Was würde James Bond tun?
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26 Beiträge in diesem Thema

Mod: Bitte ONTOPIC bleiben! 

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Da anscheinend mein mit Augenzwinkern kurz gefaster Beitrag missverstanden wurde ... 

Noch mal der Punkt: Kleidung. 

Kleider machen Leute - und entscheiden über Deine Außenwirkung. 

Was macht James Bond?
Er kleidet sich angemessen zur Situation und stets elegant.   

Überlege ob Du die zur Situation angemessene Kleidung gewählt hast um die gewünschte Außenwirkung zu transportieren. 

Das gleiche betrifft auch seinen Körper - Er achtet auf sich. Sorgt für seine Gesundheit und Fitness.  
Auch hier kann Umdenken wichtig sein - in Richtung gesunde Ernährung und Sport.  

Für James Bond - (hier Daniel Craig)  ist sein Körper sein Kapital -  für den spirituell denkenden Menschen das Gefäß, dass seine Seele beherbergt. 
Was spricht dafür "nett" zu diesem Körper zu sein - und in in angemessener Weise mit ihm umzugehen?   

Was würde also James Bond tun ?  -> Er würde die von Winddancer beschriebenen Fähigkeiten nutzen um auf sich zu achten. 

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Am 23.10.2017 um 18:18 , Winddancer schrieb:

Ich möchte vorausschicken, dass ich mich bei diesem Beitrag nur auf die Figur "James Bond" beziehe, die derzeit von Daniel Craig verkörpert wird.

Ich finde das muss man gar nicht denn o.g. Charakterzüge haben alle Bond Charaktere gemeinsam.

Witzigerweise mache ich dieses auch schon sehr lange. ich glaube David DeAngelo war es der mich in "Verdopple deine Dates" drauf gebracht hat. Ich stelle mir die Frage wenn ich mal nicht so recht weiter weiß oder innere Konflikte habe da James Bond für mich einfach ein Charakter ist der immer weiter weiß. Rumeiern gibts bei ihm nicht. Daher kann sowas schon sehr hilfreich sein.

ich wende das, wie gesagt, auf alle Bond Charaktere an da ich auch die alten wie Roger Moore oder Sean Connery sehr gerne mag als Bond (Eigentlich sind das meine Bond Lieblinge ;-)).

Craig ist mir da fast schon zu Dramatisch was auf James Bond bezogen auch gewollt war. Man wollte keinen aalglatten James Bond mehr wie die alten sondern einen menschlicheren mit Fehlern und Makel, er menschelt halt ;-)

Naja, wie auch immer, is ne coole Übung welche mir auch oft hilft wieder in die Spur zu finden.

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@ C-h_o_p_i_n

Ich habe deinen ersten Beitrag auf mein Thema auch mit "Augenzwinkern" verstanden, aber es ist auch ganz OK, es etwas anders auszudrücken, wie du es dann getan hast. So können auch spätere Leser vielleicht mehr Nutzen daraus ziehen.

Ja, sich in bestimmten Situationen zu fragen" was würde James Bond jetzt tun?" kann hilfreich sein.

 

Aber es gibt noch einige andere Stärken von ihm, die man entdecken kann...ich bin gespannt auf weitere Beiträge und Analysen hier.

Grüße,

Winddancer

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Bond checkt das Handy seiner Freundin. Eigentlich müsste sich die PU-Community auch mal davon freimachen. Also von dem Glaubenssatz, dass sowas ein No-Go wäre. So von wegen kompletter Transparenz und gnadenlos ehrlich und so.

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Hey Winddancer,

das ist ein schöner Thread.

Ich hatte in einem anderen Thread einmal die nachfolgenden Thesen aufgestellt (ich bekomme den Beitrag leider nicht verlinkt, daher kopiere ich den Text herein) und möchte diese hier ebenfalls gerne zur Diskussion stellen und damit zu selbiger beitragen.

Hey No. 1,

frage Dich doch mal: Was würde James Bond in meiner Situation tun?

Er würde garantiert nicht in PDM verfallen oder Hirnfick betreiben, was seine Frau tut, während er die Welt rettet, oder eifersüchtig sein. Warum?

Weil er zum Einen weiß, dass er der Beste ist, der er sein kann und dass er zum Anderen dann, wenn er liebt, unbedingt liebt.

- Der Beste zu sein, der er sein kann, bedeutet, dass er sich dabei an seinen eigenen Idealen und Maßstäben ausrichtet, nicht jedoch an denen einer Frau. Er ist nicht der Beste, der er sein kann, wenn er sich an den sich womöglich situativ ändernden Idealen (Launen) einer Frau ausrichtet. Passen seine Ideale zu den aktuellen Idealen einer Frau, fein. Passen sie nicht, auch fein. Zeit und Energie gespart, die nun in die Rettung der Welt fließen können (also: Alternativen, nicht unbedingt in Form anderer Frauen, sondern ganz allgemein in Form eines gelungenen Lebens). Er achtet auch nicht darauf, welche Außenwirkung er mit seinen Handlungen erzielt, er handelt, wie es ihm sein Wertekompass vorgibt, gleich, was eine Frau darüber denken könnte oder wie sie darauf reagieren könnte.

- Unbedingte Liebe bedeutet, dass er die Frau so lässt, wie sie ist, und nicht versucht, sie, durch welchen move auch immer (bspw. freeze out), zu "erziehen", sondern lediglich abgleicht, ob sie zu seinen Idealen passt oder nicht. Passen die Ideale, fein. Passen sie nicht, auch fein. Rest: Siehe oben. Ob sie passen, merkt er übrigens daran, ob es ihm mit ihr gut geht oder ob er ein intensives oder dauerhaftes Störgefühl hat (was wohl meist der Auslöser für das Eröffnen eines Threads sein dürfte).

Er ist auch insoweit konsequent im Sinne des PP-Zitates, als dass er dann, wenn eine Frau nicht (mehr) zu seinen Idealen passt und eine Änderung nicht absehbar ist, konsequent handelt, ihr für die schöne gemeinsame Zeit dankt, ihr alles Gute für die Zukunft wünscht, und sich der Rettung der Welt und anderen Frauen zuwendet.

Dass er jederzeit eine andere Frau treffen kann, die sich die Finger danach leckt, ihm zum Gefallen zu sein, ist dabei nebensächlich. Er würde dies übrigens niemals der Frau gegenüber äußern. Das verbietet ihm der Respekt ihr gegenüber. Gezieltes In-Konkurrenz-Setzen ist Kindergarten.

Viel Erfolg.
Explorer

bearbeitet von Explorer1

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Bond ist kein gutes Beispiel.

Bond is a broken soul.

Seine Gleichgültigkeit ist die Folge einer selbstmörderischen Resignation. Die einzige Frau die er je liebte und für die er alles getan hätte verriet ihn und starb vor seinen Augen. Seine eigenen Leute haben ihn erschossen, verraten und es gibt nichts, was diese alles zerfressende Trauer und Resignation durchbrechen würde. Er nimmt ständig in kauf beim Job drauf zu gehen.

Wer ständig zu nah am Tod vorbeischrammt und niemanden liebt - vor allem nicht sich selbst - wirkt zwar absolut und 100 % unerschütterlich, aber diesen State kann ein gesunder, normaler Mann oder eine Frau nie erreichen. Und es wäre so ziemlich der übelste Alptraum sich so zu fühlen.

Bond wirkt so stark und unerschrocken, weil er tatsächlich zumindest als fiktive Figur keine Angst vor dem Tod hat. But hes a very sad and lonely individual. You dont wanne be like him.

Ever.

Trust me.

Oh, and I love Daniel Craig as JB. Casino Royal war einer der mit Abstand besten double O 7 Filme.

bearbeitet von lowSubmarino
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vor 11 Minuten, lowSubmarino schrieb:

Bond ist kein gutes Beispiel.

Wennm man nur Craig als Bond kennt, und sich nie weiter mit der Figur beschäftigt hat, dann kommt man zu deiner Interpretation. Durch Craig ist er nur ein Killer.

 

vor 20 Minuten, lowSubmarino schrieb:

Und es wäre so ziemlich der übelste Alptraum sich so zu fühlen.

Das glaub ich nicht. Man merkt irgendwann, was der Grund ist warum man lebt. Und wofür man gut ist. Und was man kann, was die Lebensaufgabe ist. Die Skills geben dir den Weg vor. Und glaub mal nicht, gerade solche "kühlen" Menschen sind zu enormer Güte, Gerechtigkeit und Liebe fähig und fühlen die auch. Die zeigens nur nicht auf expressive Weise und zergehen eben nicht in Kitsch und sonstigen trivialen Duseleien.

 

Es gibt aber noch 2 weitere Personen aus dem Agentenspektrum, die als Mindset-Vorbild dienen können: Graf Hamilton (Coq Rouge) und George Smiley.

 

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Stimmt. Ich habe die Bücher nie gelesen und genauer recherchiert.

Ich denke nicht, dass er nur ein killer ist. Er ist so ziemlich eine der loyalsten fiktiven Figuren und wäre so ziemlich der erste an den ich denken würde, wenn es um Leben und Tod geht und ich mir eine reale oder fiktive Figur aussuchen könnte die meinen Rücken deckt. Er hat einen starken Sinn für Gerechtigkeit und würde nie aufhören loyal zu bleiben selbst wenn er drauf geht.

Er wirkt unglaublich stark. Aber es ist schon deprimierend nur in sein Gesicht zu gucken. Craig hat diese innere Resignation fantastisch gespielt. Diese massive Trauer. Was die Figur quasi von allen anderen ActionHelden abhebt außer vielleicht Jason Bourne. Who was awesome as well. And very sad too.

 

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vor 3 Stunden, lowSubmarino schrieb:

Bond ist kein gutes Beispiel.

Ich glaub, im Ranking der gebrochenen Seelen bewegen sich die ganzen Bond-Charaktere im guten Mittelfeld. Also eher normale Typen. Ich mein, ob meine Kindheitstrauma mich jetzt zu nem gelangweilten Sachbearbeiter in Dauerfestanstellung machen - und ich nervös werde, wenn die Mienen für den Druckbleistift alle sind. Oder ob ich ne Laufbahn als engagierter Elitesoldat hinlege, für den Kollateralschäden akzeptabel sind. Das entscheidet sich mehr oder weniger zufällig. Insofern muss man nicht besonders crank sein, als James Bond. Also, mein persönlicher Eindruck ist jedenfalls, dass man in den Kantinen von städtischen Behörden oder größeren Versicherungen eher häufiger Psychopathen antreffen wird. Als beim Mi6. Also würd ich sagen, ohne wen vom Mi6 zu kennen. 

Im Ranking der Projektionsflächen für männliche Idealvorstellungen allerdings - da rangiert James Bond ziemlich weit oben. Auch so gesehen, kann Bond eigentlich kein schlechtes Beispiel sein.

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Ich dachte du lebst nicht mehr Aldous. Oder hast Familie gegründet und obwohl nur ein Baby geplant war wurden es Drillinge und du hattest keine Zeit mehr wegen den ganzen Windeln die du ständig wechseln musstest als Daddy. Gut zu sehen dass dem nicht so ist

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Ne, nur anderes Projekt inzwischen. Mit ohne Abrufbereitschaft. Also ohne Leerlauf. Jetzt ist vorbei mit monatelang bezahlt rumpimmeln, Staffs ärgern, Forumtippern, Überseecontainergolfen,  McD-Wettessen. Und mit alle James Bond Filme am Stück gucken. Also alle, ausser denen mit Roger Moore - und diesen beiden anderen. Wie hiessen die noch? Anthony Irgendwas - und dieser Remington Steele. Und die beiden anderen. Die sind nicht diskutabel.

Also genau genommen sind eh nur Connery und Craig diskutabel. Da kann man auch überlegen, was die tun würden.

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Was würde James Bond tun, bevor erzu einem Date geht? Er würde das Styleforum um einen Outfitvorschlag bitten. :-)

---

Zu der Diskussion:
Also das mit dem "gebrochenem Mann" wurde ja erst bei Daniel Craig eingeführt bzw. aus der Romanvorlage hervorgeklaubt, um dem Franchise frischen Wind einzuhauchen. Ansonsten ist James Bond einfach eine Superheldenfigur des Sexappeal:
Er kann alles, weiß alles, bekommt jede, hat perfekte Manieren obwohl ultramännlich, witzig und ist selbst beim Kampf in rauester Umgebung perfekt angezogen-
James Bond ist der perfekte Mann, der alle Attraktivitätsattribute in sich versammelt. Eine Märchenfigur, die mit Augenzwickern entworfen wurde und außer den frühen Craig Filmen auch nie eine Schwäche hatte. Deswegen Winddancers Gedankenspiel schon ist ein gutes Beispiel, weil keine Figur der Popkultur den "perfekten Mann" so verkörpert wie James Bond.

--
Deswegen mag ich den Craig-Bond auch nicht so sehr, für mich ist er zu rau und menschlich. Dat ist nicht Bond...

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vor 20 Minuten, jon29 schrieb:

Also das mit dem "gebrochenem Mann" wurde ja erst bei Daniel Craig eingeführt bzw. aus der Romanvorlage hervorgeklaubt, um dem Franchise frischen Wind einzuhauchen.

James Bond wurde in Wattenscheit geboren. Gehört inzwischen zu Bochum. Ruhrgebiet. Opel Manta und so. Hier werden so weichgespülte Jungs wie Moore oder Brosnan nur eines. Nämlich so lange verhauen, bis sie nicht mehr rumlaufen wie in Pomade gestolperte Snobs ausm Schwuppen-Playboy. Also, bis sie glaubwürdiger werden.

Craig führt jetzt das weiter, was Conery damals mal begonnen hat. Lasst den Jung mal machen. Das wird schon.

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vor einer Stunde, Aldous schrieb:

Nämlich so lange verhauen, bis sie nicht mehr rumlaufen wie in Pomade gestolperte Snobs ausm Schwuppen-Playboy.

Und zwar mitter dreckigen Seite vonner Moffakette.

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Wenn man mit dem Mindset von James Bond spielt und es tatsächlich anwendet, sollte man sehr vorsichtig sein.

Es kann einem helfen, schwierige Situationen zu meistern, beherzt zu agieren und mutig voranzuschreiten. Ja, es stimmt, Bond ist loyal. Egal ob Freund oder Feind ihn blockieren wollen, er verfolgt sein Ziel. Er bleibt seiner Aufgabe treu, koste es was es wolle.

Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, einen Bond Roman im Original zu lesen, wird feststellen, dass es sich dabei um Kurzgeschichten handelt die nicht unbedingt zu den Literarischen Höhenflügen ihrer Zeit gehörten. Die Filme haben nach und nach weit mehr daraus gemacht, finde ich. Bond war (und ist) natürlich immer eine Ikone seiner Zeit gewesen und hat dieses Bild der Männlichkeit widergespiegelt. Deshalb ist der letzte Bond, Daniel Craig auch so anders.

Er ist innerlich zerrissen (sind wir das nicht alle ab und an?) Er hat mit Selbstzweifel zu kämpfen und der Midlife-Crysis. Er macht Fehler. Er besteht beispielsweise die körperlichen und psychologischen Tests nicht und müsste nach seinem Schießtest eigentlich ausgemustert werden. Was? Bond ausgemustert? Ja und nein. Der Film stellt die Frage, wann man für so einen Job zu alt geworden ist. Er bleibt im Dienst, weil M das ganz anders sieht. Im Leben zählt Erfahrung, nicht das Können auf dem Schießstand. Es zählt einzig, unter echten Bedingungen seinen Mann zu stehen, nicht im Testrlabor. Daniel Craigs Bond verkörpert diesen Mann für mich. Jemand der vielleicht unter sterilen Testbedingungen versagt, aber erfolgreich ist, wenn es dann wirklich darauf ankommt.

Kein Faker, ein Maker.

Was ich an der Figur James Bond interessant finde ist, dass er alle männlichen Idealvorstellungen in sich vereint, und gerade deshalb nicht beziehungsfähig ist.

Alle Stärken, die das Männliche per se ausmachen sind dann doch eine Überdosis, die im Alltag keinen Sinn mehr macht und nicht lebbar ist auf Dauer.

Kompromisslos seinen Weg gehen? Gut, aber eine Beziehung ohne Kompromisse unmöglich. Auch im Team brauchen wir Kompromisse und das Eingehen auf die persönlichen Eigenheiten der Anderen, sonst stehen wir sehr schnell ganz alleine da.

Lieben ja, aber nie über einen bestimmten Punkt hinaus? Damit schließt Du dich von tiefen Erfahrungen ab.

...

Ja, Bond ist in gewisser Weise ein gebrochener Mann. Doch sind das nicht sehr viele Männer da draußen, obwohl sie weit weniger wie Bond leben? Weil sie aus irgendwelchen Gründen in ihrem Leben nicht in die Gänge kommen? Weil sie zu oft nichts Ganzes anpacken und durchziehen? Weil Sie Angst haben, von Angesicht zu Angesicht mit einer Frau Schluss zu machen und lieber ein SMS stattdesen schicken? Weil sie zuerst mal große Töne spucken, dann aber bei ganz unspektakulären Situationen den Schwanz einziehen?  Weil Sie ihren Umgang mit Frauen nie verfeinern? Weil sie ihre Schwächen nie bearbeiten? Weil sie unnötigerweise über die Stränge schlagen? Weil sie sich hinter den Entscheidungen anderer verstecken? Ich habe genug solcher Männer im Laufe meines Lebens kennengelernt.

 

Das Bond Mindset ist eine Säure. Man kann sie anwenden, doch nur verdünnt, sonst löst sie das soziale Gefüge um einen herum auf.

Aber mit der rechten Dosis finden wir in schwierigen Situationen vielleicht einen entscheidenen Antrieb und haben möglicherweise auch in vielen Lebenssituationen mehr Spaß.

 

Gruß,

Winddancer

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Hast du die Bücher von Fleming gelesen? Was ich interessant finde ist, dass er dort weitaus weniger über souverän ankommt, er schmollt auch mal, wird pampig etc. Natürlich wurde er in den Filmen zum Helden hoch stilisiert. Aber das gibt mir doch zu denken. Wenn die Rolle auch mit Sachen zu kämpfen hat aber trotzdem immer es schafft sein Ding zu machen, dann muss er übermenschliche innere Stärke haben. 

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Für  mich ist die Figur James Bond so wie sie von Sean Conery verkörpert wird die, die ich vor Augen  habe als ich den Eingangsbeitrag von Winddancer gelesen habe .

Eine Persönlichkeit  wie sie von Sean Conery auch in "Jagd auf roter Oktober" verkörpert wird.

Integer auf eine besondere  Art und Weise. Verbindlich, charmant, dominant, durchsetzig.

Vielleicht  ist es mehr das, was Sean Conery ausstrahlt, als die Figur  an sich.

Graf Hamilton alias  Coq Rouge ist da viel zu "politisch korrekt" tragisch. Sonst wäre er in seiner links-rechts konservativen Erscheinung zu wenig Schwedisch oder so wie sich die politisch Korrekten  das wohl gerne sehen  wollen, in einem Land, dass bemüht ist vor lauter political correctnes, das älteste Gewerbe der Welt abschaffen zu wollen... 

bearbeitet von C_h_o_p_i_n

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Am 12.11.2017 um 01:06 , C_h_o_p_i_n schrieb:

Graf Hamilton alias  Coq Rouge ist da viel zu "politisch korrekt" tragisch. Sonst wäre er in seiner links-rechts konservativen Erscheinung zu wenig Schwedisch oder so wie sich die politisch Korrekten  das wohl gerne sehen  wollen, in einem Land, dass bemüht ist vor lauter political correctnes, das älteste Gewerbe der Welt abschaffen zu wollen... 

Sehe ich anders. Seine Tragik besteht eher darin, Lebensverhältnisse zu haben, die seinen Idealen komplett im Weg stehen. Er ist schwerreich, aber Sozialist. Er ist ein Killer, aber hadert mit jedem Mord. Er ist Vorgesetzter, verabscheut aber Machtverhältnisse. Er ist Westler, führt aber zu Russen und Palästinensern die besten und freundschaftlichsten Kontakte. Er ist analytisch, und muss sich mit Besserwissern und Arschkriechern in der Politik herumschlagen die ihm Befehle erteilen (dürfen). Und, er hat aufgrund seiner Ausbildung aus Versehen und ohne Gefahr eine Frau die er mochte  getötet. Und alles wurde getan, damit er nicht bestraft wird.

Und was er von politisch Korrekten und Kompetenzbeanspruchern hält, schimmert immer mal wieder durch. Letzlich orientiert sich die Figur an seinem Autor, der ja links ist und selbst der russischen Spionage verdächtig. Damals war links ja eher aussenpolitisch und ökonomisch definiert. Erkennt man ja an den Konflikten mit denen er ztu tun hat. Heutzutage bedeutet "links" eher identitätsplotische Ideologien zu haben, und so wars in Schweden und anderswo zu der Zeit der Geschichten aber noch nicht. Überhaupt ist ja das Interessante, dass ein  Land wie Schweden, was immer neutral und differenziert mit Ideologien umgegangen ist, eine Gruppe von Agenten unterhält, die das Recht zu töten haben. Finde es da immer lustig, wie man diese Aktionen mit dem schwedischen Recht dann versucht zu beugen. Weil eben Militär und politische Korrektheit (der Politiker, der Polizei und Teilen der Gesellschaft) nicht so ganz zusammen passen. Ist fast wie bei uns hier. Wir haben zwar eine Armee, aber wehe die muss mal schiessen. Das ist dann doof.

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Am 12.11.2017 um 01:06 , C_h_o_p_i_n schrieb:

Für  mich ist die Figur James Bond so wie sie von Sean Conery verkörpert wird die, die ich vor Augen  habe als ich den Eingangsbeitrag von Winddancer gelesen habe .

Eine Persönlichkeit  wie sie von Sean Conery auch in "Jagd auf roter Oktober" verkörpert wird.

Integer auf eine besondere  Art und Weise. Verbindlich, charmant, dominant, durchsetzig.

Vielleicht  ist es mehr das, was Sean Conery ausstrahlt, als die Figur  an sich.

Graf Hamilton alias  Coq Rouge ist da viel zu "politisch korrekt" tragisch. Sonst wäre er in seiner links-rechts konservativen Erscheinung zu wenig Schwedisch oder so wie sich die politisch Korrekten  das wohl gerne sehen  wollen, in einem Land, dass bemüht ist vor lauter political correctnes, das älteste Gewerbe der Welt abschaffen zu wollen... 

Sean Conery hat einen völlig anderen Typ Bond gespielt, als etwa Daniel Craig. Total interessanter Ansatz. Während Craig stets der gezeichnete, überresignierte, heimlich leidende und einsame Wolf ist, lebte Conerys Bond ganz nach dem Motto: 'I take what I can get and enjoy it as long as it lasts'. Er begegnete dieser konstanten Life & Death Geschichte mit geselligem Humor und sah stets frisch und erholt aus. Also auch emotional. Beide Ansätze gefielen mir sehr gut. Jagd auf roter Oktober war ein echt geiler Film. Ich weiss glaube ich auch, was du meinst. Er spielt den perfekten, autoritären, charismatischen sogar philosophischen alten Seemann. Wirkt absolut sympathisch. Eine Nanosekunde später, bringt er am Anfang des Films den Offizier um, damit nur er Zugriff auf die eigentlichen Befehle hat. Unter der Fassade kann er eiskalt morden. Obwohl er quasi einen dritten Weltkrieg verhindern wollte und letztendlich Leben retten wollte, war es erschreckend, wie er sich innerhalb eines Herzschlags verändern konnte und kaltblütig zuschlägt. So würde ich mir einen Killer oder halt die Figur Bond auch vorstellen.

Wirken wie die charmantesten Leute. Könnte die süßeste, liebste Frau sein, die dich eine Sekunde später von hinten erschießt. Pretty scary shit.

Niemand spricht hier über Brosnan.

Ich fand Golden Eye oder etwa auch Tomorrow Never Dies echt nicht schlecht. Pierce Brosnan war weder so unbeschwert wie Conery, aber auch nicht so gezeichnet wie Craig. I liked him. Ich fand auch Roger Moore lustig. Damals in der WG rauchten ich und ein Kumpel mal zu viel....Schokolade....und hatten echt eine ganze Reihe übelster Lachflashs, weil Moore die einfach nur geilsten Sprüche raushaute und die Frauen so übelst geil anmachte. Cavemanstyle. Fucking funny. Really funny. Moore war super lustig. Seine Sprüche aber vor allem seine Mimik war der Hammer. Was den abschätzigen, belustigten, stets notgeilen, arroganten aber irgendwie auch etwas sympahtischen Blick von Moore angeht, kann ihm keiner der Bonds das Wasser reichen.

Genauso, wie keiner an den Charme von Conery rankam und mMn niemand die Zerissenheit von Craigs Version erreichen konnte.

Aber Moore war der mit Abstand geilste Player. Super fucking funny. Wir haben gelacht ey, bis meine Backen schmerzten.

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Am 5.11.2017 um 22:13 , Aldous schrieb:

Hier werden so weichgespülte Jungs wie Moore oder Brosnan nur eines. Nämlich so lange verhauen, bis sie nicht mehr rumlaufen wie in Pomade gestolperte Snobs ausm Schwuppen-Playboy. Also, bis sie glaubwürdiger werden.

Was würde Bond tun?

Wohl kaum einen Toten und einen Rentner als Schwuppis in ihrer Primetime diffamieren.
Wir wissen gar nichts darüber, wieviele Ärsche die Jungs privat versohlt haben, oder hätten versohlen können. Also schön den Ball flach halten.

 

Wir alle können froh sein, wenn wir mit 64 noch so einen Steeze kicken.

 

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vor 7 Stunden, General Beta schrieb:

Sehe ich anders. Seine Tragik besteht eher darin, Lebensverhältnisse zu haben, die seinen Idealen komplett im Weg stehen. Er ist schwerreich, aber Sozialist. Er ist ein Killer, aber hadert mit jedem Mord. Er ist Vorgesetzter, verabscheut aber Machtverhältnisse. Er ist Westler, führt aber zu Russen und Palästinensern die besten und freundschaftlichsten Kontakte. Er ist analytisch, und muss sich mit Besserwissern und Arschkriechern in der Politik herumschlagen die ihm Befehle erteilen (dürfen). Und, er hat aufgrund seiner Ausbildung aus Versehen und ohne Gefahr eine Frau die er mochte  getötet. Und alles wurde getan, damit er nicht bestraft wird.

Das steht in meiner Wahrnehmung nicht im Widerspruch zu meinem Beitrag.

Ich möchte darauf hinaus,  dass er aufgrund dieser impliziten schwelenden inneren Konflikte nicht mit sich im "reinen" ist - wie ich es von Sean Conery in der Rolle des James Bond wahrnehmen würde.   Irgendwie hinterlässt Graf Hamilton einen fast "schizoiden"  Eindruck - auch wenn er dem immer wieder zu entfliehen versucht. 

Vielen Dank für den Einblick in die zeitgeschichtlichen Zusammenhänge und zum Autor - diese waren mir nicht bewusst. 
 

bearbeitet von C_h_o_p_i_n

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vor 2 Stunden, C_h_o_p_i_n schrieb:

ch möchte darauf hinaus,  dass er aufgrund dieser impliziten schwelenden inneren Konflikte nicht mit sich im "reinen" ist - wie ich es von Sean Conery in der Rolle des James Bond wahrnehmen würde.   Irgendwie hinterlässt Graf Hamilton einen fast "schizoiden"  Eindruck - auch wenn er dem immer wieder zu entfliehen versucht.

Damit isser aber eben noch menschlich. James Bond ist ja ne romantische Idealvorstellung. Da kann man sich schon etwas dran orientieren, aber der Realismus von Figuren wie Hamilton und Smiley macht das Ganze eben "glaubwürdiger". Figuren aus dem Leben sozusagen, an die man sich halten kann. In unserer Gesellschaft kommt man nunmal nicht ohne Rollenkonflikte aus. Jede (soziale) Rolle die man ausfüllt kommt ja nie ohne Gegenwind daher. Die Kunst ist da eben, dem Gegenwind nicht allzu viel Bedeutung zumessen. Das reicht schon aus. Das bedeutet für mich, mit sich im Reinen zu sein. Oder man wird Eremit.

Man muss dazu sagen, um meine Ansichten einordnen zu können,  ich persönlich kann nur zu Leuten aufschauen die Niederlagen hatten, mal unten waren, und dann irgendwie was richtig geiles geleistet haben (aufgrund ihrer eigenen Kompetenz). Die bescheissen nämlich kaum. Die nutzen andere nicht aus. Die kennen den Scheiß nämlich selbst. Jemand der alles von Anfang an hat, der kann mir alles mögliche erzählen, Weisheiten sind es nie. Lieber Bukowski, als Finanzmanager mit Eliteuni-Diplom.

 

bearbeitet von General Beta

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