Probleme mit frühem Aufstehen / Suche nach Lösungsansätzen

19 Beiträge in diesem Thema

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Hallo Community,

ich bin schon seit vielen Jahren mit dem Thema PU vertraut und verfolge besonders die Ansätze der Persönlichkeitsentwicklung.
Da ich mich aktuell in einem neuen Lebensabschnitt befinde, möchte ich mich entsprechend auch verbessern bzw. verändern.

Ein großes Problem von mir: ich schlafe schlecht und wache nur mit Müh und Not auf. Teilweise auch nach 8-9 Stunden.
Da ich eigentlich früh aufstehen und eine angenehme Morgenroutine entwickeln möchte, stellt mir dieses Verhalten regelmäßig ein Bein.

Frage an die Community: habt ihr valide Tipps, die einem helfen aufstehen zu können? 

Sidefacts:

  • Eine gewisse Unruhe bedingt durch Gedanken hindert mich oft davon ruhig einzuschlafen - lenke mich durch Außeneinflüsse ab (TV, Radio, Podcast, etc.)
  • Mein Stresslevel hat sich irgendwann in Form von Zähneknirschen bemerkbar gemacht. Eine Schiene trage ich (fast) täglich - also nahezu 98%.
  • Morgens nehme ich Außengeräusche nicht wahr. Mein Wecker klingelt teilweise 30 Minuten. Ich werde zwar "wach" (laut meiner Partnerin), aber bin definitiv noch im Halbschlaf.
    Hier stelle ich dann gerne mal einen Wecker um. Kann auch Fragen beantworten, etc. ohne dass ich davon was mitbekomme. 
  • Es gibt keine Uhrzeit bei der ich aufstehen "muss". Ich bin selbständig, was natürlich dieses Verhalten auch noch verstärkt.

Ich habe natürlich ein Problem mit dem inneren Schweinehund, bin aber ein konsequenter Mensch, der das umsetzt was er sich vornimmt.
Gerade dieses Problem lässt mich verzweifeln, da ich keine Erklärung finde und auch keinen Lösungsansatz von alleine entwickeln könnte.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

BL

 

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Ich weiß nicht wie weit Du dich schon informiert hast.

ca. 1,5h vor dem ins Bett gehen nichts mehr tun was deinen Kreislauf in Schwung bringt

und vor dem Schlafen gehen etwas lesen. Soweit ich weiß sind TV, Podcast etc. eher hinderlich als förderlich. Die wenigsten schauen sich dann etwas wann was sie beruhigt sondern eher etwas was sie interessiert....

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vor 29 Minuten, Betterlife schrieb:

Eine gewisse Unruhe bedingt durch Gedanken hindert mich oft davon ruhig einzuschlafen

Das solltest du dir mal genauer ansehen. Inwiefern äussern sich diese Gedanken? Schon mit Meditieren versucht?

 

vor 30 Minuten, Betterlife schrieb:

Mein Stresslevel hat sich irgendwann in Form von Zähneknirschen bemerkbar gemacht

Woher kommt dein Stresslevel?

 

vor 30 Minuten, Betterlife schrieb:

Hier stelle ich dann gerne mal einen Wecker um. Kann auch Fragen beantworten, etc. ohne dass ich davon was mitbekomme. 

Rofl, genau wie ich :-D

 

Wann gehst du i.d.R. ins Bett und wann stehst du auf bzw. wann würdest du gerne aufstehen?

Was treibst du so bevor du ins Bett gehst?

 

Versuch mal dir mehrere Wecke im Handy zu stellen so dass du irgendwann definitiv davon wach wirst, und sei es dass dich deine Partnerin verprügelt weil sie von deinen scheiß Weckern genervt ist ;) Stelle das Handy an einen Platz wo du definitiv das Bett verlassen und aufstehen MUSST um es aus zu schalten. Und dann bist du eh schon aus dem Bett draussen, dann musst du nur noch die Disziplin haben dich nicht wieder hin zu legen ;)

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Gast kuchenbrot

Hatte das auch ne lange Zeit, vorallem das "ausblenden". Hab dann mal beobachtet wann es funktionierte und wann nicht. Im Grunde ist es ein automatisiertes Mindset, dass dich deinen Wecker nicht hören lässt. Das "nicht-hören", zumindest bei mir, war der Automatismus den mein Gehirn hochgefahren hat beim Weckerklingeln. Ausblenden. Der konnte mind. eine Stunde klingeln - nada. Oder klingelte und Automatismus "Wecker ausschalten und wieder hinlegen" ist hochgefahren. Die Frage die ich mir dann gestellt habe war "Wie kann ich in da eingreifen, wenn ich nicht wirklich wach bin oder bewusst ansprechbar, quasi keinen Handlungsspielraum?" Also musste ich den Automatismus umtrainieren.

Du kannst den Automatismus nicht loswerden, was drin ist, ist drin. Du kannst ihn aber ändern. Cue - routine - reward. Der cue ist das Weckerklingeln, die Routine ist weiterschlafen bzw ausblenden, Belohnung ist mehr Schlaf (Bedürfnisbefriedigung). Das Gehirn ist belohnungsorientiert, which means, du musst dir eine Belohnung zurecht legen für die Routine die du ändern willst. Und die muss gleichwertig zum Gefühl des "Schlafs" sein. Ansonsten denkt sich dein Gehirn "Laaaaaangweeeeilig. Mag ich nicht, will ich nicht. Bleibt hier alles so wie es ist!" Hast du da etwas gefunden, also etwas bei dem du denkst "That I like." und dann brauchst du Durchhaltevermögen. Du musst jetzt nämlich für ein bis zwei Wochen etwas leiden. Dein Gehirn wird bockig sein, rebellieren. Wird dir einreden "Mein Schaaatz, wir brauchen das nicht. Nein. Wir wollen das nicht. Mein Schatz, wir wollen uns guuuut fühlen, wir müssen schlafen. SCHLAFEN! JA! JAAAA!" - wird anstrengend.

Du nimmst dir jeden Abend vor dem zu Bett gehen mind. eine bis zwei Stunden Zeit. Du nimmst deinen Wecker, am Besten Handy, da sich da mehrere Wecker einstellen lassen nacheinander, und stellst mehrere Wecker, so viele wie möglich, aber in unregelmäßigen Abständen. 5 Minuten, 7, 12, 3, 8, 10, 4 etc. und dann legst du dich ins Bett. Jedes Mal wenn der Wecker klingelt machst du das was du immer machst direkt nachdem du aufgestanden bist. Also waschen, Zähne putzen (hier nur andeuten sonst blutets dir das Zahnfleisch weg), etc. - dann legst du dich wieder ins Bett. Das machst du solange bis kein Wecker mehr klingelt. Förderlich ist hier auch schon den Wecker für den nächsten Tag zu stellen, du wirst nämlich irgendwann wegratzen. Am nächsten Morgen machst du das selbe. Wecker, waschen, Zähne putzen, blabla. Und dann machst du das was du dir im Vorfeld überlegt hast mit der Routine inkl. Belohnung.

Das machst du jeden Tag für ein bis zwei Wochen. Jeden. Tag. Absolut. Jeden. Tag. Wirst dir die Woche wahrscheinlich nicht viel vornehmen können am Wochenende, aber da musst du durch. Du willst dein Hirn umprogrammieren. Kannst ja auch kein neues System auf einen Rechner fahren, aber ihn währenddessen ausschalten. Kommt Error raus.

bearbeitet von kuchenbrot

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Zu so massiven Schlafstörungen kann man hier nur auf den Gang zum Profi = Arzt empfehlen - da ist das PU-Forum wohl der falsche Platz. Über einen langen Zeitraum unter akutem Schlafmangel zu leiden, ist langfristig gesundheitsschädlich und auch wenig leistungsfördernd. Da Du schon eine Schiene gegen Zähneknirschen hast, gehe ich aber mal von aus, dass da schon was gelaufen ist?

Zum Aufstehen selber:
Hatte ich auch lange, dieses im Halbschlaf bleiben, Wecker ausschalten und nochmal rumdrehen.

Ich hab mir das abgewöhnt mit einer ähnlichen Methode wie die 3-Sekunden-Regel, um die Frauen-Ansprechangst zu überwinden:
Wecker klingelt, ich mach den Wecker aus und werf innerhalb von 3 Sekunden die Decke zur Seite und setz mich auf die Bettkante.

Das ist die ersten paar Mal brutal, aber irgendwann geht das in Fleisch und Blut über.
(Wer den Wecker umstellen kann, kann auch die Beine rausschwingen)

Jetzt hab ich Schwierigkeiten, einfach mal liegen zu bleiben 😁

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vor 2 Stunden, Betterlife schrieb:
  • Eine gewisse Unruhe bedingt durch Gedanken hindert mich oft davon ruhig einzuschlafen - lenke mich durch Außeneinflüsse ab (TV, Radio, Podcast, etc.)
  • Mein Stresslevel hat sich irgendwann in Form von Zähneknirschen bemerkbar gemacht. Eine Schiene trage ich (fast) täglich - also nahezu 98%.

Ich würde, wie Doc Dingo auch, an dieser Stelle ansetzen. Dein Körper zeigt dir damit doch klar, dass es dir nicht gut geht und dein Stresslevel dir wirklich Probleme macht.

Ansätze dafür (und es macht Sinn an beiden Punkten zu arbeiten):

A) Gucken, dass du den Stress reduzieren kannst.
B) Mit deinem Stress besser umgehen lernen. Klassischer Ansatz dazu wären Achtsamkeit & Meditation. Damit bekommst du auch diese "gedanken lassen mich nicht schlafen" in den Griff. Aber du hast vermutlich auch andere Strategien, die bei dir Stress abbauen. Das kann man durchaus kombinieren.

Ich hatte tatsächlich früher über viele Jahre ähnliche Probleme. Seitdem ich nicht mehr so enorm unter Druck stehe, hat sich das von selbst gegeben. Das war einfach nur ein Alarmsignal, dass ich in einigen Bereichen meines Lebens komplett überlastet war.

 

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1. Keine Elektronik vor dem Schlafen/im Bett, sondern in einem Buch lesen, wie Nikem empfiehlt. Das fällt Dir nach fünf Seiten auf die Nase.

2. Jeden Morgen zu einer bestimmten Zeit (06:00) aufstehen (Beine aus dem Bett schwingen, wie Sprachlos empfiehlt). Dann kannst Du irgendwann gar nicht mehr lange wach bleiben, wenn Du tagsüber nicht ständig schlaftrunken sein willst.

3. Tagsüber eine Stunde Sport im Freien. 

bearbeitet von Explorer1
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Für den Stress würde ich mir einen Umgang suchen. 
Gibt ja zig Ansätze. 

Bei mir funktioniert EFT Klopftechnik hervorragend. Allerdings auch erst, nachdem ich es mal 1 Monat konsequent mehrfach täglich angewendet habe. Mehr als Beweis, dass es Blödsinn ist. Egal, funktioniert. 

Ansonsten verstehe ich nicht, warum Du früh aufstehen möchtest, wenn Du es nicht musst. 

Ich arbeite von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr und dann von 10:30 Uhr bis 19:00 Uhr. 
Schlafen dann von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr und von 06:00 Uhr bis 10:30 Uhr. 

Ist für mich das Szenario, wo ich mit 7 Stunden Schlaf auskomme und dann vollständig durch powern könnte. 
Stelle ich mir den Wecker auf 8 Uhr, falle ich am Nachmittag in ein Loch. Lege ich mich dann nicht 2 Stunden hin, bin ich den Rest des Tages unproduktiv und kann dann Abends nicht einschlafen. Was dann dazu führt, dass ich am Morgen vor mich hin leide. 

Ändert sich, sobald ich z.B. in Asien bin. Da wird es früh dunkel und spätestens um 22:00 Uhr will ich ins Bett. Dann bin ich um 6:00 Uhr wach und bleibe wach, solange es richtig hell ist und die Sonne scheint. Den Rhythmus hätte ich gerne auch in DE. Bekomme ich aber nicht hin. 

Finde ich nicht schlimm. 7 Stunden Schlaf und ich kann dann 17 Stunden ziemlich konzentriert arbeiten. 
Und zwar deutlich konzentrierter, als in der Festanstellung mit 8 Stunden 9-17 Uhr Job. 
Ich würde sagen, dass ich heute in 1 Tag die Arbeitsleistung von 3-4 Tagen runter bekomme, bei knapp doppelter Arbeitszeit pro Tag. 

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vor einer Stunde, Nikem schrieb:

Ich weiß nicht wie weit Du dich schon informiert hast.

ca. 1,5h vor dem ins Bett gehen nichts mehr tun was deinen Kreislauf in Schwung bringt

und vor dem Schlafen gehen etwas lesen. Soweit ich weiß sind TV, Podcast etc. eher hinderlich als förderlich. Die wenigsten schauen sich dann etwas wann was sie beruhigt sondern eher etwas was sie interessiert....

Das Problem hierbei ist: der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Aber ja, sollte wohl Abends mehr lesen statt dies über den Tag verteilt zu machen.

vor 34 Minuten, Doc Dingo schrieb:

Das solltest du dir mal genauer ansehen. Inwiefern äussern sich diese Gedanken? Schon mit Meditieren versucht?

 

Woher kommt dein Stresslevel?

 

Rofl, genau wie ich :-D

 

Wann gehst du i.d.R. ins Bett und wann stehst du auf bzw. wann würdest du gerne aufstehen?

Was treibst du so bevor du ins Bett gehst?

 

Versuch mal dir mehrere Wecke im Handy zu stellen so dass du irgendwann definitiv davon wach wirst, und sei es dass dich deine Partnerin verprügelt weil sie von deinen scheiß Weckern genervt ist ;) Stelle das Handy an einen Platz wo du definitiv das Bett verlassen und aufstehen MUSST um es aus zu schalten. Und dann bist du eh schon aus dem Bett draussen, dann musst du nur noch die Disziplin haben dich nicht wieder hin zu legen ;)

Meditieren - ja. Via Headspace habe ich das mal angefangen. Ist cool, nur das Problem, dass ich teilweise "verschlafe" und mir diese Zeit einfach fehlt.
Würde morgens gerne 1 Stunde für mich haben. Essen, duschen, usw. Meistens bleibe mir weniger als 30 Minuten. Entsprechend fällt das Meditieren weg.

Beruf. Freundin. Habe zwar eine funktionierende intakte Beziehung, diese hat aber relativ hohe Taktfrequenz (nicht im Schlafzimmer). 
Habe beide große Social Circles, der Freizeitstress kommt meist daher. Muss ich mal abstriche machen.
Dass eine Selbständigkeit stressig ist, kann man nachvollziehen. Befinde mich gerade noch in der Post-Founding-Phase, also die Zeit in der man PS abliefern muss.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Unterbewusstsein zu clever für einen Wecker ist. 

Ich gehe aktuell zwischen 23.00-0.30 Uhr ins Bett. 8 Stunden plane ich mir i.d.R. ein.
Aufstehen will ich spätestens um 7 Uhr. Da ich aber morgens meist um 8.30 Uhr erst rauskomme, bin ich entsprechend länger im Büro und gehe somit später ins Bett.
Ein Teufelskreis. Wenn ich dann um 22 Uhr ins Bett gehe, kann es durchaus passieren dass dieses Verhalten auch nach 9 Stunden auftritt.
 

vor 40 Minuten, kuchenbrot schrieb:

Hatte das auch ne lange Zeit, vorallem das "ausblenden". Hab dann mal beobachtet wann es funktionierte und wann nicht. Im Grunde ist es ein automatisiertes Mindset, dass dich deinen Wecker nicht hören lässt. Das "nicht-hören", zumindest bei mir, war der Automatismus den mein Gehirn hochgefahren hat beim Weckerklingeln. Ausblenden. Der konnte mind. eine Stunde klingeln - nada. Oder klingelte und Automatismus "ausschalten" ist hochgefahren. Die Frage die ich mir dann gestellt habe war "Wie kann ich in da eingreifen, wenn ich nicht wirklich wach bin oder bewusst ansprechbar, quasi keinen Handlungsspielraum?" Also musste ich den Automatismus umtrainieren.

Du kannst den Automatismus nicht loswerden, was drin ist, ist drin. Du kannst ihn aber ändern. Cue - routine - reward. Der cue ist das Weckerklingeln, die Routine ist weiterschlafen bzw ausblenden, Belohnung ist mehr Schlaf (Bedürfnisbefriedigung). Das Gehirn ist belohnungsorientiert, which means, du musst dir eine Belohnung zurecht legen für die Routine die du ändern willst. Und die muss gleichwertig zum Gefühl des "Schlafs" sein. Ansonsten denkt sich dein Gehirn "Laaaaaangweeeeilig. Mag ich nicht, will ich nicht. Bleibt hier alles so wie es ist!" Hast du da etwas gefunden, also etwas bei dem du denkst "That I like." und dann brauchst du Durchhaltevermögen. Du musst jetzt nämlich für ein bis zwei Wochen etwas leiden. Dein Gehirn wird bockig sein, rebellieren. Wird dir einreden "Mein Schaaatz, wir brauchen das nicht. Nein. Wir wollen das nicht. Mein Schatz, wir wollen uns guuuut fühlen, wir müssen schlafen. SCHLAFEN! JA! JAAAA!" - wird anstrengend.

Du nimmst dir jeden Abend vor dem zu Bett gehen mind. eine bis zwei Stunden Zeit. Du nimmst deinen Wecker, am Besten Handy, da sich da mehrere Wecker einstellen lassen nacheinander, und stellst mehrere Wecker, so viele wie möglich, aber in unregelmäßigen Abständen. 5 Minuten, 7, 12, 3, 8, 10, 4 etc. und dann legst du dich ins Bett. Jedes Mal wenn der Wecker klingelt machst du das was du immer machst direkt nachdem du aufgestanden bist. Also waschen, Zähne putzen (hier nur andeuten sonst blutets dir das Zahnfleisch weg), etc. - dann legst du dich wieder ins Bett. Das machst du solange bis kein Wecker mehr klingelt. Förderlich ist hier auch schon den Wecker für den nächsten Tag zu stellen, du wirst nämlich irgendwann wegratzen. Am nächsten Morgen machst du das selbe. Wecker, waschen, Zähne putzen, blabla. Und dann machst du das was du dir im Vorfeld überlegt hast mit der Routine inkl. Belohnung.

Das machst du jeden Tag für ein bis zwei Wochen. Jeden. Tag. Absolut. Jeden. Tag. Wirst dir die Woche wahrscheinlich nicht viel vornehmen können am Wochenende, aber da musst du durch. Du willst dein Hirn umprogrammieren. Kannst ja auch kein neues System auf einen Rechner fahren, aber ihn währenddessen ausschalten. Kommt Error raus.

Leider ist es nicht so, dass ich mich nochmal hinlegen möchte. Viel eher werde ich gar nicht wach.
Diese Wecker-Kolonne erscheint mir natürlich als Ansatz logisch, jedoch würde ich auch das gekonnt wegdrücken/snoozen/ignorieren.

Warum auch immer...

vor 5 Stunden, Sprachlos schrieb:

Zu so massiven Schlafstörungen kann man hier nur auf den Gang zum Profi = Arzt empfehlen - da ist das PU-Forum wohl der falsche Platz. Über einen langen Zeitraum unter akutem Schlafmangel zu leiden, ist langfristig gesundheitsschädlich und auch wenig leistungsfördernd. Da Du schon eine Schiene gegen Zähneknirschen hast, gehe ich aber mal von aus, dass da schon was gelaufen ist?

Zum Aufstehen selber:
Hatte ich auch lange, dieses im Halbschlaf bleiben, Wecker ausschalten und nochmal rumdrehen.

Ich hab mir das abgewöhnt mit einer ähnlichen Methode wie die 3-Sekunden-Regel, um die Frauen-Ansprechangst zu überwinden:
Wecker klingelt, ich mach den Wecker aus und werf innerhalb von 3 Sekunden die Decke zur Seite und setz mich auf die Bettkante.

Das ist die ersten paar Mal brutal, aber irgendwann geht das in Fleisch und Blut über.
(Wer den Wecker umstellen kann, kann auch die Beine rausschwingen)

Jetzt hab ich Schwierigkeiten, einfach mal liegen zu bleiben 😁

Klar, Vitamin D Haushalt checken, usw. wäre definitiv zu empfehlen. Aber unabhängig von physischen Ursachen wie Krankheiten, denke ich viel eher dass das ein psychisches Ding ist.
Dachte dass es hierfür Routinen gibt, die darauf abzielen besser aufstehen zu können. Ich probiere schon vieles aus, um einen ruhigeren Schlaf zu ermöglichen.

Diese 3 Sekunden in denen ich rationale Entscheidungen treffen kann wie "stehe ich jetzt auf oder nicht" gibt es bei mir nicht. Ich schlafe. Ob ich will, oder nicht. Was mein Unterbewusstsein dazu sagt, ist sicherlich was anderes ;)

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Gast

Infos über Schlafstörungen:

https://www.schlafgestoert.de/site-83.html

Wie andere schon geschrieben haben einfach den Wecker weiter weg vom Bett stellen. Oder einen lauteren Wecker für schwerhörige besorgen. Alternativ gibt es noch Lichtwecker (Lichtblitze/Flackern) oder Vibrationswecker.

Auf der Infoseite kannst du dir unter anderem den Teil über Entspannungsübungen / Schlafhygiene / Gedankenstopp durchlesen und mal danach googeln

bearbeitet von Gast

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vor 14 Stunden, Betterlife schrieb:

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Unterbewusstsein zu clever für einen Wecker ist. 

http://www.wecker-online.net/

Sowas schon probiert? Gegen den klassischen Weckersound kann man auch abstumpfen.
Damit geht halt alles mögliche. Schon ne Stunde vorher Ambientberieselung einstellen, die dich langsam raus holt, bzw zwischen den Tiefschlafphasen abfängt (dafür gibt´s auch Handywecker, die das anhand deiner Atmung erkennen und eben nicht punkt, sondern +/- x wecken)

Oder Anlage auf "boa ey" und feinen Death Metal rein. Da stehste im Bett. Garantiert.  Gefällt dir die Mucke, werden auch direkt paar Endorphine erzeugt. ^^

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Am ‎12‎.‎04‎.‎2018 um 12:22 , Betterlife schrieb:

Da ich eigentlich früh aufstehen und eine angenehme Morgenroutine entwickeln möchte

Hier liegt der Fehler, die Lösung befindet sich weit entfernt von "eigentlich und möchte".

Ich stehe 4x die Woche um 03:00 Uhr auf und fange erst um 06:30 Uhr an zu arbeiten - hab also sehr viel Erfahrung mit deinem Anliegen. Vielleicht gewinnst du hin und wieder den Kampf gegen den Wecker - doch die eigentliche Schlacht findet am Abend zuvor statt. Mach dir eine fixe Zeit wo du nicht mehr erreichbar bist 30min vor dem Schlafen (Handy Flugmodus/Laptop aus). Es gibt keine Ausnahmen, außer der Zwerghamster von deiner Freundin ist gestorben.

Bei mir sieht es in etwa so aus : 19:30Uhr ist meine Zeit wo ich ALLES ausschalte. Meine eigentlich angepeilte Schlafenszeit ist 20:00 Uhr - dann putze ich die Zähne und leg mich schlafen. Meist bin ich dann um 19:45 Uhr im Bett und kann um 03:00 Uhr aufstehen mit 7 Stunden Schlaf. Solltest du 8-9 Stunden Schlaf brauchen und du bist dann immer noch müde - dann liegt das Problem irgendwo anders, ERNÄHRE dich gesünder oder mehr Bewegung.

Alles was ich bis jetzt geschrieben habe wird dir keine Hilfe sein wenn du dir nicht das WARUM verinnerlichst. WARUM willst du früh aufstehen ? Erst wenn dieses Gefühl/Ziel stärker ist als der Drang auszuschlafen, dann solltest du es überhaupt erst probieren. Das Warum ist der 80%`tige Antrieb während das WIE nur das weniger wichtige Mittel zum Zweck ist.

Bei mir hat es über 6 Monate gedauert bis ich sagen konnte, dass ich an dem Punkt angekommen bin mit dem ich zufrieden sein kann.

Handywecker stelle ich mir aus Sicherheitsgründen 7x in Folge - wobei ich bei dem ersten in 100% der Fälle aufstehe. Das ist nur für mein Gefühl beim Schlafen - "was ist wenn ich ihn überhöre/vielleicht drücke ich auf snooze". So kann ich mir absolut sicher sein und beruhigt schlafen.

Geholfen haben mir mehrere Bücher und Hörbücher - ansonsten wäre ich wohlmöglich gescheitert.

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Ich habe die gleichen Probleme. Reguläre Schlafenszeit seit Monaten: 6-14Uhr

Schlummerfunktion, Wecker nicht hören, automatisiert im Halbschlaf Wecker ausschalten und auch sonst das volle Programm. 

Ich finde die stressbedingten Lösungsansätze sehr interessant. Ich probiere auch seit ewiger Zeit mit Gewalt mein Schlafrhytmus umzustellen aber das scheint ja offensichtlich nicht zu helfen (es sei denn ich hätte mehr Diziplin). 

Einfach durch Tricks das Aufstehen zu erzwingen wird wohl keine ganzheitliche Lösung. Man würde wohl nur Symptome bekämpfen, nicht die eigentlichen Ursachen. 

Ich kann bestätigen, dass auch ich schlecht einschlafe (bedingt durch zu viel Gedankenaktivität) und ich hier das eigentliche Problem vermute. Aufstehen ist also an sich nicht das Problem. So ziemlich jeder Mensch würde sich wohl diese Verhaltensmuster antrainieren wenn er bei einem normalen Ryhtmus immer Nachts um 3 geweckt wird und nicht aufstehen MUSS. 

Danke an alle die hier geantwortet haben. Ich glaube jetzt einen Schritt weiter zu sein.

Ich werde jetzt beobachten welche Themen gerade beim Einschlafen besonders aktiv in mir sind und dort ansetzen wo das Problem entsteht.

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Ist wie bei den meisten Sachen so: 

Man macht nicht unbedingt das, was man sollte. Aber man macht das, was man muss. 
Solange da nur so ein "ich könnte mal" oder "wäre cool wenn" dahinter steht, läuft das nicht, wenn man mit solchen Sachen Probleme hat. 

Überweisst nen Kumpel der Frühaufsteher ist 10.000 EUR. Nehmt dazu einen schönen fetten Kredit auf. 
Gebt ihm 100,00 EUR fürs Monitoring im Monat. 

Um 08:00 Uhr ruft ihr ihn an. Wenn um 08:05 Uhr noch kein Anruf da ist, wird das Geld um 08:05 Uhr an die Alice Schwarzer Stiftung als Spende überwiesen. Am Telefon sagt der Kumpel dann einen Ort im Umkreis von 2km um die Bude, von wo er ein Selfie haben möchte bis 08:30 Uhr. Ansonsten Geld ebenfalls weg. 

Einfach mal einen Monat machen. Die meisten Leute haben ihre 10.000 EUR noch. 
Da wird das Hirn schon sehr kreativ bei Problemen wie "überhöre den Wecker". 

Und wem es nicht ernst ist? Dann einfach nicht mit Bullshit Zielen beschäftigen, die man sowieso nicht erreichen möchte... das sind dann Träume, die ganz schön wären, für die man aber nicht wirklich bereit ist, was zu tun. 

Ansonsten kann ich jedem raten, Koffeinkonsum mal zu überdenken. Gibt nicht wenige, die sich den Tag über Energiedrinks & Co. reinziehen und dann sich wundern, dass sie mit Koffein im Blut nicht vernünftig schlafen können. 

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 TLDR:

1. Einen freudigen Grund zum Aufstehen haben. Herrliches Frühstück,  Spaß auf Youtube, was dir eben Spaß macht. Ich schaue Basketball an. Freue mich abends darauf.

2. Zeitfenster verschieben, nicht verkürzen: Aufstehen: 8.30 => 7.00. Ins Bett: 0.30 => 23.00.

3. Zeit dafür nehmen mit sinnvollen Zeitschritten. Tag 1: 8.30 => 8.00. Tag 2: 8.00 => 7.30. Und so weiter.

4. Konstant zur (fast) gleichen Uhrzeit aufwachen. Dein Gehirn interessiert sich nicht dafür, ob man den heutigen Tag Montag oder Sonntag nennt.

5. Abends Blaulichtfilter (Windows: F.lux, Linux: Redshift, Android: Twilight) benutzen.

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Fürs Aufstehen:
 

Viele empfehlen direkt mehrere Alarme am Handy nacheinander einzustellen. Für mich hat sich ein einfacher Funkwecker für 20 Taler bewährt. Handy wird am Schreibtisch geladen, so dass ich mir dann auch nicht abends noch irgendeine scheiße auf YT reinziehe. Wenn ich dann bereits weiß, dass es hart wird aufzustehen weil ich bspw. nicht mein volles Zeitfenster an Schlaf wahrnehmen kann, platziere ich den Wecker irgendwo außer Reichweite des Bettes. Wenn ich vorher schon im Bett bin lass ich den Wecker über den Boden schlittern. So muss ich dann aufstehen. Hab dazu das Ritual die Fenster aufzureißen und Licht anzumachen. Works. Bei wichtigen Terminen (Flug,  Klausur, Vorstellungsgespräch) stell ich mir dann noch auf dem Handy einen zweiten Alarm.

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So wie es Leute gibt, die mit dem anderen Geschlecht nichts anfangen können, gibt es halt Leute, die mit der ersten Tageshälfte nichts anfangen können.

Natürlich kann man nach Bezugsquellen für Schnurrbärte und Vaseline fragen, wenn man sich umprogrammieren will, aber es bleibt doch ein Herumdoktern an den Symptomen.

(zu Schulzeiten hatte ich sonen Netzwecker, der notfalls ne Stunde am Stück trötet. Dem habe ich die Aus-Taste ausgebohrt und ihn 3m weg vom Bett aufgestellt. Bin also jedesmal rausgesprungen, Pause gedrückt, zurück ins Bett und 9 Minuten weitergepennt. Ausschalten ging nur mit einem danebenliegenden Streichholz, das in eine 3mm-Bohrung gesteckt werden mußte. Das hat erst nach 3 oder 4 Pausenzyklen funktioniert, dann war ich auch einigermaßen wach.)

bearbeitet von HerrRossi

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Ich empfehle, Fernseher und Laptop aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Keine Bildschirme vorm Schlafen, lies lieber etwas oder hör ein Hörbuch zum Einschlafen. Ich habe einen Tageslichtwecker, da pfeifen Vögelchen, wenn ich aufwachen soll. Man wird sanft geweckt und mir hilft das gut. Lüftet ihr genug im Schlafzimmer? Möglicherweise könnte dich zu wenig Sauerstoff noch müder machen. Nicht zu doll heizen. Routinen einführen vor dem Schlafengehen. Gerne auch Geld investieren in guten Schlaf - zum Beispiel gute Kissen (ich habe das 80x40cm von Muun und möchte nicht mehr ohne) - das nutzt man ja nächtlich. Und führ dir auch Morgenroutinen ein, bevor die Arbeit losgeht. Irgendetwas, was dir morgens Spaß macht. Musik hören (tue ich gerade), etwas schauen, Zeitung lesen etc. So schaffst du Abstand zwischen Schlaf und Arbeit.

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Gast

Ich kann überhaupt erst annähernd wie ein normal functional hooman beeing oder wie sich das nennt schlafen, also >= 6h, seitdem ich gescheiten Kraftsport mache. Laufen und so Getröte hatte meist den gegenteiligen Effekt, nämlich dass sich das von 4-5h noch weiter reduzierte. Aber nach ner halben Stunde bis Stunde Kniebeugen mit gescheitem Gewicht schlafe ich fast wie ein Mensch, und seitdem das Trainingsvolumen im Laufe der Jahre auch auf akzeptable Werte geklettert ist (100-200 tiefe Beugen mit deutlich über 100kg pro Woche) kriege ich sogar regelmäßig die 8h voll.

 

Konnte das auch schon bei anderen Leuten mit Schlafproblemen reproduzieren, ist aber nur n = 5 oder so.

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