113 Beiträge in diesem Thema

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Hallo zusammen!

Muss mal bisschen Ballast abwerfen, weil ich derzeit einfach richtig deprimiert mit mir und meinem Leben bin.
Ich weiß morgens nicht, wofür ich aufstehe und bin die meiste Zeit des Tages schlecht drauf und über alles und jeden am rummeckern.
Mein Selbstwertgefühl ist total im Keller und ich hasse mich selbst. Am meisten hasse ich aber die anderen.

Vieles geht mir auf den Keks und ich träume von vollständiger Unabhängigkeit...einem Leben, wo ich nur meine Familie und Freunde um mich herum habe und der Rest der Menschheit mir den Buckel runterrutschen kann. Keine Gesellschaft die mir vorschreibt, wie ich auszusehen habe, sagt was gut oder schlecht ist, Menschen anhand ihres Erfolges selektiert etc.
Ständig muss man sich auf andere verlassen...die Öffentlichen Verkehrsmittel, den Chef, die Post...und alle verkacken es regelmäßig.

Am liebsten wäre ich auf einem einsamen Berg, würde in einer Hütte hausen, den ganzen Tag in der Sonne liege, ab und an mal trainieren, meine E-Zig dampfen und mit meinen Liebsten Zeit verbringen. Das das nicht geht, ist mir klar. Warum das nicht geht, verstehe ich nicht.

Alles was ich tue und Anfange ist gefühlt nicht gut genug und ich frage mich immer wieder, womit ich diese Strafe verdient habe?
Mein Job ödet mich an, ich bekomme ständig irgendwelche seltenen Krankheiten, das Glück weicht mir aus...es fühlt sich an, als hätte eine meiner Ex-Freundinnen eine Voodoo-Puppe benutzt, um einen Fluch auf mich zu legen.

Ich schaue mich auch ständig um, sehe mir die Menschen an und denke dann schlecht über die meisten. Ganz kleine banale Dinge fangen mich an, zu nerven.
Frage mich dann, wie sich ein Mensch mit diesem Mittelmaß zufrieden geben kann? Meine Nachbarn sind Geschwister in ner WG...beide Hartz4, sie ne alleinerziehende Mutter.
Beide dumm, hässlich und zu nichts zu gebrauchen. Sie hört ständig zu laut Musik und rafft es nicht...so oft schon angerufen, geklingelt, angesprochen. Er braucht morgens um 06:00 Uhr mindestens ne halbe Stunde, um sein Motorrad im Hinterhof startklar zu machen. Höllenlärm, Gestank etc.

Warum gibt es so Menschen? Und warum sind die zufrieden oder zumindest nicht unzufriedener mit ihrem Leben (und ich nicht?)

Zusätzlich zu all der Wut und dem Hass, der sich innerlich aufstaut...kommt enorme Angst und Trauer hinzu. Verluste in der Familie, führen zu Gedanken über Leben und Tod.
Aktuelle gesundheitliche Probleme werfen die Fragen auf, ob und wie lange ich gesund bleiben werde und was im Falle weiterer Verschlimmerung auf mich wartet?

Wie soll ich die wenige Zeit nutzen, die ich hier evtl. noch bin? Was macht Sinn?Womit verschwende ich meine Zeit?
Was, wenn meine Gesundheit mir einen Strich durch die Rechnung macht und mein verkorkstes Leben noch beschissener wird, als es sich eh schon anfühlt?
Wie soll ich herausfinden, wer ich bin, was ich will, was ich kann?

Ich fühle mich absolut Identitätslos...

Leider fehlt mir auch gerade der rote Faden und ich kann meine Gedanken nicht sortieren, weshalb es mir nicht möglich ist einen ordentlichen Thread zu eröffnen, der eine konkrete Frage beinhaltet oder euch die Möglichkeit gibt, mir evtl. Hilfestellung zu geben.

Ich werde versuchen konkrete Gedanken zu erfassen, wodurch es vielleicht möglich wird, mich besser auszudrücken.

Zumindest ist das wichtigste bereits gesagt...

bearbeitet von LastActionHero
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vor 9 Minuten, LastActionHero schrieb:

Am liebsten wäre ich auf einem einsamen Berg, würde in einer Hütte hausen, den ganzen Tag in der Sonne liege, ab und an mal trainieren, meine E-Zig dampfen und mit meinen Liebsten Zeit verbringen. Das das nicht geht, ist mir klar. Warum das nicht geht, verstehe ich nicht.

Warum geht das nicht?
Mal länger Urlaub machen?

bearbeitet von Sam Stage

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Gerade eben, Sam Stage schrieb:

Warum geht das nicht?
Mal länger Urlaub machen?

Ich verdiene zu wenig, um mir diesen Luxus zu gönnen...ganz zu schweigen davon, dass 3 Wochen nicht reichen würden.

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vor 4 Minuten, LastActionHero schrieb:

Ich verdiene zu wenig, um mir diesen Luxus zu gönnen...ganz zu schweigen davon, dass 3 Wochen nicht reichen würden.

Es gibt ja noch die Möglichkeit mal ein Jahr im Ausland zu arbeiten gegen freie Kost und Logis - ist auch mal ne gute Erfahrung.
Außerdem kommst du mal für längere Zeit aus deinem gewohnten Umfeld was dich ja wohl gerade ziemlich ankotzt.

bearbeitet von Sam Stage

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Was hat sich seit deinem letzten Thread

denn so getan. Konntest Du deine Lebensumstände (nachhaltig) verbessern? 

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Gast Juninho

Krasse Offenbarung und viel richtiges dabei. Unser aller Leben ist sinn- und bedeutungslos. Da sitzen wir alle in einem Boot. Sartre hat das in Nausea bereits festgestellt. Das Leben und die Tage verstreichen, Menschen kommen, Menschen gehen, jede Existenz ist zufällig und so weiter. Das oberste Ziel, dass wir als Menschen erreichen können ist Glück. Auch wenn es dazu keine Anleitung gibt, gibt die positive Psychologie Hinweise, was am Wahrscheinlichsten zu persönlichem Glück führen kann. Dort würde ich mich mal einlesen und gucken, ob du was auf dein Leben übertragen kannst.  

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Hey @LastActionHero,

es klingt für mich so als wärst du mit deinem Leben gerade hochgeradig unzufrieden. In gewisser Weise projezierst du die Negativität auch auf andere.

Gedanken erschaffen Realität. Schau dir mal deine Beschreibung an: Die Welt ist die zu der du sie machst. Als Beispiel:

Zitat

Und warum sind die zufrieden oder zumindest nicht unzufriedener mit ihrem Leben (und ich nicht?)

Woher willst du das wissen? Woher weist du, dass die anderen zufriedener sind? Es ist deine Interpretation der Realität. Alles was du da draußen siehst, ist deine Interpretation der Realität.

 

Zitat

Was, wenn meine Gesundheit mir einen Strich durch die Rechnung macht und mein verkorkstes Leben noch beschissener wird, als es sich eh schon anfühlt?

Das weißt du nicht. Niemand wird dir das beantworten können.

Hast du schon mal darüber nachgedacht mehr in der Gegenwart zu verbringen, als dir Gedanken über Vergangenheit und Zukunft zu machen? Das Einzige was du hast ist der jetzige Moment. Alles andere ist ein Konstrukt deiner Gedanken. Keiner weiß, was in drei oder zehn Jahren ist. Wir sind ja nicht mal in der Lage die nächsten fünf Minuten 100%ig voraussagen zu können.

 

Zitat

Wie soll ich herausfinden, wer ich bin, was ich will, was ich kann?

Das wird dir keiner schlüssig beantworten können.

 

Mich hat dein Post irgendwie berührt. Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, da ging es mir sehr ähnlich. Ich war hochgeradig unglücklich, hatte eine One-it-is (wieder mal) und stellte mir allgemein die Frage, was eigentlich los ist mit meinem Leben und wo das alles hin führen soll. Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen. Hobbys hatte ich genug, Freunde und Familie alles prima und materiell war auch alles bestens. Glücklich war ich trotzdem nicht. Habe dann angefangen mich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Dass lief auch alles soweit prima. Ich habe mehr gelesen (u.a. Die sechs Säulen des Selbstwertgefühl und Radikal Ehrlich) und bin dann mehr oder weniger durch Zufall auf das Buch von Tolle gestoßen "Jetzt die Kraft der Gegenwart". Das hat mir im wesentlichen gezeigt, was ich eigentlich für ein verkopfter Mensch bin. Ständig am interpretieren und Gedanken machen über Zukunft und Vergangenheit. Kurz gesagt, habe ich gemerkt, dass ich mir das Leben selbst schwer mache.

Du hast nur dieses eine Leben in dem Universum oder der Dimension oder wie man es auch nennen will, also genieße jeden Moment auch wenn er noch so ungenießbar scheint.

Das Leben ist nie scheiße, es ist immer nur das was du daraus machst!

 

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vor einer Stunde, LastActionHero schrieb:

...ich bekomme ständig irgendwelche seltenen Krankheiten...

Hab vor drei Monaten erfahren das ich grünen Star habe - klar fühlt sich das Kacke an.
Wenn ich das aber mal so betrachte ich werde langsam blind, weil ich meinen
Fokus mehr auf mein Inneres legen sollte als immer nur im Außen zu schauen,
ist es mehr ein nützlicher Hinweis als eine Krankheit...

Altwerden ist eben nix für Weicheier, Bro

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vor einer Stunde, LastActionHero schrieb:

Ich weiß morgens nicht, wofür ich aufstehe und bin die meiste Zeit des Tages schlecht drauf und über alles und jeden am rummeckern.

Das Leben hat keinen Sinn, außer du gibst deinem Leben Sinn. Du hast keine Ziele, vielleicht hier und da einen Traum, aber Träume ohne Aktion und Plan bleiben Schäume, und wenn dir diese Schäume ständig vor der Nase hängen, und du nicht in die Pötte kommst, macht das Depressiv. 

Ziele setzen!

Übrigens, ich weiß auch nicht , warum es mich gibt. Ist mir aber egaler wie Karl Lagerfeld. Es gibt mich, und das fühlt sich an wie ein Jackpot.

Gruß

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Ey Actionheld. 

Deine Ziele und Träume hast du schon genannt. Was hast du bisher aktiv dafür getan?

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Gast GreenMile

Auf jeden Fall nervt dich deine Umwelt auch deswegen so sehr, weil du zur Zeit schlecht drauf bist. Geht ja Hand in Hand sowas. Aber sowas:

vor einer Stunde, LastActionHero schrieb:

Ständig muss man sich auf andere verlassen...die Öffentlichen Verkehrsmittel, den Chef, die Post...und alle verkacken es regelmäßig.

...kann ich voll nachvollziehen. Bin jemand der sich nur sehr sehr seeeehr ungern auf andere verlässt (vor allem, wenn ich diese nicht kenne) und da viele Leute einfach mega unzuverlässig sind, nervt das voll ab! Daher schaffe ich so selten wie möglich Situationen, in denen ich mich auf andere verlassen muss.

vor einer Stunde, LastActionHero schrieb:

Alles was ich tue und Anfange ist gefühlt nicht gut genug und ich frage mich immer wieder, womit ich diese Strafe verdient habe?

Hört sich an, als wärst du ganz einfach gestresst. Der tägliche Überlebenskampf kotzt jeden mal an. Vor allem wenn der Job aus Routine besteht, aber ich weiß ja nicht was du so machst. Vielleicht brauchst du ne Pause? Vielleicht ne lange? Überleg mal worauf du richtig bock hast. Ne Reise? Einfach mal Faulenzen? Oder was anderes....und versuch darauf hin zu arbeiten. Die Quelle deiner schlechten Empfindungen kommt immer von innen und von außen. Ist ein dynamisches Gleichgewicht. Geh mal auf Fehlersuche. Vielleicht kotzt dich auch deine Arbeitsstelle an. Hab die Eier dein Problem konkret zu lokalisieren und es anzugehen! Und..

vor 1 Stunde, LastActionHero schrieb:

Zusätzlich zu all der Wut und dem Hass, der sich innerlich aufstaut...kommt enorme Angst und Trauer hinzu. Verluste in der Familie, führen zu Gedanken über Leben und Tod.

Auch wenn´s hart klingt, da ich auch nicht weiß, was dir wiederfahren ist: Hör auf in deiner eigenen emotionalen Suppe aus Scheiße zu rühren! Nutze diese Gedanken für was positives. Letztes Jahr ist die beste Freundin meiner Mutter an Krebs elendich verreckt. Meine Nachbarin und Frau meines Vermieters hat Altzheimer und Parkinson. Die ist voll am Ende. Hat mich alles auch sehr zum nachdenken gebracht. Wir leben nur im hier und jetzt, daher versuch das Hier und jetzt so gut es geht zu genießen, anstatt sich Sorgen darum zu machen was passieren könnte. Irgendwann sind wir alle alt. Oder Krank. Oder Tod. Jetzt ist die Zeit! Erfreue dich an einfachen Dingen wie deiner eigenen guten Gesundheit! Suche neue Anreize!

Müsste ich Glück als Formel ausdrücken würde ich es wohl ungefähr so darstellen: Glück = (Ziele * Beschäftigung / Diversität an Beschäftigung) mit Gesundheit zum Quadrat. Oder so. Glücklich sein ist einfach. Schwer ist nur einfach sein. Darum glaube ich auch, dass die geistig weniger gut betuchten Menschen manchmal einfacher durchs Leben gehen, weil die sich eben nicht über jeden Mist Gedanken machen. Auch wenn die dieselben Probleme haben.

vor 1 Stunde, LastActionHero schrieb:

Wie soll ich herausfinden, wer ich bin, was ich will, was ich kann?

Indem du es angehst und herausfindest! Such neue Ziele. Vielleicht konnte ich ein paar Anstöße liefern. Keep going!

 

Ps. Ich meine mal ein Bild von dir hier irgendwo gesehen zu haben. Bist du nicht voll das Muskelmonster? Schon mal n Wettbewerb gemacht? Vielleicht wär das ja ein neuer Ansporn auch wieder mehr Spass am Training zu haben. Oder mal Kampfsport bzw Kampfkunst ausprobieren. Mir hilft es in solchen Situationen wie du gerade bist, einfach mal was neues auszuprobieren, dann bekommt man auch eine neue Ansichtsweise.

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Hab mir jetzt nicht alle Antworten durchgelesen, kann gut sein, dass ich etwas wiederhole.

Ich hab teilweise eine sehr ähnliche Denkweise wie du, allerdings seh ich das alles nicht so negativ. Deine Gedanken bezüglich dieser "einfach gestrickten" Nachbarn kann ich sehr gut nachvollziehen, denke auch oft darüber nach, wie solch "eigenartige" Menschen nur so glücklich mit ihrem Leben sein können - aber ist doch schön, wenn sie so happy sind oder? Kann uns ziemlich egal sein, womit die happy sind oder nicht.

Interessant finde ich auch deinen Gedanken bezüglich Hütte und Isolation, genau den gleichen Gedanken habe ich sehr oft. So eine Hütte in den Bergen, dort ganz alleine oder nur mit den besten Leuten zu sein.. stell ich mir schön vor. Bei mir kommen diese Gedanken hauptsächlich in Stressphasen, bei dir evtl. auch so?

Ob Krankheit oder nicht, mach dir Gedanken, was dich im Leben bewegt, wohin soll dein Leben gehen, was willst du unbedingt erleben/erreichen? Konzentrier dich darauf und auf nichts anderes. Welches Hobby interessiert dich schon lange, aber du hast es noch nie probiert? - DO IT

Gönn dir viel Zeit für dich, werd dir über deine eigene Persönlichkeit bewusst und lass es dir gut gehen, life is good.

Damit meine ich allerdings nicht, dass du z.B. deine Arbeit schmeißen sollst, da dein Traum ein Leben auf den kanarischen Inseln ist. Deine Gedanken sollten dann so aussehen: "ich reiße mir das ganze Jahr den Arsch auf, um 4 Wochen Urlaub auf den Kanaren machen zu können" usw..

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Gast El Rapero

Shit Mann, dein Post ist echt bewegend. Mir geht es oft Ähnlich und in einigen deiner Gedanken erkenne ich mich sehr gut wieder. Da hier aber schon viel Gutes geschrieben wurde, beschränke ich mich mal darauf, was mich momentan auch sehr bewegt ( ebenfalls aufgrund gesundheitlicher Probleme, die mir vielleicht einen Strich durch mein Traumziel machen ).

 

vor 6 Stunden, LastActionHero schrieb:


Aktuelle gesundheitliche Probleme werfen die Fragen auf, ob und wie lange ich gesund bleiben werde und was im Falle weiterer Verschlimmerung auf mich wartet?

Wie soll ich die wenige Zeit nutzen, die ich hier evtl. noch bin? Was macht Sinn?Womit verschwende ich meine Zeit?
Was, wenn meine Gesundheit mir einen Strich durch die Rechnung macht und mein verkorkstes Leben noch beschissener wird, als es sich eh schon anfühlt?

Das beschäftigt mich zur Zeit auch Tag und Nacht, immer wieder schießen mir die Gedanken in den Kopf. Die Sterblichkeit, die Vergänglichkeit, die Probleme...

All der Mist, der einem auch die beste Laune verderben kann.

Ich bin nun innerhalb eines halbem Jahres in 2 Situationen geraten, die mein Ende hätten sein können. Sie waren es zum Glück nicht, haben mich aber mit 2 Verletzungen hinterlassen, die mich wieder komplett aus dem Leben gerissen haben, während Ich unter Aufwand von viel Zeit und Energie darauf hingearbeitet habe, mein Leben endlich zu bessern, endlich positiver und produktiver zu leben. Plötzlich lag ich im Krankenhaus und bekomme schlechte Nachrichten vom Arzt und das gleich 2 mal ... Ich war auch schon immer ein sehr nachdenklicher, leicht melancholischer Mensch und habe mir vieles immer unnötig negativ ausgemalt, mich selber schlecht geredet oder mir auch so Gedanken geschoben wie " Ich bin völlig unwichtig. Die Welt wäre ohne Mich doch besser " etc., das volle Programm.

Durch diese Denkweise bin ich aber erst in diese Situationen geraten und ich habe auf harte Weise am eigenen Leib lernen müssen, dass die Theorie der "Selbsterfüllenden Prophezeiung" in meinem Falle bestätigt wurde. Natürlich bin ich dann, anstatt daraus zu lernen, hingegangen und habe mich noch unglücklicher gemacht, -als ich es sowieso schon war - und zwar indem ich meine Fehler, die mich in die Scheiße stürzten, wieder und wieder vor Augen geführt hab. "Was wäre wenn ich dies Anders gemacht hätte" , "Warum habe ich nicht so und so gehandelt statt so ???", " WIe soll ich damit weiterleben? WIe kann ich so dämlich sein?`". All diese Fragen, über die ich irgendwie Nachdenken musste, weil ich einen Drang dazu verspürte, mich aber nur weiter und weiter zermürbt haben. Es war sogesehen die Perfektion meiner vorherigen Denkweise.

Da ist mir klar geworden: Wenn die selbsterfüllende Prophezeiung auf so schrecklich negative Weise funktioniert, muss Sie doch auch genauso auf positive Art funktionieren.

Mir ist klar geworden, dass ich meine Denkweise ändern, bzw. anpassen muss. Und Scheiße, das ist so viel leichter gesagt, als getan. Aber ich arbeite daran und ich glaube, genau das solltest du auch tuen.

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass ich ohne diese Unfälle/Vorfälle, die ich am liebsten rückgängig machen würde, niemals solche entscheidenden Entschlüsse gefasst hätte. Oder meine Denkweise je geändert hätte. Ich glaube daran, dass Alles aus einem Grund passiert und vielleicht genau diese Unfälle mich in die richtige Richtung geschoben haben. Vielleicht auch nicht, wer weiß? Aber was bringt es mir, davon auszugehen, dass es nicht so ist?
Ich würde mich weiter zermürben, meine Fehler verteufeln und weiter unglücklich leben, während ich mir meinen Kopf zerbreche.

Ich kann stattdessen einfach von ausgehen, dass es so kommen MUSSTE, damit ich meinen Traum noch verwirklichen kann. Weil ich vorher auf dem falschen Weg war... So änder ich nach und nach meine Denkweise von Negativ, unproduktiv, unglücklich etc. in Positiv, produktiv, usw....

Dennoch denke ich momentan immernoch viel über Leben und Tod nach. Über Probleme und ob ich der einzige bin, dem es so dreckig geht und der sich so unglücklich fühlt. Ob ich der einzige bin, der soviele Fehler macht.

Alles hier zu beantworten würde zu weit führen.

Durch meine 2 Vorfälle habe ich aber gemerkt, wie schnell es vorbei sein kann. Wie ich in einem Moment noch die beste Zeit meines Lebens haben und in der nächsten Stunde tod sein kann. Ich habe gefühlt, wie es sein kann, zu glauben, dass man die nächsten 10 Minuten nicht überlebt. Und Junge, ist das ein heftiges Gefühl. Im Nachhinein gesehen ist es klar, dass es mich deutlich stärker beeinflussen wird, als ich damals noch dachte.

Und so kann es Jedem gehen. Jeder von Uns könnte nach seinem Post auf die Straße gehen und überfahren werden und wir würden nie mehr von ihm hören.

Wichtig ist, die richtigen Schlüße und die richtige Motivation aus diesem Gedanken zu ziehen.

Ich dachte mir nämlich: " Wenn letztlich jede Situation deine letzte sein könnte... Was wäre wenn ich wüsste, ich hätte nur noch 1 Monat zum Leben. Was würde ich tuen? Was würde ich meiner Familie und meinen Freunden sagen? Was wäre mir wichtig, welchen Wunsch würde ich mir noch erfüllen??"

Wenn man sich all solche Fragen mal stellt, kommt da überraschend viel bei rum. Einiges hat mich traurig gemacht, weil ich erkannt hab, wie ich mir manchmal selbst im Weg stand, meine eigenen Ziele nicht erreichen konnte, meine Träume brach lagen... Anderes hat mich glücklich gemacht, weil ich dachte " Joo, DAS will ich noch erleben! ". Und nun geh ich hin und richte mein Leben nach diesen neuen Erkenntnissen aus.

So schlage ich nun endlich den Bogen zum letzten Tipp, den ich dir ans Herz legen möchte.

Es wirkt so, als ob du kein "übergordnetes Ziel" hast, einen großen Traum, oder auch : WIe du sein möchtest, was deine Leidenschaft, deine Mission ist...

Mir war diese zum Glück schon seit meinem 15. Lebensjahr klar, als ich mich unsterblich in Musik verliebte. Allerdings habe ich, trotz diesem Wissen, viele falsche Schritte unternommen und mich auf Diese Weise von meinem Ziel wegbewegt, obwohl ich der Überzeugung war, dass es die richtigen Schritte sind, um dieses Ziel zu erreichen... Welch eine Ironie.

Im Endeffekt musste ich einfach realisieren, dass das Leben und seine Träume erreichen nicht so einfach ist, wie ich dachte... Und das ich in manchen Hinsichten scheinbar viel zu Grün hinter den Ohren war, um die richtigen Schritte einzuleiten. Und vielleicht ist es mit meinen neuen Erkenntnissen ja genauso, wer weiß?? Vielleicht führen die mich auch nur in die Irre, statt zu meinem Traum.

Was hilft, ist zu akzeptieren. Die Dinge so zu nehmen, wie Sie kommen. Erwartungen aus seinem Kopf zu verbannen... Denn wenn Sie zu etwas führen, dann zu Enttäuschungen.

Wir Beide haben scheinbar das Problem, dass Wir Uns zu viele Gedanken machen und zu viele Dinge negativ sehen. Es ist nicht schlimm, ich habe sogar mal gehört, häufiges Grübeln weist auf hohe Intelligenz hin ( ob das stimmt? Gute Frage ), aber es ist schlimm, wenn Wir es auf die falsche, negative, selbstzerstörende Weise tuen. Es kann aber unfassbar nützlich sein, wenn Wir diese Denkweise in positive Bahnen lenken.

 

Jetzt hätte ich mich beinahe wieder in meinen eigenen Worten verfangen. Worauf ich mit meinem letzten Tipp hinauswollte:
Wenn dir noch nicht klar ist, was deine Leidenschaft ist, begib dich JETZT auf die Suche. Ein Hobby, eine Tätigkeit, welche dich auch in den schwersten Zeiten begleiten und glücklich machen kann. Es hilft ungemein, glaube Mir. In positiven Zeiten beflügelt es dich, in negativen hält es dir den Rücken, bevor du zu zerbrechen drohst.

Einen Traum hast du ja scheinbar. Frage dich " Kann ich dieses Ziel erreichen?". Und wenn ja: "Wie?". Dann arbeite darauf hin. Ich sage mal so : Selbst wenn du es nie erreichst ( wie ich vllt auch, obwohl ich mir damals geschworen habe, ich würde lieber sterben als meinen Traum nicht zu erreichen.Hoffentlich  kommt es nicht so weit :D ), tut es wenigstens gut, einen Traum zu haben und auf Ihn hinzuarbeiten. Und wer weiß? Vielleicht wird er ja war... Manchmal gehen auch Erfolge deutlich schneller, als man dachte.

 

In dem Sinne, mach es gut! Ich wünsche dir viel Kraft.

 

 

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vor 4 Minuten, El Rapero schrieb:

Mir ist klar geworden, dass ich meine Denkweise ändern, bzw. anpassen muss. Und Scheiße, das ist so viel leichter gesagt, als getan. Aber ich arbeite daran und ich glaube, genau das solltest du auch tuen.

Dafür bietet die positive Psychologie viele Ansatzpunkte. Ein guter Einstieg ist "Der Glücksfaktor" von Seligman und die Fortsetzung "Flourish"

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Gast El Rapero
vor 2 Minuten, Herzdame schrieb:

Dafür bietet die positive Psychologie viele Ansatzpunkte. Ein guter Einstieg ist "Der Glücksfaktor" von Seligman und die Fortsetzung "Flourish"

Ahhh, vielen Dank! Die Psychologen haben auch echt auf Alles eine Antwort.

Werde mich da mal einlesen. Vielen Dank für den TIpp!

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vor 8 Stunden, LastActionHero schrieb:

Leider fehlt mir auch gerade der rote Faden und ich kann meine Gedanken nicht sortieren, weshalb es mir nicht möglich ist einen ordentlichen Thread zu eröffnen, der eine konkrete Frage beinhaltet oder euch die Möglichkeit gibt, mir evtl. Hilfestellung zu geben.

Warste damit schon mal bei deinem Hausarzt? Oder hast anderweitig mal checken lassen, ob da ne Depression hinter steckt? Wenn nicht, dann mach das mal.

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vor 14 Minuten, Aldous schrieb:

Warste damit schon mal bei deinem Hausarzt? Oder hast anderweitig mal checken lassen, ob da ne Depression hinter steckt? Wenn nicht, dann mach das mal.

Das mit der Depression würde ich wirklich mal prüfen lassen. Kommt mir irgendwo bekannt vor. 

Wenn du gerne liest kann ich dir folgendes Buch nur ans Herz legen https://www.amazon.de/gp/aw/d/3442173450/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1496959060&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=wer+dem+glück+hinterherrennt+läuft+daran+vorbei&dpPl=1&dpID=41jWzDqvQeL&ref=plSrch

Alles gute

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Guten Morgen Leute!

WOW...ich hätte nicht damit gerechnet, soviele und solch ausführliche Antworten zu bekommen...vielen Dank erstmal dafür!
Den Post hab ich vorgestern geschrieben, wo es mir echt dreckig ging und ich gar nicht in der Lage war, einen klaren Gedanken zu fassen.

Ich hab so meine "Momente", wo ich dermaßen in meinen Gedanken gefangen bin, dass ich nicht mehr rational denken kann. Habe dann das Gefühl, die Welt hat mich abgestoßen und im Stich gelassen. Da hilft auch Familie nichts, eine Mama die einen umarmt, oder eine Freundin die sagt "wir stehen das durch"...man ist einfach allein und verloren!

vor 16 Stunden, Magic Mike schrieb:

Wie siehts aus mit Frau? Kind? Hobby? Freunde?

Ich bin seit 3 Jahren in einer Beziehung mit Höhen und Tiefen. Ich bin ganz zufrieden und fühle mich wohl.
Meine Freundin ist leider genauso kompliziert wie ich und wenn wir uns streiten kommt es nicht selten vor, dass wir 1-2 Tage lang gar nicht miteinander reden und jeder sein Ding macht. Man will eigentlich Nähe und hat Angst, distanziert sich aber voneinander. Sie hat viel Scheiße erlebt.

Hobbys hab ich ein paar: Sport, Zocken, E-Zig mit Freunden dampfen und philosophieren, Fahrradfahren, manchmal lesen (wenn mich etwas thematisch packt), ich höre gern Musik und Reise auch gelegentlich gerne.

Ich bin ein sehr sensibler Mensch, der nach Sicherheit sucht und komme nur sehr ungern und selten aus meiner Komfortzone heraus...ich Reise z.B. gern, fühle mich aber an manchen Orten einfach fremd und fehl am Platz, kann es dementsprechend nicht so genießen. Ich will frei sein, aber die Freiheit macht mir auch Angst.
Ich träume immer davon, die Welt zu entdecken....hätte aber viel zu viel Angst davor!

vor 16 Stunden, GMT schrieb:

Was hat sich seit deinem letzten Thread

denn so getan. Konntest Du deine Lebensumstände (nachhaltig) verbessern? 

Ich habe mein Abendstudium neben meinem Vollzeitjob abgeschlossen und damals meinen alten AG gekündigt.
Hatte dann ne ganz gute Abfindung und konnte gute 4 Wochen pimmeln. Danach hab ich den Einstieg ins Marketing irgendwie nicht so hinbekommen wegen fehlender Erfahrung und bin derzeit Trainee (was ich auch in Kürze ändern werde!). Ich weiß, dass ich nicht alles gebe...aber ich lass mich auch nicht hängen!

Muss dazu sagen, dass Ende 2015 mein Dad gestorben ist, ich gleichzeitig mit meiner jetzigen Freundin zusammengezogen bin und das Studium richtig an Fahrt aufgenommen hatte...ich war kurz vor dem Nervenzusammenbruch! War zu dem Zeitpunkt in therapeutischer Behandlung und stand eines Tages sogar vor der Tagesklinik, weil ich gedacht habe verrückt zu werden. Die wollten mich aber nicht ^^ also hab ich einfach weitergemacht und meinen Weg genommen.

vor 16 Stunden, Juninho schrieb:

Krasse Offenbarung und viel richtiges dabei. Unser aller Leben ist sinn- und bedeutungslos. Da sitzen wir alle in einem Boot. Sartre hat das in Nausea bereits festgestellt. Das Leben und die Tage verstreichen, Menschen kommen, Menschen gehen, jede Existenz ist zufällig und so weiter. Das oberste Ziel, dass wir als Menschen erreichen können ist Glück. Auch wenn es dazu keine Anleitung gibt, gibt die positive Psychologie Hinweise, was am Wahrscheinlichsten zu persönlichem Glück führen kann. Dort würde ich mich mal einlesen und gucken, ob du was auf dein Leben übertragen kannst.  

Irgendwelche Buch-Tipps für mich, die nicht esoterisch sind? Ich mag die Esoterik nicht so gern ;)

vor 16 Stunden, Gerry schrieb:

Hey @LastActionHero,

es klingt für mich so als wärst du mit deinem Leben gerade hochgeradig unzufrieden. In gewisser Weise projezierst du die Negativität auch auf andere.

Gedanken erschaffen Realität. Schau dir mal deine Beschreibung an: Die Welt ist die zu der du sie machst. Als Beispiel:

Woher willst du das wissen? Woher weist du, dass die anderen zufriedener sind? Es ist deine Interpretation der Realität. Alles was du da draußen siehst, ist deine Interpretation der Realität.

 

Das weißt du nicht. Niemand wird dir das beantworten können.

Hast du schon mal darüber nachgedacht mehr in der Gegenwart zu verbringen, als dir Gedanken über Vergangenheit und Zukunft zu machen? Das Einzige was du hast ist der jetzige Moment. Alles andere ist ein Konstrukt deiner Gedanken. Keiner weiß, was in drei oder zehn Jahren ist. Wir sind ja nicht mal in der Lage die nächsten fünf Minuten 100%ig voraussagen zu können.

 

Das wird dir keiner schlüssig beantworten können.

 

Mich hat dein Post irgendwie berührt. Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, da ging es mir sehr ähnlich. Ich war hochgeradig unglücklich, hatte eine One-it-is (wieder mal) und stellte mir allgemein die Frage, was eigentlich los ist mit meinem Leben und wo das alles hin führen soll. Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen. Hobbys hatte ich genug, Freunde und Familie alles prima und materiell war auch alles bestens. Glücklich war ich trotzdem nicht. Habe dann angefangen mich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Dass lief auch alles soweit prima. Ich habe mehr gelesen (u.a. Die sechs Säulen des Selbstwertgefühl und Radikal Ehrlich) und bin dann mehr oder weniger durch Zufall auf das Buch von Tolle gestoßen "Jetzt die Kraft der Gegenwart". Das hat mir im wesentlichen gezeigt, was ich eigentlich für ein verkopfter Mensch bin. Ständig am interpretieren und Gedanken machen über Zukunft und Vergangenheit. Kurz gesagt, habe ich gemerkt, dass ich mir das Leben selbst schwer mache.

Du hast nur dieses eine Leben in dem Universum oder der Dimension oder wie man es auch nennen will, also genieße jeden Moment auch wenn er noch so ungenießbar scheint.

Das Leben ist nie scheiße, es ist immer nur das was du daraus machst!

 

Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls habe ich daheim im Bücherregal...leider nie angefangen es intensiv zu lesen. Das werde ich nachholen!
Was die Gedanken angeht: Manchmal befürchte ich, durch meine depressive und pessimistische Art dran Schuld zu sein, wie die Dinge so laufen und gekommen sind ganz nach dem Motto "selbsterfüllende Prophezeiung" und so. Aber ob es das wirklich gibt?

Ich glaube oft, ich wäre ein schlechter und minderwertiger Mensch...dabei weiß ich, dass dem nicht so sein kann. Ich verstehe mich mit 99% der Menschen gut, sie mögen mich etc. Mit Frauen hatte ich nie sonderliche Probleme, Typen finden mich cool, ich bin umgänglich etc.
Da draußen laufen Menschen rum, die morden, vergewaltigen, Kinder verschleppen...und ich sitze hier und fühle mich mies. Wie kann das sein?

vor 15 Stunden, Sam Stage schrieb:

Hab vor drei Monaten erfahren das ich grünen Star habe - klar fühlt sich das Kacke an.
Wenn ich das aber mal so betrachte ich werde langsam blind, weil ich meinen
Fokus mehr auf mein Inneres legen sollte als immer nur im Außen zu schauen,
ist es mehr ein nützlicher Hinweis als eine Krankheit...

Altwerden ist eben nix für Weicheier, Bro

Alter...das tut mir Leid!
Was mich angeht, bei mir wurde zweimal die Netzhaut gelasert wegen Rissen.
Und vor 3 Tagen war ich im KH und der Oberarzt hat die Diagnose gestellt, dass ich wohl eine degenerative Sache an den Augen hätte....angeboren, Gene, was auch immer.
Ich kann nichts tun, nur abwarten und hoffen, dass es nicht schlimmer wird. Das schlimmste was passieren kann ist es,blind zu sein...und das würde ich nicht ertragen!
habt ihr mal die Augen geschlossen und versucht klar zu kommen??? In völliger Dunkelheit, ganz allein...in einer (schlechten) Welt wie dieser? Wo Menschen andere überfallen, auf Bahngleise werfen, ausrauben? Ich will das nicht....

Und wenn ich eins hasse, dann der Gewissheit, dass ich nichts ändern kann und geradezu auf ein Elend zusteuern (könnte).

vor 15 Stunden, satsang schrieb:

Das Leben hat keinen Sinn, außer du gibst deinem Leben Sinn. Du hast keine Ziele, vielleicht hier und da einen Traum, aber Träume ohne Aktion und Plan bleiben Schäume, und wenn dir diese Schäume ständig vor der Nase hängen, und du nicht in die Pötte kommst, macht das Depressiv. 

Ziele setzen!

Übrigens, ich weiß auch nicht , warum es mich gibt. Ist mir aber egaler wie Karl Lagerfeld. Es gibt mich, und das fühlt sich an wie ein Jackpot.

Gruß

Mir fällt es schwer, mich auf Ziele zu konzentrieren mit dem Hintergedanken, dass ich evtl. bald z.B. blind bin und dann eh nicht mehr an der Welt teilhaben kann.
Was ist das Leben, wenn man seine Schönheit nicht sehen kann? Da bleibt doch fast gar nichts mehr? :(

vor 15 Stunden, Lafar schrieb:

Ey Actionheld. 

Deine Ziele und Träume hast du schon genannt. Was hast du bisher aktiv dafür getan?

Du meinst die Unabhängigkeit? Um ehrlich zu sein nicht viel. Ich hab das getan, was die Gesellschaft von mir verlangt...Ausbildung, Studium, Arbeit. Einfach ein guter und anständiger Kerl sein. Das führt aber anscheinend zu nichts, außer Elend und Unzufriedenheit!

vor 15 Stunden, GreenMile schrieb:

Auf jeden Fall nervt dich deine Umwelt auch deswegen so sehr, weil du zur Zeit schlecht drauf bist. Geht ja Hand in Hand sowas. Aber sowas:

...kann ich voll nachvollziehen. Bin jemand der sich nur sehr sehr seeeehr ungern auf andere verlässt (vor allem, wenn ich diese nicht kenne) und da viele Leute einfach mega unzuverlässig sind, nervt das voll ab! Daher schaffe ich so selten wie möglich Situationen, in denen ich mich auf andere verlassen muss.

Hört sich an, als wärst du ganz einfach gestresst. Der tägliche Überlebenskampf kotzt jeden mal an. Vor allem wenn der Job aus Routine besteht, aber ich weiß ja nicht was du so machst. Vielleicht brauchst du ne Pause? Vielleicht ne lange? Überleg mal worauf du richtig bock hast. Ne Reise? Einfach mal Faulenzen? Oder was anderes....und versuch darauf hin zu arbeiten. Die Quelle deiner schlechten Empfindungen kommt immer von innen und von außen. Ist ein dynamisches Gleichgewicht. Geh mal auf Fehlersuche. Vielleicht kotzt dich auch deine Arbeitsstelle an. Hab die Eier dein Problem konkret zu lokalisieren und es anzugehen! Und..

Auch wenn´s hart klingt, da ich auch nicht weiß, was dir wiederfahren ist: Hör auf in deiner eigenen emotionalen Suppe aus Scheiße zu rühren! Nutze diese Gedanken für was positives. Letztes Jahr ist die beste Freundin meiner Mutter an Krebs elendich verreckt. Meine Nachbarin und Frau meines Vermieters hat Altzheimer und Parkinson. Die ist voll am Ende. Hat mich alles auch sehr zum nachdenken gebracht. Wir leben nur im hier und jetzt, daher versuch das Hier und jetzt so gut es geht zu genießen, anstatt sich Sorgen darum zu machen was passieren könnte. Irgendwann sind wir alle alt. Oder Krank. Oder Tod. Jetzt ist die Zeit! Erfreue dich an einfachen Dingen wie deiner eigenen guten Gesundheit! Suche neue Anreize!

Müsste ich Glück als Formel ausdrücken würde ich es wohl ungefähr so darstellen: Glück = (Ziele * Beschäftigung / Diversität an Beschäftigung) mit Gesundheit zum Quadrat. Oder so. Glücklich sein ist einfach. Schwer ist nur einfach sein. Darum glaube ich auch, dass die geistig weniger gut betuchten Menschen manchmal einfacher durchs Leben gehen, weil die sich eben nicht über jeden Mist Gedanken machen. Auch wenn die dieselben Probleme haben.

Indem du es angehst und herausfindest! Such neue Ziele. Vielleicht konnte ich ein paar Anstöße liefern. Keep going!

 

Ps. Ich meine mal ein Bild von dir hier irgendwo gesehen zu haben. Bist du nicht voll das Muskelmonster? Schon mal n Wettbewerb gemacht? Vielleicht wär das ja ein neuer Ansporn auch wieder mehr Spass am Training zu haben. Oder mal Kampfsport bzw Kampfkunst ausprobieren. Mir hilft es in solchen Situationen wie du gerade bist, einfach mal was neues auszuprobieren, dann bekommt man auch eine neue Ansichtsweise.

Ja, ich bin das "Muskelmonster". Ist bloß eine Fassade, die das verschleiern soll, was in mir steckt.
Ich tue mich schwer, in harten Zeiten meine Komfort Zone zu verlassen. Generell bin ich ein Mensch, der nur dann Freude findet, wenn er gut drauf ist.
Mir ist leider klar, dass das eine das andere bedingt.

Daran erkennt man auch, wie unrational ich denke und handel, wenn es mir schlecht geht.

vor 11 Stunden, RayD schrieb:

Hab mir jetzt nicht alle Antworten durchgelesen, kann gut sein, dass ich etwas wiederhole.

Ich hab teilweise eine sehr ähnliche Denkweise wie du, allerdings seh ich das alles nicht so negativ. Deine Gedanken bezüglich dieser "einfach gestrickten" Nachbarn kann ich sehr gut nachvollziehen, denke auch oft darüber nach, wie solch "eigenartige" Menschen nur so glücklich mit ihrem Leben sein können - aber ist doch schön, wenn sie so happy sind oder? Kann uns ziemlich egal sein, womit die happy sind oder nicht.

Interessant finde ich auch deinen Gedanken bezüglich Hütte und Isolation, genau den gleichen Gedanken habe ich sehr oft. So eine Hütte in den Bergen, dort ganz alleine oder nur mit den besten Leuten zu sein.. stell ich mir schön vor. Bei mir kommen diese Gedanken hauptsächlich in Stressphasen, bei dir evtl. auch so?

Ob Krankheit oder nicht, mach dir Gedanken, was dich im Leben bewegt, wohin soll dein Leben gehen, was willst du unbedingt erleben/erreichen? Konzentrier dich darauf und auf nichts anderes. Welches Hobby interessiert dich schon lange, aber du hast es noch nie probiert? - DO IT

Gönn dir viel Zeit für dich, werd dir über deine eigene Persönlichkeit bewusst und lass es dir gut gehen, life is good.

Damit meine ich allerdings nicht, dass du z.B. deine Arbeit schmeißen sollst, da dein Traum ein Leben auf den kanarischen Inseln ist. Deine Gedanken sollten dann so aussehen: "ich reiße mir das ganze Jahr den Arsch auf, um 4 Wochen Urlaub auf den Kanaren machen zu können" usw..

Ich habe beobachtet, dass es bei mir meist mit einer Trauerphase beginnt...irgendwas passiert, ich bin krank, denke an meinen Dad etc. dann bin ich 1-2 Tage sehr sensibel, suche die Nähe und Liebe zu anderen. Und dann schlägt das in Wut und Hass um, ich werde agressiv, läster über alles und jeden ab...das dauert auch 2-3 Tage. Da gerate ich IMMER mit meiner Freundin in Konflikt, weil die natürlich nicht damit umgehen kann. Und dann folgt wieder eine 1-2 tägige Phase, in der ich wieder Trauer, mich alleine fühle etc. Dann geht's wieder bergauf und ich bin tagelang gut drauf oder zumindest auf einem Level, wo ich (und andere) mich ertragen kann.

vor 10 Stunden, BLACK_JERK schrieb:

Midlife crisis?

Mit 32? Wie lang geht die? Jahre? :-D

vor 10 Stunden, El Rapero schrieb:

Shit Mann, dein Post ist echt bewegend. Mir geht es oft Ähnlich und in einigen deiner Gedanken erkenne ich mich sehr gut wieder. Da hier aber schon viel Gutes geschrieben wurde, beschränke ich mich mal darauf, was mich momentan auch sehr bewegt ( ebenfalls aufgrund gesundheitlicher Probleme, die mir vielleicht einen Strich durch mein Traumziel machen ).

 

Das beschäftigt mich zur Zeit auch Tag und Nacht, immer wieder schießen mir die Gedanken in den Kopf. Die Sterblichkeit, die Vergänglichkeit, die Probleme...

All der Mist, der einem auch die beste Laune verderben kann.

Ich bin nun innerhalb eines halbem Jahres in 2 Situationen geraten, die mein Ende hätten sein können. Sie waren es zum Glück nicht, haben mich aber mit 2 Verletzungen hinterlassen, die mich wieder komplett aus dem Leben gerissen haben, während Ich unter Aufwand von viel Zeit und Energie darauf hingearbeitet habe, mein Leben endlich zu bessern, endlich positiver und produktiver zu leben. Plötzlich lag ich im Krankenhaus und bekomme schlechte Nachrichten vom Arzt und das gleich 2 mal ... Ich war auch schon immer ein sehr nachdenklicher, leicht melancholischer Mensch und habe mir vieles immer unnötig negativ ausgemalt, mich selber schlecht geredet oder mir auch so Gedanken geschoben wie " Ich bin völlig unwichtig. Die Welt wäre ohne Mich doch besser " etc., das volle Programm.

Durch diese Denkweise bin ich aber erst in diese Situationen geraten und ich habe auf harte Weise am eigenen Leib lernen müssen, dass die Theorie der "Selbsterfüllenden Prophezeiung" in meinem Falle bestätigt wurde. Natürlich bin ich dann, anstatt daraus zu lernen, hingegangen und habe mich noch unglücklicher gemacht, -als ich es sowieso schon war - und zwar indem ich meine Fehler, die mich in die Scheiße stürzten, wieder und wieder vor Augen geführt hab. "Was wäre wenn ich dies Anders gemacht hätte" , "Warum habe ich nicht so und so gehandelt statt so ???", " WIe soll ich damit weiterleben? WIe kann ich so dämlich sein?`". All diese Fragen, über die ich irgendwie Nachdenken musste, weil ich einen Drang dazu verspürte, mich aber nur weiter und weiter zermürbt haben. Es war sogesehen die Perfektion meiner vorherigen Denkweise.

Da ist mir klar geworden: Wenn die selbsterfüllende Prophezeiung auf so schrecklich negative Weise funktioniert, muss Sie doch auch genauso auf positive Art funktionieren.

Mir ist klar geworden, dass ich meine Denkweise ändern, bzw. anpassen muss. Und Scheiße, das ist so viel leichter gesagt, als getan. Aber ich arbeite daran und ich glaube, genau das solltest du auch tuen.

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass ich ohne diese Unfälle/Vorfälle, die ich am liebsten rückgängig machen würde, niemals solche entscheidenden Entschlüsse gefasst hätte. Oder meine Denkweise je geändert hätte. Ich glaube daran, dass Alles aus einem Grund passiert und vielleicht genau diese Unfälle mich in die richtige Richtung geschoben haben. Vielleicht auch nicht, wer weiß? Aber was bringt es mir, davon auszugehen, dass es nicht so ist?
Ich würde mich weiter zermürben, meine Fehler verteufeln und weiter unglücklich leben, während ich mir meinen Kopf zerbreche.

Ich kann stattdessen einfach von ausgehen, dass es so kommen MUSSTE, damit ich meinen Traum noch verwirklichen kann. Weil ich vorher auf dem falschen Weg war... So änder ich nach und nach meine Denkweise von Negativ, unproduktiv, unglücklich etc. in Positiv, produktiv, usw....

Dennoch denke ich momentan immernoch viel über Leben und Tod nach. Über Probleme und ob ich der einzige bin, dem es so dreckig geht und der sich so unglücklich fühlt. Ob ich der einzige bin, der soviele Fehler macht.

Alles hier zu beantworten würde zu weit führen.

Durch meine 2 Vorfälle habe ich aber gemerkt, wie schnell es vorbei sein kann. Wie ich in einem Moment noch die beste Zeit meines Lebens haben und in der nächsten Stunde tod sein kann. Ich habe gefühlt, wie es sein kann, zu glauben, dass man die nächsten 10 Minuten nicht überlebt. Und Junge, ist das ein heftiges Gefühl. Im Nachhinein gesehen ist es klar, dass es mich deutlich stärker beeinflussen wird, als ich damals noch dachte.

Und so kann es Jedem gehen. Jeder von Uns könnte nach seinem Post auf die Straße gehen und überfahren werden und wir würden nie mehr von ihm hören.

Wichtig ist, die richtigen Schlüße und die richtige Motivation aus diesem Gedanken zu ziehen.

Ich dachte mir nämlich: " Wenn letztlich jede Situation deine letzte sein könnte... Was wäre wenn ich wüsste, ich hätte nur noch 1 Monat zum Leben. Was würde ich tuen? Was würde ich meiner Familie und meinen Freunden sagen? Was wäre mir wichtig, welchen Wunsch würde ich mir noch erfüllen??"

Wenn man sich all solche Fragen mal stellt, kommt da überraschend viel bei rum. Einiges hat mich traurig gemacht, weil ich erkannt hab, wie ich mir manchmal selbst im Weg stand, meine eigenen Ziele nicht erreichen konnte, meine Träume brach lagen... Anderes hat mich glücklich gemacht, weil ich dachte " Joo, DAS will ich noch erleben! ". Und nun geh ich hin und richte mein Leben nach diesen neuen Erkenntnissen aus.

So schlage ich nun endlich den Bogen zum letzten Tipp, den ich dir ans Herz legen möchte.

Es wirkt so, als ob du kein "übergordnetes Ziel" hast, einen großen Traum, oder auch : WIe du sein möchtest, was deine Leidenschaft, deine Mission ist...

Mir war diese zum Glück schon seit meinem 15. Lebensjahr klar, als ich mich unsterblich in Musik verliebte. Allerdings habe ich, trotz diesem Wissen, viele falsche Schritte unternommen und mich auf Diese Weise von meinem Ziel wegbewegt, obwohl ich der Überzeugung war, dass es die richtigen Schritte sind, um dieses Ziel zu erreichen... Welch eine Ironie.

Im Endeffekt musste ich einfach realisieren, dass das Leben und seine Träume erreichen nicht so einfach ist, wie ich dachte... Und das ich in manchen Hinsichten scheinbar viel zu Grün hinter den Ohren war, um die richtigen Schritte einzuleiten. Und vielleicht ist es mit meinen neuen Erkenntnissen ja genauso, wer weiß?? Vielleicht führen die mich auch nur in die Irre, statt zu meinem Traum.

Was hilft, ist zu akzeptieren. Die Dinge so zu nehmen, wie Sie kommen. Erwartungen aus seinem Kopf zu verbannen... Denn wenn Sie zu etwas führen, dann zu Enttäuschungen.

Wir Beide haben scheinbar das Problem, dass Wir Uns zu viele Gedanken machen und zu viele Dinge negativ sehen. Es ist nicht schlimm, ich habe sogar mal gehört, häufiges Grübeln weist auf hohe Intelligenz hin ( ob das stimmt? Gute Frage ), aber es ist schlimm, wenn Wir es auf die falsche, negative, selbstzerstörende Weise tuen. Es kann aber unfassbar nützlich sein, wenn Wir diese Denkweise in positive Bahnen lenken.

 

Jetzt hätte ich mich beinahe wieder in meinen eigenen Worten verfangen. Worauf ich mit meinem letzten Tipp hinauswollte:
Wenn dir noch nicht klar ist, was deine Leidenschaft ist, begib dich JETZT auf die Suche. Ein Hobby, eine Tätigkeit, welche dich auch in den schwersten Zeiten begleiten und glücklich machen kann. Es hilft ungemein, glaube Mir. In positiven Zeiten beflügelt es dich, in negativen hält es dir den Rücken, bevor du zu zerbrechen drohst.

Einen Traum hast du ja scheinbar. Frage dich " Kann ich dieses Ziel erreichen?". Und wenn ja: "Wie?". Dann arbeite darauf hin. Ich sage mal so : Selbst wenn du es nie erreichst ( wie ich vllt auch, obwohl ich mir damals geschworen habe, ich würde lieber sterben als meinen Traum nicht zu erreichen.Hoffentlich  kommt es nicht so weit :D ), tut es wenigstens gut, einen Traum zu haben und auf Ihn hinzuarbeiten. Und wer weiß? Vielleicht wird er ja war... Manchmal gehen auch Erfolge deutlich schneller, als man dachte.

 

In dem Sinne, mach es gut! Ich wünsche dir viel Kraft.

 

 

THX für den Post!

vor 9 Stunden, Herzdame schrieb:

Dafür bietet die positive Psychologie viele Ansatzpunkte. Ein guter Einstieg ist "Der Glücksfaktor" von Seligman und die Fortsetzung "Flourish"

Werde ich mir anschauen, danke für den Tipp!

vor 8 Stunden, Aldous schrieb:

Warste damit schon mal bei deinem Hausarzt? Oder hast anderweitig mal checken lassen, ob da ne Depression hinter steckt? Wenn nicht, dann mach das mal.

Hatte bereits 2 Therapien...mit 18 wegen Cannabis Konsum, der mir nicht gut bekam und von 2015-2016 wegen Todesfall und weil ich nervlich am Ende war.
Ich habe sogar mal 2 Monate Psychopharmaka (nennt man das so?) genommen, damit meine Hormone mal in Wallung kommen und wieder korrekt ausgeschüttet wurden. Das einzige waren wilde und verrückte Träume und ne niedrige Libido. Hab's dann nach Rücksprache abgesetzt. Ging mir danach weder besser noch schlechter. Den krassen Shit möchte ich nicht nehmen, da der zu heftige NW hat und fett macht.

Ich würde gern mal eine Tiefenpsychologische Behandlung machen, um den ganzen Scheiß bei den Wurzeln zu packen und zu verstehen. Leider stellt die Kasse nur so Opfer-Therapeuten zur Verfügung, die selbst einen an der Waffel haben :( die, die ich wollte, arbeiten nur Privat und wollen dann ~100€ die Stunde.

Depression hab ich auf jeden Fall....so oft und lang wie es mir mies geht etc.

Ich melde mich später nochmal zu Wort, muss jetzt erstmal ackern...haut rein Leute!

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vor 2 Minuten, LastActionHero schrieb:

Ich würde gern mal eine Tiefenpsychologische Behandlung machen, um den ganzen Scheiß bei den Wurzeln zu packen und zu verstehen. Leider stellt die Kasse nur so Opfer-Therapeuten zur Verfügung, die selbst einen an der Waffel haben :( die, die ich wollte, arbeiten nur Privat und wollen dann ~100€ die Stunde.

Depression hab ich auf jeden Fall....so oft und lang wie es mir mies geht etc.

Nen passenden Therapeuten finden, kann lange dauern und hat immer mit try and error zu tun. Das liegt in der Natur der Sache. Aus verschiedenen Gründen. Die Suche lohnt sich aber, bzw. isses die einzige Möglichkeit.

Das Blöde dabei ist, dass viele Leute gerade dann nicht die Energie für die lange Suche haben, wenn sie die Unterstützung am dringendsten gebrauchen könnten. Dann landen sie nach langer Wartezeit in Therapien, die nicht helfen - und haben danach noch weniger Motivation weiter zu suchen. Darum machts Sinn, sich möglichst früh umzusehen.

Ich kenn mich zwar nicht so gut mit dem Gesundheitssystem aus - aber ich glaub zumindest hier in D gibts die Möglichkeit, einen privat arbeitenden Therapeuten über die Kasse abzurechnen, wenn man bei bei mehreren anderen Therapeuten mit Kassenzulassung eine Absage bekommen hat.

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Und augenöffnend könnte wirklich das Ausland sein.

Fahr mal nach Nepal. Da kannst du für unter 500 euro im Monat wie ein König leben...

Und du wirst merken, dass die Leute da nix haben. Es dauernd laut ist und ganz viel, viel schlechter läuft als hier...

aber die menschen, die dir begegnen, sind freundlich und glücklich.

 

 

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vor einer Stunde, Aldous schrieb:

Das Blöde dabei ist, dass viele Leute gerade dann nicht die Energie für die lange Suche haben, wenn sie die Unterstützung am dringendsten gebrauchen könnten. Dann landen sie nach langer Wartezeit in Therapien, die nicht helfen - und haben danach noch weniger Motivation weiter zu suchen.

Genau das ist mir bei meiner letzten Therapie passiert.
Sie war nicht schlecht, das ist es nicht...aber ich fühle mich auch nicht besser, seitdem sie beendet ist.
Teilweise hatte ich nicht mal Lust hinzugehen, obwohl es mir schlecht ging.

Meine erste Therapie mit 18 (ich bin jetzt 32) hatte ich wegen Panikattacken durch's kiffen. Die Zeit hat mich hoch sensibilisiert und seitdem reagiere ich äußerst sensibel auf körperliche Beschwerden oder "Dinge". Ich würde mich als leichten Hypochonder bezeichnen. Habe bestimmt meine 10-15 Arztbesuche pro Jahr. Teilweise rein präventiv.

Ich hatte zu der Zeit so ne Art "Herzschlagphobie" und war sehr häufig außer Atem und hab teilweise hyperventieliert. Auch heute gibt es noch Situationen, die dem Anfang einer solchen Attacke ähneln z.B. Bahnfahrt im Sommer, 100 Leute in der Bahn, die steckt 10 Minuten im Tunnel fest, keine Luft, Platzangst, ICH WILL RAUS!

Diese Therapie schlug gut an, aber es handelte sich auch um eine Verhaltenstherapie...da ging es nicht wirklich um mich.

vor 26 Minuten, FenFen schrieb:

Und augenöffnend könnte wirklich das Ausland sein.

Fahr mal nach Nepal. Da kannst du für unter 500 euro im Monat wie ein König leben...

Und du wirst merken, dass die Leute da nix haben. Es dauernd laut ist und ganz viel, viel schlechter läuft als hier...

aber die menschen, die dir begegnen, sind freundlich und glücklich.

 

 

Ohne Witz...habe schon so oft davon geträumt, einfach wegzulaufen.
Irgendwo in ein Kloster, wo nichts mehr wichtig ist, außer das "sein". Morgens meditieren, Mittags irgendwelche Pflänzchen pflanzen, Meditieren, spazieren, philosophieren und ganz viel schlafen.

Andererseits bin ich natürlich das "Leben" gewohnt...Menschen, Arbeit, Träume, Wünsche etc.
Da ist es schwer einfach loszulassen und nur noch zu "sein". Ich bin sehr auf meinen Körper konzentiert und definiere vieles über mein Aussehen, obgleich ich auch sehr viel an mir bemängel und oft unzufrieden bin.

Von jetzt auf gleich zu sagen "So, ich trainiere nicht mehr und "bin" einfach nur noch"...das klappt nicht.

Ich will ja weiterhin ficken, zocken, pumpen...so ganz Entziehen funktioniert nicht. Glaube ich zumindest.

Was das Elend und die Armut in anderen Ländern angeht: Ich orientiere mich meist an den Menschen, die ich über mir einordne. Man schaut selten zu denen, die weniger haben. Außerdem sind die eigenen Probleme ja sowieso die größten, die es auf der Erde gibt. Wenn bei mir Mittags der Akku der E-Zig zu Neige geht, ist das für mich schlimmer, als wenn ich am Straßenrand nen Penner sehe, der für Essensgeld bettelt. Ich weiß, ihm geht's schlechter und er hat existenzielle Probleme....aber es sind halt nicht meine. Das ist gar nicht herablassend von mir gemeint. Ich denke, ihr versteht, was ich meine? Im Grunde möchte ich nur sagen: Was jucken mich die anderen, ich hab meine eigenen Sorgen. Ganz egal, wie banal die einem erscheinen mögen...für mich sind diese von sehr großer Bedeutung und haben vor allem anderen Vorrang.

bearbeitet von LastActionHero

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Muss auch nochmal was anderes loswerden...geht um das Gefühl, zu wenig vom Universum zu bekommen.
Das Gefühl, betrogen vom Leben zu sein.

Ich bin ein guter Mensch...ich habe Obdachlosen schonmal Geld oder Essen gegeben, ich helfe Alten Frauen vor der Arztpraxis die Treppen hoch, ich töte keine Tiere sondern bemühe mich selbst bei Ameisen und Bienen, diese lebendig vor die Tür zu setzen (und sogar extra darauf zu achten, dass dort Blumen und Bäume sind). Wenn ich mal ein Tier getötet habe, habe ich stundenlang das Gefühl, etwas schlechtes getan zu haben. Einmal hatte ich eine Hornisse im Wohnzimmer (kein Witz, hab die gefangen und gemessen...WAS EIN MONSTER!) und habe sage und schreibe 1 Stunde damit verbracht, sie zu fangen. Hätte sie töten können, dann hätt ich Ruhe gehabt. Aber ich wollte, dass sie lebt!

Ich habe nie Menschen bewusst Leid zugefügt, wenn dann nur mental ^^
Habe keine Steuern hinterzogen, keine Kinder vergewaltigt, nie Frauen belästigt, der Orgasmus der Frau steht bei mir an erster Stelle, ich helfe im Haushalt mit und behandel JEDEN Menschen mit Respekt und Würde (meine Gedanken mögen von den Handlungen abweichen^^).

Und was ist? Wo ist der Gott oder die höhere Macht, die das sieht und anerkennend ist?
Wo ist das Lob, mein Geschenk, die Gegenleistung? was hat das Universum mir zu geben, außer der Berechtigung zu leben?
Ich weiß es zu schätzen, die Chance zu haben, ein Leben geschenkt  bekommen zu haben...ich liebe das Leben auch, so ist es nicht. Aber ich würde es gern etwas anders haben. Was würde ich dafür geben, zufriedener zu sein!

Ich bekomme nichts...stattdessen bin ich ein psychisches Wrack, versinke in Selbstmitleid, verkümmer und erreiche einfach nichts.
Anderen Menschen, schlechten Menschen, scheint das Glück und der Wohlstand geradezu zuzufliegen...
Ist das Fair?

Wenn es einen Gott geben sollte (ich glaube nicht so Recht daran), dann hat er sich der Menschheit vor langem schon abgewandt.

Ich hoffe, wenn ich irgendwann sterbe, dass da noch "was" kommt....irgendwas.
Eine Reise. Ein Gespräch mit dem da "Oben", welches die Fragen beantwortet, die ich habe. Ein Promi-Boxen mit Gott wäre mir auch lieb...einfach mal auf die Fresse hauen!
Wenn es ihn gibt: Sorry Bro, danach trinken wir ein Bier und umarmen uns!

Ich bin so gefrustet stellenweise...allein das Schreiben hier ist Fluch und Segen zugleich.

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vor einer Stunde, LastActionHero schrieb:

Muss auch nochmal was anderes loswerden...geht um das Gefühl, zu wenig vom Universum zu bekommen.
Das Gefühl, betrogen vom Leben zu sein.

Ich bin ein guter Mensch...ich habe Obdachlosen schonmal Geld oder Essen gegeben, ich helfe Alten Frauen vor der Arztpraxis die Treppen hoch, ich töte keine Tiere sondern bemühe mich selbst bei Ameisen und Bienen, diese lebendig vor die Tür zu setzen (und sogar extra darauf zu achten, dass dort Blumen und Bäume sind). Wenn ich mal ein Tier getötet habe, habe ich stundenlang das Gefühl, etwas schlechtes getan zu haben. Einmal hatte ich eine Hornisse im Wohnzimmer (kein Witz, hab die gefangen und gemessen...WAS EIN MONSTER!) und habe sage und schreibe 1 Stunde damit verbracht, sie zu fangen. Hätte sie töten können, dann hätt ich Ruhe gehabt. Aber ich wollte, dass sie lebt!

Ich habe nie Menschen bewusst Leid zugefügt, wenn dann nur mental ^^
Habe keine Steuern hinterzogen, keine Kinder vergewaltigt, nie Frauen belästigt, der Orgasmus der Frau steht bei mir an erster Stelle, ich helfe im Haushalt mit und behandel JEDEN Menschen mit Respekt und Würde (meine Gedanken mögen von den Handlungen abweichen^^).

Und was ist? Wo ist der Gott oder die höhere Macht, die das sieht und anerkennend ist?
Wo ist das Lob, mein Geschenk, die Gegenleistung? was hat das Universum mir zu geben, außer der Berechtigung zu leben?
Ich weiß es zu schätzen, die Chance zu haben, ein Leben geschenkt  bekommen zu haben...ich liebe das Leben auch, so ist es nicht. Aber ich würde es gern etwas anders haben. Was würde ich dafür geben, zufriedener zu sein!

Ich bekomme nichts...stattdessen bin ich ein psychisches Wrack, versinke in Selbstmitleid, verkümmer und erreiche einfach nichts.
Anderen Menschen, schlechten Menschen, scheint das Glück und der Wohlstand geradezu zuzufliegen...
Ist das Fair?

Wenn es einen Gott geben sollte (ich glaube nicht so Recht daran), dann hat er sich der Menschheit vor langem schon abgewandt.

Ich hoffe, wenn ich irgendwann sterbe, dass da noch "was" kommt....irgendwas.
Eine Reise. Ein Gespräch mit dem da "Oben", welches die Fragen beantwortet, die ich habe. Ein Promi-Boxen mit Gott wäre mir auch lieb...einfach mal auf die Fresse hauen!
Wenn es ihn gibt: Sorry Bro, danach trinken wir ein Bier und umarmen uns!

Ich bin so gefrustet stellenweise...allein das Schreiben hier ist Fluch und Segen zugleich.

Die Frage ist, ob du wirklich nichts bekommst oder einfach über die positiv laufenden Dinge aufgrund deiner Negativität hinwegsiehst?! Du hast eine Freundin, die dich doch vermutlich liebt, du hast Freunde, du hast dich erfüllende Hobbies, Menschen scheinen dir, wenn du nicht scheiße drauf bist, zu mögen. Glaube mir, es gibt so viele Leute in unserer heutigen Gesellschaft, die allein auf sich gestellt sind und alles für so einen Lifestyle geben würden. 

Natürlich gibt es Rückschläge im Leben, und die Sache mit deinen körperlichen Beschwerden und deinem Vater ist hart. Aber auch hier gilt, dass dies Dinge sind, die teils einfach dem natürlichen Lauf des Lebens entsprechen. Ich halte dies auf Dauer auch nicht für eine gesunde Taktik, aber sich zu Vergewissern, dass es sehr sehr vielen Leuten deutlich schlechter geht, schafft zumindest eine Perspektive. 

Neben dem therapeutischen Rat und dem Ändern deine Denkweise (mehr im Hier und Jetzt zu leben), wäre ein praktikablerer Schritt eventuell zu versuchen neben der Arbeit dein eigenes Business aufzubauen. Vorteil wäre, dass es dir purpose gibt, du weniger Gedanken an dich herunterziehende Dinge verschwendest und du deinem Ziel der Unabhängigkeit eventuell näher kommst. Du machst Marketing und bist in der Fitness-Branche, die gibt es doch sicherlich ein paar Möglichkeiten, auch wenn die Industrie schon ziemlich gesättigt ist. 

Ein weiterer praktischer Tipp wäre Meditation. Bin ebenfalls ein verkopfter Mensch und es hilft mir abzuschalten und meinem Gehirn eine Auszeit zu liefern. 10min, 2-3 Sessions am Tag reicht schon aus. Check einfach mal paar Tutorials auf YT ab..

Alles gute weiterhin! 

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