Eine Frau formt dich und dann will sie dich nicht mehr - Warum?

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Hallo allerseits,

nachdem mein erster Post nicht wirklich auf Resonanz stoß (war auch unangemessen lang, kann es niemandem ankreiden, wenn man in seiner Freizeit anderes zu tun hat als irgendwelche Klagelieder fremder Menschen zu lesen), mache ich hier an neuer Stelle ein Faß auf. Ich habe die Suchfunktion genutzt und auch etwas in die Richtung gefunden, aber den Nagel auf den Kopf traf es bisher nicht. 

Wie man dem Titel entnehmen kann, geht es um die Betaisierung. Ich mag das Thema etwas näher durchleuchten und würde mich über andere Erfahrungen freuen. Mir erscheint vieles an der Sache sehr paradox, aber so, wie es mir ergangen ist, scheint es andere Männer auch recht häufig zu treffen. Deswegen ist vielleicht jetzt erstmal Prävention gefragt und es gilt, das ganze aufzuarbeiten, weil - wie schon erwähnt - der ganze Prozess arg unlogisch erscheint.

Zu Beginn meiner Beziehung beziehungsweise in der Kennlernphase hätte ich mich durchaus als attraktiv und erfolgreich bei Frauen bezeichnet. Ich machte viel Sport, zog mich gut an und achtete auf das Äußere. Des Weiteren war ich schon sehr jung recht stark tätowiert, was oft bei Frauen  (warum auch immer, es ist heute ja keine Seltenheit mehr, tätowiert zu sein) gut ankam. Auch pflegte ich einen eher ungezwungenen, rebellischen Lebensstil, ohne dabei den Anspruch an meinen Intellekt zu verlieren. Die Mischung machte es - so wurde es mir zumindest immer mal wieder gesagt.

Dann traf ich meine Ex-Freundin und war sofort von der Rolle, weil ich sie als anders empfand. Ich verführte sie nach altgewohnter Manier, trug dabei aber ziemlich stark auf (wir waren im ersten Beziehungsmonat in Paris und haben nachts auf einer Baustelle gevögelt). Wir fühlten uns zusammen irgendwie noch freier als wir uns davor fühlten. Sie war zu Beginn und bis kurz vor Ende der Beziehung (das sie eingeleitet hat) arg anhänglich. Ich veränderte mich auch eher dahingehend, habe aber - nun, da ich etwas reflektieren konnte - festgestellt, dass vieles durch ihr Verhalten sukzessive in die Richtung getrieben wurde.

Sie gab mir das Gefühl, meine Hörner ablegen zu können und das tat ich aber sowas von volle Kanone, dass ich mich am Ende der Beziehung nicht mehr wieder erkannte. Ich bin wieder auf einen guten Weg, aber bin immer noch ein Stück weit entsetzt. Sie wollte nicht, dass ich trainieren gehe, was ich mir zunächst nicht nehmen ließ. Später aber schaffte sie es recht geschickt (,,Lass uns doch zusammen trainieren", nur, um dann es jedes Mal zu verschieben und dieses Fitness-Ding dann als etwas Gemeinsames zu reklamieren, was ich nicht mit meinen Kollegen, sondern nur mit ihr ausüben dürfte), mich von allem, was mir heilig war, abzudrängen. Freunde, Sport etc. Ich sollte keine Hemden mehr tragen, wenn ich rausging, es kam häufig Fragen, warum ich mich denn schick mache etc. Das mündete darin, dass sie mal einen Tisch umstieß, als ich 5!!! Minuten zu spät von einer Verabredung kam. 

Letztendlich wurde ich ein Schoßhund und wiegte mich in Sicherheit, sie war ja so anhänglich, sie beteuerte ihre Liebe und schien sowieso nichts Attraktives mehr an durchtrainierten Körpern zu finden, mochte keinen Alkohol mehr etc. Und ach ja, sie war ja schließlich *hust* meine Traumfrau und dann ist es ja sowieso egal, die Oberflächlichkeiten zählen ja nicht mehr.

Abstrus und was mir nicht in den Schädel will ist, wie es dann in diese Trennung mündete. Sie schoss mich - im Nachhinein ist es so typisch - auf den Mond, um wieder Spaß am Leben haben zu können, feiert nun, was das Zeug hält, trinkt Alkohol en masse und scheint ihr neues Leben zu genießen. Dass es so kommen musste, ist mir klar. Ich habe meine Eier nicht nur verloren, ich habe sie regelrecht aus dem Fenster geschmissen und vorher drauf herumgetrampelt. 

Nur wie zum Teufel lässt sich so ein Müll erklären? Das ist doch absurd. Wieso ändert man jemanden geschickt und manipulativen, sorgt dafür, dass er unattraktiv wird, dass er ein Schoßhündchen wird, um ihn dann abzuschießen? Das ergibt keinen Sinn, all die Mühe für etwas, was sie nicht wollte? Und falls sie es doch wollte, warum schießt sie mich dann genau deswegen ab.

Und warum, wenn man jemanden so sehr verändert hat, derjenige am Boden liegt, tritt man dann noch nach? Ich habe sicherlich Fehler gemacht, aber ich habe, so heftig das Ende auch war ( ein Tag vorm Zweijährigen, zehn Minuten nach dem ich nach einer Woche Berufsschule in Baden-Würtemberg wiederkam, eine Stunde nach der letzten ,,Ich liebe Dich"-Nachricht) nichts gemacht, was sie verletzen könnte; ich habe es nach drei Tagen und drei Kontaktversuchen akzeptiert, habe meine Sachen gepackt, ihr unsere Möbel überlassen und lebe nun mein Leben und werde nach und nach wieder so, wie ich vor der Beziehung war. Ich schicke keine versteckten Botschaften, blockiere selbst Freundinnen von ihr, versuche nicht, dass sie sieht, dass ich wieder sportlich aktiv und frei bin, sondern lass sie ihr leben Leben.

Niemand muss irgendetwas, jedermann kann sich nach Belieben trennen, aber warum investieren Frauen so viel Zeit und Muße, nur, um das Resultat wegzuwerfen und dann draufrumzutrampeln. Wenn es keine kohärente, rationale Erklärung dafür gibt, ist das ja schon bösartig. Aber das war sie eben nicht. Trotz allem war sie die zwei Jahre eine treue Begleiterin; ich glaubte wirklich, sie sei die eine.

Ich habe so viel mit ihr geteilt, dass ich weiß, dass sie kein schlechter Mensch ist. Und trotzdem verhält sie sich wie einer. Nicht wegen der Trennung allgemein, sondern wegen gewissen weiteren Dingen, die vorgefallen sind und die man getrost als Arschloch-Verhalten bezeichnen kann.

Hat da jemand eine Idee, ist jemandem schonmal vergleichbares passiert?

 

Ich danke schonmal für mögliche Antworten..

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Und das findest Du jetzt nicht zu lang?

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Danke für die Antworten.

vor 37 Minuten, Geschmunzelt schrieb:

Und das findest Du jetzt nicht zu lang?

Bedingt. Es ist ausführlich, aber manchmal brauchte eine - zumindest meiner Auffassung nach - komplexe Frage auch einen komplexen Background.

 

vor 20 Minuten, francisxs schrieb:

Sie hatte den Mustang (dich) gesattelt und dann irgendwann kein Bock mehr auf Pony reiten ...

Dem muss ich dir ohne Widerspruch beipflichten. Danke für die Metapher, vielleicht hilft es tatsächlich, die Dinge mehr mit Humor zu nehmen.

 

vor 6 Minuten, Lafar schrieb:

Hm? Achso! Naja Pickup Basic Wissen ist das. Lernt man hier drin in den ersten paar Forenzeilen.

Kurzform: Natur will Nachwuchs. Natur will gesunden, starken Nachwuchs. Natur sagt, Frau soll schwanger werden. Natur baut Frau Filter ein. Filter sagt: „Mann gut! Sperma gut!“ Filter prüft ob Mann immernoch gut ist. Filter sieht du bist schwach. Filter testet dich mit Manipulation. Filter sieht du bist total schwach. Natur sagt: „Mann schlecht! Sperma schlecht!“. Filter sucht neuen Mann. Frau hat ihren Job gut gemacht, weil Natur will das so. 

Arschloch-Weib. Dein Screening ist fürn Müll. Wieso mit der Ex wieder zusammen kommen, wenn es Millionen andere bessere Frauen gibt? Mach dir kein Kopp mehr darum wieso weshalb warum. Führt zu nix außer Kopfweh. Die Regeln einfach akzeptieren und weitermachen.

Eines der goldenen Pickup Basic Weisheiten. Deine Fragen zeigen mir, du hast dich nicht genug mit Pickup und Flirten und dem Thema Männlichkeit und Weiblichkeit auseinandergesetzt. 

Lesen. Üben. Besser werden.

Lets go! 

Tatsächlich habe ich das nicht. Ich habe kein Schema F angewandt, sondern es lief mal besser mal schlechter. Natürlich habe ich damit Potential verschenkt und durch taktisches Ungeschick oder zu wenig Wissen ne halbwegs sichere Nummer nicht geclosed. Ich hatte bis zu eben jener Trennung noch ein relativ idealistisches Bild von der Liebe. Evolution war mir zu profan. Aber es wurde mir gesagt, nicht nur einmal. Ich wollte es nicht wahr haben. Ja, viele Frauen ticken so, aber meine Freundin nicht, das spüre ich, sie ist die Ausgewählte blablabla, sie scheint anders zu sein blablabla.

Im Endeffekt hat sie tatsächlich irgendwie so gehandelt, wie die meisten Frauen gehandelt hätten. Es ist etwas traurig und stellt mein Verständnis von Liebe arg in Frage, aber so ist nun eben und irgendwie wirkt es so, als hätte ich keine bessere Lehre erteilt bekommen können.

Was ich nicht begreife, auch aus evolutionsbiologischer Sich, ist, warum man mit einem enormen Investieren aufwartet und quasi Ressourcen (Zeit und Nerven) verschwendet, um dann alles über den Jordan zu schicken. Das ist ineffizient. 

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Eine Sache, die dieses relative zynische Weltbild (Frauen handeln halt meistens so, evolutionsbedingt...) stützt, ist die Tatsache, dass es nach einer konsequenten KS an drei aufeinanderfolgenden Tagen drei recht belanglose Nachrichten kamen. Wahrscheinlich nicht, um das Pony wieder reiten zu können, aber wohlmöglich, weil es am Ego kratzt, dass ich es recht schnell hingenommen habe ..

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vor 6 Minuten, lepetitprince schrieb:

Was ich nicht begreife, auch aus evolutionsbiologischer Sich, ist, warum man mit einem enormen Investieren aufwartet und quasi Ressourcen (Zeit und Nerven) verschwendet, um dann alles über den Jordan zu schicken. Das ist ineffizient

Da spielt vermutlich das ursprüngliche Brut- und Nestverhalten eine Rolle. Verhütung ist evolutionsbiologisch wohl im heutigen Paarungsverhalten noch nicht vollständig eingepreist.  

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vor 11 Minuten, lepetitprince schrieb:

Wahrscheinlich nicht, um das Pony wieder reiten zu können, aber wohlmöglich, weil es am Ego kratzt, dass ich es recht schnell hingenommen habe ..

oder weil ihr langweilig ist oder sie ein schlechtes Gewissen hat oder hören will wie du ihr hinterherbettelst ...

Egal! Du brauchst ihr Ego jetzt nicht mehr füttern ...

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Im Nachhinein ist man immer schlauer. Meine Maxime war bis dato immer, auch vor der Beziehung, dass ich Frauen mag, gerne mit ihnen schlafe und nicht meine Eier verkaufe (die ich am Ende sogar verschenkt habe) und trotzdem kein Vollblut-Arsch bin. Ich bin in meiner Persönlichkeit vermutlich nicht konsistent genug, wodurch ich schnell ins Wanken gerate, wenn man meine Moral in Frage stellt.

Wir hatten gegen Ende kaum noch Sex und ich durfte in den zwei Jahren kein einziges Mal ihre Brüste sehen, anfassen vielleicht 10 Mal. Sie hatte unglaubliche Minderwertigkeitskomplexe, weil sie sie zu klein fand und wenn es zur Sprache kam, gab es Riesenkrach, aber so richtig. Irgendwann habe ich es nur noch in einer Zwei-Monats-Frequenz angesprochen, dann gelassen. Meint ihr, dass das vielleicht der erste Moment des Eier-Ausverkaufs war?

Sie gab mir bei der Diskussion immer das Gefühl, ich wäre ein gemeiner Sexist und jemand, der Frauen unter Druck setzt und das hat gezogen. Im Nachhinein finde ich es schon ungewöhnlich, zumal sie von mir alles sehn wollte und auch gesehen hat (und damit meine ich wirklich tiefe Einblicke, die über das physische hinausgehen).

 

vor 14 Minuten, francisxs schrieb:

oder weil ihr langweilig ist oder sie ein schlechtes Gewissen hat oder hören will wie du ihr hinterherbettelst ...

Egal! Du brauchst ihr Ego jetzt nicht mehr füttern ...

Ja, trotz allem tut sie mir leid. Sie hatte es oft wirklich nicht leid und sie ist alleine, sie hat keine wirkliche Familie, die Freunde sind oft keine wirklichen gewesen und sie hat viel geopfert. Ich glaube, dass ich kurzfristig das Opfer bin, aber eben einen sensationellen Halt genieße durch Familie und Freunde, sie hingegen wird wahrscheinlich nicht so glimpflich aus der Sache herausgehen. 

Sie hat keine Ausbildung, verdient in einem ekelhaften Betrieb 1200 netto, hat wahrscheinlich nicht nochmal das Glück jemanden zu finden, der sich damit abfindet, ihre Brüste niemals zu Gesicht zubekommen und der Stiefvater, der als einziger noch wichtig für sie da war, an dem sie hing, den hat sie in die Wüste geschickt und ihm den Tod gewünscht. Warum auch immer.

Ich beende in anderthalb Monaten meine Ausbildung und beginne im Wintersemester mein Studium, meine Familie nimmt mich auf als sei ich nie weggewesen und der Sport zieht. Es tut noch weh, aber es wird besser und es gibt so viele Perspektiven, die sie nicht hat, zum Teil, weil es ihr verwehrt bleibt, ohne dass sie Einfluss darauf hätte. Normalerweise müsste sich doch Genugtuung einstellen, oder? Ich glaube zumindest nicht, dass mich Mitleid in der Nummer weiterbringt.

bearbeitet von lepetitprince

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vor 20 Minuten, lepetitprince schrieb:

Ja, trotz allem tut sie mir leid. Sie hatte es oft wirklich nicht leid und sie ist alleine, sie hat keine wirkliche Familie, die Freunde sind oft keine wirklichen gewesen und sie hat viel geopfert. Ich glaube, dass ich kurzfristig das Opfer bin, aber eben einen sensationellen Halt genieße durch Familie und Freunde, sie hingegen wird wahrscheinlich nicht so glimpflich aus der Sache herausgehen. 

Sie hat keine Ausbildung, verdient in einem ekelhaften Betrieb 1200 netto, hat wahrscheinlich nicht nochmal das Glück jemanden zu finden, der sich damit abfindet, ihre Brüste niemals zu Gesicht zubekommen und der Stiefvater, der als einziger noch wichtig für sie da war, an dem sie hing, den hat sie in die Wüste geschickt und ihm den Tod gewünscht. Warum auch immer.

Ich beende in anderthalb Monaten meine Ausbildung und beginne im Wintersemester mein Studium, meine Familie nimmt mich auf als sei ich nie weggewesen und der Sport zieht. Es tut noch weh, aber es wird besser und es gibt so viele Perspektiven, die sie nicht hat, zum Teil, weil es ihr verwehrt bleibt, ohne dass sie Einfluss darauf hätte. Normalerweise müsste sich doch Genugtuung einstellen, oder? Ich glaube zumindest nicht, dass mich Mitleid in der Nummer weiterbringt.

hab hier so paar warnleuchten. Ich kann es mir nicht erklären aber da leuchten gerade "bl" und "das passende Äquivalent" auf.

ps: wie gekränkt bist du von der tatsache an sich, dass sie sich komplett von dir getrennt hat?

bearbeitet von Thxggbb

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vor 12 Minuten, Thxggbb schrieb:

hab hier so paar warnleuchten. Ich kann es mir nicht erklären aber da leuchten gerade "bl" und "das passende Äquivalent" auf.

ps: wie gekränkt bist du von der tatsache an sich, dass sie sich komplett von dir getrennt hat?

Ich war zu Beginn sehr gekränkt. Wir haben uns anderthalb Monate vorher zusammen eine Wohnung genommen und sie hat mich die Woche vorher noch in Baden-Würtemberg von ihrem Geld besucht und wir haben was unternommen; da traf es einen wie ein Schlag.

Des Weiteren hat ein Schulkollege in der Woche zuvor Suizid begangen, was mich mitgenommen hat und als ich gerade zur Tür hereinkam, sie mich umarmte und ich mir das von der Seele reden wollte, unterbrach sie mich und sagte sowas von, es fühle sich an wie eine Midlife-Crisis, sie stelle sich vor mit anderen Männern zu schlafen, habe Angst, mich zu betrügen, sie habe mich nicht vermisst und sei viel unterwegs gewesen. Das alles hat mich enorm gekränkt. Dass sie nen anderen Typen hat, hielt ich für möglich, mittlerweile ist es aber eher unwahrscheinlich..

 

Inwiefern Leuten die Alarmglocken? Mein Denke ist wahrscheinlich kontraproduktiv, oder?

 

P.S.: Sie hat sich ja nicht komplett getrennt, sie hatte den Schneid nicht, es auszusprechen und wollte bei unserem letzten Aufeinandertreffen nicht, dass ich mich schon ummelde, was ich morgen aber dann doch tun muss. Als ich das letzte Mal Dinge aus der Wohnung geholt habe, als sie arbeiten war, war mein Name auch schon überklebt, obwohl noch Post von mir dort ankommt. Das verbuche ich aber eher als Provokation..

bearbeitet von lepetitprince

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vor 5 Stunden, lepetitprince schrieb:

Nur wie zum Teufel lässt sich so ein Müll erklären? Das ist doch absurd. Wieso ändert man jemanden geschickt und manipulativen, sorgt dafür, dass er unattraktiv wird, dass er ein Schoßhündchen wird, um ihn dann abzuschießen? Das ergibt keinen Sinn, all die Mühe für etwas, was sie nicht wollte? Und falls sie es doch wollte, warum schießt sie mich dann genau deswegen ab.

Stell dir mal vor du bist ein großer weißer Hai. Die Trulla ist auch ein weißer Hai, aber eben ein weiblicher. Bisschen schwächer, bisschen kleiner, nicht so gefährlich. Wenn sie neben dir rumschwimmt fühlt sich deswegen manchmal wie ein Hai zweiter Klasse und das gefällt ihr nicht, also entscheidet sie dass sie jetzt nicht mehr mit Haien rumhängen will sondern mit den Pinguinen. In deinem Fall macht sie aus dir einen Pinguin. Ne kurze Zeit lang gefällt ihr das, weil neben dem Pinguin fühlt sie sich überlegen und hat nicht mehr dieses Gefühl ein zweite Klasse Hai zu sein, aber recht schnell merkt sie halt dass der scheiß Pinguin eigentlich ihr Essen ist und sie diesen Typen hasst. Dann frisst sie den Pinguin und schwimmt zurück zu den großen weißen Haien.

vor 3 Stunden, lepetitprince schrieb:

IWir hatten gegen Ende kaum noch Sex und ich durfte in den zwei Jahren kein einziges Mal ihre Brüste sehen, anfassen vielleicht 10 Mal. Sie hatte unglaubliche Minderwertigkeitskomplexe, weil sie sie zu klein fand und wenn es zur Sprache kam, gab es Riesenkrach, aber so richtig. Irgendwann habe ich es nur noch in einer Zwei-Monats-Frequenz angesprochen, dann gelassen. Meint ihr, dass das vielleicht der erste Moment des Eier-Ausverkaufs war?

Sie gab mir bei der Diskussion immer das Gefühl, ich wäre ein gemeiner Sexist und jemand, der Frauen unter Druck setzt und das hat gezogen.

Den Moment des Eierausverkaufs gibts nicht, das ist die Gesamtsituation. Sie macht die Regeln, du hast nichts zu melden, wenn du deine Bedürfnisse äußerst sagt sie dir du seist ein schlechter Mensch und sollst dein Maul halten. Pinguin halt, permanent in ner latenten Angsthaltung und lässt sich alles bieten weil die Freundin ein Hai ist und er nicht gefressen werden will. Du musst mal lernen/wieder lernen für dich und das was du willst einzustehen.

"Du darfst meine Brüste nicht sehen" - "Ok ja akzeptiere ich, das Problem ist nur dass ich mir auf jeden Fall Brüste ansehen werde und wenn du deine dafür nicht zur Verfügung stellst wirst du demnächst wahrscheinlich ziemlich empört sein."

"Du bist ein Sexist und behandelst Frauen schlecht" - "Mhm ja ok, wenn du das so siehst schlage ich vor du verpisst dich und suchst dir irgendwen anders der dich besser behandelt. Ach das willst du zufällig nicht? Ja dann schlage ich dir alternativ vor dass du aufhörst irgendwelche sinnlosen Worte aus deinem Gesicht zu pressen und stattdessen anfängst dich so zu verhalten dass ich dich in meiner Nähe haben will und nicht das Bedürfnis bekomme mit dir Schluss zu machen."

 

bearbeitet von chillipepper
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vor 8 Stunden, lepetitprince schrieb:

[...] aber warum investieren Frauen so viel Zeit und Muße, nur, um das Resultat wegzuwerfen und dann draufrumzutrampeln. Wenn es keine kohärente, rationale Erklärung dafür gibt, ist das ja schon bösartig.

 

Hier kommt sehr schön der Denkfehler raus, den ich bei dir, und dem Thema insgesamt oft, sehe. Du unterstellst Frauen, dass Betaisierung ein bewusster, gewollter Prozess ist in den sie Zeit investieren, bzw. sie dich aktiv, und damit irgendwie gewollt betaisieren. Und das halte ich für ziemlichen Bullshit... Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe definitv schon Männer betaisiert und habe bis ich über PU gestolpert bin noch nie wirklich irgendwas zu dem Prozess gelesen/gehört gehabt... ich hatte dementsprechend KEINE Ahnung von dem Prozess und habe gelitten wie Sau, wenn von meinem tollen Typen, den ich kennengelernt habe nichts mehr zu sehen war. Mir hat das quasi auf der anderen Seite genauso die Augen geöffnet wie den meisten Kerlen hier, die neu sind.  Dabei tragen beide Parteien in gleichem Ausmaß zu dem Schlamassel bei, in meinen Augen, dh keiner tut das mutwillig, rational reflektiert... sondern beide Parteien handeln auf Basis von "was sich gut anfühlt/anfühlen würde" in dem Moment und nicht unter dem Aspekt was langfristig gut wäre... also sie betaisiert dich genauso böswillig wie du dich böswillig betaisieren lässt: GAR NICHT. 

Nehmen wir dein Sport-Beispiel: Was ich bei deiner Beschreibung über deine Ex rauslese ist LSE und anhänglich. Dh. sie will Zeit mit dir verbringen und hat potentiell Angst, dass dich ne andere wegschnappt. Dh. sie fühlt sich schlecht und was lässt sie sich besser fühlen? Zeit mit dir und Sicherheit. Dh. sie denkt darüber oberflächlich nach und kommt irgendwie nachvollziehbarer Weise zu dem Schluss: Gemeinsam zum Sport wäre gut! Dann kann ich meine Figur verbessern, mit der ich eh unzufrieden bin, es ist gesund, ich habe Zeit mit ihm und... habe auch die Sicherheit, dass er keine Andere im Fitnessstudio abschleppt. Hier endet sehr wahrscheinlich der aktive Denkprozess. D.h. Was sie dabei nicht bedenkt ist der Aufwand, der innere Schweinehund und so, sodass ihr eben "morgen" zum Sport geht. Positiver (unbewusster) Nebeneffekt: du wirst etwas unattraktiver, das bietet auch Sicherheit... und ihr ist Optik ja eh nicht soooo wichtig... Und die lagfristigen Folgen bedenkt sie (natürlich) auch nicht, schon alleine weil Charaktereigenschaften wie "Oberflächlich" eben nicht so gut ins Selbstbild der meisten Leute passt. 

Auf der anderen Seite stehst du und genießt ja auch die Zeit mit ihr.. du genießt es dich nicht anstrengen zu müssen... dass sie dich liebt, auch wenn du nicht mehr so krass aussiehst bla... und bist eben damit genauso am die momentanen Emotionen befeuern wie sie... und denkst genauso wenig über die langfristigen Folgen nach wie sie. Und auch wenn dich das mit dem Sport vllt kurzzeitig nervt... trägst du es mit weil... ja kA was da genau die Gedankengänge so sind 😄 Fände ich ganz spannend, wie man(n) sich das zurecht rationalisiert, wenn es ganz offensichtlich ne ganze Weile nicht läuft... Und das ist jetzt quasi nur die rein optisch/figurtechnische Ebene... davon, dass von dem Mann, der weiß was er will, der sich das nimmt, was er will, der du am Anfang warst, nichts übrigbleibt, wenn du dich jedesmal vertrösten lässt und nicht für das einstehst was du willst (Sport oder Zeit mit Freunden beim Sport) muss ich nicht anfangen. Sprich das ist nur eine kleine Sache, die aber sehr weitreichende Wellen schlägt und dir dein Game ganz gut zerschießen kann. Du setzt in dem Punkt einfach keine Grenzen und das ist, losgelöst vom Geschlecht, super ungesund.  

Und daaann... (weil man den schleichenden Prozess der Betaisierung echt schlecht wahrnehmen kann und das ne weile gut auf Dinge wie situation bla schieben kann) ist auf einmal der tolle Typ weg und es ist eig. quasi zu spät. Schöne Scheiße! 😄 

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vor 19 Minuten, Doktor H. schrieb:

ich habe definitv schon Männer betaisiert und habe bis ich über PU gestolpert bin noch nie wirklich irgendwas zu dem Prozess gelesen/gehört gehabt

Konsens im PU ist, dass keine Frau irgendeinen Mann betaisieren kann. Sondern, dass Männer sich ausschließlich selbst betaisieren.
 

@lepetitprince, wie zum Henker kommst du eigentlich auf die Idee, dass eine Frau einen Mann formen könnte? Gibts bei dir irgendwie nen USB-Stecker, wo man ne Tastatur anschließen könnte? Um dann ein paar Codezeilen in deiner Birne umzuschreiben? Oder wie stellste dir das vor?

Keine Frau kann dich formen. Jedenfalls jetzt nicht mehr. Als du noch ein kleiner Hosenscheisser warst, da war das anders. Da haben Frauen dich geformt. Mutter, Tanten, große Schwestern, Lehrerinnen, usw. Damals war deine Persönlichkeit noch nicht autonom, und du warst abhängig. Prägung und so. Kennste.

Das ist jetzt aber vorbei. Wenn du dich jetzt betaisierst, dann machste das selbst. Nicht sie. Sondern das schaffste ganz alleine. Der ganze Kram mit Evolution mag seine Berechtigung haben, ist aber auf persönlicher Ebene nur ne Ausrede. Weils auch Männer gibt, sie sich nicht, oder genauer gesagt, weniger betaisieren.

Bedeutet, dass du das auch kannst. Gibt keine übermächtigen Naturgesetze, die Männer und Frauen steuern. Sondern du steuerst dich selbst.

Schwierig ist das Ganze nur, dass man völlig andere Gewohnheiten hat. Und da estmal dran festhält. Überleg beispielsweise mal, warum du deinen Usernamen hier so gewählt hast. Und warum deine Familie dich jetzt wieder aufnimmt, als wärst du nie weg gewesen. Klar, was gemeint ist?

Wenn du glaubst, dass eine Frau dich formen könnte - dann haste dich in Wiklichkeit freiwillig an ihren Rockzipfel gehängt. Weil du das von den Frauen aus deiner Kindheit noch so gewohnt bist. Bedeutet, dass du selbst die Wahl hast, ob du das so weiter machen willst - oder ob du was dazu lernen willst.

bearbeitet von Aldous
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vor 8 Stunden, lepetitprince schrieb:

Im Endeffekt hat sie tatsächlich irgendwie so gehandelt, wie die meisten Frauen gehandelt hätten. Es ist etwas traurig und stellt mein Verständnis von Liebe arg in Frage, aber so ist nun eben und irgendwie wirkt es so, als hätte ich keine bessere Lehre erteilt bekommen können.

Was ich nicht begreife, auch aus evolutionsbiologischer Sich, ist, warum man mit einem enormen Investieren aufwartet und quasi Ressourcen (Zeit und Nerven) verschwendet, um dann alles über den Jordan zu schicken. Das ist ineffizient. 

Bio ist toll und spielt im Mann-Frau-Thema mit Sicherheit eine große Rolle. Aber man darf sie auch nicht als 0815-Erklärung für alles hernehmen. Das ist zu einfach, zu flach und vor allem hilft es dir 0 weiter. Wenn man anfängt, seine Beziehungsmuster nur damit zu analysieren, kommt man tatsächlich auf solche Fragen, wie du sie dir gerade stellst und das ist überhaupt nicht zielführend. Es geht ja um dich, deine Freundin und was du aus der Sache mitnehmen kannst. Mein Gedanke wäre: Such dir beim nächsten Mal jemanden auf relativer Augenhöhe. Deiner Beschreibung nach ist es doch so:

Du siehst du gut aus, ein stabiles Elternhaus und Freunde, solide Ausbildung, berufliche Perspektiven.

Deine Freundin hat Komplexe wegen ihrem Aussehen, ein zerrüttetes Elternhaus, keine Freunde, keine Ausbildung, miesen Job und ergo keine großartigen Perspektiven.

Dieses Ungleichgewicht spürt auch sie und was entsteht ist - Angst. Verlustangst. Hat sie ja schon öfter erlebt, dass sich Menschen von ihr abwenden und sie alleine zurückbleibt: Stiefvater schickt sie in die Wüste, falsche Freunde... Noch dazu ist sie mit ihrem Körper nicht im Reinen, schämt sich vor dir. Sieht, was du alles hast und kannst und sie nicht. Scham, Angst und Minderwertigkeitsgefühle sind eine ziemlich brisante Kombi. Was tut sie also, um dich zu halten? Sie klammert und manipuliert.

Angst macht blind. Sie sieht dich und deine Bedürfnisse nicht mehr richtig, sondern kreist nur noch um ihre Ängste. Sie gönnt dir deine Hobbys, dein Ausgehen nicht, will nicht, dass du da Spaß hast. Sie fürchtet nur: Was, wenn er da eine andere kennenlernt? Was, wenn er noch trainierter wird und andere ihn ansehen? Es geht ja so weit, dass sie in dem Moment, als dein Freund sich das Leben genommen hat, keinen Blick für deine Trauer hat, sondern nur für sich.

vor 8 Stunden, lepetitprince schrieb:

Ich beende in anderthalb Monaten meine Ausbildung und beginne im Wintersemester mein Studium, meine Familie nimmt mich auf als sei ich nie weggewesen und der Sport zieht. Es tut noch weh, aber es wird besser und es gibt so viele Perspektiven, die sie nicht hat, zum Teil, weil es ihr verwehrt bleibt, ohne dass sie Einfluss darauf hätte. Normalerweise müsste sich doch Genugtuung einstellen, oder? Ich glaube zumindest nicht, dass mich Mitleid in der Nummer weiterbringt.

Du hast recht, deine Freundin kann einem leid tun. Und Mitleid bringt dich hier tatsächlich weiter. Genugtuung bedeutet, dass da noch immer Hass ist und Wunsch nach Vergeltung. Dein Mitleid lässt dich verstehen, was hier eigentlich vorgefallen ist und dankbar sein für das, was du hast und bist - und sie nicht. Das heißt nicht, dass du ihr aus der Misere heraushelfen musst. Ihr seid getrennte Menschen. Aber du wirst wirklich wieder schneller Fuß fassen als sie. Das ist erfreulich für dich, bedauerlich für sie.

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Gibt doch den schönen Satz "eine Frau will einen Mann immer ändern, und wenn ihr das gelungen ist, findet sie ihn langweilig". Uralte Weisheit, gab schon lange vor PU.

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Hallo allerseits,

vielen Dank für die doch recht rege Resonanz. 

 

vor 9 Stunden, chillipepper schrieb:

Stell dir mal vor du bist ein großer weißer Hai. Die Trulla ist auch ein weißer Hai, aber eben ein weiblicher. Bisschen schwächer, bisschen kleiner, nicht so gefährlich. Wenn sie neben dir rumschwimmt fühlt sich deswegen manchmal wie ein Hai zweiter Klasse und das gefällt ihr nicht, also entscheidet sie dass sie jetzt nicht mehr mit Haien rumhängen will sondern mit den Pinguinen. In deinem Fall macht sie aus dir einen Pinguin. Ne kurze Zeit lang gefällt ihr das, weil neben dem Pinguin fühlt sie sich überlegen und hat nicht mehr dieses Gefühl ein zweite Klasse Hai zu sein, aber recht schnell merkt sie halt dass der scheiß Pinguin eigentlich ihr Essen ist und sie diesen Typen hasst. Dann frisst sie den Pinguin und schwimmt zurück zu den großen weißen Haien.

Den Moment des Eierausverkaufs gibts nicht, das ist die Gesamtsituation. Sie macht die Regeln, du hast nichts zu melden, wenn du deine Bedürfnisse äußerst sagt sie dir du seist ein schlechter Mensch und sollst dein Maul halten. Pinguin halt, permanent in ner latenten Angsthaltung und lässt sich alles bieten weil die Freundin ein Hai ist und er nicht gefressen werden will. Du musst mal lernen/wieder lernen für dich und das was du willst einzustehen.

"Du darfst meine Brüste nicht sehen" - "Ok ja akzeptiere ich, das Problem ist nur dass ich mir auf jeden Fall Brüste ansehen werde und wenn du deine dafür nicht zur Verfügung stellst wirst du demnächst wahrscheinlich ziemlich empört sein."

"Du bist ein Sexist und behandelst Frauen schlecht" - "Mhm ja ok, wenn du das so siehst schlage ich vor du verpisst dich und suchst dir irgendwen anders der dich besser behandelt. Ach das willst du zufällig nicht? Ja dann schlage ich dir alternativ vor dass du aufhörst irgendwelche sinnlosen Worte aus deinem Gesicht zu pressen und stattdessen anfängst dich so zu verhalten dass ich dich in meiner Nähe haben will und nicht das Bedürfnis bekomme mit dir Schluss zu machen."

 

Im Nachhinein die richtige Herangehensweise und hätte ich so gehandelt, hätte sie nicht ihren Schabernack mit mir treiben können und ich wäre mit ihr vermutlich noch glücklich zusammen. Aber irgendwie hatte ich tatsächlich nicht die Eier dazu. Ich habe mir gedacht, ich müsse sie so nehmen, wie sie eben ist. Ich war eine Zeit in der Beziehung schwer krank und nicht mehr derselbe, habe stark abgenommen und war sehr schwach, da blieb sie eben auch an meiner Seite, das hat mich ein Stück weit verpflichtet. In dem Falle ist es mit dieser Metapher einfacher zu verstehen, wenn ich es mir so auch nicht hätte ausmalen können.

Es ist ja ehrlich, aber mir hat sie, wenn ich ihr andeutete, dass mir das nicht genug sei, deutlich gemacht, dass das einer Anpreisung gleichkäme. Das hat eben gezogen. Ich habe sie auch tatsächlich kein einziges Mal wie auch immer betrogen. Sie hatte mich unter Kontrolle.

 

vor 5 Stunden, Doktor H. schrieb:

Hier kommt sehr schön der Denkfehler raus, den ich bei dir, und dem Thema insgesamt oft, sehe. Du unterstellst Frauen, dass Betaisierung ein bewusster, gewollter Prozess ist in den sie Zeit investieren, bzw. sie dich aktiv, und damit irgendwie gewollt betaisieren. Und das halte ich für ziemlichen Bullshit... Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe definitv schon Männer betaisiert und habe bis ich über PU gestolpert bin noch nie wirklich irgendwas zu dem Prozess gelesen/gehört gehabt... ich hatte dementsprechend KEINE Ahnung von dem Prozess und habe gelitten wie Sau, wenn von meinem tollen Typen, den ich kennengelernt habe nichts mehr zu sehen war. Mir hat das quasi auf der anderen Seite genauso die Augen geöffnet wie den meisten Kerlen hier, die neu sind.  Dabei tragen beide Parteien in gleichem Ausmaß zu dem Schlamassel bei, in meinen Augen, dh keiner tut das mutwillig, rational reflektiert... sondern beide Parteien handeln auf Basis von "was sich gut anfühlt/anfühlen würde" in dem Moment und nicht unter dem Aspekt was langfristig gut wäre... also sie betaisiert dich genauso böswillig wie du dich böswillig betaisieren lässt: GAR NICHT. 

Nehmen wir dein Sport-Beispiel: Was ich bei deiner Beschreibung über deine Ex rauslese ist LSE und anhänglich. Dh. sie will Zeit mit dir verbringen und hat potentiell Angst, dass dich ne andere wegschnappt. Dh. sie fühlt sich schlecht und was lässt sie sich besser fühlen? Zeit mit dir und Sicherheit. Dh. sie denkt darüber oberflächlich nach und kommt irgendwie nachvollziehbarer Weise zu dem Schluss: Gemeinsam zum Sport wäre gut! Dann kann ich meine Figur verbessern, mit der ich eh unzufrieden bin, es ist gesund, ich habe Zeit mit ihm und... habe auch die Sicherheit, dass er keine Andere im Fitnessstudio abschleppt. Hier endet sehr wahrscheinlich der aktive Denkprozess. D.h. Was sie dabei nicht bedenkt ist der Aufwand, der innere Schweinehund und so, sodass ihr eben "morgen" zum Sport geht. Positiver (unbewusster) Nebeneffekt: du wirst etwas unattraktiver, das bietet auch Sicherheit... und ihr ist Optik ja eh nicht soooo wichtig... Und die lagfristigen Folgen bedenkt sie (natürlich) auch nicht, schon alleine weil Charaktereigenschaften wie "Oberflächlich" eben nicht so gut ins Selbstbild der meisten Leute passt. 

Auf der anderen Seite stehst du und genießt ja auch die Zeit mit ihr.. du genießt es dich nicht anstrengen zu müssen... dass sie dich liebt, auch wenn du nicht mehr so krass aussiehst bla... und bist eben damit genauso am die momentanen Emotionen befeuern wie sie... und denkst genauso wenig über die langfristigen Folgen nach wie sie. Und auch wenn dich das mit dem Sport vllt kurzzeitig nervt... trägst du es mit weil... ja kA was da genau die Gedankengänge so sind 😄 Fände ich ganz spannend, wie man(n) sich das zurecht rationalisiert, wenn es ganz offensichtlich ne ganze Weile nicht läuft... Und das ist jetzt quasi nur die rein optisch/figurtechnische Ebene... davon, dass von dem Mann, der weiß was er will, der sich das nimmt, was er will, der du am Anfang warst, nichts übrigbleibt, wenn du dich jedesmal vertrösten lässt und nicht für das einstehst was du willst (Sport oder Zeit mit Freunden beim Sport) muss ich nicht anfangen. Sprich das ist nur eine kleine Sache, die aber sehr weitreichende Wellen schlägt und dir dein Game ganz gut zerschießen kann. Du setzt in dem Punkt einfach keine Grenzen und das ist, losgelöst vom Geschlecht, super ungesund.  

Und daaann... (weil man den schleichenden Prozess der Betaisierung echt schlecht wahrnehmen kann und das ne weile gut auf Dinge wie situation bla schieben kann) ist auf einmal der tolle Typ weg und es ist eig. quasi zu spät. Schöne Scheiße! 😄 

Gut, wie gesagt, sie ist jaa auch ein tolles Persönchen, zumindest gewesen. Jetzt hat sie eine ziemliche Wandlung durchgemacht, war ihrem Vater gegenüber arg unfair, was zuvor nicht der Fall war. Ich habe ja auch die gesagt, dass sei bösartig, ich empfand es nur stellenweise so, weil ich es rational eben nicht erklären konnte.

Wenn das stimmt und sie wirklich so gedacht hat, dass sie eben mehr Zeit mit mir verbringt und ich unattraktiv werde, hat das meiner Auffassung doch auch mit wenig Vertrauen zu tun, oder? Normalerweise sollte man sich doch glücklich schätzen, wenn der Partner maximal gut aussieht. Ich habe mich auch darüber gefreut, eine so schöne Freundin zu haben. Ihre Minderwertigkeitskomplexe hatten arg wenig mit der Realität zu tun.

Gut, das auch mal aus weiblicher Perspektive durchleuchtet zu sehen. Es war in jedem Falle ein schleichender Prozess, die Aufregung war weg, der Sex schlechter und quantitativ nahm er auch sehr ab. Das habe ich latent bemerkt, aber scheinbar bedrängt. Ich hatte trotz dieser Entwicklung nie das Gefühl, dass die Liebe abnahm. Wir hatten nach wie vor sehr intensive Momente und haben uns in die Augen geschaut und mit Inbrunst gesagt, wie sehr wir uns liebten. Da dachte ich mir, dieses Band hält. Ich wäre im Leben nicht drauf gekommen, dass das nicht reichen würde. Dass Abwechslung oder mal was anderes wichtiger sein könnte als diese intensive Form der Liebe. Es ist einfach nur erschreckend wie schnell das alles ging. Sie ist anhänglich, anhänglich, anhänglich und auf einmal das völlige Gegenteil und stößt einen Weg. Warum verläuft das nicht schrittweise?

 

vor 4 Stunden, Aldous schrieb:

Konsens im PU ist, dass keine Frau irgendeinen Mann betaisieren kann. Sondern, dass Männer sich ausschließlich selbst betaisieren.
 

@lepetitprince, wie zum Henker kommst du eigentlich auf die Idee, dass eine Frau einen Mann formen könnte? Gibts bei dir irgendwie nen USB-Stecker, wo man ne Tastatur anschließen könnte? Um dann ein paar Codezeilen in deiner Birne umzuschreiben? Oder wie stellste dir das vor?

Keine Frau kann dich formen. Jedenfalls jetzt nicht mehr. Als du noch ein kleiner Hosenscheisser warst, da war das anders. Da haben Frauen dich geformt. Mutter, Tanten, große Schwestern, Lehrerinnen, usw. Damals war deine Persönlichkeit noch nicht autonom, und du warst abhängig. Prägung und so. Kennste.

Das ist jetzt aber vorbei. Wenn du dich jetzt betaisierst, dann machste das selbst. Nicht sie. Sondern das schaffste ganz alleine. Der ganze Kram mit Evolution mag seine Berechtigung haben, ist aber auf persönlicher Ebene nur ne Ausrede. Weils auch Männer gibt, sie sich nicht, oder genauer gesagt, weniger betaisieren.

Bedeutet, dass du das auch kannst. Gibt keine übermächtigen Naturgesetze, die Männer und Frauen steuern. Sondern du steuerst dich selbst.

Schwierig ist das Ganze nur, dass man völlig andere Gewohnheiten hat. Und da estmal dran festhält. Überleg beispielsweise mal, warum du deinen Usernamen hier so gewählt hast. Und warum deine Familie dich jetzt wieder aufnimmt, als wärst du nie weg gewesen. Klar, was gemeint ist?

Wenn du glaubst, dass eine Frau dich formen könnte - dann haste dich in Wiklichkeit freiwillig an ihren Rockzipfel gehängt. Weil du das von den Frauen aus deiner Kindheit noch so gewohnt bist. Bedeutet, dass du selbst die Wahl hast, ob du das so weiter machen willst - oder ob du was dazu lernen willst.

Das ist bitter ehrlich, aber vermutlich die Wahrheit. Ich hatte großen Einfluss durch Frauen und habe sie auch gern gemocht, mich davon dann aber gegen ende der Pubertät komplett befreit. Ich war die meiste Zeit ein Softie, der aber trotzdem, irgendwie Erfolg hatte bei Frauen, warum auch immer. Sie hat sehr geklammert, aber war im Nachhinein betrachtet fast sowas ich eine Mutter. In dem Sinne, dass sie alles organisiert hat und viele Entscheidungen traf. Vielleicht steckte dieses Bedürfnis in mir.

Lepetitprince hab ich als Nick gewählt, weil das gleichnamige Buch von Antoine de-Saint-Exupery mein liebstes ist. Aber das lässt vielleicht auch Aufschluss darüber, dass ich scheinbar etwas naiv bin/war. Ich dachte, dass man in einer Beziehung sich eben wandelt, sie hat selbiges ja auch getan. Man beschreitet seinen Weg ja dann gemeinsam und das birgt Kompromisse, aber das habe ich scheinbar komplett fehlverstanden. Das war eher eine Art Kotau.

 

vor 4 Stunden, Barbara schrieb:

Bio ist toll und spielt im Mann-Frau-Thema mit Sicherheit eine große Rolle. Aber man darf sie auch nicht als 0815-Erklärung für alles hernehmen. Das ist zu einfach, zu flach und vor allem hilft es dir 0 weiter. Wenn man anfängt, seine Beziehungsmuster nur damit zu analysieren, kommt man tatsächlich auf solche Fragen, wie du sie dir gerade stellst und das ist überhaupt nicht zielführend. Es geht ja um dich, deine Freundin und was du aus der Sache mitnehmen kannst. Mein Gedanke wäre: Such dir beim nächsten Mal jemanden auf relativer Augenhöhe. Deiner Beschreibung nach ist es doch so:

Du siehst du gut aus, ein stabiles Elternhaus und Freunde, solide Ausbildung, berufliche Perspektiven.

Deine Freundin hat Komplexe wegen ihrem Aussehen, ein zerrüttetes Elternhaus, keine Freunde, keine Ausbildung, miesen Job und ergo keine großartigen Perspektiven.

Dieses Ungleichgewicht spürt auch sie und was entsteht ist - Angst. Verlustangst. Hat sie ja schon öfter erlebt, dass sich Menschen von ihr abwenden und sie alleine zurückbleibt: Stiefvater schickt sie in die Wüste, falsche Freunde... Noch dazu ist sie mit ihrem Körper nicht im Reinen, schämt sich vor dir. Sieht, was du alles hast und kannst und sie nicht. Scham, Angst und Minderwertigkeitsgefühle sind eine ziemlich brisante Kombi. Was tut sie also, um dich zu halten? Sie klammert und manipuliert.

Angst macht blind. Sie sieht dich und deine Bedürfnisse nicht mehr richtig, sondern kreist nur noch um ihre Ängste. Sie gönnt dir deine Hobbys, dein Ausgehen nicht, will nicht, dass du da Spaß hast. Sie fürchtet nur: Was, wenn er da eine andere kennenlernt? Was, wenn er noch trainierter wird und andere ihn ansehen? Es geht ja so weit, dass sie in dem Moment, als dein Freund sich das Leben genommen hat, keinen Blick für deine Trauer hat, sondern nur für sich.

Du hast recht, deine Freundin kann einem leid tun. Und Mitleid bringt dich hier tatsächlich weiter. Genugtuung bedeutet, dass da noch immer Hass ist und Wunsch nach Vergeltung. Dein Mitleid lässt dich verstehen, was hier eigentlich vorgefallen ist und dankbar sein für das, was du hast und bist - und sie nicht. Das heißt nicht, dass du ihr aus der Misere heraushelfen musst. Ihr seid getrennte Menschen. Aber du wirst wirklich wieder schneller Fuß fassen als sie. Das ist erfreulich für dich, bedauerlich für sie.

Ich glaube, du hast  mit Abstand am deutlichsten den Nagel auf den Kopf getroffen. Für mein Elternhaus und all die Umstände kann ja weder sie noch ich etwas, aber das hat an ihr genagt, sie hat oft gesagt, dass ich eben behütet aufwuchs und sie mit 18 ihr eigenes Ding drehen musste. Das nagte immer an ihr. Sie mochte auch viele meiner Freunde nicht, weil sie Abitur haben und fühlte sich dadurch, dass ich auch eins habe, minderwertig, wobei ich ihr oft versuchte, zu erklären, dass das nicht wichtig ist. Ich habe ihr angeboten, dass, wenn sie sich besser fühle, ich ein paar Jahre mit dem Studium warte und sie ihr Abi nachholen könne, wenn sie wollte. Aber da unterstellte sie mir, dass ich ihr das nur anbot, weil ich mich schämte, dass sie nicht so gebildet war - das stimmte aber einfach nicht. Es war mir schlichtweg egal, auch der familiäre Background war mir egal. Schade, dass das dann mitunter eine Ursache dafür sein könnte, dass es zerbrach.

Ich finde es krass, wie dezidiert du genau das beschreibst, was sie selbst gesagt hat. Sie hat es zwischendurch mal geäußert, sie war stark geprägt von Ängsten, Ich sollte mit keinen Arbeitskolleginnen mehr reden, keinen Frauen bei Instagram folgen, sie wurde misstrauisch, wenn ich in BW war und mal ein paar Stunden nicht antwortete, das war beinahe paranoid. 

Ja, das ist es. Sie war gegen Ende gemein, aber ich verstehe den Hass auf die Ex nicht, wenn man zuvor doch sein Leben miteinander teilte und sie scheinbar liebte. Man kann einen Menschen doch nicht auf die letzten gemeinsamen Tage herunterbrennen, sondern muss das Gesamtbild sehen. Da war sie trotz einiger krasser Macken, die ich vermutlich aber auch hatte und nur noch nicht so reflektiere, sehr loyal und liebenswert. Würde ich sie jetzt hassen, hätte ich in der Beziehung vermutlich die Tatsache, geliebt zu werden, mehr geliebt, als zu lieben.

Meint ihr, dass ich trotz allem rigoros den Kontakt meiden sollte, ihr nicht aus einer Misere helfen sollte? Das reduziert meine Attraction, aber es ist nicht mehr mein Ansinnen, mit ihr zusammen zu kommen. Sie ist mir wichtig, aber ich erkenne schon, dass der Wald gerodet ist und dass es keine Perspektive hat und fühle mich nach und nach auch befreiter, was meint ihr?

vor 4 Stunden, Nachtzug schrieb:

Gibt doch den schönen Satz "eine Frau will einen Mann immer ändern, und wenn ihr das gelungen ist, findet sie ihn langweilig". Uralte Weisheit, gab schon lange vor PU.

Ja, der ist mir bekannt, hast den sogar mal im Deutschunterricht, nur der genaue Wortlaut ist mir entfallen, aber genau auf diesen Satz, dieses Zitat, spielt der Thread ja an.

 

Wünsche euch ein schönes Wochenende.

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vor 10 Stunden, chillipepper schrieb:

In deinem Fall macht sie aus dir einen Pinguin.

Nur sollte man bedenken, dass man aus einem Hai keinen Pinguin machen kann. Bedeutet im übertragenen Sinne, dass der Pinguin nur ein "weiße Hai"-Kostüm bei Ebay-Kleinanzeigen ersteigert hat und sich als etwas ausgibt, dass er nicht wirklich ist. Hai-Weibchen hat es durch unterbewusste Mechanismen herausgefunden, auch wenn sie sich tief innerlich wünsche es wäre nicht so. 

Dann Rest deiner Story. 

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vor 2 Stunden, lepetitprince schrieb:

Meint ihr, dass ich trotz allem rigoros den Kontakt meiden sollte

Nö, wieso? Einziger Grund für Kontaktsperre ist, wenn man anders nicht klarkommt.

 

Zitat

ihr nicht aus einer Misere helfen sollte?

Wie wärs mit dem Mindset, dass du ihr nicht helfen brauchst?

Schau:

Dass du die Erläuterungen von @Barbara so passend findest, liegt daran, dass du dich damit emotional von ihr distanzieren kannst. Du hast zwar vom Kopf her klar, dass die Beziehung vorbei ist. Emotional ist aber noch eine Bindung da. Das Dilemma kann man sich etwas einfacher machen, indem man Gründe findet, warum man es ohne die Ex besser hat. Nach dem Motto: Es hätte ja sowieso nicht geklappt.

Ist auch völlig OK. Macht jeder so.

Unabhängig davon kannste aber davon ausgehen, dass die Kleine deine Hilfe nicht brauch. Die kommt schon klar. Genauso, wie du selbst.

Darum:

Wenn du deiner nächsten Kleinen und dir was Gutes tun willst - also du das vermeiden willst:

Zitat

Das reduziert meine Attraction

Dann geh davon aus, dass sie genauso gut klarkommt, wie du selbst.

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vor 3 Stunden, lepetitprince schrieb:

Lepetitprince hab ich als Nick gewählt, weil das gleichnamige Buch von Antoine de-Saint-Exupery mein liebstes ist. Aber das lässt vielleicht auch Aufschluss darüber, dass ich scheinbar etwas naiv bin/war. Ich dachte, dass man in einer Beziehung sich eben wandelt, sie hat selbiges ja auch getan. Man beschreitet seinen Weg ja dann gemeinsam und das birgt Kompromisse, aber das habe ich scheinbar komplett fehlverstanden. Das war eher eine Art Kotau. 

Ein schönes Buch. Dass es dein Lieblingsbuch ist zeugt keineswegs von Naivität. Aber gibt eine Idee davon, warum du gedanklich immer noch so bei deiner Ex-Freundin bist. Ich hab den Roman vor vielen Jahren gelesen, aber kann mich noch immer an eine sehr prägnante Stelle erinnern: "Man ist ewig verantwortlich für das, was man sich vertraut gemacht hat." Das hat mich damals nicht losgelassen. Ewig - was für ein seltsamer Begriff überhaupt. Irgendwie ist das ja auch so ein bisschen dein Thema.

 

vor 3 Stunden, lepetitprince schrieb:

Meint ihr, dass ich trotz allem rigoros den Kontakt meiden sollte, ihr nicht aus einer Misere helfen sollte? Das reduziert meine Attraction, aber es ist nicht mehr mein Ansinnen, mit ihr zusammen zu kommen. Sie ist mir wichtig, aber ich erkenne schon, dass der Wald gerodet ist und dass es keine Perspektive hat und fühle mich nach und nach auch befreiter, was meint ihr?

Du bist nicht (mehr) verantwortlich für deine Ex-Freundin. Für sein "Lebensglück", sein psychisches Wohlbefinden usw. ist (m.M.n.) jeder selbst verantwortlich. Der Partner kann durchaus unterstützend wirken. So hast ja auch du ihr angeboten, sie könne später noch ihr Abi nachholen. Aber weil sie so von ihren Komplexen geplagt ist, hat sie auch das wieder nur als Herabwertung gedeutet. Das einzige, wozu man verantwortlich ist, ist den anderen respektvoll zu behandeln. Du sagst, du hast sie in der Trennungsphase nicht verletzt. Gut, dann lass das so stehen. Und lass sie ziehen. Du kannst ihr nicht helfen, das kann sie nur selbst. Kümmere dich lieber um dich, nimm Abstand von dem Ganzen und hab nur keine Angst, dass alle Frauen ihren Kerl klein machen und dann fallen lassen. Andere macht nur klein, wer selbst klein ist. Gilt für Männer wie für Frauen, dein Fall ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür.

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Ich glaube, dass jede Trennung auf die eigene Art und Weise unique ist, in diesem Falle gibt es aber einige Dinge, die arg ungewöhnlich waren. Ich würde jetzt im Nachhinein (da kann man das immer ganz gut, wäre ich noch in dieser Beziehung, hätte ich wahrscheinlich diese Erkenntnis nicht) einfach mal so behaupten, dass diese Bindung unglaublich intensiv, aber dadurch auch nicht wirklich gesund war. Wir beide haben versucht, ein Ideal abzubilden, waren der Chimäre einer perfekten Liebe aufersessen.

Ein Beispiel: Es mag arg kitschig klingen, aber Paris hatte für mich immer eine große Bedeutung, den ganzen Kram mit Stadt der Liebe war wirklich etwas, was mich fesselte, woran ich glauben wollte. Und deswegen versprach ich ihr in einer Nacht, in der wir getrunken hatten und eine ziemliche Odyssee (samt Streit und Versöhnung) hinter uns hatten, sie dorthin einzuladen und es war, in diesem Moment, himmlisch. Ich habe noch nie so intensiv gefühlt wie in einigen Momenten in Paris. 

Als wir Abends mit Whiskey-Cola in der Hand auf den Stufen vor unserem Appartement (das tatsächlich außergewöhnlich stilvoll war und in einem bewachsenen Hinterhof, wie in vielen klassischen französischen Filmen, gelegen war) saßen, leicht angetrunken und erschöpft von der Anreise, intensive Gespräche führten und den anderen Menschen ebenfalls beim fröhlich Plaudern (in Frankreich scheint es gang und gäbe zu sein, sich mit seinen Freunden bei gutem Wetter abends in den Hof zu setzen und - ziemlich klischeehaft - Rotwein zu trinken) zu sahen, war das der Moment, als ich begriff, dass ich mich wirklich auf eine Art und Weise verliebt habe, die mich ändern würde.

Wir waren danach viel unterwegs und wollten es immer steigern, die Normalität war uns ein Graus, nur, dass man nicht immer etwas Größerem nachjagen kann und irgendwie wurde dann in der zweiten gemeinsamen Wohnung vieles unendlich banal. Mir reichte das aber, bzw. tat es das nicht, aber mir war die Liebe zu ihr wichtiger als jeder Freiheitsdrang. 

Ich habe irgendwie daran geglaubt, dass die Liebe dafür sorgt, dass es sich irgendwie fügt - von selbst. Und das ist dann tatsächlich naiv.

 

vor 5 Stunden, capitalcat schrieb:

Nur sollte man bedenken, dass man aus einem Hai keinen Pinguin machen kann. Bedeutet im übertragenen Sinne, dass der Pinguin nur ein "weiße Hai"-Kostüm bei Ebay-Kleinanzeigen ersteigert hat und sich als etwas ausgibt, dass er nicht wirklich ist. Hai-Weibchen hat es durch unterbewusste Mechanismen herausgefunden, auch wenn sie sich tief innerlich wünsche es wäre nicht so. 

Dann Rest deiner Story. 

Ich war nie ein Macho oder ein Hai, ich war stellenweise ein Arschloch, meistens aber eigentlich jemand, der sich jetzt nicht so sehr mit James Bond und co identifizierte. Ich dachte, es ginge auch anders. 

 

vor 2 Stunden, Aldous schrieb:

Nö, wieso? Einziger Grund für Kontaktsperre ist, wenn man anders nicht klarkommt.

 

Wie wärs mit dem Mindset, dass du ihr nicht helfen brauchst?

Schau:

Dass du die Erläuterungen von @Barbara so passend findest, liegt daran, dass du dich damit emotional von ihr distanzieren kannst. Du hast zwar vom Kopf her klar, dass die Beziehung vorbei ist. Emotional ist aber noch eine Bindung da. Das Dilemma kann man sich etwas einfacher machen, indem man Gründe findet, warum man es ohne die Ex besser hat. Nach dem Motto: Es hätte ja sowieso nicht geklappt.

Ist auch völlig OK. Macht jeder so.

Unabhängig davon kannste aber davon ausgehen, dass die Kleine deine Hilfe nicht brauch. Die kommt schon klar. Genauso, wie du selbst.

Darum:

Wenn du deiner nächsten Kleinen und dir was Gutes tun willst - also du das vermeiden willst:

Dann geh davon aus, dass sie genauso gut klarkommt, wie du selbst.

Sie kommt schon klar, sie hat eine Menge schwieriger Situationen ohne mich gemeistert, stark ist sie, wenn es drauf ankommt. Und trotzdem, auch wenn es offenkundig ist, dass alles, was eine Beziehung noch ermöglichen könnte, zerbrochen ist, liebe ich sie. Das klingt natürlich verdammt danach, als würde ich jederzeit einen Rückzieher machen und sei labil. Aber so ist es auch bei meiner Ex-Ex-Freundin. Ein Teil von mir liebt diese Person, weil sie mit mir ihr Leben geteilt hat und mir somit etwas geschenkt hat, was nicht bezahlbar wäre. 

Ich kann also schon eine Sympathie für einen Menschen empfinden und es trotzdem kategorisch ausschließen, mit derjenigen Person nochmal zusammenzukommen. Das macht es mir allerdings auch nicht gleichgültig, wenn ich mitbekomme, dass entsprechende Person scheiße dran ist. Ich glaube - und das klingt auch wieder nach ziemlichem Wunschdenken, aber das vertrete ich so -, dass sie aktuell nicht her ihrer Sinne ist, dass sie sich einsam fühlt. Es wird irgendwann einen Mann geben, den sie liebt und der ihr Nähe schenkt, aber jetzt gerade, ist sie unendlich allein, nur, dass sie es nicht versteht.

vor 2 Stunden, Barbara schrieb:

Ein schönes Buch. Dass es dein Lieblingsbuch ist zeugt keineswegs von Naivität. Aber gibt eine Idee davon, warum du gedanklich immer noch so bei deiner Ex-Freundin bist. Ich hab den Roman vor vielen Jahren gelesen, aber kann mich noch immer an eine sehr prägnante Stelle erinnern: "Man ist ewig verantwortlich für das, was man sich vertraut gemacht hat." Das hat mich damals nicht losgelassen. Ewig - was für ein seltsamer Begriff überhaupt. Irgendwie ist das ja auch so ein bisschen dein Thema.

 

Du bist nicht (mehr) verantwortlich für deine Ex-Freundin. Für sein "Lebensglück", sein psychisches Wohlbefinden usw. ist (m.M.n.) jeder selbst verantwortlich. Der Partner kann durchaus unterstützend wirken. So hast ja auch du ihr angeboten, sie könne später noch ihr Abi nachholen. Aber weil sie so von ihren Komplexen geplagt ist, hat sie auch das wieder nur als Herabwertung gedeutet. Das einzige, wozu man verantwortlich ist, ist den anderen respektvoll zu behandeln. Du sagst, du hast sie in der Trennungsphase nicht verletzt. Gut, dann lass das so stehen. Und lass sie ziehen. Du kannst ihr nicht helfen, das kann sie nur selbst. Kümmere dich lieber um dich, nimm Abstand von dem Ganzen und hab nur keine Angst, dass alle Frauen ihren Kerl klein machen und dann fallen lassen. Andere macht nur klein, wer selbst klein ist. Gilt für Männer wie für Frauen, dein Fall ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür.

Ja, es war seit jeher mein Lieblingsbuch. Es ist unendlich poetisch, obwohl es fälschlicherweise oft als Kinderbuch abgetan wird. Viele Klassiker der Literatur sind wesentlich seichter als dieses Buch und die Geschichte dahinter. Und es hat mich geprägt, das stimmt schon. 

Ich habe ihr einmal geschrieben, weil ich verletzt war, wie kalt sie urplötzlich war, dass sie der größte Fehler in meinem Leben war. Aber das habe ich wieder zurückgenommen, weil sie eben kein Fehler war. Sie war mindestens eine Person, die mich sehr geprägt hat und gelernt habe ich auch. Ich glaube, dass nachschießen oder der Versuch, den anderen zu verletzen, einen selbst verändert und es nicht besser macht. Man macht es den Partner auch einfacher, über einen hinwegzukommen, auch wenn er/sie diejenigen ist, die verlassen hat. Also ist, fair aus einer Beziehung auszuscheiden, nicht mal selbstlos, sondern dient dem Selbstschutz.

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vor 4 Stunden, lepetitprince schrieb:

Ich war nie ein Macho oder ein Hai, ich war stellenweise ein Arschloch, meistens aber eigentlich jemand, der sich jetzt nicht so sehr mit James Bond und co identifizierte. Ich dachte, es ginge auch anders. 

Ersetzte das Wort "Hai" durch "Ein attraktiver Mann/ Die beste Partnerwahl für eine bestimmt Frau XY" und dann sind wir da angelangt. 
Hat absolut null mit Macho zu tun und ich weiß auch nicht, woher du die Annahme hast, es würde auch nur ansatzweise zusammenhängen. 

In der Story von Pepper hättest du genauso gut die Wörter "Hai" und "Penguine" mit "Vogel" und "Würmer" ersetzen können. Wenn dir das weniger "machohaft" rüberkommt. 
Hauptsache du verstehst den Inhalt. 

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Sie klingt für mich wie jemand der so richtig viel negatives im Leben erlebt hat. Sie wohl auch vieles von dem was du beschreibst nicht verarbeitet.

Diese Einsamkeit , ihre Familie.

Mein Rat: Verzeih ihr. Für alles. Mach deinen Frieden damit , dass du Mitgefühl hast nicht Mitleid. Verstehe dass sie dich verletzt hat , weil sie selbst psychologische Wunden hat. Ich glaube nicht dass sie je zu Hause vor dir Stand und dich verletzten wollte.

Wenn du weit genug bist , wirst du keinen Gräuel mehr empfinden können. Sondern dem Anderen viel Glück wünschen oder Neutral gestimmt sein.

Sie ist nur einfach noch nicht soweit. Du kannst ihr nicht helfen , sie kann sich nur selbst helfen.

Sieh sie nicht als größten Fehler deines Lebens, sondern als Chance.

Was du besser machen kannst:

Du solltest dein Screening verbessern.

Du solltest wenn du so behandelst wirst schneller Konsequenzen ziehen.

Vernachlässige deine Hobbys / Freunde nicht komplett für eine Beziehung.

Was du gelernt hast:

Du konntest die "Andere" Seite sehen. Einen Menschen erfahren der aus einer völlig anderen Herkunft gesellschaftlich kommt als du. Das hilft Menschen zu verstehen , denen es einfach nicht so gut geht.

Damit hast du praktisch dein Spektrum an Empathie erweitert.

Sicherlich habt ihr beide Fehler gemacht , aber ihr könnt beide mit Sicherheit daraus lernen. Ich denke für dich wird es definitiv leichter sein und du wirst schneller eine gesunde Beziehung wiederfinden wenn du willst.

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Am 3.5.2019 um 03:23 , chillipepper schrieb:

Stell dir mal vor du bist ein großer weißer Hai. Die Trulla ist auch ein weißer Hai, aber eben ein weiblicher. Bisschen schwächer, bisschen kleiner, nicht so gefährlich. Wenn sie neben dir rumschwimmt fühlt sich deswegen manchmal wie ein Hai zweiter Klasse und das gefällt ihr nicht, also entscheidet sie dass sie jetzt nicht mehr mit Haien rumhängen will sondern mit den Pinguinen. In deinem Fall macht sie aus dir einen Pinguin. Ne kurze Zeit lang gefällt ihr das, weil neben dem Pinguin fühlt sie sich überlegen und hat nicht mehr dieses Gefühl ein zweite Klasse Hai zu sein, aber recht schnell merkt sie halt dass der scheiß Pinguin eigentlich ihr Essen ist und sie diesen Typen hasst. Dann frisst sie den Pinguin und schwimmt zurück zu den großen weißen Haien.

Den Moment des Eierausverkaufs gibts nicht, das ist die Gesamtsituation. Sie macht die Regeln, du hast nichts zu melden, wenn du deine Bedürfnisse äußerst sagt sie dir du seist ein schlechter Mensch und sollst dein Maul halten. Pinguin halt, permanent in ner latenten Angsthaltung und lässt sich alles bieten weil die Freundin ein Hai ist und er nicht gefressen werden will. Du musst mal lernen/wieder lernen für dich und das was du willst einzustehen.

"Du darfst meine Brüste nicht sehen" - "Ok ja akzeptiere ich, das Problem ist nur dass ich mir auf jeden Fall Brüste ansehen werde und wenn du deine dafür nicht zur Verfügung stellst wirst du demnächst wahrscheinlich ziemlich empört sein."

"Du bist ein Sexist und behandelst Frauen schlecht" - "Mhm ja ok, wenn du das so siehst schlage ich vor du verpisst dich und suchst dir irgendwen anders der dich besser behandelt. Ach das willst du zufällig nicht? Ja dann schlage ich dir alternativ vor dass du aufhörst irgendwelche sinnlosen Worte aus deinem Gesicht zu pressen und stattdessen anfängst dich so zu verhalten dass ich dich in meiner Nähe haben will und nicht das Bedürfnis bekomme mit dir Schluss zu machen."

 

Klugscheisser Modus an: schlechtes Beispiel. Weibliche weiße Haie werden größer und stärker als männliche 😉

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