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Hallo zusammen,

 

mir wurde jetzt ziemlich oft gesagt, dass ich "zu negativ" bin.

 

HB #1: Soll so "lustig" bleiben wie ich bin, aber nicht mehr so negativ.

HB #2: Hat es genervt, dass ich in jedem 2. Satz (angeblich) was Negatives gesagt habe.

HB #3: Wieso ich fremde Menschen "werte" (nur paar komische Leute in der Bar kommentiert)

HB #4: Nörgel zuviel rum, kommentiere immer alles nur mit "aber..." (was negatives danach kommend)

Mutter: "Jetzt kommt bestimmt gleich wieder was Negatives..." (wo ich wieder anfangen wollte von einer gewissen Frau zu erzählen)

Veranstalter: "Ach Mister Negativ!" (als Begrüßung, anscheinend "mecker" ich wegen ausgefallener Lautsprecher usw. rum anstatt mich auf das große Ganze zu konzentrieren)

 

Ok man muss dazu sagen, dass ich gerne sarkastische, ironische und teils auch zynische "Kommentare" abgebe, was evtl. manche Menschen nicht als Humor deuten (können) sondern eher als "Genörgel".

Ich bin kein "Pessimist", eher Realist. Ich muss nicht alles gut finden. Mich nervt eher die überzogene "Positivität". Steht im Profiltext irgendwo "only positive vibes", wische ich nach links. 

Ich mag vieles, vieles aber auch nicht. Und dann ist es immer mühselig erklären zu "müssen", WARUM ich etwas NICHT mag (was vielleicht die HB total mag). Ich möchte nicht "umgestimmt" werden, wenn ich etwas komplett ablehne.

Vielleicht reagiere ich da auch immer etwas harsch, da anscheinend Frauen tatsächlich erstmal nur wissen wollen WARUM man(n) etwas nicht mag... dann ist es für sie "ok". Für mich allerdings ein Angriff auf meine Person.

 

Preisfrage: Wie werde ich nun "positiv" bzw. zumindest "positiver"?

 

Mein Versuch war einfach vorher immer nachzudenken was ich sagen will, evtl. Negatives wegzulassen. Dann war ich aber meistens immer ziemlich stumm :-D Vielleicht weil ich aus "Angst" dann lieber gar nix mehr sag, falls dann doch wieder iiiiiiiiirgendwas Negatives dabei sein könnte.

Oder ALLES ins Positive zu drehen, nur das Positive hervorzuheben. Aber eigentlich will ich das ja gar nicht?!

Gibt's nicht irgendeinen Mittelweg?

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Mindset, Mindset, Mindset.

Gibt da ne schöne Übung. Wenn Du eine Frau triffst, dann suchst Du Dir 3 Dinge, die Dir an ihr gefallen. Und sprichst die in der ersten Viertelstunde einfach mal aus.

Üb mal mit ner guten Freundin und erhöhe auf 10. Das ist das Endlevel :))

Ironie kannste Dir meist nur dann leisten, wenn Du es mit Positivem konterst.

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Wer oder was hat dich so negativ indoktriniert? Man wird nicht als Schwarzseher geboren. Realismus finde ich gut, da man Bodenhaftung im Leben braucht. Urteilen tut jeder von uns, man muss das aber nicht aussprechen. Mindset wie @botte schon sagt, ist ein Teil des Lösungsweges. Und die Übungen finde ich durchaus gut, da sie mit positivem Fokus verbunden werden. Ist auch ein gutes Vorgehen bei vielen anderen Dingen im Leben. 

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vor einer Stunde, botte schrieb:

Mindset, Mindset, Mindset.

Ach nee?! 😉 

vor einer Stunde, botte schrieb:

Gibt da ne schöne Übung. Wenn Du eine Frau triffst, dann suchst Du Dir 3 Dinge, die Dir an ihr gefallen. Und sprichst die in der ersten Viertelstunde einfach mal aus.

Üb mal mit ner guten Freundin und erhöhe auf 10. Das ist das Endlevel :))

Und was wenn ich keine 3 "positive" Dinge am Date finde? :-D Oder die negativen (sic!) überwiegen? :-D 

Ich glaub es liegt (meinerseits?) auch daran, dass wenn das Thema mal Richtung Tinderei, Date-Erfahrungen, Ex-Freunde/innen läuft, ich (oder sie) dann immer eben nur "Negatives" zu erzählen habe. Und schon sind die "Vibes" dahin. Beide lästern dann nur noch ab und ...

Vielleicht muss ich einfach mal paar Wochen gar nix tindern/daten und mal andere Themen in den Kopf bekommen. Oder eben aktiver das Gespräch lenken und im Zweifelsfall "umlenken" wenn es in die 3 Themenbereiche abgleitet.

vor einer Stunde, botte schrieb:

Ironie kannste Dir meist nur dann leisten, wenn Du es mit Positivem konterst.

Hö? Beispiel?

vor 38 Minuten, Firster schrieb:

Wer oder was hat dich so negativ indoktriniert? Man wird nicht als Schwarzseher geboren. Realismus finde ich gut, da man Bodenhaftung im Leben braucht. Urteilen tut jeder von uns, man muss das aber nicht aussprechen.

Ich glaub ich bin schon immer ein "kleiner" Motzer gewesen und unzufrieden in vielen Dingen. Da ich aber zu faul bin was zu verändern, bleibt's natürlich dann beim meckern...

Ich komme aus ein 8-jährigen LTR und es war schon schwer genug mich selbst wieder zu finden, als "Single" durchs Leben zu gehen usw.

Das ganze Gechatte/Gedate kostet ja auch viel Anstrengung und bei obigen Aussagen verliert man dann die Lust. Ich will ja jemanden kennenlernen, nicht "ständig" hobbypsychologenmäßig mitgeteilt bekommen wo meine Defizite liegen.

Vermutlich tragen wir alle eben noch irgendwelche Altlasten mit uns rum und wollen bei Dates möglichst nur "Positives" hören, kein Aufgewärme alter Stories.

 

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vor 30 Minuten, 2020 schrieb:

Und was wenn ich keine 3 "positive" Dinge am Date finde? :-D Oder die negativen (sic!) überwiegen? :-D 

Du suchst so lange, bis Du 3 Dinge findest. Dot full stop. Kannste auch am Busfahrer üben oder an der netten Fleischereifachverkäuferin.

"Wenn die negativen überwiegen" - woher weisst Du das nach ner Viertelstunde? Woher die Begeisterung fürs schnelle Urteil? Selbstschutz? Es gibt da nen interessante Zusammenhang: wer selbst nicht loben kann, kann meist auch nicht damit umgehen, gelobt zu werden. Ist jetzt keine wissenschaftliche Studie, aber etwas, bei dem ich seit bald 20 Jahren nach dem Gegenbeweis suche. Habe ich in der Tendenz auch. Kann man (Achtung, weitere steile und eher unbewiesene Hypothese) auf Schwierigkeiten damit zurück führen, geliebt zu werden. Weil man sich selbst nicht für liebenswert hält. Ist also letztlich ne Selbstwertproblematik, die Du da hast. Schiebst Ironie und Zynismus vor, um Dich nicht wirklich mit Dir und Deiner Rolle in der Welt auseinander setzen zu müssen.

<Hobby-Freud aus>

bearbeitet von botte
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vor 2 Stunden, botte schrieb:

"Wenn die negativen überwiegen" - woher weisst Du das nach ner Viertelstunde? Woher die Begeisterung fürs schnelle Urteil? Selbstschutz?

Nee ich meinte jetzt eher wenn man sich schon paar mal gesehen hat... aber gut das is glaub eine andere Baustelle.

Ich habe mittlerweile verstanden, dass man wenn man schon Negatives "kritisiert" zumindest auch Positives zurückmelden soll.

Ansonsten wirkt es ja wirklich wie die totale Vernichtung beim (insbesondere weiblichen) Gegenüber, obwohl es gar nicht so gemeint ist.

vor 2 Stunden, botte schrieb:

Es gibt da nen interessante Zusammenhang: wer selbst nicht loben kann, kann meist auch nicht damit umgehen, gelobt zu werden. Ist jetzt keine wissenschaftliche Studie, aber etwas, bei dem ich seit bald 20 Jahren nach dem Gegenbeweis suche. Habe ich in der Tendenz auch. Kann man (Achtung, weitere steile und eher unbewiesene Hypothese) auf Schwierigkeiten damit zurück führen, geliebt zu werden. Weil man sich selbst nicht für liebenswert hält. Ist also letztlich ne Selbstwertproblematik, die Du da hast.

Na Lob und Anerkennung will doch eigentlich jeder oder nicht? Vielleicht kommt's hier auch auf die Form an, also wenn zu überschwenglich (falsch) oder vor den Kollegen...

Können auch einfach diejenigen Leute nicht loben, welche selber als Kind nicht/selten gelobt wurden?

Also ich liebe mich selbst (Narzisst harhar) und finde mich auch "liebenswert". Kann aber auch sein, dass es genau hier eben schon aufhört... sprich aufrichtig die HB loben würde mir als Schleimerei mit irgendeiner Absicht vorkommen.

vor 2 Stunden, botte schrieb:

Schiebst Ironie und Zynismus vor, um Dich nicht wirklich mit Dir und Deiner Rolle in der Welt auseinander setzen zu müssen.

<Hobby-Freud aus>

Mit Humor lebt sich's einfacher oder nicht?! 😉

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vor 14 Stunden, 2020 schrieb:

Mit Humor lebt sich's einfacher oder nicht?! 😉

Nicht, wenn es eigentlich keiner ist...

Welche Gefahren erwartest du als realistischer Meckerer? 🤗

Manchmal ist es ja so, dass man diese Einstellung aus dem Elternhaus übernommen hat. Für mich liest es sich jedoch so, als würdest du gerne so weiter pröddeln, merkst jedoch, dass dein Umfeld negativ darauf reagiert. Positiv zu denken ist eine grundinnere Haltung, die man nicht faken kann. 

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vor 36 Minuten, Dina schrieb:

Positiv zu denken ist eine grundinnere Haltung, die man nicht faken kann

Nicht faken, aber trainieren und moderieren. Ausserdem kann man auch mal ergründen, woher ne negative Grundhaltung kommt, wenn man - wie die meisten von uns - gesichert und im Überschuss lebt.

Schau - ich hab auch ein Herz für Grantler. Nichts gegen eine gepflegte bitching session dann und wann, das kann sehr befreiend wirken. Aber manchmal darf man auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Und grundnegative Menschen halte ich aus meinem engeren privaten und professionellen Umfeld fern. Die neigen stark dazu, andere mit runter zu ziehen.

Und der TE hat hier offenbar ein manifestes soziales Problem, n‘est-ce pas?

bearbeitet von botte
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vor 10 Minuten, botte schrieb:

Nicht faken, aber trainieren und moderieren. Ausserdem kann man auch mal ergründen, woher ne negative Grundhaltung kommt, wenn man - wie die meisten von uns - gesichert und im Überschuss lebt.

Schau - ich hab auch ein Herz für Grantler. Nichts gegen eine gepflegte bitching session dann und wann, das kann sehr befreiend wirken. Aber manchmal darf man auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Und grundnegative Menschen halte ich aus meinem engeren privaten und professionellen Umfeld fern. Die neigen stark dazu, andere mit runter zu ziehen.

Und der TE hat hier offenbar ein manifestes soziales Problem, n‘est-ce pas?

Ich kann da erstmal so mitgehen. Mein innerer Kritiker ist auch ziemlich stabil, jedoch macht der Optimist zum Schluss nen Looping mit seinem fliegenden Teppich. Ich kann mir einfach schlecht vorstellen, dass man etwas trainieren kann, wovon man nicht selbst überzeugt ist. Aber ja, Auflösung gibts nur beim Ergründen. 

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vor 22 Stunden, 2020 schrieb:

Ok man muss dazu sagen, dass ich gerne sarkastische, ironische und teils auch zynische "Kommentare" abgebe, was evtl. manche Menschen nicht als Humor deuten (können) sondern eher als "Genörgel".

Ich bin kein "Pessimist", eher Realist. Ich muss nicht alles gut finden. Mich nervt eher die überzogene "Positivität". Steht im Profiltext irgendwo "only positive vibes", wische ich nach links. 

Zugegeben: Ich find Leute, die ständig alles kommentieren und immer irgendwo n Haken an was finden, auch anstrengend. Heisst nicht, dass alles schöngeredet werden muss sondern, dass man sich die Haare, die man in Suppen findet, einfach mal verkneift. Oder nicht bei jedem komischen Menschen, den man sieht und mit dem man an sich nix zu tun hat, seinen Senf dazu abgibt. Macht halt auch den Einfruck, dass jemand mit sich selbst einfach nicht zufrieden ist. Grade, wenn einer gefühlt alles und jeden bewertet bzw abwertet.

 

vor 22 Stunden, 2020 schrieb:

Ich mag vieles, vieles aber auch nicht. Und dann ist es immer mühselig erklären zu "müssen", WARUM ich etwas NICHT mag (was vielleicht die HB total mag). Ich möchte nicht "umgestimmt" werden, wenn ich etwas komplett ablehne.

Ist n Punkt. Find ich persönlich genauso nervig, wie wenn jemand alles negativ kommentiert. Und ja, ich kenne diese Diskussionen. Aber beobachte mal, wie Du rüberkommst, wenn Dir etwas nicht gefällt. Schwingt da ein afufrichtiges "ok, ist nicht meins, aber cool dass Du da Freude dran hast" mit? Oder eher ein "Geh  weg, das ist voll blöd?" - Leute fühlen sich halt durchaus auch wiederum angegriffen, wenn ne Ablehnung zu heftig ist. Weil's dann auch mal in Richtung "Wie kann man so doof sein, dass gut zu finden" rüberkommt. 

Solltest Du nicht so rüberkommen: Ne Abgrenzung, auch gegenüber ner Umstimmungs-Diskussion, ist völlig ok.  Alternativ wechselst Du elegant und ohne negative Vibes das Thema.

Mal als Beispiel: Stell Dir vor, Du hast Dir grad endlich Dein neues Auto gekauft, welches Du schon lange wolltest. Triffst abends nen Bekannten, der Dich fragt, warum Du so grinst. Du erzählst vom Auto. Und der erzählt Dir, warum Hersteller / Modell nicht gut ist, dass Du Dir doch lieber XY gekauft hättest, weil das seiner Meinung nach das beste ist. 
Cool? Nein. Schlimm? Nicht unbedingt. Anstrengend? Vermutlich. Hätteste lieber n "Cool, beneide Dich drum" inklusive highfive und nem ausführlichen Gespräch, wie cool die Karre ist gehabt? - Ich behaupte: Ja.

bearbeitet von Dustwalker
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Am 11.10.2020 um 13:59 , 2020 schrieb:

Ich bin kein "Pessimist", eher Realist. Ich muss nicht alles gut finden.

Ich hab keinen Duden zur Hand, aber Pessimist und Realist schließen sich nicht aus. 
Pessimisten und Optimisten sind Realisten, die sich auf bestimmte Aspekte fokussieren. 

Als Pessimist achtest du eher auf die negativen Seiten und filterst die positiven eher aus. 

Am 11.10.2020 um 13:59 , 2020 schrieb:

Oder ALLES ins Positive zu drehen, nur das Positive hervorzuheben. Aber eigentlich will ich das ja gar nicht?!

 

Warum eigentlich nicht? 
Warum entscheidest du dich dafür, negativ zu sein? 

bearbeitet von Awakened
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Am 11.10.2020 um 14:14 , botte schrieb:

Mindset, Mindset, Mindset.

Gibt da ne schöne Übung. Wenn Du eine Frau triffst, dann suchst Du Dir 3 Dinge, die Dir an ihr gefallen. Und sprichst die in der ersten Viertelstunde einfach mal aus.

Üb mal mit ner guten Freundin und erhöhe auf 10. Das ist das Endlevel :))

Ironie kannste Dir meist nur dann leisten, wenn Du es mit Positivem konterst.

Sekunde...das Endziel sind 10 Komplimente in den ersten 15 Minuten? damit kommt doch keine Frau klar :-D

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Gerade eben, LastActionHero schrieb:

Sekunde...das Endziel sind 10 Komplimente in den ersten 15 Minuten? damit kommt doch keine Frau klar :-D

Das ist ja nur zum Üben. Hab das mal auf einem Management Workshop machen dürfen mit einer 1,80-Blondine aus der Marketingabteilung einer regionalen Brauerei. Das war echt ein Geschoss.... als wir bei #8 angekommen waren und ich bei ihren Fussgelenkskettchen, stand der Rest vom Workshop schon feixend daneben.
Versuch das mal mit ner guten Freundin oder #nohomo auch mit nem guten Freund. Also ohne den Hintergrund, dass man was voneinander will. Ist verdammt nicht leicht.

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Jeden Abend schreibe ich in folgenden Rubriken ein paar Zeilen:

Dankbar für ...

Ich akzeptiere ...

Heute gelernt ...

Vielleicht hilft dir das dabei, schrittweise ein konstruktivieres Mindset etablieren zu können. Das braucht seine Zeit. Wichtig ist regelmäßiges Reflektieren. Auch hier macht Übung den Meister.

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Am 11.10.2020 um 13:59 , 2020 schrieb:

 

 

 

HB #3: Wieso ich fremde Menschen "werte" (nur paar komische Leute in der Bar kommentiert)

(...)

Ok man muss dazu sagen, dass ich gerne sarkastische, ironische und teils auch zynische "Kommentare" abgebe, was evtl. manche Menschen nicht als Humor deuten (können) sondern eher als "Genörgel".

I

Für mich ist das schlichte Unsicherheit, die Du hinter Lästern, Sarkasmus und Zynismus versteckst. Sie wird vergehen, wenn Du mehr Übung hast.

Ansonsten: siehe Vorposter. Abends aufsagen oder aufschreiben, was Dich am Tag gefreut hat.

 

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Am 11.10.2020 um 13:59 , 2020 schrieb:

Preisfrage: Wie werde ich nun "positiv" bzw. zumindest "positiver"?

Wenn 2020 vorbei ist, gehts bestimmt aufwärts.

Wait.

What?

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Schau dir nochmal an, was @Herzdame dir in diesem Beitrag geschrieben hatte, als es um Antriebslosigkeit und Abhängigkeit von Beziehungen ging:

https://www.pickupforum.de/topic/170144-hilfe-ohne-fraultr-kein-antrieb-keine-weiterentwicklung-kein-ausgefülltes-leben/?do=findComment&comment=2591577

Ich kann mir gut vorstellen, dass der dort genannte blinde Fleck auch etwas mit deinem negativen Mindset, um das in diesem Thread geht, zu tun hat. Aber wenn du wieder nur an der Oberfläche kratzt (bzw. den Bäumen um dich herum, um im Bild zu bleiben), dann wirst du auch dieses Thema nicht nachhaltig lösen können. Bzw. es wird sich nach "eigentlich will ich das doch gar nicht" anfühlen. 

bearbeitet von Patrick B
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Am 11.10.2020 um 13:59 , 2020 schrieb:

Preisfrage: Wie werde ich nun "positiv" bzw. zumindest "positiver"?

 

Mein Versuch war einfach vorher immer nachzudenken was ich sagen will, evtl. Negatives wegzulassen. Dann war ich aber meistens immer ziemlich stumm :-D Vielleicht weil ich aus "Angst" dann lieber gar nix mehr sag, falls dann doch wieder iiiiiiiiirgendwas Negatives dabei sein könnte.

Oder ALLES ins Positive zu drehen, nur das Positive hervorzuheben. Aber eigentlich will ich das ja gar nicht?!

Gibt's nicht irgendeinen Mittelweg?

Ich kenne das Problem zT auch. Die Ausgangslage und Ursachen müssen bei uns absolut nicht gleich (gewesen) sein. Aber erstmal pauschal:

Ich hab angefangen zu versuchen, in allem etwas Positives zu sehen.(iwas gutes gibts eigentlich immer) Das blendet den negativen Kram nicht komplett aus und macht aus Scheiße kein Gold, aber ich selbst war positiver drauf und das merken auch andere Leute - Man gibt den anderen Leuten sozusagen auch positive Erlebnisse, wodruch die selbst auch eher mit einem interagieren wollen. Man hat eine dann letztlich uU eine positive, statt einer negativen Spirale.

Das machen von Komplimenten, wie es hier genannt wurde, hab ich auch gemacht, fiel mir persönlich zu Beginn sehr schwer. Tatsächlich freut es andere Menschen aber einfach nur und deren ausgedrückte Freude, zB durch ein Lächeln, gibt einem ja auch etwas.(hielt es anfangs auch für Blödsinn, aber es ist echt so, es klappt)

 

Du könntest/solltest zwecks Visualisierung auch so ein Tagebuch führen. Schreib jeden Tag eine positive Sache auf bzw alles, was besonders gut war. Diese Dinge gehen nämlich gern unter, wenn man so drauf ist wie du.

 

Ist das denn generell deine Art oder kannst du da einen Zusammenhang finden? Manche Leute zieht ihr Job zB so runter, dass sie so werden. Oder ihr Wohnort, Lebenslage,..

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Am 13.10.2020 um 13:32 , Patrick B schrieb:

Schau dir nochmal an, was @Herzdame dir in diesem Beitrag geschrieben hatte, als es um Antriebslosigkeit und Abhängigkeit von Beziehungen ging:

https://www.pickupforum.de/topic/170144-hilfe-ohne-fraultr-kein-antrieb-keine-weiterentwicklung-kein-ausgefülltes-leben/?do=findComment&comment=2591577

Ich kann mir gut vorstellen, dass der dort genannte blinde Fleck auch etwas mit deinem negativen Mindset, um das in diesem Thread geht, zu tun hat. Aber wenn du wieder nur an der Oberfläche kratzt (bzw. den Bäumen um dich herum, um im Bild zu bleiben), dann wirst du auch dieses Thema nicht nachhaltig lösen können. Bzw. es wird sich nach "eigentlich will ich das doch gar nicht" anfühlen. 

Nun meine Eltern (Scheidungskind btw) haben auch schon immer viel gelästert und wirklich negativ geredet. Wir sind aber auch insgesamt als "stures Bergvolk" bekannt, außerdem gab's im Osten nichts Positives hahaha .-)

Als Kind war ich teilweise auch schon "destruktiv", wird dann also wirklich schwer da mal das Mindset "in Kürze" aufzuräumen.

Was aber hilft: Eine Freundin mit normal-positiver Einstellung. Dann ziehe ich automatisch mit. Dann läuft auch soweit alles. 

Hat die Frau aber irgendwelche Probleme (meist auch Kindheit oder Ex-Freund), dann schwenke ich "instinktiv" auch ins Negative ab und das ist dann für die Beziehung natürlich toxisch.

Am 15.10.2020 um 12:41 , ConfusedSeeker schrieb:

Ich kenne das Problem zT auch. Die Ausgangslage und Ursachen müssen bei uns absolut nicht gleich (gewesen) sein. Aber erstmal pauschal:

Was ist/war denn bei Dir die Ursache? Bzw. was vermutest Du?

Am 15.10.2020 um 12:41 , ConfusedSeeker schrieb:

Ich hab angefangen zu versuchen, in allem etwas Positives zu sehen.(iwas gutes gibts eigentlich immer) Das blendet den negativen Kram nicht komplett aus und macht aus Scheiße kein Gold, aber ich selbst war positiver drauf und das merken auch andere Leute - Man gibt den anderen Leuten sozusagen auch positive Erlebnisse, wodruch die selbst auch eher mit einem interagieren wollen. Man hat eine dann letztlich uU eine positive, statt einer negativen Spirale.

Siehe oben: Wenn gute HB, dann läuft ja alles. Dann mach ich auch "mehr" positive Dinge (Sport, Musik, ...), aber eher weil ich dann auch immer ein Feedback bekomme.

Am 15.10.2020 um 12:41 , ConfusedSeeker schrieb:

Das machen von Komplimenten, wie es hier genannt wurde, hab ich auch gemacht, fiel mir persönlich zu Beginn sehr schwer. Tatsächlich freut es andere Menschen aber einfach nur und deren ausgedrückte Freude, zB durch ein Lächeln, gibt einem ja auch etwas.(hielt es anfangs auch für Blödsinn, aber es ist echt so, es klappt)

Lächeln: Das muss ich dann aber wirklich dezent einführen, sonst fällt es auf :-D

Am 15.10.2020 um 12:41 , ConfusedSeeker schrieb:

 

Du könntest/solltest zwecks Visualisierung auch so ein Tagebuch führen. Schreib jeden Tag eine positive Sache auf bzw alles, was besonders gut war. Diese Dinge gehen nämlich gern unter, wenn man so drauf ist wie du.

Hm, gehen Listen auch? Sprich was man nicht mehr machen möchte (oder sich darüber ärgern) und was man öfter machen will?

Am 15.10.2020 um 12:41 , ConfusedSeeker schrieb:

Ist das denn generell deine Art oder kannst du da einen Zusammenhang finden? Manche Leute zieht ihr Job zB so runter, dass sie so werden. Oder ihr Wohnort, Lebenslage,..

Generell. Auch wegen Trennung vor 5 Jahren mit 8 Jahren LTR. Dann der Druck allein klarkommen zu müssen, kein Feedback mehr. Wohnort/Wohnung eher nur laute Nachbarn. In der Arbeit ist alles ok.

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vor 3 Stunden, 2020 schrieb:

Hm, gehen Listen auch? Sprich was man nicht mehr machen möchte (oder sich darüber ärgern) und was man öfter machen will?

Nein. Denn so hast du Blick weiterhin nur auf das, was dir fehlt und was dich stört.
Diese Übung soll bezwecken, dass dir gute Sachen einfallen.
Aber Listen sind in Ordnung.

bearbeitet von Awakened

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vor 10 Stunden, 2020 schrieb:

...

Was ist/war denn bei Dir die Ursache? Bzw. was vermutest Du?

Siehe oben: Wenn gute HB, dann läuft ja alles. Dann mach ich auch "mehr" positive Dinge (Sport, Musik, ...), aber eher weil ich dann auch immer ein Feedback bekomme.

Lächeln: Das muss ich dann aber wirklich dezent einführen, sonst fällt es auf :-D

Hm, gehen Listen auch? Sprich was man nicht mehr machen möchte (oder sich darüber ärgern) und was man öfter machen will?

Generell. Auch wegen Trennung vor 5 Jahren mit 8 Jahren LTR. Dann der Druck allein klarkommen zu müssen, kein Feedback mehr. Wohnort/Wohnung eher nur laute Nachbarn. In der Arbeit ist alles ok.

2 Dinge eigentlich: Bin im Leben zu oft falsch abgebogen, was aber primär an psych. Problemen lag, die ich aus frühster Kindheit mitgebracht hatte und die sich eben hochgeschaukelt hatten. Das Doofe dabei war, dass es meinen Eltern bekannt war, aber nie etwas unternommen wurde. Und mit 18/19 (als mir das bewusst wurde, dass das pathologisch is) hatte ich dann logischerweise vieles verpasst, blöde entwickelt usw. Hat mich lange extrem wütend gemacht, aber die Wut bringt so viel wie negatives denken - gar nix.

 

Du solltest diese Dinge aber machen, weil sie dir Spaß machen bzw weil du es dir wert bist. Das is wie jm der sagt, er koche nur Essen, wenn er mit anderen esse. Es bedeutet insgeheim, dass er sich selbst so wenig wertschätzt, dass er für sich kein Essen macht - das ist toxisch und vermittelt letztlich ein fatales Selbstwertgefühl. Außerdem bleibt Entwicklung auf der Strecke, grad bei sowas wie Sport oder Musik machen - In 5J zB kann man da echt was erreichen, was einen eigentlich automatisch (etwas) Stolz macht, was ja beides widerrum doppelt anziehend auf andere wirkt.

 

Nein, denn das Gehirn kann nicht wirklich verneint denken. Denk mal nicht an einen rosafarbenden Elefanten.. An einen Elefanten gedacht? Es klappt nicht. Konzentrier dich auf positive Dinge. Durch das aufschreiben denkst du automatisch noch einmal daran, reflektierst und visualisierst es erneut. Das ist wichtig, um deine Filter zu verändern. Weil auch bei dir im Leben wirds gutes geben, du siehst es nur noch nicht.

 

Ok, will ich jetzt nicht schön reden und bissle Trauer ist ja auch normal. Aber die Trennung ist 5J her, das ist verdammt viel Zeit! Es nützt weder dir, noch zieht es andere in dein Leben, wenn du deswegen Trübsal bläst.

Du sagst, du würdest kein Feedback mehr kriegen. Kann es sein, dass du dein Selbstwertgefühl massiv daraus beziehst, was andere von dir halten? Keine Frage, das ist etwas wichtiges, man interagiert ja nunmal im sozialen Gefüge. Bloß solltest du davon nicht dein Leben derart abhängig machen. Dieser ganze Quatsch mit "Liebe erstmal dich,  sonst hast nix derartiges zu verschenken" ist schon irgendwie was dran.

 

Wenn Nachbarn und Wohnort doof sind, zieh um?  Vllt würde dir das auch helfen, schlechte Verhaltensweisen abzulegen. Außerdem lebt man wahrscheinlich nur einmal. Es wäre doof, die Zeit mit nervigen Nachbarn zu verbringen und dadurch Lebensqualität zu verlieren.

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vor 14 Stunden, 2020 schrieb:

Nun meine Eltern (Scheidungskind btw) haben auch schon immer viel gelästert und wirklich negativ geredet. Wir sind aber auch insgesamt als "stures Bergvolk" bekannt, außerdem gab's im Osten nichts Positives hahaha .-)

Als Kind war ich teilweise auch schon "destruktiv", wird dann also wirklich schwer da mal das Mindset "in Kürze" aufzuräumen.

Dass von deinen Eltern zu lernen kann eine Rolle spielen. Aber die Frage ist dennoch, welche Funktion die Negativität für dich erfüllt. Häufig werten Menschen andere ab, um sich selber aufzuwerten bzw. sich besser als "die anderen" zu fühlen. Da geht es oft um Selbstwert, eigene Defizite etc. Hier bist du übrigens auch in dein Muster gerutscht:

vor 11 Stunden, 2020 schrieb:

Meistens sehen die Typen dadurch nicht wirklich "geiler" aus, sondern eher wie übertrieben rausgeputzte Gockel. Vielleicht "gut" aus, aber eben nicht "geil".

Du kannst an diesem konkreten Beispiel mal darüber nachdenken, warum du das denkst. Und wieso nicht sowas wie "cool, dass die sich fit halten, über ihren Kleidungsstil nachdenken und dadurch an sich arbeiten"? 

vor 14 Stunden, 2020 schrieb:

Was aber hilft: Eine Freundin mit normal-positiver Einstellung. Dann ziehe ich automatisch mit. Dann läuft auch soweit alles. 

Hat die Frau aber irgendwelche Probleme (meist auch Kindheit oder Ex-Freund), dann schwenke ich "instinktiv" auch ins Negative ab und das ist dann für die Beziehung natürlich toxisch.

Und wieso willst du dein Wohlbefinden so abhängig von einer Frau machen?

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vor 4 Stunden, ConfusedSeeker schrieb:

Ok, will ich jetzt nicht schön reden und bissle Trauer ist ja auch normal. Aber die Trennung ist 5J her, das ist verdammt viel Zeit! Es nützt weder dir, noch zieht es andere in dein Leben, wenn du deswegen Trübsal bläst.

Naja so wirklich trauer ich deswegen nicht mehr, aber ich hatte eben eine LTR und konnte meinen gewohnten "Lebensstil" führen.

vor 4 Stunden, ConfusedSeeker schrieb:

Du sagst, du würdest kein Feedback mehr kriegen. Kann es sein, dass du dein Selbstwertgefühl massiv daraus beziehst, was andere von dir halten? Keine Frage, das ist etwas wichtiges, man interagiert ja nunmal im sozialen Gefüge. Bloß solltest du davon nicht dein Leben derart abhängig machen. Dieser ganze Quatsch mit "Liebe erstmal dich,  sonst hast nix derartiges zu verschenken" ist schon irgendwie was dran.

Ich mag mich ja, aber vielleicht ist das auch nur Narzissmus ;)

vor 4 Stunden, ConfusedSeeker schrieb:

Wenn Nachbarn und Wohnort doof sind, zieh um?  Vllt würde dir das auch helfen, schlechte Verhaltensweisen abzulegen. Außerdem lebt man wahrscheinlich nur einmal. Es wäre doof, die Zeit mit nervigen Nachbarn zu verbringen und dadurch Lebensqualität zu verlieren.

Bin ich ja schon zwei mal in den 5 Jahren ;) Ich bin leider lärmgeplagt und reagiere vermutlich mittlerweile schon chronisch drauf. Lösung wäre wohl nur aufs Land zu ziehen, möglichst drumherum keine direkten Nachbarn.

vor 25 Minuten, Patrick B schrieb:

Dass von deinen Eltern zu lernen kann eine Rolle spielen. Aber die Frage ist dennoch, welche Funktion die Negativität für dich erfüllt. Häufig werten Menschen andere ab, um sich selber aufzuwerten bzw. sich besser als "die anderen" zu fühlen. Da geht es oft um Selbstwert, eigene Defizite etc. Hier bist du übrigens auch in dein Muster gerutscht:

Du kannst an diesem konkreten Beispiel mal darüber nachdenken, warum du das denkst. Und wieso nicht sowas wie "cool, dass die sich fit halten, über ihren Kleidungsstil nachdenken und dadurch an sich arbeiten"? 

Ich hab nix gegen Looksmaxing, nur empfinde ich persönlich die Typen eben als zu schleimig, übergepflegt, metrosexuell was-auch-immer. Das läuft eher in die falsche Richtung. Wieso sollte ich das "cool" finden?

Aber gut vielleicht hat jeder einen anderen Männertyp vor Augen, dem er möglichst gerne nahe kommen möchte.

Oder darf ich als "Mann" andere Männer nicht werten? Dürfen das nur die Frauen? Die das ja auch ausgiebig tun? Also Aussehen, Kleidung, Stimme usw. von Dates gnadenlos dann als Absagegrund nehmen etc.?

vor 25 Minuten, Patrick B schrieb:

Und wieso willst du dein Wohlbefinden so abhängig von einer Frau machen?

Wieso nicht? Welcher Mann fühlt sich nicht besser mit einer schönen/klugen Frau an seiner Seite? ;)

Mir erscheint dieses "mach dich nicht abhängig von einer Frau" hier im Forum immer nur als Begründung, damit man im Falle einer Trennung nicht komplett zusammenbricht und sich "einfach" gleich die nächste HB sucht.

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