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Hallo Leute,

das hier ist mein erster Post und ich versuche, hier gleich ein Problem zu schildern, das mich schon länger beschäftigt.

Zu mir: Ich bin eine Frau und werde in ein paar Tagen 33. Dieses Forum habe ich zufälligerweise gefunden, als ich dabei war, einen Beitrag für ein anderes Forum zu verfassen, in dem ich einen Klartraum erzähle, und nach Referenztexten gesucht habe, um sicher zu gehen, dass die Formulierung “durch die Haare wuscheln“ zum Kontext passt. 

Ich habe mir ehrlich Mühe gegeben, viel von der ausladenden Pflichtlektüre für neue Mitglieder zu lesen, und hoffe, in diesem Rahmen, mein Problem neu beleuchten zu können, und vielleicht sogar... verstanden zu werden. Mein Problem ist, dass ich seit 2 Jahren eine Beziehung habe, die ich schon länger beenden möchte. Das hier habe ich in der Pflichtlektüre von Winddancer gelesen:

Zitat

Giacomo Casanova, unbestritten wohl einer der besten Verführer der Welt, achtete stets darauf, dass er sich von seinen Eroberungen so trennte. Und alle Frauen sprachen - egal wie lange sie mit ihm zusammen waren, stets in den besten Tönen von ihm. Das muss ihm erst einmal einer nachmachen! Er machte es den Frauen leicht, loszulassen. Er nahm die "Schuld" oft auf sich - auch wenn ihn keine traf. Er zeigte Verständnis für die emotionale Situation der Frau und nahm ihre Bedürfnisse - selbst während der Trennungsphase ernst.

Aber wie schaffe ich das? Wie nehme ich seine Bedürfnisse während der Trennungsphase ernst? Und wie viel Zeit muss ich ihm geben?

Es ist mir wichtig, dass ich es richtig mache. Ich will, dass er es zumindest akzeptiert. Aber ich habe das Gefühl, dass er das längst verstanden hat und jetzt mit manipulativen Techniken Zeit schindet, damit ich aus Anstand nicht anfangen kann, jemand anderem näher zu kommen. 

Ist das nur eine Frage von Framing? Muss ich einfach nur meine Grenze ziehen, Respekt einfordern und ungeachtet seiner Reaktion gehen? Was meint ihr?

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Da gibt es keinen Zaubertrick. Einfach sprechen und erläutern, dass Du keine Gefühle mehr hast, Dich wohl noch ausleben willst und die Beziehung beenden möchtest. Ansonsten ist es cool von Dir, wenn Du normal und ehrlich mit ihm sprichst, aber ihm immer deutlich zu verstehen gibst, dass Du nicht mehr willst. Wenn das nicht klappt: Kontaktsperre. 

Aus Interesse: Aus welchen Gründen willst Du die Beziehung beenden?

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Danke, es fühlt sich irgendwie gut an, es auch so zu lesen. Das meiste, was du erwähnst, hat eigentlich auch wie gewünscht funktioniert, aber irgendwie schafft er es immer wieder, das Gespräch so zu lenken, dass ich mich dann doch nicht traue, mein Make-up und Duschgel einzupacken und ihm seinen Wohnungsschlüssel zurückzugeben. Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, das heimlich in seiner Abwesenheit zu machen (Schlüssel in den Briefkasten). Das wäre meine letzte Wahl, wenn er gar nicht mit sich reden lässt.

Auch gerade der Punkt mit den Gefühlen. Dazu habe ich immer gesagt, dass ich noch Gefühle habe. Ist das ein Fehler? Muss ich das Gegenteil sagen, um zum Ziel zu kommen?

Was meine Gründe sind? Gute Frage. Das sind vielschichtige Gründe.

Einfach gesagt: es passt nicht und nach den beiden Jahren habe ich das Gefühl, dass ich es generell überstürzt habe mit der Beziehung. Nur weil ich ihn vorher schon zwei Jahre lang von der Arbeit kannte, hätten wir die Kennenlernphase nicht so stark verkürzen dürfen wie wir oder besser gesagt ich es gemacht habe.

Ich bin hard to handle. Man findet mich sehr schnell begehrenswert und schätzt mich aus dieser Perspektive heraus falsch ein. Ich muss offensiv sagen, dass ich ein hochsensibler Autist bin. Natürlich “stört“ das aber niemanden, der an mich ran will und so trage ich mal eben für das Gelingen der Beziehung die alleinige Verantwortung, weil ich mich nicht mehr auf meine Schrullen berufen kann, wenn man sich nicht versteht, die ja bereits zum Unproblem erklärt wurden. Am Ende des Tages muss der Mann aber imstande sein, mir ein gutes Gefühl zu geben, mich stärker zu machen und mich zu inspirieren, sonst verschwende ich meine Zeit. Verstehst du, was ich meine?

bearbeitet von Anna87

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vor 5 Stunden, Anna87 schrieb:

Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, das heimlich in seiner Abwesenheit zu machen (Schlüssel in den Briefkasten). Das wäre meine letzte Wahl, wenn er gar nicht mit sich reden lässt.

Das ist feige und nicht erwachsen, mach das nicht! Wenn du dir deiner Entscheidung zur Trennung sicher bist, dann kann er i.d.R. sagen was er will, deine Entscheidung steht.

vor 5 Stunden, Anna87 schrieb:

Auch gerade der Punkt mit den Gefühlen. Dazu habe ich immer gesagt, dass ich noch Gefühle habe. Ist das ein Fehler? Muss ich das Gegenteil sagen, um zum Ziel zu kommen?

Da liegt mehr oder weniger dein Problem. Rein rational möchtest du dich trennen aber auf der Gefühlsebene bist du dir da eben noch nicht sicher. Das solltest du ihm gegenüber aber nicht erwähnen, da er dich dann doch wieder bequatschen wird und du dann bleibst.

vor 5 Stunden, Anna87 schrieb:

Was meine Gründe sind? Gute Frage. Das sind vielschichtige Gründe.

Einfach gesagt: es passt nicht und nach den beiden Jahren habe ich das Gefühl, dass ich es generell überstürzt habe mit der Beziehung. Nur weil ich ihn vorher schon zwei Jahre lang von der Arbeit kannte, hätten wir die Kennenlernphase nicht so stark verkürzen dürfen wie wir oder besser gesagt ich es gemacht habe.

(…) Am Ende des Tages muss der Mann aber imstande sein, mir ein gutes Gefühl zu geben, mich stärker zu machen und mich zu inspirieren, sonst verschwende ich meine Zeit.

Die Dinge die du oben nennst, sagst du ihm im Gespräch und gehst, für immer. Aber dafür solltest du, wie bereits gesagt, deine Rationale- und Gefühlsebene auf einen Nenner bringen. Ansonsten so wie Johnny sagt.

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Gast
vor 1 Stunde, H54 schrieb:

Das ist feige und nicht erwachsen, mach das nicht! Wenn du dir deiner Entscheidung zur Trennung sicher bist, dann kann er i.d.R. sagen was er will, deine Entscheidung steht.

Warum ist das feige? Vielleicht ist der Typ ein Psychopath und tut ihr noch etwas an, wenn sie es offen ausspricht. Viele Männer können damit nicht umgehen.

Sachen nehmen/zurückgeben, vielleicht noch ein kurzer Anruf und gut ist.

Finde es aus Sicht der Frau durchaus legitim nicht die offene Konfrontation zu suchen. Zur eigenen Sicherheit.

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vor 2 Minuten, StareAtTheSun schrieb:

Warum ist das feige? Vielleicht ist der Typ ein Psychopath und tut ihr noch etwas an, wenn sie es offen ausspricht.

Jo gut möglich wenn Sie ein Autist ist.

Ich gebe hier nur Ratschläge wie Ich es handeln würde und was Ich mir von meiner Noch-Partnerin erwartet! Du kannst das gerne anders Handhaben.

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vor 8 Stunden, Anna87 schrieb:

Danke, es fühlt sich irgendwie gut an, es auch so zu lesen. Das meiste, was du erwähnst, hat eigentlich auch wie gewünscht funktioniert, aber irgendwie schafft er es immer wieder, das Gespräch so zu lenken, dass ich mich dann doch nicht traue, mein Make-up und Duschgel einzupacken und ihm seinen Wohnungsschlüssel zurückzugeben. Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt, das heimlich in seiner Abwesenheit zu machen (Schlüssel in den Briefkasten). Das wäre meine letzte Wahl, wenn er gar nicht mit sich reden lässt.

Auch gerade der Punkt mit den Gefühlen. Dazu habe ich immer gesagt, dass ich noch Gefühle habe. Ist das ein Fehler? Muss ich das Gegenteil sagen, um zum Ziel zu kommen?

Was meine Gründe sind? Gute Frage. Das sind vielschichtige Gründe.

Einfach gesagt: es passt nicht und nach den beiden Jahren habe ich das Gefühl, dass ich es generell überstürzt habe mit der Beziehung. Nur weil ich ihn vorher schon zwei Jahre lang von der Arbeit kannte, hätten wir die Kennenlernphase nicht so stark verkürzen dürfen wie wir oder besser gesagt ich es gemacht habe.

Ich bin hard to handle. Man findet mich sehr schnell begehrenswert und schätzt mich aus dieser Perspektive heraus falsch ein. Ich muss offensiv sagen, dass ich ein hochsensibler Autist bin. Natürlich “stört“ das aber niemanden, der an mich ran will und so trage ich mal eben für das Gelingen der Beziehung die alleinige Verantwortung, weil ich mich nicht mehr auf meine Schrullen berufen kann, wenn man sich nicht versteht, die ja bereits zum Unproblem erklärt wurden. Am Ende des Tages muss der Mann aber imstande sein, mir ein gutes Gefühl zu geben, mich stärker zu machen und mich zu inspirieren, sonst verschwende ich meine Zeit. Verstehst du, was ich meine?

Kurz ausgedrückt: sag Ihm was Sache ist und ab durch die Tür.

Ihr seid beide erwachsen und Du wirst Ihm diesen Moment eh nicht "rosig" machen können. Mir scheint es eher, dass nicht er das Problem ist, sondern Du, weil Du nicht loslassen kannst. 

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es gibt nur ein trick. nämlich nachdem du die trennung ausgesprochen hast (nämlich weil du einfach leider keine gefühle mehr für ihn hast, warum auch immer - jedenfalls keine schuldvorwürfe machen), musst du seine gefühlslage nach der trennung ernst nehmen. er kann wütend oder traurig reagieren, oder verzweifelt oder gleichgültig oder oder oder. er wird in einer ganz anderen emotionalen lage sein als du und das musst du in dem moment hinnehmen. kann sein dass er nach einiger zeit noch mal eine frage hat, und dann gib ihm die antwort. sag ihm was du dir wünschst, wie man mit der trennung umgehen soll (zb du brauchst erstmal eine kontaktsperre weil dir diese entscheidung auch schwer fällt, aber du nach dieser auch an einem erwachsenen verhältnis interessiert bist) damit er weiß wie er sich dir gegenüber jetzt verhalten soll. idr beruhigt das den sitzen gelassenen, weil man einen auftrag bekommt und die zeit hilft dass er im laufe der trennungsphase nicht aus einem affekt reagiert. frag ihn aber auch was er sich von dir während dieser phase wünscht damit er zur ruhe kommen kann (zB dass du einen gemeinsamen besten freund in ruhe lässt oder dich bei social media zurück hälst oder sowas).

tja, die gründen warum es nicht lief, wird er im inneren selber kennen. aber das wird meistens erstmal verdrängt, und er kann mit schuldvorwürfen anfangen. einfach um seinen selbstwert zu schützen. deswegen ist abstand danach ganz wichtig damit er das ende in ruhe aufarbeiten kann. aber für manche antworten wird er dich vllt noch mal brauchen und die kann man ihm ja geben, wenn die zeit gekommen ist und die emotionen so weit runtergefahren sind, dass er die wahrheit auch verträgt.

bearbeitet von Gast

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vor 14 Stunden, StareAtTheSun schrieb:

Warum ist das feige? Vielleicht ist der Typ ein Psychopath und tut ihr noch etwas an, wenn sie es offen ausspricht. Viele Männer können damit nicht umgehen.

Sachen nehmen/zurückgeben, vielleicht noch ein kurzer Anruf und gut ist.

Finde es aus Sicht der Frau durchaus legitim nicht die offene Konfrontation zu suchen. Zur eigenen Sicherheit.

 

vor 14 Stunden, H54 schrieb:

Jo gut möglich wenn Sie ein Autist ist.

Ich gebe hier nur Ratschläge wie Ich es handeln würde und was Ich mir von meiner Noch-Partnerin erwartet! Du kannst das gerne anders Handhaben.

 

vor 16 Stunden, H54 schrieb:

Das ist feige und nicht erwachsen, mach das nicht! Wenn du dir deiner Entscheidung zur Trennung sicher bist, dann kann er i.d.R. sagen was er will, deine Entscheidung steht.

Da liegt mehr oder weniger dein Problem. Rein rational möchtest du dich trennen aber auf der Gefühlsebene bist du dir da eben noch nicht sicher. Das solltest du ihm gegenüber aber nicht erwähnen, da er dich dann doch wieder bequatschen wird und du dann bleibst.

Die Dinge die du oben nennst, sagst du ihm im Gespräch und gehst, für immer. Aber dafür solltest du, wie bereits gesagt, deine Rationale- und Gefühlsebene auf einen Nenner bringen. Ansonsten so wie Johnny sagt.

Danke euch beiden für eure Sichtweise. Schön, hier so etwas zu lesen @H54, denn das dachte ich auch die ganze Zeit und habe es deshalb noch nicht gemacht. Ich mag Feigheit nicht und wenn ich es vermeiden kann, will ich es selbst auch nicht sein.

Diagnostiziert bin ich übrigens nicht, weil ich als Kind kein Sprachdefizit ausgeprägt habe. Erwachsene holen sich die Diagnose auch eigentlich nur dann, wenn sie sich einen wirtschaftlichen Vorteil vom Behindertenausweis versprechen. Den brauche ich aber nicht, ich bin auf der sachlichen Ebene verhandlungsstark.

Trotzdem kann ich auch deinem Tipp etwas abgewinnen, @StareAtTheSun. Er ist zwar kein Psychopath, der mir etwas antun würde, aber er kann damit nicht umgehen. 

Wie bringt man seine Gefühls- und rationale Ebene auf einen Nenner? Das obige habe ich ihm schon gesagt, aber wie antworte ich, wenn er mich direkt fragt, ob ich ihn noch liebe?

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Wir lesen hier nur eine Seite der Medaille, dementsprechend ist das outcome immer noch variabel. 

Egal mit was oder wie du mit ihm die Beziehung beendest, mach es. 

Du quälst einerseits dich und ihn ebenso, weil das scheinbar unvermeidliche nur hinaus gezögert wird. 

Jeder Mensch der über ein  bisschen emotionaler Intelligenz verfügt, möchte einen klaren Schnitt haben beim beenden einer Beziehung. 

Du solltest ihm aber mit deinen Worten klar machen, daß Anziehung und Liebe keine Werte sind, die Verhandelbar sind. 

Und besser ist es, wenn er emotional stark an dich noch  gebunden ist, keinerlei Grashalme ihm zu reichen, wo er denken könnte, das Hoffnung für ein weiteres bestehen oder Neuauflage der Beziehung besteht. 

Zb die Trennung mit warmen Worten zu schmücken wie "danke für die schönen Momente" usw  das kannst du ihm wenn er über dich hinweg ist, und das ganze als abgeschlossen auch sieht, mal mitteilen. 

 

Er muss verstehen, daß er dir das nicht bieten kann, was du für eine Beziehung als Maßgebenden siehst /willst. 

Ich hab das mal einer Freundin so erklärt, da sie auch immer und immer wieder sich Hoffnung gemacht hat, weil ich auch nicht komplett kaltherzig agieren konnte. 

,,  die Packung ist leer, und sie kann einfach nicht mehr aufgefüllt werden da das Produkt nicht mehr auf dem Markt ist " 

Ist eine total hirnverblödete Metapher, aber die hat sie kapiert. 

 

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Ich weiß nicht genau, was ich hier erwartet habe, aber ich glaube, ich bekomme es.

 

vor 16 Stunden, johnnyBeGood schrieb:

Kurz ausgedrückt: sag Ihm was Sache ist und ab durch die Tür.

Ihr seid beide erwachsen und Du wirst Ihm diesen Moment eh nicht "rosig" machen können. Mir scheint es eher, dass nicht er das Problem ist, sondern Du, weil Du nicht loslassen kannst. 

Gut möglich.

 

vor 12 Stunden, Volltrottel86 schrieb:

es gibt nur ein trick. nämlich nachdem du die trennung ausgesprochen hast (nämlich weil du einfach leider keine gefühle mehr für ihn hast, warum auch immer - jedenfalls keine schuldvorwürfe machen), musst du seine gefühlslage nach der trennung ernst nehmen. er kann wütend oder traurig reagieren, oder verzweifelt oder gleichgültig oder oder oder. er wird in einer ganz anderen emotionalen lage sein als du und das musst du in dem moment hinnehmen. kann sein dass er nach einiger zeit noch mal eine frage hat, und dann gib ihm die antwort. sag ihm was du dir wünschst, wie man mit der trennung umgehen soll (zb du brauchst erstmal eine kontaktsperre weil dir diese entscheidung auch schwer fällt, aber du nach dieser auch an einem erwachsenen verhältnis interessiert bist) damit er weiß wie er sich dir gegenüber jetzt verhalten soll. idr beruhigt das den sitzen gelassenen, weil man einen auftrag bekommt und die zeit hilft dass er im laufe der trennungsphase nicht aus einem affekt reagiert. frag ihn aber auch was er sich von dir während dieser phase wünscht damit er zur ruhe kommen kann (zB dass du einen gemeinsamen besten freund in ruhe lässt oder dich bei social media zurück hälst oder sowas).

tja, die gründen warum es nicht lief, wird er im inneren selber kennen. aber das wird meistens erstmal verdrängt, und er kann mit schuldvorwürfen anfangen. einfach um seinen selbstwert zu schützen. deswegen ist abstand danach ganz wichtig damit er das ende in ruhe aufarbeiten kann. aber für manche antworten wird er dich vllt noch mal brauchen und die kann man ihm ja geben, wenn die zeit gekommen ist und die emotionen so weit runtergefahren sind, dass er die wahrheit auch verträgt.

Danke für die konkreten Ausführungen. Sie helfen mir sehr dabei, viel reflektierter darüber nachzudenken und über den bloßen Trennungsschritt hinaus zu denken.
Manches davon habe ich schon gemacht, anderes halte ich für eine gute Idee. Wir sind gerade schon in dieser Trennungsphase, in der ich auf Abstand achte, damit er zur Ruhe kommen kann. In den letzten Monaten seit einem knappen halben Jahr habe ich schon mehrmals solche Gespräche mit ihm geführt. Mir fällt auf, dass ich im Hinterkopf hatte, dass er immer betont hat, dass für ihn Schluss ist, wenn Schluss ist oder so. Ich rechne also nicht mit Rückfragen von seiner Seite, sobald er die Trennung realisiert hat. Ich habe ihm auch schon einmal gesagt, dass ich mir danach noch einen freundschaftlichen Kontakt wünschen würde. Darauf hat er ablehnend reagiert, in dem Sinn, dass er sich das nicht vorstellen kann. Das passt zu dem, was er früh in der Beziehung gesagt hat, nämlich dass er mich ganz will oder gar nicht. Demnach bin ich also wohl für ihn nicht in der Position, ihm eine Aufgabe geben zu können, so wie du es beschreibst. Aber das nächste Gespräch auf Handlungen nach der Trennung zu lenken, wird mir bestimmt helfen. 

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Am 13.4.2020 um 02:39 , Anna87 schrieb:

Hallo Leute,

...

Aber wie schaffe ich das? Wie nehme ich seine Bedürfnisse während der Trennungsphase ernst? Und wie viel Zeit muss ich ihm geben?

Es ist mir wichtig, dass ich es richtig mache. Ich will, dass er es zumindest akzeptiert. Aber ich habe das Gefühl, dass er das längst verstanden hat und jetzt mit manipulativen Techniken Zeit schindet, damit ich aus Anstand nicht anfangen kann, jemand anderem näher zu kommen. 

Ist das nur eine Frage von Framing? Muss ich einfach nur meine Grenze ziehen, Respekt einfordern und ungeachtet seiner Reaktion gehen? Was meint ihr?

Hallo!

Gib ihm erstmal 3 Monate. In dieser Zeit würde ich auch tatsächlich mit keinen anderen Typen etwas anfangen (ich geh mal davon aus, dass du die Beziehung nicht wg. eines anderen beendest) und den Kontakt zu ihm auch tatsächlich beenden. Kannst es ihm ja sagen, dass die Trennung für dich endgültig ist und dass du jetzt auch Zeit zum "verarbeiten" brauchst und aus diesem Grund auch für 10 - 12 Wochen keinen Kontakt haben möchtest. Danach würdest du dich bei ihm melden. Evtl. noch Ausnahmen hiervon abstimmen.  

 

Am 13.4.2020 um 04:16 , Anna87 schrieb:

Ich bin hard to handle. Man findet mich sehr schnell begehrenswert und schätzt mich aus dieser Perspektive heraus falsch ein. Ich muss offensiv sagen, dass ich ein hochsensibler Autist bin. Natürlich “stört“ das aber niemanden, der an mich ran will und so trage ich mal eben für das Gelingen der Beziehung die alleinige Verantwortung, weil ich mich nicht mehr auf meine Schrullen berufen kann, wenn man sich nicht versteht, die ja bereits zum Unproblem erklärt wurden. Am Ende des Tages muss der Mann aber imstande sein, mir ein gutes Gefühl zu geben, mich stärker zu machen und mich zu inspirieren, sonst verschwende ich meine Zeit. Verstehst du, was ich meine?

Hmm, das sieht wohl jeder individuell. Eine selbstdiagnostizierte "hochsensible Autistin", die das Gefühl braucht, dass der Partner sie stärker macht und inspiriert liest sich irgendwie nach wenig Selbstvertrauen. Passend dazu der Gedanke, dass du glaubst für das Gelingen der Beziehung die alleinige Verantwortung tragen zu müssen.

Vielleicht gibt es ja in diese Richtung Potenzial an dem du noch selbst arbeiten kannst? Wäre evtl. hilfreich für kommende Beziehungen. Und natürlich für dich selbst.

vor 5 Stunden, Anna87 schrieb:

Ich habe ihm auch schon einmal gesagt, dass ich mir danach noch einen freundschaftlichen Kontakt wünschen würde. Darauf hat er ablehnend reagiert, in dem Sinn, dass er sich das nicht vorstellen kann. Das passt zu dem, was er früh in der Beziehung gesagt hat, nämlich dass er mich ganz will oder gar nicht. Demnach bin ich also wohl für ihn nicht in der Position, ihm eine Aufgabe geben zu können, so wie du es beschreibst. Aber das nächste Gespräch auf Handlungen nach der Trennung zu lenken, wird mir bestimmt helfen. 

Ja, das muß man dann auch erstmal so akzeptieren. Ich finde seine Einstellung hierzu nachvollziehbar. 

Für wichtig halte ich wirklich einen schnellen Cut und den Kontakt soweit möglich abzubrechen. Du wirst ja auch Zeit brauchen, um Abstand zu bekommen. 

Wünsche dir und deinem Ex viel Kraft dafür! 

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Gast
vor 10 Stunden, Anna87 schrieb:

Ich weiß nicht genau, was ich hier erwartet habe, aber ich glaube, ich bekomme es.

 

Gut möglich.

 

Danke für die konkreten Ausführungen. Sie helfen mir sehr dabei, viel reflektierter darüber nachzudenken und über den bloßen Trennungsschritt hinaus zu denken.
Manches davon habe ich schon gemacht, anderes halte ich für eine gute Idee. Wir sind gerade schon in dieser Trennungsphase, in der ich auf Abstand achte, damit er zur Ruhe kommen kann. In den letzten Monaten seit einem knappen halben Jahr habe ich schon mehrmals solche Gespräche mit ihm geführt. Mir fällt auf, dass ich im Hinterkopf hatte, dass er immer betont hat, dass für ihn Schluss ist, wenn Schluss ist oder so. Ich rechne also nicht mit Rückfragen von seiner Seite, sobald er die Trennung realisiert hat. Ich habe ihm auch schon einmal gesagt, dass ich mir danach noch einen freundschaftlichen Kontakt wünschen würde. Darauf hat er ablehnend reagiert, in dem Sinn, dass er sich das nicht vorstellen kann. Das passt zu dem, was er früh in der Beziehung gesagt hat, nämlich dass er mich ganz will oder gar nicht. Demnach bin ich also wohl für ihn nicht in der Position, ihm eine Aufgabe geben zu können, so wie du es beschreibst. Aber das nächste Gespräch auf Handlungen nach der Trennung zu lenken, wird mir bestimmt helfen. 

das bedeutet gar nix dass er während der beziehung meinte entweder ganz oder gar nicht. 😁 natürlich hat er das als druckmittel gemeint. wenn du keine beziehung mehr mit ihm willst, erwarte keine aufmerksamkeit mehr von ihm, weil männer nun mal darum wissen, dass frauen die aufmerksamkeit eines mannes wichtiger ist als sex. bzw dieses so sehr zu schätzen wissen, dass sie männer wählen, die sie sexuell zwar nicht so attraktiv finden, aber aufgrunddessen trotzdem mit jemanden zusammen sind, weil er aufmerksam ist.

er wird nach der trennung deine aufmerksamkeit genauso vermissen. lass ihn erstmal sortieren. wenn er n guter ist, dann wird er nach 3-6 monaten deine entscheidung verstehen und könnte sich auch einen freundschaftlich lockeren kontakt vorstellen. und wenn nicht, dann wusste er dich halt nicht als mensch zu schätzen. aber wenn du solche dinge sagst und dir solche gedanken machst, dann bist du eine gute und hast dir nix vorzuwerfen.

ich leide eher zb nach einer trennung an den mangel der aufmerksamkeit, weil ich einige baustellen im leben habe. um sex hingegen mache ich mir keine sorgen, weil ich viele sexuelle kontakte habe und n stumpfer ficker bin. dh ich brauche kein vertrauen und wärme um ein erfülltes sex-leben zu haben. dafür werde ich auch komplett aus dem leben einer frau radiert, wenn sie eine bessere zukunft bei jemand anderen gesehen hat. schätze weil ich als gefahr gelte. aber mich stört es auch nicht, wenn sich eine frau für jmd anderen entscheidet, wenn es für sie vernünftiger war jemand anderes zu wählen. geht aber nicht in den kopf der frau. aber wie auch immer, idr ist es doch eh so, dass man vom ex nix mehr hört sobald er/sie eine/n neue/n hat, was aus meiner sicht kindisch ist. aber egal, die wenigsten denken so wie ich. ich denke auch erst so als ich das erste mal sitzen gelassen worden bin und festgestellt habe, dass sex nicht alles ist, sondern dass vorallendingen der entzug an dem echten interesse an meiner person schmerzhaft fehlt. aber vllt sind frauen auch nicht anders wie männer. also dass alle aufmerksamkeit auf sex oder gesellschaftlichen prestige abzielt. 😂

vllt ist es bei ihm genau andersrum und deswegen droht er mit ganz oder gar nicht-sprüchen? wie auch immer, du wirst ja sehen wie er wirklich denkt, wenn es so weit ist. kann mir nicht vorstellen, dass er sich so gar nicht mehr meldet. einmal verlassen zu werden ändert vieles im denken und man wird weniger besitzergreifend 

finde es toll dass dir seine gefühle nicht egal sind, obwohl du keine romantischen gefühle mehr für ihn hast. 👍

allerdings muss ich sagen dass meine meinung absolut in der minderheit ist.

Die regel lautet: keine beziehung = keinen kontakt. nie mehr. weil das gewöhnliche hirn nicht mehr verstehen wird, dass aufmerksamkeit geben zwischen ex-partnern nicht automatisch bedeutet dass die kommunikation auf sex abzielt. kommunikation muss ja immer einen nutzen haben. wenn man jetzt keine gemeinsamen hobbies mehr hat über die man reden kann, dann hat die kommunikation zwischen mann und frau für die meisten halt keinerlei nutzen mehr, sobald mann/ oder frau den anderen nicht mehr sexuell attraktiv findet. den wert von freundschaft, der ja auf persönlichen werten und nicht nur auf gemeinsamen interessen beruht (werte schlägt interessen), erkennen die wenigsten. deswegen will ich dir keine hoffnungen machen, dass aus euch freunde werden

meine dicksten freunde die ich habe, egal ob mann oder frau, beruhen auf gemeinsame werte und so ganz und gar nicht auf hobbies.

bearbeitet von Gast

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vor 20 Stunden, Namelessone schrieb:

Wir lesen hier nur eine Seite der Medaille, dementsprechend ist das outcome immer noch variabel. 

Egal mit was oder wie du mit ihm die Beziehung beendest, mach es. 

Du quälst einerseits dich und ihn ebenso, weil das scheinbar unvermeidliche nur hinaus gezögert wird. 

Jeder Mensch der über ein  bisschen emotionaler Intelligenz verfügt, möchte einen klaren Schnitt haben beim beenden einer Beziehung. 

Du solltest ihm aber mit deinen Worten klar machen, daß Anziehung und Liebe keine Werte sind, die Verhandelbar sind. 

Und besser ist es, wenn er emotional stark an dich noch  gebunden ist, keinerlei Grashalme ihm zu reichen, wo er denken könnte, das Hoffnung für ein weiteres bestehen oder Neuauflage der Beziehung besteht. 

Zb die Trennung mit warmen Worten zu schmücken wie "danke für die schönen Momente" usw  das kannst du ihm wenn er über dich hinweg ist, und das ganze als abgeschlossen auch sieht, mal mitteilen. 

 

Er muss verstehen, daß er dir das nicht bieten kann, was du für eine Beziehung als Maßgebenden siehst /willst. 

Ich hab das mal einer Freundin so erklärt, da sie auch immer und immer wieder sich Hoffnung gemacht hat, weil ich auch nicht komplett kaltherzig agieren konnte. 

,,  die Packung ist leer, und sie kann einfach nicht mehr aufgefüllt werden da das Produkt nicht mehr auf dem Markt ist " 

Ist eine total hirnverblödete Metapher, aber die hat sie kapiert. 

 

Respekt an die Freundin, die diese Metapher versteht, aber ich glaube, ich verstehe, worauf du hinaus willst.

Dass du Äußerungen der Dankbarkeit erwähnst, erinnert mich an die konmari Methode, über die ich ein Buch gelesen habe. In diesem Zusammenhang gibt es auch angedeutete Schlussmach-Ratschläge, mit denen ich bisher nicht weiter gekommen bin. Aber jetzt, wo ich zwei Tage lang sehr reflektiert darüber nachdenken kann, dämmert es mir langsam, was diese Beziehung mich über meine Werte gelehrt hat. (Der Rat ist, eine Beziehung mit Dankbarkeit zu beenden für eben diese Lehre.)

Es klingt wahrscheinlich blöd, aber ich lese hier wirklich für mich neue Ansichten und Ansätze. Ich glaube, ich habe bisher bei allen Aussprachen versucht, dem Thema Anziehung und Liebe aus dem Weg zu gehen statt ernsthaft Rede und Antwort zu stehen, und das Risiko einzugehen, zu verletzen.

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vor 29 Minuten, Anna87 schrieb:

Ich glaube, ich habe bisher bei allen Aussprachen versucht, dem Thema Anziehung und Liebe aus dem Weg zu gehen statt ernsthaft Rede und Antwort zu stehen, und das Risiko einzugehen, zu verletzen.

Mein Gedanken waren noch: Vielleicht ist ja nun deinerseits alles gesagt und du solltest endlich Handeln und die Trennung vollziehen, sonst befindet ihr euch noch sehr lange in diesen Schwebezustand. Deshalb einmal ganz pragmatisch gefragt: Hast du denn für dich einen klaren Plan für die Zukunft. Also konkret, wenn du gehst, wo wirst du wohnen, gibt es noch wichtige organisatorische Dinge zu klären usw usw ... ?

Ich denke, eine Trennung auszusprechen und den Anderen in dem Moment nicht zu verletzen, ist nicht möglich. Eine Trennung tut weh. Und das kannst du als Trennende einfach auch nicht verhindern.
Insofern kann ich mich da nur den vorherigen Kommentaren anschließen: Klar kommunizieren und dann entsprechend handeln! (Und dich darauf vorbereiten, nicht wieder in die alte Dynamik zu verfallen.) Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

 

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vor 24 Minuten, Lillith schrieb:

Mein Gedanken waren noch: Vielleicht ist ja nun deinerseits alles gesagt und du solltest endlich Handeln und die Trennung vollziehen, sonst befindet ihr euch noch sehr lange in diesen Schwebezustand. Deshalb einmal ganz pragmatisch gefragt: Hast du denn für dich einen klaren Plan für die Zukunft. Also konkret, wenn du gehst, wo wirst du wohnen, gibt es noch wichtige organisatorische Dinge zu klären usw usw ... ?

Ich denke, eine Trennung auszusprechen und den Anderen in dem Moment nicht zu verletzen, ist nicht möglich. Eine Trennung tut weh. Und das kannst du als Trennende einfach auch nicht verhindern.
Insofern kann ich mich da nur den vorherigen Kommentaren anschließen: Klar kommunizieren und dann entsprechend handeln! (Und dich darauf vorbereiten, nicht wieder in die alte Dynamik zu verfallen.) Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

 

Danke für deine Gedanken. 

Ja, ausgesprochen habe ich die Trennung eigentlich schon mehrmals. Jetzt fange ich an zu verstehen, dass ich darüber hinaus noch immer etwas tun kann, um es richtig zum Abschluss zu bringen. Mag sein, dass ich diese Selbstreflexion gebraucht habe, um selbst ganz loslassen zu können. Pragmatisch gesehen muss ich ihm nur seinen Zweitschlüssel zurück geben - der war mal ein Weihnachtsgeschenk. Bei ihm eingezogen bin ich nicht. Und einen gemeinsamen Freundeskreis haben wir auch nicht und beruflich auch nicht mehr miteinander zu tun. Sollte also kein großer Act sein. Er meldet sich inzwischen übrigens den zweiten Tag in Folge nicht, das werte ich als Zeichen dafür, dass er anfängt, die Veränderung zu realisieren.

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ach, die sache ist doch ganz einfach. wenn es dir so schwer fällt, einen klaren cut zumachen, ziehe dich einfach langsam zurück. so gewöhnt er sich von dir ab. du reduzierst einfach die gemeinsame zeit und wenn er dich am ende alle 14 tage sieht, wird es ihm die trennung nicht so schwer fallen. funktioniert beides. je nach fall/person muss man halt entscheiden. ein abruptes ende oder ein kluger rückzug.

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vor 52 Minuten, Metronom schrieb:

ach, die sache ist doch ganz einfach. wenn es dir so schwer fällt, einen klaren cut zumachen, ziehe dich einfach langsam zurück. so gewöhnt er sich von dir ab. du reduzierst einfach die gemeinsame zeit und wenn er dich am ende alle 14 tage sieht, wird es ihm die trennung nicht so schwer fallen. funktioniert beides. je nach fall/person muss man halt entscheiden. ein abruptes ende oder ein kluger rückzug.

Danke für diese nüchterne Einschätzung. Ich kam mir zwar ziemlich blöd dabei vor, aber genau das war mein Plan. Als ich ihn letzte Woche das letzte mal getroffen habe und wieder nicht dazu gekommen bin, ihm seinen Schlüssel zurückzugeben, haben wir uns vorher einen Monat lang nicht mehr gesehen.

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vor 9 Stunden, Volltrottel86 schrieb:

das bedeutet gar nix dass er während der beziehung meinte entweder ganz oder gar nicht. 😁 natürlich hat er das als druckmittel gemeint. wenn du keine beziehung mehr mit ihm willst, erwarte keine aufmerksamkeit mehr von ihm, weil männer nun mal darum wissen, dass frauen die aufmerksamkeit eines mannes wichtiger ist als sex. bzw dieses so sehr zu schätzen wissen, dass sie männer wählen, die sie sexuell zwar nicht so attraktiv finden, aber aufgrunddessen trotzdem mit jemanden zusammen sind, weil er aufmerksam ist.

er wird nach der trennung deine aufmerksamkeit genauso vermissen. lass ihn erstmal sortieren. wenn er n guter ist, dann wird er nach 3-6 monaten deine entscheidung verstehen und könnte sich auch einen freundschaftlich lockeren kontakt vorstellen. und wenn nicht, dann wusste er dich halt nicht als mensch zu schätzen. aber wenn du solche dinge sagst und dir solche gedanken machst, dann bist du eine gute und hast dir nix vorzuwerfen.

ich leide eher zb nach einer trennung an den mangel der aufmerksamkeit, weil ich einige baustellen im leben habe. um sex hingegen mache ich mir keine sorgen, weil ich viele sexuelle kontakte habe und n stumpfer ficker bin. dh ich brauche kein vertrauen und wärme um ein erfülltes sex-leben zu haben. dafür werde ich auch komplett aus dem leben einer frau radiert, wenn sie eine bessere zukunft bei jemand anderen gesehen hat. schätze weil ich als gefahr gelte. aber mich stört es auch nicht, wenn sich eine frau für jmd anderen entscheidet, wenn es für sie vernünftiger war jemand anderes zu wählen. geht aber nicht in den kopf der frau. aber wie auch immer, idr ist es doch eh so, dass man vom ex nix mehr hört sobald er/sie eine/n neue/n hat, was aus meiner sicht kindisch ist. aber egal, die wenigsten denken so wie ich. ich denke auch erst so als ich das erste mal sitzen gelassen worden bin und festgestellt habe, dass sex nicht alles ist, sondern dass vorallendingen der entzug an dem echten interesse an meiner person schmerzhaft fehlt. aber vllt sind frauen auch nicht anders wie männer. also dass alle aufmerksamkeit auf sex oder gesellschaftlichen prestige abzielt. 😂

vllt ist es bei ihm genau andersrum und deswegen droht er mit ganz oder gar nicht-sprüchen? wie auch immer, du wirst ja sehen wie er wirklich denkt, wenn es so weit ist. kann mir nicht vorstellen, dass er sich so gar nicht mehr meldet. einmal verlassen zu werden ändert vieles im denken und man wird weniger besitzergreifend 

finde es toll dass dir seine gefühle nicht egal sind, obwohl du keine romantischen gefühle mehr für ihn hast. 👍

allerdings muss ich sagen dass meine meinung absolut in der minderheit ist.

Die regel lautet: keine beziehung = keinen kontakt. nie mehr. weil das gewöhnliche hirn nicht mehr verstehen wird, dass aufmerksamkeit geben zwischen ex-partnern nicht automatisch bedeutet dass die kommunikation auf sex abzielt. kommunikation muss ja immer einen nutzen haben. wenn man jetzt keine gemeinsamen hobbies mehr hat über die man reden kann, dann hat die kommunikation zwischen mann und frau für die meisten halt keinerlei nutzen mehr, sobald mann/ oder frau den anderen nicht mehr sexuell attraktiv findet. den wert von freundschaft, der ja auf persönlichen werten und nicht nur auf gemeinsamen interessen beruht (werte schlägt interessen), erkennen die wenigsten. deswegen will ich dir keine hoffnungen machen, dass aus euch freunde werden

meine dicksten freunde die ich habe, egal ob mann oder frau, beruhen auf gemeinsame werte und so ganz und gar nicht auf hobbies.

Sehr interessant und danke für die Blumen.

Ich glaube, du fasst schon im ersten Absatz meine Motivation dafür zusammen, dass ich diese Beziehung überhaupt erst angefangen habe. Ich habe dem eher passiv eine Chance eingeräumt, als es aktiv zu wollen.

Könnte gut sein, dass du mit deiner zeitlichen Schätzung recht hast. Bei dem vorigen Ex war es tatsächlich so und das obwohl er eine Neue hat. Ich werde mich von dem Wunsch lösen, die Art des späteren Kontakts schon vorab zu definieren, und ihm die Freiheit geben, es selbst zu entscheiden. Wenn es soweit ist, kann ich immer noch reagieren.

Er, ich nenne ihn mal M, wird wohl ganz anders sein als du. Er wurde auch schon mal sitzen gelassen und hat das oft betont, allerdings hat es ihn besitzergreifend gemacht. Wobei ich nicht weiß, wie er vorher war, aber er hat damit immer eine Angst verknüpft, mich vielleicht auch zu verlieren.

Ich bin mal so frei, deine Ausführungen über deine Gefühle nach einer Trennung als verstecktes Interesse an meinen entsprechenden Gefühlen zu interpretieren. Ich denke, ich leide während einer Beziehung stärker als nach einer Trennung. Mit Anfang 20 hatte ich eine toxische Beziehung, die mir erstmal das Gefühl gegeben hat, für den Rest meines Lebens bedient zu sein. Dieses Gefühl habe ich eigentlich noch immer. Ich befürchte nicht, etwas zu vermissen, wenn die Trennung vollzogen ist. Es wird wohl eher ein befreiendes Gefühl sein. Ursprünglich hatte ich mit Mitte 20 beschlossen, nur noch Männer zu daten, die ich schon vor der Veränderung durch die toxische Beziehung kannte und vice versa. Vielleicht sollte ich mich wieder auf dieses Schema zurückbesinnen.

Finde ich schön, was du über Werte schreibst. War für mich in dieser Beziehung durchaus so, dass ich mit der Zeit gemerkt habe, dass die Werte inkompatibel sind, und es entsprechend an freundschaftlichen Gefühlen gemangelt hat. Ich finde, man muss als Paar auch miteinander befreundet sein.

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Nehme dir dieses ganze rücksichtsvolle Blabla und „wie mache ich es einfach für ihn“ absolut nicht ab. Du steckst selber voll drin in der Geschichte und kannst nicht loslassen/ meine Verantwortung für dich selber übernehmen. 
 

Du hast selbst einen großen Haufen Probleme, das Empfinden deines (Ex) Freundes nach der Trennung gehört da eher zu den kleinsten. 
 

Alles Sachen austauschen, Schlüssel auf den Tisch legen, Minimum 6 Monate Kontaktsperre, danach wirst du merken, das Kontakt auch nicht mehr notwendig ist. 

vor 7 Stunden, Anna87 schrieb:

Ursprünglich hatte ich mit Mitte 20 beschlossen, nur noch Männer zu daten, die ich schon vor der Veränderung durch die toxische Beziehung kannte und vice versa. Vielleicht sollte ich mich wieder auf dieses Schema zurückbesinnen.

Aha. Wer kann denn hier nicht loslassen und schaut nur in den Rückspiegel und nicht nach vorne?

Hör mal auf, dich mit deinem Empfinden auseinanderzusetzen, um nicht ganz bei dir sein zu müssen. 

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vor 8 Stunden, Anna87 schrieb:

 

Ursprünglich hatte ich mit Mitte 20 beschlossen, nur noch Männer zu daten, die ich schon vor der Veränderung durch die toxische Beziehung kannte und vice versa.

Meinst du damit, dass du nur noch Männer daten willst, die Du mit Mitte 20 schon kanntest? Und alle Männer die Du danach und in Zukunft kennenlernst auf gar keinen Fall? Das wäre dann das absurdeste, was ich seit einiger Zeit gelesen hab. Aber vielleicht hab ich das ja auch falsch verstanden

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@Anna87 

Gab hier vor vielleicht anderhalb Jahren einen Thread von einer toughen Businessfrau mit einem übelst anhänglichen Typen, der immer mit ihr auf jede noch so kurz Geschäftsreise mit wollte, weil bliblablub. Sie hat ihn hier dann immer wieder verteidigt, er sei aber so gut und „eigentlich“ gar kein Bubi. Im Thread wurde allen hier schlecht, je mehr wir über den Rockzipfeltypen erfahren haben. Hat jemand den Link noch von dem Thread?

Könnte dir gut tun, den Thread mal zu lesen, denn ich glaube, bei euch herrscht eine ähnliche Dynamik. Nach dem Lesen des Threads hast du vielleicht genug Energie, den Schritt endlich zu wagen.

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Am 14.4.2020 um 12:19 , francisxs schrieb:

Hallo!

Wünsche dir und deinem Ex viel Kraft dafür! 

Hi und danke.

Am 14.4.2020 um 12:19 , francisxs schrieb:

Gib ihm erstmal 3 Monate. In dieser Zeit würde ich auch tatsächlich mit keinen anderen Typen etwas anfangen und den Kontakt zu ihm auch tatsächlich beenden. Kannst es ihm ja sagen, dass die Trennung für dich endgültig ist und dass du jetzt auch Zeit zum "verarbeiten" brauchst und aus diesem Grund auch für 10 - 12 Wochen keinen Kontakt haben möchtest. Danach würdest du dich bei ihm melden. Evtl. noch Ausnahmen hiervon abstimmen.  

Ja, das muß man dann auch erstmal so akzeptieren. Ich finde seine Einstellung hierzu nachvollziehbar. 

Für wichtig halte ich wirklich einen schnellen Cut und den Kontakt soweit möglich abzubrechen. Du wirst ja auch Zeit brauchen, um Abstand zu bekommen. 

Wenn du es nachvollziehbar findest, dass er nach der Trennung nichts mehr von mir wissen will, warum schlägst du mir dann vor, ihm anzukündigen, dass ich mich nach 12 Wochen bei ihm melde? Das verstehe ich nicht.

Natürlich akzeptiere ich es, wenn es für ihn so ist, aber ich sehe das eher so wie @Volltrottel86, dass es über ihn aussagt, dass er mich als Mensch nicht schätzt.

Am 14.4.2020 um 12:19 , francisxs schrieb:

ich geh mal davon aus, dass du die Beziehung nicht wg. eines anderen beendest

Doch. Das heißt, ein anderer hat den Gedanken bei mir getriggert, mich ernsthaft zu trennen. Ich habe mich während der Beziehung mit einem Freund, einem Schwarm von früher getroffen - eigentlich mit der Absicht, eine Freundschaft aufzubauen und zu pflegen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mehr Freunde brauche, und ich ihn in guter Erinnerung hatte und mag und es sich ergeben hat. Aber er hatte Hintergedanken und hat mir Gefühle gezeigt. Dabei kam es zu “einem“ Kuss. Lange Rede, kurzer Sinn: seitdem weiß ich, dass mir in der Beziehung zu viel gefehlt hat, um eine Fortsetzung rechtfertigen zu können.

Am 14.4.2020 um 12:19 , francisxs schrieb:

Hmm, das sieht wohl jeder individuell. Eine selbstdiagnostizierte "hochsensible Autistin", die das Gefühl braucht, dass der Partner sie stärker macht und inspiriert liest sich irgendwie nach wenig Selbstvertrauen. Passend dazu der Gedanke, dass du glaubst für das Gelingen der Beziehung die alleinige Verantwortung tragen zu müssen.

Vielleicht gibt es ja in diese Richtung Potenzial an dem du noch selbst arbeiten kannst? Wäre evtl. hilfreich für kommende Beziehungen. Und natürlich für dich selbst.

Der Gedanke, dass ich für das Gelingen der Beziehung die alleinige Verantwortung tragen muss, ist nicht meiner. Versteh' das bitte nicht falsch. Ich habe aus einer Wut heraus darüber geschrieben, weil ich es schwer zu verstehen finde, wenn ein Mann von Liebe und gemeinsamer Zukunft spricht, aber gleichzeitig nicht kritikfähig ist, und stets jede Verantwortung für sein Handeln und seine Worte mithilfe von Vorwürfen von sich weist. Das hat letztlich nur das Gefühl bei mir hinterlassen, für ihn nur eine flüchtige Eroberung gewesen zu sein.

Lass' mich außerdem eine Feinheit differenzieren. Autismus geht nicht zwangsläufig mit mangelndem Selbstvertrauen einher. Ich bin beispielsweise eher autoritär und führe gern subtil, also Leute, von denen ich auch lernen und profitieren kann. Aber du hast die falsche Tür öffnend den richtigen Raum betreten. Ich denke jetzt, dass es Sinn macht, meine Bedürfnisse und Wünsche stärker in den Fokus zu rücken und ernst zu nehmen. Ich weiß nur noch nicht im Detail, wie.

bearbeitet von Anna87

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vor 33 Minuten, Anna87 schrieb:

Hi und danke.

Wenn du es nachvollziehbar findest, dass er nach der Trennung nichts mehr von mir wissen will, warum schlägst du mir dann vor, ihm anzukündigen, dass ich mich nach 12 Wochen bei ihm melde? Das verstehe ich nicht.

 

Ganz einfach, du hast damit ein Stück weit die Kontrolle über die Situation und kannst ihn dann in +/-10 Wochen einerseits Fragen, wie es ihm inzwischen geht und ihm bei dieser Gelegenheit auch mitteilen, wie es bei dir so läuft und dass du zufällig den einen Typen getroffen hast und ... blablablub

Letztendlich möchtest du ja seine Bedürfnisse während der Trennungsphase ernst nehmen (wenn ich es hier alles richtig verstanden habe) und auch, dass er dir nicht hinterher spioniert.

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vor 53 Minuten, Anna87 schrieb:

Doch. Das heißt, ein anderer hat den Gedanken bei mir getriggert, mich ernsthaft zu trennen. Ich habe mich während der Beziehung mit einem Freund, einem Schwarm von früher getroffen - eigentlich mit der Absicht, eine Freundschaft aufzubauen und zu pflegen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mehr Freunde brauche, und ich ihn in guter Erinnerung hatte und mag und es sich ergeben hat. Aber er hatte Hintergedanken und hat mir Gefühle gezeigt. Dabei kam es zu “einem“ Kuss. Lange Rede, kurzer Sinn: seitdem weiß ich, dass mir in der Beziehung zu viel gefehlt hat, um eine Fortsetzung rechtfertigen zu können.

Ja, hab ich mir gedacht, das kann man aus deinen Texten irgendwie raus lesen.

Alles Gute! 

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