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vor 11 Minuten, tonystark schrieb:

Wenn es je so weit kommt, will ich auf jeden Fall nen deutschen Tucker Carlson. Damit ich solche Momente erleben darf:

 

BTW: Wer ernsthaft mit Begriffen wie Social Justice Warrior argumentiert, sollte sich m. E. nicht konservativ nennen. Das ist eher so Kategorie Trump-Wähler.

 

Was soll dieses Video beweisen? Dass dieser Rutger Bregman ein selbstverliebter arroganter Kotzbrocken ist? Dass er nur die halbe Wahrheit über die hohe Tax Rates in den 50/60er erzählt hat? Ganz ehrlich, was hat dieser Typ eigentlich ausserordentliches geleistet ausser ein paar Bücher geschrieben, dessen Inhalt schon in zig anderen Bücher vorgekommen ist? Verstehe beim besten Willen nicht warum man solche Leute eine Bühne am WEF gibt. Der Tucker ist natürlich auch selten blöd, dass er sich von so einem Typen auspielen lässt, den inhaltlich argumentativ kam da von diesem Historiker nicht viel.

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vor 14 Minuten, IronM schrieb:

Kenn die genannten Personen nicht.

Der eine ist ultrakonservativ. Die andere der Über SJW.

Das ist aber nur die zielgruppenorientierte Fassade. Im Grunde verbreiten beide neoliberale Propaganda. Er halt auf FOX, sie auf MSNBC.
Das Wort Propaganda ist dabei nicht leichtfertig dahergesagt. Diese Sender sind nichts als Muppets ihrer Owner.
Wobei die konservative Seite sich durchaus gerne offener Lügen bedient. Die vorgeblich "linken" Sender CNN, MSNBC, etc arbeiten eher mit gezieltem Weglassen, um den Schein des guten Journalismus zu wahren. Also bissl wie bei uns, nur aufgebohrt.

Das ist erheblich schlimmer als bei uns in meinen Augen.

bearbeitet von Easy Peasy

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vor 59 Minuten, IronM schrieb:

Allzu viel kann man da wohl nicht machen. Ist irgendwo ein geschlossener Kreis. Frauen und SJW zieht es eben tendenziell eher in Medienjobs, als konservative Männer.

Hab mich mal eben durch die Redaktionen der 3 größten deutschen Tageszeitungen geklickt, vornehmlich Politikressort. Bei der SZ ist das Geschlechterverhältnis ziemlich ausgeglichen, bei der Welt spürbar mehr Männer und bei der FAZ sind die Frauen deutlich in der Unterzahl. Darüber hinaus kann man die Welt und die FAZ getrost als bürgerlich-konservativ einstufen. Wenn man dann noch das mit Abstand auflagenstärkste Blatt, die Bild, mit rein nimmt verstärkt sich dieses Gesamtbild.

Würde sogar selbst nen gewissen Qualitätsverlust der neuen Journalistengeneration konstatieren wenn ich mir z.B Bento oder dergleichen gebe, aber zu behaupten der journalistische Bereich würde von Frauen und "SJWs" dominiert ist einfach Schmarrn.

vor 9 Minuten, IronM schrieb:

Ich finde die Berichterstattung hier oft tendenziöser als in den Staaten. Ich glaube nicht, dass man das System hier noch verschlechtern kann.

Sorry aber das ist einfach nur Bullshit. Von amerikanischen Verhältnissen sind wir hier zum Glück weit entfernt. Ich hab alleine heute 3 Berichte der öffentlich-rechtlichen gelesen bzw. gesehen die sich kritisch mit den Grundrechtseinschränkungen auseinandersetzen und in denen einige kritische Stimmen zum Ausdruck kamen. Zudem waren die Medien voll mit Berichten über Maßnahmen zur Lockerung der Beschränkungen. Wenn man nicht nur das sieht was man sehen will und vielleicht auch mal gezielt nach Gegenstimmen sucht findet man in der deutschen Medienlandschaft mMn ein durchaus differenziertes Bild der momentanen Lage.

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vor 4 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Der eine ist ultrakonservativ. Die andere der Über SJW.

Das ist aber nur die zielgruppenorientierte Fassade. Im Grunde verbreiten beide neoliberale Propaganda. Er halt auf FOX, sie auf MSNBC.
das Wort Propaganda ist dabei nicht leichtfertig dahergesagt. Diese Sender sind nichts als Muppets ihrer Owner.
Wobei die konservative Seite sich durchaus gerne offener Lügen bedient. Die vorgeblich "linken" Sender CNN, MSNBC, etc arbeiten eher mit gezieltem Weglassen, um den Schein des guten Journalismus. Also bissl wie bei uns, nur aufgebohrt.

Das ist erheblich schlimmer als bei uns in meinen Augen.

Neoliberale Propaganda...das ich nicht lache. Hast du dich überhaupt mal mit dem Neoliberalismus auseinandergesetzt? Kennst du die verschiedenen Schulen, Autoren und Denker?

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vor 2 Minuten, Urindanger schrieb:

Würde sogar selbst nen gewissen Qualitätsverlust der neuen Journalistengeneration konstatieren wenn ich mir z.B Bento oder dergleichen gebe, aber zu behaupten der journalistische Bereich würde von Frauen und "SJWs" dominiert ist einfach Schmarrn.

Habe ich nie behauptet. Konservative Leute sind dennoch massiv unterrepräsentiert. Damit nicht gleich jeder durch das Wort SJW getriggert ist, ersetze ich es mit Menschen, die dem links-grünen Milieu nahe stehen. Das alles ist längst wissenschaftlich belegt, also hört auf das zu leugnen.

 

vor 9 Minuten, Urindanger schrieb:

Sorry aber das ist einfach nur Bullshit. Von amerikanischen Verhältnissen sind wir hier zum Glück weit entfernt. Ich hab alleine heute 3 Berichte der öffentlich-rechtlichen gelesen bzw. gesehen die sich kritisch mit den Grundrechtseinschränkungen auseinandersetzen und in denen einige kritische Stimmen zum Ausdruck kamen.

Die öffentlich-rechtlichen Medien greifen durchaus manchmal sinnvolle Themen und Anregungen auf, leider viel zu oft zu spät. Viel zu oft vermisse ich außerdem die Kontroverse, alles ist alternativlos. Das wird bei parteienpolitischen Themen sehr deutlich, da wird dann auch ihre Position deutlich. Inwiefern die amerikanischen Medien schlechter sind, kann ich nicht wirklich beurteilen. 

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vor 11 Minuten, Urindanger schrieb:

 

Sorry aber das ist einfach nur Bullshit. Von amerikanischen Verhältnissen sind wir hier zum Glück weit entfernt. Ich hab alleine heute 3 Berichte der öffentlich-rechtlichen gelesen bzw. gesehen die sich kritisch mit den Grundrechtseinschränkungen auseinandersetzen und in denen einige kritische Stimmen zum Ausdruck kamen. Zudem waren die Medien voll mit Berichten über Maßnahmen zur Lockerung der Beschränkungen. Wenn man nicht nur das sieht was man sehen will und vielleicht auch mal gezielt nach Gegenstimmen sucht findet man in der deutschen Medienlandschaft mMn ein durchaus differenziertes Bild der momentanen Lage.

Es wird immer von den amerikanischen Verhältnissen geredet, woher kannst du das eigentlich beurteilen? Konsumierst du jeden Tag amerikanische Medien? Schaust du dir jeden Tag die Dutzenden TV Kanäle an oder liest du alle Zeitungen aus den USA? Ich habe lieber private Medien, bei denen ich klar weiss zu welchem politischen Spektrum sie angehören und demzufolge ihre Berichterstattung einordnen kann, als staatliche/öffentlich Rechtliche Medien, welche von sich behaupten, sie seien unabhängig und neutral. Fakt ist man kann nicht neutral oder unabhängig sein, kein Mensch kann das sein. 

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vor 20 Minuten, farfalla schrieb:

Kennst du die verschiedenen Schulen, Autoren und Denker?

Das jetzt zu erörtern, ist für den aktuell gängigen Sprachgebrauch unerheblich, oder?
Worte unterliegen halt nem Wandel.

Gefällt dir plutokratische Propaganda besser? ^^

 

vor 11 Minuten, farfalla schrieb:

Ich habe lieber private Medien, bei denen ich klar weiss zu welchem politischen Spektrum sie angehören und demzufolge ihre Berichterstattung einordnen kann, als staatliche/öffentlich Rechtliche Medien, welche von sich behaupten, sie seien unabhängig und neutral.

Wir haben sogar beides. ^^
Ist doch gut?

 

bearbeitet von Easy Peasy

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vor 10 Minuten, IronM schrieb:

Habe ich nie behauptet. Konservative Leute sind dennoch massiv unterrepräsentiert. Damit nicht gleich jeder durch das Wort SJW getriggert ist, ersetze ich es mit Menschen, die dem links-grünen Milieu nahe stehen. Das alles ist längst wissenschaftlich belegt, also hört auf das zu leugnen. 

Natürlich hast du das behauptet. 3 der 4 größten Tageszeitungen in Deutschland sind bürgerlich-konservativ geprägt (gut bei der Bild kann man eine solche Zuordnung nicht genau treffen, die drucken das was Schlagzeilen macht, sind aber im Zweifel auch eher rechts). Nimm sonst noch das Handelsblatt mit rein, das hatte ich mal außen vor gelassen, deren Redakteure sind mit Sicherheit auch nicht im links-grünen Milieu anzusiedeln. Wo siehst du da diese massive Unterrepräsentierung?

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vor 46 Minuten, Urindanger schrieb:

Würde sogar selbst nen gewissen Qualitätsverlust der neuen Journalistengeneration konstatieren wenn ich mir z.B Bento oder dergleichen gebe, aber zu behaupten der journalistische Bereich würde von Frauen und "SJWs" dominiert ist einfach Schmarrn.

Schau dir mal Zeit und Spiegel-online an. Hatte das die letzten Monate vor Corona verfolgt, auf jeder Startseite mind. 2 Artikel jeweils über Gleichberechtigung und Klimaschutz. Da waren auch einige Artikel dabei, die sehr krass links waren. Und dann aber bei der EU-Richtlinie zum Urhebergesetz auch null Rückgrat und Eier gezeigt.

Hinzu kommt die zunehmende Verwaschung von Kommentaren und Artikeln. Jetzt in Corona hat das alles abgenommen, weil hier vor allem Fakten zählen. Aber auch hier wird alles ausgeschlachtet. 

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vor 7 Minuten, RyanStecken schrieb:

Schau dir mal Zeit und Spiegel-online an. Hatte das die letzten Monate vor Corona verfolgt, auf jeder Startseite mind. 2 Artikel jeweils über Gleichberechtigung und Klimaschutz. Da waren auch einige Artikel dabei, die sehr krass links waren. Und dann aber bei der EU-Richtlinie zum Urhebergesetz auch null Rückgrat und Eier gezeigt. 

Joa die Zeit ist ja auch dezidiert linksliberal. Beim Spiegel musste ich tatsächlich auch ein paar mal mit dem Kopf schütteln in letzter Zeit. Aber das sind halt eben auch nur Ausschnitte der Medienlandschaft. Deswegen plädiere ich ja dafür auch mal über den Tellerrand zu schauen und nicht jeden einzelnen Artikel als Bestätigung für sein Weltbild zu sehen. Man muss nicht alles gut heißen, was und wie in den Medien berichtet wird. Gibt tatsächlich einige Themen wo regelmäßig ziemlicher Unsinn geschrieben wird, z.B wenn sich Ü-50 Journalisten zum x-ten mal an Rapmusik abarbeiten.

Aber hier das Bild einer komplett gleichgeschalteten, politisch indoktrinierten und bewußt manipulierenden Medienlandschaft zu zeichnen ist einfach realitätsfern.

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vor 9 Stunden, Easy Peasy schrieb:

Das jetzt zu erörtern, ist für den aktuell gängigen Sprachgebrauch unerheblich, oder?
Worte unterliegen halt nem Wandel.

Gefällt dir plutokratische Propaganda besser? ^^

 

Wir haben sogar beides. ^^
Ist doch gut?

 

Worauf ich hinaus will ist zu zeigen, dass wir nicht in einem neoliberalen System leben...wir sind meilenweit davon entfernt. Wenn du die Entwicklung der Staatsquote in allen westlichen Ländern anschaust, wirst du sehen, dass die Macht des Staates ununterbrochen wächst. So viel ich mich erinnere liegt der Durchschnitt in der EU sogar bei fast 50%, in einem neoliberalen System wäre das nicht möglich. Was du und viele andere meinen ist der Korporatismus, aber das ist nicht ein Produkt des freien Marktes sondern von Staatsinterventionismus.

Und nein finde ich nicht gut, den für das eine kann ich freiwillig zahlen und für das andere muss ich zahlen. Weigere ich mich, kann ich sogar in Deutschland in Beugehaft kommen. 

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vor 4 Minuten, farfalla schrieb:

Was du und viele andere meinen ist der Korporatismus

Jupp. Ist halt kaum in Gebrauch (weil der Wähler ja merken könnte, dass er dabei auf lange Sicht abgeledert wird. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren etc). "Liberal" ist der smoothere Pitch.

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vor 7 Stunden, Kaiserludi schrieb:

Projektionen aus den USA gehen von ca. 3000 Toten pro Tag alleine in Großbritanninen um den 17.4 herum aus:

https://covid19.healthdata.org/united-kingdom

Ja, ist aber, wie man erkennt, mit einem gewaltigen Unsicherheitsfaktor behaftet. Am Peak-Tag ist laut der Prognose alles zwischen 1.000 Toten / Tag und 10.000 Toten / Tag im Bereich des Möglichen. Die Datenmenge ist offensichtlich noch immer viel zu klein, um auch nur ansatzweise eine sinnvolle Prognose tätigen zu können. Interessant sind vor allem auch die Zahlen aus Deutschland:

Auf Basis der bisherigen Daten haben wir unseren Peak am 19.4. mit 377 Toten und einer Bandbreite von 100 - 1200 Toten / Tag. Die Prognose für den 6. April waren 244 Todesfälle mit einer Bandbreite von 161 - 360 Toten / Tag, die für den 7. April 247 Todesfälle mit einer Bandbreite von 159 - 372 Toten / Tag. Nun liegen uns für diese beiden Tage die beiden Zahlen bereits vor und wir sehen, dass die Prognosen den realen Wert deutlich überschätzt haben (226 Todesfälle am 6. April, 206 Todesfälle am 7. April). 

Daraus lässt sich jetzt natürlich genauso wenig ein Trend ableiten, aber es gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir eher am unteren Ende der Bandbreite austreten werden. Unabhängig davon gehen die Prognosen von einem monotonen Anstieg der Todesfälle bis zum 19. April aus, das hat sich nun jetzt schon nicht bewahrheitet. 

Ich bin gespannt, was die nächsten zwei, drei Tage an Daten ausspucken. 

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vor 1 Stunde, Easy Peasy schrieb:

Jupp. Ist halt kaum in Gebrauch (weil der Wähler ja merken könnte, dass er dabei auf lange Sicht abgeledert wird. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren etc). "Liberal" ist der smoothere Pitch.

Da gehe ich einig mit dir, ich bin absolut dagegen dass man als Unternehmen die Verluste sozialisiert. 

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Niedersachsen lockert die Beschränkungen zu Ostern. 
Entzückend wie die Länder wieder Gemeinschaft demonstrieren. 😄

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vor 1 Stunde, farfalla schrieb:

Worauf ich hinaus will ist zu zeigen, dass wir nicht in einem neoliberalen System leben...wir sind meilenweit davon entfernt. Wenn du die Entwicklung der Staatsquote in allen westlichen Ländern anschaust, wirst du sehen, dass die Macht des Staates ununterbrochen wächst. So viel ich mich erinnere liegt der Durchschnitt in der EU sogar bei fast 50%, in einem neoliberalen System wäre das nicht möglich. Was du und viele andere meinen ist der Korporatismus, aber das ist nicht ein Produkt des freien Marktes sondern von Staatsinterventionismus.

 

vor 1 Stunde, Easy Peasy schrieb:

Jupp. Ist halt kaum in Gebrauch (weil der Wähler ja merken könnte, dass er dabei auf lange Sicht abgeledert wird. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren etc). "Liberal" ist der smoothere Pitch

Ich will hier ja nicht immer off-Topic Diskussionen führen, aber es ist teilweise etwas abenteuerlich was ihr schreibt. Zunächst: Wenn du schon mit den verschiedenen Theorieschulen um dich schmeißt, wirst du ja wissen, dass der Neoliberalismus, gerade in Form des in Deutschland nach Ende des 2. Weltkrieges relativ populären Ordoliberalismus, durchaus staatliche Eingriffe in den Markt befürwortet, wenn dies dem Marktgeschehen förderlich ist oder auch um soziale Ungleichheiten auszugleichen. Dass die soziale Marktwirtschaft, die wir hier in Deutschland haben, noch mehr regulative Elemente aufweist ist natürlich unbestritten. Aber die Gleichsetzung von Neoliberalismus und Marktfundamentalismus ist mindestens eine sehr einseitige Betrachtungsweise. Desweiteren ist deine Behauptung mit der Staatsquote schlicht und einfach falsch. Wenn wir uns die Zahlen angucken, sehen wir z.B in Deutschland sogar einen Rückgang von 2,3 Prozentpunkten im Zeitraum 1991-2018. Für die OECD ingesamt kann man nur einen Anstieg von 0,9 Prozentpunkten im Zeitraum 1980-2018 feststellen. Durchschnitt liegt bei 40,1 %. Quelle: https://www.deutschlandinzahlen.de/no_cache/tab/welt/oeffentliche-haushalte/einnahmen-und-ausgaben-des-staates/staatsquote?tx_diztables_pi1[chxy]=1

Die alleinige Betrachtung der Staatsquote ist ohnehin wenig aufschlußreich, wenn man sich nicht zusätzlich mit den einzelnen Spezifika der verschiedenen Länder und historischen Gegebenheiten auseinandersetzt.

Und Peasy: Du kannst nicht Korporatismus mit (Neo-)Liberalismus gleichsetzen. Das sind Theoriebegriffe für zwei völlig verschiedene Gegenstandsbereiche. Historisch kann man auch in Diktaturen und sozialistischen Regimen ausgeprägte korporatistische Formen erkennen. Was du meinst ist sicherlich die Gefahr von Klientelpolitik in liberal-korporatistischen Systemen. Die ist natürlich durchaus real. Was aber passiert, wenn die Bürger keine Möglichkeit haben ihre politischen Forderungen in Form von Interessengruppen zu artikulieren, hat man sehr schön in Frankreich anhand der Gelbwesten gesehen.

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vor 33 Minuten, ToTheTop schrieb:

Niedersachsen lockert die Beschränkungen zu Ostern. 
Entzückend wie die Länder wieder Gemeinschaft demonstrieren. 😄

In Niedersachsen ja, in Bremen aber nicht, was von Nidersachsen umgeben ist. Nunja. Und die Bremer, die im niedersächsischen Speckgürtel Freunde & Verwandte haben, die dürfen dann ihre Liebsten zu Ostern besuchen? Und andersrum nicht? Einfach nur dumm.

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vor 19 Minuten, Urindanger schrieb:

Und Peasy: Du kannst nicht Korporatismus mit (Neo-)Liberalismus gleichsetzen.

Erstmal kann man alles mögliche.
Theorie unterscheidet sich letztlich halt nochmal von Realpolitik. Erst recht in einem System, in dem Bestechung nicht nur erlaubt, sondern sogar gewünscht, oder wohlwollend geduldet ist. Dafür muss man aber gar nicht auf andere zeigen. Dass irgendwas im Argen liegen könnte, wenn Politiker nach/neben ihrer Amtszeit als "Berater" fungieren, hochdotierte Reden halten, oder in Aufsichtsräten sitzen, ist keine rocket science.

Wir waren uns ja schonmal einig, dass ´der Bürger´ im Schnitt dahingehend auch relativ unbedarft ist. Um sicher zu stellen, dass er auch weiterhin entgegen eigener Interessen wählt, betreibt man eben breitflächig Lobbyismus.. und das wird halt durch rein privat geführte Medien, die an keine Berufsethik gebunden sind, stark begünstigt.

Ist natürlich nur ein Mittel der Wahl. Ein anderes ist, Standorte breitflächig zu streuen, so dass in einem föderalen System möglichst viele Mandate auch über die arbeitende Bevölkerung an die Konzerne gebunden sind.

 

vor 41 Minuten, Urindanger schrieb:

Was aber passiert, wenn die Bürger keine Möglichkeit haben ihre politischen Forderungen in Form von Interessengruppen zu artikulieren, hat man sehr schön in Frankreich anhand der Gelbwesten gesehen.

Du meinst sicherlich "Was aber passieren kann"
Sonst jup... und wie ne Marktwirtschaft auf Bedrohung von unten reagieren kann, wenn´s ganz doof kommt, haben unsere Ahnen schonmal für uns durchgespielt.

 

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vor 34 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Erstmal kann man alles mögliche.
Theorie unterscheidet sich letztlich halt nochmal von Realpolitik. Erst recht in einem System, in dem Bestechung nicht nur erlaubt, sondern sogar gewünscht, oder wohlwollend geduldet ist. Dafür muss man aber gar nicht auf andere zeigen. Dass irgendwas im Argen liegen könnte, wenn Politiker nach/neben ihrer Amtszeit als "Berater" fungieren, hochdotierte Reden halten, oder in Aufsichtsräten sitzen, ist keine rocket science.

Wir waren uns ja schonmal einig, dass ´der Bürger´ im Schnitt dahingehend auch relativ unbedarft ist. Um sicher zu stellen, dass er auch weiterhin entgegen eigener Interessen wählt, betreibt man eben breitflächig Lobbyismus.. und das wird halt durch rein privat geführte Medien, die an keine Berufsethik gebunden sind, stark begünstigt.

Ist natürlich nur ein Mittel der Wahl. Ein anderes ist, Standorte breitflächig zu streuen, so dass in einem föderalen System möglichst viele Mandate auch über die arbeitende Bevölkerung an die Konzerne gebunden sind.

Ich glaube wir sind da eigentlich auf nem ähnlichen Standpunkt, was die Bewertung angeht. Ich frag mich aber immer, ob du jetzt von Amerika oder Deutschland sprichst. Weil da im Bezug zu Lobbyismus, Politiknetzwerken und Interessengruppen schon noch beträchtliche Unterschiede bestehen. Alle die hier immer vom schlimmen Lobbyismus der großen Wirtschaftsunternehmen reden, sehen halt nicht wie groß der Einfluss auch auf der anderen Seite ist. Sei es die Arbeitnehmerverbände, die herausragende Stellung der Gewerkschaften oder Organisationen wie der BUND, der mal eben dafür sorgt das Millionen deutscher Autos für den Stadtverkehr unbrauchbar werden. Gutes Beispiel ist auch in welcher Art und Weise die Atomindustrie nach Fukushima eingestampft wurde. Da saß ein fucking Kardinal Marx in der Ethikkommission um zum gesellschaftlichen Konsens beizutragen.^^

vor 43 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Du meinst sicherlich "Was aber passieren kann"

Touche.

Aber wie dem auch sei, zurück zu Corona.

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vor 16 Minuten, Urindanger schrieb:

Ich frag mich aber immer, ob du jetzt von Amerika oder Deutschland sprichst.

Das wechselt auch etwas.
Ist in meinen Augen aber nur wichtig, wenn´s um akute Details geht. Betrachte deren Zustand sozusagen als unsere Zukunft (natürlich nicht komplett identisch).
 

vor 23 Minuten, Urindanger schrieb:

Alle die hier immer vom schlimmen Lobbyismus der großen Wirtschaftsunternehmen reden, sehen halt nicht wie groß der Einfluss auch auf der anderen Seite ist.

Als Lobbyarbeit gilt imho auch die Beeinflussung des Bürgers. Und da kamen wir ja her.

 

vor 25 Minuten, Urindanger schrieb:

der mal eben dafür sorgt das Millionen deutscher Autos für den Stadtverkehr unbrauchbar werden.

Ein ganz Spitzfindiger könnte anmerken, dass die Leute ja dann millionen neuer Autos brauchen?
Zum Glück haben wir ne Autoindustrie. ^^

Zeit für´s Detail:
Wieviel millionenfach höher als bei uns sind die US Strafen nach dem Dieselgate eigentlich ausgefallen? Hab da irgendwann den Überblick verloren.

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<modmode>So spannend ich diesen Austausch hier gerade finde (und das ist nicht nur so ein Spruch!), das Thema "Politik" wurde nicht ganz grundlos aus dem Forum verbannt. Bitte alle zurück zum Topic! Dankeschön!</modmode>

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vor 3 Stunden, ToTheTop schrieb:

Niedersachsen lockert die Beschränkungen zu Ostern. 
Entzückend wie die Länder wieder Gemeinschaft demonstrieren. 😄

Nein. Hier wurden zuvor absurd strenge Maßnahmen verkündet (beispielsweise durfte man sich drinnen nicht mehr mit einer anderen Person aufhalten, die nicht zur Familie gehört oder der Lebenspartner ist), die jetzt aber doch wieder zurückgenommen wurden. Im Grunde ist es also genauso streng wie vorher, es wurde nichts "gelockert". 

bearbeitet von Janoos

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