Alkohol und Psyche - Langzeitschäden? Reversibilität?

110 Beiträge in diesem Thema

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auch das ist Co-Abhängigkeit: "nee LTR geht nicht, ich stufe das zur F+ runter"

und wie du ihn hier verteidigst, er säuft ja nur wegen seiner stressigen Scheidung usw.

 

 

bearbeitet von Nachtzug

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vor 19 Minuten, Manu1982 schrieb:

Ja danke, hab ich tatsächlich schon mit angefangen vor ner Weile, weil mir die ganze Thematik total fremd war.

Hattest du doch schonmal mit Narzissmus?

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vor 3 Minuten, Nachtzug schrieb:

auch das ist Co-Abhängigkeit: "nee LTR geht nicht, ich stufe das zur F+ runter"

und wie du ihn hier verteidigst, er säuft ja nur wegen seiner stressigen Scheidung usw.

 

 

Nee er säuft, weil er Alkoholiker ist und es wird mehr, wenn die olle mehr stresst. Ich muss da auch nix verteidigen oder schön reden. Ganz im Gegenteil. Genau deswegen hab ich das hier in den Beitrag rein geschrieben. Er kann noch so nett und lieb sein, mehr als ein paar Treffen und telefonieren gibt's nicht. Wäre der alk nicht, wäre es wohl anders, aber ist es eben nicht. Ich mag ihn, aber ich liebe ihn nicht. Wenn er am Telefon betrunken ist, beende ich das Gespräch, wenn er in meiner Anwesenheit zu viel trinkt, gehe ich. Ich muss nicht bleiben und das weiß er genauso wie ich. Und so handhabe ich das auch schon seit 6 Monaten. Gab ne Phase, da haben wir uns 3 Wochen nicht gesehen, weil er die Kurve nicht bekommen hat. That's it. Ich hatte in den letzten 8 Monaten auch 3 weitere Typen. 

Alkoholkonsum ob nun 1 Flasche Bier am Tag oder am Wochenende ne Flasche vodka, ist nicht gut und auch nicht wirklich attraktiv, es ist nicht gesund und gefährlich.

 

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vor 10 Minuten, Manu1982 schrieb:

Alkoholkonsum ob nun 1 Flasche Bier am Tag oder am Wochenende ne Flasche vodka, ist nicht gut und auch nicht wirklich attraktiv, es ist nicht gesund und gefährlich.

 

Warum bleibst du dann? Das saugt doch nur Energie, die du doch in deinem Leben eigentlich nicht hast? Ne weitere Thematik, in die du dich einarbeiten musst. Wenn ich das lese, läufts mir kalt den Rücken runter. Wäre das dein Vater oder dein Mann, mit dem du schon 20 Jahre alles geteilt hast, ok. Natürlich beschäftigt man sich dann damit. Man ist ja Teil der Chose. Aber für ne F+ würde ich mir das nicht antun. Vor allem, wenn du doch eh Alternativen hast. 

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vor 32 Minuten, Minou schrieb:

Warum bleibst du dann? Das saugt doch nur Energie, die du doch in deinem Leben eigentlich nicht hast? Ne weitere Thematik, in die du dich einarbeiten musst. Wenn ich das lese, läufts mir kalt den Rücken runter. Wäre das dein Vater oder dein Mann, mit dem du schon 20 Jahre alles geteilt hast, ok. Natürlich beschäftigt man sich dann damit. Man ist ja Teil der Chose. Aber für ne F+ würde ich mir das nicht antun. Vor allem, wenn du doch eh Alternativen hast. 

Wenn wir mal Sex haben ist der echt mega, so blöde das klingt, aber was das betrifft, können die alternativen da nicht mithalten 🤷‍♀️ wir haben auch so ne Menge Spaß, nur eben nicht, wenn er (zu viel) getrunken hat. Dann zieh ich mich da auch raus. Nenn es rosinenpickerei meinerseits oder sowas.

Dass ich mich mit Co Abhängigkeit bei alkoholsucht beschäftigt hab, kam ziemlich automatisch, als das Thema zur Sprache kam, dass er ein alkoholproblem hat, obwohl es da ja noch nicht mal so extrem war wie jetzt (1 Bier am Abend). So wusste ich ja im Grunde gleich, was da auf mich zu kommt und wo auch gerade für mich und meine eigenen Baustellen die Gefahren liegen. Mir ist ja durchaus bewusst, dass ich für dererlei Männer ein Händchen habe und anfällig bin. Nur hab ich gelernt Kopf und bauchgefühl zu beachten und nicht das Herz. 

Würde mich das Thema belasten oder sowas, würde ich den Kontakt auch abbrechen. Ich hab da aber für mich eine praktikable Lösung gefunden. Seine Probleme sind seine. Hat er ne Frage wegen seinem scheidungskram oder braucht Hilfe wegen Anträgen, dann helf ich da, aber ansonsten bin ich weder seelenmülleimer noch suffkumpane oder sowas. 

Wie erwähnt, er hätte schon seit Monaten gerne mehr, aber da gibt's die klare Ansage, dass ich das nicht mache. Sobald ich mich da auf ne Beziehung einlassen würde, kann ich mich da nicht mehr so raus halten wie ich es derzeit tu. Das ist eben meine Baustelle... 😕

Ich wollte mit meiner Geschichte hier allerdings nicht das Thema kapern. Ging mir wirklich nur darum das Thema anzusprechen, weil hier teilweise Alkohol als harmlos oder gar gesund abgetan wird und man damit ja einfach nur umgehen können muss. Aber dem ist halt nicht so und das kann eben schnell ganz böse enden. Vor 8 Monaten hätte ich es wohl auch noch nicht so krass gesehen. Mittlerweile trinke ich selbst viel bewusster und weniger. 

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@Selfman

Auf Deine Frage:

"Diskutieren wir hier eigentlich zwischen Extremen hin und her oder können wir auch differenzieren?"

gibt es nur eine Antwort:

Jegliche Verallgemeinerung verbietet sich.

Viele Menschen können mit Alkohol umgehen, viele aber auch nicht.

Von Natur aus ist der Körper allerdings so ausgestattet, dass er ohne Nervengifte bestens funktioniert.

bearbeitet von Explorer1
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vor 10 Stunden, Nachtzug schrieb:

und wie du ihn hier verteidigst, er säuft ja nur wegen seiner stressigen Scheidung usw.

Frauen können auch negative Gefühle geniessen.

Und solche Sprüche, mit dem sie den Mann dann verteidigen, sind dann ganz normal und typisch.

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vor 11 Stunden, Explorer1 schrieb:

Von Natur aus ist der Körper allerdings so ausgestattet, dass er ohne Nervengifte bestens funktioniert.

von Natur aus ist der Körper aber auch so ausgestattet, dass er eben Rezeptoren für Alkohol und andere Drogen hat

übrigens berauschen sich auch einige Tiere, indem sie gezielt faule Früchte essen, die dann im Bauch gären

 

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vor 14 Minuten, Nachtzug schrieb:

von Natur aus ist der Körper aber auch so ausgestattet, dass er eben Rezeptoren für Alkohol und andere Drogen hat

brudi? Es gibt keine Rezeptoren "für" Alkohol. Vielmehr wirkt Alkohol auch durch Funktionshemmung von Rezeptoren. Dadurch, dass das was sonst funktioniert, nicht mehr funktioniert. Ich mein, du willst doch sicher auch nicht argumentieren, dass es Rezeptoren "für" Kohlenmonoxid oder "für" Blausäure gäbe? Und es naturgemäß vorgesehen ist, dass man erstickt, weils ja die Rezeptoren "dafür" gäbe. Oder wie?

Das nen Rausch gewollt sein kann, ist dann wieder ne ganz andere Sache. Und das Recht auf Rausch wird dir auch niemand absprechen wollen. Wenn du willst, darfste deine gesamte Freizeit durch den Bayrischen Wald laufen und Pilze sammeln. Oder in Südamerika an Kröten lecken. Oder dir dein Feierabendbier gönnen.

Nur wenn du gleichzeitig erzählen willst, dass das grundsätzlich gut oder Alkohol gesund wäre - dann musste damit rechnen, dass man dir widerspricht.

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vor 37 Minuten, Nachtzug schrieb:

von Natur aus ist der Körper aber auch so ausgestattet, dass er eben Rezeptoren für Alkohol und andere Drogen hat

übrigens berauschen sich auch einige Tiere, indem sie gezielt faule Früchte essen, die dann im Bauch gären

Einlesen. Der Körper hat keine Rezeptoren für Alkohol und andere Drogen. Ist eher so, dass Alkohol und andere Drogen Rezeptoren wie die GABAergen, die auf endogene Neurotransmitter ansprechen sollen, zweckentfremden. Und Zellgifte sind‘s ab ner gewissen Konzentration immer noch. Wenn ich meine Biochemie noch auf der Reihe habe.

Bin btw jemand, der selbst moderat Alkohol trinkt. Aber man sollte sich Drogen nicht mit pseudowissenschaftlichem Gebrabbel schön reden. 

Darauf einen Underberg.

bearbeitet von botte
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vor 23 Stunden, Manu1982 schrieb:

Ich halte emotional Abstand so gut ich kann. Er würde gerne den nächsten Schritt gehen, aber ich hab ihm da definitiv gesagt, dass es so nicht funktionieren wird und ich das auch nicht machen werde. Dafür muss er sein Problem wieder im Griff haben und auch die Baustelle mit Scheidung etc erledigt sein, dann schaue wir weiter. Wobei der Kontakt in den letzten 2 Monaten sich kontinuierlich ausweitet, auch was Telefonate und sowas betrifft. So ganz bleib ich meinen Vorsätzen da auch nicht treu......

Sei Dir hier bitte in einem klar. Glasklar. Wenn Du Dich länger auf ihn einlässt - in Beziehung oder auch als Freundin - wird Dir das Thema lebenslang erhalten bleiben. Er wird immer ein Alkoholiker bleiben, der es nicht durchgehend schafft, trocken zu bleiben. Und das liegt nicht an seiner beschissenen Scheidung oder ähnlichem. Sondern an ihm. Er hat da eine Schwäche, die er sein Leben lang bei sich tragen wird.
 

Wie immer Du Dich entscheidest: tue es sehenden Auges.

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vor 21 Stunden, DarkTriad schrieb:

Du hast gesagt, ich soll mal bei Bayer nachfragen.

Hab ich gemacht.

Bayer sagt, Aspirin wirkt auch blutverdünnend.

Und jetzt passt dir das auch nicht.

Guck du doch noch mal in der Fachliteratur nach.

Vielleicht hast du ja was überlesen.

@kleiner pinguin hat Recht. ASS ist ein Thrombozytenaggregationshemmer und "verdünnt" somit das Blut. Andere Stoffe hingegen legen sich an die innere Schicht der Gefässe an und verhindern somit direkt die Gerinnung bzw. das sogenannte Komplementärsystem. Hierbei wird nicht das Blut "direkt verdünnt" sondern die nachfolgenden Kaskaden zur Blutgerinnung werden blockiert, jedoch nicht die Thrombozyten. Somit habt ihr Beide in gewisser Weise Recht. 

 

Und wenn wir schon dabei sind. Alkohol hat eine paradoxe Wirkung auf die Hämostase (Blutstillung) des Menschen. In geringen Mengen senkt es lt. einer Studie leicht das RR eines Schlaganfalles und/oder kardiovaskulären Erkrankung, aber bei grösserem Konsum oder Abusus steigert es indes das Schlaganfallrisiko umso mehr. 

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9607117

 

Und dass Alkohol in übertriebenem Masse bzw. bei Missbrauch oder auch chronischem Gebrauch schädlich ist, müssen wir hier nicht ernsthaft disktuieren oder? 
Jeder weiss es, niemand will es wahr haben. Ich ja auch nicht und trinke (leider) noch viel zu oft manchmal am Wochenende mir einen über den Durst. Warum? Weils einfach Spass macht und man dadurch mit den Freunden gut sozialisieren kann. Und weil es in der Gesellschaft akzeptiert wurde, seit je her. Aber ja. Alkohol vernichtet so ziemlich alle Organe bei chronischem Abusus - von ganz oben beim Gehirn bis ganz weit hinunter über die Harnblase bis zu den Beingefässen. Also, keiner macht den Drogen. Bitte. 

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vor 13 Stunden, Manu1982 schrieb:

als das Thema zur Sprache kam, dass er ein alkoholproblem hat, obwohl es da ja noch nicht mal so extrem war wie jetzt (1 Bier am Abend).

Das Alkohol bereits in geringen Mengen ein schädliches Potential hat haben wir ja schon geklärt, das möchte ich auch in keiner weise schönreden. 

Aber jetzt wegen einem Bier am Abend eine mögliche Beziehung in Frage zu stellen... da fürchte ich seid ihr einfach nicht kompatibel. Bei einem Bier ist man noch voll da, darf! meistens noch Autofahren und könnte in den meisten Fällen auch noch ohne Probleme aufhören. Ich glaube da eher, dass du dir tief in deinem inneren eine Beziehung mit diesem Mann nicht vorstellen kannst und nach Gründen suchst. Wirkt halt ein wenig so wie eine Veganerin die den Fleischessenden Freund überzeugen möchte und damit Argumentiert, dass rotes Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöht. 

Ich kenne ja nicht die ganze Geschichte und auch nicht wie oft aus dem einen Bier dann mehr werden. Aber wenn es wirklich nur an einem täglichen Bier liegt würde ich mal an der eigenen Toleranz arbeiten. 

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Am 8.11.2019 um 17:00 , Aldous schrieb:

Ja, möglicherweise reden wir aneinander vorbei. Ums darum mal noch was deutlicher zu sagen:

Substanzinduzierte Störungen sind ne eigene Kategorie im DSM-IV. Liegt daran, dass Alkohol bei Ängsten, Depressionen, Panikatacken, Psychosen, usw. nicht hilft - sondern gerade im Gegenteil auslösend und verstärkend wirkt. Hängt ursächlich mit der Histaminausschüttung bei Bier und Wein zusammen, bei Schnaps wird der Dopaminstoffwechsel beeinträchtigt, der Blutzucker kommt durcheinander, usw. Es ist darum ne ausgesprochen schlechte Idee, im Zusammenhang mit sozialen Ängsten positive Wirkungen von Alkohol zu behaupten. Auch und gerade in einem Forum, in dem solche Ängste nicht selten sind.

Gerade dann, wenn ich an Ängsten leide, sollte ich die Finger von Alkohol lassen. Und zwar gerade weil ich dann verstärkt dazu neigen werde, mich durch Suchtverhalten von meinen eigentlichen Problemen abzulenken. Und das hat nicht selten die Folge, dass ich zusätzlich deutlich massivere Probleme bekomme. Beispielsweise ich von möglicherweise gar nicht so massiven Ängsten in eine Suchterkrankung rutsche, die ne manifeste Psychose auslöst.

Die Geschichten sind dabei meist ähnlich. Wenn ich Ängste hab, dann wird das mit ner erhöten Vulnerabilität gegenüber Umwelteinflüssen und ner geschwächten Resellienz einhergehen. Dann hilft mir Psychotherapie. Ich kann meine persönlichen Widerstandkräfte erhöhen, auf ne förderliche Umwelt achten, Stress vermeiden, usw. Da gibts jede Menge hilfreiche Interventionen.

Falls ich nen manifesteres Thema habe, wie beispielsweise ne Veranlagung für ne Psychose. Dann kommt die möglicherweise nie zum Vorschein. Wenn ich mich rechtzeitig in Therapie begebe. Und falls ich doch erkranken sollte, dann kann das ganz gut medikamentös eingestellt werden. Kann man handeln. 

Fahre ich aber die Schiene über die Suchtmittel - dann lege ich mir eine zusätzliche Erkrankung zu. Und zwar eine, die nicht nur im Frühstadium meine Probleme verstärkt - sondern deren Therapieziele durchaus die Therapie meiner ursprünglichen Probleme stören können. Also beispielsweise der Ängste.

Okay, danke für deine Ausführung.
 

Am 8.11.2019 um 17:00 , Aldous schrieb:

Derzeit ist der Trend, dass Patienten mit solchen Doppeldiagnosen immer jünger werden. Darum eher nicht erzählen, Alkohol wär gut, weil mans damit zum Therapeuten schafft.

Das war ja nun die Frage.
Ich habe eine Person, die es mit Alkohol zur Therapie schafft.
Mit sozialen Ängste, keine Freunde, sitzt nur zuhause.

Was ist eine bessere Lösung als Alkohol?

 

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vor 9 Minuten, saian schrieb:

Ich habe eine Person, die es mit Alkohol zur Therapie schafft.
Mit sozialen Ängste, keine Freunde, sitzt nur zuhause.

Was ist eine bessere Lösung als Alkohol?

Ich würd die Frage anders stellen. Alkohol ist in dem Fall ja nicht die Lösung, sondern das erstmal kleinere Übel. Das ziemlich fix zum größeren Problem wird. Und darum gefährlich ist.

Ne Lösng ist, das Problem überhaupt erstmal erkennen. Ich glaub so irgendwas zwischen 5 bis 10 % der Patienten, die beim Hausarzt wegen irgendwas erscheinen leiden an ner sozialen Phobie. Und oft wird das Problem jahre- oder jarzehntelang nicht erkannt.

Wenn deine Person weiss, dass sie zum Therapeuten kann, hat sie also die größte Hürde schon mal genommen. Nächster Schritt ist dann das übliche: Die Leute estmal stabilisieren - und dann auf ihrem Weg aus der Abwärtsspirale unterstützen. Also weniger wegen sozialer Phobie daheim zu sitzen, dadurch noch depressiver zu werden - und sich dann in Suchtmitteln zu flüchten. Sondern ganz langsam in ne günstigere Richtung bewegen. Und wenn sie dadurch wieder fit geworden sind - dann kann man tatsächliche Lösungen finden. Beispielsweise Ursachen der Änste besprechen und auf der Grundlage Haltungen und Verhaltensweisen dazulernen, mit denen es dauerhaft leichter wird.

Auf dem Weg dahin -also zum Therapeuten- kann Alkohol schlichtweg nur ein Ritual sein. Man hat von Klein auf gelernt, dass Leute mit Alkohol lockerer sind. Oder bei Problemen Alkohol trinken und es dann besser würde. Usw. Wenn das so ist, dann kannste den Schnaps durch ne Tasse Tee ersetzen. Oder nen Kaffee. Oder Kaugummi. Oder Johanniskraut. Oder nen anderen Plazebo. Sobald man an die Wirkung glaubt, bzw. sich dran gewöhnt hat, wirkt es auch. Und zwar real.

Wenn das garnicht klappt, kann man tatsächliche medikamentöse Unterstützung problieren. Serotoninhemmer und so. Kann man mit harmlosen Mitteln und Dosierungen anfangen. Paroxetin scheint da im Trend zu liegen. Oft bekommen die Leute aber erstmal nur Johanniskraut - und die Wirkung beruht mehr am Glauben an den Psychiater, als auf den Pillen. Aber auch wenn man tatsächlich Medis bekommt, ist der wesentliche Vorteil gegenüber Alkohol, dass man Medis sehr gut wieder ausschleichen kann. Und es dann ohne Mittelchen zum Therapeuten schafft. Was dann auch ein wesentlicher Erfolg sein kann, der das Selbstwirksamkeitsempfinden nach vorne bringen kann.

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vor 5 Stunden, Jack Daniel´s schrieb:

Das Alkohol bereits in geringen Mengen ein schädliches Potential hat haben wir ja schon geklärt, das möchte ich auch in keiner weise schönreden. 

Aber jetzt wegen einem Bier am Abend eine mögliche Beziehung in Frage zu stellen... da fürchte ich seid ihr einfach nicht kompatibel. Bei einem Bier ist man noch voll da, darf! meistens noch Autofahren und könnte in den meisten Fällen auch noch ohne Probleme aufhören. Ich glaube da eher, dass du dir tief in deinem inneren eine Beziehung mit diesem Mann nicht vorstellen kannst und nach Gründen suchst. Wirkt halt ein wenig so wie eine Veganerin die den Fleischessenden Freund überzeugen möchte und damit Argumentiert, dass rotes Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöht. 

Ich kenne ja nicht die ganze Geschichte und auch nicht wie oft aus dem einen Bier dann mehr werden. Aber wenn es wirklich nur an einem täglichen Bier liegt würde ich mal an der eigenen Toleranz arbeiten. 

Es WAR anfangs nur 1 Bier. Da sagte er mir aber bereits, dass er ein Alkoholproblem hat. Mittlerweile sind es je nach Tag und Verfassung 2-3 l Bier plus 2-3 Vodka im Maximum. 

Eigentlich hätte ich gerne eine Beziehung, aber es täte mir nicht gut und wie hier von einigen schon angesprochen, würde mich das Energie kosten, die ich eigentlich nicht hätte bzw für andere Dinge nutzen sollte. 

Er ist ein wirklich lieber Mensch, aber wenn er es nicht wieder auf eine kontrollierte Menge schafft, hats keinen Sinn. Kontrolliert heißt im Klartext wie von ihm und dem Therapeut festgelegt maximal 3 Gläser Bier in der Woche, kein Schnaps kein gar nix. Und da reden wir nicht von 2 oder 3 Wochen weniger trinken, sondern langfristig und dauerhaft. 

Natürlich weiß ich, dass ein Alkoholiker immer einer bleibt. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis allerdings 3 trockene und außer dass die nie was trinken, merkt man denen das nicht an. Auch in der Beziehung sind die ganz normal. 

Was ich mich halt Frage, wie kann man tatsächlich dauerhaft die Sucht so verlagern, dass bei Schicksalsschlägen wie etwa jetzt die Trennung oder damals der Tod der Eltern nicht wieder ein Rückfall ansteht?!?! Geht das überhaupt? Bedarf es da einer Verhaltenstherapie um sich alternative Lösungen zur Stressbewältigung anzutrainieren? An irgendeinem Punkt in seinem Leben scheint er ja für sich entschieden zu haben, dass das Saufen das Mittel ist, was "ihm hilft"...

 

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vor 5 Stunden, botte schrieb:

Sei Dir hier bitte in einem klar. Glasklar. Wenn Du Dich länger auf ihn einlässt - in Beziehung oder auch als Freundin - wird Dir das Thema lebenslang erhalten bleiben. Er wird immer ein Alkoholiker bleiben, der es nicht durchgehend schafft, trocken zu bleiben. Und das liegt nicht an seiner beschissenen Scheidung oder ähnlichem. Sondern an ihm. Er hat da eine Schwäche, die er sein Leben lang bei sich tragen wird.
 

Wie immer Du Dich entscheidest: tue es sehenden Auges.

Problem ist hierbei, dass man die Hoffnung nicht verlieren und an positive Veränderungen noch glauben will.
Ist es denn richtig ihn so als unverbesserlichen Alkoholiker abzustempeln, ohne jegliche Aussicht auf Erfolg in der Zukunft?

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vor 5 Stunden, botte schrieb:

Sei Dir hier bitte in einem klar. Glasklar. Wenn Du Dich länger auf ihn einlässt - in Beziehung oder auch als Freundin - wird Dir das Thema lebenslang erhalten bleiben. Er wird immer ein Alkoholiker bleiben, der es nicht durchgehend schafft, trocken zu bleiben. Und das liegt nicht an seiner beschissenen Scheidung oder ähnlichem. Sondern an ihm. Er hat da eine Schwäche, die er sein Leben lang bei sich tragen wird.
 

Wie immer Du Dich entscheidest: tue es sehenden Auges.

Alkoholsucht ist keine Schwäche, sondern ne Krankheit, deren Ursprung meist sogar genetisch bedingt ist, ähnlich wie andere psychische Störungen auch. Ändert nichts an der Tatsache, dass es ihn ein Leben lang begleiten wird, aber mit Willens - und/oder Charakterschwäche hat das nix zu tun. 

Ich bin mir der Situation bewusst und genau deswegen lasse ich mich da auch nicht auf mehr ein als es im Moment ist. Alternativen werde ich weiter nutzen und nach nem potenziellen Partner für ne ltr Ausschau halten. 

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vor 13 Minuten, Selfman schrieb:

Problem ist hierbei, dass man die Hoffnung nicht verlieren und an positive Veränderungen noch glauben will.
Ist es denn richtig ihn so als unverbesserlichen Alkoholiker abzustempeln, ohne jegliche Aussicht auf Erfolg in der Zukunft?

Es geht nicht ums 'Abstempeln'. Und selbstverständlich gibt es Hoffnung darauf, dass er trocken wird und bleibt. Aber zwei Dinge würde ich hier im Hinterkopf behalten:

- Die Rückfallquoten unter Alkoholikern sind hoch im zweistelligen Bereich (Daten der Deutschen Renteversicherung von 2015: -https://www.sucht.de/tl_files/pdf/veroeffentlichungen/Zahlen und Fakten/7_Leistungen-Daten&Fakten_2015.pdf)
- allgemein ist es eine gute Idee, Menschen nicht nur danach zu beurteilen, was sein könnte oder was sie sich vielleicht selbst erhoffen, sondern nach dem, was jetzt ist. Tut die TE ja derzeit auch

vor 1 Minute, Manu1982 schrieb:

Alkoholsucht ist keine Schwäche, sondern ne Krankheit, deren Ursprung meist sogar genetisch bedingt ist, ähnlich wie andere psychische Störungen auch. Ändert nichts an der Tatsache, dass es ihn ein Leben lang begleiten wird, aber mit Willens - und/oder Charakterschwäche hat das nix zu tun.

Auch, aber nicht nur. Das Öffnen der Flasche ist nicht genetisch bedingt. Ebenso wenig wie das Betreten der Spielhalle bei einem Spielsüchtigen. Die Anerkennung dieser Phänomene als Krankheiten hat auch eine politische Dimension: nur wenn's als Erkrankung definiert und anerkannt ist, kann man es mit den Mitteln des Gesundheitssystems bearbeiten. Siehe die Diskussion um Internetsucht. Aber ums wirklich mal neutral zu halten: auch eine Herzschwäche ist eine Schwäche, die die Perspektive fürs weitere Leben beeinflusst. Ist das gerecht oder selbst verursacht? In den meisten Fällen nicht. Und dennoch müssen Menschen mit ihren Erkrankungen leben. Und gerade im Fall von Suchtkranken immer auch ihr direktes soziales Umfeld.  

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Manchmal hab ich das Gefühl, dass die Meisten hier im Forum noch schlimmer als die 0815 AFC's auf der Straße sind ^^ Alle tuen so, als ob Sie sich voll entwickeln, Frauen oder Männer ohne Ende haben die alle high status sind etc... Und in Wirklichkeit geht dann sowas ab.

 

Meine Güte.

 

PS: Damit der Beitrag nicht ganz sinnlos ist: Der Typ braucht Hilfe! Er braucht keine neue Freundin, keine Saufpartnerinn und auch wenn seine Ex nicht mehr streßt, wird Er trinken, weil Er neue Grüne findet. Ich hab genug Erfahrung mit Alkoholikern in meinem Leben gemacht, dass ich da mit gutem Gewissen meinen Hodensack für ins Feuer halte.

Der Typ muss einsehen, dass Er ein Problem hat und bereit sein, Es zu ändern ( was der größte Schritt ist ) und braucht dann PROFESSIONELLE HILFE, davon runter zu kommen und davon fern zu bleiben. Je nach Menge und Person ist Alkoholentzug absolut kein Joke und mitunter sogar lebensgefährlich. Eine tolle neue Bettpartnerin oder irgendwelche Freunde bringens da nicht.

 

Das ist meiner Meinung nach das Einzige, was du mit dem Mann machen sollltest: Rede mit ihm über das Problem und rate Ihm zur prof. Hilfe, statt hier einen Thread aufzumachen und ihn ab und zu zu vögeln wenn Er nicht zu besoffen ist. Wenns sein muss, sagst du Es ihm 10 mal und gehst ihm damit förmlich auf den Sack.

 

In jedem anderen Falle wird der Typ noch viel weiter abstürzen, als du Es dir jetzt nur ansatzweise vorstellen kannst.

Viel Glück damit

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vor 1 Minute, suamo schrieb:

Manchmal hab ich das Gefühl, dass die Meisten hier im Forum noch schlimmer als die 0815 AFC's auf der Straße sind ^^ Alle tuen so, als ob Sie sich voll entwickeln, Frauen oder Männer ohne Ende haben die alle high status sind etc... Und in Wirklichkeit geht dann sowas ab.

 

Meine Güte.

 

PS: Damit der Beitrag nicht ganz sinnlos ist: Der Typ braucht Hilfe! Er braucht keine neue Freundin, keine Saufpartnerinn und auch wenn seine Ex nicht mehr streßt, wird Er trinken, weil Er neue Grüne findet. Ich hab genug Erfahrung mit Alkoholikern in meinem Leben gemacht, dass ich da mit gutem Gewissen meinen Hodensack für ins Feuer halte.

Der Typ muss einsehen, dass Er ein Problem hat und bereit sein, Es zu ändern ( was der größte Schritt ist ) und braucht dann PROFESSIONELLE HILFE, davon runter zu kommen und davon fern zu bleiben. Je nach Menge und Person ist Alkoholentzug absolut kein Joke und mitunter sogar lebensgefährlich. Eine tolle neue Bettpartnerin oder irgendwelche Freunde bringens da nicht.

 

Das ist meiner Meinung nach das Einzige, was du mit dem Mann machen sollltest: Rede mit ihm über das Problem und rate Ihm zur prof. Hilfe, statt hier einen Thread aufzumachen und ihn ab und zu zu vögeln wenn Er nicht zu besoffen ist. Wenns sein muss, sagst du Es ihm 10 mal und gehst ihm damit förmlich auf den Sack.

 

In jedem anderen Falle wird der Typ noch viel weiter abstürzen, als du Es dir jetzt nur ansatzweise vorstellen kannst.

Viel Glück damit

Den Schritt muss er alleine gehen. Und ich werde mich da auch nicht einmischen oder den Moralapostel spielen. Genau das ist ja der springende Punkt. Ich hänge mich da nicht rein und mache sein Problem nicht zu meinem. Wir haben natürlich schon häufiger über das Thema geredet und solange er das selbst nicht durchzieht, kann ich da auch nix ändern. Sagt er ja sogar selbst. Ich hab ja ganz doof und unwissend erstmal gefragt wie ich ihm helfen kann. Gar nicht, außer klare Grenze ziehen, klar kommunizieren, wenn mir das nicht passt oder zu viel ist und konsequent danach handeln. Sprich: aufstehen und gehen, Telefongespräch beenden, etc. 

Man kann niemanden in ne Therapie oder nen Einzug quatschen. Will er ne Beziehung mit mir, will er trocken werden, will er aus seiner Spirale raus, muss er machen. Er muss es für sich wollen und nicht, weil ich das verlange oder sowas. Für andere etwas zu tun zb abnehmen etc ist auch nicht von Erfolg gekrönt oder von Dauer. Nur wenn im Kopp klickt, kann das funktionieren. 

Ich hab übrigens hier gar kein Thema dazu aufgemacht und werde ich auch nicht. 

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vor 2 Stunden, Manu1982 schrieb:

Es WAR anfangs nur 1 Bier. Da sagte er mir aber bereits, dass er ein Alkoholproblem hat. Mittlerweile sind es je nach Tag und Verfassung 2-3 l Bier plus 2-3 Vodka im Maximum

Hab ich schon mitbekommen. Was mich allerdings schon interessieren würde ist warum er bei einem Bier pro Tag bereits sagt er hat/hätte ein Alkoholproblem. 

Selbst bei den jetzigen Mengen, wir sprechen ja über regelmäßigen Konsum, wundert es mich etwas, dass es da im täglichen Leben bereits Auswirkungen gibt. (Wir sprechen doch über 2-3 Schnapsgläser Vodka und nicht über Flaschen?) Beziehungsweiße du überhaupt merkst, dass er "betrunken" ist. 

Das soll jetzt kein Kleinreden der Menge sein aber wirkliche Drangla schaffen die Menge zum Frühstück. Ich hatte selbst mal einen Arbeitskollegen in einem Ferialpraktikum der gut eine halbe Flasche Ouzo am Vormittag geleert hat. Keine Ahnung wie viel er dann am Feierabend noch runtergeleiert hat dürfte aber knapp ein Kasten Bier pro Tag gewesen sein. 

Ich bin zwar kein Arzt aber aus meiner Beobachtung heraus gibt es bei sechs Bier am Tag noch keinen körperlichen Entzug. 

Das ganze führt mich halt zu der Annahme, dass ihr beide allgemein andere Definitionen von Suchtverhalten und Risikoabschätzung im Leben habt und du solltest dir unabhängig vom Alkohol überlegen wie gut ihr zusammenpasst. 

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vor 12 Minuten, Jack Daniel´s schrieb:

Hab ich schon mitbekommen. Was mich allerdings schon interessieren würde ist warum er bei einem Bier pro Tag bereits sagt er hat/hätte ein Alkoholproblem. 

Selbst bei den jetzigen Mengen, wir sprechen ja über regelmäßigen Konsum, wundert es mich etwas, dass es da im täglichen Leben bereits Auswirkungen gibt. (Wir sprechen doch über 2-3 Schnapsgläser Vodka und nicht über Flaschen?) Beziehungsweiße du überhaupt merkst, dass er "betrunken" ist. 

Das soll jetzt kein Kleinreden der Menge sein aber wirkliche Drangla schaffen die Menge zum Frühstück. Ich hatte selbst mal einen Arbeitskollegen in einem Ferialpraktikum der gut eine halbe Flasche Ouzo am Vormittag geleert hat. Keine Ahnung wie viel er dann am Feierabend noch runtergeleiert hat dürfte aber knapp ein Kasten Bier pro Tag gewesen sein. 

Ich bin zwar kein Arzt aber aus meiner Beobachtung heraus gibt es bei sechs Bier am Tag noch keinen körperlichen Entzug. 

Das ganze führt mich halt zu der Annahme, dass ihr beide allgemein andere Definitionen von Suchtverhalten und Risikoabschätzung im Leben habt und du solltest dir unabhängig vom Alkohol überlegen wie gut ihr zusammenpasst. 

Weil er Alkoholiker ist und mit sich selbst und dem Therapeuten jahrelang kontrolliert getrunken hat, also wie bereits erwähnt 3 gläser Bier in der Woche und nicht 1 Tropfen mehr. Außerdem hat er diese abends an freien Tagen getrunken. 

In dem Moment, wo er jeden Abend nach der Arbeit ne 0,5l Flasche Bier gezockt hat, weil er "sonst nicht runter kommt, schlafen kann, whatever" war das Thema durch. Das wusste er. Wir reden hier von jemand, der gerade zum zweiten Mal unkontrolliert säuft. Dass er so schnell abstürzt, ich glaub das hat er nicht geahnt. Er brauchte die Flasche täglich. Aus einer wurden 2 und 3 und dann kam der erste vodka osaft dazu und so weiter. Ich habs ja wöchentlich beobachtet wie es mehr wurde. Hab mich erst nicht getraut das Thema anzusprechen, aber mein Gesicht sprach wohl beim ersten Vodka Bände und so brachte er es auf den Tisch. Seitdem reden wir Tacheles und wie gesagt, ich zieh meine Konsequenzen. 

Er hat 5 Tage gar nichts getrunken wegen harter Medikamente, da gab's keine körperlichen Probleme, allerdings schlechte Laune. Es ist der Kopf, die psychische Abhängigkeit. Und da kommts denke ich auch gar nicht auf die Menge an, weswegen es so schwer ist das wieder abzustellen. 

Was ich gerade nicht blicke ist der Umstand, was du mit "wie gut ihr zusammen passt" in Bezug auf risikoabschätzung etc meinst. Ich hab da nix rein interpretiert, sondern das ist exakt das, was er sagt. Er sagt, er ist Alkoholiker, etc. Ich wäre wegen dem Feierabendbier am Anfang nicht auf die Idee gekommen. Es ist aber wie gesagt bereits das zweite Mal. Er leugnet das ja alles nicht etc. 

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Wenn man ein Alkoholproblem hat, aber "nur" psychisch abhängig ist und noch nicht körperlich, ist gar nichts trinken einfacher als wenig trinken. "Kontrolliertes Trinken" funktioniert meines Erachtens nicht.

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vor 12 Minuten, Nachtzug schrieb:

Wenn man ein Alkoholproblem hat, aber "nur" psychisch abhängig ist und noch nicht körperlich, ist gar nichts trinken einfacher als wenig trinken. "Kontrolliertes Trinken" funktioniert meines Erachtens nicht.

Hats bei ihm scheinbar 8 Jahre. 🤷‍♀️ Kann es dir nicht sagen, weil ich war noch nie suchtgefährdet und hab damit selbst null Erfahrung wie schwer was ist. Brauchte noch nie irgendeine Substanz, obwohl ich viel in meiner Jugend ausprobiert hab.

So tief hab ich mich da jetzt wie gesagt auch nicht rein gehangen und will ich auch nicht. Laut Internet scheint man mittlerweile häufiger kontrolliertes trinken "anzuwenden" und damit auch bessere und langfristigerer Ergebnisse zu erzielen als bei 100 % Abstinenz. Die Rückfall quote ist ja scheinbar recht hoch. Aber ist eben nicht meine Baustelle da jetzt nach der besten therapieform zu suchen und sowas. 

Für mich steht fest, wenn er betrunken ist, bin ich nicht da, wenn er betrunken anruft, ist das Gespräch beendet, wenn er täglich trinkt, lass ich mich auf nix ein. 

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