Bewerbungsgespräche - ich kack ab

37 Beiträge in diesem Thema

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Könnte mir in den Arsch beißen, ich habe jetzt schon das dritte Mal bei einem Vorstellungsgespräch nicht überzeugen können. Waren alles gute Stellen. So langsam baut sich der Frust auf, dass ich nen blinden Fleck habe.

Ist jemand schon hier das Tal der Bewerbungsprostitution gegangen und kann erzählen, wie das genau funktionieren soll oder ob's ein Geheimnis gibt? Oder ist meine Situation normal?

Hier ist mein aktueller Stand: ca. 30 Bewerbungen, 6 Telefoninterviews davon dann 3 echte Gespräche. Hab mir die Karrierebibel reingezogen, diverse YouTube Beiträge und kenne die ganzen typischen Fragen/Antworten, die Mehrwertorientierung, sonstige no-goes und alles was man halt in solchen Inhalten zu lesen bekommt. Und ich glaube ich habe verstanden woran es ankommt aber vielleicht liege ich auch falsch.

Mir kommen Bewerbungsgespräche sehr ähnlich vor wie Dates: Viele steife Bewerber, eine feuchte Stelle. Beide Parteien zeigen sich im besten Licht, beide wissen worum es eigentlich geht aber beide flunkern auch etwas um die Situation zu romantisieren. Es gibt Interessens- und Qualifizierungsfragen, Shit-tests aka Stress-tests und am Ende schaut man, ob man sich wieder trifft. Und, wenn man nachfragt warum es nicht geklappt hat, bekommt analog die gleichen Antworten, wie bei einem nice-guy date: "Du warst super! Aber der Funken ist nicht ganz rübergesprungen, wissen wir auch nicht warum".

Natürlich kann es an 1000 Gründen liegen warum man nach einem Gespräch nicht genommen wird aber was ich mittlerweile sicher weiß ist, dass WENN es zum Date kommt, hat man als Mann eigentlich fast gewonnen und wenn es nicht zum Sex kommt, dann liegt es überwiegend an einem selbst. Und die Bewerbungsrateber ähneln sich auch den Datingratgebern: Sag dies, sag das, dann eroberst du JEDE Frau und überzeugst jeden Arbeitgeber und wenn nicht liegt es nicht an dir, denn es könnte daran liegen das blablabla. Das ist auch richtig, ohne Frage aber in Wirklichkeit merkt man, dass man Dates gewinnt, wenn man gerade nicht versucht zu imponieren und sich einfach selbstbewusst und etwas frech, das nimmt was man will. Sprich das "wie" , mehr zählt als das "was".

Ich frage mich, ob es bei Bewerbungsgesprächen auch eine versteckte Dynamik gibt, wie im Game, oder ob im Business gänzlich andere Regeln gelten und die Analogien reiner Zufall sind. Natürlich würde ich das selbst versuchen herauszufinden, wenn es so viele Arbeitgeber gebe, wie Frauen auf der Straße aber man hat hier nicht viele Gelegenheiten zu "experimentieren".

Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich mich verhalten soll: Selbstbewusst und das sagen was sie hören wollen? Oder lieber mit Ehrlichkeit punkten und sich dadurch abheben? Sich ihrem Tempo beugen oder auch mal die Dynamik kippen? Auf jeder Webseite wird was anderes geraten.

Ach ja, mittlerweile habe ich mich bei nem Jobcoach gemeldet.

 

 

 

 

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- Feedback einholen, vielleicht erhälst du eine Antwort, die dich weiter bringt (anders als bei einem Date, wo dir die Frau meist irgendwelche Gründe nennt)

- Ist es dein erster Job nach dem Studium oder hast du bereits Berufserfahrung?

- Für sehr begehrte Stellen hast du natürlich eine Vielzahl an Konkurrenz die sich ebenfalls ins Zeug legen - vielleicht für den Moment eine Nummer tiefer anpeilen und nach ein paar Jahren Berufserfahrung & Persönlichkeitsentwicklung nochmal veruschen

- Sind deine schriftlichen Bewerbungsunterlagen mit deinem persönlichen Auftreten kongruent? Vielleicht trägst du etwas zu dick auf. 

- Ich würde authentisch & ehrlich bleiben. Aber natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt. Du musst da für dich den sweet spot finden, von der besten Seite präsentieren und sagen, was sie hören wollen ja, aber nicht wenn du dich dafür komplett verdrehen musst

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Ich glaube, evtl. gehst du viel zu verkrampft ins Gespräch? Vorbereitung ist gut, aber übertreib's nicht.

Die wollen einen Menschen einstellen, keinen Roboter, der sagt, was die hören wollen...und falls doch bleibt die Frage, ob du dann dort überhaupt arbeiten willst?

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Folgendes hat bei mir geholfen:

- Die Personen, die mich interviewen sehe ich nicht als irgendwelche allwissende Menschen an sondern einfach nur als Menschen an, die auch später nach Hause fahren und ihr alltäglichen Probleme haben. Also vor dir sind auch nur Menschen.
- Vorbereitung ist gut aber übertreibe es nicht. 
- Wende ein wenig PU aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung an. Du bist der Preis. Sei dir aber auch bewusst, das die der Preis sind.

Zitat

Selbstbewusst und das sagen was sie hören wollen? Oder lieber mit Ehrlichkeit punkten und sich dadurch abheben? 

Die Mischung macht es aus. Klar, immer selbstbewusst sein und sich nie unterm Wert verkaufen. Also den deinen Wert erst ein mal.

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Kann dir hier eh keiner konkret erzählen, warum es nicht geklappt hat bei dir. Vielleicht bist du zu negativ, zu neugierig, zu needy, zu nervös, zu lahm, zu unsympathisch, zu überqualifiziert, zu gut gekleidet, zu angepasst, zu schlau, zu gut aussehend, zu .... Vielleicht war auch alles überzeugend und du warst ganz nah dran und am Ende wurdest du nur ganz knapp Zweiter.

Wissen wir alle nicht.

Bleib optimistisch und positiv und versuche dich davon nicht einschüchtern zu lassen. Wenn du am Ball bleibst wird es beinahe automatisch irgendwann irgendwo klappen. Glaib einfach daran und wenn es nach dem 10. Mal nicht geklappt hat such dir nen Profi dafür, also einen Coach.

Viel Erfolg

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vor 8 Stunden, Mobilni schrieb:

ir kommen Bewerbungsgespräche sehr ähnlich vor wie Dates

Jop. Das macht meiner Meinung nach folgende Entscheidung einfacher:

vor 8 Stunden, Mobilni schrieb:

Selbstbewusst und das sagen was sie hören wollen? Oder lieber mit Ehrlichkeit punkten und sich dadurch abheben? Sich ihrem Tempo beugen oder auch mal die Dynamik kippen?

 

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die quote ist auch nicht so gut was bewebrungen zu gesrpaechen geht da hakt es also auch schon

ich finde martin wehrle sehr gut auf yt mit vielen guten tipps

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vor 50 Minuten, RoyalDutch schrieb:

 

ich finde martin wehrle sehr gut auf yt mit vielen guten tipps

Der ist n bisschen schmierig, ich finde ihn ansonsten aber auch echt nicht schlecht. 

Habe mich auch mit seinen Videos vorbereitet. Auch cool ist, dass er alle Stressfragen durchgeht. Man muss ja nicht so antworten wie er, aber hab tatsächlich viele seltsame Personalerfragen gestellt bekommen die er auch genannt hat.

 

Welches Tier wären Sie und so Quatsch 

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Das kann natürlich 100 Ursachen haben: 

Du wirkst ungepflegt/eklig an einer Stelle, die dir selber nicht mehr auffällt,

Du hast einen Rechtschreibfehler im CV, den du leider immer fortführst,

Du bist mega verkrampft, nerdig und wärst daher ein Kollege, den man heute so nicht mehr mag,

Du bist das Gegenteil - Wirkst wie der coole Typ, mit dem man gerne einen hebt, aber unbeständig und man traut dir keine Aufgaben mit Verantwortung zu, 

die Stellen passen nicht zu deinem Profil,

Du hast ne große Lücke, super schlechte Noten oder ein Arbeitszeugnis ist ne Katastrophe - das ist oft sehr versteckt. 

- Manche Dinge sind zwar schon im Voraus, aber vll. wurdest du nur eingeladen, damit du wenigstens eine Chance bekommst und performst du dann nicht über, dann wird es nichts. 

Du kannst auch mal beim Arbeitsamt anrufen, ob du eine Art Bewerbercoaching oder sowas bekommst. Die Meinung eines außenstehenden Dritten ist oft Gold wert. Da ist ein Forum zu wenig.  

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Waren unter deinen Gesprächen skype-Interviews? Nun macht auch die Wortwahl im Titel Sinn.

 

Am 16.2.2020 um 17:41 , Mobilni schrieb:

Ich ziehe Zuhause beim Kacken mein Oberteil aus.

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Danke für den Input. Habe eure Tipps berücksichtigt und heute das beste Gespräch bisher gehabt.

Am 19.2.2020 um 20:13 , Kikijiki schrieb:

Z.B. "Warum haben Sie für Ihren Master 16 Semester gebraucht anstatt 10?" "Naja ich musste immer nebenbei Arbeiten und ich war zugegebener Maßen auch nicht der fleißigste Student."

Dass das gut war fällt mir schwer zu glauben. Ist ein direkter Disqualifier, dass du nicht fleißig bist.

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Am 19.2.2020 um 14:05 , Mobilni schrieb:

Hab mir die Karrierebibel reingezogen, diverse YouTube Beiträge und kenne die ganzen typischen Fragen/Antworten, die Mehrwertorientierung, sonstige no-goes und alles was man halt in solchen Inhalten zu lesen bekommt [...]

An der Stelle könnte schon das Problem bei dir liegen: Mindestens die Personaler, oftmals auch alle anderen Menschen, die an deinem Einstellungsprozess beteiligt sind, kennen das Material auch. Wenn dann (fast) alles was du sagst, gefühlt 1:1 aus dem Internet kopiert wurde, macht das keinen guten Eindruck. Du beschreibst leider nicht genau, wie das bei dir abläuft oder wie du auf die Fragen antwortest, aber sobald man das Gefühl bekommt, dass der Bewerber "unehrlich" ist (oder einen irgendwie verarschen will), ist der Bewerber raus. Kommt dabei garnicht darauf an, ob du dich wirklich verstellst oder nicht, aber sobald du den Eindruck vermittelst, dass du dich verstellen würdest, wird das immer zu deinem Nachteil ausgelegt. Deshalb unbedingt darauf achten, Vorstellungsgespräche zwar gut vorzubereiten, aber nicht so gut, dass dein Auftritt einstudiert wirkt.

bearbeitet von grandmasterkermit

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Am 20.2.2020 um 00:05 , Bud_Fox schrieb:

Welches Tier wären Sie und so Quatsch  

Um was für Jobs geht es denn hier? Kindergartenassistentin, oder wo bekommt man solche fragen gestellt?

Wenn mich sowas ein Personaler fragen würde, würde ich ihn auslachen, aufstehen, einen guten Tag wünschen und dann gehen.

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vor 10 Minuten, toyo_ schrieb:

Um was für Jobs geht es denn hier? Kindergartenassistentin, oder wo bekommt man solche fragen gestellt?

Wenn mich sowas ein Personaler fragen würde, würde ich ihn auslachen, aufstehen, einen guten Tag wünschen und dann gehen.

So ähnlich. Jurist im Finanzbereich 

Damn die haben Fragen gestellt... Was würde ihre Freundin bzw ihr ehemaliger Chef über sie sagen? die oben genannte und noch verrücktere. Durfte dann meinen Lebenslauf anmalen und Höhen und Tiefen benennen und was ich besser gemacht hätte und so Spielereien

Weiß nicht mehr alle Fragen. Ist schon zu lange her 

bearbeitet von Bud_Fox
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Feedback holen wollen ist etwas naiv. Weil die Personaler nicht das Risiko eingehen würden etwas zu sagen, was diskriminierend sein könnte oder in diese Richtung weht. Die würden einfach eine Standard-Antwort geben ala „die Klimigkeiten waren ausschlaggebend“ oder „ der anderer Bewerber war von der Qualifikqtion her etwas besser“.

Auf alberne Fragen sollte man dementsprechend auch albern antworten. Aber mir gingen die meisten Fragen beim Bewerbungsgespräch auch meistens auf den Sack. Schwächen und Stärken?? oder eben dieses „was würde X über Sie sagen“

bearbeitet von saschaaa

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also da du noch mehrere Vorstellungsgesrpäche in deinem Leben haben wirst kann ich dir diese Tipps: So meistern Sie das Bewerbungsgespräch nur empfehlen

habe selber dasselbe problem. ich bereite mich zwar gut vor aber im eigentlichen gespräch bin ich dann nervös und habe das gefühl, dass ich nicht so authentisch rüber kommen kann. 

ist aber besser geworden, seit dem ich mich online ein bisschen belese

 

hoffe du hattest in der zeit schon ein paar erfolge . Lg 

 

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Lesen irgendwelcher Ratgeber meistens eher kontraproduktiv ist. Ich glaube, wir leben in einer Content Gesellschaft - Content wie baue ich ein Business auf, wie pickupe ich Frauen, wie bestreite ich Bewerbungsgespräche und und und. Aus alltäglichen Dingen wird auf einmal ein großes Ding gemacht.

Bleib einfach zu 100% du - Entweder die finden dich cool oder halt nicht. Das gleiche ist es doch auch mit Frauen - Wenn es nicht gefunkt hat, muss es nicht daran liegen, dass du ein AFC warst - evtl. sprang einfach der Funke wirklich nicht rüber aus 100000 von Gründen. Vieles geht halt auch einfach über die Sympathie.

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Am 19.2.2020 um 14:05 , Mobilni schrieb:

Könnte mir in den Arsch beißen, ich habe jetzt schon das dritte Mal bei einem Vorstellungsgespräch nicht überzeugen können. Waren alles gute Stellen. So langsam baut sich der Frust auf, dass ich nen blinden Fleck habe.

Ist jemand schon hier das Tal der Bewerbungsprostitution gegangen und kann erzählen, wie das genau funktionieren soll oder ob's ein Geheimnis gibt? Oder ist meine Situation normal?

Hier ist mein aktueller Stand: ca. 30 Bewerbungen, 6 Telefoninterviews davon dann 3 echte Gespräche. Hab mir die Karrierebibel reingezogen, diverse YouTube Beiträge und kenne die ganzen typischen Fragen/Antworten, die Mehrwertorientierung, sonstige no-goes und alles was man halt in solchen Inhalten zu lesen bekommt. Und ich glaube ich habe verstanden woran es ankommt aber vielleicht liege ich auch falsch.

Mir kommen Bewerbungsgespräche sehr ähnlich vor wie Dates: Viele steife Bewerber, eine feuchte Stelle. Beide Parteien zeigen sich im besten Licht, beide wissen worum es eigentlich geht aber beide flunkern auch etwas um die Situation zu romantisieren. Es gibt Interessens- und Qualifizierungsfragen, Shit-tests aka Stress-tests und am Ende schaut man, ob man sich wieder trifft. Und, wenn man nachfragt warum es nicht geklappt hat, bekommt analog die gleichen Antworten, wie bei einem nice-guy date: "Du warst super! Aber der Funken ist nicht ganz rübergesprungen, wissen wir auch nicht warum".

Natürlich kann es an 1000 Gründen liegen warum man nach einem Gespräch nicht genommen wird aber was ich mittlerweile sicher weiß ist, dass WENN es zum Date kommt, hat man als Mann eigentlich fast gewonnen und wenn es nicht zum Sex kommt, dann liegt es überwiegend an einem selbst. Und die Bewerbungsrateber ähneln sich auch den Datingratgebern: Sag dies, sag das, dann eroberst du JEDE Frau und überzeugst jeden Arbeitgeber und wenn nicht liegt es nicht an dir, denn es könnte daran liegen das blablabla. Das ist auch richtig, ohne Frage aber in Wirklichkeit merkt man, dass man Dates gewinnt, wenn man gerade nicht versucht zu imponieren und sich einfach selbstbewusst und etwas frech, das nimmt was man will. Sprich das "wie" , mehr zählt als das "was".

Ich frage mich, ob es bei Bewerbungsgesprächen auch eine versteckte Dynamik gibt, wie im Game, oder ob im Business gänzlich andere Regeln gelten und die Analogien reiner Zufall sind. Natürlich würde ich das selbst versuchen herauszufinden, wenn es so viele Arbeitgeber gebe, wie Frauen auf der Straße aber man hat hier nicht viele Gelegenheiten zu "experimentieren".

Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich mich verhalten soll: Selbstbewusst und das sagen was sie hören wollen? Oder lieber mit Ehrlichkeit punkten und sich dadurch abheben? Sich ihrem Tempo beugen oder auch mal die Dynamik kippen? Auf jeder Webseite wird was anderes geraten.

Ach ja, mittlerweile habe ich mich bei nem Jobcoach gemeldet.

 

 

 

 

Mein Tipp: du bist nicht du selbst. Nicht authentisch. Das kommt von der Karrierebibel und den Videos. Kannste löschen bzw. weg werfen.

Nichts vorspielen. Zeig deine Persönlichkeit.

 

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Standardfragen werden übrigens gestellt, um hinterher Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Kandidaten her zu stellen und bei Bedarf auch belegen zu können  >> kein Bias in der Einstellungspolitik. Und die Standardfragen ("Was war ihr größter Erfolg und warum?") und die Art, wie sie beantwortet werden, verraten einem mit ein bischen Erfahrung schon sehr, sehr viel über die Kandidaten. Jemand, der dann vorbereitete Antworten aus einem Bewerbungsratgeber gibt, hat sich zum Beispiel mindestens mal gut vorbereitet. Bekommen auch längst nicht alle Bewerber mehr hin. Wass meiner Erfahrung nach am meisten zieht: offenes Interesse für das Unternehmen, gespickt mit ein bischen Internetrecherche vorab, was der Laden eigentlich macht. Eigene qualifizierte Fragen über das Business, nicht über die Zahl der Urlaubstage oder die Pausenregelung. Ist nach wie vor echt selten. 

Und offenes, ehrliches Feedback von Personalern oder Hiring Managern gibt's aus dem Grund nicht mehr, dass ein paar Schlauköpfe hinterher versucht haben, sich damit in der Hand in die Stelle einzuklagen. Wird seitdem nicht mehr gemacht - maximal telefonisch, weil's nicht die entsprechende Beweiskraft hat. Dafür müsste man den Hiring Manager dann aber erstmal ans Telefon bekommen.

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Ich kann das, was Masterthief und Botte sagen, zu 100% bestätigen.
Ich führe selbst regelmäßig Einstellungsgespräche bzw. bin bei sehr vielen als Art "Beisitzer" dabei.
Mir rollen sich z.B. immer die Fußnägel wenn die sich erste Frage, die der Bewerber stellt, um Themen wie Urlaubstage, Arbeitszeitregelung oder Pausenregelung handelt.
Kommt leider dennoch viel zu oft vor. 

In der Regel ist ja neben dem Personaler auch noch ein fachlicher Ansprechpartner dabei. Den kann man ruhig mit fachlichen Fragen löchern; dafür ist er da.

Auch Fragen nach dem Arbeistalltag sind legitim. 

Mögliche eigene Fragen:
Wie würde ein typischer Arbeitsalltag aussehen?
Mit welchen Systemen arbeiten Sie? (wenn nicht schon in der Stellenausschreibung beschrieben)
Wer wäre mein direkter Ansprechpartner? Wie ist die Berichtslinie?
Was erwarten Sie als Vorgesetzter von mir als Mitarbeiter?
Wie könnte ich mich im Vorfeld am besten auf die Position vorbereiten?
Gibt es Möglichkeiten zur internen Weiterbildung?

Die Antwort auf die Frage "Erzählen Sie etwas über sich" sollte nicht zu kurz ausfallen und auf die Stelle zugeschnitten sein. Überschneidungen der letzten Tätigkeiten mit denen im potenziellen neuen Job sollten herausgestellt werden.

Lücken im CV oder ein "ungerader" Lebenslauf sind nicht schlimm, sofern sie halbwegs plausibel erklärt werden. Im Zweifel währt hier aber auch Ehrlichkeit am längsten.
Wenn das Studium z.B. bisschen länger war als geplant und es handelt sich nicht um den ersten Job nach dem Studium kann man ruhig sagen, dass man während der ersten paar Semester ein bisschen gechillt hat, who cares.

Lieber overdessed als underdressed!

Block/Heft mitnehmen und Notizen machen. Vorher überlegte Fragen da reinschreiben und vor sich auf den Tisch legen: Das wirkt zumindest vorbereitet.

Keine negativen AUssagen über frühere Arbeitgeber. Eigentlich selbstverständlich, kommt dennoch zu häufig vor.


Ansonsten ist es tatsächlich das wichtigste, authentisch zu sein. Das ist halt mal so richtig abgedroschen aber gute Personaler (auch wenn die recht selten sind) checken das in der Regel.
In Bewerbungsgesprächen kann mMn auch gerne mal etwas über Privates gesprochen werden; die Frage nach Hobbies/Freizeitgestaltung kommt ja in der Regel. Manches mal entwickelt sich da mit den Gesprächspartnern auch mal ein interessantes privates Gespräch und Ähnlichkeit schafft Sympathie schafft die Einstellung. 
 

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Hab das Gefühl, dass die Rahmenbedingungen kaum einen Unterschied machen. Dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, gut angezogen kommt und Rückfragen zur Stelle stellt, alles selbstverständlich. An den spezifischen Antworten entscheidet es sich aber:

Finden Sie im Wettbewerb zu stehen gut?

Was ist ihr Mehrwert?

Würden Sie sich als zielstrebig bezeichnen?

Warum ist ihre Abschlussarbeit eine 2 und nicht 1?

Wie würden Sie folgende Situation lösen: ein Teilnehmer findet ihre Maßnahme schlecht und äußert es vor der Gruppe?

Etc etc

Wenn's nicht die geilste Antwort ist, die in ihr Weltbild passt, wars das.

 

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vor 1 Minute, Mobilni schrieb:

Wenn's nicht die geilste Antwort ist, die in ihr Weltbild passt, wars das.

Nö. Geh mal davon aus, dass - wenn die Interviewer ihr Handwerk verstehen - jeder Bewerber und jede Bewerberin an ihre Grenzen geführt werden. Den perfekten Kandidaten gibt's da so gut wie nie.
Und es geht nicht immer nur um deren 'Weltbild', sondern darum, dass Dir oft berufserfahrene Leute gegenüber sitzen, die eine recht gute Idee haben, wer so in ihre Gruppe oder Abteilung passen könnte. Da muss man als Bewerber eben mit klar kommen, gewogen zu werden - und eventuell auch für zu leicht befunden zu werden.

vor 4 Minuten, Mobilni schrieb:

Dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, gut angezogen kommt und Rückfragen zur Stelle stellt, alles selbstverständlich.

Das ist nicht meine Erfahrung aus einer gut dreistelligen Anzahl von Interviews für qualifizierte Stellen (Techniker bis Akademiker). Highlight war mal ein Bewerber, der auf die Frage, was denn sein größter Erfolg war bisher im Leben - eigentlich eine totale Danke!-Frage - kurz verwirrt guckte, seine Aktentasche öffnete und anfing, in seinen Unterlagen etwas zu suchen, was ihm vielleicht gelungen sein könnte.

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