Generation "Maybe" - Wir 20- bis 30-Jährigen sind eine Generation ohne Eigenschaften.

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http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13939962/Generation-Maybe-hat-sich-im-Entweder-oder-verrannt.html

Ich schätz' einmal, dieser Zeitgeist - der die "Maybe"-Generation hervorbringt - ist dafür verantwortlich, warum es Pick-Up gibt. Pick-Up ist die Gegenbewegung zu "Maybe", Pick-Up ist in erster Linie ein Instrument, um Lebensperspektiven zu finden u. Träume zu verwirklichen, der Unentschlossenheit entgegen zu wirken ...

... und Marlboro trifft wieder mal den Nerv der Zeit, mit dem Slogan: "Don't be a maybe".

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Pick Up wurde von Menschen erschaffen, die längst über die 30 hinaus sind.

Ich konnte mich in dem Artikel kaum widerfinden. Ich genieße die Vielfalt an Möglichkeiten und nehme eine nach der anderen wahr.

Ansonsten habe ich gut gelacht:

"Bei Licht betrachtet kommt eine Generation zum Vorschein, die sich lieber für spießige Fernsehserien wie „Desperate Housewives“ oder „How I Met Your Mother“ interessiert als für Ideen."

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Doch bei jeder weiteren Generation wird es schwieriger, ihr ein Etikett aufzukleben. Das kann von Vorteil sein, muss es aber nicht. Die heutigen Twentysomethings kann man kaum noch unter einer gemeinsamen Idee, geschweige denn einem Begriff subsumieren. Unsere Generation ist zerfasert, von einem übergroßen Individualgedanken ergriffen, der uns vereinzelt durch die Gegend irrlichtern lässt.

Öhm, Occupy, Piratenpartei, Chaos Computer Club, digitale Aktivisten, Anonymous?

Man konnte sowieso noch nie alle unter einen Begriff subsummieren. Nicht alle Studenten waren 68er, damals gabs genauso Leute, die keine Hippies waren.

Es ist halt alles nicht mehr so eindeutig, nicht mehr so trennscharf, wie man es gerne hätte. Die heutigen Themen, D.h. Privatsphäre, Persönlichkeitsrechte, digitale Rechte, Eigentumsrechte, digitale Boheme, Leistungssschutzquatsch,

Auf die Eigenschaftslosen trifft man überall. In der Politik etwa auf die Piratenpartei. Mit Sachfragen konfrontiert, lautet die Standardantwort: „Keine Ahnung.“ Das ist ehrlich, offenbart aber eine tiefe Unsicherheit im Umgang mit Themen unserer Zeit.

Und wieder so ein polemischer Quatsch. Die andere Seite ist sich oft "sicher" und liegt völlig falsch. Dieses "Stellung beziehen" auch wenn man keine Ahnung hat oder völlig falsch liegt, wird aus meiner Erfahrung von unserer Generation eben nicht mehr als Charakterstärke, sondern total affig gesehen. Das sieht man auch an den Forderungen nach Positionsbezug der Piratenpartei immer wieder. Die Schwäche, die die Piratenpartei in Konzeption bisher noch hat, wird völlig in den Schatten gestellt von der Konzeption unglaublicher Inkompetenz in den den Piratennahen Themen beispielsweise bei der CDU. Was Hans Peter Uhl von sich gibt, ist aus meiner Sicht an Inkompetenz nicht zu übertreffen. Selbst die Mitglieder der CDU in der Enquete Kommission für Internet und digitale Gesellschaft sind oft hoffnungslos mit ihrem Thema überfordert.

Es gab in einigen Filmen mal sehr treffend den Satz "In diesem Raum werden Entscheidungen getroffen, die Kriege auslösen und die Welt verändern können. Wenn sie also zu einem Thema keine Antwort wissen, sagen sie einfach "Ich weiss es nicht."

Ich wünschte mir wirklich, dass dieses "Ich weiss es nicht" kein Problem mehr für Politiker darstellt.

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Wer sich oben den Pfad durchliest wird feststellen das dieser Artikel unter "Meinungen" steht. Gut, mag seine Meinung sein, aber nichts desto trotz sind einige Behauptungen einfach ohne Hand und Fuß.

Laut seiner Aussagen kann der Generation "Maybe" kein Stempel aufgedrückt werden, doch tut er in seinem Text ganz genau das.

Es ist meiner Ansicht nach korrekt das z.B. Berufsfindung heutzutage schwerer ist als je zuvor, solange man nicht schon von vornherein genau weis was man machen will. Doch warum gestaltet sich der Prozess der Jobfindung so schwierig?

Weil wir Pro und Contra abwegen. Wir denken nach und handeln nicht blind nach den Vorgaben anderer. Wenn das der Preis dafür ist als Generation "Maybe" abgestempelt zu werden, warum nicht?

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Weder im Beruf („Irgendwas mit Medien“) noch im Privaten („Irgendwann möchte ich auch Kinder haben“) wollen wir uns festnageln lassen. Wir wollen nicht planen, sondern in den Tag hinein leben. Den Eigenschaftslosen fehlt der Kompass.

Muss man denn das? Ich lebe auch ohne Kompass, weiß nicht wo ich in 1,5,10,20 Jahren stehen werde. Will ich aber auch gar nicht, das Leben bietet so viele Überraschungen. Und wenn ich mir die ältere Generation anschaue, wer von ihnen hat denn seinen Lebensplan verwirklicht? 1 % und die anderen 99% versinken in Trauer, wenn sie ihr Leben Revue passieren lassen und feststellen, dass sie ihre Pläne und Ziele nie erreicht haben. Das die Welt durchaus komplexer erscheint als früher, da das ist der einzige Punkt wo der Autor recht hat, ansonsten ziemlicher Unsinn.

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Gast 11223344

Diese Kritik kommt immer von Leuten die selbst unbedingte Sicherheit, ne feste Meinung und ein unerschütterliches Weltbild brauchen. Wer hat denn nun Angst und wer hat Mut? (Antwort: Kann man so nicht pauschal beantworten) Wie Shao schon sagt...soll ich jetzt unbedingt eine strikte Meinung zum Thema Schulreform haben wenn ich davon absolut keine Ahnung und mich nie damit beschäftigt habe? Die Welt heute ist komplex und wird komplexer, das haben viele noch nicht mitbekommen. Man hätte das auch positiv schreiben können. Wir sind flexibel und halten nicht unbedingt fest an einer bestimmten Ideologie. Wir wissen, dass wir nichts wissen. Was sind das überhaupt für Beispiele? „Irgendwann möchte ich Kinder haben“ heißt ich habe keinen Kompass und ich plane nicht? Was soll ich sagen? Mit 33 1/2 will ich Zwillinge? „Irgendwas mit Medien“ ist schlecht? Wir leben nicht mehr 1930 als es nur einen Beruf in einem Feld gab den man (=jeder =man hat kein Problem mit Entscheidungen weil es nichts zu entscheiden gibt. Und falls man doch mal die Wahl hatte, dann zwischen klaren und wenigen Optionen) machte bis man starb.

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Gast selfrevolution

Amüsant. Ich hatte vor ein paar Tagen anderswo schon eine kleine Diskussion zu genau diesem Artikel, in der ich im Grunde genau das vertreten habe, was ihr hier auch schriebt, nämlich: Besser ein "Maybe" als ein "Da fährt die Eisenbahn rüber!". Also im Grunde gebe ich so ziemlich der kompletten Kritik, die hier an dem Artikel geübt wurde, Recht.

Nichts desto Trotz spricht der Artikel schon etwas an, das - meinem Eindruck nach - nicht ganz falsch ist. Es gibt keine gesellschaftlichen Visionen mehr, keine Idee mehr, für die wir groß kämpfen. Alles wofür wir kämpfen könnten hat seine Schattenseite, seine unvorhersehbaren Aspekte, wie der Kampf um die freie Liebe letztlich auch die Regeln ins Gegenteil verkehrt hat: Sex ist nicht mehr nur ein Recht, das man hat, es ist geradezu eine Pflicht geworden. Wenn in prüden Zeiten gesagt wurde, man genieße Sex, am besten noch mit jemand anderem, als dem eigenen Ehemann, dann wurde man gesellschaftlich geächtet. Heute dreht sich das einwenig um. Wenn jemand meint, er stehe nicht auf Sex, dann akzeptieren wir das zwar, suchen aber Erklärungen dafür: "Hatte eine schlechte Erziehung", "ist asexuell", "hat schlechte Erfahrungen gemacht" oder so, wenn jemand mit 20 noch Jungfrau ist kommt er hier her und erzählt allen, wie schwer sein Leben ist, weil er noch Jungfrau ist und sich so nicht als richtiger Mann fühlt, die Frauen ihn nicht wollen, er ja eigentlich gut ausschaut, aber die Frauen wollen nur ... was auch immer, und ich bin in einem anderen Forum schonmal auf einen Thread gestoßen, in dem ein Mädel sich ebenso über dieses Phänomen aufgeregt hat und erzählt hat, dass ihre Freunde, nachdem sie meinte, sie stehe weder auf Analsex, noch hätte sie Interesse daran, es auszuprobieren, ihr laienhaft eine "Störung in ihrer analen Phase" diagnostiziert haben.

Der Kampf um die Freie Liebe ist so ein Beispiel - man soll vorsichtig sein, mit dem was man sich wünsch und wofür man kämpft. Ich denke, das haben wir doch ein Stück weit gelernt, und vor allem gibt es einfach so viele verschiedene Möglichkeiten! nicht bloß "Hippy", "Popper", "Rocker" oder "Normalo", sondern "Nerd", "Krocher", "Emo", "Punk", "Hip Hopper", "Technotussi", "Streber", "Feministin", "Pick Up Artist"... es gibt so viele Philosophien und Ideen, und wir haben keinen strengen Vater mehr, der auf den Tisch haut und sagt: "Du wirst Maler! Und außerdem spielst du Fußball und wählst Rot!"

Was aber tun wir, angesichts dieser Auswahl? Wir werden ignorant. Ich bin da wohl das beste Beispiel dafür: Wenn mir wer mit einer Idee kommt, dann denk' ich drüber nach, ich zerlege den Gedanken, analysiere ihn tot, und selbst wenn ich dann noch nichts gefunden habe, tu' ich im Grunde das einfachste und meine, dass alles seine Schattenseiten hat, und letztlich kämpfe ich für gar nichts, setze mich für gar nichts ein. Zumindest für keine Ideen. In meinem persönlichen Leben war ich bisher schon ziemlich kompromisslos, zumindest etappenweise; spiele Ohne Netz und doppelten Boden. ;-)

I Grunde kämpfen wir nur noch für uns selbst und für keine Idee. Wir rufen nicht mehr "Proletarier alles Völker vereinigt euch!", wir rufen nicht "Freiheit für alle!", sondern wir schreien: "Ich will Kuchen!" Und es ist gut, dass wir das schreien können, aber naja. Das arten im völligen Egoismus aus und die anderen sind nur noch Feinde, weil die meinen Kuchen essen könnten.

Was das persönliche Leben betrifft bin ich aber einwenig zwiegespalten. Auf der einen Seite machen wir keine großen Pläne mehr, auf der anderen Seite stehen wir immer im "davor":

Ja, aussagen wie: "Ich werde Programmdirektor" sind nicht ganz so häufig und bestimmt, weil wir wissen, dass es auch anders kommen kann. Das spricht dafür, dass uns die Zukunft entgleitet. Aber trotzdem sind wir nach der Schule einmal auf Hochschulen, wo wir auf unsere Zukunft "vorbereitet" werden, oder wir haben einen Job und arbeiten auf eine "Beförderung" hin, haben wir diese Beförderung aber bekommen, dann ist das dem Anspruch nach nur ein Zwischenschritt, und im Grunde wollen wir mehr. Vielleicht leben wir ja gedanklich nie im Hier und Jetzt, sondern in einer Zukunft, die uns aber völlig fremd und unbestimmt ist. Hm,...

Glücksbärchi, ich halte nicht viel von solchen Zahlen-Aussagen, wie "1% hat's geschafft, die anderen 99% versinken in Trauer". Diese Zahlen sind einfach zu wild, aus der Luft gegriffen und Zahlen haben für mich relativ wenig Autorität und Bedeutung.

Ich steh' nicht auf Sprichwörter, aber oft ist es halt der Weg, der ... naja, nicht das Ziel ist, aber der den Wert in sich hat. Ich habe jetzt wieder mit Vereinssport begonnen und bin ruhiger geworden (älter halt). Aber noch vor 10 Jahren (scheiße verdammt, ich spiel schon 12 Jahre - Gott muss ich alt sein), da hab' ich mich voll eingehängt und jedes Spiel war ein Kampf. Ich hab' alles dafür gegeben, um zu gewinnen, und naja... meistens haben wir verloren. Meistens hab' ich in meinem Übermut Scheiße gebaut und so weiter. Aber ich hatte im Nachhinein eben nicht so ein Gefühl von Trauer und Verzweiflung. Immerhin hab' ich etwas getan. Nur weil man sein Ziel nicht erreicht hat, heißt das nicht, dass man am Schluss traurig ist.

...und dann gibt's ja auch umgekehrt das Phänomen, dass jemand mit dem Erreichen seines Zieles plötzlich eine Leere in seinem Leben hat. Wohin jetzt? Zwanzig Jahre hab' ich genau auf das hier hingearbeitet. Jetzt hab' ich es endlich geschafft. Super! Und ehm.... jetzt?

Weiß nicht,.... und genau das trifft's gut, und damit reihe ich mich absolut bei den Maybes ein: Ich weiß nicht so Recht was ist und was sein soll. Spricht vieles gegen das Eine und vieles gegen das andere, und überhaupt ist jeder anders. Aber eine Welt des reinen Egoismus find' ich jetzt nicht so schön. Auch wenn ich's gut find', egoistisch sein zu dürfen.

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Doch warum gestaltet sich der Prozess der Jobfindung so schwierig?

Ich denke es gestaltet sich auch problematisch aufgrund der Vielfalt.

Vor 30 Jahren hast du Biologie studiert und dann dich dann langsam am Ende mit deiner Diplomarbeit, der Fachwahl auf einen Bereich spezialisiert und deiner Fachrichtung so richtig erst gegen Anfang deines PhD. wirklich deinen Stempel aufgedrückt.

Heute studierst du Biologie im Bachelor und fragst dich beim Master, ob für einen Phd. in Postmodern Neurogenomics der Master in Quantative Genomic Epidemiology oder Neurologic Quantology die bessere Grundlage bietet, wenn dein Ziel in quantativen Neurogenomischen Verfahren liegt. (Alles Blödsinn, bitte nicht googlen :D:D:D:D)

Die Spezialisierung muss extrem früh getroffen werden in vielen Fächern, der Student von heute ist versunsichert.

Der Geselle aber auch. Hat jemand seine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen konkurriert er direkt mit Leuten, die neben dem EInzelhandel an der FOM studiert er haben. Er fragt sich auf jeden Fall, wie wichtig ist das denn? Soll ich das machen? Bringt mich das weiter? ist das pragmatisch?

Ich hab das Gefühl das diese unsichere Situation einen neuen Pragmatismus hervorbringt, der Jobwahl und Studienwahl betrifft. Und das ist das Witzige daran: Wir haben das Problem des Paradox of Choice: Mehr Möglichkeiten, mehr Richtungen, mehr Auswahl. Und das verunsichert uns. Weil je mehr Möglichkeiten man hat, desto mehr fragt man sich: War es die richtige Entscheidung???

Dieses Paradox of Choice wirkt lähmend und wurde sehr gut von Barry Schwartz beschrieben.

Ich habe das gleiche Problem. Ich habe mehr Interessen, als ich je studieren könnte. Würde ich alles studieren, was mich interessiert, müsste ich Privatier sein und hätte in 20 Jahren Abschlüsse und Titel in Biologie, Psychologie, Chemie, Sportwissenschaften, Theoretischer Physik, Epidemiologie, Economics mit Schwerpunkt auf Spieltheorie, klassische europäische Philosophie, und so weiter.

Ich frag mich auch manchmal, ob nicht einer der Studiengänge dort oben noch geiler gewesen wäre als Organisationspsychologie. Was mir immer wieder auffällt ist, wie einschränkend halt Ausbildungen gesehen werden. Es ist einfach schwer, die eigenen Fähigkeiten und Interessen wirklich darzustellen, wie sie eben sind.

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Gast selfrevolution

Ich habe das gleiche Problem. Ich habe mehr Interessen, als ich je studieren könnte. Würde ich alles studieren, was mich interessiert, müsste ich Privatier sein und hätte in 20 Jahren Abschlüsse und Titel in Biologie, Psychologie, Chemie, Sportwissenschaften, Theoretischer Physik, Epidemiologie, Economics mit Schwerpunkt auf Spieltheorie, klassische europäische Philosophie, und so weiter.

Angenommen, du würdest diesen Weg gehen und versuchen all das zu studieren. Was wäre der Worst case? Dass du dein Leben lang kellnerst, während du zB. mit 35 einen M.A. in theoretischer Physik und Philosophie hast, während du mit den anderen Studienrichtungen mehr herumeierst und jetzt überlegst, ob du besser am Abschluss in Bio und Psychologie arbeitest oder ob du mit deiner Dis anfängst?

Oder was wäre denn der "worst case"?

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Worst Case?

Der ist momentan Privatinsolvenz für mich. Da ich mein Studium per Kredit finanziert habe, ist der Worst Case für mich im Moment super smart, top ausgebildet und total pleite zu sein. Eingeschränkt in meinen Handlungen und ein sozialer Pariah. Herumkommandiert und gegängelt von denjenigen, die mir versprochen haben, mich zu begleiten. Dem sehe ich momentan so ein wenig ins Auge.

Abgesehen davon: Verschwendung meines Lebens. Ich will irgendwo meinen Namen drunter sehen, etwas für die Gesellschaft schaffen, was nicht völlig mundän ist.

Für mich stellt sich diese Frage nur theoretisch, ich sehe immer wieder: Hey, du machst etwas mit einem Ziel, auf das du hinarbeitest. Das heisst, die Frage beantwortet sich für mich.

Was ich halt sehe ist, dass mich andere Dinge genauso interessieren.

Lähmend wird die Frage für mich an anderer Stelle: Ich werde wohl ein paar Jahre auch weiterhin in nicht ganz so zielnahen Jobs verbringen müssen, um bestimmte Anforderungen zu erfüllen, die ich für schwachsinnig halte :D

Das ist so ein Problem. Ich frage mich oft, warum ich mit dem, was ich gelernt habe und lernen will, nicht schneller dort hin komme, wo ich eigentlich hin will ;)

Und dann stellt sich die Frage für mich, ob statt dieses Weges nicht andere Möglichkeiten interessanter gewesen wären, finanziell luktrativer und so weiter.

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Gast selfrevolution

Achso ja,... ihr Deutschen habt ja so hohe Studiengebüren. Total pleite ist scheiße. Mal am Rande... wenn dich die Schen einfach nur der Sache wegen interessieren, dann brauchst du dazu keinen Abschluss, kein Papier. Dann ist es ein Hobby. Ein geregelter, feiner Job, und hin statt "Krafttraining", was scheinbar die Freizeitbeschäftigung hier schlechthin zu sein scheint, halt in Vorlesungen gehen oder Zeug dazu lesen. Hm?

In Österreich gibt's immer diese Diskussionen, dass Menschen Bildung vorenthalten wird, wenn man Studiengebüren verlangt. Aber das ist so einmal Unsinn. Es ist nicht die Bildung, die man ihnen vorenthält, sondern eigentlich nur das Papier. Keiner schmeißt sie aus dem Hörsaal, Bücher lesen ist auch nicht verboten, und wenn man mit dem Professoren redet, gibt's im Grunde immer Möglichkeiten, wie man zB. auf Lernplattformen reinkommt und Zugang zu irgendwelchen daten bekommt ... wobei man da wahrscheinlich ncihtmal mit den Profs reden braucht, sondern nur mit den Studenten. Also an sich ist es nciht die Bildung, die einem vorenthalten wird. *kopfkratz*

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Die heutigen 20-30 jährigen sind in einem kleinen Bereich gut ausgebildet.

Aber nicht gebildet im Sinne einer klassischen Bildung ansich. Letzteres is eher mau ausgeprägt.

Ansonsten ist der Artikel ein ziemlich oberflächlich zusammengetragener Gemischter Salatteller.

Wahrscheinlich hats eine 20-30 Jährige geschrieben :)

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Gast selfrevolution

Die heutigen 20-30 jährigen sind in einem kleinen Bereich gut ausgebildet.
Aber nicht gebildet im Sinne einer klassischen Bildung ansich. Letzteres is eher mau ausgeprägt.


Das würde ich jetzt nicht so einfach unterschreiben. Ich will damit nicht sagen, dass wir jetzt allzu gebildet sind, aber hängt unsere "klassische Bildung" so sehr hinter den älteren Generation hinterher? Es mag den Anschein haben, wenn man bedenkt, was wir alles nicht wissen, während unsere Großeltern in dem Alter die Bürgschaft auswendig konnten und unsere Eltern alle Bundespräsidenten seit 1945, weil unsere Großeltern klassische Opern kennen und wir, wenn's gut kommt Nirvana. (Ist schon ein paar Jahre her (oder ein paar Jahre mehr *hust*), da hat mir mein kleiner Cousin etwas von den Onkelz vorgespielt und meinte dann zu seiner Mutter: "die kennst du nicht, die sind neu", woraufhin meiner Tante und ich beide schmunzeln mussten.)

Adorno (sorry) hat in seiner Theorie der Halbbildung ein Phänomen beschrieben, bei dem Bildung im Grunde nur noch zur Statuserhöhung dient, was den Begriff "klassische Bildung" einen anderen Ausdruck verleiht, der vielleicht dafür sorgt, dass wir denken, unsere Großeltern etc. wären so viel gebildeter. "1001 Zitate für jeden Anlass", so heißt ein Buch, das mir mal in die Hände gefallen ist. Das klassische Beispiel dafür, aber wir können eben auch Adornos eigenes Beispiel nehmen (*hust*, ich hab' Adorno nicht gelesen, sondern nur eine einzelne Vorlesungseinheit zu ihm gehört) - eine Reihe von Merksätzen, mithilfe derer man sich die Melodien klassischer Musikstücke merken kann. "Mozart ist tot. Beethoven taub" - als Merksatz für die Schicksalssymphonie. Oder wenn di Leute "einer flog über's Kuckuksnest" gesehen haben und dann meinen (wie sich ein ehemaliger Lehrer von mir ganz richtig beschwert hat): "Heut zu tage geht's in Psychiatrien aber nicht mehr so zu". ...als würde sich der Gehalt des ganzen darin erschöpfen, dass es eine Psychiatrie ist.

Jedenfalls: Nur, weil man Schiller und Goethe kennt, heißt das nicht, dass man gebildet ist. Weder klassisch noch irgendwie, während man auch gebildet sein kann, ohne die Bürgschaft auswendig zu können (oder wie meine Oma dazumal den Taucher auswendig lernen sollte und meinte: "blubb, lubb, blubb, untergangen is' er" - hört klassische Musik, kennt viele Opern, und vertritt die Ansicht, dass Homosexualität wider der Natur ist und eine Krankheit ist, und dass Türken ... ich red' nicht mehr weiter).

Die heutige Generation von 20-30jährigen ist sowieso sehr vielseitig, aber man kann schon sagen, dass sie ein besseres Verständnis von Toleranz haben, als unsere Großeltern, so als Beispiel. Und auch, wenn ich selbst den Taucher nicht besser aufsagen könnte, als meine Oma, weil ich ihn nie gelesen habe, denke ich, dass ich klassisch gebildeter sein kann, als jemand der das kann, weil zitieren und verstehen einfach zwei Paar Schuhe sind.

Ich sage nicht, dass wir allgemein klassisch gebildeter sind; nur denke ich auch nicht, dass man so einfach as Gegenteil behaupten kann. :-)

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Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen ... Schmidt die alte taube Nuss bringt es auf den Punkt :rofl:

Das mit der Bildung stimmt aber schon denn wenn man eine Meinung haben will muss man schon verschiedene Ansichten kennen.

Im Übrigen steht unten im Text: "Der Autor (29) ist Volontär an der Axel-Springer-Akademie" ... muss man da noch was sagen ? 8-)

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Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen ... Schmidt die alte taube Nuss bringt es auf den Punkt :rofl:

Das mit der Bildung stimmt aber schon denn wenn man eine Meinung haben will muss man schon verschiedene Ansichten kennen.

Im Übrigen steht unten im Text: "Der Autor (29) ist Volontär an der Axel-Springer-Akademie" ... muss man da noch was sagen ? 8-)

Das heisst doch ohne Geld bzw. fast für Lau arbeiten oder? -> Lusche :)

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Gast 11223344

Das is ne“ Eliteschule" und auf 40 Plätze kommen 1200 Bewerber ;) Und die werden bezahlt... allerdings nicht gut.

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Gast selfrevolution

Das mit der Bildung stimmt aber schon denn wenn man eine Meinung haben will muss man schon verschiedene Ansichten kennen.

Stimme nicht zu. Die Qualität einer Meinung bemisst sich nicht daran, wie viele andere Meinungen man kennt, und eine Meinung kann man sich auch durch selbstständiges Denken bilden - nicht bloß durch eine Art "Aussuchen aus einem Pool von Positionen". Aber ja, erst durch die Konfrontation mit anderen Meinungen erkennt man oft, was die eigene Meinung am Ende taugt und letztlich entwickelt man seine Meinung vor allem im Zuge dieser Konfrontation bzw. der immer und immer wieder fortdauernden Diskussion.

Und die Qualität (sic!) des Arguments bemisst sich an sich nicht daran, wer jemand ist, sofern er sich nicht auf sich selbst beruft, also sofern er nicht behauptet irgendetwas beobachtet zu haben, irgendwelche Erfahrungen gemacht zu haben oder ähnliches, was in dem Artikel kaum der Fall ist bzw. spricht er so allgemein, dass man genauso allgemein dagegenreden kann.

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Das is ne“ Eliteschule" und auf 40 Plätze kommen 1200 Bewerber ;) Und die werden bezahlt... allerdings nicht gut.

Naja, so schlecht ist die Bezahlung nicht. Habe zwei Freunde, die dort "volontiert"(?) haben und während der Ausbildung (2 Jahre) kriegste bei SK1 knapp 1000€ netto, danach 1900€ netto als Festanstellung oder du wirst Freelancer. Da werden andere Azubis schlechter bezahlt ^^

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Doch bei jeder weiteren Generation wird es schwieriger, ihr ein Etikett aufzukleben. Das kann von Vorteil sein, muss es aber nicht. Die heutigen Twentysomethings kann man kaum noch unter einer gemeinsamen Idee, geschweige denn einem Begriff subsumieren. Unsere Generation ist zerfasert, von einem übergroßen Individualgedanken ergriffen, der uns vereinzelt durch die Gegend irrlichtern lässt.

Öhm, Occupy, Piratenpartei, Chaos Computer Club, digitale Aktivisten, Anonymous?

Man konnte sowieso noch nie alle unter einen Begriff subsummieren. Nicht alle Studenten waren 68er, damals gabs genauso Leute, die keine Hippies waren.

Es ist halt alles nicht mehr so eindeutig, nicht mehr so trennscharf, wie man es gerne hätte. Die heutigen Themen, D.h. Privatsphäre, Persönlichkeitsrechte, digitale Rechte, Eigentumsrechte, digitale Boheme, Leistungssschutzquatsch,

Man muss hier allerdings sagen das sich die Leute zwischen 20 und 30 doch zu recht großen Gruppen zusammenfassen lassen, die im Grund e alle gleich sind.

Selbst die Generation zwischen 16 und 20 die alle so unheimlich individuell sein wollen sind in diesem Stregen nach Individualität dann doch alle wieder gleich.

Man muss nur wissen an welchem Punkt man sie greift.

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Extrem interessanter Thread...hier wird eine problematische Entwicklung der Gesellschaft auf den Punkt gebracht! Ich muss dem Autor des Textes auch in vielen Teilen recht geben, allerdings sind wir an der Entwicklung keinesfalls Schuld und man erkennt subtile rechtskonservative Botschaften a la

Und doch ist das noch immer besser als jede Form von kollektivistischer Vergesellschaftung.

oder die Kritik an der Piratenpartei. Eine andere Gesellschaftsform und Wirtschaftsform ist seitens Axel Springer und Konsorten ja auch nicht gewollt.

Konkret sind also unsere Vorgängergenerationen an der Entwicklung Schuld und dabei denke ich wiederum, dass diese Entwicklung nicht unbedingt falsch ist, denn....ja, der Weg ist das Ziel. Der Text tendiert zu einer abwertenden Stellungnahme und auch einige Kommentare hier gehen in die Richtung

Selbst die Generation zwischen 16 und 20 die alle so unheimlich individuell sein wollen sind in diesem Stregen nach Individualität dann doch alle wieder gleich.

An sich ein sehr witziges Paradoxon aber inhaltlich falsch, denn nicht individuell zu sein bedeutet für mich, sich von jemand anderem leiten zu lassen (sei es nun eine Ideologie, Religion oder RTL/BILD), wer individuell ist denkt jedoch für sich selbst und kann kritisch hinterfragen. Uns steht keine zentrale Leitfigur voran sondern bestenfalls (und genau in die Richtung geht ja auch das PickUp Innergame) werden wir zu "Individuen" die mit vollem Bewusstsein moralisch und ethisch korrekte Entscheidungen treffen können und entwickeln uns aufgrund unser endlich gelebten Interessen zu interessanten, charakterstarken Menschen mit Profil. Das ist für mich das angestrebte Ziel.

Das heutige PickUp (nicht das simple Frauen-Aufreißen, um das es am Anfang ging, sondern die gelebte Persönlichkeit, das echte Alpha-Sein) ist eine Hilfestellung um in dieser Gesellschaft, die uns im Minutentakt Entscheidungen aufbürdet/ermöglicht zurechtzukommen. Für jene die individuell leben wollen besteht Gefahr sich zu verlieren und in Resignation zu leben oder sich seiner Limiting Beliefs zu entledigen und geradeaus unter Ausschöpfung aller gegebenen Möglichkeiten durchs Leben zu gehen.

Die Piratenpartei ist in diesem Kontext auch ein interessantes Phänomen, denn meiner Ansicht nach ist sie die erste Partei, die es ermöglichen kann, moralisch und rational richtige Entscheidungen zu treffen, die keiner Ideologie untergeordnet sind, bzw. in ihrer jetzigen Struktur nicht die Möglichkeit hat unter dem Deckmantel einer Ideologie ganz offensichtlich falsche Entscheidungen zu treffen (wie z.B. ist es moralisch erklärbar, dass eine Partei die "christlich" in ihrem Namen trägt, Panzer-Deals absegnet!?!?...das soll jetzt keine einseitige Kritik sein).

Ich selbst stehe übrigens vor der Entscheidung, was ich demnächst studieren werde (auf jeden Fall aus dem Bereich Gesellschaftswissenschaften ;) ) und merke mit jedem Limiting Belief den ich abstreife, wie ich dem Ziel ein bisschen näher komme. Danke PickUp-Community!

bearbeitet von kuttepeter

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Diese scheiße kommt alle jahre wieder. 1999 musste ich in politik einen spiegelartikel mit genau dem selben inhalt analysieren.

Verschwendete lebenszeit sich überhaupt über so einen unfug zu unterhalten.

Lg

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