal in meinem Leben verlassen wurde, was dann die Verlustängste hervorgerufen hatte, was ebenfalls neu für mich war. Hatte ich vorher noch nie sowas.

Könnte auch noch eine Erklärung sein, warum ich insgesamt so lange für die Verarbeitung brauche. Da ich nicht nur die letzte Trennung (ausgesprochen von mir) zu verarbeiten habe, sondern eben auch noch die von ihr. Zwischen ihrer Trennung und "Neustart" lag ja nur eine Woche, in dieser Woche verdrängte ich die Trennung total und analysierte ununterbrochen mein Fehlverhalten, anstatt auch mal Trauer zuzulassen und mir Zeit zu nehmen. Der Neustart war dann viel zu früh, da hätte ich ein paar Wochen ins Land ziehen lassen müssen, so schlau bin ich heute übrigens auch.

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Danke für deinen Input, @ariello.

Ich bin also doch nicht der Einzige, dem es so geht. Ich habe auch recherchiert und es liegt höchstwahrscheinlich an diesen extremen Hochs und Tiefs. Zudem die Trennung in der "Hochverliebtheitsphase". 

Habe gelesen, dass wenn die Ups and Downs so krass waren, sich das quasi ins Gehirn einbrennt. Nach dem ersten heftigen Streit und meiner ersten, von mir ausgesprochenen "Testtrennung" folgte ein extremes Hoch mit wildem Sex etc. Dann eine Woche später sagte sie die magischen drei Worte das erste Mal nachdem wir Sex hatten zu mir. Einen Tag später machte sie Schluss. Eine Woche später kam sie wieder an. 

Da ich eh schon zum Zeitpunkt der Beziehung in einem Loch war, wo sie mich eben rausholte, wurde alles schlimmer. Zu mangelndem Selbstwert kamen dann zum ersten Mal Verlustängste hinzu. Jeden Kumpel von ihr stufte ich als Konkurrenz  ein. Das war ein absolut tödlicher Cocktail. 

Selbst ich denke heute noch jeden Tag an sie, obwohl die Trennung nächsten Monat ein halbes Jahr her ist, letzter Kontakt dann 3 Monate. Ich kann mir das Hinterherlaufen nicht verzeihen, täglich könnte ich mir in die Fresse hauen für mein lächerliche, unmännliches, erbärmliches Verhalten. 

Es wird aber ganz ganz langsam besser, die Gedanken werden etwas weniger. Nicht mehr diese quälenden Gedanken. Aber ich denke teilweise immer noch als erstes an sie, wenn ich morgens aufwache. Tagsüber dann weniger. 

Ich halte eine rigorose, 100%ige Kontaktsperre auf allen Kanälen. Für mich ist sie tot. Ich für sie auch. Anpingen wird sie mich wahrscheinlich nie wieder. Ich hoffe auch, dass ich sie nie wieder sehe, weder sie noch ihren SC. 

Ich habe aus diesen Fehlern gelernt. Reflektiere immernoch, arbeite aber am Selbstwert und mache Fortschritte. Versuche, neue Frauen kennenzulernen. 

Fakt ist, dass mich die Erfahrung geprägt hat und ich sowas nie wieder in meinem Leben zulassen werde. Ich denke heute noch an eine Frau, die zu 100% NICHT zu mir gepasst hat. Ich frage mich, was für einen Streich mir mein Hirn spielen will. 

Aber wird schon. Das Forum hier ist klasse und hat mir schon viel geholfen. Wir packen das. 😉

 

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Kann es sein, dass du an eine Frau mit BPD geraten bist, die dich in eurer Kennenlernphase einfach lovegebombt hat? 😂

 

bearbeitet von WhyThankYou

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vor einer Stunde, Celica2k schrieb:

Ich bin also doch nicht der Einzige, dem es so geht. Ich habe auch recherchiert und es liegt höchstwahrscheinlich an diesen extremen Hochs und Tiefs. Zudem die Trennung in der "Hochverliebtheitsphase". 

Nein, das bist Du ganz sicher nicht. 😉 Zur These mit den Ups and Downs stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Es sind die enormen Ausschläge, die das Ganze so toxisch machen. Blöderweise hat man diese in der Regel ausschließlich mit solchen Frauen. Das ist wohl vergleichbar mit einem Rauschzustand. Einen solchen bekommt man auch nur durch Drogen, wobei klar ist, dass diese enorm schädlich sind und zur Abhängigkeit führen; genau wie diese Sorte Frau. Den Vergleich finde ich äußerst zutreffend!

Auch was den Moment der Trennung anbelangt gebe ich Dir Recht. Dieser erfolgte im Zenit der Limerenz, so dass die Fallhöhe maximal war.

Während sich somit recht klar identifizieren lässt, welche Mechanismen wirken, bleiben die dahinterliegende Gründe für die Auswahl eines solchen Partners jedoch nach wie vor ein wenig im Dunkeln. Was führt dazu, dass ein Mensch - obgleich objektiv völlig unpassend als Partner - derartigen Zugriff bekommt? Es wird ja sicher irgendeinen Trigger geben.

 

@WhyThankYou Mit diesem Gedanken habe ich mich nach diese Sache tatsächlich auseinandergesetzt und die am häufigsten vorkommenden Symptome einer Antisozialen Persönlichkeitsstörung (APS), also enorme Wandlungsfähigkeit, pathologisches Lügen sowie fehlendes Mitgefühl und Reue, konnte ich bejahen. Die ebenfalls typischen Zornausbrüche hatte sie dagegen nie. Als Laie kann und will ich hier nicht diagnostizieren. Heute stelle ich mir diese Frage zum Glück nicht mehr, da das Thema Gott sei Dank durch ist. Aber ja, möglich, dass sie unter dieser Erkrankung leidet und deshalb nicht wirklich Einfluss auf ihr Tun hatte.

bearbeitet von ariello
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vor einer Stunde, WhyThankYou schrieb:

Kann es sein, dass du an eine Frau mit BPD geraten bist, die dich in eurer Kennenlernphase einfach lovegebombt hat? 😂

 

Musste das erst einmal googlen. Habe ich mich nie mit auseinander gesetzt. Ich weiß nur, dass sie von jetzt auf gleich den Invest deutlich runtergefahren hat, nach rund einem Monat, wo wir "offiziell" zusammen waren. Laut ihr war da die "Anfangsphase" vorbei. Später verriet sie mir, dass sie Zeit braucht, sich auf einen neuen Partner einzulassen, sich zu öffnen und so. Schwierige Erfahrung ihrerseits in der Kindheit, Mutter ging fremd, sie sollte es verheimlichen, erzählte es dem Vater doch, Eltern trennten sich daraufhin. Sie meinte auch, sie würde aus Selbstschutz teilweise so handeln, in einem anderen Kontext. Reagiert unpassend auf schwierige emotionale Reaktionen von Freunden, in "lustiger Weise", woraufhin sie Freunde verletzte. Alles komisch. Blickte ich nie ganz hinter. Will ich auch nicht mehr, ist vorbei. Wobei ich einfach vielleicht zu "Nähe-needy" war, was sie mir aber einfach nicht geben konnte. Ich glaube, sie hatte Bindungsangst. Ich passiv, sie aktiv oder so. Ärger vorprogrammiert.

 

vor 54 Minuten, ariello schrieb:

Nein, das bist Du ganz sicher nicht. 😉 Zur These mit den Ups and Downs stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Es sind die enormen Ausschläge, die das Ganze so toxisch machen. Blöderweise hat man diese in der Regel ausschließlich mit solchen Frauen. Das ist wohl vergleichbar mit einem Rauschzustand. Einen solchen bekommt man auch nur durch Drogen, wobei klar ist, dass diese enorm schädlich sind und zur Abhängigkeit führen; genau wie diese Sorte Frau. Den Vergleich finde ich äußerst zutreffend!

Nach der Reflektion weiß ich mittlerweile nicht mal mehr, ob diese Ups und Downs nur von mir so extrem empfunden wurden. Teilweise fragte ich mich, ob ich nur Rebound-Guy war und ob sie mich überhaupt in irgendeiner Art und Weise geliebt hat. Die Fragen bzw. Antworten interessieren mich heute zum Glück nicht mehr. Werde ich nie erfahren und ist auch egal jetzt. Ich verbuche das als Erfahrung und Ausgleich meines hoch negativen Karmapunkte-Kontos.

vor 56 Minuten, ariello schrieb:

Während sich somit recht klar identifizieren lässt, welche Mechanismen wirken, bleiben die dahinterliegende Gründe für die Auswahl eines solchen Partners jedoch nach wie vor ein wenig im Dunkeln. Was führt dazu, dass ein Mensch - obgleich objektiv völlig unpassend als Partner - derartigen Zugriff bekommt? Es wird ja sicher irgendeinen Trigger geben.

Ich weiß glaube ich heute, warum. Bin an eine LSE-Braut geraten, weil ich selber damals LSE war. Habe irgendwo hier gelesen, dass man immer gleiches anzieht. Hätte damals nie in eine Beziehung gehen dürfen. Aber auch aus diesem Fehler habe ich gelernt. Habe mir nach der Trennung bewusst eine Pause mit Frauen gegönnt, um erstmal grundlegend klar zu kommen. Letztes Jahr Mitte Oktober eine Aktion, die meinen Selbstwert/Selbstachtung pulverisierte (und sich hoch negativ auf meine Karmapunkte auswirkte), Ende Oktober lernte ich dann meine Ex kennen. Passiert mir nicht mehr. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich langsam wieder Frauen kennen lerne, aber höchst penibel screene. Vielleicht auch zu stark. Will nicht wieder an so einen Energievampir geraten.

Mein Hirn muss noch kalibriert werden. Meine Ex hatte ja ausschließlich männliche Freunde. Diese Freundschaften waren so intensiv, dass diese ja teilweise bei ihr übernachteten, was ich zugelassen habe, obwohl es gegen sämtliche Werte von mir verstoßen hat, was sich ebenfalls negativ auf meinen Selbstwert auswirkte. Dass ich da nicht einfach aufgestanden und gegangen bin und Schluss gemacht habe, hat wohl dazu geführt, dass ich heute, sobald eine Frau Männerfreunde erwähnt, extrem getriggert werde und quasi am liebsten eine Frau hätte, die gar keine Männerfreunde hat. Obwohl es Blödsinn ist. Nicht jede Frau hat Männerfreundschaften in dieser extremen Intensität. Aber da muss ich wie gesagt kalibriert werden, irgendwie.

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Am 8.7.2020 um 12:24 , Celica2k schrieb:

In der Regel denke ich einfach nur an sie. Es tauchen Bilder von ihr, die sie mir geschickt hatte, im Gedächtnis auf. Anderes Beispiel: ich checke Mails auf der Arbeit aus alter Zeit, bspw. Februar. Dann denke ich "ach, da waren wir noch zusammen und alles war gut". Oder wenn ich eine altere Serie, die wir zusammen auf Netflix schauten, weiterschaue, stimmt mich das traurig und Erinnerungen werden wach. Ich fühle mich dann einsam, verlassen, verarscht. Da ich weiß, wie ich mich in solchen oben beschriebenen Situationen fühle, meide ich alles rigoros, was mich in irgend einer Art und Weise an sie erinnert. Ich habe alle Sachen von ihr verbannt, Bilder gelöscht, Chats gelöscht, es gibt in meiner Wohnung, auf meinem Handy, nirgendswo auch nur einen Ansatz, der mich an sie erinnern könnte. Jetzt war ich seit langem letzte Woche nochmal auf der Sonnenbank. War ich das letzte Mal im Februar. Da dachte ich dann "als du das letzte Mal hier warst, warst du auch noch mit ihr zusammen". Dann frage ich mich ernsthaft, ob das normal ist, dass ich solche Gedankengänge habe! Ich hake dann solche "Erlebnisse" gedanklich ab und denke mir, "ok, jetzt warst du hier das letzte mal als Single, alles cool". 

Hallo Celica2k,

habe deinen Thread erst jetzt entdeckt. Mir fallen viele Ähnlichkeiten zu meiner Situation auf, möchte aber hier kein Fass aufmachen.

Ich bin seit Mai getrennt. Die Gedanken, "im Februar, da warst du noch mit ihr zusammen etc" oder auch Netflix-Serien beenden, habe ich auch gehabt. Scheinbar ist es also normal, das ist beruhigend. Ich habe auch alles gemieden, was mich getriggert hat. Selbst in den Urlaub zu fahren, hat mich getriggert, den mit dem fährt der Mann meistens in den Urlaub? Mit der LTR. Seltsamerweise bin ich fast der einzige, der im SC mit so einer Trennung umgehen musste, der einzige, der darunter zu knaubeln hat.

Letztlich habe ich mich dazu gezwungen, solche Trigger einfach mit neuen Erfahrungen zu überschreiben, wenn man diesen nicht umgehen kann. Oder: Die eine Serie, die ich mit meiner Ex angefangen hatte, gucke ich einfach nie wieder an, weil ichs nicht muss.

Soll mir aber jeder Urlaub, Essen gehen beim Italiener usw, nie wieder Spaß machen?

Ich habe auch, wie du, dumme Sachen nach der Trennung getan. Bevor es zur Trennung kam, oder zwischen Trennungsgespräch 1 und 2, noch einen schmalzigen Liebesbrief geschrieben, in dem ich mich für alles entschuldige. Heute seh ich meine Fehler, aber klar bin ich nicht der 100% Schuldige gewesen. Es ist mir sehr peinlich, diesen Brief, es war eine Email, geschrieben zu haben. Ich denke gar nicht mehr so. Was mir nur schmerzt, ist dass diese Frau eigentlich gar so nicht schlecht war, außer den in den letzten Monaten der Beziehung. Das verkrafte ich nicht so gut. Schließlich war man sehr lange zusammen.

Ich weiß jetzt, dass ich auch in Beziehungen den Frame halten muss. Ist mir in der letzten Zeit nicht gelungen, deswegen wurde ich gedumpt.

Mächtige Hilfsmittel wie die KS und viel Sport, wirken wirklich Wunder. Hoffe dir gehts mittlerweile besser! Auch ich kann sagen, Zeit heilt alle Wunden (und neue HBs) 😄

Cheers,

teedler

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vor 22 Minuten, teedler schrieb:

Ich weiß jetzt, dass ich auch in Beziehungen den Frame halten muss. Ist mir in der letzten Zeit nicht gelungen, deswegen wurde ich gedumpt.

Mächtige Hilfsmittel wie die KS und viel Sport, wirken wirklich Wunder. Hoffe dir gehts mittlerweile besser! Auch ich kann sagen, Zeit heilt alle Wunden

Danke für die beiden Statements @teedler

die sind so wahr und da ich mich in einer ähnlichen Situation wie ihr beide befinde, kann ich nachvollziehen wie es euch geht :-) 

Sport und sich keine Gedanken mehr um die Ex-Partnerin machen hilft doch sehr gut. Ausgepowert denkt man eher an andere Dinge
als wenn man einfach gelangweilt auf dem Sofa sitzt und in die Glotze schaut. Mir hilft ausser dem Sport auch das Lesen von Büchern
zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. 

Für mich war ein krasser Augen-Öffner das Buch: "No more Mr.Nice Guy" von Robert A. Glover. 
Zur Zeit versuche ich die Situation (Trennung im Anfang July) zu nutzen um meine alten Baustellen anzugehen die immer mal wieder
unbemerkt während einer Beziehung zuschlagen.
(Nice Guy Syndrom / Sie zum Zentrum erklären / meine Bedürfnisse und Wünsche zurückstellen)

Ich fühle mit euch und drücke euch die Daumen, dass ihr besser und stärker aus der Situation herauskommt! 
bleibt dran an der Veränderung und gebt euch die Zeit und die "Arzneien" (Sport / Entwicklung / usw.) die ihr braucht

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vor 11 Minuten, HardballS4 schrieb:

Danke für die beiden Statements @teedler

die sind so wahr und da ich mich in einer ähnlichen Situation wie ihr beide befinde, kann ich nachvollziehen wie es euch geht :-) 

Sport und sich keine Gedanken mehr um die Ex-Partnerin machen hilft doch sehr gut. Ausgepowert denkt man eher an andere Dinge
als wenn man einfach gelangweilt auf dem Sofa sitzt und in die Glotze schaut. Mir hilft ausser dem Sport auch das Lesen von Büchern
zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. 

Für mich war ein krasser Augen-Öffner das Buch: "No more Mr.Nice Guy" von Robert A. Glover. 
Zur Zeit versuche ich die Situation (Trennung im Anfang July) zu nutzen um meine alten Baustellen anzugehen die immer mal wieder
unbemerkt während einer Beziehung zuschlagen.
(Nice Guy Syndrom / Sie zum Zentrum erklären / meine Bedürfnisse und Wünsche zurückstellen)

Ich fühle mit euch und drücke euch die Daumen, dass ihr besser und stärker aus der Situation herauskommt! 
bleibt dran an der Veränderung und gebt euch die Zeit und die "Arzneien" (Sport / Entwicklung / usw.) die ihr braucht

@HardballS4 @Celica2k

Das wichtigste ist, sich auf sich zu konzentrieren, scheiß auf die Ex. Denn die sieht man bestenfalls nie wieder, die Frau ghosten bis zum Lebensende! War schön, ist aber nun vorbei. Der Mensch, mit dem man zusammen war, ist nun tot. Tschüssi, ciao, hfgl.

In diesem Sinne, lasst uns weiter so machen, oder wir man so schön sagt: "Haltet ihn oben" 😄

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vor 1 Stunde, teedler schrieb:

Ich habe auch, wie du, dumme Sachen nach der Trennung getan. Bevor es zur Trennung kam, oder zwischen Trennungsgespräch 1 und 2, noch einen schmalzigen Liebesbrief geschrieben, in dem ich mich für alles entschuldige. Heute seh ich meine Fehler, aber klar bin ich nicht der 100% Schuldige gewesen. Es ist mir sehr peinlich, diesen Brief, es war eine Email, geschrieben zu haben. Ich denke gar nicht mehr so. Was mir nur schmerzt, ist dass diese Frau eigentlich gar so nicht schlecht war, außer den in den letzten Monaten der Beziehung. Das verkrafte ich nicht so gut. Schließlich war man sehr lange zusammen.

Ich habe ja auch einen ziemlich langen Brief geschrieben und sogar in ihren Briefkasten geworfen! Ich weiß nicht was mich geritten hat, aber ich habe ihn wenige Stunden später wieder herausgeholt. Ich habe mir den letzte Woche noch einmal durchgelesen. OH MEIN GOTT! Wie abgrundtief peinlich! Hätte sie den gelesen, hätte ich auswandern müssen. Ich bin so froh, dass dieser Brief sie niemals erreicht hat. 😄

Aber irgendwann ist einem das halt echt total egal. Mir sind die WhatsApps, die ich teilweise geschrieben habe, auch egal. War halt damals auf Entzug, nicht ich selbst. Damit tröste ich mich. 

vor 1 Stunde, teedler schrieb:

Mächtige Hilfsmittel wie die KS und viel Sport, wirken wirklich Wunder. Hoffe dir gehts mittlerweile besser! Auch ich kann sagen, Zeit heilt alle Wunden (und neue HBs) 😄

Ja, es wird immer besser. Zwischendurch noch Downphasen (heute zum Beispiel einen beschissenen Ex-Traum gehabt, hat bis Mittag gedauert, bis ich wieder auf der Höhe war), aber es wird halt wirklich von Woche zu Woche besser. Andere HB's würden das Loch nur temporär stopfen. Ich versuche erstmal, wirklich komplett alleine wieder "glücklich" sein zu können, auch ohne HB an meiner Seite. Erst wenn ich diesen alten Zustand wieder erreicht habe, werde ich aktiv nach einer neuen LTR Ausschau halten. FB's gegenüber wäre ich nicht abgeneigt, noch stimmt aber das Mindset nicht ganz, weswegen ich Dates verkacke.

vor einer Stunde, HardballS4 schrieb:

Mir hilft ausser dem Sport auch das Lesen von Büchern
zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. 

Kannst du mal verraten, welche Bücher du so liest? Ich bin dabei, das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" zu lesen, wobei das ja mehr ein Arbeitsbuch ist, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Was mir noch geholfen hat: einfach mal Abends eine Runde spazieren gehen! Alleine. Musik auf die Ohren und raus. Lebe in einer sehr ländlichen Region und kann dadurch viele Waldwege gehen. Macht so unglaublich den Kopf frei!

Bei mir wirkt Sport jedoch am allermeisten, neben einem guten SC. 

vor einer Stunde, HardballS4 schrieb:

Ich fühle mit euch und drücke euch die Daumen, dass ihr besser und stärker aus der Situation herauskommt! 

Danke. Dir natürlich auch viel Kraft! Wie gesagt, wir sitzen alle im selben Boot (und es ist gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht) und wenn man sich gegenseitig Ratschläge geben kann, profitieren alle davon und irgendwann ziehen wir wieder heiße HB's an Land, wenn die "Krise" überwunden ist und das IG wieder passt. 🙂

vor einer Stunde, teedler schrieb:

Das wichtigste ist, sich auf sich zu konzentrieren, scheiß auf die Ex. Denn die sieht man bestenfalls nie wieder, die Frau ghosten bis zum Lebensende! War schön, ist aber nun vorbei. Der Mensch, mit dem man zusammen war, ist nun tot. Tschüssi, ciao, hfgl.

In diesem Sinne, lasst uns weiter so machen, oder wir man so schön sagt: "Haltet ihn oben" 😄

Genau! Vergisst man halt in der akuten Situation, unmittelbar nach der Trennung, den Fokus auf sich zu legen. Bin auch froh, dieses Forum gefunden zu haben, hat mich im Nachhinein doch vor einigen Schandtaten bewahrt. Ghosting bis ans Lebensende ist ein guter Plan. Während ich alle anderen Ex-Freundinnen, mit denen ich im Guten auseinander gegangen bin, nach den Trennungen nie wieder gesehen habe (und auch nichts von ihnen gehört habe), sah ich die "Teufels-Ex" bereits viel zu oft, was mich etwas nervt. Früher oder später werde ich sie wieder sehen, sei es auf Festen oder so. Ist halt so, wenn man ländlich wohnt und die Ex aus dem Nachbardorf kommt. Aber ich will bis dahin soweit sein, dass es mir egal ist und ich einfach nur lächeln kann, wenn sie mit nem neuen Macker aufkreuzt. 

Wir packen das. Zeit regelt halt. In einigen Monaten lachen wir drüber. Nebenbei lerne ich Geduld. Meine größte Schwäche ist tatsächlich Ungeduld, hier bleibt mir aktuell nichts anderes übrig, als einfach zu warten. 

Ich versuche auch, das Positive an der Trennung zu sehen. Ich weiß jetzt, was zu tun ist, wenn ich noch einmal in eine ähnliche Situation kommen sollte. Ich weiß auch jetzt, wo meine Grenzen sind, was ich zulasse, was ich akzeptiere und was nicht. Ich kenne Redflags und werde das nächste mal besser und länger screenen, sollte sich ein HB für eine mögliche LTR qualifizieren. Unterm Strich überwiegt am Ende vielleicht sogar das Positive...

 

bearbeitet von Celica2k

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Ich wollte auch nochmal reinschauen, da es mir ja genauso ging und geht.

Obwohl wir im Endeffekt nur 3 Monate gedated haben, das Ende mittlerweile schon 4 Monate her ist, denke ich noch täglich an Sie.

Ich glaube immernoch, dass es gut gepasst hätte, aber ich war zu dem Zeitpunkt noch nich so weit. Habe selber eben auch einen Rucksack zu tragen, und den konnte ich noch nicht loslassen damals. Im Gegensatz zu euch war ich eher Mr. Gefühlslos, der keine Emotionen zeigt. Glaubt mir, das is genauso schlimm, wie wenn man sich als Nice Guy fühlt.

Obwohl ich mich mit jemand anderem treffe, ist Sie in Gedanken täglich dabei. (Zwar nicht zeitgleich, aber trotzdem täglich)

Habe bisschen Angst, dass ich mich in diesem Ausmaß nie wieder verliebe. Mitgenommen habe ich auch viel für mich, aber dazu braucht es wohl schmerzhafte Erfahrungen.

Einzig problematisch bei mir ist, dass Sie durch mich mittlerweile im erweiterten Freundeskreis ist, und der Kontakt gezwungenermaßen da ist.

 

Euch allen weiterhin viel Kraft.

bearbeitet von thereislight
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vor 26 Minuten, Celica2k schrieb:

Kannst du mal verraten, welche Bücher du so liest?

@Celica2k

Das erwähnte Buch "No more Mr. Nice Guy" (warum ist man ein Nice Guy und was kann man dagegen tun Workbook)

Zudem habe ich folgende schon gelesen und werden ggf. noch mal damit beginnen.

  • Eigentlich bin ich ganz anders --> Winfied Hille (Ausführungen zum Thema Authentizität)
  • Der kleine Macciavelli --> Hans Rudolf Bachmann, Peter Noll (eher Management Dynamiken)
  • Wie man Freunde gewinnt --> Dale Carnegie (aus den 30iger Dynamiken in Beziehungen allgemein)
  • Get inside Her --> Marni Kinrys (Weibliche Perspektive bezüglich Dating und Texting)
  • The Game --> Neil Straus (ein Klassiker im Bereich Pickup und zeit etwas den Weg von Mystery)
  • [DPE Werbung - bitte melden] / Das Gesetz der Eroberung --> Maximilian P. (Dating / Beziehungsdynamiken)
  • Betrachtung eines Unmodischen --> Bernhard Roetzel (Kleidung und Mode)
  • Männlichkeit Stärken --> Sven Philipp Martin Reinländer (Wie ist / wird man zum Mann und was macht ein Mann aus Workbook)
  • der perfekte Liebhaber --> Lou Page (name ist programm :-) )

Ausser dem stehen noch folgende auf dem Plan:

  • Models: attract Women Through Honesty --> Mark Manson (Dating / Mann Frau Dynamiken)
  • Lob des Sexismus --> Lodvico Santana
  • Tinder - Spiel mit dem Feuer --> Anna Ludwig (Infos und Geschichten zu Tinder)
  • The One Thing --> Gary Keller Jay Papasan (Fokusierung und Ziel-Erreichung)
  • high performance habits --> Brendon Burchard (Erfolgreich sein und der Weg dahin)
  • Jetzt! die Kraft der Gegenwart --> Eckhard Tolle (im Moment leben und glücklicher sein)
  • die 6 Säulen des Selbstwertgefühls --> Nathaniel Branden

das so meine Lektürenliste zur Zeit :-) 

 

bearbeitet von HardballS4
etwas vergessen
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vor 12 Minuten, Celica2k schrieb:

Danke. Dir natürlich auch viel Kraft! Wie gesagt, wir sitzen alle im selben Boot (und es ist gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht) und wenn man sich gegenseitig Ratschläge geben kann, profitieren alle davon und irgendwann ziehen wir wieder heiße HB's an Land, wenn die "Krise" überwunden ist und das IG wieder passt. 🙂

Amen, sehr sehr gut gesagt!

Ich freu mich schon drauf, den Schmerz völlig hinter mir gelassen zu haben und gestärkt aus der Situation herausgekommen zu sein, gewachsen zu sein. Ich merke tatsächlich, wie ich von Woche zu Woche weniger einen Fick auf die Ex gebe. Ab und an triggert mich was, wo ich voher 2 Tage down war, sind es nun 10min.

 

vor 1 Stunde, HardballS4 schrieb:

Für mich war ein krasser Augen-Öffner das Buch: "No more Mr.Nice Guy" von Robert A. Glover. 

 

Zur Zeit versuche ich die Situation (Trennung im Anfang July) zu nutzen um meine alten Baustellen anzugehen die immer mal wieder
unbemerkt während einer Beziehung zuschlagen.
(Nice Guy Syndrom / Sie zum Zentrum erklären / meine Bedürfnisse und Wünsche zurückstellen)

Wurde hier auch schon oft emfphohlen, scheint ein gutes Buch zu sein! Ich lese gerade zum 3. Mal das Buch von Mark Manson - Models. 2013, als ich es das erste Mal las, war es wie eine Offenbarung für mich. Auch alle anderen Bücher von ihm kann ich empfehlen.Rollo Tomasi habe ich auch daheim liegen, ist mir aber teilweise zu dark, zu schwarzmalerisch.

Wichtig ist gutes Screening, ein positives Mindset zu Frauen und zum Leben an sich. ich habe den Traum nicht aufgegeben, jemanden zu finden, mit dem es auch länger passt. Zwischen meiner vorletzten LTR und letzten LTR ist mir klar geworden, dass es viele Frauen gibt, mit denen man kompatibel ist. Screening funktioniert definitiv, und Menschen (Frauen) sind eben doch austauschbar. Klar, könnte ich durch Pickup rumbumsen, was mal cool ist, aber letztlich möchte ich, wie viele auch nur eine coole LTR haben.

vor 21 Minuten, Celica2k schrieb:

 

Genau! Vergisst man halt in der akuten Situation, unmittelbar nach der Trennung, den Fokus auf sich zu legen. Bin auch froh, dieses Forum gefunden zu haben, hat mich im Nachhinein doch vor einigen Schandtaten bewahrt. Ghosting bis ans Lebensende ist ein guter Plan. Während ich alle anderen Ex-Freundinnen, mit denen ich im Guten auseinander gegangen bin, nach den Trennungen nie wieder gesehen habe (und auch nichts von ihnen gehört habe), sah ich die "Teufels-Ex" bereits viel zu oft, was mich etwas nervt. Früher oder später werde ich sie wieder sehen, sei es auf Festen oder so. Ist halt so, wenn man ländlich wohnt und die Ex aus dem Nachbardorf kommt. Aber ich will bis dahin soweit sein, dass es mir egal ist und ich einfach nur lächeln kann, wenn sie mit nem neuen Macker aufkreuzt

 

Ich sehe meine 2. Ex auch immer noch bei Facebook/Instagram, hatte sie ca. 1 Jahr nach unserer Trennung wieder geaddet, an sich interessiert mich nicht sehr was sie macht. Da ich sie nicht hasse, würde ich defintiv nochmal mit ihr Sex haben wollen. Mit den anderen Exen ist es besser, sie nie wieder zu sehen.

Irgendwann hat man wieder jemanden, der einen flasht, und dann ist die Ex fast vergessen, traurig eigentlich! Oder auch nicht!

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Ich finds cool wie ihr damit umgeht und euch gegenseitig Tipps gebt. Richtig schöner, positiver Thread in dem man sich gegenseitig hilft.

 

Zum Thema Gedankensperre: Sowas is nie gut. Is wie n Wasserball denn du mit aller Kraft unter wasser halten willst. Irgendwann kommt das Ding aber hochgeschossen weil dir die Kraft ausgeht.

Zum einen denke ich braucht man diese Gedanken um das Ganze zu verarbeiten. Man sollte sich jetzt aber auch nicht blind reinstürzen, da folgen dann eher so Aktionen wie peinliche Liebesbriefe etc. 😉 Zum anderen kommen solche Gedanken oft zu relativ ungünstigen Zeitpunkten. Mein Hirn wollte auch mal drüber nachdenken während mich die C-Cup bebrüstete Brünette reiten wollte. Blöde Situation. Da hilft es wenn man sich denkt "da denke ich später drüber nach wenn ich Zuhause bin." Man verschiebt also den Gedanken auf später. Oft is es so dass sich die Gedanken dann mit der Zeit abschwächen wenn sie öfter mal verschoben wurden. Ab und an kann man ja dennoch drüber nachdenken, aber eben reflektiert. Das is die Kunst daran. Ich habe mit dieser Methode sehr gute Erfahrungen gemacht. Muss man am Anfang n bisschen über aber klappte bei mir ganz gut.

 

Am 8.7.2020 um 16:22 , Celica2k schrieb:

Ich verarbeite mittlerweile länger, als die Beziehung gedauert hat. Bescheuert. 

Nö. War bei mir exakt genauso bei meiner Oneitis. Waren ebenfalls exakt 3 Monate. Nur eben ohne dem Beziehungslabel.

Meine Theorie ist: es ging am Anfang steil nach oben, Dopamin und Serotonin werden ausgeschüttet dann gehts wieder runter. Durch die extremen up & down sehnt sich dein Hirn immer mehr nach dem nächsten High, und je länger es dauert umso beschissener wird es. Du warst im Kopf nix anderes als n Junkie. Dass sich daraufhin der Liebeskummer wie ein kalter Drogenentzug anfühlt ist nicht verwunderlich. Ich hatte an meiner 3 Monats Oneitis n Jahr zu knabbern.

ABER

Es hatte auch was Gutes.

Die Geschichte hat mich emotional so gefickt wie noch nie. Deswegen habe ich für mich beschlossen "ich werde alles, wirklich ALLES erfoderliche tun um nie mehr da hin zu kommen."

vor 33 Minuten, Celica2k schrieb:

Ich versuche auch, das Positive an der Trennung zu sehen.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Man kann aus jeder beschissenen Erfahrung im Leben etwas positives ziehen. Z.b. dass man daraus gelernt hat, dass man resilienter wurde usw.

Jetzt, wo einige Jahre verstrichen sind kann ich behaupten dass ich, um es pathetisch auszudrücken, wie die Poenix aus der Asche stieg. Oder war es DER Phoenix? Egal.

Ich habe mich mit Themen und Baustellen an mir beschäftigt, die wäre ich ohne meine Oneitis nie angegangen. Mit anderebn Worten, hätte ich diese beschissene Erfahrung nicht erlebt, wäre ich heute ein komplett anderer Mensch. Allerdings vermutlich nicht auf die gute Art. Ich hätte meinen Stiefel so weitergelebt weil ich die Baustellen nicht sah. Ich spürte dass etwas nicht passt, aber ich wusste nicht was. Das wurde mir erst ungewollt durch meine Oneitis aufgezeigt. Ich denke ich kann heute mit stolz behaupten dass ich eine wesentlich bessere Version von mir selbst bin als vor diesem Erlebnis. Ich kann allgemein besser mit Rückschlägen umgehen, habe mich selbst besser kennengelernt und bin allgemein wesentlich zufriedener mit meinem Leben als damals. Auch wenn es n bisschen crazy klingt, aber ich bin der Frau heute dankbar dass ich wegen ihr durch die Hölle gehen musste.

 

vor 35 Minuten, Celica2k schrieb:

Unterm Strich überwiegt am Ende vielleicht sogar das Positive...

Habs mal fix korrigiert 😉

Was unterm Strich übrig bleibt entscheidest einzig und allein DU!

Und zwar damit wie du Dinge siehst und bewertest.

Wenn ich mir eure Beiträge so durchlese kann ich guten Gewissens behaupten das ihr auf einem sehr guten, reflektierten Weg seid.

Eines Tages denkt ihr daran zurück, seht was diese Situation aus euch gemacht hat und werdet euch feiern. 😉

 

Viel Erfolg weiterhin :good:

 

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vor 35 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Ich finds cool wie ihr damit umgeht und euch gegenseitig Tipps gebt. Richtig schöner, positiver Thread in dem man sich gegenseitig hilft.

 

Zum Thema Gedankensperre: Sowas is nie gut. Is wie n Wasserball denn du mit aller Kraft unter wasser halten willst. Irgendwann kommt das Ding aber hochgeschossen weil dir die Kraft ausgeht.

Zum einen denke ich braucht man diese Gedanken um das Ganze zu verarbeiten. Man sollte sich jetzt aber auch nicht blind reinstürzen, da folgen dann eher so Aktionen wie peinliche Liebesbriefe etc. 😉 Zum anderen kommen solche Gedanken oft zu relativ ungünstigen Zeitpunkten. Mein Hirn wollte auch mal drüber nachdenken während mich die C-Cup bebrüstete Brünette reiten wollte. Blöde Situation. Da hilft es wenn man sich denkt "da denke ich später drüber nach wenn ich Zuhause bin." Man verschiebt also den Gedanken auf später. Oft is es so dass sich die Gedanken dann mit der Zeit abschwächen wenn sie öfter mal verschoben wurden. Ab und an kann man ja dennoch drüber nachdenken, aber eben reflektiert. Das is die Kunst daran. Ich habe mit dieser Methode sehr gute Erfahrungen gemacht. Muss man am Anfang n bisschen über aber klappte bei mir ganz gut.

 

Nö. War bei mir exakt genauso bei meiner Oneitis. Waren ebenfalls exakt 3 Monate. Nur eben ohne dem Beziehungslabel.

Meine Theorie ist: es ging am Anfang steil nach oben, Dopamin und Serotonin werden ausgeschüttet dann gehts wieder runter. Durch die extremen up & down sehnt sich dein Hirn immer mehr nach dem nächsten High, und je länger es dauert umso beschissener wird es. Du warst im Kopf nix anderes als n Junkie. Dass sich daraufhin der Liebeskummer wie ein kalter Drogenentzug anfühlt ist nicht verwunderlich. Ich hatte an meiner 3 Monats Oneitis n Jahr zu knabbern.

ABER

Es hatte auch was Gutes.

Die Geschichte hat mich emotional so gefickt wie noch nie. Deswegen habe ich für mich beschlossen "ich werde alles, wirklich ALLES erfoderliche tun um nie mehr da hin zu kommen."

Jede Medaille hat zwei Seiten. Man kann aus jeder beschissenen Erfahrung im Leben etwas positives ziehen. Z.b. dass man daraus gelernt hat, dass man resilienter wurde usw.

Jetzt, wo einige Jahre verstrichen sind kann ich behaupten dass ich, um es pathetisch auszudrücken, wie die Poenix aus der Asche stieg. Oder war es DER Phoenix? Egal.

Ich habe mich mit Themen und Baustellen an mir beschäftigt, die wäre ich ohne meine Oneitis nie angegangen. Mit anderebn Worten, hätte ich diese beschissene Erfahrung nicht erlebt, wäre ich heute ein komplett anderer Mensch. Allerdings vermutlich nicht auf die gute Art. Ich hätte meinen Stiefel so weitergelebt weil ich die Baustellen nicht sah. Ich spürte dass etwas nicht passt, aber ich wusste nicht was. Das wurde mir erst ungewollt durch meine Oneitis aufgezeigt. Ich denke ich kann heute mit stolz behaupten dass ich eine wesentlich bessere Version von mir selbst bin als vor diesem Erlebnis. Ich kann allgemein besser mit Rückschlägen umgehen, habe mich selbst besser kennengelernt und bin allgemein wesentlich zufriedener mit meinem Leben als damals. Auch wenn es n bisschen crazy klingt, aber ich bin der Frau heute dankbar dass ich wegen ihr durch die Hölle gehen musste.

 

Habs mal fix korrigiert 😉

Was unterm Strich übrig bleibt entscheidest einzig und allein DU!

Und zwar damit wie du Dinge siehst und bewertest.

Wenn ich mir eure Beiträge so durchlese kann ich guten Gewissens behaupten das ihr auf einem sehr guten, reflektierten Weg seid.

Eines Tages denkt ihr daran zurück, seht was diese Situation aus euch gemacht hat und werdet euch feiern. 😉

 

Viel Erfolg weiterhin :good:

 

Würde gerne nochmal auf dich eingehen, da ich schon an mehreren Stellen gelesen habe,  wie du über deine Oneitis berichtet hast.

Was mich beschäftigt und die Angst, die ich habe, dass ich mich eben nicht mehr so krass verliebe. Am Anfang ein einziges High (so wie man sich verlieben eben vorstellt) und danach ein einziges low. Mittlerweile bin ich wieder ein glücklicher Mensch (im Ausgangszustand) aber gedanklich schweife ich eben krass zu der Oneitis zurück.

Dabei war es sogar sehr ähnlich wie bei dir, knapp 10 Wochen heftiges gevögel ohne Beziehungslabel.

 

 

Was ich gerne noch loswerden würde - das erwähnte Buch the rational male, zumindest viele der Blogauszüge, die ich gelesen habe, finde ich absolut untauglich für eine gesunde Einstellung zu einer Beziehung. Das ist zumindest nicht das, was ich mir vorstelle. Und man erschafft sich da ein gutes Stück weit auch seine eigene Realität, mit welchen gedanklichen Vorurteilen man in eine zwischenmenschliche Beziehung geht.

Und als Buchempfehlung, die mir persönlich als jemand, der immer sehr distanziert bleibt, bisher gut gefällt, ist von Stefanie Stahl - Jeder ist beziehungsfähig.

 

Ich bin überzeugt davon, dass (fast) jeder eine erfüllende Beziehung möchte. Aber um das zu erreichen, muss man auch erstmal seine eigenen Bedürfnisse erkennen, bevor man sie auch durchsetzen kann. Ich denke, wenn man diese kennt, ist man auch schon ein gutes Stück weiter um zu erkennen, ob ein potentieller Partner kompatibel ist.

bearbeitet von thereislight
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