Das Universum eines Verführers

35 Beiträge in diesem Thema

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Hey,

Ein schöner Beitrag. Man kann gar nicht oft genug betonen wie wichtig es ist, sich durch die hindernden Gedankenschleifen zu pressen und sich zum ersten Schritt Richtung Veränderung zu überwinden.

Ergänzen würde ich eventuell noch, dass man das Soziale mit Sport oder anderen Hobbys wunderbar kombinieren kann. Es ist nirgendswo einfacher in soziale Kreise zu kommen, als in adrenalingeladenen Situationen, die man mit einer Gruppe Gleichgesinnter erlebt. Seien es Sportvereine, Stammtische oder sogar Zockerrunden.

Die das "Freudetagebuch" ist auch eine hervorragende Sache, wenn man es konstant durchziehen kann. Gerade etwas depressivere Menschen werden nach einer Weile eine deutliche, passive Verbesserung in ihrer Laune wahrnehmen.

Aber auch hier ist das Hauptproblem das gleiche: Man muss irgendwann anfangen.

bearbeitet von Čharon
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Super aufgebaut mit passenden Bilder, dem Zitat am Anfang, sowie der klaren Struktur.

Kommt mir als dezenter Arschtritt bezüglich meiner Neujahrsvorsätze gerade recht!

Lese gerne mehr solcher Beiträge

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Danke für die Beiträge Jungs.

@Mobilni

Du hast natürlich recht. Abgesehen davon, dass ich dein Leben als sehr abwechlungsreiche empfinde. Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt oder es kommt etwas extrem rüber. Ich meine nicht, dass man jetzt alle 12 Stunden etwas Neues anfangen muss. Oder zum Überflieger werden muss. Das ist nur das, was ich oft beobachte, wenn Männer Probleme habe oder unzufrieden sind.

Auch gar nicht nur in Bezug auf Frauen. Nimmt man die Frauen weg hat man das gleiche Problem oft. Ich kenne viele Leute die machen außer Arbeit, Playstation und Meckern, dass sie keine Frauen haben, nichts. Und/oder darüber meckern, dass sie sich das Leben so nicht vorgestellt haben in diesem Hamsterrad aus Arbeit und den Wochenend-Exzessen, wo man krampfhaft versucht eine Partnerin zu finden, sonst nichts.

Durchschnitt ist vollkommen in Ordnung, aber ich glaube das jeder auch mehr schafft als den Durchschnitt. Und dass das auch notwendig ist, gerade in der heutigen Zeit. Denke es werden sich in Zukunft viele Dinge auf dem Arbeitsmarkt und sonst wo ändern, wenn man schon einmal besser ist als der Durchschnitt. Und es fällt mir halt bei Frauen auf, dass diese oft diejenigen sind, welche eher raus möchten, weg aus den eigenen vier Wänden, und dies dann am Mann scheitert.

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Zu aller erst - guter Text.

Comfortzone

Die Comfortzone verlassen oder zu erweitern fällt den meisten einfach schwer, kann man hier Tag täglich nachlesen. Warum etwas ändern wenn man doch Abends gechillt gegen die Level 60 Orks kämpfen kann und nebenbei im Forum darüber jammert wie einfach es die hypergamen Bitches doch haben.

In unserer heutigen Welt (besonders hier in der westlichen Hemisphäre) haben wir es viel zu einfach, zu viel Auswahl und zu viele Möglichkeiten, das lähmt uns nur. Wir sind nicht mehr gezwungen um unser Leben zu kämpfen, sondern sind eigentlich verdammt zum glücklich sein. Was das für jeden bedeutet, dass muss der einzelne dann für sich definieren.

Du hast dass gut beschrieben mit dem Bullshitday, der bereits damit anfängt in dem Menschen in einem Job roboten den Sie gar nicht mögen. Etwas ändern, sich woanders zu bewerben und ein Risiko einzugehen - das geht heute gar nicht, besonders nicht bei uns Deutschen. Lieber sicheres Geld verdienen und jeden Tag jammern über die blöden Kollegen. Die Menschen die ihre träume leben und oder verwirklicht haben, dass sind die Menschen die meist nochmals alles auf eine Karte gesetzt haben. Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu, doch manchmal reicht es einem selbst wenn man am Ende sagen kann:“Ok, ist nichts geworden aber ich habe es versucht!“ In die Richtung sollten wir eher denken, statt in die Ric htung Sicherheit.

Frauen

Hier habe Ich einen Änderungsvorschlag, ein bisschen Kritik:

Man sollte immer selbst sein eigener Mittelpunkt im Leben sein, alles andere - Frauen Hobbies, Beruf sollte einen umgeben. Wie ein Orbit der uns umgibt. Die Gewichtung wie wichtig jetzt zum Beispiel die Frau ist, im Vergleich zum Job kann man dann auf der Grafik durch die Nähe zum Mittelpunkt (das Ich) darstellen. Das ist ja auch einer der Punkte den PU uns lehrt, komme erst mit dir selbst klar, sei mir dir selbst im reinen, liebe dich. Erst dann ist man in der Lage auch wirklich eine Beziehung zu führen. Klar geht das auch anders, nur dann wird man bedürftig und wo das hinführt wissen wir ja.

Guter Input!

@RG:

Was hältst du von der Idee gute Ergänzungen von anderern Usern in deinen ersten Post mit einfließen zu lassen?

Muss nicht 1:1 übernommen werden.

Ach ja: Und danke für die Erwähnung des Magazins "Psychologie heute".

Ich interessiere mich auch für das Thema und kannte das Magazin noch nicht :*

bearbeitet von matsmad

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Dieser Thread hat das Potential zum ultimativen "Freude Tagebuch Thread" zu werden. Ich bin dabei und berichte von gestern:

- Mit meinem Bruder telefoniert und erfahren, dass er endlich wieder ein Date hat. Hab ihm Tipps geben dürfen :)

- Ich war zwei Stunden beim Sport, habe mich ausgepowert und bin dann mit meiner Pumpertruppe zum All-you-can-eat Sushi Restaurant gefahren. Selten so viel gelacht wie an dem Abend

- Hab mich bei dem Mädel von Samstag Nacht gemeldet und eine super nette Antwort bekommen. Spontanes Date für heute ausgemacht.

- Bin zum Tanken gefahren und war ein wenig driften bei dem herrlichen Schnee ;D

So wer ist der Nächste ;)

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Sehr guter Post. Im Grunde fasst er das zusammen, was ich seit 2 Monaten probiere. Vorher bestand mein Leben nur aus ein wenig Sport und meiner (Ex)-Freundin. Nachdem ich nach Ende der Beziehung nen Monat ziemlich down war, hab ich mir gedacht… „Was soll die Scheiße? Will ich jetzt ewig hier rumsitzen und im Selbstmitleid suhlen oder will ich das Leben führen, was ich eigentlich führen will?“

Hab dann viel gelesen und an mir gearbeitet und es trägt auch langsam Früchte (neue Bekanntschaften, gesündere Lebensweise, glückliches Leben). Wenn man damit anfängt ist es hart. Aber es macht nach einer gewissen Zeit unglaublich Spaß das ich mich jetzt schon frage, warum ich damit so lange gewartet habe.

„Wenn man sein eigenes, cooles Universum kreiert hat, dann kann dort ruhig die Frau in der Mitte stehen und ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil des Lebens werden. Dann befinden sich jedoch viele tolle Dinge ebenfalls in der Mitte, welche neben oder um die Dame herum schwirren.“

Das sehe ich ein wenig anders. Wenn Frau der wichtigste Bestandteil deines Lebens ist, ordnest du automatisch andere Dinge ihr unter. Bei besonderen Situationen (Krankheit der Freundin etc.) kann man das ruhig mal machen. Aber bei fortlaufender Beziehung macht man sich dann auch abhängiger. Ich würde eher immer eine Sache/Aktivität oder Lebensziel an erster Stelle setzen und die Frau dahinter platzieren. Ist für mich eine Einstellung des Lebenssinn den ich mir entwickelt habe. Sie kann/sollte aber durchaus der wichtigste Mensch in deinem Leben sein.

Was mir aber auch auffällt (und ja darüber gelesen habe ich auch schon, aber nie geglaubt). „Alte“ Freundinnen und Freunde mit ihrer Einstellung stinken mich immer mehr an. Ich mag alle immer noch furchtbar gerne, aber ihre Einstellung scheint nicht mehr zu meiner zu passen (viel meckern aber nichts ändern). Es raubt mir einfach Zeit und Energie und ich hab meistens auch keine Lust mehr, mich mit ihnen zu treffen und was zu machen (was früher halt nie der Fall war).

Wie handelt ihr das? Oder habt ihr diese Probleme gar nicht?

PS: Hätte den Beitrag eher in der Persönlichkeitsentwicklung gesehen als in diesem Teil des Forums.

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Sehr schöner Thread und er kommt für mich genau zur richtigen Zeit.

Nicht, weil da viel neues drinsteht. Aber, weil ich gerade wieder Gefahr laufe, in das alte Leben als Couchpatatoe zurückzufallen nach vielen guten und aktiven Monaten.

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Aus welchem Buch stammt die Idee mit dem Freude-Tagebuch?

Systemische Beratung und Familientherapie.

Wie der Name schon erahnen lässt, es handelt sich eher um ein anderes Thema. Das Dingen mit dem Freude-Tagebuch ist aber auch nicht von den Autoren erfunden worden. Bin da schon häufiger drüber gestoßen. Solltest also sicherlich näheres im Internet dazu finden.

Ansonsten schaue ich mal wie ich das am besten mache mit Updates/Ergängzungen.

@House :give_rose:

@Villain

Viel Glück beim Date

@Re Vaan

Jo, dass man sich dann ungerne mit anderen, früheren Leuten umgibt kenne ich. Macht aber auch irgendwo Sinn. Es gibt so etwas das nennt sich "Emotionale Ansteckung" (auch im Buch 'Systemische Beratung und Familientherapie'). Je mehr du dich mit Miesepetern umgibst, desto eher neigst auch du zu dieser Einstellung.

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@Re Vaan

Jo, dass man sich dann ungerne mit anderen, früheren Leuten umgibt kenne ich. Macht aber auch irgendwo Sinn. Es gibt so etwas das nennt sich "Emotionale Ansteckung" (auch im Buch 'Systemische Beratung und Familientherapie'). Je mehr du dich mit Miesepetern umgibst, desto eher neigst auch du zu dieser Einstellung.

Das hieße ja im Umkehrschluss,dass man sich von diesen alten Freunden "trennen" sollte, damit man sich nicht davon beeinflussen lässt. Vielleicht nicht für immer aber schon für eine gewisse Zeit. Das finde ich schon etwas krass, da dadurch knapp 70-80% meiner Leute wegfallen würden. Bei normalen Bekannten habe ich damit ja kein Problem, aber da hier auch wirklich gute Freunde betroffen sind, weiß ich nicht, ob ich für diesen Schritt schon bereit sind. Damit will ich nicht sagen, dass ich nicht schon probiert habe, mit ihnen darüber zu reden. Aber mir fällt auf, dass fast alle "zufrieden" sind mit ihrem Selbstmitleid und das lieber genießen, anstatt was dagegen zu tun.

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Gute Sache. Finde nur eine Sache schwierig daran.

Mein Wecker klingelt morgens um halb 8 und ich denke mir jeden Morgen "wann ist Wochenende?"

Nach der Arbeit gehe ich meistens zum Sport. Oder gucke halt Simpsons. Ist aber voll ok für mich dieses Leben.

Was ich damit sagen will: ich würde es nicht als langweilig beschreiben. Die Frage ist halt immer was man daraus macht bzw wie man selbst es sieht.

Als ich jünger war hab ich auch immer gedacht ich müsste jeden Tag unterwegs sein und coole Sachen machen damit ich was erlebe und zu erzählen habe. Musste aber feststellen dass da meine Prioritäten mit Ende des Studiums irgendwie verrutscht sind. Und Das ist voll ok. Finde jeder darf sein Leben so gestalten und empfinden wie er das möchte. Wo ich dir aber uneingeschränkt recht gebe ist die Tatsache dass man dann cool bleiben muss sobald eine Frau dazu stößt in dieses Leben. Und das macht man am besten indem man direkt mehrere dazu stoßen lässt. Oder öfter mal selbst zustößt. Oder so.

bearbeitet von fyun

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Student im x. Semester sagt Leuten sie sollen aus ihrem Hamsterrad raus - my ass

200_s.gif

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Student im x. Semester sagt Leuten sie sollen aus ihrem Hamsterrad raus - my ass

Student im x. Semester macht hier aber keinen Thread auf mit Titel "LSE trifft LSE" und hat auch nicht das Wort 'Beta' im Namen stehen.

Ich liebe beide meiner Studiengänge und bin im Master sehr zufrieden. Ich stehe morgens mit einem Lächeln auf und gehe abends damit auch wieder ins Bett. Zudem treffe ich momentan eine tolle Frau, lese super aufregende Bücher etc.

Kurz gesagt: Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben. Und genau das will ich mit dem Thread erreichen. Das andere das eventuell auch sagen können. Am liebsten welche, die momentan genau das Gegenteil behaupten.

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Gast Captain Jack Sparrow
Sehr viele Menschen, gerade in der heutigen Zeit, sind „gefangen“ in einem Hamsterrad.

Es ist Montagmorgen. Der Wecker klingelt. Es ist 5 Uhr 30 und das Erste, was euch durch den Kopf geht, ist „fuck, schon wieder Arbeiten“ und die einzige Frage, die ihr euch stellt, lautet: „Wann ist endlich wieder Wochenende“.

Keine Ahnung, was du unter "Hamsterrad" verstehst und welche Art Job du vor Augen hast. Ich dachte, die meisten hier studieren bzw. haben studiert und streben höher qualifizierte Jobs an bzw. üben diese aus. Ich kenne es so, dass man Mittwochsnachmittags schonmal denkt "Fuck, schon die Hälfte der Woche ´rum" und Freitagsmittags "Fuck, bis Dienstag muss die Präsentation fertig sein, mach´ ich die am Wochenende fertig oder riskiere ich, die am Montag fertig zu machen". Das ist für mich Hamsterrad, wobei Hamsterrad ja eintönig ist. Die höher qualifizierten Jobs sind aber meistens eher spannend, fordernd und motivierend; jedenfalls in meiner Welt.

Was bedeutet das denn, wenn man schon Montagsmorgens denkt "Wann ist endlich wieder Wochenende"? Ist man dann wirklich in einem Hamsterrad oder _denkt_ man nur, man sei in einem Hamsterrad.

Ist auch eine Frage des Alters und der Lebenssituation bzw. welche Zielgruppe man vor Augen hat, wenn man wie du von "sehr viele(n) Menschen" spricht. Worauf ich hinaus will: Die Einleitung deutet aus meiner Sicht auf ein Luxusproblem hin, mir ist klar, dass ich nicht die Zielgruppe deines Artikels bin, da ü40 und Familiengründung hinter mir. Meine Sichtweise ist logischerweise eine andere.

Die Conclusio deines Artikels ist aus meiner Sicht: Carpe diem, carpe noctem. Das ist gut. Und irgendwann erlebt man die Phasen des Leerlaufs wesentlich bewusster und erfreut sich daran.

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Also ich kenne schon nicht wenig Leute, egal welchen Alters, die eher unzufrieden als zufrieden sind mit ihrem Job oder Leben im Allgemeinen. Super Studium, super Job und Gehalt bringt dir aber nichts, wenn du dafür 100 Stunden im Büro bist, und gar keine Zeit hast die Kohle zu verprassen.

Außerdem leben wir in einer Zeit und in einer westlichen Welt, wo psychische Erkrankungen enorm weit verbreitet sind. Und das wird sich nicht verändern in der nächsten Zeit. Vermute ich einfach mal.

Ob es ein Luxusproblem ist. Naja, weiß ich nicht genau. Nehmen wir noch mal das Beispiel mit der psychischen Erkrankung. Überforderung, Unterforder, Burnout. Was auch immer. Da etwas gegen zu unternehmen sehe ich nicht unbedingt als Luxusproblem.

Oder einfach mal wieder mit dem Partner oder der Partnerin 15 Minuten zu reden, wo die durchschnittliche Zeit, die man mit Kommunikation in der Ehe verbringt bei ca 3 Minuten oder so liegt.

Abgesehen davon wäre demnach das ganze Forum hier am Ende eher etwas, das man als Luxusproblem ansehen kann. Denn es geht darum mit (vielen) Frauen zu schlafen. Mehr Sport zu treiben. Mehr auf seine Ernährung zu achten, sich mehr mit Kleidung auseinander zu setzen etc. Für nicht wenige Menschen auf der Welt ist das sicherlich auch eher ein Lebenstraum und weniger Alltag.

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@Re Vaan

Jo, dass man sich dann ungerne mit anderen, früheren Leuten umgibt kenne ich. Macht aber auch irgendwo Sinn. Es gibt so etwas das nennt sich "Emotionale Ansteckung" (auch im Buch 'Systemische Beratung und Familientherapie'). Je mehr du dich mit Miesepetern umgibst, desto eher neigst auch du zu dieser Einstellung.

Das hieße ja im Umkehrschluss,dass man sich von diesen alten Freunden "trennen" sollte, damit man sich nicht davon beeinflussen lässt. Vielleicht nicht für immer aber schon für eine gewisse Zeit. Das finde ich schon etwas krass, da dadurch knapp 70-80% meiner Leute wegfallen würden. Bei normalen Bekannten habe ich damit ja kein Problem, aber da hier auch wirklich gute Freunde betroffen sind, weiß ich nicht, ob ich für diesen Schritt schon bereit sind. Damit will ich nicht sagen, dass ich nicht schon probiert habe, mit ihnen darüber zu reden. Aber mir fällt auf, dass fast alle "zufrieden" sind mit ihrem Selbstmitleid und das lieber genießen, anstatt was dagegen zu tun.

Es kommt sicherlich auch drauf an, ob du gerne mit ihnen Zeit verbringst oder nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich halt mit manchen Leuten weniger gerne trifft, dafür aber mit anderen lieber. Beispielsweise hatte ich den ein oder anderen Freund, der jeden Tag gekifft und dabei gezockt hat. Das war absolut nicht meins, auch schon vorher nicht. Und so hatte ich einfach immer weniger Lust mich mit ihm zu treffen. Das war also keine Entscheidung im Sinne von "ich muss dem jetzt die Freundschaft kündigen, weil sonst wird aus meinem Leben nix".

Bleibt halt jedem selbst überlassen. Klar muss man nicht immer einer Meinung sein und dieselben Ziele haben. Man muss nicht jeden AFC aus seinem Leben verbannen, um eine Frau zu verführen. Freunde, die am Wochenende abends aber lieber daheim sitzen und von Frauen wenig halten unterstützen einen aber nicht unbedingt.

@fyun

Klar kommt es am Ende auch darauf an, ob du mit deinem Leben zufrieden bist. Vielleicht versteht der ein oder andere mich hier auch falsch. Ich wollte nicht jedem Menschen da daraußen automatisch unterstellen ein langweiliges Leben zu haben. Ich richte mich eher an Leute, die selber so empfinden, dies auch teilweise äußern, aber einfach nichts verändern "wollen" beziehungsweise können.

Klar kann man abends zocken oder die SImpsons gucken. Meine Erfahrung ist aber die, dass das oft bei Leuten dazu führt, dass sie andere Dinge, die wichtiger sind, hinten anstellen oder nicht schaffen. Da wird dann "jeden Abend nur 30 Minuten gezockt". Am Ende weiß jeder, dass nach einem verlorenen Match ein nächstes her muss, weil man gewinnen will. Und zack, man geht um nach 12 ins Bett und gammelt am nächsten Tag müde auf der Arbeit rum und hat die Bewerbung für einen besseren Job wieder nicht geschrieben. Etc.

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Gast Captain Jack Sparrow

Abgesehen davon wäre demnach das ganze Forum hier am Ende eher etwas, das man als Luxusproblem ansehen kann.

Möglicherweise...Kommt auf die Sichtweise an und die Erwartung. Habe ich aber nicht gesagt, sondern ich habe gesagt wenn du Montagsmorgens schon denkst "Wann ist endlich wieder Wochenende" hast du ein Luxusproblem. Mehr nicht. Dass hier ganz viele unterschiedliche Leute schreiben, die ganz unterschiedliche Ressourcen haben und dass hier schonmal völlig unterschiedliche Welten aufeinanderprallen, ist schon klar.

Das Argument mit den psychischen Erkrankungen verstehe ich nicht. Ich sehe zwar, dass hier einige herumlaufen, die psychische Probleme haben, aber im Kern geht es ja darum, an sich zu arbeiten und die richtige(n) Frau(en) zu finden, und zwar solche ohne psychische Probleme. Und ansonsten die wirklich psychisch Kranken den Ärzten zu überlassen.

Das Argument führt in die Irre, ins Nirvana quasi...

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@Real Gentleman

Klasse geschriebener Text, daraus spricht für mich persönlich sehr viel Wahrheit. Danke für das Aufschreiben, da ich leider nicht solch ein Künstler im Formulieren bin.

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Was ich an diesem Thread besonders schätze: Dass er u.a. ein flammendes Plädoyer für mehr Lesen ist.

Ich merke selbst, wie unzufrieden ich bin, wenn ich - unglücklichen Umständen geschuldet - gerade kein Buch in der Arbeit habe. Quasi verschwendete Lebenszeit.

Ich persönlich habe jedoch, so glaube ich, einen minimal anderen Ansatz als der von mir sehr geschätzte RealGentleman: Mir geht es nicht (nur) um Sachbücher oder Fachliteratur. Wenn man Thomas Mann oder Dostojewski liest, ist dies wie eine Weltreise: Man hat etwas erlebt und man hat danach etwas zu erzählen. (In der Regel Spannenderes als jemand, der ständig "Urlaub" weißGottwo macht.)

In diesem Sinne unterstütze ich eine Kernbotschaft dieses Threads: Spart bei vielen Dingen - aber nicht bei der Lektüre. Kauft euch ein Buch. Und zwar eines, das euch auch fordert. Kann fachlich sein - kann aber auch literarisch ausfallen.

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Klar kann man abends zocken oder die SImpsons gucken. Meine Erfahrung ist aber die, dass das oft bei Leuten dazu führt, dass sie andere Dinge, die wichtiger sind, hinten anstellen oder nicht schaffen. Da wird dann "jeden Abend nur 30 Minuten gezockt". Am Ende weiß jeder, dass nach einem verlorenen Match ein nächstes her muss, weil man gewinnen will. Und zack, man geht um nach 12 ins Bett und gammelt am nächsten Tag müde auf der Arbeit rum und hat die Bewerbung für einen besseren Job wieder nicht geschrieben. Etc.

Kommt eine Depression hinzu wird die ganze Gammel-Geschichte zum Alltag.

Natürlich werden psychische Krankheiten zunehmen und das aller Schlimmste ist: Sie werden falsch oder gar nicht kuriert. Gestern zum Beispiel war mein erster Therapietag und ich konnte es gar nicht fassen. Erstens war das Personal unterbesetzt, zweitens sind dort nur Frauen eingestellt und drittens ist die vermeindliche Ansprechpartnerin eine inkompetente Fotze die durch ihre unqualifizierten Aussagen schone einen Preis verdient. Ich hab die starke Vermutung dass zumindest der Großteil des dort angestellten Personals nicht den leidenden Menschen helfen möchten - und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nur meine logische Schlussfolgerung + mein Bauchgefühl..

Hat mich sehr viel Energie gekostet dort zu sein.

Was heißt das für jeden Einzelnen für uns?

Du bist der Einzige der die Verantwortung für dich selbst übernehmen kann! Nimm dein Leben selbst in die Hand!

Wälzt du die Verantwortung für dich selbst auf andere ab, bist du gefickt. So einfach ist das.

Und das ist der Punkt den RG uns auch sagen möchte.

In dem Sinne,

selbst ist der Mann!

[1] [2]

Ich hoffe inständig dass du mit deiner erworbenen fachlichen Kompetenz den vielen psychisch leidenden Menschen da draußen helfen wirst, lieber RG :)

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