holywater

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  1. Als geübter männlicher Trinker sind 1-2 Drinks oft nicht gross spürbar. Aber besonders für ein HB kann von "keine Auswirkungen" nicht die Rede sein: Nicht ohne Grund wird Alkohol als "soziales Schmiermittel" bezeichnet. Es dürfte @JayMuc also schon ganz gut in die Karten spielen, wenn er jeweils in ne Bar geht und nicht in ein Kaffeehaus. Und ich sage das absolut nicht urteilend. Ich bin einem guten Drink auch nicht abgeneigt.
  2. Absolut. Den Königsweg sehe ich auch ganz klar in einer stabilen LTR mit Familiengründung. Das ist für viele Männer am Ende das erfüllendste Modell. Aber es ist gleichzeitig auch der längste, steinigste und anspruchsvollste Weg, den man gehen kann. Und genau deshalb würde ich ihn nicht jedem Mann pauschal empfehlen. Eine funktionierende LTR über Jahre hinweg verlangt Fähigkeiten, die man sich nicht einfach anliest. Frame halten über lange Zeit, emotionale Führung ohne Kontrolle, Grenzen setzen ohne kalt zu werden, Verantwortung tragen ohne sich selbst aufzugeben. Dazu kommt Frustrationstoleranz, Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft, auch durch fordernde Phasen zu gehen, ohne direkt zu NEXTEen. Wer das nicht mitbringt oder nicht entwickeln will, wird in diesem Modell eher leiden als wachsen. Genauso wenig verurteile ich Männer, die diesen Weg bewusst nicht gehen. Manche finden schlicht kein passendes HB, andere sehen sich nicht in der Vaterrolle oder wollen ihr Leben anders gestalten. Das ist legitim. Problematisch wird es erst dann, wenn man ein Modell lebt, das eigentlich nicht zu einem passt, nur weil man glaubt, es „so machen zu müssen“.
  3. Die Fallhöhe ist primär der Faktor der Familie und "jede Woche ne FB flachzulegen" voneinander unterscheidet. Wenn mal etwas nicht so läuft wie es sollte, kann man ein FB problemlos NEXTen und sich neuen Projekten zuwenden. Wenn es in einer LTR mal nicht läuft, besonders wenn Kinder im Spiel sind, dann ist ein schnelles NEXTen in den meisten Fällen weder möglich noch einfach. Anspruchsvoll ist jedenfalls beides. Entweder man hat den Aufwand eine geölte Rotation am Laufen zu halten oder aber man hat den Aufwand eine geölte LTR am Laufen zu halten. Man muss einfach für sich selbst entscheiden welchen Weg man einschlagen möchte und diesen dann mit Überzeugung gehen.
  4. Von Aussterben kann nicht die Rede sein, wir hatten erst am 1.5.2025 einen Benutzerrekord von 30'825 Benutzern online. Aber die Nutzung von Internetforen im Allgemeinen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Foren sind im Kern textlastig, hierarchisch aufgebaut und für längere, ruhige Sessions gedacht. Man setzt sich hin, liest einen Thread, denkt nach und schreibt im Zweifel einen längeren Beitrag. Genau das passt aber immer schlechter zu „Mobile First“ das in den letzten Jahren aufgekommen ist. Smartphones fördern Scrollen, Reaktionen und Konsum. Man liest schnell mit, vergibt vielleicht ein Like oder gar nichts und ist wieder weg. Dieses „Ich lese, schreibe aber nicht“ führt dazu, dass es immer mehr Lurker gibt, aber immer weniger Leute, die wirklich Diskussionen starten oder am Laufen halten. Die Foren werden rege besucht, aber in den Threads ist weniger los, weil weniger Leute ausführlich antworten. Dazu kommt ein soziologischer Wandel. Früher waren Foren echte Lernräume. Es gab viele Anfänger, viele Wiederholungen der gleichen Fragen und vor allem viel Geduld. Heute googeln die meisten zuerst oder fragen direkt eine KI. Wer überhaupt noch postet, erwartet schnelle, möglichst eindeutige Antworten und hat oft wenig Lust auf lange Diskussionen oder unterschiedliche Meinungen. Dadurch verlieren Foren diesen Charakter als Ort, an dem man gemeinsam denkt, ausprobiert und sich langsam weiterentwickelt. Ein weiterer Punkt ist die Verschiebung von Status und Motivation. Früher war der eigene Nickname Identität. Man hat sich über Beiträge, Wissen und Hilfsbereitschaft einen Ruf aufgebaut und der hatte innerhalb des Forums Gewicht. Heute läuft Status über Reichweite: Likes, Follower, Sichtbarkeit. Foren-Status ist nicht portabel. Warum also eine Stunde in einen gut durchdachten Post investieren, wenn der kaum Sichtbarkeit bekommt und außerhalb des Forums praktisch unsichtbar bleibt? Und dann ist da noch der Generationeneffekt. Viele der „alten“ User aus den 2000ern oder frühen 2010ern sind inzwischen einfach weniger aktiv, weil sie viel um die Ohren haben mit Beruf, Familie etc. Gleichzeitig kommen kaum neue nach, weil Gen Z und Gen Alpha direkt auf Social Media, Discord, Reddit oder YouTube landen. Foren sind für viele junge Nutzer gar nicht mehr der natürliche erste Anlaufpunkt. Es wird in Foren also weniger partizipiert, aber sie dienen immer noch sehr vielen Leuten als Nachschlagewerk und natürlich auch die KI bedient sich grösstenteils an Inhalten aus Foren. Ihre Wichtigkeit ist also weiterhin hoch.
  5. @scheinheilige hat einfach einen anderen Lebensentwurfs als wir. Wenn man als reife Frau kinderlos ist, ist man sozusagen vogelfrei. Keinerlei Verantwortung aber dafür genügend liquide Mittel um seinem hedonistischen Lebensstil zu frönen. Kann jeder seine eigene Meinung dazu haben, aber wir leben in der freisten Zeit die es jemals für ein Individuum gab. Wohin uns das als Gesellschaft schlussendlich führt, das dürfen dann unsere Kinder herausfinden.
  6. Genau darin unterscheidet sich die Sexualstrategie und das Sexualverhalten von Mann und Frau. Mann Frau Dynamik aus dem Lehrbuch. Ein Mann will von Natur aus seinen Samen möglichst weit streuen. Eine Frau will einfach nur nach der Hypergamie mit dem bestmöglichen Mann zusammenkommen. Und nur mit dem. Ich erwarte ehrlich gesagt auch gar nicht, dass eine Frau diesen Grundsatz wirklich versteht oder akzeptiert. Aber jeder Mann weiss was damit gemeint ist. Und schlussendlich ist genau das auch die Triebfeder, die unsere Gesellschaft auf Trab hält. Das immer mehr, höher und weiter. Sich nie mit dem Status Quo zufrieden geben, sondern die Grenzen zu testen und zu überschreiben. So typische Männerdinge halt.
  7. "Attraction is not a choice" Die Anziehung von stabilen, tüchtigen HBs kann ich ja noch verstehen. Also Lehrerinnen, Zahnärztin etc. Aber wenn es dann in Richtung progressiv bzw. 3./4. Welle Feminismus (Themen wie Fokus auf Diversity, Queer-Theorie, Postfeminismus und Kritik an der "weißen, heterosexuellen" Dominanz der 2. Welle) geht, dann beisst sich das doch ziemlich mit der natürlichen Mann Frau Dynamik. Also auch wenn das HB ganz bewusst hart Karriere machen und hoch hinaus will. (Führungsposition etc.) Du selbst willst keine Kinder haben?
  8. Das tönt irgendwie hart nach überkompensieren. 😂 "Vom Saulus zum Paulus"
  9. Bin da auch Fraktion @DirtyRabbit Selbst in eine LTR, bzw. erst Recht in einer LTR darf man sich nie gehen lassen und muss für das andere Geschlecht weiterhin interessant und attraktiv bleiben. Denn dann bleibt man auch für den LTR-Partner attraktiv. Was im Umkehrschluss auch immer bedeutet, dass man in der LTR weiterhin Signale von anderen HBs erhält. Was einem die Bestätigung gibt, immer noch einen respektablen SMV zu haben. Vielleicht ist es das, was dir aktuell fehlt? Die subtilen Hinweise von HBs, dass sie grundsätzlich an dir interessiert wären? Vielleicht hast du dich etwas zu stark in den "sicheren Hafen" deiner LTR zurückgezogen? Vielleicht bringt es was, einfach mal wieder einen Männerabend zu machen und raus zu gehen um Spass zu haben und zu schauen was man für Reaktionen erhält?
  10. Früher waren die Menschen unwissend, weil sie zu wenig / zensierte Kanäle hatten um ihre Informationen zu beziehen. Heute sind die Menschen unwissend, weil es zu viele Kanäle gibt, die das komplette Spektrum an Informationen (Von Wahrheit bis Fake) abdecken. Oder um es mit Orwell und Huxley zu beschreiben: Wir sind inzwischen zu 100% bei Huxley angekommen und werden von morgens bis abends mit "Informationen" berieselt. Und selbst als gut (aus-)gebildeter Bürger ist es unglaublich schwierig geworden, diese vielen Informationen korrekt zu filtern.
  11. Der Altersgap von 14 Jahren ist auf der einen Seite natürlich ein Kompliment, auf der anderen aber auch eine massive Challenge. So ein Gap funktioniert langfristig nur, wenn der Mann klar overperformt: körperlich, mental, vom Frame her, vom Lebensdrive. Sobald der Mann ins Reagieren, Absichern oder Nachgeben rutscht, kippt das Machtgefüge extrem schnell. Und genau das scheint bei euch passiert zu sein. Spätestens mit Geburt der Tochter. Was mir in deinem Text fehlt (und das ist wichtig): Wer hat die Beziehung faktisch beendet und warum? Gab es schleichenden Attraction-Verlust, Sexflaute, Respektverlust, Streit, emotionale Distanz? Dass sie heulend vor deiner Tür steht, sobald sie merkt, dass du Optionen hast und dein Leben weitergeht, ist wenig überraschend. Gekränkter Stolz, Verlustangst, die Hypergamie meldet sich. Aber genau deshalb ist das Wiederaufwärmen auch ein Fehler. Die brennende Leidenschaft war da schon tot. Das war kein echtes „Ich will dich“, sondern ein „Ich will den bequemen Status Quo nicht verlieren“. Großer Unterschied. Dass du eingeknickt bist, hat dir leider direkt den Frame zerrissen. Du warst emotional schon einen Schritt weiter, sie nicht. Du gehst wieder rein, investierst Hoffnung, sie testet kurz und sobald sie merkt, dass sie dich wieder sicher hat, ist die Spannung weg. Dass nach 1,5 Wochen wieder alles vorbei ist, überrascht deshalb null. Der andere Typ? Ebenfalls wenig überraschend. Natürlich ist da ein anderer. Vielleicht schon länger, vielleicht mehrere. Sie checkt Optionen, vergleicht, schaut, wo sie besser fährt. Mal bist du interessant, dann wieder nicht. Das ist weibliche Hypergamie und Monkey Branching in Reinform, besonders nach einer Trennung. Der wichtigste Punkt für dich jetzt: Diese Frau ist eine Sackgasse. Ihre Leidenschaft für dich ist weg. Ob sie jemals wirklich da war oder ob du primär der nützliche Beta-Versorger warst (Haus, Stabilität, Kind), ist im Ergebnis egal. Fakt ist: Zukunft gibt es da keine mehr. Was du jetzt tun solltest: Akzeptiere, dass das Kapitel abgeschlossen ist. Nicht „vielleicht irgendwann“, nicht „wenn sie merkt was sie verloren hat“. Nein. Zu. Fertig. Klappe zu, Affe tot. Regel den Kontakt auf das absolute Minimum, das wegen eurer Tochter nötig ist. Höflich, freundlich, ungerührt. Keine Extras, keine Gespräche über Gefühle, keine nächtlichen Nachrichten, kein „wie geht’s dir“. Nicht aus Rache sondern aus Selbstschutz. Ja, das ist ein verdammt schwieriger Spagat, weil sie die Mutter deines Kindes ist und du sie nicht komplett aus deinem Leben verbannen kannst. Aber emotional musst du genau das tun. Sonst bleibst du in dieser Schleife hängen. Und dann: Fokus auf dich. Weiter abnehmen, weiter Sport, weiter Struktur reinbringen. Freunde, Hobbys, im Job performen. Dating wieder aufnehmen. Nicht um sie zu ersetzen, sondern um dein eigenes Leben wieder zu fühlen. Irgendwann kommt wieder Alltag, und irgendwann kommt auch wieder Selbstvertrauen zurück. Die kreisenden Gedanken zum neuen Typen sind gekränkter Stolz, mehr nicht. Die bringen dir exakt null Mehrwert. Jedes Mal, wenn du merkst, dass du da reinrutschst: Stopp. Fokuswechsel. Körperlich bewegen, rausgehen, irgendwas Aktives. Du bist gerade in einer Übergangsphase. Die fühlt sich scheiße an, aber sie ist temporär. Wichtig ist nur, dass du jetzt keine weiteren Fehler machst, die dich emotional noch tiefer reinziehen.
  12. Ich hätte wohl Angst um meine Organe bei solchen Geschichten 🤣 Aber grundsätzlich stimmt schon: wenn eine Geschichte zu gut erscheint, dann ist in 99% aller Fälle etwas faul daran. Mir wäre ehrlich gesagt die Zeit zu schade, solche schrägen Spielchen mitzuspielen. Entweder sie kommt auf den Punkt, was sie eigentlich will oder sie kann abziehen.
  13. Deine Wahrnehmung wird jedenfalls nicht durch Daten gestützt, siehe Zitat unten. Und ganz ehrlich gesagt, bin ich davon selbst etwas überrascht, da ich auch eine Art "Idiocracy" erwartet hätte. Aber scheinbar war das früher nicht anders und vielleicht erhält man diesen Blickwinkel auch deshalb, weil man selbst eine gewisse Flughöhe hat und von so weit oben ein Grossteil der Mitbürger als "ungebildet" erscheinen. Da schwingt doch auch ein bisschen unschöne Hybris mit, muss ich zugeben.
  14. Falls jemand der wissenschaftliche Hintergrund dazu interessiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Auswahlparadox Sieht man auch wunderbar bei HBs im OG. Die scheinbar unendliche Auswahl ist für HBs im Endeffekt auch gleich das Damoklesschwert. Sie werden zwar schnell fündig, aber dafür bleibt der nagende Zweifel, dass da mit grösster Wahrscheinlichkeit noch jemand besseres hinter dem nächsten Swipe wartet. Und schon besteht eine permanente, latente Unzufriedenheit mit der aktuellen Wahl. Während im Real Life die Optionen überschaubar sind und man schneller abschliessend sagen kann: "Ja, von allen meinen verfügbaren Optionen ist Partner XY die beste Wahl. Der oder keiner!" Und dann steht man auch zu 100% dahinter. Ein HVM hat Optionen ohne, dass er gross was dafür tun muss. Alleine seine Erfolge (beruflich und privat) heben ihn auf so ein hohes Level, dass er für viele HBs direkt als LTR in Betracht gezogen würde. Man muss also nicht permanent sargen gehen sondern einfach nur sein erfolgreiches Leben leben und die Optionen sind da. Fieldtested.