revir

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  1. Ich klinke mich hier noch einmal ein, weil ich in letzter Zeit zur Verarbeitung meiner eigenen Trennung viel Literatur gelesen habe und denke dir vllt. noch zu etwas Klarheit verhelfen kann. Nun keine Literatur, die schnelle Lösungen rund um Freeze, C&F usw. aufzeigt (deren sture Anwendung ohne Kenntnis der tieferen Hintergründe irgendwie nur freaky wirken dürfte), sondern wirklich die, welche tiefer auf der Charakter- & Werte-Ethik eines Mannes/Menschen ansetzt. Wenn ich all diese Bücher mal ganz kurz zusammenfassen soll, dann sagen sie mehr oder weniger alle, dass ein Mensch ohne Selbstachtung nie die Selbstachtung Fremder gewinnen kann, ein Mann der nicht nach seinem innersten Kompass lebt, nie glücklich werden wird. Das ein Mann ohne eine Mission ein verlorener Mann ist. Eine Mission definiert sich immer so, dass du zu deren Erfüllung nicht auf die Hilfe, Reaktionen oder Entscheidungen anderer angewiesen bist - sonst ist es nicht deine Mission, sondern die von anderen. Du bestimmst sie proaktiv, selbstbestimmt, visualisierst das Ziel und unternimmst dann alle Schritte die notwendig sind, auch wenn es mal momentan schwer fällt und dein Ego oder sonst was temporär gerne davon abweichen würde, um deine Mission zu erfüllen und so dauerhaft glücklich zu werden. Nun kannst du dich selbst fragen, in wie fern deine letzte Aktion auf das Thema Selbstachtung, eigene Mission, innerer Kompass bezogen auf deine aktuelle Lebenssituation eingezahlt hat.
  2. Hallo, ich habe mir nun echt eine ganze Weile Zeit genommen und den ganzen Thread über alle Seiten hinweg gelesen. Meine Entwicklung wäre vermutlich genau so verlaufen wie deine und das hat mir hier wirklich noch einmal die Augen geöffnet, dass unsere Trennung gerade noch rechtzeitig kam, ehe es mit Kind und Hochzeit ernst wurde. Ich habe mich die letzten Wochen oft dabei ertappt, wie ich ähnlich zu dir immer wieder zwischen Liebe & Comeback, neues Leben, besseres Leben als mit der EX (Gedanke: Sie wird es noch bereuen) & wahrem Loslassen (sich frei machen von egoistischen kurzfristigen Gedanken, Opferrolle usw.) hin und her gependelt bin. Das Familienauto ist bestellt, der Hauskauf wurde zum Glück initial nur ein Wohnungskauf - aus einer gewissen Vorahnung heraus. Ich kann also einigermaßen gut nachvollziehen, warum hier wirklich trotz grandioser Hilfe und sehr guten Beiträgen bei dir oftmals noch ein kompletter Rückfall in total kontraproduktive Verhaltensweisen stattfindet. Vielleicht solltest du dir in Ruhe noch einmal den bisherigen Thread durchlesen und nun mit etwas Abstand versuchen die Thematik noch einmal neu zu verinnerlichen. Es ist wie mit einem guten Buch, welches man nach längerer Zeit noch einmal liest und aus ganz anderen Umständen heraus, ganz neue Dinge entdeckt. Die bisherigen Beiträge hier wären es allemal wert noch einmal gelesen zu werden. Ich bin mittlerweile so weit, auch wenn ich eine ganz andere Dimension auszuhalten habe, als du, dass es doch völlig egal ist ob es mal ein Comeback geben würde oder auch nicht. Der einzig richtige Weg dazu lautet, dass du sie frei lässt, ohne egoistischen Hintergedanken und deine Zeit maximal effektiv darauf besinnst, dass du mit dir selbst wieder ins Reine kommst. Ich werde dafür sicherlich ein, zwei Jahre brauchen, wenn du fast ein Jahrzehnt dich zu wenig um dich selbst gekümmert hast (du stemmtest Finanzen und Haushalt großteils wirklich allein?!) wirst du vermutlich auch einen längerfristigen Blickwinkel auf dein neues Leben brauchen. Stelle dir vor, der Zeitpunkt deiner Beerdigung ist gekommen - was würdest du dir wünschen, was dann dir wichtige Personen wie deine Tochter über dich sagen? Würdest du auf dem Sterbebett glücklich & zufrieden schauen oder würdest du etwas vermissen getan zu haben? Konzentriere dich darauf wo dein Einfluss liegt Dinge zu ändern und wo deine Prioritäten liegen sollten, dass du am besagten Tage, dem Ende deines Lebens, glücklich und zufrieden einschlafen können wirst. Ich weiß dies ist heftig, aber nur so gewinnt man manchmal wieder eine klare Sicht auf die Dinge. Dazu gehört nun auch sicherlich einige Dinge zu tun, die du ungerne tun würdest. Lösche ihre Handynummer oder speicher sie in einem tief vergrabenen Ordner für Notfälle, aber raus aus der Kontaktliste, raus mit ihrem Whatsapp-Kontakt, sodass du keinen Status mehr siehst usw., Löschen der gemeinsamen Bilder in Social Media & Co. Damals brauchte man auch kein Whatsapp - zudem verleiten Chats in solchen Phasen zu verletzender, kontraproduktiver Kommunikation - oder möchtest du bei deiner Beerdigung, dass deine Tochter sagt, dass sie so sehr darunter gelitten hat, wie ihr euch hasserfüllte Nachrichten um den Kopf geschlagen habt und sich dies doch so sehr anders gewünscht hätte? Nutzt für das Wesentliche & Sachliche ein Haustelefon oder nötigenfalls eine E-Mail (aber nur wenn du emotional geerdet bist - antworten). Am Ende dieser Entwicklung kannst du neu bewerten was du möchtest. Aber ich muss dir ehrlich sagen, wäre der Verlauf so wie bei dir - also direkt der Neue involviert, Auszug ohne es nochmal probiert zu haben (verantwortliches Handeln) usw., dann wäre für mich befreit von der Abhängigkeit und wieder fest im eigenen Leben angekommen kein glückliches Zurück mehr möglich und die Frau sicherlich nicht mehr qualifiziert noch einmal die Mutter ggf. weiterer Kinder zu werden, wenn du Kinder liebst. Aber ein Familienleben sollte man immer mit der richtigen Person anstreben und nicht vorschnell, des angestrebten Zustandes wegen - du hast doch nun gelernt, was dann daraus wird - willst du das nochmal durchmachen? Das wurde mir nun auch klar bzw. habe ich mir sogar vllt. auch etwas vorschnell einreden lassen. Aber ich muss dir auch sagen, alles was du tust und nicht auf deinen langfristigen Wunsch & Visualisierung deines Lebens einzahlt (das kannst du auch ganz logisch betrachten - ist es nun förderlich in ihrem Whatsapp-Status irgendwas hinein zu interpretieren?) wird zu Schmerz und einem unglücklichen Lebensende führen. Sorge dafür, dass du irgendwann glücklich und zufrieden einschlafen kannst, visualisiere dir, was du bis dahin erlebt haben möchtest und wo deine Prioritäten eigentlich liegen müssten und werfe jeden Stein der dich auf dem Weg dahin hindert, aus dem Weg! Heute, Morgen und Übermorgen! Ich habe mich auch lange Zeit gewissermaßen in der Mangeleinstellung bzw. Opferrolle gesült und mir damit immer mehr geschadet, vermutlich werde ich die Tage sogar immer mal wieder da reinfallen und mich dann wieder rausziehen. Ich habe den Schmerz aber nun satt und mache nun verstärkt von einer Fähigkeit Gebrauch, wozu vermutlich nur wir Menschen in der Lage sind - wir bestimmten selbst auf welchen Reiz wir wie reagieren und können gewissermaßen unsere Gedanken beobachten. Wir haben die Wahl zu entscheiden ob wir mit einem Reiz kontraproduktiv umgehen, welche Zeit wir dem Reiz in unseren Gedanken überhaupt einräumen und ob wir im Umgang damit, auf unser Lebensziel bezogen, förderlich interagieren. Es gibt auf dieser Welt so viel schmerzvolleres Leid, als das wir uns zu lange Zeit genehmigen sollten in einer Opferrolle zu verharren. Es gibt auf dieser Welt so viele positive, kreative, sexuell anziehende und erwachsen, spirituell sowie reflektiert denkende Menschen, die es kennen zu lernen gilt. Es gibt auf dieser Welt so viel zu entdecken, dass unsere Lebenszeit dafür nie reichen könnte. Wir sollten das Beste daraus machen, aus jedem Tag den wir haben. Du bist kein Opfer, du bist der starke Fels in der Brandung für deine Tochter in ihrem Leben und für dich selbst. Wache auf aus deinem Albtraum und beginne der zu werden, der du immer werden wolltest. Du weißt tief in dir drin selbst, dass du sicherlich der stärkere und reifere Part von euch beiden bist - du wurdest dieser Verantwortung die damit einher geht nur vllt. noch nicht immer gerecht, weil du dich selbst als Opfer missverstanden hattest und nur zu verständlich eine Zeit überfordert warst.
  3. Ich habe die Situation mehr oder weniger umgekehrt gehabt. Meine Ex wollte mehr Abstand und Freiheiten und mir wurde das irgendwann zu wenig schöne Zeit miteinander (was sind 1-3 h pro Woche, wo man mal was zsm. macht, wenn man zsm. wohnt?!). Ich war auch 4 J in einer LTR. Sie wollte sich binden in Punkto damaliger Zusammenzug, Hochzeit usw. aber gleichermaßen distanzierte sie sich in der gemeinsamen Zeit zunehmend, wo ich auch ein paar Ursachen legte. Ich hatte immer mal wieder Phasen, wo ich die Beziehung in Frage gestellt habe und dazu auch offen mit ihr sprach, bei uns gab es auch keinen wirklichen Streit und irgendwie zweifeln wir aktuell beide, ob es der richtige Weg war sich zu trennen, aber man sollte auch nicht ewig in einer Situation verharren, wo man nicht dauerhaft sein Glück finden kann und wie ein erwachsener Mensch zu getroffenen Entscheidungen und deren Konsequenzen stehen. Auch wenn ich also hier mehr dem Part deiner Freundin entsprach, war ich immer jemand der klare Grenzen und eigene Vorstellungen hatte, was ich toleriere und wo ich kompromissbereit bin und wo nicht. So kam nun z.B. auch von mir der Wunsch, nach einer absoluten Kontaktsperre, sobald sie ausgezogen ist. Ich werde mir vermutlich in 6 Monaten weniger als sie wünschen, dass es zu dieser Trennung kam, auch wenn ich dem Ganzen noch eine Chance eingeräumt hätte und sie es nun eher in letzter Konsequenz beendete. Ich hoffe auch nicht, dass es 1,5 Jahre dauert, bis ich darüber hinweg bin - vllt. auch daher weil ich irgendwie habe dieses Ende, wenn ich es auch nicht wahr haben wollen, lange vorher gesehen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum du dich direkt getrennt hast, anstatt zumindest ein, zwei Mal ernsthaft dazu zu sprechen und zu schauen was sich ändern ließe. Du solltest für dich definieren, welche Bindung, Nähe und Freiheiten du dir in deinem Leben wünscht und offen damit umgehen. Ich habe nun selbst die Erfahrung gemacht, wie verletzend und blöd das ist, wenn man aneinander vorbeiredet. Daher besinne dich auf das, was dir im Leben wichtig ist und suche deinen Partner danach aus. Vielleicht hilft dir ja bei der ganzen Reflektionsarbeit und um Klarheit über deine Gedankenwelt zu bekommen der Thread aus der Schatztruhe von Herzdame:
  4. Kannst du das etwas näher erklären? Warum findest du, dass ich sehr rationalisiere? Im Sinne von ich interpretiere zu viel und versuche zu oft eine Ursache für dies oder jenes auszumachen?
  5. Hallo! Ich habe zu der Thematik schon etwas herumgestöbert aber leider nichts finden können, was meine Fragestellung beantworten würde bzw. Kontext traf. Mit Entdeckung der ganzen PU-Theorie ging mir ein Licht auf und ich habe vieles gelernt. Auch generell habe ich in den letzten Jahren extrem viel gelernt. Z.B. für meine Karriere usw. mit entsprechenden Erfolgen. In diesem Bereich ist es mir irgendwie leicht gefallen nicht jede neue Erkenntnis sofort zu teilen, sondern das Wissen einfach in mein Handeln zu übertragen. Zuletzt habe ich aber auch im beruflichen Kontext verstärkt gemerkt, dass es mir wichtig war Erkenntnisse zu teilen, was als Führungskraft vllt. auch mit dem Gedanken verbunden ist, andere vor den gleichen Fehlern zu befreien - aber es gab schon einmal das Feedback, dass es etwas zu viel war und nicht immer im Kontext gerade all zu relevant für den Einzelnen war (wir sprechen sehr offen über sowas und finde ich auch gut, da ich weiß, dass ich als Mensch nicht fehlerfrei bin - somit auch nicht als Vorgesetzter) - manches davon kann ich nachvollziehen, manches war aber relevant, da es häufig schief lief. Vielleicht war eine tiefere Ursache also doch eher mein Leben im gefühlten "Mangel" nach Bestätigung. Aber ich im Bereich meiner damaligen Dates und vor Beendigung der LTR vor Kurzem habe ich gemerkt, dass ich häufiger "Worte" statt "Taten" sprechen lasse und frage mich wieso. Anstatt z.B. meine damalige Partnerin von sich aus feststellen zu lassen, dass es auch noch andere Frauen in meinem Leben gab sowie auf mich stehen (Kennlernphase) habe ich dies offen angesprochen und gesagt, mir ist es wichtig die Richtige kennen zu lernen. Aber z.B. auch gesagt, welche Prinzipien ich habe, z.B. dass ich eine Beziehung beende anstatt fremd zu gehen usw. Oder wenn es nun darum ging zu reflektieren wo die Ursachen der Trennung lagen, meiner Ex mitzuteilen, dass ich ihr sicherlich zu wenig Freiheiten gegeben habe und zu häufig aus egoistischen Trieben handelte, damit aber auch nur kurzfristig zu meinem eigenen Wohlbefinden handelte und meine langfristige Selbstverwirklichung darunter zu leiden begann. Hier stand vllt. auch schon wieder mein Ego Gedankengang im Vordergrund sie zurück zu gewinnen und ihr zu zeigen ich habe verstanden - aber eigentlich bin ich momentan selbst der Meinung, dass die Trennung langfristig uns beiden besser tun dürfte (auch wenn ich dies nicht 100 % sicher weiß). Ich habe bisher in meiner LTR es irgendwie auch sehr geschätzt absolut ehrlich zu sein und sich offen zu sagen was Phase ist. Dadurch hatten wir schon ein besonderes Vertrauensverhältnis zueinander, was langsam aber sicher sicherlich auch die Anziehung gekillt hat. Ich habe wenn ich hier im Forum so oft gelesen habe, wie viel interpretiert wird, anstatt es einfach mal anzusprechen und für Klarheit zu sorgen, dies nie so richtig verstanden. Aber sicherlich war ich was dies angeht zu plauderfreudig und habe auch zu oft versucht mit meiner Ex Themen auf einer logischen Ebene zu ergründen, womit man Frauen bekanntlich nicht immer auf den richtigen Fuße erwischt. Ich habe ihr z.B. die Entwicklung hin zu immer weniger Freiheit für sie durch mich damit begründet, dass ich habe ich mich von meinen damaligen Freundinnen entkoppeln lassen mit denen ich regelmäßig was unternahm, weil sie das damals sehr schmerzte (Eifersucht - aber sie hat nie den Versuch unternommen es mir zu verbieten) und ich sie diesem unguten Gefühl nicht aussetzen wollte. Habe ihr dann aber auch gesagt, dass dies sicherlich ein Fehler von mir war, weil eigentlich hatten wir doch die Vertrauensbasis, dass sowas kein Problem sein sollte, es sie doch insgeheim heiß macht sich dann auf mich zu freuen und zu wissen, dass sie mich kriegt und umgekehrt. Ihr hättet da mal ihren Gesichtsausdruck sehen müssen, aber letztlich hat sie sogar zugestimmt und gemeint sie hätte mich selten so reflektiert erlebt. Naja zu spät - jetzt ist zu viel in Schieflage geraten. Ich habe aber damals z.B. oft gesagt ich höre das Rauchen auf und lange Zeit wollte ich es tief innerlich gar nicht selbst, so klappte es nie. Aber selbst als ich es wollte und es wirklich schaffte einige Wochen ohne auszuhalten, gab es ein paar mal Rückschläge, wenn die Lebensumstände gerade schwierig oder kompliziert wurden. Ehe es final klappte war es ein harter Weg, aber nun bin ich ca. ein Jahr rauchfrei und habe das Schlimmste vermutlich geschafft, dass meine Gedanken nicht mehr um das Thema kreisen und ich mit einer gewissen Gelassenheit (selbstsicher nicht rückfällig zu werden) auf diese damalige Sucht blicken kann. Ich habe bei mir einen MWC diagnostizieren können, aber eben auch festgestellt, dass mein Innergame/Selbstverwirklichung/SC zuletzt stark gelitten hat und daraus Probleme wie zu wenig Freiheiten, unglückliches Privatleben usw. resultierten. Nun frage ich euch - wie finde ich die richtige Balance aus "Worten" und "Taten" und was könnte die Ursache dafür sein, dass ich oft zu ungeduldig bin die Wirkung der "Taten" abzuwarten und stattdessen meine Gedanken/Worte direkt teilen möchte? (Mitteilungsbedürfnis) Liegt es vllt. daran, dass ich selbstkritisch feststellen muss, noch nie 100 % mit mir im Reinen (Überflussdenken) gewesen zu sein und daher manchen Worten selbst nicht vertaue, dass die entsprechenden Taten und Wirkungen auch folgen werden (Durchhaltevermögen / Motivation) oder was ich vllt. eher vermute Angst habe, ehe die Wirkung der Taten folgt etwas schon unumkehrbar in Schieflage gerückt sein könnte? Grundsätzlich muss ich sagen, habe ich aber schon beständig daran gearbeitet mein Wort zu halten. Ich bin ein Mensch der, wenn er wirklich ein ernsthaftes Versprechen gegeben hat, dies bisher eigentlich noch nie gebrochen hat. Aber im Alltag sagt man sicherlich auch manche Dinge die in Worten nicht wirken und wo Taten für sich viel aussagekräftiger wären. Ich bin gespannt auf eure Gedanken!
  6. Erst einmal herzlichen Dank für die vielen hilfreichen Beiträge! Hätte ich mir vor einem Jahr dies durchgelesen, wäre meine Trennung sicherlich zu verhindern gewesen. Ich kann dir in vielen Fällen zustimmen und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Aber diesen zitierten Satz finde ich etwas bedenklich. Ich finde es sehr wichtig am Ende einer Beziehung zu reflektieren, wo die Ursachen lagen und auch selbstkritisch zu hinterfragen, wo der eigene Beitrag daran war. Ich habe zuletzt immer mehr versucht sie fest zu halten und ihr nicht mehr die Freiheiten geschenkt die sie haben wollte. Aber von ihrer Seite gab es auch einige auslösende Punkte, die dieses Verhalten bei mir über die Jahre entwickelten - aber klar mit ausreichend hohem Selbstwert wie zur Anfangszeit, hätte ich diese Entwicklung aufhalten können. Man sollte also nie davon ausgehen, dass man perfekt ist und sollte am Ende einer solchen Phase für sich die Chance ergreifen für sein Leben daraus zu lernen, nicht primär dem Willen nach, die Ex zurückzuholen, sondern wirklich um die Dinge klarer zu sehen und damit die Zeit fernab der Erinnerungen nicht umsonst war.
  7. Aber stellen wir uns meine aktuelle Situation vor, die echt Bescheiden ausfällt. Kaum SC, Fitness vernachlässigt (einige Kilo zuviel die wieder runter müssen) usw. Natürlich ist man sexuell von der Partnerin nun gewissermaßen abhängig gewesen, so ehrlich und bitter die Erkenntnis nun ausfällt und so falsch der Weg dahin (das ich den Verlauf akzeptiert habe) auch war. Bis ich das über eine längere Zeit wieder in den Griff bekommen habe, bin ich von ihr abhängig - zumindest wenn ich meinen damaligen Anspruch an einer Frau nicht absenken möchte und da muss ich ehrlich sagen, verzichte ich lieber auf Sex und kümmere mich um mich selbst, bis mein Marktwert auch wieder mit meinem Anspruch harmoniert. Aber bis dieser harte Weg geschafft ist, braucht es viel Vorstellungskraft und Geduld, bis man wieder sagen kann, ich bin glücklich bzw. komme in die Situation wie oben, wo ich diese Geisteshaltung länger als einen Tag aufrecht erhalten kann 🙂. Aber ich würde zustimmen, dass man selbst von diesen Markttatsachen abgesehen immer auch den inneren Wert verkörpern und beachten muss. Ich kenne extrem gut durchtrainierte und knackige Kerle die ein Selbstwert einer vergammelten Rosine haben und demnach extrem eifersüchtig, verbittert usw. sind. Nur mit dem Körper etc. ist es dann also auch nicht getan, aber ich war nie richtig schlank und strebe dies so extrem auch gar nicht an, aber damals sah ich schon schick aus und hatte gepaart mit meinem Selbstbewusstsein und kreativen Ader keine Probleme Dates zu arrangieren oder wurde sogar selbst von Frauen angesprochen. Ich glaube der Körper strahlt auch umgekehrt auf die Gedanken und Seele und zu leicht darf man es sich aus meiner Sicht nicht machen, zu denken man wäre aktuell schon 100 % - oder sehe ich das falsch? Aber gerade durch Punkte wie Ehe, Kinder usw. gibt es doch quasi konstruierte Abhängigkeiten, wo man es kaum noch hinbekommt, diesen Gedanken dauerhaft aufrecht zu erhalten oder irre ich mich? Ich denke wenn jemand soweit geht, dass er dann sagt mein Leben ist vorbei, das wäre dann schon etwas für eine Therapie. Aber die Stufen bzw. Konsequenzen davor dürften doch schon schmerzhaft genug erscheinen, dass man vielfach aus der unterbewussten Abhängigkeit die falschen Dinge tun wird? Im Kontext der Familie usw. kann ich mir dies gut vorstellen. Aber auch wenn ich dies nun ein paar Tage gedanklich genau so meiner Ex wünschte, kann ich nicht sagen ob ich dies wirklich ernst meine. Diesen Gedanken macht wohl mein Ego immer wieder zu nichte, welches sich innerlich wünscht, dass sie noch einmal um eine Chance bei mir bittet. Aber gerade da ich denke sie dann abzulehnen und dem keine Chance mehr einzuräumen, habe ich ihr heute auch gesagt, sie soll nachdem sie in der neuen Wohnung ist keine Hoffnung mehr für uns aufbauen und wir sollten dann den Kontakt abbrechen. Auch generell ist Liebe doch vllt. im Kontext einer Beziehung eher als temporäre Verbindung zu verstehen, die regelmäßig bekräftigt werden muss? Immerhin kann aus meiner Sicht der Schmerz verlassen zu werden usw. so groß sein, dass man doch gedanklich in Selbstmitleid verfallend denkt, dass der Partner einen nun aus egoistischen Motiven verlässt und darüber so sauer ist, dass die Liebe erstickt. Aber auch generell ist mir bei einem Familienmitglied eher einiges mehr egal, als bei einer Partnerin, mit der ich das Dach teile und im Alltag klar kommen muss. Aber vllt. ist das auch einfach nur alles ein Folgeproblemkonstrukt bzw. Teufelskreis aus dem Fundament (Abhängigkeit) die erst gar nicht sein sollte. Ich habe sogar echt schon einmal darüber nachgedacht irgendwas in Richtung Partnertausch zu machen. Ich habe mir auch in der Beziehung mal Pornos angeschaut, wo die quasi ihre Partner tauschen und damit rumfantasiert. Gedanklich hatte ich das nachdem es mir damals eine heiße Freundin sagte, dass sie schon mal solche Gedanken in ihrer damaligen Beziehung gehabt hatte, immer mal wieder daran gedacht. Aber für sie (meine Ex) wäre das nie in Frage gekommen (hatte mal nach ihrer Meinung dazu gefragt). Es wäre sicherlich eine Antwort gewesen meine Abhängigkeit zu ihr in den Griff zu bekommen, aber ich konnte mir auch nie richtig beantworten, ob ich mir sowas in der Realität wirklich vorstellen könnte und ob ich danach nicht so viel Spinnerei betreiben würde, dass die Beziehung zu Ende geht. Ich glaube bis dahin ist es wirklich ein extrem langer Weg. Ich frage mich aber auch eher philosophischer Natur ob es ein guter Weg ist, quasi jedes Defizit eines Partners auszugleichen und den Einfluss davon auf die Auswahlkriterien für einen Partner. Frauen brauchen heute eher keinen Versorger mehr, offene Beziehungen ermöglichen ein flaues rein partnerschaftliches Liebesleben auszugleichen usw. Sucht man sich den Partner dann irgendwann quasi nur noch nach dem Charakter und Gesprächen oder so aus, weil alles andere ja auch auszugleichen wäre? Ich finde man kann von seiner Frau auch eher nicht erwarten, dass sie einem eine Stunde pro Tag einen bläst, vielleicht ist diese Anspruchshaltung auch irgendwie etwas abgehoben? Zumindest würde ich darin nicht die Rechtfertigung sehen, dass man sich deswegen dazu entscheidet eine andere dazu zu holen (quasi damit die Frau die Arbeit los ist und damit dem Ganzen etwas Positives abgewinnt). Ich denke primär sollte es doch darum gehen, die Beziehung auf eine extreme neue Ebene des Vertrauens zu heben, wo man eben den Sex und das Liebesleben nicht über die Beziehung definiert und schauen mag wie sich das Vertrauen in Folge zueinander entwickelt - bestenfalls auf eine ungeahnt neue tiefe Ebene zusammenwächst? Vielen Dank für deinen umfangreichen Beitrag und so viel Einblicke in dein Privatleben!
  8. Vielleicht weil der Partner auch wenn ich ihn nicht kenne leid tut? Und ich mir an seiner Stelle auch wünschen würde, dass man mir die Augen öffnet? Auf der anderen Seite denke ich mir auch geht mich nichts an, dürfte/würde ich eigentlich gar nicht wissen, also halte ich mich da heraus. Aber es gibt auch bei mir moralisch eine gewisse Stimme die sagt so einen Mist hilft man nicht zu vertuschen und hilft dem Kerl zu verstehen, was seine Partnerin da so anstellt. Vllt. habe ich daher versucht über den Weg meiner Ex damals noch Freundin als ich das erfuhr klar zu machen, dass sie ihrer Freundin verdeutlicht die Verhältnisse von selbst zu ordnen. Man kann niemanden in seiner Art verbiegen oder Verbote aufgeben, das stimmt. Aber daher hatte ich bisher den Anspruch bevor ich einem Menschen mehr anvertraue abzuchecken wie er tickt. Ich glaube ihr das sie damals nicht so viele Details nannte, weiß es aber nun nicht mehr und auch nicht was sie machen wird, wenn sie dann feststellen wird, dass ich nun auch die Trennung ernst meine. Sie denkt aktuell vermutlich - plapper ich nicht zu viel heraus, vllt. kommen wir ja noch einmal zusammen, wenn wir etwas Abstand hatten. Aber wenn sie auf welchem Wege auch immer mitbekommen sollte, dass es für sie kein Zurück mehr gibt, dann bin ich mir aktuell nicht sicher ob sie auf Grund irgendwelcher Komplexe Mist baut und da wir mit der Frage Ehe usw. mal beschäftigt waren, weiß sie sehr viele sensible Sachen, die ich nicht für ein paar hundert Euro an die Medien verkauft wissen will oder aber zum Stadtgespräch werden sollen. Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass sie sich selbst so deplazieren wird, aber man weiß nie so ganz wozu jemand bereit ist. Vielleicht muss man auch wie du schon sagst einfach bereit sein, die Verantwortung für das was man tat zu übernehmen. Immerhin war es ja auch meine Entscheidung ihr so viel Vertrauen zu schenken, dass ich ihr vieles sagte, was ich nicht unbedingt hätte sagen müssen. Ich bin eigentlich auch eher jemand der extrem redefreudig ist und sich oft bremsen muss. Aber im Bereich Sexualleben war für mich immer eine gebotene Grenze. Aber da ich erst kürzlich verstand, dass ich unter dem MWC-Leitbild stand, mag dies vielleicht auch noch daher rühren. Ggf. aber auch weil wir Männer wissen, dass MWC ein weit verbreitetes Phänomen ist und wir unsere Partnerin nicht in Abrede stellen wollen. Ich bin mir nur nicht so sicher ob der Freundeskreis für Beziehungsfragen ein guter Ansprechpartnerkreis ist. Gerade wenn man Informationen außen vor lässt, ist die Gefahr doch groß, dass sie ein falsches Bild der Realitäten gewinnen. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten Leute mit einer solchen Klarheit und reflektierten Sichtweise das ganze Konstrukt Liebe verstanden haben. Ich finde sowas kann man dann ohne eine Person identifizierbar zu machen, aber eben auch ohne Auslass von Details in Communities besser reflektieren.
  9. Ich denke ich habe was die Themen angeht nichts Peinliches auf mir lasten, sodass es gar nicht mal darum geht, im Gegenteil. Aber trotzdem finde ich es erbärmlich und nicht wirklich erwachsen - reden wir hier von Teenagern oder Frauen Anfang 30? Sind wir denn im Kindergarten? Ich kann mich jedenfalls mit Kollegen stundenlang über Reisen, Kulturen, Karriere, Politik, Lebensträume, Autos, Sport und andere Dinge unterhalten ohne auf solche Details des Sexuallebens zurückgreifen zu müssen. Dies würde ich dann auch nicht als Oberflächlichkeiten bezeichnen.
  10. Zunächst einmal vielen Dank für die gute Zusammenfassung! Da ist wohl viel Wahres dran. Aber wird es wirklich rein mit den Gedanken und dem erinnern daran geschafft oder muss ich nicht doch sehr aktiv nun wieder an meiner Fitness, Kontakten zu anderen Frauen, Selbstwert im tieferen Sinne (Fundament) usw. arbeiten, damit ich nicht nur ein guter Verkäufer bin, der eine Schatulle mit Gebrauchtware, sondern einen Diamanten verkauft (überspitzt ausgedrückt)? Der Gedanke man redet sich ein man hat einfach von allem genug erscheint mir irgendwie zu einfach und ich sehe eine große Gefahr mit diesen Frame in einer unvorhergesehenen Situation zu brechen. Es sei denn die konsequente Anwendung von Dankbarkeit usw. (also gewissermaßen geplant erzeugt) führt dann in Kürze der Zeit dazu, dass die Gedanken zur Realität werden, die Gefühlswelt verändern (Sensorik mehr auf positive Ereignisse als Negative) und man wahrlich mehr Dankbarkeit von innen heraus zollen möchte. Ich habe schon seit ein paar Tagen versucht mir jeden Abend zu überlegen was heute positiv verlief, worauf ich stolz war usw. Aber selbst diese Übung fällt mir in einer Situation wie der Aktuellen schwer. Aktuell bin ich noch krank, mich frustet dass ich deswegen nicht ins Fitnessstudio kann und nicht wie ich eigentlich wollen würde, meiner Arbeit in hinreichender Intensität nachgehen kann usw. Aus dem ganzen Gedankenchaos und wg. der Erkältung resultiert, dass ich oft nur 3-4 Stunden pro Nacht schlafen kann. Glücklicherweise auch mal im Ausnahmefall 5-6 h. Es ist doch wirklich schwer hier so viel Positives aus der IST-Situation abzuleiten und schnell ist man wieder dabei sich über seine Karriere, Einkommen usw. zu echauffieren und auf die Schulter zu klopfen, aber das dies ein sehr wackeliges und damit falsches Selbstwertfundament ist, liegt doch auf der Hand und musste ich in der letzten Beziehung lernen. Klar kann ich stolz sein, was ich mir aufgebaut habe und sehe in dem Engagement extrem viel zu Lernen und Arbeiten ohne es als solches zu empfinden (zumindest meistens) auch die tiefere Basis mir sowas im Falle des Scheiterns, wovor man nie befreit ist, immer wieder aufbauen zu können. Ich lerne auch unglaublich viel über Menschen, denn Mitarbeiter zu führen ist alles andere als leicht und auch hier muss man seine Erwartungshaltung zu handeln wissen sowie Verzeihen lernen, als Motivator und Vorbild fungieren - was in der aktuellen Situation schwer ist, wenn man so viel Handlungsbedarf bei sich selbst sieht, was eben nicht binnen weniger Tage gemacht ist. Aber funktioniert Liebe und damit verbunden eine Partnerschaft wirklich ohne gegenseitige Erwartungshaltungen, wie es der Grundgedanke des "Loslassens" bzw. mit deinen Worten "Liebe im Überfluss" theoretisch nachvollziehbar propagiert?
  11. Ich glaube sie hatte im Gefühl das irgendwas nicht stimmt. Konnte es aber nicht benennen und klar sehen, wo die tieferen Ursachen liegen. Da ich sehr deutlich auch gemerkt habe, dass etwas nicht stimmt und oft verdeutlicht habe, dass ich aktuell die Beziehung in Frage stelle, wollte sie vllt. indem sie offen zu mir gewesen wäre, nicht zu früh den Gnadenstoß setzen? Immerhin wollte sie auf der anderen Seite noch vor wenigen Wochen auch ein Antrag und Kind von mir - zumindest dachte sie das noch vor kurzem und hat gehofft, dass sich dann alles zum Positiven ändert. Dies wiederum habe ich jedoch geblockt vor dem Hintergrund der Probleme und zu wackeligem Fundament. Ich habe aber die letzten Tage auch tief in mich hinein gehorcht und gemerkt, dass ich schon etwas "manipulativ" war. Ich habe gewissermaßen versucht mit der Konsequenz des Beziehungsendes Attraction zu retten, die ich selbst verbrannt habe, indem ich mein eigenes Leben fernab Karriere vernachlässigte und ihr sicherlich zu wenig Freiheiten einräumte. Dann habe ich mich gewundert, warum diese neue Attraction (gute Zeit) nur so kurz anhält. Anstatt an mir selbst zu arbeiten, habe ich Änderungen von ihr verlangt. Sie aber gewissermaßen auch umgekehrt in meine Richtung. Ich war aber schon immer für tiefere Gespräche zu haben und ich denke das wusste sie auch - ihrs ist das aber leider eben nicht so. Zumindest habe ich sie aber auch damals als noch alles prima war gefragt, ob denn ihre Freundinnen nicht auch mal nach Material von uns fragen, wenn sie sie mit so vielen Beziehungstories füttern und auf den aktuellen Stand hielten. Das hatte sie mir gegenüber immer verneint und das sie von uns nie derartiges preis geben würde. Ob dies nun auch eine Lüge war weiß ich natürlich nicht, aber ich sage immer wer ein paar mal lügt, dem glaubt man nicht. Es gibt aus meiner Sicht für alles Gründe, aber ich denke es gibt auch gute Gründe mal fernab von Extremsituationen gewisse Dinge einfach in der Partnerschaft zu lassen und nicht in alle Welt zu tragen. Es gibt auch Gründe dass jemand fremd geht, deswegen macht es dies nicht moralisch sauber oder kann es rechtfertigen. Man sollte es dann eben mit Rückgrat beenden oder sich eine offene Beziehung suchen. Ich habe Mitleid mit Menschen die fremd gehen, denn ihr Glück finden sie damit sicherlich nicht. Sie schaden sich selbst und dem Partner. Aber um zum Thread zurückzukommen, wie weit geht ihr denn mit der Plauderei im Freundeskreis bei ernsthaften Beziehungen und findet ihr, dass man sich hier auf einen gemeinsamen Nenner einigen sollte, wie man eben auch anspricht ab wann man sich, sodann man monogame Beziehungen anstrebt, dieses Versprechen gibt?
  12. Da stimme ich dir soweit zu. Daher habe ich mich auch schwer getan eine konkrete Definition zu geben, wo eine Grenze für alle Fälle liegt. Es hängt halt von den Umständen und der konkreten Situation sowie Bindung zu einer Person im Einzelfall ab. Aber sollte bzw. darf man z.B. erwarten, wie ich es tue, dass man diese Grenze gemeinsam definiert und eben nicht eigenwillig gemacht wird, was man für richtig hält, wenn es auch immer um die Privatsphäre des anderen geht? Meine Ex hatte z.B. mir oftmals vorgemacht unsere Beziehung sei doch super, wenn ich Zweifel äußerte. Nun hat sie mir aber zum Ende auch gesagt, dass sie schon häufiger mit Freundinnen sprach, weil wir uns so oft gestritten haben und da wird es nicht nur um Allgemeines gegangen sein. Wenn sie mir dann zum Anfang der Beziehung sagte, sie würde die Beziehung im Freundeskreis fernab ganz grober Punkte nicht ins Spiel bringen, zumindest nicht ohne das ich davon weiß, dann finde ich dies moralisch verwerflich. Es erschwert mir ja auch die Verarbeitung meinen Leuten nun nicht im Detail zu sagen woran es lag. Aber das der Sex mit ihr langweilig wurde, sie keine Lust auf Veränderungen hatte usw. würde ich nun trotzdem nicht sagen, einfach weil sie dann dennoch verdient hat, dass sie ggf. nicht mal Leuten begegnet, die sowas wissen und wovon sie nichts ahnt. Ich mache das dann lieber mit mir aus oder poste sowas anonym ohne sie identifizierbar zu machen in einem Forum, als sie bloß zustellen. Alles andere finde ich persönlich charakterschwach und unreif.
  13. Hallo! Ich habe noch eine allgemeine Frage die mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt hat. Ich frage mich was sollte man in einer längeren Partnerschaft mit seinem Freundeskreis teilen - hier primär auf die Freundinnen der Partnerin bezogen und wie würdet ihr das einschätzen, was der Partner hier erwarten darf. Ich möchte mit einem Negativbeispiel anfangen, was vermutlich so das Schlimmste ist, was ich mir als Partner einer Freundin vorstellen könnte. Meine Ex hatte ein paar wenige aber seit der Kindheit bestehende Freundinnen. Gerade eine davon (die sieht nicht mal hot aus) geht häufiger mal ihrem Partner fremd - eher nicht bewusst und vllt. gefühlsverleitet, da die Beziehung ggf. eh am Ende ist aber trotzdem. Sie hat jedoch nicht den Mumm es ihm zu sagen - vermutlich erst wenn sie sicher weiß, dass es der Neue ernst mit ihr meint. Soweit ich weiß macht die es sogar ohne Verhütung und riskiert damit die Gesundheit des Partners. Ggf. trifft sich also meine Ex mit Ihrer Freundin und der Partner ist zu Besuch und nur die beiden wissen, was eigentlich Phase ist. Ist das nicht richtig erbärmlich? Ich habe meiner Ex jedenfalls als ich davon erfuhr gesagt, warum sie ihrer Freundin nicht mal das Gehirn wäscht und dazu aufruft ehrlich und ohne so einen Scheiß abzuziehen moralisch vertretbar handelt. Auch habe ich ihr gesagt, dass ich mich von Freunden die so einen Scheiß abziehen distanzieren würde. Der Spruch man ist der Durchschnitt seiner 3-5 besten Freunde kommt ja nicht von ohne her. Aber ich hatte auch mal im Freundeskreis Kollegen, welche gerade unter Alkoholeinfluss regelrecht zu Plaudern begangen. Wie tief nimmt sie ihn in den Mund? Hat sie gemachte Brüste? Was trägt sie so, wenn sie es treiben? Ihr werdet es nicht glauben, wir reden hier von Leuten im Altersbereich 28+, denen man dies eher nicht anmerken würde - also nicht ungebildet oder dergleichen sind. Ich weiß nicht wie es kommt und ich bin auch alles andere als prüde, aber mir ist es irgendwie höchst suspekt intime Details aus meinem Sexualleben - gerade wenn es um die Partnerin geht mit anderen zu teilen. Ich finde man kann allgemein sagen ob es gut läuft oder was einen aktuell stört, ohne zu viele Details zu sagen, aber ich finde es gibt Themen die sind bei der Partnerin bzw. im Austausch mit ihr besser aufgehoben als im Freundeskreis. Ich habe aber auch den Eindruck Frauen sind hier viel redefreudiger als wir Männer was dies alles angeht. Mag dies in der Kennlernphase oder auf der Suche nach ONS heiß begehrt sein, wenn die Frauen über einen tratschen und einen den Freundinnen "weiterempfehlen", stelle ich mir auf einer partnerschaftlichen Ebene absolut vor, dass 1. keiner aus dem Freundeskreis mehr über die Beziehung weiß, als die Partner selbst und 2. eine aus gesundem Menschenverstand resultierende Grenze eingehalten wird, die nicht überschritten wird, wenn es um die Plauderei über die Beziehung geht. Wie steht ihr dazu bzw. wie seht ihr das? Vllt. nehme ich dies aber auch alles ein wenig ernst, weil ich lokal ab und zu mal in den Medien bin bzw. in der Öffentlichkeit stehe (definitiv kein Promi) und mir erhoffe, dass nicht mal pot. Mitarbeiter intime Details meines Privatlebens kennen. Ich weiß es nicht...
  14. Hallo! Hierbei geht es um eine allgemeine Frage, daher möchte ich mal die Details weitgehend außen vor lassen. Ich habe in meiner letzten Beziehung erkannt, dass ich mich habe zwar nie herumkommandieren lassen, jedoch doch recht abhängig von meiner Partnerin war bzw. demzufolge auch besitzergreifend wurde und mein eigenes Leben sowie die Ziele darin zunehmend vernachlässigte - es ihr dann doch oft versuchte Recht zu machen und es immer mal wieder gegenseitig durch Hirnfuck zu Drama kam. Ich würde es nicht als konsequent eifersüchtig betiteln und ich habe auch nie gedacht, dass sie die Einzige für mein Leben ist bzw. ich nicht auch noch neue ggf. sogar besser zu mir passendere Partnerin finden könnte, aber dennoch merke ich, dass mir nun nach der Trennung gerade die ersten Tage danach durch erneutes Einlesen in die Thematik Loslassen usw. es mir enorm schwer fällt zu glauben, dass man dies in einer mehrjährigen Beziehung wirklich immer so großteils richtig hinbekommt und nicht Gefahr läuft, dass sich eine Abhängigkeit aufbaut. Ich stelle es mir schwer vor, dass man quasi jeden Tag bereit wäre den Partner einfach so ziehen zu lassen, wenn er nur mag (Geisteshaltung ich bin auch ohne sie glücklich, dann soll sie gehen). Ich habe nun manchmal Tage da kann ich mich mit dieser Thematik ganz gut abfinden und verstehe mich wieder selbst mehr als "Preis" und bin quasi 0 eifersüchtig und mir ist alles egal was sie nun macht, bis sie auszieht. Es gibt aber auch Tage da falle ich wieder zurück und nage an mir, da höre ich die innere Stimme in mir schon, wo war sie denn nun schon wieder die letzten 4 Stunden usw. Das ich aktuell in diese Muster zurückfalle, kann ich mir auch irgendwo denken, immerhin habe ich in den letzten Monaten meine Fitness schleifen lassen usw. und war generell nicht der glücklichste im Leben, trotz vieler materieller Erfolge. Aus dieser Situation heraus ist es nicht so leicht, sich auf seine tiefsten Werte zu besinnen, daraus Selbstwert zu ziehen und Unabhängigkeit auszustrahlen. Vermutlich muss ich mir dies erst wieder einige Monate erarbeiten. Aber ich habe trotzdem auch Zweifel, selbst wenn ich 100 % im Reinen mit meinem Leben bin (Innergame usw.) und dies aufrecht erhalte, dass mir dann in einer ggf. neuen längeren Partnerschaft (bei allem davor habe ich dies eher nicht so) komplett die Bauchschmerzen vergehen und man alles Mögliche mit einer gewissermaßen "mir egal"-Haltung aufnehmen könnte. Ist es nicht gerade auch ein Sinnbild bzw. Grundverständnis der Liebe, dass man sich auch mal "fallen lässt", den Partner begehrt, nicht hergeben möchte usw.? Warum vereinbart man z.B. in einer Partnerschaft bewusst Monogamie, wenn einem durch maximale Unabhängigkeit dies doch eigentlich eh egal ist? Rein des gesundheitliches Aspektes wegen oder weil man sich bei der Verhütung nicht so viele Gedanken machen muss? Oder doch eher aus dem Hintergrund, weil Dinge wie Monogamie, Hochzeit usw. einen gewissen Besitzanspruch inne halten? Oder ist es genau das richtige Maß, wenn man sich genau zwischen diesen Extremen befindet - also sprich Besitzdenken/Eifersucht bzw. maximale Freiheit und "mir alles egal"-Haltung? Letztlich sollte die Eifersucht ja z.B. nicht dazu führen, dass man der Freundin verbietet, mal mit einem Arbeitskollegen ins Kino zu gehen o.ä. (kam bei uns nicht vor - nur mal als Beispiel) oder ihr gar hinterherzuspionieren. Aber wäre man von dem unguten Gefühl hierbei wirklich frei, wenn man alles richtig macht oder ist es das Eine, was man dabei fühlt (ggf. doch etwas Unbehagen) und das Andere, was man dann ohne Brainfuck sich gegenseitig für Freiheiten zugesteht? Für mich ist es aktuell irgendwie schwer vorstellbar, dass man einen Partner wirklich sehr liebt und gleichzeitig hierbei in obigen "Ausgeh"-Szenarien kein ungutes Gefühl hätte. Aber vllt. würde man sich ja gerade wegen der tiefen Liebe dazu bewusst entscheiden, der Partnerin zu vertrauen und ihr die Freiheit zu geben? Um dies vielleicht noch einmal im Kern mit einer ganz anderen Metapher zu beschreiben. Es gibt ja den Spruch "Gewalt ist nie eine Lösung" oder wie auch immer. Dem würde man erst einmal spontan zustimmen und sich gerne immer daran halten. Aber verdammt - wenn mir ein Klaus um die Ecke kommt und mir mein Portemonnaie klauen will, dann würde ich dem auch eine auf die Zwölf geben und auf diesen Spruch scheißen. Ist es nicht hier gewissermaßen auch so? Rein logisch betrachtet alles prima, aber auf Dauer können wir uns nicht dem Inneren "Sein" bzw. Selbstschutz rein durch den Verstand verwehren?
  15. Nein das habe ich nicht und es lag nicht daran, dass ich hier nicht meine Hilfe angeboten hätte. Sie wollte es einfach selbst machen und ich habe dafür finanziell mehr zur Wohnung beigesteuert. Ich habe halt einige Wochen mit mehr 70 Stunden Arbeit gehabt, sie hat mir gewissermaßen so den Rücken frei gehalten und sogar meinen Schrank eingeräumt etc. Aber natürlich ist es auch nicht gut, wenn man von sowas abhängig ist bzw. manches nie selbst gemacht hat. Dann hält man vllt. auch einmal an einen Partner fest, weil es bequem ist und nicht weil man sich liebt und die Beziehung weitgehend super verläuft. Aber es wäre nicht an mir gescheitert hier etwas zu ändern, das möchte ich auch gesagt haben. Ich habe aber dennoch dafür andere Dinge im Haushalt gemacht.