Unerklaerliche körperliche Symptome - Gesundheit

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Gast DerBauer

Habt ihr Erfahrungen mit unerklaerlichen koerperlichen Symptomen?

Die Voraussetzung für Pickup/eine Freundin/LTR/Leben ist meiner Meinung nach eine koerperliche Gesundheit. Die ist bei mir momentan nicht gegeben. Daran will ich zuerst arbeiten.

Ich habe immer wieder extreme körperliche Symptome, die mich in meiner Entwicklung und meinem Leben (Job, Frauen, Studium) allgemein extrem zurückwerfen, weil ich dann einfach komplett nicht zu gebrauchen bin.

Ich bin in meinem Leben immer sportlich gewesen, ernähre mich gut und gesund, habe einen abgeschlossenen Bachelor, immer wieder LTRs und Frauen gehabt, nie etwas schlimmes erlebt. Eigentlich bin ich mit meinem Leben soweit sehr zufrieden, bis auf den Gedanken noch mal etwas ganz anderes zu studieren.

Es gibt Phasen, da sind die Symptome so stark, da kann ich 1-2 Wochen lang einfach nur im Bett liegen, weil es mir nicht möglich ist irgendwelchen Tätigkeiten nachzugehen.

Meine Symptome:

- Dauerschwindel (Schwanken und Drehen)
- Atemnot (Gefühl zu wenig Luft zu bekommen)
- Extremes Krankheitsgefühl (wie Grippe)
- Übelkeit

Auf den Ärztemarathon hab' ich schon kein Bock mehr, da jeder Arzt irgendwas anderes sagt. Keiner weiß so recht, was mir fehlt.
Beispiel: Der eine Arzt sagte, ich haette Asthma. Der andere Arzt sagt, ich habe auf gar keinen Fall Asthma, sondern es ist psychisch. Der dritte Arzt widerum sagt wieder was anderes.
MRT vom Kopf war ohne Befund. Blutbild auch top und ohne Befund. EKG auch i.O.

Kennt jemand diese Symptome und hat das mal durchgemacht? Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich wieder fit werde?
Ich habe es mit viel Sport versucht, mit ein paar Medikamenten der Ärzte, mit Meditation, mit Achtsamkeitsübungen, Fleischverzicht, viel trinken, viel schlafen, kein Alkohol...

Was mir sehr geholfen hat, waren Vitamin B-Injektionen, aber auch nicht allzu zufriedenstellend. Hat jemand mal was aehnliches durchgemacht und kann Tipps geben?

bearbeitet von DerBauer

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Was du da beschreibst, ist nicht unbedingt neu. Nennt sich psychosomatik, und bedeutet, dass deine Psyche sich durch körperliche Symptome Ausdruck verleiht - möglicherweise zeigen sich dadurch innere Konflikte, von denen du bewusst garnichts weißt... 

Das mit dem Asthma ist zb beides nicht falsch - Asthma hat erfahrungsgemäß auch eine gedankliche Komponente. Heißt, dass eine vorhandene sehr leichte  (symptomlose) Problematik allein durch Stress massiv schlimmer werden und Atemnot verursachen kann.

Da Vitamin B dafür bekannt ist, die Stimmung etwas aufzuhellen, würde auch das ins Bild passen.

Ich sehe da für dich also einige Ansätze: erstmal wäre es nicht schlecht, es erstmal einfach zu akzeptieren. Aus allen deinen Beiträgen klingt so ein gewisses Anspruchsdenken dir selbst gegenüber durch, und es hört sich so an, als würdest du deinen Selbstwert an deiner Leistung fest machen. Dadurch machst du dir selbst großen Druck, erzeugst innerprsychische Spannungen, und bis möglicherweise selbst der Grund für deine Probleme. 

Wenn der Leidensdruck richtig groß ist, und auch eine Akzeptanz und ein anderes Bild von dir selbst nicht hilft, würde ich dir zu einer Therapie oder sogar zur Aufnahme in einer psychosomatischen Klinik raten. 

Ich weiß, das hört sich jetzt hart an. Und grade die eigenen Schwächen und Phasen mit verringerter Leistungsfähigkeit zu akzeptieren, ist unheimlich schwer. Ich weiß aber auch, dass das, wenn du es wirklich schaffst, zu vollständiger "Heilung" führen kann - ich hatte nämlich früher auch extreme "Krankheitssymptome" ohne nachweisbaren Grund. Nach einiger Entwicklung in meiner Persönlichkeit, ist aber nichts mehr davon übrig, und ich erfreue mich die letzten Jahre über einer ausgesprochen robusten Gesundheit. 

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Gast El Rapero

Du musst den Spießroutenlauf weiter durchziehen. Da gibts kein Weg vorbei.

Statt zu Ärzten kannst du auch direkt in spezialisierte Kliniken fahren und da eine Untersuchung durchführen lassen.

 

Ich kenne das, ich versuche auch seit mittlerweile 1 Jahr, Etwas zu erreichen, aber mit den Ärzten ist das mittlerweile ja so eine Sache.... Also den Respekt , den man früher vor Ärzten hatte, kann ich heute nur noch bei Wenigen wirklich entgegenbringen. Manche wirken wie richtige Amateure wenn man bei Denen aufm Stuhl sitzt.

 

Aber was hast du schon für ne Wahl??? Wenn eine Behandlung nötig ist, bzw. erstmal überhaupt die Ursache finden, dann ist das so. Bringt dir doch nichts, dich jetzt Jahrelang mit dem Zeug rumzuschlagen, nur weil du kein Bock mehr hast, dich um ärztliche Besuche zu kümmern.

Denn sooooo sehr würde ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sowas kann richtig ernste Ursachen haben. Geht schneller als man glauben mag ( hab da leider Erfahrungen mit gemacht ).


So nervig Es auch ist: Mach dich auf die Suche nach einem richtigen Arzt, also einen, der in der Lage ist, dir zu helfen. Hier im Forum würden Wir erstens nur Ferndiagnosen stellen und 2. bezweifel ich, dass ein User hier Mediziner bzw. Arzt ist ^^ Ganz ehrlihc...

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Gast DerBauer
vor 16 Minuten, Nahilaa schrieb:

extreme "Krankheitssymptome"

Welche Symptome waren das?

 

vor 16 Minuten, Nahilaa schrieb:

Aufnahme in einer psychosomatischen Klinik

Durchaus eine Idee. Nur wirft mich das dann wieder im Leben/Job/Studium zurueck, da Lücke im Lebenslauf.
Und es schwebt mir dauerhaft der Gedanke im Kopf herum, dasses eine koerperliche Ursache geben MUSS. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass mein Koerper da so heftig auf einen Gedankenkonflikt reagieren sollte. Ich meine, ich habe das bisher ja auch immer alles geschafft im Leben und hatte keine koerperlichen Probleme

 

vor 12 Minuten, El Rapero schrieb:

Ich kenne das, ich versuche auch seit mittlerweile 1 Jahr, Etwas zu erreichen, aber mit den Ärzten ist das mittlerweile ja so eine Sache.... Also den Respekt , den man früher vor Ärzten hatte, kann ich heute nur noch bei Wenigen wirklich entgegenbringen. Manche wirken wie richtige Amateure wenn man bei Denen aufm Stuhl sitzt.

Ich war letztens bei einem Neurologen. Ich wusste mehr über das Thema "Schwindel" als er. Ich war wirklich geschockt, wie wenig er darüber wusste. Er erzählte mir richtig einen vom Pferd, sehr traurig.

bearbeitet von DerBauer

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Magenschmerzen, Rückenschmerzen mit massiven Blockaden an der Wirbelsäule, Gliederschmerzen, Müdigkeit und Asthma - und da sprechen wir von mehreren Jahren, ohne dass ein Arzt ne Ursache finden konnte. Abstellen ließ es sich auch nicht auf physischer Ebene, und es kommt wieder, wenn ich mich nicht gut behandele (nur weiß ich jetzt ja, woher, und kann es stoppen, bevor es mein Leben nachteilig beeinflusst). 

Für mich ist inzwischen also vollkommen klar, dass sich ein Gedankenkonflikt so massiv äußern kann - irgendwie musste er das auch, anders gab ich meiner Psyche früher ja nicht die Chance, sich zu äußern. (und bei dir liest es sich ähnlich. Du hast bisher alles geschafft, und verlangst von dir, dass das auch weiterhin so ist. Du erlaubst es dir nicht, mal was NICHT zu packen)

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Gast DerBauer

Dann würde mich doch sehr brennend interessieren, was du geaendert hast, sodass es dir besser ging ?

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vor 6 Minuten, DerBauer schrieb:

Dann würde mich doch sehr brennend interessieren, was du geaendert hast, sodass es dir besser ging ?

Das lässt sich so unmöglich in ein paar Sätzen sagen. Da geht's um eine umfassende Veränderung - einerseits die eigenen Schwächen eben akzeptieren, und sich Scheitern und Nicht-Schaffen erlauben. Andrerseits sich selbst besser zuhören, Spannungen und Belastungen erkennen und bewusst Ausgleich schaffen lernen. Seine Ressourcen erkennen und bewusst nutzen - und drauf achten, sich nicht überzustrapazieren. Eigene Maßstäbe setzen (und auf Realismus überprüfen), statt sich an denen der Gesellschaft zu orientieren... "Selbst Bewusst" werden im wörtlichen Sinne also. Das dauert Jahre, und manch Einer schafft es ohne Therapie nicht.

Es lohnt sich aber: Geh einfach mal davon aus, dass du nicht gut mit dir umgehst, und dass du die feinen Warnsignale deiner Psyche bisher nicht erkennen kannst. Wenn du dir die Zeit nimmst, zu lernen, wie du dich behandeln solltest, und zu spüren, wann du subtiler die Info bekommst, dass es zu viel wird, dann wirst du sowas umschiffen und ausgleichen können, bevor du ein Problem hast... 

Versteh das nicht falsch, es geht nicht drum, grundsätzlich kürzer zu treten und weniger zu leisten. Eher im Gegenteil, ich bin heute belastbarer und hab ein höheres Pensum als die Meisten. Es geht darum, sich besser im Auge zu haben. 

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Hallo

die Symptome klingen durchaus hinweisend auf eine Somatisierungsstörung.

Dafür wäre die Einweisung in eine Klinik nicht unbedingt erforderlich. Eine Verhaltenstherapie kann auch ambulant oder im niedergelassenen Bereich durchgeführt werden.

Also wenn es sich tatsächlich um eine solche Störung handeln sollte. Eine sichere Diagnose ist aber nur über eine Vorstellung bei einem Psychiater möglich, der alle deine Befunde kennt.

bearbeitet von Lodan

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Hi, 

Hilfe und Ratschläge hier bei Laien zu suchen ist nicht sehr ratsam, vor allem man bei dir keine gründliche Anamnese hierbei führen kann. Wie schon obig erwähnt, musst du durch diesen "Ärztemarathon" bis du endlich einen guten Arzt gefunden hast. Die Ursache für deine Symptome können sehr vielfältig sein, von spezifischer Nahrungsmittel Unverträglichkeit, Autoimmunerkrankungen bishin zur Psychosomatik. Eine genaue Labordiagnostik bedarf in den meisten Fällen einer gründlichen Untersuchung und einem begründeten Verdacht auf eine spezifische Krankheit / Erkrankung. In vielen Fällen ist es auch eine Kostenfrage und und nicht alle Ärzte bringen die Geduld und Zeit um einen Patienten ausführlich und gründlich genug zu untersuchen - Stichwort in deinem Fall einer gründlichen Sozial, Familien und Krankheitsanamnese. 

Du kommst da leider nicht vorbei, bis du einen "ordentlichen" Arzt / Spital gefunden hast um die Ursache deiner Symptomatik kausal zu klären und auch zu therapieren. 

LG
Arzt hier. 

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vor 2 Stunden, Nahilaa schrieb:

Aus allen deinen Beiträgen klingt so ein gewisses Anspruchsdenken dir selbst gegenüber durch, und es hört sich so an, als würdest du deinen Selbstwert an deiner Leistung fest machen. Dadurch machst du dir selbst großen Druck, erzeugst innerprsychische Spannungen, und bis möglicherweise selbst der Grund für deine Probleme. 

 

vor 1 Stunde, Nahilaa schrieb:

Da geht's um eine umfassende Veränderung - einerseits die eigenen Schwächen eben akzeptieren, und sich Scheitern und Nicht-Schaffen erlauben. Andrerseits sich selbst besser zuhören, Spannungen und Belastungen erkennen und bewusst Ausgleich schaffen lernen. Seine Ressourcen erkennen und bewusst nutzen - und drauf achten, sich nicht überzustrapazieren.

Du sprichst hier einen interessanten Aspekt an, den ich auch selber von mir kenne. Willst du vielleicht einen eigenen größeren Beitrag darüber schreiben, wie man freundlicher mit sich selbst umgehen kann und sich Ausgleich schaffen lernt? (Bzw. deine "Reise" schilderst, auf welche Weise du dich entwickelt hast und gelernt hast was für dich funktioniert) Vielleicht gibt's das ja hier sogar schon, ich kann mir vorstellen dass dann @Herzdame was darüber weiß...

 

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vor 22 Minuten, BesameMucho schrieb:

 

Du sprichst hier einen interessanten Aspekt an, den ich auch selber von mir kenne. Willst du vielleicht einen eigenen größeren Beitrag darüber schreiben, wie man freundlicher mit sich selbst umgehen kann und sich Ausgleich schaffen lernt? (Bzw. deine "Reise" schilderst, auf welche Weise du dich entwickelt hast und gelernt hast was für dich funktioniert) Vielleicht gibt's das ja hier sogar schon, ich kann mir vorstellen dass dann @Herzdame was darüber weiß...

Es ehrt mich, dass da Interesse besteht... Im Moment fühle ich mich aber noch nicht ganz in der Lage dazu. 

Mir ist schon öfter aufgefallen, dass ich zwar für mich ein Rezept gefunden hab, wie es besser funktioniert, aber noch zu vieles davon "Bauchentscheidung" und eher diffus ist, um es sinnvoll auf den Punkt zu bringen. 

Als allerersten Schritt würde ich aber auf jeden Fall Reflexion empfehlen. Da gibt's tatsächlich nen guten Thread von @Herzdame, und ich halte das für grundlegend wichtig, um die eigenen Beweggründe und Bedürfnisse erkennen zu können - danach müsste man ja "nur noch" auch danach handeln. Man hat es ja schließlich verdient (aber das auch wirklich zu verinnerlichen, ist wohl ne Selbstwertfrage) 

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Gast DerBauer
vor 4 Stunden, pMaximus schrieb:

musst du durch diesen "Ärztemarathon" bis du endlich einen guten Arzt gefunden hast

Du als Arzt kannst mir vielleicht sagen, was ich noch untersuchen lassen kann und wo ich hingehen kann. Meine Symptome sind so vielfältig. Kein Arzt betrachtet mich als "Ganzes" sondern mit den jeweiligen einzelnen Symptomen.

3x HNO wegen dem Schwindel - Tests auffaellig, aber keine gesichterte Diagnose (Von Psychisch über N. Vestibularis bis Vestibularisparoxysmie)
Hausarzt - EKG, Echo, Belastungs-EKG, Labor o.B.
Neurologe - 2x MRT Kopf o.B. (MS also ausgeschlossen als Autoimmunkrankheit)
Pneumologe - Tests o.B., außer starke Allergien (Gräser, Pappel)

Was soll ich da noch glauben?

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In Wiesbaden gibt es eine Spezialklinik für Diagnostik. Da kann man sich komplett einmal von oben bis unten durchchecken lassen. Kostet aber 5000 Euro oder so.

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Nachvollziehbar, dass du dich gründlich untersuchen lassen willst, bevor es in die Psycho-Schiene geht. Ein Weg dafür wäre z.B. der Besuch einer auf Schwindel spezialisierten Hochschulambulanz, da hier ja zumindest ein objektivierbarer Befund deiner HNO-Ärzte vorliegt. Wenn das bei dir so phasenweise abläuft vllt noch zum Rheumatologen.

 

2 hours ago, DerBauer said:


3x HNO wegen dem Schwindel - Tests auffaellig, aber keine gesichterte Diagnose (Von Psychisch über N. Vestibularis bis Vestibularisparoxysmie)
Hausarzt - EKG, Echo, Belastungs-EKG, Labor o.B.
Neurologe - 2x MRT Kopf o.B. (MS also ausgeschlossen als Autoimmunkrankheit)
Pneumologe - Tests o.B., außer starke Allergien (Gräser, Pappel)

Was soll ich da noch glauben?


Dass dein Gefühl (Luftnot, Krankheitsgefühl) scheinbar nicht mit deinem körperlichen Zustand korrespondiert. Auch wenn es dir nicht so vorkommt, ist ein gesundes Herz, ein unauffälliges Gehirn und sind funktionsfähige Lungen gute Nachrichten.

bearbeitet von Maandag
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Ich hab die selbe Scheiße hinter mir bzw. steckt das auch in mir drinnen: Schwindel, Herzrasen, Panikattacken, Atemnot, Platzangst in engen Bahnen (am "liebsten" wenn die Bahn für Minuten in nem Tunnel feststeckt) etc. Bei mir ist es psychosomatisch, so ungern man das auch selbst hören mag.

Gibt Tage, da geht es mir blenden...und Tage da geht es mir RICHTIG dreckig. Und da es mit der Psyche einhergeht ist es wichtig, die ersten Signale zu erkennen und entsprechend einzugreifen.

Klär das mal bei einem Psychologen ab...sonst mutierst du noch zum Hypochonder. Über Ärzte brauchen wir nicht schreiben, das sind 90% Honks. Wenn du jedoch schon bei zig Ärzten warst und wirklich ALLE nichts gefunden haben, könntest du langsam mal anfangen zu glauben bzw. über den Tellerrand zu schauen.

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Ich hatte das auch früher, viel, viel stärker und jetzt nur noch wenig. Ärztemarathon ohne Befund bis mir ein guter Hausarzt sagte: das kommt vom Nacken. Bei mir war die körperliche Ursache eine Nacken/Hals/Kieferverspannung. So banal und harmlos es auch klingt, hat es meine ganzen Körperfunktionen auf den Kopf gestellt: Dauerkopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen/sprünge etc. Nachdem ich aber speziell mehr den Rücken trainierte, weniger aufs Handy schaute, mehrere Akupunktursitzungen machte (sehr zu empfehlen), eine Knirscherschiene mir holte und paar Sachen mehr, konnte ich meine Symptome um 80% reduzieren. Aber wie gesagt, es war die körperliche Ursache. Die Ursache für die körperliche Ursache wird wohl die Psyche sein und das muss ich noch mache.

bearbeitet von Mobilni

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Zervikogener Schwindel ohne vorausgegangenes SHT ist idR eine Verlegenheitsdiagnose oder patientenfreundliche Umschreibung für Somatisierungsstörung. Dass Sport, Achtsamkeit und Entspannung da offenbar sehr gut helfen, passt ins Bild.

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Am 14.1.2018 um 17:13 , BesameMucho schrieb:

Du sprichst hier einen interessanten Aspekt an, den ich auch selber von mir kenne. Willst du vielleicht einen eigenen größeren Beitrag darüber schreiben, wie man freundlicher mit sich selbst umgehen kann und sich Ausgleich schaffen lernt? (Bzw. deine "Reise" schilderst, auf welche Weise du dich entwickelt hast und gelernt hast was für dich funktioniert) Vielleicht gibt's das ja hier sogar schon, ich kann mir vorstellen dass dann @Herzdame was darüber weiß...

Ich würde da kurz im Vorbeigehen mal die Schlagworte "Selbstmitgefühl" und darauf aufbauend "Achtsamkeit" in den Raum werfen.

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Am 14.1.2018 um 21:23 , DerBauer schrieb:

Du als Arzt kannst mir vielleicht sagen, was ich noch untersuchen lassen kann und wo ich hingehen kann. Meine Symptome sind so vielfältig. Kein Arzt betrachtet mich als "Ganzes" sondern mit den jeweiligen einzelnen Symptomen.

3x HNO wegen dem Schwindel - Tests auffaellig, aber keine gesichterte Diagnose (Von Psychisch über N. Vestibularis bis Vestibularisparoxysmie)
Hausarzt - EKG, Echo, Belastungs-EKG, Labor o.B.
Neurologe - 2x MRT Kopf o.B. (MS also ausgeschlossen als Autoimmunkrankheit)
Pneumologe - Tests o.B., außer starke Allergien (Gräser, Pappel)

Was soll ich da noch glauben?

Such dir erst mal einen guten Hausarzt, der dich aus der "Gesamtheit"  aus betrachtet, einem makroethischen Biosozialem Model und nicht so wie du sagst, nur die einzelnen Symptome therapiert. 

-Was heißt beim HNO "Test auffällig"? 
-Autoimmunerkrankungen können sehr vielfältig sein. Ein oder zwei MR Befunde schließen idR rein klinisch gar nichts aus, sondern es bedarf einer weiteren gründlichen Untersuchung. Ein Neurologe bedarf speziell weil du es jetzt sagst auch konsultarische Hilfe bei der Diagnoseerstellung, Labor, genetisches Screening, EEGs etc usw. 

->Daher ist es obsolet, dass du nicht nur deine Symptome äußerst sondern auch einmal eine genaue Familien, Sozial und Gesundheitsanamnese durchführst mit dem Arzt deines Vertrauens. Daher hilft es nicht nach ein "paar" Arztbesuche einfach den Geist aufzugeben und uns alle Ärzte unter einem Kamm zu scheren. Ich gebe zu, es gibt Kollegen die arbeiten stur, unflexibel und nicht gründlich genug. Aber da musst du eben solange die Nachfrage nach einem geduldigen, gut ausgebildeten Arzt suchen bis du endlich einen findet der dir vollkommen zuhört, berät und dich auch ggfs. adäquat therapiert. 

Du könntest noch zu einem Immunologen gehen und dich dort durchchecken lassen, ob nicht noch andere Allergien bestehen. 

Ich würde mit dir eine umfangreiche Anamnese durchführen, jedoch nicht hier öffentlich und auch nicht ohne dir gegenüber zu treten (weil eine solche Anamnese sehr lange dauern kann und wir hier auch nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen. Abgesehen ist es grob fahrlässig im Internet von Laie zu Laie, aber auch als Experte zu Laie Ratschläge zu erteilen). Daher eben mein Rat einen Hausarzt solange aufzusuchen, bis du endlich das Gefühl hast, dieser/diese hört dir zu und schickt dich nicht einfach aufgrund des Zeitmangels zu einem Facharzt weiter. 

Wir Ärzte sind auch keine Zauberer, sondern benötigen Zeit, Geduld, ein umfangreiches Wissen und vor allem zeitlich relevante Ressourcen zur gegebenen Maßnahme um adäquat diagnostizieren und therapieren zu können. 

LG

bearbeitet von pMaximus
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Am 15.1.2018 um 23:33 , Maandag schrieb:

Zervikogener Schwindel ohne vorausgegangenes SHT ist idR eine Verlegenheitsdiagnose oder patientenfreundliche Umschreibung für Somatisierungsstörung. Dass Sport, Achtsamkeit und Entspannung da offenbar sehr gut helfen, passt ins Bild.

Kann auch aufgrund einer radiozervikalen Einklemmung liegen oder Einengung d. A. cervikalis. Aber darauf jetzt zu spekulieren ist jetzt unnötig und wie gesagt fahrlässig. 

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Gast DerBauer

Danke Dir für deine Hilfe. Da stehst du mit dieser Meinung aber echt ganz alleine da. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich finde das wirklich sehr gut, dass du das so siehst, aber die Realität sieht in den Praxen leider anders aus: Ständig überfüllt, es muss schnell schnell gehen. Da hat kein Arzt Zeit für eine umfangreiche Diagnostik bei mir, zumindest bisher nicht gehabt.

Ich habe aber einen einigermaßen guten Hausarzt in Köln gefunden, welcher mich aber auch nach o.g. Tests sofort in die Psychoschiene geschoben hat.  Meine beiden vorherigen Hausärzte konnteste komplett vergessen, der jetzige hat sich wenigstens einigermaßen Zeit für mich genommen. In die Psychoschiene geschoben zu werden, finde ich ja auch völlig in Ordnung, jedoch fühle ich mich noch nicht so als hätte ich eine vollständige Diagnostik erhalten, sodass man es ziemlich sicher sagen könnte. Ich fände es besser etwas psychisches zu haben, als wirklich eine ernsthafte körperliche Krankheit zu haben. Hauptsache ich werde die Sachen los.

HNO war auffällig --> Videonystagmographie: Kalorische Untererregbarkeit d. rechten horizontalen Bogengangs (32,5 % zu 47,3 %). Zwei HNOs konnten mir nicht erklären, woher das kommt und warum ich in meinem Alter Schwindel habe. Erst der dritte HNO meinte nach Sichtung meines MRTs es sei Vestibularisparoxysmie. Allerdings bin ich von der Diagnose persönlich nicht überzeugt, da laut Internet viele seiner Patienten genau diese Diagnose bekommen, irgendwie komisch. Hausarzt meinte, die Diagnose ist falsch, es sei psychisch.
Der Schwindel variiert und manchmal ist er so stark, da kann ich nicht vor die Tür gehen.

Der Neurologe bei dem ich war, hat einzig und allein das MRT veranlasst und meinte, wenn das MRT i.O. ist, ist alles super. Keine weiteren Tests nötig seiner Meinung nach. Wollte auch keine HNO Befunde oder Laborergebnisse sehen.

Beim Pneumologen bekam ich einen Allergietest, da ist auch ne etwas längere Liste mit Allergenen wo ich drauf reagiere vorhanden (Meinst du das mit Immunologe?). Kann laut Pneumologen aber schlecht therapiert werden, da bei einer Desensibilisierung auf max. 2-3 Allergene sensibilisiert wird.

Orthopäde sagte Schwindel kann wenn überhaupt nur muskulär sein, und hat Null komme Null mit HWS oder cervicalis zu tun.

bearbeitet von DerBauer

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vor 23 Minuten, DerBauer schrieb:

Ich habe aber einen einigermaßen guten Hausarzt in Köln gefunden, welcher mich aber auch nach o.g. Tests sofort in die Psychoschiene geschoben hat.

Auch wenn ich pMaximus hier unterstreichen will, doch eine Anmerkung von mir:

Ein Hausarzt, welchen du für kompetent erachtest, vermutet eine psychogene Ursache. Wie Ernst hast du das genommen? Dein Verhalten ist nämlich für psychosomatische Erkrankungen typisch: Von einem Arzt zum nächsten rennen in der festen Überzeugung es muss ein körperliches Problem dahinter stecken.

Vielleicht macht es in der Hinsicht Sinn, einen Psychiater oder Psychosomatiker aufzusuchen? Dieser ist übrigens - ob du es glaubst oder nicht - selber nocheinmal verpflichtet sämtliche körperlichen Ursachen auszuschließen, bevor er von einer psychischen Ursache ausgeht. Das heißt, der will auch deine bisherigen Befunde sehen.

Von Nahilaa wurde sogar schon geraten, dich einmal darauf einzulassen, auf den ersten Blick wirktest du auch interessiert. Ich glaube aber, du traust dich diesen Schritt nicht gehen.

Hast du dich schonmal in dieser Hinsicht untersuchen lassen? Warst du schonmal bei einem Psychiater/Facharzt für psychosomatische Medizin?

PS: Auch Arzt hier.

bearbeitet von Lodan
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Gast DerBauer

Ich weiß, mein Verhalten ist super typisch für psychosomatisches Verhalten. Und es ist auch typisch, dass man sich nicht vollständig untersucht fühlt. Aber welcher Mensch würde sich nicht schlecht fühlen, wenn man keine wirkliche Erklärung für die Symptome hat?

Ich war bei einem Arzt, welcher Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist. Also ein Neurologe mit Zusatzausbildung für Psychiatrie. Wenn du sagst er hat die "Pflicht" körperliche Ursachen auszuschließen, dann ist er seiner Pflicht aber nicht nachgekommen, denn für ihn war ja einzig und allein das MRT ausschlaggebend :D.

Seiner Meinung nach könnte es eine Angststörung sein. Kann eine Angststörung tatsächlich solch diverse Symptome verursachen? Um eine typische Angststörung wie Flugangst oder Spinnenphobie kann es sich ja gar nicht handeln, wenn überhaupt um eine generalisierte Angststörung. Aber Angst habe ich soweit nur, wenn ich die Symtome bekomme und mal ehrlich, wer hätte keine "Angst" wenn er von einem auf den anderen Tag schwindelt und keine Luft mehr bekommt? Jetzt gerade geht es mir eigentlich einigermaßen gut nach der Vitamin-B-Injektion und versuche meinem Leben so gut es geht nachzugehen.
Alle aus diesem Forum müssten dann meine Symptome haben, wegen AA :D:D

bearbeitet von DerBauer

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vor 19 Minuten, DerBauer schrieb:

Seiner Meinung nach könnte es eine Angststörung sein. Kann eine Angststörung tatsächlich solch diverse Symptome verursachen? Um eine typische Angststörung wie Flugangst oder Spinnenphobie kann es sich ja gar nicht handeln, wenn überhaupt um eine generalisierte Angststörung. Aber Angst habe ich soweit nur, wenn ich die Symtome bekomme und mal ehrlich, wer hätte keine "Angst" wenn er von einem auf den anderen Tag schwindelt und keine Luft mehr bekommt?

Für das, was du beschreibst ("wer hätte keine Angst"), gilt das sognannte Teufelskreis-Modell, welches sowohl für Angststörungen als auch somatoforme Störungen typisch ist: Du spürst Symptome, nimmst sie als bedrohlich war und lenkst deine Aufmerksamkeit darauf. Dadurch nimmst du sie noch stärker wahr und sie werden noch bedrohlicher usw.

Ja, Angststörungen können prinzipiell derartige Symptome verursachen.

Hat er denn den Verdacht auf eine Angststörung weiter abgeklärt? Oder wollte er einen neuen Termin ausmachen und du bist nicht mehr erschienen?

bearbeitet von Lodan

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