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vor 5 Minuten, Shao schrieb:

Vermute die gehen den neuen deutschen Weg einfach weiter. Keine Behandlung und Tests bei leichten Fällen.

Wir sammeln über den Bekanntenkreis gerade Fälle, wo eigentlich nach Protokoll ein Test zwingend wäre, bei leichten Symptomen, aber verweigert wurde.

Alleine bei den Kunden von gerade mal fünf meiner Kollegen haben wir sieben Fälle gefunden, bei denen Ärzte keine Tests angeordnet haben weil es "nur ein leichter Infekt sei." Also etwas, dass man ohne Test gar nicht feststellen kann, weil nur der Test das differenziert. Nur zwei der Personen wurden dann auch mindestens 14 Tage krankgeschrieben. Zwei der Teams haben dann Fälle im Team gehabt, ebenfalls von leichtem bis schwerem Fieber, trockenem Husten und Müdigkeit. Ärzte: Keine Tests, Fieber ist nur leicht.

Ich kann nur hoffen, dass das nicht repräsentativ ist, sonst ignorieren wir einfach gerade die lokale Epidemie und zählen nur die schweren Fälle. Das würde aber erklären, wieso bei unserer Unmenge an angeblichen Tests die "Infiziert:Tot" Ratio so hoch ist, mit 4.6% der aktiven Fälle, die inzwischen gestorben  sind. Geht man von den erwarteten IFRs aus, gehe ich eher davon aus, das wir mindestens die vierfache Menge erkrankter tatsächlich nicht finden. Vermutlich wegen so bescheuerter Ärzte wie der genannten, die Tests für unnötig halten, obwohl sie inzwischen sogar symptomunabhängig vorgeschrieben sind. 

Wollte man nicht schon vor 2 Monaten repräsentative Tests einführen? Also jeden Tag irgendwoanders 10000 Leute testen und daraus Zahlen hochrechnen bzw. korrigeren? Letztlich würde man wohl Antikörpertests nehmen müssen, um wenigstens abschätzen zu können, wie falsch die Zahlen 4 oder 8 Wochen zuvor waren.

Eine um 70jährige Tante von mir hatte schon im März einen fiebrigen Infekt mit auffälligem Verlust des Geruchssinns, aus heutiger Sicht ziemlich sicher Corona. Taucht natürlich auch in keiner Statistik auf. Und so sozial vernetzt wie die ist, hängen da vor und nach ihr noch eine ganze Menge Fälle dran, die ebenfalls nie hochgeploppt sind.

Zum Thema bescheuerte Ärzte: Mir hat mal ein Urologe vom tier- nein kassenärztlichen Notdienst an einer Klinik auf die Schilderung "4 Tage hohes Fieber ohne andere Symptome,  dann produktiver Husten und viel eitriger Auswurf aus der Lunge, Nase war immer frei, aber Klopfen daneben fühlt sich etwas dumpf an" ohne Röntgen eine Sinusitis diagnostiziert. Tatsächlich war es eine ausgewachsene Pneumonie in einem Oberlappen. Was man auch nur merkte, weil ich sowas schon ahnte und deshalb aus eigenem Antrieb zwei Tage später in einer richtigen Notaufnahme aufschlug, wo man mit Blutbild und Röntgen endlich das Nötige tat.

Von daher würde ich jetzt bei einem fiebrigen Infekt nicht das Risiko eingehen wollen, vom Gesundheitsamt ohne Test 2 oder 4 Wochen eingesperrt zu werden, und dann weiß ich erst nicht, ob's Corona war oder eine sinnlose Überreaktion.

Kekule hat schon vor 2 Wochen die Frage aufgeworfen, warum man die "Bundesligaathleten", hübsches Wort, jeden Tag testen kann für ein paar Fernsehbilder, aber warum man das bei unseren Altenpflegern ausdrücklich nicht tut, um die alten Leute zu schützen.

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vor 10 Minuten, Shao schrieb:

Vermute die gehen den neuen deutschen Weg einfach weiter. Keine Behandlung und Tests bei leichten Fällen.

Wir sammeln über den Bekanntenkreis gerade Fälle, wo eigentlich nach Protokoll ein Test zwingend wäre, bei leichten Symptomen, aber verweigert wurde.

Alleine bei den Kunden von gerade mal fünf meiner Kollegen haben wir sieben Fälle gefunden, bei denen Ärzte keine Tests angeordnet haben weil es "nur ein leichter Infekt sei." Also etwas, dass man ohne Test gar nicht feststellen kann, weil nur der Test das differenziert. Nur zwei der Personen wurden dann auch mindestens 14 Tage krankgeschrieben. Zwei der Teams haben dann Fälle im Team gehabt, ebenfalls von leichtem bis schwerem Fieber, trockenem Husten und Müdigkeit. Ärzte: Keine Tests, Fieber ist nur leicht.

Ich kann nur hoffen, dass das nicht repräsentativ ist, sonst ignorieren wir einfach gerade die lokale Epidemie und zählen nur die schweren Fälle. Das würde aber erklären, wieso bei unserer Unmenge an angeblichen Tests die "Infiziert:Tot" Ratio so hoch ist, mit 4.6% der aktiven Fälle, die inzwischen gestorben  sind. Geht man von den erwarteten IFRs aus, gehe ich eher davon aus, das wir mindestens die vierfache Menge erkrankter tatsächlich nicht finden. Vermutlich wegen so bescheuerter Ärzte wie der genannten, die Tests für unnötig halten, obwohl sie inzwischen sogar symptomunabhängig vorgeschrieben sind. 

Die Zahlen, die ich bisher von Japan gesehen habe, deuten auf eine deutliche Dunkelziffer und eine sehr niedrige IFR hin.

Ich weiß nicht, wann die Personen in Deinem Umfeld nicht getestet worden sind, die Testkriterien wurden ja in den letzten zwei Monaten extrem ausgedehnt. Die Dunkelziffer dürfte mittlerweile erheblich niedriger sein als Ende März. Davon abgesehen halte ich es auch für sinnvoll, die Tests auf die Risikogruppe und insbesondere mögliche Hotspots wie etwa Pflegeheime zu konzentrieren. Dass gar nicht getestet meines Erachtens deshalb nicht sinnvoll, weil im Falle von Komplikationen nicht schnell genug reagiert werden kann. Aber behandeln kann und muss man bei einem infizierten zwanzigjährigen nichts. Jeden Infekt verhindern zu wollen halte ich für wenig sinnvoll. Da wohl außer ein paar Mathematikern beim Helmholtz niemand glaubt, den Virus durch Kontaktverbote aus Deutschland verbannen zu können und nicht absehbar ist, dass es in absehbarer Zeit einen Impfstoff geben wird, der Herdenimmunität gewährleisten könnte, wird man lernen müssen mit dem Virus zu leben; lieber im Sommer als im Winter.

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vor 4 Minuten, Ahura schrieb:

Die Zahlen, die ich bisher von Japan gesehen habe, deuten auf eine deutliche Dunkelziffer und eine sehr niedrige IFR hin.

Ich weiß nicht, wann die Personen in Deinem Umfeld nicht getestet worden sind, die Testkriterien wurden ja in den letzten zwei Monaten extrem ausgedehnt. Die Dunkelziffer dürfte mittlerweile erheblich niedriger sein als Ende März. Davon abgesehen halte ich es auch für sinnvoll, die Tests auf die Risikogruppe und insbesondere mögliche Hotspots wie etwa Pflegeheime zu konzentrieren. Dass gar nicht getestet meines Erachtens deshalb nicht sinnvoll, weil im Falle von Komplikationen nicht schnell genug reagiert werden kann. Aber behandeln kann und muss man bei einem infizierten zwanzigjährigen nichts. Jeden Infekt verhindern zu wollen halte ich für wenig sinnvoll. Da wohl außer ein paar Mathematikern beim Helmholtz niemand glaubt, den Virus durch Kontaktverbote aus Deutschland verbannen zu können und nicht absehbar ist, dass es in absehbarer Zeit einen Impfstoff geben wird, der Herdenimmunität gewährleisten könnte, wird man lernen müssen mit dem Virus zu leben; lieber im Sommer als im Winter.

Tatsächlich sollten wir einfach quasi jeden testen. Das ist nur nicht möglich.

Grund: Je mehr Leute wir finden, desto mehr können wir quarantänieren. Halten die sich dran, können wir quasi sonst alles aufmachen und schaffen das ohne Probleme. Testen wir gar zuwenig, haben wir auf einmal neue HotSpots wie in Leer.

Wir haben gerade übrigens was gelernt: Wir haben zwei der Leute dazu gekriegt, dass sie das Gesundheitsamt anrufen. Ergebnis: Beide kriegen ohne ihre Ärzte morgen um neun ihre Tests. Gesundheitsamt war entsetzt, weil sie quasi Policy haben: Alle testen, zur Sicherheit, damit das schnell vorbei ist. 

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vor 12 Minuten, HerrRossi schrieb:

Von daher würde ich jetzt bei einem fiebrigen Infekt nicht das Risiko eingehen wollen, vom Gesundheitsamt ohne Test 2 oder 4 Wochen eingesperrt zu werden, und dann weiß ich erst nicht, ob's Corona war oder eine sinnlose Überreaktion.

Gesundheitsamt packt dich nur bei positivem Test unter quarantäne. Haste keinen Test, keine Quarantäne. 😄 (Und keine Gelder durch das IfSchG)

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vor 15 Minuten, Shao schrieb:

Tatsächlich sollten wir einfach quasi jeden testen. Das ist nur nicht möglich.

Grund: Je mehr Leute wir finden, desto mehr können wir quarantänieren. Halten die sich dran, können wir quasi sonst alles aufmachen und schaffen das ohne Probleme. Testen wir gar zuwenig, haben wir auf einmal neue HotSpots wie in Leer.

Hätte auch den Vorteil, daß man bei "jeden jeden Morgen testen" ein umfassenderes Bild bekäme, welcher Anteil Asymptomatiker da draußen rumspringt, wie lange es bis zum Einsetzen der Symptome braucht und wann sie am ansteckendsten sind.

Gerade mit so einem frisch Positiven ohne Symptome könnte man wunderbare Versuche anstellen bezüglich Viruslast in der Atemluft und den Organen. Dazu gabs doch mal diese Studie von Kashoggi et al. :-D

bearbeitet von HerrRossi

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vor 21 Minuten, Ahura schrieb:

ass gar nicht getestet meines Erachtens deshalb nicht sinnvoll, weil im Falle von Komplikationen nicht schnell genug reagiert werden kann. Aber behandeln kann und muss man bei einem infizierten zwanzigjährigen nichts.

Das ist halt super naiv. Sorry, aber das stimmt so nicht.

 

Ein Bekannter von mir aus der Schweiz hatte einen leichten, aber doch merkbaren Verlauf. Das war im März. Der Kerl ist Mitte 20 und taucht gerne. Jetzt testen sie ihn halt dauernd, wie es mit Blutwerten aussieht, seine Lunge hat nach Monaten immer noch Schatten ohne Besserung. Die Nieren waren zum Glück nur temporär angegriffen und nicht zerstört, aber auch die GFR ging ordentlich runter.

Was mit Gefäßen ist, wissen wir nicht. Vermutlich wäre es sinnvoll, durchaus auch jüngere Menschen eine Zeit mit Verdünnern etc. zu behandeln um lokale Blutdruckprobleme gar nicht erst auftreten zu lassen. Genau wissen wir das aber ja erst 2022-2025, wenn wir Ex-Corona Fälle in den Krankenhäusern sehen und ob sich dann Schlaganfälle etc. erhöht haben. Und das jetzt so abzutun, ist schwer naiv. 

 

 

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vor einer Stunde, Shao schrieb:

Ich kann nur hoffen, dass das nicht repräsentativ ist, sonst ignorieren wir einfach gerade die lokale Epidemie und zählen nur die schweren Fälle. Das würde aber erklären, wieso bei unserer Unmenge an angeblichen Tests die "Infiziert:Tot" Ratio so hoch ist, mit 4.6% der aktiven Fälle, die inzwischen gestorben  sind. Geht man von den erwarteten IFRs aus, gehe ich eher davon aus, das wir mindestens die vierfache Menge erkrankter tatsächlich nicht finden. Vermutlich wegen so bescheuerter Ärzte wie der genannten, die Tests für unnötig halten, obwohl sie inzwischen sogar symptomunabhängig vorgeschrieben sind.

Kannst Du den Ärzten nicht vorwerfen - das waren die Richtlinien, die sie kommuniziert bekommen haben. Was dazu geführt hat, dass wir hier im lokalen Testzentrum die Testkapazität nur zu etwa 50-60% auslasten (was übrigens Vorteile hat, weil man sich unter 'Vollast' die Bestände an Reagenzien binnen drei, vier Tagen leer fahren würde). Und auch jetzt gehen die meisten wohl davon aus, dass man einen Test nur bei einem KONKRETEN Coronaverdacht durchführen lassen sollte. Ist so ein bisle wie mit den Gesichtsmasken: wären von Beginn an in der Fläche sinnvoll gewesen, aber man konnte sich eine generelle Empfehlung dafür lange nicht leisten mangels Nachschub. Was dazu führt, dass die Leut jetzt etwas zögerlich reagieren.

For the record: ich bin in beiden Fällen dafür. Auch wenn die Durchführung nicht immer perfekt (gewesen) sein mag.

Edit: mal als kleines Schlaglicht, was CoV auch mit einem 38jährigen Pumper machen kann: https://edition.cnn.com/videos/health/2020/05/21/mike-schultz-nurse-coronavirus-survivor-photos-newday-vpx.cnn/video/playlists/coronavirus/ Ja, das ist nur ein Einzelfall. Und nein, er ist nicht gestorben. Aber wer so etwas sieht und immer noch denkt, dass ihn das alles nichts angeht.... na ja. Und wer immer noch denkt, dass die Kosten für Behandlung und Reha solcher Fälle 'vernachlässigbar' seien - ohne Worte.

bearbeitet von botte
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vor einer Stunde, Shao schrieb:

Tatsächlich sollten wir einfach quasi jeden testen. Das ist nur nicht möglich.

Grund: Je mehr Leute wir finden, desto mehr können wir quarantänieren. Halten die sich dran, können wir quasi sonst alles aufmachen und schaffen das ohne Probleme. Testen wir gar zuwenig, haben wir auf einmal neue HotSpots wie in Leer.

Wir haben gerade übrigens was gelernt: Wir haben zwei der Leute dazu gekriegt, dass sie das Gesundheitsamt anrufen. Ergebnis: Beide kriegen ohne ihre Ärzte morgen um neun ihre Tests. Gesundheitsamt war entsetzt, weil sie quasi Policy haben: Alle testen, zur Sicherheit, damit das schnell vorbei ist. 

Letztens bei meiner Stammfriseurin gewesen, die versucht, alle Verordnungen übermäßig korrekt einzuhalten. Ich habe sie gefragt, ob denn nun regelmäßig das Gesundheitsamt vorbeikommt, um die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen. Sie antwortet prompt: "Nö, da kommt gar keiner!" Ich: "Wie, keiner?" Sie: "Ja, ich hatte hier letztens einen Kunden, der ist ein hohes Tier im Landkreis. Und den habe ich das auch gefragt. Und der hat mir dasselbe gesagt. Grund: müsste ja irgendjemand bezahlen, will aber keiner." 

Und das gilt höchstwahrscheinlich auch für Restaurants, Geschäfte und so weiter und so fort. Im Grunde genommen kann hier jeder machen, was er will, weil man niemanden bezahlen will, der Kontrollgänge macht. Einfach nur bekloppt. Und bei den Tests dürfte es sich ähnlich verhalten. Kostet alles "unnötig" Geld, also will man es so gut wie möglich vermeiden.

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vor 2 Stunden, Janoos schrieb:

LOL! 

Also jetzt mal unabhängig davon, dass das eine Studie ist, und dass diese eine Studie von einer Investmentbank durchgeführt worden ist, die natürlich ein reges Interesse an einem Hochfahren der Wirtschaft hat, ist die hier markierte Schlussfolgerung ja regelrecht 200er IQ-Level! Hochfahren der Testkapazitäten und Entwicklung neuer Medikamente - ja, was haben wir denn in den letzten Monaten gemacht? Däumchen gedreht und in unseren eigenen vier Wände überproportional viel masturbiert? Ja, gut, ich schon, aber es gibt Menschen, die genau das vorangetrieben haben, was der Artikel schildert, aber dafür braucht man Zeit, und diese Zeit haben wir uns durch unseren "Lockdown" überhaupt erst geschaffen. 

Das kannst du doch unmöglich nicht kapieren? 

Monatelang aufgrund von fehlender Beschäftigung überproportional viel zu masturbieren tut allgemein nicht gut. Ich empfehle lieber etwas unter die Leute zu gehen. Ist besser für das eigene Wohlbefinden. 

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vor 12 Minuten, Janoos schrieb:

 Ich habe sie gefragt, ob denn nun regelmäßig das Gesundheitsamt vorbeikommt, um die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen. Sie antwortet prompt: "Nö, da kommt gar keiner!" Ich: "Wie, keiner?" Sie: "Ja, ich hatte hier letztens einen Kunden, der ist ein hohes Tier im Landkreis. Und den habe ich das auch gefragt. Und der hat mir dasselbe gesagt. Grund: müsste ja irgendjemand bezahlen, will aber keiner."

Es gibt ja auch sonst in Deutschland keinerlei Aufsicht mehr über irgendwas. Selbst bei den Unterkünften der Schlachthofsklaven hat man erst jetzt wegen Corona Brandschutzmängel festgestellt. Die ja seit Jahren oder Jahrzehnten bestehen müssen, ohne daß es irgendjemanden interessiert hätte.

In Baden-Württemberg hat man schon vor 20 Jahren den Wirtschaftskontrolldienst abgeschafft, weil er die Wirtschaft kontrolliert hat. Geht natürlich gar nicht. Bauaufsicht gibt es auch keine mehr. Bei Stuttgart 21 hat ein Abbruchunternehmen der Bahn tonnenweise Asbeststaub in die Stadt geblasen, der sich noch in einem Kilometer Entfernung niederschlug. Die atompilzartige Wolke kam sogar in der Tagesschau. Wegen des enormen öffentlichen Drucks in diesem Einzelfall wurde ein paar Tage später eine Messung vorgenommen. Am (einzigen) Tag der Messung hat der Bagger einfach nicht gearbeitet, alles war in Ordnung und am nächsten Tag hat die Bahn wieder die Innenstadt verdreckt.

Wie ich schon schrub, wenn ich durch die Stadt laufe und sehe durch die Schaufenster 2 von 3 Bratmeistern in der Dönerbude ohne Mundschutz, dann könnte die Stadt das auch sehen wollen. Die will aber nur Falschparker sehen, denn die Kontrolleure laufen nicht nur an Autos, sondern auch an den Gaststätten und anderen Betrieben vorbei und hätten die Befugnisse, auch dort Anzeigen zu schreiben. Dürfen sie aber nicht, weils im Vergleich zu Parkstrafzetteln zuwenig Geld bringt. Und natürlich die Geldgeier von der Darwin-Fraktion der Wirtschaft beim Wachstum behindern würde, wenn die sich auf einmal an Gesetze halten müßten.

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Am 24.5.2020 um 12:47 , farfalla schrieb:

- Die Schweiz hat eine viel höhere Bevölkerungsdichte als Deutschland

Seit wann ist 207/km² sehr viel größer als 233/km²?

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Am 23.5.2020 um 15:30 , RyanStecken schrieb:

Und dann noch diese Feminismus-Artikel von wegen, dass Frauen benachteiligt werden durch die Corona-Krise, da sie jetzt den ganzen Haushalt machen müssen, angesichts desen dass Männer ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben, fand ich das ziemlich geschmacklos.

So do I. 

Auch wenn du hier gesundheitliche und ökonomische Aspekte vermengst, unterm Strich hast du natürlich vollkommen recht !

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vor 39 Minuten, Janoos schrieb:

Und das gilt höchstwahrscheinlich auch für Restaurants, Geschäfte und so weiter und so fort. Im Grunde genommen kann hier jeder machen, was er will, weil man niemanden bezahlen will, der Kontrollgänge macht. Einfach nur bekloppt. Und bei den Tests dürfte es sich ähnlich verhalten. Kostet alles "unnötig" Geld, also will man es so gut wie möglich vermeiden.

Das würde ich mal für eine lokale Unzulänglichkeit halten. Mein Friseur hatte das Gesundheitsamt in der ersten Woche nach Wiedereröffnung gleich zweimal zu Gast. Also dass da generell nichts gemacht wird, kann ich nicht bestätigen. Und die Gründe für nicht genutzte Testkapazitäten liegen ebenfalls nicht bei 'will keiner bezahlen', sondern bei 'wir wissen nicht, ob wir zum jetzigen Zeitpunkt dafür ausreichend Testkits und Infrastruktur haben'. Letzteres ist KEIN Hörensagen, ich bin bei der Arbeit einem regionalen Testcenter angegliedert. Diese Tests sind durchaus High Tech, und nichts, wo man mal eben so die Produktion auf 800% hoch fahren kann. Ist nicht überraschend, dass es da bei sprunghaft steigender internationaler Nachfrage zu Engpässen kommt - oder?

Also bitte keine Stammtischparolen hier - Stammtisch hat wegen Corona geschlossen.

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Geht um die Verteilung. Wir haben mehr vesiedelbare Fläche und können die Leute daher gleichmäßig verteilen. In der schweiz hast du nur Berge und seen. Da wohnt es sich schlecht. Also siedeln sie in Masse in den wenigen Tälern und Ebenen. Sie sind also punktuell sehr viel stärker konzentriert als es der Schnitt über die theoretische gesamtfläche vermuten lässt. 

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Zitat

Der Bund plant offenbar, die Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli zu verlängern. Das soll aus einer Beschlussvorlage von Kanzleramtsminister Helge Braun für Beratungen mit den Ländern hervorgehen, aus dem die Nachrichtenagentur AFP und der Spiegel zitieren. Laut dem Papier seien jedoch auch Lockerungen geplant. So sollen sich bei "privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen" und beim "Aufenthalt im öffentlichen Raum" bis zu zehn Menschen – oder die Angehörigen zweier Hausstände – treffen dürfen.

Weiter festhalten wolle Minister Braun auch an dem Mindestabstand von eineinhalb Metern und an der  "Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen".

Das klingt auf jeden Fall etwas sinnvoller als das, was Thüringen plant. Naja, außer das mit dem Mindestabstand. Das wird wohl ganz schön schwierig umzusetzen sein, wenn sich 10 Personen gleichzeitig treffen. 😄 

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vor 30 Minuten, Kaiserludi schrieb:

Seit wann ist 207/km² sehr viel größer als 233/km²?

Weil 50% des Landes aus Seen und Bergen besteht. Ausserdem sind Schweizer Städte dichter besiedelt als Deutsche.

 

 

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vor 4 Stunden, farfalla schrieb:

Weil 50% des Landes aus Seen und Bergen besteht. Ausserdem sind Schweizer Städte dichter besiedelt als Deutsche.

 

 

Kann ich mir nicht vorstellen, dass pauschal gesagt Zürich oder Basel dichter besiedelt sind als Frankfurt oder Köln. CH hat doch lediglich vier wirkliche "Großstädte" (lt. Definition ab 100k) mit Zürich, Basel, Genf und Bern. Und Bern hat schon Kaffcharakter. Wie soll das dichter besiedelt sein als Stuttgart bspw.?? 

Btw. War paar Tage mit Perle anner Ostsee. Timmendorfer Strand usw. Man darf ja wieder... Merkst kaum was von Corona. Massenhaft Menschen unterwegs. Manche Gastros brauchste Mundschutz, woanders nicht. Ist echt lachhaft, wie uneinheitlich alles geregelt ist. 

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vor 10 Minuten, El Borracho schrieb:

Kann ich mir nicht vorstellen, dass pauschal gesagt Zürich oder Basel dichter besiedelt sind als Frankfurt oder Köln. CH hat doch lediglich vier wirkliche "Großstädte" (lt. Definition ab 100k) mit Zürich, Basel, Genf und Bern. Und Bern hat schon Kaffcharakter. Wie soll das dichter besiedelt sein als Stuttgart bspw.?? 

Btw. War paar Tage mit Perle anner Ostsee. Timmendorfer Strand usw. Man darf ja wieder... Merkst kaum was von Corona. Massenhaft Menschen unterwegs. Manche Gastros brauchste Mundschutz, woanders nicht. Ist echt lachhaft, wie uneinheitlich alles geregelt ist. 

 

Unterschätz mal nicht die Schweiz.

Aus Wiki.

  1. Genf: 12'621 Einw./km²
  2. Basel: 7'539 Einw./km²
  3. Zürich: 4'454 Einw./km²
  4. Lausanne: 3'358 Einw./km²

Das Quartier Matthäus in Basel hat mit 26'900 Einwohnern pro Quadratkilometer die größte Bevölkerungsdichte der Stadt. Der Stadtkreis in Zürich mit der größten Bevölkerungsdichte ist Aussersihl (Kreis 4) mit 9'519 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Die statistisch am dichtesten besiedelte Großstadt in Deutschland ist München mit 4.686 Einwohnern je Quadratkilometer vor Berlin mit 4.052 Einwohnern pro km², Stuttgart mit 3.052 Einwohnern pro km² und Herne im Ruhrgebiet mit 3.043 Einwohnern pro km².

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vor 6 Stunden, HerrRossi schrieb:

Wie ich schon schrub, wenn ich durch die Stadt laufe und sehe durch die Schaufenster 2 von 3 Bratmeistern in der Dönerbude ohne Mundschutz, dann könnte die Stadt das auch sehen wollen. Die will aber nur Falschparker sehen, denn die Kontrolleure laufen nicht nur an Autos, sondern auch an den Gaststätten und anderen Betrieben vorbei und hätten die Befugnisse, auch dort Anzeigen zu schreiben. Dürfen sie aber nicht, weils im Vergleich zu Parkstrafzetteln zuwenig Geld bringt. Und natürlich die Geldgeier von der Darwin-Fraktion der Wirtschaft beim Wachstum behindern würde, wenn die sich auf einmal an Gesetze halten müßten.

In Köln wurden in den letzten Tagen mehrmals mehrere Plätze durch Polizei und Ordnungsamt geräumt und Zugangsbeschränkungen eingeführt, Parties aufgelöst und sich in der Lokalpresse über überfüllte Außengastronomien aufgeregt. Die offizielle Linie der Stadt ist: es halten sich alle ganz vorbildlich an die Maßnahmen.

Wäre ich die Stadt, würde ich es wahrscheinlich auch so machen, weil man logischerweise sonst keinen Lockerungskurs machen kann.

Andererseits kommen jetzt die Berichte von dieser Party im Landkreis Leer oder dem Gottesdienst in Hessen. Ich vermute, das mit den Maßnahmen läuft so pendelmäßig und zeitverzögert. Im Moment geht das Pendel in Richtung Lockerungen, wobei mich wundert, dass ausgerechnet der einzige Ministerpräsident der Linken den weitesgehenden Vorschlag macht. Im heutigen Interview hat Bodo Ramelow übrigens btw. erwähnt, dass bei der Karnevalsparty in Gangelt (Kreis Heinsberg) ein "Kartenspiel" gemacht worden wäre, wo eine Spielkarte von Mund zu Mund durch die Reihen weitergegeben wurde und diejenige Reihe gewonnen hat, die das am schnellsten schaffte. Fake-News oder wahr? Ist schon irgendwie pervers, also beide Varianten.

M.E. gibt es insgesamt eine Diskrepanz zwischen der offiziellen Linie und der Alltagserfahrung, ohne Verschwöhrungstheorie, einfach weil die Verwaltung es nicht leisten kann, überall zu kontrollieren, dass der Mund-Nase-Schutz permanent korrekt getragen wird.

Ich fände es ja ganz interessant, wie die Alltagserfahrungen in den anderen Ländern so sind. Also ob sich in Italien, Spanien und Frankreich wirklich alle an die Ausgangssperren halten. Oder wie die Leute in Brasilien, USA und Schweden das so sehen und was die so diskutieren. Eigentlich wäre dies durch die sozialen Netzwerke möglich, man müsste nur die Sprachen besser beherrschen und genug Zeit haben.

 

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vor 1 Stunde, El Borracho schrieb:

Btw. War paar Tage mit Perle anner Ostsee. Timmendorfer Strand usw. Man darf ja wieder... Merkst kaum was von Corona. Massenhaft Menschen unterwegs. Manche Gastros brauchste Mundschutz, woanders nicht. Ist echt lachhaft, wie uneinheitlich alles geregelt ist. 

 

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vor einer Stunde, tomatosoup schrieb:

Ich fände es ja ganz interessant, wie die Alltagserfahrungen in den anderen Ländern so sind. Also ob sich in Italien, Spanien und Frankreich wirklich alle an die Ausgangssperren halten. Oder wie die Leute in Brasilien, USA und Schweden das so sehen und was die so diskutieren. Eigentlich wäre dies durch die sozialen Netzwerke möglich, man müsste nur die Sprachen besser beherrschen und genug Zeit haben.

 

s. meinen Beitrag von gestern. 

Zitat

Viele Italiener nutzen die neuen Freiheiten für Strandbesuche und nächtliches Feiern – und rufen prompt besorgte Politiker auf den Plan: Vertreter von Städten, Regionen und der Regierung in Rom äußern sich besorgt, dass die Ansammlungen wieder zu mehr Infektionen führen könnten.  
Die italienischen Strandbäder sollten eigentlich erst am Montag wieder ganz öffnen, doch viele Regionen hatten die Küsten schon vorher freigegeben. Fernsehsender zeigen vor allem im Süden des Landes Strände voller Menschen, meist ohne Atemschutz. 

In Städten wie Rom, Neapel und Genua strömten die Menschen abends in Ausgehviertel. Viele standen ohne vorgeschriebenen Abstand und Mund-Nase-Schutz in Gruppen auf den Straßen und stießen mit Wein oder Bier an. Im Badeort Rimini an der Adria in der Emilia-Romagna kündigten die Behörden mehr Kontrollen gegen verbotene Ansammlungen an. 
Innenministerin Luciana Lamorgese kritisierte am Samstag in einem Interview des Senders RTL102,5: "Die Jugendlichen haben nach so langer Zeit des zu Hause Eingeschlossenseins die Grenzen aus dem Blick verloren, an die sie sich bisher gehalten haben." In einigen Städten ließen Bürgermeister Bars am Abend vorzeitig schließen.

Und Spanien hat sich etwas von unseren Protesten abgeschaut:

Zitat

Erst waren es nur Proteste an Fenstern und Balkonen. Nun gehen immer mehr Menschen in Spanien gegen die Corona-Politik der Mitte-links-Regierung auf die Straße.

Am Wochenende demonstrierten Tausende Anhänger der rechtspopulistischen Partei Vox mit einem Autokorso in Madrid und anderen spanischen Städten. Die Demonstranten blockierten mit ihren Fahrzeugen die Kreuzungen, forderten eine Aufhebung des Ausnahmezustandes und den Rücktritt der Regierung, die sie für die vielen Corona-Toten verantwortlich machten.

https://www.tagesspiegel.de/politik/proteste-in-spanien-wie-die-rechte-gegen-premier-sanchez-mobilisiert/25858304.html

Das sind alles keine rein deutschen Phänomene. 

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Ja, danke, das hatte ich gelesen. Würde gerne wissen, wie die Italiener und die anderen das diskutieren. Ich finde die These von @HerrRossi bzgl. der vernüntigen und der unvernünftigen nachvollziehbar wenngleich ich mir schwerlich vorstellen kann, dass die Stadtverwaltung in einer Stadt wie Köln die Regeln flächendeckend permanent durchsetzen kann. Viele tragen den Mundschutz pro forma irgendwie quer und mit dem Abstand halten es die einen genau und andere scheint das nicht zu interessieren.

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Man wird und bleibt nicht durch Nichtstun die #1 der Welt. 

Warum haben wir noch mal lock down light gemacht? Achja um nicht Millionen von kranken und hunderttausende tote zu haben. Vergisst man ja so schnell. 

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