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Seit einiger Zeit beobachte ich an mir dieses Verhalten, dass ich irgendwelche Dinge mache, statt das, was ich tun sollte. Klassische Prokastination, ich denke, das kennen viele. Ich habe auch schon zu dem Thema recherchiert und so die üblichen Tricks ausprobiert. Ich führe To-Do-Listen, habe gut strukturierte Wochenpläne und realistische Tagespläne, ein Belohnungssystem. Ich räume abends schon meinen Schreibtisch auf und stehe morgens früh genug auf.

Und dann mache ich einfach nicht das, was ich mir vorgenommen habe. Und beobachte mich dabei. Und ärgere mich darüber. Aber ich schaffe es nicht, mit dem Copen aufzuhören, bis irgendein Impuls von außen mich "zwingt".

Kennt das jemand und hat eine Idee, wo ich ansetzen könnte? Liegt es an fehlender Disziplin, ist es so einfach? Oder könnte was anderes dahinter stecken?

bearbeitet von DarkKitty

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Eine Zauberlösung gibt es dafür nicht. Aber vllt. solltest du mal ergründen was deine Wünsche im Leben sind und dir verdeutlichen wie der Weg dahin aussieht. Der Antrieb sollte dann ein ganz anderer sein, als schlichtweg eine Todoliste zu führen. Wichtig ist auch, dass es deine Wünsche sind.

Die Psychologie des Gelingens könnte ein spannendes Buch hierzu für dich sein.

bearbeitet von revir

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Sind grad einfach wohl Dinge die du nicht gerne machst nech?

Ich teile mir das immer auf. Also mind.1 Sache am Tag die ich nicht mag. Das kricht man hin und is zB auch nicht ganz sooo wichtig wann.

Sobald man da wieder ne Regelmäßigkeit drin hat, geht es auch wieder. Mensch isn Gewohnheitstier.

War bislang bei mir immer so, das ich zum Schlonz wurde, weil einfach zu viel um mich rum zu erledigen war und ich nicht mal machen konnte was ich wollte.

 

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vor 5 Minuten, Noodle schrieb:

Ich teile mir das immer auf. Also mind.1 Sache am Tag die ich nicht mag.

Auch ein Weg, sicher zu stellen, dass 100% aller Tage Scheißtage sind, an denen man was machen muss, auf das man so gar keinen Bock hat :-D

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Klingt doof aber Einfach machen! Hirn aus, nicht darüber nachdenken (!) und Körper zwingen loszulegen. Ab da geht's dann. 

Ist das Einzige das mir geholfen hat. 

Für mich funktionieren keine Wochenpläne, würde mich da eingesperrt fühlen. 

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uch ein Weg, sicher zu stellen, dass 100% aller Tage Scheißtage sind, an denen man was machen muss, auf das man so gar keinen Bock hat 

 

Naja is sowas wie mal Müll rausbringen.

Tatsächlich hat mir sone Aufteilung ganz gut während meiner Arbeitslosigkeit geholfen. Sonst wäre ich zB nie rausgegangen.
Abarbeiten hätte ich das alles locker an einem Tag. Is mittlerweile zB auch so das ich alles notwendige gleich erledige, was so anfällt.

Aber wenn man sich es aufteilt is man zB oft von der schieren Menge nich überfordert.

Ich erinnere mich zB daran, dass als Kind bei uns Sonntag immer Putztag war. Nachm Frühstück paar Stunden. So dusslige Sachen wie Einkaufs-Tüten falten oder so Rotz.
Da haste irgendwann auch kein Bock mehr und drückst rum. Hast aber eben nur eine kleine Aufgabe, geht das schon eher.

 

Is aber auch nurn Ansatz.

bearbeitet von Noodle

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Falls du mehr als generelle Tipps haben willst, wären Details hilfreich: Um welche Dinge bzw. Lebensbereiche geht es (Job, Haushalt, Hobbies, Freunde, LTR/Dating)? Gibt es Bereiche, die nicht betroffen sind? Und was machst du statt der Dinge, die du eigentlich tun willst? Und was denkst bzw. fühlst du während du prokastrinierst? 

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Gab mal einen schönen Artikel dazu...

 

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Hab aus Versehen meinen Post mit den Antworten gelöscht. Könnte grad heulen, weil ich jetzt keine Zeit habe, ihn noch mal zu verfassen. Mache ich dann später (vermutlich morgen). Wie passend zum Titel 🤦‍♀️

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vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

Aber ich schaffe es nicht, mit dem Copen aufzuhören

Der Lauch sei verflucht, der die falsche Verwendung des Coping-Begriffs in dieses Forum getragen hat! Triggert mich jedes Mal voll zu eskalieren ey!

Der Tag, an dem du aufhörst zu copen, ist zwar schon der Tag, an dem du aufhörst zu prokrastinieren, aber es ist auch der Tag, an dem du aufhörst, zu respirieren. Sehr dysfunktionale Coping-Strategie zum Umgang mit Prokrastination... Also bleib besser beim Coping, aber ändere die Art und Weise.

Für ne ausführliche on-topic-Antwort bin ich gerade zu faul. Aber falls du es noch nicht gelesen hast, könnte dir evtl. mein Standard-Buchtipp zu jedwedem Problem weiterhelfen: Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei...

 

bearbeitet von tonystark
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vor 17 Stunden, DarkKitty schrieb:

Ich habe auch schon zu dem Thema recherchiert und so die üblichen Tricks ausprobiert. Ich führe To-Do-Listen, habe gut strukturierte Wochenpläne und realistische Tagespläne, ein Belohnungssystem. Ich räume abends schon meinen Schreibtisch auf und stehe morgens früh genug auf.

Das mit den Tricks... passendes Wort, denn letztlich "trickst" du dich damit selbst aus. Bzw. versuchst es (eh erfolglos, denn dein Selbst ist schlauer als dein kognitiver Anteil).

Aus meiner Sicht sind die ganzen "Ich zwinge mich zu etwas" Dinge meistens Symptombekämpfung. Irgendwas in dir hat offenbar einen guten Grund die Sachen nicht zu erledigen die du erledigen "solltest". Das genauer zu erforschen warum und wieso, dafür braucht's die Details die du gelöscht hast ;-)

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Ok, ich versuche es dann noch mal 😅

vor 17 Stunden, revir schrieb:

Aber vllt. solltest du mal ergründen was deine Wünsche im Leben sind und dir verdeutlichen wie der Weg dahin aussieht. Der Antrieb sollte dann ein ganz anderer sein, als schlichtweg eine Todoliste zu führen. Wichtig ist auch, dass es deine Wünsche sind.

Da triffst du einen empfindlichen Nerv. Ich hab so gar kein Interesse an dem, was ich da gerade tue. Ich kämpfe gerade mit einer schriftlichen Modulabschlussprüfung und empfinden keine Leidenschaft für mein Studium. Ich überlege eigentlich seit dem ersten Semester hinzuschmeißen, aber ich habe immer weiter gemacht und jetzt stehe ich kurz vor dem Abschluss. Das wäre einfach richtig dumm, knapp vor dem Master hinzuschmeißen. Also muss ich ne Strategie finden, das irgendwie abzureißen. Ich weiß auch nicht, ob mir der Job danach überhaupt Spaß machen wird oder ob ich das kann. Aber das finde ich erst raus, wenn ich's mache. Da stimmt es wirklich: "probieren geht über studieren". Aber klar spielt da auch Zukunftsangst mit rein: was mache ich denn, wenn ich merke: das ist scheiße, das will ich überhaupt nicht?

vor 17 Stunden, revir schrieb:

Die Psychologie des Gelingens könnte ein spannendes Buch hierzu für dich sein.

+

vor 14 Stunden, tonystark schrieb:

Aber falls du es noch nicht gelesen hast, könnte dir evtl. mein Standard-Buchtipp zu jedwedem Problem weiterhelfen: Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei...

Danke für die Buchtipps, die werde ich mir mal zu Gemüte führen, so bald es möglich ist. 

vor 17 Stunden, Noodle schrieb:

Sind grad einfach wohl Dinge die du nicht gerne machst nech?

Ja, na klar! Aber die hat wohl jeder und andere Menschen kriegen ihr Leben ja auch auf die Kette.

vor 17 Stunden, Noodle schrieb:

Ich teile mir das immer auf. Also mind.1 Sache am Tag die ich nicht mag. Das kricht man hin und is zB auch nicht ganz sooo wichtig wann.

Sobald man da wieder ne Regelmäßigkeit drin hat, geht es auch wieder. Mensch isn Gewohnheitstier.

So handhabe ich das auch bei vielen Dingen. ZB mache ich täglich eine Stunde was im Haushalt. Das klappt auch prima, weil ich gut was "abarbeiten" kann, wenn ich weiß, was zu tun ist. Bei dieser schriftlichen Arbeit habe ich aber keinerlei Anpack. Dh auch wenn ich es mal schaffe, mich an den Schreibtisch zu setzen, hocke ich da, starre in die Bücher und weiß nicht weiter. Ich fühle mich einfach völlig überfordert und hilflos. Und das deprimiert mich und dann drücke ich mich noch mehr, aber der Abgabetermin rückt näher.... 

vor 17 Stunden, Noodle schrieb:

War bislang bei mir immer so, das ich zum Schlonz wurde, weil einfach zu viel um mich rum zu erledigen war und ich nicht mal machen konnte was ich wollte.

Dazu neige ich auch, deswegen habe ich jetzt ganz bewusst auch Aktivitäten in meinen Plan integriert, die mich entspannen oder/und mir Spaß machen. 

vor 16 Stunden, scheinheilige schrieb:

Klingt doof aber Einfach machen! Hirn aus, nicht darüber nachdenken (!) und Körper zwingen loszulegen. Ab da geht's dann. 

Naja, das ist ja genau der Punkt, bei dem es hängt. In der Theorie ist mir das klar "Aufhören zu Grübeln, einfach anfangen". Aber weil ich genau den Schritt nicht schaffe und einfach nicht in's Handeln komme, suche ich hier nach Rat.

vor 16 Stunden, scheinheilige schrieb:

Für mich funktionieren keine Wochenpläne, würde mich da eingesperrt fühlen. 

Kann ich verstehen. Mir hilft es, eine Struktur zu haben und zu wissen "um X muss ich mir jetzt keine Gedanken machen, damit befasse ich mich am Donnerstag".

vor 16 Stunden, Noodle schrieb:

Aber wenn man sich es aufteilt is man zB oft von der schieren Menge nich überfordert.

Ich erinnere mich zB daran, dass als Kind bei uns Sonntag immer Putztag war. Nachm Frühstück paar Stunden. So dusslige Sachen wie Einkaufs-Tüten falten oder so Rotz.
Da haste irgendwann auch kein Bock mehr und drückst rum. Hast aber eben nur eine kleine Aufgabe, geht das schon eher.

Das ist ein Ansatz, der zu mir passt. Genau deswegen mache ich mir ja so Stundenpläne für die ganze Woche. "Heute befasse ich mich mal ne Stunde mit dem Unikram. Ne Stunde geht ja..m ach, danach gehe ich Spazieren. Dann Wäsche waschen." Also das war der Gedanke dahinter. Aber oft mache ich es dann trotzdem nicht, halte mich nicht an die eigenen Pläne...

vor 16 Stunden, Patrick B schrieb:

Falls du mehr als generelle Tipps haben willst, wären Details hilfreich: Um welche Dinge bzw. Lebensbereiche geht es (Job, Haushalt, Hobbies, Freunde, LTR/Dating)? Gibt

Ich habe mich bewusst kurz gefasst, weil ich nicht in's Jammern verfallen wollte. Ich hoffe, durch meine Antworten in diesem Post ist es etwas klarer geworden, worum es geht. 

vor 16 Stunden, Patrick B schrieb:

Gibt es Bereiche, die nicht betroffen sind? 

Ja. Sport und Ernährung klappt immer noch am besten/längsten, weil es mir echt wichtig ist, fickbar zu bleiben und e mir auch sonst gut tut. Aber es gibt auch Phasen, wo das einschläft und dann geht es noch mehr bergab, weil ich mich dann selbst deswegen fertig mache, dass ich dort auch noch "versage". Ein weiterer Bereich, wo das nicht passiert, sind Freundschaften, FB und LTR. Also alles, was mit anderen Menschen zu tun hat. Das pflege ich, da sage ich wirklich nur in Ausnahmefällen ab und ich bin immer für alle da. Und auf der Arbeit funktioniere ich auch einwandfrei. 

vor 16 Stunden, Patrick B schrieb:

Und was machst du statt der Dinge, die du eigentlich tun willst?

Hier im Forum rumhängen, Masturbieren, YouTube-Videos gucken, Wohnung dekorieren, rumsnacken.... üblicher Betäubungskram halt.

vor 16 Stunden, Patrick B schrieb:

Und was denkst bzw. fühlst du während du prokastrinierst? 

Ich fühle mich oberflächlich ein bisschen gut, aber gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen mir und meinen Pflichten gegenüber. Ich denke daran, was ich eigentlich tun müssste/wollte und was ich für'n verkackter Looser bin, dass ich wieder nichts vor die Füße bekomme unterbrochen von "in 10 Minuten fange ich an" (das ist nur die Kurzform, ich denke aber, der Grundtenor ist klar geworden)

@Sam Stage danke, schaue ich mir noch mal an.

vor 14 Stunden, tonystark schrieb:

Der Lauch sei verflucht, der die falsche Verwendung des Coping-Begriffs in dieses Forum getragen hat! Triggert mich jedes Mal voll zu eskalieren ey!

Verständlich! Aber Verdrängen ist schon ein typischer Coping-move, auch wenn nicht besonders funktional. Wenn ich das mit dem Wörter durchstreichen könnte, würde ich's tun und "rumpimmeln" dahinter schreiben. 

vor 14 Stunden, tonystark schrieb:

Also bleib besser beim Coping, aber ändere die Art und Weise.

Wie/inwiefern?

@all ich hoffe, das klingt nicht wie ein Haufen Excuses und "Mimimi". Ich will wirklich was ändern, nur dachte ich, es ist sinnvoll, wenn ich die Situation etwas ausführlicher schilder.

@Helmut vielleicht stecken in diesem Post schon genügen Details drin, ansonsten frag gerne nach. Ich bin für jeden Hinweis dankbar. 

bearbeitet von DarkKitty

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@all ich hoffe, das klingt nicht wie ein Haufen Excuses und "Mimimi". Ich will wirklich was ändern, nur dachte ich, es ist sinnvoll, wenn ich die Situation etwas ausführlicher schilder.

Des Pudelskern is einfach, daste das Studium nicht magst.

Schau, ich werde demnächst ne 2 Jährige knackige Ausbildung beenden, für die ich echt hart geschuftet hab und ne Menge während dieser Zeit liegengeblieben ist.
Freizeit war wie gesagt gleich Null.

Der Job is auch nicht unbedingt meins, die Komilitonen auch nicht unbedingt gewesen, aber er is sicher und auch machbar.
Der Stoff ging mir auch entsprechend nicht so einfach in Kopp rin und ich musste mich auch gut überwinden was zu machen an Tagen.
Und wenn das ein Fach eben viel Zeit in Anspruch genommen hat, wurde eben aus Trotz oder Ehrgeiz eben das nächste weitergebüffelt bis nach 12.

Es kommt also auchn Stück weit auf die Umgebung/Umfeld an. Macht es dir Spaß (weil es dich interessiert/du mit coolen Leuten lernst), dann geht das einfach inne Birne rein.
Isses eher nich so dein Ding, musste eben einfach streng sein.

Mir hats gut geholfen, das ich unter der Woche aufm Campus wohnte und nicht zu Hause. So hatte ich keine Ablenkung.
Ich weiß nicht wo du schreibst, aber ich würde irgendwo hin, wo du keine Ablenkung hast, und arbeiten MUSST.

 
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vor 49 Minuten, DarkKitty schrieb:

empfinde keine Leidenschaft für mein Studium

Wo ist denn die Leidenschaft? Also so für die Zeit nach dem Studium, in dem fiktivem Film den du (wie jeder von uns) laufen hast.

Wennst jetzt in diesem Moment erfahren würdest das du nie wieder arbeiten müsstest weil ein Lotterieticket deine monatlichen Fixkosten zahlt... kannst da mal reindenken/fühlen?

 

Was würdest dann den ganzen Tag Sinnvolles machen?

 

vor 49 Minuten, DarkKitty schrieb:

Ich überlege eigentlich seit dem ersten Semester hinzuschmeißen

Wie geht's dir damit wenn du dein eigenes Gefühl jetzt so ne lange Zeit ignoriert hast?

 

vor 49 Minuten, DarkKitty schrieb:

und was ich für'n verkackter Looser bin, dass ich wieder nichts vor die Füße bekomme

Sind das deine Worte oder sind das Worte die du von jemand anderen entlehnt hast?

bearbeitet von Helmut

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vor 14 Minuten, Noodle schrieb:

Des Pudelskern is einfach, daste das Studium nicht magst.

Stimmt schon. 

vor 15 Minuten, Noodle schrieb:

Und wenn das ein Fach eben viel Zeit in Anspruch genommen hat, wurde eben aus Trotz oder Ehrgeiz eben das nächste weitergebüffelt bis nach 12.

Ja, das hat bisher auch immer geklappt. Ich hab immer alles fristgerecht abgegeben und einen sehr guten Notendurchschnitt. Irgendwann kneif ich die Arschbacken zusammen und zieh durch und liefer ab. Vielleicht ist die Deadline noch zu weit entfernt. Ich hab meine Bachelorthesis in 2 Wochen geschrieben. Meine Freundinnen sagen immer das mit dem Druck und den Diamanten. Aber ich hab da keinen Bock mehr drauf, soll das mein Leben lang so weiter gehen? Ich will's auch mal chillig und entspannt in's Ziel schaffen. Da frag ich mich einfach: Kitty, warum bringst du dich selbst immer wieder in solche Situationen, die dir nicht gut tun?

vor 16 Minuten, Helmut schrieb:

Wo ist denn die Leidenschaft? Also so für die Zeit nach dem Studium, in dem fiktivem Film den du (wie jeder von uns) laufen hast.

Ich hab keine Vision für mein Leben. Das ist ja der Grund, warum ich so traurig bin. Ich fühle mich wie eine Kapitänin auf nem geilen Schiff, mit bester Ausrüstung und toller Crew, den Kompass in der Hand. Und kein Ziel. Also gibt es keinen Grund, die Segel zu setzen... ich wurde mal gefragt: "was Googelst du so?" Der Gedanke war: was beschäftigt und begeistert dich? Ich google viel zu Persönlichkeitsentwicklung, Sport, Ernährung. Aber ich weiß nicht, sind das meine Leidenschaften, brennt mein Herz dafür? Oder sind das Bausteine für meine Selbstoptimierung um noch mehr Anerkennung aus dem Außen zu bekommen? Also will ich das oder ist das der endlose Versuch die Leere in mir zu füllen?

vor 21 Minuten, Helmut schrieb:

Wennst jetzt in diesem Moment erfahren würdest das du nie wieder arbeiten müsstest weil ein Lotterieticket deine Lebenskosten zahlt... kannst da mal reindenken/fühlen?

Ja. Das Gedankenexperiment habe ich oft versucht. Gerade würde ich einfach 4 Wochen schlafen. Dann Sex mit 20 Menschen haben. Dann würde ich mich selbstständig machen. Ich könnte ja halbtags arbeiten oder so... und dann stell ich meiner LTR einen Esel in den Garten.

vor 24 Minuten, Helmut schrieb:

Und inwiefern hilft dir dein baldiger Master dabei das zu tun?

Hm... der könnte den Esel finanzieren. Eine Selbstständlichkeit würde damit sehr unwahrscheinlich. Ich spiele mit dem Gedanken, dann noch eine Ausbildung als Ernährungsberaterin zu machen, das würde vielleicht gehen. 

Ich sag mal so: das Studium war eine Vernunftsentscheidung und das macht sich halt jetzt bemerktbar. Bestimmt gibt es da viele positive Seiten und Vorteile, das ist jetzt nur noch sehr weit weg. Und wenn ich meine Prokastination nicht in den Griff bekommen wird der Arbeitsalltag die Hölle. 

vor 30 Minuten, Helmut schrieb:

Wie geht's dir damit wenn du dein eigenes Gefühl jetzt so ne lange Zeit ignoriert hast?

 

Scheiße. Weil ich permanent an allem zweifel, mich und mein Leben in Frage stelle. Irgendwie ist meine Intuition verloren gegangen. Nein, ich habe mir angewöhnt, nicht mehr auf sie zu hören. 

vor 32 Minuten, Helmut schrieb:

Sind das deine Worte oder sind das Worte die du von jemand anderen entlehnt hast?

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich jemals jemand Versager oder ähnliches genannt hat, außer ich selbst. Nur faul, das wurde mir gesagt. Ich denke nicht, dass das stimmt. Aber klar, bestimmte Bezugspersonen haben mir schon durch die Blume zu verstehen gegeben, dass sie nicht daran glauben, dass ich... hm... erfolgreich werde. 

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vor 48 Minuten, DarkKitty schrieb:

Ich hab keine Vision für mein Leben. Das ist ja der Grund, warum ich so traurig bin. Ich fühle mich wie eine Kapitänin auf nem geilen Schiff, mit bester Ausrüstung und toller Crew, den Kompass in der Hand. Und kein Ziel. Also gibt es keinen Grund, die Segel zu setzen...

Hmm, mein erster Impuls war: Glaub ich dir nicht. Also, du wirkt hier immer wie jemand der weiß was dir Spaß macht.

Mein nächster Impuls war: Dreh mal den Zeitraum runter. Also nicht: Vision für's Leben. Sondern: Was würdest du heute nachmittag gerne tun wenn du sonst keine Verpflichtungen hättest. Du sagst vier Wochen schlafen...? Weil du erschöpft bist von den vergangenen Tagen - oder weil's sinnvoller ist nichts zu tun als das Falsche...?

vor 48 Minuten, DarkKitty schrieb:

Dann würde ich mich selbstständig machen.

Mit welchem Produkt oder Dienstleistung?

vor 48 Minuten, DarkKitty schrieb:

Scheiße. Weil ich permanent an allem zweifel, mich und mein Leben in Frage stelle. Irgendwie ist meine Intuition verloren gegangen. Nein, ich habe mir angewöhnt, nicht mehr auf sie zu hören.  

Wo und wann hat denn das angefangen...?.

vor 48 Minuten, DarkKitty schrieb:

Also will ich das oder ist das der endlose Versuch die Leere in mir zu füllen?

Wie ist denn diese Leere so? Wie tut die, wie fühlt die sich an?

Abgesehen davon...

vor 13 Minuten, DarkKitty schrieb:

So wie das gerade in einen Selbsthilfe-Seelenstriptease ausartet 😅

Ich find's mutig und bewunderswert dich hier zu öffnen anstatt nur an Symptomen rumzudoktern. Und hey, bei dem Avatar... ;-)

bearbeitet von Helmut
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Habe aktuell auch so ein Thema.

Striptease ist gut, Helmuts Fragen sind super. Damit kommen wir uns auf die Schliche. 

Glaube übrigens auch nicht, dass Du keine Vision hast 😘.

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vor 18 Stunden, revir schrieb:

Eine Zauberlösung gibt es dafür nicht. Aber vllt. solltest du mal ergründen was deine Wünsche im Leben sind und dir verdeutlichen wie der Weg dahin aussieht. Der Antrieb sollte dann ein ganz anderer sein, als schlichtweg eine Todoliste zu führen. Wichtig ist auch, dass es deine Wünsche sind.

OMG... ich hab als erstes „Todesliste“ gelesen: Dein Antrieb sollte ein anderer sein als eine Todesliste zu führen. Wichtig ist, dass es deine Wünsche sind. 

So genug der Ablenkung hier. 

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vor 46 Minuten, Helmut schrieb:

Hmm, mein erster Impuls war: Glaub ich dir nicht. Also, du wirkt hier immer wie jemand der weiß was dir Spaß macht.

Was mir Spaß macht weiß ich generell auch. Aber damit Geldverdienen? Da sind wir schnell in der Pornobranche und dann macht es vermutlich keinen Spaß mehr. Scherz beiseite: ich finde es einfach schwer aus meinen Hobbies/Interessen auf einen möglichen  Beruf zu schließen... zumal ich ja jetzt auch schon einen Weg eingeschlagen habe. Generell weiß ich aber, was mir gut tut, ja. Ich erlaube es mir nur oft nicht.

vor 49 Minuten, Helmut schrieb:

Mein nächster Impuls war: Dreh mal den Zeitraum runter. Also nicht: Vision für's Leben. Sondern: Was würdest du heute nachmittag gerne tun wenn du sonst keine Verpflichtungen hättest. 

Vielleicht ist das ein guter Anfang, zumindest kurzfristig eher kleinschrittig zu denken/planen. 

vor 54 Minuten, Helmut schrieb:

. Du sagst vier Wochen schlafen...? Weil du erschöpft bist von den vergangenen Tagen - oder weil's sinnvoller ist nichts zu tun als das Falsche...?

Definitiv beides!

vor 56 Minuten, Helmut schrieb:

Mit welchem Produkt oder Dienstleistung?

Ich habe einen Meistertitel im Handwerk und es war immer in meinem Hinterkopf, dass es ja die Möglichkeit gibt, mich in dem Bereich selbsttändig zu machen. Es sprechen aber viele Gründe dagegen, weswegen ich mich ja dann auch für das Studium entschieden habe. Aber ab und an, träume ich ein bisschen davon... Ich weiß aber nicht, ob ich das wirklich will, oder ob das nur eine gedanktliche Ausflucht ist, im Sinne von "auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner".

Was uns direkt zum nächsten Punkt bringt:

vor einer Stunde, Helmut schrieb:

 Wo und wann hat denn das angefangen...?.

Das weiß ich nicht. Irgendwie hat es sich über die Jahre so eingeschlichen und ist immer mehr geworden und seit mehreren Monaten merke ich, wie ich darunter leide, von mir selbst bzw. meinen Bedürfnissen entfernt zu sein. 

vor einer Stunde, Helmut schrieb:

Wie ist denn diese Leere so? Wie tut die, wie fühlt die sich an?

Darüber muss ich erstmal etwas nachdenken, das kann ich so nicht direkt in Worte fassen.

vor einer Stunde, Helmut schrieb:

Ich find's mutig und bewunderswert dich hier zu öffnen anstatt nur an Symptomen rumzudoktern. 

Danke. Ich kann ja keine passende Hilfe erwarten, wenn ich die Hälfte der Infos verschweige 🙂

vor einer Stunde, Helmut schrieb:

Und hey, bei dem Avatar.

Ja, sie macht das sehr stilvoll, mit dem Ausziehen 😉

vor einer Stunde, Explorer1 schrieb:

Habe aktuell auch so ein Thema.

Striptease ist gut, Helmuts Fragen sind super. Damit kommen wir uns auf die Schliche. 

Ah ok. Freut mich, wenn es dir auch bisschen was bringt 🙂

vor einer Stunde, RapidChair schrieb:

OMG... ich hab als erstes „Todesliste“ gelesen: Dein Antrieb sollte ein anderer sein als eine Todesliste zu führen. Wichtig ist, dass es deine Wünsche sind. 

 

Hab keine Reaktionen mehr zur Verfügung, aber ich habe herzhaft gelacht 😆

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vor 31 Minuten, IchbinkeinRoboter schrieb:

Ist es jetzt, kurz vor Ende der Prüfung, so schlimm geworden oder war es immer schon auf dem Level?

 

War "schon immer" so, ich habe aber das Gefühl, dass es sich tendenziell etwas verschlechtert. Es ist natürlich phasenweise und tritt vor allem dann auf, wenn viel Unangenehmes oder wie jetzt eine große Aufgabe ansteht. So im laufenden Semester geht es meistens. Und bisher habe ich ja trotzdem immer alles geschafft und erreicht, was ich wollte. Nur halt mit so viel Stress und Gram, dass ich denke, das ist unnötig. 

ZB diese Woche, ich habe ich mich 1 Stunde mit der schriftlichen Arbeit befasst. Die restliche Zeit habe ich aber nicht das Nichtstun genossen oder was Schönes gemacht, sondern mich gegeißelt, weil ich nicht produktiv war/bin. In der Zeit hätte ich halt auch nen Brunnen in Afrika bauen oder bewusst entspannen können. 

 

Ich setzt mich jetzt fucking 60 Minuten dran. Ich mache den  Teil der Arbeit, der mir am ehesten Freude macht. Wollte ich mir eigentlich als Bonbon für den Schluss aufheben, aber wenn ich nie anfange, gibt es auch nie einen Schluss.

Bis nachher 🙂

bearbeitet von DarkKitty

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vor 19 Stunden, DarkKitty schrieb:

Seit einiger Zeit beobachte ich an mir dieses Verhalten, dass ich irgendwelche Dinge mache, statt das, was ich tun sollte. Klassische Prokastination, ich denke, das kennen viele. Ich habe auch schon zu dem Thema recherchiert und so die üblichen Tricks ausprobiert. Ich führe To-Do-Listen, habe gut strukturierte Wochenpläne und realistische Tagespläne, ein Belohnungssystem. Ich räume abends schon meinen Schreibtisch auf und stehe morgens früh genug auf.

Das ist schon bereits eine sehr gute Voraussetzung.

 

vor 2 Stunden, Helmut schrieb:

Aus meiner Sicht sind die ganzen "Ich zwinge mich zu etwas" Dinge meistens Symptombekämpfung. Irgendwas in dir hat offenbar einen guten Grund die Sachen nicht zu erledigen die du erledigen "solltest". Das genauer zu erforschen warum und wieso, dafür braucht's die Details die du gelöscht hast ;-)

So sehe ich das auch.
Tief in einem sitzt etwas, das Unbehagen verursacht.
Oft hat das mit eigenen Werten und moralischen Vorstellungen zu tun.
Also bohr mal tief und schaue, ob es spezielle Tätigkeiten gibt, denen du mehr aus dem Weg gehst.
Sei so spezifisch wie möglich.

 

vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

Da triffst du einen empfindlichen Nerv. Ich hab so gar kein Interesse an dem, was ich da gerade tue. Ich kämpfe gerade mit einer schriftlichen Modulabschlussprüfung und empfinden keine Leidenschaft für mein Studium. Ich überlege eigentlich seit dem ersten Semester hinzuschmeißen, aber ich habe immer weiter gemacht und jetzt stehe ich kurz vor dem Abschluss. Das wäre einfach richtig dumm, knapp vor dem Master hinzuschmeißen. Also muss ich ne Strategie finden, das irgendwie abzureißen. Ich weiß auch nicht, ob mir der Job danach überhaupt Spaß machen wird oder ob ich das kann. Aber das finde ich erst raus, wenn ich's mache. Da stimmt es wirklich: "probieren geht über studieren". Aber klar spielt da auch Zukunftsangst mit rein: was mache ich denn, wenn ich merke: das ist scheiße, das will ich überhaupt nicht?

Mir hilft es bei solchen Aufgaben, dass ich Folgendes mache:
- zuerst stelle ich mir bildlich, mit allen Gefühlen, vor, was passiert, wenn ich es nicht mache. Wenn ich die Steuer nicht mache, dann kommt ein Mann zu mir, der mir 7.000€ weg nimmt, direkt vor meinen Augen.
- dann stelle ich mir bildlich, mit allen Gefühlen, vor, was passiert, wenn ich es mache. Wenn ich die Steuer mache, kommt ein Mann zu mir, der mir 7.000€ aushändigt. Und mit diesen 7.000€ kaufe ich mir ein gescheites Motorrad und fetze durch die Gegend, wie geil.

 

vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

So handhabe ich das auch bei vielen Dingen. ZB mache ich täglich eine Stunde was im Haushalt. Das klappt auch prima, weil ich gut was "abarbeiten" kann, wenn ich weiß, was zu tun ist. Bei dieser schriftlichen Arbeit habe ich aber keinerlei Anpack. Dh auch wenn ich es mal schaffe, mich an den Schreibtisch zu setzen, hocke ich da, starre in die Bücher und weiß nicht weiter. Ich fühle mich einfach völlig überfordert und hilflos. Und das deprimiert mich und dann drücke ich mich noch mehr, aber der Abgabetermin rückt näher.... 


Deine Aufgaben sind nicht greifbar, das ist nicht actionable.

Ich habe in meinem Reflektionsarbeitsblatt jede Aufgabe so deklariert:

Perfekter Task:
- Aufgabe muss eindeutig und micro-actionable sein
- Aufgabe muss Feedback enthalten
- Gefühl, dass ich die Aufgabe schaffen kann
- Gefühl, dass ich die Kontrolle habe
- Gefühl, dass ich ungestört bin

Ich frage mich vor jedem Task, ob alle Punkte erfüllt sind.
Wenn nicht, dann modifiziere ich ihn.
 

vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

Ja. Sport und Ernährung klappt immer noch am besten/längsten, weil es mir echt wichtig ist, fickbar zu bleiben und e mir auch sonst gut tut. Aber es gibt auch Phasen, wo das einschläft und dann geht es noch mehr bergab, weil ich mich dann selbst deswegen fertig mache, dass ich dort auch noch "versage". Ein weiterer Bereich, wo das nicht passiert, sind Freundschaften, FB und LTR. Also alles, was mit anderen Menschen zu tun hat. Das pflege ich, da sage ich wirklich nur in Ausnahmefällen ab und ich bin immer für alle da. Und auf der Arbeit funktioniere ich auch einwandfrei. 

Okay, du hast also etwas, was dir wichtig ist.
Du gehst zum Sport und ernährst dich gesund, weil du auch in Zukunft das Gefühl des Fickens genießen willst und die Angst, dass es dann vielleicht nicht mehr dazu kommt, so groß ist, dass es dich antreibt. Das gleiche Muster greift bei Freunden, eventuell möchten sie keinen Kontakt mehr, wenn du immer absagst.

Im Bezug zu dieser Uniarbeit hast du das also nicht in diesem Maße.
Woran liegt das?
Was verbindest du aktuell mit dem Studium und diesem Fach?
Denkst du, dass jemand stolz auf dich ist, wenn du es beendest?
Welches Gefühl würdest du ernten, wenn du abbrichst?

 

vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

Verständlich! Aber Verdrängen ist schon ein typischer Coping-move, auch wenn nicht besonders funktional. Wenn ich das mit dem Wörter durchstreichen könnte, würde ich's tun und "rumpimmeln" dahinter schreiben.

Verdrängen gilt nicht umsonst als die Mutter aller Schutzstrategien.
Verdrängen ist zunächst sehr sinnvoll.
Du befreist dich damit in Sekunden von Trauer, Wut und Angst.
Gleichzeitig schaffst du dir Platz für positive Sachen, so wie du oben schreibst mit deinen Aktivitäten.

Sie ist eine der effektivsten, gleichzeitig gefährlichsten Strategien,
denn sie wirkt in der Regel immer.

 

vor einer Stunde, DarkKitty schrieb:

Ja, das hat bisher auch immer geklappt. Ich hab immer alles fristgerecht abgegeben und einen sehr guten Notendurchschnitt. Irgendwann kneif ich die Arschbacken zusammen und zieh durch und liefer ab. Vielleicht ist die Deadline noch zu weit entfernt. Ich hab meine Bachelorthesis in 2 Wochen geschrieben. Meine Freundinnen sagen immer das mit dem Druck und den Diamanten. Aber ich hab da keinen Bock mehr drauf, soll das mein Leben lang so weiter gehen? Ich will's auch mal chillig und entspannt in's Ziel schaffen. Da frag ich mich einfach: Kitty, warum bringst du dich selbst immer wieder in solche Situationen, die dir nicht gut tun?

Amazon: Heute fange ich wirklich an

In dem Buch wird etwas ganz Spannendes erklärt:
Gerade in einer freien Tageseinteilung gibt es keine Kontrollinstanz.
Es gibt also keine ernstzunehmende Deadline. Ob 8 Uhr oder 18 Uhr ist ja egal.
Deshalb gibt es auch keine direkten negativen Sanktionen.

Aufschieben (siehe Verdrängung oben) ist eher positiv.
Du vermeidest etwas Negatives, das keine wirkliche positive Sanktion bringt.
Niemand lobt dich nach getaner Arbeit.
Die Belohnung an sich ist austricksbar, da du dir die Belohnung auch einfach so besorgen kannst (bspw. Masturbieren, YouTube schauen etc.).
Diese Belohnungen hast du dir also bereits kaputt gemacht, weil sie nicht mehr wertvoll sind,
weil du eh immer Dauerzugriff hast.

Vergleich das mit einem Flugzeug.
Wie oft in deinem Leben hast du ein Flugzeug verpasst?
Wahrscheinlich noch nie. Weil es ohne dich abfliegt.
Du hast zig Euro in den Sand gesetzt, wenn du zu spät kommst.
Deshalb schaffst du das immer.

Deshalb schlägt das Buch ein "Arbeitszeitfenster" vor.
Einmal am Tag darfst du in einem festen Arbeitszeitfenster arbeiten.
Wenn du das nichts nutzt, dann hast du Pech gehabt.
Möglichkeit vertan, Flugzeug weg.
Denn es zeigt sich, dass die meisten Menschen kein Problem mit der Arbeit an sich haben,
sondern mit dem Starten.

Sehr praktikabel ist auch sozialer Druck.
Such dir jemanden, mit dem du etwas ausmachst.
Verlass dich nicht auf dich selbst, such dir eine andere Person.

Mit dieser machst du folgenden Deal:
Jeden Morgen schickst du ihr eine Liste an Tätigkeiten, an denen du heute arbeitest.
Wenn du ein harter Fall bist, schickst du ihr davor Geld.
Und das Geld muss sie dann, wenn du es nicht einhältst, an eine Sache spenden,
die du moralisch scheiße findest, NPD oder so.
Als Beweis nimmst du dich bei der Arbeit auf.
Je nach Härtefall entweder per Selfie oder sogar per Screencast.
 

vor einer Stunde, DarkKitty schrieb:

Ja. Das Gedankenexperiment habe ich oft versucht. Gerade würde ich einfach 4 Wochen schlafen. Dann Sex mit 20 Menschen haben. Dann würde ich mich selbstständig machen. Ich könnte ja halbtags arbeiten oder so... und dann stell ich meiner LTR einen Esel in den Garten.

Wie würde sich das Schlafen anfühlen?
Wie würde sich der Sex mit 20 Menschen anfühlen?
Wie würde sich das Selbstständigmachen anfühlen?
Was sind deine Bedürfnisse dahinter, die du dir wünscht?

 

vor einer Stunde, DarkKitty schrieb:

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich jemals jemand Versager oder ähnliches genannt hat, außer ich selbst. Nur faul, das wurde mir gesagt. Ich denke nicht, dass das stimmt. Aber klar, bestimmte Bezugspersonen haben mir schon durch die Blume zu verstehen gegeben, dass sie nicht daran glauben, dass ich... hm... erfolgreich werde. 

Ich bin der Meinung, dass es faule Menschen gar nicht gibt.
"Even the laziest kid you know doesn't procrastinate on playing video games or eating candy. It's all about what you perceive to be a reward you want. Change your rewards and you will change your life."

Aktuell siehst du einfach keine ausreichende Belohnung.
Sind wir mal ehrlich. Das Beenden einer Hausarbeit bringt dir keine Belohnung.
Das Beenden deines Studiums bringt dir auch keine Belohnung,
weil dadurch die wunderbare Studienzeit aufhört.

Bei meinem letzten Job dachte ich mir jedes Mal super klar "WENN ich diese Aufgabe gemacht habe, DANN bin ich wieder FREI und mache geil Urlaub und kann endlich den Sommer genießen."

 

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vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

sondern mich gegeißelt, weil ich nicht produktiv war/bin.

Das is jetzt so das dritte Mal wo ich von dir sinngemäß lese: Hätte ich ja anders machen sollen, wenn ich "richtig" wäre. Ich hoffe es is okay wenn ich diesen kleinen Teil deiner PN da zitiere:

vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

"Toll, ich habe rausbekommen, wie ich ticke und das ich gerne ein sicheres Gehalt habe" oder "naja, schon bisschen feige, das Leben in der Komfortzone zu verbringen"....

Also so mit einem halben Ohr, noch nicht recht deutlich, höre ich da ungefähr raus - und konkretisiere das bitte wenn du magst: Es gibt einen Teil von dir der sagt "So wie ich das grad mache, is gut und tut mir gut". Und dann gibt's den anderen Teil der sagt "Oh mein Gott, ich verschwende mein Potential, ich entwickle mich nicht, da muss doch noch mehr rumkommen." Lieg ich da falsch, korrigier mich bitte wenn ich irre.

Bringt mich zu der Frage: Warum studieren? Also, ausgehend von der Tatsache das du ja einen Handwerksberuf hast in dem du angestellt arbeiten kannst. Was war dein Grund für den Studienbeginn? Was wäre der Grund für eine Selbstständigkeit, versus Angestelltenleben?

Prüf bitte mal für dich ob es da um zwei Polaritäten geht. Könnte sein "Entwicklung versus Sicherheit". Oder "So wie mich andere gerne hätten versus das was ich sein will". Oder irgendwas in der Art. Oder ich lieg ganz falsch... dann würd ich mir die "Leere" eingehender ansehen.

Bonusfrage:

vor 2 Stunden, DarkKitty schrieb:

Das weiß ich nicht. Irgendwie hat es sich über die Jahre so eingeschlichen und ist immer mehr geworden und seit mehreren Monaten merke ich, wie ich darunter leide, von mir selbst bzw. meinen Bedürfnissen entfernt zu sein. 

Wenn man sich von etwas entfernt, dann meistens weil es "unangenehm" ist. Was ist denn an dir und deinen Bedürfnissen so "unangenehm"?

bearbeitet von Helmut
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