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vor 3 Minuten, thereislight schrieb:

Was mich beschäftigt und die Angst, die ich habe, dass ich mich eben nicht mehr so krass verliebe. Am Anfang ein einziges High (so wie man sich verlieben eben vorstellt) und danach ein einziges low. Mittlerweile bin ich wieder ein glücklicher Mensch (im Ausgangszustand) aber gedanklich schweife ich eben krass zu der Oneitis zurück.

Du sprichst mir aus der Seele. Davor habe ich auch Angst. 

vor 4 Minuten, thereislight schrieb:

Was ich gerne noch loswerden würde - das erwähnte Buch the rational male, zumindest viele der Blogauszüge, die ich gelesen habe, finde ich absolut untauglich für eine gesunde Einstellung zu einer Beziehung. Das ist zumindest nicht das, was ich mir vorstelle. Und man erschafft sich da ein gutes Stück weit auch seine eigene Realität, mit welchen gedanklichen Vorurteilen man in eine zwischenmenschliche Beziehung geht.

Ich habe das Buch komplett gelesen. Man muss wissen, was man für sich mitnimmt. Ich sehe auch vieles anders als Tomassi. Aber einige Sachen habe ich doch für mich mitgenommen. Ist genau wie hier im Forum. Manchmal liest man nur schwarz oder weiß. Aber es gibt eben auch das grau dazwischen, meiner Meinung nach. Es wird vielleicht zu oft in Schubladen gedacht. 

@Doc Dingo: genialer Post! Gibt wirklich Mut und motiviert ungemein! Mich hat auch noch nichts so emotional gefickt wie diese letzte "Beziehung". Ich freue mich darauf, irgendwann wieder freitags nach Hause zu fahren, mich auf das Feierabendbier mit den Jungs zu freuen, auf coole Musik und leckere Steaks, OHNE dabei an die Ex denken zu müssen. Ich meine, man denkt ja gelegentlich an jede Ex. Aber an die aktuelle zu denken, ist manchmal mit negativen Emotionen verbunden. Und diese möchte ich nicht mehr haben. Meinen bisherigen Exen wünsche ich alles Gute und freue mich für sie, dass sie in guten, harmonischen Beziehungen sind. Das kann ich meiner aktuellen Ex (leider) nicht wünschen, was zeigt, dass ich eben noch nicht über sie hinweg bin. 

Aber ich sehe das auch alles als Startschuss, mal tiefer zu graben. Warum wurde ich needy. Warum habe ich mich so verhalten, wie ich mich verhalten habe? Warum bin ich einem Menschen hinterhergelaufen, der nicht zu mir passte? Warum war ich so verletzbar? Denke, bisher habe ich an der Oberfläche gekratzt. Aber ich bin gespannt, wo der Weg noch hinführt. Ich habe ein Ziel: bei der nächsten Beziehung alles besser zu machen und wirklich eine Partnerin zu finden, die passt. Aber es kann eben nur passen, wenn man selber vorher glücklich ist und das auch ausstrahlt. HSE ist. Dann zieht man auch solche Frauen an. 

@HardballS4: danke für die Buchtipps! 

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vor 1 Minute, a.supertramp schrieb:

wäre auch meine erste Empfehlung bei dem Thema.

War vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation und habe auch ewig gebraucht um das Thema hinter mir zu lassen.

Was mir tatsächlich geholfen hat, war an dem Thema dran zu bleiben. Klar, am Anfang ist Ablenkung ne gute Sache, aber wenn es dann immer wieder hochkommt, ist es doch gut mal genauer hinzuschauen.

Gerade bei diesen kurzen Geschichten finde ich das Thema Projektion sehr aufschlussreich. Dadurch, dass man noch in der Kennenlernphase steckt, also noch garnicht so viel über sie weiß, ist da ganz viel Platz für eigene Projektionen. Und wenn man dann sagt "ich verstehe garnicht, warum ich so an einer Frau hänge, die eigentlich nichtmal zu mir passt", ist das ein ganz guter Indikator dafür. Es geht also eigentlich nicht wirklich um diese Frau, sondern mehr um das, was man ihr unterstellt zu sein. Und dann weiter runtergebrochen - was ist es was man vermisst? Es sind letztlich die positiven Gefühle. Aber jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich. Das heißt, letztlich lernt man bei der Sache, dass man Frau X als Art Krücke braucht, um Emotion Y empfinden zu können. Die Emotion ist aber etwas eigenes.

Ab dem Moment ist es mir irgendwann gelungen, die Fixierung von der Person zu lösen. Also das Problem als solches war noch da, (dass ich ohne bestimmte Krücke nicht an Emotion Y komme) aber ich konnte es losgelöst von Frau X für mich bearbeiten.

 

Vielleicht alles etwas sehr verkopft, aber vielleicht hilf dem ein oder anderen ja der Gedankenstrang...

Bleibt dran Jungs, es wird einfacher 💪

Sehr guter Beitrag.

Lustigerweise bin ich auch schon so weit, ich bin mir bewusst, dass ich nicht an Frau A hänge, sondern an dem, was Sie in mir ausgelöst hat.

Da folgen nun zwei Szenarien - a) ich habe Angst, dass nie wieder so was ausgelöst werden kann

b) Ärger, dass man es selbst vermasselt hat.

 

Bei deiner Denkweise finde ich aber einen (für mich Fehler) - denn dass man nur über eine andere Person an Sache X kommt, ist niccht so problematisch. Ohne Flugzeug kann ich nicht fliegen. Ohne Partnerin keine LTR führen. Ohne andere Person mich nicht verlieben.

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vor 6 Minuten, a.supertramp schrieb:

Gerade bei diesen kurzen Geschichten finde ich das Thema Projektion sehr aufschlussreich. Dadurch, dass man noch in der Kennenlernphase steckt, also noch garnicht so viel über sie weiß, ist da ganz viel Platz für eigene Projektionen. Und wenn man dann sagt "ich verstehe garnicht, warum ich so an einer Frau hänge, die eigentlich nichtmal zu mir passt", ist das ein ganz guter Indikator dafür. Es geht also eigentlich nicht wirklich um diese Frau, sondern mehr um das, was man ihr unterstellt zu sein. Und dann weiter runtergebrochen - was ist es was man vermisst? Es sind letztlich die positiven Gefühle. Aber jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich. Das heißt, letztlich lernt man bei der Sache, dass man Frau X als Art Krücke braucht, um Emotion Y empfinden zu können. Die Emotion ist aber etwas eigenes.

Sehr gute Zeilen! Da bin ich aktuell auch dran. Ich denke, ich wollte damals mit der Beziehung ein Loch stopfen, welches ich erst einmal hätte selbst angehen müssen.

Ich schrieb eingangs, dass sie es schaffte, meine "emotionale Lage" von -100 auf +100 zu heben. Sie war die komplette Torte, nicht nur die Kirsche auf der Torte. Das war bei mir denke ich der absolute Knackpunkt, warum das so heftig war alles. 

Da setze ich an. Und bevor die nächste Frau nicht nur wieder eine (kleine) Kirsche auf der Torte ist, werde ich keine LTR eingehen. 

vor 4 Minuten, thereislight schrieb:

b) Ärger, dass man es selbst vermasselt hat

Denke ich auch sehr oft dran. Ich versuche, dass zu akzeptieren. Man hat verkackt. Man kann es aber nicht ändern. Akzeptanz ist der erste Weg, wieder auf die Bahn zu kommen. Liest man hier oft und steht auch so in "6 Säulen des Selbstwertgefühls". Wobei mir das alles schwerfällt, da ich mich noch nie in einer solchen Situation vorher befunden habe. Betrete quasi komplettes Neuland und muss mich erstmal "zurechtfinden". 

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vor 11 Minuten, thereislight schrieb:

Bei deiner Denkweise finde ich aber einen (für mich Fehler) - denn dass man nur über eine andere Person an Sache X kommt, ist niccht so problematisch. Ohne Flugzeug kann ich nicht fliegen. Ohne Partnerin keine LTR führen. Ohne andere Person mich nicht verlieben.

Das ist soweit richtig. In diese krasse Abhängigkeit gerät man meiner Erfahrung nach allerdings nur, wenn es ums eigene Selbstwertgefühl nicht gut bestellt ist. Nochmal, es geht nicht um das Gefühl des zusammenseins, um das Miteinander, sondern um eine Gefühl der - ich nenns mal ganz platt - Freiheit/Zufriedenheit oder besser noch Akzeptanz, dass man sich selbst nur in dieser Beziehungskonstellation erlaubt zu fühlen. Es ist also etwas, was eigentlich von innen kommt und unabhängig von der Beziehung da sein darf.

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vor einer Stunde, a.supertramp schrieb:

Es sind letztlich die positiven Gefühle. Aber jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich. Das heißt, letztlich lernt man bei der Sache, dass man Frau X als Art Krücke braucht, um Emotion Y empfinden zu können. Die Emotion ist aber etwas eigenes.

@a.supertramp

Verstehe was du damit meinst, was ich mich einfach in meinem Fall frage, warum habe ich nicht gemerkt, dass wir uns immer weiter von dem Entfernt haben was für mich super war in den ersten zwei vielleicht drei Jahren.

Irgendwie habe ich es in Beziehungen  mit dem Laufe der Zeit immer weniger geschafft, mich auf mich zu konzentrieren, war mit der Beziehung nicht mehr ganz so happy und habe es aber einfach für mich damit abgetan das es nur eine Phase ist. Aber anstatt mich darum zu kümmern was ich gerne machen möchte habe ich mehr oder weniger nur noch auf sie Rücksicht genommen und oft auch meine Ideen und Pläne komplett umgestellt wenn sie dann mal für mich Zeit hatte.

Das obwohl wir zusammen gewohnt haben. Somit war ich voll der Nice Guy wie er im Buch stehz. nicht mehr wirklich attraktiv doch habe ich dann immer mal wieder die korrekten "Knöpfe" drücken können um dem entgegen zu wirken. Bis ich es nicht mehr geschafft habe...

Die Trennung ist für mich aktuell etwas vom Besten das mir passieren konnte weil ich irgendwie nicht genau weiss ob das gut gekommen wäre... :-) 
Somit bin ich eigentlich ganz froh das sie gegangen ist --> das Positive sehen...

 

Frage:
Wie kann man in einer Beziehung sicherstellen, dass man sich selber nicht verliert und obwohl man sich ja mit der Zeit auch verändert,

"den Frame" halten... 

bearbeitet von HardballS4
Zu viel Text zu wenig relevanter Inhalt
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vor 17 Stunden, Celica2k schrieb:

Ich freue mich darauf, irgendwann wieder freitags nach Hause zu fahren, mich auf das Feierabendbier mit den Jungs zu freuen, auf coole Musik und leckere Steaks, OHNE dabei an die Ex denken zu müssen.

Das wird alles. Braucht halt Zeit und n bisschen aufarbeitung. Ich denke du bist da auf nem guten Weg.

 

vor 17 Stunden, Celica2k schrieb:

Und diese möchte ich nicht mehr haben.

Naja, wer will das schon. Aber es gehört nunmal zum Leben dazu und sie sind auch für etwas gut. z.b. dass du dich um deine persönliche Entwicklung kümmerst eben weil du diese Emotionen nicht mehr haben möchtest. Ausserdem stärkt sowas auf lange Sicht die Resilienz. Das macht das Ganze zwar nicht schöner oder angenehmer, aber es ist für etwas gut. Es macht auch wenig Sinn diese Emotionen unterdrücken zu wollen, irgendwann kommen sie hoch. Was aber geht ist zu lernen die eignen Emotionen zu kontrollieren.

vor 18 Stunden, Celica2k schrieb:

Das kann ich meiner aktuellen Ex (leider) nicht wünschen, was zeigt, dass ich eben noch nicht über sie hinweg bin. 

Richtig. Allerdings ist Verzeihen auch etwas hilfreiches um über etwas hinweg zu kommen. Behalt das mal im Hinterkopf, alles zu seiner Zeit. 😉

 

 

 

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vor 18 Stunden, thereislight schrieb:

Was mich beschäftigt und die Angst, die ich habe, dass ich mich eben nicht mehr so krass verliebe. Am Anfang ein einziges High (so wie man sich verlieben eben vorstellt) und danach ein einziges low.

Interessanter Punkt.

Im Endeffekt hast du Angst dass du die extremen High´s nicht mehr hast, willst aber vermutlich auf die extremen Low´s verzichten. Nehme ich jetzt mal an weil es verrückt wäre zu sagen "Ach mir fehlen diese emotionalen Tiefen in denen ich mich richtig scheiße fühle." 😉

Nur, ohne extremen Low´s gibt´s keine High´s. Is wie mit Drogen. Man nimmt das Zeug, alles geil. Die Wirkung lässt nach, alles Scheiße. Also nimmt man wieder was und von vorne. Diese Prozess führt letztendlich in eine Abhängigkeit.

Also was du willst, nämlich nur die extremen High´s haben, das gibt es nicht. Es hat alles zwei Seiten und alles hat seinen Preis. Polarität und so. Ohne Low´s keine High´s. Ganz einfach. Also sei vorsichtig was du dir wünscht 😉

Um zum verlieben zurück zu kommen:

Hatte ich nochmal so krasse Gefühle wie bei meiner Oneitis?

- Nein. Danach mal ähnliche aber nicht mehr so extrem.

 

Vermisse ich es?

- Jein. Die Highs waren cool, der Rest scheiße. Dadurch das ich weiß was an den High´s gebunden ist, vermisse ich es nicht wirklich. Was aber interessant ist, durch meine Veränderung ht sich eine konstante Zufriedenheit in meinem Leben breit gemacht. Klar, nicht immer, ich hab auch noch  meine Scheiß Tage wie jeder andere auch. Aber ich kann damit besser umgehen als früher und ich bin konstant zufriedener. Also keine extremen High´s mehr, dafür konstante Zufriedenheit. Auch schön 😉

 

Bin ich immer noch in der Lage mich zu verlieben?

- Ja. Allerdings nicht mehr in so einer extremen Form wie früher wo ich bereit war mich und mein Leben aufzugeben für einen anderen Menschen. Ich habe mich verändert und damit hat sich auch mein Verliebtsein geändert. Allerdings in eine angenehmere Form. Ich habe die Achterbahn gegen ein Tretboot getauscht. Ich screene genauer, gucke mir das länger an und halte mich zurück was meine interpretationen in den anderen Menschen betrifft.

Über´s Verlieben zu sprechen ist schwierig da es etwas sehr subjektives ist und ich denke mal dass sich da jeder etwas eigenes drunter vorstellt. Es findet bei mir in abgeschwächter Form statt. Weniger Chaotisch, dafür konstanter und entspannter was es für mich schöner macht. Ich mag es entspannt und mich nervt grundsätzlich alles was mich aus meiner inneren Ruhe bringt.

Um auf den Punkt zu kommen, wenn man sich durch eine Oneitis nicht in einen Soziopathen verwandelt ist man nach wie vor noch in der Lage sich zu verlieben. Nur eben anders weil Veränderungen aus einem einen anderen Menschen macht, zu gewißen Teilen.

 

Gibt übrigens auch viele Menschen die auf die glorreiche Idee kommen dass sie sich nie mehr verlieben wollen weil sie emotional mal auf die Fresse gefallen sind. Fürht dann dazu dass sie Menschen von sich wegstoßen die sie eigentlich mögen, dass sie sich anderen verschließen und auch sonst ziemlich weiren Stuff machen. Ich denke jeder hat schon mal so jemand getroffen der sich in der hinsicht extrem ambivalent verhält. Nun, diese Menschen tun sich dadurch auch keinen Gefallen und schaden sich auf lange Sicht nur selbst.

Was mir geholfen hat war die Einsicht dass ich mich vor emotionaler Verletzung nicht schützen kann, ausser ich lebe in völliger Isolation. Aber ich kann lernen damit umzugehen, ich kann erkennen dass mich sowas nicht umbringt. Es is ne Weile Kacke, ok, aber man überlebt es. Das führte wiederum dazu dass ich weniger ängstlich in Beziehungsanbahnungphasen wurde, ich wurde offener, unerschrockener und habe verstanden was es bedeutet wenn hier jemand schreibt "sei bereit sie zu verlieren." Das hat mich nochmal extrem nach vorne gebracht weil ich dadurch ein völlig anderes Verhalten an den Tag legte als früher. Ich habe den Mädels unerschrocken gezeigt dass ich sie mag, ohne mich Nice Guy mäßig anzubiedern. Wenn eine den Weg mit mir nicht gehen wollte, ok. Ich hab dennoch n cooles Leben und komme darüber hinweg. Ich weiß dass ich andere kennenlernen werde und irgendwann eine finden werde die wirklich zu mir passt.

Die Bereitschaft emotionale Verletzungen anzunehmen ist das Ergebnis einer stärkeren Resilienz, die ich mit den Nackenschlägen die das Leben für mich bereit hielt steigern konnte. Einfach indem ich immer wieder aufstand wenn ich am Boden lag. Macht wenig Spass, dafür kann ich jetzt aber ordentlich einstecken. Is wie beim Box Sparring 😉

 

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vor 18 Stunden, HardballS4 schrieb:

Frage:
Wie kann man in einer Beziehung sicherstellen, dass man sich selber nicht verliert und obwohl man sich ja mit der Zeit auch verändert,

"den Frame" halten...  

Selbstwert, Selbstvertrauen.

Zu sich stehen, auch wenns mal ungemütlich wird. Und wenn gewisse Grenzen überschritten werden muss man eben gehen bevor man sich für den anderen verbiegt aus Angst vorm alleinsein.

Bedeutet nicht dass man keine Kompromisse eingehen soll. das ist durchauch wichtig in einer Beziehung. Aber man muss halt seine Positionen festlegen an denen nicht gerüttelt werden darf. Welche das sind und wie die aussehen muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

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Freunde sehr interessanter thread der hier. Ich kann mich auch einreihen. Mir gehts hier wie euch insbesondere aber @ariello

wenige Monate gedatet, dann Schluss.. schon gut über n Jahr her das ganze. Kein Kontakt natürlich. Und ich denke immer noch täglich an sie. Es ist nicht mehr unerträglich wie vor nem halben Jahr aber immer noch ein gewisses Hintergrundrauschen.

 

Das ist alles so dermaßen krass. Ich hatte ja schon Beziehungen und so, war verliebt etc aber das solch eine Dimension an Gefühlen möglich ist. Und das nach so einer langen Zeit noch. Ist schon Wahnsinn.

bearbeitet von Bud_Fox
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vor 52 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Naja, wer will das schon. Aber es gehört nunmal zum Leben dazu und sie sind auch für etwas gut. z.b. dass du dich um deine persönliche Entwicklung kümmerst eben weil du diese Emotionen nicht mehr haben möchtest. Ausserdem stärkt sowas auf lange Sicht die Resilienz. Das macht das Ganze zwar nicht schöner oder angenehmer, aber es ist für etwas gut. Es macht auch wenig Sinn diese Emotionen unterdrücken zu wollen, irgendwann kommen sie hoch. Was aber geht ist zu lernen die eignen Emotionen zu kontrollieren.

Anfangs wollte ich ja alle Emotionen unterdrücken und auch diese Gedanken "wegsperren". Dass das nicht der richtige Weg ist, habe ich mittlerweile erkannt und ich habe einen anderen Weg eingeschlagen. Mit der Emotionskontrolle werde ich mich mal intensiver auseinandersetzen. Das schwankt bei mir aktuell ziemlich stark, so wie es eben auch in der Beziehung war. Ich habe es in der Beziehung nicht geschafft, die Emotionen unter Kontrolle zu bringen und deswegen emotional und impulsiv gehandelt und viele Nachrichten unbedacht losgeschickt, ohne mal inne zu halten, zu warten und zu antworten, wenn man mal etwas zur Ruhe gekommen ist. Dieses Verhalten möchte ich unbedingt ablegen. Aber es ist schonmal gut, dass ich das selbst erkannt habe, dass ich da viel viel ruhiger werden muss und eben nicht aus Emotionen heraus handeln darf.

vor 52 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Richtig. Allerdings ist Verzeihen auch etwas hilfreiches um über etwas hinweg zu kommen. Behalt das mal im Hinterkopf, alles zu seiner Zeit. 😉

Ich habe die Sache mal ganz anders aufgerollt. Im Grunde habe ich mich von meiner Ex getrennt. Ich muss ihr theoretisch gar nicht verzeihen. Viel mehr muss ich mir verzeihen, dass ich eben während der Beziehung und insbesondere danach ziemlich viel Bockmist gebaut habe. Das fällt mir schwer, aber ich bin auf einem guten Weg, denke ich. Erstmal akzeptieren, dann verzeihen, dann wird das schon irgendwann.

vor 30 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Also keine extremen High´s mehr, dafür konstante Zufriedenheit.

Strebe ich auch an.

 

vor 30 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Die Bereitschaft emotionale Verletzungen anzunehmen ist das Ergebnis einer stärkeren Resilienz, die ich mit den Nackenschlägen die das Leben für mich bereit hielt steigern konnte. Einfach indem ich immer wieder aufstand wenn ich am Boden lag. Macht wenig Spass, dafür kann ich jetzt aber ordentlich einstecken.

Schön geschrieben. Aufstehen, Dreck abklopfen (auch wenn es etwas länger dauert) und weitermachen. Man kann denke ich nur gestärkt aus der ganzen Sache herausgehen, vorausgesetzt, man akzeptiert, reflektiert, erkennt Baustellen und arbeitet gezielt daran. Hier werden einem Werkzeuge an die Hand gegeben, arbeiten muss man aber letzten Endes selbst dran. 

vor 18 Minuten, Bud_Fox schrieb:

Freunde sehr interessanter thread der hier. Ich kann mich auch einreihen. Mir gehts hier wie euch insbesondere aber @ariello

wenige Monate gedatet, schon gut über n Jahr her. Kein Kontakt natürlich. Und ich denke immer noch täglich an sie.

Das ist alles so dermaßen krass. Ich hatte ja schon Beziehungen und so, war verliebt etc aber das solch eine Dimension an Gefühlen möglich ist. Und das nach so einer langen Zeit noch. Ist schon Wahnsinn.

Willkommen im Club! Wir sollten mal alle hier ein Bier trinken gehen. Die Rechnungen schicken wir an unsere Exen. 😄 

Dass wir alle so emotional drin hängen, zeigt aber immerhin, dass wir keine emotionalen Wracks sind. Sonst könnte man ja auch nicht die schönen Gefühle wahrnehmen, die man mit der Ex irgendwo ja doch hatte. Ich denke auch, dass ich mich nicht mehr so krass verlieben werde, wie @Doc Dingo in seinem Beitrag geschrieben hat, da ich viel genauer screenen und vor allem vorsichtiger sein werde. Ich hoffe nur nicht, dass dieses Schutzschild, welches man durch diese Erfahrung vielleicht vor sich aufgebaut hat, nicht zu mächtig ist und man für gar keine Frau mehr ausreichend Gefühle entwickelt. 

bearbeitet von Celica2k
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vor 27 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Zu sich stehen, auch wenns mal ungemütlich wird. Und wenn gewisse Grenzen überschritten werden muss man eben gehen bevor man sich für den anderen verbiegt aus Angst vorm alleinsein.

Danke @Doc Dingo das leuchtet mir ein.
In der Vergangenheit hatte ich immer wieder Schwierigkeiten diese Situationen zu erkennen.
Jeweils im nachhinein, beim reflektieren der Beziehung, sind mir dann verschiedene Situationen bewusst geworden wo ich überall nachgelassen oder mich verbogen habe.

Aus meiner jetzigen Situation möchte ich für mich mitnehmen, dass ich immer mal wieder auch während der Beziehung viel bewusster die aktuelle Lage anschaue und mich frage ob das für mich noch stimmt oder nicht. Kann gut sein, dass ich diese Situationen jeweils verdränge weil ich wohl doch mehr Angst vor dem alleine sein habe als mir das bewusst ist. 


 

 

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@Celica2k gute Idee mit dem Bier. Könnte lustig werden 

Das Problem in meinem Fall im Gegensatz zum Doc und vielen anderen ist, dass meine Oneitis zu meiner Oneitis unter anderem deshalb wurde weil sie so gut zu mir war. nennt man wohl lovebombing. Sie hat das wohl gemacht, aber nicht weil sie einen an der Waffel hatte, sondern mich einfach gemocht hat und gerne eine Beziehung mit mir gehabt hätte 


Sprich eine Beziehung mit ihr hätte funktioniert, sie ging mir während der kennenlernphase nur am arsch vorbei, da ich zu der Zeit einfach auf so nem Vielfickertripp war. Zu spät hab ich erkannt, wen ich da eigentlich verloren habe.

 

aber dieses Muster war bei mir wohl schon immer sehr stark ausgeprägt sagt meine Mutter 😅 also es im Nachhinein besser zu wissen 

 

ich hatte entspr. stark mit der Emotion ”Schuld“ zu kämpfen, würde ich einfach mal so als Laie sagen.

 

Also der Schuld, dass ich es vermasselt habe. 
 

 

bearbeitet von Bud_Fox

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Wisst ihr was ich mich echt Frage? Vorausgesetzt, unserer Exen haben auch Gefühle entwickelt und so. Trennung im Peak der "Verliebtheit". Ob die auch ähnlich lange brauchen oder Gedanken an uns haben? Vielleicht können das Frauen ganz anders verkraften/verarbeiten und sind schneller.

Als ich meine Ex Mitte Juni anpingte (was im Nachhinein betrachtet der größte Fail 2020 bisher war, wenn nicht sogar der größte Fail überhaupt), war sie auffällig kalt und emotionslos. War schon erschreckend! Hat mir aber irgendwo geholfen, diese Hoffnung zu verlieren, die bis zuletzt da war. Ich bin auch echt heilfroh, dass diese Hoffnung immerhin komplett weg ist, also wirklich auf 0. Das hat mich nämlich zwischen März bis Juni am loslassen gehindert. 

@Bud Fox: Interessant, dass es halt auch so herum laufen kann. Aber unterm Strich doch dasselbe Ergebnis: Schuld. Man fühlt sich schuldig. Ich fühle mich auch schuldig, weil ich die Trennung ausgesprochen hatte, die ich aber irgendwo eigentlich gar nicht wollte. Habe es auch vermasselt. Du nur auf eine andere Art und Weise. Die Emotionen sind dann aber doch die gleichen. 

 

bearbeitet von Celica2k
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vor 8 Minuten, Bud_Fox schrieb:

@Celica2k gute Idee mit dem Bier. Könnte lustig werden 

Das Problem in meinem Fall im Gegensatz zum Doc und vielen anderen ist, dass meine Oneitis zu meiner Oneitis unter anderem deshalb wurde weil sie so gut zu mir war. Sprich eine Beziehung mit ihr hätte funktioniert, sie ging mir während der kennenlernphase nur am arsch vorbei, da ich zu der Zeit einfach auf so nem Vielfickertripp war. Zu spät hab ich erkannt, wen ich da eigentlich verloren habe.

 

aber dieses Muster war bei mir wohl schon immer sehr stark ausgeprägt sagt meine Mutter 😅 also es im Nachhinein besser zu wissen 

 

ich hatte entspr. stark mit dem Emotion ”Schuld“ zu kämpfen, würde ich einfach mal so als Laie sagen.

 

Also der Schuld, dass ich es vermasselt habe. 

Auf Doc gehe ich bei Zeit ein, da fallen mir direkt paar Sachen dazu ein.

@Bud_Fox das ist bei mir ähnlich. Einen auf „zu cool“ gemacht, Exklusivität verneint, weil sie mich bisschen verletzt hat.

Hatte jetzt knapp 5 Monate allein an diesem „ Wie kann man so bedeppert“ Vorwürfen zu knabbern.

Aber, wie @a.supertramp richtig geschrieben hat, ich trauere nicht mehr der Person, sondern dem, was Sie in mir ausgelöst hat hinterher. Machts das besser ? Ich weiß es nicht...

 

@Celica2k Das sollte dir relativ wuppe sein. Du weißt, was du wert bist, und solltest das nicht davon abhängig machen, was der andere dir für einen Wert zuschreibt. Und ich habe jetzt auch schon zu akzeptieren gelernt, dass diese Erfahrung für mich eine viel bedeutsamere, prägendere war, als für Sie. Und das ist ok. Andersrum gab es auch schon Situationen, in denen ich viel weniger investiert war...

Meine hat sich direkt jemand neuen geholt, mit dem Sie zusammen ist. Während ich noch versucht habe, das Ruder rum zu reißen.

bearbeitet von thereislight

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vor 1 Minute, Celica2k schrieb:

war sie auffällig kalt und emotionslos.

 

Du weißt nicht, ob es nur Show war, weißt halt nicht was in ihr vorgeht, sollte dich auch nicht mehr interessieren. Bei mir wars ähnlich, 6,5 Jahre lange eine liebe, nette Frau, und dann in der Trennungsphase ein kaltes Herz. ich denke, es ist ihr Schutzschild gewesen und auch eine gewisse Sturheit.

Oder, Frauen können tatsächlich besser copen, da halt der nächste Maik, Peter oder Torben schnell gefunden ist. Das lenkt die Frauen dann ab. Was sie aber darin hindert, sich weiterzuentwickeln. Wir können und werden (haben es sicher auch schon zum Teil) uns weiterentwickeln!

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vor 22 Minuten, Celica2k schrieb:

Wisst ihr was ich mich echt Frage? Vorausgesetzt, unserer Exen haben auch Gefühle entwickelt und so. Trennung im Peak der "Verliebtheit". Ob die auch ähnlich lange brauchen oder Gedanken an uns haben? Vielleicht können das Frauen ganz anders verkraften/verarbeiten und sind schneller.

Frauen können schneller verarbeiten. Gerade meiner Ex fiel das leicht weil ich genau das hier gemacht hab:

vor 20 Minuten, thereislight schrieb:

 

@Bud_Fox das ist bei mir ähnlich. Einen auf „zu cool“ gemacht, Exklusivität verneint

 

Die konnte sich danach gut selbst einreden dass das mit mir eh nicht hätte klappen können... da hab ich schon für einige Vorlagen gesorgt 

Zitat

Als ich meine Ex Mitte Juni anpingte (was im Nachhinein betrachtet der größte Fail 2020 bisher war, wenn nicht sogar der größte Fail überhaupt),

das habe ich auch gemacht. Zum ersten Mal in meinem Leben n wirklichen Beta Move vor ner Frau gemacht. Ich hab sie angerufen und ihr gesagt dass wir uns unbedingt treffen müssen. Dieses Treffen mit ihr war bis jetzt einer wenn nicht der schlimmste Tag in meinem Leben. Der absolute Horror 

Zitat

war sie auffällig kalt und emotionslos. War schon erschreckend!

war meine auch. Die hat bei dem Treffen (haben uns auf n Spaziergang & Eis getroffen) zu mir gesagt “aufgewärmt schmeckt nur Gulasch“. Ich wär am liebsten instant vor n Bus gesprungen nach dem Spruch. Heute kann ich aber drüber lachen. 

Zitat

Hat mir aber irgendwo geholfen, diese Hoffnung zu verlieren, die bis zuletzt da war. Ich bin auch echt heilfroh, dass diese Hoffnung immerhin komplett weg ist, also wirklich auf 0.

das ist gut 

Zitat

Das hat mich nämlich zwischen März bis Juni am loslassen gehindert. 

 

 

bearbeitet von Bud_Fox

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vor 15 Minuten, Bud_Fox schrieb:

das habe ich auch gemacht. Zum ersten Mal in meinem Leben n wirklichen Beta Move vor ner Frau gemacht nämlich mich Monate später nach der trennung mit ihr getroffen. Dieses Treffen mit ihr war bis jetzt einer wenn nicht der schlimmste Tag in meinem Leben. Der absolute Horror 

I feel you. Ich war auch kurz davor, mich mit ihr zu treffen, Mitte Mai. Vorwand, ein Abschlussgespräch zu führen (das zweite), eigentlich wollte ich aber ein Ex-Back versuchen. Nachzulesen im Ex-Back-Thread. 😄 

Gottseidank habe ich da das erste Mal wirklich auf die Leute hier gehört und habe das Treffen nicht stattfinden lassen! 

vor 15 Minuten, Bud_Fox schrieb:

Ich wär am liebsten instant vor n Bus gesprungen nach dem Spruch. Heute kann ich aber drüber lachen. 

Dann bist du ja auf einem guten Weg. Aber den Spruch muss man echt erstmal schlucken, in der Situation. Brutaler Schlag in die Fresse. Lerneffekt für uns beide: nie wieder eine zukünftige Ex anpingen, sondern Ghosting bis ans Lebensende. 

Zitat

Du weißt nicht, ob es nur Show war, weißt halt nicht was in ihr vorgeht, sollte dich auch nicht mehr interessieren.

Da hast du natürlich Recht. Darf und sollte mich nicht mehr interessieren. Allerdings fragt man sich schon, wie das nach so kurzer Zeit nach der Trennung möglich ist. Dann fragt man sich nämlich weiter, ob das alles von ihr Ernst gemeint war. Ob man vielleicht doch verarscht wurde? Halt doch nur der Rebound war? Ist denke ich ein Ego-Ding. Herausfinden wird man es nie, da es einem halt irgendwann wirklich scheiß egal ist. Dann denkt man sich irgendwann "joar, die haste halt paar mal gebumst. War cool. Irgendwas hat also schon gepasst". 

bearbeitet von Celica2k

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Im Thread hier wird häufig von Schuld gesprochen. In vielen anderen Beiträgen wurde schon immer mal gesagt, dass es egal sei, wer in der Beziehnung woran Schuld ist, da man es eh nicht mehr rückgängig machen kann.

Mit Schuld meine ich, etwas in der Beziehung mutmaßlich verkackt zu haben, man wirft sich vor, so gehandelt zu haben, dass eben die Beziehung beendet wurde, oder sie selbst beenden musste. Ob es eine Beta Aktion war, ob man zu hart einen auf "Ficker" gemacht hat oder bspw. fremdgegangen ist, spielt sicher eine Rolle, aber die Schuld ist eben die Schuld. Bei mir ist es eine Kombi zwischen Beta Verhalten am Ende und "Ficker"-Image vorher. Schuld ist ein Bedauern. Daraus sollte man seine Learnings ziehen.

Dennoch, wie geht ihr mit dieser "Schuld" um?

Auf der einen Seite kann man zu ehrlich zu sich sein, nimmt alles auf seine Kappe und trauert so der Ex nochmehr hinterher. Oder man verteufelt eben die Ex, sie sei an allem Schuld. Die Wahrheit liegt wohl dazwischen, auch wenn im PU-Forum immer der Mann liefern muss und aus diesem Grund natürlich auch für alles verantwortlich ist. Ich empfinde es als sehr schwierig, nüchtern die Schuldfrage beantworten zu können, ich will ja "Learnings" haben.

Das Ziel sollte vermutlich sein, sich und der Ex zu verzeihen. Dann hat man wohl das Dalai-Lama-Mindset erreicht.

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Am 7.7.2020 um 10:23 , Celica2k schrieb:

wie ich endlich – neben der Kontaktsperre – die „Gedankensperre“ erfolgreich durchziehen kann. Ich will nicht mehr ständig an sie denken! Es nervt mich tierisch, es blockiert mich,

es gibt ein sehr einfaches Rezept das sehr zuverlässig bei mir funktioniert:

In den Momenten in denen ich an eine Verflossene denke, tue ich mir was Gutes. Ich sorge dafür das ich mit etwas Schönem oder Spannendem abgelenkt bin. Solche Gedanken habe ich nur wenn mein Leben mich gerade nicht erfüllt.

Ich weiß jetzt nicht ob das richtig ist was ich dir jetzt sage, aber diese starken Stimmungsschwankungen, das besessene Hinterherlaufen und das Gedankenkarusell, kenne ich auch von mir. Meine Freundin meinte neulich, das ich eine Bipolare Störung haben könnte. Nachdem ich mich dazu eingelesen habe, muss ich sagen das das wahrscheinlich so ist. Ich bin 52 und erfolgreich Selbstständig, ich hab mein Leben eigentlich gut im Griff. Das schlimme ist das man es selber nicht wahrnimmt, weil ist ja alles okay und so. Kannst ja mal schauen, vielleicht hilft es dir dich selber besser zu verstehen.

bearbeitet von Sam Stage

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vor 2 Stunden, Celica2k schrieb:

Ich hoffe nur nicht, dass dieses Schutzschild, welches man durch diese Erfahrung vielleicht vor sich aufgebaut hat, nicht zu mächtig ist und man für gar keine Frau mehr ausreichend Gefühle entwickelt. 

Du sollst dir auch kein Schutzschild aufbauen. Du sollst lernen mit Verletzungen klar zu kommen und dich nicht vor ihnen scheuen.

Schutzschild is das hier

vor 3 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Gibt übrigens auch viele Menschen die auf die glorreiche Idee kommen dass sie sich nie mehr verlieben wollen weil sie emotional mal auf die Fresse gefallen sind. Fürht dann dazu dass sie Menschen von sich wegstoßen die sie eigentlich mögen, dass sie sich anderen verschließen und auch sonst ziemlich weiren Stuff machen. Ich denke jeder hat schon mal so jemand getroffen der sich in der hinsicht extrem ambivalent verhält. Nun, diese Menschen tun sich dadurch auch keinen Gefallen und schaden sich auf lange Sicht nur selbst.

besser ist das hier

vor 3 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Was mir geholfen hat war die Einsicht dass ich mich vor emotionaler Verletzung nicht schützen kann, ausser ich lebe in völliger Isolation. Aber ich kann lernen damit umzugehen, ich kann erkennen dass mich sowas nicht umbringt. Es is ne Weile Kacke, ok, aber man überlebt es. Das führte wiederum dazu dass ich weniger ängstlich in Beziehungsanbahnungphasen wurde, ich wurde offener, unerschrockener und habe verstanden was es bedeutet wenn hier jemand schreibt "sei bereit sie zu verlieren." Das hat mich nochmal extrem nach vorne gebracht weil ich dadurch ein völlig anderes Verhalten an den Tag legte als früher. Ich habe den Mädels unerschrocken gezeigt dass ich sie mag, ohne mich Nice Guy mäßig anzubiedern. Wenn eine den Weg mit mir nicht gehen wollte, ok. Ich hab dennoch n cooles Leben und komme darüber hinweg. Ich weiß dass ich andere kennenlernen werde und irgendwann eine finden werde die wirklich zu mir passt.

Die Bereitschaft emotionale Verletzungen anzunehmen ist das Ergebnis einer stärkeren Resilienz, die ich mit den Nackenschlägen die das Leben für mich bereit hielt steigern konnte. Einfach indem ich immer wieder aufstand wenn ich am Boden lag. Macht wenig Spass, dafür kann ich jetzt aber ordentlich einstecken. Is wie beim Box Sparring 😉

 

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vor 6 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Interessanter Punkt.

Im Endeffekt hast du Angst dass du die extremen High´s nicht mehr hast, willst aber vermutlich auf die extremen Low´s verzichten. Nehme ich jetzt mal an weil es verrückt wäre zu sagen "Ach mir fehlen diese emotionalen Tiefen in denen ich mich richtig scheiße fühle." 😉

Nur, ohne extremen Low´s gibt´s keine High´s. Is wie mit Drogen. Man nimmt das Zeug, alles geil. Die Wirkung lässt nach, alles Scheiße. Also nimmt man wieder was und von vorne. Diese Prozess führt letztendlich in eine Abhängigkeit.

Also was du willst, nämlich nur die extremen High´s haben, das gibt es nicht. Es hat alles zwei Seiten und alles hat seinen Preis. Polarität und so. Ohne Low´s keine High´s. Ganz einfach. Also sei vorsichtig was du dir wünscht 😉

Um zum verlieben zurück zu kommen:

Hatte ich nochmal so krasse Gefühle wie bei meiner Oneitis?

- Nein. Danach mal ähnliche aber nicht mehr so extrem.

 

Vermisse ich es?

- Jein. Die Highs waren cool, der Rest scheiße. Dadurch das ich weiß was an den High´s gebunden ist, vermisse ich es nicht wirklich. Was aber interessant ist, durch meine Veränderung ht sich eine konstante Zufriedenheit in meinem Leben breit gemacht. Klar, nicht immer, ich hab auch noch  meine Scheiß Tage wie jeder andere auch. Aber ich kann damit besser umgehen als früher und ich bin konstant zufriedener. Also keine extremen High´s mehr, dafür konstante Zufriedenheit. Auch schön 😉


 

Erklärst du mich für verrückt, wenn ich sage, dass ich die Lows akzeptieren würde, im Austausch für das High ?

Ja, das Low war brutal. Ich war für kapp 3 Monate mehr oder weniger konsequent down, ich dachte schon ich rutsch in eine leichte Depression, und hab mich in Psychotherapie begeben. Hat eher weniger gefruchtet. Aber mittlerweile ist die Grundzufriedenheit wieder da.

Wäre die Beziehung mit der Oneitis überhaupt gut gegangen ? Puh, schwer zu sagen, ich finde die krasse Oneitis kam erst nach dem Aus.

vor 6 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Bin ich immer noch in der Lage mich zu verlieben?

- Ja. Allerdings nicht mehr in so einer extremen Form wie früher wo ich bereit war mich und mein Leben aufzugeben für einen anderen Menschen. Ich habe mich verändert und damit hat sich auch mein Verliebtsein geändert. Allerdings in eine angenehmere Form. Ich habe die Achterbahn gegen ein Tretboot getauscht. Ich screene genauer, gucke mir das länger an und halte mich zurück was meine interpretationen in den anderen Menschen betrifft.

Über´s Verlieben zu sprechen ist schwierig da es etwas sehr subjektives ist und ich denke mal dass sich da jeder etwas eigenes drunter vorstellt. Es findet bei mir in abgeschwächter Form statt. Weniger Chaotisch, dafür konstanter und entspannter was es für mich schöner macht. Ich mag es entspannt und mich nervt grundsätzlich alles was mich aus meiner inneren Ruhe bringt.

Um auf den Punkt zu kommen, wenn man sich durch eine Oneitis nicht in einen Soziopathen verwandelt ist man nach wie vor noch in der Lage sich zu verlieben. Nur eben anders weil Veränderungen aus einem einen anderen Menschen macht, zu gewißen Teilen.

Verlieben ist ja gerade für mich das Gefühlsachterbahn fahren, das „vor dem Handy sitzen und auf eine Nachricht warten“, das sich frage „ war das zu cocky“. Aber wie bei allem wird man wohl desensibilisiert. Ich muss zugeben, ich mag dieses leichte auf und ab, weil ich sonst sehr schwer aus der Ruhe bringen zu bin, abgesehen von der Partnerwelt aufgrund von Krankheit schon eine relativ starke Resilienz aufgebaut habe.

Im Umkehrschluss die Frage, die sich stellt: Wenn ich dieses High nicht mehr erreichen kann, wird sich dann nicht mein Kopf ewig nach diesem brutalen Hormonausstoß von damals sehnen, und versuchen die Erinnerung daran für immer aufrecht zu erhalten ?

vor 6 Stunden, Doc Dingo schrieb:

 

Gibt übrigens auch viele Menschen die auf die glorreiche Idee kommen dass sie sich nie mehr verlieben wollen weil sie emotional mal auf die Fresse gefallen sind. Fürht dann dazu dass sie Menschen von sich wegstoßen die sie eigentlich mögen, dass sie sich anderen verschließen und auch sonst ziemlich weiren Stuff machen. Ich denke jeder hat schon mal so jemand getroffen der sich in der hinsicht extrem ambivalent verhält. Nun, diese Menschen tun sich dadurch auch keinen Gefallen und schaden sich auf lange Sicht nur selbst.

 

vor 6 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Was mir geholfen hat war die Einsicht dass ich mich vor emotionaler Verletzung nicht schützen kann, ausser ich lebe in völliger Isolation. Aber ich kann lernen damit umzugehen, ich kann erkennen dass mich sowas nicht umbringt. Es is ne Weile Kacke, ok, aber man überlebt es. Das führte wiederum dazu dass ich weniger ängstlich in Beziehungsanbahnungphasen wurde, ich wurde offener, unerschrockener und habe verstanden was es bedeutet wenn hier jemand schreibt "sei bereit sie zu verlieren." Das hat mich nochmal extrem nach vorne gebracht weil ich dadurch ein völlig anderes Verhalten an den Tag legte als früher. Ich habe den Mädels unerschrocken gezeigt dass ich sie mag, ohne mich Nice Guy mäßig anzubiedern. Wenn eine den Weg mit mir nicht gehen wollte, ok. Ich hab dennoch n cooles Leben und komme darüber hinweg. Ich weiß dass ich andere kennenlernen werde und irgendwann eine finden werde die wirklich zu mir passt.

Die Bereitschaft emotionale Verletzungen anzunehmen ist das Ergebnis einer stärkeren Resilienz, die ich mit den Nackenschlägen die das Leben für mich bereit hielt steigern konnte. Einfach indem ich immer wieder aufstand wenn ich am Boden lag. Macht wenig Spass, dafür kann ich jetzt aber ordentlich einstecken. Is wie beim Box Sparring 😉

 

Ich würde eher sagen, die Bereitschaft emotionale Verletzungen in Kauf zu nehmen, ist die Gewissheit, dass das potentielle Pro das Contra auswiegt, eine viel tiefere emotionale Ebene mit einer anderen Person zu erreichen.

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Der Thread hier ist interessant, da er Potenzial bietet, den der Allg. Ex. Back Thread nicht bietet, da die Intensität des Leidensdrucks auf Seiten der hier anwesenden Protagonisten höher erscheint, womit ich mich ja wie schon gesagt auch identifiziere. Es geht eben nicht mehr um das paar Wochen lange standardgecope aus dem Hauptthread.

 

Mit Standardgecope meine ich Dinge wie:

vor 11 Stunden, Sam Stage schrieb:

es gibt ein sehr einfaches Rezept das sehr zuverlässig bei mir funktioniert:

In den Momenten in denen ich an eine Verflossene denke, tue ich mir was Gutes.

Sorry, aber das sind Kalendersprüche... Wenn es danach geht hätte ich mir für über ein Jahr 24/7 was gutes tun müssen. Dann wäre ich jetzt entweder tod oder Sprudelfarm wg. Drogenentzug

 

oder:

 

vor 12 Stunden, thereislight schrieb:

Aber, wie @a.supertramp richtig geschrieben hat, ich trauere nicht mehr der Person, sondern dem, was Sie in mir ausgelöst hat hinterher. Machts das besser ? Ich weiß es nicht...

das hier. Supertramp hat ja Recht wenn er sagt, dass unsere Girls uns keine Droge ins Gehirn gespritzt haben, die uns abhängig gemacht haben. Aber wenn eben bis jetzt erst nur diese eine Frau, solch starke Gefühle bzw. Highs. in einem ausgelöst hat, dann ist das nun mal leider so. Und die Befürchtung, dass das keine Frau mehr in der Form in einem auslösen kann, macht mir Angst.

 

 

vor 11 Stunden, teedler schrieb:

Im Thread hier wird häufig von Schuld gesprochen. In vielen anderen Beiträgen wurde schon immer mal gesagt, dass es egal sei, wer in der Beziehnung woran Schuld ist, da man es eh nicht mehr rückgängig machen kann.

Ja das stimmt. Quasi die Flucht nach vorne, weil eh nichts anderes übrig bleibt. Macht psychologisch Sinn. Man muss es nur umsetzen können...

Zitat

Mit Schuld meine ich, etwas in der Beziehung mutmaßlich verkackt zu haben, man wirft sich vor, so gehandelt zu haben, dass eben die Beziehung beendet wurde, oder sie selbst beenden musste. Ob es eine Beta Aktion war, ob man zu hart einen auf "Ficker" gemacht hat oder bspw. fremdgegangen ist, spielt sicher eine Rolle, aber die Schuld ist eben die Schuld. Bei mir ist es eine Kombi zwischen Beta Verhalten am Ende und "Ficker"-Image vorher. Schuld ist ein Bedauern. Daraus sollte man seine Learnings ziehen.

War bei mir ähnlich

Zitat

Dennoch, wie geht ihr mit dieser "Schuld" um?

Das ist schwierig. Ich weiß es leider auch noch nicht, da ich voher eben auch noch nie in der Situation war, dass eine Trennung mit dieser Emotion behaftet war.

Zitat

Auf der einen Seite kann man zu ehrlich zu sich sein, nimmt alles auf seine Kappe und trauert so der Ex nochmehr hinterher. Oder man verteufelt eben die Ex, sie sei an allem Schuld. Die Wahrheit liegt wohl dazwischen, auch wenn im PU-Forum immer der Mann liefern muss und aus diesem Grund natürlich auch für alles verantwortlich ist. Ich empfinde es als sehr schwierig, nüchtern die Schuldfrage beantworten zu können, ich will ja "Learnings" haben.

Das Ziel sollte vermutlich sein, sich und der Ex zu verzeihen. Dann hat man wohl das Dalai-Lama-Mindset erreicht.

Die Ex zu verteufeln, wenn Sie nix gemacht hat, wird einem nicht gelingen. Das Gehirn kann man leider nicht so einfach bescheißen.

Das "Dalai-Lama-Mindset" wäre eher alles annehmen zu können, wie es ist. weil das was ist, schon ist. Alles was jetzt ist annehmen zu können, bedeutet Erlösung. Anders formuliert - die Maxime sein Schicksal zu lieben ob gut oder schlecht, weil das nunmal de facto das eigene Leben darstellt wie Nietzsche sagen würde.

bearbeitet von Bud_Fox
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Männer, dass hier nenn ich mal nen guten Thread. 

Eine ehrliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen, gute Antworten und Material zum grübeln.

Endlich mal nichts mit " Was soll ich schreiben, Tinder, mimimimi, etc." 

Hab da vieles wieder in Erinnerung rufen können, hier werden die Dinge beim Namen genannt.

Besten Dank an alle hier! 

LG

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vor 13 Minuten, Bud_Fox schrieb:

Dennoch, wie geht ihr mit dieser "Schuld" um?

Ich weiß, dass ich definitiv meinen Teil dazu beigetragen habe. Hab mir auch ne lange Zeit noch Vorwürfe dafür gemacht, bis ich mir irgendwann selbst verziehen habe. Daraufhin fiel diese enorme Last von meinen Schultern und ich fühlte mich befreit. Seriously.

Denn: Es bringt auf Dauer einfach nichts, wenn man gedanklich ständig wieder zurück geht und sich selbst damit demütigt. 

Es zieht bloß alle um dich herum mit runter. Und am meisten schadet es dir selbst.

Also: Am besten schließt man irgendwann seinen Frieden mit der Vergangenheit. Stichwort: Vergebung.

Das hat zumindest mir sehr geholfen.

vor 18 Minuten, Bud_Fox schrieb:

Die Ex zu verteufeln, wenn Sie nix gemacht hat, wird einem nicht gelingen. Das Gehirn kann man leider nicht so einfach bescheißen.

Das "Dalai-Lama-Mindset" wäre eher alles annehmen zu können, wie es ist. weil das was ist, schon ist. Alles was jetzt ist annehmen zu können, bedeutet Erlösung. Anders formuliert - die Maxime sein Schicksal zu lieben, weil das nunmal de facto das eigene Leben ist wie Nietzsche sagen würde.

Sehr gut! So siehts nämlich aus.

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