Applefan

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  1. Erstmal ein herzliches Hallo in die Runde dieses tollen Forums! Leider habe ich kein Vorstellungs-Board gefunden, deshalb hielt ich es für am passendsten, mich im Ü30-Forum mal kurz vorzustellen. Auf das PU-Forum bin ich eigentlich nur durch Zufall gestoßen, da ich mich seit meiner Familienkrise viel mit mir selbst und damit mit dem Thema "Selbstfindung" beschäftige. Angefangen hat alles mit dem Hörbuch "Liebe Dich selbst, und es ist egal, wen Du heiratest", das ich in iTunes gekauft und danach in kürzester Zeit "verschlungen" habe. Aber eins nach dem anderen: Ich bin seit 5,5 Jahren mit meiner (auf dem Papier noch) Frau zusammen. Wir kennen uns schon seit fast 10 Jahren von meiner damaligen Arbeitsstelle. Vor acht Jahren gab es mal ein von ihr initiiertes Treffen, aus dem aber nicht mehr wurde, weil ich damals noch mit meiner "Ex-Ex" zusammen war. Vor 5,5 Jahren hat's dann aber doch gefunkt (da war ich mit meiner Ex-Ex auch schon auseinander). Am Anfang war das Ganze eine recht schwierige Kiste, weil sie vorher mit einem anderen verheiratet war, der sie angeblich schlecht behandelt und geschlagen haben soll. Das Thema "Ex" kam am Anfang des öfteren auf den Tisch, da er sie nach ihren Angaben in mancher Hinsicht "versaut" haben soll. Die erste Zeit war so gesehen vor allem für mich nicht einfach, und es gab oft Streitereien (die aber aus heutiger Sicht wahrscheinlich nicht so schlecht waren). Nun, die Zeit verging, 1,5 Jahre später haben wir geheiratet und unser Sohn kam auf die Welt Da ich zu jener Zeit selbständig war, hatte ich immer ein äußerst angespanntes Berufsleben. Leider hatte ich mehrfach berufliche Partner, auf die ich mich nicht verlassen konnte (jedes Mal wurde die Ehe des beruflichen Partners seitens der Frau (mit Kindern) gekillt, danach fielen die erst in ein Loch und dann aus). Irgendwie haben wir uns aber immer durchgekämpft, und ich hatte immer das Gefühl, daß meine Frau mich über alles liebt (was sie mir auch immer und immer wieder beteuert hat und mir gesagt hat, ich dürfe sie auf keinen Fall jemals verlassen). Vor zwei Jahren wurde dann unsere Tochter geboren, das Glück schien perfekt. Nur beruflich lief es immer noch nicht wirklich gut - mittlerweile drehte ich (in der Hardwarebranche tätig) riesige Räder und hatte ein Unternehmen mit 7 Angestellten. Die Umsätze liefen super (sehr viel auch über ebay), bis ebay dann im September 2008 für uns extrem einschneidende Änderungen in deren Bedingungen und Artikelsortierung vornahm. Mein riesiger Fehler war: Ich hatte keinen Plan B, und die Umsätze waren zu einem großen Teil von dieser Plattform abhängig. Von nun an ging es stetig bergab mit bis zu 80% Umsatzeinbruch, was letztlich vor gut einem Jahr in einer Insolvenz meinerseits endete. Zum Glück konnte meine Frau jedoch den Firmenkern (mit der Hilfe meiner Tante) aufkaufen, so daß wir die Tätigkeit seitdem in kleinem Rahmen fortsetzen konnten. Seit einem Jahr waren wir also wieder am Kämpfen. Die ersten Monate kamen wir gerade über die Runden. Seit April dieses Jahres konnte ich jedoch noch einen zusätzlichen Dienstleistungsauftrag an Land ziehen, der uns fortan deutlich bessere Gewinne bescherte, so daß wir in der Lage waren, die (sogar noch aus ihrer alten Ehe bestehenden) Schulden in großen Schritten abzuzahlen. Leider habe ich in dieser Zeit sicherlich sehr viel an Attraction eingebüßt, weil ich mich wegen der Schulden extrem zurückgenommen habe, mir nie was geleistet habe und mich, ehrlich gesagt, auch ziemlich gehen gelassen habe (2-3 Bier jeden Abend). Aber wenigstens ging es finanziell aufwärts, worüber sie sich auch mehrfach gefreut hat. Doch leider veränderte sich meine Frau genau ab diesem Zeitpunkt. Sie hatte seit ca. einem Jahr eine neue "beste Freundin", von der ich nie wirklich begeistert war (H4, ein Kind, Vater unbekannt, wirkt, als würde sie Männer nur "benutzen"). Diese beste Freundin wußte auch, daß ich sie nicht sonderlich gemocht habe. Anfang Juni ging meine Frau mit dieser Freundin plötzlich ständig abends auf Tour und erzählte von irgendwelchen F***orgien ihrer Freundin auf Gaststättentoiletten. Meine Frau wurde mit den Wochen immer abgekühlter, und ich fühlte, daß irgendetwas nicht stimmt. Anfang Juli sagte sie mir, sie sei am Wochenende bei ihrer Schwester. Da ich sie am besagten Sonntag sprechen wollte, rief ich bei ihrer Schwester an, die mir sagte, sie sei gar nicht da gewesen, weil sie selbst am Wochenende auch weg gewesen sei. Als ich meine Frau darauf ansprach, kamen irgendwelche unzusammenhängenden Ausreden. Außerdem bewarf sie mich fortan mit hunderten von Vorwürfen, was ich alles in den letzten 3 Jahren aus ihrer Sicht falsch gemacht hätte. Am nächsten Abend wollte sie nochmal um 19 Uhr "für 1-2 Stunden" zu ihrer besten Freundin fahren. Als sie um viertel vor 12 immer noch nicht wieder da war, beschlich mich ein äußerst ungutes Gefühl. Dieses Gefühl war so stark, daß ich nach den Kindern schaute und mich daraufhin aufs Fahrrad schwang, um zu ihrer Freundin zu fahren (10 Minuten Strecke). Dort angekommen, war die Wohnung dunkel und ihr Auto war weit und breit nicht zu sehen. Wieder zu Hause, rief ich sie an, woraufhin sie sagte, sie sei noch bei ihrer Freundin. "Aha, sitzt Ihr da im Dunkeln?" - "Äh, nein, wir sind noch zu xyz gefahren, um EM zu gucken" - "OK, dann gib mir mal kurz Deine Freundin" - "Nein, das mußt Du mir auch so glauben" - "tut tut tut tut"... Zu Hause angekommen, warf sie mir vor, wie ich denn bloß die Kinder hätte alleine lassen können... Nun, am nächsten Abend saß sie während des Deutschland-Spanien-Debakels am Rechner unter dem Vorwand, Buchhaltung zu machen. In diesem Moment fiel mir auf, daß ihre Tätigkeit aber nicht wie Buchhaltung klang, sondern wie chatten. Also habe ich mich am nächsten Morgen per Netzlaufwerkverbindung in ihren Rechner eingeloggt und habe mir ihre Chatprotokolle gezogen, woraufhin ich quasi im Nebenraum vom Stuhl gefallen bin. Bereits seit fünf Wochen suchte sie systematisch Typen in einem Singleportal - mit einigen verbrachte sie auch die eine oder andere Stunde im Bett - wie ich lesen mußte, sogar teils ungeschützt (!!!). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich wohl bereits in einen anderen Typen verliebt und alle anderen wieder abgeschossen. Nachdem ich sie darauf angesprochen hatte, brach sie plötzlich in Tränen aus, sie würde mich doch noch so sehr lieben und ob ich ihr das alles nochmal verzeihen könnte. Letztlich habe ich tatsächlich verziehen, aber nur für ein paar Tage, weil mir mein Gefühl einfach gesagt hat, daß ihre "Reue" nicht echt ist. Was folgte, waren Lügen über Lügen - sie sagte, sie wolle einen Schlußstrich mit dem verbliebenen Typen ziehen, was sie aber letztlich nicht tat. Ich gab mir alle Mühe der Welt, was unglaublich viel Kraft gekostet hat. Drei Wochen später fand ich dann heraus, daß sie den Typen mitnichten abgeschossen hat - alles lief weiter wie eh und je. Auf meine dann folgende Ansprache reagierte sie mit sofortigem Auszug zu ihrem neuen Lover - 60km von unserem Haus entfernt. Eine Woche später riß sie dann noch die Kinder aus ihrem Kindergarten raus und meldete sie in einem neuen Kindergarten an... Tja, und nun sitze ich hier in unserem für mich alleine viel zu großen 220qm-Haus und warte sehnsüchtig darauf, endlich in meine neue Wohnung zu ziehen. Mein neues Leben steht mittlerweile komplett. Ich habe mich aus ihrer Firma rausgezogen, und sie hat die Firma (um die wir jahrelang gekämpft haben) an meinen künftigen Arbeitgeber verkauft. Mit diesem habe ich ein gutes Gehalt verhandelt, so daß auch der Kindesunterhalt drin ist + Firmen-PKW + Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Wohnung ist bereits klargemacht, das dauert aber leider noch etwas, weil ich da noch 'ne neue Küche einbaue... So, und jetzt kommt der Schwenk zum PU-Forum... Die letzten Wochen waren für mich schon echt hart, und da wir im Internet-Zeitalter leben, habe ich natürlich viel zu diesen Themen gegoogelt. So bin ich dann letztlich auf dieses Forum gestoßen, das mir bisher wirklich unglaublich viel geben konnte. Ich hoffe, daß ich irgendwann auch mal was zurückgeben kann... Ich habe zwar immer noch einige Probleme mit den ganzen engl. Begriffen und Abkürzungen, aber da lese ich mich schon mit der Zeit rein. Hier ist nur so irre viel Content, daß ich wahrscheinlich Jahre brauche, um den Input zu verarbeiten. Im Moment finde ich sowieso erstmal die Theorie einfach interessant - an einer neuen Frau bin ich im Moment noch nicht so richtig interessiert. Ich bin dafür erstmal dabei, meinen (recht großen) Freundeskreis wieder aufzubauen. Toll daran ist, daß alle (wirklich ALLE) hinter mir stehen und für mich da sind, obwohl ich viele wirklich jahrelang vernachlässigt habe. Nun, was habe ich bisher gelernt? Daß ich an mir selbst arbeiten muß. Und das tue ich jeden Tag mit immer mehr Freude. Und ich freue mich auf mein neues Leben und lerne jeden Tag gerne in diesem Forum dazu Das Einzige, was mich jeden Tag extrem traurig macht, sind die Verlierer: Meine Kinder Ihr habt hier eine tolle Sache aufgestellt... ...und ich wollte einfach mal DANKE sagen! P.S.: Huch! Man sollte eben doch vorher die Boardregeln lesen. Bei Bedarf bitte in den Sammelthread verschieben...
  2. Hey zusammen, krass, den Thread hier nach all den Jahren wiederzusehen! Ich hätte damals ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich hier irgendwann nochmal reinschreibe – aber manchmal schließen sich Dinge erst sehr spät Dann kann ich ja mal kurz ein spätes Update geben: Mir geht es heute gut. Wirklich gut. Die Trennung ist jetzt über 15 Jahre her, die Kinder sind inzwischen 17 und 19, stehen kurz vorm Abi, und wir haben das alles – so gut es eben ging – vernünftig hinbekommen. Es gab kein Ex-Back, kein Drama, keine Rosenkriege. Meine Ex ist seit vielen Jahren mit dem Mann zusammen, zu dem sie damals gegangen ist, inzwischen auch verheiratet. Das Leben ist weitergegangen. Für alle. Rückblickend war diese Zeit damals trotzdem eine der härtesten Phasen meines Lebens. Nicht wegen der Trennung an sich, sondern wegen der inneren Orientierungslosigkeit. Wer Kinder hat, weiß: Man funktioniert. Aber innerlich ist erstmal Chaos. Was mir damals – unter anderem auch hier im Forum – sehr geholfen hat, war der Gedanke des Freezeouts. Nicht im Sinne von Spielchen oder Manipulation, sondern ganz banal: Abstand. Runterfahren. Nicht reagieren müssen. Wieder bei sich selbst ankommen. Ich habe diesen Begriff über die Jahre für mich ziemlich umdefiniert. Für mich bedeutet Freezeout heute nicht „jemanden ignorieren“, sondern sich selbst wieder ernst nehmen. Alte Muster stoppen. Nicht mehr reflexhaft handeln. Sich die Zeit nehmen, herauszufinden, was man eigentlich will – unabhängig von Erwartungen, Schuldgefühlen oder Druck von außen. Aus dieser Perspektive heraus habe ich vor einiger Zeit angefangen, Bücher und ein Magazin zu schreiben. Vieles dreht sich um Krisen, Entscheidungen, Verantwortung, auch um Themen wie Trennung, Neuorientierung und innere Klarheit. Unter anderem habe ich dort auch einen längeren Artikel über meinen persönlichen Freezeout geschrieben – bewusst ruhig, ohne Rezepte, ohne „mach dies, mach das“. Wer mag, kann gern mal reinschauen. Vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant, der gerade an einem ähnlichen Punkt steht wie ich damals. Bei diesem Artikel habe ich mir mal den Begriff "Freezeout" ausgeliehen: https://www.markus-schall.de/2026/01/warum-abstand-kein-rueckzug-ist-und-wie-ein-freeze-out-orientierung-schafft/ Was ich aus heutiger Sicht sagen kann: Krisen gehen vorbei. Nicht automatisch, aber sie lassen sich gestalten. Und manchmal dauert es Jahre, bis man merkt, dass etwas, das sich wie ein Ende angefühlt hat, eigentlich ein ziemlich harter, aber notwendiger Anfang war. Danke an alle, die damals hier geschrieben, gelesen oder einfach mitgedacht haben. Das Forum war für mich ein wichtiger Denkraum – auch wenn ich vieles heute anders sehe als damals. Liebe Grüße aus Oldenburg Markus
  3. Applefan

    Coronavirus 2020

    Moin, gerade wenn plötzlich gefühlte 95% der Gesellschaft auf einen bestimmten Mainstream einschwenken, sollte man genauer hinschauen. Einige Videos mit Dr. Wodarg habe ich mir angeschaut - klingt auf jeden Fall alles plausibel, und der Mann ist vom Fach und wirkt auch nicht verwirrt. Abschließend kann ich es allerdings nicht beurteilen, welche Seite nun Recht hat, siehe 95%-Mainstream, der einem das natürlich noch schwerer macht. Aber Corona könnte natürlich auch ein idealer Sündenbock sein: https://www.heise.de/tp/features/Kapitalismus-kaputt-4684452.html
  4. Moin! Hast Du in irgendeiner Form gezogene, Wurzelbehandelte oder tote Zähne oder Metallfüllungen oder Implantate mit Titanstift im Mund? Wenn ja, würde ich mal zu einem ganzheitlichen Zahnarzt gehen und die Zähne bzw. den Kiefer checken lassen. Es gibt hier Einiges, das uns normale Zahnärze gerne verschweigen und was großen Einfluss auf die Gesundheit und chronische Krankheiten hat.
  5. Applefan

    Ex-Back nach acht Jahren...?

    Moin Moin, nach langer Zeit des "Nur-mal-mitlesens" hat sich nach meinem Haupt-Thread vor acht Jahren in der Zwischenzeit mein Leben sehr gut entwickelt. Ich bin heute wieder selbstständig, und beruflich läuft alles genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. In Sachen Frauen hatte ich in den letzten Jahren immer mal hier und da eine Freundin, aber leider hat es bisher einfach vom Gesamtpaket her nicht gepaßt, so daß ich jetzt im Moment wieder Single bin. Nun hat sich mein Sohn am letzten Wochenende verplappert und mir mitgeteilt, daß der neue Mann meiner Exfrau es mit der Treue offenbar nicht so ernst nimmt und angeblich bisher sieben andere Frauen nebenbei hatte. Sie hatte daraufhin wohl schon mehrfach in Erwägung gezogen, auszuziehen. Auch wenn mich andere nun vielleicht am Liebsten schlagen mögen, bin ich aber tatsächlich ernsthaft am Überlegen, die Frau wieder in mein Leben zu holen - jedenfalls dann, wenn sie sich im Fall ihres Interesses bereit erklärt, mit mir gemeinsam im Rahmen einer Paarberatung unsere Altlasten aufzuarbeiten. Ich hatte nun in der Zwischenzeit einige andere Frauen und muß sagen, daß es im Vergleich mit meiner Exfrau damals noch mit Abstand am Besten gepaßt hatte. Für die Kinder wäre das natürlich der Hammer, auch wenn das in meinen Überlegungen eher nicht die Hauptrolle spielt. Aber besser als trennen und dann irgendwann ein neuer "Papa Carlos" wäre es allemal Als die größte Herausforderung würde ich einfach ihr leider recht niedriges Selbstwertgefühl sehen, denn wenn da nicht was passiert, landen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann wieder an der Stelle, wo wir schon mal waren. Deshalb auch mein Gedanke, daß eine Paarberatung auf jeden Fall sein muß, weil sie bisher eigentlich nie irgendwas aufgearbeitet hat von dem, was sie so erlebt oder entschieden hat. Sie hat auch bisher noch nie mal alleine gelebt, was sie m.E. auch dringend mal machen müßte, vielleicht durchaus auch noch vor einem möglichen Neustart mit uns. Ich denke schon, daß ich heute besser mit ihr umgehen könnte als vor acht Jahren, weil ich auch meine eigenen Fehler von damals ausgiebig reflektiert und erkannt habe. Bis auf die äußerst unschöne Trennung hatten wir in den letzten acht Jahren wenig bis keinen Streß. Aber ich habe natürlich auch keine Lust auf eine "Shittest-Dramaqueen" als Partnerin in drei Jahren, und deshalb stellt sich die Frage, ob es aussichtsreich ist, daß wir uns im Rahmen einer Paarberatung vielleicht noch besser kennenlernen und sie (ggf. auch in Einzelsitzungen) sich mal ein Stück weit selbst findet. Was meint Ihr? Grundsätzlich möglich oder Schnapsidee? Genauere Erfolgsprognosen sind natürlich sinnlos, da individuell verschieden...
  6. Da kann ich Affe777 nur zustimmen, bin allerdings jemand, der ebenfalls nach Cannabis dann eine rote Linie zieht, weil ich vor harten Drogen zu großen Respekt habe. Wie das auf Mädels wirkt kann ich gar nicht so genau sagen, hängt einfach von der Frau ab, würde ich sagen. Ich kenne eine Frau, die pauschal alle Drogen und insbesondere Cannabis ablehnt, weil ihr Bruder früher mal übelst abgeschmiert ist (da waren aber vor allem auch einen Haufen anderer Drogen im Spiel). Die meisten anderen sahen das bisher eigentlich immer recht entspannt. Ich bin hier heute allerdings auch ein totaler "Gegen-den-Strom-Schwimmer", weil ich zwar durchaus nicht selten kiffe (Vaporizer), dafür aber praktisch überhaupt keinen Alkohol mehr trinke und auch schon lange keinen Tabak mehr rauche. Wer damit nicht klar kommt, kann sich ja mit anderen Menschen anfreunden - so gab es das aber bisher erst einmal.
  7. Ja, nur eben nicht in der Größenordnung wie SAP. Also meine Software ist zwar mit Server genauso skalierbar, aber die Basis enthält nicht so viel Zeug wie SAP, kostet ja auch nur ein Bruchteil davon. Letztlich ist die Software dazu da, Firmenprozesse zu optimieren, zu automatisieren und den Vertrieb, Einkauf, Verkauf und andere Abteilungen zu unterstützen. Oder bei Kleinunternehmen halt einfach, seine Firmendaten zusammenzuhalten, Kunden zu verwalten, Angebote und Rechnungen schreiben usw.
  8. Ich bin Softwareentwickler und verkaufe eine ERP-Software, die auf Apple macOS, Windows und iOS läuft. Die Software kann auch als Customizing- oder offene Lizenz erworben werden, damit Kunden die ERP-Software auch direkt an ihre Betriebsprozesse anpassen können. Bisher habe ich alles alleine gemacht, also Entwicklung der Software und zugehörigen Website, Kundenprojekte usw., aber seit einigen Wochen bin ich dabei, den ersten (freien) Mitarbeiter anzulernen. So kann ich dann Anpassungen und Erweiterungen für künftige Customizing-Kunden von ihm machen lassen, und ich habe Zeit, um meine großen Projektkunden persönlich weiter zu betreuen. Mal gucken, wie das Ganze weiter wächst, irgendwann werde ich wohl auch hier vor Ort ein Büro anmieten und noch jemanden einstellen müssen. Aber der neue freie Mitarbeiter gibt mir jetzt noch ein bißchen Zeit für diesen Schritt
  9. Moin, als noch Selbstständiger und beginnender Unternehmer würde mich das Thema natürlich auch interessieren
  10. Moin Moin, in letzter Zeit habe ich mal überlegt, welche Parallelen und identische Muster es eigentlich in meinen bisherigen Beziehungen so gab. Dabei ist mir besonders aufgefallen, daß die innerpartnerschaftliche Kommunikation eigentlich in allen Fällen sehr schlecht war. Ich bin selbst nicht so der Emotionsbolzen und löse Probleme i.d.R. so schnell wie möglich, um sie vom Tisch zu haben. Das wird bestimmt auch durch meinen Job verstärkt, weil ich es als Entwickler von Unternehmenssoftware ständig mit Problemen aller Art zu tun habe, und wenn ich sie nicht zügig löse, würde ich schnell von immer größeren Problemen überrollt werden. Nun war es eigentlich in allen Beziehungen so, daß die Frauen irgendwann irgendwelche Probleme hatten, die sie aber nicht (verbal) kommuniziert hatten. Irgendwann wurde die Stimmung schlechter, und ich fragte nach, ob es irgendein Problem gäbe. "Nein, wieso? Alles in Ordnung, mein Schatz!". Die Stimmung wurde aber nicht besser, eher noch schlechter, also fragte ich nochmal nach, ob alles in Ordnung sei. "Ja, wie kommst Du darauf, daß etwas nicht in Ordnung sei?". Aber die Stimmung wurde immer noch nicht besser, und nachdem ich dann ein drittes, viertes oder fünftes Mal nachgefragt hatte, brach es plötzlich aus ihr heraus, und sie überhäufte mich mit mindestens zehn Vorwürfen aus verschiedensten Situationen der Vergangenheit. Obwohl ich ihr nicht nur in solchen Situationen immer wieder sagte, sie solle doch bitte sofort sagen, wenn sie etwas stört, kam immer wieder genau dieses Verhaltensmuster zutage. Was noch interessanter ist, ist die Tatsache, daß es dieses Verhaltensmuster eigentlich in allen meinen Beziehungen gab. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als wären all diese Frauen offenbar nicht in der Lage, eine vernünftige Kommunikation auf die Kette zu kriegen, stellt sich die Frage, ob es irgendwo auch an mir liegen könnte? Oder liegt es daran, daß diese Frauen einfach dieses emotionale Hin- und Her gebraucht und das genossen haben? Ich kann das als eher pragmatischer Mensch nicht wirklich nachvollziehen. Fakt ist aber für mich, daß dies einer der Hauptpfeiler für das Scheitern dieser Beziehungen war. Läßt sich sowas irgendwie screenen? Für mich paßt dann ja wahrscheinlich am Besten vom Klischee her eine Frau von naturwissenschaftlichem Typ, die klar sagt, was Phase ist, also irgendwie so eine Art Merkel in jünger oder so...
  11. Auf jeden! "Boy-Girls" fand ich schon immer sehr anziehend, aber es kommt sicher auch auf den Typ an. Die Ausstrahlung macht's halt. Auch so ein Thema, das natürlich kein Stück rational betrachtet, ja, nicht mal in Worte gefaßt werden kann...
  12. Du hast noch ein "G" vergessen. Meine Ansicht war immer, daß es eine Mischung aus eben allgemeiner Unzufriedenheit und Langeweile (nicht zuletzt resultierend aus erster Krise), "wegen Pleite" und "Lust auf anderen Schwanz" war. Genau so habe ich ihr das übrigens bei unserem Gespräch auch am Telefon mitgeteilt, und es kam weder ein Kontra noch kippte die Stimmung. Im Gegenteil, sie hat sich für ihr Verhalten sogar entschuldigt. Das war schon irgendwie seltsam...
  13. Ja, das stimmt, vermutlich war auch schon zu diesem Zeitpunkt irgendwas im Argen bei ihr. Aber nun, das ist alles lange her. Ich habe mir mal vorgenommen, in nächster Zeit verstärkt darauf zu achten, mich mehr für meine Mitmenschen zu interessieren. Zum Beispiel immer erstmal zu fragen, wie es ihnen geht und dann auch zuzuhören. Irgendwie muß man ja mal anfangen...
  14. Tja, das sind alles gute Fragen, auf die ich im Moment auch keine Antworten habe. Geld war zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nicht so ein großes Thema, das wurde erst Richtung Trennung schlimmer und endete 2009 in einer Insolvenz. Aber in Bezug auf die Schwiegermutter wird mir unter diesem Blickwinkel jetzt Vieles klarer. Die hatte sich zum Zeitpunkt unserer Trennung im Jahr 2010 nämlich enorm ins Zeug gelegt, und ihr ging es gesundheitlich zu diesem Zeitpunkt extrem schlecht, wo man schon dachte, die überlebt die nächsten Monate nicht. Ungefähr zwei Monate vor der Trennung schenkte sie uns einen neuen Kleiderschrank. (Hier war ich einfach blind, spätestens hier hätte ich merken müssen, daß etwas nicht stimmt > mein Fehler). Das Wochenende, bevor meine Exfrau anfing, sich neue Männer zu suchen, waren sie noch zu Besuch da, und ihr Vater sagte am Schluß zu mir: "Paß auf, daß Du sie nicht verlierst". Da war es nur leider schon zu spät, denn direkt am Montag darauf meldete sie sich an einer Singlebörse an, und das Drama nahm seinen Lauf. Nach der Trennung war ihre Mutter extremst angepißt und sprach ein halbes Jahr lang kein Wort mit ihrer Tochter. In den folgenden Jahren war ihre Mutter immer relativ distanziert zu mir, ich hatte manchmal das Gefühl, als hätte sie irgendwie Angst vor mir oder so. Nun, aber mit diesen neuen Hintergrund-Informationen wird so natürlich nun ein Schuh draus, und das Ganze ist nun auch für mich wenigstens nachvollziehbar. Aber das ist es eben, was ich auch grundsätzlich mal in diesem Thread klären wollte. Die Eltern wußten ja offenbar schon Monate vorher, daß sie gedanklich kurz vor einer Trennung stand, und ihre beste Freundin ganz sicher auch. Warum spricht sie mit allen anderen darüber, nur nicht mit mir, den es a) hauptsächlich angeht und b) dem Einzigen, mit dem sie das Problem realistisch lösen könnte? Hatte sie Angst vor mir? Warum? Es gab in unserer Ehe nie auch nur den Ansatz von Gewalt, weil ich jegliche Gewalt ablehne, und ich habe ihr auch sonst bei Besprechungen oder Diskussionen nie den Kopf abgerissen. Oder ist meine Ausstrahlung zu respekteinflößend? Meine kleine Tochter scheint ebenfalls ziemlich gehemmt zu sein, mit Problemen auf mich zuzukommen. Meine Exfrau erzählte gestern, sie hätte neulich mit ihr geschrieben, zwei Stunden nachdem ich sie ins Bett gebracht hatte. Sie hat dann ihrer Mutter geschrieben, sie könnte nicht einschlafen, würde sich aber nicht trauen, zu mir ins Wohnzimmer zu gehen. Letztlich kam sie dann ins Wohnzimmer, ich habe sie beruhigt und nach einer Weile ins Bett gebracht, wo sie dann auch schnell eingeschlafen ist. Tja, unendlich schade das Ganze, zumal aus dieser Entscheidung nur Verlierer hervorgehen, wenn ihre jetzige Ehe auch noch an die Wand fahren sollte...
  15. Moin Moin, nun hat es sich zufällig so ergeben, daß ich gestern mit meiner Exfrau fast zwei Stunden lang telefoniert habe, und dabei ist etwas herausgekommen, das hier ganz gut in den Thread paßt. Ich bin ja mit dieser Frau nun seit acht Jahren getrennt, aufgrund der beiden gemeinsamen Kids haben wir aber regelmäßigen (weitgehend distanzierten aber stressfreien) Kontakt. In den letzten Monaten ist sie allerdings wieder etwas vertrauter geworden, und ich habe das Gefühl, daß sie sich nun endlich auch mal mit sich selbst beschäftigt. Gestern ging es eigentlich um unseren Sohn und wie (schlecht) er sich leider in der Schule so macht (ganz anders als die Kleine, die ist richtig gut in der Schule). Irgendwann kippte das Thema dann auf unsere alte Ehe über, und wir unterhielten uns über die Probleme, die wir damals so hatten. In unserer Ehe gab es zwei Krisen, einmal 2007/2008 und einmal der große Knall Mitte 2010. Mir war aber schon immer klar, daß der große Knall nur eine Verlängerung der ersten Krise war und diese dafür sorgte, daß sie sich immer weiter von mir entfernt hatte in den folgenden Jahren. Zum Zeitpunkt der ersten Krise war meine Exfrau mit unserem zweiten Kind schwanger, und sie begründete ihren Unmut damals mehrfach so, daß sie der Meinung war, ich hätte mich nicht wirklich über die Schwangerschaft gefreut. Oder nicht so, wie sie sich das gewünscht hätte, oder whatever. Das war für mich bis gestern immer ein Rätsel, was nun damals für sie so einschneidend gewesen sein sollte. Nun sprachen wir also gestern auch über dieses Thema, und plötzlich sagte sie mir auch den Grund, warum sie damals so extrem angefressen war. Sie hätte damals mit ihrer Mutter telefoniert, und die habe ihr erzählt (obwohl sie sich nicht sicher sei, ob sie das sagen dürfe?!?), ich hätte gesagt, wir könnten uns kein zweites Kind leisten und hätte eine Abtreibung (WTF?!?) vorgeschlagen. Keine Ahnung, was ich vor 11 Jahren irgendwo irgendwann mal gesagt habe, aber daß ich ernsthaft vorgeschlagen hätte, meine damalige Frau zur Abtreibung zu schicken wüßte ich ganz sicher noch, denn das ist wirklich völlig absurd. Auf meine Frage, warum sie mich denn dann damals nicht mal darauf angesprochen hat, sagte sie: "Ja, das war wirklich ein Fehler". Aber immerhin kann ich ihren damaligen Unmut unter dieser Prämisse natürlich viel besser nachvollziehen, denn hätte ich sowas wirklich gesagt, wäre das natürlich schon ziemlich starker Tobak gewesen. Auch einige andere für mich bis heute noch offene Fragen erscheinen so natürlich in einem ganz anderen Licht. So ist also der ursprüngliche Ausgangspunkt unserer Trennung durch irgendein Mißverständnis und Hintenrum-Gebrabbel entstanden, und heute, nach 11 Jahren, höre ich von ihr zum ersten Mal, was sie damals eigentlich so aus der Bahn geworfen hat. Und an dieser Stelle sehe ich ehrlich gesagt auch nicht, wie ich da mit dem Lesen können von nonverbaler Kommunikation hätte weiterkommen können. Wenn Fakten einfach jahrelang unter Verschluß gehalten werden, hätte mir das doch in dem Moment auch nix genützt...?
  16. Na, das ist so allerdings i.d.R. auch nicht passiert. Es ging ja oft um Kleinigkeiten, z.B. daß ich zu viele Wochenenden durchgearbeitet hatte, ich ihr nach ihrem Empfinden zu selten an den Arsch gepackt hatte (sexueller Vibe fehlte), ich sie zu selten gelobt hätte, und dann kamen gerne auch so Sachen wie Müll rausbringen oder Spülmaschine ausräumen usw. Bei Sachen, die ich nicht so gut beurteilen kann, die sich also auf der weiblichen Gefühlsebene abspielen, habe ich eigentlich nie Kontra gegeben, sondern eher versprochen, daß ich darauf mal mehr achten werde. Schande über mein Haupt, daß genau das dann natürlich nicht immer geklappt hat oder dann auch wieder eingeschlafen ist. Was so Sachen wie Müll rausbringen usw. anging, gab es von mir durchaus auch Kontra, weil ich für uns damals sowieso schon eine 60-Stunden-Woche geschoben hatte und sie nicht mal 20 Stunden gearbeitet hatte. Da fand ich es dann schon etwas befremdlich, warum ich dann noch abends um 8 nach der Arbeit solche Sachen machen soll, wenn sie schon seit 3 Stunden vor der Glotze sitzt. Naja, aber letztlich wird es nix helfen, sich jetzt mit irgendwelchem Kleinklein aus der Vergangenheit aufzuhalten. Das mit der nonverbalen Kommunikation lesen können interessiert mich jedenfalls, und da werde ich mich mal weiter mit beschäftigen. Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht allgemein der Meinung, daß Gefühle nutzlos wären, sonst würde ich mich ja nicht mit ihnen beschäftigen wollen. Nur halte ich mich in dieser Hinsicht halt für einen ziemlichen Volltrottel, deshalb würde ich hier gern mehr erfahren, z.b. im Rahmen eines Kurses vor Ort. Interessant wäre z.B. der Kurs "Einführung in die wertschätzende Kommunikation" - ich glaube, daß ich auch mit Komplimenten und Lob bisher viel zu sparsam war.
  17. Naja, auch wenn es zwar m.E. aufgrund der Schilderungen des TE schon recht wahrscheinlich ist, nenn es dann von mir aus "sie hat bereits vor Monaten mit der Ehe abgeschlossen", das kommt im Endeffekt aufs Gleiche hinaus. Fakt ist, daß er für sie zur Zeit keine Option für eine Partnerschaft darstellt, und sie für ihn vermutlich mittelfristig auch nicht mehr. Da aber ein Kind vorhanden ist, sollten die Beiden wenigstens noch auf der Elternebene gut funktionieren, sonst wird das Leben für alle Beteiligten sehr holprig...
  18. Das wird ziemlich sicher nicht stimmen, und in ihrem Inneren wird sie sich deswegen ganz sicher ziemlich schlecht fühlen. Aber a) muß sie das verdrängen, wenn sie das durchziehen will und b) ist sie gerade in einen neuen Typen verliebt. Da hast Du dann als alter Ehemann natürlich keine Chance. Das kann ich gut nachvollziehen, denn das war auch für mich damals das Schlimmste. Ich mußte damals noch drei Monate lang in unserem alten gemeinsamen 240qm-Haus sitzen, in dem schon die Hälfte der Möbel rausgeräumt waren. Nicht geil, ich hab damals drei Kreuze gemacht, als ich da endlich raus war. Letztlich ist es wie es ist, und Du kannst nur versuchen, das Beste draus zu machen. Wenn Du den Ball flach hältst, wirst Du bei dieser Frau vermutlich einen guten Umgang hinbekommen können. Sei froh, ich kenne in meinem Umfeld Fälle von Rosenkrieg, die willst Du gar nicht kennenlernen...
  19. Naja, also zum einen gibt es ja durchaus auch etwas gefühlsärmere Frauen, und zum anderen fühle ich mich ja nicht unwohl oder so. Aber wenn ich mal die Beziehungen aus meiner Vergangenheit analysiere, komme ich eben zu diesem Schluß, daß ich offenbar recht blind für nonverbale Kommunikation bin. Würde ich wohl gerne mal mehr drüber lernen, ist nur die Frage, wie lange es mit meinen 43 Lenzen dauert, sowas zu vertiefen...
  20. Das ist tatsächlich eine interessante Frage, müßte ich mich mal näher mit beschäftigen. Ich stehe Gefühlen tatsächlich allgemein eher negativ gegenüber, weil ich sie eigentlich für eher überflüssig halte und weil unter emotionalem Einfluß geführte Entscheidungen meist falsch sind (damit meine ich nicht "emotionale Entscheidungen", oft ist es gut, auf das Bauchgefühl zu hören). Kann schon sein, daß man diese Haltung auch als Außenstehender spüren kann, müßte ich mal genauer erforschen. Für mich hat sich in den letzten Jahren einiges geändert, unter anderem habe ich jetzt viel mehr Zeit, mal über sowas nachzudenken. Und so ist eben möglicherweise auch meine Einstellung, Gefühle seien eher überflüssig oder Zeitverschwendung, sicher mal zu überdenken. Danke für die Hinweise, vielleicht habe ich ja wirklich irgendwelche Zeichen übersehen. Interessant, daß sich das überall immer wiederholt...
  21. Was heißt das denn konkret? Woran soll ich das denn merken können? Hast Du mal ein Beispiel, worauf ich dann ggf. nicht geachtet haben könnte?
  22. Naja, ich würde daran aber schon ganz gerne arbeiten, auch wenn mir klar ist, daß das ein langer Prozess ist. Klar kann man immer sagen "ich bin nicht der Typ für dies oder das", aber oft ist das wohl auch nur eine Ausrede, um sich nicht damit beschäftigen zu müssen. Als Trennungskind bin ich damals bei meiner Mutter aufgewachsen, die mit einem als Griesgram geltenden Staatsanwalt verheiratet war. Ich selbst habe damit kein Problem, weil ich Menschen i.d.R. so nehme wie sie sind, aber meine Tante (sehr emotional) findet ihn z.B. mega unsympathisch. Naja, meine Mutter ist auch nicht gerade eine Kommunikationskünstlerin, und mein Vater hatte damals zu wenig Einfluß auf mich. So waren meine Möglichkeiten, sowas als Kind zu lernen also eher begrenzt. Nun, vielleicht mache ich einfach mal einen Kurs für Kommunikation an der VHS, sowas sollte es ja sicher geben. Zudem an sowas ja angeblich sogar auch mal hübsche Frauen teilnehmen sollen...
  23. Danke für die interessanten Tipps! Ja, ich war auch schon am überlegen, ob ich mal irgendwie an meinen eigenen Kommunikationsfähigkeiten arbeiten sollte. Allgemein bin ich nicht so der "Auf-Menschen-Zugeher", aber wenn ich erstmal "im Saft" bin, kann ich mich sehr gut und humorvoll und lange mit Männern wie mit Frauen unterhalten. Kommt natürlich ein bißchen auf den Typ an, es gibt sowohl bei Männern als auch bei Frauen einen bestimmten Typen (gibt so ganz sture Ostfriesenköppe oder total oberflächliche oder arrogante Frauen), mit dem ich überhaupt nicht klar komme, basiert dann auch auf Gegenseitigkeit und kommt selten vor, man geht sich halt aus dem Weg. Aber ich frage mich, wo ich eine Sachdiskussion für einen tiefgehenden zwischenmenschlichen Austausch halte...? Mich hat es doch nur genervt, daß meine bisherigen Freundinnen immer irgendwelche offenbar für sie wichtige Probleme hatten, dann aber die Zähne nicht auseinander bekommen hatten und erwarteten, ich solle ihnen das von der Stirn ablesen. Woher soll ich wissen, ob meine Freundin irgendwas, was ich irgendwann mal gesagt habe, in den falschen Hals kriegt, wenn sie es mir nicht sagt?
  24. Ja, da kann ich Suane nur zustimmen. Ist scheiße, aber isso. Du wirst Dich darauf einstellen müssen, daß in nächster Zeit Du derjenige sein wirst, der noch mehr Kreide wird fressen müssen - jedenfalls dann, wenn Du im Sinne Deines Kindes handeln möchtest. Die wahre Kunst, vor allem in den ersten Monaten nach der Trennung, besteht darin, sich den absolut verständlichen Unmut darüber nicht anmerken zu lassen. Auch wirst Du ggf. einige Jahre benötigen, um mit dieser Sache emotional wirklich abzuschließen. Bedenke, daß Ihr ein gemeinsames Kind habt und Du somit wohl mindestens für die nächsten 18-20 Jahre regelmäßig Kontakt zur Mutter halten mußt. Das ist nicht gut, um emotional damit abzuschließen, und wenn die Faust immer in der Tasche bleiben muß, ist das manchmal gar nicht so einfach, dann noch "gute Mine zum bösen Spiel" zu machen. Aber letztlich führt das mittelfristig zu einem seriösen Umgang, den Du brauchst, wenn Du nicht dauernd irgendeinen Streß mit Deiner Ex haben willst. Jetzt in Deiner frühen Phase ist erstmal alles schrecklich. So wie Deine Ex-Frau, denn wer sich so verhält, den willst Du nicht als Partnerin haben. Wird nur von jetzt an einige Zeit dauern, bis das auch in Deinem Unterbewußtsein angekommen ist. Bis dahin geht's dann halt emotional immer mal wieder rauf und runter. Kopf hoch, sei der König in Deinem neuen Leben!
  25. Naja, so jetzt im Nachhinein ist es auch etwas schwierig, wirklich konkrete Situationen zu benennen. Was wohl bei allen Frauen irgendwie hängengeblieben ist, ist, daß sie sich auf irgendeine Weise vernachlässigt gefühlt hatten. Die eine sprach mal davon, sich "ungeliebt" zu fühlen, die andere sprach davon, "zu wenig wahrgenommen" worden zu sein. Das ist also wohl ein Punkt, wo ich selbst mal schauen muß, ob ich vielleicht manchmal einfach zu wenig Aufmerksamkeit an den Tag lege oder vielleicht manchmal sogar zu gefühlskalt rüberkomme. Ich würde mich eigentlich schon als durchaus sensibel bezeichnen, aber ich bin dennoch kein Fan von Emotionen. In der Sache ging es eigentlich oft um Kleinigkeiten, hier unterscheiden sich dann auch die Frauen durchaus voneinander. Der einen paßte "meine Definition von Sex" nicht, was bei den anderen kein Problem war, bei der anderen ging es um meinen damaligen Alk- und Drogenkonsum (was ich noch am ehesten nachvollziehen kann), und eine andere sah die Konflikte eher bei meinen Kindern begründet, die sah aber auch sonst überall Gespenster. Allen gemeinsam ist, daß ich ihnen die Gründe, deshalb dann und wann mal komisch drauf zu sein, immer einzeln aus der Nase ziehen mußte. Auch hier waren die Reaktionen dann tw. unterschiedlich - die eine warf dann mit zig Vorwürfen um sich, die sie offenbar schon seit längerem gesammelt hatte. Das barg natürlich viel Konfliktpotenzial, weil sie die Eigenschaft hatte, irgendwelche Dinge, die ich gesagt hatte, völlig falsch und gegen sich zu interpretieren. Wenn sie dieses falsch Verstandene dann nicht sofort anspricht, verfestigt sich natürlich vor allem ihre Interpretation dazu. Manchmal kam sie dann erst Monate später damit raus, wenn ich eben, wie beschrieben, mal näher nachgebohrt hatte, und ich mußte erstmal überlegen, wann ich dies oder jenes überhaupt gesagt hatte. Nicht selten gab sie dann was ganz anderes wieder, was ich angeblich gesagt haben soll, ich aber so mit Sicherheit nie gesagt habe. Das wird aber wohl eine "spezielle Eigenschaft" dieser Ex gewesen sein, die auch sehr gut darin war, jemandem im Nachhinein einen Strick aus Sachen zu drehen, die er so nie gesagt hatte. Bei den anderen war das nicht so extrem, allerdings gab es eben trotzdem immer dieses "nix sagen, in sich reinfressen und erst 'wenn er mal was merkt' und auch dann erst nach dem fünften Nachfragen was sagen". Ich frage mich halt, wie man so überhaupt eine tragfähige Beziehung führen soll? Bei so einer schlechten Kommunikation würde ich nicht mal mit jemandem eine WG aufmachen wollen...