Helmut

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  1. Ich denke auch eine wesentliche Wahrnehmungsverbesserung tritt dann ein, wenn man überhaupt mal beginnt sich zu erlauben, Dinge zu brauchen und vorauszusetzen. Das ist leider etwas, je nach persönlicher Vorgeschichte, was nicht für jeden Menschen selbstverständlich ist. Deshalb halte ich diesen Shift von "Ich konnte nicht, weil ich falsch/ungenügend/unwert bin" zu "Ich konnte etwas nicht, weil ich (wie jeder Mensch) gewisse spezifische Bedürfnisse haben (und die sind legitim und berechtigt" für so unglaublich wichtig und hämmere hier im Thread so darauf herum. Die ganze Sache hat übrigens auch einen Nachteil - zumindest in der Variante die ich lebe, zumindest am Anfang gefühlt so. Wenn ich beginnen möchte die Art zu klären und zu definieren wie ich mit der Welt in Kontakt gehe, dann muss ich mich unweigerlich auch entscheiden Dinge wegzulassen. Wobei sich das über die Zeit ja auch wandeln kann, aber halt nicht forciert werden kann. Beispiel: Wenn z.B. mein Setting als Mann ist, das ich mir in der Vergangenheit Performancedruck gemacht habe sexuell. Und ich beschliesse, mir in Zukunft bei Frauen Zeit zu lassen, um ein bestimmtes "Das passt jetzt wirklich" Gefühl zu holen bevor ich zu sehr intim werde. Dann setz ich mir vielleicht einen klaren Rahmen, der heißt: Am ersten Abend gehe ich mit keiner ins Bett. Dann muss ich da aber auch dazu stehen, selbst wenn im Club plötzlich eine neben mir steht die eigentlich sofort mit mir heimmöchte. Der Unterschied ist quasi: Ich entscheide mich für meinen Weg, bevor ich vom Außen beinflusst werde. Ich entscheide mich dafür was ich will, was ich brauche, nicht im Taumel einer dynamischen "Mitten drin im Thema" Situation wie z.B. in einem Club oder auf einer Party, sondern in Ruhe. Das kann ich nacher nicht entwerten oder verbiegen, nur weil von Außen mir jemand was anderes hinwirft. Klingt vielleicht unflexibel, führt allerdings dazu das mir magischerweise viel mehr Dinge begegnen (weil meine Wahrnehmung entsprechend vorgeladen ist) die wirklich zu mir passen.
  2. Es ist schon spät, und vielleicht schreib ich nicht mehr das Schlaueste heute, aber eventuell kann ich dir zu dem Teil noch was anbieten. Finde es nämlich super, wie klar du erkennst, dass "alle-Fehler-auf-sich-beziehen" ja auch den Aspekt des Wunsches nach Kontrolle, nach "etwas bewirken" in sich trägt. Möglicherweise gibt's da einen Mittelweg, analog zu den zwei Sichtweisen aus dem anderen Post den du unten zitiert hast. Die Geschichte die du schon kennst ist der Blickwinkel "Ich hab's vergeigt, ich hab zuwenig getan, ich hatte zuviel Angst, ich habe es nicht gekonnt..." Das sind immer so die selbstabwertenden Formulierungen (womit wir übrigens den Bogen zum Threadtitel schön kriegen). Wie du richtig schreibst, gibt dir das aber auch die Illusion es beim nächsten Mal irgendwie... anders zu können. Die zweite Variante den gleichen Sachverhalt zu beschreiben, jene die dich vielleicht zu der alternativen Perspektive auf der vorherigen Seite führen könnte, beinhaltet auch den Satz "Ich konnte nicht..." Allerdings dann mit einem "...weil ich hätte dieses und jenes vorher noch gebraucht." Und das ist komplett legitim, nur vergessen wir das oft, wenn wir so gepolt sind uns selbst klein zu halten. Wir versuchen den anderen nichts aufzubürden, und uns so zu verhalten das es für die anderen perfekt funktioniert. Aber: Damit du "es kannst", hast du jedes Recht einen Rahmen zu brauchen wo dir das möglich ist. Wenn du einen Nagel in die Holzwand schlagen willst, dann brauchst du einen Hammer - oder zumindest einen Stein. Wenn dir dein Chef nur einen Besen gegeben hat, wird das recht anstrengend. Also musst du schon etwas richtig machen - du musst deinen Chef um einen Hammer bitten! Bleiben wir beim konkreten Beispiel: "Ich konnte nicht körperlich werden, weil mir noch das Vertrauen in die andere Person gefehlt hat, ob die mit meiner Besonderheit gut und achtsam umgehen wird". (Ich formuliere mal frei, nicht dass es genau deine Worte sein müssten, einfach so wie ich es mir denke...). Du musst nicht bedingungslos funktionieren... du bestimmst, welche Bedingungen nötig sind, damit du deine "Aufgabe" (deinen Wunsch, dein Bedürfnis) erfüllen kannst. D.h., du hast schon etwas zu tun: Du hast die Aufgabe, dir klar zu werden welches Setting du brauchst. Welche Bedingungen, welche Umstände, welches Gefühl, was nicht passieren darf, was du tust wenn das passiert was nicht passieren darf... Das ist verdammt viel Arbeit. Das sind viele kleine Schritte. "Damit ich eine Frau küssen kann, muss ich XYZ spüren, und ich kann das nicht im Lokal ABC weil dort arbeitet eine Ex von mir, und es hilft wenn ich ein bisschen was getrunken habe, aber nicht zuviel..." Alleine für einen Kuss brauchts wahrscheinlich bei jedem von uns in Wirklichkeit zehn, zwanzig Faktoren die erfüllt sein müssen, oder in uns gesichert - d.h. teilweise brauchen wir auch Dinge von uns selbst. Sehr oft läuft das aber so unterbewusst ab, gerade bei Dingen die wir regelmäßig tun, dass uns dieser Mechanismus gar nicht auffällt. Das ist der eine Teil der Arbeit. Das kann man trainieren. Sich klar zu werden, welchen Rahmen, welche Bedingungen nötig sind, um Sache X oder Sache Y erfolgreich zu können. Und uns selbst diesen Rahmen zu sichern. Der zweite Teil der Arbeit ist dann, diese Bedingungen auch dem Gegenüber zu kommunizieren. Verbal oder nonverbal. Auch das kann man üben. Das hat sehr viel mit dem schon erwähnten "Sich-Zumuten" zu tun. Also nein, aus meiner Sicht ist das Gegenteil von "Ich bin an allem schuld" nicht "Ich kann nichts tun". Sondern für mich ist das Gegenteil von "Ich bin an allem schuld" ein "Ich muss rechtzeitig vorher auf meine Bedürfnisse achten. Und diese klar ausdrücken und einfordern. Ich muss wissen was ich will, was zu mir passt und was nicht zu mir passt, und dann entsprechend den Ablauf sichern bevor ich loslege". Wenn man das gut übt, dann kommen plötzlich so verrückte Sätze raus wie "Weißt du, ich will unglaublich gerne mit dir schlafen - und (nicht aber!) gleichzeitig spür ich grad, das ich heut irgendwie total nicht fit bin, und unsicher ob das so toll wird wie ich's mir für uns beide wünsche. Wie geht's dir damit?" während du der Frau sanft den Arm entlangstreichst. Mir ist klar, das dies in weiten Teile (zumindest an der Oberfläche) eine echte Antithese zu sehr viel von dem ist, was gerade wir Männer lernen wie wir sein sollen. Das ist ein bisschen so wie Superkräfte an die keiner glaubt. Es ist sicher nicht der Weg für jeden. Aber ich sage dir aus Erfahrung... so kann es funktionieren. Edit: Möglicherweise mach ich auch grad den Fehler und versuche etwas in Forentext zu vermitteln, was zu groß für das geschriebene Wort ist, eher die persönliche Begegnung und gemeinsame Arbeit braucht. Wenn du dir daraus was mitnehmen kannst, freuts mich trotzdem sehr.
  3. Merkst du, wenn du den Thread hier durchsiehst, in welche Richtung deine Denkweise zieht? Wie würdest du dieses "Muster" beschreiben? Edit: wenn ich zuviel zu schnell wissen will, sag Bescheid oder lass dir einfach Zeit.
  4. Wenn du Zeit hattest drüber in Ruhe nachzudenken, wär ich neugierig was du dir allgemein hier mitnehmen kannst.
  5. Ihr seit euch offenbar beide in Unsicherheit begegnet. Du hättest von ihr was gebraucht, sie von dir, um weiter zu können. Fühlt sich das anders an als "ich hab nicht gekonnt"?
  6. Ist es Reue (Bedauern über eine Situation) oder ist es eine andere Art von Selbstvorwurf ("ich konnte nicht...") ?
  7. @thereislight So, dann jetzt mal der Versuch eines Beispiels einer Neubewertung bzw. wie ein Umdenken ausehen könnte. Ich fasse mal zusammen was ich bisher gehört habe: Du hattest Angst, gegenüber deiner letzten Flame unsicher zu sein. Der Teil den du ihr von dir ganz sicher nicht zeigen wolltest, war zu zeigen du hättest wenig Beziehungserfahrung, sie würde daraus ableiten du hättest diverse Probleme, zur Not hättest du "gelogen" und gesagt die Richtige war noch nicht dabei... Für dich "ist klar, das da was schiefgelaufen ist" wenn jemand mit so einer Vorgeschichte kommt, so als ob jemand keinen Schulabschluß hätte. Du hast bei den vorherigen Mädels nicht eskaliert, weil du Angst hattest du würdest dich sexuell blamieren. Daraus/deswegen auch die Unerfahrenheit, weil du ja gar nicht weiter gegangen bist bzw. gehen wolltest. Meine Frage war dann, wie du das ins Positive drehen kannst. Es gibt nämlich aus meiner Sicht eine zweite Perspektive auf genau die gleichen Fakten. Wenn du zu dem stehst was du brauchst, wenn du das was geschieht nicht automatisch als deinen Fehler siehst, sondern als Zeichen das in der Situation allgemein etwas nicht passt, dann hättest du ja vielleicht zu deinem letzten Mädel ungefähr folgendes sagen können: "Weißt du, ich merk grad das ich mich in unserer Situation noch ein wenig unsicher fühle, weil ich in der Vergangenheit bei anderen Frauen die mich daten wollten nicht das Gefühl bekommen habe, dass die mich begehren für das was ich tief drin bin, und das die meine Intimität wirklich wertschätzen können. Du bist für mich was Besonderes - du zeigst mir das du mich wirklich willst, und du flirtest auch verdammt gut. Es ist für mich eine ungewohnte Situation, und trotzdem möchte ich mich bei dir gerne komplett fallen lassen, nur brauche ich dafür noch etwas Vertrauen. Gehts dir ähnlich, oder wie fühlt sich's für dich an?" Witzigerweise ist das ziemlich genau das, was du als "Lüge" bezeichnet hast - nämlich auf "die Richtige" gewartet zu haben. Es ist allerdings die Wahrheit, wenn du es aus der Richtung betrachtest. Der Punkt ist: Du müsstest sowas nichtmal sagen - obwohl es ein guter Weg sein kann, diese Dinge klar auszusprechen wirst du es auch einfach ausstrahlen, wenn du dir diese Sichtweise mal erlaubst. Es geht um die innere Stellungnahme zu dir selbst. Das du in der Vergangenheit weniger Erfahrungen gesammelt hast, aufgrund deines Bedürfnisses nach Vertrauen, nach sorgsamen Umgang mit deinen Besonderheiten, das ist vollkommen legitim. Allerdings gibst du dir scheinbar die Schuld dafür, und siehst es als persönlichen Makel, während du dir gleichzeitig offenbar recht schwer tust, einen gerechten Anteil des "nicht geklappt habens" bei den Mädels zu lassen die dir das Gefühl gegeben haben, sie würden durchs halbe Dorf erzählen was in eurer intimsten Situation passiert, wenn du dich öffnest und hingibst an einen anderne Menschen. Na no na, blöd wärst gewesen über deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse hinwegzugehen! Bei deiner Vorgeschichte hast du wirklich jedes Recht dir einen sorgsamen Umgang mit deiner Sexualität zu erwarten. Bei der letzten Dame hattest du das Gefühl, du kannst mal weitergehen, du kannst dich einlassen - und das ist in meiner Welt ein Geschenk an sie, wo du ihr etwas gibst das du vorher kaum oder nicht jemand gegeben hast. Wo du beschlossen hast, das SIE es wert ist. Kannst du dieses Geschenk wertschätzen, das du da machst? Kann gut sein das ein offenes Ansprechen deines unsicheren Momentes für sie den Raum öffnet ihre eigenen Unsicherheiten auch mal zu zeigen. Und damit führst du auf eine sehr männliche, sehr soveräne Weise. Und indem du sie spüren lässt, das sie etwas in dir auslöst was vorher noch niemand sehen konnte/durfte, machst du sie zu etwas ganz Besonderem. Ist es vorstellbar, das dieses Gefühl ziemlich anziehend ist? Kannst du mit diesen Ideen was anfangen?
  8. Nochmal meine Bitte: Kannste das in einem Satz zusammengefasst umformulieren, so das die Mädels schuld dran waren das du nicht den Rahmen zum eskalieren hattest, und nicht du? Lüg mich an, wenns sein muss 😉 Sie haben dich nicht gut gegamed. Was hat noch gefehlt? Welches Gefühl oder Gefühle haben dir gefehlt in der Situation? Welches Signal hättest du gebraucht, um dich zu entspannen und deine Sorge der Blamage abzulegen? Ich weiß diese Neubetrachtung ist verdammt schwer wenn man damit grad anfängt, das is allerdings genau diese Umpolung der alten Hirnschaltpfade um die es meiner Meinung nach geht. Und das kann man trainieren wie einen Muskel - sag ich aus Erfahrung. Ich erklär dir spätestens morgen, wo meine Gedanken da hingehen. Ich denke nur der Versuch ist sinnvoller als die Theorie.
  9. Okay, du wechselst grad zum letzten Mädel. Passt aber supergut 🙂 Recap: Du sagst, du hattest Angst, unerfahren zu wirken (bei ihr). Das war der Teil, wo du dich ihr nicht zumuten konntest. Stimmig soweit? Sonst korrigier mich bitte. Die Frage also konkreter: Was haben die vorherigen Mädels falsch gemacht (weshalb du nicht eskaliert hast, woraus dann deine gefühlte Unerfahrenheit entstanden ist), was sie richtig gemacht hat? Bonusfrage: wie hat sich das angefühlt, es mal so zu formulieren "wie ich es hören möchte"? 😉
  10. Okay. Kannste diese Angst zu eskalieren mal so formulieren, das nicht du schuld warst, sondern das Mädel? Wenn sichs unstimmig anfühlt, dann versuch das aktuell mal zu ignorieren. Ich weiß wir sind gut darin den Fehler zuerst bei uns zu suchen, blend das mal weg wenn geht. In welcher Form kannst du die Story so eines Dates wiedererzählen, bei genau dem gleichen Ablauf, wo es an ihr liegt das nix passiert ist? Was hättest du von ihr gebraucht? Was hat sie nicht getan? Keine Angst, wir erarbeiten hier nicht irgend eine Opferhaltung. Ich versuch zu sehen ob wir hier einen Prozess mal durchspielen können, wie du Dinge in neues Licht rücken könntest... Wenn du magst üben wir das mal.
  11. Versuch das mal neu zu bewerten. Aus welcher Sicht könnte das für dich sprechen?
  12. Ich denke deine Vorgeschichte ist relativ komplex, und auch sicher keine einfache gewesen. Beindruckt mich, wie gut du da mittlerweile dastehst und dich entwickelt hast, echt Respekt dafür. Bin nicht sicher ob dir hier irgendwelche Kurztipps gerecht werden... du bist ja selbst sehr aktiv am verändern, am umsetzen. Die Bücher die du hier und anderswo erwähnt hast, da machst du sicher nix falsch damit. Wie sieht's mit deinen Plänen für eine Therapie aus, wo du wirklich ins Detail gehen kannst? Mit deiner intensiven Vorarbeit wird das richtig abheben, könnte ich mir denken. Wie du oben angesprochen hast - könnte mir vorstellen, dass du einiges davon profitierst, wenn du mit dir selber die Seiten an dir klärst mit denen du nicht klarkommst. Die Seiten, die du auch anderen nicht zeigen willst, die Aspekte von dir, welche du (speziell Frauen?) nicht zumuten möchtest. Das war für mich eine interessante Erkenntnis - das Leben sehr viel weniger damit zu tun hat perfekt zu sein (wie ich früher dachte, ähnlich wie du) sondern eher, meine Imperfektionen meinem Gegenüber zuzumuten zu können und dürfen. Meine Unsicherheiten, meine optischen Problemzonen, mein "nicht das sein was man vielleicht erwartet hat" offen zu leben, und mich dafür nicht zu entschuldigen oder rechtzufertigen. Du kannst ja mal überlegen, wenn du möchtest, welchen Teil von dir du diesem Mädel am allerwenigsten zeigen wolltest. Und warum genau dieser Teil wahrscheinlich völlig okay ist.
  13. Dann erzähls deiner Freundin. Du liest dich in meinen Ohren ein bisschen zu bequem. Übliches Thema hier im Forum... Gut eingewachsene (wie ein Zehennagel) Beziehung, an der nicht gerüttelt wird weil Konstanz, Sicherheit. Die Kleine durchaus mit a bissl Verlustangst möglicherweise, einfach zu managen. Nur blöd halt, dass in dieser Friedhofsruhe auch sexuell nix brennt.
  14. Ich tu mir immer bissl schwer wenn Leute schreiben die Beziehung sei so klasse, die Frau so wunderbar... aber hey, bin schon fremdgegangen, "is halt passiert..." - Einmal oder mehrmals? Nicht als moralische Wertung - nur als kleiner Selbstcheck, warum man denn in einer tollen Beziehung fremdgeht...? Ist sie zufrieden mit eurer Sexualität? Und weiß sie davon: Wenn ja, wie geht sie damit um? Wenn nein - warum nicht ansprechen? Vorwurfsfrei, aber klar.
  15. Selbstwert hat meiner Erfahrung nach mit Bewertung zu tun. Vor allem mit der Bewertung der für uns prägenden Erfahrungen vergangener und lange zurückliegender Jahre. Was geschehen ist können wir nicht ändern, aber wenn wir das was geschah aus einem Blickwinkel sehen können, der auch unserem Wert darin Platz lässt, dann ist eine Änderung im eigenen Empfinden möglich. Blöderweise gibt's dafür meines Erachtens keine Abkürzung. Sondern bedeutet sehr oft die Aufarbeitung und Neusortierung, Stück für Stück, von dem was vorher war und "hängengeblieben" ist. Is zumindest mein Ansatz. Im Hier und Jetzt zu erleben, wieviel Gutes mir täglich passiert ist auch ein Weg mich wert zu fühlen. Erfordert aber eine Veränderung der Wahrnehmung vom Mangel zur Fülle. Auch hier wieder - keine Abkürzung, sondern sehr aktives Training. Interessanterweise bin ich nicht sicher, ob sich dann tatsächlich Selbstwert einstellt, als ein Gefühl. Oder eigentlich eher das Vergleichen aufhört und sich die Frage nicht mehr stellt. Ich wage zu behaupten, je mehr ich gelernt habe andere Menschen nicht abzuwerten (sondern einfach in "zu mir passend" oder "weniger passend" zu sortieren) umso weniger fühle ich mich selbst abgewertet. Spiritualität, wie @Deborah schreibt, kann dabei helfen.
  16. Wenn du Belege, Zeugenaussagen etc. für diese Dinge hast, dann geh bitte zur Polizei - und ich würde wohl auch dringend das Umfeld und die Tätigkeit wechseln. Solche Drohungen sind ja kein Spaß. Nur scheint es mir eben, du hast kein Interesse das über den "normalen" Weg der Polizei zu lösen. Wieso nicht?
  17. Schau, Irgendwie hängt da ungesagt der Elefant im Raum dass es dir offenbar im letzten Jahr oder paar Jahre vorher psychisch nicht sehr gut gegangen ist. Du mußt das hier öffentlich natürlich nicht weiter ausführen, aber sei ehrlich zu dir selbst, du weißt ja selber am besten ob und welche Diagnose du hattest, ob du stationär warst etc. Ist auch alles keine Schande, kann jeden erwischen. Gleichzeitig hast du (korrigiere mich bitte wenn ich was falsch verstanden habe) in zwei Threads, zu drei verschiedenen Lebensbereichen (Frauen/Freunde/Beruflich) jetzt die Wahrnehmung geäußert das Leute hinter deinem Rücken gegen dich zusammenarbeiten und dir Schlechtes wollen. Das sie dich beobachten, bei deinem Haus vorbeifahren, Kontakt mit Personen aufnehmen dir dir wichtig sind um dir dort zu schaden etc. Das ist halt so ungefähr ziemlich das, was man so landläufig laienhaft als Paranoia bezeichnet. Im Falle der Frau hast du jetzt erlerbt, dass es eine viel einfachere Erklärung gab als einen geheimen Informationsaustausch. Könnte es nicht sein, dass es mit deinen "Kumpels/Feinden" ähnlich läuft? Das du dir Sachen einredest oder interpretierst, die viel einfachere und harmlosere Erklärungen haben? Wobei es ja nicht darum geht, dir hier irgend eine Diagnose einzureden. Sondern nur dich darauf hinzuweisen, dass offenbar einige andere Personen deine Gedankengänge hier für überspitzt halten, bzw. zu sehr um dich selbst kreisend, wir also nicht nachvollziehen können wieso du das alles auf dich selbst mützt. Wir alle haben mal so Phasen wo es sich anfühlt als hätte sich die ganze Welt gegen uns verschworen. Nur wenn dir das wiederkehrend in mehreren Lebensbereichen passiert, ist es eventuell schon ein guter Grund, mal unverbindlich durch eine professionelle Begleitung abchecken zu lassen was wirklich dahinter steckt und ob deine Wahrnehmung nicht einen Abgleich mit anderen Perspektiven braucht. Bzw. kannst du das ja auch in Bezug zu einer eventuellen Vorgeschichte setzen, die du oben anklingen hast lassen. Aus meiner Sicht bzw. Lebenserfahrung hätte ich den Eindruck: Entweder du hast klare Distanz gezogen, und die anderen belästigen dich trotzdem - dann ist es ein Fall für die Polizei. Oder du ziehst keine klaren Grenzen, suchst eigentlich immer noch den Konflikt - dann liegt es an dir. Oder eben die dritte Variante: Das du Dinge auf dich beziehst und dir Ängste machst, für die es einfachere und harmlosere Erklärungen gibt. Könnte ich... 😉 LOL. Bin ich soooo böse? 😛
  18. Ich formuliers mal um: Warum, denkst du, haben dir hier jetzt drei oder vier verschiedene Personen geschrieben, dass deine Erzählung ein bisschen paranoid klingt? Und was wirst du in Zukunft im Umgang mit diesen "Feinden" ändern? Danke für die Blumen, kenn kich nur grad nicht aus - einen Guide worüber genau?
  19. Aha, also doch keinen sauberen Kontaktabbruch auf das minimal geschäftlich Nötige? Gut, kannst du zumindest nachvollziehen warum die Leute dich hier in diese Richtung interpretieren? Was machst in Zukunft anders?
  20. Wieso lädst du so jemand noch ein? Das regelt man doch formal schriftlich, ev. telefonisch. Wenn er dich bedroht hat, oder er und/oder andere Rufschädigung betreiben, dann mach eine Anzeige. Dein anderes Thread hier vom Mai handelt von einer Frau, von der du vermutest sie wüsste Dinge über dich welche ihr jemand anderer erzählt haben müsste. Es tut mir leid, aber wie andere schon geschrieben haben hört sich das ein bisschen paranoid an. Im Sinne das du möglicherweise Dinge auf dich beziehst die gar nichts mit dir zu tun haben. Klär das bitte ab.
  21. Offenbar wirst du gestalkt und/oder beleidigt von Personen mit denen du den Kontakt klar und deutlich seit Monaten abgebrochen hast. Teils bedroht, oder was heißt "Kenne genug Leute..."? Oder habe ich das falsch verstanden?