Der Mann verführt, die Frau bindet?

25 Beiträge in diesem Thema

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"Der Mann verführt, die Frau bindet", Ich lese das hier immer und immer weiter, wenn es um das Thema LTR geht und bin deshalb wohl auch nicht mehr ganz neutral in meiner Wahrnehmung.

Ich kenne sie jetzt genau 3 Monate. Es war von Anfang an sehr intensiv und ist bis zum heutigen Tag sogar intesiver geworden. Ich bin seitdem monogam, habe mir einige gute Chancen entgehen lassen und es war mir egal. Es scheint wohl langsam in Richtung LTR zu gehen und das ist bei einem wie mir (immer nur lose, polygame Affären, ONS oder F+) eher untypisch und ich bin da auch in recht unsicherem Terrain unterwegs.
In den letzten Wochen habe ich immer wieder mit mir gekämpft. Bei dem Thema LTR habe ich es bisher immer so gehalten, dass ich auf die Frau gewartet habe. So war es bisher auch immer: Irgendwann kam von der Frau der Beziehungswunsch - oder eben nicht. Bei ihr ist es nun anders. Der Bindungswunsch ist bei mir diesmal deutlich zu spüren, allerdings zeige ich ihn ihr nicht. Und sie zeigt aber auch nichts. Mir ist aber dann längerem Hadern und einigen Tests irgendwann aufgefallen, dass ich es nach wie vor in der Hand habe und alles lenken kann. Kam von mir etwas mehr, kam auch sie auch weiter auf mich zu. Allerdings nie andersrum. Das hat mich verunsichert und tut es auch immer noch. Nun habe ich mich vor einiger Zeit entschieden, mehr zu investieren und sie zieht freudig mit, als hätte sie nur drauf gewartet. Alles was ich tue, wird also von ihr positiv erwidert.
Es läuft bei uns und es läuft gut. Never touch a running system, aber...

Was ich aber nicht ganz verstehe, warum hier im Forum immer wieder gebetsmühlenartig "Der Mann verführt, die Frau bindet" wiederholt wird. Welchem psychologischen Effekt liegt diese Aussage zugrunde und was, wenn es mal nicht so ist? Gibt es dazu mehr Information als Anekdoten aus diesem Forum hier? Leider konnte ich zu dem Thema sonst nichts finden. Ich bin wie so oft vom PU-Latein verunsichert, weil es sich in der Realität oft anders und individueller dargestellt hat, als in der Theorie. Auch diesmal hat mich eine solche "Regel" verunsichert, weil sie irgendwo ja auch meine Erfahrung widerspiegelt. Ich hatte in den letzten 10 Jahren keinen Beziehungswunsch, der kam immer nur von den Mädels. Nur diesmal muss ich dazu offensichtlich die Weichen stellen, womit ich mich irgendwie auch schwer tue.

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'Mann fuehrt, Frau bindet' ist eher etwas fuer die Anfangsphase, aber nicht fuer die eigentliche LTR/Beziehung. Das laeuft deutlich besser, wenn es auf Augenhoehe stattfindet und beide investieren. Schau mal hier nach dem Thema des Monats, Monat Februar glaube ich, da wurde mal diskutiert, was eigentlich eine LTR vom Kennenlernen unterscheidet. Lies das mal. Pickup im engeren Sinne beschaeftigt sich halt nur mit der Kennenlern-Phase, sagt aber wenig zum Thema LTR. Wenn Du Dich da etwas fortbilden willst, dann lies mal 'Der Weg des wahren Mannes' von David Deida. ISt zwar etwas esoterisch, aber es hat einige gute Ansaetze, wie man langfristig eine gute Dynamik zwischen Mann und Frau hin bekommt.

Vielleicht hast Du auch nur zur Abwechslung eine Frau gefunden, die besser spielt als Du? die Deinen Invest bewusst spiegelt? Ueberleg Dir mal, warum Dich das so verunsichert? Weil Dir bisher eher die Frauen nachgelaufen sind? Ich wuerde das eher positive sehen: sie hat noch etwas mit Dir vor. Und sie ist Dir ebenbuertig. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen fuer eine LTR, auf ihrer Seite. Kannst Du das mitgehen? 

 

bearbeitet von botte
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vor 31 Minuten, botte schrieb:

Ueberleg Dir mal, warum Dich das so verunsichert? Weil Dir bisher eher die Frauen nachgelaufen sind?

Zu 90% ja. Wurde auch echt mal Zeit, dass da mal eine kommt, das mich richtig kickt.

vor 32 Minuten, botte schrieb:

Vielleicht hast Du auch nur zur Abwechslung eine Frau gefunden, die besser spielt als Du

Absolut. Das habe ich schon länger in Verdacht, dass sie gut spielt. Umso schöner, dass mir bei dem Gedanken auffällt, dass sie bisher immer fair war.

 

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vor 3 Stunden, magick schrieb:

Zu 90% ja. Wurde auch echt mal Zeit, dass da mal eine kommt, das mich richtig kickt.

Absolut. Das habe ich schon länger in Verdacht, dass sie gut spielt. Umso schöner, dass mir bei dem Gedanken auffällt, dass sie bisher immer fair war.

 

Eine Frau, die gut spielt... so eine hatte ich auch einmal. Mein Invest wurde gespiegelt bis sie wohl merkte, dass das Poker-Face nicht mehr zu halten war... dann zog sie die Reißleine. Ich war erschüttert bzw. verunsichert. 

Was habe ich daraus gelernt?

Ich bin nun vorsichtig mit Invest.

Warum?

So erkenne ich sofort, ob sie spiegelt oder die Intention auch von ihr kommt.

Wenn man seinerseits zu viel und zu schnell gibt, dann rauscht man blindlings ins emotionale verderben.

Daher:

Die oben genannte Weisheit (Mann verführt... Frau bindet) kann man als perfekten Schutzmechanismus verwenden, wenn man sie als Dogma sieht. 

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vor 20 Stunden, lowSubmarino schrieb:

Schau doch, wie sehr du grübelst.

Du sagst du näherst dich ihr weiter und sie zieht freudig mit.

Und du sorgst dich, dass irgendwas nicht stimmen könnte.

Warum?

Frag dich das mal.

Das habe ich mich tatsächlich gefragt, vor einigen Wochen schon, bis ich mich dann endlich dazu entschlossen habe, mehr von mir zu geben. Und zu diesem Zeitpunkt war ich auch noch sehr in der Zukunft und hatte Angst und habe sehr viel gegrübelt. Ich wollte immer so eine Frau kennenlernen und jetzt war sie da und ich konnte es nicht richtig genießen - zumindest nicht, wenn sie nicht in der Nähe war, denn da habe ich meisten sehr stark gegrübelt.
Aber das Leben passiert nunmal jetzt und wer weiß, wer wir in ein paar Jahren sind? Seit Kurzem bin ich aber tatsächlich deutlich ruhiger geworden, ich übe mich darin es so zu nehmen wie es ist und das macht es in der Tat noch deutlich intensiver. Man sollte so eine schöne Zeit nicht damit verschwenden in Angst vor der Zukunft zu verharren und sich damit  der schönen Gefühle berauben. Denn dann passiert etwas schlimmes: Man kann das Schöne nicht mehr genießen, weil man im Horror der Zukunft gefangen ist. Im schlimmsten Fall geht die Beziehung genau daran kaputt. Deshalb bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich bin jetzt zwar nackt und ohne Schutz, ich habe mich verletzlich gemacht und wenn jetzt etwas passiert werde ich Schmerzen erleiden, aber ich komme langsam im Hier und Jetzt an und das fühlt sich echt krass an und es lohnt sich einfach. Das Leben besteht aus Gewinnen und Verlieren. Beides ist wichtig. Es bleibt eben nichts wie es ist und wenn man genau das endlich mal akzeptiert, ist man schon einiges an selbst zugefügtem Leid los.

Nein, ich spreche diese Dinge bei ihr nicht an, das Wort steht immer Schatten der Tat. Das was man tut zählt, nicht das was man sagt. Sogar die Frage ob man jetzt "zusammen ist", ist eine im Grunde eine Art Versicherung. Wenn ich hier was gelernt habe, dann sind genau solche Dinge. Nur vergisst man sie gerne, wenn man in unbekanntes Gebiet vor stößt. ;)

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Am 2.11.2017 um 18:41 , botte schrieb:

Schau mal: das fett markierte würde die Frau, von der wir hier sprechen, vielleicht genau so sagen. Wenn sie in der Vergangenheit gründlich verarscht wurde. Das ist so eine Schissermentalität, mit der Du Dich vielleicht vor Verletzungen schützt, mit der Du aberr auch jede Menge im Leben verpasst. Invest kommt von investieren. No Invest, no Return. Ich stimme Dir ja zu, dass man gerade am Anfang nicht überinvestieren sollte - gibt genug Beispiele hier im Forum von 37jährigen Kerlen, die nach zwei, drei Nächten mit einer 19jährigen blind vor Liebe sind. Aber: wenn Mann und Frau beide nach Deiner Maxime verfahren, versandet jede 'Beziehung', noch bevor sie begonnen hat. Dann gibt's auch weiterhin Affairen und Fickgeschichten, aber keine LTRs, keine Kinder und für mich in der Folge auch keine Rente. Ist blöd.

Ich sage nicht, dass ich das für das richtige Vorgehen halte. Es ist aber ein "Schutzmechanismus" den man erkennen muss. Letztendlich frage ich mich, da ich aktuell in einer glücklichen Beziehung bin, von der vorherigen Beziehung aber einige "Treffer" abbekommen habe, was falsch gelaufen ist. Deswegen reflektiert man und ist eventuell auch zurückhaltend.  

Schlussendlich glaube ich aber, dass man zwar 80% der Frauen als Verführer ins Bett bekommt, aber maximal die Hälfte in eine stabile LTR. Das muss und musste ich auch verstehen. Denn evtl. wollen manche Frauen keine ernsthafte Beziehung (Thema Bindungsangst etc.).

 

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Ursprünglich ging es darum, nicht zu verfügbar und klettend zu wirken. Das war vor 10 Jahren. Heute, wo alle Nicht-Beziehungen führen, ist das etwas anderes. Da haben Frauen wie Männer Probleme das Thema anzusprechen. Ich würde sie einfach als "meine Freundin" vorstellen, dann hat sich die Sache.

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Bitte Formatierungsregel einhalten! 

Zitat

1. Dein Alter
2. Ihr/Sein Alter
3. Art der Beziehung (monogam / offen / polyamor / LDR / weitere (bitte erläutern)
4. Dauer der Beziehung
5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR
6. Qualität/Häufigkeit Sex
7. Gemeinsame Wohnung?
8. Probleme, um die es sich handelt
9. Fragen an die Community

 

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@pMaximus sorry, nicht dran gedacht, dass das hier ähnlich ist.
@Individualchaotin Das mache ich jetzt auch so!

@lowSubmarino In der Vergangenheit sind es meistens die Verletzungen und die Fehler, die wir gemacht haben, die wir nicht loslassen können/wollen und in der Zukunft ist es die blanke Angst, die uns im Jetzt lähmt. "Im Flow sein" kann man tatsächlich lernen. Ich tue mich noch schwer darin, aber ich habe  jetzt diese Angst-Muster erkannt und kann aktiv dagegen vorgehen. Um in den achtsamen Flow zu kommen, muss aber erst aufgeräumt werden. Wo sind noch offene Verletzungen, wo sind noch Ängste? Was wollen diese Ängste mir sagen? Bin ich bereit diese Ängste zu akzeptieren und letztendlich dann loszulassen?

Wir kennen alle die Threads aus der Schatztruhe zB zum Thema Hirnfick oder Onitis: Die Essenz daraus: Gefühle wollen gefühlt und akzeptiert werden, damit man sie loslassen kann. Angst gehört dazu. Akzeptieren wir nicht, dass wir Angst haben und dass sie ein Teil von uns ist, wird sie sich ihren Weg anderweitig suchen. Sei es in Form einer hässlichen Onitis oder sonstigem Hirnfick, der uns um die tollsten Gefühle beraubt, die man haben kann: Zu lieben und geliebt zu werden.

Ein praktisches Beispiel ist Sex: Wie oft driftet man während dem Sex gedanklich ab und macht ihn damit zu etwas zielorientierten, das letztlich nur auf den Orgasmus aus ist? Erektile Funkionsprobleme lassen grüßen. Ist man beim Sex wirklich Im Hier und Jetzt, mit voller Präsenz und Hingabe, kommt das bei der Frau sofort an (und umgekehrt). Es wird deutlich intensiver. Man bekommt dann immer öfter diese ekstatischen Momente, in denen man sich sich zusammen fast komplett auflöst - die Essenz der Liebe. "Das ist wie eine Kernschmelze" sagt sie. ;)  Sowas hatte ich früher nur alle paar Jahre mal zufällig, heute weiß ich, dass ich einfach die Angst besiegen und mein Bewusstsein im Jetzt verankern muss, damit es passiert.

Das Schöne an all dem ist, dass jetzt die Arbeit noch lange nicht vorbei ist, sondern erst richtig losgeht. All das was ich über die Jahre mit all den Gespielinnen(ich liebe jede von ihnen auf eine Art) über Frauen gelernt haben, fließt nun auch in diese Beziehung ein. Und sie kann sich wahrlich glücklich schätzen, dass ich zB gelernt habe wie Anziehung funktioniert und dass ich sie immer wieder aufs Neue verführen muss und ich kann glücklich sein, dass ich mir wieder einem Teil meiner Ängste bewusst geworden bin und nun aktiv dagegen vorgehen kann.
 

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vor 6 Stunden, pMaximus schrieb:

bitte trotzdem deinen Eingangspost der richtigen Formatierung anpassen! 

Bin ich zu doof, oder sehe ich den Editbutton einfach nicht?

Edit: Edits sind scheinbar nur zeitlich begrenzt oder nur beim letzten Posting möglich. Ich sehe nur bei diesem Posting einen Bearbeiten-Button. Sorry!

bearbeitet von magick
Test

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Am 5.11.2017 um 17:16 , magick schrieb:

@pMaximus sorry, nicht dran gedacht, dass das hier ähnlich ist.
@Individualchaotin Das mache ich jetzt auch so!

@lowSubmarino In der Vergangenheit sind es meistens die Verletzungen und die Fehler, die wir gemacht haben, die wir nicht loslassen können/wollen und in der Zukunft ist es die blanke Angst, die uns im Jetzt lähmt. "Im Flow sein" kann man tatsächlich lernen. Ich tue mich noch schwer darin, aber ich habe  jetzt diese Angst-Muster erkannt und kann aktiv dagegen vorgehen. Um in den achtsamen Flow zu kommen, muss aber erst aufgeräumt werden. Wo sind noch offene Verletzungen, wo sind noch Ängste? Was wollen diese Ängste mir sagen? Bin ich bereit diese Ängste zu akzeptieren und letztendlich dann loszulassen?

Wir kennen alle die Threads aus der Schatztruhe zB zum Thema Hirnfick oder Onitis: Die Essenz daraus: Gefühle wollen gefühlt und akzeptiert werden, damit man sie loslassen kann. Angst gehört dazu. Akzeptieren wir nicht, dass wir Angst haben und dass sie ein Teil von uns ist, wird sie sich ihren Weg anderweitig suchen. Sei es in Form einer hässlichen Onitis oder sonstigem Hirnfick, der uns um die tollsten Gefühle beraubt, die man haben kann: Zu lieben und geliebt zu werden.

Ein praktisches Beispiel ist Sex: Wie oft driftet man während dem Sex gedanklich ab und macht ihn damit zu etwas zielorientierten, das letztlich nur auf den Orgasmus aus ist? Erektile Funkionsprobleme lassen grüßen. Ist man beim Sex wirklich Im Hier und Jetzt, mit voller Präsenz und Hingabe, kommt das bei der Frau sofort an (und umgekehrt). Es wird deutlich intensiver. Man bekommt dann immer öfter diese ekstatischen Momente, in denen man sich sich zusammen fast komplett auflöst - die Essenz der Liebe. "Das ist wie eine Kernschmelze" sagt sie. ;)  Sowas hatte ich früher nur alle paar Jahre mal zufällig, heute weiß ich, dass ich einfach die Angst besiegen und mein Bewusstsein im Jetzt verankern muss, damit es passiert.

Das Schöne an all dem ist, dass jetzt die Arbeit noch lange nicht vorbei ist, sondern erst richtig losgeht. All das was ich über die Jahre mit all den Gespielinnen(ich liebe jede von ihnen auf eine Art) über Frauen gelernt haben, fließt nun auch in diese Beziehung ein. Und sie kann sich wahrlich glücklich schätzen, dass ich zB gelernt habe wie Anziehung funktioniert und dass ich sie immer wieder aufs Neue verführen muss und ich kann glücklich sein, dass ich mir wieder einem Teil meiner Ängste bewusst geworden bin und nun aktiv dagegen vorgehen kann.
 

 

Am 4.11.2017 um 19:28 , lowSubmarino schrieb:

Yeah....da stimme ich dir echt zu.

Ich kann mich absolut mit dir identifizieren.

Ich habe mich mehrfach genau so gefühlt.

'kann nicht glauben, dass das jetzt passiert.

Kann nicht glauben....dass das jetzt läuft'?!

Und dann....

'Oh Mann, ich hab Schiss, dass das einfach so vorbei ist'.

Dieser innere Stress killt - so wie du sagst - alles, was daran bereichernd ist. Ist eine dieser easy to learn, hard to master - Lektionen. Ich erwische mich auch heute immer mal wieder wie ich frage 'und was passiert dann'?

In dieser Angst ersäuft zu ziemlich alles. Alsbald macht man sich nur noch Sorgen. Oder fürchtet Vergangenes wird wieder in gleicher Form Realität. All das ist sogar eine der schwersten Prüfungen, denen man sich so stellt im Laufe des Lebens. Fällt dann immer schwerer diesen Flow-State zu erreichen, wie ihn etwa Kinder instinktiv und einfach so leben. They are just perfectly content to play right here right now, completly oblivious of what might happen in 2 mins. Completly oblivious what happend yesterday.

Körper und Herz wollen eigentlich immer hier und jetzt am Start sein. Nur unser Geist verläuft sich gerne mal. Blickt ängstlich in die Zukunft oder fürchtet Vergangenes.

Wie häufig blicke ich in Gesichter in der Bahn, im Zug, in der City oder anderswo...und ich sehe, dass diese Menschen - so wie du und ich - zweifelnd, sorgenvoll grübeln.

Es fällt leichter, wenn man die vermeintlich schlimmsten Konsequenzen durch- und erlebt und merkt, dass man das alles überlebt und echt nicht die Welt untergeht. Aber gut, dass du dich damit beschäftigst und dir bewusst ist, dass das mächtige Einflussgrößen sind. Viele Leute merken das nicht und können sich nur sehr schwer davon befreien. Vielleicht klappt das auch nie ganz. But we can try, right?

Oh yeah, eure Beiträge sind super spannend und auch komplett wahr! 

Gibt es mehr Literatur zu genau diesem Thema im "Hier und Jetzt", ob jetzt im hier im Forum oder sonst wo?

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Am 11/12/2017 um 21:28 , hannes.ul schrieb:

Gibt es mehr Literatur zu genau diesem Thema im "Hier und Jetzt", ob jetzt im hier im Forum oder sonst wo?

Ich habe mir gerade mal dieses E-Book zugelegt. Es ist von einer Psychologin geschrieben und rational und relativ nüchtern gehalten, beinhaltet viele praktische Übungen, die man gut in den Alltag integrieren kann. Ich kann diese Techniken jedem empfehlen, der an starken Selbstzweifeln, Onitis, Hirnfick usw leidet. Gerade für Hirnfick ist die Achtsamkeit, wie sie hier gelehrt wird,  prädestiniert. Dieses  Buch ist frei von jeglichem (post-)religiösen und esoterischen Ballast und konzentriert sich ausschließlich auf die wichtigen Aspekte der Achtsamkeit/Meditation.

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Am 6.11.2017 um 19:39 , magick schrieb:

Bin ich zu doof, oder sehe ich den Editbutton einfach nicht?

Edit: Edits sind scheinbar nur zeitlich begrenzt oder nur beim letzten Posting möglich. Ich sehe nur bei diesem Posting einen Bearbeiten-Button. Sorry!

Richtig.

Deshalb kannst dus hier unten nachtragen oder nem mod per PN schicken.

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1. 39
2. 34
3. monogam
4. 3 Monate+
5. -
6. sehr gut/sehr hoch
7. nein
8. generelle Frage
9. Siehe oben

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The End.
Ich schreibe das mal hier rein, damit ich mir das selbst nochmal alles vor Augen halten kann. Vielleicht hilft es ja irgendwem mal... Who knows.

Der Mann verführt, die Frau bindet, da war doch noch etwas, das ich übersehen hatte!
Es war mir eigentlich klar, dass irgendwas faul ist, denn sonst hätte ich nie und nimmer so einen Aufriss hier gemacht deswegen. Ich habe es die letzten paar Monate latent gespürt und es als Hirnfick abgetan, aber mein Bauchgefühl hat mir mal wieder Recht gegeben. Am vorletzten Wochenende ist es nach über 3 Monaten Friede. Freunde Eierkuchen zum völlig unerwarteten, ziemlich abrupten Ende unseres sehr intensiven *was immer es auch war* gekommen.

Es kam ohne jegliche Vorwarnung mitten in der Woche, nachdem wir ein himmlisches WE hinter uns hatten. Sie war stark im Examensstress und Irgendwann hat sie abrupt von heute auf Morgen nicht mehr auf meine Nachrichten reagiert, dann hat sie mich nach 24 Stunden informiert, dass ihre Oma mit Krebs im KA läge und sie erstmal in der Heimat bleiben müsse(200km weg). Ich war mal wieder unsicher, wusste nicht was ich genau tun sollte, ging dann aber auf Abstand, um ihr Platz zu schaffen. Das war genau der falsche Weg. Sie hatte meine Nähe erwartet. Das kam extrem schlecht bei ihr an. Ein riesiger Fehler, den ich mir lange nicht verzeihen konnte.
Dann kam der springende Punkt: Ich bekam Angst, wurde weich, emotional, entschuldigend, merkte deutlich, dass sie gerade am Ausholen und der Finger am Abzug sehr nervös wurde und nach 4(!) WhatsApp Nachrichten, schrieb sie "jetzt sei ein guter Zeitpunkt für einen Cut".  Damit hatte sie mich voll erwischt, ich kam in Trudeln, rutschte auf meiner eigenen Unsicherheit aus, wie auf einer Bananenschale, schickte ihr dann noch völlig benommen zwei weinerliche Sprachnachrichten, die mein endgültiges Ende besiegeln sollten. Ich war plötzlich needy geworden und hatte es ihr voll gezeigt. Es kam noch zu einer telefonischen Schlammschlacht, wo es ein bisschen hässlich von meiner Seite aus wurde und die Sache war gegessen. Ich versuchte es nochmal zögerlich per Facebookchat, bekam ihre Stimmung wieder einigermaßen hin, aber das war es dann auch. Sie schlug vor, mit einer F+ weiterzumachen, ich bejahte erst, aber beendete das Ganze dann ein paar Tage später selbst, weil es einfach alles sehr unterkühlt war und ich mir total bescheuert vorkam, ihr hinterher zu rennen. Wir haben uns seitdem nicht mehr gesehen.

Was dann folgte waren tiefe Verletzungen, schmerzende Wunden und ein kompletter emotionaler Zusammenbruch. Die Trauerzeit (ca. 14-16 Tage) war enorm anstrengend, die Angst vor einer Onitis riesig, Essen und Schlafen war nur mit Glück zwischen den Stimmungschwankungen möglich, eine Libido quasi nicht vorhanden und sonst war ich einfach nur komplett am Ende, während die Räder im meinem Kopf in Dauerschleife liefen (sogar im Club auf der Tanzfläche, wo ich hemmungslos von einer HB angeschoben wurde, die ich lethargisch korbte). Warum? Was war passiert? Woran lag es? War es meine Schuld? Was wollte sie? Angst in ihrer Reinfrom, fast schon Panik so jemanden nie wieder zu treffen. Totale Verspannung, extrem schlechter Schlaf, Arbeiten quasi unmöglich, Sport nur gezwungen. Eine ausgewachsene Onitis.
Nach einigen schlaflosen Nächten voller Gedanken hatte ich die Antworten dann irgendwann endlich gefunden: Diese Frau wollte keine emotionale und schon gar keine kognitive Bindung mit mir eingehen, weil ich einfach nicht infrage gekommen bin für mehr (sie will eine Familie gründen). Ich war einfach  dazu da ihre Bedürfnisse nach Liebe, Sex und Nähe zu befriedigen Das habe ich wunderbar erfüllt. Ein muskulöser Körper, ein großer Schwanz, ein cooler, freakiger Typ mit Humor, der viel zu erzählen hatte - eben ich, wie ich mich mag. Aber zu diesem coolen Typen gehörte eine andere, unsichere Seite, die er bis dato übersehen bzw von sich geschoben und kaschiert hatte.  Sie war immer fair zu mir, hat nie gespielt, war nie intrigant, aber ihr Plan war, dass ich irgendwann gehen musste und das hat sie sich einfach bestätigen lassen, indem sie mich aus Glatteis geführt hat - deshalb das schnelle Ende. Und genau das hatte ich immer gespürt und daher rührte meine dauernde latente Unsicherheit, die mir langsam aber sicher mein Grab schaufelte, während ich mir selig von ihr den Schwanz lutschen lies.
Spätestens als sie mich soweit hatte, dass ich emotional instabil und abhängig wurde, war ihre Anziehung komplett im Keller. Es war jetzt Zeit mich zu entsorgen, ich hatte meinen Dienst erfüllt. Da halfen auch keine Liebesbekundungen - im Gegenteil, die waren natürlich erst recht die Fahrkarte zum Schafott. Ich war aus partnertechnischer Sicht für sie jetzt komplett durchgefallen und unattraktiv, weil ich in einer Extrem-Situation emotional instabil wurde und keinen klaren Kopf behalten hatte. Stattdessen wurde ich needy, anhänglich, verwirrt. Das Todesurteil bei dieser Art Frau (man sagt hier HSE dazu, aber sie war sogar ein Alphaweibchen, vor der die meisten Männer kuschen).
Nach ca. 2 Wochen schwerer Onitis habe ich dann endlich den Fehler im System ausgemacht: Eine ordentliches Leck im Selbstwertgefühl, ausgelöst, durch meine jetzige Lebenssituation. Dinge, die ich seit Jahren vor mir herschiebe und nur schwerlich und langsam vorankomme. Ich bin ansonsten erfolgreich, habe Geld, einen guten Körper, sehe gut aus, habe viele Freunde, aber aus einem kleinen Rostfleck vor ein paar Jahren ist heute ein ziemliches Loch geworden, das ich nun stopfen werde. Seit ich die Reflexion abgeschlossen habe und wieder in Aktion getreten bin, ist die Onitis verschwunden, ich habe meinen Frieden mit ihr gemacht, wir haben sogar ausgemacht, dass wir uns irgendwann mal wieder sehen und uns ziemlich respektvoll, fast schon pathetisch getrennt, was mich sehr gefreut hat. Wir haben uns eine wundervolle Zeit geschenkt, voller Liebe, Sex, Zuneigung, Lachen, Zärtlichkeit und ich habe sie dafür abgöttisch geliebt. Sie hat das anders gesehen, ihre Ansprüche an den Vater ihrer Kinder waren deutlich höher, er muss eben in gewissen Situationen eine Schulter für sie sein und nicht wegtreten, um sich dann weinerlich zu entschuldigen. Damit muss ich leben, denn das ist ein Tel von mir, den ich so an mir nicht kannte. Sie war ein extrem wichtiger Indikator, der mich zum Grund des Sees hat blicken lassen. Nun habe ich sie losgelassen, habe schon wieder neue Frauenkontakte geknüpft, habe zwar immens viel Arbeit vor mir, aber sehe auch eine Menge Spaß und neue Erlebnisse auf mich zukommen. Ob ich nochmal Vater werde, das steht in den Sternen, bis dahin ist es noch einer weiter weg und so jung bin ich ja leider nicht mehr.

Deshalb sind Beziehungen so wichtig, sie lassen uns einfach Dinge sehen, die wir alleine niemals sichtbar machen können. Ich bin gerade überwältigt und die Tränen sind keine der Trauer mehr, sondern der Hoffnung und der Dankbarkeit.

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Beziehungen sind die schönste Form der persönlichen Weiterentwicklung.
Leider lernen wir Menschen meisst nur aus Krisen.
Das Ziel wäre es an einem Höhepunkt sich zu entwickeln statt einem Abgrund.
Kopf hoch.

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Selten einen so tiefen Thread gelesen. Der TE und viele anderen Member motivieren dem Lesenden immer und immer wieder selbst an sich zu Arbeiten. Sehr viele kurze aber unfassbar mächtige Mantra gefunden. Viele kannte ich persönlich schon, aber es ist trotzdem immer wieder erfrischend sich diese ins Gedächnis zu holen.

Selbst kann ich nicht mehr viel zum Thema beitragen. Wurde schon so ziemlich alles gesagt. Bleibt mir nur ein Danke für diesen Motivationshammer.

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Ohne dich angreifen zu wollen: das ganze ging round about 3 Monate. Was mir in Verbindung mit dieser Kürze auffällt, ist die pathetische Dramatik, die deinen ganzen Text durchzieht. 
Tiefe Verletzungen, schmerzende Wunden,  emotionaler Zusammenbruch, abgöttische Liebe etc.

Bin kein Psychologe, aber nach gesund im Sinne von stabiler Emotionalität klingt das für mich nicht. 

Und ich behaupte mal, dass dein Verhalten, in Extremsituationen den Partner alleine zu lassen und nachher weinerlich mit Entschuldigung anzukommen, dich nicht nur bei dieser Art Frau ins Abseits schießt. Wo war der heldenhafte Pathos, als es drauf ankam? 

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vor 11 Stunden, Sloio schrieb:

Ohne dich angreifen zu wollen: das ganze ging round about 3 Monate. Was mir in Verbindung mit dieser Kürze auffällt, ist die pathetische Dramatik, die deinen ganzen Text durchzieht. 
Tiefe Verletzungen, schmerzende Wunden,  emotionaler Zusammenbruch, abgöttische Liebe etc.

Bin kein Psychologe, aber nach gesund im Sinne von stabiler Emotionalität klingt das für mich nicht. 

Und ich behaupte mal, dass dein Verhalten, in Extremsituationen den Partner alleine zu lassen und nachher weinerlich mit Entschuldigung anzukommen, dich nicht nur bei dieser Art Frau ins Abseits schießt. Wo war der heldenhafte Pathos, als es drauf ankam? 

Alles absolut richtig erkannt. Das habe ich auch so  herausgearbeitet. Ich lasse mich gerne durch kleinste Dinge herunter ziehen, wenn mir etwas sehr wichtig ist und habe meistens einen starken emotionalen Ausschlag ins Positive sowie Negative, den ich oft nur sehr schwer bändigen kann, dadurch habe ich es im Leben nicht immer leicht. Ich muss lernen meine Emotionen besser im Zaum zu halten. Das ist neben der Sanierung des Selbstwertgefühls die zweite Aufgabe.

Anzumerken ist, dass nach dem Ende meiner 10 jährigen Beziehung der Schmerz in seiner Intensität absolut vergleichbar war. Nur die Dauer des Peaks war diesmal deutlich kürzer.

Und der Pathos hier, ja der ist auffällig, weil ich als Mensch eigentlich gar nicht so drauf bin. Sicher brauche ich das um gewisse Dinge einfach raus zu lassen.

 

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Um auf Deine Grundfrage nochmal zurückzukommen: "Der Mann verführt, die Frau bindet?"

Das kommt grundsätzlich aus der Evolutionspsychologie. Da wird dem Mann das Ziel zugeschrieben, daß er seine Gene verbreiten will, während die Frau einen Ernährer will. Wie immer ist das ein Modell, was mal mehr und mal weniger taugt und was mal mehr bewusst und mal mehr unterbewusst abläuft.

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