9 Jahre LTR - Ende - "Ich muss mich selbst finden"

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vor 3 Stunden, -Knax- schrieb:

Vor zwei Wochen kam dann die Aussprache. Sie verriet mir, dass Sie vor hätte Work&Travel zu machen. Dies aber definitiv alleine machen muss, um sich selbst zu finden. Ihr Psychologe hätte von einem Patienten erzählt, der ähnliches gemacht hat, und dann für mehrere Jahre nicht wiederkam. Ich war zunächst gar nicht erfreut, da ich etwas ähnliches mit Ihr schon vor einiger Zeit besprochen hatte - wir wollten uns zusammen ein Gap-Year gönnen. Jetzt hiess es nur noch: sie alleine nach Neuseeland, inkl. sicheren Job kündigen etc.. Im gleichen Atemzug sagte Sie: "Das heisst ja nicht, dass ich jetzt schluss mache." Die Aussage kam völlig ohne kalt aus ihrem Mund. Ich wusste woran ich bin.

 

Natürlich heißt das, dass sie jetzt Schluss macht! Was sonst? Innerlich hat sie schon längst Schluss gemacht.

Dazu passt auch der Selbstfindungstrip. Natürlich alleine. Definitiv. Und wie sie sich alles schön zurecht rationalisiert. "Ihr Psychologe hätte von einem Patienten erzählt, der ähnliches gemacht hat, und dann für mehrere Jahre nicht wiederkam."

 

vor 3 Stunden, -Knax- schrieb:

Eigentlich weiß ich, dass es vorbei ist, auch wenn es "erstmal nur drei Wochen" sind. Es ist aus.

 

Es ist aus. Das weißt du allerdings selbst.

Die gemeinsamen 9 Jahre. Das hat für sie keinen Wert an sich. Sie ist in ihren Emotionen gefangen. Da zählen nur noch ihre Gefühle, die sie im "Jetzt" hat. Und da ist für dich kein Platz mehr. Leider.

bearbeitet von slowfood
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Danke euch allen für den Zuspruch und die positiv stimmenden Worte.

Gestern war ein alter Freund zu Besuch, auf dessen Hochzeit wir letztes Jahr waren. 
Er war total geschockt und ich erzählte ihm die komplette Geschichte. Auch er hat den Nagel auf den Kopf getroffen:
Sie hat diese Träumereien von Work&Travel schon spontan im Kopf und beißt sich daran fest. Die Trennungsgedanken hat sie wohl sehr lange mit sich rumgetragen und in den Urlauben mit Ihren Mädels wohl den Zuspruch bekommen, den sie benötigte.
Diese Sätze von ihm, und eure Worte haben mich gestern wirklich beruhigt und besser einschlafen lassen. Ich war relaxed, also habe zumindest nicht pausenlos an sie und uns gedacht.


Heute ist Tag 13.
Und wie fängt ein Tag immer an: "Fick mich" - Ich im Körper eines anderen, der sie mit seinem riesen Prengel beglückt. 5 Uhr morgens war Schluss mit Schlaf.
Ist das hier ein klarer Fall von Verlustangst? Ich habe diesen Traum nicht erst seit die Trennung gelaufen ist. Dieser Traum verfolgt mich seit Jahren immer mal wieder. Jetzt gerade hat er natürlich seinen peak.
Wie kriege ich das aus dem Kopf? Dieser Gedanke lässt mein Herz rasen und mich nicht zur Ruhe kommen. Ich weiß, dass es irgendwann passieren wird - das ist doch klar. Doch ich kann es nicht akzeptieren, ohne dieses krasse Gefühl in meinem Herz.
Der Sport, das Krafttraining, läuft wieder besser, seitdem ich mehr Nahrung zu mir nehmen kann. Die Gewichte sind die selben und die Weiber sehen auch wieder etwas besser aus. Ich bin wesentlich fokussierten am Eisen, als letzt Woche. Immerhin!
Ich habe mir auf Rat meiner Jungs Tinder & Co. installiert. Mein Gott nervt mich das - alles oberflächlich. Nur weil ich kein 10k+ Instagramprofil habe, werde ich dort nicht beachtet, oder wie? Also es sind ja ein paar Nette dabei, aber der Großteil ist echt Graupe.
Zur Zeit überlege ich, ob ich schon bereit ins Lair zu gehen und ein paar Mädels anzusprechen. Eigentlich denke ich bei diesen ganzen Tinderfratzen "ne man, im Vergleich zu ihr sind das nur Otto-Katalog-Models. Sie war VS Bademode" - ob das in der Realität auch so ist?

Ich habe immer etwas Angst vor der Nacht und dem abrupten Ende dieser, also gehe ich spät ins Bett. Ein Teufelskreis. Ich sollte vielleicht mal das Meditieren anfangen, oder etwas ähnliches. Wer weiß?!

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vor 6 Stunden, Hamsterbacke schrieb:

Er ist allein ihm geht es gut,
denn niemand da der ihm was tut.

 

Das trifft es tatsächlich ganz gut.

Es ist Tag 14:
2 Wochen sind nun seit der "erstmal" - Trennung vergangen.
Ich habe "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" gestern zu Ende gelesen und konnte merklich besser ein- und Durchschlafen. Ok, um 7 Uhr war auch hier die Nacht vorbei. Immerhin ein erstes mal ohne diesen Albtraum.
Sie kam natürlich dennoch in meinen Träumen vor, aber mehr in Form von alltäglichen Gegebenheiten.
Gestern Abend habe ich noch den kompletten Thread ÜBER DIE LIEBE, WO SIE HINFÄLLT UND DIE EHRLICHKEIT gelesen. Auch das hat mich in meinem Handeln etwas bestärkt.
Klar, ich weiß nicht 100%ig ob bei ihr evtl. ein Neuer in den Startlöchern steht und so schätze ich sie und ihr mir entgegen gebrachtes Verhalten nicht ein, aber es ist schon hart zu sehen wie schnell es gehen kann.

Ich bin von der Arbeit gekommen und laufe erstmal Splitternackt in meiner Dachgeschosswohnung rum. Ich habe gerade tatsächlich "meine Wohnung" geschrieben - fällt mir mal so auf.
Das hat echt was von Freiheit, auch beim Tippen dieser Zeilen. 

Eine Sache vor der ich großen Respekt habe, ist die Tatsache, dass ich sie wohl nächste Woche sehen muss. Wir müssen einfach unseren Haushalt aufteilen und dies besprechen.
Noch weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich meine, heute bin ich emotional wieder gefestigter und weiß, dass in den letzten Monaten echt viel verkehrt gelaufen ist und meine Gefühle für sie auch nachgelassen haben.
Aber sie ist in diesem Punkt wesentlich weiter und kann die Distanz etwas besser wahren, wenn wir uns sehen. Ich möchte ihr eigentlich keinen emotionalen Striptease geben, lediglich so gut es die Möbel teilen und ihr nach 9 Jahren lebewohl sagen.
Das wird noch ein Stück Arbeit bis nächste Woche. Ich werde mit meiner Therapeutin nochmal darüber reden, um einen Weg für mich zu finden.
Ab und an denke ich: mein Gott, ich würde sie schon gerne nochmal richtig durchvögeln, so nach allen Regeln der Kunst, wie ich es vor einigen Monaten noch gern gemacht habe. Doch wäre das förderlich für meine emotionale Entwicklung, dem Abgewöhnprozess?
Wahrscheinlich eher nicht. Zudem ist sie so distanziert, zumindest versucht sie es, dass es fast schon mehr als komisch wäre. Vielleicht muss ich mich von dem Gedanken verabschieden, auch wenn wir uns halt körperlich noch sehr anziehend finden?!

Ich gehe nachher mit einem Ex-Kommilitonen etwas Essen und Quatschen. Ein wenig Ablenkung ist halt immer noch die beste Medizin, um nicht den ganzen Tag mir solche Szenarien auszumalen. Zeit dafür ist eh genug. Später - im Bett, leider.

bearbeitet von -Knax-

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vor 15 Stunden, -Knax- schrieb:

Ab und an denke ich: mein Gott, ich würde sie schon gerne nochmal richtig durchvögeln, so nach allen Regeln der Kunst, wie ich es vor einigen Monaten noch gern gemacht habe. Doch wäre das förderlich für meine emotionale Entwicklung, dem Abgewöhnprozess?

Das solltest Du auf keinen Fall zulassen. Den Gedanken kennt vermutlich auch jeder von uns und viele, so wie auch ich, haben dem nachgegeben.
Da spricht wohl nur Dein Ego. Nochmal so richtig durchvögeln, den Benchmark für den Nächsten möglichst hoch ansetzen etc. alles quatsch.
Der Sex kann echt Bombe sein ABER es wird dir wohl auch jeder bestätigen, dass das ein riesen Fehler war.

Lass es einfach. Fang gar nicht erst an irgendwie zu eskalieren oder Körperkontakt aufzubauen.

Das Gespräch nächste Woche kann entscheiden zu Deiner Genesung beitragen!!
Am besten machst Du Dir vorher schonmal Gedanken darüber was Du unbedingt behalten willst.
Umgekehrt überlegst Du welche Gegenstände für Sie am wichtigsten sind, pack die ebenfalls schonmal zur Seite.
Der Rest muss halt irgendwo hin oder wäre nice to have. Keine Diskussion, zur Not entsorgst Du den scheiß halt, haste die Tage schon was zu tun.

Du kannst auch bedauern wie alles gelaufen ist aber fang nur nicht an mit "dies das Annanas".
Bedanke Dich für die schöne Zeit evtl. sieht man sich mal in der Stadt und Du musst dann auch weiter.
Höre nicht auf ihre "Es tut mir so leid und ich hätte hätte Fahrradkette". Wahrscheinlich versuchst sie auch Dir die Schuld zu geben.
Lies dich hier mal durch ein paar solcher ähnlichen Thread oder im Ex Back. Führt zu nix, keine Diskussion. Same story all the time!

Ich denke die herrschende Meinung ist recht eindeutig, dass jedes nachgelagerte Beziehungsgespäch, Beteuerungen und es tut mir so leid Gelaber etc. zu rein gar nicht führen ausser das Du Deine Eier abgibst, dich scheiße fühlst und mit der Heilung von vorne anfängst. 

Genieße das Nackt sein!

Halt uns auf dem Laufenden

MfG

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Update der letzten Tage:
Am Donnerstag habe ich mit meiner Therapeutin die aktuelle Situation besprochen. Mein ständiger Alptraum - ich ficke Sie, aber ich bin ein anderer Typ, sprich: sie geht fremd - ist nichts anderes, als meine Untreue.
Ich habe einen Drachen als Chefin und widmete in den vergangen Monaten ihr meine Leidenschaft und das Interesse, nicht meiner Ex-Freundin. Das ist absolut Fakt und schlägt sich wohl in dem Fremdgeh-Traum nieder.
Außerdem habe ich erkannt, dass mein Elterliches-Ich sich ständig um meine Ex-Freundin gekümmert hat. Ich habe sie bei allem unterstützt und ermutigt und mich selbst dabei immer öfter auf der Strecke gelassen, wie Eltern es so machen.
Jetzt habe ich sogar das erreicht, was sich Eltern wünschen: sie ist flügge geworden und verlässt das gemachte Nest. "Ich muss mich selbst finden. Ich will allein reisen." Passt wie die Faust aufs Auge. Wahnsinn und nachvollziehbar zugleich.

Nur was springt positives für mich dabei raus?
Ich weiß, dass Sie mich für ihren nächstes Lebensabschnitt nicht braucht, bzw. sie will mich dazu auch gar nicht haben. Doch was brauche ich? Genüge ich mir? Das muss wohl so sein, auch wenn es wahnsinnig schwer vorstellbar ist.

Gestern war ein anstrengender, aber auch zumeist guter Tag. Ich habe mich mit einer alten Schulfreundin getroffen, die wie es der Zufall so will, Psychotherapeutin geworden ist. Dieser Beruf interessierte mich schon immer und nicht ganz uneigennützig wollte ich durch sie mehr über die Ausbildung dazu erfahren. Ich spiele mit dem Gedanken mein Berufsleben dahingehend umzukrempeln, wohl wissend dass es mich eine Stange Geld und Zeit kosten wird. Das muss ich mir reiflich durch den Kopf gehen lassen, aber sie hat mich echt angefixt.
Klar, neben der Auskunft über den Job wollte ich noch meine Fähigkeiten testen. Sie war schon immer angetan von mir und hat nebenbei einen hohen Sexdrive. Nur leider ist sie nicht so mein Typ und das hat sie wohl nach den ganzen Jahren auch gestern wieder bemerkt. Tat mir echt leid, zumal sie sich für ihre Verhältnisse sehr schick gemacht hat. 
Am Abend haben mich meine Jungs in der Stadt empfangen und es sollte ein typischer Herrenabend werden - ein paar Bier und gute Gespräche. Bei dem Wetter lag das Röckeniveau auf der Skala "Gürtelbreit", dennoch war ich absolut nicht bereit zu approachen. Das hat mich schon etwas genervt, aber es ist schließlich heute erst ...

... Tag 17.
Mit einem minimalen Kater wache ich nach der extrem schwühlen Nacht auf. Ich denke an sie ohne den Alptraum gehabt zu haben.
Was macht sie wohl gerade? Arbeiten. Ja, stimmt. Und morgen? Will ich das wissen? Ja, jain. Vielleicht. Eher nicht. 
Ich habe heute absolut nichts geplant. Das ist ein seltener Zustand im Vergleich zu den letzten zwei Wochen. 
Irgendwie hab ich das Bedürfnis was richtig krasses heut Abend zu starten, nur um evtl. meiner Ex voraus zu kommen, da sie schon immer viel unternommen hat. Was denke ich da eigentlich für einen Scheiss? Ist doch völlig egal, oder?! Rege mich über mich selbst auf.
Naja, beim tippen dieser Zeilen melden sich zwei Freunde und fragen nach meiner kostbaren Zeit, die für mich heute frei einteilbar ist. Mal sehen für was ich mich entscheide. Springe ich über meinen Schatten und gehe ins Lair? Ich weiß nur eins: drei Wochen ohne Sex hatte ich die letzten 9 Jahre nicht und daraus folgt ein Fakt: ich bin heftig untervögelt und mein kleiner Freund auch.

bearbeitet von -Knax-

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Am 25.7.2018 um 17:25 , -Knax- schrieb:

Eine Sache vor der ich großen Respekt habe, ist die Tatsache, dass ich sie wohl nächste Woche sehen muss. Wir müssen einfach unseren Haushalt aufteilen und dies besprechen.
Noch weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.

Fang doch mal ganz pragmatisch an.

Mach eine Aufstellung für dich, was Du gerne behalten möchtest. Ist nicht verkehrt, eine klare Vorstellung zu haben.
Was will ich unbedingt haben, was wäre "nice to have", worauf kann ich gut verzichten.
Räum ihren Kram zusammen und stell den bereit. Dann dauert es auch nicht so lange, bis sie wieder weg ist.

Bei der Gelegenheit freundet sich Dein Hirn auch schon weiter mit dem Gedanken an, bereitet ihren endgültigen
Auszug schon mal vor. Ist dann nicht so ein Schlag, wenn es passiert. Es wird emotional werden, mach dich darauf gefasst.

Ich finde es gut, wie Du versuchst mit der Situation umzugehen, dich abzulenken, das neue Leben anzunehmen.
nach 9 Jahren wird es etwas länger dauern, bis Du das verarbeitet hast. Deshalb macht es auch nichts, wenn Du nach
knapp 3 Wochen noch kein neues Mädel flach gelegt hast.
Lass Dir Zeit. Das ist nämlich etwas, von dem Du wirklich im Überfluss hast.

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Was ist passiert?

Schon am Sonntag war ich mit meinen Gedanken vollkommen bei der Arbeit. Ich hasse es. Aber das ist schon länger so, seitdem der Drache, meine Chefin, mich auf dem Kieker hat. 
Ich denke mehr an meine Chefin, als an meine Ex-Freundin. Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass ich gar nicht richtig die Trauer, den Zorn etc. fühle. Ich muss mich ab und an dazu zwingen an die Beziehung zu denken - komisch.

Nunja, gestern Abend habe ich etwas untypisches für mich gemacht. Ich bin nach der stressigen Arbeit und den Aggressionen gegen meine Chefin nicht zu Hause geblieben. Meine Jungs haben mich mit dem Cabrio abgeholt und bis kurz vor Mitternacht haben wir es uns am örtlichen Strand gut gehen lassen. Das war Erholung pur. Das muss ich öfter machen. 
Zeitgleich bekomme ich eine Nachricht von ihr. Sie fragte ob ich ihr dies und das abfotografieren könnte. Ich denke als Bewerbung für eine neue Wohnung. Wir haben nie ein schlechtes Verhältnis gehabt, bis zum Schluss. Also entscheide ich mich dafür, ihr die Sachen nach meiner Rückkehr zu schicken.
Und, wie hat sich das angefühlt? Erstaunlich einfach. Ich hatte nicht mal einen Stich in der Brust oder einen negativen Gedanken, dass sie jetzt soweit sein könnte eine neue Wohnung zu beziehen. Bin ich zu schnell mit meinem Prozess des Verarbeitens?

Tag 20:
Fuck, morgen ist es drei Wochen her, dass sie (wir) es beendet ha(ben)t. Irgendwie fühlt es sich aber mittlerweile so normal an. Auch, dass wir problemlos schreiben und uns einen Termin für die Klärung der Möbel etc. suchen ist nicht wirklich komisch.
Mache ich mir vielleicht doch noch Hoffnung? Denke ich, dass es ein Neuanfang werden kann? Keine Ahnung was genau ich denke, aber mir geht es tatsächlich nicht allzu schlecht dabei. Ich empfinde irgendwie weniger für sie. Naja, vielleicht nicht weniger, aber andere Gefühle. Das muss so eine Abwöhnungserscheinung sein. Anders kann ich mir dieses komische nicht-mehr-so-emotional-sein nicht erklären.
Natürlich wird es nochmal hart, wenn wir ein letztes mal Reden und uns vorerst abschließend in die Augen gucken, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich habe keine große Angst mehr davor, eventuell sogar schon ein winziges bisschen Vorfreude?
Würde es auf der Arbeit besser laufen, dann könnte ich mich bestimmt noch besser damit anfreunden. Auch da muss ich jetzt durch. Es wird schon klappen - denke ich.

Ich bin etwas früher von der Arbeit gekommen und trainiere noch etwas meinen bald wieder Adoniskörper, bevor ich mich mit einer alten Arbeitskollegin treffe. Alle wollen plötzlich etwas von mir und sei es auch nur quatschen - finde ich gut.

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Du machst das gut. Du warst 9 Jahre mir ihr zusammen. Es ist völlig normal, dass man noch an den anderen und die Zeit denkt. Setz dich nicht unter Druck schnell mit der neuen Situation klar zu kommen. Alles hat seine Zeit.

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vor 19 Stunden, aines schrieb:

Du machst das gut. Du warst 9 Jahre mir ihr zusammen. Es ist völlig normal, dass man noch an den anderen und die Zeit denkt. Setz dich nicht unter Druck schnell mit der neuen Situation klar zu kommen. Alles hat seine Zeit.

Absolut. Und genau das merke ich heute wieder extrem, aber dazu nachher mehr...

Wie gesagt bin ich zu einer alten Arbeitskollegin gefahren. Wir hatten immer eine "spezielle" Beziehung. Sie ist etwa 10 Jahre älter und fand mich schon seit meiner Ausbildungszeit extrem attraktiv (kann man ihr nicht verübeln).
Sie hat immer Bemerkungen in die Richtung gemacht: "wenn mit deiner Freundin mal Schluss ist, dann weißt du ja wo du dich melden kannst..." Das ganze natürlich in einem spaßigen Ton.
Tja, jetzt ist die Realität da. Ich hab es nichtmal erzwungen, denn sie hatte mich die Tage angeschrieben und gefragt, wie es mir ginge. 
Als ich dann bei Ihr war und sie mich zum Essen eingeladen hatte, wusste ich, dass wenn ich auch nur ein winziges bisschen eskalieren würde, ich sie auf mir sitzen hätte. Ich... konnte... es... NICHT.
Es ging einfach nicht. Ich wollte auch nicht. Ich habe zwar mein typisches Game gefahren, wie ich es früher gern gemacht hab, aber ein Lay ging für mich nicht klar. Ich hab es bei ihr zwar tropfen gehört, aber es war nicht der richtige Zeitpunkt für mich.
Auf einmal hatte ich wieder meine Ex-Freundin im Kopf, wie sie sich beim Sex verhalten hat. Von da an war der Ofen bei mir aus, trotzdessen dass ich komplett untervögelt bin. Zeitgleich denke ich: "Wer weiß, vielleicht hat sie sich schon flachlegen lassen?!" Warum muss ich an so eine Scheiße denken? Fuckt mich ab, denglisch gesagt.

Gestern war eigentlich ein halbwegs guter Tag, der 21. um genau zu sein. Auf der Arbeit habe ich performt und sie ging schnell rum. Positiv. 
Abends habe ich mich mit einem Kumpel im Biergarten getroffen und den Sonnenuntergang nebst netten Mädels genossen. So weit, so gut, so unspektakulär. Doch . . . 

... heute, am Tag 22 bin ich bereits morgens in einem typischen "Trennungsschmerzloch". Das hatte ich echt ein paar Tage nicht und hab es null vermisst.
Kommt bestimmt auch daher, da wir für Sonntag das Treffen ausgemacht haben - zunächst auf einen Kaffee und dann in der Wohnung, um ein für allemal die Sachen aufzuteilen.
Naja, ich bin eben von der Arbeit nach Hause gekommen. Sie muss wohl hier gewesen sein, um etwas zu holen. Ich habe Panik, spioniere auf ihrem Insta- und FB-Profil. Hat sie neue Freunde oder noch unser Profilfoto, vielleicht schreibt sie mit wem? Hab ich das gerade wirklich gemacht? Ich muss in Trance gewesen sein. Sowas habe ich vielleicht noch an Tag 2 das letzte mal gemacht. Was ist mit mir los? Was soll das? Ich schließe den ganzen Mist und schmeiße mein Handy weg. Eigentlich müsste ich mir eine Woche Social-Media-Verbot erteilen.

Das war Grund genug hier diese Zeilen zu schreiben. Ich reflektiere ein wenig und erkenne, dass ich selbst schon meinen Bekanntenkreis auf FB und Insta erweitert hab. Nicht, dass ihr denkt es wäre ein Maßstab für mich. Eigentlich verabscheute ich schon immer diesen Mist, aber unweigerlich nutzt man es doch. Und siehe da: ich kann das auch, und nämlich ziemlich gut. Ich will absolut keinen Wettbewerb oder sonstwas. Sowas habe ich und ich denke, auch sie, nicht nötig. Also weg mit diesen Gedanken.

Ich habe mir das Buch "Mars &  Venus - neu verliebt" gekauft, da es hier in einem Thread empfohlen wurde. Ich fange heute Abend auf dem Balkon damit an. Mein Verarbeitungsprozess muss überwacht werden, von mir oder dem Buch, wie auch immer.

Zeit - ich brauche Zeit.

bearbeitet von -Knax-

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Tag 25 - das Gespräch

Nun, heute war es soweit. Heute fand das Gespräch statt, in dem wir die Möbel bzw. den ganzen Hausrat aufteilen wollten.
Ich konnte natürlich diese Nacht nicht wirklich gut schlafen, hatte diese andauernde Unruhe in mir. Ich habe mich auch wieder dabei erwischt auf Umwege auf Ihr Profil zu schauen. Was ein Rückschritt.
Heute morgen habe ich 2 Stunden gebraucht, um endlich aus dem Bett zu kommen und zum Sport zu gehen. Dort war ich auch nur halb anwesend. 

Und dann war es Mittag. Wir trafen uns zunächst in einem unserer Stammcafes. Sie sah absolut fertig aus, meinte sie habe kaum geschlafen, nicht nur weil sie feiern war. Und ja, sie sah echt verdammt fertig aus.
Ich dagegen hatte mich eigentlich relativ gut gefühlt und sah bestens aus. Zunächst habe ich das Wort ergriffen und klar gestellt, dass endgültig Schluss ist - um das vorweg zu nehmen. Sie hat relativ wenig über Ihre Beweggründe erzählt. Das habe ich auch gar nicht erwartet, da sie eh immer sehr schwammig ist und Entscheidungen nie begründen kann. Es war für sie ein unterbewusster, langer Prozess, in welchem Sie die Entscheidung dann innerhalb von 3 Tagen bewusst getroffen hat. Na wenn das so ist - OK.
Danach haben wir (leider) sehr normal weitergeredet, wie wir es die letzten Jahre getan haben. Wir haben uns quasi geupdatet, was für mich, aber wohl noch wesentlich mehr für sie, sehr schwer war. Ihr kamen die Tränen, da sie es vermisse mit jemanden über einfach alles reden zu können. Und ja verdammt, wir haben uns wirklich immer alles erzählt und es tat so gut und hat Spaß gemacht. Das war heute zeitweise ähnlich. Fuck.
Ich bin cool geblieben. Nach einer Stunde sind wir in die Wohnung, um die Verteilung zu besprechen. Sie suchte sehr subtil meine Nähe, setzte sich eng neben mich. Ich tat das gleiche, ich hatte einfach Bock sie nochmal flach zu legen. Ich finde sie halt auch ohne die ganze emotionale Schiene mega attraktiv. Ich ließ mich zu einer kleinen Eskalation verleiten, welche sie zum Glück abblockte, wenn auch nicht wirklich fordernd. Doch ich ließ von ihr ab. Zu sehr hatte ich die Worte hier aus dem Forum im Ohr, obwohl ich sie heute einfach nur extrem wollte. Und hätte ich weiter gemacht, sie hätte es wohl geschehen lassen. Es ist besser so, dass wir es nicht getan haben - denke und hoffe ich, auch wenn der Rest von mir komplett anderer Meinung ist.

Nach der Aktion kamen ihr die Tränen, das tat mir sehr leid. Sie sagte, dass ich wohl schneller über die Sache kommen würde als sie und dass es ihr absolut nicht einfach fällt. Na gut, hat auch keiner behauptet. Aber es war halt im Endeffekt ihre Entscheidung. 
Was soll man darauf sagen? Ich hab zumindest geschwiegen. Wir haben uns dann noch sehr langsam voneinander verabschiedet und ausgemacht, dass sie den Umzug in meiner Abwesenheit selbst über die Bühne bringt. Wahnsinn, wie unglaublich schwer das letzte "Bis dann" war. Danach kamen mir zum ersten Mal seit über einer Woche wieder die Tränen. Ich hab nicht versucht es zurück zu halten und hab geheult wie der bitterste Schloßhund. 

Ich seh wieder nur ihre positiven Seiten und was für ein toller Mensch sie in Verbindung mit mir war. Wieder habe ich Angst, dass ich Frauen kennenlerne und diese mit ihr vergleiche. Oneitis nach 9 Jahren. Kann man das überhaupt so nennen, wenn man eine 9 Jahre LTR geführt hat? Ist das nicht vielmehr einfach Gewohnheit? Mein Gott ist das schwierig gerade. Deshalb schreibe ich auch diese Zeilen. Es ist jetzt fast zwei Stunden her, seitdem sie gegangen ist. Ich habe mich auch direkt von Ihrer Familie verabschiedet, weil ich damit abschließen wollte. Ich möchte (aber nur in meinem Innersten), dass ich mich davon lösen kann. Es herrscht ein totales Gefühlschaos. Mir geht es heute, wie erwartet, wieder sehr beschissen. Ich vermisse irgendwas. Sie?

bearbeitet von -Knax-

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vor 4 Minuten, -Knax- schrieb:

Ich vermisse irgendwas. Sie?

Dein Selbst das dir genug ist.

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Sehe sehr viele Parallelen zu einer meiner längeren Beziehungen und wie diese auseinanderdriftete. Du gehst nach meinem Empfinden den Umständen entsprechend sehr gut damit um. Ich war da damals noch deutlich pussyhafter unterwegs, denn es kam mehrmals zum sex, der es es mir nicht wirklich leichter machte über sie hinwegzukommen. Das du nach 9 Jahren sehr viel Zeit benötigen wirst, ist vollkommen verständlich. Würdest du in meiner Nähe wohnen, würd ich dir direkt nen Bierchen ausgeben, weil du mir sehr symphatisch rüberkommst. Kopf hoch, du bist auf nem guten Kurs. 

Hab aber bitte kein Mitleid damit, dass es deiner x so schlecht geht und sie so sehr daran zu knabbern scheint. Es war ihre Entscheidung. Die Konsequenz hat sie zu tragen, ohne dich in ihr Wohlbefinden einzubeziehen, oder dich als Seelenmülleimer zu Ben nutzen, denn Dafür hat sie ihre Mädels, die ihr Wohlmöglich den letzten Mut zum endgültigen Schritt gegeben haben. 

Hauste

bearbeitet von JaWe
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Gast Madeleine
Am 2.8.2018 um 19:13 , -Knax- schrieb:

...dass ich komplett untervögelt bin. ...

Gestern war eigentlich ein halbwegs guter Tag, der 21. um genau zu sein.

... heute, am Tag 22 bin ich bereits morgens in einem typischen "Trennungsschmerzloch".

Junge, mach mal piano- drei Wochen sind wirklich absolut nichts nach einer Trennung! Stress dich nicht, gib dir die Zeit. Der Rest kommt von selbst.

Alles Gute! Du liest dich wirklich sympathisch.

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Gast Madeleine
vor 19 Minuten, JaWe schrieb:

Würdest du in meiner Nähe wohnen, würd ich dir direkt nen Bierchen ausgeben, weil du mir sehr symphatisch rüberkommst.

Ich wohne in deiner Nähe, bin oft mit den Jungs bei dir in der City. Gerne nehmen wir dich mal mit auf Tour und dann wird das schon wieder.

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vor 51 Minuten, -Knax- schrieb:

Nach der Aktion kamen ihr die Tränen, das tat mir sehr leid. Sie sagte, dass ich wohl schneller über die Sache kommen würde als sie und dass es ihr absolut nicht einfach fällt. Na gut, hat auch keiner behauptet. Aber es war halt im Endeffekt ihre Entscheidung. 

Tränen und Blablablubb. Du brauchst dir um sie absolut keine Sorgen zu machen. Und verlass dich drauf, tatsächlich kommt sie viel schneller über die Sache hinweg als du selbst! Isso. War ja schließlich auch ihre Entscheidung. Sie hat mit eurer Beziehung schon länger abgeschlossen und für sich verarbeitet. 

Das heißt, das ist alles Hirnfick pur, den du dir da gibst. Den kannst du dir getrost sparen. Geht dir besser ohne ihn. 

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Bist echtn sympathischer Brudi. Ich wünsche dir viel Glück und wenig Stress.

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Du machst das meist schon richtig.
Klar war ev. etwas suboptimal die Haushaltteilung nach einem Monat zu machen, da es dich wieder etwas zurück wirft, aber wichtig ist nun mal eine 100% Kontaktsperre durch zu ziehen und Nummer und Socialmediakontakte zu sperren um in einem schwachen Moment nicht rückfällig zu werden.

Lass dich da mit Frauen nicht stressen, ich hatte nach etwas über 6 Jahren Beziehung 2-3 Monate gar keinen Bock drauf und kümmerte mich erstmal um mich und verarbeitete in Ruhe die Beziehung und hab dann auch meine Fehler erkannt.
Sowas wäre wohl nicht passiert, wenn ich gleich in die nächste Beziehung gestartet wäre mit einem Rebound-Girl nur um nicht alleine zu sein und die Fehler zu verdrängen.

Ich habe das Gefühl das du bisher die gesunde Mitte zwischen Ablenkung und sich mit dem geschehenen Auseinandersetzen gefunden hast, bleib dabei und es ist nur eine Frage der Zeit.
Falls nun immer noch Dinge mit der Ex offen sind bringe es so schnell wie möglich hinter dich, so bist du am schnellsten drüber Weg.

Dazu möglichst die Gedanken, was sie nun tut und mit wem verbannen, ich konnte das relativ gut, da muss man einfach sein Ego zum schweigen bringen oder es halt als solches erkennen und im sagen:,, Halt die Fresse du Idiot ''.

Im Endeffekt kannst du stolz sein, dass du anscheinend in der Lage bist Beziehungen zu führen und trotzdem attraktiv bleibst, da scheitern viele Beziehungen ,welche Anfang 20 starten schon sehr viel früher.

Alles Gute.

bearbeitet von Nemesis88

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Moin TE,

erstmal Glückwunsch! Du hast das super gelöst finde ich, okay, das Eskalieren hättest Du dir sparen können aber mal ehrlich, scheiß drauf. Sei nur froh das du sie nicht gevögelt hast, das hätte dich richtig fett zurück geworfen.

Du brauchst auch kein schlechtes Gewissen haben oder so, wie @slowfood schon geschrieben hat ist das alles nur bla bla bla.

Regel den letzten kram so schnell es geht und dann Kontaktsperre.

Klar is da viel Gewohnheit dabei! Nochmal, das ist ein Plus an Zeit. Dieses Plus wurde über 9 Jahre von Deiner Ex gefüllt. Passt mir die Hose, fährst Du mit zu DM, Sabrina ausm Büro geht mir auf die nerven, ich will keinen Bruce Willis Film kucken, du hörst mir nie zu, wir könnten mal wieder, räum bitte den Geschirrspüler aus, bringst Du mir ein Eis mit, ich will heim, wann kommst Du, mir is schlecht und so weiter...

Fehlt Dir das wirklich? oder fehlt dir einfach nur der Anblick ihres Hinterns während sie sich die Haare macht und ruft, du könntest mal wieder den Abfluss sauber machen?

Du schaffst das, mach weiter so!

MfG

 

 

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vor 21 Stunden, Madeleine schrieb:

Gerne nehmen wir dich mal mit auf Tour und dann wird das schon wieder.

Den Berg bin ich vor sehr langer Zeit bereits runtergerutscht, aber trotzdem lieb von dir 😉 

bearbeitet von JaWe

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