33 Beiträge in diesem Thema

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Ich denke, dass es sehr auf den Kontext des Konsums ankommt.

Ich sehe einen großen Unterschied zwischen:
- Person A, die in unangenehmen Situationen Drogen konsumiert und keine anderen Werkzeuge hat, nur rumpimmelt und nichts kann
- Person B, die mit Freunden mal Drogen konsumiert und sonst alles glatt am Laufen hat

Beide Drogenkonsumenten, beide total unterschiedliche Außenwirkung.

Wenn ein Partner damit rein prinzipielle Probleme hat, sollte man sich eventuell einen anderen  suchen.

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+1 für @saian und @Helmut.

Kann mir aber eines nicht verkneifen - ich sehe den Zusammenhang zwischen "Drogenkonsum" und "Persönlichkeitsentwicklung" nicht. Wenn ich mich hinsetze und mit Freunden einen durchziehe, dann erfahre ich, wie es ist, sich mit Freunden einen durchzuziehen. No more, no less. Wenn ich nen Abend mit einem Freund in der Bar sitze, Whisky Sour einfahre und über das Leben und die Frauen spreche, erfahre ich etwas darüber, wie es ist, mit nem Freund in der Bar zu sitzen. Kann man beides machen - aber meine Persönlichkeit benötigt weder das eine noch das andere zur Entwicklung. Ich werden dadurch weder Leary noch Bukowsky. In beiden Fällen darf man einfach mal dazu stehen, dass man tut, was einem als Mann Spaß macht. Auch Frauen gegenüber. Statt sich hier irgendwas schön zu reden. Und wenn mir jemand mit so einer verschwiemelten Begründung fürs Kiffen um die Ecke kommt, dann habe ich schon eine konkrete Idee, wie der Hase läuft.

Mal wieder: it's only a big deal if you make it a big deal.

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Die Persönlichkeitsentwicklung würde ich dort sehen wo es darum geht authentisch und offen meine Vorlieben und speziellen Eigenschaften zu zeigen, ohne mich dafür zu schämen oder Angst vor Zurückweisung zu haben.

Dazu ist es relativ irrelevant ob ich Drogen konsumiere oder Helene Fischer höre.

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Drogen. Ein Wort für viele sehr unterschiedliche Substanzen, mit sehr verschiedenen Wirkungen, die sich teilweise gegenüberstehen, oder sich unkalkulierbar ergänzen.

Kenn das von früher, aus dem tiefen Süden der Republik. Technohippies. Kann interessant sein. Gab auch genug, die mindestens eine Weile nichts hinbekamen. Ein paar wenige, die nie wieder was hinbekommen werden. Mischkonsum ist nicht ohne. Gerade bei Psychedelika. Egal ob "Natur" oder "Labor".

Und ich weiß auch, dass in den konservativen Ecken die Fronten zwischen konservativen Bierzeltbesuchern und Waldflötenspielern ziemlich groß sind. Es sei den sie haben so esoterische Anflüge, was es da ja recht häufig gibt. Dann sind manchmal, aber nur manchmal, Drogen nicht ganz so schlimm. Also wenn man sie einmal in Peru oder so genommen hat.

Der vom TE beschriebene Jahreskonsum ist auf jeden Fall sehr beschaulich. Da geht in manchen Kreisen auf Party an einem Wochenende mehr. Ist aber für so richtig Konservative kein großer Unterschied. Was ein Outing hier bewirken könnte ist schwer zu sagen. Ein seltener und bewusster Konsum könnte vielleicht noch als cool gelten. Vielleicht auch nicht. 

Alleine die Vorsicht, mit welcher der TE seinen Konsum beschreibt. Beinahe so als würden die Falschen mitlesen. Sagt nicht unbedingt etwas über das eigentliche Konsumverhalten, aber viel über das Umfeld. Ein Typ aus Berlin würde nie so schreiben. Schon gar nicht bei einem so beschaulichen Konsumverhalten.

Von da aus... Ich würde es in so einem konservativen Umfeld nicht an die Kirchturmglocke hängen. Erst einmal bis zum Sommer nichts "Größeres" nehmen (was ja wohl durchaus so geplant ist bzw. ab und an vorkommt, also die Pausen). Und dann weiterschauen. Ich mein in der Zeit sollte man ja ein bisschen ein Gespür dafür entwickelt haben, wie die Freundin dazu steht, bzw. wie stark das Auswirkungen auf die familiären Kreise hat. 

 

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vor 4 Stunden, Nachtzug schrieb:

es gibt aber mehr funktionierende Alkoholiker als funktionierende Psychotiker

Gibt aber auch bedeutend mehr Drogenkonsumenten, als Drogeninduzierte Psychosen...

@TimComeOn ich will hier nirgends behaupten, dass das alles harmlos wäre oder keine Risiken hätte. Ich versteh aber halt auch nicht, warum derart mit zweierlei Maß gemessen wird - und das nicht mal so sehr beim Thema Legalität, sondern einfach bei der gesellschaftlichen Anerkennung. Warum die bei Alkohol so groß ist, und bei anderen Substanzen in der breiten Masse so klein, kann ich mir irgendwie nur mit Lobbyismus und Gewohnheit erklären - und beides zementiert man halt, wenn man bei der Thematik nicht auch alle Aspekte anschaut, und mal anfängt, in Graustufen zu denken. 

Und genau darum geht's doch beim TE: Anscheinend ist ihm ja eben dieses denken in Graustufen wichtig. Die Frage sollte also nicht sein, ob er jetzt Drogen nehmen sollte, sondern warum er sich so schwer tut, zu seiner Einstellung zu stehen... 

Ich tu mir bei dem Thema übrigens recht leicht, da das für mich 90% Theorie ist. Meine Drogen sind Schokolade und niedliche Hunde flauschen am Abend... Trotzdem weiß auch mein eher konservatives Umfeld samt Eltern und Großeltern, dass ich einen liberalen Standpunkt zum Thema Drogen vertrete, und es wichtig finde, Vorurteile zu hinterfragen. Das hat mit mir noch nie irgendwo ein Problem bereitet, und es will mir drum nicht in den Kopf, warum man das bei der Partnerwahl nicht auch einfach besprechen kann. 

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Erstmal danke für die vielen Antworten, sind sehr viele konstruktive Beiträge dabei, und ich finde es toll, dass sich so viele daran beteiligen 😀
Grundsätzlich wird das Thema durch diesen Thread sowieso überbewertet. Mir kam nur gestern mal die Frage, was tun, wenn... (aber ich mache mir für gewöhnlich generell zu oft Gedanken um nebensächliche Dinge)

Beim Thema Persönlichkeitsentwicklung habe ich mich schlecht ausgedrückt. Damit meinte ich, dass man durch Drogen eine veränderte Wahrnehmung bekommt, und somit gewisse Lebensaspekte aus anderen Blickwinkeln analysieren kann.
Persönlichkeitsentwicklung ist hier nicht so das passende Wort, zähle ich aber dazu. Aus.

@Dandy Brandy
Dein Beitrag hat es auf den Punkt gebracht, komme aus einer ländlichen Gegend. Da wird zwar viel konsumiert, aber nicht "öffentlich", wie es zum Beispiel in einer Stadt der Fall ist. Weil sich ja fast jeder kennt.
Man hat gewisse Leute mit denen man darüber redet, oder mit denen man gelegentlich mal konsumiert.
Erzählst du es der falschen Person, kann im übertriebenen Sinne das ganze Dorf davon erfahren. Darum die übertriebene Vorsicht in diesem Thread.

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vor 19 Stunden, BIG.G schrieb:

Beim Thema Persönlichkeitsentwicklung habe ich mich schlecht ausgedrückt. Damit meinte ich, dass man durch Drogen eine veränderte Wahrnehmung bekommt, und somit gewisse Lebensaspekte aus anderen Blickwinkeln analysieren kann.
Persönlichkeitsentwicklung ist hier nicht so das passende Wort, zähle ich aber dazu. Aus.

Was du meinst ist vermutlich die oft beschworene "Bewusstseinserweiterung" durch Drogen, speziell die psychedelischen. Das ist aber ein Euphemismus. Es handelt sich nur um eine Bewusstseinsverschiebung. Statt den Wald vor lauter Bäumen nicht, siehst du nun den Wald aber keine Bäume mehr.

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Am ‎13‎.‎02‎.‎2020 um 09:23 , TimComeOn schrieb:

Alkohol ist eine Droge. Sie macht psychisch und physisch abhängig. Der Grund weshalb sie legal ist, ist ein anderer. Damit machen einige Leute sehr viel Geld.

Wenn die Pulle Korn bei Aldi 4 Euro kostet oder das Oettinger 49 Cent, verdient da keiner so wirklich viel Geld dran.

Das mit dem Geld gilt eher bei der Frage, warum der Handel mit illegalen Drogen trotz aller staatlichen Anstrengungen und hoher Haftstrafen partout nicht auszurotten ist - "there is too much money to be made with it"

Alkohol ist deshalb legal, weil er kulturell tradiert ist. Selbst in den heutzutage islamischen Ländern, wo in der Antike Weinbau betrieben wurde, ist Alkohol bis heute kulturell verankert (Türkei z. B.)

Dafür gibt es in Lateinamerika ein viel lockeres Verhältnis zu Koks und Kokablätter sowie Auszüge daraus sind legal. Weil das da kulturell verankert ist.

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