Ehe oder neue Frau? Wie bekomme ich Abstand?

26 Beiträge in diesem Thema

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Gast ElMacho

Hallo zusammen,

 

ich lese hier schon einige Zeit mit, aber habe noch nie die Notwendigkeit gesehen mich aktiv zu beteiligen. Bis jetzt.

Ich bin 26 Jahre alt und jetzt seit vier Jahren verheiratet mit einer Frau, mit der ich seit fast zehn Jahren zusammen bin. Sie war meine zweite Freundin.

In letzter Zeit denke ich viel über mein Leben nach. Was will ich eigentlich?! Ich weiß nur, dass ich so nicht richtig glücklich bin. Ich frage mich, wie mein Leben aussehen würde, hätte ich mich nicht so früh gebunden.

Mit meiner Frau habe ich (komischerweise muss ich sagen) kaum Gemeinsamkeiten. Oft will ich einfach nur meine Ruhe vor ihr. Sie redet sehr viel und meist von Dingen, die mich nicht wirklich interessieren. Wir haben keine gemeinsamen Hobbies. Sie hat eigentlich gar keine Hobbies und interessiert sich kein Stück für meine. Im Alltag kommt es ab und zu zu Streit. Wir haben beide gute Jobs, aber müssen viel arbeiten. Für gemeinsame Urlaube und Entspannung bleibt kaum Zeit. Sex haben wir regelmäßig, aber ich habe zunehmend das Gefühl (auch bei mir), das es der reinen Bedürfnisbefriedigung dient. Keine Romantik, keine Leidenschaft. Dennoch ist sie die Liebe meines Lebens.

Nun habe ich vor etwa einem halben Jahr eine neue Arbeitskollegin kennengelernt. Sie ist ein unglaublicher Mensch. Wunderschön, positiv, humorvoll (sind da voll auf einer Wellenlänge). Der Umgang mit ihr tut mir sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass ich ihr einfach alles erzählen kann (und möchte), was bei meiner Frau nicht so ist. Wir haben uns bis jetzt eher selten getroffen. Ich habe davor ehrlich gesagt Angst, weil es mich in eine Situation bringen könnte, in der ich mich ernsthaft in diese Frau verliebe. Dabei schätze ich die Freundschaft zu ihr sehr und kann natürlich auch meine Ehe nicht beenden (gemeinsames Haus, meine Eltern wären geschockt etc.). Außerdem ist sie out of my league. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mehr als platonisches Interesse an mir haben könnte. Und dennoch...

 

Wie kann ich es schaffen, Abstand zu der ganzen Situation und einen klaren Kopf zu bekommen? Ich kann meiner Frau schlecht sagen, dass ich Zeit brauche. Sie würde wissen, dass etwas nicht stimmt und das würde sie sehr verletzen. Ich bin verzweifelt.

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Herzlich Willkommen im Forum, @ElMacho!

Ich möchte vor allem auf einen Punkt eingehen:

vor 37 Minuten schrieb ElMacho:

und kann natürlich auch meine Ehe nicht beenden (gemeinsames Haus, meine Eltern wären geschockt etc.)

Wenn du das willst, dann gibt es immer einen Weg. Der ist sicher nicht kuschlig bequem, wie dus dir jetzt eingerichtet hast. Aber möchtest du das Leben was du jetzt lebst noch 50 Jahre weiterleben? Würdest du dann auf dem Sterbebett zurückschauen und sagen "Ich war glücklich. Ich habe das Beste aus meinem Leben gemacht." ?

Vielleicht möchte @charons ja selbst etwas dazu schreiben. Ich möchte dir auf jeden Fall seine Geschichte als Mutmacher mit auf den Weg geben. Vielleicht kannst du da für dich etwas rausziehen. Dort gibts sowohl Tips in Richtung Trennung als auch welche in Richtung "Beziehung wieder auf Vordermann bringen".

EDIT: Noch was: Die neue Frau ist Anstoß für deine Gedanken. Das ist gut und wertvoll. Der Punkt ist, wenn du da jetzt direkt wieder in die nächste Beziehung fällst, dann stehst du in 5 Jahren am gleichen Punkt. Du kennst dich noch nicht gut. Du hast wenig Erfahrungen. Wenn du in Zukunft bessere Beziehungen führen möchtest, als du es jetzt tust, dann heißt das Trennen, alte Beziehung verarbeiten, daraus lernen, dich weiterentwickeln und überhaupt selbst ohne Einfluss einer Frau mal kennenlernen. Und DANACH bist du so weit eine bessere Beziehung zu führen.

bearbeitet von Herzdame
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Hmm, mal ein paar Fragen:

1) Kannst du ungefähr beschreiben was du an deiner Frau liebst? Was macht sie zur Liebe deines Lebens?

2) Was ist deine Einschätzung wie glücklich sie selbst mit und in eurer Ehe ist?

3) Wieviel Freizeit verbringt ihr gemeinsam, wieviel alleine?

4) Was unternehmt ihr in der gemeinsamen Zeit?

5) Was unternehmt ihr in der getrennten Zeit?

6) War das mit "keine gemeinsamen Hobbies, und kein Interesse für jene des anderen" immer schon so?

bearbeitet von Helmut_AUT

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Gast ElMacho

Hallo Helmut,

danke fürs Lesen erstmal!

 

1. Es ist die Vertrautheit denke ich. Und die Tatsache, dass sie mich bedingungslos liebt.

2. Sie ist glücklich. Wüsste sie von meinen Gedanken, würde sie aus allen Wolken fallen.

3. An den Wochentagen essen wir meist nur zusammen. Am Wochenende sind auch gemeinsame Ausflüge, Feiern etc. dabei.

4. Zeit nur zu zweit verbringen wir fast nie. Es sind fast immer noch gemeinsame Freunde dabei.

5. Ich treffe mich auch öfter mit gemeinsamen oder meinen Freunden ohne sie. Ansonsten gehe ich meinen Hobbies nach. Vor allem Sport.

6. Ja, das war schon immer so.

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vor 51 Minuten schrieb ElMacho:

Nun habe ich vor etwa einem halben Jahr eine neue Arbeitskollegin kennengelernt. Sie ist ein unglaublicher Mensch. Wunderschön, positiv, humorvoll (sind da voll auf einer Wellenlänge). Der Umgang mit ihr tut mir sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass ich ihr einfach alles erzählen kann (und möchte), was bei meiner Frau nicht so ist. Wir haben uns bis jetzt eher selten getroffen. Ich habe davor ehrlich gesagt Angst, weil es mich in eine Situation bringen könnte, in der ich mich ernsthaft in diese Frau verliebe. Dabei schätze ich die Freundschaft zu ihr sehr und kann natürlich auch meine Ehe nicht beenden (gemeinsames Haus, meine Eltern wären geschockt etc.). Außerdem ist sie out of my league. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mehr als platonisches Interesse an mir haben könnte. Und dennoch...

Also mal eine ganz einfache Frage: Willst du eine platonische Freundschaft oder nicht? Werd dir erstmal bewusst was DU WILLST! Das ist nämlich das Wichtigste und ohne zu wissen was du willst brauchst dir keine Gedanken um deine platonische Freundin machen ob sie mehr will etc. Vollkommen egal.

 

1. Möglichkeit: Du willst mehr von ihr als eine platonische Freundschaft. 

Tja dann tut es mir leid, dann hat sich das mit deiner Familie, Frau, Haus, Kind eh schon erledigt weil das hat keinen Sinn wenn du das nicht 100pro willst und dich eigentlich schon weiter umsiehst. Oder meinst du, du wirst damit Glücklich werden? Meinst du deine Kinder und deine Frau sind glücklich wenn sie einen Vater haben der unglücklich in der Situation sind. Anders herum, es gibt auch glückliche Kinder mit getrennten Eltern (man möchte es fast nicht glauben aber ich spreche aus Erfahrung). Du musst so oder so aus der Beta Rolle ausbrechen. Ob das deine Beziehung überstehen wird ist eine andere Frage. Dazu aber der Thread von Herzdame ;)

 

2. Möglichkeit: Du willst sie nur als platonische Freundin:

Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Es ist sogar eine super Sache um aus deiner Beta Rolle auszubrechen. So oder so, halte den Kontakt. Es macht dir Spaß und du merkst selbst es tut dir gut. Was spricht denn dagegen? Genau! Nichts! (und genau das willst du eigentlich auch hören und das ist der Grund warum du hier schreibst). Also triff dich mit ihr, hab kein schlechtes Gewissen, wenn sie wirklich nur platonisch ist, erzähle es deiner Frau! Ist doch dann nichts dabei!

vor einer Stunde schrieb ElMacho:

Wie kann ich es schaffen, Abstand zu der ganzen Situation und einen klaren Kopf zu bekommen? Ich kann meiner Frau schlecht sagen, dass ich Zeit brauche. Sie würde wissen, dass etwas nicht stimmt und das würde sie sehr verletzen. Ich bin verzweifelt.

Warum brauchst du plötzlich Abstand zu deiner Frau wenn du Abstand zur Situation brauchst? Ganz ehrlich, es gibt keinen Grund warum du dich schlecht fühlen müsstest! Überlege dir was du willst, ändere dich um kein Beta mehr zu sein. Ob das dann klappen wird zusammen mit deiner Familie kann keiner sagen. Du wirst es sehen und Du musst etwas ändern, kein anderer.

Viel Erfolg und Kopf hoch, es gibt immer bessere Zeiten egal wie übel es aussieht.

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Gast ElMacho

Hi Lorenzo,

was Du fragst ist eben genau mein Kernproblem. Dass ich nicht weiß, was ich will. Und dass ich nicht weiß, wie ich den nötigen Abstand bekommen kann, um es herauszufinden.

Ich möchte definitiv eine platonische Freundschaft mit meiner Kollegin, aus den genannten Gründen. Aber diese Frau hat mir gewissermaßen erst die Augen geöffnet und nun habe ich den Eindruck mich eventuell falsch (die frühe Heirat) entschieden zu haben. Ich habe Angst, dass ich mich, je mehr ich sie in mein Leben lasse, (mehr) in sie verlieben werde. Andererseits will ich nicht leichtfertig meine Ehe aufs Spiel setzen, für diesen Gefühlsrausch.

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Okay...

Punkt #1 geht hauptsächlich Richtung deines Sicherheitsbedürfnisses. Ihr kennt euch, du weißt wie ihr funktioniert. "Bedingungslose Liebe" ist meiner Meinung nach nie gut, weil das könnte auch einfach bedeuten dass Sie sich alleine fürchtet, keine eigenen Pläne/Träume hat und sich einfach aus Abhängigkeit ganz fest an dich anhängt. Es klingt ein bisschen so.

#3 sagt ihr habt also doch gemeinsame Interessen, wenn diese zb. auch halt ein Ausflug sind. Hobbies zu teilen ist meiner Erfahrung nach kein Kriterium für eine erfolgreiche Beziehung, aber Interesse an dem was der andere tut und warum es ihn begeistert wäre schon wichtig. Beispiel: Ich fahre Motorradrennen. Meine Ex wollte Halbmarathons laufen. Ich würde nie laufen gehen und sie nie Motorradfahren, aber der gemeinsame Nenner war das Training für einen sportlichen Erfolg, die Art wie wir uns auf etwas vorbereitet haben und auch ein bisschen gewinnen wollten. Ich hab sie bei ihren Trainings unterstützt und sie hat mich beim Fahren angefeuert. Sowas fehlt euch.

#4 finde ich ungewöhnlich. #5 spricht für dich. #6 erklärt sich meiner Meinung nach aus der Jugend in der ihr euch kennengelernt habt.

Mein erster Eindruck ist etwa so:

Ihr habt euch sehr jung kennengelernt, seit in eine Beziehung gegangen, habt es aber versäumt eure "gemeinsame Mission" zu definieren und finden. Alle tollen Paare die ich kenne haben eine "gemeinsame Mission" - das kann von Kinder kriegen über ausgefallene Sexsachen ausprobieren zu "gemeinsame Selbstreflexion/Wachstum" zu gemeinsam auswandern alles sein. Aber halt ein Ziel im Leben welches ihr teilt, wo ihr euch gegenseitig hinpusht, wo ihr gemeinsam darauf hinarbeitet. Klingt nicht als wäre das bei euch definiert oder vorhanden. Was euch verbindet ist der Wunsch nicht alleine zu sein und die langweilige Sicherheit.

Gleichzeitig habt Ihr  offenbar eure eigene Entwicklung zurückgeschraubt (Hobbies, Lebensziele, Aha-Momente) weil ihr eh miteinander glücklich wart. Auch deine Aktivitäten klingen grad nicht so als ob dass schon alles war was dich interessieren würde. Sie hat es offenbar überhaupt vernachlässigt Zeit für sich alleine zu finden und diese auch mit kreativen interessanten Dingen zu füllen die sie selbst glücklich machen. Deshalb würde sie aus allen Wolken fallen wenn plötzlich auch nur der Hauch einer Gefahr besteht das sie allein wäre.

Ihr habt also einen Mangel an gemeinsamer Energie (den du ja mittlerweile spürst), aber auch einen Mangel an persönlicher eigener Energie, der euch zusammenschweisst (weil allein sein kennt ihr nicht).

Objektiv betrachtet hat mir der erste Post nicht gut geklungen. Du willst Ruhe vor ihr, sie interessiert sich Nüsse für deine Sachen, du dich nicht dafür was sie erzählt, der Sex ist 08/15 und ihr streitet öfter mal. Ihre nehmt euch keine Zeit füreinander, schon gar nicht alleine (eventuell weil ihr unterbewusst Angst habt dann zu merken wie wenig euch verbindet). Das ist alles ganz sicher nicht "Liebe deines Lebens".

Mein Rat:

WENN du diese Beziehung kitten willst, dann müsst ihr beide euch selbst definieren, aber auch den gemeinsamen Weg. Sieh dir mein Thread an, und reflektiere mal wie viele "Räume" jeder von euch hat, und wie es in der Mitte aussieht. Da müsst ihr ansetzen.

Du solltest jetzt die klassischen Dinge tun, die Mann macht wenn es in der Beziehung grad nicht so toll läuft: mehr Zeit für deine Hobbies, neue Freunde, neue Interessen entdecken, mehr alleine machen (wirklich: mit dir alleine). Raus aus dem Trott, und dich selbst mit dir allein super gut fühlen lernen, so dass du keine Angst davor haben müsstest plötzlich Single zu werden (die hast du derzeit ziemlich massiv).

Wenn sie da mitzieht - und teilweise würde sie merken dass du attraktiver für andere bist, unabhängiger... was sie motivieren sollte - dann müsste sie sich ebenso neu definieren und als eigenständige Persönlichkeit. Und so wie ihr euch selbst für euch selbst neu findet würdet ihr möglicherweise dann auch Dinge entdecken die euch als gemeinsame Mission der Beziehung dienen können.

Ehrlich gesagt schätze ich die Chancen dafür nicht großartig ein. Aber es macht nichts, denn DEINEN Teil musst du sowieso jetzt mal angehen. Was dann aus der Beziehung wird ergibt sich mehr oder weniger von selbst.

Also, nochmal Kurzuzsammenfassung: Ihr habt eure Entwicklung vom "generischen" Jugendlichen zum "ausgeprägt individuellen" Erwachsenen gedämpft weil ihr genau in der formativen Zeit eh schon "fix gelandet" wart und keinerlei Veränderungsdruck gespürt habt. Weil ihr euch selbst nicht stark ausdefiniert habt fehlt auch eine deutliche gemeinsame Definition was eure Beziehung überhaupt ist und warum sie gut ist. Jetzt fängst du mal an deine Entwicklung nachzuschärfen, und hoffst dass sie mitzieht bzw. motivierst du sie. Wenn sie das nicht tut, dann wird sich ein Weg finden das ganze sauber zu trennen, trotz gemeinsamen Haus. Die neue Frau ist lediglich der Wunsch nach Abwechslung, der dir vor Augen führt wie sehr du unterfordert bist in der langweiligen Sicherheit bzw. gegenseitiger Abhängigkeit deiner jetztigen Beziehung. Konkrete Pläne was du mit der anstellen kannst sind irrelevant, weil wie Herzdame bereits gesagt hat - das ändert nicht dein Kernproblem.

Viel Erfolg!

 

 

 

bearbeitet von Helmut_AUT
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Ich lass mal einfach meine Gedanken schweifen.

Ich finde es richtig und wichtig, dass du dir genau überlegen willst, was du willst. Eine Ehe sollte man nicht leichtfertig aufgeben, außer bei Härtefällen oder wenn es sinnlos ist. Bist du mit deinem Leben zufrieden? Man überträgt oft seine eigene Unzufriedenheit auf den Partner und plötzlich ist die Beziehung/Ehe schlecht. Wenn es so ist, dann sollte man überlegen, was du ändern möchtest und das mit der Partnerin besprechen.

Ich sehe bei euch keine unlösbaren Probleme. Vielleicht solltet ihr euch einfach mal Zeit zu zweit nehmen und Dates ausmachen? Das bringt etwas Schwung in die Sache und man lernt sich wieder auf andere Art kennen. Euch ein ganz neues gemeinsames Hobby suchen und einfach mal rumprobieren, was zu euch passt. Fangt an romantisch zu sein und überrascht euch.

Aufjedenfall finde ich, dass du mit deiner Frau über deine Unzufriedenheit reden solltest. Du musst die andere Dame ja erstmal nicht erwähnen. Eine Krise muss nicht das Ende bedeute, sie kann die Beziehung auf ein neues Level heben, wenn man sie überwindet.

Solltest du deine Ehe retten wollen, dann würde ich dir raten den Kontakt zur Arbeitskollegin privat zu meiden. Du gehst ja davon aus, dass du dich verlieben könntest und das würde deiner Ehe schaden.

Wenn du aber denkst, dass die Ehe gar keinen Sinn mehr hat, dann würde ich an deiner Stelle mit deiner Frau ein klares Gespräch drüber führen. Danach eine Beziehung einzugehen ist gefährlich, denn die Fehler, die vorher gemacht wurden, werden unter Umständen einfach in die neue Beziehung mitgenommen. Dann lieber Zeit für dich und das Leben genießen und herausfinden was du innerhalb einer Beziehung für dich wichtig ist, damit sie Bestand hat.

Ich denke, meine Gedanken kann man teilen oder auch nicht. Vielleicht regen sie aber einen Gedanken an...

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Nur eine Zwischenbemerkung, aber eine, wie ich glaube, essentielle: Du beschreibst Deine Frau als jemand, der aus allen Wolken fallen würde, wenn sie von Deinen Gedanken wüsste, dass sie über-überglücklich mit Dir ist, dass Sie quasi keinen Zweifel an Eurer Beziehung hat, etc.

Ich bezweifle das. Deine Frau wird dich lieben, ja. So wie Du ja auch hier schreibst, dass sie die Liebe deines Lebens sei. Aber Zweifel an Eurem Lebensweg werden ihr nicht fremd sein. Auch sie wird ab und zu darüber nachdenken, wie es wohl wäre, wenn das Leben anders verlaufen wäre. Ich gehe sogar noch weiter: Auch sie wird manchmal, so wie Du jetzt, einen anderen Menschen treffen und bestimmte Tagträume beginnen.

Alles andere wäre absurd.

Und genau hier könnte man ansetzen. Du kennst diesen Menschen seit ewig. Du sagst, da ist eine Vertrautheit. Also müsste es doch möglich sein, behutsam über dieses wichtige Thema - über Euch! - zu sprechen, ohne gleich eine große Krise auszurufen. Man kann ja Ehemodelle auch besprechen, ohne gleich an Scheidung zu denken.

 

 

bearbeitet von cdc
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Wenn ich mir die Scheidungsstastik anschaue:

https://news.steuerfinder.com/uploads/pics/Scheidungsstatistik_2011.png

frage ich mich, haben vor 20, 30 oder sogar vor 40 Jahren die Ehepartner dieselben Fragen über sich, ihr Leben usw. gehabt?! Wohl nicht, denn sonst hätte man sich nicht getrennt. Also ist der Grund der Trennung - sofern der Partner nicht der absolute Alkoholiker ist und die Frau schlägt - unzufriedenheit. Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben, da die Gesellschaft sich immer mehr vom Allgemeinwohl zum Egoismus des Einzelnen entwickelt. Das Leben muss ja den Sinn haben, dass der Einzelne zufrieden ist, denn das wichtigste im Leben ist doch, Glücklick zu sein!? Nicht wahr?

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vor 40 Minuten schrieb Helmut_AUT:

Charon, das war ein unglaublich geiler Post.

Deshalb hab ich ihn verlinkt. Jeder hat sein Fachgebiet. Das hier ist seins.

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vor 6 Stunden schrieb ElMacho:

In letzter Zeit denke ich viel über mein Leben nach. Was will ich eigentlich?! Ich weiß nur, dass ich so nicht richtig glücklich bin.

Eigentlich die perfekte Kurzbeschreibung einer Midlife-Krise - und das schon mit 26 Jahren.

Ich kann da ein bisschen was zu sagen - ich war auch sehr lange Zeit sehr unzufrieden mit meinem Leben und habe nach vielen Jahren Alleingang in der Persönlichkeitsentwicklung (weil ich immer das Gefühl hatte, meine Frau ist zu nichts zu bewegen - dann koppel ich mich halt ab und mach was alleine) nach 23 Jahren meine Ehe beendet. Mit allem was dazugehört: 2 Häuser verkaufen, Wohnung suchen, meine Firma umziehen, das Verhältnis zu meiner Tochter neu definieren und und und. Das volle Programm.

Aus Sicht der Trennungsjahre sage ich ganz klar: "Würde ich wieder so machen, auch wenn die Phase echt ein bescheidener Lebensabschnitt ist". Jetzt gehts mir wieder gut.

Aber: Hätte ich viel viel früher reagiert, hätte das auch anders laufen können. Muss nicht, aber es hätte Chancen gegeben.

Es gibt diesen schönen Satz: "Man muss an seiner Ehe arbeiten". Jeder Mensch verändert sich in seinem Leben. Bei Euch muss das in Eurer Beziehung sehr massiv gewesen sein, wenn Ihr schon, seit Ihr 16 Jahre alt seid, zusammen seid. Schule, Ausbildung/Studium, Job... das verändert einen. Dann kommt der Alltag mit dem Job und das Leben wird auf einmal strukturierter = langweiliger. Abends ist man müde und rafft sich nicht mehr so leicht auf. Und wenn jeder ehrlich ist - manchmal lässt man es auch gerne einfach laufen, weil Veränderungen auch anstrengend sein können.

Alleine die Tatsache, dass Du Dich hier im Forum rumtreibst, zeigt ja, dass Du auf der Suche nach etwas bist. Das ist prinzipiell prima. Und der Grundansatz im PU, seine Persönlichkeit zu entwickeln, ist das Beste, was man hier mitnehmen kann.

Du bist verheiratet und sagst selber, dass Du sie liebst. Wenn das keine Floskel ist, dann solltest Du hier erst einmal Euch beide als eine Einheit sehen. Wenn mans richtig macht (nicht so wie ich), dann macht man in einer Ehe die Persönlichkeitsentwicklung gemeinsam durch. Oder versucht es zumindest.

Lies Dir Charons Beitrag mindestens zehnmal durch. Er hats genau auf den Punkt gebracht. Fang bei Dir an und überlege Dir, was DU in die Ehe einbringst. Was kannst Du besser machen. Denk parallel darüber nach, was Du für Wünsche an Dein Leben stellst, was Du willst. Und dann rede mit Deiner Frau. Eine Ehe sollte immer die Chance bekommen, dass man innerhalb der Beziehung alles gegeben hat, um das Leben zu verbessern. Wenns dann nicht klappt, ist es halt so. Aber Du solltest immer zurückschauen können und sagen "ich hab alles gegeben/versucht".

Und da ist die Schmetterlinge-im-Bauch-Nummer mit einer neuen Bekanntschaft der blödste Grund, eine Ehe zu beenden. Sie hilft vielleicht, Dir bewusst zu machen, dass grade irgendwas an Dir nagt. Aber geh erst mal die Baustelle 1 (die Ehe) an, bevor Du Baustelle 2 aufmachst. Und sieh die neue Bekanntschaft mal ohne rosa Brille und wie toll Du die im Augenblick findest, sondern frag Dich "Ist die in 10 Jahren noch so gut wie meine Frau jetzt?"

Nochmal zum klarstellen: Eine Ehe beenden kann ein guter Weg sein. Sie nicht zu beenden, weil die Eltern einem das krumm nehmen könnten ... den Gedanken fand ich absurd. Aber eine Ehe zu beenden, ohne vorher alles getan zu haben, um aktiv die Situation zu verbessern, ist saublöd.

 

 

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Deine Beschreibung erinnert mich an die Situation einer meiner besten Freundinnen und ihres Freundes. Seit 10 Jahren zusammen, sind auch in deinem Alter, nur eben nicht verheiratet. Sie war sehr unzufrieden mit der Beziehung, während er an sich zufrieden war, bis sie Klartext geredet hat und ihm bewusst wurde, dass sie nicht glücklich ist, was ihn dann auch unglücklich gemacht hat. (Alltagstrott, Differenzen zum Thema Hochzeit, berufliche Probleme, Stress mit den Eltern usw.) Immer wieder Gespräche, immer wieder Streit - dachte wirklich, sie trennen sich bald, aber sie haben gekämpft, beide, und haben immer wieder versucht Wege zu finden.
Schlussendlich wurde ihnen klar, dass sie zu sehr nebeneinanderher gelebt haben, nicht genug miteinander geredet oder unternommen haben. Sogar Sex gabs kaum noch. Seitdem sie alle 4-8 Wochen ein Wochenende außerhalb verbringen. Raus aus ihrem Alltag, einfach mal wieder Abwechslung und vor allem nur Zeit für sich. (keine nervenden Eltern/nervender Chef oder sowas) Mal ein Wellnesswochenende, mal Sightseeing, völlig egal. Sie haben sich wieder angenähert und sind ihren Aussagen nach nun wieder glücklich, auch Sex gibt es wieder häufiger. Es ist natürlich nicht immer so einfach und der beschriebene Prozess dauerte etwa 6-8 Monate, aber es zeigt, dass vieles möglich ist, wenn man bereit ist, es zu versuchen.

Ich will jetzt nicht sagen, dass ihr nur noch aufeinanderhängen sollt, jeder brauch schon seine Zeit für sich und seine Hobbys, wie die anderen das ja auch sagen, aber bewusst Zeit miteinander zu verbringen, könnte durchaus ein möglicher Weg sein.

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Schon sehr, sehr viel gutes in den Posts von zum Beispiel Charon.Eines möchte ich noch dazu geben. Du schreibst, Du hättest Dich mit der Kollegin bisher kaum getroffen, um nichts zu forcieren. Im Umkehrschluss: ihr kennt Euch kaum. Wenn Du in ihrer Nähe bist, fühlst Du Dich gut, verstanden, leicht (es gibt was zu lachen); gleichzeitig hat Du Distanz und etwas Selbstzweifel (out of league). Kenne ich irgendwie aus eigener Anschauung.

Auf den Kopf zu: ich denke, Dir fehlt in Deiner Ehe, vor allem aber in Deiner Person etwas. Und dieses etwas suchst und findest Du bei Deiner Kollegin. Hast Du vielleicht manchmal das Gefühl, dass sie Dich irgendwie "vervollständigt"? Vielleicht geht es ihr sogar ebenso. Sie ist sicherlich eine tolle Frau; wahrscheinlich aber auch zu einem guten Teil ein Projektion Deiner Wünsche bzw. dessen, was Dir fehlt.

Ich will Dir gar nichts raten in die eine oder andere Richtung, aber so viel: überleg Dir mal, was es ist, dass Du bei ihr suchst und findest. Und glaube nicht, dass Du die Situation ohne Deine Frau auflösen kannst. Wenn Du Dich weiter in den Umgang mit der Kollegin flüchtest, wird sie das merken. Wenn Du an Dir und Deiner Ehe arbeiten möchtest - und Arbeit scheint es zu brauchen - wirst Du sie dafür ebenfalls brauchen. So oder so: Du schlingerst massiv, es wird ihr nicht verborgen bleiben.

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Alles richtig, was die anderen Kerle sagen. Vom Handy aus nur ein kurzer Anstoß zusätzlich: Ich würde die Kollegin zunächst nicht nur nicht als Alternative definieren, sondern auch nicht als Bedrohung. Sie kann genauso gut eine Ergänzung sein, eine neue zusätzliche Stimme in Deinem Leben. Eine kritische vielleicht, aber Nachdenken und Abwägen kannst Du ja.

 

Will sagen: Da taucht eine spannende Frau auf, die Dir Fragen in den Kopf setzt. Und mit der Du gerne Zeit verbringen möchtest. Das ist doch prima! Nirgendwo steht, dass Du nur mit Deiner Ehefrau über das Leben reden darfst.

Und natürlich kann da ein Prozess in Gang kommen. Aus persönlicher Erfahrung denke ich, das wäre sogar gut für Dich. Du bist ja ein junger Kerl - wieso um alles in der Welt hast Du in Deinem Kopf die unausgesprochene Annahme, es sei jetzt schon alles quasi fertig und müsse genauso stabil bleiben?

 

Was Deine Frau angeht - die wird weder blind noch dumm sein. Aber sie ist genau wie Du jung und übt noch. Tun wir alle.

Also, sieh mal zu, dass Du Dich mit der Kollegin befreundest. Im Zweifel hat noch keinem Mann die Meinung einer guten Frau geschadet. Und gute Frauen sind zwar selten, können aber eine Menge Dinge sehr sachlich und gleichzeitig verständnisvoll behandeln, wenn eine Basis da ist. Du wirst Dich wundern.

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Gast Forbiddengirl
Am 15.9.2016 um 07:54 schrieb Carver:

- Überlege, ob die Kritik an deiner Frau nicht damit zu tun hast, dass du eine Ausrede suchst, um die andere Frau zu vögeln.

 

So, nachdem TE jetzt viel Prügel eingesteckt hat, melde ich mich auch mit meiner bescheidenen Meinung.

Werter TE, Du hast noch lange Jahre zu leben und zu arbeiten. Überlege Dir, wie Du Dein Leben gestalten möchtest, was Dir wichtig ist und wie Du Deine Zeit gestalten möchtest. Du bist gerade dabei, Dir Verantwortung für eine erwachsene Frau einreden zu lassen. Ist sie wegen Dir krank/behindert geworden? Ist sie ein Kind, für das Du verantwortlich bist? Natürlich ist Deine Ehefrau die Liebe Deines bisherigen Lebens gewesen. Und sicher ist sie sehr liebenswert, sonst hättest Du Dich an sie nicht gebunden. Aber was nutzt es Dir, wenn Du sie nicht mehr willst? Es gab vor kurzen einen Thread hier im Forum zum Thema: Anziehung nach einer schweren Krankheit verloren. Lies es mal durch. Es zeigt die Entwicklung einer sehr ähnlichen Beziehungsdynamik, wenn einer der Partner den anderen mehr als Kind, für das er verantwortlich ist, wahrnimmt. Dieser kann normal, ohne dass er selbst PU macht, seine Anziehung NICHT mehr zurückerlangen. Auch wenn er wieder gesund ist. Diese Erfahrung, den Partner nicht als gleichwertig zu haben, macht die Beziehung und Anziehung irreparabel. In Deinem Fall denke auch daran, dass Du für Deine Ehefrau auch wenn sie schwer krank wird, verantwortlich. Bist Du bereit, Dein Leben einer erwachsenen, derzeit gesunden Frau aufzuopfern? Für immer bis zum Tod? Was ist, wenn Du als erster stirbst? Hast Du dann das Leben geführt, auf das Du zufrieden zurückblickt? Oder nagt Dich Dein Gewissen, dass Du das Richtige, aber das Unbequeme nicht getan hast? Interessiert Dich dann, wenn bzw was Dein Nachbar dazu sagt? Warum nicht Eltern: sie leben dann wahrscheinlich nicht mehr. Und wenn doch, dann stehen sie eher hinter Dir, egal was Du entscheidest. Sie wollen Dich glücklich sehen. 

An Deiner Stelle empfehle ich Dir, an Deinen Baustellen zu Definition Deiner persönlichen Präferenzen, Vorstellungen und Erwartungen zu arbeiten. Definiere, wie Du Dein Leben gestalten möchtest. Was Du dazu brauchst. Es kann Dir hier keiner diese Entscheidung abnehmen. Aber es kann Dir hier keine random-guy-online-Stimme versprechen, dass wenn Du Dein totes Pferd weiter treten wirst, dass es wieder gesund wird. Schau besser, dass Dein IG gut ist und Deine nächste Beziehung auf anderer Basis steht

Zum Satz von Carver “- Überlege, ob die Kritik an deiner Frau nicht damit zu tun hast, dass du eine Ausrede suchst, um die andere Frau zu vögeln“:

Denke bitte daran, dass die AK auch ein Mensch ist, den man als Lückenbüßer oder als Betthase nicht benutzt. Was wäre, wenn sie Dich auch wirklich gerne hat und weil sie weiß, dass Du gebunden bist, sich zurückhält?

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Ein paar Dinge die mich ticken lassen,

TE du schreibst deine Frau war deine beste Freundin für dich? Was hat sich geändert? Und was müsste sich ändern, damit dies wieder so ist?

Damit meine ich nicht sie sich, sondern was müsstest du für dich ändern, damit es wieder so ist?

 

Das Thema Hobbies und Gemeinsamkeiten, Carver hat dort für mich einen sehr guten Vorschlag gemacht, wenn du Gleichgesinnte finden möchtest, dann geh in einen Verein. Oder gerne auch, mach einmal zur Abwechslung nur etwas für dich alleine. In meiner Welt, sobald ich Hobbies habe, finde ich immer Gleichgesinnte. Einfach auch aus dem Grunde, weil ich mich darüber informiere und mich damit beschäftige. Oder beteilige dich in Foren, je nach dem was zu deinen Hobbies gehört. Es gibt da so viele Möglichkeiten mich selbst und meine Interessen einzubringen.  

 

"Bedingungslose Liebe" - - - wird gerne negativ ausgelegt. Was es gar nicht ist. Stell dir einfach mal eine Welt vor, in der deine Liebe oder die Liebe zu dir an Bedingungen geknüpft ist? Bedingungslose Liebe, ja was soll es auch sonst sein.

 

Die Freundin, die schlechten Gefühle, das sich selbst herunter ziehen, das liegt nicht am anderen, wie es so oft vielleicht gewünscht wird, diesen Anker hast du dir selber ganz alleine aufgebaut. 

Was im übrigen auch viele Chefs immer wieder sehr souverän schaffen. Das einzig tolle am Job ist, wenn dieser nicht da ist. 

Und da ich gerade bei dem Thema Job bin, guter Job und viel arbeiten schließt sich für mich aus. Du selber schreibst dies sogar unbewusst (aber). Auch dort darf sich etwas für dich ändern. 

Abgesehen davon, von gut hin zu begeistert ist es auch noch ein Stück.    

 

Die Frage die du TE dir stellen darfst ist, Möchtest du das die Beziehung zu deiner Frau funktioniert?

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6 hours ago, EndlessPerdition said:

"Bedingungslose Liebe" - - - wird gerne negativ ausgelegt. Was es gar nicht ist. Stell dir einfach mal eine Welt vor, in der deine Liebe oder die Liebe zu dir an Bedingungen geknüpft ist? Bedingungslose Liebe, ja was soll es auch sonst sein.

Schön mal wieder von dir zu lesen; hast recht, meine Abneigung gegen das Wort "Bedingungslos" gehört besser definiert. Ich meinte damit eigentlich "ohne Grenzen" - also ohne Grenzen zu setzen. So klingt die Frau des TE für mich, in der Form wie er es erzählt hat.

Weil: Nicht an Bedingungen geknüpfte Liebe ("Unconditional") ist in der Tat das einzige was auch hält. Aber selbst keine "Boundaries" zu setzen nur um Liebe zu erhalten ist sehr gefährlich, und trotzdem etwas das gerade vielen Frauen passiert deren Leben eigentlich eher auf Ehe, Kind, fertisch abzielen. Muss der TE selber entscheiden wiesehr das zutrifft.

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Am 17.9.2016 um 20:16 schrieb Forbiddengirl:

So, nachdem TE jetzt viel Prügel eingesteckt hat

 

Am 15.9.2016 um 01:20 schrieb botte:

Auf den Kopf zu: ich denke, Dir fehlt in Deiner Ehe, vor allem aber in Deiner Person etwas. Und dieses etwas suchst und findest Du bei Deiner Kollegin. Hast Du vielleicht manchmal das Gefühl, dass sie Dich irgendwie "vervollständigt"? Vielleicht geht es ihr sogar ebenso. Sie ist sicherlich eine tolle Frau; wahrscheinlich aber auch zu einem guten Teil ein Projektion Deiner Wünsche bzw. dessen, was Dir fehlt.

Ich will Dir gar nichts raten in die eine oder andere Richtung, aber so viel: überleg Dir mal, was es ist, dass Du bei ihr suchst und findest. Und glaube nicht, dass Du die Situation ohne Deine Frau auflösen kannst. Wenn Du Dich weiter in den Umgang mit der Kollegin flüchtest, wird sie das merken. Wenn Du an Dir und Deiner Ehe arbeiten möchtest - und Arbeit scheint es zu brauchen - wirst Du sie dafür ebenfalls brauchen. So oder so: Du schlingerst massiv, es wird ihr nicht verborgen bleiben.

 

Am 15.9.2016 um 06:51 schrieb Geschmunzelt:

Du bist ja ein junger Kerl - wieso um alles in der Welt hast Du in Deinem Kopf die unausgesprochene Annahme, es sei jetzt schon alles quasi fertig und müsse genauso stabil bleiben?

Was Deine Frau angeht - die wird weder blind noch dumm sein. Aber sie ist genau wie Du jung und übt noch. Tun wir alle.

Der TE hat hier viele sehr gute Anmerkungen und Hinweise erhalten und eben keine "Prügel". Nur weil man ihn zum Nachdenken über sein eigenes Verhalten bringen will, ist das noch keine Kritik, soweit sie in der Form akzeptabel ist. Wenn er sein eigenes Verhalten nämlich nicht reflektiert, dann hängt er in 2 Jahren wieder am gleichen Punkt und postet den nächsten Thread. Dies will man ihm ja eben hierdurch ersparen. Das ist, so gesehen, überaus fürsorglich auch wenn es für ihn jetzt erst einmal unangenehm ist. Ja, es ist unangenehm über sein eigenes Verhalten zu reflektieren und auch seine eigenen Fehler vor sich selbst einzugestehen. Aber wie Herzdame es geschrieben hat: 

Am 14.9.2016 um 11:24 schrieb Herzdame:

Noch was: Die neue Frau ist Anstoß für deine Gedanken. Das ist gut und wertvoll. Der Punkt ist, wenn du da jetzt direkt wieder in die nächste Beziehung fällst, dann stehst du in 5 Jahren am gleichen Punkt. Du kennst dich noch nicht gut. Du hast wenig Erfahrungen. Wenn du in Zukunft bessere Beziehungen führen möchtest, als du es jetzt tust, dann heißt das Trennen, alte Beziehung verarbeiten, daraus lernen, dich weiterentwickeln und überhaupt selbst ohne Einfluss einer Frau mal kennenlernen. Und DANACH bist du so weit eine bessere Beziehung zu führen.

 

Deine AK spiegelt Dich. Grob gesagt: Sie hält Dir quasi einen Spiegel vor, in dem Du Dich selbst siehst und dieses neue (Selbst-)Bild gefällt Dir. Sie zeigt Dir Seiten/Eigenschaften von Dir, die Du magst oder die Du gerne haben möchtest. 
Deine Frau spiegelt Dir diese Seite nicht mehr, deswegen hast Du auch das Gefühl, dass Dir irgendetwas "fehlt", was Du aber nicht so genau greifen kannst. Indem Du Dich mal fragst, was Deine AK Dir hier spiegelt kannst Du erkennen, welches eigene Bedürfnis Du hast, das nicht erfüllt wird.
Ist es Anerkennung ? Ist es Lebensfreude ? Ist es ein bestimmtes Thema, das Du vermisst ? Das, was die AK Dir spiegelt - und damit in Dir auslöst - dürfte ziemlich genau das sein, was Dir fehlt. Methodische Vorgehensweise.

Deine Frau spiegelt es Dir aber vllt. aus Gründen nicht mehr, die Du selbst zu vertreten hast (und darin liegt genau Dein "Aufhänger" für das Gespräch mit Deiner Frau). Vllt. hast Du irgendwann einmal etwas getan/gesagt, das sie dazu bringt, Dir diese Seite nicht mehr zu spiegeln. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn sie Dir das früher gespiegelt hat. Methodische Vorgehensweise.

Denn das, was Dir Dein Gegenüber spiegelt, das bist Du für ihn. Ein sexuell attraktiver Mann, ein guter Freund, ein wertvoller Mensch, all das fühlst Du nur dann wenn jemand Dir das spiegelt. Und genau da liegt das Thema: eigenes Ich.  Der Spiegel kommt von außen. Aber die eigentliche Ursache kommt von innen. Du kannst ja ein bewundernswerter Mann sein, ohne dass Dir das jemand sagen muss. Denn auch ohne das Dir das jemand spiegelt, kannst Du es Dir selbst einreden. An diesem Thema kannst Du selbst arbeiten. Für Dich. Methodische Vorgehensweise.

Und, wenn Du Dir dann irgendwann ein Herz fasst, nachdem Du es lange genug analysiert hast und mit ihr redest, dann wirst Du vermutlich sehr überrascht sein, dass sie eben auch nicht "glücklich" mit Eurer Beziehung ist. Aber sie kriegt es wahrscheinlich nicht methodisch ausanalysiert und wird froh sein, dass Du diesen Part übernommen hast. Gleichzeitig gibt Dir das die Führung über dieses Gespräch. Methodische Vorgehensweise.

Das was wir alle Dir hier oben beschrieben haben, ist in Wirklichkeit eine Aufgabe, die ein Prozess ist. Ein Prozess der Selbsterkenntnis. Das Hinterfragen der eigenen Motivationen, Ängste, Sehnsüchte, Wünsche, Träume, etc. Am Ende dieses Prozesses wirst Du vermutlich nicht mehr der Mann sein, der Du heute bist. Heute bist Du hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Emotionen, die Du nicht greifen kannst. Am Ende dieses Selbstreflexionsprozesses wirst Du ganz genau wissen, was Du willst, was Du fühlst, warum Du das fühlst und in welche Richtung Du gehen wirst (nicht willst !).

Danach kannst Du mit Deiner Frau sprechen. Vorher würde ich es nicht machen, denn in Deinem momentanen Zustand bringt es Euch beiden nichts, außer negativen Emotionen, die ihr schon zur Genüge habt.

Deine AK ist übrigens beliebig ersetzbar durch eine andere Frau, die Dir das gleiche spiegelt. Ob Du die im Fitnessstudio, beim Bäcker, in einer Bar etc. triffst, ist völlig egal. Wichtig ist nur eines: Sie führt Dir die Gründe für Deine Unzufriedenheit vor Augen. Du musst sie nur noch analysieren und Dir selbst eingestehen. Das ist, meiner Erfahrung nach, der bei weitem schwierigste, schmerzhafteste und demütigendste Teil Deiner Aufgabe. Am Ende wirst Du aber auferstehen: als selbstbewusster, neuer Mann. Und ganz genau das fühlt sich so unfassbar geil an, dass es die Mühe allemal wert ist... vertrau mir !

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Gast Forbiddengirl
vor 7 Stunden schrieb charons:

Der TE hat hier viele sehr gute Anmerkungen und Hinweise erhalten und eben keine "Prügel"....

...Deine Frau spiegelt es Dir aber vllt. aus Gründen nicht mehr, die Du selbst zu vertreten hast...

...

Deine AK ist übrigens beliebig ersetzbar durch eine andere Frau, die Dir das gleiche spiegelt. 

...Wenn es sich um eine einseitige, nicht objektiv eingenommene Betrachtungsweise handelt, in der nur EINE mögliche Ursache für TEs Unzufriedenheit in seine eigene Person hineininterpretiert wird, sind das für mich “Prügel“.

Werter TE, natürlich sollst Du Dein eigenes ICH analysieren. Ich habe das mit Definition Deiner Präferenzen, Deiner Vorstellungen und Deiner Erwartungen gemeint. Nicht deren irgendeines beliebigen Menschen (Kollegen, SC, Nachbarn usw.), sondern Deiner. Jetzt kommt mein ABER: das, was passt, passt eben. Und das, was nicht (mehr) passt, passt eben nicht (mehr). Du bist hoffentlich in der Lage, selbst zu entscheiden, was für Dich gut ist. Wir kennen auch nicht das ganze Bild, wir haben nur ein Teil davon. Du musst auch selbst mit der Entscheidung leben. In 10 Jahren entwickelst Du Dich auch noch weiter. Bis dahin bist Du hoffentlich nicht ein gefühlskalter (in Gedanken woanders) pflichtbewusster Versorger geworden. Denn sobald Deine Ehefrau erkennt, dass Du nicht richtig bei der Sache bist, bist Du kein Alpha mehr für sie. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie auch nicht mehr will. Wie viel Jahre wird es dauern, bis es soweit ist? Kann Dir keiner sagen. Ist nur die Frage, wie alt Du dann bist und ob Du nicht die ganze Zeit nur vergeudet hast.

Deine Ehefrau ist erwachsen, gesund und nicht auf einen Mann angewiesen. Warum denkst Du, dass sie alleine bleibt? Wer sagt, dass sie nicht einen passenden Partner findet und glücklich wird? Jemand, der zu ihrer Persönlichkeit gut passt? Ich denke, Du gönnst ihr das, oder? Oder soll sie sich Dir anpassen, nur um Dir zu gefallen? Ist sie dann glücklich, Deinen Vorstellungen zu entsprechen? Oder soll sie nicht doch besser sie selbst sein, und damit auch ihr Glück für sich definieren zu können?

Einen Punkt möchte ich noch bringen: die AK ist auch ein Mensch und soll hier nicht herabgewürdigt werden. Ich bezweifle, dass sie beliebig austauschbar wäre. Vielleicht für jemanden, der sie und ihre Persönlichkeit nicht kennen und schätzen gelernt hat. Wäre ja möglich. Aber würdest du, werter TE, sie gegen eine random Susi austauschen wollen? Oder hat sie genau das, was Du willst und was Dir gut tut? Das kannst Du hoffentlich selbst entscheiden.

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Natürlich sollte der TE im Bezug auf seine Frau von der "Liebe meines BISHERIGEN Lebens" ausgehen und die ganze Sache
etwas realistischer betrachten. Es können noch viele Lieben kommen und man glaubt es kaum: Aber es wird immer doller.

Schön dass die Kollegin den Stein des Anstosses an des TE Birne geschuppert hat. Doch: Die Kollegin
muss zur Arbeit wenn sie Kohle verdienen möchte und ist damit fast zwangsläufig an einem guten
Arbeitsverhältnis mit ihren Kollegen interessiert.
Dies mit der Frau/Freundin zu vergleichen, finde ich zu hoch gegriffen.

Ich rate dem TE sich mit seiner Frau ein paar Mal hinzuhocken und sich ehrlich mt ihr
über BEDÜRFNISSE unterhalten. Dabei kann er ja seine eigenen Bedürfnisse ansprechen
und sie die ihren. Am Ende wird jeder schlauer sein und es wäre gut, wenn er hier schreiben würde,
wie das so abgelaufen ist. :D

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