Materialismus vs. Minimalismus (Bodenständigkeit ) / Geld macht nicht glücklich?

48 Beiträge in diesem Thema

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Hallo Leute,

einerseits wollen wir uns Ziele stecken, was beruflich auf die Beine stellen, Geld verdienen und uns im Leben Güter jeglicher Art nach Bedarf leisten können.

Andererseits aber auch wollen wir für uns herausfinden, was uns wirklich glücklich macht.
Und da hört man ja oft "Geld macht nicht glücklich."

Für mich ist da was wahres dran, nur ohne Geld und ohne ein paar ausgewählte Luxusgüter (Ein Auto, eine anständige Urlaubsreise, ein paar gute Klamotten, ein guter Restaurantbesuch etc. pp.) ist das Leben doch halb so schön oder?
Ich meine, wenn man doch die Wahl hat!

Es ist wie ein Streit zwischen Anthony Robbins (Verfolge deine Ziele, du kannst allen finanziellen Reichtum erlangen, wenn du nur daran wirklich glaubst) und Eckhart Tolle (Du brauchst nichts im Leben, du hast schon alles, alles im Hier und Jetzt, um glücklich zu sein.)

Pauschal gebe ich mir auf das alles selbst die Antwort, dass man für sich selbst herausfinden sollte, mit wie viel Geld man im Monat zufrieden ist und wozu man es wirklich braucht und was dahinter für einen steckt.
Außerdem liegt es auf der anderen Hand die Kunst zu entwickeln trotz hohem Status und Geld bodenständig nach außen zu wirken, also das alles nicht so arrogant raushängen zu lassen. (An der Stelle glaube ich, dass die Menschen, die sich wirklich auf hohem Level bewegen, das auch nicht nötig haben. Aber nicht jeder ist gleich.)

Nur, ich merke, dass dieser beschriebene Konflikt meine Motivation ausbremst nach dem Motto "Naja, wahrscheinlich bilde ich mir sowieso nur ein, dass ich den Job und das viele Geld brauche, im Endeffekt brauche ich es wohl nicht, ich kann auch so glücklich und lernen mit weniger zufrieden zu sein."

Wie löse ich das am besten auf? Womit nähre ich wahres Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl?
Ich freue mich über eure Beiträge hierzu!

bearbeitet von Froncolo
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Gast

Hey Froncolo,

ich lebe selbst einen minimalistischen Lebensstil und kann es nur jeden empfehlen aus unsere Konsumgesellschaft mal einen Gang runterzuschalten.

"Alles was du besitzt besitzt irgendwann dich" - Zu viel Besitzt schränkt einen einfach ein auch wenn man es nicht sofort merkt. Sei es zum Beispiel das neue Auto bei welchen du dir auf jedem Parkplatz erstmal überlegst wo es am sichersten steht damit da ja keiner es (kenne genug Leute die so drauf sind).

vor 19 Stunden schrieb Froncolo:

 

Für mich ist da was wahres dran, nur ohne Geld und ohne ein paar ausgewählte Luxusgüter (Ein Auto, eine anständige Urlaubsreise, ein paar gute Klamotten, ein guter Restaurantbesuch etc. pp.) ist das Leben doch halb so schön oder?
Ich meine, wenn man doch die Wahl hat!

 

Eine anständige Reise muss kein Vermögen kosten, hochwertige Klamotten sind auf lange Sicht wesentlich billiger weshalb ich diese nicht wirklich als Luxusgut bezeichne und anstatt eines Restaurantbesuches kann man genau so gut zuhause mit seinen Freunden kochen und hat dabei mindestens genau so viel Spaß.

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Natürlich kann man aus der Not eine Tugend machen und sich die eingeschränkten Möglichkeiten durch wenig Geld als Vorteil verkaufen...

 

Quote

 

Wie löse ich das am besten auf? Womit nähre ich wahres Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl?

Habe gerade mit Osho angefangen "Buch vom Ego" und finde es deutlich realitätsnäher und nachvollziehbarer und konkreter als Tolle. Generell sollte man sich selber genug sein und mit sich zufrieden und das was man zum Geldverdienen macht irgendwie eine Form des Selbstausdrucks sein und was man dann mit dem Geld macht, dafür gilt es ebenso. Es ist wahr, dass viele beim Geldthema nur die gesellschaftlichen Konditionen aufgreifen, es ist aber falsch, dass das eine Notwendigkeit darstellt.

bearbeitet von zaotar
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Sehr geiles Thema!

Du kannst mal über Befürfnispyramide drangehen. https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie

Vor allem dann mal schauen, welche Bedürfnisse zurück gehen, sobald vorherige Bedürfnisse erfüllt wurden. Da kommst Du eigentlich recht schnell zu dem Schluss, dass Anerkennung von Außen für Besitz und Individualbedürfnisse nicht so relevant sind. Netter ist es, mit Geld Sicherheitsbedürfnisse zu decken und dann an Selbstverwirklichung zu arbeiten und damit das Thema Soziale Bedürfnisse abzudecken. 

Dann kann man mal schauen, was an Individualitätsbedürfnissen übrig bleibt. Leider schwer von hinten aufzurollen. 

Bei mir ist es so, dass ich mich minimalistisch orientiere. Alles was ich kaufe muss mir dauerhaft persönliche Freude bringen. Da haben sich nur ein paar Sachen herauskristallisiert: 

1. Wohnung

Ich mag eine Wohnung mit gutem Ausblick. In einem Haus mit jungen Leuten. Gut Schallisoliert. Und preislich gehoben, weil dann bestimmte Leute nicht einziehen, die mich schnell nerven. So hocke ich dann in einer auf dem m2 Preis gesehen total teuren 30m2 Wohnung. 

2. Auto

Ich fahre gerne rum zur Entspannung, höre dabei Musik. Und unternehme mit Mädels was. Auto muss sein. Da investiere ich Geld rein. 

3. Reisen / Mädels

Ich reise gerne und unternehme gerne was mit Mädels. Gerne auch beides in Kombination.

Der Block braucht rnd. 1500 EUR netto. Darüber hinaus habe ich keinen Mehrwert mehr. Deutlich über 2.500 EUR netto bringt mir persönlich Gehalt dann nichts mehr. 

Ansonsten ist "Freiheit" für mich elementar. Räumliche / Zeitliche Unabhängigkeit. Da arbeite ich beruflich. Und im Job ist Geld für mich ein Erfolgsindikator. So langsam kommt hinzu, dass ich überlege, was ich wirklich in meinem Leben erschaffen und hinterlassen möchte. Mal unabhängig von Kindern. Das geht dann heftig in den Bereich Selbstverwirklichung und ich suche noch nach der Idee, die mich wirklich packt und mit der sich Geld verdienen lässt. 

Wenn ich mir allerdings den Kostenblock von 1500 EUR anschaue, dann wäre Auto und Wohnung eine Sache, in der ich wirklich sofort sparen könnte, ohne Lebensqualität deutlich zu verlieren. In Summe käme ich dort mit 800-1000 EUR locker über die Runden. Der Rest ist dann für mich persönlicher Luxus.

 

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vor 19 Minuten schrieb Neice:

Ansonsten ist "Freiheit" für mich elementar. Räumliche / Zeitliche Unabhängigkeit. Da arbeite ich beruflich. Und im Job ist Geld für mich ein Erfolgsindikator. So langsam kommt hinzu, dass ich überlege, was ich wirklich in meinem Leben erschaffen und hinterlassen möchte. Mal unabhängig von Kindern. Das geht dann heftig in den Bereich Selbstverwirklichung und ich suche noch nach der Idee, die mich wirklich packt und mit der sich Geld verdienen lässt. 

Freiheit - genauer Handlungsfreiheit - ist ein sehr, sehr hohes Gut, und auch für mich der sicherste Indikator, was ich zum Leben brauche und ab wann es genug ist.

Ich habe eine Zeit lang im unteren/mittleren Management eines börsennotierten Unternehmens gearbeitet, mit bis zu 15 Leuten als Gruppenleiter. Gutes Geld, viel Reisen; aber auch viel Druck, Kurzatmigkeit und die Erwartung, dass emails selbst am Sonntag binnen einer Stunde beantwortet werden. Das war nicht gesund.

Ich habe mich dann kleiner gesetzt, arbeite in der gleichen "Branche", aber im öffentlichen Dienst. 30% weniger Geld, "nur noch" zwei Mitarbeiter, immer noch 50-60 Wochenstunden, weil ich meinen Job halt liebe... aber "happy as a pig", wie der Engländer sagt.

Ich habe die finanzielle Freiheit, eine schöne Frau spontan zum Essen auszuführen, wenn mir danach ist, oder mir ein Jacket zu kaufen, weil es mir gefällt. Ich habe die zeitliche Freiheit, nach einer durchwachten Nacht mit derselben Frau einfach erst einmal frühstücken zu gehen, statt zur Arbeit (jedenfalls dann, wenn ich keine überwiegend von mir selbst gesteckten Termine habe). 

Die Balance muss jeder für sich selbst finden, ist für mich aber ganz elementar.

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Was sich immer empfiehlt ist, mal Studien zu dem Thema zu finden. Die dann da sagen, dass ab pipapo 3500€/$ pro Monat das persönliche Glück im Durchschnitt nicht wächst. Und das glaube ich sofort. Geld wird dann zum Problem, wenn man zu wenig hat, um Miete, Gesundheit, gutes Essen etc. zu bezahlen. Alles darüber hinaus ist Luxus und wird auch nicht mehr so viel zu deiner persönlichen Zufriedenheit beitragen.

Was ich ziemlich absurd finde, dass du Selbstwert und Geld in einen Thread steckst. Bist du so aufgewachsen, dass (viel) Geld zu verdienen als erstrebenswert für dich wirkt? Stehst du auf Statussymbole? Autos, Uhren, etc.? Für mich sind das zwei paar Schuhe. In drei Jahren kann ich ins Berufsleben eintreten. Wenn ich mich dann für den attraktiveren, aber finanziell deutlich schlechteren Job entscheide, dann knakst das nicht an meinem Selbstwertgefühl. Dann ist das meine bewusste Entscheidung. Und ich bin froh, dass ich auch mit wenig zufrieden sein kann und die Freiheit habe, mir den schlechter entlohnten Job ohne Probleme auszuwählen. Weil ich niemandem etwas beweisen muss, indem ich schöne Autos fahre. Wenn man das aus Spaß und eigener Freude macht, ist das was anderes, klar. Ich habe Spaß am Rennrad fahren in der Stadt.
 
Wer wenig hat, aber damit sein Glück maximal ausschöpfen kann, ist eigentlich der Intelligente. Und das versuche ich wie ein anderer Nutzer hier auch u.a. durch Minimalismus zu erreichen. Auch so Sachen wie "buy it once in a lifetime" - hochqualitative Sachen gut überlegt kaufen, an denen man ein Leben lang Spaß hat. 

Materialismus ist Sache von sozialen Milieus, die - zumindest mir - ein wenig suspekt sind.

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Geiles Thema und Beiträge !!... hab überall mitgelesen und mir stellt sich die entscheidende Frage. Braucht der Mensch wirklich Luxus? Oder ist das Ego erst zufrieden und damit die Gesellschaft? Was haltet ihr von einem bedingungslosen Grundeinkommen in der Zukunft? Würde es der Menschheit schaden? Ich sehe Pros und Cons, aber deutlich mehr Pros dafür :)

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Quote

 

Wer wenig hat, aber damit sein Glück maximal ausschöpfen kann, ist eigentlich der Intelligente.

Eher: Wer genug hat.
Kumpel von mir kriegt so 1.600 Netto raus. Und ist super happy, denn das ist mehr, als er braucht, weil er vorher lange Zeit deutlich weniger verdient hat und sich darauf eingestellt hat.
"Genug" hat also eine objektive und eine subjektive Komponente. Allerdings hat er - noch? - keine Familie und kümmert sich vermutlich nicht um seine Altersabsicherung u.ä

 

Neice, was ist das für eine Grafik? Die ist mir ja sehr suspekt, hast du die selber gemacht, oder verbreitet das so jemand tatsächlich auf seiner Website?



Sozialmilieus beschreiben ja nur die Tatsache, dass Werte nicht gleichverteilt auf einem Spektrum auftreten, sondern sich Cluster bilden. Jeder der hier argumentiert tut dies aus einem bestimmten sozialmilieu Kontext heraus, egal ob nun materialistischer oder nicht.

Quote

 

Materialismus ist Sache von sozialen Milieus, die - zumindest mir - ein wenig suspekt sind.

 

bearbeitet von zaotar

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vor 14 Stunden schrieb Blackfree:

Materialismus ist Sache von sozialen Milieus, die - zumindest mir - ein wenig suspekt sind.

Deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Materialismus kann im sozialen Milieu erlernt ("ererbt") sein, kann aber auch eine exakte Gegenreaktion bzw. Kompensation darauf sein. Ist ausserdem eine regionale Geschichte; in Indien zum Beispiel gilt Materialismus als ausgesprochen gesund, wer dort hat, darf auch zeigen, und wird eher dafür bewundert - auch in eher prekären Milieus. Selbst Leute, die morgens aus einem Karton krabbeln, zeigen das an Kleidung und Schmuck, das sie haben, mit großem Stolz. Nun sind wir nicht in Indien und die sozialen Milieus bei uns ganz andere, was ich aber sagen will: man sollte es sich nicht zu einfach machen.

Wer in unserer mMn sehr transparenten Gesellschaft die Leute immer noch nach Milieu beurteilt, vergibt viele Chancen und verpasst viele interessante Kontakte.

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vor 2 Stunden schrieb zaotar:

Neice, was ist das für eine Grafik? Die ist mir ja sehr suspekt, hast du die selber gemacht, oder verbreitet das so jemand tatsächlich auf seiner Website?

https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie

Das ist die Bedürfnispyramide von Maslow in einer alternativen Darstellung (findest Du samt Erklärung und Kritik auch auf der Seite). 

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Am 4. Juli 2016 um 21:56 schrieb Froncolo:

Eckhart Tolle (Du brauchst nichts im Leben, du hast schon alles, alles im Hier und Jetzt, um glücklich zu sein.)

 

Bin sehr im Zeitmangel, hätte gerne länger geantwortet.

Das Zitat bzw. die Interpretation ist so nicht korrekt. Bei Tolle/Buddhismus/... geht es nicht darum, dass man nach nichts mehr streben soll "weil man schon alles hat". Das wird mMn. sehr häufig falsch interpretiert. Die Aussage geht eher in die Richtung, dass du Dinge, die du nicht hast, nicht bemängeln sollst, da sie gegebene Umstände sind. Das schließt aber nicht aus, dass du Ziele haben kannst; Bedingung für das glückliche Leben ist bei Tolle dabei nur, dass du diese Ziele nicht als Erwartung manifestieren sollst.

Wenn du das mal aus dieser Sicht siehst, solltest du für deine Frage etwas mitnehmen können. 

 

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Habe mich auch schon sehr oft und sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt.  

Im Prinzip spiegelt sich in meiner Motivationsfindung ein klares Dilemma wieder.

Auf der einen Seite nützt mir die ständige latente Unzufriedenheit als starke Motivationsquelle. Ich strebe ständig nach mehr (materielle Errungenschaften und persönliche Erfolge), orientiere mich an Leuten die mehr Besitz/Erfolg haben und vermeide daher jeglichen Stillstand in meiner Entwicklung.

Auf der anderen Seite kommen mir diese Gedankengänge jedoch komplett falsch vor. Man könnte sich ja ebenso über das Erreichte freuen, ehrliche Zufriedenheit erreichen und glücklich über den Umstand sein, dass man es im Vergleich zu anderen relativ gut erwischt hat.

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Die Frage ist was man als Glück definiert.

Mich macht so mancher 50 Euro Wein sehr sehr... sehr ZUFRIEDEN.

Braucht man es zum glücklich leben? weniger.

 

Das muss man von echten Glück abgrenzen. Das ist das ganze Geheimnis.

bearbeitet von MrJack
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vor 19 Minuten schrieb Barnito Supreme:

Auf der einen Seite nützt mir die ständige latente Unzufriedenheit als starke Motivationsquelle. Ich strebe ständig nach mehr (materielle Errungenschaften und persönliche Erfolge), orientiere mich an Leuten die mehr Besitz/Erfolg haben und vermeide daher jeglichen Stillstand in meiner Entwicklung.

Auf der anderen Seite kommen mir diese Gedankengänge jedoch komplett falsch vor. Man könnte sich ja ebenso über das Erreichte freuen, ehrliche Zufriedenheit erreichen und glücklich über den Umstand sein, dass man es im Vergleich zu anderen relativ gut erwischt hat.

Vergleich ist eine nette Möglichkeit, um sich unglücklich zu machen. Zumindest wenn man sich mit Leuten vergleicht, die mehr haben. Man kann sich darüber aber auch motivieren. Schön ist es, wenn man die Wahl hat und da kontrollieren kann und dem nicht einfach ausgeliefert ist. 

Ich glaube, man muss einfach da immer mal reflektieren und nachkalibrieren. Ansonsten ist glaube ich die Erkenntnis auch ganz interessant, dass Glück nicht ohne Unglück existieren kann. Beides also zum Leben dazu gehört. Man kann nie das eine oder das andere haben. 

bearbeitet von Neice
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Am 5.7.2016 um 20:22 schrieb Blackfree:

Wer wenig hat, aber damit sein Glück maximal ausschöpfen kann, ist eigentlich der Intelligente.
 

Genau SO ist es!!!

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vor 22 Stunden schrieb Barnito Supreme:

Habe mich auch schon sehr oft und sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt.  

Im Prinzip spiegelt sich in meiner Motivationsfindung ein klares Dilemma wieder.

Auf der einen Seite nützt mir die ständige latente Unzufriedenheit als starke Motivationsquelle. Ich strebe ständig nach mehr (materielle Errungenschaften und persönliche Erfolge), orientiere mich an Leuten die mehr Besitz/Erfolg haben und vermeide daher jeglichen Stillstand in meiner Entwicklung.

Auf der anderen Seite kommen mir diese Gedankengänge jedoch komplett falsch vor. Man könnte sich ja ebenso über das Erreichte freuen, ehrliche Zufriedenheit erreichen und glücklich über den Umstand sein, dass man es im Vergleich zu anderen relativ gut erwischt hat.

Ich verstehe ganz genau, was du meinst. Ich habe mich das auch sehr lange gefragt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass es im Grunde kein Dilemma darstellt.

Streben nach mehr kann durch Negatives entstehen ("Der da drüben hat mehr, ich muss ihn einholen!") oder durch Positives ("ICH kann so viel mehr, wo ist mein persönliches Limit?").

Ich freue mich JETZT über das Erreichte und gleichzeitig pushe ich mein Limit in der nächsten Sekunde (MORGEN) nach oben.
Ist beides möglich und schließt sich meiner Ansicht nach nicht aus.

Momentan interessiert mich auch nur noch persönliches Wachstum. Mit Geld kaufe ich mir Freiheit, die ich dann in neues Wachstum stecken kann.

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Hey Leute,

danke für eure spannenden Antworten!

Auch heute habe ich einfach mal drauf los gegoogelt nach ein paar Antworten auf die Fragestellungen dieses Threads hier.

Zuallererst füge ich mal folgendes Zitat von Dalai Lama an:

" In der heutigen materialistischen Welt besteht die Gefahr, dass Menschen zu Sklaven des Geldes werden, als seien sie einfache Rädchen in einer riesigen Gelddruckmaschine. Dies hat nichts mit Menschenwürde, Freiheit oder echtem Wohlbefinden gemein. Der Besitz sollte der Menschheit dienen, nicht anders herum. "

Daraus schließe ich, dass der Besitz an für sich nichts falsches oder schlechtes ist.
Entscheidend ist einfach der richtige Umgang, die richtige Einstellung dazu.

Auch das nachfolgende find ich sehr interessant, jemand der sich kritisch mit Eckhart Tolle auseinandersetzt:

" Sie wollen eine Villa an der Cote D'Azur, Sie wollen ein erfolgreicher Unternehmer werden, Sie wollen der Frauenheld sein. Je weiter Sie sich dem Glücksdurchbruch nähern, umso seltener werden Sie manifestieren wollen, weil es immer weniger gibt, von dem Sie denken, dass Sie es für Ihre Glückseligkeit brauchen. Sie erkennen, dass schon immer alles da war. Zu allem, was Sie trotzdem noch an Wünschen entwickeln, gilt der Grundsatz: Ich will dich, aber ich brauche dich nicht.
Die Möglichkeit des Manifestierens ist uns gegeben worden, um die einzig wichtige Manifestation nach tausenden von Leben endlich zu schaffen: den Glücksdurchbruch.
Sie können das Ego dazu benutzen, um das Ego aufzulösen! Entweder machen Sie es bewusst oder Ihre Seele macht es irgendwann - vielleicht aber erst nach achtzehn weiteren Erdenaufenthalten.
" (http://www.spiritueller-blog.com/irrtuemer-kritik-an-Eckhart-tolle)

Falls ihr noch weitere Beiträge habt zum Thema Vereinbarung von Materialismus und Minimalismus, insbesondere z.B, in Anlehnung an Eckhart Tolle oder Anthony Robbins, gerne her damit.

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Für mich bringt der Dalai Lama das ziemlich auf den Punkt. Zumal es leider die Wahrheit ist.

Geld KANN dazu beitragen, glücklicher zu werden, ebenso wie andere Materielle Güter. Aber nur vorübergehend.

Wahres Glück steckt in Uns drin und Wir müssen selber lernen, mit UNS glücklich zu werden. Da hilft kein Porsche bei, das können nur WIR. Am sonsten ist so ein Porsche auch nur eine Kompensation meiner Minderwertigkeit.

 

Allerdings ist Geld sehr nützlich/effektiv, um sich bestimmte Träume/Ziele zu erfüllen. Für Manches sogar unerlässlich ( in der heutigen westlichen Welt eher für fast Alles ). Dennoch kann man auch ohne wirklich glücklich werdenn.

bearbeitet von Mista C.O.
Rechtschreibfehler
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Geld finde ich einfach geil.

Ich gebe das Geld anderen Leuten, damit sie die Aufgaben erledigen, die ich nicht kann oder nicht machen will.
Dadurch mache ich mehr davon, was ich kann oder was ich machen will.

Putzfrau, Haushaltshilfe, Steuerberater, Chauffeur, VA, das geht alles in die gleiche Richtung.
Der normale Mensch putzt selbst und hat eine Stunde seiner Zeit für 10€ an sich selbst verkauft, der Millionär bezahlt jemandem 10€ dafür und verdient in der Zeit selbst 1.000€ und macht damit 990€ Gewinn. Ein Investment quasi.

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Naja die Rechnung geht für den Großteil der Arbeitnehmer nicht auf.

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Das ist es ja: Man muss immer mehr verdienen, um andere zu bezahlen, um die Dinge zu unterhalten. Man bezahlt es auch mit seiner eigenen Zeit und Körper, gar Seele. Genau dies ist der Teufelskreis, den viele gar nicht erkennen und verstehen. Daher der Minimalismus. Mitunter weniger zu verdienen, dafür aber mehr Frei-Zeit zu haben. Weniger konsumieren und anhäufen, sich weniger Gedanken machen zu müssen.

Ich möchte auch keine fremde Menschen in meiner Privatsphäre schrubben lassen. Wenn dies so wäre, habe ich keine Zeit, zu viel um die Ohren oder einfach eine zu große Wohnung/Haus -> Minimalismus

Geld macht abhängig; da wären wir wieder beim Teufelskreis.

Ich lebe immer mehr minimalistisch und bin sehr zufrieden. Zufrieden war ich auch mit den vielen teuren Dingen, mit dem teuren Auto usw. aber es ist eine andere Zufriedenheit, die nicht so tiefgründig ist. Wer von Geld regiert ist, wird diese Erkenntnis nicht erlangen können -> Hamsterrad

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Man kann viel Geld haben und sollte zu seiner Putzfrau ein gutes freundschaftliches Verhältnis entwickeln und auch gut bezahlen! :)

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Ich finds cool hier zu sehen, dass die meisten eine gesunde Einstellung zum Thema Geld haben.

Zeigt, dass ihr euch mit Persönlichkeitsentwicklung bewusst beschäftigt. Anders als eben oberflächliche Leute, die ihr Glück allein aus oberflächlichen Mitteln wie Geld und Status ziehen wollen. Gerade bei solchen fällt mir oft auf, dass sie sich kaum mit ihrer Persönlichkeit und einem tieferen Sinn im Leben beschäftigen, manchmal es sogar belächeln wenn man von sich aus über solche Themen redet. Und genau solche Reaktionen finde ich arm. Bei allem Geld, das sie haben oder anstreben.

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