Aldous

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  1. Das man selbst am besten weiss, was das beste für einen selbst ist, liegt in erster Linie daran, dass man sich selbst am besten kennt. Ein weiterer Grund ist, dass man andere nie zu 100% richtig verstehen kann. Je mehr ich versuchen würde, dir meinen Standpunkt zu erklären - um so mehr würden wir uns missverstehen. Beispielsweise hab ich dir hier im Thread von mulitfakroieller Motivation menschlichen Verhaltens geschrieben - du verstehst mich aber so, dass jede Hilfe letztendlich egoistisch wäre, entgegengesetzte Ratschläge nur dem Ratgeber dienen würden, usw. Ist was komplett anderes, als wovon ich schreibe. Schau: Wenn ich selbst am besten weiss, was gut für mich ist - dann bedeutet das nicht, dass ich alles weiss. Und auch nicht, dass kritik, Aufrütteln und Rat -oder auch nette Vorschläge- kontraproduktiv wären. Im Gegenteil bedeutets, dass ich selbst entscheide, was ich von dem annehme, was andere mir vorschlagen. Und je mehr Kritik, Rat, Vorschläge, usw. ich bekomme, um so mehr Auswahl hab ich. Also vorausgesetzt, ich hörs mir an.
  2. Beispielsweise so: Ich würd sagen, die Erfolgsaussichten sind um so höher, je ungewohnter die Situation für dich ist. Was du beschreibst, ist ein recht alltäglicher therapeutischer Prozess. Dein Therapeut will, dass es dir besser geht. Das ist sein Ziel. Dafür nimmt er sich so viel Zeit, wie du brauchst. Du willst auch, dass es dir besser geht. Und du willst, dass er dir dabei hilft. Da habt ihr ein gemeinsames Ziel. Und es liegt in der Natur der Sache, dass du willst, dass er dir so hilft, wie du es willst. Gleichzeitig gehörts zum theapeutischen Prozess, dass du was lernst. Also, neue Möglichkeiten dazu lernst, wie du dir selbst helfen kannst. Bedeutet: Wenn dein Therapeut nicht für dich entscheidet, dann traut er dir zu, dass du das selbst kannst. Auch wenn du dir selbst das nicht zutraust. Und was kannste in der Situation lernen? Wenn du willst? Genau. Oder anders gesagt, dein Therapeut läßt sich nicht auf deine implizite Einladung ein, dich zu begutachten, oder zu bewerten - oder zu glauben, dass du nicht selbst entscheiden könntest. Oder nochmal anders gesagt: Er stellt sich nicht über dich. Vielmehr begegnet er dir auf Augenhöhe. Also bildlich gesprochen. Gleichzeitig wird er dich nicht überfordern - und dich unterstützen, wenns dir mies geht. Also, wenn er gut ist. Und was kannste daraus lernen, wenn dir jemand auf Augenhöhe begegnet? Genau. Dir selbst auf Augenhöhe begegnen. Ne. Du hast benannt, was du für seine eigentlichen Beweggründe hälst. Weiss ich auch nicht. Also, was daran falsch ist. Und auch nicht, was daran richtig ist. Weisst du auch nicht. Du glaubst aber, dass du das wüsstest. Damit kollidieren deine Glaubenssätze mit denen von Alex - und mit meinen. Und so wie es ausschaut, will Alex wisen was gut für ihn ist. Du glaubst das zu wissen und willst es ihm sagen. Und ich glaube, dass Alex selbst am besten weiss, was gut für ihn ist. Oder anders gesagt, du glaubst, dass es gut für dich ist, Alex zu sagen, was gut für ihn ist. Mit richtig oder falsch hat das nix zu tun. Vielmehr surft ihr beiden auf der gleichen Welle.
  3. Ne. Fakt ist beispielsweise, dass du seine Beweggründe bewertest - und dafür deine subjektiven Maßstäbe anlegst. Ist zwar kein Weltbild -und darum gehts hier ja auch nicht. Aber es ist eine Haltung. Und die kann man Frage stellen. Und was glaubste, wie würdest du reagieren? Also, wenn man deine Haltung jetzt bewerten würde. Würdeste dann auch nach Bestätigung suchen? Wär jedenfalls normal, wenn du das tun würdest.
  4. Ich wüsste keine Maßstäbe, nach denen man da objektiv bewerten könnte. Also ausser persönlichem Befinden. Was dann wieder subjektiv ist. Einen wirklichen Beweggrund gibts nicht. Nur sehr viele verschiedene Beweggründe. Wirklich sind die alle - und die meinsten davon bleiben unbewusst. Persönliche Entwicklung verläuft halt nicht geradlienig - sondern in Schlangenlinien, mit Fortschritten, Rückfällen, Richtungswechseln, usw. Wenn jemand straight sein Ding durchzieht, dann sieht das entweder nur so aus. Oder derjenige hat nen heftigen Tunnelblick. Aber meist schauts nur so aus.
  5. Kann man so sehen. Genauso kann man gute Gründe sehen. Ist nur ne Frage der Bewertung. Also der subjektiven Sichtweise. Die Angst hat jeder. Und genau darum sind die Argumente von Alex nicht nur lächerliche Ausreden, sondern gleichzeitig auch gute Gründe. Je nachdem. @AlexFMMJeder verdrängt irgendwas. Jeder hier im Forum und auch sonst jeder. Gehört dazu. Und jeder hat Angst vor der Konfrontation damit. Gehört auch dazu. Also vor einer Art der Konfrontation, mit der man überfordert wäre. Darum sieht man Gründe, diese Konfrontation aufzuschieben. Was nützlich und auch clever ist. Weil man so die Konfrontation in kleinen Schritten angehen kann. So, dass sie nicht überfordert. Meistens -also eigentlich immer- haben wir innere Konflikte. Einerseits wollen wir uns verändern. Weil sich die äußeren Umstände permanent ändern, und unsere gewohnten Glaubenssätze nicht mehr passen. Andererseits wollen wir auch an unseren gewohnten Glaubenssätzen festhalten. Weil die haben sich bewährt. Und wenn wir von jetzt auf gleich total umdenken würden, würden wir riskieren, komplett falsch zu liegen. Und davor haben wir auch Angst, Weil das könnte schwer in die Hose gehen. Also tasten wir uns langsam ran und verändern uns in kleinen Schritten. Also, langer Rede kurzer Sinn: Wie, wie oft und wie schnell man welche Schritte gehen kann -und wie groß die Schritte sind- kann man nur selbst einschätzen. Man weiss immer selbst am besten, was das beste für einen selbst ist. Weil, so wie Jon schreibt, ist man letztendlich immer selbst verantwortlich.
  6. Ne, "hässlich", "abstossend" und auch "klein" sind subjektiv und relativ. Alles was du bei so einem Treffen bekommen kannst, ist ne Meinung. Und die wird nicht objektiv sein. Du fragst nach nem Profi - und nach realer Interaktion. Merkste selbst? Wenn du in nächster Zeit öfters umziehst, dann haste dafür zwei Optionen: Du kannst dir einen Therapeuten suchen, an einem Ort wo du immer wieder hinkommst. Das wird dann ein Profi sein, und es wird reale Interaktion sein. Zu dem kannste ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen - und dann deine Themen sortieren. Der wird mit dir alle Geduld der Welt haben, es wird für ihn nix selbstverständlich sein und er wird dir erlauben, deine Glaubenssätze in deinem Tempo zu bearbeiten. Also die, die du bearbeiten willst. Alternativ kannste Termine bei psychlogischen Beratern freier Träger machen. Caritas, Diakonie, SKFM, AWO, usw. Die arbeiten kostelos und vertraulich - und haben meist die gleichen Ausbildunge, wie niedergelassene Therapeuten. Und es sind auch Profis und di bekommst reale Interaktionen. Komplette Therapien können die dort zwar nicht leisten - aber die können dir wesentlich bessere Tips geben, als du hier im Forum bekommen kannst. Und du kannst die Berater leicht wechseln, wenn du umziehst. PS: Du schreibst, du willst etwas akzeptieren. Wie wärs denn beispielsweise, wenn du akzeptierst, dass du dir unsicher darüber bist, ob du "hässlich", "abstossend", oder "klein" bist? Und, dass du dazu von verschiedenen Leuten verschiedene Meinungen hören wirst?
  7. Hm? Sicher, dass deine Quellen was anderes schreiben würden, als ich? Also, aus heutiger Sicht? Ash, Stanford und Milgram waren mal Stand der Forschung. Im letzten Jahrhundert. Inzwischen hat sich da einiges getan - und der Trend geht in ne sehr andere Richtung. Aus verschiedenen guten Gründen.
  8. Gibt jede Menge Foren, in denen deine Art besser ankommen würde. Aber du fragst hier - und beschwerst dich dann über die Antworten. So ähnlich machste das auch mit deiner Arztin. Dir ist schon klar, dass sie bald weg ist. Dem wilste dich aber nicht stellen - und darum nörgelste rum.
  9. Möchtest du, dass wir deine Beziehungen für dich führen? Eher nicht, oder?
  10. Ist also mehr so ne sportliche Schiene, die ihr fahrt? Du negst, sie zickt und dann wird gevögelt? Und wenn ihr nichts mehr einfällt, kommt sie mit Next? Wenn du dir das geben willst, dann spiel das Spiel besser als sie. Zickt sie, dann setzte noch einen oben drauf. Bis du die Lust verlierst. Dann wechselste ansatzlos das Thema. Ihr Next interessiert dich nicht. Du weisst ja eh, dass das in zwei Tagen wieder ganz anders ausschaut. Was ein Kummerkasten ist, weisst du garnicht. Aber wenn sie möchte, kann sie sich gerne ausweinen. Nach dem Sex. Während du eindöst. Gefreezed wird sie nicht. Wozu auch? Du rufst sie einfach an, wenn dir danach ist. Sonst nicht. Und du legst dir Alternativen zu. Insbesondere legst du dir Alternativen zu. Und zwar nette, ausgeglichen Lächelnde. Nö?
  11. Genau. Und was sind das für Muster? Stell dir mal nen Sektenguru vor, oder nen Zuhälter, dem niemand hörig ist. Was haste dann? Genau. Einen Typen, der nur dann was ist, wenn ihm andere hörig sind. Verstehst?
  12. Bislang nicht so. Ne ziemlich hübsche Kollegin hat mich mal zu ner Party eingeladen. War auf den ersten Blick alles ganz normal da. Nur egal wen ich angequatsch habe - es kam immer das gleiche bei raus. Erst die Fragen "Wer bist du? Wer hat dich mitgebacht?" - und dann konnte ich mich mit kaum jemandem länger als ein paar Minuten unterhalten, ohne dass die kollektiv an die Decke gingen. Waren etwas strange, die Leute. Was mir ja weitgehend egal war. Nur ihr irgendwie gar nicht. War auch das letzte mal, dass sie mich da zu was eingeladen hat. Irgendwann kam dann raus, dass die Kleine in ner ziemlich durchgeknallten Freikirche war. Die mit Schlafmangel, Hirarchiepyramiden, arrangierten Hochzeiten und so Kram arbeiten. Und irgendwann ist sie wieder ausgetreten. Jetzt mal ne Frage an dich: Wieso bin ich denen nicht verfallen? Ich mein, wenn du glaubst, dass es so Mechanismen gibt - warum funktionieren die dann mal, und mal nicht? Wieso fand ich die Leute nur strange - während sie eingetreten ist? Und wieso ist sie irgendwann wieder ausgetreten? Die Mechanismen werden sich ja kaum verändert haben.
  13. Meinste nicht, dass solche Klamotten eher dazu führen, dass die meisten Frauen dir nen Vogel zeigen? Hörigkeit ist ne psychische Abhängigkeit. Was für Mechanismen da im Spiel sind, kann individuell sehr verschieden sein. Worauf die eine Frau anspringt, wird eine andere vertreiben. Übrigens kommt man immer mehr dahinter, dass solche Abhängigkeiten nicht so asymetrisch sind, wie man früher glaubte. Also, dass beispielsweise die Frau dir hörig wäre - und du der Bestimmer. Vielmehr wärs auch eine Abhängigkeit, wenn du Frauen hörig machen wolltest - oder wenn du glauben würdest, dass du das könntest.
  14. Wenn ichs richtig im Kopf hab, gehörste zumindest zu ner Minderheit. Gibts Statistiken zu. Musste mal nach googeln. Du hast halt die Erfahrung gemacht, dass für dich persönlich monogamer Sex wertvoller ist. Das ist für dich eine Motivation, aus der heraus du nicht fremd gehst. Und möglicherweise auch, weil dir Loyalität und Offenheit wichtig sind. Andere Leute machen aber die Erfahrung, dass für sie Sex mit vielen wechselnden Partnern wertvoller ist, als monogamer Sex. Kann gut sein, dass sie gleichzeitig auch die Loyalität und Sicherheit einer monogamen LTR wollen. Die haben dann im Gegensatz zu dir einen Interessenskonflikt. Sie wollen zwei Sachen, die sich gegenseitig ausschliessen. Und damit kommen sie immer wieder in Situationen, in denen sie sich entscheiden müssen. Haste dagegen gar keine Lust auf Abwechslung, kommste gar nicht erst in die Versuchung. Darum die Tendenz und der Zusammenhang. Mit Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung hat das alles nix zu tun. Ob du loyal bist, oder betrügst, ist immer ne persönliche Entscheidung. Und darin ist immer jeder frei und selbstbestimmt.