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vor 2 Stunden, HerrRossi schrieb:

(ObNörgelei: Das ist doch im Leben kein Meter fuffzig Abstand, grummel)

Vielleicht sind die beiden ja Mitglieder des selben Haushalts?

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vor 18 Minuten, Janoos schrieb:

😂😂

Das Bild ist auch geil:
halle.jpg

Der Angeklagte sagt am ersten Verhandlungstag vor Gericht u.a., er habe beschlossen, nichts mehr für diese Gesellschaft tun zu wollen.
Paradox, dass er trotz dieser Aussage eine Maske trägt, die Anwälte, die ihn flankieren, jedoch beide nicht.

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vor einer Stunde, Kaiserludi schrieb:

Paradox, dass er trotz dieser Aussage eine Maske trägt, die Anwälte, die ihn flankieren, jedoch beide nicht.

Weißt du, ob er die Maske freiwilligt trägt? Die Hand- und Fußfesseln wird er wohl nicht freiwillig tragen, dennoch aber zu Recht.

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vor 20 Stunden, HerrRossi schrieb:

Die gute Nachricht: Es gibt erste Ergebnisse von Impfstofftests, bei denen gute Antikörper- und T-Zellenbildung nachgewiesen wurde.

Fand ich auch erfreulich. Es gibt allerdings auch Berichte, demnach Leute, die mit dem echten Virus infiziert waren, keinen länger anhaltenden Immunschutz aufgebaut haben.

Wäre in dem Zusammenhang ganz interessant, was denn die "Heinsberg-Studie" vom Streeck nun herausgefunden hat. Nach dem anfänglichen Hype und der Kontroverse müsste man mittlerweile eigentlich wissenschaftlich gesichert die Heinsberg-Studie einschätzen können. Bzw. evtl. bei den Infizierten von Heinsberg einfach ´mal gucken, ob da jetzt noch Immunität besteht.

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Gast

Die Immunabwehr der Menschen ist nur sehr schlecht erforscht und nach dem zu urteilen, was alle Pseudo-Experten rund um Corona bisher geleistet haben, kann man sich mit deren fachlichen Einschätzung den Allerwertesten abwischen. Ob die Menschen nach einer überstandenen Infektion immun oder widerstandsfähig genug sind wird man wohl nur in der Praxis sehen.

bearbeitet von Gast

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Immer schön wenn sich ein Laie anmaßt, Experten als Pseudoexperten abzuwerten. 

bearbeitet von tonystark
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Bei der durch Covid-19 zum Teil verursachten langanhaltenden, oder gar dauerhaften, Reduktion der Lungenfunktion kam immer wieder die Frage auf wie man das feststellen will. Also daß bei einem Patienten nun gegenüber früher seine Lungenfunktion eingeschränkt ist. Üblicherweise hat man ja keine Vergleichsmessungen von vorher.

Gibt es da allgemeine Meßwerte, wo man ohne Vergleich sagen kann, dieses oder jenes ist jetzt zu schlecht? So wie bei der Sehkraft, wo man ja auch sagt, wer Claudia Roth nicht von Claudia Schiffer unterscheiden kann, bekommt keine Brille, weil er sich sonst von seiner Frau scheiden läßt.

Dann bin ich noch auf den Punkt Feuerwehrleute gestoßen. Trotz eifrigem Konsum von "Feuer und Flamme" habe ich bei der Taucherstudie (wohl eher ein "Bericht" über mehrere Fälle) nicht daran gedacht, daß Feuerwehrleute ja ständig ihre Atemgeräteprüfung machen, wo vermutlich detaillierte Meßwerte verfügbar sind. Wird bei der Tauchtauglichkeit auch so detailliert erhoben?

Da steht nicht viel drin:

https://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/wegen-spaetfolgen-g26-3-nach-covid-19-infektion-97779

Edit: Hier hats einen Bericht von einem tauchenden Tiroler Arzt, etwas ausführlicher als das was damals zu den Tauchern durch die Presse geisterte:

https://www.wetnotes.eu/tauchen-nach-covid-19-erkrankung/

 

bearbeitet von HerrRossi
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vor 15 Stunden, tomatosoup schrieb:

Fand ich auch erfreulich. Es gibt allerdings auch Berichte, demnach Leute, die mit dem echten Virus infiziert waren, keinen länger anhaltenden Immunschutz aufgebaut haben.

Wäre in dem Zusammenhang ganz interessant, was denn die "Heinsberg-Studie" vom Streeck nun herausgefunden hat. Nach dem anfänglichen Hype und der Kontroverse müsste man mittlerweile eigentlich wissenschaftlich gesichert die Heinsberg-Studie einschätzen können. Bzw. evtl. bei den Infizierten von Heinsberg einfach ´mal gucken, ob da jetzt noch Immunität besteht.

Da ist meine Kenntnis vom Immunsystem zu rudimentär und das Wetter zu schön um das zu ändern: Die eigentliche Immunität entsteht doch dadurch, daß man (Gedächtnis-?) Zellen entwickelt, die Antikörper produzieren können und das während der Erkranung auch tun. Danach legen sich diese Zellen auf die Bärenhaut, und die noch rumschwimmenden Antikörper sind dem Abbau preisgegeben. Wenn man nur nach den Antikörpern schaut, findet man natürlich einen Abbau, der aber irrelevant ist, solange der Gedächtnisteil vorhanden ist. Den man wiederum nur sehr schwer messen kann.

So ähnlich wie eine Stahlhelmfabrik, die im Frieden Kochtöpfe produziert. Aus der Zahl der Stahlhelme in den Haushaltswarenläden kann man nicht ablesen, wieviele Preßformen dafür noch in den Fabriken liegen und jederzeit in die Maschinen eingespannt werden können.

Hat die Heinsbergstudie überhaupt tiefergehende Erkenntnisse gebracht? Außer daß sie das Heise-Forum-"Erster!"-Äquivalent auf Wissenschaftsebene war und vom Lockerungsfanatiker Laschet für seine Dehnübungen mißbraucht wurde.

bearbeitet von HerrRossi

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vor 4 Stunden, tonystark schrieb:

Immer schön wenn sich ein Laie anmaßt, Experten als Pseudoexperten abzuwerten. 

Der Dunning-Kruger-Effekt in Dauerschleife. Da haben wir beispielsweise mit Christian Drosten einen der renommiertesten SARS-CoV-2-Forscher auf diesem Planeten, aber man unterstellt ihm, er wüsste nicht, wovon er redet, weil er nicht die Inhalte präsentiert, die man gerne hören will. Umgekehrt vertraut man einem Sucharit Bhakdi, der das letzte Mal etwas im Jahr 2016 publiziert hat, aber der eben genau das sagt, was man gerne hören will. Völlig absurd. Natürlich ist es immer gut, kritisch zu hinterfragen. Natürlich hat Drosten nicht immer automatisch Recht und Bhadki (oder wer auch immer) immer automatisch Unrecht, aber es ist völlig hanebüchen, die Expertise des einen ab- und die des anderen aufzuwerten, obwohl völlig klar sein muss, wer hier die größeren fachlichen Kenntnisse besitzt. 

Ich muss mir da immer vergleichsweise vorstellen, wie das wohl aussehen würde, wenn wir in einer Krise steckten, die der Lösung eines hochgradig komplexen mathematischen Problems bedarf. Ein gutes Beispiel ist hier vielleicht der Große Fermatsche Satz: https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Fermatscher_Satz

Tatsächlich gibt es auch hier Laien, die sich einbilden, derartige Probleme, die zum Teil Jahrhunderte alt sind, plötzlich in Eigenregie auf wenigen Seiten lösen zu können. Wer sich auskennt, kann da eigentlich wirklich nur müde drüber lächeln. Nicht aus Arroganz, sondern weil einem bewusst ist, dass diese Probleme so absurd komplex sind, dass sie niemals, niemals, niemals ein Laie lösen kann, und erst recht nicht auf wenigen Seiten, auch wenn sie teilweise wie hier recht simpel aussehen. Im Falle des Großen Fermatschen Satzes hat es 350 Jahre gedauert, bis Andrew Wiles einen Beweis geliefert hat, und es hat nochmal einige Jahre gedauert, bis man den Beweis dann auch wirklich verifizieren konnte. 

Und ja, da frage ich mich dann, ob es auch in einem solchen Fall die typischen Kommentare geben würde. 

"Ja, der Wiles mag ja jahrzehntelange Erfahrung haben und ein Experte sondergleichen auf seinem Gebiet sein, aber der sitzt halt in seinem Elfenbeinturm und hat wahrscheinlich noch nie eine Frau gefickt. Von der Realität hat der keine Ahnung. Aber ein Freund von mir hat sich mal etwas genauer mit der ganzen Thematik auseinandergesetzt, und der ist jetzt der Überzeugung, dass seine Lösung viel, viel besser ist. Aber auf den hört niemand, weil die Krise politisch gewollt ist!" 

Vermutlich würde sich auch hier Alexander Kekulé zu Wort melden.

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Ich glaube, das ist eine wesentliche Erkenntnis aus einem (nicht sozialwissenschaftlichen) Studium: daß einem die Dimension des eigenen Nichtwissens vor Augen geführt wird.

Selbst die tiefgehendste Vorlesung im Hauptstudium bringt ja nur längst bekannte Grundlagen, und selbst wenn man das alles versteht, zeigt das nur, das man nicht völlig unbegabt für das Teilgebiet ist.

Um nicht so sehr auf formal hoher Bildung herumzuhacken: Dieselbe Erkenntnis kann auch jemand mit einer Lehre haben ("Schuster bleib bei deinen Leisten"), wenn er aus den Feinheiten seines Gewerks folgert, was er in anderen Bereichen alles nicht weiß und kann. Wenn ich einen Eisenwürfel von 20 auf 18 mm Kantenlänge, +/- 10 mü, runterfeilen und -reiben sollte, wäre er danach eine abstrakte Kartoffel. 🙂

Aber mittlerweile wissen durch alle Bildungsschichten hindurch immer weniger Leute, was sie alles nicht wissen.

Ich stehe immer wieder mit Staunen vor dem Atomtisch im Deutschen Museum (  https://www.deutsches-museum.de/sammlungen/meisterwerke/meisterwerke-i/kernspaltungstisch/ ). Weil im Prinzip sieht mein Schreibtisch genauso aus, ist aber unerklärlicherweise nicht so weltberühmt geworden.

 

Kekule ist freundlich und lustig. 🙂 Erinnert mich an einen Freund von mir, der mir Skat beibrachte. "Jetzt spiel den Buben da?" "Wieso nicht den anderen?" - "Frag nicht, mach!"

 

 

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vor einer Stunde, Janoos schrieb:

Da haben wir beispielsweise mit Christian Drosten einen der renommiertesten SARS-CoV-2-Forscher auf diesem Planeten

Womit genau ist das belegbar?

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vor 5 Minuten, kleiner pinguin schrieb:

Womit genau ist das belegbar?

Das fragst Du jetzt ernsthaft?

  • IM ERNST? 1

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vor 1 Minute, Calara schrieb:

Das fragst Du jetzt ernsthaft?

Ja. Ich habe jetzt nichts dazu gefunden.

Verstehe hier auch gerade eure Reaktion nicht? Ich suche dafür Belege. Irgendwas/irgendwer muss ihn ja besonders auszeichnen.

Ansonsten ist das, was @Janoos tut, genau das
 

vor einer Stunde, Janoos schrieb:

aber es ist völlig hanebüchen, die Expertise des einen ab- und die des anderen aufzuwerten

 

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vor 7 Minuten, kleiner pinguin schrieb:

Ja. Ich habe jetzt nichts dazu gefunden.

Verstehe hier auch gerade eure Reaktion nicht? Ich suche dafür Belege. Irgendwas/irgendwer muss ihn ja besonders auszeichnen.


 

 

Du das es jetzt so ein bisschen so, als ob Du sagst „dieser Robert Koch, wer sagt eigentlich, dass der sich mit Milzbrand auskennt? Ich hab da gar nichts gefunden“

Einfach mal die Vita lesen?

https://medizin.plus/personen/christian-drosten

 

der Mann hat mit 31 das SARS Coronavirus entdeckt? 
 

 

bearbeitet von Calara
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vor 22 Minuten, kleiner pinguin schrieb:

Womit genau ist das belegbar? 

Wissenschaftlicher Werdegang, Publikationen, Auszeichnungen, internationales Renommee usw....

vor 11 Minuten, kleiner pinguin schrieb:

Ja. Ich habe jetzt nichts dazu gefunden.

Verstehe hier auch gerade eure Reaktion nicht? Ich suche dafür Belege. Irgendwas/irgendwer muss ihn ja besonders auszeichnen. 

Ich hab dich von deinen sonstigen Beiträgen eigentlich nicht als Troll in Erinnerung, aber das ist doch wohl hoffentlich nicht dein Ernst. 2 min Google. Fertig.

bearbeitet von Urindanger

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vor 10 Minuten, Calara schrieb:

Du das es jetzt so ein bisschen so, als ob Du sagst „dieser Robert Koch, wer sagt eigentlich, dass der sich mit Milzbrand auskennt? Ich hab da gar nichts gefunden“

Einfach mal die Vita lesen?

https://medizin.plus/personen/christian-drosten

Du vergleichst hier echt Kot mit Schokolade.

Hab aber übrigens selber was gefunden.

https://www.sciencemag.org/news/2020/04/how-pandemic-made-virologist-unlikely-cult-figure

 

Bezieht sich zwar allgemein auf Coronaviren, legt aber eine spezielle Expertise zum neuen nah. So ganz überein komm ich trotzdem noch nicht damit. 
 

Verstehe euch auch nicht, dass ihr so angefressen reagiert, wenn man mal was hinterfragt.

vor 7 Minuten, Urindanger schrieb:

Beruflicher Werdegang, Publikationen, Auszeichnungen, internationales Renommee usw....

Ja, ich finde keinen Beleg, dass er als einer der renommiertesten bei Cov-2 gilt. 
 

vor 7 Minuten, Urindanger schrieb:

Ich hab dich von deinen sonstigen Beiträgen eigentlich nicht als Troll in Erinnerung, aber das ist doch wohl hoffentlich nicht dein Ernst. 2 min Google. Fertig.

Ja eben nicht. Ich spreche ihm doch seine Expertise zu Coronaviren gar nicht ab. 
Es ging doch nur um einen Beleg für eine konkrete Aussage. 

 

bearbeitet von kleiner pinguin

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Mal eine kleine Aussenperspektive, wie andere - in diesem Fall CNBC - den Umgang mit dem Coronavirus hier bei uns wahr nehmen. Gut, sind ist jetzt ein US-amerikanischer Sender, die sind da wirklich nicht verwöhnt. Aber ich denke, es ist mal ganz gut, das von Externen eingeschätzt zu bekommen, um die Perspektive zu behalten. Die finden lustigerweise gerade unsere Wissenschaftskommunikation geil - RKI, Merkel, Drosten, Streeck und alle anderen, auf die wir hier so gerne einklöppeln. Schon interessant.

https://www.cnbc.com/2020/07/21/germanys-coronavirus-response-masterful-science-communication.html

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Gast
vor 1 Minute, kleiner pinguin schrieb:

Ja, ich finde es nicht, dass er als einer der renommiertesten bei Cov-2 gilt. 
 

Ja eben nicht. Ich spreche ihm doch seine Expertise zu Coronaviren gar nicht ab. 

Was denn nun?

Ab wann gilt denn jemand als renommiert? Trifft das Kriterium auf Drosten zu oder nicht? Wenn nicht, warum nicht? Lässt sich doch alles rausfinden. Einen Autoritätsbeweis scheinst du ja nicht zu akzeptieren (s.o.). Also welche Art von Beweis, die du nicht selbst erbringen kannst, brauchst du? Kannst ihn ja auch gern für 'nen nicht-renommierten Quacksalber halten, ist nur genauso wenig begründet.

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vor 33 Minuten, kleiner pinguin schrieb:

Ja, ich finde keinen Beleg, dass er als einer der renommiertesten bei Cov-2 gilt. 

Ehrlich gesagt ist diese Aussage auch nicht valide. SARS-Cov-2 ist nun wirklich für alle noch "Work in Progress", da wir eine Pandemie in dem Ausmass lange nicht mehr hatten und die Infektion einige ungewöhnliche Charakteristika zeigt, die sich nicht so 1:1 mit einer saisonalen Grippe vergleichen. Von daher finde ich als Wissenschaftler eine solche Formulierung ebenfalls irre führend. Was man aber sagen kann: er ist ein extrem renommierter Woissenschaftler. Schau Dir mal das hier an: https://scholar.google.com/citations?user=tOoiTq4AAAAJ&hl=de&oi=ao Schon vor SARS-Cov-2 über 2.500 Citations jährlich. Das heisst, dass er im Mittel jeden Tag 7-8 mal von internationalen Wissenschaftlern zitiert wird, also als Referenz für Diskussionen heran gezogen wird. Mit 48 Jahren. Wissenschaftlich ist das Champions League.

Hat er deswegen mit allem Recht, was er sagt und veröffentlicht? Nö. Ist er extrem renommiert? Aber sicher. So ist das Leben und die Wissenschaft.

bearbeitet von botte
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vor 5 Minuten, erlmeier schrieb:

Ab wann gilt denn jemand als renommiert

Interessante Frage. Publikationen? Ansehen und Auszeichnungen der Fachwelt? Ist vielleicht manchmal auch nicht objektiv messbar.

Vielleicht auch deshalb schwierig hier. Wo fängt man an, wo hört man auf?

Kann man von Coronaviren, SARS von 2002 einfach auf Cov-2 schließen? Das ist doch eine Frage.

Ist bei Robert Koch auch einfacher. Der hat nen Nobelpreis. Hat er ja nicht einfach so bekommen.

vor 8 Minuten, erlmeier schrieb:

Was denn nun?

Geht hier nur um Cov-2. Coronaviren gibt es zu Hauf. Das bitte nicht vermischen.

Ich habe die Passage „finde es nicht“ auch editiert, weil sehr missverständlich meinerseits. Mit finden war nicht meine Meinung gemeint, sondern einen Beleg zu finden, in dem es konkret um Cov-2 geht.
 

vor 11 Minuten, erlmeier schrieb:

Also welche Art von Beweis, die du nicht selbst erbringen kannst, brauchst du? Kannst ihn ja auch gern für 'nen nicht-renommierten Quacksalber halten, ist nur genauso wenig begründet.

Ich habe nichts behauptet. Außer das ich zu einer konkreten Aussage keinen Beleg finde.
 

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vor 2 Minuten, botte schrieb:

Was man aber sagen kann: er ist ein extrem renommierter Woissenschaftler.

Das habe ich auch nie bezweifelt. Gerade was SARS an geht etc.

vor 3 Minuten, botte schrieb:

Schon vor SARS-Cov-2 über 2.500 Citations jährlich. Das heisst, dass er im Mittel jeden Tag 7-8 mal von internationalen Wissenschaftlern zitiert wird

 Jo. Das hatte ich auch gefunden. Stimme dir da auch voll zu.

vor 4 Minuten, botte schrieb:

Ehrlich gesagt ist diese Aussage auch nicht valide. SARS-Cov-2 ist nun wirklich für alle noch "Work in Progress", da wir eine Pandemie in dem Ausmass lange nicht mehr hatten und die Infektion einige ungewöhnliche Charakteristika zeigt, die sich nicht so 1:1 mit einer saisonalen Grippe vergleichen. Von daher finde ich als Wissenschaftler eine solche Formulierung ebenfalls irrehrend.

Darum ging es mir. Ich sehe es ebenso. Und habe keinen Beleg für das Gegenteil gefunden.

Und vermutlich sieht Drosten es auch ebenso...

 

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Ach, entschuldigt bitte, da sind meine Ausführungen natürlich ganz und gar hanebüchen gewesen, da ich es gewagt habe, das Wort "renommiert" in einem scheinbar irreführenden Kontext zu verwenden. Ich habe meinen Beitrag für euch angepasst und hoffe, dass mein Vergleich nun besser deutlich wird.

Der Dunning-Kruger-Effekt in Dauerschleife. Da haben wir beispielsweise mit Christian Drosten einen sehr renommierten Wissenschaftler, der seit Monaten aktiv an der Erforschung von SARS-CoV-2 arbeitet, aber man unterstellt ihm, er wüsste nicht, wovon er redet, weil er nicht die Inhalte präsentiert, die man gerne hören will. Umgekehrt vertraut man einem Sucharit Bhakdi, der das letzte Mal etwas im Jahr 2016 publiziert hat, aber der eben genau das sagt, was man gerne hören will. Völlig absurd. Natürlich ist es immer gut, kritisch zu hinterfragen. Natürlich hat Drosten nicht immer automatisch Recht und Bhadki (oder wer auch immer) immer automatisch Unrecht, aber es ist völlig hanebüchen, die Expertise des einen ab- und die des anderen aufzuwerten, obwohl völlig klar sein muss, wer hier die größeren fachlichen Kenntnisse besitzt. 

Ich muss mir da immer vergleichsweise vorstellen, wie das wohl aussehen würde, wenn wir in einer Krise steckten, die der Lösung eines hochgradig komplexen mathematischen Problems bedarf. Ein gutes Beispiel ist hier vielleicht der Große Fermatsche Satz: https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Fermatscher_Satz

Tatsächlich gibt es auch hier Laien, die sich einbilden, derartige Probleme, die zum Teil Jahrhunderte alt sind, plötzlich in Eigenregie auf wenigen Seiten lösen zu können. Wer sich auskennt, kann da eigentlich wirklich nur müde drüber lächeln. Nicht aus Arroganz, sondern weil einem bewusst ist, dass diese Probleme so absurd komplex sind, dass sie niemals, niemals, niemals ein Laie lösen kann, und erst recht nicht auf wenigen Seiten, auch wenn sie teilweise wie hier recht simpel aussehen. Im Falle des Großen Fermatschen Satzes hat es 350 Jahre gedauert, bis Andrew Wiles einen Beweis geliefert hat, und es hat nochmal einige Jahre gedauert, bis man den Beweis dann auch wirklich verifizieren konnte. 

Und ja, da frage ich mich dann, ob es auch in einem solchen Fall die typischen Kommentare geben würde. 

"Ja, der Wiles mag ja jahrzehntelange Erfahrung haben und ein Experte sondergleichen auf seinem Gebiet sein, aber der sitzt halt in seinem Elfenbeinturm und hat wahrscheinlich noch nie eine Frau gefickt. Von der Realität hat der keine Ahnung. Aber ein Freund von mir hat sich mal etwas genauer mit der ganzen Thematik auseinandergesetzt, und der ist jetzt der Überzeugung, dass seine Lösung viel, viel besser ist. Aber auf den hört niemand, weil die Krise politisch gewollt ist!" 

Vermutlich würde sich auch hier Alexander Kekulé zu Wort melden.

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vor 4 Stunden, botte schrieb:

Ehrlich gesagt ist diese Aussage auch nicht valide. SARS-Cov-2 ist nun wirklich für alle noch "Work in Progress", da wir eine Pandemie in dem Ausmass lange nicht mehr hatten und die Infektion einige ungewöhnliche Charakteristika zeigt, die sich nicht so 1:1 mit einer saisonalen Grippe vergleichen. Von daher finde ich als Wissenschaftler eine solche Formulierung ebenfalls irre führend. Was man aber sagen kann: er ist ein extrem renommierter Woissenschaftler. Schau Dir mal das hier an: https://scholar.google.com/citations?user=tOoiTq4AAAAJ&hl=de&oi=ao Schon vor SARS-Cov-2 über 2.500 Citations jährlich. Das heisst, dass er im Mittel jeden Tag 7-8 mal von internationalen Wissenschaftlern zitiert wird, also als Referenz für Diskussionen heran gezogen wird. Mit 48 Jahren. Wissenschaftlich ist das Champions League.

Hat er deswegen mit allem Recht, was er sagt und veröffentlicht? Nö. Ist er extrem renommiert? Aber sicher. So ist das Leben und die Wissenschaft.

Naja, "irreführend" finde ich in dem Zusammenhang aber auch seltsam gewählt. Janoos hat den Bereich der "führenden Experten" ja nicht weiter quantitativ eingegrenzt, insofern wäre vielleicht eher "unpräzise formuliert" die treffendere Beschreibung. Dass Drosten (in der Coronavirus-Forschung - denn das ist sein Metier) zur "Champions League" zählt und damit auch international extrem renommiert ist, schreibst du ja bereits selbst.

Zu dieser Einschätzung kommt übrigens auch der Wissenschaftsjournalist Volker Stollerz, der weltweit zu den renommiertesten Experten im Bereich des Wissenschaftssjournalismus zählt (kleiner Scherz am Rande ;)): https://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_profis/archivierte_sendungen/beitraege/auswahlkriterien-im-wissenschaftsjournalismus.html

(sinngemäß:) "Christian Drosten hat einige Publikationen mit über 2000 Zitationen. Das schaffen im Schnitt nur 6 von 100.000 wiss. Publikationen - das ist noch nicht Nobelpreis, aber das ist international Top/Champions League"

Ist dann letztlich ein bisschen Haarspalterei, wie man den Begriff "führend" definieren will. Ist man bereits "führend", wenn man in der Champions-League mitspielt? Oder erst, wenn man es bis ins Viertelfinale (oder analog eben in die Top X) schafft?

Zur Differenzierung "Coronavirusforschung allgemein" vs. "SARS-CoV-2-Forschung":

vor 5 Stunden, kleiner pinguin schrieb:

Kann man von Coronaviren, SARS von 2002 einfach auf Cov-2 schließen? Das ist doch eine Frage.

In bottes Google-Scholar-Link findet man bei Drostens Top-Publikationen zumindest eine "Champions-League-Publikation" zum Thema SARS-CoV-2 mit knapp 2400 Zitationen:

SARS-CoV-2 cell entry depends on ACE2 and TMPRSS2 and is blocked by a clinically proven protease inhibitor 

Vor allem aber hat er mit seinem Team als weltweit erster ein Diagnostikverfahren für SARS-CoV-2 entwickelt, das nach wie vor international (zumindest unter den RT-PCR-Verfahren) quasi Goldstandard ist. Ich denke, man kann daher mit einigem Recht behaupten, dass er damit zumindest EINE international (zeitlich wie qualitativ) "führende" Leistung im Bereich der SARS-CoV-2-Forschung erbracht hat (selbst wenn das zugehörige Paper "nur" auf knapp 1300 Zitationen kommt).

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