Feminismus - wie man es dermaßen übertreiben kann

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Am 11.10.2018 um 10:35 , pMaximus schrieb:

😅

Ansonsten habe ich im echten Leben noch nie radikale Feministinnen gesehen. Und wenn, bin ich diesen whs auch unterbewusst aus dem Weg gegangen. Finde die Diskussion hier also auch zu realitätsfern und zu theoretisch. Die meisten Mädels die ich kenne sind meistens submissiv und passen sich der entsprechenden sozialen Rollenverteilung adäquat an. 

Da hast du Recht.

Meistens ist es einfach nur Nachgeschwätz dessen was man eben so liest / hört als junge Frau all die Jahre lang.

Ohne wirklich darüber nachzudenken.

aber das sitzt fest 🙂 Mal mehr mal weniger.

Und wenn man immer extra gefördert wurde, es gewohnt ist als Frau überall Hilfe + Extrawurst zu bekommen,  entwickelt man eine Opfer Mentalität.

bearbeitet von MrJack
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Am 7.11.2018 um 11:29 , Lya schrieb:

Ja klar müsste ich mal angehen. Mir fällt es nur unglaublich schwer "zu fordern". Ich hatte mich nach dem Studium nach Durchschnittsgehältern informiert und alleine das zu fordern kam mir so unglaublich unverschämt vor. Ich arbeite in einer sehr gut bezahlten Branche die eher männlich dominiert ist. Ich hatte irgendwie das Gefühl gar nicht so viel zu verdienen, als wäre ich ein Betrüger, ich hatte ja noch keine Berufserfahrung, hab eh insgeheim an meinen Fähigkeiten gezweifelt usw. Ich habe es fertig gebracht mich so unter Wert zu verkaufen, dass ich ein höheres Gehalt bekommen habe als gefordert. Klar wäre da mehr drin gewesen und klar wurde ich nicht diskriminiert sonder war einfach nur dumm.

Habe über das Thema auch mit anderen Frauen gesprochen und viele haben mir dieses Gefühl bestätigt. Ich glaube hier liegt das Problem für die 10-15% Gehaltsunterschied bei gleicher Position. Männer verhandeln einfach besser und haben eher das mindset das ihnen dieses Gehalt zusteht. 

Aber gesellschaftlich sehe ich jetzt auch nicht das Problem, wenn Frauen in gut bezahlten Jobs 10% weniger verdienen. Was eigentlich relevant ist, sind die schlecht bezahlten typischen Frauenberufe. Und was ich auch interessant finde ist, dass man dieses Problem nicht beheben kann indem mehr Frauen typisch männliche Berufe ergreifen, da Berufe durch einen höheren Frauenanteil nach und nach abgewertet werden. 

https://www.zeit.de/arbeit/2018-06/gehaltsunterschiede-frauenberufe-loehne-gender-pay-gap

Und das empfinde ich dann ungerecht.

bei uns gab es Männer in der Abteilung, die sind gegangen sind, weil sie nicht das bekommen was manche
gleichaltrigen Kollegen haben für den gleichen Job.

25% weniger teilweise

Die klagten allerdings nicht über Gender Pay Gap. Die haben gehandelt nachdem die Verhandlungen scheiterten.
Firma Sparkurs undsoweiter. Man kennt ja die Furtz Argumente *zwinker*

---

bei mir war es einmal so, dass ich sogar 40% weniger als mein Vorgänger hatte (kannte ihn gut persönlich und wusste das),
obwohl das Projekt noch größer wurde unter meiner Führung.

Wenn man das Pseudoargument Alter nicht akzeptieren will als junger MA. Da kann man nur noch handeln!
Wenn die Aussage kommt "wir bekommen keine höheren Gehälter mehr durch. Sparen."..
Entweder erpressen (Konkurenzangebot) oder gehen. Oder sich damit abfinden. Ein PayGap hat damit allerdings nichts zu tun!
Die Firmen wollen/müssen Sparen. Und wenn man es ihnen zu einfach macht... Dann muss man damit leben.

- die eindimensionale - Chef Sicht (gibt es):

"Solang einer bleibt ist doch alles gut....."

 

bearbeitet von MrJack
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Ich habe dieses Video gesucht, seitdem ich diesen Thread gesehen habe. Aber es einfach nicht gefunden.

Ich musste drei Mal lachen und 1 Mal wirklich laut.

Das Problem ist, dass man so selbst Leute die gar nicht genau wissen, wie sie der Thematik begegnen sollen, stutzig macht.

Ich habe mich zu oberflächlich mit Jordan Peterson beschäftigt, um wirklich einschätzen zu können, ob ich ihm bei vielen oder zumindest einer Reihe Themen und Meinungen uneingeschränkt zustimmen würde.

Was allerdings auffält, ist der immer wieder beobachtbare und teils grotesk anmutende Versuch, ihm konsequent Dinge zu unterstellen, die er zumindest im entsprechenden Interview oder den genannten/zitierten Quellen, nie gesagt hat. Diese Strategie wird mit einer Hartnäckigkeit und Feindseligkeit verfolgt, dass man sich fragt, was genau da die Agenda ist. Dabei verstrickt sich dieser Interviewer - wenn man sie so nennen will - gleich in mehrere Widersprüche, bis sie sich selbst und ohne WItz in eine Sackgasse maneuvriert. Spätestens da, werdet ihr unfreiwllig und cringe worthy lachen müssen.

Eines wird aber deutlich....es geht um alles, allerdings nicht, um einen tatsächlichen Austausch.

Ich poste da Video hier also nicht, um als Fanboy Werbung für Peterson zu machen. Es geht nicht darum, auf wessen Seite man ist, sondern darum, wie etwa hier interviewt, debatiert und argumentiert wird.

Und das ist krass.

Seht es euch einfach mal selbst an und guckt, was ihr davon haltet, falls ihr euch die Zeit nehmen könnt, das mal anzusehen. Es lohnt sich mMn sich diese Zeit zu nehmen. Das ist einer der besten Beiträge den ich in den letzten Monaten in entsprechenden Kontexten gefunden habe.  Achtet weniger darauf, wessen Meinung ihr vielleicht teilen würdet. Wer recht hat oder mit wessen Seite ihr euch identifizieren könntet. Achtet einfach mal nur auf den Argumentationsstil. Karen Straughan's Analyse ist mMn sehr gut. She's a smart woman.

Here you go....

 

bearbeitet von lowSubmarino

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Das Interview von Jordan und Cathy lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Jordan: Cats like to be in warm places.

Cathy: So you're saying cats are responsible for global warming?

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Gerade eben, MrNicestGuy schrieb:

Das Interview von Jordan und Cathy lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Jordan: Cats like to be in warm places.

Cathy: So you're saying cats are responsible for global warming?

Ich weiss, du meinst das als Witz, aber ganz ehrlich....das ist sogar noch eine Untertreibung.

Hast du auch Karen's Analyse des Interviews gesehen?

Die Analyse hat es in sich.

This is golden.

 

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Ich finde beide Frauen einfach unerträglich nervig. Passiert wahrscheinlich, wenn man in das eine oder ander Extrem abrutscht...

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Karen finde ich ehrlich gesagt sympathisch.

Intelligente Frau und sie bleibt sonst immer sehr gelassen, was ich eh bei Leuten bewundere. Gerade bei für sie wichtigen Themen. Dass sie hier mal zumindest etwas emotionaler wirs ist eine Ausnahme.

Aber nervig finde ich sie nicht.

 

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vor 21 Stunden, Juice Terry schrieb:

Wenn man die verschiedenen islamistischen und anderen undemokratischen Staaten zusammen zählt, dann gibt es mehrere hundert Millionen Frauen auf der Welt, die vollkommen entrechtet unter der Herrschaft ihres Mannes, Vaters usw. leben. Nimmt man dazu die Zahlen, die zeigen, wieviele Frauen auch in den westlichen Gesellschaften heute im Laufe ihres Lebens vergewaltigt, geschlagen, gestalkt oder sexuell genötigt, bedrängt und geängstigt werden, dann wird einem klar, welche Aspekte des Feminismus doch eigentlich im Vordergrund stehen sollten.

Die Gleichung "undemokratisch = Frauen haben keine Rechte" stimmt so vereinfacht sicher nicht. Und das Land, wo Frauen mit die größte Unterdrückung erleiden müssen, ist nicht islamisch und nicht westlich, aber demokratisch - schimpft sich sogar "die größte Demokratie der Welt"  - Indien. Da sind Frauen einen Fliegenschiss wert und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Dabei hatte das Land sogar schon eine Frau an der Regierungsspitze.  

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vor 2 Stunden, Nachtzug schrieb:

Die Gleichung "undemokratisch = Frauen haben keine Rechte" stimmt so vereinfacht sicher nicht. Und das Land, wo Frauen mit die größte Unterdrückung erleiden müssen, ist nicht islamisch und nicht westlich, aber demokratisch - schimpft sich sogar "die größte Demokratie der Welt"  - Indien. Da sind Frauen einen Fliegenschiss wert und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Dabei hatte das Land sogar schon eine Frau an der Regierungsspitze.  

Ich bin mir da auch nicht so sicher, ob Frauen in Führungspositionen irgendeiner Peer-Group außer der eigenen (Menschen in Führungspositionen) helfen. Ebenso andersrum Männer.

vor 23 Stunden, Juice Terry schrieb:

Wenn man die verschiedenen islamistischen und anderen undemokratischen Staaten zusammen zählt, dann gibt es mehrere hundert Millionen Frauen auf der Welt, die vollkommen entrechtet unter der Herrschaft ihres Mannes, Vaters usw. leben. Nimmt man dazu die Zahlen, die zeigen, wieviele Frauen auch in den westlichen Gesellschaften heute im Laufe ihres Lebens vergewaltigt, geschlagen, gestalkt oder sexuell genötigt, bedrängt und geängstigt werden, dann wird einem klar, welche Aspekte des Feminismus doch eigentlich im Vordergrund stehen sollten.

Für Menschenrechte einzutreten brauche ich nicht mit Feminismus zu labeln. Das unterstütze ich ebenso für Kinder, Arme, Minderheiten oder Kranke, um bei deinem Beispiel zu bleiben. Gemeinsam haben diese Platzhalter alle Schwäche ggü. einem Stärkeren.

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Am 8.11.2018 um 10:18 , Rudelfuchs schrieb:

Das wurde dann auf zahlreichen Blogs und natürlich hier als Beleg dafür genommen wie schlimm der Feminismus uns alle unterdrückt. Das jetzt sogar schon Frauen, ach was SCHWANGERE Frauen, in Schützenpanzern sitzen dürfen. Das könnten die doch körperlich gar nicht. Was wenn die einen verwundeten Kameraden tragen müssen? Das die doch eh ihre Tage haben wenn Krieg ist (und gleichzeitig in mutterschutz gehen). Wie wir uns vor der Welt lächerlich machen. Der Islam würde uns schon noch zeigen wo wir wegen der Gleichberechtigung landen. Und gerade bei so vielen Flüchtlingen bräuchten wir jetzt dringend neue Schützenpanzer. Soldat wäre mal ein Job für harte Männer gewesen. Deshalb brauchen wir keine strengen Grenzwerte in Panzern. Alles verweichlicht. Danke Merkel.

Im Panzer oder im Kampfjet kann man Frauen, mal abgesehen davon dass die meisten mit der mentalen Belastung nicht zurecht kommen, ja theoretisch sogar noch gebrauchen. Aber lass mal eine Frau ne Handgranate auf 50 Meter präzise werfen...

Auf der anderen Seite glauben die Islamisten dass sie nicht ins Paradies kommen wenn sie von einer Frau getötet werden, haben also eine scheiß Angst vor weiblichen Soldaten. Das ist dann wieder von Vorteil.

Ich meine mal gelesen zu haben dass in Militärs wo gleiche Anforderungen an Männer und Frauen gestellt werden etwa 3% der Bewerberinnen den körperlichen Teil schaffen und von denen wird dann noch mal ein guter Teil aussortiert weil sie mental nicht geeignet sind. Also nicht weil die dumm wären sondern weil sie mit Stresssituationen nicht so gut klar kommen, was hauptsächlich daran liegt dass sie weniger Testosteron haben (welches dir hilft dich zu fokussieren) und ihr Körper stattdessen Adrenalin ausschüttet (welches dich in Panik verfallen lässt).

Also im direkten Vergleich ist die durchschnittliche Frau schon deutlich schlechter für den Beruf des Soldaten geeignet als der durchschnittliche Mann. Gegen den niedrigen prozentualen Anteil der geeigneten Frauen spricht eigentlich nichts, außer vielleicht den vorprogrammierten Problemen die entstehen wenn ein Haufen Männer über längere Zeiträume in der Wüste hockt und dann zwei, drei Frauen dazwischen rumtanzen.

Ich glaube viel mehr werden wir aber mit den ganzen jungen Polizistinnen auf die Schnauze fallen. Ich hatte mal ne LTR mit ner angehenden Polizistin und naja... die Frau kann mich halt einfach physisch nicht verhaften. Es ist ihr nicht möglich wenn ich mich wehre und ich habe mich nicht mal auf 100% Level gewehrt weil ich ihr natürlich nicht weh tun wollte beim üben.
Aber auch hier muss man sagen dass die älteren männlichen Polizisten mit Wohlstandswampe in der Situation wahrscheinlich auch keine viel bessere Figur abgeben würden und von denen rennen auch mehr als genug rum...

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Am 8.11.2018 um 10:31 , The-Rock schrieb:

Es ist doch wohl ein Unterschied, wenn irgendwo ein Unternehmenspatriarch von Frauen im Job wenig hält und lieber Männer holt oder ob Männer um 7 Jahre früher sterben oder in tiefer Armut in der Gosse verrecken.

Und zwar kein kleiner, sondern ein eklatanter.

Ja, aber wenn Frauen von ihren Männern zu Hause tot geprügelt werden oder nach wochenlangen 16-Stunden-Schichten in der Näherei vor Erschöpfung zusammen klappen, ist der Unterschied zu einem erfrorenen Obdachlosen schon nicht mehr so "eklatant". Es bringt uns nicht viel weiter, wenn man sich mit solchen dämlichen Vergleichen, wie deinem, die Realität zurecht lügt.

Auch dass Männer früher sterben, liegt eben an eingeübtem Rollenverhalten. In den Köpfen von Millionen Menschen gehört es sich nämlich für einen echten Kerl, dass er säuft, raucht, möglichst viel fettiges Fleisch frisst, sich in der Disko prügelt und in den Krieg zieht. Und wenn er wegen solcher Rollenvorstellungen dann ein solches Leben lebt und dementsprechend früher verreckt, dann ist das keine "ausgleichende Gerechtigkeit" zu dem was Frauen aufgrund von Rollenvorstellungen erleiden. Die Probleme gleichen sich nicht aus, sondern addieren sich. Und sie haben dieselbe Ursache.

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Am 8.11.2018 um 20:10 , Nachtzug schrieb:

Die Gleichung "undemokratisch = Frauen haben keine Rechte" stimmt so vereinfacht sicher nicht. Und das Land, wo Frauen mit die größte Unterdrückung erleiden müssen, ist nicht islamisch und nicht westlich, aber demokratisch - schimpft sich sogar "die größte Demokratie der Welt"  - Indien.

Nein, sorry, überhaupt nicht.

Du hast vollkommen Recht damit, dass es in Indien extrem viel Barbarei gibt und das häufig Frauen auf bestialische Weise vergewaltigt und umgebracht werden. Aber Indien ist zumindest eine Demokratie. Es gibt dort inzwischen eine Frauenbewegung, die dagegen kämpft, sich wehrt und die Justiz dazu zwingt die Täter endlich konsequenter zu verfolgen und bestrafen. Diese Bewegung nennt sich übrigens Feminismus.

In islamistischen Ländern sieht das ganz anders aus. Hier werden Frauen, nachdem sie vergewaltigt wurden, noch als "Verführerin" gebrandmarkt und schließlich selbst wegen Ehebruchs oder Anstiftung zum Ehebruch hingerichtet. Bei der Hinrichtung werden sie bis zum Hals in die Erde eingegraben, worauf dann eine Horde von Menschen Steine auf sie wirft, bis ihr Schädel zertrümmert ist und das Hirn heraus quillt.

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vor 11 Stunden, Juice Terry schrieb:

Aber Indien ist zumindest eine Demokratie.

+1. Ich will hier mal ne Lanze brechen für die Inder. War sowohl beruflich als auch privat mehrfach dort und habe Freunde dort. Ja, Indien hat Probleme. Man sollte da aber mal die Perspektive bewahren und sich nicht von gelegentlichen, zugegebenermaßen sehr schlechten Nachrichten ein zu einfaches Bild malen lassen.  Das Land hat etwa dreimal so viele Einwohner wie Europa. Ungefähr ebenso viele Ethnien und Sprachen. Hat in den letzten 100 Jahren den gleichen Entwicklungsschub bekommen, für den wir uns in Europa etwa 300-400 Jahre Zeit gelassen haben - vom Ochsenkarren in den Weltraum. Und dennoch ist es ein insgesamt funktionierender Staat. Und dennoch ist es eine insgesamt funktionierende Demokratie. Und dennoch wachsen da Bewegungen wie ein positiver Feminismus auf und bekommen zunehmend Unterstützung und Öffentlichkeit. Ich kann nur raten, solche Länder mal zu bereisen (und zwar ausserhalb von Clubs und Pauschaltourismus), bevor man sie hier als schlechte Beispiele für hausgemachte Probleme in die Diskussion wirft. 

Unser westeuropäischer 'Feminismus' ist da ne ganz andere Hausnummer.

bearbeitet von botte
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Am 9.11.2018 um 23:30 , Juice Terry schrieb:

Ja, aber wenn Frauen von ihren Männern zu Hause tot geprügelt werden oder nach wochenlangen 16-Stunden-Schichten in der Näherei vor Erschöpfung zusammen klappen, ist der Unterschied zu einem erfrorenen Obdachlosen schon nicht mehr so "eklatant". Es bringt uns nicht viel weiter, wenn man sich mit solchen dämlichen Vergleichen, wie deinem, die Realität zurecht lügt.

Auch dass Männer früher sterben, liegt eben an eingeübtem Rollenverhalten. In den Köpfen von Millionen Menschen gehört es sich nämlich für einen echten Kerl, dass er säuft, raucht, möglichst viel fettiges Fleisch frisst, sich in der Disko prügelt und in den Krieg zieht. Und wenn er wegen solcher Rollenvorstellungen dann ein solches Leben lebt und dementsprechend früher verreckt, dann ist das keine "ausgleichende Gerechtigkeit" zu dem was Frauen aufgrund von Rollenvorstellungen erleiden. Die Probleme gleichen sich nicht aus, sondern addieren sich. Und sie haben dieselbe Ursache.

Und wo werden Frauen in Deutschland 16h in die Näherei geschickt und von ihren Männern tot geprügelt?

Lebst du in einer Scheinwelt?

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Am 8.11.2018 um 10:18 , Rudelfuchs schrieb:

Erinnert mich an eine der zahlreichen vergangen Diskussionen: 

Ging um irgendeinen Schützenpanzer der Bundeswehr. Da hat sich die Auslieferung verzögert, weil im Manschaftsraum Schadstoffgrenzwerte nicht eingehalten wurden. 

Die Schadstoffbelastung sollte laut Ausschreibung nicht höher sein als in einem Büro in dem auch schwanger Frauen arbeiten dürfen. (also niedrig...was gut für alle ist die da drin sitzen müssen. logisch)

Das wurde dann auf zahlreichen Blogs und natürlich hier als Beleg dafür genommen wie schlimm der Feminismus uns alle unterdrückt. Das jetzt sogar schon Frauen, ach was SCHWANGERE Frauen, in Schützenpanzern sitzen dürfen. Das könnten die doch körperlich gar nicht. Was wenn die einen verwundeten Kameraden tragen müssen? Das die doch eh ihre Tage haben wenn Krieg ist (und gleichzeitig in mutterschutz gehen). Wie wir uns vor der Welt lächerlich machen. Der Islam würde uns schon noch zeigen wo wir wegen der Gleichberechtigung landen. Und gerade bei so vielen Flüchtlingen bräuchten wir jetzt dringend neue Schützenpanzer. Soldat wäre mal ein Job für harte Männer gewesen. Deshalb brauchen wir keine strengen Grenzwerte in Panzern. Alles verweichlicht. Danke Merkel.

 

Total Irre. 

Aber ja, der Widerspruch Männer müssten ja immer noch Lungenkrebs bekommen und sich gleichzeitig über strenge Schadstoffgrenzwerte in Schützenpanzern aufregen wird hier gerne komplett ignoriert.

Weil Feminismus. 

 

Merkel muss weg! Merkel muss weg! Merkel muss..!

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Am 7.11.2018 um 18:54 , Juice Terry schrieb:

Will man also Hexers Frage beantworten, welche Frauen denn nun wirklich Nachteile haben

diese Frage habe ich nie gestellt. Ich war daran interessiert, dass Frauen hier beschreiben wie diese Diskriminierung im Alltag aussieht. Es hat in dem Thread in dem es um sexuelle Belästigung ging, auch enorm geholfen mal von den abstrakten Beschreibungen und Behauptungen zu konkreten Vorfällen zu kommen. 

 

Am 7.11.2018 um 18:54 , Juice Terry schrieb:

dann kann man sehr einfach sagen: alle

Blödsinn. Und nur weil Du auch hier wieder so sinnlos übertreiben musst. Denn solche Behauptungen fallen direkt in sich zusammen, wenn nur ein einziges Gegenbeispiel auftaucht. Oder Du beweisen sollst, dass tatsächlich jedes(!) Mädchen so erzogen wurde wie Du behauptest.

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Was ich ja vermisse in solchen Online-Diskussionen, ist ein direkter Bezug zur Lage. Irgendwie geht es hier ja auf zig Seiten nur um allerlei Auffassungen und Geschichten ausm Leben ohne größeren Zusammenhang.

Alice Schwarzers Kleinen Unterschied und dann den Großen Unterschied ist für mich gute Standardlektüre. Echt, die Bücher sollte man mal gelesen haben, bevor man rumtönt und anfängt mit irgendwelchen Amerikanern und Youtube, einfach um mal irgendwo eine Basis zu haben. Für Experten könnte man auch mit Rosa Luxemburg oder noch früher ansetzen.

 

So, dann ist der Begriff des Gleichstellungsbeauftragten, glaube ich, noch gar nicht gefallen. 

Das kann man sich mal anschauen.

Außerdem dann die aktuelle Entwicklung zur Frauenquote in Aufsichtsräten. Dazu sollte man halbwegs verstehen, was ein Aufsichtsrat überhaupt ist und was der macht  (weiß kaum einer so wirklich leider).

Dann kann man mal langsam drüber nachdenken, ob so Diskussionen über Spitzenjobs echt angebracht sind. 

Wo gibt es denn auf kommunaler Ebene mehr als 25% Frauen? Zum Beispiel bei den Stadtwerken als Chef. Beim Wasserversorger, beim Bauamt usw. usf. Ich könnte jetzt hier zig Jobs auflisten und Ämter (Bürgermeister, Abgeordnete, Landräte...), tja, da müssten auch mal Frauen rein in die ganzen Spitzenpositionen dort! Mit Investment Banking, dicker Kohle, 80-Stundenwoche, Hubschrauber und so hat das ja nur so semi zu tun. 

Das ist echt traurig, wo alles fast nur Männer sitzen und teilweise keine einzige Frau.

So, wie kann man da nun politisch und rechtlich was machen?

U.a. dadurch, dass man Quoten ankündigt fürs Jahr 2028 oder noch später und darauf hofft, dass da mal ein Ruck durchs Land geht, oder man verschläft das Thema bzw. sitzt es konsequent aus oder checkt gar nichts.

Was echt gut ist, ist, dass man in Deutschland als Behinderter mit Abi recht gut in Beamtenjobs kommt. Ich kenne da ein paar Beispiele persönlich. Das ist auch ein wichtiges Thema. 

 

Von Mitbürgern, deren Urenkel hier bald geboren werden und trotzdem sehen die jungen Leuten irgendwie sehr häufig keine Chance für sich und werden auf offener Straße ständig angemacht, kommen nirgends in eine gute Bar usw., lasse ich jetzt mal das Thema. Das wird echt eine viel zu krasse Diskussion.

Von Bildung und wie einfach bzw. schwer es ist Schulabschlüsse zu machen... Da hat auch jeder was zu zu sagen.

bearbeitet von OrangUtan
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Nicht zu vergessen, dass Frauen zu 3/4 den Staat verwalten, also im Verwaltungsapprat des Staats arbeiten. Viel häufiger Kindergärtner sind und Pflegedienste ausüben. Von Lehrerinnen ganz zu schweigen. Achso. Und die großen dt. Zeitungsverläge werden auch von Frauen angeführt.

Wir leben in einem Matriarchat und vornerum tun die Frauen dann auch noch so als wären sie machtlos. In was für einer lächerlichen zeit wir leben. Herrlich.

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vor 2 Stunden, OrangUtan schrieb:

Dazu sollte man halbwegs verstehen, was ein Aufsichtsrat überhaupt ist und was der macht  (weiß kaum einer so wirklich leider).

wissen viele Aufsichtsräte auch nicht

  • HAHA 2

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vor 4 Stunden, Max--Power-- schrieb:

Nicht zu vergessen, dass Frauen zu 3/4 den Staat verwalten, also im Verwaltungsapprat des Staats arbeiten. Viel häufiger Kindergärtner sind und Pflegedienste ausüben. Von Lehrerinnen ganz zu schweigen. Achso. Und die großen dt. Zeitungsverläge werden auch von Frauen angeführt.

Wir leben in einem Matriarchat und vornerum tun die Frauen dann auch noch so als wären sie machtlos. In was für einer lächerlichen zeit wir leben. Herrlich.

Und sogar die AfD!

  • HAHA 1

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vor 8 Stunden, Hexer schrieb:

Denn solche Behauptungen fallen direkt in sich zusammen, wenn nur ein einziges Gegenbeispiel auftaucht. Oder Du beweisen sollst, dass tatsächlich jedes(!) Mädchen so erzogen wurde wie Du behauptest.

Nein, das tun sie nicht. Denn selbst wenn man die Erziehung beiseite lässt, wird doch immernoch jedes Mädchen in ihrer gesamten Gesellschaft sozialisiert. Und ich möchte mal eine Gesellschaft auf diesem Planeten sehen, wo es mehr oder gleich viele Frauen in Führungspositionen gibt, wie Männer. Und nur eine Gesellschaft möchte ich sehen, wo eine Frau nachts allein herum laufen kann, ohne eine Vergewaltigung fürchten zu müssen. So etwas gibt es nicht. Deshalb verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum man solche offensichtlichen Tatsachen nicht anerkennen kann. Also ob uns Männern der Schwanz abfallen würde, wenn wir eingestehen, mit welcher Scheiße Frauen sich täglich herum plagen müssen, bloß weil sie Frauen sind.

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vor 1 Stunde, Juice Terry schrieb:

Und nur eine Gesellschaft möchte ich sehen, wo eine Frau nachts allein herum laufen kann, ohne eine Vergewaltigung fürchten zu müssen.

Alter. Wie oft willst du noch mit nem handverlesenen Kapitalverbrechen gegen die Unterdrückung der Frau durch Männer trommeln??

Merkst du nicht, wie hirnrissig das ist?
Kapitalverbrechen hießen früher Verbrechen, für die man einen Kopf kürzer gemacht wurde.
Soll heißen. Wir, so als Gesellschaft, sind uns seit Generationen fast alle ziemlich einig, dass ne Vergewaltigung nicht okay ist. So ganz und gar nicht.

Also hör doch um Himmles Willen auf, dieses hirnverbrannte Mantra runter zu beten.

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In dem Artikel sind ganz interessante weitere Artikel verlinkt:

http://m.spiegel.de/kultur/tv/sandra-maischberger-ueber-gleichberechtigung-willkommen-in-den-siebzigern-a-1238417.html

Der hier z.b.

http://m.spiegel.de/karriere/oecd-studie-frauen-in-deutschland-arbeiten-weniger-als-in-anderen-laendern-a-1135137.html

Was mich noch persönlich interessieren würde und das meine ich ehrlich und nicht provokativ. Vor was habt ihr Angst? 

Wenn wir die Statistiken jetzt einfach als gegeben hinnehmen und aufhören über persönliches Empfinden zu diskutieren. Was würde denn das Leben der Männer schlechter machen, wenn Gehälter der Frauen um die 10-15% whatever auf das der Männer angehoben wird? Meist wird ja irgendwann ein Haushalt gegründet und ihr profitiert doch auch, wenn  Frauen gleich viel verdienen wie Männer. Oder wenn ein paar mehr Frauen in Führungspositionen sind, wenn ihr der Meinung seid, Frauen würden das nicht wollen. Es ist ja kein Frauen in Führungspositionen Zwang geplant. Es gäbe also noch immer genug Positionen für Männer.

Mich wundert es, dass Statistiken einfach so weggewischt werden und ich glaube Männer handeln bei dem Thema eher emotional. Woher kommt das? 

Und ist Feminismus generell schlecht? Also alles was die letzten 80-100 Jahre passiert ist? Oder ist sexuelle Freiheit, Wahlrecht, Berufstätigkeit, Recht auf Abtreibung ok, aber jetzt reicht es? Oder wünscht ihr euch die Zeit vor dem Feminismus zurück? 

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