Warum enden so viele LTR / Ehen in einem Häuschen (meist am Stadtrand)?

352 Beiträge in diesem Thema

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Am 10.10.2020 um 18:17 , pMaximus schrieb:

Nur verstehe ich nicht, weshalb man unbedingt ein Haus  KAUFEN muss

s. oben: wegen der (Sprengel)schule. 

Das Haus kann theoretisch auch gemietet werden, aber da übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Zumindest in unserer Region. 

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Am 16.9.2020 um 21:49 , perfect10 schrieb:

Willst Du sagen: Die Frauen von heute können nicht mal mehr ein Feuer "anmachen"? Nicht mal mit Kamin am Stadtrand? (OnTopic!) Aber was ist mit den weiblichen Naturgesetzen? Du weißt schon, die Herdanziehungskraft und so... Gibt's die noch?

Naja, aber vielleicht brauchen die armen Frauen nur ein "Zündholz" und etwas Reibung....

Das holen sie sich wo anders und natürlich so, dass der Ehemann es nicht mitkriegt. Wenn sie genügend Mut haben.

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Am 2.9.2020 um 11:34 , botte schrieb:

Also ne Immobilienfinanzierung ohne jedes Eigenkapital mag vor 20 Jahren möglich gewesen sein, aber eine gute Idee war's auch damals schon nicht. Nebenbei einer der Gründe für die Immbilienblase, die dann geplatzt ist, aber das nur so am Rande für die historisch Interessierten.

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es die beste Idee war. Denn nach der Immobilienblase (2008) vergab die Bank schon keine Kredite mehr und ich hätte bis heute nicht mehr erwerben können. Ja, es gibt zwar immer noch "preisgünstige" Gebiete in (Ost)deutschland, aber wer will dort schon wohnen? 

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vor 5 Stunden, Yaёl schrieb:

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es die beste Idee war. Denn nach der Immobilienblase (2008) vergab die Bank schon keine Kredite mehr und ich hätte bis heute nicht mehr erwerben können.

Selbstverständlich gab es auch zwischen 2008 und heute 100% Finanzierungen.

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vor 6 Stunden, Yaёl schrieb:

Ja, es gibt zwar immer noch "preisgünstige" Gebiete in (Ost)deutschland, aber wer will dort schon wohnen? 

Ich sehe mittlerweile eine Reihe von Vorteilen im "vergessenen" Osten. Die Menschen sind, was Einschränkung der Freiheiten angeht, deutlich sensibler. Außerdem kann ich mir gut vorstellen das sich dort stellenweise lokale Tauschgeschäfte etablieren werden, wenn das Bargeld abgeschafft wird.

Mir ist bspw. radeln in Offenbach mittlerweile lieber als Ffm wo ich das Gefühl habe, auf Schritt und Tritt überwacht zu werden, sei es durch die Fahrradpolizei oder die am Freitag eingeführten Coronaregeln, die bei Verstoß 150 € ins Stadtsäckel spülen. Der Mehrwert der Stadt insichtlich Kultur und Ausgehmöglichkeiten wird durch einen weiteren Shutdown sicherlich auch nicht besser.

Wofür zahle ich also die hohen Mieten, atme die verdreckte Stadtluft, hab die Hektik und Rücksichtslosigkeit der Großstadt usw.?

Das fange ich mich langsam an zu fragen.

bearbeitet von Sam Stage
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Hallo @YAЁL, ist die Hausfinanzierungsbereitschaft deines Mannes für dich damals ein Selektions- bzw. Beziehungskriterium gewesen? Ist das für dich ein Indikator für genug "männliche Energie/Drive" und warum? 

Im Osten hast du als Arbeitnehmer und insbesondere später als Pensionär/Rentner lokal niedrigere Lebenserhaltungskosten, bei intakter Infrastruktur und teilweise echt schönen und unterschätzten Landschaften. Gibt bestimmt genug Clevere, die sich dort günstig einquartieren oder auch wieder zurückgehen, sofern der Lohn einigermaßen stimmt. Vor allem die Digitalisierung im Verbund mit Home-Office wird das überall Arbeiten auch an entspannteren und günstigeren Orte zunehmend attraktiv machen.

In Coronazeiten ist die Stadt nicht die hohe Miete wert, weil deren Angebote und Vorteile eingeschränkt sind. Aber auch das wird mit einem Impfstoff hoffentlich bald hinüber gehen. Die Stadtluft hat sich schon etwas gebessert. Aber zu verdreckter Stadtluft tragen leider v.a. die (Diesel-)Pendler der Mittelschicht aus dem zersiedelten Speckgürtel mit ihrer zwanghaften Auto-Überallnutzung bei. Ich denke, hier wird es (egal ob wir das gut oder schlecht finden) zukünftig wegen Klima- und Ressourcenschutz neben Angebotserweiterungen im ÖPNV und Radverkehr auch mehr Einschränkungen, höhere Kosten für den (Verbrenner-)Autoverkehr geben. Und die Erleichterungen wie Home-Office werden das Verkehrsverhalten verändern, auch wenn man weiterhin direkt und bequem von A nach B ohne Umsteigen möchte.

Der Hektik der Großstadt kann man v.a. erst mal mit dem richtigen Mindset(!) und dann auch in Parks, Naherholungsgebieten und einem gemütlichen und ruhigen Wohnzuhause "entfliehen". Meistens stört einen ja in der Stadt v.a. die alltäglich wahrgenommene Rücksichtslosigkeit und der Lärm im öffentlichen Raum. Hierzu tragen v.a. der stressige Autoverkehr und im innerstädtische Fußverkehr die Reizüberflutung der Angebote bei. Das löst dann die Sehnsucht nach vermeintlicher (Land-)Ruhe v.a. zunehmend im Alter aus. Die nachgelagerten Kosten dieser oftmals teuren Standortentscheidung merkt man jedoch erst später, wenn für jedes kleine Bedürfnis weite Strecken gefahren werden müssen und sehr hohe energetische Aufwände und hohe Kosten für das Alltagsleben bei jedoch gleichbleibenden Bedürfnissen entstehen.

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vor 16 Stunden, Sam Stage schrieb:

Ich sehe mittlerweile eine Reihe von Vorteilen im "vergessenen" Osten. Die Menschen sind, was Einschränkung der Freiheiten angeht, deutlich sensibler. Außerdem kann ich mir gut vorstellen das sich dort stellenweise lokale Tauschgeschäfte etablieren werden, wenn das Bargeld abgeschafft wird.

Mir ist bspw. radeln in Offenbach mittlerweile lieber als Ffm wo ich das Gefühl habe, auf Schritt und Tritt überwacht zu werden, sei es durch die Fahrradpolizei oder die am Freitag eingeführten Coronaregeln, die bei Verstoß 150 € ins Stadtsäckel spülen. Der Mehrwert der Stadt insichtlich Kultur und Ausgehmöglichkeiten wird durch einen weiteren Shutdown sicherlich auch nicht besser.

Wofür zahle ich also die hohen Mieten, atme die verdreckte Stadtluft, hab die Hektik und Rücksichtslosigkeit der Großstadt usw.?

Das fange ich mich langsam an zu fragen.

Wirklich interessante Sichtweise! Kenne diese nur von meinem ehemaligen Friseur. Der hat 10 Jahre lang in London City sehr "intensiv" gelebt und war in der dortigen Gay Community unterwegs.

Mittlerweile trinkt der keinen Tropfen Alkohol, raucht nicht mehr und spaziert am Wochenende am liebsten mit seinem Hund um den See und schreibt bald nen Kinderbuch. Der hat nen Haus eine Stunde entfernt und kommt nur noch zum Arbeiten nach Berlin.

Finde ich immer hochspannend. Spätestens wenn nen Glas Sekt plötzlich pures Gift ist, Zigarrettenqualm, obwohl die Haut total zerledert, ebenso und die Stadt und der Stress und sowieso... dann weißt meist Bescheid wie die Jungs früher mal so drauf waren 😉

Manche sind auch einfach "durch"... mit der "Stadt"

 

 

bearbeitet von Lance-Hardwood
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vor 3 Stunden, Lance-Hardwood schrieb:

Manche sind auch einfach "durch"... mit der "Stadt"

Wohl nicht nur mit der Stadt sondern auch mit ihrem ausschweifendem Lebenstil. Mir geht's da ähnlich, seitdem die Clubs alle geschlossen sind, komme ich runter und andere Dinge werden wichtig.

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Am 12.10.2020 um 10:10 , AlphaMX schrieb:

Im Osten hast du als Arbeitnehmer und insbesondere später als Pensionär/Rentner lokal niedrigere Lebenserhaltungskosten, bei intakter Infrastruktur und teilweise echt schönen und unterschätzten Landschaften. Gibt bestimmt genug Clevere, die sich dort günstig einquartieren oder auch wieder zurückgehen, sofern der Lohn einigermaßen stimmt. Vor allem die Digitalisierung im Verbund mit Home-Office wird das überall Arbeiten auch an entspannteren und günstigeren Orte zunehmend attraktiv machen.

In Osten als Arbeitnehmer... aha, besonders in der Automobilindustrie. Wie viel wollen sie jetzt entlassen so etwa? "sofern der Lohn einigermaßen stimmt"- die Löhne sind bis jetzt noch nicht angeglichen.  

Und was Home-Office angeht: ja, die Landschaften um den Thüringer (Zauber)Wald sind schön - für einen Kurzurlaub, aber nicht zum dauerhaft wohnen. Denn dort ist kein Drive da. Alles still, reglos und gottverlassen.

War am Tag der deutschen Einheit in Vacha (an der Grenze). Hatte das Gefühl, ich bin irgendwo in Sibirien, aber angeblich dort geht es es gerade noch. Ein richtiges Sibirien ist Ostthüringen, mit Bevölkerungsabwanderung und allen anderen Konsequenzen. Dieses Elend, die Aussichtlosigkeit - nach 30 Jahren hat man einfach keine Hoffnung mehr, dass sich dort was ändert. Denn von Anfang an war niemand daran interessiert. 

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Am 12.10.2020 um 08:20 , Masterthief schrieb:

Selbstverständlich gab es auch zwischen 2008 und heute 100% Finanzierungen.

Gab es schon, aber zu welchen Bedingungen? Schließlich will die Bank auch etwas verdienen, was bei der Niedrigzinspolitik nicht ganz einfach ist.

bearbeitet von Yaёl

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vor 6 Minuten, Yaёl schrieb:

Gab es schon, aber zu welchen Bedingungen? Schließlich will die Bank auch etwas verdienen, was bei der Niedrigzinspolitik nicht ganz einfach ist.

Wenn du wüsstest, wie eine Bank sich refinanziert, wäre Dir auch klar, dass diese auch in Niedrigzinsphasen „etwas verdienen“.

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vor 2 Minuten, Yaёl schrieb:

In Osten als Arbeitnehmer... aha, besonders in der Automobilindustrie. Wie viel wollen sie jetzt entlassen so etwa? "sofern der Lohn einigermaßen stimmt"- die Löhne sind bis jetzt noch nicht angeglichen.  

Die Mieten und Kaufpreise sind dafür noch günstiger. Und jeder Mensch muss irgendwo Kompromisse machen. Du ärgerst dich halt jetzt des Öfteren über das soziale Milieu in deinem Umfeld etc.  

vor 2 Minuten, Yaёl schrieb:

Und was Home-Office angeht: ja, die Landschaften um den Thüringer (Zauber)Wald sind schön - für einen Kurzurlaub, aber nicht zum dauerhaft wohnen. Denn dort ist kein Drive da. Alles still, reglos und gottverlassen.

Puh... Wie gesagt, manche mögen ja genau das. Die Ruhe, die Stadtflucht, die Natur, die Weite... da brauchts nicht viel Drive (wie in der Stadt).

vor 2 Minuten, Yaёl schrieb:

War am Tag der deutschen Einheit in Vacha (an der Grenze). Hatte das Gefühl, ich bin irgendwo in Sibirien, aber angeblich dort geht es es gerade noch. Ein richtiges Sibirien ist Ostthüringen, mit Bevölkerungsabwanderung und allen anderen Konsequenzen. Dieses Elend, die Aussichtlosigkeit - nach 30 Jahren hat man einfach keine Hoffnung mehr, dass sich dort was ändert. Denn von Anfang an war niemand daran interessiert. 

Warum so negativ? Leben und leben lassen. Ich halte das für höchst subjektiv. Definiere bitte Elend und Aussichtslosigkeit genauer! Hast du dafür irgendwelche statistischen Daten, Belege?

Am 12.10.2020 um 09:10 , AlphaMX schrieb:

Hallo @YAЁL, ist die Hausfinanzierungsbereitschaft deines Mannes für dich damals ein Selektions- bzw. Beziehungskriterium gewesen? Ist das für dich ein Indikator für genug "männliche Energie/Drive" und warum? 

Kannst du diese Frage bitte beantworten?

 

 

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Am 12.10.2020 um 01:45 , Yaёl schrieb:

Ja, es gibt zwar immer noch "preisgünstige" Gebiete in (Ost)deutschland, aber wer will dort schon wohnen? 

Walga.

  • HAHA 5

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Am 26.8.2020 um 12:02 , AlphaMX schrieb:

Hallo,

warum enden ab ungefähr 30 so viele monogame LTRs bzw. Ehen ganz klassisch in einem kreditfinanzierten Häuschen / Eigentumswohnung am Stadtrand oder noch weiter weg in der Pampa? Hat sich die Frau, spätestens wenn Kinder da sind, dann doch zum Wohle der Kinder (unbewusst) mit ihrem Lebensmodell durchgesetzt und den Mann total benebelt oder sind das tatsächlich gemeinsame Entscheidungen von beiden Partnern? Ich bin Ende 30, kinderlos und sehe wie fast alle meine Freunde und Freundinnen mit ihrer Familie oft an den Stadtrand in überteuerte und riesige Immobilien ziehen, die oft beschissen verkehrlich angebunden sind und wo man ewig lang braucht um zur guten Infrastruktur in die Stadt zu kommen und man seine Alltagsmobilität ohne Autos und lange Wege gar nicht mehr befriedigen kann. Hinzu kommt die Verpflichtung, sich langfristig sexuell und ökonomisch an die eine Ehefrau und an den einen Arbeitsplatz zu binden. Heutzutage muss die Frau da meist selber noch mitarbeiten, weil die Kohle oft nicht reicht. In der Eltern- und Großelterngeneration war doch da alles entspannter. Und die Stadt bietet heute doch so viel mehr.

Freue mich auf eine spannende Diskussion und Erklärungsansätze.

Können wir bei diesem Thema bleiben? Finde ich wesentlich spannender, als was im Osten geht und was nicht - passt dann doch besser in die Plauderecke. Sorry und Danke!

bearbeitet von LasseMaskrachen
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Am 19.10.2020 um 17:05 , AlphaMX schrieb:

Kannst du diese Frage bitte beantworten?

Die Antwort ist JA.

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Am 21.10.2020 um 01:58 , Yaёl schrieb:

Die Antwort ist JA.

Kannst du das bitte ausführlich begründen? Danke! 

Erst letztens durch absoluten Zufall kurz hintereinander zwei ehemalige Kommilitonen (w, m) in meiner Stadt getroffen. Die ziehen nun beide mit ihrer Familie das ganz klassische Haus-Kinder-Kredit-auf-Lebenszeit-Programm durch, obwohl die Preise für Immobilien gerade voll durch die Decke gehen. Da wird sich trotz guten Einkommens bis Oberkante Unterlippe verschuldet. "What ever it takes". Auch sonst ist die Häuserquote bei anderen verheirateten Freunden, bestem Freund, ehemaligen Studienkollegen und Arbeitskollegen mit Kindern riesig, so als wäre das die Hauptsäule einer funktionierenden Beziehung ü30. 

Dann habe ich mich mit meinem 75 jährigen Nachbar bei einem Bier unterhalten. Auch er hat sich mit seiner Frau damals vor ein paar Jahrzehnten ein Haus in einer Kleinstadt gebaut. Er hat nur einen Sohn. Als sie verstorben ist, ist er relativ zeitnah in die Stadt gezogen. Gut seine Witwerrente geht jetzt für die Miete drauf, aber er freut sich, sich nicht mehr um Wald, Wiese und Garten kümmern und ständig Autofahren zu müssen. Er war froh, diesen ganzen Balast noch zu Lebzeiten abgeworfen zu haben und nicht seinem Sohn aufgebürdet zu haben. Er kann jetzt ganz entspannt mal Ausflüge am WE zu Theatern, Kirchen und Burgen oder in Jahr auch große geführte Weltreisen machen und hat sonst die ganze kostbare Infrastruktur der Stadt in seiner Nähe.

Ich denke schon, dass Frauen hier die wesentlichen Treiber sind, unsere männliche Energie langsam und unbewusst in ihre Bahn und ihre Träume zu lenken.

  • IM ERNST? 1

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vor einer Stunde, AlphaMX schrieb:

Erst letztens durch absoluten Zufall kurz hintereinander zwei ehemalige Kommilitonen (w, m) in meiner Stadt getroffen. Die ziehen nun beide mit ihrer Familie das ganz klassische Haus-Kinder-Kredit-auf-Lebenszeit-Programm durch, obwohl die Preise für Immobilien gerade voll durch die Decke gehen. Da wird sich trotz guten Einkommens bis Oberkante Unterlippe verschuldet. "What ever it takes". Auch sonst ist die Häuserquote bei anderen verheirateten Freunden, bestem Freund, ehemaligen Studienkollegen und Arbeitskollegen mit Kindern riesig, so als wäre das die Hauptsäule einer funktionierenden Beziehung ü30. 

Dann habe ich mich mit meinem 75 jährigen Nachbar bei einem Bier unterhalten. Auch er hat sich mit seiner Frau damals vor ein paar Jahrzehnten ein Haus in einer Kleinstadt gebaut. Er hat nur einen Sohn. Als sie verstorben ist, ist er relativ zeitnah in die Stadt gezogen. Gut seine Witwerrente geht jetzt für die Miete drauf, aber er freut sich, sich nicht mehr um Wald, Wiese und Garten kümmern und ständig Autofahren zu müssen. Er war froh, diesen ganzen Balast noch zu Lebzeiten abgeworfen zu haben und nicht seinem Sohn aufgebürdet zu haben. Er kann jetzt ganz entspannt mal Ausflüge am WE zu Theatern, Kirchen und Burgen oder in Jahr auch große geführte Weltreisen machen und hat sonst die ganze kostbare Infrastruktur der Stadt in seiner Nähe.

Ich denke schon, dass Frauen hier die wesentlichen Treiber sind, unsere männliche Energie langsam und unbewusst in ihre Bahn und ihre Träume zu lenken.

Teils-Teils.

Es gibt halt auf jeden Fall auch Männer, die das eben genau so leben wollen. Sprich eine nette Frau kennenlernen, Haus/Wohnung und Familie gründen; dafür dann arbeiten gehen. Die gehen in dieser Rolle voll auf, wollen das eben genau so und sind da absolut glücklich mit. Haben das möglicherweise in der eigenen Familie vorgelebt bekommen und wollen das auch so haben oder hatten nie selber eine komplett intakte Familie mit Vater, Mutter und Geschwister. Die möchten es dann einfach anders machen.

Hat ja auch seine Vorteile. Die eigenen Eltern leben auch nicht ewig und irgendwann steht man dann auch alleine da. Und eine eigene Familie ist schon was anderes als der Freundeskreis. Die haben dann ja auch meist ein eigenes Leben und machen ab einem gewissen Alter auch nicht mehr den Bespaßer für den Dauersingle.

Wo es problematisch wird, und da gebe ich dir Recht, ist ,wenn Männer in irgendwas reinbearbeitet werden, sprich da nicht mit glücklich sind. Wenn sie vom Nestbau und Familie träumt und er das im Grunde (noch) garnicht will. Und da sind Frauen dann schon eben wenig bis garnicht kompromissbereit. Da wird dem Kerl dann schon mehr oder weniger deutlich klar gemacht, wenn das nicht so läuft bin ich weg. Die meisten Typen knicken dann eben ein. Halt ich im übrigen nicht für richtig.

Ist eben alles sehr subjektiv. Weil es eben auf die Charaktere ankommt, die an der Beziehung teilnehmen. Das Wichtigste ist da immer in sich reinzuhören, ob man(n) das jetzt wirklich selber will oder ich das nur mache, weil sie das eben möchte und auch vielleicht aus Angst, dass sie sonst die Koffer packt.

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Gibt auch andere Fälle,  zb eine Ex-LTR von mir wollte ein eigenes Haus sich in den nächsten 2-3 Jahren kaufen . Sie erbt aber ein abgezahltes 120qm² Haus plus gute 200qm² Garten in einer ruhigen Lage am Stadt Rand in den nächsten 10-15 Jahren (beide Eltern ü70) .. 

Von dem Umfang her kann sie sich defintiv kein eigenes Haus leisten . Eher so max 90qm² mit wenn Glück bissel Wiese hinterm Haus . 

Auf die Frage, warum sie nicht wartet und das Elternhaus übernimmt einfach kam " will aber nicht warten .. " als Antwort..

Klar , wer weiss was sie mit dem Haus alles verbindet , aber von den der Basis Einstellung her kann ich das nicht nachvollziehen, sich jetzt zeitnah überteuert zuverschulden wenn man eh abgesichert ist .

 

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Am 4.10.2020 um 20:01 , Fastlane schrieb:

Es soll nicht verschwiegen werden, dass es auch die geborenen Eltern gibt: Pärchen, bei denen das gemeinsame Kinderkriegen ganz oben auf der Liste steht, die mit 27 Nachwuchs haben und das toll finden. Ist nach meiner Beobachtung und in meinem (verkorksten?) Umfeld aber die Seltenheit. Ich sehe fettgewordene ungeschminkte Muttis, Typen mit Wampe und verzogene Kinder, die im Mittelpunkt stehen und den gesamten Tages-, Wochen- und Lebensablauf der Familie bestimmen. Eltern die offensichtlich unglücklich sind und nichts mehr haben von den interessanten Menschen, die sie mal waren. Warum rennt die überwiegende Anzahl der Frauen rum und meint, sie wären nur dann ein "komplettes" Wesen, wenn sie gebären? Warum machen so viele Typen etwas mit, was sie in finanzielle Abhängigkeit für mindestens 20 Jahre stürzt? Warum ist der Druck bei Männern und Frauen so groß, bei Frauen aus gesellschaftlicher Norm oder einem Hormoncocktail, bei Männern die Frauen zu halten? Ich finde das irrsinnig, zu was Frauen Ü35 fähig sind, wenn sie ihre Selbstverwirklichung in Form von Nachwuchs durchsetzen wollen. Ich finde es wahnsinn, wieviele Typen rumrennen, die nach ein paar Bier und hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass Sohn/Tochter zwar  toll sind, sie die aber niemals gebraucht hätten und eben nur dem Druck nachgegeben haben.

Sontagsblues? Frust? Rückt mich mal wieder gerade.  

Die, die zufrieden sind, hört man nicht so laut wie die, die meckern. Ganz viele Menschen wollen Kinder: Frauen und Männer! Klar, kein Ehe-und-Eltern-Leben ist immer toll, man muss stets auf eine Menge Freizeit, auf komplexe Hobbies usw. verzichten, wenn man sowohl arbeitet, als auch was von den Kindern haben will. Ist ja logisch.

Ein Tip: Wenn Du sie so erziehst, wie DU es für richtig hältst, auch Konflikte ausfichst und den Kindern nicht all das, was Du selber scheiße findest, erlaubst, nur weil du ein toleranter Papa sein willst, dann kannst Du die Menschen, die da heranwachsen, gut leiden und verbringst gerne Zeit mit ihnen. (Nicht falsch verstehen: Kein Tyrann werden. Aber Gedanken darüber machen, was die Kids lernen sollen, was sie nicht lernen sollen, und ihnen dann bestimmte Sachen nahelegen - Sport, Pfadfinder, Instrument, was auch immer aus DEINER Sicht zu einer guten Entwicklung beiträgt - und andere Sachen schlicht verbieten / nicht kaufen, die eine gute Entwicklung eher beeinträchtigen.)

Klingt simpel, ist de facto immer wieder harte Denk- und Diskutierarbeit.

Gruß, SF

 

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vor 3 Minuten, speedfreek schrieb:

Die, die zufrieden sind, hört man nicht so laut wie die, die meckern. Ganz viele Menschen wollen Kinder: Frauen und Männer! Klar, kein Ehe-und-Eltern-Leben ist immer toll, man muss stets auf eine Menge Freizeit, auf komplexe Hobbies usw. verzichten, wenn man sowohl arbeitet, als auch was von den Kindern haben will. Ist ja logisch.

Ein Tip: Wenn Du sie so erziehst, wie DU es für richtig hältst, auch Konflikte ausfichst und den Kindern nicht all das, was Du selber scheiße findest, erlaubst, nur weil du ein toleranter Papa sein willst, dann kannst Du die Menschen, die da heranwachsen, gut leiden und verbringst gerne Zeit mit ihnen. (Nicht falsch verstehen: Kein Tyrann werden. Aber Gedanken darüber machen, was die Kids lernen sollen, was sie nicht lernen sollen, und ihnen dann bestimmte Sachen nahelegen - Sport, Pfadfinder, Instrument, was auch immer aus DEINER Sicht zu einer guten Entwicklung beiträgt - und andere Sachen schlicht verbieten / nicht kaufen, die eine gute Entwicklung eher beeinträchtigen.)

Klingt simpel, ist de facto immer wieder harte Denk- und Diskutierarbeit.

Gruß, SF

 

Ist tatsächlich so.

Wer sich halt Kinder anschafft, muss davon ausgehen, dass die Dinger auch mal bespaßt werden wollen. Kinder brauchen viel Input.

Und wenn ich mir so viele Menschen ankucke, die haben keine Interessen, keine Phantasie usw... entsprechend sitzen die Kids vor der Glotze und die Eltern kucken auch Trash TV und Dauer-Smartphone.
Klar drehen die Kids dann irgendwann frei und tanzen einem auf der Nase rum.

Kids einfach mal in die eigenen Aktivitäten involvieren und auch mal machen und auf die Schnauze fallen lassen.

Erinnert euch doch mal wies war, als euch Muddern / Vaddern das Fahrrad fahrn oder Schwimmen beigebracht haben. Is auch ne schönes Gefühl sowas weitergeben zu können.

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Am 26.8.2020 um 12:19 , perfect10 schrieb:

Mann denkt, er hat mit der initiativen sexuellen Eroberung das Wesentliche getan.

Frau bindet weiter... und weiter... und weiter... und weiter...

Und wenn er verbunden ist, ist der Mann nicht mehr attraktiv und sie sucht sich einen neuen Mann und das Spiel beginnt von vorn. Alternative Verläufe gibt es, sind aber nicht die Mehrzahl.

So, jetzt hol ich schon mal das Popcorn.

Na ja, das halte ich für ein Märchen 😉 

die meisten Männer wollen das genauso - also Kinder und ein Eigenheim. 

Die meisten wollen halt irgendwann eine Familie gründen ....

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Am 26.8.2020 um 12:02 , AlphaMX schrieb:

warum enden ab ungefähr 30 so viele monogame LTRs bzw. Ehen ganz klassisch in einem kreditfinanzierten Häuschen / Eigentumswohnung am Stadtrand 

Weil das immer noch das gängige Lebensmodell ist, welche viele umsetzen wollen. 
 

verstehe die Frage nicht? 😅 

ich kenne jetzt sehr wenige Menschen, die gar keine Kinder wollen. 

 

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vor 4 Stunden, annamaria27 schrieb:

die meisten Männer wollen das genauso - also Kinder und ein Eigenheim. 

Gesetzte Männer in langjährigen Beziehungen hängen viel Zeit an einem Ort im "Eigen"heim rum, an dem sie unter dem Vorwand irgendwelcher Aufgaben oder Hobbies ihre Ruhe vor ihrer Frau (und Kindern) haben: Beliebt sind Garage, Werkstatt, Toilette, Home office, etc. Einfach mal beobachten... Falls das nicht gelingt, gehen sie "angeln"...  Die Buden, die Männer sich wünschen, kannst Du Dir auf youtube unter man cave ansehen.

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Haha, wieder was gelernt. Hatte mich schon als nächstes gefragt: "Warum enden so viele Männer in LTR / Ehen in einem Häuschen (meist am Stadtrand) im Eisenbahnzimmer?"

"man cave" finde ich ne klasse Idee! Sollte es bei mir mal soweit sein, würde ich auf jedenfall solche Räumlichkeiten im ausreichenden Ausmaß mit einplanen.

Garage fürs Motorrad, Kraftraum mit Sauna, Herrenzimmer mit Kamin, Jagdtrophäen, Bar und Pokertisch... man darf ja noch träumen.

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vor einer Stunde, AlphaMX schrieb:

Jagdtrophäen

Brüste an die Wand nageln, oder wie?

  • HAHA 3

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