26 Beiträge in diesem Thema

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Hallo alle!

Ich bin zuversichtlich, dass Oneitis eins der häufigsten besprochenen Probleme des Forums ist. Eine ungesunde Fixierung auf die beste Freundin, den Partner, den Ex.
Ein Glück gibt es super Artikel aus der Schatztruhe, was es damit auf sich hat und was zu tun ist:

Am 16.5.2016 um 01:14 , Doc Dingo schrieb:

Oneitis ist, ähnlich wie Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, ein Symptom für tiefer liegende Probleme. Ausdruck eines unglücklichen, nicht zufriedenstellenden Lebens. Daher sollte man ähnlich wie bei bei Suchtkranken die tieferliegenden Probleme suchen und erkennen. Das funktioniert über Selbstreflexion (oder in wirklich schlimmen Fällen über eine Therapie).

"Soweit so gut. Man muss also die eigenen tiefen Probleme erkennen." Dachte ich mir.
"Aber wie genau soll das denn laufen?" Fragte ich mich, wenn ich mir die Zeit nahm, meine Probleme zu identifizieren. Klar, Stück für Stück kam ich dem ganzen schon näher, aber oft genug steckte ich an einer Stelle fest.
"Okay, das ist also die Ursache für das Symptom. Aber was ist die Ursache der ursache? Und was mache ich jetzt mit dieser Information?"

Was mir in diesem Forum fehlt, sind konkrete Beispiele, wie diese tieferliegenden Probleme aussehen könnten.
Noch besser: konkrete Beispiele, wie diese Probleme identifiziert und gehandhabt wurden.


Dabei bin ich mir sicher, dass es in diesem Forum eine Menge User gibt, die erfolgreich die eigenen Defizite erkannten und lernten mit ihrer Baustelle umzugehen. Diesen Prozess der Weiterentwicklung sehe ich als Wendepunkt im eigenen Leben. Als Umformung des eigenen Ichs.
---Raupe-Schmetterling-Metapher--
Jeder User ist willkommen seine Geschichte über die eigenen erkannten Baustellen und dem folgenden Entwicklungsprozess zu teilen.
Jede einzelne Geschichte, könnte anderen Usern helfen, grob zu wissen in welche Richtung es gehen könnte. Natürlich hat jeder seine individuelle Kombination aus Baustellen, aber vielleicht findet man heraus, wie man diese eine bestimmte Baustelle angehen könnte.


Dazu folgende Kernfragen:

  1. Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)
  2. Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms?  Wo und wann nahm das Übel seinen Lauf?
  3. Wie lauteten in etwa eure Gedankengänge, als ihr die Wurzel Stück für Stück identifiziert habt?
  4. Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

Die Kernfragen dienen nur zur Orientierung.

Ihr könnte eure Erfahrungen teilen, wie ihr möchtet.

bearbeitet von Awakened
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Am ‎23‎.‎02‎.‎2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)

Extreme Fixierung auf die Oneitis, dazu quasi permanent im PDM in Kombination mit Hirnfick. Es dreht sich Tag und nNacht in meinen Gedanken alles um sie.

Am ‎23‎.‎02‎.‎2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms? 

Geringer Selbstwert.

Am ‎23‎.‎02‎.‎2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

Ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und  es behoben.

Speziell bei Oneitis is das Quell allen übels zu 99,9% eigentlich immer ein geringer Selbstwert. Konnte ich oft genug im Forum, in freier Wildbahn und an mir beobachten.

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Danke dir, ich hatte jedoch auf konkretere Beispiele gehofft.

vor 2 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Geringer Selbstwert. 

Und was konntest du als Ursache dafür ausmachen?

vor 2 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und  es behoben.

Glückwunsch! Aber wie?
Meditation? Erfolgserlebnisse? konkrete persönliche Glaubenssätze die du verinnerlicht hast?

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vor 10 Minuten, Awakened schrieb:

Und was konntest du als Ursache dafür ausmachen?

Erstmal: Stimme da Doc Dingo vollkommen zu.
Zu deiner Frage: Ein geringer Selbstwert kann sehr viele Ursachen haben. Häufig bestimmte Dinge aus der Kindheit (schlechte Behandlung der Eltern, traumatische Erlebnisse, Mobbing etc.) oder in deiner weiteren Entwicklung. Prinzipiell kann man sagen, dass egal welche Ursache das Problem hat, es sich als Abhänigigkeit des Selbstwertgefühls von externen Faktoren äußert. Das bedeutet, dir wurde irgendwann in deiner Entwicklung ob direkt (durch Erziehung der Eltern) oder indirekt (traumatische Erlebnisse, Erfahrungen im Leben) in dein Unterbewusstsein eingebläut, dass du dich nur wertvoll fühlen kannst, wenn es dafür einen bestimmten Grund gibt (Lob, Anerkennung, Erfolg etc.). 

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Ich werde jetzt mal nicht genau auf deine Fragen antworten, denke aber das hilft so besser:

Eine Oneitis ist halt einfach die Fixierung auf eine bestimmte Frau, in den allermeisten Fällen einfach aus Mangel an Alternativen ( zumind. war es bei mir immer so ) und zwar so, das jeder mit n Funken Ahnung schon 5 mal weiß die Sache hoffnungslos ist.

Du fixierst dich auf Sie und versuchst halt alles um die Sache zum Happy End zu bringen. Meist durch peinlich Aktionen ( zum Beispiel mit Rosen vor der Tür auftauchen ).

Woher hast du so ne dummen Ideen? Hollywood! So miese Hugh Grant Streifen. Übel. Richtig übel.

Was hilft dagegen? Lies einfach mal Lob des Sexismus. Das hilft dir dabei zu erkennen was falsch läuft.

Ergebnis : Man erkennt was man für ne Pussy ist.

Positive Nachbeben: Nach erfolgreichen Ändern des Verhaltens kann man später einfach nur noch den Kopf über sich selbst schütteln und herzhaft darüber lachen.

 

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vor 27 Minuten, wb2621 schrieb:

Erstmal: Stimme da Doc Dingo vollkommen zu.
Zu deiner Frage: Ein geringer Selbstwert kann sehr viele Ursachen haben. Häufig bestimmte Dinge aus der Kindheit (schlechte Behandlung der Eltern, traumatische Erlebnisse, Mobbing etc.) oder in deiner weiteren Entwicklung. Prinzipiell kann man sagen, dass egal welche Ursache das Problem hat, es sich als Abhänigigkeit des Selbstwertgefühls von externen Faktoren äußert. Das bedeutet, dir wurde irgendwann in deiner Entwicklung ob direkt (durch Erziehung der Eltern) oder indirekt (traumatische Erlebnisse, Erfahrungen im Leben) in dein Unterbewusstsein eingebläut, dass du dich nur wertvoll fühlen kannst, wenn es dafür einen bestimmten Grund gibt (Lob, Anerkennung, Erfolg etc.). 

Ich stimme ihm genauso zu, mir ist vollkommen klar, dass er da mehr Erfahrung hat als ich.
Und genau darum geht es mir. Was genau sind es für Erfahrungen die ihn traumatisiert haben?
Wie hat er das herausgefunden? und auf welche konkrete Weise hat er es aufgearbeitet?


Gut, anscheinend hab ich nicht kommunizieren können, worum es mir geht.
Also ein persönliches Beispiel:
 

Am 23.2.2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)

Typische Oneitis und allgemeine Abhängigkeit davon, von Frauen gemocht zu werden.
 

Am 23.2.2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms?  Wo und wann nahm das Übel seinen Lauf?

Meine Mutter hat mich als Kind oft mit anderen Kindern verglichen. "Der macht das und das so gut" "Der kann schon das und das"
Bei mir kam also an "Andere sind besser. Wenn ich bloß gut genug wäre, würde sie mich lieben"
Dazu kam noch eine Scheidung.
Während meine Eltern versuchten emotional damit fertig zu werden und für mich zu sorgen, hatten sie keine Zeit/Energie mehr dafür mir Aufmerksamkeit und Zuneigung zu geben.
Dazu blieb mir immer das Zitat eines Mädchens im Gedächtnis.
"Awakened, die Nina möchte einen Superman. Und du bist einfach kein Superman"
Die Folge: Mache mich zum Klassenclown, interessiere mich recht früh für Mädchen, tue alles um "gut genug" zu sein
 

Am 23.2.2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

Mit 18 auf das PU Forum gestoßen.
"Innergame ist DER Shit" war das was ich mir hauptsächlich mitgenommen habe.
"Frauen stehen auf selbstbewusste Typen? Okay, dann werde ich eben selbstbewusst!"
Nicht unbedingt die beste Motivation, aber hey!

Hab also angefangen an mir selbst zu arbeiten
"Wie möchte ich sein?"
"was will ich?"
Und tada, während meines Studiums wurde ich bereits wesentlich selbstsicherer als zu Schulzeiten. Einfach nur weil ich Ansprüche an mich selbst und gewisse Wertvorstellungen hatte. Und weil die Pubertät einfach ne super verwirrende Zeit ist.
Über die Jahre kamen noch weitere "Meilensteine" zu meinem Innergame.
Eignete mir erstmal eine positive und dankbare Weltsicht an,
erkannte dass meine Eltern mich schon immer geliebt haben und es immernoch tun,
fing an, aktiv an der Beziehung zu meinen Eltern zu arbeiten (regelmäßiger kontakt von mir aus, persönlichere themen, quality time),
und lerne noch stück für stück, mich selbst und andere einfach zu akzeptieren.

bearbeitet von Awakened
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Am 23.2.2019 um 00:02 , Awakened schrieb:

Dazu folgende Kernfragen:

  1. Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)
  2. Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms?  Wo und wann nahm das Übel seinen Lauf?
  3. Wie lauteten in etwa eure Gedankengänge, als ihr die Wurzel Stück für Stück identifiziert habt?
  4. Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

Die Kernfragen dienen nur zur Orientierung.

Ihr könnte eure Erfahrungen teilen, wie ihr möchtet.

1. Totale Fixierung auf einer Person, die nicht erreichbar war und dies künstlich mit Manipulation verstärkte. Theatralik, Klammern und ebenfalls Manipulation als Versuch, um an ihre Aufmerksamkeit zu kommen. Endete in einem Heiß-Kalt-Spiel. War eine Art Sucht, da sie bei mir die intermittierende Verstärkung ausgelöst hatte, d.h. sie ignorierte und machte auf unerreichbar, aber dann auf einmal wieder total zugewandt. Daneben ein geringer Selbstwert und großer Pessimismus. 

2. Die Ursache liegt bei mir in der Kindheit, da ich eine sehr dominante Mutter habe und sie mich unselbständig erzogen hat. Ich war so gesehen ihr Ersatzpartner. Obwohl sie mir zugewandt war, hat sie mich emotional vernachlässigt. Mein Vater war Alkoholiker und gewalttätig, verließ mich aber sehr früh. In der Schule kam Mobbing hinzu. Das Resultat war, dass ich eine abhängige und histrionische Persönlichkeitsstruktur entwickelt habe. Mein Problem ist daher, dass ich Frauen als Ersatzmutter angesehen habe und meine Kindheit wiederholen wollte, da ich unbewusst gehofft habe, die Zuneigung, die ich in der Kindheit nicht erhalten habe, durch eine andere Frau zu erhalten. In der Psychoanalyse nennt man das ödipale Fixierung

3. Als ich das realisiert habe, kamen wegen meines Verhaltens Schuldgefühle, aber auch Hass gegen meine Mutter und die Person, auf die ich so fixiert war. Ich merkte, dass meine Angst vor Ablehnung mein größtes Problem war. 

4. Ich hatte eine Psychotherapie, in der der Therapeut eine Vaterfigur "spielte", um mich emotional von meiner Mutter abzulösen. Darüber hinaus habe ich viel über Psychologie gelesen, wodurch ich vieles realisiert habe und neue Strategien erlernt habe. Auch Pick-Up (hier im Forum, aber auch YouTube) haben mir vieles deutlich gemacht. Wobei mein Erster Einstieg der YouTuber Peter Frahm war, der eigentlich gegen Pick-Up ist. Weg von dieser Hollywood-Fantasie, Betariesirung vermeiden, Führen können, eigenes Leben haben und Selbstliebe/Autonomie entwickeln. Natürlich habe ich auch konkrete Techniken gelernt wie z.B. Push-Pull, Sorytelling und das Konzept der emotional spikes. Ich arbeite gerade an meiner Persönlichkeitsentwicklung, social circle, meinem Studium (habe ich vernachlässigt) und meinen Zielen (im Bereich Bildung). Auch ein autonomes Selbstwertgefühl zu entwickeln ist wichtig. Paar Mittel, die ich dazu verwende, sind Mediation, Achtsamkeitsübungen, Glaubenssatzarbeit, Arbeit mit dem inneren Kind, Skills aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (lohnt sich auch als Nicht-Borderliner) und generell Inner Game. Eine LTR ist für mich zweitrangig und ich versuche mehr mit Frauen locker zu flirten, ohne gleich eine Oneitis zu entwickeln. So bekomme ich mehr Gelassenheit und idealisiere keine einzelne Person so stark. 

bearbeitet von GeilerHase123
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vor 37 Minuten, Awakened schrieb:

Was genau sind es für Erfahrungen die ihn traumatisiert haben?

Traumatisiert is das falsche Wort. Ich wollte es einfach allen recht machen weil ich dachte ich müsste es allen recht machen um gemocht zu werden. Genauso bin ich jeglicher Konfrontation aus dem Weg gegangen usw.

Herausgefunden bzw. drauf aufmerksam wurde ich durch meine Oneitis und Reflexion. Ich habe mir "die sechs Säulen des Selbstwertgefühls" von Nathaniel Branden geholt und alle Kapitel und Themen mit mir, meinem Leben und meiner Persönlichkeit abgeglichen. Dadurch sind mir mit der Zeit die Muster aufgefallen mit denen ich meinen Selbstwert kontinuierlich untergrub und konnte anfangen an ihnen zu arbeiten. 

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vor 22 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Traumatisiert is das falsche Wort. Ich wollte es einfach allen recht machen weil ich dachte ich müsste es allen recht machen um gemocht zu werden. Genauso bin ich jeglicher Konfrontation aus dem Weg gegangen usw.

Herausgefunden bzw. drauf aufmerksam wurde ich durch meine Oneitis und Reflexion. Ich habe mir "die sechs Säulen des Selbstwertgefühls" von Nathaniel Branden geholt und alle Kapitel und Themen mit mir, meinem Leben und meiner Persönlichkeit abgeglichen. Dadurch sind mir mit der Zeit die Muster aufgefallen mit denen ich meinen Selbstwert kontinuierlich untergrub und konnte anfangen an ihnen zu arbeiten. 

Selbswert für dumies ist doch auch nicht verkehrt 

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vor 2 Stunden, Awakened schrieb:

Danke dir, ich hatte jedoch auf konkretere Beispiele gehofft.

Und was konntest du als Ursache dafür ausmachen?

Glückwunsch! Aber wie?
Meditation? Erfolgserlebnisse? konkrete persönliche Glaubenssätze die du verinnerlicht hast?

Ich würde mal ganz einfach auf Selbstbildung bzw. Mindsetwechsel tippen...

Gibt genug Beiträge in der Schatztruhe

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vor 48 Minuten, Herzdame schrieb:

Die Lösung hat nichts mit dem Problem zu tun und es ist nicht nötig irgendwas über das Problem zu wissen, um es zu lösen.

Ist es nicht DER Zweck der Selbstreflexion, sich selbst zu verstehen und damit auch seine Probleme zu kennen?
"Einsicht ist der erste Schritt" oder so
 

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vor einer Stunde, Herzdame schrieb:

Wenn ich in meinem Studium eines gelernt habe, dann: es gibt niemals „die eine Ursache“. Es ist immer ein großer Blumenstrauß an Risikofaktoren, die dann in diesem speziellen Fall in dieser Kombination diese spezifische Auswirkung haben.

Die Kenntnis der genauen Ursachen ist am Ende auch überhaupt nicht wichtig. Die systemische Therapie sagt sogar „die Lösung liegt nicht im Problemraum“. Die Lösung hat nichts mit dem Problem zu tun und es ist nicht nötig irgendwas über das Problem zu wissen, um es zu lösen. Es ist viel sinnvoller den Fokus darauf zu legen herauszufinden was hilfreich ist und weiterbringt und damit dann zu arbeiten. Und diese Wege sind höchst individuell. Deine Lösung ist niemals meine Lösung. Deshalb gibts eben nicht „den einen“ goldenen Schlüssel.

Das ist davon abhängig, welcher Therapieschule man folgt. Für den Psychoanalytiker bzw. Psychodynamiker sind die Ursachen sehr wichtig und stellt den Hauptteil der Therapie dar. Aber persönlich würde ich zustimmen, dass man lieber schaut, was kann man jetzt verändern.

bearbeitet von GeilerHase123
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vor 6 Minuten, Awakened schrieb:

Ist es nicht DER Zweck der Selbstreflexion, sich selbst zu verstehen und damit auch seine Probleme zu kennen?
"Einsicht ist der erste Schritt" oder so
 

Natürlich. Man merkt, dass man sich nur auf eine Frau fixiert und ändert das. Ist ja Selbstreflexion.

By the way. Es gibt nicht 'der richtige Weg' aus der Onitis zu kommen. Es gibt verschiedenste Lösungsansätze. Wie auch mit dem Leben an sich. Jeder kann und soll es so gestalten, wie es für einen selbst am besten ist. Es gibt nicht 'der richtige Weg'. Obwohl es einem die nähere Umgebung so zu verstehen geben will mit 'du musst gut in der Schule sein, damit du studieren kannst, um im Anschluss viel Geld zu verdienen'.

Für die einen stimmt es für die anderen eben nicht. Ich selber kann es mir im Moment nicht vorstellen die nächsten 40 Jahre von 9 - 17 Uhr zu arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Im Moment sieht es noch danach aus, aber ist nur der Anfang.

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vor 12 Minuten, Beat94 schrieb:

Es gibt nicht 'der richtige Weg'.

 

vor einer Stunde, Herzdame schrieb:

Und diese Wege sind höchst individuell. Deine Lösung ist niemals meine Lösung. Deshalb gibts eben nicht „den einen“ goldenen Schlüssel. 

Aber vielleicht kann man sich von den Wegen, die andere eingeschlagen haben, inspirieren lassen. Das war zumindest meine Intention mit diesem Thread.

Jeder hat einen eigenen lieblingseisbecher. Keine Kombination ist bessere als die andere.
Aber wenn ich mich mit anderen über deren Eisbecher austausche, bekomme ich eventuell von neuen Sorten oder Kombinationen zu hören, die ich dann eventuell selbst probieren möchte. Wenn auch nur Teile davon.

Und die Eisbecher um die es mir hier geht, sind Wege die eigenen Persönlichkeitslücken anzugehen

bearbeitet von Awakened
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Ich habe mehrere Ansätze:

  1. Kümmere dich um dich selber
  2. Sorge für Abwechslung (frauentechnisch)
  3. Scheiss auf die anderen bzw. was sie über dich denken könnten

Ein Mindset hat mir noch ziemlich die Augen geöffnet. Ich war am Bahnhof. Kurz bevor der Zug einfuhr fiel mir auf, dass wenn ich jetzt vor den Zug springen würde, würde es niemanden kratzen (nein war keine Depression, sondern nur eine Hypothese). Ein paar Pedler könnte es nerven, dass wieder so ein Trottel vor den Zug gesprungen ist und sie deswegen Verspätungen haben.

Was macht man nun mit dieser Erkenntnis? Man steigt in den Zug ein und merkt, dass es echt niemand Juckt. Auch nicht die Angebetete. Denn wenn du Ihr etwas wert wärst, dann würde sie trauern. Also muss sie dir auch scheiss egal werden. Du musst dich nicht für eine Person freihalten, die sich nicht um dich reisst.

Stattdessen kannst du einfach dein Leben geniessen und neue Leute kennen lernen.

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vor 27 Minuten, Beat94 schrieb:
vor 37 Minuten, Awakened schrieb:

Ist es nicht DER Zweck der Selbstreflexion, sich selbst zu verstehen und damit auch seine Probleme zu kennen?
"Einsicht ist der erste Schritt" oder so
 

Natürlich. Man merkt, dass man sich nur auf eine Frau fixiert und ändert das. Ist ja Selbstreflexion

Genau. Dafür muss ich aber nicht zwingend in die tiefste Kindheit. 

Ja, ist eine Frage von Therapieschulen. Aber für die meisten Menschen, gerade bei „ich arbeit selbst dran“ ist es einfach effektiver in die Zukunft zu gehen als sich Jahre mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Das kann nämlich auch ein super Ansatz sein, im aktuellen Thema nichts anzugehen. 

Und was auf dem kurzen, zukunftsgerichteten Weg nicht funktioniert, kann man immernoch mit der großen Aktion angehen. Dann ist aber auch professionelle Begleitung ein Thema, über das man nachdenken kann.

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vor 27 Minuten, Herzdame schrieb:

Genau. Dafür muss ich aber nicht zwingend in die tiefste Kindheit. 

Ja, ist eine Frage von Therapieschulen. Aber für die meisten Menschen, gerade bei „ich arbeit selbst dran“ ist es einfach effektiver in die Zukunft zu gehen als sich Jahre mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Das kann nämlich auch ein super Ansatz sein, im aktuellen Thema nichts anzugehen. 

Und was auf dem kurzen, zukunftsgerichteten Weg nicht funktioniert, kann man immernoch mit der großen Aktion angehen. Dann ist aber auch professionelle Begleitung ein Thema, über das man nachdenken kann.

Ja, für die meisten „Normalen“ reicht eine Verhaltenänderung und eine Arbeit an den Glaubenssätzen. Bei einer normalen AA hilft eine „Konfrontationstherapie“ häufig besser als eine ewige Analyse von Kindheitserinnerungen. Studien legen auch nahe, dass eine psychodynamische Therapie bei einer sozialen Angststörung wenig Erfolg bringt. Selbst Selbsthilfebücher haben besser angeschnitten. Am besten war die kognitive Verhaltenstherapie (https://en.m.wikipedia.org/wiki/Social_anxiety_disorder). Bei mir hat die Aufarbeitung zwar geholfen, um mich von meiner Mutter emotional abzulösen (war eine Motivation zu wissen, dass ihre Erziehung „ungesund“ war). Aber das Problem muss dann aktiv selber gelöst werden und auch vor Beschuldigungen sollte man Halt machen. 

Eine ewige (Pseudo)Reflexion seiner Kindheit oder das extreme Theoretisieren/Rationalisieren kann eine Vermeidungsstrategie sein, um nichts tun zu müssen. Ich ich selber schuldig. Wobei ich selbst mein Therapeut immer wieder gesagt hat, dass ich es einfach machen soll. Und er war von der Psychodynamik überzeugt. Natürlich braucht es auch etwas Theorie, wenn man überhaupt keinen Plan hat (ich wusste z.B. nichts über Shittests), aber irgendwann muss man halt etwas machen. 

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Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)

- hatte/habe ich bisher nur 1 mal in meinem Leben.

- totale Fixierung auf die Frau, wollte unbedingt viel Zeit mit ihr verbringen, Aufmerksamkeit, emotionale Nähe die fehlte, krasse Verlustangst.

- wirkliche Sucht die ich noch nie erlebt habe, habe selbst nicht geblickt was mit mir los ist. Ohne Sie war alles schlecht.

- logisches Denken war fast unmöglich, das Gefühl der Onetits machte mich im Alltag macht-und reaktionslos. Alles drehte sich um die Frau, was schreibt sie, was sagt sie, wann will sie mich wieder sehen. Warum sagt sie nie dass sie mich vermisst usw.

- Wenn wir dann mal wieder was unternommen haben war ich nicht ich selbst, jedes Tun, jeder Satz wurde in einer Endlosschleifen durchdacht und ganz auf ihre Reaktion darauf gerichtet, Hirnfick hoch 10000!  Dementsprechend auch mein und ihr Verhalten, künstlich, so schwer und nicht echt...

Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms?  Wo und wann nahm das Übel seinen Lauf?

- Ursache war denke ich dass ich kurz davor von meiner Ehefrau verlassen wurde, inkl. Fremdgehen usw. Gefolgt von diverse Problemen, Geld usw. Die neue LTR hat mich aufgefangen und sehr gut von meinen großen Problemen abgelenkt.

- Anfangs in der neuen LTR war ich noch alles super, bis es so 2-3 Monate später dann wirklich bei mir ankam was mir passiert ist.

- Ursache war auch dass ich mich glaube ich wirklich verliebt habe und alles richtig machen wollte. Hatte aber von einem Tag auf den anderen einfach keinen Selbstwert mehr und habe eigentlich Trost von meiner neuer Partnerin gebraucht, das wiederrum war zu needy, ich wurde anhänglich weil es mir schlechte ging, sie distanzierte sich, ich zog nach und klammerte. Wie eine Spirale hat es sich nach unten bewegt und ich konnte diese nicht aufhalten obwohl ich gemerkt habe dass es falsch läuft. Sie hat versucht es mir zu erklären warum sie sich distanziert, ich habe es aber durch die fortgeschrittene Oneitis echt nicht begriffen. Ich konnte echt nichts dagegen tun.

- Klar hätte sie das ein oder andere auch anders machen können, aber es lag im Grunde an mir.

Wie lauteten in etwa eure Gedankengänge, als ihr die Wurzel Stück für Stück identifiziert habt?

- man bin ich bescheuert, es hätte was größeres werden können wenn ich es nicht versaut hätte. Aber so ist das Leben, ich habe was draus gelernt, ich finde eine andere gute Frau.

Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

- Versuchen die Oneitis los zu werden. Kein Kontakt zur Oneitis nachdem einige klägliche Versuche sich mal zu treffen gescheitert sind. Loslassen, akzeptieren, abschließen, auch wenn es immer noch Wehmut und Trauer erzeugt.  

- Selbsteflexion das erste mal im Leben.

- Eigene Probleme in den Griff bekommen.

- Therapie weil einfach alles zu viel wurde

- Die Oneit ist habe ich nach 5 Monaten immer noch, jeden Tag schwirrt sie in meine Kopf rum. An Alternativen mangelt es nicht. Aber eine LTR kommt erstmal nicht in Frage.

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Kurz zu mir: Bin seit 20Jahren in einer LTR. Wir haben eine formal einseitig offene Beziehung - sprich ich habe den Freifickschein, den ich noch nicht voll ausgekostet habe, da ich erst in den Anfägen von PU stecke. Ich sprech jetzt nicht über meine Oneitissen vor 20 Jahren sondern über die während des letzten Jahres, seit dem ich PU entdeckt habe. Von dem was ich jetzt beschreibe ist klar, dass fehleder Sex nicht der Grund sein kann.

1)  Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)

Meine Gedanke waren immer auf genau ein Target fixiert. Ich kann auf den Tag genau angeben,  wann das Oneitis Target gewechselt hat.

Es war sehr typisch das sich mein Fokus auf eine Frau bezogen hat. Auch wenn ich nebenbei andere Frauen gegamed habe, mit einer höheren Stufe der Kino-Eskalation. Das krasseste war als ich meiner Oneitis ein richtiges Hot-Babe untergeordnet habe.

Es gab sowohl positive als auch negative Emotionen.

 

2) Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms?  Wo und wann nahm das Übel seinen Lauf?

  - Ich habe das Target gegamed, sprich ich habe investiert.

  - Ich habe Interesse des Targets an mir emotional gespürt und PU-mässig abgeklopft.

  - Das Target hat bei mir investiert.

  - Das Target hat Eigenschaften gehabt, die in meinem Werte-System einen hohen Stellen-Wert haben.

  - Ich habe emotional investiert, d.h. ich habe mir vorgestellt was ich mit der Betreffenden alles machen könnte.

 

3) Wie lauteten in etwa eure Gedankengänge, als ihr die Wurzel Stück für Stück identifiziert habt?

Ich brauche Alternativen. Aber die Oneitis saugt mir die Motivation und manchmal auch die Zeit mir Alternativen zu suchen. Bisher konnte ich keine Oneitis auf Defizite in meiner Persönlichkeit zurückführen.

 

4) Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

Weiterhin Alternativen gesucht, bis einer der Alternativen zur nächsten Oneitis wurde. Sobald es klar war, dass bei der Oneitis keine Chance mehr besteht, Wurde irgendein anderes Target zur Oneitis.

 

 

 

 

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vor 2 Stunden, wernerd schrieb:

Bisher konnte ich keine Oneitis auf Defizite in meiner Persönlichkeit zurückführen.

vs

vor 2 Stunden, wernerd schrieb:

Sobald es klar war, dass bei der Oneitis keine Chance mehr besteht, Wurde irgendein anderes Target zur Oneitis.

Wie passt das zusammen?
Sicher, dass du das Wort Oneitis hier richtig verwendest?
Wie bringst du sowas in einer laufenden Beziehung unter? Oo Oder ist die praktisch tot und deine Frau interessieren und bemekrt deine Belange kaum mehr?

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Für ne echte Oneitis kann ich mich einerseits wahrscheinlich viel zu gut dissoziieren und bin andererseits zu neugierig (ergo zu breit aufgestellt).
Mehr als Liebeskummer konnt mir noch keine Frau entlocken. Langfristig lähmend war der aber nie.

 

Bin nicht sicher, ob´s passt, aber vielleicht zählt das auch:
Hielt mein Verhältnis zu Basketball mal für etwas ungesund.
Grund?
Der Tunnel. Wer ihn kennt, weiß was ich meine. Wer nicht, wird´s schwerlich nachvollziehen können. Is wie fliegen. Eins mit dem Universum. Zeit existiert irgendwie nicht. Gedanken auch nicht. Die Welt ist nur.. "Gewissheit". Als könne man minimal in die Zukunft schauen. Der totale Jedishit. Dafür durch jeden Schmerz gegangen. Mit "Wonne".

Mit gebrochenen Fingern gespielt. Mit ausgekugelten Fingern gespielt. Mit Sehnenscheidentzündungen gespielt. Mit angerissenen Bändern gespielt. Mit eingewachsenen Zehennägeln.. Der Nagel meines rechten großen Zehs wurde 4x vom Chirurgen gezogen deswegen. Sieht auch entsprechend aus der Zeh. Wie´n kleiner Astronautenhelm. Is ganz knuffig. Ne "6 Wochen" Pause Ansage fühlte sich wie ne Krebsdiagnose an. "Noooooooooooooooo" Gefühlt war ich 75% der Sekundarstufe II hindurch sportbefreit... derweil aber durchgespielt wie ein Besengter.
Mit Schmerzen zu spielen, alltäglich zu leben, war völlig normal. Neulich meinte meine Frau, ich sei der erste Mensch, den sie kenne, der bei Schmerz nicht das Gesicht verzöge, nicht jammert, nicht das Thema darauf lenkt, sondern ihn hinnimmt und weiter macht. Stimmt so nu auch nicht ganz. Sind halt alles Kleinigkeiten.
"Wo hast du denn den Kuhfuß her? Oo" "Na hier. gestern. da an dingens gestoßen. Weißt schon." "Tat das nicht weh?" "Doch doch. Dacht zunächst, die Hose sei kaputt." "Du hast gar nichts gesagt?" "War ja auch unnötig in dem Moment"

Kalter Entzug
Bis ich das erste mal richtig kaputt war. Offener Bruch. Gelenk Schrott. Nägel + Draht drin. "Doc. Wie schnell wird das wieder?".. und der Arzt meinte etwas lavierend: "Schwer zu sagen. Die letzte Patientin mit dem komplizierten Bruch hat noch 30% Beweglichkeit" schluck.. also diese Karriere kannste dir abschminken
Hätte ich zuvor gedacht, dass ich sowas nicht überlebe. War letztlich "kein Problem", nicht zu spielen. Viel schlimmer war zunächst, dass Fahrradfahren schmerzte wie bolle, Schwimmen auch und nach´m Duschen abtrocknen erst recht. Wofür man alles den linken Arm braucht.. glaubt man nicht, bis er nicht mehr funktioniert.

 

Umgang mit dem Verlust
Unfassbar bitter jedoch etwas später, nicht schnell genug an das alte Niveau anschließen zu können. An Flow war mal gar nicht zu denken. Der Frust und die kalte Wut waren kaum auszuhalten. Währenddessen zumindest. Nach dem Training war wieder alles im Lot.
Hab dann mehrere Jahre keinen Basketball angefasst. Bis mein Anspruch an mich selbst sich nivelliert hatte.
Eines Tages nach einem frustrierenden Spiel (voller Schmerzen) den Ball in eine Ecke gelegt, meine Jordan´s ausgezogen und beides nicht mehr angerührt. Die Schmerzen hätt ich ertragen. Dass mein Körper nicht so wollte wie ich, war nicht auszuhalten.
Wurde halt erstmal Diablo II gedaddelt, Rad der Zeit gelesen, ein Physikbuch durchgearbeitet, mit der Frau am See abgegammelt und was man noch so alles machen kann in der frei gewordenen Zeit. Flowerlebnisse wurden woanders abgeholt. Beim Feiern / Tanzen. Beim Bergsteigen. Bei Arbeit.

Nach einigen Jahren aus nem Impuls heraus die Pille geschnappt. Musik auf die Ohren und paar hundert Würfe abgerissen. Gott war ich schlecht geworden. Aber jetzt konnt ich drüber schmunzeln. Dann in Ruhe wieder aufgebaut. Ohne Stress dahinter ging es auch schneller als erwartet wieder angenehm ab. Sogar die Form verbessert. Das erste mal wieder im Tunnel war astral.
Nunja.. Passend zum um 90° "abgeschraubten" Fuß kam btw Diablo III raus. 1,5 Jahre an Krücken. Erste mal schmerzfrei Gehen dürfte so 5 bis 6 Jahre gedauert haben.
Sehr ironisch. Wann immer ich im Krankenhaus lag, kam "White men can´t jump" auf Pro7/Kabel1. Spätestens beim 3.x musst ich dann echt lachen. ^^ Ihr wollt mich doch verarschen.

Irgendwann ging dann auch die Spielzeit merklich zurück. Mit 18 dacht ich: "Wie soll das nur werden, wenn mein Körper nicht mehr jeden tag 4-8 Stunden zocken mitmacht?? Gefangen im eigenen Körper. Reinste Folter!!"
Tjoa. Der Geist altert zum Glück mit. Man hat auch anderes zu tun.  Wenn ich mir heute 4-8 Stunden die Seele aus dem Leib schwitze, reicht das ne Weile vor. ^^

 

Fun Fact: Kopfschmerzen machen mich rasend. Wird immer sofort mit ner Tablette erwürgt. Sausackpillemannschmerz!! Hab ich zum Glück extrem selten. Damit kann und will ich einfach nicht um. Kurios, aber isso.

bearbeitet von Easy Peasy
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Kann gelöscht werden.

bearbeitet von wernerd
Zu früh abgespeichert.

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vor 18 Minuten, Easy Peasy schrieb:
vor 3 Stunden, wernerd schrieb:

Bisher konnte ich keine Oneitis auf Defizite in meiner Persönlichkeit zurückführen.

vs

vor 3 Stunden, wernerd schrieb:

Sobald es klar war, dass bei der Oneitis keine Chance mehr besteht, Wurde irgendein anderes Target zur Oneitis.

Wie passt das zusammen?

Wo liegt da der Widerspruch?

vor 19 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Sicher, dass du das Wort Oneitis hier richtig verwendest?

Naja ich kenne dieses Gefühl von Verknalltheit/Verliebtheit seit meiner Pubertät, welches sich immer auf eine weiblich Person attributiert  hat.  Schon vor meinen erste KC kannte ich dieses Gefühl. Diese emotionale Projektion auf eine bestimmte Person ist eine Invariante geblieben.   Es passt so ziemlich gut mit dem überein was im Forum mit dem Wort Oneitis beschrieben wird.

vor 26 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Wie bringst du sowas in einer laufenden Beziehung unter?

Es ist machbar. Inwieweit eine Oneitis Einfluss auf meine Beziehung und was sie davon mitbekommt kann ich nicht beantworten. Aber es dürfe weniger sein als man vermuten würde. Da meine LTR nichts über meine Aktivitäten wissen will.

 

Ausserdem habe die Gewissheit, dass dieses Oneitis-Gefühl von der einen zur nächsten springen wird.

 

vor 29 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Oo Oder ist die praktisch tot und deine Frau interessieren und bemekrt deine Belange kaum mehr?

 Die sexuelle Spannung hat in den 20 Jahren nicht nachgelassen.

 

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Am 23.2.2019 um 00:02 , Awakened schrieb:
  • Was war euer Symptom? ( Oneitis? Sucht? sonstige Verhaltensstörungen?)

Krasse Fixierung mit Hirnfick und keinem eigenen Leben. Meine Gedanken drehten sich Tag und Nacht um sie. Hatte massive Schlafstörungen fast über zwei Jahre. 

 

Zitat
  • Was war die Ursache, die Wurzel des Symptoms?  Wo und wann nahm das Übel seinen Lauf?

Sie war GENAU mein Typ Frau. Und leider auch ne hochmanipulative Persönlichkeit - also ein echter Lottotreffer. Ich neige zur Oneitis - hatte eine über zwanzig Jahre lang zu einer meiner ersten Freundinnen. Hab sie über Finya kennengelernt und mich sofort verknallt. Weil sie immer weniger geantwortet hat habe ich im Internet nach Hilfe gesucht und bin hier im Forum gelandet. Trotz das ich wusste das ich eine Oneitis habe und sie manipulativ ist, hat sich das ganze zwei Jahre lang hingezogen. Ich war definitiv nicht mehr ich selbst.

Zitat
  • Wie lauteten in etwa eure Gedankengänge, als ihr die Wurzel Stück für Stück identifiziert habt?

Irgendwann hatte ich den Gedanken das ich "Beständigkeit" bei Ihr gesucht habe. Das kann ich zwar nicht genau erklären aber so vom Bauchgefühl war es wohl das. Was allerdings totaler Quatsch ist denn die Dame ist alles andere als eine verlässliche Partnerin für mich (mit anderen vielleicht schon). An dem identifizieren der Wurzel bin ich immer noch dran. Meine letzte bzw. noch Beziehung ist das krasse Gegenteil und ich erlebe MICH als extrem unsteten Charakter. Sie ist ein wirklich toller Mensch und eine sehr verlässliche Partnerin und ich bin es der immer wieder ausbricht und sie hintergeht. Sie ist bei uns der "Fels in der Brandung" und nicht ich. Ihre ruhige und beharrliche Art beeindruckt mich - allerdings kann ich einfach nicht die Finger von anderen Frauen lassen.

Zitat
  • Nachdem euch euer Defizit/Mangel bekannt war, wie seid ihr damit umgegangen?

Ich lebe mich jetzt erstmal aus und schaue wie es mir damit geht. Ich war/bin ein ziemlicher krasser Niceguy - das Buch ist wie für mich geschrieben. Das lege ich gerade Schicht für Schicht ab. Ich bin egoistisch und stoße Menschen vor den Kopf wenn es gegen meine Belange geht. Durch PU bin ich mittlerweile in der Lage mir genug Frauen herzustellen und bin dadurch recht kompromisslos geworden. Das kann so nicht bleiben aber als ausleben des anderen Extrems ist es gerade für mich richtig.

bearbeitet von Sam Stage

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vor 1 Stunde, wernerd schrieb:

Wo liegt da der Widerspruch? 

Naja. Soweit ich das verstanden habe, wird das Vorhandensein einer Oneitis hier auf persönliche Defizite zurückgeführt.
Wenn du dich also nie ganz aus dem Zustand löst, sondern dich einfach nur um ein paar Grad drehst, sagt mir Freund Logik, dass es an deiner Person liegt. Insbesondere da das Ziel der Projektion so austauschbar erscheint.

 

vor 1 Stunde, wernerd schrieb:

Naja ich kenne dieses Gefühl von Verknalltheit/Verliebtheit seit meiner Pubertät, welches sich immer auf eine weiblich Person attributiert  hat.  Schon vor meinen erste KC kannte ich dieses Gefühl.

Ich bin auch dauerverknallt/verliebt seit ich 12/13 bin. Wahrscheinlich sogar schon früher. Aber das zählt wohl nicht so ganz.
Verliebt sein, bzw jemanden gar zu lieben, ist nicht der Punktus Knackus einer Oneitis. Der Kern ist der gefühlte Mangel, die heillos fokussierte Sucht nach Erfüllung.
In der Schule bin ich einigen Verliebtheiten zum Beispiel bewusst nicht nachgegangen, obwohl die Mädels klar on waren. Mischung aus Unsicherheit und der Fähigkeit zur Abstraktion, dass die mich, einmal Stempel Freundin dran, zuviel Zeit und Nerven kosten.
Später fiel die Unsicherheit dabei komplett weg. Wenn´s nicht sein soll, aus Gründen, nehm ich das gelassen hin, hör abunzu romantische Lieder und erfreu mich an der bitteren Süße der Melancholie.. mit Mangel, oder Sucht nach Erfüllung hat das genau nix zu tun. Ist eher wie nen sauren Lolli lutschen. Da fetzt der Schmerz ja auch und die Sache findet absolut freiwiliig statt.

Deswegen meine Frage, ob du den Terminus richtig benutzt. Aber evtl habe ich den auch nicht richtig verstanden. Hab ja gesagt. Sowas hatt ich noch nie.

bearbeitet von Easy Peasy

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