Hugelkantel

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  1. Zunächst danke ich allen für die Beiträge. Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Herangehensweisen und die ausgesprochenen Empfehlungen sind. Ich geh auf ein paar der Beiträge ein. Danke, nonameman, den Durchatmer brauchte ich in dieser Situation wirklich. Deinen abschließenden Appell finde ich auch sehr wichtig. Dieses nachträgliche Was-wäre-gewesen-wenn ist schlimmer als jede Ansprechangst (der einzige Unterschied ist, dass die Ansprechangst immer in dem jeweiligen Moment da ist und es bequemer ist, sie wegzuschieben). Der Werbespot ist ja hammer, ich musste lachen, weil der so passt. Cool, dass Du das auch so siehst, Yolo. Ich freue mich auf das, was da noch kommt. Es ist ein steter Prozess der persönlichen Weiterentwicklung und wie ich schrieb: Immerhin bestand meine Reaktion auf die rothaarige Schönheit nicht mehr nur noch aus kopfloser Panik, sondern ich hatte den Impuls, sie anzusprechen, wenngleich ich ihn auch nicht verwirklichte. Das ist für mich schon ein Erfolg. Im Prinzip schließe ich mich Dir an, ElCurzo. Der „unkalibrierte Approach“ ist der Knackpunkt. Zwar könnte ich meine Ansprechangst mit aller Gewalt unterdrücken und sie übermütig an der Kasse ansprechen, unabhängig von der Situation, aber das wäre dann ein purer Sprung ins kalte Wasser. Hätte auch einen Lerneffekt, aber vielleicht bin ich da besonders gehemmt, weil der Supermarkt vor meiner Tür ist. Dafür brauche ich eine stichhaltige Begründung, womit ich zum Beitrag von Marquardt komme. Meine Lieblingssätze sind: „Hör auf das dir immer irgend etwas unangenehm ist.“ und: „Wenn dich sowas kleines davon abhält eine Frau kennenzulernen, dann gute Nacht.“. Recht hast Du mit beiden Sätzen. Ich kann dem nichts entgegensetzen. Deine Mentalität gefällt mir, weil sie sich auf die persönliche Weiterentwicklung konzentriert und sich von den Schwankungen der Außenwelt (möglichst) unabhängig macht. Damit kann ich mich identifizieren, darin sehe ich Sinn. Dann wird die Verführungskunst wie ein kleines Labor, das ich permanent bei mir trage und überall anwenden kann. Mit dem letzten Satz machst Du die Tür auf für die Vorstellung, wie es in der Zukunft sein könnte, was auf jeden Fall ein starker Motivator ist. Danke für Deine Einlassung. Da hast Du recht, das war auch die bisherigen Male immer die Zeit, zu der ich sie da gesehen habe. Das ist doch schon mal ein Plan. Schöner, bekräftigender Hinweis, danke. Eher sollte ich wohl an meiner Ernährung arbeiten, meinst Du nicht, jklö? „Tue keine Dinge für die du dich schämst und schäme dich nicht für die Dinge die du tust.“ klingt super, das gebe ich zu. Was Ernährung betrifft, bin ich ganz gut im Bilde, was gesundes, nahrhaftes Essen ist und manchmal kann ich es dennoch nicht lassen, mir irgendwelchen Mist anzuschaffen und ihn zu verdrücken. Gerne hätte ich diese schlechte Angewohnheit nicht. Jedenfalls ist das natürlich ein schlechter Moment, um einem Mädel zu begegnen, das sogar konzentriert jeden einzelnen Artikel wahrnehmen muss, den ich auf das Band gelegt habe. Mir ist zwar klar, dass die Dinge nach außen nie so schlimm scheinen, wie man sie sich im eigenen Kopf denkt, aber schöner wär es schon gewesen, hätte ich Lachs, Avocados und eine dicke, fette Zucchini auf das Band gelegt, die sie in die Hand nehmen muss, um sie durchzukassieren...! Finde ich gut und deckt sich mit Marquardts Empfehlung (nur anders formuliert). Du hast zwar nicht mich gefragt, aber ich sage: ja. Aus Deiner Frage meine ich herauszuhören, dass Du glaubst, die Antwort lautet Nein. Darf ich fragen, aus welchen meiner Schilderungen heraus sich Dir dieser Eindruck ergeben hat?
  2. 1. Mein Alter: 29 2. Ihr Alter: 20-25 3. Anzahl der Dates: 0 4. Etappe der Verführung: Unabsichtliche Berührung bei der Geldübergabe an der Supermarktkasse 5. Beschreibung des Problems: Vor ein paar Wochen: Die rothaarige, schlanke, junge Kassiererin fällt mir erst auf, als ich fast dran bin. Sie ist neu, ich kenne sie nicht, ich gehe hier regelmäßig einkaufen. Sie ist etwas größer für eine Frau, genau richtig für mich. Ihr Gesicht ist schön, sie kassiert gelassen ab, macht das offensichtlich schon länger. Ich bin dran, sie kassiert meine Waren durch, ich öffne mein Portemonnaie und ihr Blick fällt auf meine Mensakarte. Sie fällt aus der routinierten Kassiererrolle und fragt überrascht: „Wohnst du auch da hinten in dem Studentenwohnheim?“, was ich verneine und erkläre, die Karte sei von einem Kumpel, der nicht mehr studiert und mir die Karte gegeben hat, weil da noch Geld drauf ist. Das Kurzgespräch endet so abrupt, wie es angefangen hat. Ich sehe sie noch ein paar Mal im Supermarkt an der Kasse stehen, zweimal kaufe ich spät am Abend noch Schundfraß ein, Pizza und Eis, und schäme mich, doch sie ist die einzige Kassiererin. Folglich versuche ich gar nicht erst, ein Gespräch zu initiieren, sondern finde die Situation unangenehm. Die Gesichtsmaske entzieht mir überdies fast vollständig die mimische Kommunikation. Eine Supermarktkasse ist ohnehin ein hektischer Ort, wenn man dann zwischen dem Piepen und generellen Lärm nicht mal die Mimik spielen lassen kann, ist die Hemmschwelle noch höher. Ich male mir aus, wie ich ihr meine Telefonnummer zustecke und cool so etwas sage wie: „Hi, so eine Supermarktkasse ist ein hektischer Ort, deshalb geb ich dir meine Nummer. Meld dich, dann gehen wir einen Kaffee trinken.“ Japsend und etwas feucht schaut sie mir hinterher, wie ich den Laden verlasse, dann explodiert irgendetwas hinter mir (hoffentlich nicht der Laden, da ist ja sie drin). Heute: Nach einer großen Aufräumaktion bringe ich Hausrat in den Keller, ich schwitze, der Keller ist staubig. Zur Post muss ich, zur Drogerie und zum Supermarkt. Ich trete aus meiner Haustür und überquere die Straße, um zur Post zu gehen, habe einen schweren Jutebeutel mit einem Kilo Münzgeld an der Seite, viel zu viel Zeug in den Hosentaschen - kurz gesagt: präsentabel war ich nicht, es geht zwar schlimmer, aber ich war im Arbeitsmodus, wollte Dinge erledigen, deshalb war ich draußen. Entsprechend sah ich nicht nur aus, sondern so war auch meine Mentalität. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Augen zu und durch. Wer kommt mir da entgegen? Die Kassiererin in einem weißen, herrlichen Kleid. Mir fällt wieder auf, wie schön ihr Gesicht ist, umrahmt von naturroten Haaren. Auf weiter Flur ist sie alleine, niemand sonst ist auf der Straße, nur wir beide. Zwar zeigen meine Verführungsbemühungen der letzten Jahre Wirkung, indem ich immerhin den Impuls habe, sie anzusprechen (mit einem heiteren „Hi!“ und dann improvisieren) und nicht bloß einen markerschütternden Fluchtreflex empfinde, aber ich spreche sie dann doch nicht an, sondern gehe an ihr vorbei. Sie schaut mich an, ich will nicht behaupten, dass ich den Blick sicher als Attraktion deuten kann, aber ihr Blick hatte etwas von: Ich bin ein hübsches Mädchen (und das weiß ich) und ich laufe hier die Straße entlang und du interessierst mich erst mal, mal gucken, was passiert. Alles das passiert innerhalb von zehn Sekunden, wie solche Situationen eben immer sind. Danach atme ich zornig, stoßweise, bin enttäuscht davon, dass ich sie nicht einfach angesprochen habe (Himmel, Arsch und Zwirn!), aber zum ersten Mal fällt mir auf, dass das nicht einfach eine selbstzerstörerische Wut über meine Ansprechangst ist, sondern dass ich auch traurig bin über das mir entgangene Gespräch – das ist neu! Bisher habe ich mich immer nur mit dem Dämon meiner persönlichen Unzulänglichkeiten herumgeschlagen, doch heute überwog die Traurigkeit über das verpasste Gespräch, das Aufleuchten ihrer Augen, meine Adrenalinspitze, das verdiente Gefühl danach (sogar unabhängig vom Ausgang, einfach der Überwindung wegen), mich als Mann und sie als Frau bestätigt zu haben. Wo ich jetzt so niederschreibe, was mir entgangen ist, beiße ich mir in den Arsch. Das war so eine gottverdammte Steilvorlage vom Universum und ich habe sie nicht genutzt. Reue bringt jetzt gar nichts, ich weiß, aber kurz muss ich sie rauslassen, bei Rossmann stand ich auch im Gang, fand die dämliche Toilettenbürste nicht und seufzte und ächzte mir einen ab, ich brauchte das als Ventil, konnte gar nicht anders. Als ich zuhause ankam, stürzte ich mich erst mal in Aktionismus, machte Hausarbeit, wusch ab, bezog das Bett neu und lenkte mich ab. Krieg dein verdammtes Leben auf die Reihe, sagte ich zu mir selbst, dann kannst du auch solche Frauen ansprechen. Ich nehme von heute mit, dass sich mein Reuefokus verschoben hat: In erster Linie plagen mich nicht mehr meine Unzulänglichkeiten (nur noch 49%), sondern die verpasste Ansprechsituation (51%), von der beide Seiten profitieren, sofern man sich als Ansprechender unabhängig vom Ausgang macht. Ich konzentriere mich nicht mehr auf das Schlechte, was ist, sondern auf das Gute, was hätte sein können. Das ist echt eine grundlegende Verschiebung, sehr bedeutsam für mich. 6. Frage: Liebe Verführer, wie kriege ich das jetzt noch gebacken, die Frau anzusprechen? Was haltet Ihr von dem Zettel mit meiner Nummer drauf, den ich ihr an der Supermarktkasse überreiche? Irgendwie fühlt sich das ein bisschen unterwürfig an, ist auch nicht meine Art, aber vielleicht ist es in Anbetracht der hektischen Supermarktkassensituation die bestmögliche Lösung. Wann sie sich auf der Straße bewegt, weiß ich natürlich nicht. Wie stelle ich das an? Für jeden Gedankenanstoß bin ich dankbar. (Eigentlich wollte ich hieraus gar keine konkrete Verführungssituation machen, sondern lediglich Dampf ablassen, aber wo ich jetzt schon mal dabei bin, kann ich auch nach Eurem Rat fragen.)
  3. Vielen Dank, Lafar, für den Hinweis. Dein Beitrag berührt etwas in mir, ich finde ihn sehr schön geschrieben. Auch der Anspruch, dass Verführung schön aussehen soll, ist ein wertvoller Impuls. Ich persönlich brauche die Einordnung konkreter Verführungstechniken und -strategien in einen großen, übergeordneten Bedeutungskontext, damit ich am Ball bleibe und den Mut behalte. Langsam komme ich dem näher, dabei hat mir Dein Beitrag geholfen.
  4. Werte Verführungskünstler, findet Ihr, dass der Verführungskunst Eigennutz als Motiv zugrunde liegt oder ist sie in der Lage, Gutes und Schönes in die Welt zu tragen – oder trifft beides zu? Wenn die Verführungskunst allein ein Befriedigungsinstrument sexueller und emotionaler Bedürfnisse ist, erfüllt sie damit schon einen wichtigen und guten Zweck. Dann ist sie nicht mehr und nicht weniger als das Rezept für die Speise, die man sich einverleibt, wenn man Hunger hat. Wenn die Verführungskunst mehr als ein Mittel zum Zweck ist, wenn sie etwas über den Eigennutz hinaus in die Welt trägt, dann möchte ich sehr gerne erfahren, was das Eurem Eindruck nach ist. All die Techniken, das Streben nach immer schöneren Frauen, nach kommunikativer Souveränität, nach einem ästhetischen Körper usw. – steckt irgendwo hinter all dem etwas Gutes, Schönes, Nobles, Edelmütiges? Etwas, das größer ist als man selbst? Etwas, das Glück und Zuversicht in die Welt bringt? Etwas, das bleibt, auch wenn man selbst nicht mehr da ist (damit ist z. B. auch eine Urlaubsaffäre gemeint)? Zur Veranschaulichung folgen Beispiele: Humor trägt eindeutig mehr in die Welt als es das Eigennutzinteresse des Individuums sein kann. Humor erleichtert die Menschen, nimmt die Schwere von ihnen und lässt sie durchatmen. Als Zyniker kann man humorvollen Leuten unterstellen: Der hat sich den Humor mühsam antrainiert, um besser bei Leuten anzukommen, ha, die arme Wurst! (Einmal saß ich mit meiner Flugangst in einem Flugzeug, das gerade auf den Zielflughafen anflog und dabei ziemlich schwankte, was mich belastete. Da rief von hinten einer rotzig: „Ist der Pilot besoffen, oder was?“ Fast alle Anspannung fiel von mir und ich musste grinsen, wo ich vor Sekunden noch Angst gehabt hatte. Das wirkt bis heute nach, wenn ich [immer noch ungern] fliege. Gibt es ähnliche Nachwirkungen in der Verführungskunst?) Das Spielen eines Musikinstruments bringt Schönheit und emotionale Berührung in die Welt. Es kann auch Mädchen beeindrucken und Schöße öffnen. Als Zyniker kann man Musikern unterstellen: Der hat das Instrument bloß erlernt, um Leute und vor allem Mädchen zu beeindrucken, weil er sonst nichts kann! Zur Verführungskunst fällt mir persönlich nur der Zyniker ein: Ha, der lernt die ganzen Techniken nur, weil er eine Urangst vor dem Urteil von Frauen hat und will davon ablenken, indem er auf cool tut! Helft mir, Ihr Verführungskünstler, wo ist die Schönheit, das Noble, das ewig Gute in der Verführungskunst? Ich brauche dringend ein Gegengewicht zu meinem inneren Zyniker!
  5. Du scheinst einen Widerspruch zu erkennen. Bitte erklär ihn mir.
  6. Inzwischen fallen mir die kleinen, subtilen Zeichen auf, als hätte ich einen neuen Sinn dazubekommen. Ein Beispiel für ein subtiles Zeichen: Vor ein paar Tagen war ich mit einer hübschen, aber, wie sich herausstellte, stinklangweiligen Osteuropäerin etwas trinken, die mir zwar zugeneigt war, aber dann doch nach Hause fuhr. Tage später halten wir uns im Hörsaal auf, die Vorlesung hat noch nicht begonnen, sie sitzt weit hinten, während ich in der ersten Reihe seitlich auf dem Tisch sitzend mit einer Kommilitonin flirte. Plötzlich sehe ich die Osteuropäerin, die normalerweise völlig isoliert ist und permanent in ihr Handy guckt, direkt neben mir etwas in den Mülleimer werfen. Sie ist den ganzen Weg von hinten in die erste Reihe gelaufen, damit ich sie sehe. Sie wirkt scheu und nervös, als ich den Kopf zu ihr drehe und sich unsere Blicke treffen, dann geht sie schon wieder nach hinten. Seitdem meine Beziehung zu Ende gegangen ist, bin ich auf vier Frauen zugegangen. Zwar lief mit keiner etwas, aber viel wichtiger ist die ungekannte Leichtigkeit, mit der ich sie ansprach. Ein Beispiel der ungekannten Leichtigkeit: Eine bisher unbekannte Kommilitonin hält einen Vortrag und fällt mir direkt auf. Süßes Mädchen, schönes Gesicht, feste Stimme, hält Blickkontakt. Direkt nach dem Vortrag konnte ich sie nicht ansprechen, denn sie unterhielt sich mit dem Dozenten und ich wollte nicht auf sie warten wie ein Hund vor dem Supermarkt. In der darauffolgenden Woche passe ich sie elegant ab und gehe die langen Gänge und Treppen mit ihr hinab, die Worte kommen wie von selbst, sie lacht, ihr Gesicht öffnet sich, sie strahlt. Ich sage: „X, du gefällst mir. Ich möchte mit dir etwas trinken gehen.“ Meine Stimme ist fest, ich ruhe in mir und spüre den Geist der Bestimmung, die Folgerichtigkeit der Handlung, als Mann eine schöne Frau anzusprechen. Über ihr kleines, schönes Gesicht läuft ein wundervoller Rotton und höchst geschmeichelt sagt sie mit leiser, feiner Stimme, dass sie einen Freund hat. Wir legen den Weg zum Bahnhof zusammen zurück, sind beide wach und heiter, verabschieden uns schließlich grinsend. Das alles macht mir immer mehr Spaß, es wird immer besser. Je mehr ich zu mir als Mann finde, desto mehr spüre ich die Frauen in ihrer ureigenen Schönheit. Heute trug eine (vergebene) Kommilitonin bereitwillig meine Sachen hinter mir her, wandte sich mir zu, erzählte von sich, reagierte ausgleichend auf meine Erzählungen. Je mehr ich Mann bin, desto mehr sind die Frauen Frauen. Natürlich werden einem nicht nur die schönen Seiten der Frauen klar, sondern auch die knallharten, evolutionär einprogrammierten. Es ist kein Pappenstiel, sich damit zu arrangieren. Vor drei Wochen war ich noch mit K2 zusammen, jetzt spritzt ein anderer in sie ab und danach liegt sie schwer atmend auf seiner Brust. Während ich Kummer habe, ist sie schon bei einem anderen, aber wie sagt Lodovico Satana im 66. Baustein seines Buches Tägliche, freundliche Erinnerung: „Für uns Männer hingegen ist erfüllte Liebe eine Ekstase des Glücks, die Frauen in dieser Qualität niemals erleben können. (...) Dafür leiden wir auch mehr in Liebesdingen. Müssen wir copen!“ Die stoische Akzeptanz dessen, was geschieht („Müssen wir copen!“), funktioniert am besten, wenn man versteht, was geschieht. Darin hilft die Verführungslehre ungemein.
  7. „Tägliche, freundliche Erinnerung“ ist eine der großartigsten und wichtigsten Schriften, die ich in meinem Leben gelesen habe. Erstaunt nahm ich wahr, dass der Autor in diesem Forum aktiv ist. Witzig, wie ich gleich einen Gottstatus annahm, aber klar, er ist einer von uns. Der Mann hat wirklich die Gabe, zur Essenz höchstrelevanter lebensführungsbezogener Fragen vorzudringen. Er gibt Antworten darauf und liefert Beispiele, die ich sehr anschaulich und klar finde und von denen ich einige umsetze. Lodovico Satana macht genau das Gegenteil des ewigen Geschwafels im Alltag: Mit klarer, direkter Sprache übermittelt er dem Leser eine Vorstellung davon, wie ausgesprochen wichtig es ist, sich als Mann über Lebensführung Gedanken zu machen. Er gibt einem ein Konzept, das man mit dem eigenen Menschenverstand überprüft, anpasst, verfeinert. Mein tiefster Dank an Lodovico Satana als Autor der wichtigsten zwei Schriften zur Lebensführung für Männer. Ehre, wem Ehre gebührt.
  8. Dem stimme ich zu. Wer weiß, ob das jemals wirklich anders war. Es ist eine Lebensaufgabe, den Eiertanz zwischen Bewahrung und Fortschritt hinzubekommen (und das nicht nur in der Verführungskunst). Danke für die Worte, sie geben mir eine neue Perspektive. Vor allem den sauberen Schnitt, die Endgültigkeit, die darin liegt, fand ich spannend. Immerhin hat sie ja gestanden, dass sie nie in mich verliebt war. Ja, danke für die Erklärung.
  9. Tägliche, freundliche Erinnerung habe ich gerade bestellt. Da bin ich gespannt drauf. Mir war nicht bekannt, dass der Kerl noch etwas veröffentlicht hat. Lob des Sexismus war auch für mich die intensivste, am nahesten gehende und bereicherndste Lektüre von allen.
  10. Vielen Dank für den Zuspruch und die Meinungen. Ob es Momente gab, in denen sie sich zuletzt anders verhalten hat – äußerst interessante Frage! Darüber habe ich nachgedacht und bin auf zwei markante Situationen im Dezember gekommen, in denen sie sich tatsächlich unvorhersehbar seltsam verhielt: In der ersten Situation verbrachten wir einen Abend in einer großen Runde und ich hatte sie vorher in einer SMS-Korrespondenz eingeladen, danach zu mir zu kommen. Sie ließ das untypischerweise unbeantwortet und ging auch an dem Abend nicht darauf ein. Aufgrund von Geilheit und dem Wunsch, die Nacht mit ihr zu verbringen, kam ich auf dem Weg zum Bahnhof von mir aus darauf zu sprechen. Aufgrund ihrer eigenartig unwilligen Art ließ ich mich darauf ein, zu ihr zu fahren – das führte dazu, dass ich stundenlang wach lag und mich darüber ärgerte, wie leichtfertig ich meine Dominanz aufgegeben hatte. Das war auf jeden Fall ein Shittest, den ich völlig gegen die Wand fuhr. In der zweiten Situation spazierten wir Hand in Hand durch eine weihnachtliche Kulisse und es entstanden längere Gesprächspausen. Persönlich finde ich das nicht schlimm oder unangenehm – wenn man nichts zu sagen hat, hält man eben den Mund, denkt irgendwann wieder an etwas Interessantes und spricht es dann aus. Sie bemerkte jedoch so etwas wie: „Jetzt sind wir schon in der Phase, in der wir uns nicht mehr die ganze Zeit etwas zu sagen haben.“ Auch hier reagierte ich nicht souverän und verfiel in ein defensives Muster, meinte, das sei doch nicht schlim, es entstünden eben mal solche Pausen, woraufhin sie zurückruderte und meinte, dass sie das auch nicht als etwas Negatives bemerkt habe, sondern eben bloß als eine neue Phase. Kurz darauf unterhielten wir uns zwar tatsächlich wieder über interessante Sachen, aber ein mulmiges Gefühl blieb bestehen. Ich hätte darauf mit einem der Verführungswerkzeuge reagieren sollen, C&F wohl am besten. Das will ich daraus mitnehmen, denn ändern kann ich es jetzt ja ohnehin nicht mehr, außerdem war zu dem Zeitpunkt schon längst der Wurm drin, denn vier Tage später machte sie Schluss. Danke für die ermutigenden Worte, luffy123. Danke für die Meinung, Jingang. Piekt erst mal, was Du schreibst, aber es ist richtig: Die ursprüngliche Zielsetzung war es, mehrere Mädels auf einmal zu halten und diese habe ich nicht erfüllt. Jetzt könnte ich mir auf der Brust trommeln und erzählen, dass ich noch im August, kurz vor der Monogamievereinbarung mit K2, mit einem dritten Mädel Sex hatte und es ganz kurz davor war mit einem vierten, aber dass wir hier alle echte Kerle sind, ist hinlänglich bekannt. Zielsetzungen verändern sich im Laufe der Zeit durch unvorhergesehene Entwicklungen. Die emotionale Bindung und auch ruhige Abwägung ließen es als die für mich persönlich profitabelste Option erscheinen, mit K2 eine Beziehung einzugehen. Das ergab sich so mit der Zeit, ich hatte es nicht von Anfang an darauf angelegt. Ich will jetzt an meiner Mentalität dahingehend arbeiten, dass ich Monogamie nicht als Endziel des Treffens mit einer Frau sehe – dann kann ich vielleicht alle (oder so gut wie alle) Vorteile einer monogamen Beziehung erleben und dennoch meine sexuelle Freiheit bewahren (was auch immer sexuelle Freiheit genau ist, aber das finde ich dann raus). Wie Du darauf kommst, dass sie mich für einen Chad verlassen hat, weiß ich nicht, denn ich kenne den neuen Kerl nicht (vielleicht hast Du meinen Beitrag überflogen und gedacht, dass der muskelbepackte Supergitarrist der Neue ist, aber das war nur eine Vorstellung von mir). Auf jeden Fall schließe ich aus ihrem Schlussmachen nicht, dass ich ein schlechter Versorger bin. Außerdem ist sie doch eh bloß ein „Durchschnittsmädel“, also warum sollte ich mein Selbstwertgefühl von ihr abhängig machen? Klar will ich aus all dem lernen und erkenne meine Defizite an, siehe auch oben. Genau so sehe ich aber auch meine Stärken und derer gibt es einige. Ich hab richtig Bock, weiterzumachen und Lust und Gewinn in mein und das Leben künftiger Flammen zu bringen. Es erfüllt mich aber auch mit immensem Stolz, dass dieses tolle Mädchen sich für eine lange Zeit (potentiell bis an das Ende ihres Lebens) an mich erinnern wird, Einflüsse und Eindrücke mitgenommen hat. Das ist nicht in Abrede zu stellen, auch bei aller Kritik nicht, die man an meinem Verhalten oder meiner Geisteshaltung üben kann. Sie hat bleibende Erinnerungen und ein paar materielle Gegenstände, die untrennbar mit mir verknüpft sind. Auch ich habe sehr viel aus dieser kurzen Beziehung gelernt und nehme wilde, leidenschaftliche, poetische Erinnerungen mit. Alles das wird mich beim Game in freier Wildbahn unterstützen und mir eine Lektion für kommende Beziehungen sein. Zielsetzungen verändern sich, so ist das eben und ich muss nicht nach immer mehr streben, nach größeren Titten, mehr Geld, höherem Rausch, versauteren Mädels – es gibt so scheiß verzweifelte Jungs da draußen, die 1,50m groß sind, einen 5-cm-Penis und eine schrille Stimme haben. Bei denen ist nichts mehr zu retten, die legen sich hin und verrotten, so ein populärer Ratschlag in diesen Kreisen (LDAR = lie down and rot). Ich hatte eine Freundin, mit der ich mal leidenschaftlichen, mal versauten Sex hatte, die mich übelst angemacht hat, mit der ich körperliche Unternehmungen machen konnte oder einfach quatschen, mit der ich glückselige Momente hatte und gleichzeitig Situationen, aus denen ich für die Zukunft lernen kann. Manchen wird so etwas für immer verwehrt bleiben und sie sind nur glücklich, wenn sie sich jeden Abend zwei Stunden lang eine fiktive Freundin fantasieren, bevor sie erschöpft und einsam einschlafen. Sicherlich habe ich Deinen Standpunkt jetzt etwas überhöht, Jingang, und mich daran aufgerieben, aber das ist nicht böse gemeint. Du hast ja im zweiten Post nochmal Bezug darauf genommen. Als Fazit dieser ganzen Situation bleiben für mich jedenfalls nur Glück und Gewinn und der Aufruf an mich selbst, darauf hinzuarbeiten, dass ich so etwas immer wieder erlebe. Vor den Weibern bin ich ein dominanter Alpha, aber dem Leben und dem Lauf der Dinge, der mich nicht zu einem 1,50m großen Mikropenisinhaber gemacht hat, bin ich in tiefster Demut dankbar. Was bedeutet: „Könnte ein Screening-Kriterium werden.“? Für den letzten Satz danke ich Dir, der hat mich erheitert! Auch ein sehr interessanter Gedankenanstoß, danke, Female_M! Das ergibt schon Sinn, was Du sagst, ich denke darüber noch etwas nach. Letztlich ist es ja eigentlich gar nicht so wichtig, warum sie Schluss gemacht hat. Andererseits wird sich meine Verführungskunst verbessern, je tiefer ich die weibliche Psychologie verstehe. Also denke ich noch darüber nach. Ich glaub mein Schwein pfeift – das ist ja authentisch von Mozart! Hammerhart. Danke, Yolo. Emotional involviert war ich und entsprechend groß ist natürlich die Enttäuschung, schmerzende Enttäuschung. Schmerz ist ein sehr lebendiges Gefühl. Das lernt man nicht zuletzt, nachdem man eins in die Schnauze bekommen hat.
  11. Werte Verführungskünstler, vieles ist geschehen seit meinem letzten Beitrag vor einem halben Jahr in diesem Thread. Damals bekam ich so gute Anregungen und fand es außerdem hilfreich, meine Gedanken niederzuschreiben, weshalb ich das jetzt nochmal tue. Ganz grob erst mal: Mit der schönen, aber charakterlich schwierigen K1 hatte ich keinen Sex mehr, nur noch eine einzelne Nacht, in der wir bei einer gemeinsamen Freundin auf einem Sofa schliefen, sie meine Annäherungsversuche aber ablehnte (meine Latte an ihrem Arsch ließ sie sich aber gefallen). Mit K2 traf ich mich von März an und hatte mit ihr eine monogame Beziehung von August bis Dezember – genau genommen bis vor drei Tagen. Mit K2 hatte ich eine gute, gewinnbringende Zeit: Sie lernte meine Familie kennen und ich ihre, wir waren ein langes Wochenende zusammen im Urlaub, unternahmen interessante, spannende und wilde Sachen, hatten guten bis sehr guten Sex mit auch für mich neuen Elementen (z. B. Fesseln). Bei alledem habe ich viel gelernt, unter anderem dass ich ihre Mutter genau so leicht zum Kichern bringen konnte wie sie selbst. Es war auch ganz allgemein lehrreich, was den Umgang mit einer Frau betrifft: Was funktioniert, was läuft ins Leere? Was bedeutet es, vor anderen als Paar aufzutreten? Wie reagiert meine Familie darauf, dass ich meine Freundin vorstelle und wie spezifisch auf sie? Das entlockt auch Familienmitgliedern, die man vollständig zu kennen meint, neue Wesenszüge und jeder lernt daraus. Alles in allem war die Beziehung mit K2, wenn auch kurz, eine Bereicherung. Manchmal gierte es mich nach anderen Frauen und es gab immer wieder Flirts und Schäkereien, aber ich war sexuell zufriedengestellt und hielt mich folglich an die Monogamievereinbarung. Vor ein paar Tagen kehrte sie aus ihrer Heimat zurück, wo sie die Weihnachtsfeiertage verbracht hatte, und schrieb, es gehe ihr nicht gut und sie müsse am nächsten Tag mit mir sprechen, das sei unaufschiebbar. Diese Dringlichkeit kannte ich bis dahin nicht von ihr und sofort drehte sich mir der Kopf: Ist sie schwanger? Hat sie eine Krankheit? Ist sie fremdgegangen? Sie kam dann am nächsten Tag, nachdem ich hier ein Frühstück für zwei aufgebaut hatte, völlig verheult zu mir und bekam es kaum hin, ihre Jacke an die Garderobe zu hängen, so sehr war sie durch den Wind. Wir setzten uns auf das Sofa und mit gepresster, schluchzender Stimme meinte sie: „Mir ist da was Unerwartetes passiert.“ – ich war überzeugt, dass ich Vater werde, das könnt Ihr mir glauben. Stattdessen sagte sie etwas, das ich nicht mal in Erwägung gezogen hatte, sie sagte: „Ich habe mich in jemand anderen verliebt.“ und konnte kaum an sich halten, nachdem sie es ausgesprochen hatte. Das war ein Hammer, ich hatte das nicht erwartet. Er ist ein Student aus einem anderen Fach, sagte sie auf meine Nachfrage. Alle Luft war aus mir gewichen. Wütend konnte ich nicht sein, worauf auch? Dass er besser für sie riecht als ich? Dass sie ihn attraktiver, interessanter, für sich passender findet? Oder soll ich etwa wütend auf ihn sein, der ja offensichtlich den gleichen Frauengeschmack hat und somit schon mal eine Gemeinsamkeit? Sie schluchzte, sie sei solch ein schlechter Mensch und wenn ich wolle, könne ich sie auch anschreien, sie halte das aus. Ich erwiderte ruhig, dass sie sich aus meiner Sicht völlig korrekt verhalten habe, es sei zwar nicht schön, was sie sagt, aber gut, dass sie es sagt. Sie beendete die Beziehung, bevor sie mit dem anderen Kerl etwas anfing, bevor sie frustriert und pampig wurde, bevor ich anfing mich zu fragen, ob ich etwas falsch mache oder warum sonst der Wurm drin ist. Das ist anständig und ich kann das nur respektieren. Die Welt ist nicht dafür da, dass es mir gut geht und mit jedem Glück geht nun mal ein Risiko einher – mit ihr war es mir das wert. Natürlich möchte ich möglichst umfassend verstehen, was passiert ist und warum, um daraus zu lernen und künftig bessere Entscheidungen zu treffen. Eine besonders interessante Sache dazu war ihr Geständnis (nachdem sie einmal tief durchgeatmet und gesagt hatte: „Ich will ehrlich sein.“), dass sie von Anfang an nicht herzklopfverliebt in mich gewesen sei. Davor hatte ich noch resigniert und mit Galgenhumor gesagt, wie schön es wäre, wenn jetzt einfach eine Fee käme, mir auftrüge, drei Drachen zu töten und dann hätte ich ihr Herz wieder für mich gewonnen. Das entrang ihr ein schluchz-stöhn-lachendes Geräusch, denn uns beiden war in dem Moment klar, dass so etwas nur im Märchen passiert. Nachdem sie mir dann gestanden hatte, dass sie gar nicht verliebt in mich sei, meinte ich ruhig: „Na, dann ist ja auch nicht mehr wirklich was zu retten.“ (, woraufhin sie zwar nochmal kurz zurückruderte mit einem bedächtigen: „Naja...“, aber das war alles an Widerstand.) In dem Moment wurde mir schlagartig klar, dass sie nicht gekommen war, um mit mir darüber zu reden, dass sie sich in jemand anderen verliebt habe, sondern um mir das mitzuteilen. Langsam suchte ich ihre Sachen heraus, die sie bei mir deponiert hatte, packte sie ein und nach einer filmreifen Umarmung, in der auch ich nicht mehr ganz an mich halten konnte, verließ sie die Wohnung und mit einer traurig-lächelnden Grimasse verabschiedeten wir uns. Ich werde sie ja in den nächsten Jahren so gut wie jeden Tag sehen und daher war es wichtig und in unser beider Interesse, dass wir das anständig und erwachsen regeln. Warum war sie überhaupt mit mir zusammen, wenn sie nicht in mich verliebt war? Meine Annahme ist, dass dieses stille Mäuschen aus dem Dorf einfach völlig überwältigt war von diesem extrovertierten, überaus charmanten Urberliner, der viele soziale Kreise hat, Türsteher kennt, in Clubs und auf der Straße Leuten über den Weg läuft und mit ihr im Bett macht, worauf er Lust hat. Wir haben sehr viel unternommen, unterschiedlichste Sachen und saßen auch mal stundenlang bei einem Getränk zusammen und unterhielten uns. Mit ihr habe ich schon echt gute, umfassende romantische Erfahrungen machen können. Letztlich ist dann aber vielleicht doch die Kluft zwischen Extro- und Introvertiertheit zu groß gewesen. Möglicherweise hätte dies sogar noch funktioniert, wenn wir irgendwelche Reibungspunkte gehabt hätten. Es war schon eine sehr harmonische, um nicht zu sagen ereignisarme Beziehung, wenn ich nicht das Zepter in die Hand genommen habe. Mehrere meiner Freunde sagten mir nun, wo es vorbei ist, dass sie sich schon gefragt hätten, wann K2 mich langweilen würde und dass es sie dann wohl doch eher zu jemandem zöge, mit dem sie sich auch mal spaßhaft anpöbeln („dissen“) oder auch richtig streiten könne. Das scheint mir plausibel und wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass ich verflossene Liebschaften und auch gegenwärtige Freundinnen habe, mit denen ich mich regelmäßig gegenseitig verarsche, herumalbere und alle Fünfe gerade sein lasse. Im gestrigen Gespräch mit einem männlichen engen Freund stellten wir fest, dass selbst wir uns gegenseitig verarschen und sogar in meiner Familie passiert das. Vielleicht bin ich einfach ein Typ, der das braucht. Mit K2 hatte ich das so gut wie gar nicht und meine dahingehenden Versuche liefen immer ins Leere. Gestört hat mich das eigentlich nicht, denn ich hatte ein schönes, loyales, interessantes, versautes Mädchen an meiner Seite – sie hatte damit möglicherweise mehr zu kämpfen. Sie ist auch ein ziemlich rastloses Huhn, will noch dies und das in ihrem Leben machen, lieber heute als morgen, und findet dabei keine Ruhe im Hier und Jetzt – da bin ich ganz anders, was zwar manchmal zu aufgeschobenen Erledigungen und überschrittenen Fristen führt, aber immerhin finde ich Momente, um einfach mal auf alles zu husten und mich mit meinem Mist zu beschäftigen. Ihren neuen Stecher kenne ich nicht, stelle ihn mir vor als sensiblere, weichere, ruhigere Person. Vielleicht irre ich mich und der Kerl ist einen Kopf größer, muskelbepackt und spielt besser Gitarre als ich. Das müsste ich dann auch anerkennen und solange er mich vernünftig behandelt, werde ich ihn auch vernünftig behandeln, aber wenn er auch nur komisch guckt oder was Schlechtes sagt, zerklopp ich ihm das Gesicht, schnapp mir meine Ex, bumms die zehnmal durch und reite danach in den Sonnenuntergang. Letztlich ist alles hier Spekulation, ich versuche Muster zu erkennen. Wer weiß schon, was richtig und falsch ist. (Ich merke, dass ich diesen Beitrag nun langsam beenden sollte, denn ich werde stinkig.) Das Schreiben dieses langen Beitrags hat mir jetzt schon geholfen, das merke ich. Dieses Forum ist mir ein fortwährender gedanklicher Ankerpunkt. Allein die Option, Fragen hier zur Debatte zu stellen, ist hilfreich. Schön, dass es einen solchen Ort gibt! Die jubelnd nie den überschäumten Becher gehoben in der heiligen Mitternacht, und denen nie ein dunkles Mädchenauge, zur Sünde lockend, sprühend zugelacht – die nie den ernsten Tand der Welt vergaßen und freudig nie dem Strudel sich vertraut – o sie sind klug, sie bringen’s weit im Leben ... Ich kann nicht sagen, wie mir davor graut! (Otto Erich Hartleben)
  12. Herzlichen Dank für die vielen hilfreichen Antworten! Bevor ich auf einzelne Beiträge eingehe, ein paar Worte zur aktuellen Lage: Mit der schwierigen, aber schönen K1 bin ich für eine Waldwanderung verabredet. Es wird sich zeigen, wie das läuft und davon mache ich abhängig, ob ich K1 weiterhin verfolge (d. h. ihren Teller weiterhin jongliere). Mit K2 unternahm ich in den letzten Wochen an jeweils mindestens einem Tag etwas. Mein Eindruck bestätigt sich immer mehr, dass sie eine HSE-HD ist. Der Umgang mit ihr ist mir persönlich enorm gewinnbringend. Sexuell ist sie hungrig und experimentierfreudig, überlässt sich meiner Führung. Sie ist dankbar, wenn ich mir Mühe für etwas mache. Leise Shittests führt sie durch und diejenigen, die ich bisher erkannte, konnte ich größtenteils meistern. Scheitere ich bei einem Shittest, zeigt K2 keinen demonstrativen Unmut wie K1, sondern wirkt eher beobachtend und immer noch wohlwollend. An (und in) K2 kann ich wahrlich wachsen. Bei alledem fixiere ich mich nicht zu sehr auf K1 oder K2, sondern halte weiterhin Ausschau nach neuen Frauen. Gestern setzte ich mich bei dem strahlenden Osterwetter gitarrespielend auf eine Parkbank und hielt intensiven Augenkontakt mit vorüberziehenden HBs. Das fühlte sich gut und richtig an. In diesem Sommer werde ich die Gitarre verstärkt zur Unterstützung der Verführungskunst einsetzen (ohne das Instrument damit zu entwürdigen). Inzwischen kam es übrigens zu dem Szenario, dass ich mit K2 quatsche und K1 kommt um die Ecke. K1 rief enthusiastisch-überrascht meinen Namen und umarmte mich lang und innig (Zufall oder hatte sie schon längst K2 bemerkt?). Es waren noch weitere Kommilitonen zugegen. Im Anschluss schlug ich eine Runde Tischtennis vor und während K2 mitmachte, zog K1 rasch ab. Als ich K1 Tage später in einem Telefonat vorschwärmte, welch tolles Tischtennisspiel sie verpasst habe, behauptete sie entrüstet, wir anderen seien einfach losgelaufen. Das entspricht keineswegs der Wahrheit, denn ich musste noch die Kellen aus dem Institut holen, während die anderen davor warteten. Als ich wieder rauskam, war sie bereits verschwunden. K1s Solipsismus ist stark ausgeprägt. Jedenfalls empfand ich die Situation überhaupt nicht als brenzlig, sondern fühlte einen Glücksrausch in Anbetracht des Social-Proof-Rundumschlags, den die Situation mir brachte. _______________________ Diese Ansage brauchte ich, danke, UpdatePick. Aufgrund der Kürze meiner bisherigen Verführungskunstlaufbahn neige ich noch dazu, mit meinen Eroberungen herumzutönen. Das will ich abstellen. Ein bisschen was las ich darüber schon in Lob des Sexismus. Es kann nicht zum Schaden sein, mich in die Konstellationen einzulesen, wenngleich auch mir der Ansatz etwas kopflastig scheint. Nichtsdestoweniger danke ich für die Einlässe, wernerd. Dein Beitrag ermuntert mich, rauszugehen und interessante Frauen zu suchen, statt mir über K1 und K2 den Kopf zu zerbrechen. Außerdem half mir das „locker durch die Hose atmen“ in der Situation, als K1 und K2 aufeinandertrafen. Vielen Dank für Deine Zeilen, ich weiß sie sehr zu schätzen. Wegen dieser ehrlichen, direkten, rohen Art und Weise, über die Dinge zu sprechen, kann ich der Verführungskunstszene sehr, sehr viel abgewinnen. Tausend Dank, prince1512. Weder ist Monogamie vereinbart noch ist einer der Damen anzusehen, dass sie auf Beziehung gehen (K2 vielleicht ein bisschen, aber nicht stark). In einem Gespräch kamen K2 und ich irgendwie auf das Thema Jagd. Eigentlich ging es um Wildjagd. An einer Stelle fragte K2 mich: „Wann hast du das letzte Mal gejagt?“ Nach einer kurzen Pause fügte sie mit einem fast schelmischen, auch unsicheren Lächeln hinzu: „Also, ich meine nicht Frauen.“ Es gelang mir, das Gespräch vernünftig fortzusetzen, ich relativierte nichts und blieb in meinem Rahmen. Jedenfalls signalisierte mir K2 damit, dass sie mich als Verführungskünstler wahrnimmt, der sich in der Weltgeschichte rumtreibt. Am gleichen Abend gingen wir noch tanzen und sie ist so herzlich wie immer. Macht doch alles einen guten Eindruck, oder täusche ich mich? K1 ist die einzige Frau, der ich bisher ein Liebesgedicht widmete. Ich erinnere daran, dass ich bis August 2018 ein AFC war. In dem Monat schlief K1 mit mir und es war so eine überwältigende Erfahrung, dass ich mich zu dem Gedicht hingerissen fühlte. Im Dezember überreichte ich es ihr schließlich. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns bereits mehrfach zu zweit getroffen und Nächte miteinander verbracht. In gewisser Hinsicht kam das Gedicht also nicht völlig aus heiterem Himmel. Nichtsdestoweniger beruht meine ganze Geschichte mit K1 auf der AFC-Mentalität. Heute mache ich z. B. keinen kategoriellen Unterschied mehr zwischen einem locker-luftigen Treffen mit einem Mädchen und einem „offiziellen“ Rendezvous. Natürlich gibt es besondere Anlässe, zu denen man sich speziell kleidet oder so, aber das Gieren auf eine „Offiziellmachung“ der Romanze verspüre ich inzwischen nicht mehr. Für ein Techtelmechtel brauche ich keinen Grundbucheintrag. Lange Rede, kurzer Sinn: Deine Sorge kann ich nachvollziehen, DarkKitty, meine jedoch entwarnend sagen zu können, dass diese übereilige poetische Rührseligkeit der Vergangenheit angehört. Natürlich behalte ich es mir vor, einer länger andauernden, loyalen Herzensdame die dichterische Geste zukommen zu lassen. 1. Nichts habe ich ihnen versprochen und bin interessiert daran, mein lockeres Studentensex(er)leben fortzusetzen. 2. Wie schon UpdatePick danke ich auch Dir für diese Ansage, mopar. „Es sind Frauen. DIe gehen häufig anders mit Wahrheiten um als Männer.“ Das will ich im Hinterkopf behalten. 3. Es ist nicht nur K1s Gesicht, das mich reizt, sondern auch ihr Körper. Gleichwohl weiß ich genau, was Du meinst. Die Waldwanderung mit K1 warte ich noch ab und entscheide infolgedessen, ob und wie es weitergeht. Bedenken habe ich zum jetzigen Zeitpunkt, ob ich wirklich von ihr wegkäme, zumal ich sie oft in der Uni sehe, jedoch bekomme ich das durch genügend Rotation schon hin. 4. Unter einem Dreier verstehe ich Geschlechtsverkehr zu dritt. Es ist momentan keine Priorität, mich um den Dreier zu kümmern. Erst einmal stabilisiere ich die aktuelle Lage und gewinne neue Frauen und Perspektiven hinzu. Ich habe noch viel Zeit, um Erfahrungen zu machen und souveräner zu werden. Dann werde ich mich erneut darum kümmern und UpdatePicks Anleitung nachgehen. Danke nochmals für die wertvollen Anregungen, ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben.
  13. Werte Verführungskünstler, mit zwei Kommilitoninnen habe ich gleichzeitig sexuelle Beziehungen laufen und befürchte, dass ich als Verführungskünstler nicht erfahren genug bin, um souverän auf potentielle Konfliktsituationen zu reagieren. Deshalb wende ich mich an Euch und bitte um Rat. 1. Mein Alter: 28 2. Alter der Frauen: beide 23 3. Anzahl bisheriger Dates: mit der einen etwa zehn, mit der anderen drei Dates 4. Etappe der Verführung: beide Sex 5. Beschreibung des Problems: Mit einer Kommilitonin (LSE-HD, HB 9), nennen wir sie K1, habe ich seit August 2018 unregelmäßig Sex. Das kam für mich überraschend, denn als ich sie 2017 kennengelernt hatte (noch als ziemlicher AFC), steckte ich ihr heimlich einen Brief zu, in dem ich ein Treffen vorschlug, was sie anständig und respektvoll ablehnte. Im Dezember 2018 übergab ich ihr ein langes Liebesgedicht und infolgedessen gingen wir offiziell aus (d. h. keine versoffene Nacht, die im Bett landete) und verbrachten nach einem prächtigen Rendezvous auch diese Nacht miteinander. Sie schwankt seit Monaten einerseits zwischen dem Gefühl, von mir auf romantischer Ebene bedrängt zu werden, andererseits ist es für sie eine offenkundig überwältigende Erfahrung auf diese Weise hofiert zu werden. In manchen Momenten offenbart sie leidenschaftlich, was ihr mein Werben bedeutet. Wir kennen uns seit eineinhalb Jahren, sind inzwischen sehr vertraut und zuweilen war der Sex eine ungekannt ekstatische, hochherrliche Angelegenheit. Sie fiel gierig über mich her (oder ich über sie) und schmiegte sich danach an mich ran. In diesen Momenten bin ich stets verzückt. Ihr geringes Selbstwertgefühl führte zu einer großen Auseinandersetzung, weiter führe ich sie nicht aus, sonst ufert dieser Beitrag aus. Jedenfalls ist K1 schwierig, was auch an ihrer verkorksten und einzigen Beziehung liegen mag. Laut eigener Aussage legt sie hohen Wert auf sexuelle Vielfalt und lebt diese auch aus. Auf meiner Geburtstagsfeier sah K1 mich mit einer HB5,5 rumknutschen und über Umwege erfuhr ich, dass K1 angesichts dessen Eifersucht verspürte – zwei Tage später schlief ich bei K1. K1 ist ziemlich empfänglich für heftiges Alphaverhalten, erwartungsgemäß zeigt sie sofort Unmut, wenn ich meine „veritable Unerschütterlichkeit“ verliere. Mit K1 teile ich einen Kommilitonenfreundeskreis und betrachte sie neben allen romantischen und sexuellen Gegebenheiten auch als Freund und Kumpane (jedenfalls habe ich sie so kennengelernt und spüre es immer noch unter allem Verlangen nach ihr). Sie erzählt gut von ihrer Familie. Sie hat mehrere Orbiter in ihrem Freundeskreis, wovon ich mich persönlich überzeugen konnte. Mit einer anderen Kommilitonin (HSE-HD, HB7,5), K2, treffe ich mich seit einem Monat. Sie ist aus einem Dorf in die Großstadt gekommen, ich kann ihr viel zeigen. Drei spannende, ereignisreiche Rendezvous haben wir hinter uns, nach jedem landeten wir bei mir. Auf einer Feier unseres Instituts hatte ich ihr Interesse mit heftigem Alphaverhalten auf mich gezogen. Da lernten wir uns erst kennen, d. h. wir sind uns überhaupt erst namensbekannt seit drei Monaten. Meinen Rahmen habe ich im Umgang mit ihr bisher nicht verloren. Sie ist sehr eigenständig, reiste allein durch die ganze Welt und beeindruckt mich mit verschiedenen Facetten ihrer Lebensführung. Während des dritten Dates blies sie mir einen unter freiem Himmel, was sehr reizvoll war. Sie ist eine starke Frau, macht Kampfsport, reist alleine durch die Welt, ordnet sich aber bei alledem in ihrer herrlichen Weiblichkeit meiner Männlichkeit unter. Sie erzählt gut von ihrer Familie. Unsere Gespräche sind inspiriert, interessant und vielfältig. K1 und K2 sind zwar in meinem Semesterjahrgang, kennen sich aber namentlich nicht und hatten bisher nichts miteinander zu tun, kennen sich nur vom Sehen. 6. Fragen: Sorgen mache ich mir um die fast sicher irgendwann auftretende Situation, in der ich mit K1 bzw. K2 dastehe und flachse und die jeweils andere um die Ecke kommt. Wie reagiere ich, wie soll mein Selbstverständnis, mein Rahmen sein? Entziehe ich mich der Situation schnellstmöglich? Wie gehe ich vor? Weder K1 noch K2 will ich kränken oder verletzen. Wie gehe ich also am besten mit der Situation um? Soll ich K1 von K2 erzählen? Soll ich K2 von K1 erzählen? Eher gäbe ich sexuelle Gelegenheiten mit K1 auf und führe mit K2 fort. Nichts hätte ich jedoch dagegen, mit beiden mehr oder weniger regelmäßige Techtelmechtel fortzuführen – wie stelle ich das an? Soll ich freiheraus erzählen, dass es jeweils eine andere gibt oder in der bisherigen Weise des Nicht-Erzählens fortfahren? Angelogen habe ich bisher keine der beiden und halte das für keine Option, denn das wäre mir zu betamäßig. Falls ich erzähle, dass es eine andere gibt, soll ich dann genau sagen, wer es ist (schließlich kennen sie sich vom Sehen)? Soll ich mich in Anbetracht der schwierigen Situation für eine entscheiden? Oder bin ich einfach der Typ, der sich die Sahneschnitten vom Institut schnappt, sich nimmt, was er will, dabei niemanden anlügt, aber eben auch nicht vorauseilend aufklärt – kurz: müssen K1 und K2 es aushalten, dass sie irgendwann durch den Lauf der Dinge voneinander erfahren? Kann ich K1s und K2s Eifersucht gar für meine Zwecke instrumentalisieren und somit für mehr Aufregung und Wettbewerb um mich sorgen (siehe auch Frage 4.)? Wie gehe ich damit um, dass ich K1 schöner, aber im Umgang schwieriger finde; K2 hingegen weniger schön, aber im (bisherigen) Umgang großartig und sie als Person sehr interessant finde? K1 blicke ich lieber an, das steht fest. K2 hat einen sehr schönen Körper (eher schöner als K1), kommt aber im Gesicht nicht an K1 ran. Denke ich an K1, spüre ich Kitzel und Aufregung, andererseits beeindruckte mich K2 mit dem nächtlichen BJ an einem belebten Kanalufer auch ziemlich. Muss ich mir mehr Zeit lassen, um K2 besser kennenzulernen? Meint Ihr, ich komme dann weg von meiner leichten Oneitis zu K1? Seht Ihr irgendwie, dass aus der Situation ein Dreier für mich rausspringt? Oder könnte dieser katastrophale Auswirkungen mit sich bringen, die den Fortlauf meines Studiums beeinträchtigen könnten? Die Frage ist halb ernstgemeint, denn meine Bedenken wiegen durchaus schwer. Trotzdem interessiert mich Eure Meinung. Bock habe ich nämlich drauf, es wäre mein erster. Für Ratschläge und Meinungen bin ich sehr dankbar und hoffe, dass meine Beschreibung ausführlich genug und gleichzeitig nicht zu lang ist.
  14. Hallo, ich bin ein 28-jähriger Student aus Berlin. Mit Frauen lief es in meinem bisherigen Leben nicht schlecht, ich habe sie alle im realen Umgang kennengelernt. Eine kurze LTR hatte ich, sonst nur Affären. Im vergangenen halben Jahr setzte ich mich intensiv theoretisch mit der Verführungskunst auseinander und konnte daraus resultierende Erkenntnisse in realweltliche Annehmlichkeiten übertragen. Teils war ich fassungslos über die Einfachkeit des Spiels, wenn es erst einmal läuft. Die Verführungskunst ist mir ein unheimlich spannendes und auf viele andere Bereiche abstrahlendes Thema geworden. Verstärkt will ich raus in die Welt und meine Ansprechhemmungen überwinden, um kein blasser Bücherwurm zu werden. Ich freue mich, dieses Forum gefunden zu haben und bin gespannt auf die kommende Zeit.
  15. Hallo, am vergangenen Samstag war ich um 14 Uhr unterwegs am Alexanderplatz und schaute, ob ich ein PUA-Treffen erkenne, doch dem war nicht so. Das kann viele Gründe haben. Wie dem auch sei, meine Frage ist, ob die Treffen noch stattfinden und die Möglichkeit besteht, sich da als Beginner einzuklinken. Die Praxis hülfe mir, wenn sie mir auch einige Überwindung abverlangte. Für jede Antwort bin ich dankbar.